Mentale Repräsentationen

Arbeitskreis

Mentale Repräsentationen

Gegründet am 25.1.2018

Leiter / Sprecher: PD Dr. Kerstin Störl

Kurzbeschreibung

Der Arbeitskreis „Mentale Repräsentationen“ ist als Diskussionsforum gedacht für offene Fragen an der Schnittstelle zwischen mentalen Repräsentationen und deren verbalen und nonverbalen Ausdrucksmitteln. Dabei wird herauszufinden sein, welche Repräsentationen universell und welche kulturspezifisch sind. Durch die Variabilität von Konzepten ebenso wie Ausdrucksmitteln treten unterschiedliche Arten von Interaktionen und Oszillationen auf, die es näher zu spezifizieren gilt.

In den letzten Jahren gaben neue Erkenntnisse seitens der Neurowissenschaften wichtige Aufschlüsse zu den Abläufen kognitiver Aktivitäten im Gehirn. Sie brachten damit Licht in ein lange Zeit im Dunklen liegendes Gebiet. Auch seitens der kognitiven Psychologie und der Theorie der Verkörperung (Embodied Cognition) existieren neue Ansätze zur Erforschung dieser Problematik, die eine wichtige Bedeutung für die Linguistik und die Philosophie haben. Es geht in der heutigen Diskussion nicht mehr nur um die Beziehung zwischen Sprache und Denken, sondern um ein Netzwerk von Konzepten, das durch eine Vielzahl verbaler und nonverbaler Mittel ausgedrückt wird, daher der Begriff „Multimodalität“.

Im Arbeitskreis liegt der Fokus auf der Herstellung interdisziplinärer Bezüge und die theoretischen Reflexionen sollen an einer Vielzahl unterschiedlicher kulturspezifischer Phänomene, auch außereuropäischer, überprüft werden. Eingeladen sind in erster Linie Linguisten, Philosophen, Psychologen, Neurologen, Kulturwissenschaftler, Anthropologen und es wäre wünschenswert, wenn sich Wissenschaftler, die sich mit den verschiedensten Kulturkreisen der Welt beschäftigen, beteiligten, sowie natürlich alle, die Interesse haben.

Arbeitsweise

Im Rahmen des Arbeitskreises „Mentale Repräsentationen“ werden Vorträge, Kolloquia und Workshops organisiert, die vor allem die interdisziplinäre Diskussion anregen sollen. Der Arbeitskreis dient der Herstellung von Kontakten zu Kollegen der Sozietät, die auf den verschiedensten Fachgebieten zur Thematik arbeiten, ebenso wie zu Nichtmitgliedern. Die Zusammenarbeit mit den Universitäten und Forschungseinrichtungen soll angeregt werden.

Die Veranstaltungen, die etwa zwei bis drei Mal im Jahr stattfinden werden, sind öffentlich. Sie werden über die Webseite der Leibniz-Sozietät sowie über die Arbeitskreis-Rundmail angekündigt. Anregungen sowie Vorschläge für Vorträge sind jederzeit willkommen. Bei Interesse würde ich mich über ein Mail an stoerl@rz.hu-berlin.de sehr freuen.

PD Dr. Kerstin Störl