Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften
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27. April 2022

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Lothar Michalowsky

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Michalowsky.L

Lothar Michalowsky (11.9.1935 – 26.4.2022)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. Lothar Michalowsky, der am 26. April 2022 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Lothar Michalowsky wurde am 11. September 1935 in Ronneburg geboren. Nach einer Berufsausbildung zum Elektromonteur und dem Facharbeiterabschluss im VEB Energieversorgung Gera legte er 1956 das Abitur an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Jena ab. 1956 begann er ein Physikstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das er 1962 mit dem Diplom abschloss. Von 1961 bis 1965 war er Assistent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Akademieinstitut für magnetische Werkstoffe Jena. 1965 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. nat. an der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1979 erhielt er die „Facultas Docendi“ an der Ingenieurhochschule Mittweida für das Fachgebiet Physik. Dem folgte 1981 die Habilitation an der Technischen Universität Dresden.

Mit beharrlichem und interdisziplinärem Engagement sowie hohem persönlichen Einsatz trug Lothar Michalowsky auf dem Gebiet der anorganisch-nichtmetallischen Werkstoffe zu deren theoretischen und technisch-technologischen Erfolgen bei. Erfolgreich leitete und koordinierte er von 1968 bis 1972 die Entwicklung von Ferritkernspeichern, vor allem von Ferritkernspeichermatrizen sowie -blöcken für elektronische Datenverarbeitungsanlagen. Von 1975 bis 1982 oblag ihm im Institut für Technische Keramik Hermsdorf der langfristige konzeptionelle Ausbau sowie die Gestaltung der Forschungskooperation mit Instituten der Akademie der Wissenschaften und den Universitäten der DDR. Zudem fungierte er als erster Stellvertreter des Betriebsdirektors der Keramischen Werke Hermsdorf. Von 1983 bis 1989 hatte er an der Bergakademie Freiberg den Lehrstuhl für Anorganisch-Nichtmetallische Werkstoffe inne. In der Zeit von 1985 bis 1990 war er Mitglied des Forschungsrates der DDR und leitete dort die Gruppe „Keramik“. In dieser Funktion engagierte er sich in der Forschungsförderung und bei der Entwicklung strategischer Konzepte zu Forschung und Technologie der 1990er Jahre. Seit 1986 war er Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR.

1990 bis 1991 wirkte Lothar Michalowsky an der Hochschule für Verkehrswesen Dresden am Lehrstuhl Technische Physik, bevor er für die folgenden Jahre die Leitung von Forschung und Entwicklung sowie des Qualitäts- und Investitionsmanagements in der Kaschke KG GmbH & Co Göttingen übernahm. Auch in dieser Zeit hielt er den engen Kontakt zu Universität und Hochschule, indem er an der Georg-August-Universität Göttingen und der Fachhochschule Holzminden/Hildesheim/Göttingen Doktoranden betreute und Vorlesungen über anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe, Emailtechnik, Glaswerkstoffe und Werkstoffe der Elektrotechnik hielt. Über all die Jahre seiner aktiven Zeit als Hochschullehrer betreute er fast 150 Diplomanden, Doktoranden und Habilitanden.

Lothar Michalowsky war Mitglied der „International Academy of Ceramics“, der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde, der Deutschen Keramischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Für seine erfolgreiche wissenschaftliche Tätigkeit erhielt er 1985 den Titel Verdienter Techniker des Volkes. 2005 wurde er “Professional Member of the World Academy of Ceramics“. Eine Vielzahl von Publikationen, unter denen sich mehrere immer wieder neu aufgelegte Fachbücher befinden, unterstreichen das bedeutsame wissenschaftliche Wirken von Lothar Michalowsky und die breite Ausstrahlung, die er dabei erreichte.

Seit 1993 war Lothar Michalowsky Mitglied der Leibniz-Sozietät. Damit gehörte er zu den Gründungsmitgliedern unserer Gelehrtengesellschaft, wo er sich in der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften engagierte. Die Leibniz-Sozietät verliert mit Lothar Michalowsky ein ehrenvolles Mitglied. Die Kolleginnen und Kollegen unserer Gelehrtengesellschaft werden ihm ein würdiges Andenken bewahren. Den Hinterbliebenen bekunden wir unser tief empfundenes Beileid.

