Öffentliche wissenschaftliche Veranstaltungen im September 2018
Pressemitteilung 09-2018 erschienen
Peter Knoll Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Mitteilungen Jähn.S
Der Botschaftsrat in der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland, Herr Alexander Rusinov, informierte gestern die Leibniz-Sozietät, dass der Leiter der Goskorporazija Roskosmos mit einem offiziellen Schreiben dem Helden der Sowjetunion, Helden der DDR, Flieger-Kosmonauten Generalmajor Sigmund Jähn herzlich zum 40. Jahrestag seines Fluges im Rahmen der Weltraummission „UdSSR-DDR“ gratuliert und dass er das Schreiben Herrn Jähn am Jubiläumstag persönlich übergeben wird.

Herr Rusinov hat gestern bereits der Leibniz-Sozietät die Kopie des Glückwunschschreibens übergeben, damit es auf der Website der Leibniz-Sozietät veröffentlicht werden kann. Die Übergabe ist eine Folge der Konferenz „Menschen im Weltraum“, die die Leibniz-Sozietät am 17.05.2018 aus Anlass des 40. Jahrestages der Weltraummission mit Sigmund Jähn durchgeführt hat.
Peter Knoll Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften, Mitteilungen Jähn.S, Kautzleben.H
Die Weltraummission „UdSSR-DDR“ begann am 26.08.1978 mit dem Start des sowjetischen Zubringerraumschiffes „Sojus-31“, wurde an Bord der sowjetischen Orbitalstation „Saljut-6“ ausgeführt und endete am 03.09.1978 mit der Landung des Zubringerraumschiffes „Sojus-29“. Mit der Ausführung beauftragt waren die beiden Kosmonauten Valerij F. Bykovskij als Kommandant und Sigmund Jähn als Forschungskosmonaut. Sie bildeten die dritte Gastbesatzung der sowjetischen Station mit einem Ausländer.
Die Stammbesatzung der Orbitalstation während der Weltraummission „UdSSR-DDR“ bildeten die beiden Kosmonauten Vladimir V. Kovaljonok als Kommandant und Aleksandr S. Ivančenkov als Bordingenieur. Das dritte Foto zeigt die vier Kosmonauten gemeinsam an Bord von „Saljut-6“.

Peter Knoll Aus der Sozietaet, Konferenzen, Veranstaltungen Banse.G, Fiti.T
Am 4. Juli 2018 führten die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (LS) und die Makedonische Akademie der Wissenschaften und Künste in Skopje (MANU) im berühmten Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow ihre vierte gemeinsame wissenschaftliche Konferenz durch. Das Thema der Konfernz lautete:
„West-/Mitteleuropa und der Balkan im geistig-kulturellen Dialog 1900 – 1939“.

Ihr wissenschaftliches Anliegen bestand darin, jener intensiven wechselseitigen geistig-kulturellen Beeinflussung von West-/Mitteleuropa und den Ländern des Balkans nachzugehen, die Fragen nationaler wie transnationaler kultureller, literarischer und künstlerischer Identitäten ebenso einschloss wie das Wechselspiel von Tradition und Moderne, die Rezeption von Inhalten, Formen, von Stilrichtungen, Ideen, Begriffen, politisch-künstlerischen Konzepten, von Ideologien oder kulturell-theoretischen Problemen. Gefördert bzw. geprägt wurde dieser geistig-kulturelle Transfer durch die Zwiespältigkeit der historischen Situation am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hinzu kamen der zunehmende Verfall bürgerlicher Wertevorstellungen und parallel dazu die Suche nach neuen Werteidealen, ebenso das Ausbrechen aus einem fragwürdig gewordenen, sich selbst diskreditierenden Konservatismus
Den historischen Hintergrund, den entscheidenden Stimulus für die politische und soziokulturelle Entwicklung und die darin eingebundenen gesellschaftlichen Umbrüche in den 1920er/1930er Jahren bildeten die Urkatastrophe der bürgerlichen Welt, der 1. Weltkrieg, die revolutionären Erhebungen, die drei große europäische Dynastien in den Abgrund rissen und – in Russland – nach der erfolgreichen Oktoberrevolution von 1917 das Tor für den Aufbau einer völlig neuen Gesellschaftsordnung öffneten und Europa veränderten, und schließlich das Aufkommen totalitärer Regimes.
Verdienstvolles Wirken unseres Mitglieds Waltraud Seidel-Höppner – Neue Buchpublikation über Wilhelm Weitling erschienen:
Wilhelm Weitling (1808-1871) auf zwei Kontinenten in Daten
Zeittafel, gesammelt und zusammengestellt von Waltraud Seidel-Höppner (MLS), Berlin 2018, Selbstverlag

