Wir gratulieren: Runde Geburtstage im 3. Quartal 2018
Haßler, Gerda (65); 04.07.1953
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Meisig, Konrad (65); 03.07.1953
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Peter Knoll Ehrungen, Jubiläen
Haßler, Gerda (65); 04.07.1953
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Meisig, Konrad (65); 03.07.1953
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr ehemaliges Mitglied, den Sprachwissenschaftler
Prof. Dr. Ronald Lötzsch
der am 16. Juni 2018 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Ronald Lötzsch nahm 1951 an der Leipziger Universität ein Studium der Ethnographie auf, wurde aber kurz darauf an die Universität Leningrad entsandt, wo er von 1951 bis 1956 das Fach Russistik belegte und an Lehrveranstaltungen zu anderen slawischen Sprachen, zu Litauisch, Französisch und Sanskrit teilnahm. Anschließend wurde er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Leipzig tätig. Seit 1961 arbeitete er dann an der Deutschen Akademie der Wissenschaften/Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin, zunächst am Institut für Slawistik, ab 1969 am Zentralinstitut für Sprachwissenschaft. 1962 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Dissertation „Die spezifischen Neuerungen der sorbischen Dualreflexion“, die auch als Buch erschien. An der Akademie leitete er verschiedene Forschungsgruppen. Von 1973 bis 1979 stand er dem Bereich Slawistik, Finnougristik und Balkanologie vor, von 1979 bis 1982 der Forschungsgruppe für Grammatik und Strukturtypologie. 1993 wurde er an die Universität Leipzig auf den Lehrstuhl für sorabistische Sprachwissenschaft berufen, den er bis 1995 innehatte, und war zugleich Leiter des dortigen Instituts für Sorabistik. Lötzschs Spektrum der Spachen, mit denen er sich wissenschaftlich beschäftigte, war breit. Es finden sich Arbeiten zu fast allen Sprachen Ost- und Mitteleuropas, einschließlich des Türkischen. Hervorzuheben ist sein „Jiddisches Wörterbuch“ von 1990/92.
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Wirtschafts- und Politikwissenschaftler
Prof. Dr. Elmar Altvater
der am 01. Mai 2018 im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

Wir gedenken Elmar Altvater, der am 1. Mai im Alter von 79 Jahren verstarb.
Von 1971 bis 2004 lehrte er als Professor für Politische Ökonomie am Otto-Suhr-Institut (OSI) der Freien Universität Berlin. Zu den großen Politik-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern dieses Landes zählend, war er zugleich unbestritten ein akademischer Lehrer von hohem Format. Beispielshaft in seinem vielfältigen Wirken waren die enge Verbindung von Wissenschaft und Politik, seine vielfachen Wortmeldungen in der breiteren Öffentlichkeit – er entsprach damit im besten Sinne dem Leibnizschen Kerngedanken von theoria cum praxi. Unsere Sozietät wählte Elmar Altvater 1998 zu ihrem Mitglied.
Peter Knoll Mitteilungen, Plenum, Wahlen
Das Plenum der Leibniz-Sozietät trat am 12. April 2018 zu seiner Jahresgeschäftssitzung 2018 zusammen. Die Sitzung wurde von Präsident Gerhard Banse eröffnet.
Auf der Tagesordnung standen die Zuwahl neuer Mitglieder der Leibniz-Sozietät, die Neuwahl des Präsidiums sowie der Bericht des bisherigen Präsidiums über die geleistete wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit, der Finanzbericht und der Bericht der Kassenprüfer.
Den Bericht des Präsidiums über die wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit der Sozietät erstattete im Auftrag des Präsidiums MLS Heinz-Jürgen Rothe, Sekretar des Plenums, den Finanzbericht der Schatzmeister MLS Ulrich Busch.
