Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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24. Mai 2024

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Helmut Meier

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Hofmann.J, Meier.H

Prof. Dr. Helmut Meier, MLS (1934-2024) – Foto: privat

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. trauert um ihr Mitglied, den Historiker Prof. Dr. sc. phil. Helmut Meier.

Helmut Meier verstarb am 22. Februar 2024 in Leipzig. In Bad Reinerz (heute Duszniki-Zdrój) in Niederschlesien am 28. Juli 1934 geboren, stahl ihm Deutschlands verbrecherischer Krieg die Heimat.

Seine wissenschaftliche Laufbahn begann an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dort studierte er von 1953 bis 1958 Geschichte und Germanistik. Anschließend arbeitete er am dortigen Institut für Deutsche Geschichte als Wissenschaftlicher Assistent und als Oberassistent. Bei Leo Stern promovierte er 1966 über Constantin Frantz (1817-1891), der sich als politischer Schriftsteller gegen die Reichseinigung Bismarcks stellte und stattdessen eine mitteleuropäische Föderation favorisierte. Die antisemitischen Sentenzen von Frantz machten den Außenseiter später für die Ideologen des „Dritten Reiches“ interessant.

Im Jahre 1967 folgte Helmut Meier dem Ruf an das Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED, die spätere Akademie für Gesellschaftswissenschaften. Dort wurde er mit dem Aufbau und der Leitung eines neuen Forschungsbereiches betraut, der sich mit der Entwicklung des Geschichtsbewusstseins in der DDR befassen und exakte Untersuchungen über den Stand des Bewusstseins auf diesem Feld vorlegen sollte. Das verlangte nach einem interdisziplinären Ansatz. Die Verknüpfung von Geschichtswissenschaft und Soziologie war in jenen Jahren weitgehendes Neuland. Helmut Meier erschloss dafür die rudimentär vorliegenden Erfahrungen und erarbeitete wichtige methodische und methodologische Grundsätze. Diese Grundlagenarbeit floss in die Dissertation B ein, die er gemeinsam mit einem Kollegen 1976 verteidigte. Die weitaus größere Herausforderung war politischer Natur. Da sich die Ergebnisse der Feldforschung nur selten mit den offiziellen Verlautbarungen deckten, blieb ihnen der Weg in die Öffentlichkeit verwehrt. Dieses Schicksal teilte die Forschung zum Geschichtsbewusstsein mit der Soziologie und der Jugendforschung. WEITER

21. Mai 2024

Einladung zum Kolloquium „Energiewende 2.0“

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Energie, Mensch und Zivilisation, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften Banse.G, Jeremias.E-P, Mertzsch.N, Methling.W, Pfaff.G, Thomas.M

Kolloquium

DIE ENERGIEWENDE 2.0

IM FOKUS: „Review des Transformationsprozesses des Energiesystems in Deutschland“

21. Juni 2024 – 10.00 Uhr – 16.00 Uhr

Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee,
Haus 6, Seminarraum 3.06.S15,
August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam

sowie via Zoom:

https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67059469842?pwd=bXAzRFczUVBjSVpuOFAwd3FEbDFJZz09
Meeting-ID: 670 5946 9842
LEIBNIZ-SOZIETÄT DER WISSENSCHAFTEN ZU BERLIN E. V.
in Kooperation mit
Univ.-Prof. Dr. Björn Egbert
Professur für Grundschulpädagogik Sachunterricht der
Universität Potsdam
und
Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e.V.

Anliegen des Kolloquiums: WEITER

20. Mai 2024

Neuwahlen der Klassensekretare und ihrer Stellvertreter 2024

Hans-Christoph Hobohm Klassen, Wahlen Hofmann.J, Jeremias.E-P, Kaasch.M, Pfaff.G, Segert.D, von Kries.J-P, Zilch.R

In den Geschäftssitzungen der Klassen für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie für Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät fanden am 16.05.2024 im Ratssaal des Rathauses Berlin-Friedrichshagen die Neuwahlen der Klassensekretare und ihrer Stellvertreter statt.

