Wissenschaftsreflexion: Konzepte – Ziele – Perspektiven
Hier finden Sie einen Bericht über eine interessante Tagung des Leopoldina-Zentrums für Wissenschaftsforschung zum Thema „Wissenschaftsreflexion: Konzepte – Ziele – Perspektiven“:
Hier finden Sie einen Bericht über eine interessante Tagung des Leopoldina-Zentrums für Wissenschaftsforschung zum Thema „Wissenschaftsreflexion: Konzepte – Ziele – Perspektiven“:
Gerda Hassler Mitglieder, Publikationen Krüger.D-H
Detlev H. Krüger & Benjamin Kuntz
Virusforschung an der Charité
Zur Geschichte des Instituts für Virologie in Berlin-Mitte von den Anfängen bis 2016
BeBra Wissenschaft Verlag Berlin
Die virologische Forschung hat in Berlin eine lange Tradition. Sie reicht zurück bis ins späte 19. Jahrhundert, als sich Friedrich Loeffler und Paul Frosch – Mitarbeiter und Kollegen des Bakteriologen Robert Koch – daranmachten, dem Erreger der Maul- und Klauenseuche auf die Spur zu kommen. Ihre Untersuchungen gelten heute gemeinhin als Geburtsstunde der Virologie. Dieser Band beleuchtet die Geschichte des 1958 an der Charité gegründeten Instituts für Virologie – das älteste virologische Institut an einer deutschen Universität. In den mehr als 60 Jahren seines Bestehens standen neben bekannten menschlichen Viren immer wieder auch neuartige Erreger im Fokus, wie HIV oder die Hanta-, Hepatitis- und Coronaviren. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts wurden angesichts neuer klinischer und epidemiologischer Herausforderungen sowie technischer Innovationen stets weiterentwickelt.
Paperback, 64 Seiten, 17,5 x 24,5 cm, ca. 20 Abbildungen
ISBN 978-3-95410-314-0
Vorbestellung möglich
ersch. 11 Mai 2023
Nina Hager Sitzungsberichte Balzer.D, Banse.G, Becker.K, Egbert.B, Hartmann.E, Haßler.G, Jeremias.E-P, Meier.B, Mertens.M, Mertzsch.N, Plickat.D, Regen.W, Schlossnickel.Ch, Sieber.F, Würfl.K
Band 156/2023 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät ist jetzt verfügbar
Allgemeine Technologie – Eine Bestandsaufnahme
10. Symposium des Arbeitskreises “Allgemeine Technologie“ in Kooperation mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW) und dem Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien am 11. November 2022
Herausgegeben von Gerhard Banse & Norbert Mertzsch
Mit Beiträgen von Dietrich Balzer, Gerhard Banse, Kerstin Becker, Björn Egbert, Elke Hartmann, Gerda Haßler, Ernst-Peter Jeremias, Bernd Meier, Martin Mertens, Norbert Mertzsch, Dirk Plickat, Werner Regen, Christian Schlossnickel, Frieder Sieber, Katja Würfl
Publikationen – Sitzungsberichte
Hans-Christoph Hobohm Ausserhalb der LS, Mitglieder, Mitteilungen Heister.HW
Heister, Hanns-Werner; Polk, Hanjo; Rusam, Bernhard (Hg.) (2023): Word art + gesture art = tone art. The relationship between the vocal and the instrumental in different arts. Heidelberg u.a.: Springer Nature. ISBN : 978-3-031-20108-0; 856 S.; zahlr. Abb.; Hardcover 160,49 Euro; Softcover: 39,99 Euro; E-Book: PDF/EPUB
Dieses Buch bietet eine wirklich interdisziplinäre Diskussion über die Beziehung zwischen Vokalem und Instrumentalem in der Musik und anderen Künsten sowie auch in der alltäglichen Kommunikation. Es bietet eine gründliche systematische und historische Analyse der Entwicklung von Wort- und Gestenkunst und liefert umfassende Informationen über die anthropologischen, biologischen und physiologischen Einflüsse und Wechselwirkungen in der Musik und darüber hinaus. Das Buch gibt eine einzigartige Definition des genuin Vokalen und Instrumentalen aus seiner generativen Tiefenstruktur heraus: Sie entstammen der Dualität von Stimme und Händen und sind in ihrer Produktion durch diese bestimmt, und zwar produktbezogen als das ‚Tonale‘ oder Tonhafte einerseits und das Perkussive oder Geräuschhaft plus Rhythmus auf der anderen Seite. In diesem Buch gelingt es, Perspektiven aus der Kunst, aus den Kunst- und Kulturwissenschaften sowie aus den Natur- und Sozialwissenschaften zusammenzuführen und so neue Erklärungen für die Beziehung zwischen dem Vokalen und dem Instrumentalen zu liefern, und schließlich über die Ursprünge von Musik, Kunst und Sprache. Es bietet neue Perspektiven auf die Verflechtung zwischen dem Vokalen und dem Instrumentalen, insbesondere im Kontext der Ausdrucksformen der menschlichen Sprachen. Gleichzeitig zielt dieses Buch darauf ab, die Rolle von Worten und Gesten in verschiedenen Kontexten wie Gesellschaft und Kommunikation, Bildung und Kunst zu erklären.
