Plenum der Leibniz-Sozietät
Rathaus Friedrichshagen, Historischer Ratssaal, Bölschestr. 87, 12587 Berlin
Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.
Der Zoom-Link wird rechtzeitig vor der Veranstaltung bereitgestellt.
Vortrag:
Georg Bretthauer (MLS)
Ein Beitrag zur Geschichte der Regelungstechnik in Deutschland
Abstract:
Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Regelungstechnik in Deutschland seit Ende der 1930er Jahre bis heute mit den in den einzelnen Epochen wichtigsten Ereignissen und Persönlichkeiten auf diesem Fachgebiet. Ausgehend von Hermann Schmidt und der „Denkschrift zur Gründung eines Institutes für Regelungstechnik in Deutschland“ im Jahre 1941 werden mit Karl Küpfmüller, Adolf Leonhard und Rudolf Quack drei weitere Wissenschaftler vorgestellt, die bereits vor und während des zweiten Weltkrieges wesentliche Beiträge geleistet haben. Neben diesen gehören auch Rudolf Carl Oldenbourg und Hans Sartorius zu den wichtigen Persönlichkeiten in diesem Fachgebiet. Anschließend werden mit Heinrich Kindler, Winfried Oppelt und Otto Schäfer die Gründungsväter der ersten drei Institute für Regelungstechnik in Deutschland vorgestellt. Nachfolgend wird die Bedeutung der DFG Schwerpunktprogramme für die Entwicklung neuer Fachdisziplinen in Deutschland gezeigt und das 1960 aufgelegte DFG-Schwerpunktprogramm „Regelungstechnik“ detaillierter beschrieben. Dieses Schwerpunktprogramm gab der Regelungstechnik in der Bundesrepublik Deutschland einen gewaltigen Aufschwung und führte dazu, dass die deutsche regelungstechnische Community weltweit wieder mit an der Spitze der Entwicklung dieses Fachgebietes rückte. Ein weiteres wichtiges Ergebnis davon war und ist die Durchführung der Regelungstechnischen Kolloquien von 1967 bis heute, deren Organisation und Inhalte kurz skizziert werden. Abschließend werden mit Irmgard Flügge-Lotz und Eveline Gottzein zwei Pionierinnen der Regelungstechnik gewürdigt.
Vita:
Georg Bretthauer studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). 1977 wurde er dort im Fach Steuerungs- und Regelungstechnik promoviert. Seine Habilitation erfolgte 1983 im Fach Automatisierungstechnik, ebenfalls an der TU Dresden. Von 1970 bis 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Regelungssysteme im Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1992 wurde er Gruppenleiter in der Einrichtung für Prozesssteuerung Dresden des FhG-Instituts für Information- und Datenverarbeitung Karlsruhe (IITB). Von 1992 bis 1997 war Georg BretthauerC4-Professor für Steuerungs- und Regelungstechnik an der TU Bergakademie Freiberg und Direktor des Institutes für Automatisierungstechnik. Von 1997 bis 2015 war er Ordinarius für Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik an der Universität Karlsruhe und Leiter des Instituts für Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik an der Universität Karlsruhe (heute: KIT Campus Süd) und Leiter des Instituts für Angewandte Informatik im Forschungszentrum Karlsruhe (heute: KIT Campus Nord). Er ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Organisationen und Einrichtungen sowie Ehrendoktor der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (2012) und der Medizinischen Universität Graz (2013). Zu seinen Ehrungen gehören die Otto-Winkler-Ehrenmedaille der Gesellschaft für Mess.und Automatisierungstechnik (GMA) 2007, der Ehrenring des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. (VDE) 2014 sowie die Grashof-Denkmünze 2023(VDI). Seit 2003 ist Georg Bretthauer Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (MLS).
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Vortrag:
Georg Bretthauer (MLS)
Ein Beitrag zur Geschichte der Regelungstechnik in Deutschland
Abstract:
Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Regelungstechnik in Deutschland seit Ende der 1930er Jahre bis heute mit den in den einzelnen Epochen wichtigsten Ereignissen und Persönlichkeiten auf diesem Fachgebiet. Ausgehend von Hermann Schmidt und der „Denkschrift zur Gründung eines Institutes für Regelungstechnik in Deutschland“ im Jahre 1941 werden mit Karl Küpfmüller, Adolf Leonhard und Rudolf Quack drei weitere Wissenschaftler vorgestellt, die bereits vor und während des zweiten Weltkrieges wesentliche Beiträge geleistet haben. Neben diesen gehören auch Rudolf Carl Oldenbourg und Hans Sartorius zu den wichtigen Persönlichkeiten in diesem Fachgebiet. Anschließend werden mit Heinrich Kindler, Winfried Oppelt und Otto Schäfer die Gründungsväter der ersten drei Institute für Regelungstechnik in Deutschland vorgestellt. Nachfolgend wird die Bedeutung der DFG Schwerpunktprogramme für die Entwicklung neuer Fachdisziplinen in Deutschland gezeigt und das 1960 aufgelegte DFG-Schwerpunktprogramm „Regelungstechnik“ detaillierter beschrieben. Dieses Schwerpunktprogramm gab der Regelungstechnik in der Bundesrepublik Deutschland einen gewaltigen Aufschwung und führte dazu, dass die deutsche regelungstechnische Community weltweit wieder mit an der Spitze der Entwicklung dieses Fachgebietes rückte. Ein weiteres wichtiges Ergebnis davon war und ist die Durchführung der Regelungstechnischen Kolloquien von 1967 bis heute, deren Organisation und Inhalte kurz skizziert werden. Abschließend werden mit Irmgard Flügge-Lotz und Eveline Gottzein zwei Pionierinnen der Regelungstechnik gewürdigt.
Vita:
Georg Bretthauer studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). 1977 wurde er dort im Fach Steuerungs- und Regelungstechnik promoviert. Seine Habilitation erfolgte 1983 im Fach Automatisierungstechnik, ebenfalls an der TU Dresden. Von 1970 bis 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Regelungssysteme im Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1992 wurde er Gruppenleiter in der Einrichtung für Prozesssteuerung Dresden des FhG-Instituts für Information- und Datenverarbeitung Karlsruhe (IITB). Von 1992 bis 1997 war Georg BretthauerC4-Professor für Steuerungs- und Regelungstechnik an der TU Bergakademie Freiberg und Direktor des Institutes für Automatisierungstechnik. Von 1997 bis 2015 war er Ordinarius für Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik an der Universität Karlsruhe und Leiter des Instituts für Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik an der Universität Karlsruhe (heute: KIT Campus Süd) und Leiter des Instituts für Angewandte Informatik im Forschungszentrum Karlsruhe (heute: KIT Campus Nord). Er ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Organisationen und Einrichtungen sowie Ehrendoktor der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (2012) und der Medizinischen Universität Graz (2013). Zu seinen Ehrungen gehören die Otto-Winkler-Ehrenmedaille der Gesellschaft für Mess.und Automatisierungstechnik (GMA) 2007, der Ehrenring des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. (VDE) 2014 sowie die Grashof-Denkmünze 2023(VDI). Seit 2003 ist Georg Bretthauer Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (MLS).
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