Bericht zum Plenum
Plenum der Leibniz-Sozietät am 13.10.2022
(Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Kybernetik)
Vortrag von Vincent Brannigan:
Disaster on the Man-Machine Interface: The Importance of Cybernetics
Verleihung des Wiener-Schmidt-Preises an Klaus Fuchs-Kittowski und Horst Völz

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche Oktober-Plenarveranstaltung am 13.10.2022 gemeinsam mit der Gesellschaft für Kybernetik im historischen Ratssaal des Ratshauses Berlin-Friedrichshagen. Das Programm bestand aus einem Fachvortrag, einer Podiumsdiskussion und der Verleihung des Wiener-Schmidt-Preises an Klaus Fuchs-Kittowski (MLS) und Horst Völz durch die Gesellschaft für Kybernetik.
Einleitend begrüßte Lutz-Günther Fleischer, Vizepräsident der Leibniz-Sozietät, die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung und stellte dabei die Bedeutung des Fachgebietes Kybernetik für Wissenschaft und Gesellschaft heraus. WEITER

Im Vortragsraum des CEDIO-Konferenzzentrums in der Storkower Straße in Berlin begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler 35 Mitglieder und Freunde der Sozietät sowie Familienangehörige der vier Jubilare. Die Einhaltung der durch die Corona-Pandemie notwendigen Hygienemaßnahmen machte es möglich, die Veranstaltung durchführen zu können.



Band 145/2021 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften ist jetzt verfügbar.
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin verlieh an ihrem Leibniz-Tag am 26. November 2020 die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille an den Leiter des Instituts für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. William F. Martin, für seine bahnbrechenden Forschungen über die Evolution der Zellen und den Ursprung des Lebens auf der Erde.
1957 in Bethesda (Maryland/USA) geboren, besuchte William Martin die Richardson High School und das Richland College in Dallas (Texas) und studierte an der Texas A&M University in College Station Biologie. Hier weckte der Mikrobiologe Willard A. Taber (1925–2017) sein Interesse an der Evolution der Zellen, als er 1978 in einer Vorlesung auf einen möglichen symbiogenetischen Ursprung der Chloroplasten hinwies. Von 1981 bis 1985 setzte Martin sein Biologiestudium an der Universität Hannover fort, wo er sich Rüdiger Cerff (1940–2020) am Institut für Botanik anschloss, um schließlich bei Heinz Saedler (* 1941) am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln genetisch zu arbeiten. Nach der Promotion (Köln 1988) kehrte er zu Cerff zurück, der inzwischen am Institut für Genetik der TU Braunschweig forschte, und habilitierte sich 1992 für Botanik. 1999 folgte er einem Ruf auf die C4‑Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.
Im Rahmen des Leibniz-Tages 2020 verlieh die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin am 26. November 2020 die Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille an den herausragenden schwedischen Festkörperphysiker Prof. Dr. Hermann Grimmeiss, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag begehen konnte.