Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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12. Juni 2023

Bericht zum Vortrag von Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit: „Geflügelte Tiger und bunte Hörnchen: Werden wir uns an Epidemien mit exotischen Viren gewöhnen müssen?“

Hans-Christoph Hobohm Plenum Schmidt-Chanasit.J

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche Juni-Plenarveranstaltung am 08.06.2023 zum Thema „Wie Geflügelte Tiger und bunte Hörnchen: Werden wir uns an Epidemien mit exotischen Viren gewöhnen müssen?“.

Referent hierzu war Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit (MLS), dessen Fokus in der Forschung auf den Gebieten Arbovirologie und Entomologie liegt. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt.

Einleitend begrüßte Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte den Referenten vor. Zu Beginn seines Vortrags arbeitete Jonas Schmidt-Chanasit heraus, dass durch Arthropoden übertragene Viren (Arboviren) ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem darstellen. Weltweit sind Arboviren für 17 % aller Infektionskrankheiten und ca. 1 Million Todesfälle verantwortlich. Arbovirosen können durch über 100 verschiedene Arboviren hervorgerufen werden. In den letzten Jahren haben sich insbesondere von Stechmücken übertragene Arboviren mit dem Reise- und Warenverkehr weltweit stark ausgebreitet und Pandemien und Epidemien hervorgerufen. Vom Nationalen Referenzzentrum für Tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut wird ein breites diagnostisches Erregerspektrum angeboten, welches u. a. in den Tropen vorkommende aber auch mittlerweile in Deutschland nachgewiesene Arboviren umfasst. Für viele dieser viralen Erreger gibt es nur wenige etablierte Untersuchungsverfahren, zudem sind Kenntnisse über diese Infektionen in Deutschland gering. Anhand von aktuellen klinischen und diagnostischen Fällen wurden im Vortrag einige ausgewählte Arbovirosen (polymorphe, durch Arboviren verursachte Krankheiten wie Dengue oder Frühsommer-Meningoenzephalitis) vorgestellt. Außerdem wurde ein aktueller Überblick über die Klinik, Diagnostik und Epidemiologie dieser Erkrankungen gegeben.

Das Interesse der Teilnehmenden an den Ausführungen von Jonas Schmidt-Chanasit bestätigte sich durch die nachfolgende intensive Diskussion. Es ist vorgesehen, den Inhalt des Vortrags in einem Artikel in Leibniz Online zu publizieren.

Weiterführende Informationen zum Thema des Vortrags befinden sich auch in von Jonas Schmidt-Chanasit publizierten Veröffentlichungen, zB. im aktuellen Epidemiologischen Bulletin des RKI: „Epidemiologisches Bulletin 22/2023 (rki.de)“ und auf der Webseite des BNITM Team – BNITM

Gerhard Pfaff

12. Juni 2023

Neuerscheinung: „25 Jahre Biohistoricum“

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder, Publikationen

Armin Geus & Ekkehard Höxtermann (Hrsg.) 25 Jahre Biohistoricum – eine Jubiläumsgabe Verlag Natur + Text, Rangsdorf 2023
224 Seiten, 34 Abb., 17 ˟ 24 cm, Softcover ISBN 978-3-942062-57-2, Preis 39,50 €

Das Biohistoricum wurde 1998 in Neuburg a.d. Donau gegründet und 2008 an das jetzige Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels Museum Koenig in Bonn überführt. Es bewahrt und präsentiert historische Dokumente und Zeugnisse der Entwicklung unserer biologischen Gedankenwelt und fördert die Biologiehistoriographie in Forschung und Lehre. Die vorliegende Anthologie versammelt Autorinnen und Autoren, die dem Biohistoricum seit langem verbunden sind und mit einem bunten Strauß exklusiver Essays zum 25.Gründungsjubiläum gratulieren.