Zum Klappentext und Inhaltsverzeichnis
20. April 2023, 13.00 Uhr – 17.00 Uhr
Das Kolloquium findet anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Leibniz-Sozietät statt.
Thema:
Gründung und Entwicklung der Leibniz-Sozietät
Ort:
Rathaus Tiergarten (BVV-Saal), Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin
Die Sitzung findet auch als ZOOM-Meeting statt.
Weitere Informationen finden Sie unter „Veranstaltungen„.
Hans-Christoph Hobohm Mitteilungen, Plenum Stolle.C

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltete ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 13.04.2023 zum Thema „Wie hoch reicht die Atmosphäre und wo beginnt der Weltraum“.
Referentin hierzu war Frau Prof. Dr. Claudia Stolle (MLS), deren Fokus in der Forschung auf den Themen Geophysik und Geomagnetismus liegt. Die Veranstaltung fand im Ratssaal des Historischen Rathauses Berlin-Friedrichshagen statt und wurde gleichzeitig per Zoom übertragen.

Einleitend begrüßte Gerhard Pfaff, Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät, die Teilnehmenden und stellte die Referentin vor. Zu Beginn ihres Vortrags ging Claudia Stolle auf die Meteorologie ein, deren große Bedeutung vom Privaten bis ins Arbeitsleben reicht. Die Referentin stellte dabei vor allem die Wichtigkeit von Wettervorhersagen für die untere Atmosphäre und die Troposphäre heraus. Sie machte auch deutlich, dass die Bewertung von Extremwetterereignissen in Zeiten verstärkter klimatischer Veränderungen an Gewicht gewinnt. Die Bedeutung der Meteorologie geht jedoch noch viel weiter, nämlich bis an die Grenze, bei der die Atmosphäre auf den Weltraum trifft, in ca. 100 km Höhe, und sogar bis in den Weltraum hinein. Es kann beobachtet werden, dass unser Wetter „hier unten“, das Wetter „da oben“ signifikant mitbestimmt, also die Atmosphäre zwischen unten und oben gekoppelt ist. Auch Langzeitveränderungen, in Form einer deutlichen Abkühlung, sind in diesen Höhen messbar. Somit ist diese Region auch ein wichtiger Klimaindikator. Auf der anderen Seite hat die solare Strahlung zusammen mit unserem Erdmagnetfeld dort direkten Einfluss, und bringt die Luft zum Glühen. Claudia Stolle resümierte am Ende ihres Vortrags, dass es von großer Wichtigkeit ist, gerade in einer Zeit der wachsenden gesellschaftlichen und kommerziellen Nutzung des Weltraumes, zum Beispiel durch Satelliten für Kommunikation und Fernerkundung, die Verbindung Atmosphäre-Weltraum besser verstehen zu lernen.
Das Interesse der Teilnehmenden an den Ausführungen von Claudia Stolle bestätigte sich durch die nachfolgende intensive Diskussion. Es ist vorgesehen, den Inhalt des Vortrags in einem Artikel in Leibniz Online zu publizieren.