Peter Knoll Nekrologe Engler.W
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Romanisten
Prof. Dr. Winfried Engler,
der am 22. März 2018 im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin trauert um Professor Dr. Winfried Engler, Mitglied der Sozietät seit 1995, der am 22. März dieses Jahres im Alter von 82 Jahren in Berlin-Frohnau verstarb. Wir gedenken eines Wissenschaftlers, der sich im In- und Ausland bleibende Verdienste auf dem Fachgebiet der Romanischen Philologie, insbesondere der französischen Literatur erworben hat.
Peter Knoll Aus der Sozietaet, Wahlen
Am 12. April wählten die Mitglieder der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin in ihrer Jahresgeschäftssitzung für die nächsten drei Jahre ein neues Präsidium. Dabei wurden der Präsident Prof. Dr. Gerhard Banse, die Vizepräsidenten Prof. Dr. Armin Jähne, Prof. Dr. Bernd Meier und Prof. Dr. Dorothee Röseberg, der Schatzmeister Doz. Dr. Ulrich Busch sowie der Sekretar des Plenums Prof. Dr. Heinz-Jürgen Rothe mit einem überwältigenden Votum in ihren Ämtern bestätigt.
Ich darf in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Wahlausschusses dem alten und neuen Präsidium sehr herzlich zu dieser beeindruckenden Zustimmung gratulieren, für den unermüdlichen, selbstlosen Einsatz für die Interessen der Gelehrtengemeinschaft danken und für die künftigen Aufgaben viel Erfolg, Kraft und Zuspruch wünschen.
Prof. Dr. Ekkehard Höxtermann
Vorsitzender des Wahlausschusses
Peter Knoll Aus der Sozietaet, Wahlen
Professor Dr. habil. Ingolf Blasig, Jhg. 1951, Fachgebiet Biochemie, Pharmakologie
Professor Dr. habil. Marco Bonhoff, Jhg. 1970, Fachgebiet Seismologie, Rheologie
Professor Dr. Björn Egbert, Jhg. 1982, Fachgebiet Pädagogik, Grundschuldidaktik
Professorin Dr. habil. Maria Grozeva-Minkova, Jhg. 1948, Fachgebiet: Germanistik, Angewandte Sprachwissenschaft
Professor Dr. Michael Haller, Jhg. 1945, Fachgebiet Kommunikations- und Medienwissenschaft
Professorin Dr. habil. Gerda Haßler, Jhg. 1953, Fachgebiet Sprachwissenschaft, Romanistik
Professorin Dr. Annette Hoxtell, Jhg. 1982, Fachgebiet Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Pädagogik
Dr. habil. Peter Jehle, Jhg. 1954, Fachgebiet Kulturgeschichte, Romanistik
Dr. habil. Horst Märten, Jhg. 1953, Fachgebiet Kernphysik, Geophysik
Dr. Norbert Mertzsch, Jhg. 1950, Fachgebiet Chemie, Technologie
Professor Dr. habil. Jochen Oltmer, Jhg. 1965, Fachgebiet Geschichte, Migrationsforschung
Professor Dr. habil. Gerhardt Pfaff, Jhg. 1953, Fachgebiet Anorganische Festkörperchemie
Professorin Dr. habil. Marie-Luise Raters, Jhg. 1961, Philosophie und Ethik
Professor Dr. habil. Werner Regen, Jhg. 1954, Fachgebiet Kommunikationswissenschaft, Wissenschaftsphilosophie
Professor Dr. Werner Sauter, Jhg. 1950, Fachgebiet Volkswirtschaftslehre, Pädagogische Psychologie
Professor Dr. habil. Winfried Thielmann, Jhg. 1966, Fachgebiet Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Professorin Dr. habil. Monika Walter, Jhg. 1942, Fachgebiet Literaturwissenschaft, Romanistik
Professor Dr. habil. Wenjiao Xiao, Jhg. 1967, Fachgebiet Geodynamik, Geotektonik, Strukturgeologie
Peter Knoll Ehrungen Feistel.R

Das Präsidium der Leibniz-Sozietät gratuliert ganz herzlich seinem Mitglied
Rainer Feistel,
der von der European Geosciences Union (EGU) für seine bahnbrechenden Beiträge zur modernen Ozeanographie die Fridtjof Nansen Medaille 2018 erhalten hat (s.a. Leibniz Online, 28, 2017)
Zum Vortrag: https://presentations.copernicus.org/EGU2018-1354_presentation.pdf
Zur Laudatio: https://www.egu.eu/awards-medals/fridtjof-nansen/2018/rainer-feistel/
.