Es wurden gewählt bzw. wiedergewählt:

Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Sekretar: Prof. Dr. Gerhard Pfaff

Stellvertreter des Sekretars: Dr. Ernst-Peter Jeremias, Dr. Michael Kaasch, Prof. Dr. Jens Peter von Kries

Fotos: privat

Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften

Sekretar: Prof. Dr. Dieter Segert

Stellvertreter des Sekretars: Prof. Dr. Jürgen Hofmann, Dr. Reinhold Zilch

Fotos: privat

Das Präsidium beglückwünscht die Gewählten sehr herzlich und wünscht ihnen weiteres erfolgreiches wissenschaftliches Wirken innerhalb und außerhalb der Leibniz-Sozietät.

7. Mai 2024

Einladung zum Ehrenkolloquium zu Ehren von Erdmute Sommerfeld und Werner Krause

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen Krause.W, Rothe.H-J, Sommerfeld.E

Die Leibniz-Sozietät veranstaltet zu Ehren ihrer Mitglieder

Prof. Dr. Erdmute Sommerfeld, anlässlich ihres 80. Geburtstages
und
Prof. Dr. Werner Krause, anlässlich seines 85. Geburtstages

das

Kolloquium: Historisches und Aktuelles über Forschungen zur menschlichen Informationsverarbeitung

am 30. Mai 2024, 13.30 Uhr – 17.30 Uhr

im Rathaus Friedrichshagen (Historischer Ratssaal), Bölschestraße 86, 12587 Berlin.

Ich beehre mich, Sie und Ihre Begleitung zu dieser Veranstaltung herzlich einzuladen.

Prof. Dr. Gerda Haßler
Präsidentin

Eine online-Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Programm (Flyer zum Download)

 13.30 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (LS)

 13.35 Uhr
Heinz-Jürgen Rothe (MLS), Berlin:
Laudatio für Prof. Dr. Erdmute Sommerfeld

Elke van der Meer, Berlin:
„Überdurchschnittliche geistige Leistungsfähigkeit – die neuronale Effizienzhypothese im Spiegel empirischer Befunde“

14.35 Uhr
Gundula Seidel, Jena:
Laudatio für Prof. Dr. Werner Krause

Frank Heinrich, Jena:
„Mathematikdidaktische Betrachtungen zu ausgewählten Arbeiten von Werner Krause zum Thema Problemlösen“

15.35 Uhr
Diskussion

 16.00 Uhr
Erdmute Sommerfeld (MLS), Senzig:
Erinnerung und Dank

Werner Krause (MLS), Jena:
Erinnerung und Dank

16.30 Uhr
Empfang der Jubilare

24. April 2024

Neue Publikation unseres Mitglieds Armin Jähne

Hans-Christoph Hobohm Mitteilungen

Cover Jähne 2024Armin Jähne (Hrsg.): Schliemanns Abschied von Russland. Das Tagebuch 10 A seiner Reise 1866 von St. Petersburg via Krim und Dresden nach Genf. Neuruppin – Buskow: edition bodoni 2024. ISBN 978-3-947913-43-5 – 126 Seiten, zahlreiche Abbildungen – 26 €

Aus dem Geleitwort:

Heinrich Schliemann, der spätere Ausgräber des mythenumwobenen Troia, wurde am 6. Januar 1822 in Neubukow als Sohn eines Pastors ge- boren. Seine Kindheit verbrachte er in Ankershagen, wo der Vater eine Pfarrstelle erhalten hatte. Das Gymnasium in Neustrelitz mußte er aus Kostengründen nach kürzester Zeit verlassen. Es entstand eine traumatische Bildungslücke, die Schliemann nie richtig zu schließen vermochte. 1836 nahm er eine Kaufmannslehre in Fürstenberg/Havel auf. 1841 wollte er nach Venezuela auswandern, erlitt vor der niederländischen Küste Schiffbruch, begab sich daraufhin nach Amsterdam, wo er im Handelshaus B. H. Schröder & Co. zu arbeiten begann. Schliemann erwies sich als leistungsstark und lernte auf abenteuerliche Weise Russisch.

Die Hinwendung zur russischen Sprache wurde für ihn zu einer Sternstunde im doppelten Sinne: Zum einen nahm mit ihr Schliemanns Aufstieg zum reichen Geschäftsmann und erfolgreichen Bankier seinen Anfang. Seit 1847 führte er ein eigenes Handelshaus in St. Petersburg. Im gleichen Jahr wurde er russischer Staatsbürger. Zum anderen legte Schliemann in Russland den finanziellen Grundstein für seine künftige Tätigkeit als Ausgräber von Troia, die glückliche Ent-deckung des heute in Moskau befindlichen so genannten „Schatzes des Priamos“ eingeschlossen, von Mykene und anderen antiken Orten. Der Krimkrieg (1853 bis 1856) machte den bereits vermögenden Schliemann noch reicher. […]

WEITER

22. April 2024

Bericht über die Jahrestagung der Sozietät am 11. April 2024

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Jahrestagungen, Wissenschaftsgeschichte

Bericht zur Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.

