Festveranstaltung zu Amtseinführungen am 01.07. 2021; Bericht
Zoom Mitschnitt: hier aufrufbar
Am 1. Juli 2021 fand von 13.30 bis 16.00 Uhr die öffentliche Festveranstaltung der Leibniz-Sozietät anlässlich der Amtsübernahme des im Juni gewählten Präsidiums und der Investitur der designierten neuen Präsidentin, der Neu-Konstituierung des Wissenschaftlichen Beirats sowie der Zuwahl von zehn neuen Mitgliedern statt.
Das CEDIO-Konferenzzentrum „Storkower Bogen“, Storkower Straße 207, war der Ort der Festsitzung. Trotz der noch anhaltenden staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie war die Teilnahme sowohl für Anwesende vor Ort als auch durch virtuelle Zuschaltung über das Internet gewährleistet.
Den musikalischen Auftakt bot die Darbietung des Streichquartetts D-Dur op. 20, Nr. 4, von Joseph Haydn durch das „Darius-Quartett“ (Präsentation, Folie 2).

Vizepräsident Lutz-Günther Fleischer begrüßte die Gäste (Begrüßungsansprache). Programmatisch sei ein musikalischer Auftakt in Dur gewählt worden, um „sachlich, kritisch und optimistisch“ auf die künftigen Aufgaben einzustimmen. Am 1. Juli dieses Jahres wurden sowohl der 375. Geburtstag von Gottfried Wilhelm Leibniz als auch der 75. Jahrestag des SMAD-Befehls 187 vom 1. Juli 1946 zur Eröffnung der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin auf Basis der Gelehrtengesellschaft der Preußischen Akademie der Wissenschaften festlich begangen. Die Durchsetzung der Vernunft im Leibnizschen Sinne sei angesichts demagogischer Wissenschaftsleugnung und Wissenschaftsverweigerung dringlicher denn je.





Pünktlich zum 140. Jahrestag seiner Eröffnung hat unser Mitglied Jürgen Hofmann eine Publikation über den Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin vorgelegt. Dieser Friedhof nimmt einen besonderen Platz unter den Berliner Friedhöfen ein. Hier beschritten die Berliner Stadtväter neue Wege und schufen ein Beispiel für nachfolgende städtische Friedhöfe. Der Friedhof in Friedrichsfelde wurde bewusst als Parkanlage angelegt. Stadtgartendirektor Hermann Mächtig verantwortete Planung und Ausbau. Die Stadtbauräte Hermann Blankenstein und Ludwig Hoffmann steuerten die Entwürfe für die baulichen Einrichtungen bei.
Mit seiner neuen Publikation gewährt uns der Historiker Günter Benser Einblick in seine Tagebuchaufzeichnungen. Sieben Jahrzehnte liegen zwischen den Notizen, die er für den jeweiligen Tag gegenüberstellt. Da ist zum einen der Siebzehnjährige, der seine Eindrücke zu Papier bringt. Zum anderen der erfahren und gereifte Wissenschaftler, der uns mit seinem Urteil zum Zeitgeschehen 2018 vertraut macht. Insbesondere der Einblick in die Aufzeichnungen aus dem Jahre 1948 dürften auf Interesse stoßen. Hier spricht ein Zeitzeuge aus der unmittelbaren Situation heraus und nicht aus dem abwägenden Rückblick. Gerade das macht den besonderen Wert aus. Es sind Aufzeichnungen, die nicht zur Veröffentlichung angefertigt wurden. Sie dienten eher der damaligen Selbstfindung und Vergewisserung. Zum besseren Verständnis hat Günter Benser der Edition Ausführungen zu seiner damaligen persönlichen privaten und politischen Situation vorangestellt. Jürgen Hofmann (MLS) steuerte ein Geleitwort bei.
