Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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8. Mai 2026

Roman unseres Mitglieds Ottmar Ette

Gerda Hassler Mitteilungen

Wunder Bunker

Zwischen Wunderwaffe und Wirtschaftswunder erzählt der Roman »Wunder Bunker« vom Bau des größten Bunkers Deutschlands mit seinen Konzentrations- und Arbeitslagern als Chiffre deutscher und europäischer Geschichte im Übergang von den vierziger zu den fünfziger Jahren. Als historischer Roman deckt er die Kontinuitäten in dieser Geschichte auf, als literarische Parabel und Tierfabel entfaltet er aus der Perspektive einer Silbermöwe humorvoll die Abgründe menschlichen Daseins, als biographische Skizze beleuchtet er unterschiedliche Figuren, von Lagerinsassen aus ganz Europa, von Architekten und Ingenieuren, von Wachmannschaften und scheinbar unbeteiligten Nachbarn als Psychogramm der Zeit, als Thriller entfaltet er die Spannungen zwischen brutaler Gewalt und ästhetischem Widerstand.

»Die Romanfiguren in Ottmar Ettes Roman […] brechen das Schweigen.«
Gerd Brendel, Deutschlandfunk Kultur

Kulturverlag Kadmos Berlin 2026

aufschwung-taschenbuch-john-erpenbeck
8. Mai 2026

Roman unseres Mitglieds John Erpenbeck

Gerda Hassler Mitteilungen

Aufschwung

Edgar Rothenburg ist Philosophieprofessor, sein Spezialgebiet der Historische Materialismus. Nach der Wiedervereinigung werden die alten Eliten abgewickelt. »Den Untergang seines Staates sah er, ironisch genug, durch historisch materielle Befunde gesetzmäßig erklärt. Er ließ sich leider nicht vorher-, aber eindeutig nachhersagen.« Während bei den einen Goldgräberstimmung um sich greift, verfallen andere in Verzagtheit oder Ostalgie. Rothenburg bleibt gelassen. Doch dann zwingen ihn Unterhaltsforderungen seiner Ex-Frau zum Handeln. Unfreiwilllig wird er zum Unternehmer. Seine Geschäftsidee, ein Institut für Handlinienlesen, wird zum sensationellen Erfolg. Und nicht nur verunsicherte Ostler suchen Hilfe auf okkulten Wegen, bald stellen sich Kunden und auch Partner und Förderer aus dem Westen ein. Es geht aufwärts, immer nur aufwärts. Oder doch nicht? – John Erpenbecks Geschichte bleibt nicht bei Gewinnern oder Verlierern der Einheit stehen. Sie handelt von alten und neuen Werten und dem Verlangen nach Zukunftsgewissheit.

Eulenspiegel Verlagsgruppe, November 2025

29. April 2026

Bericht zum Kolloquium in Erinnerung an Wolfgang Küttler: „Wer und was bewegt Geschichte?“

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Klassen, Sozial- und Geisteswissenschaften, Veranstaltungen Behrendt.LD, Busch.U, Haßler.G, Hofmann.J, Keßler.M, Kocka.J, Küttler.W, Segert.D, Thomas.M

Kolloquium in Erinnerung an Wolfgang Küttler. (von links nach rechts: Lutz-Dieter Behrend, Gerda Haßler, Jürgen Kocka) – Foto Jürgen Hofmann

Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften hatte am 24. April 2026 zu einem Kolloquium in Erinnerung an das Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. in das alte Rathaus nach Berlin-Friedrichshagen eingeladen. Die Präsidentin Gerda Haßler eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die Witwe und anwesende Vertreter der Familie sowie die Referenten und die zahlreich erschienen Teilnehmer. Sie hob noch einmal die Verdienste Wolfgang Küttlers um die Entwicklung der Leibniz-Sozietät hervor.

Den Reigen der Referenten eröffnete Lutz-Dieter Behrendt (Deggendorf), langjähriger Arbeitskollege und Freund Wolfgang Küttlers. Anhand verschiedener Episoden zeichnete er das Bild eines gebildeten, gewissenhaften, kenntnisreichen und zuverlässigen Kollegen mit Eigenheiten, aber auch mit Raum für Freundschaften und Privates. Beide waren Absolventen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und setzen ihre wissenschaftliche Laufbahn an der Karl-Marx-Universität Leipzig fort. Die wissenschaftlichen und privaten Kontakte hatten Bestand, nachdem Wolfgang Küttler seine Arbeit an der Akademie der Wissenschaften in Berlin aufnahm.

