Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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28. Februar 2026

Bericht vom Februar-Plenum

Hans-Christoph Hobohm Plenum Haßler.G, Krauß.R

Prof. Dr. Raiko Krauß (MLS) während seines Vortrags auf dem Plenum der Leibniz-Sozietät am 12.2.2026 (Foto: Gerhard Pfaff)

Bericht zum Vortrag von Prof. Dr. Raiko Krauß „Der ambivalente Umgang mit historisch gewachsenen anthropologischen Sammlungen in Zeiten der post-kolonialen Debatte“ 

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche Februar-Plenarveranstaltung am 12.02.2026 zum Thema „Der ambivalente Umgang mit historisch gewachsenen anthropologischen Sammlungen in Zeiten der post-kolonialen Debatte“.

Referent hierzu war Prof. Dr. Raiko Krauß (MLS), einer der prominentesten Vertreter des Gebietes Prähistorische Archäologie. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt. Sie wurde zeitgleich per Zoom übertragen.

Gerda Haßler, die Präsidentin der Leibniz-Sozietät, begrüßte die Teilnehmenden und stellte den Referenten vor. Raiko Krauß studierte von 1994 bis 2000 Ur- und Frühgeschichte und Klassische Archäologie an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie mit dem Thema „Die prähistorische Besiedlung am Unterlauf der Jantra“ an der Freien Universität Berlin ab. Danach forschte er am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin sowie am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität mit der Arbeit „Dynamik der Neolithisierung in Südosteuropa. Der Beginn von Ackerbau, Viehzucht und sesshafter Lebensweise“ sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist er außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. Raiko Krauß ist Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU), Vize-Präsident der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft, Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und seit 2023 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Der Umgang mit menschlichen Überresten ist, wie Raiko Krauß einleitend anmerkte, emotional aufgeladen. Wahrscheinlich war das schon immer so. Die Gründe dafür liegen in der Natur des Menschen, der zur Empathie fähig ist und über ein Bewusstsein für seinen Körper und Jenseitsvorstellungen verfügt. Man kann allerdings feststellen, dass Menschen weniger emotional reagieren, wenn es sich um sehr alte Skelettreste aus archäologischen Zusammenhängen handelt. Im Rahmen der postkolonialen Debatte sind menschliche Überreste der große Streitpunkt, gelten sie doch als Zeugnisse der Aneignung über fremde Körper, über den Tod der Personen hinaus. Die Aufteilung der Welt unter einigen wenigen europäischen Mächten im Zuge der Großen Geographischen Entdeckungen resultierte in einer Ausbeutung der in Besitz genommenen Länder und Unterwerfung der Bevölkerung, vielfach bis zu deren vollständiger Vernichtung. Die Inbesitznahme der Welt durch die Europäer war die Voraussetzung für die Entstehung von anthropologischen Sammlungen mit Skeletten vom gesamten Globus. Insofern rücken heutzutage auch die Gründe für das Zustandekommen von anthropologischen Sammlungen, welche in den allermeisten Fällen ein wissenschaftliches Interesse war, in den Vordergrund. Im Frühjahr 2025 konnte die Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte zu einer internationalen Konferenz einladen, auf der der zukünftige Umgang mit menschlichen Überresten aus historisch gewachsenen Sammlungen thematisiert wurde („The Scientific Potential of Anthropological Collections“). Ausgangspunkt der Tagung war die historische Lehrsammlung menschlicher Schädel und Skelette des Berliner Arztes Rudolf Virchow (1821–1902).  Im Vortrag wurden die wichtigsten Ergebnisse dieser Veranstaltung vorgestellt. Gleichzeitig wurde ein fundierter Einblick in die Problematik anthropologischer Sammlungen gegeben.

Die Publikation der Beiträge der Konferenz soll im Laufe des Jahres 2026 als Sonderband der Mitteilungen der BGAEU erfolgen.

Das Interesse der Teilnehmenden an den Ausführungen von Raiko Krauß war sehr groß, was auch die nachfolgende intensive Diskussion bestätigte. Es ist vorgesehen, den Inhalt des Vortrags in einem Artikel in Leibniz Online zu publizieren.

