Öffentliche wissenschaftliche Veranstaltungen im Juni 2019
Pressemitteilung 06-2019 erschienen
Hartung Leibniz Online, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften, Pädagogik, Sozial- und Geisteswissenschaften Bülow.M, Feltz.A, Gross.J, Jähne.A, Kautzleben.H, Naumann.W, Pfaff.G

Adalbert Feltz: Quantenverschränkung ein Werkzeug der Evolution?
Werner Naumann: Prinzipien in der Pädagogik – eine Problemsicht
Martin Bühlow: Ausstieg aus der Kohleförderung in Deutschland – Was geschieht mit den Menschen in den Revieren?
Gerhard Pfaff: Anorganische Pigmente – aktueller Stand und neue Erkenntnissse
Johann Gross: Zur Vereinigung von Medizinisch-Wissenschaftlichen Gesellschaften der DDR und BRD (1989/90) – Ein Zeitzeugenbericht
Armin Jähne: Rz. zu: Елена Д. Строганова, США и левые режими Латинской Америки.
Heinz Kautzleben: Rz. zu: DLR: 50 Jahre GSOC Deutsches Raumfahrtkontrollzentrum 1968-2018
Peter Knoll Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Konferenzen, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften, Plenum Banse.G, Fleischer.L-G, Herrmann.D-B, Jaumann.R, Kautzleben.H, Müller.J, Spahn.F, Vollstädt.H, Wäsch.R, Weppler.J
Peter Knoll Aus der Sozietaet, Mitteilungen, Wahlen
Das Plenum der Leibniz-Sozietät trat am 11. April 2019 zu seiner Jahresgeschäftssitzung 2019 zusammen. Die Sitzung wurde von Präsident Gerhard Banse eröffnet.
Auf der Tagesordnung standen die Bestätigung der auf dem Leibniz-Tag 2019 auszuzeichenenden Mitglieder und weiterer Personen und vor allem die Zuwahl neuer Mitglieder der Leibniz-Sozietät, die Wahl des neuen Präsidenten sowie eines weiteren Vizepräsidenten. Die Berichte des bisherigen Präsidiums über die geleistete wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit, der Finanzbericht und der Bericht der Kassenprüfer waren bereits Gegenstand der Januar Geschäftssitzung am 24.01.2019.
Nach entsprechend dem Statut durchgeführter geheimer Wahl wurden die von den Klassen vorgeschlagenen und dort beratenen Vorschläge für die neuen Mitglieder mehrheitlich gewählt.
Als neue Mitglieder wurden gewählt:
Herr Professor Dr. Horst Cebulla,
Herr Professor Dr. Reiner Creutzburg,
Herr Professor Dr. Ralph-Miklas Dobler,
Herr Dr. Ernst-Christoph Haß
Frau Professorin Dr. Silke Järvenpää,
Herr Dr. Ernst-Peter Jeremias,
Herr Professor Dr. Jürgen Müller,
Herr Professor Dr. Roland Pail
Herr Professor Dr. Stefan Rahmstorf,
Herr Professor Dr. Olaf Scupin,
Herr Professor Dr.Hans-Dieter Sill,
Herr Professor Dr. Patrick Steinkrüger,
Frau Professorin Dr. Francesca Vidal,
Frau Professorin Dr. Bernadette Walker-Gibbs,
Herr Dr. Rudolf Zewell.
Die neuen Mitglieder werden zum Leibniz-Tag 2019 vorgestellt und erhalten dort die Urkunden der Mitgliedschaft.
Als neuer Präsident wurde auf Vorschlag des Präsidiums
Herr Professor Dr. Rainer E. Zimmermann
gewählt. Herr Zimmermann wird auf dem Leibniz-Tag 2019 in sein Amt eingeführt und die Geschäfte übernehmen.
Da zum Leibniz-Tag 2019 die Vizepräsidenten Armin Jähne und Bernd Meier aus ihren Funktionen ausscheiden werden, wurde der bisherige Sekretar der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
Herr Professor Dr. Lutz-Günther Fleischer
als weiterer Vizepräsident gewählt. Auch er wird diese Funktion am Leibniz-Tag 2019 übernehmen.
Über die Jahresgeschäftssitzung wurde ein Protokoll angefertigt und in der Geschäftsstelle hinterlegt.
Peter Knoll
Peter Knoll Arbeitskreise, Aus der Sozietaet, Außerhalb der Sozietaet, Konferenzen, Mitteilungen
Zum
jointly organised by the Leibniz Society of Sciences at Berlin e.V. and the Helmholtz Centre Potsdam German Centre for Geosciences GFZ, Potsdam, June 27+28,
ist jetzt ein ausführliches
verfügbar ist. Download hier.
s.a.: Ankündigung
und GFZ-Webseite
Foto: Archiv BBAW Berlin
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den international bekannten Pathologen und hochgeehrten Wissenschaftler
Prof. Dr. Heinz David
der am 26. April 2019 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.
