Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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30. Dezember 2025

Bericht über das Raumfahrthistorische Kolloquium 2025

Hans-Christoph Hobohm Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften Spahn.F, Spänkuch.D

Das Raumfahrthistorische Kolloquium 2025 von Stiftung Planetarium Berlin, der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V., der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e. V. und dem Sächsischen Verein für historisches Fluggerät e.V. fand am 29.11. wie stets in der Archenhold-Sternwarte statt, diesmal aber wegen technischer Schwierigkeiten nicht im historischen Einstein-Saal, sondern im Kleinen Hörsaal. Organisiert wurde es auch diesmal von Dr. Christian Gritzner (DGLR Lilienthal-Oberth e. V.), Dr. Olaf Przybilski (Sächsischer Verein für historisches Fluggerät e. V.) und MLS Dietrich Spänkuch. Letzterer begrüßte die knapp 50 Teilnehmer, ausdrücklich auch im Namen der Stiftung Planetarium Berlin. Nach Erläuterung der zukünftigen Publikationspolitik, die am Ende des Berichts ausführlich erörtert wird, eröffnete er die Vormittagssitzung. WEITER

24. Dezember 2025

Bericht vom Dezember Plenum

Hans-Christoph Hobohm Plenum Kaschke.M

Vermessung des Augenhintergrundes mit Optischer Kohärenztomographie
Vermessung des Augenhintergrundes mit Optischer Kohärenztomographie

Bericht zum Vortrag von Prof. Dr. Michael Kaschke „Digitalisierung in Medizintechnik und Gesundheitsversorgung“

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche Dezember-Plenarveranstaltung am 11.12.2025 zum Thema „Digitalisierung in Medizintechnik und Gesundheitsversorgung“.

Referent hierzu war Prof. Dr. Michael Kaschke (MLS), der vor allem durch seine wissenschaftlichen Beiträge auf den Gebieten Medizin- und Halbleitertechnik sowie Optoelektronik bekannt ist. Die Veranstaltung fand im historischen Ratssaal des Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt. WEITER

Szene vom Weihnachtsmarkt in Potsdam (Foto Haßler)
20. Dezember 2025

Gruß zum Jahresausklang

Hans-Christoph Hobohm Mitteilungen Haßler.G

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Förderer und Freunde der Leibniz-Sozietät,

ein bewegtes Jahr liegt hinter uns. Wir haben wissenschaftliche Vorträge gehört, Publikationen herausgegeben und neue Mitglieder aufgenommen, die unsere Gemeinschaft bereichern. Dabei wurde deutlich, dass die Stärke der Leibniz-Sozietät nicht allein in den einzelnen Leistungen liegt, sondern im Zusammenwirken vieler Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Die Gründergeneration hat mit Mut und Weitsicht die Grundlagen geschaffen, auf denen wir heute stehen. Die mittlere Generation trägt durch ihre kontinuierliche Arbeit und ihr organisatorisches Engagement die Sozietät im Alltag. Und die jüngeren Mitglieder bringen neue Perspektiven, Themen und Methoden ein, die unsere Arbeit lebendig halten und in die Zukunft führen. Dieses Miteinander über Generationen hinweg ist ein besonderes Kennzeichen unserer Sozietät und macht sie zu einem Ort des produktiven Austauschs und der kollegialen Verbundenheit.

Für Ihren Einsatz, Ihre Treue und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, danke ich Ihnen sehr herzlich. Das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder und Partner ist die Grundlage unserer Erfolge und gibt uns die Kraft, auch in schwierigen Zeiten optimistisch nach vorn zu blicken.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie für das neue Jahr Gesundheit, Kraft und Erfolg bei Ihren wissenschaftlichen Vorhaben – und persönliches Glück.

Mit herzlichen Grüßen und in kollegialer Verbundenheit

Gerda Haßler

Beitragsbild: Szene vom Weihnachtsmarkt in Potsdam (Foto Haßler)

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18. Dezember 2025

Arbeitskreis „Energie-Mensch-Zivilisation“ zur Klimapolitik

Hans-Christoph Hobohm Energie, Mensch und Zivilisation Jeremias.E-P, Mertzsch.N

Zusammenfassung einer Arbeitskreis-internen Fachdiskussion des AK EMZ zum Thema „Klimapolitik Deutschlands im November 2025“ am 25.11.2025

