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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDonnerstag\, den 9. Februar 2023 – 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61418120784?pwd=OGovWWNLcGJKTlZDdlFwemhiVXg4UT09\nMeeting-ID: 614 1812 0784\n \n  \nVortrag: \nDetlev Möller (MLS) \nGeschichte der atmosphärischen Chemie des Sauerstoffs\nAbstract: \nVor einem Vierteljahrtausend wurde das Gas Sauerstoff (O2) entdeckt: 1772 von Scheele (genannt „Feuerluft“) und unabhängig von ihm 1774 von Priestley (genannt „dephlogisticated air“). Aber erst Lavoisier erkannte durch Wiederholung aller bisherigen Experimente die grundlegende chemische Bedeutung des Sauerstoffs\, gab ihm 1780 den Namen oxygéne und baute unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse das Fundament der „modernen“ Chemie auf. Im Vortrag wird zunächst auf die Vorgeschichte der Entdeckung des Sauerstoffs eingegangen; die Untersuchung der Gase und die Phlogiston-Theorie. Sauerstoff stand lange Zeit für die „Luftgüte“. Eudiometrie (Messung des Sauerstoffgehaltes der Luft als Güteprobe) und erste Luftanalysen spielten eine wichtige Rolle. Erste Versuche der Reaktion zwischen Sauerstoff und Wasserstoff (Cavendish\, Watt) werden vorgestellt und auf die „water controversy“ des 19. Jahrhunderts wird eingegangen. Sauerstoff existiert in der Atmosphäre auch als Ozon (O3)\, entdeckt von Schönbein im Jahr 1839. Der lange Weg bis zur Klärung seiner Konstitution (Houzeau\, Andrews\, u.a.)\, seine Eigenschaften und die Rolle in der Atmosphäre werden im Vortrag gleichfalls beschrieben. Der Vortrag geht ebenfalls auf die Themen Ozonometrie\, Ozon und Gesundheit\, Bildung und Zerfall ein. Die Irrtümer und Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts werden gegenübergestellt. Die wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts zum Sauerstoff werden beschrieben; die Ozonschicht\, die Klimatologie des Ozons\, die Bildung bodennahen Ozons\, der Anstieg des bodennahen Ozons und die Abnahme des stratosphärischen Ozons („Ozonloch“). Abschließend wird darauf eingegangen\, wie wichtig das Wissen um die Forschung unserer wissenschaftlichen Vorgänger für gegenwärtige Forscher ist – um Irrtümer und unnötige Wiederholungen zu vermeiden sowie um die „richtigen“ Fragen zu stellen. \nVita: \nDetlev Möller studierte Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) mit nachfolgendem Forschungsstudium und der Promotion 1972. Anschließend war er bis 1974 wissenschaftlicher Assistent an der HUB. Im gleichen Jahr wechselte er zur Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) in die Umweltforschung und begann seine Arbeiten zur Luftverunreinigung (Waldschäden) und Luftchemie (Schwefeldioxid\, Ammoniak\, Stickstoffoxide\, Niederschlagschemie und „saurer Regen“). Er gehörte zu den ersten Forschern in Europa\, die sich der Modellierung der Chemie in atmosphärischen Tropfen (Regen und Wolken) zuwandten. Ab 1989 folgten umfangreiche Forschungsarbeiten zum Ozon\, zum Wasserstoffperoxid sowie zur salpetrigen Säure und 1991 der Aufbau der wolkenchemischen Messstation auf dem Brocken\, die bis 2010 in Betrieb blieb.\nAb 1987 hielt Detlev Möller Vorlesungen an der HUB und ab 1991 an der Freien Universität Berlin (FUB). 1989 wurde er Abteilungsleiter an der AdW. Ab 1992 leitete er die Außenstelle Luftchemie der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin-Adlershof. 1994 erfolgte die Umhabilitation und Detlev Möller wurde Privatdozent im Bereich Meteorologie an der FUB. Zudem erhielt er einen Ruf auf die C4-Professur für Luftchemie und Luftreinhaltung an der Technischen Universität Cottbus. Er war als Gastwissenschaftler an wissenschaftlichen Einrichtungen in mehreren Ländern tätig\, so in Ungarn (1985)\, in der Sowjetunion (1989)\, in China (1998)\, in Frankreich (1999) und in Japan (2005). Er ist Alleinautor von vier Monographien und Autor verschiedener weiterer Publikationen. Seit 1997 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Außerdem gehört er der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften an.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. Februar 2023 – 10:00–12:00 Uhr \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64367558348?pwd=QUhtSDFNbzZFWlpCbXk3RzZ5bk5nUT09\nMeeting-ID: 643 6755 8348 \n  \nVortrag: \nWolfgang Quapp (MLS) \nDas Frenkel-Kontorova-Modell – eine unendliche Geschichte\nAbstract: \nDas in Rede stehende physikalische Modell\, von J. I. Frenkel und T. A. Kontorova 1938 vorgeschlagen\, kann man sich als eine Kette von Pendeln vorstellen\, die untereinander linear gekoppelt sind. Es beschreibt erfolgreich Versetzungen in Kristallen und weitere Phänomene\, wird somit in der Festkörperphysik verwendet. Durch diverse Zusatzannahmen bzw. Modifikationen des ursprünglichen Ansatzes ergibt sich eine ausgedehnte Theorie\, zu der bis heute geforscht wird. Eine neue Qualität ergibt sich durch einen Grenzübergang vom Diskreten zum Kontinuierlichen\, nämlich von der Kette von Oszillatoren zu einer schwingenden Saite mit nichtlinearer Anregung. Letztere bewegt sich gemäß der sogenannten Sinus-Gordon-Gleichung\, einer bekannten Solitonen-Gleichung. Eine Solitonen-Lösung beschreibt dann unter anderem eine langlebige wandernde Störung in einem Kristall. Der Vortrag wird auf die hier angedeuteten Punkte eingehen sowie eigene Beiträge des Vortragenden zu der Theorie vorstellen. \nVita: \nWolfgang Quapp studierte ab 1966 Mathematik an der Universität Leipzig\, war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Mathematik\, später am Institut für Mathematik. Die Dissertation zu der 1982 erlangten Promotion behandelte ein Thema aus der höheren Analysis. Danach orientierte sich Wolfgang Quapp fachlich um und wandte sich Anwendungen der Mathematik in der Chemie zu. Seit 1989 kooperierte er dabei mit Kollegen der Universität Gießen. Des Weiteren knüpfte er verschiedene internationale Verbindungen. Seine Veröffentlichungsliste umfasst etwa 110 Publikationen\, viele davon mit Koautoren. Im Ruhestand seit 2012 kommen noch immer wissenschaftliche Arbeiten hinzu. Wolfgang Quapp ist auch in der Lehre\, wenngleich weniger als in seiner aktiven Berufszeit\, weiterhin tätig und ist als Gutachter sehr gefragt. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \n1848er Revolutionsforschung in der DDR. Schwerpunkte\, Personen\, Diskussionen \n09.00 bis 11.00 Uhr\nOrt: ZOOM-Meeting \nAbstract: \nAls der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann im Februar 1970 in seiner Rede zur Schaffermahlzeit in Bremen anregte\, den demokratischen Bewegungen in der deutschen Geschichte größere Aufmerksamkeit zu widmen\, ging es ihm nicht allein darum\, dem stark konservativ geprägten Geschichtsbild in der Bundesrepublik etwas entgegenzusetzen. Er erinnerte auch daran\, dass das Thema der demokratischen Volksbewegungen nicht der DDR überlassen bleiben sollte. Die DDR-Geschichtswissenschaft hatte sich in den 1950er und 1960er Jahren stark auf die Revolutionen in der deutschen Geschichte und auf die Geschichte der Arbeiterbewegung fokussiert\, deren Herausbildung mit den demokratischen Volksbewegungen verknüpft war. Die institutionellen und personellen Voraussetzungen der 1848er Revolutionsforschung in der DDR waren bis zu diesem Zeitpunkt und auch später dennoch nicht geeignet\, die Befürchtungen Heinemanns zu bestätigen. Die Forschungskapazitäten in der DDR entsprachen nicht der politischen Inanspruchnahme der 1848er Revolution durch die DDR. Dennoch waren ihre Ergebnisse durchaus eine Herausforderung im deutsch-deutschen Wettbewerb. \nKurz-CV: \nProf. Dr. sc. phil. Jürgen Hofmann\, geb. 1943\, Historiker; Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1970 – 1990 Assistent\, Dozent\, Professor am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED in Berlin; 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann; 1983 Promotion B; 1991-2008 Mitarbeiter bzw. Leiter verschiedener Projekte zum Identitätswandel in Ostdeutschland\, zur Regionalgeschichte Berlins und Brandenburgs und zur Geschichte Preußens; ab 2009 freie Forschung; seit 1996 Mitglied des Internationalen wissenschaftlichen Beirates der Internationalen Tagung der Historiker(innen) der Arbeiter – und anderer sozialer Bewegungen (ITH)\, Wien und Linz/Österreich bzw. des Kuratoriums; seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät; Mitarbeit im AK Vormärz und 1848er Revolutionsforschung; Mitglied im Kuratorium des Friedhofs der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichsfelde. \nPublikationen (u. a.): \nLichtenberg. Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks\, Berlin 2013; ArbeiterInnenbewegung und Rechtsextremismus\, Wien/Leipzig 2006 (hrsg. mit Michael Schneider); Die Klasse in Aufruhr. Der 17. Juni 1953 in Berliner Betrieben\, Berlin 2003 (mit Annette Neumann); Preußen in der deutschen Geschichte. Studienbriefe\, Hagen 1999\, überarbeitete und ergänzte Auflage 2006 (mit Peter Brandt und Klaus Vetter); Konflikt – Konfrontation – Kooperation. Deutsch-deutsche Beziehungen in vierzig Jahren Zweistaatlichkeit\, Potsdam 1998 (hrsg. mit Detlef Nakath); Studien zur Demokratie in der DDR\, Zweiter Teil\, Berlin 1995 (hrsg. mit Hans-Jürgen Mende u. Reinhard Mocek); Es ging um Deutschland. Vorschläge der DDR zur Konföderation\, Berlin 1990 (Hrsg.); Ein neues Deutschland soll es sein\, Berlin 1989; Das Ministerium Camphausen-Hansemann\, Berlin 1981; über 100 Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden. \n.