Über seine Erinnerungen an Wolfgang Küttler im Rahmen des deutsch-deutschen Geschichtsdiskurses sprach Jürgen Kocka (BBAW). Er verwies darauf, dass dieser Diskurs, lange Zeit von politischen Gegebenheiten beeinflusst, stark eingeschränkt war. Wolfgang Küttler habe, anders als viele seine Kollegen, nach 1990 die Möglichkeit gehabt weiter in Institutionen und Projekten zu arbeiten. Er sei ein Beispiel, dass trotz unterschiedlicher Ausgangspositionen und Denkschulen ein konstruktiver Dialog möglich und bereichernd ist. Küttler habe seine Herkunft aus der marxistischen Denkschule nicht verleugnet, habe aber ehemalige Positionen durchaus infrage stellen können.

Zur Entwicklung der formationstheoretischen und geschichtsmethodischen Überlegungen bei Wolfgang Küttler sprach Jürgen Hofmann (MLS). Er verwies auf die Hintergründe unter denen diese Gegenstände in den 1970er Jahren in der DDR-Geschichtswissenschaft Beachtung fanden. Er verwies auf die Verdienste, die Ernst Engelberg und Wolfgang Küttler sowie Walter Markov und Manfred Kossok für eine ernsthafte Beschäftigung mit Formationstheorie und Geschichtsmethodologie hatten. Küttler habe letztlich die Frage bewegt, wohin die Geschichte treibt und ob Vernunft in der Geschichte möglich ist.

Anknüpfend an Küttlers Überlegungen zur Formationsanalyse stellte sich Mario Keßler (MLS) die Frage, wie Lenins Sowjetunion charakterisiert werden könnte und wann, unter welchen Umständen und warum sie letztlich in eine Sackgasse geriet. Es waren mit Sicherheit nicht nur vereinzelte Fehlentscheidungen, die den Zielen der Bolschewiki ihre ursprünglich vorhandene Strahlkraft nahmen, ganz zu schweigen von den dramatischen Folgen stalinistischer Repressionen.

Ulrich Busch (MLS) bezog sich in seinem Beitrag auf die damals unveröffentlichten Briefentwürfe und den schließlich abgesandten Brief von Karl Marx an Vera Sassulitsch. Über diese Dokumente hatte Wolfgang Küttler ebenfalls wiederholt reflektiert. Buschs Fazit lautet eindeutig, dass dem abgesandten Brief Gültigkeit zukommt, während die Entwürfe als Gedankenspiele keine belastbaren Prognosen enthalten und von Marx zu Recht verworfen wurden. Bisher habe es noch keine kommunistische Gesellschaft gegeben, unabhängig davon, ob sich verschiedene Länder selbst als solche bezeichneten oder von anderen als solche deklariert wurden.

Zum Begriff des Revolutionszyklus und zur historischen Einordnung der russischen Revolution von 1917 sprach Dieter Segert (MLS). Er verwies darauf, wie stark die damaligen Debatten um Revolutionszyklen und Formationen junge Wissenschaftler an der Wende von den 1980er zu den 1990er Jahren beeinflusste und ihre Überlegungen für einen reformierten Sozialismus beförderten. Marxismus über die Dogmen hinaus zu denken, ermutigte und brachte Ideen hervor, deren Tragfähigkeit für Transformationsprozesse weiter zu diskutieren sind, auch wenn sie sich zu ihrer Zeit nicht mehr umsetzen ließen.

Das Programm ließ leider keine Zeit mehr für eine Diskussion. Michael Thomas (MLS) konnte nur knapp an den Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ erinnern, in dem Wolfgang Küttler regelmäßig mitwirkte. Auch die Frage, wie sich Produktionsweise und die Gesellschaft unter den Bedingungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz entwickeln werden, musste als Aufforderung für künftige Debatten ins Aufgabenheft der Sozietät verwiesen werden. Namens der Familie bedankte sich Wolfgang Küttlers Sohn für die Würdigung seines Vaters und den interessanten Einblick in dessen wissenschaftliche Welten.

