Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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22. März 2025

Bericht zum März-Plenum

Hans-Christoph Hobohm Plenum

Bericht zum Vortrag von Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut „Schöpfertum gefangen im Zentralismus – zur wechselvollen Geschichte der Architektur in einer vergangenen Republik“

Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut bei seinem Vortrag (Foto: Gerhard Pfaff)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche März-Plenarveranstaltung am 13.03.2025 zum Thema „Schöpfertum gefangen im Zentralismus – zur wechselvollen Geschichte der Architektur in einer vergangenen Republik“.

Referent hierzu war Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut (Berlin), der sich als Architekt in der DDR und anschließend im vereinten Deutschland einen Namen gemacht hat. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt.

Einleitend begrüßte Gerhard Pfaff, Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte den Referenten vor. Wolf R. Eisentraut war als verantwortlicher Architekt an wesentlichen Bauprojekten der DDR tätig. Hierzu gehören Stadtzentren und Hochhäuser in verschiedenen Städten, der Palast der Republik in Berlin, Schulen, Kulturbauten, Kaufhäuser, Bibliotheken und Gaststätten. Bei seiner Tätigkeit im Baukombinat Ingenieurhochbau Berlin gelangen ihm in Abkehr von bis dahin vorherrschenden Typenprojekten individuelle Architekturschöpfungen, vor allem in Neubaugebieten. Mit der 1991 erfolgten Gründung eines eigenen Entwurfs- und Planungsbüros in Dresden und Berlin entstanden städtebauliche Planungen und überwiegend Wohn- und Kulturbauten in Berlin und an anderen Orten, vom Sächsischen Vogtland über den Brocken bis an die Nord- und Ostsee. WEITER

11. März 2025

Kurzbericht zur Sitzung des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse am 14.2.2025

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Gesellschaftsanalyse und Klassen

Arbeitskreis Gesellschatsanalyse tagt in der Rosa-Luxemburg-Stftung am 14.2.2025 (Foto Hobohm)

Gegenstand der Diskussion war:

Bruno Latour/Nikolaj Schultz „Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum“ (Edition Suhrkamp 2022)

Es war durchaus erhellend und erfrischend, dass Hans-Christoph Hobohm in seiner Einführung in die Diskussionsrunde auf den Unterschied der Bedeutung von „Memorandum“ im französischen Kontext gegenüber der im deutschen hinwies. Ist es im ersteren eher eine Art Notiz, Hinweis („Memo“) für die Partei der Grünen (in Frankreich), so hat es im Deutschen doch eine stärkere Akzentuierung, sagt es Grundsätzliches. Auch von mir wurde es die Schrift so wahr genommen und platziert (zumal als Summa eines bedeutenden Philosophen und Soziologen) – in der Tat scheint sie diesbezüglich schillernd. Ist es eine (Wieder-)Erweckung einer „Klasse“ oder nur eine Ermunterungen für die Partei der Grünen?

Dieser Hinweis auf den Kontext – räumlich, zeitlich, kulturell – korrespondiert treffend mit unserer Beschäftigung mit Zeitanalyse bzw. deren Relevanz für die Transformationsperspektive. Immer wieder (und nochmals zugespitzt mit den Zeitbrüchen heute) stellt sich die Forderung, einem abstrakten Universalismus von Begriff bzw. Konzept mit Konkretisierung und Kontextualisierung zu begegnen, um nicht stets erneut nach der schwarzen Katze im dunklen Raum zu haschen. WEITER

10. März 2025

Neuer Sammelband mit Biografien von Männern und Frauen der 1848er Revolution erschienen

Hans-Christoph Hobohm Publikationen, Vormärz und 48er Revolutionsforschung Hachtmann.R, Hamann.C, Hofmann.J, Jähne.A, Schmidt.W

Rüdiger Hachtmann/Jürgen Hofmann (Hrsg.): Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49, Band 7, Berlin: trafo Wissenschaftsverlag 2025, 438 S., zahlr. Abb., ISBN: 978-3-86464-260-9; 49,80 EUR