Die klimapolitische Lage Deutschlands im November 2025 ist von einem deutlichen Spannungsfeld zwischen langfristig ambitionierten Zielen und einer vorsichtigeren Umsetzung geprägt. Zwar bestätigt die schwarz-rote Bundesregierung weiterhin die Klimaneutralität bis 2045, doch die politischen Prioritäten haben sich verschoben: Klimaschutz ist nicht mehr dominierendes Reformprojekt, sondern eines von mehreren Politikfeldern. Der strategische Kurs setzt stärker auf „Technologieoffenheit“ und längere fossile Brücken, während verbindliche Zwischenpfade und klare Steuerungsinstrumente abgeschwächt wurden. Die Chancen für eine Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft auf zukunftsfähige Klimatechnologien im globalen Wettbewerb werden durch das Festhalten an traditionellen, global überholten Wirtschaftsstrategien geopfert. WEITER

1848-Barrikaden-Szene
15. Dezember 2025

Bericht zur Sitzung des AK Vormärz und 1848er Revolution

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Vormärz und 48er Revolutionsforschung Hofmann.J

Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung startet mit Arbeiten für den Band 8 der „Männer und Frauen der Revolution“

Die Mitglieder und ständigen Gäste des Arbeitskreises Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung berieten am 8. Dezember 2025 über Vorschläge und Angebote für den neuen Band 8 der „Männer und Frauen der Revolution 1848/49“. Es bestand Einvernehmen, die traditionsreiche Reihe fortzusetzen. Die Beteiligten wurden gebeten, im Vorfeld der nächsten Arbeitsberatung ein Exposé ihrer geplanten Beiträge einzureichen.

Die Reihe macht es sich weiterhin zur Aufgabe, bisher unbekannte oder wenig bekannte Akteurinnen und Akteure der Revolutionsjahre 1848/49 vorzustellen, sowie zu bereits bekannten Namen neues Material zu erschließen und differenzierte Einblicke zu ermöglichen. Eine besondere Herausforderung erwächst aus Biografien von Frauen und von Angehörigen der Unterschichten, von denen oft nur wenige bzw. keine Quellen überliefert sind.

Der Arbeitskreis wird sich erneut auf die Mitwirkung zahlreicher Gäste stützen können. Die nächste Arbeitsberatung ist für den April 2026 vorgesehen.

Jürgen Hofmann

(zum Beitragsbild: „Erinnerung an den Befreiungskampf in der verhängnisvollen Nacht 18.-19. März 1848“, Kreidelithographie, koloriert, gedruckt im Verlag Winckelmann, Eigenth. v. C. Glück, Berlin, Signatur rechts unten nicht lesbar, wohl Blatt II, post-1848 und zeitgenössisch (genaues Datum unbekannt), gescannt von User:APPER, siehe https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/MRY6LN4XHOSUJMQMOUHQGDPGMCJBMYGN“ gemeinfrei via Wikipedia)

11. Dezember 2025

INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 59 (2025)

Nina Hager Leibniz Online Arndt.A, Busch.U, Gunga.H-C, Jakupec.V, John.A, Mehboob.K, Mehboob.R, Mehboob.Z, Mertzsch.N, Oehme.P, Pfaff.G, Schumann.M, Wischer.I

R


Jahrgang 2025 ● Nummer 59

DOI: 10.53201/LEIBNIZONLINE59

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Peter Oehme, Riffat Mehboob, Akash John, Gerhard Pfaff, Zeeshan Mehboob, Khurram Mehboob: Substance P – from regulide to health medicine: With focus on respiratory diseases, post-Covid syndrome, wound healing, pain, stress and the climate change

Michael Schumann: Etappen der Raumfahrtgeschichte im Spiegel der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Ein Streifzug durch die Literatur der Space Advocacy

Hanns-Christian Gunga: Der Berliner Physiologe Nathan Zuntz (1847–1920) und seine Bedeutung für die Geschichte der Höhen- und Luftfahrtmedizin

Andreas Arndt: Barbarei und Kultur. Hegel über die Abgründigkeit der Moderne

Viktor Jakupec: The EU–US Trade Agreement as a Zero-Sum Game: From Autonomy to Capitulation

Ilse Wischer: Die Geschichte der englischen historischen Linguistik in Deutschland und den deutschsprachigen Nachbarländern

Norbert Mertzsch: Entwicklungstendenzen bei nichtmetallisch-anorganischen Baustoffen