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DESCRIPTION:Nichtöffentliche Veranstaltung \nJahresgeschäftssitzung \n13.00 bis 16.00 Uhr
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DESCRIPTION:Wim Coudenys (MLS) \nRussia\, a country with a future… or a past?\nThe Russian invasion of Ukraine in February 2022 not only severely shook the world-order that had emerged after 1989-1991\, but equally re-established the image of Russia as the existential foe of Europe/the West. However\, it is Russia itself that most vehemently propagates this image as justification for its behaviour\, whereas the war goals in Ukraine remain undefined. The same applies to Russia itself: instead of projecting a future for the nation\, it relies on models from the past to justify the reigning regime and its politics. In this lecture\, I want to explore the origins of the Europe-Russia / East-West dichotomy\, how this transpired in 19th and 20th century Russian history\, and how a selective reading of the past prepared the ground for the present war. \nWim Coudenys is associate professor of Russian and European history at the University of Leuven (KU Leuven). He specializes in the fields of Russian historiography\, the Russian emigration and Belgian-Russian relations. His latest books include a biography of the Russian military attaché to Belgium during World War I (2017)\, a history of the Russian emigration in Belgium (2019) and Fallen Far from the Fatherland. Russian Victims of the First World War in Belgium (2022). He currently runs projects on the preservation of cultural heritage in the Russian emigration\, and on the relationship between Orthodox and Catholics in the Russian emigration.\nhttps://www.arts.kuleuven.be/english/our-staff/zap/wimcoudenys \nThis lecture will be given in English\, but you can ask your questions in German or Russian.
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SUMMARY:AK Europa
DESCRIPTION:Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Michael Schippan (MLS) im Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ am 16.01.23 \nAlle Interessierten sind herzlich zu der nächsten Sitzung des AK „Europa- Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ eingeladen. \nHerr Prof. Dr. Michael Schippan wird einen Vortrag zu Neuveröffentlichungen über deutsch-russische Beziehungen und den Westen Europas halten:\n„Stefan Creuzberger „Das deutsch-russische Jahrhundert. Geschichte einer besonderen Beziehung“ (Hamburg 2022) und Manfred Hildermeier „Die rückständige Großmacht. Russland und der Westen“ (München 2022)“\nZur Vorbereitung sind folgende Links empfohlen: \n\nhttps://www.rowohlt.de/buch/stefan-creuzberger-das-deutsch-russische-jahrhundert-9783498047030 \nhttps://www.chbeck.de/hildermeier-rueckstaendige-grossmacht/product/33885974\n\nStefan Creuzberger (*1961)\, Professor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock. Unter seinen Publikation sind hervorzuheben:\nDas deutsch-russische Jahrhundert. Geschichte einer besonderen Beziehung\, Hamburg\, Rowohlt 2022.\nDie sowjetische Besatzungsmacht und das politische System der SBZ. Diss. Weimar u.a.1996; Stalin. Machtpolitiker und Ideologe. Stuttgart 2009;\n(mit Dierk Hoffmann): „Geistige Gefahr“ und „Immunisierung der Gesellschaft“ Antikommunismus und politische Kultur in der frühen Bundesrepublik. München 2014;\n(mit Dominik Geppert): Die Ämter und ihre Vergangenheit. Ministerien und Behörden im geteilten Deutschland 1949-1972. Boston 2018. \nManfred Hildermeier (*1948)emeritierter Professor für Osteuropäische Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Unter seine Publikationen sind hervorzuheben:\nDie rückständige Großmacht. Russland und der Westen\, München\, C.H.Beck 2022.\nDie Sozialrevolutionäre Partei Russlands. Agrarsozialismus und Modernisierung im Zarenreich (1901-1914)\, Wien/Köln\, Böhlau 1979.\nDiss. Köln u.a. 1978; Bürgertum und Stadt in Rußland. Rechtliche Lage und soziale Struktur 1760-1870.\nHabil-Schrift. Köln u.a. 1986; Geschichte der Sowjetunion. 1917-1991. Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates. \nDie Sitzung findet am 16.1.2023  um 14.00 Uhr in der Fa GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 um 14.00 Uhr statt.
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DESCRIPTION:Sonia Combe (Centre Marc Bloch – Berlin\, Humboldt Universität) \nDie Loyalität zwischen Schweigen und Sprechen als soziales Verhalten von kritischen Marxisten in Gesellschaften sowjetischen Typs \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87 \nAbstract\nAus Anlass des Erscheinens der deutschen Übersetzung ihres Buches « Loyal um jeden Preis. Linientreue Dissidenten im Sozialismus » (Ch. Link Verlag 2022) hält Sonia Combe am 8. Dezember 2022 einen Plenarvortrag in der Leibniz-Sozietät. Begleitet wird der Vortrag durch eine Lesung von Auszügen aus dem Buch und einem Gespräch mit der Übersetzerin Dorothee Röseberg.\nDas Phänomen der Loyalität wird am Beispiel der sogenannten “Linientreuen Dissidenten” analysiert. Mit diesem Oxymoron soll die Spannung zwischen Überzeugungen und Verhalten zum Ausdruck gebracht werden\, die eine Gruppe von Intellektuellen und Künstlern in der DDR charakterisierte. Die meisten dieser linientreuen Dissidenten waren Remigranten\, die dem politischen Regime als intellektuelle Stütze dienten. Sie traten innerhalb der Partei oder in Gremien wie dem Schriftstellerverband oder in der Akademie der Künste kritisch auf\, aber sie schwiegen im öffentlichen Raum\, nach außen und überlieferten der nächsten Generation eine “Ethik des Schweigens”\, mit der sie erst ganz am Ende des Regimes brachen. In der postkommunistischen Geschichtsschreibung gibt es nur wenige Studien über sie\, obwohl man die (wenn auch nur scheinbare) Stabilität der DDR erst verstehen kann\, wenn man ihre Rolle analysiert.\nDie Ergebnisse dieser Forschungsarbeit stützen sich sowohl auf die Auswertung von Archivquellen (von Partei\, Schriftstellerverband\, der Akademie der Künste\, Akademie der Wissenschaften und von Stasi-Akten) als auch auf Biografien\, Autobiografien und Romane. Schließlich wurden in den 1980er Jahren Interviews geführt\, deren Auswertung in das Buch einging. \nCV\nSonia Combe ist Historikerin der Zeitgeschichte. Sie promovierte 1981 an der Sorbonne. Bis 2017 war sie an der Université Paris-Nanterre und am CNRS tätig. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte bezieht sich auf das Verhältnis von Geschichtsschreibung und kollektiven Erinnerungen in osteuropäischen Gesellschaften. Nach dem Ende der sowjetisch dominierten Welt\, setzt sie sich mit der Umschreibung von Geschichte auseinander.\n2017 erschien ihr Buch « Ein Leben gegen ein anderes. Buchenwald und seine Nachgeschichte » (Neofelis Verlag)\, eine Reaktion auf die revisionistische Geschichtschreibung des Antifaschismus in der postkommunistischen Historiographie.\nIhre letzten Artikel (in Deutschland) sind : « Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte »  (BpB\, 6/4/2022) und « Die DDR auf der Anklagebank » (BpB\, 31/1/2022)\nHeute ist sie assozierte Wissenschaftlerin am Centre Marc Bloch (CNRS-Humboldt-Universität). \nzur Publikation: \nNeue Publikation: Sonia Combe: Loyal um jeden Preis. „Linientreue Dissidenten“ im Sozialismus. Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Dorothée Röseberg. Ch. Links Verlag\, Berlin 2022 – Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (leibnizsozietaet.de)
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SUMMARY:Dezember-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Dezember 2022 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Einladungslink: \nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/68610370839?pwd=QWdGL2ZVQ1JkdnM0UjRleC9odWEydz09 \nMeeting-ID: 686 1037 0839 \nVortrag: \nRonald Kühne (MLS) \nNeue Ansätze in der Wirkstoffforschung: Polyprolin-vermittelte Protein-Protein-Wechselwirkungen\nAbstract: \nProlinreiche Sequenzen gehören zu den am häufigsten vorkommenden Erkennungsmotiven im eukaryotischen Genom. Ihre Funktion besteht dabei darin\, in Signalkaskaden an transienten Protein-Protein-Wechselwirkungen teilzunehmen\, die durch relativ niedrige Affinität und hohe Spezifität gekennzeichnet sind.  Dabei bilden die prolinreichen Erkennungsmotive eine Sekundärstruktur\, die als linkshändige PPII-Helix bezeichnet wird und die Voraussetzung der Bindung an das Partnerprotein ist. Die Nachahmung dieser Sekundärstruktur mittels kleiner Moleküle erwies sich als äußerst schwierig und so galten diese Protein-Protein-Wechselwirkungen\, obwohl deren Bedeutung bei verschiedenen Erkrankungen erkannt wurde\, als „undruggable“. In diesem Vortrag wird ein strukturbasierter Entwurf neuartiger chemischer Bausteine vorgestellt\, der eine rationale Konstruktion selektiver niedermolekularen Inhibitoren derartiger Protein-Protein-Wechselwirkungen ermöglicht. Beispielhaft wird die Entwicklung eines Inhibitors der EVH1-Domäne von Ena/VASP-Proteinen nachgezeichnet\, die bei der Tumormetastasierung eine wichtige Funktion besitzen. Es wird gezeigt\, dass diese neuartigen Inhibitoren die Chemotaxis von invasiven Brustkrebszellen hemmen und im Zebrafisch Extravasation der Tumorzellen signifikant reduzieren. \nVita: \nDr. Ronald Kühne hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Biochemie studiert und ist dort mit einer Arbeit zur Theorie hydrophober Wechselwirkungen promoviert worden. Zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitskreis von Prof. Franke am Institut für Wirkstoffforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig\, wurde ihm im Zuge der Gründung des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin-Buch die Leitung der Forschungsgruppe Computerchemie/Wirkstoffdesign übertragen\, die er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahr 2021 ausübte. Dort gelang es ihm\, computer-gestütztes Wirkstoffdesign\, experimentelle Biostrukturforschung sowie molekular- und zellbiologische Forschung themenorientiert in einer Gruppe zusammenzuführen. Ronald Kühne ist Autor zahlreicher Publikationen in angesehenen wissenschaftlichen Journalen und Verfasser mehrerer Buchbeiträge. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