Weiterführende Informationen zum Thema des Vortrags befinden sich auch in von Claudia Stolle publizierten Veröffentlichungen (https://orcid.org/0000-0002-5717-1623) sowie auf der Webseite des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (https://www.iap-kborn.de).
Gerhard Pfaff
Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Veranstaltungen Drebenstedt.C, Greiling.R-O, Müller.A, Pfaff.G
Am 22. März 2023 veranstaltete die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin das Kolloquium „Kritische Rohstoffe: Auswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas“. Das Kolloquium stellte die Fortsetzung der vor einem Jahr durchgeführten Veranstaltung „Kritische Rohstoffe, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ dar.
In einem Vortragsraum der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee begrüßte die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums. Diese nahmen sowohl in Präsenz als auch per Zoom am Kolloquium teil. In ihrer Eröffnung verwies sie zunächst auf die im vergangenen Jahr stattgefundene Veranstaltung zu kritischen Rohstoffen, aber auch darauf, dass es bereits eine lange Tradition in der Leibniz-Sozietät gibt, grundlegende Probleme in Natur und Technik aufzugreifen und den Umgang des Menschen und der Gesellschaft damit in ihren Veranstaltungen zu thematisieren. Sie hob hervor, dass mit dem Thema des Kolloquiums ein sehr wichtiges Problemfeld gewählt wurde, dessen Auswirkungen uns täglich begleiten. Sie führte aus, dass wir im Alltag ständig Produkte benutzen, die aus Rohstoffen bestehen, über deren Herkunft wir uns nur selten Gedanken machen. Dabei geht es nicht zuletzt darum, dass die eingesetzten Rohstoffe auf faire Weise gewonnen, verarbeitet und genutzt werden. Ohne eine sichere Rohstoffversorgung besteht für Deutschland und Europa die Gefahr, bei wichtigen Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität, der Digitalisierung und der Energiewende an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Durch die starke Industrie zählt Deutschland zu den weltweit größten Rohstoffkonsumenten, womit die verantwortungsvolle Gewinnung und die effiziente Nutzung von Rohstoffen, wo immer möglich im Kreislauf, von höchster Wichtigkeit ist. In diesem Zusammenhang verwies Gerda Haßler darauf, dass die Anstrengungen zum Aufbau einer widerstandsfähigen Rohstoff-Wertschöpfungskette beschleunigt werden müssen, indem nicht nur in die Gewinnung von Primärrohstoffen, sondern auch in heimische Raffinerieanlagen, Recycling sowie Forschung und Entwicklung zu Rohstoffen investiert wird. Die Präsidentin bedankte sich am Ende ihrer Ausführungen bei allen Referenten sowie bei den Organisatoren der Veranstaltung Gerhard Pfaff (MLS), Reinhard O. Greiling (MLS) und Axel Müller (MLS) und wünschte der Tagung einen erfolgreichen Verlauf.
Nach der Eröffnung folgten im Verlauf des Kolloquiums sieben Fachvorträge, die im ersten Teil von Reinhard O. Greiling und im zweiten Teil von Gerhard Pfaff moderiert wurden. Die Beiträge umfassten folgende Themen: WEITER
Hans-Christoph Hobohm Jubiläen, Mitglieder Cebulla.H, Grozeva-Minkova.M, Hagengruber.R, Hardeland.R, Hecker.R, Hofkirchner.W, Höxtermann.E, Kind.R, Krause.W, Schöneburg.V, Störl.K, Vienken.J, Volk.H-D
Krause, Werner (85) 01.05.1938
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Kind, Rainer (80) 06.04.1943
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Hardeland, Rüdiger (80) 23.06.1943
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Grozeva-Minkova, Maria (75) 03.04.1948
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Vienken, Jörg (75) 01.06.1948
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Hofkirchner, Wolfgang (70) 17.04.1953
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Cebulla, Horst (70) 18.04.1953
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Volk, Hans-Dieter (70) 13.05.1953
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Höxtermann, Ekkehard (70) 19.05.1953
Klasse Natur- und Technikwissenschaften
Hecker, Rolf (70) 07.06.1953
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Hagengruber, Ruth Edith (65) 20.06.1958
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Störl, Kerstin (65) 24.06.1958
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Schöneburg, Volkmar (65) 30.06.1958
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Hans-Christoph Hobohm Arbeitskreise, Vormärz und 48er Revolutionsforschung
Zur Diskussion standen ein Aufsatz über die Schriftstellerin Emilie Emma von Hallberg (1824-1862) sowie ein Aufsatz über die Beamtengattin und spätere Schriftstellerin Marie Pinder (1820-1903), die beide große Hoffnungen in den Aufbruch von 1848 setzten. Forschungen zur Rolle und zum Wirken von Frauen in der Revolution von 1848/49 sind nach wie vor ein nicht hinreichend bearbeitetes Feld. Neben den bekannten und in der Literatur bisher regelmäßig genannten Frauenpersönlichkeiten gilt es, neue Biografien zu erschließen.