Der Arbeitskreis „Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. hat soeben den siebten Band mit Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848 vorgelegt. Er arbeitet seit 2002 unter dem Dach der Sozietät. Der Band gilt zugleich als Sonderband in der Reihe Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.
Die Reihe „Akteure eines Umbruchs“ stellt Personen vor, zu denen bisher noch keine wissenschaftliche und quellengestützte Biografie vorlag bzw. deren Biografie auf der Grundlage neuer Quellen um wesentliche Erkenntnisse erweitert werden kann. Im Zentrum steht jeweils das Denken und Handeln in der Phase der Revolution. Erfasst werden aber auch Herkunft und Werdegang sowie das Schicksal in den Jahren nach der Revolution. Anders als der Titel vielleicht vermuten lässt, werden nicht nur die Befürworter des Umbruch vorgestellt, sondern auch ihre Kontrahenten.
Der siebente Band der langjährigen Reihe „Akteure eines Umbruchs“ bietet neun Biografien von Männern und Frauen, die aus unterschiedlichen sozialen Milieus kommend 1848/49 differenzierte und teilweise gegensätzliche politische Ziele verfolgten.
Karol Libelt stritt für einen eigenständigen polnischen Staat. Dem eigentlich monarchisch-konservativen Habsburger Erzherzog Johann von Österreich fiel die Rolle des Reichsverwesers zu, die er eher widerwillig und zögerlich ausfüllte. Mit Marie Pinder und Emilie Emma von Hallberg werden zwei Frauen vorgestellt, die in unterschiedlichen Provinzen und Milieus die Revolutionsereignisse verfolgten und scharfsinnig kommentierten. Julius Hermann Pinder kostete die Zustimmung zum Beschluss der Preußischen Nationalversammlung im November 1848, der Krone die Steuern zu verweigern, das Amt des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien. Mit dem Gymnasiasten Hugo Wolf wird ein Akteur der Jugendrebellion, die die Revolution von 1848/49 auch war, porträtiert. Joseph Fickler und Eduard Kauffer waren zwei Redakteure, die für ihre kritische publizistische Tätigkeit vor und während der Revolution von der alten Obrigkeit verfolgt wurden. Der frühe, unter Zeitgenossen bekannte Globalhistoriker Gotthold Heine war ein Märzgefallener, auch wenn er nicht auf einer Barrikade stand.
In ihrem Vorwort ordnen die Herausgeber den vorliegenden Band in die aktuellen Publikationen ein, die im Kontext des Revolutionsjubiläums erschienen sind.
Abgeschlossen wird der Band mit einem Aufsatz von Walter Schmidt (MLS). Der Nestor der 1848er Forschung in der DDR, blickt auf die Diskussionen bei der Arbeit an der „Illustrierten Geschichte der deutschen Revolution 1848/49“ zurück, die im Jubiläumsjahr der Revolution 1973 erschien und danach weitere Auflagen erlebte.

Jürgen Hofmann

Inhalt:
WEITER

8. März 2025

Band 78 der Abhandlungen erschienen

Nina Hager Abhandlungen Both.W, Breit.Th, Gritzner.Ch, Oertel.D, Sagner.R, Spänkuch.D, Stein.Y

Spänkuch, Dietrich (Hg.):
„Raumfahrthistorisches Kolloquium 2023“, Berlin: trafo Wissenschaftsverlag 2025,
295 S., 
(Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften, Bd. 78), zahlr. Fotos, Tab. u. Abb., ISBN 978-3-86464-277-7, 42,80 EUR

Der vorliegende Band enthält Vorträge, die auf dem Raumfahrthistorischen Kolloquium RHK 2023 am 18.11.2023 im historischen Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow vor einem breiten Publikum gehalten wurden. Die jährlich im November stattfindenden Raumfahrthistorischen Kolloquien werden gemeinsam von der Stiftung Planetarium Berlin, dem Hausherrn der Archenhold-Sternwarte, der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e. V. und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert. Für das RHK 2023 war wie auch das vorangegangene RHK 2022 keine bestimmte Thematik vorgeschrieben. Zwei Beiträge, und zwar die von Thomas Breit und Reinhard Sagner, widmen sich Weltraumpionieren, zwei Beiträge, die von Yelena Stein und Christian Gritzner einerseits und von Dieter Oertel et al. andererseits, letzterer wegen seines Umfangs in drei Teile gesplittet, abbildenden Weltraumsensoren. Schließlich diskutiert Wolfgang Both die Rezeption von Oberths 1923 erschienenem bahnbrechenden Buch „Die Raketen zu den Planetenräumen“. „Die Raketen zu den Planetenräumen“ erschien im Münchener Wissenschaftsverlag R. Oldenbourgh im Jahre 1923.

