Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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5. April 2025

Nekrolog für unser Mitglied Prof. Dr. Wolfgang Karthe

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Karthe.W

Prof. Dr. Wolfgang Karthe (1938-2025) Foto: privat

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Physiker Prof. Dr. Wolfgang Karthe, der am 21. März 2025 in Jena verstorben ist

Prof. Dr. Wolfgang Karthe wurde am 17. August 1938 in Jena geboren. Nach dem Abitur studierte er von 1956 bis 1961 Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Hier war er in den folgenden Jahren Assistent und Oberassistent, promovierte 1967 zum Dr. rer. nat., erlangte 1972 die facultas docendi in Experimentalphysik und schloss die Promotion B zum Dr. sc. nat. (gleichwertig mit der Habilitation) ab. 1978 erfolgte die Berufung zum Dozenten und 1982 zum Professor für Angewandte Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1982 bis 1988 war er hier Direktor der Sektion Physik und von 1981 bis 1990 Leiter des Wissenschaftsbereiches „Optik kleiner Strukturen“. Von 1990 bis 1992 war er Geschäftsführender Direktor des Institutes für Angewandte Physik der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mit beharrlichem Engagement und hohem persönlichen Einsatz arbeitete er über viele Jahre auf den Gebieten integrierte Optik und Mikrosysteme, lehrte und forschte auf hohem Niveau und erreichte national und international stark beachtete Forschungsergebnisse. Beispielhaft können hier seine Arbeiten zur Mikrowellentechnik und zur paramagnetischen Elektronenresonanz-Spektroskopie genannt werden, mit denen er sich frühzeitig Anerkennung in der wissenschaftlichen Welt erworben hat. Seine Beiträge zum Erreichen einer hohen räumlichen Auflösung bei spektroskopischen Methoden konnten später erfolgreich in technischen Geräten genutzt werden. Die Ergebnisse seiner forscherischen Tätigkeit finden sich in vielen wissenschaftlichen Publikationen, so auch in den von ihm mitherausgegebenen Fachbüchern „Integrierte Optik“ und „Integrated Optics and Microoptics with Polymers“. WEITER

3. April 2025

Bericht zum 4. Rohstoffkolloquium der Leibniz-Sozietät

Hans-Christoph Hobohm Mitteilungen Alisch.O, Börner.A, Greiling.R-O, Herd.R, Hilgers.Ch, Kolb.J, Lehmann.U, Müller.A, Neumann.Th, Pfaff.G, Rethmann.N

Am 20. März 2025 veranstaltete die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihr 4. Rohstoffkolloquium. Thema in diesem Jahr war „Das neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen“. Das Kolloquium stellte die Fortsetzung der in den Jahren 2022 bis 2024 durchgeführten drei Veranstaltungen

Die Referenten der Tagung (v.l.n.r.): Norbert Rethmann, Andreas Börner, Uwe Lehmann, Olaf Alisch, Christoph Hilgers, Axel Müller, Jochen Kolb, Rainer Herd (es fehlen Jan Klasen und Blas Urioste)
Foto: Gerhard Pfaff

„Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät Band 154/2022), „Kritische Rohstoffe: Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät Band 159/2023) und „Kritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein – was ist zu tun?“ (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät Band 163/2024) dar.

In einem Hörsaal der Technischen Universität Berlin am Ernst-Reuter-Platz 1 begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums, die in Präsenz und per Zoomübertragung teilnahmen. In ihrer Eröffnung verwies Gerda Haßler darauf, dass die Frage nach der Sicherung der Versorgung mit kritischen Rohstoffen, aber auch mit Rohstoffen generell, eine der entscheidenden Herausforderungen unseres Jahrhunderts ist. Kritische Rohstoffe sind essentiell für zahlreiche Industrien und für die nachhaltige Entwicklung neuer Technologien, die unsere Welt verändern und unsere Umwelt schützen. In diesem Zusammenhang sind die Initiativen und Maßnahmen, die durch den Critical Raw Materials Act angestoßen werden, sehr zu begrüßen. WEITER

1. April 2025

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Günter Benser

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Benser.G

Prof. Dr. Günter Benser, MLS (1931-2025) Foto: Ingo Müller

Die Leibniz-Sozietät trauert um ihr langjähriges Mitglied Prof. Dr. Günter Benser. Der Historiker verstarb am 27. März 2025 zwei Monate nach Vollendung des 94. Lebensjahres.

