Unser Mitglied Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber zum zweiten Mal mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Am 07.06.2021 wurde unser Mitglied Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber zum zweiten Mal nach dem Jahr 2011 und gemeinsam mit weiteren fünf Umwelt- und Klimaexperten mit dem Bundesverdienstkreuz (offiziell Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland) ausgezeichnet.
Hans Joachim Schellnhuber ist durch viele hervorragende wissenschaftliche, wissenschaftsorganisatorische und wissenschaftspolitische Leistungen als internationaler Experte und Ratgeber weltweit geschätzt.
Seinem Studium der Physik und der Mathematik folgten 1981 die Promotion in theoretischer Physik an der Universität Regensburg, 1985 die Habilitation an der Universität Oldenburg, ein Postdoc-Aufenthalt in Santa Barbara (USA) und eine Gastprofessur am Institute of Nonlinear Sciences in Santa Cruz (USA). Von 1989 bis 1993 hatte er eine Professur für Theoretische Physik an der Universität Oldenburg inne, um danach eine Berufung auf die Professur für Theoretische Physik an der Universität Potsdam anzunehmen. Er wirkte in der Folge immer wieder im Ausland, so in East Anglia und Oxford (UK) und am Santa Fe Institute (USA). Es ist vor allem seine wissenschaftliche Vielfalt, die ihn in all den Jahren befähigte, neuartige Konzepte auch in der Klimaforschung zu entwickeln und voranzutreiben.
Band 145/2021 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften ist jetzt verfügbar.
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin verlieh an ihrem Leibniz-Tag am 26. November 2020 die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille an den Leiter des Instituts für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. William F. Martin, für seine bahnbrechenden Forschungen über die Evolution der Zellen und den Ursprung des Lebens auf der Erde.
1957 in Bethesda (Maryland/USA) geboren, besuchte William Martin die Richardson High School und das Richland College in Dallas (Texas) und studierte an der Texas A&M University in College Station Biologie. Hier weckte der Mikrobiologe Willard A. Taber (1925–2017) sein Interesse an der Evolution der Zellen, als er 1978 in einer Vorlesung auf einen möglichen symbiogenetischen Ursprung der Chloroplasten hinwies. Von 1981 bis 1985 setzte Martin sein Biologiestudium an der Universität Hannover fort, wo er sich Rüdiger Cerff (1940–2020) am Institut für Botanik anschloss, um schließlich bei Heinz Saedler (* 1941) am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln genetisch zu arbeiten. Nach der Promotion (Köln 1988) kehrte er zu Cerff zurück, der inzwischen am Institut für Genetik der TU Braunschweig forschte, und habilitierte sich 1992 für Botanik. 1999 folgte er einem Ruf auf die C4‑Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.
Im Rahmen des Leibniz-Tages 2020 verlieh die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin am 26. November 2020 die Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille an den herausragenden schwedischen Festkörperphysiker Prof. Dr. Hermann Grimmeiss, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag begehen konnte.




Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin beglückwünscht ihr Mitglied Harald Schuh zur Ernennung