Geboren wurde er am 5. Dezember 1931 als Sohn einer Mathematikerin und eines Arztes in Tilsit. Die Volksschule und das Gymnasium besuchte er in Tilsit und später als Umsiedler in Neuruppin, wo er auch 1950 sein Abitur mit „sehr gut“ ablegte. Von 1950 bis 1955 studierte er Medizin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits 1955 konnte er seine Promotion bei Professor Kettler zum Thema Koronarsklerose bei Herzklappenfehlern verteidigen. Von 1956 bis 1991 arbeitete er am Institut für Pathologie der Charité. Für viele Freunde und Kollegen unverständlich wurde er erst 1987 zum Direktor des Institutes für Pathologie an der Charité ernannt. 1991 musste er diese Tätigkeit beenden.
Peter Knoll Nekrologe Katzer.G
Foto: http://georgkatzer.jimdo.com/
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Ehrenmitglied,
den Komponisten
Professor Georg Katzer
der am 07. Mai 2019 im Alter von 84 Jahren verstorben ist.
Georg Katzer wurde am 10. Januar 1935 als Sohn eines Konditors in Habelschwerdt, Schlesien (heute Bystrzyca Kłodzka) geboren und legte sein Abitur an der Internatsschule Schloss Wendgräben in Sachsen-Anhalt ab. 1953 bis 1959 studierte er Klavier, Musiktheorie und Komposition bei Rudolf Wagner-Regeny und Ruth Zechlin in Berlin und bei Karel Janáček an der Akademie der Musischen Künste in Prag. Danach war er von 1961 bis 1963 Meisterschüler von Hanns Eisler, Ruth Zechlin und Leo Spies an der Deutschen Akademie der Künste Berlin.
Er war dann als freischaffender Komponist und Musiker tätig, so von 1966 bis 1967 als Musikdramaturg im Erich-Weinert-Ensemble der NVA der DDR. 1978 wurde Georg Katzer zum Mitglied der Akademie der Künste gewählt und 1987 zum Professor ernannt. Er ist Mitglied der Akademie für Elektroakustische Musik in Bourges, Frankreich, sowie der Freien Akademie Leipzig. Er war Gastprofessor an der Michigan State University, USA, und Ehrengast der Villa Massimo, Rom. Kompositionspreise und Auszeichnungen erhielt er in der DDR, in der Schweiz, in Frankreich, in den USA und mehrfach in der BRD. Im Frühjahr 1990 wurde er zum Präsidenten der Musikrates der DDR gewählt. Nach der Vereinigung Deutschlands gehörte er bis 2001 dem Präsidium des Deutschen Musikrates an, der ihn zum Ehrenmitglied ernannte.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet
Unter aktiver Mitwirkung mehrerer Mitglieder der Leibniz-Sozietät ist soeben bei Peter Lang Internationaler Wissenschaftsverlag Berlin der Band 4
der publizistischen Reihe „Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90“ erschienen.
Weitere Einzelheiten wie Inhalt Autorenangaben und Bibliografische Angaben sind auf der Webseite des Verlages zu finden.
Peter Knoll Nekrologe Köhler.K
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um das Mitglied der Stiftung der Freunde der Leibniz- Sozietät e.V.
den Geophysiker Dr. Karl Köhler
der am 04. März 2019 im Alter von 89 Jahren verstorben ist.

Karl Köhler, geb. am 13. Februar 1930, legte 1948 sein Abitur ab und arbeitete danach als Neulehrer in Döbeln, seinem Geburtsort. 1951 schloss sich ein Studium der Geophysik an der Bergakademie in Freiberg/Sa. an. In der Folge wurde er hauptamtlich bei der SDAG Wismut in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) tätig, zuletzt als leitender Geophysiker. 1966 promovierte er mit seiner Dissertationsschrift „Beitrag zur Theorie der Probenahme“ an der Bergakademie Freiberg. 1975 erhielt er ebenda die Facultas docendi für das Fachgebiet „Radiometrie und Kerngeophysik“. 1979 wurde er nebenamtlich zum Honorardozenten für den Bereich der Bergbaugeophysik an die Bergakademie berufen. 1991 trat er in den Ruhestand.
Dr. Karl Köhler verfasste zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Buchbeiträge. Als Mitglied der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät e.V. war er der Leibniz-Sozietät eng verbunden und besonders stark an den wissenschaftlichen Aktivitäten des Arbeitskreises Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (GeoMUWA) interessiert, den er auf vielerlei Weise auch finanziell unterstützte.
