Pressemitteilung der TU Bergakademie Freiberg

Die Pressestelle der TU Bergakademie Freiberg veröffentlichte am 03.07.2014 die folgende Pressemitteilung:

„Beim Leibniz-Tag der Leibniz-Sozietät am 3. Juli in Berlin wurden die neuen Mitglieder vorgestellt, darunter Prof. Jörg Matschullat vom Interdisziplinären Ökologischen Zentrum der TU Bergakademie Freiberg. Er wurde aufgrund seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen in den Fachgebieten Geochemie und Geoökologie in die natur- und technikwissenschaftliche Klasse der Gelehrtengesellschaft gewählt.

 Zurzeit verbringt Prof. Matschullat ein Forschungssemester an der University of Queensland im australischen Brisbane. Anschließend wird er einige Monate an der Universität Akita arbeiten, die übrigens 1910 nach Freiberger Vorbild gegründet wurde. Matschullat will den Auslandsaufenthalt hauptsächlich dazu nutzen, um die Neuauflage des „Merians“ vorzubereiten. Es ist ein praxisbewährtes Standard-Nachschlagewerk, das Chemikern, Biologen, Geologen, Toxikologen, Lebensmittelchemikern und Physiologen ausführliche Informationen zu den chemischen Elementen und ihren Verbindungen in Natur und Umwelt liefert. Die Herausgabe des völlig überarbeiteten Handbuches, mit vollem Titel „Elements and their Compounds in the Environment“, ist für 2016 geplant.  

Jörg Matschullat beschäftigt sich seit seiner Diplomzeit mit Umweltfragen. Er bezeichnet sich gern als Erdsystemwissenschaftler (earth system scientist), schließlich forscht und lehrt er an einem Verständnis für das Erdsystem und seine verschiedenen Bestandteile sowie ihre Wechselwirkungen. Als Geoökologe verbindet er in seiner Lehre viele Aspekte der Geowissenschaften. Sein Forschungsinteresse gilt insbesondere der Atmosphären- und Klimaforschung sowie der Umweltgeochemie. Zuletzt beschäftigte er sich mit der Erstellung von Klimaanalysen vergangener und projizierter Verhältnisse, z.B. für das regionale Klimaanpassungsprogramm der Modellregion Dresden. „Mich fasziniert die Multidimensionalität der Thematik – diese zu begreifen und zu erklären verstehe ich als meine Lebensaufgabe“, so Matschullat.  

Seit 1999 ist er Leiter des Interdisziplinären Ökologischen Zentrums, das 1996 in Freiberg gegründet wurde. Zu dem Zeitpunkt wurden die ersten Studiengänge gegründet, die sich direkt mit Umweltfragen beschäftigen. Erst kürzlich übersetzte er in einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe den Klimawandel-Klassiker „Streitfall Klimawandel“ von Mike Hulme aus dem Englischen ins Deutsche.  

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. ist eine freie Vereinigung von Natur-, Technik-, Geistes- und Sozialwissenschaftlern. Sie steht in der Tradition der von Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahre 1700 gegründeten Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften. 1993 als eingetragener Verein mit Sitz in Berlin konstituiert, baut die Sozietät auf den eigenständigen Forschungen ihrer Mitglieder auf und versteht sich als Forum des Meinungsaustausches und der Publizität. Die Mitglieder und Gäste pflegen den interdisziplinären Diskurs und erörtern aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen. Gegenwärtig gehören der Sozietät 310 Mitglieder an, davon 180 Natur- und Technikwissenschaftler.  

Informationen zu Werdegang und Publikationen von Prof. Jörg Matschullat:

http://tu-freiberg.de/fakultaet3/mineralogie/geochemie/matschullat  

Foto auf Nachfrage.  

Mit freundlichen Grüßen 

Madlen Domaschke
Pressesprecherin TU Bergakademie Freiberg
Akademiestraße 6, D-09599 Freiberg 
Telefon: +49 3731 39 2355
Mobil: +49 152 09214388
Fax: +49 3731 39 2418
E-Mail: madlen.domaschke@zuv.tu-freiberg.de 
Website: tu-freiberg.de“