Kant und die Rezeption der Aufklärung

und zur Gründung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte

Auditorium der Jahrestagung 2024

Am 11. April 2024, 13 bis 19 Uhr fand im Rathaus Friedrichshagen aus Anlass des 300. Geburtstages Immanuel Kants (22. April 1724–12. Februar 1804) die Jahrestagung 2024 zum Thema Kant und die Rezeption der Aufklärung statt. Die Präsidentin begrüßte die etwa 40 in Präsenz teilnehmenden und 15 per Zoom zugeschalteten Teilnehmer. Diese Jahrestagung war nicht einfach eine weitere unter den vielen Kant-Veranstaltungen, die in diesem Jahr anlässlich des 300. Geburtstags von Immanuel Kant stattfinden. Es ging um die Rezeption seiner Ideen, unter so verschiedenen Bedingungen wie der Wendung, die des Erbe Kants in Martin Heideggers einflussreicher Kritik am Humanismus erfuhr, dem Widerstreit um Frankreichs Revolution oder der DDR-Philosophie, aber auch um die sehr unterschiedliche Rezeption Kants in einigen Wissenschaften. Das Thema der Jahrestagung war ein wissenschaftshistorisches und es gab keinen besseren Anlass, um den Arbeitskreis für Wissenschaftsgeschichte zu gründen. WEITER

17. April 2024

Bericht zur gemeinsamen Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät mit der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik am 11. April 2024

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Die Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (Klasse NWTW) veranstaltete ihre öffentliche April-Sitzung am 11.04.2024 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik, Informations- und Systemtheorie (GfK) im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Auszeichnung von zwei herausragenden, auf dem Gebiet der Kybernetik tätigen Fachkollegen mit dem Heinz-von-Foerster-Preis für Organisationskybernetik der GfK.

Einleitend begrüßte der Sekretar der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät, Gerhard Pfaff, die Teilnehmenden im Ratssaal sowie die per Zoom zugeschalteten Kolleginnen und Kollegen. In einem Vortrag ging er auf die früheren gemeinsamen Veranstaltungen von Leibniz-Sozietät und GfK ein, deren erste schon 2002 stattfand. Inzwischen haben mehr als 10 Veranstaltungen der beiden Gesellschaften stattgefunden. Der Vortrag endete mit dem Wunsch, dass die Zusammenarbeit auch in Zukunft erfolgreich fortgesetzt werden möge. WEITER

12. April 2024

AK Gesellschaftsanalyse: Diskussionsveranstaltung zum Thema „Kultur und moralisierende Weltsichten als Kriegstreiber in Russland und bei uns“

Hans-Christoph Hobohm Gesellschaftsanalyse und Klassen Segert.D, Thomas.M

Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe

„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“

zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 10. Mai 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16.

Diskutiert werden soll zum Thema

Kultur und moralisierende Weltsichten als Kriegstreiber in Russland und bei uns

Thematische Einführung: Prof. i.R. Dieter Segert (MLS)

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine war nicht nur Anlass zur Ausrufung einer spezifischen „Zeitenwende“, er ist zunehmend deren wesentliches Charakteristikum und bestimmt aktuelle Zeitdiagnosen: Auch für Europa scheint die (zu) lange friedliche Ordnung vorbei. Politiker benennen die noch verbleibenden Jahre bis zum großen Kriegsausbruch, erheben Kriegstüchtigkeit zum Leitmotiv politischen Agierens. In den Medien ist Krieg längst die neue Normalität beim lockeren Morgentalk: Eine schleichende Neuformatierung des Zeitgeistes.

Welche kulturellen oder ideologischen Narrative werden warum herangezogen? Was sind deren Konsequenzen, was wäre ihnen entgegenzusetzen? Dieter Segert wird dafür vor allem Russland in den Blick nehmen, das geläufig nur als „Putin-Land“ erscheint und so verklärt wird. Wie hängt das mit den Debatten bei uns zusammen – auch das ist zu diskutieren. Vorgeschlagene Schwerpunkte für den Einstieg:

Welche Art von Konservatismus treibt die russische Elite und wie ist er entstanden?