Gerhard Pfaff

Grafiken
28. Februar 2026

Bericht zur Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät am 12. Februar 2026

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Klassen, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften Bernhardt.K-H, Dethloff.K, Hager.N, Hellmuth.O, Pfaff.G, Spänkuch.D

Am 12.2.2026 fand die Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin als öffentliche Veranstaltung im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt (parallel Übertragung per Zoom). Mit der Sitzung ehrte die Klasse ihre Mitglieder Karl-Heinz Bernhardt und Dietrich Spänkuch zum 90. Geburtstag. Der Fachvortrag mit dem Titel:

Ursachen und Unsicherheiten des Klimawandels – Die letzten 90 Jahre

wurde von Klaus Dethloff (MLS) gehalten.

Einleitend begrüßte der Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften, Gerhard Pfaff, die Teilnehmenden im Rathaus Berlin-Friedrichshagen sowie die per Zoom zugeschalteten Kolleginnen, Kollegen und Gäste. Er würdigte dabei das Lebenswerk und den unermüdlichen Einsatz der beiden zu ehrenden Kollegen Karl-Heinz Bernhardt und Dietrich Spänkuch für die Leibniz-Sozietät. Der Einleitung und Begrüßung schloss sich der Vortrag von Klaus Dethloff an.

Auf der Basis der Realanalysedaten ERA5 1940 bis 2025, so stellte Klaus Dethloff dar, wurden die Veränderungen der letzten neun Jahrzehnte im Klimasystem der Erde analysiert, die durch komplexe nichtlineare Wechselwirkungen bestimmt sind. Um das komplizierte Zusammenspiel von Änderungen in der Konzentration von Treibhausgasen und Aerosolen mit dynamischen Variabilitätsmoden des Systems zu beschreiben, wurden Ensemblesimulationen mit Erdsystemmodellen verwendet. Der Vergleich dieser Simulationen mit der Realität bestätigte die bedeutende Rolle von Treibhausgaszunahmen bei der arktischen Erwärmung. Neben der tropischen Anregung planetarer Variabilitätsmoden beeinflussen auch gekoppelte tropo- und stratosphärische Prozesse der Arktis die nordhemisphärischen Telekonnektions-muster. Diese führen zu Änderungen der dominierenden atmosphärischen Zirkulationsregime und bestimmen den Klimawandel. Klaus Dethloff verwies am Ende seines Vortrags darauf, dass die gegenwärtig besten Modelle die intern generierte Variabilität immer noch unterschätzen. Sie müssen zukünftig durch datenbasierte Parametrisierungen weiter verbessert werden, um die bestehenden Unsicherheiten der Zukunftsszenarien zu reduzieren.

Blick ins Auditorium
Blick in das Auditorium der Veranstaltung (der Jubilar Dietrich Spänkuch in der 1. Reihe, 3. v. r.) (Foto: Gerhard Pfaff)

Nach dem Fachvortrag folgte eine Laudatio für Karl-Heinz Bernhardt, die dessen Lebenswerk würdigte und von Nina Hager (MLS) gehalten wurde. Karl-Heinz Bernhardt, der per Zoom zugeschaltet war, bedankte sich herzlich für den Fachbeitrag, für die Laudatio sowie für die ihm von den Teilnehmenden anlässlich seines 90. Geburtstages erwiesene Ehrung. Anschließend hielt Olaf Hellmuth (MLS) eine Laudatio für Dietrich Spänkuch, die auf die wichtigsten Stationen in der wissenschaftlichen Entwicklung des Jubilars einging. Dietrich Spänkuch bedankte sich ebenfalls bei den Vortragenden sowie bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Klassensitzung für die ihm mit der Sitzung erwiesene Ehrung.

Die Sitzung klang mit einem Glas Sekt für die Anwesenden aus, zu dem Dietrich Spänkuch eingeladen hatte.

Gerhard Pfaff

Startbild der Aufzeichnung
14. Februar 2026

Aufzeichnung des Ehrenkolloquiums für Hermann Klenner

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen Klenner.H, Rößler.Ch, Stoljarow.A

Dank der Initiative von Christiane Rößler und Alexej Stoljarow (Aufnahme, Schnitt) gibt es nun eine wunderbare Aufzeichnung des gesamten Kolloquiums zu Ehren von Hermann Klenners 100sten Geburtstag am 29. Januar 2026 im Alten Rathaus in Friedrichshagen.

