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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre Mai-Sitzung am 07. Mai 2015. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nMichael Brie (MLS):\nKarl Polanyi – Denker der Großen Transformationen \n07. Mai 2015\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Brie ist Philosoph und Politikwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach Promotion (1980) und Habilitation (= Promotion B\, 1985) lehrte er bis 1989 Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitete am Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR mit\, wobei er 1987-1990 am Reformprojekt „Moderner Sozialismus“ mitwirkte. 1990 wurde er zum Professor für Sozialphilosophie an der Humboldt-Universität berufen; 1994 bis 1999 arbeitete er an Projekten der Max-Planck-Gesellschaft und der Volkswagenstiftung und war Gastwissenschaftler am Wissenschaftszentrum für Sozialwissenschaften in Berlin. Seit 1999 ist er einer der Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung\, wo er das Institut für Gesellschaftsanalyse aufgebaut hat. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind jetzt Transformationsforschung sowie Theorie und Geschichte des Sozialismus. \nAbstract:\nIn jeder größeren Krise des Kapitalismus wird das Werk von Karl Polanyi\, maßgeblich „The Great Transformation“ von 1944\, wieder neu rezipiert. Der sozialwissenschaftliche und publizistische Krisendiskurs seit 2008 macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Karl Polanyi ist vor allem als Denker der „Doppelbewegung“ bekannt: Jeder Versuch\, eine Gesellschaft in eine Marktgesellschaft zu verwandeln\, in der die Grundgüter der Gesellschaft (Arbeit\, Natur\, Geld und Kultur) vornehmlich als Waren behandelt werden\, erzeuge eine Gegenbewegung des sozialen Schutzes dieser Güter und der Gesellschaft.\nDiese Rezeption verführt dazu\, nur den Sozialreformer Polanyi ins Auge zu fassen. Polanyi studierte aber zum einen jene Große Transformation\, die den Kapitalismus im ausgehenden 18. und frühen 19. Jh. hervorbrachte\, und er sah mit den großen Krisen der 1920er und 1930er Jahre des 20. Jh. die Zivilisation vor einer neuen Transformation\, die über den Kapitalismus hinaus\, zu einem demokratischen Sozialismus führen müsse\, sollen Freiheit und Demokratie bewahrt werden. Diese sozialistische Dimension des Denkens Polanyis ist weitgehend vergessen. Der Vortrag wird Ursprünge dieses Denkens und wesentliche Konturen einer transformatorischen Strategie über den Kapitalismus hinaus im Werk Polanyis aufzeigen.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre Mai-Sitzung am 07.Mai 2015. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nGudrun Scholz (MLS):\nMechanochemie fluoridischer Festkörper – von der mechanischen Aktivierung zur mechanisch stimulierten Synthese \n07. Mai 2015\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Dr. Scholz ist Chemikerin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014. Nach der Promotion auf quantenchemischem Gebiet (1984) an der Humboldt-Universität zu Berlin wechselte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zum Zentralinstitut für Anorganische Chemie der AdW der DDR (1984 – 1991)\, gefolgt von einer Tätigkeit am Zentrum für Anorganische Polymere (KAI e.V.\, Berlin) (1992-1993). 1994 kehrte sie an die HU Berlin zurück und begann Arbeiten auf dem Gebiet der Magnetresonanz (Festkörper-ESR) und später Festkörper-NMR. 2004 habilitierte sie sich auf dem Gebiet der Anorganischen Chemie und ist seitdem Privatdozentin am Institut für Chemie der HU Berlin und Leiterin des Festkörper-NMR-Labors. Mit ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit verbunden waren Arbeitsaufenthalte als „visiting scholar“ am Argonne National Lab. (USA) sowie als Gastdozentin und Gastprofessorin an der Université du Maine (Le Mans\, Frankreich).\nIhre wissenschaftlichen Interessen sind gerichtet auf die Spezies-Identifizierung in nanostrukturierten fluoridischen Festkörpern und deren Bildungsmechanismen\, insbesondere bei mechanochemischen Synthesen. Diese Arbeiten werden mit Teilprojekten sowohl im Sonderforschungsbereich 1109 (HU Berlin) als auch im Graduiertenkolleg 1582/2 (FU\, HU Berlin) gefördert. Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegen in 132 Publikationen dokumentiert vor. \nAbstract:\nMechanochemische Reaktionen werden als Alternative zu konventionellen chemischen Syntheserouten für die Präparation neuer Materialien zunehmend genutzt. Dabei sind Kugelmühlen ohne zusätzliche Lösungsmittel in der Mechanochemie weit verbreitet. Das betrifft nicht nur die Zerkleinerung von Materialien bis zu Partikelgrößen im nm-Bereich\, sondern auch die Synthese von anorganischen und organischen Materialien sowie anorganisch-organischen Hybridmaterialien.\nIm Vortrag wird nach einem kurzen historischen Überblick zur Entwicklung der Mechanochemie zunächst auf die Besonderheiten mechanochemischer Reaktionen und die daraus resultierenden Konsequenzen\, einschließlich der apparativen Ausrüstung\, eingegangen.\nSchwerpunkt des Vortrages bilden Ergebnisse zur Mechanochemie fluoridischer Festkörper\, insbesondere von Erdalkalimetallfluoriden. Hier bietet die mechanochemische Synthese\, die von uns 2012 erstmalig publiziert wurde\, einen sehr einfachen\, schnellen\, direkten und lösungsmittelfreien Zugang zu nanokristallinen Erdalkalimetallfluoriden.\nMX2 + 2 NH4F   →  MF2  + 2 NH3 + 2 HX                       (1)\nDie so erzeugten nanokristallinen Proben haben erstaunlich hohe Fluoridionenleitfähigkeiten\, deutlich höher als die vergleichbarer mikrokristalliner Proben. Die Anionenleitfähigkeiten werden zusätzlich beeinflusst\, wenn es gelingt\, feste Lösungen verschiedener Fluoride herzustellen\, die über Hochenergie-Kugelmühlen ebenfalls zugänglich sind. Abschließend wird ein Ausblick auf laufende Arbeiten zur mechanochemischen Synthese von fluorhaltigen Koordinationspolymeren der Erdalkalimetalle gegeben.