Mit Beiträgen von Armin Geus (Die Hessenfliege), Christiane Groeben (Biodiversität im Golf von Neapel), Ekkehard Höxtermann (MLS) (Gottlieb Haberlandt, ein „Klassiker der Biologie“), Lothar Jaenicke (†) (Charles Cagniard-Latour und die Hefegärung), Thomas Junker (Streben nach Glück), Michael Kaasch und Joachim Kaasch (Die Naturwissenschaftler- Auskunftei der Leopoldina), Klaus V. Kowallik (Grundprinzipien der Evolution), Hansjörg Küster (Johann Jakob Scheuchzer und „natürliche Wunder“ der Schweiz), Irmgard Müller (Der Danziger Naturforscher Jakob Breyne), Thomas Schnalke (Helenes langer Atem, ein Berliner Lungenpräparat) und Karl Schulze-Hagen (Johann Friedrich Naumann, Vogelwissen vom Bauernhof).

Link zu Flyer

Erhältlich bei:
Natur + Text GmbH
Friedensallee 21 • 15834 Rangsdorf
Tel. 033708 – 20431• Fax 033708 – 20433
www.naturundtext.de • shop@naturundtext.de

4. Juni 2023

INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 49 (2023)

Nina Hager Leibniz Online Bofill.J.M., Brannigan.V.M., Busch.U, Möller.D, Oertel.D, Quapp.W, Thomas.M

 

Jahrgang 2023 ● Nr. 49
Neu: Digital Object Identifer
DOI: 10.53201/LEIBNIZONLINE49

 

Ulrich Busch: Die gegenwärtige Inflation im Lichte der historischen Erfahrung der Hyperinflation von 1922/23

Detlev Möller: Geschichte der atmosphärischen Chemie des Sauerstoffs

Dieter Oertel: Wer prägte das Institut für Elektronik der Akademie der Wissenschaften der DDR? Zum 50. Jahrestag der Gründung des Instituts für Elektronik

Wolfgang Quapp, Josep Maria Bofill: Das Frenkel-Kontorova-Modell – Eine unendliche Geschichte

Michael Thomas: Ostdeutschland – ein (verspäteter) Transformationsfall

Vincent M. Brannigan: Safety and the Human-Machine Interface: The Importance of Cybernetic and Orgware Analysis in Safety Regulation

30. Mai 2023

Hohe Ehrung für unser Mitglied Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Müller

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder, Mitteilungen Müller.J

Prof. Annette Eicker (HCU Hamburg), Präsidentin der EGU-Division Geodäsie, überreicht die Auszeichnung an Prof. Jürgen Müller [Foto: Sieglinde Müller]

Unser Mitglied Prof. Jürgen Müller vom Institut für Erdmessung der Leibniz Universität Hannover wurde am 26. April 2023 im Rahmen der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) mit der Vening Meinesz-Medaille für herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Geodäsie ausgezeichnet. Mit rund 18.000 Mitgliedern ist die EGU Europas größte Vereinigung von Forschenden der Geowissenschaften und benachbarter Fachgebiete. Gemeinsam mit Partnerorganisationen auf der ganzen Welt fördert sie die geowissenschaftliche Grundlagenforschung sowie die angewandte Forschung mit dem Ziel, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu bewältigen. WEITER

Cover Fraser-auschnitt-neu
23. Mai 2023

Einladung zur neuen Arbeitsphase des AK „Gesellschaftsanalyse“

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Gesellschaftsanalyse und Klassen Thomas.M

Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt zur Diskussion

„Aktuelle Zeitdiagnosen – Nancy Fraser: Der Allesfresser. Wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen verschlingt“ (Suhrkamp 2023)    

Zeit: 9. Juni, 14.00 bis 18.00
Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung / Raum 5.16.

