„Vertreibung und Rückkehr von Wissenschaftlern – und hat das alles mit Translation zu tun? Ein translationshistorischer Blick auf Exil (1933–1945) und Post-Exil“
Abstract
Zwischen 1933 und 1938 gingen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich ins Exil, zunächst häufig in Nachbarländer, später zunehmend weiter nach Großbritannien oder in die USA oder wohin man sie ließ. Unter übersetzungshistorischem Aspekt stellt sich die Frage, wie Wissenschaften mehrsprachig werden. Beispielhaft soll anhand Wissenschaftlerexils in der Türkei, in Großbritannien, in Jugoslawien und in den USA gezeigt werden, welche translatorischen Strategien eingesetzt wurden und wie sich akademische Milieus transkulturalisierten. Mit dem Ende des nationalsozialistischen Regimes endet die Notwendigkeit des Exils. Was bedeutete das für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – wer kehrte zurück (nicht unbedingt in die Herkunftsländer) und unter welchen Voraussetzungen? Was bedeutet das für die wissenschaftlichen Ergebnisse, die in den Exilländern und den Exilsprachen entstanden?
Die hier vorzustellenden Forschungsergebnisse entstanden im Forschungsprojekt „Übersetzerinnen und Übersetzer im Exil“ (Wien, Mainz-Germersheim, Lausanne), abgeschlossen 2022, sowie im laufenden Forschungsprojekt „Übersetzen im Post-Exil“ (Graz, Mainz-Germersheim, Lausanne).
CV
Prof. Dr. Larisa Schippell (MLS): 1973 Studienabschluss als Dipl.-Sprachmittlerin, Romanistik, Humboldt-Universität zu Berlin (HUB);1983 Promotion Dr. phil., Romanistik, HU Berlin; 2000–2002 freiberufl. Übersetzerin/Dolmetscherin, Dozentin; 2002–2008 Vertretung Übersetzungswissenschaft, Slawistik, HUB; 2010 Rufe nach Graz und Wien; 2010–2019 Professorin am Zentrum für Translationswissenschaft, Wien; 2019-2022 Forschungsprojekt „Übersetzer im Exil“; seit 2024 Forschungsprojekt „Übersetzen im Post-Exil“.
Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
Zeit: 10:00 bis 12:00 Uhr
Ort: Rathaus Berlin-Friedrichshagen
Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.
Zoom-Einladungslink: https://uni-ms.zoom-x.de/j/2989886622?pwd=aIGwBmousTePNWOFoHRjlTULcrEtwo.1
Vortrag:
Larisa Schippel (MLS):
„Vertreibung und Rückkehr von Wissenschaftlern – und hat das alles mit Translation zu tun?
Ein translationshistorischer Blick auf Exil (1933–1945) und Post-Exil“
Abstract
Zwischen 1933 und 1938 gingen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich ins Exil, zunächst häufig in Nachbarländer, später zunehmend weiter nach Großbritannien oder in die USA oder wohin man sie ließ. Unter übersetzungshistorischem Aspekt stellt sich die Frage, wie Wissenschaften mehrsprachig werden. Beispielhaft soll anhand Wissenschaftlerexils in der Türkei, in Großbritannien, in Jugoslawien und in den USA gezeigt werden, welche translatorischen Strategien eingesetzt wurden und wie sich akademische Milieus transkulturalisierten. Mit dem Ende des nationalsozialistischen Regimes endet die Notwendigkeit des Exils. Was bedeutete das für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – wer kehrte zurück (nicht unbedingt in die Herkunftsländer) und unter welchen Voraussetzungen? Was bedeutet das für die wissenschaftlichen Ergebnisse, die in den Exilländern und den Exilsprachen entstanden?
Die hier vorzustellenden Forschungsergebnisse entstanden im Forschungsprojekt „Übersetzerinnen und Übersetzer im Exil“ (Wien, Mainz-Germersheim, Lausanne), abgeschlossen 2022, sowie im laufenden Forschungsprojekt „Übersetzen im Post-Exil“ (Graz, Mainz-Germersheim, Lausanne).
CV
Prof. Dr. Larisa Schippell (MLS): 1973 Studienabschluss als Dipl.-Sprachmittlerin, Romanistik, Humboldt-Universität zu Berlin (HUB);1983 Promotion Dr. phil., Romanistik, HU Berlin; 2000–2002 freiberufl. Übersetzerin/Dolmetscherin, Dozentin; 2002–2008 Vertretung Übersetzungswissenschaft, Slawistik, HUB; 2010 Rufe nach Graz und Wien; 2010–2019 Professorin am Zentrum für Translationswissenschaft, Wien; 2019-2022 Forschungsprojekt „Übersetzer im Exil“; seit 2024 Forschungsprojekt „Übersetzen im Post-Exil“.
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