Gerhard Pfaff

Gunga (2022-04-07 Bericht Pfaff Bild)
12. April 2022

Bericht aus dem Plenum vom 7. April 2022

Hans-Christoph Hobohm Plenum

Vortrag von Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga „Zu weit, zu hoch, zu heiß, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt“ stieß auf großes Interesse

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 07.04.2022 als ZOOM-Meeting zum Thema „Zu weit, zu hoch, zu heiß, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt“. Referent hierzu war Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga vom Institut für Physiologie der Charité – Universitätsmedizin, Berlin, dessen Fokus in der Forschung auf den Themen Raumfahrtmedizin, Blutphysiologie, Herz-Kreislauf-Physiologie, Nierenphysiologie, und vergleichende Physiologie in extremen Umwelten liegt.

Einleitend begrüßte Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und stellte den Referenten vor. In seinem Vortrag ging Hanns-Christian Gunga zunächst auf Umweltfaktoren wie Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Licht und Gravitation ein, die den Bauplan und die Funktionsfähigkeit von Organismen, einschließlich des Menschen, entscheidend beeinflussen. Der Referent verdeutlichte an verschiedenen Beispielen das Leben unter extremen Umweltbedingungen, so in der Antarktis oder im Weltraum. Er stellte im Verlauf seines Vortrags wissenschaftliche Experimente vor, die sowohl unter terrestrischen als auch unter Mikrogravitations-Bedingungen im All durchgeführt wurden. In diesem Zusammenhang wurden sowohl physiologische Veränderungen als auch psychische Probleme bedingt durch Isolation und Confinement (Beengtheit) behandelt. Ferner wurden Lösungsmöglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unter extremen Umweltbedingungen aufgezeigt und deren Bedeutung für die aktuelle klinische Medizin diskutiert.

Das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Inhalt des Vortrags bestätigte sich durch zahlreiche, in der Diskussion gestellte Fragen, auf die Hanns-Christian Gunga überzeugend antwortete. Es ist vorgesehen, den Inhalt des Vortrags in einem Artikel in Leibniz Online zu publizieren.

Weitere Informationen zum Institut für Physiologie der Charité und zu den dort laufenden Forschungsarbeiten finden sich unter: https://physiologie-ccm.charite.de.

Gerhard Pfaff

 

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7. April 2022

Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Europa Segert.D, Walter.M

Der Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ veranstaltet einen Jour fixe zum Thema „Europa im 21. Jahrhundert“.

Er findet am 25.04.2022, ab 14 Uhr in Fa. GEFEG, Storkower Bogen, Storkower Str. 207 statt.

Wir laden alle interessierten Mitglieder der Leibniz-Sozietät herzlich ein, mit uns über die folgenden Fragen um drei Themenschwerpunkte zu diskutieren:

