Öffentliche wissenschaftliche Veranstaltungen im September 2016
Pressemitteilung 09-2016 erschienen
Peter Knoll Mitteilungen, Nekrologe Pätzold.K, Schmidt.W

Prof. Dr. Kurt Pätzold
* 03. Mai 1930, † 18.August.2016
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996
Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Historiker Prof. Dr. Kurt Pätzold, der am 18. August 2016 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
Am 18. August 2016 starb nach schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren in Berlin unser Mitglied Prof. Dr. Kurt Pätzold. Mit ihm verliert die deutsche Geschichtswissenschaft einen bedeutenden, national wie international renommierten Historiker. Er hat sich Verdienste vor allem um die Erforschung und Darstellung der Geschichte des deutschen Faschismus und insbesondere von dessen verbrecherischer Politik der Judenverfolgung und -vernichtung erworben.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet Busch.U, Thomas.M
Zum Band 42(2015) der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät zum Thema
„Ein Vierteljahrhundert Deutsche Einheit. Facetten einer unvollendeten Integration“
(Ulrich BUSCH und Michael THOMAS (Hg.):
ist in der Zeitschrift für Politik 63 (2016), Heft 3, S. 347 – 348 eine Rezension erschienen.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet Dill.H-O, Ette.O
Zur Neuerscheinung
Ottmar Ette:
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2016, 160 Seiten
ist in der Zeitung „Junge Welt“ eine ausführliche Rezension unseres Mitglieds Hans-Otto Dill erschienen.
Die „Junge Welt“ schreibt dazu in ihrer Ausgabe vom 12.08.2016:
„Die Debatte um den Literaturwissenschaftler und SS-Hauptsturmführer Hans Robert Jauß ist abermals entbrannt«, schreibt die FAZ in ihrer Ausgabe vom 16.6. dieses Jahres. 2014 wurde im Audimax der Universität Konstanz, wo Jauß gelehrt hatte, Gerhard Zahners Theaterstück »Die Liste der Unerwünschten« aufgeführt. Darin wird eine Mitschuld von Jauß an der Deportation französischer Kriegsfreiwilliger ins KZ Stutthof nahegelegt. Die Inszenierung schlug Wellen, und die Universität Konstanz gab daraufhin eine historische Dokumentation in Auftrag, die aus der Feder von Jens Westemeier im Mai 2015 online unter dem Titel »Jugend, Krieg und Internierung« veröffentlicht wurde. Der Romanist Ottmar Ette hat sich ebenfalls mit der Causa Jauß beschäftigt und dazu im Juni ein Buch publiziert. Wir veröffentlichen an dieser Stelle eine Rezension des Fachkollegen Hans-Otto Dill.“
Peter Knoll Abhandlungen, Aus der Sozietaet, Gesellschaftsanalyse und Klassen Banse.G
Gerhard Banse ist einen außergewöhnlichen Lebens- und Entwicklungsweg gegangen: vom Lehrer an einer achtklassigen Dorfschule zum Präsidenten der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. Ein solch langer, erfolgreicher Weg regt zu der berechtigten Frage an, welche Spuren auf ihm hinterlassen worden sind. Freunde, Kollegen, Weggefährten und nicht zuletzt seine Ehefrau haben sich deshalb auf die Suche jener Spuren begeben, die signifikant für die wissenschaftliche Laufbahn Gerhard Banses und für die Entwicklung seiner Persönlichkeit wurden, für Sensibilisierungen des Menschen und Gelehrten, den Kreis seiner Interessen und die Einbindung in Beziehungsgeflechte samt der Impulse, die aus ihnen kamen. Welchen Einflüsse prägten Person und Werk Gerhard Banses, welche Anregungen empfing er, wie handhabte er sie, wie wirkten sich so genannten „jähen Wendungen“, d.h. der gesellschaftliche Umbruch am Ende des 20. Jahrhunderts, auf sein wissenschaftliches Schaffen aus? Es ist das ewige Erkunden nach dem Woher, dem Ausgangspunkt, und dem Wie des Werdens, des Resultats, mit dem sich die einzelnen Beiträge dieser eindrucksvollen Festgabe befassen. Ergebnis ist ein buntes Kaleidoskop aufgefundener Spuren, von Meinungen und Wertschätzungen, und damit ein sympathisches Bild des Wissenschaftlers, Wissenschaftsorganisators, des Humanisten, Menschen, Kollegen, Freundes und Ehemanns Gerhard Banse.
Ein schönes Geschenk zu seinem 70. Geburtstag.
Hartung Leibniz Online, Mitteilungen, Plenum Davalieva.K, Dill.H-O, Hörz.H, Klenner.H, Köhler.M., Kolditz.L, Kuzior.P, Oberkofler.G, Polenakovich.M, Sylvers.M

Alle in den vorangegangenen Nummern erschienenen Beiträge sind unter Leibniz Online aufrufbar, entweder unter den Kategorien (siehe linke Spalte) oder im Menü unter Publikationen (hier das entsprechende Portfolio mit dem Adobe Reader öffnen).