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Rezensionen

Ulrich Busch: Rezension zu Friedrich Glauner: Wirtschaft als Denkform. Die Ökonomisierung der Lebenswelt

Link zu Nr. 59

9. Dezember 2025

Wörterbuch Hawaiianisch-Deutsch in überarbeiteter 4. Auflage erschienen

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder, Publikationen Baumgarten.W

Baumgarten, Wilfried: Wörterbuch Hawaiianisch-Deutsch. 4. überarbeitete Aufl. Hamburg: Buske, 2025. VI, 322 S. – kart. – 48,- EUR – ISBN: 978-3-69110-004-4

Dieses erste und bislang einzige hawaiianisch-deutsche Wörterbuch umfasst rund 10.000 sorgfältig recherchierte Stichwörter. Der lexikographischen Arbeit an diesem Wörterbuch wurden hawaiianische Originaltexte verschiedener Epochen aus allen Bereichen, der moderne mündliche Sprachgebrauch eingeschlossen, zugrunde gelegt. Entstanden ist ein zuverlässiges Hilfsmittel für das erste Direkt-Studium hawaiianischer Texte, ohne den mühsamen Weg über das Englische.

Das Wörterbuch erscheint damit zum ersten Mal in einem renommierten Fachverlag für Sprachwissenschaft.

8. Dezember 2025

Erneut ist eine Publikation unseres Mitglieds Viktor Jakupec im Springer Verlag in deutscher Sprache erschienen

Hans-Christoph Hobohm Publikationen Banse.G, Jakupec.V, Meier.B

Nachdem Viktor Jakupec mehr als 20 Jahre in Rahmen der Entwicklungshilfe tätig war – unter anderem in Bangladesch, China, Kirgisien, Mongolei, Montenegro, Serbien, Sri Lanka, Tadschikistan und Vietnam –, widmet er sich in seinem beruflichen „Unruhestand“ seit mehr als 15 Jahren intensiv der wissenschaftlichen Analyse der Wirkungen und Folgen von Entwicklungshilfe. Seine interdisziplinäre Expertise basiert auf der Analyse der politischen Ökonomie und konzentriert sich auf die komplexen Verstrickungen von Entwicklungshilfe, Bildungsreform sowie der Verteilung von Macht, Verantwortung und Entscheidungsbefugnissen innerhalb von Organisation.

In seinen jüngeren Arbeiten widmet sich der Honorarprofessor der Universität Potsdam (seit 2006), der Deakin University, Australien, (seit 2013) und der Federation University, Australien, (seit 2025) der Politik des Russisch-Ukrainischen-Krieges, der politischen Ökonomie und des Aufstiegs des BRICS-Blocks, deren unterschiedliche Facetten er „multiperspektivisch“ beschreibt, analysiert und bewertet. Seine wissenschaftlichen Analysen erfahren international eine beachtenswerte Aufmerksamkeit, widerspiegeln sie doch eine fundierte neutrale Außensicht („Beobachter-Perspektive“) eines Akademikers ohne politische Präferenzen (in Australien lebend, aber mit familiären Wurzeln in Lemberg [ukrain. Lwiw]).

In diesem Kontext erschienen die Monographien:

–   Viktor Jakupec (2024): The West’s Response to the Ukraine War – Military Struggles, NATO Challenges, and the Reimagining of Global Politics. Springer International Publishing 2024 (siehe >> https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-83428-8 <<) – inzwischen auch in deutscher Sprache: Viktor Jakupec: Die Reaktion des Westens auf den Ukraine-Krieg – Militärische Herausforderungen, NATO-Probleme und die Neuordnung der globalen Politik. Springer International Publishing 2025 (siehe >> https://leibnizsozietaet.de/neue-publikation-unseres-australischen-mitglieds-viktor-jakupec/ <<).

–   Viktor Jakupec: The EU’s Strategic Dilemma in the Ukraine War: Sanctions, Military Aid, and the Struggle for Coherence in Foreign Policy. Springer International Publishing 2025 (siehe >> https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-01595-2 <<).

–   Viktor Jakupec: Dynamics of the Ukraine War. Diplomatic Challenges and Geopolitical Uncertainties. Springer International Publishing 2024 (siehe >> https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-52444-8 <<).

Nunmehr liegt auch das letztgenannte Buch in deutscher Sprache vor – herausgegeben ebenfalls von Springer International Publishing (siehe auch die Information vom 18. Februar 2024: >> https://leibnizsozietaet.de/neue-publikation-unseres-mitglieds-viktor-jakupec-2/ <<):

Viktor Jakupec: Dynamik des Ukrainekriegs. Diplomatische Hürden und geopolitische Risiken. Springer International Publishing 2025, 134 S. (siehe >> https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-09324-0 <<).

