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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDie Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nMobilitätspolitik im Koalitionsvergleich 2021–2029: Ziele auf der Überholspur oder nur Standstreifen? \nAbstract: \nKernaussage: Weltweit ist Elektromobilität 2026 ein industrieller Mainstream. In Deutschland reicht der technische Hochlauf jedoch noch nicht aus\, weil nachhaltige Mobilität mehr verlangt als elektrische Antriebe: weniger privater Pkw-Besitz\, mehr ÖPNV\, mehr geteilte Nutzung\, mehr erneuerbarer Strom und eine konsequente Kreislaufwirtschaft. \nGlobal wächst die Elektromobilität weiter dynamisch. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wurden 2024 weltweit mehr als 17 Millionen Elektroautos verkauft; für 2025 wurde bereits ein Anteil von mehr als einem Viertel aller Neuwagen erwartet. China bestimmt dabei Kosten\, Skalierung und Batterietechnik\, Europa folgt unter deutlich höherem Wettbewerbsdruck. \nAuch in Europa und Deutschland zeigt sich ein klarer Fortschritt. In der EU lag der BEV-Anteil (Battery Electric Vehicle) 2025 bei 17\,4 Prozent\, im Januar 2026 bereits bei 19\,3 Prozent. In Deutschland waren zum 1. Januar 2026 gut 2\,03 Millionen batterieelektrische Pkw zugelassen; zugleich standen Anfang Februar 2026 rund 196.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Damit verbessert sich die technische Basis der Elektromobilität sichtbar. \nTrotzdem bleibt der Verkehrssektor klimapolitisch das Sorgenkind. Die aktuellen Projektionsdaten des Umweltbundesamtes zeigen für den Verkehr bis 2030 weiterhin eine deutliche Zielverfehlung. Der Grund liegt nicht nur im Antrieb\, sondern in der Struktur: Der motorisierte Individualverkehr dominiert den Alltag weiterhin\, besonders im ländlichen Raum. Ein privates Elektroauto ist ökologisch zwar besser als ein Verbrenner\, löst aber weder das Problem geringer Auslastung noch den hohen Flächen- und Ressourcenverbrauch des Systems. Das Thema löst aber auch einen Spannungskonflikt zwischen deutscher Industriepolitik\, insbesondere in der Automobilindustrie und der Klimapolitik aus. \nDie aktuelle Energiekrise infolge des Iran-Krieges verdeutlicht diese Verwundbarkeit zusätzlich. Die Benzinpreise stiegen im März 2026 binnen weniger Tage wieder auf deutlich über 2 Euro je Liter. Das spricht nicht gegen die Verkehrswende\, sondern für ihre Beschleunigung. Nachhaltig wird Mobilität jedoch erst dann\, wenn Elektrifizierung mit Modal Shift\, Carsharing\, erneuerbaren Energien\, stationärer Zweitnutzung von Fahrzeugbatterien und hochwertigem Recycling kritischer Rohstoffe verbunden wird. \nGerade im ländlichen Raum zeigt das Pilotprojekt FleckoMobil\, worauf es praktisch ankommt: Das Fahrzeugkonzept ist technisch überzeugend und energieeffizient\, die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt aber an Auslastung\, einfacher Nutzung\, lokaler Unterstützung und tragfähigen Organisationsstrukturen. \nDie Zukunft der Mobilität bis 2035 entscheidet sich deshalb nicht allein an der Batterie\, sondern an der Frage\, ob Deutschland den Schritt vom privaten Besitzauto zu einem integrierten\, geteilten und erneuerbar betriebenen Mobilitätssystem schafft. \nQuellenhinweis (Auswahl): IEA Global EV Outlook 2025; ACEA Pkw-Neuzulassungen 2025/Januar 2026; KBA Fahrzeugbestand 1.1.2026; Bundesnetzagentur Ladeinfrastruktur 1.2.2026; Umweltbundesamt Projektionsdaten 2026; ADAC Spritpreisentwicklung März 2026; FleckoMobil-Berichte 2025/2026. \n  \nVita: \nErnst-Peter Jeremias absolvierte nach einer Berufsausbildung mit Abitur bei Bergmann-Borsig/Görlitzer Maschinenbau ein Studium der Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau. Er schloss das Studium zunächst als Hochschulingenieur ab und erwarb 1976 den Abschluss als Diplom-Ingenieur auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik. Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Reaktorwärmetechnik am Kernkraftwerk Rheinsberg tätig\, anschließend bis 1991 als Gruppenleiter auf diesem Fachgebiet. 1988 promovierte er zum Dr.-Ing. an der Akademie der Wissenschaften der DDR am Kernforschungszentrum Rossendorf auf dem Gebiet Thermodynamik von Druckwasserreaktoren. Von 1991 bis 1994 war er geschäftsführender Gesellschafter der entec Planungsgesellschaft GbR. Von 1994 bis 2018 wirkte er als geschäftsführender Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH\, einer Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- und Umwelttechnik sowie Gebäude- und Versorgungstechnik; bis Juni 2023 war er Gesellschafter dieses Unternehmens. Heute ist er als selbstständiger Berater tätig\, mit den fachlichen Schwerpunkten Sektorenkopplung\, Elektromobilität und integrierte Energiesysteme. Seit 2020 ist er zudem freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam im Themenfeld Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Ernst-Peter Jeremias ist seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Er ist stellvertretender Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften und mit Dr. Norbert Mertzsch gemeinsam Leiter des Arbeitskreise Energie\, Mensch und Zivilisation in der Leibniz Sozietät.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n13:00–15:00 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nFranziska Tanneberger (Universität Greifswald) \nVerbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit \nAbstract: \nDer Vortrag stellt Verbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit dar. Dabei werden aktuelle Zahlen und Karten insbesondere aus dem 2022 herausgegebenen Global Peatland Assessment vorgestellt. Für Europa wird auf das 2017 gemeinsam von über 140 Moorkundler*innen aus allen Ländern Europas publizierte „European Mires Book“ zurückgegriffen. Trotz der weltweit größten anteiligen Verluste an Mooren ist Europa ein Kontinent mit bedeutender Moorvielfalt. Die zehn europäischen Haupt-Moorregionen repräsentieren die regionale Vielfalt und die biologische Vielfalt der Ökosysteme. Das Ausmaß der Degradation nimmt von Norden nach Süden deutlich zu. In mehr als der Hälfte der europäischen Moorregionen wird das Ziel von mindestens 17% der Fläche in Schutzgebieten nicht erreicht. Weltweit entweichen 4% der gesamten Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren. In Deutschland sind es 7%\, und in einigen moorrreichen Regionen mehr als ein Drittel. Eine aktuelle Hotspot-Karte der EU zeigt\, wo die Emissionen am größten sind. Wesentliche Landnutzungsoptionen auf wiedervernässten Mooren sind Wildnis\, Paludikultur (nasse Landwirtschaft) und Photovoltaik. Diese werden mit ihren Effekten auf Klima und Biodiversität ebenfalls kurz vorgestellt. \nVita: \nPD Dr. Franziska Tanneberger ist habilitierte Landschaftsökologin an der Universität Greifswald und Leiterin des Greifswald Moor Centrum (GMC). Ihr Forschungsschwerpunkt sind Niedermoore in Mittel- und Osteuropa sowie Sibirien\, insbesondere Brutvögel\, Torfbildung und Effekte der landwirtschaftlichen Nutzung. Sie ist Autorin zahlreicher Fachpublikationen\, Herausgeberin von Standardwerken wie dem „Europäischen Moorbuch“ und Hauptautorin des Global Peatlands Assessment. Das Greifswald Moor Centrum ist Schnittstelle zwischen Wissenschaft\, Politik und Praxis für alle moorbezogenen Fragen mit etwa 150 Moorfachleuten und einer Partnerschaft von Universität Greifswald\, Michael Succow Stiftung\, DUENE e.V. und Stiftung Moorbibliothek.