Michael Köhler (MLS): Welt aus dem Nichts
PDF-Download (eingestellt am 3. August 2016)
Malcolm Sylvers (MLS): Zionismus und der unendliche Nahost Konflikt:
Das politische und soziale Denken Theodor Herzls
PDF-Download (eingestellt am 20. Juni 2016)
Lothar Kolditz (MLS): Entropie, Selbstorganisation und Evolution, der Energieaustausch
PDF-Download (eingestellt am 13. Juni 2016)
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet Gross.J
Von Johann Gross (MLS) ist im Verlag am Park der Eulenspiegel Verlagsgruppe eine interessante neue Buchpublikation über die Wendezeit an der Berliner Charité erschienen.
Auf der Webseite der Verlagsgruppe heißt es dazu:
„Die Berliner Charité, Deutschlands bekanntestes Krankenhaus, war zugleich ein Zentrum von Forschung, Lehre und Weiterbildung. Sie war Teil der Universität, welche zu DDR-Zeiten den Namen Humboldt erhielt. Nach dem Ende der DDR fand auch in der Charité ein erheblicher Austausch des Führungspersonals statt, die Medien lieferten die Begleitmusik mit Stasi-Hysterie und Skandalgeschichten. Die Charité, auch zu DDR-Zeiten national und international eine bekannte Universitätsklinik, schien nun in der öffentlichen Wahrnehmung eine Außenstelle des MfS und des Politbüros gewesen zu sein.
Der Autor leitete in der Charité über viele Jahre erfolgreich das für die Laboratoriumsmedizin zuständige Institut. Als Nomenklaturkader gehörte auch er zu den sogenannten »Eliten«, die nach 1989 entlassen werden sollten. Er setzte sich dagegen zur Wehr und kapitulierte nicht. Mit Sachkenntnis dokumentiert er hier, wie sich die Belegschaft aufbäumte, als Vielen die Entlassung drohte. Er berichtet von der Wandlung des Denkens der Mitarbeiter und den Zeichen der Entsolidarisierung bei der Etablierung der neuen Charité.“
Herr Uni.-Prof. Dr. Erik Gawel, Prof. für Volkswirtschaftslehre; Direktor des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement an der Universität Leipzig und Leiter des Department Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, trug auf Einladung des Präsidiums der Leibniz-Sozietät am 12. Mai zu dem Thema vor:
Mit ihrer Jahrestagung im Mai 2012 stellte die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften unter der Thematik: „Energiewende–Produktivkraftentwicklung und Gesellschaftsvertrag“ den – inzwischen offenkundig und spürbar – tief in die Gesellschaft eingreifenden Transformationsprozess „Energiewende in Deutschland“ in der objektiv gebotenen inhaltlichen und methodischen Breite“ in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen. Seither hat sie insbesondere mit Kolloquien, wie Erneuerbare Energieträger – Eigenschaftsprofile, Probleme und Perspektiven ihrer Nutzung unter den Bedingungen Deutschlands; Energiespeichertechnologien: Notwendigkeiten, Problemspektren, wissenschaftlich-technische Entwicklungen und Perspektiven sowie Klima und Menschheit mit dem grundlegenden Vortrag unseres Mitgliedes H.-J. Schellnhuber: Die Nichtlinearität des Klimasystems, die Diskussionen fortgeführt und erweitert. Hinzu kamen mehrere Beiträge mit engen Bezügen zu dem facettenreichen Themenfeld in der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie im AK GeoMUWA. Das liegt in der Logik der Sache und unserem Anliegen. Handelt es sich doch um einen zentralen Gegenstand aktueller wissenschaftlicher sowie anhaltender politischer Debatten. Das hochkomplexe Thema verdeutlicht beinahe prototypisch das Grundanliegen der Leibniz-Sozietät: wissenschaftlich und gesellschaftlich bedeutsame Aufgaben und Herausforderungen interdisziplinär und transdisziplinär zu erörtern, um auf aktuell Erforderliches, Zukünftiges – Mögliches, Notwendiges, Erstrebenswertes und zu Verhinderndes – zu verweisen.
Peter Knoll Aus der Sozietaet, Leibniz-Tag
Wie seit längerem angekündigt, findet der traditioinelle Leibniztag 2016 am 07.07.2016 in Berlin statt. Infolge einiger organisatorischer Probleme musste der ursprünglich vorgesehene Veranstaltungsort verlegt werden. Der aktuelle Veranstaltungort ist zusammen mit dem Programm im kürzlich erschienenen Flyer angegeben.
Über die zahlreiche Teilnahme unserer Mitglieder sowie weiterer interessierter Kolleginnen und Kollegen und Vertreter der Öffentlichkeit würden wir uns sehr freuen.
Peter Knoll Außerhalb der Sozietaet, Mitteilungen Ebner.L
Der dem Andenken unseres verstorbenen Mitglieds Lothar Ebner gewidmete „Lothar Ebner Innovationspreis“ wird auch in diesem Jahr von der Wirtschafts-, Innovations- und Tourismiusförderung GmbH Hennigsdorf ausgelobt („Märker“ Nr. 24, Sonnabend/Sonntag 11./12. Juni 2016, S. 4.).
Wir sehen darin eine weitere verdiente Anerkennung der Arbeit unseres verstorbenen Mitglieds (s.a. Wasserbuch).