Diesmal geht es dem Autor insbesondere um den Zusammenhang von politischen Dynamiken, wirtschaftlichen Sanktionen und Propagandakriegen. Er betont einleitend, dass es riskant sei, ein Buch mitten im Russisch-Ukrainischen Krieg (2024!!) zu schreiben, „einem Krieg ohne absehbares Ende, insbesondere da die westliche Allianz betont, die Ukraine so lange zu unterstützen, wie es nötig ist“ (S. VII). Er will die Akteure, die Hintergründe, die Folgen und die Ereignisse des Krieges analysieren und diskutieren sowie kritisieren, während sie sich entfalten.

Interessant sind die Szenarien für eine (Nicht-)Beendigung des Krieges, die unter der Überschrift „[D]er schwer fassbare Weg zum Frieden“ behandelt werden (S. 126ff.) und am Ende des Jahres 2025 nichts an Aktualität eingebüßt haben. Deshalb darf man gespannt sein, wie sich der Russisch-Ukrainischen Konflikt weiterentwickelt, nachdem der US-Präsident Donald Trump seinen 28 bzw. 19-Punkte-Friedensplan für die Ukraine vorgelegt hat, der nun offensichtlich weiterverhandelt wird.

Viktor Jakupec verfolgt das aktuelle Geschehen ganz sicher sehr aufmerksam und er wird seine wissenschaftlichen Überlegungen daran überprüfen und (wenn erforderlich) präzisieren – bisher trafen seine Analysen aus unserer Sicht jeweils den Kern der Problematik. Auch deshalb warten wir schon gespannt auf seine nächste Publikation!

Bernd Meier (MLS) & Gerhard Banse (MLS)

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7. Dezember 2025

Bericht vom Peter Ruben-Tag

Hans-Christoph Hobohm Konferenzen Haßler.G, Segert.D

Am 6. Dezember fand in der „Hellen Panke“ eine Veranstaltung statt, die an den Philosophen Peter Ruben (1933-2024) erinnerte. Ruben studierte Philosophie an der Humboldt-Universität und war nach einer ersten Beschäftigung dort ab 1975 an der Akademie der Wissenschaften angestellt. Er wurde zum letzten, damit aber zum ersten gewählten Direktor des Zentralinstituts für Philosophie. Ruben war ein produktiver Philosoph, der sich mit dem Verhältnis von Philosophie und Naturwissenschaften beschäftigte und sich zum Thema Widerspruch und Naturdialektik habilitierte. Die Konferenz wurde unter dem Titel „Ruben-Tag“ von Prof. Dr. Ursula Goldenbaum und Prof. Dr. Dieter Segert in Zusammenarbeit mit der „Hellen Panke“ und der Unterstützung durch die Rosa-Luxemburg Stiftung organisiert. Ihr gingen Bemühungen von Prof. Dr. Hans-Christoph Rauh, der Leibniz-Sozietät, vertreten durch ihre Präsidentin und den Sekretar der Klasse SGW, eine Veranstaltung zu organisieren, voraus. Auf der Konferenz sprachen Dr. Ulrich Hedtke zum Stand der Herausgabe der Schriften von Ruben, Dr. Bruno Hartmann zum Einfluss, den Rubens Positionen zum Verhältnis von Philosophie und Physik auf die Methodik seines Unterrichts hat, Dr. habil Georg Quaas (Leipzig) zu Rubens Auffassung der Wertform ausgehend vom „Kapital“ von Karl Marx. Außerdem hielt Dr. Rainer Land einen Vortrag zu den wirtschaftspolitischen Vorstellungen Rubens in den 1980er und 1990er Jahren, Prof. Dr. Dieter Segert sprach zum Sozialismusbegriff Rubens und seiner historischen Einordnung sowie Prof. Rauh zum Konzept des von Ruben initiierten Projekts des Zentralen Forschungsplans der DDR „Der dialektische Widerspruch“, das nach dem Ausschluss des Philosophen aus der SED 1981 nicht mehr verwirklicht werden konnte.