Günter Benser blieb bis zuletzt seiner Zunft und seinem Beruf treu sowie wissenschaftlich produktiv. Vor einem halben Jahr hatte er in einer Miszelle über den Umgang mit Autobiografien ehemaliger Spitzenpolitiker der DDR reflektiert. Hier harre „auf die Historiker noch ein Abgleich unterschiedlicher, teils gegensätzlicher Informationen und Sichtweisen“. Der „Grat zwischen einer zu respektierenden Meinung und bewussten Verzerrungen“ sei sehr schmal.[1] Die jeweiligen Zeit- und Lebensumstände müssten für die Beurteilung von Erinnerungen mit bedacht werden. Die Miszelle ist ein Plädoyer für ausgewogene Quellenkritik und die Kontextualisierung persönlicher Rückblicke. WEITER

1. April 2025

Runde Geburtstage in diesem Quartal

Hans-Christoph Hobohm Jubiläen, Mitglieder Bathke.G-W, Beckmann.B, Dethloff.K, Emons.H-H, Haller.M, Heise.A, Hellmuth.O, Hobohm.H-Ch, Jacobs.K, Kahl. B, Keßler.M, Klinkmann.H, Krüger.D-H, Prüß.F, Rössler.O-E, Schellnhuber.H-J, Schmidt.W, Sengbusch.G, Wessel.K-F, Wulf.U, Zewell.R

Wir gratulieren folgenden Mitgliedern herzlich zu ihrem besonderen Geburtstag in diesem Vierteljahr

Ulrich Wulf (65) 02.04.60
Klasse NWTW

Michael Haller (80) 16.04.45
Klasse SGW

Detlev H. Krüger (75) 22.04.50
Klasse NWTW

Arne Heise (65) 23.04.60
Klasse SGW

Mario Keßler (70) 04.05.55
Klasse SGW

Horst Klinkmann (90) 07.05.35
Klasse NWTW

Brigitte Kahl (75) 11.05.50
Klasse SGW

Walter Schmidt (95) 11.05.30
Klasse SGW

Hans-Christoph Hobohm (70) 12.05.55
Klasse SGW

Bernhard Beckmann (75) 20.05.50
Klasse SGW

Otto Eberhard Rössler (85) 20.05.40
Klasse NWTW

Klaus Dethloff (75) 28.05.50
Klasse NWTW

Hans- Heinz Emons (95) 01.06.30
Klasse NWTW

Rudolf Zewell (75) 03.06.50
Klasse SGW

Günter von Sengbusch (85) 04.06.40
Klasse NWTW

Hans Joachim Schellnhuber (75) 07.06.50
Klasse NWTW

Klaus Jacobs (80) 09.06.45
Klasse NWTW

Olaf Hellmuth (65) 10.06.60
Klasse NWTW

Karl-Friedrich Wessel (90) 14.06.35
Klasse SGW

Franz Prüß (80) 17.06.45
Klasse SGW

Gustav-Wilhelm Bathke (80) 24.06.45
Klasse  SGW

 

27. März 2025

Bericht zur Tagung „Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung“ anlässlich des 90. Geburtstags von Klaus Fuchs-Kittowski

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Konferenzen, Veranstaltungen Fuchs-Kittowski.K, Hofkirchner.W, Kreowski.H-J, Stary.C

Die Organisatoren der Tagung zusammen mit Christiane Floyd und Klaus Fuchs-Kittowski (v.l.n.r.): Christian Stary, Hans-Jörg Kreowski, Christiane Floyd, Klaus Fuchs-Kittowski, Wolfgang Hofkirchner (Foto Gerhard Pfaff)

Am 14. März 2025 fand die Tagung „Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung“ anlässlich des 90. Geburtstags von Klaus Fuchs-Kittowski an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin statt. Die Tagung wurde gemeinsam von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (Arbeitskreis Emergente Systeme, Information und Gesellschaft), der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), dem Institute for a Global Sustainable Information Society (GSIS) und dem Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) organisiert und durchgeführt. Mit der Tagung sollte die Rolle von Wissenschaft und Technik zwischen Krieg und Frieden mit besonderer Berücksichtigung von Informations- und Kommunikationstechnik als technologischer Grundlage der Digitalisierung diskutiert werden. Es ging darum, Wege aufzuzeigen, die zu einer friedlichen und Menschenwürdigen Technik- und Gesellschaftsentwicklung führen. Am Ende der Tagung erfolgte die Würdigung von Klaus Fuchs-Kittowski (MLS) zu seinem 90. Geburtstag am 31.12.2024. Für die Organisation der Veranstaltung waren Frank Fuchs-Kittowski, Wolfgang Hofkirchner (MLS), Hans-Jörg Kreowski (MLS) und Christian Stary (MLS) verantwortlich. WEITER

Klinkmann-beim-Vortrag-300x245
25. März 2025

Glückwunsch zum 90. Geburtstag für Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Veranstaltungen Klinkmann.H

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gratuliert ihrem Mitglied, dem hoch angesehenen Arzt, Mediziner, Wissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann zum 90. Geburtstag.