Inhalt

Inhalt

4. März 2025

Neue Publikation unseres Mitglieds Reinhold Zilch erschienen

Hans-Christoph Hobohm Abhandlungen, Publikationen Zilch.R

Zilch, Reinhold: Handbuch über den Königlich-Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1813. Eine Rekonstruktion (= Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V., Sonderband), 323 S., trafo-Wissenschaftsverlag Berlin 2025, ISBN 978-3-86464-267-8, 39,80 €

Die seit 1794 bis 1939 unter wechselndem Titel jährlich erscheinenden Staatshandbücher sind eine Schlüsselquelle für Aufbau und Personalstruktur des preußischen Staates. Sie dienen heutzutage vor allem als verwaltungsgeschichtliche sowie biographische Nachschlagewerke ersten Ranges, die für viele Fragegestellungen zur Geschichte Preußens und darüber hinaus Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert herangezogen werden können. Staatshandbücher gehören zum Kernbestand geschichtswissenschaftlicher Handapparate aller großen wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur Deutschlands. Umso schmerzhafter wird dabei von der Historiographie empfunden, dass in einer Reihe von Jahren mit bewegten Zeitumständen keine Bände veröffentlicht wurden. So gibt es neben den kurzen Lücken zum Beispiel für 1849/50, 1866/67 oder 1915 bis 1917 sogar eine elfjährige Unterbrechung zwischen 1807 und 1817. Da dieser Zeitraum mit der napoleonischen Besetzung Preußens, den Befreiungskriegen und den sog. Preußischen Reformen eine besonders unruhige Geschichtsperiode darstellt, ist es von großer Bedeutung, dass auf der Basis eines Aktenfundes im Geheimen Staatsarchiv Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine weitgehende Rekonstruktion des Staatshandbuchs für das Schlüsseljahr 1813 angefertigt werden konnte. WEITER

2. März 2025

INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 55 (2025)

Nina Hager Leibniz Online Bülow.M, Busch.U, Djurović.A, Jakupec.V, Segert.D, Spänkuch.D, van der Heyden.U

Jahrgang 2025 ● Nummer 55
Jahrgang 2025 ● Nummer 55
Jahrgang 2025
● Nummer 55

DOI: 10.53201/LEIBNIZONLINE55
Jahrgang 2025 ● Nummer 55
Jahrgang 2025 ● Nummer 55

Dieter Segert: Eine Ordnung gemeinsamer Sicherheit in Europa. Analysen des Helsinki-Friedensprozesses und seines Scheiterns sowie über die Wege zu einer neuen Friedensordnung

Viktor Jakupec: The Twilight of the Russia-Ukraine War

Annette Đjurovic: Naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Fachlexik in der Übersetzung durch Chat GPT

Martin Bülow: Zum Strahlungsantrieb von Lachgas

Jahrgang 2025 ● Nummer 55

Rezensionen

Francisca Raposo mit Ines Godazgar: Von Mosambik in die DDR. Meine Zeit an der „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt (Buch-Rezension) Ulrich van der Heyden

Samirah Kenawi: Die Quadratur des Geldes. Teil IV: Vorschlag für eine Geldreform. Grundprinzipien und Regeln (Buch Rezension) Ulrich Busch

Klaus Dethloff: Klimaturbulenzen. Modellierung der Erde und die Illusion von Klimakontrolle (Buch Rezension) Dietrich Spänkuch

24. Februar 2025

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Terricabras Nogueras

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Terricabras Nogueras.JM

Prof. Dr. Josep-Maria Terricabras Nogueras, MLS (1946-2024) Foto: Olaf Kosinsky CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Philosophen, Hochschullehrer und Politiker Josep-Maria Terricabras Nogueras, der am 16. April 2024 verstorben ist.

Wie wir erst in den letzten Tagen erfahren haben, ist Prof. Dr. Josep-Maria Terricabras Nogueras, geboren am 12. Juli 1946, am 16. April 2024 verstorben. Als drittes von drei Geschwistern studierte er Philosophie und Philologie an der Universität Barcelona und promovierte dort und an der Universität Münster in Philosophie und Erziehungswissenschaft. Forschungsaufenthalte führten ihn an das St. John’s College in Cambridge (Großbritannien) und an die University of California in Berkeley (USA).