Mit dieser Diskussion leitet der Arbeitskreis eine neue Phase seiner Tätigkeit ein, unter dem übergreifenden Thema:

„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“

WEITER

18. Mai 2023

Wissenschaftsreflexion: Konzepte – Ziele – Perspektiven

Gerda Hassler Mitteilungen

Hier finden Sie einen Bericht über eine interessante Tagung des Leopoldina-Zentrums für Wissenschaftsforschung zum Thema „Wissenschaftsreflexion: Konzepte – Ziele – Perspektiven“:

Wissenschaftsreflexion: Konzepte – Ziele – Perspektiven | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften | Geschichte im Netz | History in the web (hsozkult.de)

 

8. Mai 2023

Neue Publikation unseres Mitglieds Detlev H. Krüger

Gerda Hassler Mitglieder, Publikationen Krüger.D-H

 Detlev H. Krüger & Benjamin Kuntz

Virusforschung an der Charité

Zur Geschichte des Instituts für Virologie in Berlin-Mitte von den Anfängen bis 2016

BeBra Wissenschaft Verlag Berlin

Flyer zum Buch

Die virologische Forschung hat in Berlin eine lange Tradition. Sie reicht zurück bis ins späte 19. Jahrhundert, als sich Friedrich Loeffler und Paul Frosch – Mitarbeiter und Kollegen des Bakteriologen Robert Koch – daranmachten, dem Erreger der Maul- und Klauenseuche auf die Spur zu kommen. Ihre Untersuchungen gelten heute gemeinhin als Geburtsstunde der Virologie. Dieser Band beleuchtet die Geschichte des 1958 an der Charité gegründeten Instituts für Virologie – das älteste virologische Institut an einer deutschen Universität. In den mehr als 60 Jahren seines Bestehens standen neben bekannten menschlichen Viren immer wieder auch neuartige Erreger im Fokus, wie HIV oder die Hanta-, Hepatitis- und Coronaviren. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts wurden angesichts neuer klinischer und epidemiologischer Herausforderungen sowie technischer Innovationen stets weiterentwickelt.

Hefte zur Geschichte der Charité – Universitätsmedizin

Paperback, 64 Seiten, 17,5 x 24,5 cm, ca. 20 Abbildungen
ISBN 978-3-95410-314-0
Vorbestellung möglich
ersch. 11 Mai 2023

6. Mai 2023

Band 156 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät jetzt verfügbar

Nina Hager Sitzungsberichte Balzer.D, Banse.G, Becker.K, Egbert.B, Hartmann.E, Haßler.G, Jeremias.E-P, Meier.B, Mertens.M, Mertzsch.N, Plickat.D, Regen.W, Schlossnickel.Ch, Sieber.F, Würfl.K

Band 156/2023 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät ist jetzt verfügbar

Thema:

Allgemeine Technologie – Eine Bestandsaufnahme

10. Symposium des Arbeitskreises “Allgemeine Technologie“ in Kooperation mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW) und dem Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien am 11. November 2022

 

Herausgegeben von Gerhard Banse & Norbert Mertzsch

Mit Beiträgen von Dietrich Balzer, Gerhard Banse, Kerstin Becker, Björn Egbert, Elke Hartmann, Gerda Haßler, Ernst-Peter Jeremias, Bernd Meier, Martin Mertens, Norbert Mertzsch, Dirk Plickat, Werner Regen, Christian Schlossnickel, Frieder Sieber, Katja Würfl

 

 

Publikationen – Sitzungsberichte

24. April 2023

Neue Publikation unseres Mitglieds Hanns-Werner Heister: „Word art + gesture art = tone art“

Hans-Christoph Hobohm Ausserhalb der LS, Mitglieder, Mitteilungen Heister.HW

Heister, Hanns-Werner; Polk, Hanjo; Rusam, Bernhard (Hg.) (2023): Word art + gesture art = tone art. The relationship between the vocal and the instrumental in different arts. Heidelberg u.a.: Springer Nature. ISBN : 978-3-031-20108-0; 856 S.; zahlr. Abb.;  Hardcover 160,49 Euro; Softcover: 39,99 Euro; E-Book: PDF/EPUB

