Neue Publikationen unseres Mitglieds, der Vizepräsidentin Dorothee Röseberg erschienen
Peter Knoll Aus der Sozietaet Röseberg.D, Schober.R
Aus Anlass des 100. Geburtstages der „Grande Dame der Romanistik“, unseres verstorbenen Mitgieds Rita Schober, wurde von der Vizepräsidentin der Leibniz-Sozietät, Dorothee Röseberg, auf der Basis von bisher unveröffentlichten Dokumenten eine hochinteressante Biografie der Wissenschaftlerin vorgelegt.
Die Publikation ist hervorgegangen aus dem vom Senat von Berlin geförderten Projekt „Zukunft braucht Erinnerung“.
Nekrolog auf unser Mitglied Werner Scheler
Peter Knoll Nekrologe Scheler.W
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Pharmakologen und Molekularbiologen
Prof. Dr. Werner Scheler
der am 09. Oktober 2018 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Am 09. Oktober 2018 verstarb wenige Wochen nach seinem 95. Geburtstag das Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät Werner Scheler. Mit ihm verliert die Leibniz-Sozietät einen international bekannten Pharmakologen, einen engagierten Biomediziner und einen langjährig wissenschaftspolitisch aktiven Kollegen.
Geboren wurde Werner Scheler am 12. September 1923 im oberfränkischen Coburg. Bereits ein Jahr nach seiner Geburt zog die Familie in das thüringische Steinach. Dort verbrachte er seine Kindheit. Als 17-jähriger wurde er zum Militärdienst einberufen und erlebte das Kriegsende in einem Behelfslazarett in Oberbayern. Nach einer kurzzeitigen Tätigkeit als Werkzeugmacher bewarb er sich 1946 an der Arbeiter- und Bauern Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und studierte dort anschließend Humanmedizin. 1951 erfolgte der Abschluss mit dem Staatsexamen und der Promotion zum Dr. med.
Erinnerungen an Benno Müller-Hill
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet Jacobasch.G, Müller-Hill.B
Am Rande der Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften am 11. Oktober 2018 erinnerte Frau Prof. Dr. Gisela Jacobasch (MLS) an den bekannten Molekularbiologen und Humangenetiker Prof. Dr. Dr. h. c. Benno Müller-Hill.
„Müller-Hill war nicht nur eine charismatische Forscherpersönlichkeit, sondern zeichnete sich auch durch ein hohes wissenschaftliches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein aus. So nahm er z. B. an der Universität Köln ein Freisemester, um Verbrechen von Medizinern und Naturwissenschaftlern auf dem Gebiet der Humangenetik in Deutschland währen der Zeit des Faschismus nicht nur aufzuzeigen, sondern mit daran beteiligten noch tätigen Ärzten an Universitäten und in Privatpraxen ins Gespräch zu kommen, um deren Einschätzung über ihr Verhalten und die von ihnen gezogenen Schlussfolgerungen zu erfahren.“ (G. Jacobasch).
Wortlaut der Erinnerungen: Hier
Wissenschaftliches Symposium über Walter Kirsche und die Lebensvielfalt im Dahmeland
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet Höxtermann.E
Wissenschaftliches Symposium über Walter Kirsche und die Lebensvielfalt im Dahmeland am 1. September 2018 im Haus der Natur in Potsdam
Der Berliner Anatom Prof. Dr. med. habil. Walter Kirsche (* 1920 in Neuoelsnitz am Erzgebirge, † 2008 in Pätz im Dahmeland) stand im Zentrum eines wissenschaftlichen Symposiums, das die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt Brandenburg, dem Naturpark Dahme-Heideseen, der Natur + Text GmbH Rangsdorf, dem Alumni-Club der Charité, dem Naturkundemuseum Potsdam und dem Förderverein Haus der Natur in Potsdam veranstaltete.

Walter Kirsche war ein vielseitig interessierter und engagierter Mediziner und Naturforscher. Als Hochschullehrer (1951) und Institutsdirektor (1966–80) der Humboldt-Universität, Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (1969) und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle/Saale (1970), aber auch als Naturschutzbeauftragter in Pätz und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde war er in vielen Bereichen tätig und setzte vielfältige Akzente. Dementsprechend reich ist sein geistiges Erbe.
Wie Ekkehard Höxtermann (MLS, Natur + Text, Rangsdorf) in seinem Eröffnungsvortrag darlegte, befasste sich Walter Kirsche in seinen Forschungen hauptsächlich mit dem zellulären Aufbau der Nervenfasern und Fragen der Regeneration und Transplantation im Zentralnervensystem. Er trug entscheidend zur Anerkennung der Neuronentheorie bei und dehnte schon bald seine hirnanatomischen Arbeiten vom Menschen auf andere Säuger, auf Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische aus, um aus vergleichenden Studien des Nervensystems aller Wirbeltierklassen auf den gemeinsamen „Bauplan“ des Hirns und die Entstehung und Leistung seiner Teile zu schließen. Als einen der führenden deutschen Hirnforscher wollten Oskar (1870–1959) und Cécile Vogt (1875–1962) ihn 1958 an ihr privates Hirnforschungsinstitut in Neustadt im Schwarzwald ziehen.
Vizepräsident Armin Jähne mit der Heinrich-Schliemann-Medaille geehrt
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet, Ehrungen Jähne.A
Am 07. September 2018 wurde unserem Mitglied Prof. Dr. Armin Jähne im Barockschloss Rumshagen (Mecklenburg-Vorpommern) auf Grund seiner Verdienste in der Schliemannforschung sowie in der Förderung des Heinrich-Schliemann-Museums und der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft Ankershagen die Heinrich-Schliemann-Medaille der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft verliehen. Die Laudatio hielt der ehemalige Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums und jetzige Vorsitzende der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft Herr Dr. Reinhard Witte.
Das Präsidium gratuliert dem Ausgezeichneten ganz herzlich
INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 34 (2018)
Hartung Leibniz Online, Mitteilungen Banse.G, Haß.E-Ch, Hoerz.H, Plath.P-J
Zwei Vorträge für eine Tagung in Moskau
Das Programm der Tagung
Peter Jörg Plath und Ernst-Christoph Haß: Strukturbildung durch soziale Spiegelung – Mythen und Realität
Herbert Hörz: Werden autonome Systeme die Menschen beherrschen?
Aktuelles
Gerhard Banse: Reflexionen über informationelle Selbst- und Fremdbestimmung in einer smarten Welt
Jahrestagung 2018 der Leibniz-Sozietät
cornelius Jahrestagungen, Mitteilungen
Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften 2018
MARXISMUS UND THEOLOGIE
Kurzbericht
Eröffnung der Jahrestagung durch den Präsidenten

