Prof. Dr. Bernhard Weisser Ermöglichungsstrukturen im 21. Jahrhundert. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur und die Numismatik
Abstract:
Seit 2007 gibt es den Interaktiven Katalog des Münzkabinetts (ikmk.smb.museum), seit 2021 das internationale Netzwerk ikmk.net, das mittlerweile über 50 numismatische Sammlungen enthält. Für die Numismatik ist weniger das einzelne Objekt relevant als das Objekt in seinen Kontexten wie Stempelverbindung, Typ, Münzstätte, Münzfuß oder Chronologie. Da sich die Numismatik mit seriellen Objekten wie Münzen und Medaillen befasst, gibt es seit Jahren erfolgreiche internationale Bestrebungen, die Forschungsdaten so zu organisieren, dass sie sammlungsübergreifend nutzbar sind und fachübergreifend kontextualisiert werden können. Erstmals bestehen die technischen Voraussetzungen, selbst große Münzsammlungen wie die des Münzkabinetts Berlin mit über 540.000 Objekten zu veröffentlichen. Mit Unternehmen wie dem ikmk.net gilt die Numismatik im Bereich der digitalen Transformation als beispielgebend, wie sich ein Fach als eine Art Graswurzelbewegung entlang seiner Bedürfnisse selbst organisieren kann.
Vita: Bernhard Weisser wurde 1996 in München bei Paul Zanker promoviert. Für seine Dissertation „Die kaiserzeitliche Münzprägung von Pergamon“ erhielt er das ganzjährige Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts, das ihn einmal um das Mittelmeer führte. Seit April 1996 ist er am Münzkabinett der Staatlichen Museen angestellt, seit 2015 als dessen Direktor. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die antiken Münzen bis in das späte 3. Jh. n. Chr. Eine große Rolle spielt für ihn die digitale Veröffentlichung und Kontextualisierung. Seit 1998 erfüllt er Lehraufträge an der Humboldt-Universität und ist 2009 zum Honorarprofessor ernannt worden.
Sitzung der Klasse für Sozial- und Gesietswissenschaften im
Rathaus Friedrichshagen, Historischer Ratssaal, Bölschestr. 87, 12587 Berlin
Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:
https://us06web.zoom.us/j/82674790999?pwd=phmd6Osv4zMumaMIaVFPOfFEF7r8Nl.1
Meeting-ID: 826 7479 0999 – Kenncode 536547
Vortrag
Prof. Dr. Bernhard Weisser
Ermöglichungsstrukturen im 21. Jahrhundert. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur und die Numismatik
Abstract:
Seit 2007 gibt es den Interaktiven Katalog des Münzkabinetts (ikmk.smb.museum), seit 2021 das internationale Netzwerk ikmk.net, das mittlerweile über 50 numismatische Sammlungen enthält. Für die Numismatik ist weniger das einzelne Objekt relevant als das Objekt in seinen Kontexten wie Stempelverbindung, Typ, Münzstätte, Münzfuß oder Chronologie. Da sich die Numismatik mit seriellen Objekten wie Münzen und Medaillen befasst, gibt es seit Jahren erfolgreiche internationale Bestrebungen, die Forschungsdaten so zu organisieren, dass sie sammlungsübergreifend nutzbar sind und fachübergreifend kontextualisiert werden können. Erstmals bestehen die technischen Voraussetzungen, selbst große Münzsammlungen wie die des Münzkabinetts Berlin mit über 540.000 Objekten zu veröffentlichen. Mit Unternehmen wie dem ikmk.net gilt die Numismatik im Bereich der digitalen Transformation als beispielgebend, wie sich ein Fach als eine Art Graswurzelbewegung entlang seiner Bedürfnisse selbst organisieren kann.
Vita:
Bernhard Weisser wurde 1996 in München bei Paul Zanker promoviert. Für seine Dissertation „Die kaiserzeitliche Münzprägung von Pergamon“ erhielt er das ganzjährige Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts, das ihn einmal um das Mittelmeer führte. Seit April 1996 ist er am Münzkabinett der Staatlichen Museen angestellt, seit 2015 als dessen Direktor. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die antiken Münzen bis in das späte 3. Jh. n. Chr. Eine große Rolle spielt für ihn die digitale Veröffentlichung und Kontextualisierung. Seit 1998 erfüllt er Lehraufträge an der Humboldt-Universität und ist 2009 zum Honorarprofessor ernannt worden.
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