1978 wurde er zum Professor für Philosophie am Gymnasium von Sant Feliu de Guíxols ernannt und heiratete kurz darauf Professorin Montserrat Martínez Targa. 1981 veröffentlichte er die katalanische Übersetzung des Tractatus logico-philosophicus von Ludwig Wittgenstein mit einer eigenen Einleitung. 1982 erhielt er den Carles-Rahola-Preis für sein Werk Assaig d’ètica (‘Versuch über die Ethik’), das unter dem Titel Ètica i llibertat (‘Ethik und Freiheit’) veröffentlicht wurde. Seit 1987 hatte er den Lehrstuhl für Philosophie am Collegi Universitari de Girona inne, das mit der Universitat Autònoma de Barcelona verbunden war. Er war einer der Initiatoren der Umwandlung dieses Kollegs in die Universität Girona (Universitat de Girona). WEITER

18. Februar 2025

Einladung zum Ehrenkolloquium für Klaus Fuchs-Kittowski

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Ehrungen, Emergente Systeme, Veranstaltungen Fuchs-Kittowski.K, Hofkirchner.W, Kreowski.H-J, Stary.Ch

Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung

anlässlich des 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski

Prof. Dr. Klaus Fuchs-Kittowski, MLS

Termin: 14. März 2025 von 9.30 bis 18.00 Uhr

Ort:  Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, Campus Wilhelminenhof, Wilhelminenhofstraße 75A, 12459 Berlin, Raum G001/G008

Organisation: LS-Arbeitskreis Emergente Systeme, Information und Gesellschaft, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), The Institute for a Global Sustainable Information Society (GSIS), Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF)

Organisationsteam: Frank Fuchs-Kittowski, Wolfgang Hofkirchner, Hans-Jörg Kreowski, Christian Stary

Ziele und Inhalt: Wissenschaft und Technik sind entscheidende Triebfedern des gesellschaftlichen Fortschritts. Aber ihr Einsatz dient nicht automatisch dem Wohle der Menschheit und einer friedlichen Entwicklung, sondern hat eine bedrohliche Kehrseite, die sich vor allem auch im Weitertreiben der Kriegsmaschinerie zeigt. Spätestens seit dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki vor bald 80 Jahren ist klar, dass moderne Waffentechnik nicht nur immer perfidere Tötungsmethoden hervorbringt, sondern sogar die Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die gesellschaftliche Entwicklung durch Digitalisierungsprozesse geprägt, die immer weitreichender alle Bereiche der Lebens- und Arbeitswelt durchdringen und eine digitale und öko-sozio-technische Transformation darstellen. Diese Transformation, bei der mittlerweile verstärkt durch Anwendungen von Künstlicher Intelligenz zum bestimmenden Faktor werden, macht auch vor Waffentechnik und Militärstrategie nicht Halt mit unabsehbaren Folgen für zukünftige Kriege.

In dem Kolloquium soll die Rolle von Wissenschaft und Technik zwischen Krieg und Frieden mit besonderer Berücksichtigung von Informations- und Kommunikationstechnik als technologischer Grundlage der Digitalisierung untersucht werden. Es geht darum, Wege aufzuzeigen, die zu einer friedlichen und menschenwürdigen Technik- und Gesellschaftsentwicklung führen. Der Schluss des Kolloquiums ist der Würdigung von Klaus Fuchs-Kittowski zu seinem 90. Geburtstag vorbehalten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um die Planung vor Ort zu erleichtern, wird um (unverbindliche) Anmeldung per E-Mail an Hans-Jörg Kreowski kreo@uni-bremen.de gebeten.

Weitere Informationen (z.B. Programmentwurf) s. unter Veranstaltungen.

18. Februar 2025

Call for papers – Kolloquium des AK Gesellschaftsanalyse

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Gesellschaftsanalyse und Klassen, Veranstaltungen Thomas.M

Ausgehend von seiner Diskussionsreihe zu „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“

lädt der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse ein zu einem Kolloquium

Kapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!