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SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen April-Plenarsitzung am 09. April 2015. Die Sitzung wird als Ehrenkolloquium veranstaltet. \n“… dass Vernunft in der Geschichte sei.”\nEhrenkolloquium zum 85. Geburtstag von Wolfgang Eichhorn (MLS)\n09. April 2015\, 13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nProgramm: (Moderation Prof. Dr. Hans-Otto Dill) \nEröffnung: Prof. Dr. Gerhard Banse\, Präsident der Leibniz-Sozietät \n\nHerbert Wöltge (Berlin\, ML): Laudatio: Wolfgang Eichhorn – Initiator und Gestalter der Leibniz-Sozietät\nWolfgang Küttler (Berlin\, ML): Formation\, Revolution und Transformation. Wie ist vernünftige Geschichtsgestaltung möglich?\nHelga Schultz (Berlin\, ML): Über Tradition und Geschichte in postmodernen Zeiten\nMatthias Middell (Leipzig\, ML): Neue Diskussionen um die Erklärung der Französischen Revolution\n\nSchlusswort: der Jubilar \n 
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre April Sitzung am 09.April 2015. Es wird der Folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt. \nRaj Kollmorgen (MLS):\nNach der Moderne kommt die (Neo-)Moderne? Theoretisch-konzeptuelle und zeitdignostische Überlegungen zur modernen Gesellschaft \n09. April\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Kollmorgen ist Soziologe und Gesellschaftstheoretiker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Philosophie\, der Gesellschaftswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre wurde er 1999 in Soziologie promoviert. Die Habilitation erfolgte 2010.\nZwischen 1992 und 2013 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter\, Assistent\, Dozent und Professor an verschiedenen Einrichtungen u.a. in Halle\, Berlin\, Jena\, Magdeburg\, Toronto\, Erfurt und Cluj-Napoca (Rumänien). Seit März 2013 hat er die Professur für Management sozialen Wandels an der HS Zittau/Görlitz inne und leitet da den Master-Studiengang „Management sozialen Wandels“. Hier geht es ihm vor allem um Theorie und Empirie sozialen Wandels\, Sozialstruktur- und Ungleichheitsanalyse\, Stadt- und Regionalforschung\, politische Soziologie\, Organisationssoziologie\, Methoden empirischer Sozialforschung sowie Europäisierungs- und Globalisierungsforschung.\nSeine Forschungsschwerpunkte sind Postsozialistische und sozial-ökologische Transformationen\, Transformationen moderner Gesellschaften und Prozesse sozialen Wandels\, politische Soziologie sozialer Ungleichheit\, Europäisierungsprozesse sowie Sozial- und Gesellschaftstheorie. \nAbstract:\nObgleich Theorien der modernen Gesellschaft auf eine lange Tradition zurückblicken können\, sind sie nicht veraltet\, sondern gehören auch heute zum Kanon soziologischer „Großtheorien“ und zeitdiagnostischer Deutungsversuche.\nDabei erlebte der soziologische Modernediskurs in den vergangenen dreißig Jahren elektrisierende Wenden. Während in den 1980er Jahren die These einer aufkommenden Postmoderne dominierte\, erfuhren nach dem Epochenumbruch 1989 klassisch orientierte Modernisierungs- und Modernetheorien eine furiose Renaissance. Zugleich wurden Versuche gestartet\, die tradierten Thesen und Modelle zeitdiagnostisch umzuarbeiten. Prominent waren und sind Konzeptionen der „reflexiven Modernisierung“ oder „Zweiten Moderne“\, wie sie etwa von Anthony Giddens und Ulrich Beck seit den frühen 1990er Jahren elaboriert wurden. Die heutige Lage in der Debatte um moderne Gesellschaften ist unübersichtlich. Ansätze\, die den (epochalen) Bruch zwischen „Erster“ und „Zweiter Moderne“ thematisieren\, werden von Konzeptualisierungen kritisiert\, die eher Kontinuitäten identifizieren. Kulturell ansetzende Modellierungen konkurrieren mit neomarxistischen oder institutionenfundierten Zugängen. Mindestens eine Orientierung teilen aber alle hegemonialen Modernetheorien der Gegenwart: Der „Westen“ ist ihnen Hort und aktueller Impulsgeber der Moderneentwicklung\, wohingegen der „Osten“ und der „Süden“ als Peripherie oder Gegenprojekte fungieren.\nDer Vortrag setzt an dieser Lagebestimmung an und unternimmt einerseits den Versuch\, die Theorie moderner Gesellschaften in zeitdiagnostischer Absicht kritisch zu reformieren\, wobei die Ideen dreier historischer Moderneformationen sowie der gegenwärtig wirkmächtigen Neomoderne im Zentrum stehen. Andererseits wird deren Kontur und Entwicklungslogik unter ausdrücklichem Einbezug von Gesellschaftsentwicklungen in der südlichen und vor allem östlichen (Semi-)Peripherie der Weltgesellschaft diskutiert. Auch die Gegenwartsmoderne und ihre Zukunft lässt sich nur als globale (Neo-)Moderne angemessen thematisieren und begreifen.