Faschismusvorwurf und moralisierende Perspektiven auf den Gegner als Argument der Beteiligung am Krieg

Geistige Abrüstung als Voraussetzung von Friedenspolitik

Literatur:

Katharina Bluhm: Russland und der Westen. Matthes & Seitz 2024 (2. Auflage) – (Einleitung, 7-26; Schlussbetrachtung, 383-388)

Sergej Karaganow – Interview mit Gabor Stier (aus Nachdenkseiten, 2. Februar 2024)

Dieter Segert: In der Sprache abrüsten! EASTBLOG 15.5.22

Ders.: Wir müssen auch im Denken abrüsten. Berliner Zeitung 16./17.3.24

Michael Thomas (Nachfragen/Anmeldungen unter thomas.micha@t-online.de)

7. April 2024

Runde Geburtstage im zweiten Quartal 2024

Hans-Christoph Hobohm Jubiläen, Mitglieder Bülow.M, Erfurt.J, Fleissner.P, Greiling.R-O, Gross.J, Hartmann.K, Hüttner.A, Johannsen.B, Laube.A, Metzler.D, Plickat.D, Regen.W, Schmitz.W, Schön.J, Valiente Catter.T

Wir gratulieren unseren Mitgliedern in diesem Vierteljahr zu ihren besonderen Geburtstagen:

Valiente-Catter, Teresa (80) 08.04.1944
Sozial- und Geisteswissenschaften

Fleissner, Peter Karl (80) 11.04.1944
Natur- und Technikwissenschaften

Laube, Adolf (90) 13.04.1934
Sozial- und Geisteswissenschaften

Plickat, Dirk (65) 16.04.1959
Sozial- und Geisteswissenschaften

Gross, Johann (85) 05.05.1939
Natur- und Technikwissenschaften

Schmitz, Wolfgang (75) 06.05.1949
Sozial- und Geisteswissenschaften

Bülow, Martin (85) 07.05.1939
Natur- und Technikwissenschaften

Hartmann, Klaus (85) 16.05.1939
Natur- und Technikwissenschaften

Metzler, Dieter (85) 18.05.1939
Sozial- und Geisteswissenschaften

Schön, Jürgen (85) 20.05.1939
Natur- und Technikwissenschaften

Johannsen, Bernd (85) 27.05.1939
Natur- und Technikwissenschaften

Erfurt, Jürgen (70) 30.05.1954
Sozial- und Geisteswissenschaften

Greiling, Reinhard O. (75) 02.06.1949
Natur- und Technikwissenschaften

Hüttner, Andreas (65) 21.06.1959
Sozial- und Geisteswissenschaften

Regen, Werner (70) 28.06.1954
Sozial- und Geisteswissenschaften

5. April 2024

Ehrung mit „Arktispreis“ für unser Mitglied Prof. Dr. Klaus Dethloff

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen Dethloff.K, Spänkuch.D

Das International Arctic Science Committee (IASC) hat unser Mitglied Klaus Dethloff (Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Alfred-Wegener-Institut, AWI) während der IASC Science Summit Week am 26. März 2024 in Edinburgh Schottland mit dem „IASC Award for Services 2024“ ausgezeichnet. IASC ist eine Nichtregierungsorganisation, die die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Arktisforschung koordiniert und fördert und in der 23 Länder vertreten sind.

Prof. Dr. Klaus Dethloff, MLS (rechts) während seiner Dankesrede. Von links Markus Rex und Matthew Shupe (Foto: privat)

Prof. Dr. Klaus Dethloff erhält diesen „prestigious IASC Award“ gemeinsam mit Prof. Dr. Markus Rex, der die MOSAiC Expedition leitete und Dr. Matthew Shupe vom Earth System Research Laboratory der National Oceanic and Atmospheric Administration Boulder. Zur Begründung heißt es: „The Award is in recognition of your key roles in creating the largest and most ambitious Arctic expedition ever undertaken, including several hundred researchers from 20 nations. The Medal Committee noted that the mission and success of MOSAiC would not have been possible without your collective vision, leadership, and decade-long committed work”. WEITER

3. April 2024

Bericht zum Kolloquium „Kritische Rohstoffe III“ am 24. März 2024

Hans-Christoph Hobohm Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Veranstaltungen Egbert.B, Greiling.R-O, Müller.A, Obermeyer.H, Pfaff.G