  1. Wann endete das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm), und reicht der Jahrhundertbegriff, um eine sich ankündigende Epochenwende angemessen zu erfassen? Denn die Ankunft im 21. Jahrhundert bedeutet zuallererst, neue Fragen an die Vergangenheit, auch an diejenige der letzten dreißig Jahre zu stellen. Wie gehen wir mit der Tatsache um, dass sich gerade Zukunftserwartungen dramatisch verändern? Dass sich als Illusion erwiesen hat, was im Jahr 1989 geschichtsphilosophische Prognosen („Ende der Geschichte“) vorausgesagt haben? Da war einerseits die Annahme eines weitgehend friedlich erfolgenden Zusammenbruchs der europäischen Nachkriegsordnung (Schlussakte von Helsinki 1975). Da war andererseits das Wunschdenken über einen letztlich problemlosen Übergang von Sozialismus-Varianten, mit und ohne sowjetische Vorherrschaft, hin zu einem „nachholenden“ Kapitalismus neoliberaler Marktwirtschaft und spätmoderner Demokratie – mit populistischen und nationalistischen Gegentendenzen. Die Frage steht im Raum, wie trügerisch der Ausblick auf ein angebliches neues Zeitalter west-östlicher Ideenkonkurrenz (Demokratie gegen Autokratie) oder von „Weltordnungsentwürfen künftiger globaler Netzwerke“ (Zhao Tingyang) tatsächlich ist. Muss es nicht, angesichts der ökologischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert, vorrangig um einen globalen Wettstreit zwischen ökonomischen, politischen und soziokulturellen Entwicklungsmodellen gehen, die auf „Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit“ (Thomas Piketty) beruhen?
  2. Wie kann Europa als historischer Erfahrungsraum und als semantisches Bedeutungsfeld, in allen seinen aktuellen Verschiebungen vor allem zwischen West-Mittel- und Osteuropa bis zu Russland, auf neue Weise historisiert werden? Anstelle von überheblichen „Siegerarchitekturen“ oder „bereinigten Geschichtsdarstellungen“ (Pankay Mishra) der westeuropäisch-westlichen Vergangenheit sind komplexe Analysen gefragt, die das einzigartige Geschichtsexperiment einer industriekapitalistischen und materialistischen Zivilisation gleichermaßen als unvergleichlichen Aufstieg von Wissenschaften, Technologien, Kulturen und als brutale Chronik von Zerstörung, Entwurzelung, Unterdrückung und imperialer Expansion zu erfassen vermögen, ganz im Sinne von Marx‘ Fortschrittsmetapher des barbarischen heidnischen Götzen. Welche Begrifflichkeiten haben sich dafür bisher bewährt und welche sind erst noch zu finden, z.B. für die Umbrüche im mittel- und ost/südosteuropäischen Raum? Welchen Umgang finden wir für das seit 1989 nicht neu definierte Konzept des „Westens“ und, im jetzigen 21. Jahrhundert, für die Machtstrategien eines imperial auftretenden Nationalismus in Russland?
  3. Wie ist endgültig ein Blickwechsel zu erreichen? Gemeint ist der Wechsel vom Eurozentrismuszum Dezentrieren von (West-)Europaund die konsequente Einbeziehung sowohl innereuropäischer als auch postkolonialer Perspektiven, mit denen historisches Wissen aus Lateinamerika, Afrika, Asien und vor allem aus China in eine immer noch – nicht zuletzt durch den unkritischen Gebrauch bestimmter Begriffe und Paradigmen – europäisierte bzw. verwestlichte Weltgeschichte einfließen können? Erst mit einer solchem grundlegenden Veränderung überlieferter Perspektiven werden die vielfältigen Möglichkeiten einer im 21. Jahrhundert neu entstehenden Welt entdeckt können.

 

Monika Walter

Dieter Segert

 

Beitragsbild: Karte von Europa, 1:7 000 000, Kupferstich, 1708 – Deutsche Fotothek, Germany – CC BY-SA. https://www.europeana.eu/de/item/440/item_M2TTSXW5PB6HTCHAGY6O7SQGAV55X2JM

1. April 2022

Diese Woche: Plenum und Klassensitzungen weiterhin online

Hans-Christoph Hobohm Klassen, Plenum, Veranstaltungen

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 7. April 2022 13:30 – 15:30 mit einem Vortrag zum Thema:

Zu weit, zu hoch, zu heiß, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt 

Vortragender: Prof. Dr. med. Hanns-Christian Gunga

Weitere Informationen hier.

Die Veranstaltung findet in Zoom statt.

 


Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften (NWTW) der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch zum Thema:

Aktivierung von Zellen an der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien

Vortragende: Prof. Dr. Viktoria Weber (MLS)

Weitere Informationen hier.

Die Veranstaltung findet in Zoom statt.


Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (SGW)  der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch zum Thema:

Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Transkulturalität

Vortragender: Prof. Dr. Jürgen Erfurt (MLS)

Moderation PD Dr. Kerstin Störl

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Veranstaltung findet in Zoom statt.

31. März 2022

Wir gratulieren: runde Geburtstage im 2. Quartal 2022

Hans-Christoph Hobohm Jubiläen, Personalia

Baumbach, Hartmut (85): 14.05.1937
Klasse: Natur- und Technikwissenschaften

Calov, Ursula (85): 21.05.1937
Klasse: Natur- und Technikwissenschaften

Oehme, Peter (85): 05.06.1937
Klasse: Natur- und Technikwissenschaften

Hennig, Horst (85): 06.06.1937
Klasse: Natur- und Technikwissenschaften

Erpenbeck, John (80): 29.04.1942
Klasse: Sozial- und Geisteswissenschaften

Krause, Bodo (80): 01.05.1942
Klasse: Natur- und Technikwissenschaften WEITER

souvenez-vous-ce-boche
22. März 2022

Narben des Krieges: Nummer 3 der Zeitschrift „Symposium culture@kultur“

Hans-Christoph Hobohm SYMPOSIUM CULTURE@Kultur Knopper.F, Krumeich.G, Röseberg.D

Narben des Krieges

Kürzlich ist die Nummer 3 unserer Zeitschrift SYMPOSIUM CULTURE@KULTUR erschienen. Mit dem Thema Narben des Krieges hat sie eine traurige Aktualität erhalten.