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SUMMARY:April Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre April-Sitzung am  09.April 2015.\nEs wird der folgende Vortrag gehalten und diskutiert: \n Lothar Kolditz (MLS): \nDie große Datenflut – Theorien\, Modelle und Berechenbarkeit \n09. April 2015\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \nAbstract:\nUnser Zeitalter ist durch Big Data geprägt\, und damit ist die digitale Revolution im Gange\, die nach über 200 Jahren auf die industrielle Revolution folgt. Wie zu Anfang jeder Revolution gibt es Einschätzungen\, die noch nicht genügend abgeklärt sind und vor euphorischer Begeisterung über das Ziel hinaus schießen.\nSo vertritt Chris Anderson  [1\, S.124/130] in einem Beitrag zum Buch „Big Data – das neue Versprechen der Allwissenheit“ die Meinung\, dass durch die Datenflut und die Supercomputer das Ende der Theorie herbeigeführt wird und die wissenschaftliche Herangehensweise mit Hypothesenbildung\, Theorien-  und Modellentwicklung veraltet ist. Stephen Wolfram  (A New Kind of Science 2002) [vgl. 2\, S.103] kommt angesichts der Leistungsfähigkeit von Supercomputern zu der Meinung\, dass Computereinsätze an die Stelle von mathematischen Beweisen und Theorien treten werden und Problemlösungen empirisch zu finden seien.\nDiese Ansichten verkennen den ordnenden Charakter von Theorien und Modellen und beachten nicht\, dass diese Regeln enthalten oder auch Gesetze\, die ein bestimmter für ihr Gebiet zutreffender Datensatz befolgt.\nAus Theorien folgen Bilder für die Realität\, die Modelle genannt und verifiziert oder falsifiziert werden können. Im Ergebnis dieses Prozesses werden Modelle und übergeordnete Theorien korrigiert und der Realität weiter angenähert. Theorien und Modelle treffen immer nur für einen bestimmten Bereich zu\, dessen Grenzen anzugeben sind.\nFür die Auswertung der Daten muss dem Computer eine Vorschrift gegeben werden\, die einer bloßen empirischen Auswertung übergeordnet ist. Ohne Anweisung für den Computer kann es zu Musterentwicklung kommen\, aber nicht zu verwertbaren Theorien.\nAuf die ordnende Funktion von Theorien und Modellen bei Datensammlungen kann trotz Supercomputer nicht verzichtet werden\, eine Auffassung\, die auch Klaus Mainzer [2] in seinem Buch „Die Berechnung der Welt – von der Weltformel zu Big Data“ teilt.\nZu Computerexperimenten hat Gabriele Gramelsberger [3] ein Buch vorgelegt\, das analytisch die historische Entwicklung des Rechnens im Hinblick auf den heutigen Computereinsatz sehr gut beleuchtet. Die Computerexperimente\, die sie beschreibt\, verarbeiten Messwerte und sollen als geordnete Computerexperimente bezeichnet werden im Gegensatz zu den empirischen ungeordneten Experimenten  Wolframs.\nDie Auswertung der allgemein im Netz vorhandenen Daten sind durch Suchfunktionen gegeben\, die sich in ständiger Weiterentwicklung befinden. Sie beziehen sich nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Bereiche\, sondern haben längst auch das Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften erobert.\nAngesichts der hohen Rechenkapazität der Supercomputer oder von im Netzwerk zusammengeschlossenen Computern ergibt sich die Frage\, ob Grenzen der Berechenbarkeit existieren.  Diese Betrachtung erfolgt nicht ausschließlich nach den Regeln der Berechenbarkeitstheorie der theoretischen Informatik\, die an Maschinen gebunden ist. Von Maschinen soll vielmehr abstrahiert werden. Es wird der Unvollständigkeitssatz von Kurt Gödel einbezogen sowie die Chaostheorie. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach der Weltformel erörtert.\nLiteratur\n[1] Big Data  – das neue Versprechen der Allwissenheit\, Redaktion Heinrich Geiselberger und Tobias Moorstedt\, Suhrkamp Verlag Berlin 2013\, 309 S.\n[2] Klaus Mainzer\, die Berechnung der Welt – von der Weltformel zu Big Data\, Verlag C.H. Beck\, München 2014\, 352 S.\n[3] Gabriele Gramelsberger\, Computerexperimente – zum Wandel der Wissenschaft im Zeitalter des Computers\, transscript Verlag Bielefeld 2010\, 313 S.
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DESCRIPTION:Gemeinsame Tagung der Leibniz-Sozietät\, der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin\nzum Thema. \nInformatik und Gesellschaft – Entstehen von Information\, Ermöglichen von Wissen für kreativ lernende Organisationen \n30. und 31. März 2015\, 09.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Hochschule für Technik und Wirtschaft \nEinladung und Programm
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SUMMARY:Sitzung des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” lädt für den 27. 03. 2015 zur öffentlichen Sitzung ein. \nThema:\nGlobale Transformation \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal\nZeit: 14:30 nbis 18:00 Uhr \nEinladung und Ablauf.
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SUMMARY:Arbeitskreis "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ veranstaltet eine Sitzung\, auf der der folgende Vortrag vorgestellt und diskutiert wird: \nProf. Dr. Dieter B. Herrmann (MLS):\nSind die Standardmodelle der Kosmologie und Elementarteilchenphysik falsch\, weil sie nicht einfach genug sind? \nam 26.03.2015\, 10.30-12.30 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Herrmann ist Physiker\, Astronom und Wissenschaftshistoriker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Nach dem Studium der Physik an der Humboldt-Universität (1957-1963) war er zunächst in der Staatlichen Zentrale für Strahlenschutz der DDR tätig. Ab 1970 leitete er die Abteilung Astronomiegeschichte an der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow. 1976 wurde er Direktor der Sternwarte und 1987 auch Gründungsdirektor des Zeiss-Großplanetariums sowie Honorarprofessor an der Humboldt-Universität. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte er sich vor allem mit der Geschichte der Astrophysik sowie mit quantitativen Methoden der Wissenschaftsgeschichte. Er ist Mitglied der Internationalen Astronomischen Union\, der Astronomischen Gesellschaft\, der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft und anderer wissenschaftlicher Organisationen. Nach seiner Emeritierung (2004) war er von 2006-2012 Präsident der Leibniz-Sozietät. Seit 2012 ist er Mitglied des Vorstandes der Berliner Urania. \nAbstract:\nDie heutigen Standardmodelle der Kosmologie und Elementarteilchenphysik werden von der überwiegenden Mehrheit der wissenschaftlichen Community als erfolgreiche Annäherungen an die wissenschaftliche Wahrheit über die Makro- und Mikrowelt betrachtet. Ungeachtet zahlreicher offener Fragen haben neuere Forschungsergebnisse\, z.B. die Analyse des Mikrowellenbackgrounds durch die Planck-Mission (2013) oder die Entdeckung des Higgs-Bosons (2012)\, weitere Bestätigungen für die Richtigkeit der Standardmodelle erbracht. Dennoch mehren sich in letzter Zeit die Stimmen durchaus profilierter Wissenschaftler\, die grundsätzliche Kritik an den etablierten Modellen äußern und sogar von einem Irrweg sprechen\, auf dem sich die Forschung seit längerem befinde. Interessant sind in diesem Zusammenhang besonders die Argumente von Alexander Unzicker\, der den etablierten Modellen mangelnde Einfachheit vorwirft und daraus auf ihre fehlende Plausibilität schließt.\nDer Vortrag versucht an Hand historischer Fallbeispiele aus Kosmologie und Elementarteilchenphysik zu klären\, ob „Einfachheit“ tatsächlich ein tragfähiges Prinzip darstellt\, das zur Entscheidung über „Richtig“ und „Falsch“ bei der naturwissenschaftlichen Hypothesenbildung geeignet ist.\nDie Analyse der Entwicklung vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltsystem ebenso wie die Versuche\, Strukturen des Planetensystems durch „harmonische Grundannahmen“ zu erfassen\, aber auch der Weg vom „Teilchenzoo“ der Elementarteilchenphysik zum gegenwärtigen Bild der Elementarteilchenphysik führen den Autor zu der Überzeugung\, dass „Einfachheit“ kein Wahrheitskriterium sein kann. Die heuristische Bedeutung von „Einfachheit“ für die Forschung wird davon jedoch nicht berührt.