Ehrenkolloquium für Horst Klinkmann

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften und die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften

laden ein zum Ehrenkolloquim anlässlich des 90. Geburtstags von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann unter dem Motto:

DER UNERMÜDLICHE:
Arzt, Mediziner, Wissenschaftler, Gelehrter, Visionär, Präsident, Kurator,
Initiator, Kultivierender, Menschenfreund, Hoffnungsträger, Netzwerker, Moderator, Weltbürger

am Freitag, 20. Juni 2025,
von 10.00 bis ca. 15.00 Uhr
im Langenbeck-Virchow-Haus,
Luisenstraße 58/59,
10117 Berlin-Mitte

Programm
Moderation: Prof. Dr. Gerhard Pfaff, Sekretar der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät

1. Begrüßung
– Prof. Dr. Gerda Haßler, Präsidentin, Leibniz-Sozietät
– Dr. Dirk Laßner, Vorsitzender, Kuratorium der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät

2. Beiträge
– Prof. Dr. Gerhard Banse
– Dr. Herbert Wöltge
– Prof. Dr. Jörg Vienken
– Prof. Dr. Peter Oehme
– Prof. Dr. Günter von Sengbusch
– Prof. Dr. Wolfgang Schütt
– Prof. Dr. Viktoria Weber
– Norbert Rethmann
– Prof. Dr. Wolfgang Methling

3. Schlusswort
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann

4. Imbiss, Gespräche, Gedankenaustausch

Wir bitten aus organisatorischen Gründen um verbindliche Anmeldung bis zum 30.4.2025 an:
Prof. Dr. Wolfgang Methling (w.methling@leibnizsozietaet.de) ; Mobil +491723842888,
Fon +493814009147

 

 

24. März 2025

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Wolfgang Eichhorn

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Eichhorn.W

Prof. Dr. Wolfgang Eichhorn, MLS (1930-2025) (Foto an seinem 85. Geburtstag von Christian Horst CC BY-SA 4.0)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften trauert um ihr Gründungsmitglied Wolfgang Eichhorn, der am 18. März kurz nach Vollendung seines 95. Geburtstages verstorben ist.

Wolfgang Eichhorn wurde am 23.02.1930 in Unterneubrunn geboren, das heute zu Schönbrunn in der Nähe von Hildburghausen, Thüringen, gehört. Hier besuchte er ab 1936 eine Grundschule, wechselte 1942 zur Aufbauschule in Hildburghausen und legte dort 1948 das Abitur ab.

Der Weg führte ihn von 1948 bis 1951 dann zum Studium der Philosophie und Gesellschaftswissenschaften an die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Damit wurde der Grundstein für seine spätere wissenschaftliche Laufbahn gelegt, die als Dozent für dieses Fach und speziell für Historischen Materialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) begann. WEITER

22. März 2025

Bericht zum März-Plenum

Hans-Christoph Hobohm Plenum

Bericht zum Vortrag von Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut „Schöpfertum gefangen im Zentralismus – zur wechselvollen Geschichte der Architektur in einer vergangenen Republik“

Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut bei seinem Vortrag (Foto: Gerhard Pfaff)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche März-Plenarveranstaltung am 13.03.2025 zum Thema „Schöpfertum gefangen im Zentralismus – zur wechselvollen Geschichte der Architektur in einer vergangenen Republik“.

Referent hierzu war Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut (Berlin), der sich als Architekt in der DDR und anschließend im vereinten Deutschland einen Namen gemacht hat. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt.

Einleitend begrüßte Gerhard Pfaff, Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte den Referenten vor. Wolf R. Eisentraut war als verantwortlicher Architekt an wesentlichen Bauprojekten der DDR tätig. Hierzu gehören Stadtzentren und Hochhäuser in verschiedenen Städten, der Palast der Republik in Berlin, Schulen, Kulturbauten, Kaufhäuser, Bibliotheken und Gaststätten. Bei seiner Tätigkeit im Baukombinat Ingenieurhochbau Berlin gelangen ihm in Abkehr von bis dahin vorherrschenden Typenprojekten individuelle Architekturschöpfungen, vor allem in Neubaugebieten. Mit der 1991 erfolgten Gründung eines eigenen Entwurfs- und Planungsbüros in Dresden und Berlin entstanden städtebauliche Planungen und überwiegend Wohn- und Kulturbauten in Berlin und an anderen Orten, vom Sächsischen Vogtland über den Brocken bis an die Nord- und Ostsee. WEITER