Angesichts von Krisen, Kriegen, Konflikten und manch enttäuschtem Transformationsoptimismus gibt es intensive, vielstimmige zeitdiagnostische Debatten. Bislang gängige Konzepte werden hinterfragt, neue Deutungsangebote, Strategien und Leitbilder gesucht, vorgeschlagen und kontrovers diskutiert. Zu diesem Diskurs soll das Kolloquium in drei Themenfeldern beitragen.

  1. Westlich-kapitalistische Gesellschaften in der Polykrise

Öko- und Transformationskrisen, verschärfte Ungleichheiten und Unsicherheiten, rechtspopulistische Angriffe auf demokratische Werte und Institutionen – die Koordinaten gesellschaftlichen Handelns haben sich gravierend verändert.  In welcher Gesellschaft sind wir angekommen und wohin treibt die Entwicklung – „neue Häutungen“ des Kapitalismus?

Beschreiben „Neoliberalismus“und „Finanzmarktkapitalismus“ noch treffend die heutige ökonomisch-gesellschaftliche Formation? Sind Deutschland und andere westlich-kapitalistische Gesellschaften noch auf dem Weg zu einem „Grünen Kapitalismus“, oder ist das Projekt einer ökologischen Modernisierung bereits gescheitert, bevor es hegemonial wurde? Rückkehr zu marktradikalem „Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit um jeden Preis“ auf Basis neuer Technologien? Oder doch ein stärker staatlich gelenkter öko-keynesianischer Umbau, oder…?

  1. Multipolare Welt(um)Ordnung

Gefährliche Konflikte in Europa und in einer Welt, die Kooperation und solidarische Lösungen nötiger hat denn je, allein schon angesichts von Klimakrise, Migration etc. – Hintergründe und Alternativen?

Auf einem konfliktreichen Weg zu einer multipolaren Weltordnung oder zu einem neuen (bipolaren) „Systemkampf mit allen Mitteln“ zwischen einem US-geführten „Westen“ und China plus x? Die USA unter Trump/Musk – riskantes Endspiel eines Imperiums? EU-Europa und Deutschland – Aufrüsten, enger gemeinsam unter einem „US-Schutzschirm“ oder die Suche nach einer eigenständigeren progressiv moderierenden Rolle in einer spannungsreichen Welt mit diversen Machtzentren und aufstrebenden Ländern des Globalen Südens?

  1. Neue gesellschaftliche Leitbilder, Visionen, Gestaltungschancen?

Erfahrungen der vergangenen mehr als fünf Jahre – enttäuschter Transformations- und Bewegungsoptimismus, verstärkte Widerstände gegen progressiven Wandel, ökologisch-soziale Rollback-Strategien und Verrohung der politischen Kultur. Vor diesem Hintergrund:

Sind (sozialökologische, Große, Gesellschafts-) „Transformation“, „nachhaltige Entwicklung“ als Konzepte gezielten ökonomisch-gesellschaftlichen Umbaus gescheitert? Wenn ja – in welcher Hinsicht und woran? Wie gestaltbar ist überhaupt die zunehmend hyperkomplexe (Welt-)Gesellschaft? Sollten wir uns eher auf „bescheidenere“ Gestaltungsambitionen fokussieren – Anpassung, Selbsterhaltung, Resilienz statt Emanzipation, sozialökologischer Fortschritt, erweiterte Demokratie etc.?  Aber was geschieht mit den zwanghaft-strukturellen Dynamiken, die langfristig zivilisatorische Errungenschaften der Moderne untergraben? „Ökosozialismus“, „Postwachstum“… als Visionen? Welche Anknüpfungspunkte, Einstiege, Akteure wären dafür in der heutigen „zeitgeistig unfreundlichen“ Situation relevant?Inwiefern sind Modelle, wie etwa die „gelenkte Marktwirtschaft“ Chinas, anregend?                                                                                                                                                

Sind technokratische Gesellschaftsbilder ein Resonanzboden für in Utopien umgedeutete faschistoid menschenverachtende Dystopien im Geiste der Silicon-Valley-Ideologie von Tech-Milliardären vom Schlage Musk und Thiel: Mars-Besiedelung und „multiplanetare Zivilisation“ als Alternative für eine zerstörte Erde, die schrankenlose Entfaltung von KI, Kapitalismus, Tech-Konzernen als Bedingung sowie „longterminism“ und „Transhumanismus“ als ideologische Grundlagen dafür….

