Bericht über die Jahrestagung der Sozietät am 11. April 2024
Bericht zur Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
Kant und die Rezeption der Aufklärung
und zur Gründung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte

Am 11. April 2024, 13 bis 19 Uhr fand im Rathaus Friedrichshagen aus Anlass des 300. Geburtstages Immanuel Kants (22. April 1724–12. Februar 1804) die Jahrestagung 2024 zum Thema Kant und die Rezeption der Aufklärung statt. Die Präsidentin begrüßte die etwa 40 in Präsenz teilnehmenden und 15 per Zoom zugeschalteten Teilnehmer. Diese Jahrestagung war nicht einfach eine weitere unter den vielen Kant-Veranstaltungen, die in diesem Jahr anlässlich des 300. Geburtstags von Immanuel Kant stattfinden. Es ging um die Rezeption seiner Ideen, unter so verschiedenen Bedingungen wie der Wendung, die des Erbe Kants in Martin Heideggers einflussreicher Kritik am Humanismus erfuhr, dem Widerstreit um Frankreichs Revolution oder der DDR-Philosophie, aber auch um die sehr unterschiedliche Rezeption Kants in einigen Wissenschaften. Das Thema der Jahrestagung war ein wissenschaftshistorisches und es gab keinen besseren Anlass, um den Arbeitskreis für Wissenschaftsgeschichte zu gründen. WEITER

„Kritische Rohstoffe: große Bedeutung, aber geringe öffentliche Wahrnehmung! Was ist zu tun?“
Als interessant und weiterführend mit Blick auf Zeitdiagnostik und Problembeschreibung erschien den Organisatoren zudem die Hinzuziehung einer weiteren Schrift – Die Ökonomie des Alltagslebens. Für eine neue Infrastrukturpolitik. Berlin: Suhrkamp 2019. Denn diese Schrift war von Wolfgang Streeck für die deutsche Ausgabe eingeleitet worden und stand unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang mit der erstgenannten Publikation. Das versprach Anregungen, zumal es zu beiden Ausarbeitungen bereits eine breitere Diskussion in Deutschland gibt, die sich in wesentlichen Aspekten ihrer Einschätzungen zu den jeweils vorgeschlagenen Wegen aus einer fehlgesteuerten Globalisierung unterscheiden.


Das Buch versteht sich als Zeitdiagnose in direkter Tradition zu Karl Polanyi. Hatte Streeck vor einigen Jahren („Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“) den brechenden Zusammenhang von Demokratie und Kapitalismus thematisiert, so sieht er dort noch geäußerte Alternativen als gescheitert an: Die EU eben ist ein „scheiterndes Imperium“, sie stellt sich dar „als weltregionale Erscheinungsform einer allgemeinen Transformationskrise“ (145).
Die knapp dreistündige Diskussion am 24.11. mit vierzehn Teilnehmenden hatte das Buch von