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85989366711?pwd=Wo8tswqE6my81O5HEsHjGyO0JYLRaM.1\nMeeting-ID 859 8936 6711\nKenncode 208615 \n  \nVortrag: \nJochen Fleischhacker (MLS) \nDemographischer Wandel und Geburtenrückgang in Deutschland. Übergang zu Praktiken der Kinderwunschbehandlung durch die medizinisch assistierte Reproduktionstechnologien (MAR) am Beispiel der PID und PND. \nBefinden wir uns auf dem Weg der selektiven Reproduktion?  \n  \nMit dem Begriff des demographischen Wandels verbinden sich strukturelle und dynamische Veränderungen der Bevölkerung seit den 1970er Jahren in Deutschland. Besonders deutlich treten diese Veränderungen im Heirats- und des generativen Verhaltens zutage. Hinsichtlich des generativen Verhaltens beobachten wir einen Anstieg in der Inanspruchnahme der MAR in den Jahren zwischen 1998 und 2024. \nDas Konzept der risikobehafteten öffentlichen Gesundheit (Public Health) und die Einstufung von ca. 80-90% aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften schließt das Angebot genetischer Beratung und Untersuchungen von möglichen vererbbaren Krankheiten des künftigen Kindes ein.  Die erwähnten Verfahren\, die Präimplementationsdiagnostik (PID) und die Pränataldiagnostik (PND) werden sowohl in der MAR als auch bei der natürlichen Fortpflanzung angewandt. Beide reproduktionsmedizinische Verfahren in Verbindung mit der genetischen Diagnostik stellen werdende Eltern selbstbestimmt und frei entscheiden zu können\, ob sie ein „gesundes“ oder ein wahrscheinlich erbkrankes Kind haben möchten. \n\nVita \nJochen Fleischhacker studierte von 1976 bis 1980 Wirtschaftswissenschaften und Demographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im ersten Drittel des Jahres 1980 weilte er zu einem Studienaufenthalt in Indien/Delhi/Kalkutta/Bombay/Trivandrum\, zur Materialsammlung der Volkszählung. Seit dem Jahr 1980 bis 1997 war Jochen Fleischhacker Wissenschaftlicher Assistent\, Sektion Wirtschaftswissenschaften\, Lehrstuhl Demographie an der HUB. 1981 verteidigte er seine Promotion zu sozioökonomischen Ursachen und Folgen des raschen Bevölkerungswachstums auf dem indischen Subkontinent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und 1990 erhielt er die Facultas Docendi im Fach Demographie. \nZwischen 1997 und 2002 war Jochen Fleischhacker Leiter der neu gegründeten Arbeitsgruppe Projects on the  History of Demographic Thinking am Max-Planck-Institut für demografische Forschung\, Rostock. Beginnend mit dem Sommersemester 2003 bis zum Sommersemester 2020 war er Lehrbeauftragter für Demographie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik\, Berlin. \nSeit 2022 ist Jochen Fleischhacker Mitglied der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:In der Veranstaltung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte finden zwei Vorträge statt.\nDie Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Zoom-Daten zu erhalten\, schreiben Sie bitte eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de.  \nProf. Dr. Gisela Boeck (MLS)\nÜber die Voraussage des Eka-Siliciums und die Entdeckung des Germaniums\nDmitri I. Mendeleev (1834–1907) hat die Existenz mehrerer damals unbekannter Elemente erfolgreich vorhergesagt – darunter Gallium\, Scandium und Germanium. Diese Elemente wurden teilweise noch zu seinen Lebzeiten entdeckt\, was zu einer Überbewertung seines Beitrags bei der Aufstellung des Periodensystems führte. Auch Lothar Meyer (1830–1895) hatte Lücken im Periodensystem markiert\, hielt sich aber im Gegensatz zu Mendeleev bei