Dieses Buch bietet eine wirklich interdisziplinäre Diskussion über die Beziehung zwischen Vokalem und Instrumentalem in der Musik und anderen Künsten sowie auch  in der alltäglichen Kommunikation. Es bietet eine gründliche systematische und historische Analyse der Entwicklung von Wort- und Gestenkunst und liefert umfassende Informationen über die anthropologischen, biologischen und physiologischen Einflüsse und Wechselwirkungen in der Musik und darüber hinaus. Das Buch gibt eine einzigartige Definition des genuin Vokalen und Instrumentalen aus seiner generativen Tiefenstruktur heraus: Sie entstammen der Dualität von Stimme und Händen und sind in ihrer Produktion durch diese bestimmt, und zwar produktbezogen als das ‚Tonale‘  oder Tonhafte einerseits und das Perkussive oder Geräuschhaft plus Rhythmus auf der anderen Seite. In diesem Buch gelingt es, Perspektiven aus der Kunst, aus den Kunst- und Kulturwissenschaften sowie aus den Natur- und Sozialwissenschaften zusammenzuführen und so neue Erklärungen für die Beziehung zwischen dem Vokalen und dem Instrumentalen zu liefern, und schließlich über die Ursprünge von Musik, Kunst und Sprache. Es bietet neue Perspektiven auf die Verflechtung zwischen dem Vokalen und dem Instrumentalen, insbesondere im Kontext der Ausdrucksformen der menschlichen Sprachen. Gleichzeitig zielt dieses Buch darauf ab, die Rolle von Worten und Gesten in verschiedenen Kontexten wie Gesellschaft und Kommunikation, Bildung und Kunst zu erklären.

Zum Klappentext und Inhaltsverzeichnis

16. April 2023

KOLLOQUIUM GRÜNDUNG UND ENTWICKLUNG DER LEIBNIZ-SOZIETÄT

Gerda Hassler Mitteilungen

20. April 2023, 13.00 Uhr – 17.00 Uhr

Das Kolloquium findet anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Leibniz-Sozietät statt.

Thema:

Gründung und Entwicklung der Leibniz-Sozietät

Ort:

Rathaus Tiergarten (BVV-Saal), Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Die Sitzung findet auch als ZOOM-Meeting statt.

Weitere Informationen finden Sie unter „Veranstaltungen„.

15. April 2023

„Wie hoch reicht die Atmosphäre und wo beginnt der Weltraum“

Hans-Christoph Hobohm Mitteilungen, Plenum Stolle.C

Bericht zum Vortrag von Frau Prof. Dr. Claudia Stolle

Blick aus der ISS (2016)
Blick aus der ISS (2016) (C) Europäische Weltraumbehörde (European Space Agency – ESA)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 13.04.2023 zum Thema „Wie hoch reicht die Atmosphäre und wo beginnt der Weltraum“.

Referentin hierzu war Frau Prof. Dr. Claudia Stolle (MLS), deren Fokus in der Forschung auf den Themen Geophysik und Geomagnetismus liegt. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt und wurde gleichzeitig per Zoom übertragen.

Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn während aktiver Lidarmessungen. (Bild: E. Franco-Diaz (IAP)
Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn während aktiver Lidarmessungen. (Bild: E. Franco-Diaz (IAP))

Einleitend begrüßte Gerhard Pfaff, Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte die Referentin vor. Zu Beginn ihres Vortrags ging Claudia Stolle auf die Meteorologie ein, deren große Bedeutung vom Privaten bis ins Arbeitsleben reicht. Die Referentin stellte dabei vor allem die Wichtigkeit von Wettervorhersagen für die untere Atmosphäre und die Troposphäre heraus. Sie machte auch deutlich, dass die Bewertung von Extremwetterereignissen in Zeiten verstärkter klimatischer Veränderungen an Gewicht gewinnt. Die Bedeutung der Meteorologie geht jedoch noch viel weiter, nämlich bis an die Grenze, bei der die Atmosphäre auf den Weltraum trifft, in ca. 100 km Höhe, und sogar bis in den Weltraum hinein. Es kann beobachtet werden, dass unser Wetter „hier unten“, das Wetter „da oben“ signifikant mitbestimmt, also die Atmosphäre zwischen unten und oben gekoppelt ist. Auch Langzeitveränderungen, in Form einer deutlichen Abkühlung, sind in diesen Höhen messbar. Somit ist diese Region auch ein wichtiger Klimaindikator. Auf der anderen Seite hat die solare Strahlung zusammen mit unserem Erdmagnetfeld dort direkten Einfluss, und bringt die Luft zum Glühen. Claudia Stolle resümierte am Ende ihres Vortrags, dass es von großer Wichtigkeit ist, gerade in einer Zeit der wachsenden gesellschaftlichen und kommerziellen Nutzung des Weltraumes, zum Beispiel durch Satelliten für Kommunikation und Fernerkundung, die Verbindung Atmosphäre-Weltraum besser verstehen zu lernen.