Außerdem verständigte sich der Arbeitskreis zu den im aktuellen Jubiläumsjahr erschienenen Publikationen und zu den bisherigen und bevorstehenden Konferenzen und Projekten.
Jürgen Hofmann
Hans-Christoph Hobohm Klassen, Mitteilungen, Sozial- und Geisteswissenschaften
Ulrich Busch (MLS)
Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften: am 13. April – 10:00 – 12:00 – Ort: Rathaus Friedrichshagen
Seit dem Sommer 2021 ist in Deutschland und im Euroraum ein rasanter Preisanstieg zu verzeichnen. Dieser betrifft insbesondere Energie, bestimmte Rohstoffe und Lebensmittel. Inzwischen wurden durch Zweitrundeneffekte davon aber auch andere Güter und Dienstleistungen erfasst, so dass die bis dato vorherrschende deflationäre Tendenz als überwunden anzusehen ist und von einer Rückkehr der Inflation gesprochen werden kann. Zufällig trifft dieser Prozess mit dem 100. Jahrestag der Hyperinflation in Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen und anderen Staaten zusammen. Die Koinzidenz beider Ereignisse legt es nahe, die „große Inflation“ von 1922/23 retrospektiv im Lichte der inflationären Prozesse von heute zu betrachten, wie auch umgekehrt, die aktuelle Inflation anhand der Erfahrungen von damals zu bewerten. Dabei wird deutlich, dass es hier sowohl Parallelen als auch signifikante Unterschiede gibt. Insgesamt aber dürften die Differenzen überwiegen, was eine Gleichsetzung beider Inflationen ausschließt und Befürchtungen, wonach die gegenwärtige Inflation früher oder später in eine Hyperinflation übergehen könnte, unwahrscheinlich erscheinen lassen.
Weitere Informationen auf den Seiten unseres Veranstaltungskalenders
Hans-Christoph Hobohm Veranstaltungen
Am 3. März 2023 fand auf Einladung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin im Schloss Biesdorf eine Abendveranstaltung mit einem Vortrag von Prof. Dr. Volker Haucke zum Thema „Panta rhei in der Zelle: Von Lipiden zu neuen Medikamenten gegen Thrombose, Schlaganfall und erbliche Myopathien“ statt. Gemeinsam mit der Leibniz-Sozietät hatten die Berliner Medizinische Gesellschaft e.V., der Campus Berlin-Buch GmbH und das Schloss Biesdorf zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Im Vortragssaal des Schlosses Biesdorf in Berlin eröffnete die Präsidentin der Leibniz-Sozietät Gerda Haßler die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden. Dabei erinnerte sie an vorangegangene Veranstaltungen der Leibniz-Sozietät zu medizinischen Themen im Schloss Biesdorf, u. a. an die Vorträge von Detlev Ganten 2020 („Eine holistische Sicht auf die Gesundheit. Von der molekularen Analyse zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen“), Wolf-Dieter Ludwig 2021 („Medikamentöse Therapie von COVID-19 und Impfstoffe gegen SARS-CoV-2: Erwartungen, aktuelle Ergebnisse und Unsicherheiten“) und Jens Peter von Kries 2022 („Chemische Biologie & Arzneimittelsuche mit Hochdurchsatz-Screening. Leibniz und die automatisierte Analyse. Virchow und die Erkennung morphologischer Muster kranker Zellen“). WEITER