Es geht hier um den Ersten Weltkrieg und seine künstlerischen Verarbeitungen, die bis in das 21. Jahrhundert hineinreichen. Einmal mehr ist offensichtlich, wie ausdrucksreich Malerei, Musik, Chanson, der Film, die Fotografie, Comics und angewandte Künste wie auch die Literatur in ihren jeweiligen Sprachen vom Krieg und den Wunden, die er hinterlässt, erzählen.

Die Beiträger beteiligten sich an einem Kolloquium an der Universität Strasbourg, das unter der Leitung des dort wirkenden Germanistikprofessors Gilles Buscot stattfand, der zusammen mit unserer Herausgeberin Françoise Knopper (Universität Toulouse) das Dossier verantwortet. Die Veranstaltung und die Nummer 3 erfreuten sich einer breiteren finanziellen Unterstützung, so durch die Union Stiftung Saarbrücken und die Deutsch-Französische Hochschule sowie die Universität Strasbourg mit der Forschungsgruppe „Mondes Germaniques et Nord-Européens EA 1341 und  das Centre de Recherche et d’ Ètudes Germaniques EA 4151 der Universität Toulouse.

Wir geben an dieser Stelle einen Einblick in das Heft:

Inhaltsverzeichnis,

Editorial und

Postface/Nachwort  von Gerd Krumeich.

Wir laden jedoch alle ein, den multimedialen Charakter selbst online zu entdecken unter: https://sciendo.com/journal/SCK

Dorothee Röseberg

22. März 2022

Bericht zur Tagung „Kritische Rohstoffe“

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften Greiling.R-O, Haßler.G, Müller.A, Obermeyer.H, Pfaff.G, Seltmann.R

Bericht zur Tagung „Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“

Am 17. März 2022 veranstaltete die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin die Tagung „Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“

Organisation und Moderation (v. l. n. r.): Reinhard O. Greiling, Gerhard Pfaff

Im Balkonsaal des Rathauses Berlin Tiergarten begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung. In ihrer Eröffnung verwies sie zunächst darauf, dass es bereits eine lange Tradition in der Leibniz-Sozietät gibt, grundlegende Probleme in Natur und Technik aufzugreifen und den Umgang des Menschen und der Gesellschaft damit in ihren Veranstaltungen zu thematisieren. Sie hob hervor, dass der Arbeitskreis Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften, der diese Tagung organisiert hatte, einer der aktivsten und erfolgreichsten der Leibniz-Sozietät ist. In ihren Ausführungen ging sie auf die entscheidende wirtschaftliche Bedeutung von Rohstoffen ein und merkte an, dass viele von diesen innerhalb der europäischen Union nicht vorrätig sind bzw. nur begrenzt abgebaut werden können. Das wirft Fragen nach einer angemessenen Lagerhaltung auf, um Unterbrechungen der Produktion und Versorgung zu vermeiden. Auch die Suche nach alternativen Bezugsquellen sowie nach engeren Partnerschaften zwischen den Akteuren, die mit kritischen Rohstoffen befasst sind, spielt eine immer wichtigere Rolle. Bei derartigen Rohstoffen geht es neben der Verfügbarkeit oft auch um die politische Lage im Abbaugebiet sowie um Arbeits- und Umweltbedingungen, unter denen die Förderung stattfindet. Auch die Wiederverwendung kritischer Rohstoffe wird in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Die COVID-19-Krise führte in vielen Regionen der Welt zu einer verschärften Auseinandersetzung mit der Organisation von Lieferketten, insbesondere dort, wo die Bezugsquellen für Rohstoffe und Zwischenprodukte sich stark auf wenige Länder konzentrieren. Der vor drei Wochen durch Russland begonnene Krieg in der Ukraine hat nicht nur eine humanitäre Katastrophe verursacht, sondern auch viele bisherige Überlegungen im Hinblick auf die Versorgung mit Rohstoffen infrage gestellt. Die Welt ist schon jetzt nicht mehr dieselbe wie vorher: Folgen werden abzuschwächen, Leid wird zu mindern und Zukunft wird neu zu denken sein. Die Präsidentin bedankte sich am Ende ihrer Ausführungen bei allen Referenten sowie bei den Organisatoren der Veranstaltung Reinhard O. Greiling (MLS) und Gerhard Pfaff (MLS) und wünschte der Tagung einen erfolgreichen Verlauf.

