Band 168 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät jetzt verfügbar
Band 168/2026 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät ist jetzt verfügbar.
Thema
Kapitalismus am Limit? –
Transformation im Stau:
Suche nach Auswegen!
Beiträge aus dem Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“ zum thematischen Kolloquium am 7. November 2025
Herausgegeben von Michael Thomas, Ulrich Busch und Hans-Christoph Hobohm
Publikationen – Sitzungsberichte
Mit Beiträgen von Frank Adler, Michael Brie, Ulrich Busch, Mario Candeias, Judith Dellheim; Martin Endreß, Janas Gebauer, Gerda Haßler, Hans-Christoph Hobohm, Andrea Komlosy, Dieter Segert, Kerstin Störl; Michael Thomas; Markus Wissen
Inhalt
Michael Thomas, Ulrich Busch, Hans-Christoph Hobohm: Einleitung zu diesem Band
Michael Thomas: Transformationsanspruch im Spiegel der Zeitanalyse: Ein thematischer Essay
Markus Wissen: Transformation: Vielfachkrise und sozial-ökologische Transformation
Mario Candeias: Hightech und Kollaps im Katastrophenkapitalismus
Andrea Komlosy: Das Konzept der säkularen Transformation neu betrachtet. Wie können wir die Zeitenwende erfassen? Theoretische Ansätze, Methoden und Implikationen
Hans-Christoph Hobohm: Künstliche Intelligenz als Apotheose des Kapitalismus
Michael Brie: Die Kommunistische Partei Chinas als transformatorischer Akteur im 21. Jahrhundert
Judith Dellheim: Die Ideologie von der „geopolitischen SandwichPosition“. Eine Kritik
Dieter Segert: Russland – mehr als nur eine Regionalmacht
Martin Endreß: Transformationsperspektive „Resilienzen“
Frank Adler: Klimakrise in der „Diskurswende“ der 2020er Jahre: Düstere Aussichten – neuer „Realismus“?
Janas Gebauer: Utopisieren als transformative Praxis
Gerda Haßler: Transformation verstehen heißt, Sprache, Ökonomie und Sinn gemeinsam denken
APPENDIX
Kerstin Störl: Andrea Komlosy: Zeitenwende. Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft. Ein Kommentar
Ulrich Busch: Julian-Nida Rümelin. Der Epochenbruch. Eine Rezension
Hans-Christoph Hobohm: Ist das Kapital tot? Ist das schlimm? Kommentar zu McKenzie Wark








Als interessant und weiterführend mit Blick auf Zeitdiagnostik und Problembeschreibung erschien den Organisatoren zudem die Hinzuziehung einer weiteren Schrift – Die Ökonomie des Alltagslebens. Für eine neue Infrastrukturpolitik. Berlin: Suhrkamp 2019. Denn diese Schrift war von Wolfgang Streeck für die deutsche Ausgabe eingeleitet worden und stand unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang mit der erstgenannten Publikation. Das versprach Anregungen, zumal es zu beiden Ausarbeitungen bereits eine breitere Diskussion in Deutschland gibt, die sich in wesentlichen Aspekten ihrer Einschätzungen zu den jeweils vorgeschlagenen Wegen aus einer fehlgesteuerten Globalisierung unterscheiden.
Das Buch versteht sich als Zeitdiagnose in direkter Tradition zu Karl Polanyi. Hatte Streeck vor einigen Jahren („Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“) den brechenden Zusammenhang von Demokratie und Kapitalismus thematisiert, so sieht er dort noch geäußerte Alternativen als gescheitert an: Die EU eben ist ein „scheiterndes Imperium“, sie stellt sich dar „als weltregionale Erscheinungsform einer allgemeinen Transformationskrise“ (145).