Organisatorisches

Das Kolloquium findet am 7. November 2025 in der Zeit von 9.30 bis 19.00 in Berlin (Jugendherberge am Ostkreuz) statt.

Geplant sind zu jedem der Themen zwei längere Vorträge (ca. 30 min) mit anschließender moderierter Diskussion, in die auch angekündigte Kurzbeiträge (ca. 5 – 7 min.) eingebracht werden können. Wir bitten um Vorschläge für beide Varianten bis zum 31. März 2025 an  Thomas.Micha@t-online.de. Sie sollten das Thema, zentrale Thesen bzw. Argumente auf max. einer Seite benennen. Bis zum 20. Mai 2025 werden die Bewerber*innen von uns informiert, ob und wie der Beitrag aufgenommen werden kann. Honorare können nicht gezahlt werden. Eine Publikation der Beiträge wird angestrebt.

Natürlich ist auch eine Teilnahme am Kolloquium ohne angemeldeten Diskussionsbeitrag möglich. Wir wollen viel Raum für die freie Debatte geben!

Einladung und Programm werden Ende September vorliegen. Weitere organisatorische Hinweise erfolgen zu gegebener Zeit.
Um Anmeldung zum Kolloquium wird bis zum 7.10. gebeten (die Teilnehmerzahl ist begrenzt).

Für den Arbeitskreis

Michael Thomas

3. Februar 2025

Geschäftssitzung und Tätigkeitsbericht mit Publikationsliste

Gerda Hassler Mitteilungen Geschäftssitzung, Publikationen der Mitglieder, Tätigkeitsbericht

Am 23. Januar 2025 fand 13.30 bis 16 Uhr die Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. mit folgender Tagesordnung statt:

  1. Bestätigung der Tagesordnung
  2. Bestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer
  3. Bericht des Präsidiums
    Teil 1: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit 2024
    Teil 2: Finanzbericht 2024 und Finanzplanung 2025
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Diskussion
  6. Beschlussfassung zu den Berichten des Präsidiums und der Kassenprüfer
  7. Sonstiges

Hier finden Sie den Tätigkeitsbericht 2024 des Präsidiums mit der Liste der Publikationen der Mitglieder aus dem Jahr 2024.

28. Januar 2025

Einladung zur nächsten Sitzung „Zeitdiagnosen“

Hans-Christoph Hobohm Gesellschaftsanalyse und Klassen Thomas.M

Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse lädt im Rahmen seines thematischen Schwerpunkts „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer nächsten Veranstaltung ein:

Termin: Freitag, 14.2. 2025 von 14.00 bis ca. 17.00 Uhr
Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, Raum 1.03

Zur Diskussion steht von Bruno Latour und Nikolaj Schultz die Publikation

„Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum“
(Edition Suhrkamp 2022)

Die Zeiten für gesellschaftliche Transformationen sind nicht günstig. Angesichts komplexer und sich weiter zuspitzender Krisenprozesse werden Fragen nach möglichen Akteuren oder Subjekten progressiver Intervention, nach Kräften einer solchen Transformation, kaum noch gestellt. Aktivierung, Mobilisierung erfolgen durchaus – als Agieren unterschiedlicher Kapitalfraktionen, als Eroberungszug eines neuen technologischen, digitalen Kapitalismus, als rechter Autoritarismus oder/und populistische Verweigerung –; für eine sozial-ökologische Transformation ist die Zeitdiagnose wenig optimistisch.
Umso überraschender und bemerkenswerter ist das angeführte Memorandum. Latour und Schultz gehen von einer umfassenden Bedrohungslage der Menschheit im Anthropozän aus und führen diese in die aktuelle zeitliche Konstellation. Ihre Diagnose ist die einer überwältigenden Gefährdung der Menschheit (Klima; Kriege; Pandemie), andererseits ist diese gelähmt: Schock und Angst, statt Aktivität. Daraus begründen sie ihr Plädoyer für die „ökologische Klasse“, die zum handlungsfähigen Subjekt werden soll. Dieser ausdrückliche Bezug auf das Klassenkonzept ist eben überraschend und bemerkenswert. Denn einerseits könnte die Distanz zum „klassischen Klassenkonzept“ nicht größer sein – Kapitalverhältnis und Produktion werden ausdrücklich negiert –, andererseits greifen sie gerade auf den traditionellen Anspruch zurück: „Klasse“ ist notwendig als politischer Kampfbegriff zur Konstituierung eines handlungsfähigen Subjektes in unserer heutigen kosmologischen Realität, einer neuen „herrschenden Klasse“.