Die komplette Ausgabe ist auch im Internet verfügbar:
http://wilhelm-weitling.de/W.%20Weitling%20DRUCK.pdf
Diese Zeittafel dokumentiert politische und theoretische Vorgaben und die historische Leistung des Magdeburger Schneidergesellen und politischen, organisatorischen und theoretischen Wortführers der deutschen Arbeiterbewegung Wilhelm Weitling (1808- 1871). Ihm verdanken der “Bund der Gerechtigkeit”, ab 1838 die erste sozialpolitische Organisation deutscher Frühproletarier (proletarisierter Handwerksgesellen) in Europa, und deutschamerikanische Arbeiter in 21 Staaten der USA ab 1850 ihren “Arbeiterbund” und ihr erstes sozialpolitisches Befreiungsprogramm einer künftigen “Republik der Arbeiter“. Zehn Jahre vor der bürgerlichen Revolution in den deutschen Staaten von 1848 fordert er eine “Soziale Republik” mit gleichen sozialen, kulturellen und politischen Rechten und Pflichten für Männer und Frauen und Privilegien für technische Neuerer und Erfinder. Den vom frühen Industrie- und Bankkapital ausgebeuteten amerikanischen Arbeitern empfiehlt er kooperative Formen der Produktion und des Austauschs.
Kerstin Störl (MLS)
Klassensekretarin für Sozial- und Geisteswissenschaften
Peter Knoll Mitteilungen, Nekrologe
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Phsiker
Klaus-Peter Steiger
der am 23. Juli 2018 im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Klaus-Peter Steiger wurde am 26. 12.1940 in Stettin geboren. Von 1947 bis 1958 währte sein Schulbesuch in Vorpommern und Mecklenburg. 1959 legte er das Abitur in Halle (Saale) ab und arbeitete danach im Chemie-Großbetrieb BUNA-SCHKOPAU als Anlagenfahrer.
Von 1960 bis 1966 erfolgte das Studium am Leningrader Technischen Institut „Uljanov/Lenin“ LETI in der Fachrichtung Physik der Halbleiter und Dielektrika (Festkörperphysik). Zeitgleich von 1965 bis 1966 legte er ein Industrie- und Diplompraktikum im Werk für Fernsehelektronik Berlin ab mit dem Arbeitsgebiet Schaltmessungen an Halbleiterelektroden im Nanosekundenbereich. Die Verteidigung der Diplomarbeit am Lehrstuhl Halbleiterphysik des LETI fand 1966 mit dem Ergebnis „sehr gut“ statt.
Im Zusammenhang mit seiner Diplomarbeit entwickelte er in der Abteilung Messtechnik des Werkes für Fernsehelektronik Berlin einen Impulsgenerator mit steilen Anstiegsflanken zur Durchführung der Messungen, die nicht nur zum erfolgreichen Abschluss der Diplomarbeit in Leningrad führten, sondern auch die Auswirkung auf wirtschaftlich weitaus relevantere Messungen an Germanium- und Silicium-Schaltdioden ermöglichten.
Peter Knoll Aus der Sozietaet, Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum-, Astrowissenschaften
Die Besprechung des Arbeitskreises GeoMUWA fand in Verbindung mit dem Leibniz-Tag 2018 der Leibniz-Sozietät mit einem 1. Teil am 05.07.2018 unmittelbar im Anschluss an den Leibniz-Tag 2018 in der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow und mit dem 2. Teil am 06.07.2018 im Wissenschaftspark „Albert-Einstein“ auf dem Telegraphenberg in Potsdam statt. Nach den Besprechungen im 2. Teil bestand anschließend die Möglichkeit einer Besichtigung wissenschaftlicher Einrichtungen auf dem Telegrafenberg.
Teilnehmer: Karl-Heinz Bernhardt, Hannelore Bernhardt, Marco Bohnhoff, Heinz Kautzleben, Rainer Kind, Peter Knoll, Axel Müller, Hennes Obermeyer, Harald Schuh, Dietrich Spänkuch.
Ziel der Besprechung war die Vorbereitung durch den AK initiierter wissenschaftlicher Veranstaltungen in den Jahren 2018/2019.
Peter Knoll Leibniz-Tag, Mitteilungen
Der Leibniz-Tag 2018 stand ganz im Zeichen des 25. Jahrestages der Neugründung der traditionsreichen Gelehrtengesellschaft als „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.“. Der Präsident begrüßte die Teilnehmer wiederum im Großen Saal der Archenhold-Sternwarte, dem Einstein-Saal.
Er hieß in seiner Eröffnung zahlreiche Gäste willkommen, darunter besonders herzlich

eine Delegation der Mazedonischen Akademie der Wissenschaften und Künste (kurz MANU), mit der die Leibniz-Sozietät durch einen Kooperationsvertrag seit mehreren Jahren inhaltlich verbunden ist. Diese Delegation wurde geleitet vom Präsidenten der MANU, Akademiemitglied Herrn Taki Fiti; die Delegation hatte am Vortag des Leibniz-Tages an der Gemeinsamen Tagung der Mazedonischen Akademie der Wissenschaften und Künste und der Leibniz-Sozietät zum Thema „West-/Mitteleuropa und der Balkan im geistig-kulturellen Dialog 1900-1939“ teilgenommen.