„Kritische Rohstoffe: große Bedeutung, aber geringe öffentliche Wahrnehmung! Was ist zu tun?“

Am 20. März 2024 veranstaltete die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin das Kolloquium „Kritische Rohstoffe III – große Bedeutung, aber geringe öffentliche Wahrnehmung! Was ist zu tun?“. Das Kolloquium stellte die Fortsetzung der in den Jahren 2022 und 2023 durchgeführten Veranstaltungen „Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ sowie „Kritische Rohstoffe: Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas“ dar. Das Kolloquium wurde in Zusammenarbeit mit GREENPEG.eu durchgeführt.

In einem Vortragsraum der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums. Diese nahmen sowohl in Präsenz als auch per Zoom am Kolloquium teil. In ihrer Eröffnung verwies Gerda Haßler auf die beiden vorangegangenen Veranstaltungen zu kritischen Rohstoffen, deren Vorträge in den Bänden 154 und 159 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät publiziert wurden. Sie ging auch auf die Mitglieder des Arbeitskreises Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (Geo MUWA) ein, die in interdisziplinierter Zusammenarbeit für die Organisation und Durchführung des Kolloquiums unter Einbeziehung weiterer Wissenschaftler und wissenschaftlicher Institutionen verantwortlich waren. In ihren Ausführungen nahm sie auf die Anwendungen von kritischen Rohstoffen in Bereichen wie erneuerbare Energien, Elektromobilität, Elektronik und Raumfahrt Bezug. Als Beispiele nannte sie Lithium, Kobalt, Nickel, Gallium, Titan, Wolfram und Kupfer, die essentiell für den Umbau der Wirtschaft in Bezug auf Klimaneutralität sind. Neue Lagerstätten für Metalle wie Kupfer, Kobalt und Nickel werden zukünftig benötigt. Der gesellschaftlich erforderliche Abbau von Lagerstätten ist jedoch immer ein Eingriff in das jeweilige Ökosystem und in das soziale Umfeld der lokalen Bevölkerung. Um die Umwelt- und sozialen Effekte von Bergbau zu minimieren oder zu kompensieren, werden die staatlichen Umweltauflagen für die Lagerstättenerschließung und den Abbau kontinuierlich verbessert. Die Bergbaubetriebe sind aufgefordert umweltfreundlicherer Technologien anzuwenden und Aktivitäten mit der Bevölkerung zu kommunizieren und nach Beendung des Abbaus, die Lebensräume wiederherzustellen. WEITER

31. März 2024

Zum 90. Geburtstag unseres Mitglieds Professor Dr. Heinz Kautzleben

Hans-Christoph Hobohm Mitglieder, Personalia Kautzleben.H, Pfaff.G, Spänkuch.D

Heinz Kautzleben beim Vortrag in der Leibniz-Sozietät am 10.9.2020 (Foto: Dietmar Linke)

Der Geowissenschaftler Heinz Kautzleben (* 31. März 1934) kann anlässlich seines 90. Geburtstages auf ein bemerkenswertes Lebenswerk zurückblicken. Einer Handwerkerfamilie in der mitteldeutschen Kleinstadt Kelbra am Kyffhäuser entstammend, studierte er ab 1952 Geophysik an der Universität Leipzig (1953 in Karl-Marx-Universität Leipzig umbenannt). Das Studium schloss er 1957 als Diplom-Geophysiker ab. Die Geophysik und insbesondere die Geomagnetik waren von nun an Schwerpunkt seines Interesses und seiner wissenschaftlichen Aktivitäten. Im sich anschließenden beruflichen Abschnitt seines Lebens bekamen für ihn zusätzlich die Kosmoswissenschaften eine große Bedeutung. Im Wissensgebiet der Geo- und Kosmoswissenschaften werden verschiedene etablierte Disziplinen von der Geographie bis zur Kosmologie zusammengefasst. Zusammengenommen geht es dabei um die allseitige Erforschung des engeren und weiteren Lebensraumes der Menschheit mit dem Ziel, ein tieferes Verständnis der Erde und des Weltalls einschließlich der Stellung des Menschen im Universum zu erhalten. Diesem Ziel hat sich Heinz Kautzleben über viele Jahrzehnte bis heute verschrieben. WEITER

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