Jürgen Hofmann

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15. April 2026

Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.

Gerda Hassler Mitteilungen Jahrestagung

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. lädt in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und der Berliner Medizinischen Gesellschaft am Dienstag, 19. Mai 2026, von 10.00 bis 16.00 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin (Luisenstraße 58/59,10117 Berlin-Mitte) zu einer Fachtagung zum Thema

 Aus Gesundheitskrisen lernen und gemeinsam besser werden

ein. Die Tagung ist gleichzeitig die Jahrestagung 2026 der Leibniz-Sozietät.

Programm

10.00-10.15 Eröffnung und Begrüßung

Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät

10.15-10.45 Von der Zoonose zur Pandemie: Pandemisches Potenzial und Mechanismen am Beispiel von Influenzaviren

Martin Beer, Friedrich-Loeffler-Institut

10.45-11.15 Pandemien verstehen: Erkenntnisse aus der Zeit vor Corona

Klaus Stöhr, Mitglied der Leibniz-Sozietät

11.15-11.45 Telemedizinische intensivmedizinische Versorgung – Erfahrungen aus SAVE.Berlin@COVID-19

Claudia Spies, Charité

11.45-12.30 Podiumsdiskussion

Martin Beer, Klaus Stöhr, Claudia Spies, Detlev Krüger

12.30-13.30 Mittagspause

 13.30-14.00 Diskursvulnerabilität: Beeinträchtigungen der Meinungsfreiheit in
und nach der Pandemie

Frauke Rostalski, Universität zu Köln

14.00-14.30 Bruchstellen der Risikokommuni­kation in der Pandemiezeit

Peter Wiedemann, Monash University, Melbourne

14.30-15.00 Ausblick: Klimawandel und Vektorübertragene Infektionen

Jonas Schmidt-Chanasit, Mitglied der Leibniz-Sozietät

15.00-16.00 Podiumsdiskussion

Frauke Rostalski, Peter Wiedemann, Jonas Schmidt-Chanasit, Detlev Krüger

16.00 Verabschiedung

Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät

Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Anmeldung bis zum 05.05.2026 bei:
Prof. Dr. Gerhard Pfaff über pfaff.pigmente@gmx.de

Moore-c-Schroeder
14. April 2026

Bericht zum Plenums-Vortrag von Frau PD Dr. Franziska Tanneberger „Verbreitung und Zustand der Moore in Deutschland, Europa und weltweit“

Hans-Christoph Hobohm Plenum

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 09.04.2024 zum Thema „Verbreitung und Zustand der Moore in Deutschland, Europa und weltweit“.

Referentin hierzu war Frau PD Dr. Franziska Tanneberger (Universität Greifswald), deren Fokus in der Forschung auf dem Gebiet Landschaftsökologie liegt. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt.

Einleitend begrüßte Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte die Referentin vor. Franziska Tanneberger ist habilitierte Landschaftsökologin an der Universität Greifswald und Leiterin des Greifswald Moor Centrum (GMC). Ihr Forschungsschwerpunkt sind Niedermoore in Mittel- und Osteuropa sowie Sibirien, insbesondere Brutvögel, Torfbildung und Effekte der landwirtschaftlichen Nutzung. Sie ist Autorin zahlreicher Fachpublikationen, Herausgeberin von Standardwerken wie dem „Europäischen Moorbuch“ und Hauptautorin des Global Peatlands Assessment. Das Greifswald Moor Centrum ist Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis für alle moorbezogenen Fragen mit etwa 150 Moorfachleuten und einer Partnerschaft von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung, DUENE e.V. und Stiftung Moorbibliothek.

