Lesung auf dem „Friedhof der Märzgefallenen“
Lesung & Diskussion des Buches Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49, Band 7
Prof. Dr. Jürgen Hofmann (MLS) & Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (MLS), Herausgeber des Bandes 7 der Reihe „Akteure eines Umbruchs“, stellen im Rahmen einer Veranstaltung des Friedhofs der Märzgefallenen am 25. Februar 2026 den vor einem Jahr erschienen neuen Band der Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848/49 vor.
Die Revolution von 1848/49 war ein Umbruch, der von Menschen getragen wurde, deren Namen oft in Vergessenheit geraten sind. Die seit 2003 erscheinende Biografienreihe „Akteure eines Umbruchs“ stellt diese Männer und Frauen ins Zentrum.
Der neue Band versammelt neun Biografien aus unterschiedlichen sozialen und politischen Kontexten: unter anderem über Karol Libelt, den polnischen Wissenschaftler und Freiheitskämpfer; Erzherzog Johann von Österreich, die Schriftsteller:innen Marie Pinder und Emilie von Hallberg, den Dichter Eduard Kauffer, den Schüler Hugo Wolf, sowie den Politiker Joseph Fickler.
Die Herausgeber lesen zentrale Passagen aus dem Band und wir diskutieren, wie sich an den Biografien dieser Menschen die Hoffnungen, Konflikte und Brüche des Revolutionsjahres 1848 ablesen lassen – und warum viele dieser Lebensgeschichten bis heute nachwirken.
Ort: Alte Feuerwache – Kulturhaus Friedrichshain, Marchlewskistraße 6, 10243 Berlin
Teilnahme kostenlos
Link zur Veranstaltung, Link zur Website des Friedhofs der Märzgefallenen












Pünktlich zum 140. Jahrestag seiner Eröffnung hat unser Mitglied Jürgen Hofmann eine Publikation über den Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin vorgelegt. Dieser Friedhof nimmt einen besonderen Platz unter den Berliner Friedhöfen ein. Hier beschritten die Berliner Stadtväter neue Wege und schufen ein Beispiel für nachfolgende städtische Friedhöfe. Der Friedhof in Friedrichsfelde wurde bewusst als Parkanlage angelegt. Stadtgartendirektor Hermann Mächtig verantwortete Planung und Ausbau. Die Stadtbauräte Hermann Blankenstein und Ludwig Hoffmann steuerten die Entwürfe für die baulichen Einrichtungen bei.
Mit seiner neuen Publikation gewährt uns der Historiker Günter Benser Einblick in seine Tagebuchaufzeichnungen. Sieben Jahrzehnte liegen zwischen den Notizen, die er für den jeweiligen Tag gegenüberstellt. Da ist zum einen der Siebzehnjährige, der seine Eindrücke zu Papier bringt. Zum anderen der erfahren und gereifte Wissenschaftler, der uns mit seinem Urteil zum Zeitgeschehen 2018 vertraut macht. Insbesondere der Einblick in die Aufzeichnungen aus dem Jahre 1948 dürften auf Interesse stoßen. Hier spricht ein Zeitzeuge aus der unmittelbaren Situation heraus und nicht aus dem abwägenden Rückblick. Gerade das macht den besonderen Wert aus. Es sind Aufzeichnungen, die nicht zur Veröffentlichung angefertigt wurden. Sie dienten eher der damaligen Selbstfindung und Vergewisserung. Zum besseren Verständnis hat Günter Benser der Edition Ausführungen zu seiner damaligen persönlichen privaten und politischen Situation vorangestellt. Jürgen Hofmann (MLS) steuerte ein Geleitwort bei.