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Akteure-eines-Umbruchs-Band-7-FdM-Trafo-VerlagPaul-Singer-Verein-1024x682
8. Februar 2026

Lesung auf dem „Friedhof der Märzgefallenen“

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Vormärz und 48er Revolutionsforschung Hachtmann.R, Hofmann.J

Lesung & Diskussion des Buches Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49, Band 7

Prof. Dr. Jürgen Hofmann (MLS) & Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (MLS), Herausgeber des Bandes 7 der Reihe „Akteure eines Umbruchs“, stellen im Rahmen einer Veranstaltung des Friedhofs der Märzgefallenen am 25. Februar 2026 den vor einem Jahr erschienen neuen Band der Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848/49 vor.

Die Revolution von 1848/49 war ein Umbruch, der von Menschen getragen wurde, deren Namen oft in Vergessenheit geraten sind. Die seit 2003 erscheinende Biografienreihe „Akteure eines Umbruchs“ stellt diese Männer und Frauen ins Zentrum.

Der neue Band versammelt neun Biografien aus unterschiedlichen sozialen und politischen Kontexten: unter anderem über Karol Libelt, den polnischen Wissenschaftler und Freiheitskämpfer; Erzherzog Johann von Österreich, die Schriftsteller:innen Marie Pinder und Emilie von Hallberg, den Dichter Eduard Kauffer, den Schüler Hugo Wolf, sowie den Politiker Joseph Fickler.
Die Herausgeber lesen zentrale Passagen aus dem Band und wir diskutieren, wie sich an den Biografien dieser Menschen die Hoffnungen, Konflikte und Brüche des Revolutionsjahres 1848 ablesen lassen – und warum viele dieser Lebensgeschichten bis heute nachwirken.

Ort: Alte Feuerwache – Kulturhaus Friedrichshain, Marchlewskistraße 6, 10243 Berlin

Teilnahme kostenlos

Link zur Veranstaltung, Link zur Website des Friedhofs der Märzgefallenen

5-Rohstoffkolloquium-Gemini
5. Februar 2026

Einladung zum fünften Rohstoffkolloquium

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Mitteilungen Greiling.R-O, Hasenstab-Riedel.S, Hilgers.Ch, Jeremias.E-P, Mertzsch.N, Methling.W, Müller.A, Pfaff.G

 5. Rohstoffkolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin

Am 18. März 2026, 10:00 Uhr in Berlin (CEDIO Konferenzzentrum; Storkower Bogen; https://www.storkower-bogen.de/tagen-feiern)

Thema: Rohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung

Die Reihe der Rohstoffkolloquien des Arbeitskreises GeoMUWA der Leibniz-Sozietät (https://leibnizsozietaet.de/category/arbeitskreise-2/ak-geomuwa/) behandelte bisher verschiedene Aspekte natürlicher Rohstoff- und Energieressourcen, z.B.

  • Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser
  • Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas
  • Kritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein
  • Das neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen

Das 5. Rohstoffkolloquium thematisiert die wachsenden Herausforderungen im Bereich der Rohstoffbereitstellung für die Energieversorgung, die nach innovativen Lösungen verlangen, um eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung zu gewährleisten. Dieses Kolloquium widmet sich der Analyse aktueller Strategien und der Entwicklung neuer Konzepte zur effektiven Erkundung und Nutzung von Energierohstoffen sowie von Rohstoffen, die für die Herstellung energieproduzierender Systeme erforderlich sind. Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik sind eingeladen, ihre Perspektiven zu teilen und neue Lösungswege aufzuzeigen.

Ziel des Kolloquiums ist es, eine interdisziplinäre Plattform für den Austausch von Ideen und die Förderung kooperativer Projekte zu schaffen, die Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren unterstützen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energierohstoffe und Energieerzeugung gerecht werden. Zum Programm: WEITER

2. Februar 2026

Geschäftssitzung und Tätigkeitsbericht mit Publikationsliste

Gerda Hassler Mitteilungen Geschäftssitzung, Publikationen der Mitglieder, Tätigkeitsbericht

Am 29. Januar 2025 fand 14.00 bis 16.30 die Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. mit folgender Tagesordnung statt:

  1. Bestätigung der Tagesordnung
  2. Bestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer
  3. Bericht des Präsidium
    1.   Teil: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit 2025
    2.   Teil: Finanzbericht 2025 und Finanzplanung 2026
  1. Bericht der Kassenprüfer
  2. Diskussion und Beschlussfassung über die Arbeit im Jahr 2025 sowie den  Finanzplan 2026
  3. Wahl der Wahlkommission zur Wahl des Schatzmeisters der Leibniz Sozietät
  4. Durchführung der Abstimmung zur Wahl des Schatzmeisters
  5. Bekanntgabe des Wahlergebnisses
  6. Sonstiges

Hier finden Sie den Tätigkeitsbericht 2025 des Präsidiums  und den

Anhang: Publikationen der Mitglieder der Leibniz-Sozietät im Jahr 2025

31. Januar 2026

Bericht über das Ehrenkolloquium für unser Gründungsmitglied Hermann Klenner

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Jubiläen Haßler.G, Klenner.H, Klinkmann.H, Schöneburg.V, Segert.D

Hermann Klenner bei seiner Erwiderung anlässlich der Ehrung zu seinem 100. Geburtstag

Hermann Klenner trat am Ende des nach allgemeiner Meinung der Anwesenden sehr gelungenen Ehrenkolloquiums an das Mikrofon und dankte konzentriert und ohne Textvorlage in freier Rede für die Veranstaltung, er sei „nicht gerührt, denn das sei ja ein Gefühl und Wissenschaftler müssen denken“. Dass er das sein ganzes Leben lang erfolgreich getan hat, davon zeugen seine vielfältigen Publikationen, etwa sein 2015 erschienenes Buch „Kritik am Recht. Aktualisierende Rechtsphilosophie“. Bis heute hat er 1400 Publikationen publiziert.

In ihrem Grußwort würdigte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler Hermann Klenner anlässlich seines hundertsten Geburtstags als außergewöhnliche moralische und intellektuelle Instanz. Sein Leben über drei Gesellschaftssysteme hinweg zeugt von Unbeugsamkeit, Integrität und der Verbindung von Rechtsdenken und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Leibniz-Sozietät verdankt ihm entscheidende Impulse, fachliche Orientierung und menschliche Ermutigung. Hermann Klenner bleibt bis ins hohe Alter wissenschaftlich produktiv, wie seine jüngsten Veröffentlichungen eindrucksvoll zeigen. Sein Denken steht für Freiheit, Verantwortung und intellektuelle Redlichkeit. Mit der Verleihung der Ehrenurkunde der Leibniz-Sozietät im Anschluss an das Grußwort wurde sein Lebenswerk, das verpflichtet und inspiriert, geehrt. WEITER

30. Januar 2026

Prof. Dr. Michael Rodi als Schatzmeister gewählt

Gerda Hassler Mitteilungen

Prof. Dr. Michael Rodi, MLS
(Photo: Jule Halsinger)

Auf der Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. wurde am 29. Januar 2026 Prof. Dr. Michael Rodi als Schatzmeister gewählt.

Michael Rodi war bis 2021 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Finanzrecht, Umwelt- und Energierecht der Universität Greifswald, wo er gegenwärtig als Sprecher des Clusters „Energie“ am Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum forscht und lehrt. 2009 gründete er das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität mit Sitz in Berlin und Greifswald, ein angewandtes Forschungs- und Beratungsinstitut zu Schlüsselfragen einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Im Oktober 2021 erhielt Rodi von der Universität Greifswald den „Greifswald Research Award“. Rodi ist ein Brückenbauer zwischen der universitären Grundlagenforschung und der angewandten Politikberatung.

Michael Rodi hat von 1977 bis 1987 Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Konstanz, Paris und München studiert und war danach in München wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Öffentliches Recht der Universität München. 1992 promovierte er dort zum Dr. jur.. Sechs Jahre später folgte die Habilitation in den Fächern Öffentliches Recht, Steuerrecht und Europarecht in München. 1999 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl in Greifswald und verblieb bis zu seiner Emeritierung.