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SUMMARY:Dezember-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Dezembersitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften fällt aus. \nJochen Fleischhacker (MLS) \nDemographisches Gleichgewicht. Betrachtungen zur deutschen Bevölkerungsentwicklung in Geschichte\, Gegenwart und Fragen der künftigen Entwicklungen (wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt)
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SUMMARY:AK Europa
DESCRIPTION:Einladung zum Vortrag von Dr. Michael Schippan im Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ am 05.12.22 \nAlle Interessierten sind herzlich zu der nächsten Sitzung des AK „Europa- Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ eingeladen. \nHerr Dr. Michael Schippan (MLS) wird einen Vortrag zu folgendem Thema halten \n„Das Fenster nach Europa“- Zar Peter I. reist in sieben Jahren 1697 bis 1717 in den Westen“\nDie Sitzung findet am 05.12.22 um 14.00 Uhr in der Fa GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 statt. \nAbstract \nGemäß Francesco Algarotti (1712-1764)  wurde unter Zar Peter I. in Russland “das große Fenster nach Europa” aufgestoßen. Das im Frühjahr 2022 – nach dem Überfall Putins vom 24. Februar –  in St.Petersburg erschienene Buch “Petr I v Germanii 1697-1717” (639 Seiten) berichtet von den Reisen dieses Herrschers durch Territorien des Heiligen Römischen Reiches. Es ist Bestandteil einer Serie von Monographien des “Institut Peters I.” in St.Petersburg  über Reisen des Herrschers in Europa (Petr I v Evrope)\, in der bereits über seine Aufenthalte in den Niederlanden/Österreichischen Niederlanden (Belgien)\, England\, Dänemark\, Frankreich und Österreich informiert wurde. Diese mit Diplomatie und Kriegführung – 40.000 Russen standen und kämpften 1711-1713 in Norddeutschland – verbundenen Reisen dienten dem Zaren zugleich dem Treffen mit Wissenschaftlern (G.W.Leibniz)\, Künstlern (J. Kupetzky)\, Spezialhandwerkern (Andreas Gärtner in Dresden) und journalistischen Berichterstattern (D. Fassmann). \nIn der Zeit des Nordischen Krieges (1700-1721)\, den Russland im Bündnis mit Sachsen-Polen\, Dänemark\, Hannover und Preußen gegen die bisher die Ostsee beherrschende Macht Schweden führte\, wurde das Territorium des 1721 zum Russländischen Imperium erhobenen Zarenreiches um jene Gebiete im Ostseeraum erweitert\, die jetzt im Blickpunkt der europäischen Öffentlichkeit stehen und in denen befürchtet wird\, als ein weiteres Opfer der Annexionspolitik Vladimir Putins zu gelten\, dessen an Peter dem Großen als Vorbild orientiertes Geschichtsbild ihm zum Maßstab seiner geopolitischen Vorstellungen dient.
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche (neuer Termin)
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\, der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und des Schlosses Biesdorf \nDr. Jens Peter von Kries\nLeiter der  Screening Unit des Leibniz-Forschungsinstitutes für Molekulare Pharmakologie\, FMP\, Berlin-Buch \nChemische Biologie & Arzneimittelsuche mit Hochdurchsatz-Screening.\nLeibniz und die automatisierte Analyse. Virchow und die Erkennung morphologischer Muster kranker Zellen. \nam 25. November 2022\,\n18.00 Uhr – 20.00 Uhr\,\nim Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\,\nAlt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin \nLink zum Flyer der Veranstaltung
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2022
DESCRIPTION:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2022 \ngemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt\, dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Stiftung Planetarium Berlin \n10.00 bis 14.30 Uhr \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Alt-Treptow 1 \nFlyer zum Kolloquium \nAbstracts \nReferentin und Referenten
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SUMMARY:10. Symposium Allgemeine Technologie – eine Bestandsaufnahme
DESCRIPTION:Arbeitskreis Allgemeine Technologie in Kooperation mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW) und dem Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien (LIFIS) \n10. Symposium Allgemeine Technologie – eine Bestandsaufnahme \n10.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Universität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\, Haus 6\, Raum S 13 \nFlyer zum Symposium \nVorbereitendes Material (Abstracts der Vorträge etc.)
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SUMMARY:November-Plenum
DESCRIPTION:Toon Van Hal (MLS) \nWarum war Leibniz an den Sprachen der Welt interessiert? \nOrt: Historischer Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin (Nähe S-Bahnhof Friedrichshagen)\nDie Sitzung findet auch als ZOOM-Meeting statt. \nAbstract \nMein Beitrag versucht einen kurzen Überblick über Leibniz’ Interesse an den Sprachen der Welt zu vermitteln. Auch deshalb\, weil Leibniz als einer der letzten Universalgelehrten in die Geschichte eingegangen ist\, wird seine intensive Beschäftigung mit Sprachen von seinen Biographen oft nicht wahrgenommen\, oder anderen Wissenschaftsbereichen untergeordnet. In der spezialisierten Leibnizforschung teilen manche Wissenschaftler die Überzeugung\, dass für Leibniz Sprache eine einheitliche Größe sei. Andere vermuten\, dass sein Interesse an den Sprachen der Welt nicht eng mit seinen sprachphilosophischen Projekten verknüpft war. Mit Hilfe einer korpusbasierten Methode (unter besonderer Berücksichtigung von Kollokationen) wird versucht\, Leibniz’ Beschäftigung mit den Sprachen der Welt vor dem Hintergrund seines wissenschaftlichen Gesamtwerks zu kontextualisieren. \nKurzvita  \nToon Van Hal (*1981) studierte alte Sprachen und Geschichte in Antwerpen\, Leuven\, Louvain-la-Neuve und Oslo. 2008 promovierte er mit einer Dissertation zum Sprachvergleich in der frühen Neuzeit. Derzeit lehrt er griechische Sprachwissenschaft sowie Geschichte des sprachlichen Denkens an der Universität Leuven. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entstehung und den Wandel von Grundbegriffen im Denken über Sprache(n) von der Antike bis zum 19. Jahrhundert. \n 
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SUMMARY:November-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 10. November 2022 \n10:00–12:00 Uhr\nDie Sitzung findet als Zoom-Videoveranstaltung statt. Die Einwahldaten sind die folgenden:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/62195618219?pwd=emh2a3NmbEtmMkwvbnUvaVlLT3RKdz09\nMeeting-ID: 621 9561 8219 \nVortrag: \nCharli Kruse (MLS):\nDas Phänomen der Zellkulturen und ihre Nutzung als neue Rohstoffquelle\nAbstract: \nObwohl Zellen in der Kultur bereits seit vielen Jahren für viele biologische und medizinische Fragestellungen als wichtiges und nicht mehr wegzudenkendes Untersuchungsobjekt verwendet werden\, ist über die genauen Regulationsmechanismen der Zellen in dieser artifiziellen Umgebung sehr wenig bekannt. Anhand der Kulturnahme von terminal ausdifferenzierten exokrinen Pankreaszellen konnte gezeigt werden\, dass diese Zellen\, die im Organismus nur noch die Aufgabe haben\, Verdauungsenzyme zu produzieren\, unter Zellkulturbedingungen ihren Phänotyp komplett ändern. Dabei stellen sie ihre Genexpression innerhalb weniger Tage dramatisch um. Als Resultat entstehen Zellen\, die deutliche Eigenschaften von Stamm- oder Progenitorzellen aufweisen.