Bericht vom Leibniz-Tag 2024
Bericht vom Leibniz-Tag 2024
Der Leibniz-Tag fand am 4. Juli 2024 in der Archenhold-Sternwarte statt. Er begann mit einer musikalischen Darbietung des Streichquartetts op. 71, Nr. 2 von Joseph Haydn durch das Darius-Quartett.

Danach begrüßte die Präsidentin die Anwesenden und die per Zoom zugeschalteten Teilnehmer. Sie erwähnte auch die Schreiben von Persönlichkeiten, die aufgrund anderer Verpflichtungen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten und Erfolg wünschten. Dabei wurde insbesondere das Schreiben aus dem Bundeskanzleramt zitiert, in dem der Leibniz-Sozietät bescheinigt wird, dass sie „für akademische Exzellenz, intellektuelle Neugierde und den unermüdlichen Einsatz für die Verbreitung von Wissen und Bildung [steht]. Durch ihre vielfältigen Aktivitäten trägt sie maßgeblich zur Stärkung des wissenschaftlichen Diskurses bei und prägt die Zukunft der Forschung entscheidend mit.“ WEITER






„Kritische Rohstoffe: große Bedeutung, aber geringe öffentliche Wahrnehmung! Was ist zu tun?“

Einleitend begrüßte Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte den Referenten vor. Raiko Krauß studierte Ur- und Frühgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin ab. Danach forschte er am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin sowie am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhardt Karls Universität Tübingen tätig. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist Raiko Krauß außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. 



Das Buch versteht sich als Zeitdiagnose in direkter Tradition zu Karl Polanyi. Hatte Streeck vor einigen Jahren („Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“) den brechenden Zusammenhang von Demokratie und Kapitalismus thematisiert, so sieht er dort noch geäußerte Alternativen als gescheitert an: Die EU eben ist ein „scheiterndes Imperium“, sie stellt sich dar „als weltregionale Erscheinungsform einer allgemeinen Transformationskrise“ (145).