der Vorhersage konkreter Eigenschaften zurück. Oft wird angenommen\, dass Mendeleevs Vorhersagen gezielte Suchaktionen nach diesen Elementen auslösten. Tatsächlich gab es jedoch keine speziell auf die Suche nach den vorausgesagten Elementen ausgerichteten Forschungen. In diesem Vortrag wird insbesondere der Entdeckungsprozess von Germanium beschrieben\, auch im Vergleich zu Gallium und Scandium. Clemens Winkler (1838–1904)\, der das Germanium vor 140 Jahren entdeckte\, interessierte sich in erster Linie für die Zusammensetzung des neuen Minerals Argyrodit\, das in der Nähe von Freiberg gefunden wurde. Nach der Mitteilung über das Auffinden des neuen Elements akzeptierte Mendeleev es nicht als Eka-Silicium. Meyers und von Richters Briefe zeigen\, dass sie den Zusammenhang zwischen Germanium und Eka-Silicium erkannten. Eine genaue Bestimmung des Atomgewichts von Germanium überzeugte Mendeleev schließlich. Später würdigte er Winkler als einen derjenigen\, die das Periodensystem durch ihre Entdeckung bestätigt hatten.et \nCV \nGisela Boeck erhielt ihr Diplom in Chemie 1977 von der Universität Rostock. Von 1977 bis 1981 promovierte sie im Rahmen einer Aspirantur an den Universitäten Rostock und Leipzig. Von 1981 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Chemie der Universität Rostock. In dieser Zeit lehrte und forschte sie auf verschiedenen Gebieten der Chemie\, so in der physikalischen und der organischen Chemie sowie in der Methodik des Chemieunterrichtes. Zu ihren weiteren wissenschaftlichen Aktivitäten gehörten die Initiierung des bundesweiten Netzwerkes „Chemie für Mediziner“\, die Leitung des Arbeitskreises „Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte“\, die Tätigkeit als Beisitzende und Vorsitzende in der Fachgruppe „Geschichte der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie als Deputierte dieser Gesellschaft bei der Working Party on the History of Chemistry der European Association for Chemistry and Molecular Science. Während ihrer Tätigkeiten an der Universität Rostock und bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker hat Gisela Boeck eine Vielzahl von Vorträgen\, Kolloquien und Tagungen organisiert. Sie war Mitglied verschiedener Prüfungs- und Berufungskommissionen. Für ihre ausgezeichnete Lehrtätigkeit erhielt sie mehrere Preise. Seit 2021 ist sie Visiting Professor an der Riga Technical University. Sie hat die Ergebnisse ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit in weit mehr als 100 Publikationen in Lehrbüchern und Fachzeitschriften veröffentlicht. Wesentliche Gebiete ihrer Publikationstätigkeit betrafen die Bereiche Quantenchemie\, Chemie in der Schule und im Medizinstudium sowie Wissenschaftsgeschichte. \n  \nDr. Gerd Kley\nProfessor Dr. Hans Heinrich Franck (1888-1961). Ein Leben für Wissenschaft\, Technik und Humanismus in komplizierten Zeiten.\nVersuch einer Würdigung\nAbstract \nDer Beitrag zeichnet die weitgehend vergessene Biografie des Chemikers und Wissenschaftsorganisators Hans Heinrich Franck nach\, der in der Berliner Wissenschaftslandschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine herausragende\, aber heute kaum gewürdigte Rolle spielte. Francks Beiträge zur technischen Chemie\, Normung und industriellen Forschung sowie seine Verfolgung im Nationalsozialismus\, in dessen Folge er wegen „jüdischer Versippung“ aus allen Ämtern entfernt wurde werden behandelt . Nach 1945 engagierte sich Franck maßgeblich beim Wiederaufbau der Berliner Hochschulen\, führte das „Humanistische Studium“ ein und wirkte als