\nAuch wenn wir noch wenig über die dabei ablaufenden molekularen und zellulären Prozesse wissen\, können diese Zellen bereits jetzt für vielfältige Anwendungen genutzt werden. Allein durch die Fähigkeit der Proliferation über viele Generationen hinweg wird es möglich\, aus wenigen Zellen große Mengen an Biomasse zu produzieren. Diese Fähigkeit soll dazu beitragen sogenannte Clean Meat Produkte zu erzeugen. Dabei geht es darum\, Fleischersatzprodukte aus Zellen zu generieren. Dieser Trend hält bereits seit einigen Jahren an und verstärkt sich nach wie vor permanent. Der entscheidende Punkt für diese Entwicklung wird die technologische Machbarkeit der Biomasseproduktion in großen Mengen sein. Sollte dies gelingen\, wird man über eine neue Rohstoffquelle verfügen\, deren Möglichkeiten gerade erst ausgetestet werden. \nVita: \nProf. Dr. Charli Kruse ist Biologe mit einer Promotion im Fachbereich Zoologie und einer Habilitation im Fachbereich „Molekulare Biologie“. Von 2007 bis 2011 war er APL-Professor und seit 2011 hat er eine W3-Professur an der Universität zu Lübeck inne. Dort ist er Direktor des Instituts für Medizinische und Marine Biotechnologie (IMMB). Ab 2004 leitete Charli Kruse zusätzlich die Arbeitsgruppe „Zelldifferenzierung und Zelltechnologie“ des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik (IBMT) an der Universität zu Lübeck. Von 2008 bis 2012 war er Standortleiter der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik (EMB)\, deren Institutsleiter er von 2012 bis 2022 war. Im Rahmen des Aufbaus der EMB hat er eine Vielzahl von öffentlichen und industriellen Forschungsprojekten geleitet. Seine Expertise liegt sowohl im Fachbereich Fischphysiologie und Aquakultur als auch speziell in der Isolierung\, Handhabung und Manipulation von lebenden Zellen. Seit März 2022 ist er Co-Founder und wissenschaftlicher Leiter der CellTec Systems GmbH (Ausgründung des Fraunhofer-Instituts Lübeck und der Universität zu Lübeck). Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \n 
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DESCRIPTION:Nicola McLelland (Nottingham\, MLS) \nDeutschlernen in Großbritannien seit 1500: die Geschichte einer Beziehung \nOrt: Historischer Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin (Nähe S-Bahnhof Friedrichshagen)\nDie Sitzung findet auch als ZOOM-Meeting statt. \nAbstract \nDie Geschichte der anglo-deutschen Beziehungen ist lang und nicht immer einfach: von mittelalterlichen Hanse-Kaufleuten in London bis zum Brexit des 21. Jahrhunderts\, über eine deutsche Dynastie\, die den britischen Thron bestieg\, bis hin zu zwei Weltkriegen und einem geteilten und später wieder vereinten Deutschland innerhalb der EU. \nIn diesem Vortrag arbeite ich die Geschichte auf\, wie Deutsch in guten und in schlechten Zeiten den Engländern mehr oder weniger erfolgreich beigebracht wurde. Ich lege dabei ein besonderes Augenmerk auf die sich im Laufe der Zeit immer neu gestaltenden Darstellungen von Deutsch und seiner/n Kultur(en) – darunter auch das Problem\, wie man über Deutschland im Nationalsozialismus spricht. Zuerst werde ich Martin Aedlers katastrophal erfolglose erste Grammatik des Deutschen für Englischsprachige (1680) vorstellen\,  werde dann die Entdeckung von Deutsch im 18. Jahrhundert im Land der Dichter und Denker verfolgen sowie den späteren Erfolg von Deutsch als – trotz aller Wechselfälle – zweiter Fremdsprache in Großbritannien im 19. und 20. Jahrhundert\, bis hin zu heutigen Bemühungen\, das Interesse an Deutsch in einer post-Brexit-Welt\, wo „everyone speaks English“\, aufrechtzuerhalten. \n  \nKurzvita \nNicola McLelland ist Professorin für Germanistik und Geschichte der Sprachwissenschaft an der University of Nottingham\, England. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Geschichte des Sprachlehrens und -lernens. Unter anderem hat sie zwei Monographien zu diesem Thema veröffentlicht: German Through English Eyes. The history of teaching and learning German in England\, 1500-2000 (Harrassowitz\, 2015\, open access) und Teaching and Learning Foreign Languages. A history of language education\, assessment and policy in Britain (Routledge\, 2017). Im Jahr 2020 wurde ihr der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis für herausragende Arbeiten auf den Gebieten der germanistischen Literatur- und Sprachwissenschaft\, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien verliehen.
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SUMMARY:2. Workshop zur Vorbereitung der Generalversammlung der IUGG
DESCRIPTION:2. Workshop\nZur Einstimmung auf die Generalversammlung der Internationalen Union für Geodäsie und Geophysik\,\nJuli 2023 in Berlin \nam Freitag\, 4. November 2022\n14:00 Uhr bis 16:30 Uhr\nOnline-Videokonferenz via Zoom (s.u.) \nDer Workshop ist eine gemeinsame Veranstaltung von NKGG\, GFZ und Leibniz-Sozietät\nGastgeber ist das Deutsche GeoForschungsZentrum Potsdam\n\nModeration: Prof. Dr. Jürgen Müller\n(Vorsitzender NKGG\, Leibniz Universität Hannover)\nProgramm \n14:00             Begrüßung\nProf. Dr. Jürgen Müller (Leibniz Universität Hannover) und\nDr. Dietrich Spänkuch (GeoMUWA\, Leibniz-Sozietät) \n14:15             Wissenschaftliche Vorträge:\n \nWarum uns das Eis unter den Fingern zerrinnt – Gletschereis und Klimawandel\nProf. Dr. Olaf Eisen (AWI Bremerhaven) \nNatürliche und induzierte Seismizität in Deutschland – ein Überblick\nDr. Thomas Plenefisch (BGR Hannover) \n15:15             Pause \n15:30            Abbildung der elektrischen Leitfähigkeit des Untergrundes auf unterschiedlichen Skalen mithilfe der Magnetotellurik\nPriv. Doz. Dr. Ute Weckmann (GFZ Potsdam) \n16:00             Stand der Vorbereitung zur IUGG-Generalversammlung 2023\nProf. Dr. Dr. Harald Schuh (Vors. LOK IUGG-GA2023\, GFZ Potsdam) \n16:20             Weitere gemeinsame Aktivitäten und Diskussion  \n16:30             Ende der Veranstaltung \n  \n\nZom-Link: \nhttps://gfz-potsdam-de.zoom.us/j/65428336902?pwd=Vi9mVmpiT0oxc3FSZVVtUjdDKy93Zz0 \nMeeting-ID: 654 2833 6902\n\nKenncode: 117580\n 
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SUMMARY:Übersetzen in der DDR: Eine verflochtene Geschichte
DESCRIPTION:Denkwerkstatt: 4. & 5. November 2022 \nProf. Dr. Larisa Schippel \nVeranstaltungsort:\nInstitut für Slawistik und Hungarologie\, Dorotheenstr. 65\, 10117 Berlin\, Raum 5.57.\nDie Tagung findet hybrid statt. Für den Zoom-Link wenden Sie sich bitte an: sabine.lefevre@rz.hu-berlin.de \nLink zum Flyer und zum Programm der Veranstaltung
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SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät: Sprache – Diskurse – Meinungsbildung
DESCRIPTION:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät\nSprache – Diskurse – Meinungsbildung\nEinladung und Programm \nMaterial zur Jahrestagung (mit Abstracts und CV der Referentinnen und Referenten) \nEs besteht auch die Möglichkeit einer online-Teilnahme. \nmit Beiträgen von: \nGerda Haßler (Potsdam\, MLS): Das Thema Sprache und Meinungsbildung in der Geschichte Berliner Akademie und in der heutigen Sprachwissenschaft \nMartin Reisigl (Wien): Meinungs- und Wissensformation im Diskurs – Eine diskurshistorische Annäherung \nOttmar Ette (Potsdam\, MLS): Die Tropen der Diskurse und die Diskurse der Tropen. Zur Erfindung und Findung der Amerikas \nJürgen Erfurt (Frankfurt am Main/Berlin\, MLS): Über legitime Sprache und sprachliche Legitimität \nMartina Drescher (Bayreuth): Meinungsbildung durch Gerüchte? Eine diskursanalytische Fallstudie zum Covid-19-Diskurs aus Kamerun \nMonika Schwarz-Friesel (TU Berlin): Toxische Sprache und geistige Gewalt. Wie judenfeindliche Denk- und Gefühlsmuster seit Jahrhunderten unsere Kommunikation prägen \nMichael Thomas (Berlin\, MLS): Das Schweigen der Männer und die hilflose Soziologie. Politische Diskurse\, Leitbegriffe und wissenschaftliche (Selbst-)Begrenzungen in Zeiten des Umbruchs \nConstanze Spieß (Marburg): Populistischer Sprachgebrauch an der Grenze zu sprachlicher Gewalt – Zur Debattenpraxis im deutschen Bundestag (nur nachmittag) \nDorothée Röseberg (Halle/Berlin\, MLS): Kulturmuster als Heuristik zwischen Sprache\, Diskurs und sozialer Praxis. Das Beispiel „formation de la raison“
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SUMMARY:Oktober Plenum: Kolloquium zur Verleihung des Wiener-Schmidt-Preises an Klaus Fuchs-Kittowski und Horst Völz