Frau PD Dr. Franziska Tanneberger beim Vortrag im Plenum der Leibniz-Sozietät (Foto: Gerhard Pfaff)

Der Vortrag von Franziska Tanneberger stellte die Verbreitung und den Zustand der Moore in Deutschland, Europa und in der Welt dar. Dabei wurden aktuelle Zahlen und Karten, insbesondere aus dem 2022 herausgegebenen Global Peatland Assessment, vorgestellt. Für Europa wurde dabei auf das 2017 gemeinsam von über 140 Moorkundler*innen aus allen Ländern Europas publizierte „European Mires Book“ zurückgegriffen. Trotz der weltweit größten anteiligen Verluste an Mooren ist Europa ein Kontinent mit bedeutender Moorvielfalt. Die zehn europäischen Haupt-Moorregionen repräsentieren die regionale Vielfalt und die biologische Vielfalt der Ökosysteme. Das Ausmaß der Degradation nimmt von Norden nach Süden deutlich zu. In mehr als der Hälfte der europäischen Moorregionen wird das Ziel von mindestens 17% der Fläche in Schutzgebieten nicht erreicht. Weltweit entweichen 4% der gesamten Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren. In Deutschland sind es 7%, und in einigen moorrreichen Regionen mehr als 30%. Eine von Franziska Tanneberger während der Ausführungen vorgestellte aktuelle Hotspot-Karte der EU zeigte, wo die Emissionen am größten sind. Wesentliche Landnutzungsoptionen auf wiedervernässten Mooren sind Wildnis, Paludikultur (nasse Landwirtschaft) und Photovoltaik. Diese wurden mit ihren Effekten auf Klima und Biodiversität im zweiten Teil des Vortrags ebenfalls vorgestellt.

Das starke Interesse der Teilnehmenden an den Ausführungen von Franziska Tanneberger bestätigte sich durch die nachfolgende intensive Diskussion.

Gerhard Pfaff

(Beitragsfoto: Christian Schröder)

9. April 2026

Band 168 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät jetzt verfügbar

Hans-Christoph Hobohm Sitzungsberichte Adler.F, Brie.M, Busch.U, Candeias.M, Dellheim.J, Endreß.M, Gebauer.J, Haßler.G, Hobohm.H-Ch, Komlosy.A, Segert.D, Störl.K, Thomas.M, Wissen.M

Sitzungsberichte Bd 168/2026

Band 168/2026 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät ist jetzt verfügbar.

 

Thema:

Kapitalismus am Limit? –
Transformation im Stau:
Suche nach Auswegen!

Herausgegeben von Michael Thomas, Ulrich Buch und Hans-Christoph Hobohm 

Mit Beiträgen von Frank Adler, Michael Brie, Ulrich Busch, Mario Candeias, Judith Dellheim; Martin Endreß, Janas Gebauer, Gerda Haßler, Hans-Christoph Hobohm, Andrea Komlosy, Dieter Segert, Kerstin Störl; Michael Thomas; Markus Wissen

 

 

 

Inhalt:

Michael Thomas, Ulrich Busch, Hans-Christoph Hobohm: Einleitung zu diesem Band

Michael Thomas: Transformationsanspruch im Spiegel der Zeitanalyse: Ein thematischer Essay

Markus Wissen: Transformation: Vielfachkrise und sozial-ökologische Transformation

Mario Candeias: Hightech und Kollaps im Katastrophenkapitalismus

Andrea Komlosy: Das Konzept der säkularen Transformation neu betrachtet. Wie können wir die Zeitenwende erfassen? Theoretische Ansätze, Methoden und Implikationen

Hans-Christoph Hobohm: Künstliche Intelligenz als Apotheose des Kapitalismus

Michael Brie: Die Kommunistische Partei Chinas als transformatorischer Akteur im 21. Jahrhundert

Judith Dellheim: Die Ideologie von der „geopolitischen Sandwich-Position“. Eine Kritik

Dieter Segert: Russland – mehr als nur eine Regionalmacht

Martin Endreß: Transformationsperspektive „Resilienzen“

Frank Adler: Klimakrise in der „Diskurswende“ der 2020er Jahre: Düstere Aussichten – neuer „Realismus“?