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SUMMARY:19th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet seine \n19th Leibniz Conference of Advanced Science\nzum Thema\nDigitale Revolution und Industrie 4.0 im historischen Kontext\nam 19. März 2015\, 10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme \nDie Einladung geht gesondert zu.
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SUMMARY:Jahresversammlung der "Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät"
DESCRIPTION:Die “Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät” führt ihre Jahresversammlung 2015 am 12.03.2015 in Berlin durch. \nDie Jahresversammlung ist eine nicht öffentliche Veranstaltung.\nDie Einladung geht gesondert zu.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klassen Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die gemeinsame Sitzung der Klassen Naturwissencshaften und Technikwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften findet statt als \nKolloquium “Personalisierte Medizin”\nzu Ehren von Prof. Dr. Friedrich Jung anlässlich seines 100. Geburtstages\nMit Beiträgern von:  \nProf. Dr: Gerhard Banse\, Präsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin; Werner Scheler (MLS)\, Berlin;\nHorst Klinkmann (MLS)\, Rostock;\nPeter Oehme (MLS)\, Mühlenbeck;\nGisela Jacobasch (MLS)\, Wandlitz;\nRita Bernhardt (MLS)\, Saarbrücken;\nAndré Rosenthal (MLS)\, Potsdam;\nGötz Nowak (MLS)\, Erfurt\n\nVollständiges Programm Download (Stand: 05.02.2015) \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \n 
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SUMMARY:Plenum: Jahrestagung 2015
DESCRIPTION:Die Jahrestagung 2015 steht unter dem Thema: \nWirtschaft\, Arbeit\, Technik als Beitrag zur Allgemeinbildung im nationalen Kontext\nEinladung und Programm \nOrt: Universität Potsdam\, Standort Griebnitzsee\, August-Bebel-Str. 89\, Haus 06\, Hörsaal 01\n10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
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SUMMARY:Kolloquium aus Anlass des 75. Geburtstages von Erik W. Grafarend
DESCRIPTION:Ankündigung: Kolloquium der Leibniz-Sozietät zum Thema \n„Geodäsie – Mathematik – Physik – Geophysik”\naus Anlass des 75. Geburtstages von Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Erik W. Grafarend\, Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Auswärtiges Mitglied der Finnischen und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften\, Emeritus der Universität Stuttgart \nDas Kolloquium findet am 13. Februar 2015 in Berlin statt. \nEs wird unterstützt durch die Universität Stuttgart. \nProgramm (Stand: 12.01.2015) \nAbstracts (Stand 21.11.2014) \nAls Prolog zum Kolloquium gelten die beiden Antrittsvorträge am Sitzungstag der Leibniz-Sozietät am 12. Februar 2015\, die ab 10.00 Uhr in der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften bzw. ab 13.30 Uhr im Plenum durch die im Jahre 2014 zugewählten Mitglieder der Leibniz-Sozietät \nHans Sünkel (Graz):\n„Das Geoid – theoria cum praxi et commune bonum” \nHarald Schuh (Potsdam):\n„Beiträge der Geodäsie zum besseren Verständnis von Naturgefahren und Klimaeinflüssen” \ngehalten werden. \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen Februar-Plenarsitzung am 12. Februar 2015. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nÄnderung! \nProf. Dr. Gerald Ulrich (Berlin):\nDie Philosophie als Vermittlerin zwischen den exakten und den biologischen Naturwissenschaften\n13.30 bis 15.30 Uhr \nder ursprünglich für diesen Zeitpunkjt vorgesehene\nProlog zum Kolloquium „Geodäsie – Mathematik – Physik – Geophysik“ \nHarald Schuh (MLS):\nBeiträge der Geodäsie zum besseren Verständnis von Naturgefahren und Klimaeinflüssen\nverschhiebt sich auf  15.30 bis 17.00 Uhr \nOrt beider Vorträge: Rathaus Wedding\, Raum 444/445\, Müllerstr. 146/147 (erreichbar mit S-Ringbahn Station Wedding und U6 bis Station Leopoldplatz oder mit S-Bahn Station Friedrichstraße und U6 bis Station Leopoldplatz) \nC.V. (G. Ulrich):\nProf. Ulrich ist Neurologe und Psychiater. Nach Promotion (1970)\, Facharzt-Weiterbildung und Habilitation (1981) übernahm er 1982 die Leitung der Abteilung für Klinische Psychophysiologie an der Klinik für Neurologie und Psychiatrie der FU Berlin. Hier wurde er 1989 zum Professor ernannt. 2007 wurde ihm der Preis der Margrit-Egnér Stiftung verliehen „…für seine langjährigen Bemühungen\, die Universitätspsychiatrie zu einem kritischen Überdenken ihrer methodologischen Grundlagen zu bewegen\, was er als Voraussetzung für ihr Weiterbestehen als eigenständiges medizinisches Fach betrachtet“. Seit dem Eintritt in den Ruhestand (2008) konzentriert er sich auf Publikations- und Vortragstätigkeit. \nAbstract (G.Ulrich):\nDer Physikalismus behauptet einen vom Erkenntnisgegenstand unabhängigen Datenmonismus. Bei psycho-physischen Einheiten wie dem Menschen ist zur Vermeidung von Aporien jedoch ein Datendualismus – im Sinne einer kategorialen Unterscheidung zwischen physischen und psychischen Daten sowie deren Vermittlung – zwingend.