DESCRIPTION:Plenum in Kooperation mit der Gesellschaft für Kyberrnetik \nKolloquium zur Verleihung des Wiener-Schmidt-Preises an Klaus Fuchs-Kittowski und Horst Völz \nVortrag von Prof. Dr. Vincent Brannigan \nDisaster on the Man-Machine Interface: The Importance of Cybernetics\nHumans are the tool making animals. In particular we can make tools that kill us. While sometimes\, as with weapons\, this is the intention\, more often it is consequence of the tool and how it is used. From the code of Hammurabi we have recognized the need to control such creations. But the failure to control is the core of cybernetic disasters. From the TITANIC to the 737 MAX\, humans of great skill have created lethally defective machines. Only by careful analysis of such failures can we improve our human understanding of this problem. Prof. Fuchs-Kittowski has contributed greatly to the understanding of the human machine interface and helps point the way forward. \nWir Menschen sind Tiere\, die Werkzeuge herstellen. Vor allem können wir Werkzeuge herstellen\, die uns töten. Manchmal ist dies\, wie bei Waffen\, beabsichtigt\, häufiger ist es die Folge des Werkzeugs und seiner Verwendung. Seit dem Gesetzbuch von Hammurabi wissen wir\, dass wir solche Kreationen kontrollieren müssen. Aber das Versagen der Kontrolle ist der Kern der kybernetischen Katastrophen. Von der TITANIC bis zur 737 MAX haben Menschen mit großem Geschick tödlich fehlerhafte Maschinen geschaffen. Nur durch eine sorgfältige Analyse solcher Fehler können wir unser menschliches Verständnis für dieses Problem verbessern. Prof. Fuchs-Kittowski hat viel zum Verständnis der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine beigetragen und hilft damit\, den Weg in die Zukunft zu weisen. \nZur Person: \nVincent Brannigan (Prof. Dr. jur.) ist Professor Emeritus an der Clark School of Engineering at the University of Maryland College Park Maryland USA. Seine Arbeit befasst sich hauptsächlich mit der sozialen Kontrolle von Technologien. Dabei arbeitet er international in vielen Bereichen des Rechts und der Technik. Ein Hauptaugenmerk seiner Forschung liegt auf Sicherheitsvorschriften. Zu seinen Projekten gehören Waldbrände\, Vulkane und Flugsicherheit\, Untersuchungen nach Katastrophen\, leistungsbezogene Vorschriften\, Befehl und Kontrolle bei Notfallevakuierungen\, Risiko-Nutzen-Analysen bei der Krebsvorsorge\, Ethik im Ingenieurwesen\, Produktsicherheit sowie das Zusammenspiel von Produkthaftung und staatlicher Regulierung. Er war Gastdozent an deutschen und britischen Universitäten und forscht weiter an neuen Technologien. \nanschl. Podiumsdiskussion mit Kirsten Bock\, Annette Grathoff\, Hans-Jörg Kreowski und Siegfried Piotrowski \nLaudationes/Ehrungen: Klaus Fuchs-Kittowski und Horst Völz \n 
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DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Zoom-Videoveranstaltung statt. Die Einwahldaten sind folgende: \nEinladungslink: https://tu-darmstadt.zoom.us/j/61558208091?pwd=QUZaaUVOUGNRTnRPRDFsaVJjYTQ0UT09 – Meeting-ID: 615 5820 8091\n\nVortrag:\nMatthias Deutsch (Agora Energiewende): \n12 Thesen zu Wasserstoff und seine Bedeutung für die Energiepolitik\nAbstract: \nDer russische Angriff auf die Ukraine hat eine Zeitenwende in Europa eingeläutet\, die auch für die Energiepolitik folgenreich ist. Die Preise für fossiles Gas haben ungekannte Höhen erreicht\, was spürbare Auswirkungen für Haushalte und die Wirtschaft hat. Es ist unklar\, wie hoch die Kosten und das Niveau der Versorgung mit Erdgas in Europa künftig sein werden. Damit kommt weitere Bewegung in die Diskussion um grünen Wasserstoff\, der mittel- und langfristig fossiles Gas ersetzen kann\, heute aber noch größtenteils daraus hergestellt wird. \nKlar ist: Für das Ziel der Klimaneutralität 2045 in Deutschland werden erhebliche Mengen an grünem Wasserstoff benötigt. Die hohen Gaspreise haben Auswirkungen auf den Weg dorthin: Bisher galt fossiler Wasserstoff mit CO2-Abscheidung als schnell skalierbare Brückentechnologie. Dieser Weg ist deutlich teurer geworden und grüner Wasserstoff ist relativ betrachtet schneller wettbewerbsfähig. Damit ist der Hochlauf von erneuerbarem Wasserstoff dringender denn je. Die neuen Verhältnisse verlangen umso mehr den Fokus auf No-Regret-Anwendungen\, die nur unter Einsatz von grünen Molekülen klimaneutral werden können. Mit den 12 Thesen zu Wasserstoff sollen evidenzbasierte Einschätzungen geliefert werden\, um damit die Vielfalt an Studien zu Wasserstoff in einem konsistenten Rahmen zu diskutieren. \nVita: \nMatthias Deutsch arbeitet als Programmleiter Wasserstoff bei Agora Energiewende und hat mehr als 14 Jahre Erfahrung im Energiesektor. Seine vorherige Arbeit bei Agora umfasste die Themen Klimaneutralität\, Sektorkopplung Strom-Wärme und Speicher. Er war acht Jahre bei der Prognos AG als Berater mit den Schwerpunkten Erneuerbare Energien\, Energiebedarf und Gasnetzentwicklung tätig und hat Unternehmen\, Verbände und Regierungsstellen in Deutschland und im internationalen Bereich beraten. Zuvor hat Matthias Deutsch an der Hertie School of Governance und am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin gearbeitet. Nach seinem Studium des Technischen Umweltschutzes an der TU Berlin hat er an der University of Maryland School of Public Policy\, USA\, im Bereich Energie- und Umweltpolitik promoviert.
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DESCRIPTION:Swetlana Mengel (MLS) \nZur Bedeutung der sprachlich-kulturellen Situation für die Herausbildung einer Literatursprache am Beispiel Russlands zu Beginn des 18. Jahrhunderts \n(mit einem Seitenblick zum heutigen Ukrainischen)  \n Nach der bekannten tradierten Auffassung liegt der modernen russischen Standardsprache ein System von Normen zugrunde\, welches in der Russischen Grammatik M.V. Lomonosovs (1755) als eine gewisse Kombination von russischen und kirchenslavischen Elementen erstmalig kodifiziert wurde. \nDer Lomonosovschen Grammatik ging jedoch eine ganze Reihe von Versuchen voraus\, die die Herausbildung einer „neueren russischen Literatursprache“ anstrebten\, um die besondere sprachlich-kulturelle Situation in Russland am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts\, die ihren Niederschlag in der Schriftlichkeit des 11. bis 17. Jahrhunderts fand\, zu überwinden. Eine besondere Rolle spielten hingegen die Bemühungen ausländischer Gelehrter und ihre alternativen\, sich auf westeuropäische philologische und pragmatische Traditionen stützenden\, grammatischen Konzepte. Zu berücksichtigen ist dabei auch\, dass die Voraussetzungen für eine Literatur- bzw. Standardsprache nicht allein durch das Erstellen von entsprechenden Grammatiken\, sondern auch durch das Vorhandensein vergleichbarer Textproduktion und des Mediums für ihre Verbreitung erfüllt sind. \nDem Beitrag ausländischer Gelehrter zur Herausbildung der „neueren russischen Literatur-sprache“\, der bereits am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts in diesem Zusammenhang geleistet wurde\, widmet sich der vorliegende Vortrag. Dabei wird anfangs zur Verdeutlichung des Begriffs der sprachlich-kulturellen Situation und ihrer Besonderheit in Russland zu Beginn des 18. Jh. ein kurzer Blick auf das moderne Ukrainische und seine Entstehung im Vergleich zum Russischen geworfen. \nProf. Dr. Swetlana Mengel \nE-Mail: swetlana.mengel@slavistik.uni-halle.de\nHomepages: [1] http://www.slavistik.uni-halle.de/mitarbeiterinnen/44287_64610/; [2] http://www.forschung-sachsenanhalt.de/index.php3?PHPSESSID=cvg05oavgdora8s9acg3l3e254&option=menu_suchanzeige&reset=empty&menu_r_search=Swetlana+Mengel \nProfessorin für Slavische Philologie / Sprachwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (em.) \nForschungsschwerpunkte: \n\nAlternative Konzepte westeuropäischer Grammatikschreiber und Übersetzer zu russischer (Standard)Sprache im 17. und frühen 18. Jahrhundert\nSlavische Übersetzungen hallescher Pietisten im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts\nAllgemeine und slavistische Theorie der Wortbildung\, Wortbildungsnorm und ihre Erscheinungsformen\, Wortbildungssynonymie\nEntwicklung der slavischen Schrift- und Standardsprachen in ihren Besonderheiten; Normierungsprozesse auf der Textebene; Probleme der Bibelübersetzungen aus dem Griechischen ins Altkirchenslavische\nEntwicklung und Besonderheiten der russischen Sprache in der Diaspora\nRussisch in interkultureller Kommunikation. Zertifizierung der Sprachkenntnisse\n\nPublikationen:  \nüber 110 Publikationen. Darunter: 11 Bücher (Monographien und Editionen)\, mehrere Beträge in Zeitschriften der internationalen A-Kategorie (INT1: Russian Linguistics\, Voprosy jazykoznanija u.a.) und B-Kategorie (INT2: Zeitschrift für Slawistik u.a.) sowie Lexikonartikel (z.B. in Handbooks of Linguistics and Communication Science – HSK) \nHerausgebertätigkeit:  \nSchriftenreihe “SLAVICA VARIA HALENSIA”\, LIT-Verlag\, Münster – Hamburg – London  (mit A. Richter); insgesamt 12 Bände (s. unter http://www.slavistik.uni halle.de/publikationen/) \n\nweitere Herausgaben im Universitätsverlag der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (s. Homepage [1]-[2])\n\n Mitgliedschaften\, Gremienarbeit und weitere Aktivitäten: \n\nMitglied der Kommission für slawische Wortbildung beim Internationalen Slawistenkomitee\nDirektorin des Halleschen Zertifizierungszentrums für Russisch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
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SUMMARY:AK Europa