Janas Gebauer: Utopisieren als transformative Praxis

Gerda Haßler: Transformation verstehen heißt, Sprache, Ökonomie und Sinn gemeinsam denken

 

APPENDIX

Kerstin Störl: Andrea Komlosy: Zeitenwende. Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft. Ein Kommentar

Ulrich Busch: Julian-Nida Rümelin. Der Epochenbruch. Eine Rezension

Hans-Christoph Hobohm: Ist das Kapital tot? Ist das schlimm? Kommentar zu McKenzie Wark

1. April 2026

Band 167 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät jetzt verfügbar

Nina Hager Sitzungsberichte Haßler.G, Klenner.H, Klinkmann.H, Rößler.Ch, Schöneburg.V, Segert.D

Publikationen – Sitzungsberichte

Band 167/2026 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät ist jetzt verfügbar.

 

Thema:

Hermann Klenner zum
100. Geburtstag

Ehrenkolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. am 29. Januar 2026

 

Herausgegeben von Dieter Segert

Mit Beiträgen von Gerda Haßler, Hermann Klenner, Horst Klinkmann, Christiane Rößler, Volkmar Schöneburg

 

 

Inhalt:

Gerda Haßler: Grußwort zum 100. Geburtstag von Hermann Klenner

Horst Klinkmann: Laudatio

Volkmar Schöneburg: Der Rechtsstaat – ein Mythos? Oder: Was lässt die Politik vom rechtsstaatlichen Strafrecht übrig? Hermann Klenner zum 100. Geburtstag

Christiane Rößler: Ansprache der Bildhauerin

Hermann Klenner: Schlusswort

31. März 2026

Bericht zum 5. Rohstoff-Kolloquium der Leibniz-Sozietät

Hans-Christoph Hobohm Energie, Mensch und Zivilisation, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Sitzungsberichte, Veranstaltungen

„Rohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung“

Die Referentinnen und Referenten der Tagung (v.l.n.r.): Reinhard O. Greiling, Ernst-Peter Jeremias, Axel Müller, Gerhard Pfaff, Christoph Hilgers, Sebastian Hasenstab-Riedel, Christina Labusch, Axel Wenke, Melike Yildirim Ayyildiz, Sebastian Tappe, Carlo Burkhardt
(Foto: Wolfgang Methling)

Am 18. März 2026 veranstaltete die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihr 5. Rohstoffkolloquium. Thema in diesem Jahr war „Rohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung“. Das Kolloquium stellte die Fortsetzung der in den Jahren 2022 bis 2025 durchgeführten Veranstaltungen „Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät Band 154/2022), „Kritische Rohstoffe: Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät Band 159/2023), „Kritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein – was ist zu tun?“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät Band 163/2024) und „Das neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät 166/2025) dar. Das Kolloquium wurde gemeinsam von den beiden Arbeitskreisen der Leibniz-Sozietät „GeoMUWA“ (Geo-, Montan-, Umwelt-, Astrowissenschaften) sowie „Energie, Mensch und Zivilisation“ durchgeführt. WEITER

25. März 2026

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Kunsthistoriker Prof. Dr. Peter Betthausen, der schon am 24. Juli 2025 verstorben ist

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Betthausen.P

Prof. Dr. Peter Betthausen (1941-2025, MLS) (Foto 2016: Peter Arlt)

Peter Betthausen, geboren am 27. Juni 1941 in Harzgerode, war ein deutscher Kunsthistoriker, der an der Humboldt-Universität zu Berlin Kunstgeschichte, Geschichte und Ästhetik studierte und dort von 1966 bis 1986 und auch an der Universität Leipzig tätig war (seit 2004 Mitglied der Leibniz-Sozietät). An der Berliner Universität promovierte er 1971 über Hypothesen zu einer kunstwissenschaftlichen Stiltheorie und habilitierte 1986 über Künstlergemeinschaften der deutschen Romantik.

Als Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR wirkte er vielfach mit dem Kollegen Prof. Dr. Peter H. Feist (seit 1993 MLS) zusammen, insbesondere gab er mit ihm und Christiane Fork das Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon, zweihundert Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten, 1999 und 2007 heraus. WEITER

22. März 2026

Bericht über das Plenum vom 12. März 2026

Hans-Christoph Hobohm Plenum Neumann.H

Prof. Dr. Hans Neumann (MLS)

Die Leibniz-Sozietät veranstaltete am 12. 03.2026 eine öffentliche Plenarveranstaltung zum Thema „Zwischen Dirigismus und Recht. Zu juristischen Aspekten staatlichen Verwaltungshandelns in Mesopotamien im ausgehenden 3. und frühen 2. Jahrtausend v. Chr.“

Referent hierzu war Prof. Dr. Hans Neumann (MLS), ein international anerkannter Wissenschaftler des Gebietes „Altorientalische Philologie“. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt. Sie wurde zeitgleich per Zoom übertragen.

