Neuer Arbeitskreis „Emergente Systeme …“ gegründet

Emergente Systeme, Information und Gesellschaft – Informatik und Gesellschaft bilden mit Systemwissenschaften einen Arbeitskreis

Am 5. Juni 2015 wurde der Arbeitskreis „Emergente Systeme, Information und Gesellschaft“ gegründet. Die Gründung erfolgte im Rahmen des ISIS Summit Vienna 2015, einer Tagung zur Zukunft der Informationsgesellschaft, die an der Fakultät für Informatik der TU Wien stattfand. Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (LS) war dabei unter den Koorganisatoren.

Einer spontanen Idee auf der wissenschaftlichen Konferenz der LS Vom Mineral zur Noosphäre über V. I. Vernadskij 2013 folgend, waren der Gründung diverse Gespräche vorausgegangen, die auf Anregung von Herrn Klaus Fuchs-Kittowski, MLS, immer stärker in eine bestimmte Richtung führten.

Inhaltlich geht es bei dem Arbeitskreis um ein wissenschaftliches, disziplinübergreifendes Verständnis von Information in Natur, Technik und Gesellschaft und um die Wechselbeziehungen zwischen Systemansätzen und Informationswissenschaften mit besonderer Berücksichtigung von Informatik und Gesellschaft. In dem Maße, in dem Information und Informationstechnik zum Schlüssel für die zukünftige Gestaltung der menschlichen Gesellschaft werden, kommt es auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Beiträgen von Systemtechnik, Systemwissenschaften und Informatik zur weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft an – weit über eine rein technologische Betrachtung hinaus.

Ein Gespräch zwischen dem Präsidenten der LS, Herrn Gerhard Banse, und dem Präsidenten des Bertalanffy Centers for the Study of Systems Science (BCSSS), Herrn Wolfgang Hofkirchner, MLS, auf dem European Meeting on Cybernetics and Systems Research (EMCSR) 2014 in Wien verabredete weitere Schritte. Die Tagung Informatik und Gesellschaft 2015 in Berlin, von der LS und der HTW zu Ehren Klaus Fuchs-Kittowskis aus Anlass seines 80. Geburtstages veranstaltet, bereitete die Gründung des Arbeitskreises vor, der auf dem Lebenswerk Fuchs-Kittowskis aufbauen kann.

Der Arbeitskreis ist eine Kooperation mit dem Bertalanffy Center (BCSSS) und der International Society for Information Studies (ISIS). Er ist deckungsgleich mit einer Research Group des BCSSS und einer Special Interest Group der ISIS (ist in Beantragung) unter dem englischen Titel „Emergent Systems, Information and Society“.

Wolfgang Hofkirchner ist Leiter des AK und Hans-Jörg Kreowski, MLS, ist sein Stellvertreter. Im Dezember 2015 wird sich der Arbeitskreis im Plenum der LS vorstellen.

Interessentinnen und Interessenten mögen sich bitte wenden an:

–    Wolfgang Hofkirchner, Technische Universität Wien: wolfgang.hofkirchner@tuwien.ac.at

–    Hans-Jörg Kreowski, Universität Bremen: kreo@informatik.uni-bremen.de

Ein Gedanke zu “Neuer Arbeitskreis „Emergente Systeme …“ gegründet

  1. Der niederländische Forscher R.W. VAN BEMMELEN hat 1953 in seinem Aufsatz „Die Methode in der Geologie“ die Einheit von funktionalen und emergenten geologischen Erkenntnissen begründet.
    Das „natürlich geschlossene System“ (Offhaus 1974, 1999) verifiziert die Erkenntnis VAN BEMMELENS durch den Nachweis eines funktionalen geologischen Zusammenhangs im Strukturbau der Altmark, der als arithmetische Relation bezeichnet wurde.
    Die funktionalen Zusammenhänge der arithmetischen und geometrischen Relation der Geologie, die auf der Basis metrischer,geologischer Daten abgeleitet wurden, bilden das geologische Binärsystem, das als ein Naturgesetz in der Geologie bezeichnet werden Kann.

    Die Darstellung typologischer Reihen bzw. die ontologische Bewertung in der Geologie liefern als komplexe Methoden emergente geologische Erkenntnisse. Die Entwicklung der Zeit – Skale in der Geologe ist ein typisches Beispiel der emergenten Betrachtungsweise.

    Hans Eckhard Offhaus

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