Michael Rodi ist geschäftsführender und wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität und leitet dort auch die IKEM-Forschungsakademie. Er ist vor allem ein Experte für Klimarecht. Weitere Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen nachhaltige Energiewirtschaft und Verkehrswesen sowie in Grundlagenfragen der Steuer- und Subventionsrechtsordnungen. Neben verschiedenen Gutachten für die Europäische Kommission beriet er von 2007 bis 2009 die vietnamesische Regierung bei der Durchführung einer ökologischen Steuerreform. 2004 wurde er in den wissenschaftlichen Beirat des Internationalen Instituts für Staatsrecht in Porto Allegre (Brasilien) aufgenommen und 2006 zum Ehrenmitglied des Brasilianischen Steuerinstituts ernannt. Seit 2025 ist er Präsident der neu gegründeten European Association of Climate Law (EACL).

21. Januar 2026

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Physiker Prof. Dr. Armin Uhlmann, der am 11. Januar 2026 in Leipzig verstorben ist

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Uhlmann.A

Prof. Dr. Armin Uhlmann (MLS), 1930-2026
(Foto: Privatbesitz)

Prof. Dr. Armin Uhlmann wurde am 19. Februar 1930 in Chemnitz geboren. Nach dem Abitur studierte er von 1949 bis 1954 Mathematik und Physik an der Universität Leipzig. Anschließend wurde er 1957 mit einer Arbeit über Normierte Divisorfunktionen am Mathematischen Institut der Universität Leipzig bei Erich Kähler promoviert. 1960 folgte die Habilitation in theoretischer Physik mit der Schrift „Über den Begriff der Energie bei gekrümmter Raum-Zeit-Mannigfaltigkeit“. Von 1958 bis 1960 absolvierte er eine Assistentenzeit an der Universität Jena, bevor er anschließend bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1995 an der Universität Leipzig tätig war. Dort wirkte er seit 1962 als Professor für theoretische Physik und hatte im Laufe der Jahre verschiedene Leitungsfunktionen inne. Unter anderem war er von 1970 bis 1973 Direktor der Sektion Physik. Am Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna war er von 1965 bis 1967 Gastprofessor. Von 1973 bis 1975 leitete er dort den Forschungsbereich „Axiomatische Quantenfeldtheorie“. WEITER

13. Januar 2026

Prof. Dr. Michael Hupfer (MLS) ist seit 1.1.2026 neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Limnologie (DGL)

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder Hupfer.M

Prof. Dr. Michael Hupfer, MLS (Foto: IGB)

Mit Beginn diesen Jahres ist Michael Hupfer neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Limnologie (DGL). Die DGL ist eine der wichtigsten nationalen Fachgesellschaften für die Forschung an Binnengewässern sowie an der Schnittstelle zur Wasserwirtschaft.

Michael Hupfer ist Forschungsgruppenleiter*in
Forschungsgruppe Biogeochemische Prozesse in Sedimenten und Seenrestaurierung am IGB (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Standort Müggelsee). Als Präsident der DGL betont er in einem Interview wie wichtig das Thema Wasser in Zukunft sein wird:

Wasserbezogene Katastrophen nehmen zu, ebenso wie stoffliche Belastungen und die Fremdnutzung von Wasserressourcen. In unserer Region haben wir besonders wenig Niederschlag. Vieles ist seit langem bekannt, findet aber trotzdem oft keinen angemessenen Widerhall in Management und Politik. Das kann frustrierend sein. Was meiner Erfahrung nach hilft, ist sich zu positionieren und für eine Sache beharrlich zu werben. Man sollte nicht gleich aufgeben, sondern argumentieren, Vertrauen aufbauen und Fachleute in den Behörden unterstützen. Das kostet Wissenschaftler*innen Zeit und ein Engagement, die im geltenden wissenschaftlichen System nicht sichtbar sind und nicht belohnt werden. (Quelle: IGB)

Die Leibniz-Sozietät wünscht ihrem Mitglied viel Erfolg für die neue Aufgabe!

Klenner-cropped
5. Januar 2026

Wir gratulieren unserem Mitglied Prof. Dr. Hermann Klenner zum 100. Geburtstag!

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder, Personalia

Sehr geehrter, lieber Herr Kollege Klenner,

zu Ihrem 100. Geburtstag übermittelt Ihnen die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre herzlichsten Glückwünsche. Hundert Jahre – das ist eine Lebensspanne, die nicht nur Respekt einfordert, sondern in Ihrem Fall auch Staunen hervorruft: Staunen darüber, wie ungebrochen klar, wie unerschrocken präzise und wie geistreich pointiert Sie bis heute in die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten eingreifen.