Am 14. Juni 2018 fand im Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow als Beitrag im Jahr des 200. Geburtstages von Karl Marx die gut besuchte Jahrestagung 2018 mit ausgewiesenen TheologInnen und MarxistInnen statt, auf der das Thema „Marxismus und Theologie“ unter großer Anteilnahme der TeilnehmerInnen engagiert und lebhaft diskutiert wurde.

Nach einer Begrüßung durch Gerhard Banse (siehe Eröffnungsrede), Präsident der Leibniz-Sozietät und einer Einführung der Translatologin Heidemarie Salevsky (Berlin) zur Entstehungsgeschichte der Konferenz debattierten Jan Rehmann (New York/Berlin), Mitherausgeber der Zeitschrift Das Argument, und der katholische Theologe Kuno Füssel (Andernach) über das Verhältnis von marxistischer Religionskritik und befreiungstheologischer Bibellek

türe. Rehmann argumentierte, dass Marx‘ berühmte Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie sich im Grunde nicht gegen „die Religion“, sondern die bürgerlich-junghegelianischen Religionskritiker wandte, die er davon zu überzeugen versuchte, ihre Fixierung auf die Religion aufzugeben und stattdessen die diesseitigen Entfremdungen des „Jammertals“ zu kritisieren. In diesem Sinne handelte es sich nicht um eine Religionskritik, sondern um eine „Metakritik“ der Religion (W. F. Haug). Eine Weiterentwicklung marxistischer Religionskritik müsse sich auf die analytische Aufgabe konzentrieren, die sozialen Antagonismen und Kämpfe im religiösen Feld zu entziffern und sich politisch mit den progressiven Kräften zu verbünden.
Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät, Band 135, Jahrgang 2018
Peter Knoll Sitzungsberichte Banse.G, Berg.M, Bredenkamp.J, Geißler.H-G, Gundlach, Hoffmann.J, Hörz.H, Krause.B, Krause.W, Metz.A-M, Rothe.H-J, Sommerfeld.E
Publikation von Harald Schuh (MLS) zu 175. Geburtstag von Friedrich Robert Helmert erschienen
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften Schuh.H
Der Direktor des Department 1 „Geodäsie“ im Deutschen GeoForschungsZentrum, unser Mitglied Harald Schuh, hat kürzlich eine Publikation zum 175. Geburtstag von Friedrich Robert Helmert herausgegeben.

Friedrich Robert Helmert (geb. 31.07.1843, gest. 15.06.1917) gehört zu den bedeutendsten Vertretern der wissenschaftlichen Geodäsie, die jemals Mitglied der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft waren. Er wurde am 21.12.1899 zum Ordentlichen Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Von 1886 bis zu seinem Tode war er Direktor des Zentralbüros der „Internationalen Erdmessung“, dem Vorläufer der heutigen „International Association of Geodesy“. Die Leibniz-Sozietät nimmt gemeinsam mit dem Deutschen GeoForschungsZentrum das 100jährige Bestehen der nach dem 1. Weltkrieg neuorganisierten IAG zum Anlass für ihr wissenschaftliches Kolloquium am 15.02.2019 in Potsdam.
Mitteilung aus dem AK GeoMUWA, Heinz Kautzleben
Workshop des AK Gesellschaftsanalyse
Peter Knoll Arbeitskreise, Gesellschaftsanalyse und Klassen, Mitteilungen
Der Arbeitskreise (AK) „Gesellschaftsanalyse“ lädt ein zu einem öffentlichen wissenschaftlichen Workshop zum Thema
Alternative Transformationskonzepte
Ort: Berlin, Rathaus Tiergarten, Raum 505
Zeit: Freitag, 26. Oktober, 14.00 – 17.00
s.a. Veranstaltungsplan
Für weitere Informationen: Michael Thomas (thomas@biss-online.de)