Download Eröffung und Begrüßung
Wir bitten um Beachtung.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet, Mitteilungen Bollinger.S

Stefan Bollinger (MLS) hat im Verlag Das Neue Berlin, Berlin, edition-ost, eine aktuelle Buchpublikation mit dem Titel
vorgelegt.
Der Autor selbst schreibt dazu:
„Das Jubiläum einer deutschen Revolution und einer deutschen Republik steht vor der Tür. Was wollten 1918 die aufständigen Matrosen, Soldaten und Arbeiter? Zweifellos Frieden, die Beseitigung einer militaristischen, noch feudal geprägten Ordnung, die der Kaiser repräsentierte, demokratische Wahlen und Rechte. Aber auch eine neue Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Arbeiter- und Soldatenräte nach russischem Vorbild sollten ihnen selbst die Macht in die Hand geben – in den Städten, im Land, auch in den Betrieben. Nicht wenige wollten einen Sozialismus, ohne zu wissen, wie sie ihn gestalten sollten. Doch schnell wurde ihnen die Initiative aus der Hand gerissen. Mehrheitssozialdemokraten und Oberste Heeresleitung paktierten, beschworen Ruhe und Ordnung, hassten die Revolution wie die Pest. Die Unruhestifter der Linken, die Luxemburg und Liebknecht, Spartakisten, Revolutionären Obleute, die Rätedemokratie störten. Und sie ließen blutig „Ruhe und Ordnung“ herstellen, mit Mord an den revolutionären Führern, mit Massakern an linken Kämpfern und Zivilisten. Die Revolution brachte eine deutsche Republik, eine demokratische Verfassung mit diktatorischen Hintertürchen und rettete sich radikalisierende alte Eliten und Militärs, die Revanche schworen – gegen alle Linke, egal ob Kommunist und Sozialdemokrat, gegen die eigene Niederlage und den Frieden von Versailles. Nur 14 Jahre nach der Revolution waren sie am Ziel …“
Informationbsblatt des Verlages
Der Band 47 der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften ist erschienen zum Thema
Herausgeber: Gerhard Banse & Lutz-Günther Fleischer (Hg.), Berlin: trafo Wissenschaftsverlag

Im Klappentext des Verlages wird dazu ausgeführt:
„Die Energiewende in Deutschland bietet gegenwärtig faktisch mehr das Abbild eines schwach adhärierenden Gemenges von Vorhaben, Methoden und Maßnahmen – teils mit unfruchtbaren Widersprüchen – als das eines organischen dynamischen Ganzen, d.h. eines effektiven kooperativen Organismus zur innovativen Disposition und funktionssicheren Verwirklichung: Sie ist – mathematisch beurteilt – allenfalls Summe und nicht Integral. Es mangelt dem deklarierten „Gemeinschaftswerk“ an überzeugenderen Wegleitungen für (wesensgemäß zumindest partiell konkurrierende, weil interessengeleitete) Ziele, an effektiveren Maßnahmen für gesamtgesellschaftlich abzustimmende Handlungskonzepte und Verlaufsformen. Folgerichtig dominieren in der Öffentlichkeit kritische Debatten über die Ziele, Mittel sowie über – teilweise ambivalente – Erfolge und in ihrer Mehrzahl argumentativ gut begründete – auch alternative –finale Vorschläge für grundsätzliche Korrektive. Augenfällig ist die heutige Energetik zwiespältig: Einerseits bildet sie die Basis der Stabilität und Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft mit ihren Lebensweisen, ihren entwicklungsbedürftigen sozialen Strukturen und ihrem steigerungsfähigen Kulturniveau. Andererseits verursacht sie gravierende und
schwerwiegende negative Veränderungen des komplizierten, in hohem Grade dynamischen globalen Klimasystems. Deshalb gilt es primär, sie wohlerwogen und gezielt zu optimieren und dabei die Vielfalt der sozialen Determinanten in humanen Zielfunktionenbesonders zu akzentuieren. In diesem Sinn rückt der vorliegende Sammelband die Energiewende 2.0 in den Fokus. Es wird der Versuch unternommen, die dominierenden Themenfelder der Energiewende 2.0 in ihrer beherrschenden ontisch-ontologischen sowie kognitiv-diskursiven Komplexität aufzunehmen, in ihrer Widersprüchlichkeit zu reflektieren, die vernetzte Vielfalt der Meinungen, Lösungsansätze, Handlungsoptionen und offenen Realisierungspfade mit wiederholten Bifurkationen sachlich kritisch und begründet optimistisch darzustellen, um sich im Sinne der Wissenschaft „theoria cum praxi et communebonum“ öffentlich daran zu beteiligen. Es ist eine Auswahl inhaltlich breit verteilter Veröffentlichungen, die nunmehr in systematisierender Weise zusammengestellt wurde und die nicht nur einen Überblick über die Breite und die Kontinuität der Beschäftigung mit dieser Thematik in der Leibniz-Sozietät gibt, sondern zudem Erkenntnisfortschritte verdeutlicht.“
Bibliografische Angaben / Impressum