Brückenbauer zwischen Ost und West\, obwohl er aufgrund seiner Entscheidung für den sozialistischen Weg in West-Berlin zunehmend unter Druck geriet. Es wird hervorgehoben\, dass Franck trotz politischer Spannungen konsequent für wissenschaftliche Kooperation und gesellschaftliche Verständigung eintrat und sein Haus in Pankow zu einem Treffpunkt regimekritischer Intellektueller wurde\, die mit der offiziellen Politik der DDR ihre Schwierigkeiten hatten . Gerd Kley plädiert dafür\, Francks Wirken neu zu würdigen und ihn als bedeutende Persönlichkeit der Berliner Nachkriegszeit in Wissenschaft\, Kultur und Politik sichtbar zu machen \nCV \nDr. Gerd Kley wurde am 23. Januar 1943 in Mühlhausen geboren und wuchs in Kammerforst auf. Von 1962 bis 1967 studierte Gerd Kley Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nachdem er die ersten Berufsjahre an der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften in Müncheberg und am Zentralinstitut für Physikalische Chemie in Berlin absolvierte\, promovierte er 1974 zum Doktor der Physik und war danach in mehreren leitenden Funktionen an der Berliner Akademie und in Instituten tätig. Seit seiner Jugend befasst sich Dr. Gerd Kley mit geschichtlichen bzw. kunstgeschichtlichen Fragestellungen seiner Thüringer Heimat und später seiner brandenburgischen Wahlheimat. Dr. Gerd Kley hat sich als promovierter Physiker beruflich mit Werkstoffforschung und mit Umwelttechniken befasst. Sein privates Interesse gilt Persönlichkeiten aus seiner Thüringer Heimat und dem Künstlerkreis um den Maler Adolf Rettelbusch\, zu dessen Freunden Morgenstern gehörte. Zudem stehen Brandenburger Lokalgeschichte und deren Protagonisten im Fokus seiner Arbeiten. Neben einer Dokumentation über seine Abteilung in der Akademie der Wissenschaften von 1949 bis 1991 erschien von ihm eine Biografie des Architekten Friedrich August Stüler.
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SUMMARY:Wer und was bewegt Geschichte? Kolloquium in Erinnerung an Wolfgang Küttler (1936-2024)
DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Zoom-Daten zu erhalten\, schreiben Sie bitte eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de.  \nDas Kolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. ist dem Wirken ihres 2024 verstorbenen Mitglieds Wolfgang Küttler gewidmet. Übergreifend soll den Fragen nachgegangen werden\, wer Geschichte unter welchen Konstellationen bewegen kann sowie welche Einzelpersönlichkeiten und – durch ihr aktives Eingreifen oder ihre Passivität – Gruppen\, Klassen oder Volksmassen Geschichte prägen oder beeinflussen können. Dabei ist auch der Platz der Theorie- und Methodik-Diskussion in der der DDR im Vergleich mit dem internationalen Diskurs zu beleuchten. \nVorbereitungsgruppe: Jürgen Hofmann und Mario Keßler \nModeration: Präsidentin \nReferenten:  \nLutz Dieter Behrendt\, Deggendorf: Laudatio \nJürgen Kocka\, Berlin: Wolfgang Küttler und der deutsch-deutsche Geschichtsdiskurs (Arbeitstitel) \nJürgen Hofmann\, MLS: Wohin treibt die Geschichte? Formationstheoretische Überlegungen bei Wolfgang Küttler \nMario Keßler\, MLS: Was war die Sowjetunion und wohin trieb sie? Wolfgang Küttlers Formationsanalyse und Lenins Sowjetunion – im Wirbel historischer Ereignisse \nUlrich Busch\, MLS: Die Entwürfe von Marx für eine Antwort an Vera Sassulitsch und die Diskussion über den Kommunismus \nDieter Segert\, MLS: Der Begriff des Revolutionszyklus und die historische Einordnung der russischen Revolution von 1917
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