Die Konferenz hat belegt, dass in Gestalt der Philosophie und der gesellschaftswissenschaftlichen Arbeiten Peter Rubens ein theoretisches Erbe vorliegt, das wert ist, erinnert zu werden und das für die geistige Reflexion heutiger Probleme viele Anregungen beinhaltet. Durch die online-Publikation seiner Schriften, herausgegeben von Ulrich Hedtke und Camilla Warnke, sind diese Anregungen auch leicht allen Interessierten zugänglich (Band 1: Zu den Philosophischen Grundlagen. https://peter-ruben.de/schriften/band1.pdf.; Band 2: Zu philosophischen Fragen von Wirtschaft und Gesellschaft. online als PDF; Band 3: Zu philosophischen Fragen der Naturwissenschaften. Zur Geschichte der Philosophie. online als PDF; Band 4: Peter Ruben und Camilla Warnke: Zum philosophischen Denken in der DDR. online als PDF).

Die Beschäftigung mit dem Werk und der Biografie von Peter Ruben ist relevant für die Geschichte der DDR-Philosophie, für das Verständnis ihrer Gegenstände und Konflikte als Teil der Geschichte der Philosophie in Deutschland.

Dieter Segert

(Beitragsbild KI generiert)

5-Rohstoffkolloquium-Gemini
7. Dezember 2025

Einladung zum fünften Rohstoffkolloquium

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Mitteilungen

 5. Rohstoffkolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin

Am 18. März 2026, 10:00 Uhr in Berlin (CEDIO Konferenzzentrum; Storkower Bogen; https://www.storkower-bogen.de/tagen-feiern)

Thema: Rohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung

Die Reihe der Rohstoffkolloquien des Arbeitskreises GeoMUWA der Leibniz-Sozietät (https://leibnizsozietaet.de/category/arbeitskreise-2/ak-geomuwa/) behandelte bisher verschiedene Aspekte natürlicher Rohstoff- und Energieressourcen, z.B.

  • Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser
  • Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas
  • Kritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein
  • Das neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen

Das 5. Rohstoffkolloquium thematisiert die wachsenden Herausforderungen im Bereich der Rohstoffbereitstellung für die Energieversorgung, die nach innovativen Lösungen verlangen, um eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung zu gewährleisten. Dieses Kolloquium widmet sich der Analyse aktueller Strategien und der Entwicklung neuer Konzepte zur effektiven Erkundung und Nutzung von Energierohstoffen sowie von Rohstoffen, die für die Herstellung energieproduzierender Systeme erforderlich sind. Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik sind eingeladen, ihre Perspektiven zu teilen und neue Lösungswege aufzuzeigen.

Ziel des Kolloquiums ist es, eine interdisziplinäre Plattform für den Austausch von Ideen und die Förderung kooperativer Projekte zu schaffen, die Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren unterstützen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energierohstoffe und Energieerzeugung gerecht werden.

Spezifische Themen sind:

  • Uran-Prospektion und -Verfügbarkeit im Licht der geplanten Verdreifachung der weltweiten Nuklearenergieproduktion bis 2050 und die Rolle Deutschlands
  • Geothermie und Erdgas – Lithium aus Tiefenwasser
  • Energie-Bedarf bei Exploration und Gewinnung von Rohstoffen mit geringer Konzentration
  • Rohstoff-Bedarf und -Verfügbarkeit für die Herstellung energieerzeugender Systeme
  • Medizinische Radioisotope ohne Uran-Prospektion?
  • Bedeutung des Recyclings für die Rohstoffbereitstellung

Anmeldung von Beiträgen bitte an Axel Müller (a.b.muller@nhm.uio.no), Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de), Christoph Hilgers (christoph.hilgers@kit.edu) oder Reinhard Greiling (r.o.greiling@kit.edu) senden.

1. Dezember 2025

Call for Papers für Beiträge zu einer kooperativen Veröffentlichung

Gerda Hassler Mitteilungen, Publikationen, Wissenschaftsgeschichte Hagengruber.R, Hecht.H, Prätor.K

Ihre Zeit war noch nicht gekommen

„Vorläufer“ in Philosophie und Wissenschaft

Ein Call for Papers von Hartmut Hecht (MLS, DG-Phil), Klaus Prätor (DG-Phil) und Ruth Hagengruber (MLS, DG-Phil), in einer Kooperation der Arbeitsgruppe „Frauen in der Geschichte der Philosophie“ der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Das Projekt soll in eine Buchveröffentlichung münden. Auf dem Weg dahin ist Mitte 2026 eine Tagung geplant. Die Ausschreibung ist für alle Interessenten offen und nicht auf Mitglieder der beiden Verbände beschränkt.

