Bericht des Arbeitskreises Emergente Systeme, Information und Gesellschaft der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin für das Jahr 2020
Wolfgang Hofkirchner und Hans-Jörg Kreowski, 18. Januar 2021:
Bericht des Arbeitskreises Emergente Systeme, Information und Gesellschaft der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin für das Jahr 2020
(gleichzeitig Forschungsgruppe von The Institute for a Global Sustainable Information Society (GSIS) in Wien und Special Interest Group der International Society for the Study of Information IS4SI))
Das Berichtsjahr 2020 ist durch die Beschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie nicht ganz wie ursprünglich geplant verlaufen. Einige Aktivitäten fanden online statt. Ein geplanter Workshop des AKs ist ganz ausgefallen. Er sollte im Juli in Bremen stattfinden im Rahmen der internationalen Konferenz S-BPM ONE 2020 (die Konferenz wurde ohne Workshops im Dezember online durchgeführt).
1 Projekte
Der Abschluss des laufenden Buchprojekts von Wolfgang Hofkirchner zum Thema Emergent Transformation ist für Ende Mai 2021 geplant. Näheres siehe https://gsis.at/projects/#EmergentTransformation/ .
Das Modellierungsprojekt zur Covid-19-Pandemie COVID-19 Epidemic Austria Simulation Model in Österreich wird koordiniert von AK-Mitglied Peter Fleissner. Näheres siehe https://gsis.at/category/projects/covid-19-simulation/.
Die Fakultät für Informatik und Statistik der Wirtschaftsuniversität Prag hat mit GSIS ein Memorandum für ein gemeinsames Projekt zu Information Ethics, Responsibility and Sustainability für die Jahre 2020 -2022 unterzeichnet. Es löst das bisherige Projekt Systems Approaches to Information Ethics ab. Das Projekt wird von AK-Mitglied Tomáš Sigmund und Wolfgang Hofkirchner koordiniert. Näheres siehe https://gsis.at/category/projects/information-ethics/.
Das Dokumentarfilmprojekt Lernen lernen unter der Regie von Sophie Huber-Lachner ist abgeschlossen worden. Näheres siehe https://gsis.at/category/project/lernen-lernen/.
Das Eigenprojekt Single Integrated Science of Information (SISI) läuft seit 2019 und wird von Mark Burgin und Wolfgang Hofkirchner koordiniert. Es zielt auf eine eigenständige Informationswissenschaft ab. Näheres siehe https://gsis.at/category/project/sisi/.
Das von den AK-Mitgliedern José María Díaz Nafría und Teresa Guarda koordinierte Drittmittelprojekt glossaLAB läuft seit 2019 und hat die Entwicklung einer interaktiven und offenen Plattform für konzeptionelle Erläuterung von Wissen zum Ziel. An dem Projekt sind beteiligt: Universidad Estatal Península de Santa Elena (Ecuador), Madrid Open University (Spain), GSIS – The Institute for a Global Sustainable Information Society (former UTI Group) (Austria), BITrum – Grupo de investigación (Spain), Universidad de León (Spain), Institute for Design Science (Germany), International Society for the Study of Information (Austria), Yachay University of Technology (Ecuador) un Universidad Politécnica Salesiana (Ecuador). Näheres siehe https://gsis.at/category/project/glossalab/.
Das laufende vom AK-Mitglied Annette Grathoff koordinierte Eigenprojekt Evolution of Information Processing Systems hat seinen Fokus auf interdisziplinäre Zusammenarbeit und Austausch. Näheres siehe https://gsis.at/category/project/evolution-of-information-processing-systems/.

Von der allgemeinbildenden Schule in die Arbeitswelt in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche:
Zukunft der Arbeit
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin verlieh an ihrem Leibniz-Tag am 26. November 2020 die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille an den Leiter des Instituts für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. William F. Martin, für seine bahnbrechenden Forschungen über die Evolution der Zellen und den Ursprung des Lebens auf der Erde.
1957 in Bethesda (Maryland/USA) geboren, besuchte William Martin die Richardson High School und das Richland College in Dallas (Texas) und studierte an der Texas A&M University in College Station Biologie. Hier weckte der Mikrobiologe Willard A. Taber (1925–2017) sein Interesse an der Evolution der Zellen, als er 1978 in einer Vorlesung auf einen möglichen symbiogenetischen Ursprung der Chloroplasten hinwies. Von 1981 bis 1985 setzte Martin sein Biologiestudium an der Universität Hannover fort, wo er sich Rüdiger Cerff (1940–2020) am Institut für Botanik anschloss, um schließlich bei Heinz Saedler (* 1941) am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln genetisch zu arbeiten. Nach der Promotion (Köln 1988) kehrte er zu Cerff zurück, der inzwischen am Institut für Genetik der TU Braunschweig forschte, und habilitierte sich 1992 für Botanik. 1999 folgte er einem Ruf auf die C4‑Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.