Peter Knoll Nekrologe Schneck.P

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Medizinhistoriker
der am 02. April 2018 im Alter von 82 Jahren verstorben ist.
Der Weg wissenschaftlicher Selbstfindung von Peter Schneck verlief nicht geradlinig. Nach dem Abitur in Dresden nahm er 1955 ein Medizinstudium an den Universitäten Leipzig und Greifswald auf. Anschließend arbeitete er als Militärarzt in Kamenz. Seine Promotionsschrift zum Dr. med. befasste sich mit „Stand und Perspektive der Wasserversorgung in den Landgemeinden des Kreises Fürstenwalde/Spree“. 1965 bis 1970 erfolgte an der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ in Dresden die Ausbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Danach praktizierte er bis 1977 in beiden Fächern als Leiter einer Staatlichen Arztpraxis in Kamenz. In eben dieser Zeit erfolgte eine wissenschaftlichge Neuorientierung, die sich 1975 in der Promotion zum Dr. phil. an der TU Dresden niederschlug. Das Thema der vorgelegten Arbeit lautete: „Die sozial-medizinischen Aspekte der Lage der Arbeiterinnen in Deutschland im letzten Drittel des 19. Jh. – dargestellt anhand der sozialen und gesundheitlichen Verhältnisse der Fabrikarbeiterinnen in der sächsischen Oberlausitz“.
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Mediziner
der am 05. März 2018 im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

Nach dem Abitur begann Stephan Tanneberger ein Studium der Chemie und der Humanmedizin an der Universität Leipzig, zweier Fächer, die von den späteren beruflichen Möglichkeiten gar nicht so weit auseinander lagen. Er schloß es 1961 mit der Promotion über ein naturwissenschaftliches Thema ab. 1964 folgte die Promotion im Fach Medizin. 1970 habilitierte er sich, ebenfalls in Leipzig. Er arbeitete zunächst als Oberarzt (1971), dann als Chefarzt (1972). Von 1973 war sein ärztliches Wirken und Forschen eng mit der AdW der DDR verknüpft, wo er als stellvertretender ärztlicher Direktor, später Direktor des Zentralinstituts für Krebsforschung in Berlin-Buch tätig war. Ab 1989 übte er zudem Funktionen als Vorsitzender des Zentrums für Medizinische Wissenschaft an der Akademie, als Onkologe im Auftrag der WHO in verschiedenen Entwicklungsländern und in leitender Position beim Erfahrungsaustausch sowie bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Krebsbekämpfung in zahlreichen Ländern aus, immer vom ärztlichen Ethos geleitet und getreu der hohen Leibniz’schen Maxime „Theoria cum praxi et commune bonum“.
Krause, Werner (80); 01.05.1938
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
Hardeland, Rüdiger (75); 23.06.1943
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
Winkler, Rose-Luise (75); 27.04.1943
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Kind, Rainer (75); 06.04.1943
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
Peter Knoll Nekrologe Schmidt.M
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied,
den Politikwissenschaftler und Friedensforscher
der am 08. Januar 2018 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Nach dem Abitur arbeitete Max Schmidt zunächst beim Arbeitsamt und Gericht in Mühlhausen, dann – ab 1951 – bei der SDAG Wismut in Oberschlehma und legte wenig später die Lehrerprüfung für Gesellschaftswissenschaften an der Verwaltungsschule „Edwin Hoernle“ in Weimar ab, an der er als Lehrer verblieb. 1954 – 1957 studierte er Politik- und Rechtswissenschaft an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschafte der DDR und absolvierte anschließend ein postgraduales Studium in Moskau. 1972 promovierte er am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED mit einem Thema aus dem Bereich der Imperialismustheorie. 1984 habilitierte er sich.