11. März 2025

Kurzbericht zur Sitzung des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse am 14.2.2025

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Gesellschaftsanalyse und Klassen

Arbeitskreis Gesellschatsanalyse tagt in der Rosa-Luxemburg-Stftung am 14.2.2025 (Foto Hobohm)

Gegenstand der Diskussion war:

Bruno Latour/Nikolaj Schultz „Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum“ (Edition Suhrkamp 2022)

Es war durchaus erhellend und erfrischend, dass Hans-Christoph Hobohm in seiner Einführung in die Diskussionsrunde auf den Unterschied der Bedeutung von „Memorandum“ im französischen Kontext gegenüber der im deutschen hinwies. Ist es im ersteren eher eine Art Notiz, Hinweis („Memo“) für die Partei der Grünen (in Frankreich), so hat es im Deutschen doch eine stärkere Akzentuierung, sagt es Grundsätzliches. Auch von mir wurde es die Schrift so wahr genommen und platziert (zumal als Summa eines bedeutenden Philosophen und Soziologen) – in der Tat scheint sie diesbezüglich schillernd. Ist es eine (Wieder-)Erweckung einer „Klasse“ oder nur eine Ermunterungen für die Partei der Grünen?

Dieser Hinweis auf den Kontext – räumlich, zeitlich, kulturell – korrespondiert treffend mit unserer Beschäftigung mit Zeitanalyse bzw. deren Relevanz für die Transformationsperspektive. Immer wieder (und nochmals zugespitzt mit den Zeitbrüchen heute) stellt sich die Forderung, einem abstrakten Universalismus von Begriff bzw. Konzept mit Konkretisierung und Kontextualisierung zu begegnen, um nicht stets erneut nach der schwarzen Katze im dunklen Raum zu haschen. WEITER

10. März 2025

Neuer Sammelband mit Biografien von Männern und Frauen der 1848er Revolution erschienen

Hans-Christoph Hobohm Publikationen, Vormärz und 48er Revolutionsforschung Hachtmann.R, Hamann.C, Hofmann.J, Jähne.A, Schmidt.W

Rüdiger Hachtmann/Jürgen Hofmann (Hrsg.): Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49, Band 7, Berlin: trafo Wissenschaftsverlag 2025, 438 S., zahlr. Abb., ISBN: 978-3-86464-260-9; 49,80 EUR

Der Arbeitskreis „Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. hat soeben den siebten Band mit Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848 vorgelegt. Er arbeitet seit 2002 unter dem Dach der Sozietät. Der Band gilt zugleich als Sonderband in der Reihe Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.
Die Reihe „Akteure eines Umbruchs“ stellt Personen vor, zu denen bisher noch keine wissenschaftliche und quellengestützte Biografie vorlag bzw. deren Biografie auf der Grundlage neuer Quellen um wesentliche Erkenntnisse erweitert werden kann. Im Zentrum steht jeweils das Denken und Handeln in der Phase der Revolution. Erfasst werden aber auch Herkunft und Werdegang sowie das Schicksal in den Jahren nach der Revolution. Anders als der Titel vielleicht vermuten lässt, werden nicht nur die Befürworter des Umbruch vorgestellt, sondern auch ihre Kontrahenten.
Der siebente Band der langjährigen Reihe „Akteure eines Umbruchs“ bietet neun Biografien von Männern und Frauen, die aus unterschiedlichen sozialen Milieus kommend 1848/49 differenzierte und teilweise gegensätzliche politische Ziele verfolgten.
Karol Libelt stritt für einen eigenständigen polnischen Staat. Dem eigentlich monarchisch-konservativen Habsburger Erzherzog Johann von Österreich fiel die Rolle des Reichsverwesers zu, die er eher widerwillig und zögerlich ausfüllte. Mit Marie Pinder und Emilie Emma von Hallberg werden zwei Frauen vorgestellt, die in unterschiedlichen Provinzen und Milieus die Revolutionsereignisse verfolgten und scharfsinnig kommentierten. Julius Hermann Pinder kostete die Zustimmung zum Beschluss der Preußischen Nationalversammlung im November 1848, der Krone die Steuern zu verweigern, das Amt des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien. Mit dem Gymnasiasten Hugo Wolf wird ein Akteur der Jugendrebellion, die die Revolution von 1848/49 auch war, porträtiert. Joseph Fickler und Eduard Kauffer waren zwei Redakteure, die für ihre kritische publizistische Tätigkeit vor und während der Revolution von der alten Obrigkeit verfolgt wurden. Der frühe, unter Zeitgenossen bekannte Globalhistoriker Gotthold Heine war ein Märzgefallener, auch wenn er nicht auf einer Barrikade stand.
In ihrem Vorwort ordnen die Herausgeber den vorliegenden Band in die aktuellen Publikationen ein, die im Kontext des Revolutionsjubiläums erschienen sind.
Abgeschlossen wird der Band mit einem Aufsatz von Walter Schmidt (MLS). Der Nestor der 1848er Forschung in der DDR, blickt auf die Diskussionen bei der Arbeit an der „Illustrierten Geschichte der deutschen Revolution 1848/49“ zurück, die im Jubiläumsjahr der Revolution 1973 erschien und danach weitere Auflagen erlebte.

