Wissenschaftliche Konferenz „Menschen im Weltraum“; Ankündigung und Einladung

Die Leibniz-Sozietät bereitet für Donnerstag, den 17. Mai 2018 eine ganztägige wissenschaftliche Konferenz in Berlin vor
zum Thema

„Menschen im Weltraum“

vor.  Das Thema kann mit Ausrufezeichen und mit Fragezeichen verstanden werden: Realismus und Fiktion.

Die Weltraummission Sojus 31/Sojus29 Start am 26.08.1978, 14.51 UTC Arbeiten in der Orbitalstation Salut-6 Landung 03.09.1978, 11.40 UTC
Die Weltraummission Sojus 31/Sojus29
Start am 26.08.1978, 14.51 UTC
Arbeiten in der Orbitalstation Salut-6
Landung 03.09.1978, 11.40 UTC

Anlass der Konferenz ist der bevorstehende 40. Jahrestag der Weltraummission Sojus 31/Sojus29, an der Sigmund Jähn, aktiver Jagdflieger, Inspekteur für Flugsicherheit im Kommando Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der Nationalen Volksarmee der DDR, delegiert durch die Akademie der Wissenschaften der DDR, als Forschungskosmonaut beteiligt war.
Die Mission im August/September 1978 war erst die dritte Weltraummission unter Beteiligung eines Raumfahrers, der weder Staatsbürger der UdSSR noch Staatsbürger der USA war. Die UdSSR hatte zu Beginn des Jahres 1978 ein großes Raumschiff (Salut-6) im Erdorbit stationiert, das mit zwei Andockstutzen ausgestattet war, so dass die Besatzungen von zwei Sojus-Raumschiffen gleichzeitig an Bord der Orbitalstation ihre jeweiligen Missionen erfüllen konnten. Zur Beteiligung am Salut-Sojus-Programm, das später durch das Mir-Sojus-Programm fortgesetzt wurde, hatte der Rat Interkosmos bei der Akademie der Wissenschaften der UdSSR alle interessierten Nationen eingeladen.

Die Akademie der Wissenschaften der DDR hat den Forschungskosmonauten Sigmund Jähn noch 1978 mit ihrer Leibniz-Medaille ausgezeichnet und ihn 1983 auf Grund seiner Dissertation auf dem Gebiet der Fernerkundung zum Doktor der Naturwissenschaften promoviert. Dr. Jähn wurde zum Mitglied des nationalen Komitees zur Koordinierung der Beiträge der DDR zur Erforschung und Nutzung des Weltraumes zu friedlichen Zwecken, zuständig für die Fragen der bemannten Raumfahrt, berufen. Ab Oktober 1990 arbeitete Dr. Jähn als Konsultant des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der European Space Agency (ESA) für die Vorbereitung von Raumfahrer-Kandidaten für den Einsatz als Kosmonaut auf sowjetischen bzw. russischen Raumstationen.
Der zweite Deutsche, der einen Einsatz als Forschungskosmonaut absolvierte, war Klaus Dietrich Flade, Testpilot der Bundesluftwaffe. Er war beteiligt an der Weltraummission Sojus TM-14/Sojus TM-13, Start 17.03.1992, Arbeiten auf der Orbitalstation Mir, Landung 25.03.1992.

Dr. Sigmund Jähn ist seit 2011 Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät.
Er unterstützt tatkräftig die Aktivitäten der Leibniz-Sozietät zur Förderung der Weltraumwissenschaften.

Anfragen zur Konferenz bitte an die Mitglieder der Leibniz-Sozietät
Lutz-Günther Fleischer unter fleischer-privat@gmx.de,
Dieter B. Herrmann unter post@dbherrmann.de
Heinz Kautzleben unter kautzleben@t-online.de

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