DESCRIPTION:Alle Interessierten sind herzlich zu der nächsten Sitzung des Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ eingeladen. \nFrau Prof. Dr. Swetlana Mengel (MLS) wird einen Vortrag zu folgendem Thema halten: \n“Mentalität-Konzept-Sprache. Ein Analysebogen von der Sprachphilosophie Wilhelm von Humboldts zur kognitiven Linguistik. Am Beispiel der Selbst- und Fremdbenennungen bei den Slaven (mit einem speziellen Hinblick zu Russland und Ukraine)“.\nDie Sitzung findet am 19.09.22 um 14.00 Uhr in der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207 statt. \nAbstract: \nIn dem Vortrag wird ein Versuch unternommen\, den Fokus auf das Verständnis und Selbstverständnis Europas und seiner Bewohner in ihrer Mentalität\, Kultur und Geschichte aus der sprachwissenschaftlichen bzw. sprachlichen Sicht zu legen\, und zwar am Beispiel der Selbst- und Fremdbenennungen in der Slavia – einer der zahlreichsten europäischen Völkergruppe\, die in ihrer Bedeutung angesichts aktueller und vergangener politischer Ereignisse\, Revolutionen\, Kriege u.ä. im europäischen Kontext durchaus nicht zu unterschätzen ist.\nNach einer vereinfachten überblicksartigen Darstellung allgemeiner theoretischer sprachwissenschaftlicher Grundlagen\, in der es versucht wird\, einen Bogen von Humboldtscher Sprachphilosophie zur modernen kognitiven Linguistik zu schlagen\, konzentriert sich der Vortrag auf die Verfahren und Benennungsmuster in ihrer mentalitätsabhängigen und kulturell sowie geschichtlich bedingten Beschaffenheit\, die in Selbst- und Fremdbenennungen der Slaven zum Einsatz kommen\, um diese anschließend – rückblickend auf aktuelle politische Ereignisse und den von Putin entfachten vermeintlichen „Brüderkrieg“ in Europa – noch einmal in Hinblick auf Russland und Ukraine zu demonstrieren\, bevor das Fazit zur Problematik des Vortrags gezogen wird.
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SUMMARY:September-Plenum
DESCRIPTION:Vortrag von John Erpenbeck (MLS) / Werner Sauter (MLS) \n„Kann man Werte wirklich trainieren?“ Vorstellung einer Buchpublikation \nZum Thema Werteentwicklung\, Wertetraining: \nWir leben in einer Wertegesellschaft. Wir erleben mit Erstaunen und manchmal mit Entsetzen\, wie die Wertegesellschaft die Wissensgesellschaft – geprägt von durchgreifender Digitalisierung\, Wissensexplosion und Bildungsexpansion – aushebelt\, überrollt\, dominiert und zuweilen ins Absurde abdrängt. Nationalistisch begründete Werteurteile bremsen massiv den Welthandel. Illiberale Werteorientierungen ruinieren demokratische Grundsätze. Kriegsbegeisterung\, Hass und Identitäres feiern Urständ. Subjektivistische Wertehaltungen erzeugen Kriegsgefahr. Gleichzeitig entwickeln sich aber auch neue\, positive Werteeinstellungen in Bereichen wie Ökonomie\, Ökologie\, Politik und Menschenrechte.\nAll unser rasend wachsendes Wissen\, alle erfolgreich wachsenden Wissenschaften können keine Antworten darauf geben\, wie unsere Zukunft aussehen wird. Es gibt keinen Wertekompass zur Zukunft. Über je mehr Wissen wir verfügen\, desto wichtiger werden Werte\, um in dieser Überfülle Fakten zu finden und Entscheidungen zu treffen. Die Wertegesellschaft ist von größerer Mächtigkeit als die Wissensgesellschaft.\nWerte lassen sich als Ordner der Selbstorganisation individuellen und sozialen menschlichen Handelns beschreiben. Das erlaubt es\, die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften als Geschichte von Werteauseinandersetzungen zwischen Klassen\, Völkern\, Nationen und ihren Traditionen\, Kulturen\, Weltanschauungen oder Religionen zu begreifen. Damit lassen sich Wege gezielter Werteentwicklung in Gesellschaft und Wirtschaft auf der Ebene von Individuen wie auf der von Teams\, Unternehmen und Netzwerken beschreiben. Es werden Möglichkeiten der Werteentwicklung in Arbeitsprozessen in Unternehmen und Organisationen\, im Coaching und Mentoring\, in spezifischen Trainings wie durch Bildung und Weiterbildung erfasst.\nDass wir in einer Wertegesellschaft leben hat zumindest drei Konsequenzen:\n(1) Informationen\, Erkenntnisse sind wahr oder falsch: Werte sind niemals wahr oder falsch. Sie sind Handlungen und Situationen angemessen – oder auch nicht. Das lässt sich erst nach deren Wirksamwerden entscheiden.  Wer behauptet\, über wahre Werte zu verfügen\, will sie durchsetzen\, oder betrügen.\n(2) Grundwerte sind inkommensurabel\, untereinander nicht zu vergleichen\, etwa ethische und politische Werte.\n(3) Die Verinnerlichung\, die Interiorisation von Werten\, ihre Umwandlung in eigene Emotionen und Motivationen wird zum Zentrum jeder gezielten Werteentwicklung\, jedes Wertetrainings\, ohne sie sind Werte wertlos. \nJohn Erpenbeck ist Mitglied der Leibniz Sozietät seit ihrer Begründung – sicher nicht das aktivste Mitglied\, aber ebenso sicher eines der vom Sinn und der Mission der Sozietät am überzeugtesten.\nErpenbeck lehrt Wissens- und Kompetenzmanagement an der Steinbeis Universität Berlin/Herrenberg. Er studierte Physik mit der Spezialisierung Biophysik und arbeitete zunächst als Experimentalphysiker am Institut für Biophysik der Akademie der Wissenschaften der DDR. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ministerium für Wissenschaft und Technik im Bereich Kernforschung/ Kosmosforschung. Fast zwei Jahrzehnte war er anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR im Bereich von Prof. Herbert Hörz\, befasst mit den Schwerpunkten philosophische\, historische und wissenschaftstheoretische Probleme der Psychologie kognitiver\, emotional-motivationaler und volitiver Prozesse.\n1978 wurde er Dr. sc. phil. 1984 wurde er zum Professor ernannt. Ab 1991 war er an der Förderungsgesellschaft wissenschaftlicher Neuvorhaben mbH der Max-Planck-Gesellschaft mit dem Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie tätig. 1993 bis 1994 ging er als Research Professor an das Center for Philosophy of Science in Pittsburgh\, danach war er Professor an der Universität Potsdam im Bereich von Prof. Hans-Peter Krüger.\nVon 1998 bis 2007 war er im Projekt Lernkultur Kompetenzentwicklung (ABWF/QUEM) wissenschaftlich und leitend aktiv. Seit 2007 hat er den Lehrstuhl Wissens- und Kompetenzmanagement an der SIBE im Verbund der Steinbeis-Hochschule Berlin inne.\nGemeinsam mit Prof. Dr. Volker Heyse hat er die Kompetenzerfassungs-Systeme KODE® und KODE®X entwickelt\, zusammen mit Roman Sauter sowie Prof. Dr. Werner Sauter die Werteerfassungs-Systeme KODE®W sowie ValCom®. Zusammen mit letzterem\, ebenfalls Mitglied unserer Sozietät\, hat er seit 2018 zu den Themen Wertungen\, Werte\, Wertemessung\, Werteentwicklung\, Wertetraining 6 Bücher verfasst und auch diesen Vortrag abgestimmt. \n 
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SUMMARY:September Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Michael Krautblatter (MLS) \nOrt: Mohrenstraße 40/41\, Raum 415 \nAlpine Naturgefahren im Klimawandel und Perspektiven der Vorhersage \nAbstract: \nAlpine Naturgefahren haben schon heute eine erhebliche ökonomische und sicherheitstechnische Bedeutung im Alpenraum. Verschiedene Prozesse die zu Alpinen Naturgefahren führen\, nehmen in den letzten Jahrzehnten an Intensität und Häufigkeit deutlich zu. Dies ist insbesondere auf häufigere Starkniederschlagsereignisse und die Veränderung hochalpiner Geosysteme durch Gletscher- und Permafroständerungen zurückzuführen. Im Vortrag werden die Veränderungen der Gletscher- und Permafrostsysteme (am Beispiel von Zugspitze und Ötztal) sowie von Steinschlägen\, Murgängen und Felsstürzen beleuchtet. Anhand einer viertausendjährigen Murgangchronologie am Plansee (Österreich) wird gezeigt\, dass in den letzten einhundert Jahren die Häufigkeit von Murgängen um ein Mehrfaches zugenommen hat. Mit Hilfe von Fels-Eis-mechanischen Modellen\, die auf Temperaturen reagieren\, werden Versuche unternommen\, zukünftige Entwicklungen von Felsstabilitäten zu modellieren. Im Projekt AlpSenseRely werden Vorhersagetechniken entwickelt\, um alpine Naturgefahren besser vorhersehen zu können. Ein prominentes Objekt dabei ist der Hochvogel in den Allgäuer Alpen\, an dem umfangreiche Mess- und Sendetechnik für den Alpenraum erprobt wird. \nVita: \nMichael Krautblatter bekleidet die Professur für Analyse\, Monitoring und Frühwarnung von Hangbewegungen an der TU München. Er studierte Geographie und Geologie an den Universitäten Passau\, Erlangen und Durham (UK). Anschließend forschte er an den Universitäten Erlangen\, Oxford (UK) und Bonn und promovierte 2009 in Bonn mit Auszeichnung über Permafrost in alpinen Felswänden und deren Destabilisierung. Als Dozent in der Geomorphologie- und Umweltforschungsgruppe in Bonn baute er die „PermaSlope“ Doktoranden-Gruppe auf und etablierte ein Gefrierlabor. Michael Krautblatter untersucht seit 2004 Naturgefahren\, Hangbewegungen und Permafrost­systeme. Zentrale Themen sind die nicht-invasive Quantifizierung und das Monitoring von Permafrost in instabilen Fels- und Lockergesteinshängen\, die Quantifizierung von Magnitude\, Frequenz und Interkonnektivität von Hangbewegungen sowie die Vorhersage von Hangbewegungen basierend auf Schwellenwerten\, mechanischen Modellen und Systemverständnis. Theorie-\, Feld-\, Labor- und Modell-basierte Forschungen werden gegenwärtig in internationalen Projekten in den Alpen und der Arktis durchgeführt. Die Hangbewegungsgruppe der TU München\, in die Michael Krautblatter stark involviert ist\, erforscht kurz-\, mittel- und langfristige Vorhersagemöglichkeiten für alpine Hangbewegungen.