\nPhilosophen wie Ernst Cassirer und theoretische Physiker wie Heisenberg und Schrödinger stimmen darin überein\, dass der Welt der exakten Naturwissenschaften alles mangele\, was lebensweltlich bedeutsam ist. Nach Cassirer vermag die Sprache der Naturwissenschaften nicht so etwas wie Bedeutung\, kurzum Psychisches zu transportieren\, weswegen ein naturwissenschaftlicher Dialog über Weltanschauungen unmöglich sei. „Bedeutung“ ist eine durch Zuschreibung generierte soziale Leistung und nicht im Gehirn zu verorten. Somit ist die epistemische Entgegensetzung von Funktion und Leistung unabdingbare Voraussetzung jedes anthropologischen Erkenntnisfortschrittes. Eine umkehrbar-eindeutige Zuordnung von Funktion und Leistung gibt es nur bei künstlichen\, nicht aber bei natürlichen Systemen. Nach wie vor gilt die Feststellung Gustav Fechners aus dem Jahre 1860\, wonach die Frage der Wirk-Beziehungen zwischen dem Physischen und dem Psychischen nicht Gegenstand einer pragmatisch orientierten Naturforschung sein könne. Von den Philosophen machten sich Immanuel Kant und Max Weber diese Sicht zu eigen\, von den Physiologen Emil du Bois Reymond sowie die Begründer einer wissenschaftlichen Psychiatrie und Neurologie\, Wilhelm Griesinger\, John Hughlings Jackson\, Henry Head und Henri Ey\, ebenso der Logiker bzw. Metamathematiker Kurt Gödel. Herrmann v. Helmholtz\, David Hilbert sowie die zahlreichen Vertreter eines philosophischen Funktionalismus anglo-amerikanischer Provenienz hingegen stehen dem modernen Selbstverständnis einer prinzipiellen Omnipotenz der Wissenschaften näher.\nDie biologischen Naturwissenschaften müssen allen natürlichen Gegebenheiten\, den materiell-dinglichen wie auch den prozessual-geistigen gerecht werden. Diese Bedingung erfüllt nur der Aspektdualismus bzw. epistemische Dualismus\, der sich auf Baruch Spinoza zurückführen lässt. Er stellt die komplementäre Verschränkung der physischen und der psychischen Denkform dar. Als Paradigma der physischen Denkform kann die Newtonsche\, als Paradigma der psychischen Denkform die Goethesche Farbenlehre gelten. Heisenberg stellte die letztere als „Physik des erlebenden Erkennens“ der ersteren als der „Physik des abstrakten Erkennens“ gleichrangig gegenüber.\nNach Schrödinger konnte die Physik des abstrakten Erkennens – er spricht von der „Physik der materiellen Welt“ – bloß um den Preis konstruiert werden\, dass das Selbst und mit ihm alles Subjektive daraus entfernt wurde. \nAbstract (H.Schuh):\nDefinition und Realisierung von präzisen und stabilen Referenzrahmen spielen eine wichtige Rolle in der modernen Geodäsie\, da sie erforderlich sind\, wenn wir Veränderungen auf der Erde wie die Plattentektonik oder den globalen Meeresspiegelanstieg erfassen möchten. Es wird eine Übersicht über die verschiedenen Naturgefahren und die Phänomene globaler Veränderung gegeben\, die mittels geodätischer Verfahren beobachtet werden können.\nVerschiedene Messverfahren kommen abhängig vom räumlichen Maßstab zum Einsatz\, von geodätischen Weltraumverfahren wie GNSS (globale Navigationssatellitensysteme)\, SLR (Laserentfernungsmessungen zu Satelliten)\, VLBI (Radiointerferometrie auf langen Basislinien) und DORIS (Bahnbestimmung von Satellitenbahnen mit Hilfe des Dopplereffekts von Radiosignalen) bis zu lokalen Messungen mit geodätischen Vermessungsinstrumenten. All diese Verfahren werden in GGOS (Global Geodetic Observing System)\, dem globalen Beobachtungssystem der Internationalen Assoziation für Geodäsie (IAG) kombiniert. Das Konzept dieses integrativen Unterfangens wird vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen wird die essentielle Rolle präziser geodätischer Daten\, genauer Analysemethoden und realistischer mathematischer und physikalischer Modelle gezeigt. \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt  zu Ihrer Februar-Sitzung am 12. Februar 2015 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nHans Sünkel (MLS):\nDas Geoid – theoria cum praxi et commune bonum\nDie Veranstaltung ist Bestandteil des Kolloquiums aus Anlass des 75. Geburtstages von Erik W. Grafarend 13. Februar 2015  \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Rathaus Wedding\, Rathaussaal\, Müllerstr. 146/147 (erreichbar mit S-Ringbahn Station Wedding und U6 bis Station Leopoldplatz oder mit S-Bahn Station Friedrichstraße und U6 bis Station Leopoldplatz); \nC.V.:\nProf. Sünkel ist Geodät und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014. Nach der Promotion (1976) wurde er Research Associate am Department of Geodetic Science der Ohio State University in Columbus. Habilitiert hat er sich 1981; 1983 wurde er als ordentlicher Professor für Mathematische und Numerische Geodäsie an die TU Graz berufen. Hier wirkte er auch 2000 – 2003 als Vizerektor für Forschung und 2003 – 2011 als Rektor\, ebenso 2010 – 2011 als Vorsitzender der Österreichischen Universitätenkonferenz. Außerdem war er 1990 – 2013 Vorstand für Satellitengeodäsie am Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und 2001 – 2004 Direktor dieses Instituts.