Die Geschichte der Philosophie und der Wissenschaften ist durch eine auffällige Asymmetrie gekennzeichnet, die darin besteht, dass sobald eine Theorie sich durchgesetzt hat, Vorläufer identifiziert werden, die oft die Bedingungen für eine Kopernikanische Wende in der Hand hatten und denen dennoch der entscheidende Schritt nicht gelungen ist. Umgekehrt gibt es eine solche Möglichkeit eher selten, und die Geschichte ist voll von Gelehrtenstreitigkeiten und Grundlagendebatten, die noch keinesfalls erkennen lassen, worin das zukünftige Resultat bestehen wird.

Man denke etwa daran – um ein Beispiel aus der Wissenschaftsgeschichte zu geben –, dass Hendrik Antoon Lorentz jene Transformationsgleichungen angegeben hatte, die bei Einstein zur Formulierung der Speziellen Relativitätstheorie Anlass gaben und im Anschluss daran zu heftigsten Auseinandersetzungen führten. Auch Kants Kritik der reinen Vernunft war bei ihrem Erscheinen keinesfalls unumstritten, wie die Kontroverse mit Johann August Eberhard zeigt, und um noch ein eher aktuelles Beispiel zu nennen: In seinem Buch über die Philosophie des Geldes hat Georg Simmel bereits von der Entmaterialisierung des Geldes gesprochen, also von einer Tendenz, die heute allgegenwärtig ist, von ihm aber eher als problematisch angesehen wurde. Der „Lingustic Turn“ der Philosophie, der sich, verbunden mit Namen wie Wittgenstein, Carnap, Ryle und Austin, über die Analytische Philosophie durchgesetzt hat, wurde in seinen wesentlichen Bestimmungsstücken bereits von Fritz Mauthner ausformuliert und von Vorläufern wie Hamann, Jacobi, Gruppe und May Müller zumindest schon angedacht.

Wir möchten mit unserem Projekt dazu einladen, Beispiele für dieses Paradigma zu benennen, zu beschreiben und wo möglich die Gründe für solche Disproportionen zu analysieren sowie in diesem Zusammenhang der Frage nachzugehen, ob sich derartige Knotenpunkte der Philosophie und der Grundlagen der Wissenschaften möglicherweise bewusst – zumindest ein Stück weit – gestalten lassen. Dafür bieten sich Fallstudien an, die das Determinationsgefüge der Diskursentwicklung auf Begriffe bringen können und Strukturformen erkennen lassen, die den Vergleich mit der Entwicklung in unterschiedlichen Disziplinen oder Theorien möglich machen. Zu Überlegungen dieser Art möchten wir mit unserer Ausschreibung auffordern.

Ein ausführlicher Text der Ausschreibung findet sich HIER.

Link zum Call for papers auf der Seite der DGPhil.

Wir bitten Interessenten um ein Abstract von 500-1000 Wörtern (ca. 2 Seiten) bis 28.2.2026 an esox_21@gmx.de.

Gundremmingen_Nuclear_Power_Plant
1. Dezember 2025

Arbeitskreis ‚Energie – Mensch – Zivilisation‘ zur Kernenergie

Hans-Christoph Hobohm Energie, Mensch und Zivilisation Jeremias.E-P, Mertzsch.N

Zusammenfassung einer Arbeitskreis-internen Fachdiskussion des AK EMZ zum Thema „Kernenergie reloaded?“ am 23.09.2025