Nach der Eröffnung folgten im Verlauf der Tagung sechs Fachvorträge, die im ersten Teil von Gerhard Pfaff und im zweiten Teil von Reinhard O. Greiling moderiert wurden. Die Beiträge umfassten folgende Themen: WEITER

Dok4
18. März 2022

Plenarvortrag vom 10.3.2022

Gerda Hassler Mitteilungen, Plenum, Veranstaltungen

Hier: aufgezeichneter Vortrag mit Folien

(zum Anhören bitte in der PowerPoint-Präsentation auf „Bildschirmpräsentation“ und dann „Von Beginn an“ klicken)

4. März 2022

Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: die Geowissenschaften als Problemlöser

Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften

Tagung des Arbeitskreis „Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften“

Organisation und Moderation: Reinhard Greiling & Gerhard Pfaff (MLS*)
Do. 17. März 2022 – 12.30 bis 18.00 Uhr
Ort: Rathaus Berlin-Tiergarten, Balkonsaal

weitere Informationen im Veranstaltungskalender

Programm 

Eröffnung und Begrüßung

Gerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät)

Teil 1: Rohstoffe und Energiewende

Rohstoffverfügbarkeit und Energiewende. Christoph Hilgers (KIT Karlsruhe & ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien)

Lithium for UK – Lithium for Europe: Research in Progress. Reimar Seltmann (MLS)

Lithiumextraktion aus Geothermalwässern im Oberrheingraben. Jens C. Grimmer (GeoThermal Engineering GmbH Karlsruhe)

 

Teil 2: Rohstoffexploration und Entsorgung

Aerogeophysikalische Rohstofferkundung in der Mongolei – ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft. Rainer Herd (TU Cottbus-Senftenberg)

Mineral Systems Analysis – von der Entstehung der Freiberger Silbergänge zur Entwicklung innovativer Explorationsvektoren. Mathias Burisch (TU Bergakademie Freiberg & Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg) 

Vorstellung, Arbeit und erste Resultate des H2020 GREENPEG Rohstoffexplorationsprojektes. Axel Müller (MLS)

Die sichere Endlagerung wärmeerzeugender Nuklearabfälle. Hennes Obermeyer (MLS)

 

(*) MLS: Mitglied der Leibniz-Sozietät

Flyer der Tagung zum Download

2. März 2022

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Luan A. Starova

Hans-Christoph Hobohm Nekrologe Starova.L

Luan A. Starova (14. 08. 1941 – 24. 02. 2022) (Foto: D.Linke 2016)

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, Prof. Dr. Luan A. Starova, der am 24. Februar 2022 gestorben ist.

Prof. Dr. Luan A. Starova, Mitglied der Makedonischen Akademie der Wissenschaften und Künste (MANU) ab 2003 und Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. seit 2016 wurde am 14. August 1941 im albanischen Pogradec am Ochridsee geboren. Er wuchs in einem Gebiet mit einer Jahrtausende alten kulturellen Tradition auf, in einem Völkergemisch, das einerseits friedlich, tolerant und einverständlich miteinander zusammenlebte, das aber andererseits auch Hass und Bruderkriege, Flucht und Vertreibung kannte. Wie kein anderer verkörperte er das Besondere, fast Undefinierbare der balkanischen Region mit ihren ethnischen wie sprachlichen Verzweigungen und den hier liegenden Wurzeln europäischer Zivilisation. Das politische und persönliche Schicksal sollte den Albaner Starova, der aus einer Großfamilie mit türkischem und jüdisch-sephardinischem Hintergrund stammte, durch die Flucht aus Albanien nach Makedonien inmitten einer slawisch dominierten Bevölkerung heimisch werden lassen. Daraus entwickelte sich für ihn, bedingt durch die äußeren Lebensumstände, eine kulturell-sprachliche und auch geistige Mehrfachidentität oder, stärker eingegrenzt, eine, so Starova selbst: „’Dualität’: Bildung erwarb ich auf Makedonisch… und zu Hause lebte ich mit der albanischen Sprache“. WEITER