Das Interesse der Teilnehmenden an den Ausführungen von Claudia Stolle bestätigte sich durch die nachfolgende intensive Diskussion. Es ist vorgesehen, den Inhalt des Vortrags in einem Artikel in Leibniz Online zu publizieren.

Weiterführende Informationen zum Thema des Vortrags befinden sich auch in von Claudia Stolle publizierten Veröffentlichungen (https://orcid.org/0000-0002-5717-1623) sowie auf der Webseite des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (https://www.iap-kborn.de).

Gerhard Pfaff

3. April 2023

Bericht zum Kolloquium „Kritische Rohstoffe II“

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Veranstaltungen Drebenstedt.C, Greiling.R-O, Müller.A, Pfaff.G

Bericht zum Kolloquium „Kritische Rohstoffe II: Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas“

Am 22. März 2023 veranstaltete die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin das Kolloquium „Kritische Rohstoffe: Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas“. Das Kolloquium stellte die Fortsetzung der vor einem Jahr durchgeführten Veranstaltung „Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ dar.

In einem Vortragsraum der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums. Diese nahmen sowohl in Präsenz als auch per Zoom am Kolloquium teil. In ihrer Eröffnung verwies sie zunächst auf die im vergangenen Jahr stattgefundene Veranstaltung zu kritischen Rohstoffen, aber auch darauf, dass es bereits eine lange Tradition in der Leibniz-Sozietät gibt, grundlegende Probleme in Natur und Technik aufzugreifen und den Umgang des Menschen und der Gesellschaft damit in ihren Veranstaltungen zu thematisieren. Sie hob hervor, dass mit dem Thema des Kolloquiums ein sehr wichtiges Problemfeld gewählt wurde, dessen Auswirkungen uns täglich begleiten. Sie führte aus, dass wir im Alltag ständig Produkte benutzen, die aus Rohstoffen bestehen, über deren Herkunft wir uns nur selten Gedanken machen. Dabei geht es nicht zuletzt darum, dass die eingesetzten Rohstoffe auf faire Weise gewonnen, verarbeitet und genutzt werden. Ohne eine sichere Rohstoffversorgung besteht für Deutschland und Europa die Gefahr, bei wichtigen Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität, der Digitalisierung und der Energiewende an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Durch die starke Industrie zählt Deutschland zu den weltweit größten Rohstoffkonsumenten, womit die verantwortungsvolle Gewinnung und die effiziente Nutzung von Rohstoffen, wo immer möglich im Kreislauf, von höchster Wichtigkeit ist. In diesem Zusammenhang verwies Gerda Haßler darauf, dass die Anstrengungen zum Aufbau einer widerstandsfähigen Rohstoff-Wertschöpfungskette beschleunigt werden müssen, indem nicht nur in die Gewinnung von Primärrohstoffen, sondern auch in heimische Raffinerieanlagen, Recycling sowie Forschung und Entwicklung zu Rohstoffen investiert wird. Die Präsidentin bedankte sich am Ende ihrer Ausführungen bei allen Referenten sowie bei den Organisatoren der Veranstaltung Gerhard Pfaff (MLS), Reinhard O. Greiling (MLS) und Axel Müller (MLS) und wünschte der Tagung einen erfolgreichen Verlauf.

Nach der Eröffnung folgten im Verlauf des Kolloquiums sieben Fachvorträge, die im ersten Teil von Reinhard O. Greiling und im zweiten Teil von Gerhard Pfaff  moderiert wurden. Die Beiträge umfassten folgende Themen: WEITER

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