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SUMMARY:September-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Christa Luft (MLS) \n„Grund und Boden – keine Ware wie jede andere. Vorschläge für eine soziale Bodenordnung“ \nDer Boden ist keine Ware wie jede andere\, kein normales Konsumgut. Er ist begrenzt verfügbar\, nicht beliebig reproduzier- oder vermehrbar. Wie Luft und Wasser ist er ein Grundlebensmittel und damit unentbehrlich für jeden Menschen. Die Crux: Seine Verfügbarkeit ist begrenzt\, das Privateigentum daran aber nicht. Angesichts der zerstörerischen gesellschaftlichen Wirkungen ist das ein nach Auflösung drängender Widerspruch. Dass der Boden privat sein muss\, ist nicht naturgegeben\, es ist in Gesetzen niedergeschrieben\, und die sind von Menschen gemacht und können geändert werden. Für eine neue\, eine gemeinwohlorientierte Bodenordnung werden Vorschläge unterbreitet. \n Christa Luft ist Diplomökonomin. Sie lehrte an der Berliner Hochschule für Ökonomie und war dort zuletzt Rektorin. Einige Jahre arbeitete sie in Moskau an einem Internationalen Ökonomischen Forschungsinstitut.  Im Wendeherbst 1989 wurde sie in die Regierung Modrow berufen und mit dem Bereich Wirtschaft betraut. Nach Abwicklung der HfÖ anno 1991 wirkte sie als  Dozentin in Weiterbildungsinstituten und als freischaffende Publizistin. Von 1994 bis 2002 gehörte sie als direkt gewählte Abgeordnete dem Deutschen Bundestag und dessen Wirtschaftsausschuss an. Sie ist Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung\, der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften  und des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2022
DESCRIPTION:10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin
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SUMMARY:Juni-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche\, wissenschaftliche Juni-Sitzung am 9. Juni 2022 in der Zeit von 10:00 bis 12.00 Uhr im Historischen Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen mit folgender Tagesordnung durch: \nZu Beginn der Klassensitzung Buchvorstellung durch Ekkehard Höxtermann (MLS):\n„Das Buch der Natur“ – Erinnerungen an Walter Kirsche (1920 bis 2008) \nKurze Präsentation eines neu erschienenen Supplementbandes der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \n\nAnschließend hält \nMichael Kaasch (MLS) einen Vortrag über: \nZur Anatomiegeschichte und Neuronentheorie im Lebenswerk des Berliner Anatomen Walter Kirsche (1920–2008) \nAbstract: \nIm Jahr 2020 wurde der 100. Geburtstag von Walter Kirsche (1920–2008) – Professor für Anatomie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie bekannter Naturschützer in der DDR – begangen. Der Vortrag untersucht die Bedeutung der Anatomie- und Biologiegeschichte für sein Wirken als Forscher und Hochschullehrer. Hierbei bildet der Einsatz von Kirsche für die Neuronentheorie des spanischen Nobelpreisträgers Santiago Ramón y Cajal (1852–1934) in der Auseinandersetzung mit alternativen Konzepten im Fachdiskurs der deutschsprachigen Anatomie der 1950er und 1960er Jahre einen besonderen Schwerpunkt. Die Analyse behandelt an einer seinerzeit wirkungsmächtigen\, mittlerweile aber vergessenen wissenschaftlichen Kontroverse Fragen der Produktion und Durchsetzung von neuem Wissen im Forschungsprozess\, versucht Schwierigkeiten beim Umgang mit wissenschaftlichen Aussagen im historischen Kontext herauszuarbeiten und stellt ein zeittypisches Forschernetzwerk um Kirsche und die von ihm geleitete Zeitschrift für mikroskopisch-anatomische Forschung vor. Für das vielfältige Wirken Walter Kirsches zeigt sich im Spiegel innerwissenschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse die fortdauernde Anschlussfähigkeit seiner vielfältigen Bemühungen zu aktuellen Diskussionen über Formen und Resultate forscherischer Wissensproduktion. \nVita: \nDr. Michael Kaasch ist Biologe\, Biologiehistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Schriften der Deutschen Akademie der Naturforscher – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwerpunkt seiner Forschungen sind die Biologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts\, die wissenschaftliche Biographik und die Historie Gelehrter Gesellschaften und wissenschaftlicher Akademien. \nVon 1981 bis 1986 studierte er Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Er schloss sein Studium als Diplom-Biologe (Spezialisierung Genetik) ab. 1989 promovierte er zum Dr. rer. nat. an der MLU mit einem Thema zur DNA-Polymerase III von Escherichia coli. 1989 war er Mitbegründer des Unabhängigen Institutes für Umweltfragen (UfU Halle/Berlin). Von 1992 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands\, 1993 amtierender Vorstandsvorsitzender dieses Institutes. Seit 1989 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter (Redakteur) an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle (Saale). Hier trägt er die Verantwortung für verschiedene Publikationen: Nova Acta Leopoldina (Fachgebiete Biowissenschaften\, Medizin usw.)\, Jahrbuch\, Acta Historica Leopoldina. Seit 2020 ist Michael Kasch Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \n\nAm Ende der Klassensitzung findet die \nNeuwahl des Sekretars der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät \nstatt. Hieran nehmen nur die anwesenden Mitglieder der Klasse teil.