Wir werden uns an diesen außergewöhnlichen Wissenschaftler, Förderer der Leibniz-Sozietät und warmherzigen Kollegen gerne erinnern.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet Zilch.R
Am 06./07.06. 2019 veranstalten die Historische Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin einen Workshop zum Thema
(Veranstaltungsort: Historisches Kolleg ▫ Kaulbachstr. 15 ▫ 80539 München).
Die Veranstaltung wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Gottlieb von Jagow, als Staatssekretär des Auswärtigen Amts von 1913 bis 1916 Spitzendiplomat des kaiserlichen Deutschland, war nach 1918 einflussreicher, wenngleich meist im Hintergrund wirkender Akteur in den geschichtspolitischen Debatten über die im Versailler Vertrag postulierte deutsche Kriegsschuld. Im Rahmen eines DFG-Projektes von Reinhold Zilch (MLS) soll Jagows teilweise enge Zusammenarbeit mit dem Amt nach Kriegsende und seine Rolle in einem weiten Netzwerk von ehemaligen bzw. aktiven Diplomaten und Politikern sowie Historikern und Publizisten, das bisher nahezu unerforscht ist, analysiert werden.
Damit wird ein Beitrag zur Geschichte der Geschichtsschreibung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zur Analyse des Einflusses führender Repräsentanten der monarchischen Zeit auf das geistige Klima der Weimarer Republik und zum Selbstbild konservativ-nationalistischer, der Deutsch-Nationalen Volkspartei nahestehender Kreise geleistet. Zudem bietet der Workshop Anregungen zur Erforschung der Vor- und Nachgeschichte des Ersten Weltkrieges und zur Einbettung der deutschen Entwicklung in die parallelen internationalen Prozesse am Beispiel Belgiens und Polens. Nicht zuletzt wird ein wichtiger Baustein zu einer bisher fehlenden wissenschaftlichen Biographie Jagows geliefert.
Eine Teilnahme am Workshop ist nur nach bestätigter Anmeldung bei gelberg@hk.badw.de möglich.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet, Mitteilungen Benser.G, Brie.M, Hofmann.J, Neuhaus.M

Ende Januar 2019 trafen sich Kolleginnen und Kollegen sowie historisch Interessierte um an Annelies Laschitza (1934-2018) zu erinnern. Eigentlich hatte die Grande Dame der Luxemburg-Forschung die Veranstaltung zu ihrem Generalthema selbst bestreiten wollen. Doch wenige Wochen zuvor nahm der Tod der Rastlosen die Feder aus der Hand. Nun oblag es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit eigenen Beiträgen einzuspringen. Inzwischen liegt das Heft mit den vorgetragenen und mit weiteren eingereichten Beiträgen vor. Daran haben sich die Mitglieder der Leibniz-Sozietät Günter Benser, Michael Brie, Jürgen Hofmann und Manfred Neuhaus beteiligt.
Der Titel „Sich treu bleiben …“ spielt auf die Lebensmaxime der Geehrten und ihre letzte Publikation an.
„Sich treu bleiben …“. In memoriam Annelies Laschitza (1934 -2018), Helle Panke e. V., Berlin 2019 (=hefte zur ddr-geschichte; 151), 67 S.
Lutz-Günther Fleischer (MLS)
Annähernd 60 Teilnehmer trafen sich am 09. Mai 2019 im Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow zur ganztägigen Plenarveranstaltung „Mondforschung: Resultate, Erwartungen, Perspektiven“, die anlässlich der Landung der ersten Menschen auf dem Mond, der Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin, vor 50 Jahren, am 21. Juli 1969, stattfand. Im inhaltlichen Verbund war ein zweites Ereignis mit historischem Gewicht zu würdigen, was sich in den Schlussbemerkungen widerspiegelt. Vor 410 Jahren, im Herbst des Jahres 1609, richtete Galileo Galilei erstmals ein Teleskop gen Himmel. Fortan spielten Mond und Jupiter nicht nur in seinem Leben eine überragende Rolle, sondern bewegten – weit über die Astronomie hinausreichend – die Welt.
Das anspruchsvolle und überaus anregende multidisziplinäre Programm vereinte Referenten, die sich gegenwärtig unter verschiedensten Perspektiven und Aspekten mit der Mondexploration befassen. Dazu gehören zwei leitende Protagonisten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler deren – mit weit bescheideneren Instrumentarien erzielten, dennoch nicht minder bedeutenden – Forschungsergebnisse die Geschichte der Mondforschung mit gestalteten. Das Programm spricht für sich. WEITER