Einladung zur nächsten Sitzung des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“
Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein:
13. September 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16.
Vor mehr als eineinhalb Jahren hatten wir uns im Arbeitskreis auf die genannte thematische Reihe verständigt. Nunmehr erfolgt eine Rückschau auf bisherige Debatten. Zugleich geht es um nächste Themen und Schritte. Folglich ist das Thema
„Transformation und Zeitdiagnose – eine Zwischenbilanz“
Länger- und kurzfristige ökonomische, technologische, politische, soziale und kulturelle Veränderungen haben die gesellschaftliche Konstellation von regionaler bis globaler Ebene so drastisch, zum Teil dramatisch geprägt, dass jede Suche nach alternativen Entwicklungen (also gerade auch die Frage nach Transformationen) sich ihrer Voraussetzungen und Bedingungen neu vergewissern muss: Wo stehen wir, was ist notwendig, was überhaupt möglich? – Zeitdiagnose. WEITER

Als interessant und weiterführend mit Blick auf Zeitdiagnostik und Problembeschreibung erschien den Organisatoren zudem die Hinzuziehung einer weiteren Schrift – Die Ökonomie des Alltagslebens. Für eine neue Infrastrukturpolitik. Berlin: Suhrkamp 2019. Denn diese Schrift war von Wolfgang Streeck für die deutsche Ausgabe eingeleitet worden und stand unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang mit der erstgenannten Publikation. Das versprach Anregungen, zumal es zu beiden Ausarbeitungen bereits eine breitere Diskussion in Deutschland gibt, die sich in wesentlichen Aspekten ihrer Einschätzungen zu den jeweils vorgeschlagenen Wegen aus einer fehlgesteuerten Globalisierung unterscheiden.
Das Buch versteht sich als Zeitdiagnose in direkter Tradition zu Karl Polanyi. Hatte Streeck vor einigen Jahren („Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“) den brechenden Zusammenhang von Demokratie und Kapitalismus thematisiert, so sieht er dort noch geäußerte Alternativen als gescheitert an: Die EU eben ist ein „scheiterndes Imperium“, sie stellt sich dar „als weltregionale Erscheinungsform einer allgemeinen Transformationskrise“ (145).
Die knapp dreistündige Diskussion am 24.11. mit vierzehn Teilnehmenden hatte das Buch von