Zu Beginn begrüßte Dieter Segert, Sekretar der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften, im Auftrag der Präsidentin die Anwesenden und stellte den Vortragenden vor. Hans Neumann studierte 1971 bis 1975 Orientalische Archäologie und Philologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1975–1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungsgruppenleiter am Bereich Alter Orient des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie. 1980 erfolgte seine Promotion. 1992–1993 war er gefördert im Rahmen des „Wissenschaftler-Integrations-Programms“ (WIP) an der FU Berlin tätig, danach 1994–1996 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Altorientalischen Seminar. Nach einem durch die DFG geförderten Habil-Stipendium habilitierte er sich 1998 an der FU. 1998–1999 war er wissenschaftlicher Angestellter am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients (Assyriologie) an der Universität Heidelberg (im Assur-Projekt). Von 1999 bis 2020 wirkte er als Professor (C4) für Altorientalische Philologie und Direktor des Instituts für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie an der Universität Münster als Hochschullehrer. 2025 wurde er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. WEITER

7. März 2026

Ehrendoktorwürde für unser Mitglied Werner Ebeling

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen Ebeling.W

Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Ebeling, MLS (2022) (Foto: Dietmar Linke)

Am 20. Februar 2026 hat der Akademische Rat desYukhnovskii Institute for Condensed Matter Physics (Institut für Festkörperphysik) der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine Professor Dr. Werner Ebeling die Würde eines Doctor Honoris Causa verliehen.

Mit dieser Auszeichnung würdigt das Institut die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen von Professor Ebeling auf dem Gebiet der Entwicklung der mikroskopischen Theorie von Vielteilchensystemen mit Coulomb-Wechselwirkung. Ebenso wird sein langjähriges und intensives Engagement in vielfältigen Formen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Institut hervorgehoben.

Die Forschung von Professor Ebeling genießt weltweit hohe Anerkennung und hat maßgeblich zur internationalen Weiterentwicklung der theoretischen Physik beigetragen. Seine Arbeiten sind nicht nur für die Grundlagenforschung von großer Bedeutung, sondern prägen auch die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.

Professor Ebeling wurde eingeladen, die Ehrung im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Lwiw entgegenzunehmen und eine Ehrenvorlesung zu halten. Sollte eine persönliche Teilnahme nicht möglich sein, wird die Vorlesung online während einer Sitzung des Akademischen Rates stattfinden.

Wir gratulieren Professor Ebeling herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

 

7. März 2026

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Chemiker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Herbert W. Roesky, der am 5. Dezember 2025 verstorben ist

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Roesky.H-W

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Herbert W. Roesky, MLS (1935-2025) (Foto: privat)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Herbert W. Roesky wurde am November 1935 in Laukischken (Ostpreußen) geboren. Über Jahrzehnte prägte er die anorganische und metallorganische Chemie in Deutschland und weltweit. 1963 promovierte er bei Oskar Glemser an der Georg-August-Universität Göttingen über Fluorierungsreaktionen unter hohem Druck. Nach einem Postdoc-Aufenthalt bei DuPont in den USA habilitierte er sich 1967 in Göttingen. 1971 wurde er zum Professor für Anorganische Chemie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main berufen. Von 1973 bis 1976 war er Direktor des dortigen Instituts für Anorganische Chemie. 1980 kehrte er an das Institut für Anorganische Chemie an die Universität Göttingen zurück. Von 1985 bis 1987 war er Dekan des Fachbereichs Chemie. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 wirkte er an der Universität Göttingen. WEITER

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Mai 19
10:00 - 18:00

Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.

Juni 1
09:30 - 18:00

Kolloquium zum 200. Geburtstag von Georg von Neumayer

Juni 11
10:00 - 11:45

Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Juni 11
13:00 - 14:30

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Juni 11
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Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften

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