Die Debatte um die Kernenergie in Deutschland ist seit dem Atomausstieg 2011 nach Fukushima und der endgültigen Abschaltung der letzten Kernkraftwerke 2022 in Deutschland geprägt von gesellschaftlicher Ablehnung und politischer Polarisierung. Mit der Energiekrise und Fragen der Versorgungssicherheit hat das Thema jedoch wieder an Dynamik gewonnen: Befürworter, insbesondere aus den populistischen Lagern, verweisen auf eine Reaktivierung stillgelegter, deutscher Kernkraftwerke, auf neue Reaktorkonzepte und die CO₂-arme Stromproduktion, während Kritiker auf ungelöste Endlagerfragen, hohe Kosten und unkalkulierbare Sicherheitsrisiken hinweisen. Im Klimaschutz wird Kernenergie als mögliche Ergänzung zu volatilen Erneuerbaren diskutiert, es bleibt aber umstritten, ob sie einen realistischen Beitrag zu den deutschen Klimazielen leisten kann. Technologisch rücken Small Modular Reactors, Reaktoren der Generation IV sowie internationale Projekte wie der Dual-Fluid-Reaktor in den Fokus, doch ihre industrielle Reife liegt noch in der Zukunft. Die politischen Parteien zeigen ein gespaltenes Bild: CDU/CSU, FDP und BSW vertreten neutrale bis offene Positionen, die AfD ist klar pro Kernenergie, während SPD, Grüne und Linke dagegenhalten. Parallel dazu zeigen Umfragen eine leichte Zunahme der Zustimmung, insbesondere bei den älteren Altersgruppen, ohne jedoch eine gesellschaftliche Mehrheit zu erreichen. Im Bereich der Kernfusion, mit Großprojekten wie ITER und Wendelstein 7-X sowie privaten Initiativen, wird ein Durchbruch frühestens in 20 bis 25 Jahren erwartet. Die Kernfrage lautet, ob Deutschland in Forschung und Ausbildung investieren sollte, um international anschlussfähig zu bleiben, oder ob das Feld anderen, populistischen Akteuren überlassen wird. Vielleicht ist es aber die vernünftigere Alternative, Forschung, Entwicklung und Ausbildung in Deutschland vollständig auf die Einkommensenergien, umgangssprachlich Erneuerbare Energien, auszurichten?

Der Arbeitskreis Energie, Mensch und Zivilisation hat sich am 23.09.2025 mit dieser Problematik auf der Grundlage eines Kurzvortrages von Dr. Jeremias und Dr. Mertzsch auseinandergesetzt und eine sachliche, von wissenschaftlichen Grundlagen geleitete Diskussion geführt. In den nachfolgenden Grundsätzen waren sich die Teilnehmer als Fazit der Veranstaltung einig:

  • Die Leibniz Sozietät sollte den aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen um das Thema nicht ausweichen und sich mit wissenschaftlich fundierten Argumenten am Meinungsbildungsprozess beteiligen.
  • Die Energiegewinnung durch Nutzung der Kernspaltung wird von den Mitgliedern des Arbeitskreises nicht als Alternative zur Gewinnung von Energie auf klimafreundlichem Weg gesehen. Der eingeschlagene Weg der umfassenden Nutzung von Einkommensenergien, wird uneingeschränkt unterstützt. Eine Rückkehr in das Atomzeitalter kommt für den Klimaschutz zu spät und gefährdet die Chance für eine Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft auf moderne, klimafreundliche Technologien massiv. Außerdem ist es der einzige Weg, um Deutschland dauerhaft von teuren Energieimporten unabhängig zu machen.
  • Gegen eine weitere Nutzung der Kernspaltung sprechen die ungenügende Verantwortung der Menschheit für diese potenziell gefährliche Technologie, auch weil die Endlagerung langlebiger, radioaktiver Abfälle bis heute und in absehbarer Zeit nicht ausreichend gelöst ist. Hinzu kommt die Nähe dieser Industrie zu der Problematik Kernwaffen, in zunehmend politisch unsicheren Zeiten.
  • Die Nutzung der Kernfusion kann in weiter Zukunft ggf. ein Lösungsansatz für die Deckung des Energiebedarfs der Menschheit sein. Dazu muss die Forschung auf diesem Gebiet aber zunächst erfolgreich sein und der Beweis der Praxistauglichkeit ohne die für die Kernspaltung genannten Risiken erbracht werden.
  • Es wird empfohlen, einen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Dialog anzuregen, worauf Forschung, Entwicklung und Ausbildung in Deutschland zu konzentrieren ist: Eher auf das Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie oder auf das Gebiet der Einkommensenergien oder auf beides parallel? Die Beantwortung dieser Fragestellung ist vor allem vor dem Hintergrund der deutschen Wettbewerbsfähigkeit und der Gewährleistung der nuklearen Sicherheit unseres Landes zu betrachten. Deutschland ist von bestehenden und neuen Kernkraftwerken umgeben, so dass es sinnvoll und notwendig sein kann, den wissenschaftlichen Fortschritt auf dem Gebiet Kernenergie mitbestimmen, vorhandene Kernkraftwerke in Europa und in der Welt sicher zu betreiben und später zurückbauen sowie vorhandene radioaktive Abfälle sicher entsorgen zu können.
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