\nEr weilte zu Gastprofessuren in den USA\, in Kanada und der VR China\, ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Akademien und wirkt in mehreren nationalen und internationalen Gremien mit. \nAbstract:\nDas komplexe Objekt Erde hat mannigfache Gesichter: Form und Größe\, Dichte-\, Druck- und Temperaturverteilung\, Rotationsverhalten\, dynamische Prozesse\, Magnetfeld\, Schwerefeld und dergleichen mehr. Und jede individuelle Betrachtung liefert ein ebenso individuelles Bild des Objektes Erde\, und erst die Kombination dieser Einzelbilder lässt uns Zusammenhänge erkennen\, gedanklich und schließlich mathematisch-numerisch in ihr Innenleben vordringen und so sukzessive das System Erde besser verstehen. Unsere wissenschaftliche Neugier drängt uns danach und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten sind es\, die unserem Anliegen Nachdruck verleihen. \nWenn das wissenschaftliche Hauptaugenmerk auf das Schwerefeld der Erde und seine Figur in mathematisch-physikalischer Ausprägung gelegt wird\, dann  steht das „Geoid“ im Fokus der Betrachtung. Die Geodäsie beschreibt das Geoid als eine „Äquipotentialfläche im mittleren Meeresniveau“. Sehr viel salopper könnte das Geoid als „Role Model“ gelten– eine statische Fläche\, die in guter Näherung durch die Oberfläche eines (fiktiven) ruhenden Ozeans beschrieben wird. Und besonders bodenständig könnte man sich der Wasserwage bedienen\,  diesen „Sensor“ an jedem beliebigen Punkt des Geoids in jeder beliebigen Richtung anlegen\, und er würde stets „horizontal“ melden. In diesem Sinne ist dieses „Role Model“ namens Geoid gleichsam eine globale Horizontale. \nWissenschaftliche Neugier oder vielleicht doch Notwendigkeit? Drei Antworten seien hier gegeben\, die eine Brücke spannen von der Theorie über den Weg der Praxis bis hin zur wirtschaftlichen Notwendigkeit – theoria cum praxi et commune bonum: \n\nGeoid und das Erdinnere: Wenn man von der Rotation der Erde absieht\, dann ist es die nicht ganz regelmäßige Massenverteilung des gesamten Erdkörpers\, die dem Geoid seine unregelmäßige Form verleiht\, da sich die Massenverteilung im Gravitationsfeld und folglich im Geoid abbildet. Der Umkehrschluss scheint daher naheliegend\, nämlich aus der Kenntnis des Geoids einen Blick in das Erdinnere zu wagen und zu versuchen\, aus der Wirkung „Gravitationsfeld“ auf seine Ursache „Massenverteilung“ zu schließen. Dieser erhoffte Blick ins Erdinnere ist jedoch mit einem schwierigen inversen Problem gleichzusetzen\, das nicht eindeutig ist und zur Vermeidung von Phantomlösungen zusätzliche Quelleninformation\, vor allem in Form der Laufzeit seismischer Wellen\, benötigt.\nGeoid und Meeresoberfläche: Die tatsächliche Meeresoberfläche ist von Strömungen und Oberflächenwellen gekennzeichnet\, die zahlreiche Ursachen haben: Erdrotation\, Gezeiten\, Wind\, Temperatur\, Luftdruck\, aber auch Salzgehalt\, etc. bewirken eine Dynamik der Ozeane und somit eine Abweichung der Meeresoberfläche vom ruhenden „Role model“. Und wenn die Geometrie der Ozeanoberfläche auf das (physikalisch definierte) Geoid bezogen wird\, so erhalten wir Kenntnis über die globalen Ozeanströmungen und somit auch über die Umverteilung von Wärmeenergie als bedeutende Information für die Klimaforschung.\nGeoid als Höhenbezugsfläche: Alle orthometrischen Höhen werden von diesem „Role Model“ aus gezählt. Das Geoid ist somit eine Bezugsfläche für Höhen. Und absolute Höhen hoher Genauigkeit erfordern auch eine absolute Bezugsfläche mit ebensolcher Genauigkeit. Also benötigen wir ein Geoid gleichsam als lokal horizontale Plattform\, als Bezugsfläche mit der größtmöglichen Genauigkeit.\n\nGlobale Strukturen erfordern naturgemäß globale Verfahren zu deren Bestimmung. Daher wurden seit dem Jahr 2000 gleich drei dedizierte Satellitenmissionen realisiert\, die allesamt – mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung – ein Ziel verfolgten\, nämlich die Bestimmung des Geoids: CHAMP\, GRACE und GOCE. Eine daraus abgeleitete Geoidlösung ist zwar global und hoch genau\, ihre räumliche Auflösung ist jedoch systembedingt begrenzt. Es bedarf daher regionaler Verfeinerungen auf der Basis terrestrischer Schwerefelddaten und einer konsistenten Verarbeitung durch Datenkombination. \nUnd eine Projektion in die ferne Zukunft lässt uns spekulieren\, die auf das Geoid bezogenen Höhen präzise mit Uhren (!) zu messen und nicht mehr durch Nivellement wie bisher. Raum wird also ersetzt durch Zeit\, und der allgemein-relativistische Effekt der – wenn auch extrem geringen – Frequenzabhängigkeit von Atomuhren vom jeweils lokalen Gravitationspotential wird uns dies ermöglichen. \nUnd schließlich wird das Global Geodetic Observing System der sich abzeichnenden Zukunft mit dem Geoid als integrierter global-horizontaler Plattform wird aber noch sehr viel mehr bieten: ein präzises Monitoring unseres gesamten Planeten als Grundvoraussetzung für das Verständnis seiner dynamischen Entwicklung und deren Vorhersage. Diese Weiterentwicklung beruht naturgemäß auf theoretischen Entwicklungen und deren Umsetzung in Hochtechnologie\, aber ebenso auf interdisziplinärem Handeln und intensiver internationaler Zusammenarbeit – ein Tun\, das keine Grenzen kennt – weder fachliche\, noch nationale – theoria cum praxi et commune bonum.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zu Ihrer Februar-Sitzung am 12. Februar 2015 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nOttmar Ette (Potsdam):\nRoland Barthes und der Poststrukturalismus \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Ort: Rathaus Wedding\, Raum 444/445\, Müllerstr. 146/147 (erreichbar mit S-Ringbahn Station Wedding und U6 bis Station Leopoldplatz oder mit S-Bahn Station Friedrichstraße und U6 bis Station Leopoldplatz) \nC.V.:\nProf. Ette ist Professor für französisch- und spanischsprachige Literatur an der Universität Potsdam. Mehrfach hatte er Gastdozenturen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas\, Europas sowie in den USA und versteht Romanistik als interkulturell vermittelnde und transdisziplinär agierende Wissenschaft.