Jürgen Hofmann

Inhalt:
WEITER

8. März 2025

Band 78 der Abhandlungen erschienen

Nina Hager Abhandlungen Both.W, Breit.Th, Gritzner.Ch, Oertel.D, Sagner.R, Spänkuch.D, Stein.Y

Spänkuch, Dietrich (Hg.):
„Raumfahrthistorisches Kolloquium 2023“, Berlin: trafo Wissenschaftsverlag 2025,
295 S., 
(Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften, Bd. 78), zahlr. Fotos, Tab. u. Abb., ISBN 978-3-86464-277-7, 42,80 EUR

Der vorliegende Band enthält Vorträge, die auf dem Raumfahrthistorischen Kolloquium RHK 2023 am 18.11.2023 im historischen Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow vor einem breiten Publikum gehalten wurden. Die jährlich im November stattfindenden Raumfahrthistorischen Kolloquien werden gemeinsam von der Stiftung Planetarium Berlin, dem Hausherrn der Archenhold-Sternwarte, der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e. V. und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert. Für das RHK 2023 war wie auch das vorangegangene RHK 2022 keine bestimmte Thematik vorgeschrieben. Zwei Beiträge, und zwar die von Thomas Breit und Reinhard Sagner, widmen sich Weltraumpionieren, zwei Beiträge, die von Yelena Stein und Christian Gritzner einerseits und von Dieter Oertel et al. andererseits, letzterer wegen seines Umfangs in drei Teile gesplittet, abbildenden Weltraumsensoren. Schließlich diskutiert Wolfgang Both die Rezeption von Oberths 1923 erschienenem bahnbrechenden Buch „Die Raketen zu den Planetenräumen“. „Die Raketen zu den Planetenräumen“ erschien im Münchener Wissenschaftsverlag R. Oldenbourgh im Jahre 1923.

Inhalt

Inhalt

4. März 2025

Neue Publikation unseres Mitglieds Reinhold Zilch erschienen

Hans-Christoph Hobohm Abhandlungen, Publikationen Zilch.R

Zilch, Reinhold: Handbuch über den Königlich-Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1813. Eine Rekonstruktion (= Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V., Sonderband), 323 S., trafo-Wissenschaftsverlag Berlin 2025, ISBN 978-3-86464-267-8, 39,80 €

Die seit 1794 bis 1939 unter wechselndem Titel jährlich erscheinenden Staatshandbücher sind eine Schlüsselquelle für Aufbau und Personalstruktur des preußischen Staates. Sie dienen heutzutage vor allem als verwaltungsgeschichtliche sowie biographische Nachschlagewerke ersten Ranges, die für viele Fragegestellungen zur Geschichte Preußens und darüber hinaus Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert herangezogen werden können. Staatshandbücher gehören zum Kernbestand geschichtswissenschaftlicher Handapparate aller großen wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur Deutschlands. Umso schmerzhafter wird dabei von der Historiographie empfunden, dass in einer Reihe von Jahren mit bewegten Zeitumständen keine Bände veröffentlicht wurden. So gibt es neben den kurzen Lücken zum Beispiel für 1849/50, 1866/67 oder 1915 bis 1917 sogar eine elfjährige Unterbrechung zwischen 1807 und 1817. Da dieser Zeitraum mit der napoleonischen Besetzung Preußens, den Befreiungskriegen und den sog. Preußischen Reformen eine besonders unruhige Geschichtsperiode darstellt, ist es von großer Bedeutung, dass auf der Basis eines Aktenfundes im Geheimen Staatsarchiv Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine weitgehende Rekonstruktion des Staatshandbuchs für das Schlüsseljahr 1813 angefertigt werden konnte. WEITER

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