Sie haben das seltene Talent, philosophische Schärfe mit juristischer Genauigkeit zu verbinden – und beides mit einer humanistischen Haltung, die nie modisch, sondern immer notwendig war. Ihre Arbeiten zur Rechtsphilosophie, zur Geschichte der Menschenrechte und zur Dialektik des Rechts gehören längst zum festen Bestand des kritischen Denkens in Deutschland und weit darüber hinaus. Generationen von Forschenden haben an Ihren Texten gelernt, dass intellektuelle Redlichkeit und argumentative Eleganz keine Gegensätze sind.

Für die Leibniz-Sozietät waren und sind Sie weit mehr als ein Mitglied: Sie sind ein Orientierungspunkt. Ein Gelehrter, der zeigt, dass wissenschaftliche Autorität nicht aus Lautstärke entsteht, sondern aus Haltung. Und ein Kollege, der mit feinem Humor und unbestechlicher Urteilskraft immer wieder Maßstäbe gesetzt hat.

Zu Ihrem 100. Geburtstag danken wir Ihnen für Ihr Lebenswerk, für Ihre unbeirrbare Stimme und für die inspirierende Klarheit, mit der Sie uns bis heute begleiten. Möge dieser Tag Ihnen Freude bereiten – und möge Ihr Denken weiterhin wirken, wie es das seit Jahrzehnten tut: anregend, herausfordernd und befreiend.

Mit größter Hochachtung und herzlichen Grüßen
Gerda Haßler

31. Dezember 2025

Neue Publikation unseres Mitglieds Johannes W. Dietrich

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder, Publikationen Dietrich. J-W

Hoermann, Rudolf/Dietrich, Johannes W. (Hrsg.) (2025): Hypothyroidism – A Paradigm Shift. Singapur, Springer Singapore. XXIII, 178 Seiten. 25 Abb. – Hardcover ISBN: 978-981-96-3681-5 (EUR 149,79), Softcover ISBN: 978-981-96-3684-6, eBook ISBN: 978-981-96-3682-2 (EUR 117,69). DOI: 10.1007/978-981-96-3682-2.

Dieses Werk bietet eine umfassende Darstellung der Regulation der Hypothalamus‑Hypophysen‑Schilddrüsen‑Achse und der Homöostase des Schilddrüsensystems. Es entwickelt einen konzeptionellen Rahmen, der neue Perspektiven auf die Diagnose und Behandlung der Hypothyreose eröffnet und zugleich bestehende therapeutische Ansätze kritisch hinterfragt. Besonderes Augenmerk gilt Patientinnen und Patienten, die trotz etablierter Levothyroxin‑Therapie weiterhin Symptome zeigen. Diese bislang wenig verstandene Konstellation, die in der Literatur als Syndrom T oder SORSHOT bezeichnet wird, erfährt aktuell ein zunehmendes wissenschaftliches Interesse.

Die einzelnen Kapitel führen systematisch in die Grundlagen und klinischen Aspekte der Hypothyreose ein – von Definition und Pathophysiologie über typische klinische Präsentationen bis hin zu Mechanismen der endokrinen Regulation. Thematische Schwerpunkte liegen unter anderem auf dem Jodstoffwechsel, der Schilddrüsenhormonsignalisierung sowie den komplexen Rückkopplungsprozessen innerhalb der Hypothalamus‑Hypophysen‑Schilddrüsen‑Achse. Beiträge ausgewiesener Fachautorinnen und ‑autoren zeigen, wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in diagnostische und therapeutische Überlegungen einfließen können und welche Faktoren erklären, warum manche Betroffene auf Standardbehandlungen unzureichend ansprechen.

Das Buch richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner, Forschende und klinisch tätige Fachkräfte mit Interesse an Schilddrüsenerkrankungen. Es eignet sich ebenso für Allgemeinmediziner sowie für informierte Patientinnen und Patienten, die ein vertieftes Verständnis der Erkrankung anstreben. Für angehende Endokrinologinnen und Endokrinologen bietet es eine fundierte Einführung, die sowohl curricularen Anforderungen entspricht als auch aktuelle Entwicklungen der Schilddrüsenforschung berücksichtigt. Insgesamt stellt das Werk eine differenzierte Ressource für alle dar, die sich mit der Verbesserung der Versorgung im Bereich der Endokrinologie befassen.

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