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DESCRIPTION:Beachten Sie bitte die veränderte Anfangszeit: 9:30 Uhr \nZoom-Konferenz: Zugangsdaten s.u. \nAndreas F. Kelletat (Mainz / Germersheim) \nWem gehört der übersetzte Text? Überlegungen zu einem historisch-sammelbiographischen Forschungs- und Editionsprojekt \nModeration Kerstin Störl \nDie Literaturen der Welt kennen wir alle fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer schon dürfte von sich behaupten\, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Das gut 3000 Jahre alte Gilgamesch-Epos oder die Hexameter-Gesänge Homers\, Dantes Divina Comedia\, die Romane von Cervantes\, Sterne\, Flaubert\, Dostojewski\, Sienkiewicz\, Hamsun\, Mahfus\, Saramago oder Orhan Pamuk? Wem verdanken wir die Kenntnis dieser Texte? Zuallererst den Übersetzern. Und was wissen wir von ihnen? In seltenen Fällen merken wir uns die Namen\, ausgenommen die von Dichter-Übersetzern wie Voß\, A. W. Schlegel\, Rilke oder Celan. Unsere Wissenslücken im Bereich der Literatur- und Kulturgeschichte des Übersetzens soll das digitale und online frei zugängliche Germersheimer Übersetzerlexikon (www.uelex.de) schließen\, in dem seit 2015 umfangreiche „Übersetzerporträts“ veröffentlicht werden. Im Vortrag geht es um Konzeption und Perspektiven dieses translationshistorischen Projekts. \nAndreas F. Kelletat\, geb. 1954 in Hamburg\, ab 1977 Studium in Köln (Germanistik\, Osteuropäische Geschichte\, Skandinavistik mit Fennistik)\, Dissertation (1983) über J.G. Herder als Übersetzer. 1984–1993 Lehrtätigkeit an der Universität Vaasa (Finnland)\, von 1993–2020 Leiter des Arbeitsbereichs Interkulturelle Germanistik am Fachbereich Translations-\, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz/Germersheim. Betreuung von gut 1000 Diplom- und MA-Abschlussarbeiten sowie ca. 25 kultur-\, literatur- und translationswissenschaftlichen Dissertationen. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Übersetzens (1700–heute)\, Übersetzerforschung\, Exilliteratur (1933–1950)\, deutsch-nordosteuropäische Kulturbeziehungen\, Interpretation zeitgenössischer Lyrik. Seit 2008 auch mehrere Veröffentlichungen fußnotenfreier Texte (Erzählungen\, Romane). Ehrendoktor der Universitäten Riga (2000)\, Kaunas (2010) und Wolgograd (2019). (Internetseite: www.andreas-f-kelletat.de). \n\n\n\nÜber diesen Link können Sie direkt dem Zoom-Meeting beitreten\nhttps://univienna.zoom.us/j/2844516344?pwd=c29palJIU1h1d1ZaQ1pURS8vQUs1dz09\n\nSie können auch über den Zoom-Client teilnehmen\, wenn Sie folgende Daten verwenden\nMeeting-ID: 284 451 6344\nKenncode: 7GG10U \nSie können auch per Telefon an der Sitzung teilnehmen. Einwahl nach aktuellem Standort \nKenncode: 051512\nMeeting-ID: 284 451 6344 \nBei Fragen wenden Sie sich bitte an den ZID-Servicedesk unter:https://servicedesk.univie.ac.at/plugins/servlet/desk/category/stufole
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis Energie\, Mensch und Zivilisation
DESCRIPTION:„Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur“\nOrganisation: Ernst-Peter Jeremias & Norbert Mertzsch (MLS). Arbeitskreis Energie\, Mensch und Zivilisation\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. und Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e. V. (vbiw) \n10.00 bis 16.15 Uhr\nOrt: Archenholdsternwarte\, kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\n\nDas ausführliche Gesamtprogramm der Tagung finden Sie hier.\nAnliegen von Kolloquium und Expertendiskurs \nIn der Jahrtausende währenden Entwicklung der Menschheit konnte der Mensch seit dem Beginn des Gebrauchs des Feuers bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Wesentlichen nur auf Einkommensenergien zurückgreifen. Dabei spielte der nachwachsende Rohstoff Holz neben der Wasserkraft und der Windkraft die dominierende Rolle. Erst danach dominierte die Verwendung von Vermögensenergien\, wie Kohle und Erdöl. Der sich dadurch ergebende Anstieg der Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre mit gravierenden Einflüssen auf das Klimasystem der Erde erzwingt nun wieder die Rückkehr zur vorrangigen Nutzung von Einkommensenergien. Diese Rückbesinnung auf die vorrangige Nutzung von Einkommensenergien wird in Deutschland mit dem Begriff Energiewende umschrieben. \nDabei schrieb Werner Siemens bereits 1879 “Es gehört sogar kein allzu kühner Flug der Phantasie dazu\, um sich eine Zukunft auszumalen\, in der die Menschheit die lebendige Kraft\, welche die Sonnenstrahlen der Erde in ungemessenem Betrag zuführen\, und die sich aus zum Theil im Wind- und in den Wasserfällen zur direkten Benutzung zur Verfügung stellt\, mit Hülfe des elektrischen Stromes zur Herstellung alles nöthigen Brennstoffs verwendet und die für ihre Kindheit von der Natur vorsichtig aufgestapelten Kohlenlager ohne Nachteil zu entbehren lernt!” [1]. \nAusgehend von der 5. Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. im Jahre 2012 zum Thema “Energiewende – Produktivkraftentwicklung und Gesellschaftsvertrag”\, der bereits verschiedene Veranstaltungen und Diskussionen vorausgingen\, wurden in den letzten Jahren verschiedene Aspekte der Energiewende systematisch betrachtet. Dafür stehen u.a.: \n\nKolloquium zu Aspekten der Energiewende in Deutschland: Erneuerbare Energieträger – Eigenschaftsprofile\, Probleme und realistische Perspektiven ihrer Nutzung unter den Bedingungen Deutschlands am 11. Oktober 2012\nKolloquium zum Thema „Energiespeichertechnologien: Notwendigkeiten\, Problemspektren\, wissenschaftlich-technische Entwicklungen und Perspektiven“ am Dezember 2013\nKolloquium zum Thema: “Energiewende 2.0 – Die ambivalente „Wärme“ im Fokus der Wissenschaft und Wirtschaft\, der Technik und Technologie” am Mai 2017\nÖffentliche Disputation zum Thema: „Die Energiewende 2.0: Essentielle wissenschaftlich-technische\, soziale und politische Herausforderungen“ am 12. April 2018\nÖffentliche Disputation zum Thema: „Die Energiewende 2.0 – Im Fokus: Die kardinale Effektivität und Effizienz“ am 06. Dezember 2018.\nKolloquium und Disputation zum Thema: “Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Mobilität” am 07.05.2021\nMit dem Kolloquium zum Thema: “Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur” wird erneut eine wichtige Komponente der Energiewende beleuchtet.\n\nZiel der vorgesehenen Veranstaltung ist es\, die Probleme der für eine erfolgreiche Energiewende notwendigen Infrastruktur zu diskutieren. Das betrifft insbesondere die notwendigen Netze für die Verteilung von Elektroenergie\, Gase und Wärmeenergie\, aber auch die zugehörigen Speicher\, da Einkommensenergien meistens nicht synchron zum Verbrauch erzeugt werden können. \nSchwerpunkte der Vorträge sind: \n\nDie zukünftige Energiebedarfs- und Deckungsstruktur Deutschlands im internationalen Verbund als Basis der komplexen gesellschaftliche Daseinsvorsorge\nEnergieinfrastruktur als Daseinsvorsorge – globale Probleme\, lokale Lösungen\nStrom-\, Wasserstoff- und Wärmenetz der Zukunft\nStromnetze als zentrale Energieinfrastruktur\nEntwicklungstendenzen bei der Wärmeversorgung mit Wärmenetzen\nSpeicher in der Energieinfrastruktur.\n\nEs ist vorgesehen die Vorträge und die Ergebnisse des Expertendiskurs in einem “Sitzungsbericht der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften” oder in Leibniz Online zu publizieren. \nDas Symposium wird vom Senat der Stadt Berlin finanziell gefördert. \n[1]      Witzlau\, Reinhard (2016):Werner von Siemens Ideen & Ansichten. Gransee. Edition Schwarzdruck \n\n \nProgramm\n„Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur“ \n10:00 Uhr – 10:10 Uhr  \nEröffnung und Begrüßung\nProf. Dr. Lutz-Günther Fleischer Vizepräsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \n10:10 Uhr – 13:00 Uhr\nModeration\nProf. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nEinführung:\nDie Energiewende 2.0: Herausfordernde holistische Entwicklungen\, essentielle Funktionen und sie organisierende komplexe Strukturen im kritischen Fokus.\nProf. Dr. Lutz-Günther Fleischer (MLS) \nVorträge  \nDie zukünftige Energiebedarfs- und Deckungsstruktur Deutschlands im internationalen Verbund als Basis der komplexen gesellschaftliche Daseinsvorsorge (keynote speech)\nReferent:         Prof. Dr. Frank Behrendt (acatech Mitglied)\nSprecher des Innovationszentrum Energie (IZE) der TU Berlin \nEnergieinfrastruktur als Daseinsvorsorge – globale Probleme\, lokale Lösungen\nReferent:         Dipl.-Ing. Thoralf Uebach\nGeschäftsführer Stadtwerke Neuruppin und stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des VKU \nStrom-\, Wasserstoff- und Wärmenetz der Zukunft\nReferentin:      Dr. Barbara Saerbeck\nProjektleiterin Grundsatzfragen\, Agora Energiewende \nDiskussion \n13.00 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause  \n14.00 Uhr – 16.00 Uhr  \nVorträge\nModeration\nProf. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nSmart Grid als Grundlage der Energiewende: Leitansätze für Europa\nReferent:         Prof.  Dr.-Ing. Kai Strunz\nLeiter des Fachgebietes Energieversorgungsnetze und Integration Erneuerbarer Energien\, TU Berlin \nEntwicklungstendenzen bei der Wärmeversorgung mit Wärmenetzen\nReferenten:      Dipl.-Ing. Kerstin Becker\, Dr.-Ing. Ernst-Peter Jeremias (MLS) \nSpeicher in der Energieinfrastruktur\nReferent:         Dr. Norbert Mertzsch (MLS) \nDiskussion \n16:00 – 16:15 Uhr\nSchlusswort\nDr. Norbert Mertzsch (MLS\, VBIW) \nDas ausführliche Gesamtprogramm der Tagung finden Sie hier.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-arbeitskreis-energie-mensch-und-zivilisation/
LOCATION:Archenholdsternwarte\, kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435
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