\n Nach Promotion (1990) und Habilitation (1995) war er 2004 bis 2005 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin sowie von April bis Juli 2010 am FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Studies). Den ForLaBB (Forschungsverbund Lateinamerika Berlin-Brandenburg) hat er mitbegründet. Außerdem ist er Begründer und Mitherausgeber der elektronischen Zeitschrift HiN – Alexander von Humboldt im Netz und der Humboldt-Plattform avhumboldt.de – Humboldt Informationen online sowie Mitherausgeber der Zeitschrift Iberoamericana (Madrid – Frankfurt am Main). Seit 2009 ist er ebenfalls Mitherausgeber der elektronischen Zeitschrift Istmo (Revista virtual de estudios literarios y culturales centroamericanos).\n Im Zentrum seiner Forschung und Lehre stehen folgende Schwerpunkte: Alexander von Humboldt\, Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft\, Konvivenz\, TransArea Studies: Poetiken der Bewegung und Literaturen der Frankophonie und Hispanophonie (in und außerhalb Europas). Seit 2014 ist er Leiter des Forschungsprojektes “Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher”.\n Seine Publikationsliste weist mehr als 15 Monographien sowie die Mitarbeit an mehr als 25 Sammelbänden und mehr als 9 Texteditionen auf. Er ist Chevalier des französischen Ordre des Palmes Académiques\, ordentliches Mitglied der Academia Europaea und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften\, ebenso Honorary Member der Modern Language Association of America. Ihm wurden der Heinz-Maier-Leibnitz-Preis\, der Nachwuchswissenschaftler-Preis für Romanische Literaturwissenschaft der Universität Freiburg\, der Hugo-Friedrich- und Erich Köhler-Forschungspreis sowie der mexikanische Wissenschaftspreis “Escuela Nacional de Altos Estudios” der Universidad Nacional Autónoma de México verliehen. \nAbstract:\n Der französische Zeichentheoretiker\, Schriftsteller\, Kulturtheoretiker und Philosoph Roland Barthes (1915 – 1980) siedelt sich in seinem Denken wie in seinem Schreiben in einer bis heute faszinierenden intellektuellen Choreographie zwischen Strukturalismus und Poststrukturalismus\, zwischen Moderne und Postmoderne\, zwischen Wissenschaft und Literatur\, zwischen Kultursemiotik und Philosophie an. Wie kaum ein anderer der großen französischsprachigen Denker verkörpert Barthes die bedeutenden Entwicklungen nicht allein in der französischen\, sondern auch in der internationalen Theoriebildung der fünfziger\, sechziger und siebziger Jahre.\n Doch Roland Barthes war nicht nur eine Zentralfigur bei der Schaffung und Zuspitzung strukturalistischer wie poststrukturalistischer Konzepte\, sondern stets auch deren enfant terrible\, versuchte er doch ebenso lässig wie unablässig\, die Horizontlinien des jeweiligen Paradigmas zu überschreiten: ebenso (um nur zwei Beispiele zu benennen) in seinen Mythen des Alltags durch die Übertragung strukturalistischer Denk- und Analysemuster auf potentiell alle gesellschaftlichen Phänomene wie in seinen experimentellen Reiseberichten durch die Erprobung poststrukturalistischer Theoreme jenseits abendländischer Gesellschaften. \n Der Vortrag unternimmt den Versuch\, vor dem Hintergrund poststrukturalistischer Theoriebildungen Roland Barthes’ Lebenswissenschaft in seinem Centenaire als eine Schule des Denkens weit über seine Zeit hinaus zu begreifen und in seiner Wirkkraft bis heute abzustecken.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die \nJahresgeschäftssitzung 2015\nder Leibniz-Sozietät findet am 29. Januar 2015 statt. Die Sitzung ist nicht öffentlich; die Einladungen gehen gesondert zu. \n13:30 bis 16.00 Uhr; Ort BVV-Saal
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SUMMARY:Januar 2015 - Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur öffentlichen Plenarsitzung für den 29. Januar 2015 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nBernd Meier (MLS):\nPISA und die Folgen oder: Allgemeinbildung heute – Was wir von PISA lernen können? \n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Meier ist Technik-Didaktiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2010; hier fungiert er als Sprecher des Arbeitskreises Pädagogik. Er hat sich seit fast 30 Jahren mit Problemen der Lehrerbildung befasst und ist z.Z. Professor für Technologie und berufliche Orientierung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam. In Projekten der Weltbank (WB)\, der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat er als Bildungsberater in Vietnam\, China\, Tadschikistan\, der Mongolei und Kirgisien gearbeitet. Seine Forschungsschwerpunkte sind Fragen der Didaktik der materiellen Kultur sowie der Curriculumentwicklung.\nEr ist Herausgeber und Mitautor von mehr als 50 deutschen Schulbüchern und Lehrerhandbüchern sowie von Lehrbüchern für die Lehrerbildung in Vietnamesisch\, Russisch\, Polnisch und in Tadschikisch.\nAbstract:\nDer Vortrag behandelt folgende Schwerpunkte:\n– Allgemeine Bildung im Test – die Schulleistungsuntersuchungen im Rahmen von PISA (Programme for International Student Assessment)\n– Das Verständnis von (Allgemein-)Bildung im Wandel der Zeit\n– Allgemeine Bildung in der BRD und in der DDR\n– Klassifikationen: Materiale\, formale und kategoriale Bildung\n– Schlussfolgerungen
