INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 41 (2020)

Leibniz Online
Internetzeitschrift der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften e.V.
Jahrgang 2020 ● Nummer 41
Inhalt
Aus Plenum und Klassen
Detlev Ganten (World Health Summit): A Holistic View on Health: On the Necessity to Combine the Molecular Analysis of Health and Disease with the Sustainable Development Goals (SDG) of the United Nations
Andreas Hüttner (MLS): MINT als Akronym für einen „Bildungsansatz“ voller Missverständnisse
Christian Stary (MLS), Klaus Fuchs-Kittowski (MLS): Zur Wiedergewinnung des Realismus als notwendiger Grundlage einer am Menschen orientierten Informationssystemgestaltung und Softwareentwicklung
Rezensionen
Dorothee Röseberg (MLS): Heidemarie H. Salevsky. Translatologie – meine Leidenschaft oder – „Ach machen Sie doch lieber etwas Solides!“ (Rezension)
Franz Prüß (MLS): Werner Naumann: Sozialpädagogik – Umriss einer erziehungswissenschaftlichen Disziplin und Prinzipien ihrer praktischen Anwendung (Rezension)
LO-Redakteur: Rolf Hecker r.hecker@leibnizsozietaet.de
Redaktionsschluss: 7. Dezember 2020
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin verlieh an ihrem Leibniz-Tag am 26. November 2020 die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille an den Leiter des Instituts für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. William F. Martin, für seine bahnbrechenden Forschungen über die Evolution der Zellen und den Ursprung des Lebens auf der Erde.
1957 in Bethesda (Maryland/USA) geboren, besuchte William Martin die Richardson High School und das Richland College in Dallas (Texas) und studierte an der Texas A&M University in College Station Biologie. Hier weckte der Mikrobiologe Willard A. Taber (1925–2017) sein Interesse an der Evolution der Zellen, als er 1978 in einer Vorlesung auf einen möglichen symbiogenetischen Ursprung der Chloroplasten hinwies. Von 1981 bis 1985 setzte Martin sein Biologiestudium an der Universität Hannover fort, wo er sich Rüdiger Cerff (1940–2020) am Institut für Botanik anschloss, um schließlich bei Heinz Saedler (* 1941) am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln genetisch zu arbeiten. Nach der Promotion (Köln 1988) kehrte er zu Cerff zurück, der inzwischen am Institut für Genetik der TU Braunschweig forschte, und habilitierte sich 1992 für Botanik. 1999 folgte er einem Ruf auf die C4‑Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.
Der Band 144 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften ist jetzt verfügbar.
Im Rahmen des Leibniz-Tages 2020 verlieh die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin am 26. November 2020 die Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille an den herausragenden schwedischen Festkörperphysiker Prof. Dr. Hermann Grimmeiss, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag begehen konnte.