Die Argumentation ist lesenswert und herausfordernd. Sie macht in ihrem dichotomischen Ansatz einen breiten analytischen Raum auf und durchmisst ihn, wenngleich nicht immer konsequent. So kann es auch die eine oder andere Enttäuschung geben. Die Frage nach neuen Konzepten und Begriffen bliebt. Das erinnert nicht zufällig an McKenzie Wark. Auch sie verbindet ihre emphatische Bezugnahme auf „Klasse“ mit einer strikten Ablösung vom „alten“ Klassenkonflikt (von den „alten“ Klassen). Zutreffend scheint die Metapher „Klassen ohne Kapitalismus“. Eine neue Realität ist auch für Nancy Fraser das zentrale Argument – darin liegt der übergreifende zeitdiagnostische Punkt –, ihre Antwort ist aber eine andere: mit einer neuartigen Kapitalismusanalyse zu einer neuen Klassenbestimmung. Insofern bieten alle drei Arbeiten einen stimulierenden Zugang zur Frage, ob Klassen (Klassenanalysen) zum Subjekt sozialökologischer Transformation führen.

Textauszüge und eine kleinere Einsteuerung werden auf Anfrage verschickt.

Für Fragen und zur Anmeldung bitte an Thomas.Micha@t-online.de
Michael Thomas

28. Januar 2025

Neue Publikation unseres Mitglieds Michael Hupfer erschienen

Hans-Christoph Hobohm Ausserhalb der LS, Mitglieder, Publikationen Geller.W, Hupfer.M

Standardwerk zur Ökologie von Seen

Geller, Walter; Hupfer, Michael: Seeökosysteme. Weinheim: Wiley-VCH 2024. (Praktikerbuch) – 560 Seiten, Hardcover, 400 Abbildungen (320 Farbabbildungen). – ISBN: 978-3-527-34830-5. – 89,90 Euro

Inhaltsverzeichnis – Probekapitel

Seeökosysteme, verfasst von Prof. Walter Geller, bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 Leiter des Departments Seen- und Fließgewässerforschung im Helmholz-Zentrum für Umweltforschung und Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und Michael Hupfer (MLS) ist ein neues Standardwerk zur Ökologie von Seen. Es fasst das aktuelle Wissen dieses breiter werdenden Fachgebietes zusammen.
Seen sind ein integraler Teil unserer Landschaft mit einem hohen Nutzwert für die Wasserversorgung, die Binnenfischerei, die Freizeit und den Artenschutz. Allein in Deutschland wird die Gesamtzahl der Standgewässer auf 300.000 geschätzt. Etwa 800 Seen, die eine Fläche von > 50 ha aufweisen, unterliegen einem regelmäßigen Monitoring gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Nur 25% dieser Seen erreichen gegenwärtig den geforderten guten ökologischen Zustand. Als Hauptursache für den schlechten Zustand gelten die Eutrophierung der Seen durch zu hohe Nährstoffeinträge und weitere Stoffbelastungen, deren Auswirkungen durch den Klimawandel verstärkt werden. Für modellgestützte Prognosen sowie die Auswahl von Managementmaßnahmen zum Schutz der Seen unter den Bedingungen des Klimawandels sind genaue Kenntnisse der komplexen ökologischen Zusammenhänge notwendig. Die in dem Buch präsentierte umfassende Übersicht zur Ökologie von Seen basiert auf neuesten Erkenntnissen und zahlreichen wissenschaftlichen Studien aus den beiden letzten Jahrzehnten. Neben den abiotischen Faktoren und der Einteilung der Lebensräume widmet sich das Buch ausführlich den Organismen im See, deren Populationsökologie sowie den daraus entstehenden ökologischen Netzen und deren Veränderung durch invasive Zuwanderer. Dieses Buch zur Ökologie von Seen ermöglicht es Lehrenden an Universtäten, wissenschaftlich tätigen Personen und Fachleuten aus der Praxis sich schnell einen Überblick zu allgemeinen und speziellen Aspekten der Gewässerökologie zu verschaffen, was ansonsten nur durch mühsame Recherche der englischsprachigen Literatur möglich wäre.

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