28. Februar 2022

Bericht vom Ehrenkolloquium am 17. Februar 2022

Hans-Christoph Hobohm Ehrungen, Mitteilungen Banse.G, Ebeling.W, Feudel.U, Fleischer.L-G, Haßler.G, Heimbold.T, Jähne.A, Kant.H, Kriesel.W, Lippik.D, Metz.A-M, Pfaff.G, Rothe.H-J, Schwarcz.A, Sommerfeld.E, Telschow.D

Kolloquium zu Ehren von vier verdienstvollen Kollegen der Leibniz-Sozietät am 17. Februar 2022

Am 17. Februar 2022 fand ein Kolloquium zu Ehren von vier verdienstvollen Kollegen der Leibniz-Sozietät statt. Anlass waren der 85. Geburtstag von Werner Ebeling, die 80. Geburtstage von Armin Jähne und Werner Kriesel sowie der 75. Geburtstag von Heinz-Jürgen Rothe im Jahr 2021. Alle vier Kollegen sind langjährige Mitglieder der Leibniz-Sozietät, die über viele Jahre wichtige Funktionen in der Gelehrtengesellschaft ausüben bzw. ausgeübt haben und sich bis heute durch besonderes Engagement und hohe Aktivität auszeichnen.

Im Vortragsraum des CEDIO-Konferenzzentrums in der Storkower Straße in Berlin begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler 35 Mitglieder und Freunde der Sozietät sowie Familienangehörige der vier Jubilare. Die Einhaltung der durch die Corona-Pandemie notwendigen Hygienemaßnahmen machte es möglich, die Veranstaltung durchführen zu können.

 

 

Gerda Haßler

In ihrer Eröffnung ging die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler auf die außergewöhnlichen Lebensleistungen der vier mit dem Kolloquium geehrten Mitglieder ein. Sie spannte dabei den Bogen von der akademischen Ehrung der vier Jubilare bis zu aktuellen Ereignissen innerhalb der Gesellschaft. In ihren Ausführungen verwies sie auf die hohe nationale und internationale Wertschätzung der Geehrten und auf deren Einbringen von unschätzbarem Wissen und vielfältigen Erfahrungen in die Leibniz-Sozietät. Gerda Haßler stellte zudem fest, dass es gerade in den letzten Jahren noch wichtiger geworden ist, den wissenschaftlichen Diskurs weiterzuführen und ihn auch in die Öffentlichkeit zu tragen. In einer Zeit, in der sich Verschwörungsmythen, Wissenschaftsleugnung und Geschichtsfälschungen ausbreiten, ist es auch die Aufgabe der Leibniz-Sozietät, wissenschaftliche Erklärungen und Argumentationen für die Gesellschaft bereitzustellen. WEITER

26. Februar 2022

Unsere Solidarität

Gerda Hassler Mitteilungen

Mitglieder der Leibniz-Sozietät Berlin schließen sich der Erklärung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen „Solidarität mit Partnern in der Ukraine – Konsequenzen für die Wissenschaft“ vom 25. Februar  2022 an. In dieser Erklärung wird auch den „langjährigen russischen Kooperationspartnern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die über die Invasion Russlands in die Ukraine entsetzt sind, unsere Solidarität“ zugesichert.

Wie die Unterzeichner des „Offenen Briefs von russischen Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten gegen den Krieg in der Ukraine“ vom 24.02.2022 verurteilen wir nachdrücklich den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine. Zugleich verbinden wir damit unseren aufrichtigen Wunsch, die seit Jahrzehnten zwischen russischen, ukrainischen und deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geförderten Traditionen des intellektuellen Austauschs und der gemeinsamen Projekte fortzusetzen. Viele Mitglieder der Leibniz-Sozietät fühlen sich diesem Anliegen zutiefst verbunden.

Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen: Solidarität mit Partnern in der Ukraine – Konsequenzen für die Wissenschaft

Offener Brief russischer Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten (Original / Übersetzung), Link: Открытое письмо российских ученых и научных журналистов против войны с Украиной (полный список подписей) – Троицкий вариант — Наука (trv-science.ru)

Link English translation: An open letter from Russian scientists and science journalists against the war with Ukraine – EU Reporter

s. auch https://leibnizsozietaet.de/diskussion/

 

 

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