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SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen Dezember-Plenarsitzung am 11. Dezember 2014. Die Sitzung wird als Kolloquium veranstaltet zum Thema \nUnsere inneren Lebensuhren ticken nicht synchron! – Biologie des Alterns verschiedener Organsysteme\nVorläufiges Programm:\nNizze\, Horst (Rostock): Altern – Biologie und Pathologie. Müller\, Sabine (MLS): Alterung von Nukleinsäuren. Volk\, Hans-Dieter (MLS): Altern des Immunsystems – Kairos dominiert über Chronos. Krüger\, Detlef (MLS): Verlauf von Virusinfektionen in Abhängigkeit vom Lebensalter. Meisel\, Andreas (MLS): Myasthenia gravis: Wenn junge Frauen und alte Männer schwach werden. Lademann Jürgen (MLS): Wechselwirkung zwischen Antioxidantien und freien Radikalen und deren Einfluss auf die Hautalterung. Jörg Vienken (MLS): Was hat eine Polymeralterung mit der Demographie zu tun? \n13.30 bis 17.30 Uhr; Ort: BVV-Saal \nAbstracts (Stand: 01.12.2014)
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften gemeinsam mit der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt gemeinsam mit der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften zu Ihrer Dezember-Sitzung am 11. Dezember 2014 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nMarlies Knipper (Tübingen) \nÜber Hörstörungen\, Stress und Emotionen. Wie unser Ohr Gehirnfunktionen beeinflusst.\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nNach dem Studium der Biologie\, mehrjähriger Arbeit als Physiologin und entsprechendem Auslandsaufenthalt ging Marlies Knipper 1993 als Leiterin der AG “Molekulare Hörphysiologie” an die Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Tübingen. Hier habilitierte sie sich 1997 im Bereich “Molekulare Neurobiologie”\, besetzte 1999 eine C2-Position\, wurde 2000 Sprecherin des Vorstandes des Tübinger Hörforschungszentrums und 2004 außerplanmäßige Professorin ebendort. Nach einem Zwischenspiel ab 2005 – der Professur für Experimentelle Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde – am Klinikum der Universität Erlangen-Nürnberg erhielt sie 2008 die Professur für “Molekulare Hörphysiologie” an der Universität Tübingen.\nSie ist Vize-Sprecherin des Zentrums für Neurosensorik (ZfN) der Universität Tübingen sowie Mitglied des AcademiaNet\, der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen\, Neurootologen und Otologen (ADANO) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften – Leopoldina. \nAbstract:\nWechselseitige Verbindungen zwischen dem schallverarbeitenden\, stress-aktivierenden und emotionalen/Aufmerksamkeitsnetzwerk beeinflussen unsere tägliche Wahrnehmung von Sprache bis Musik. Wir nehmen diese komplexen Verbindungen des emotionalen mit dem Hör-System oft erst wahr\, wenn sie gestört sind. Wir fragen\n1. nach dem derzeitigen Wissen um die Grundlagen des wechselseitigen Einflusses von Hören\, Emotionen und Stimmungen;\n2. nach den Folgen frühkindlicher oder neonataler Störungen (z.B. verzögerten Hörbeginns) für gesunde Hirnentwicklung;\n3. nach dem Einfluss auf das Risiko\, stimmungsabhängige (Tinnitus) oder altersbedingte Hörstörungen zu entwickeln.\nDie zukünftige Perspektive einer Aufklärung dieses faszinierenden neuronalen Schaltkreises für ein besseres Verständnis von gesunder und kranker Hirnfunktion wird beleuchtet.\n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt  zu Ihrer Februar-Sitzung am 12. Februar 2015 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nHans Sünkel (MLS):\nDas Geoid – theoria cum praxi et commune bonum \nDer Vortrag ist Bestandteil des Kolloquiums aus Anlass des 75. Geburtstages von Erik W. Grafarend am 13. Februar 2015  \n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: wird noch bekannt gegeben \nAbstract:\nDas komplexe Objekt Erde hat mannigfache Gesichter: Form und Größe\, Dichte-\, Druck- und Temperaturverteilung\, Rotationsverhalten\, dynamische Prozesse\, Magnetfeld\, Schwerefeld und dergleichen mehr. Und jede individuelle Betrachtung liefert ein ebenso individuelles Bild des Objektes Erde\, und erst die Kombination dieser Einzelbilder lässt uns Zusammenhänge erkennen\, gedanklich und schließlich mathematisch-numerisch in ihr Innenleben vordringen und so sukzessive das System Erde besser verstehen. Unsere wissenschaftliche Neugier drängt uns danach und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten sind es\, die unserem Anliegen Nachdruck verleihen. \nWenn das wissenschaftliche Hauptaugenmerk auf das Schwerefeld der Erde und seine Figur in mathematisch-physikalischer Ausprägung gelegt wird\, dann  steht das „Geoid“ im Fokus der Betrachtung. Die Geodäsie beschreibt das Geoid als eine „Äquipotentialfläche im mittleren Meeresniveau“. Sehr viel salopper könnte das Geoid als „Role Model“ gelten– eine statische Fläche\, die in guter Näherung durch die Oberfläche eines (fiktiven) ruhenden Ozeans beschrieben wird. Und besonders bodenständig könnte man sich der Wasserwage bedienen\,  diesen „Sensor“ an jedem beliebigen Punkt des Geoids in jeder beliebigen Richtung anlegen\, und er würde stets „horizontal“ melden. In diesem Sinne ist dieses „Role Model“ namens Geoid gleichsam eine globale Horizontale. \nWissenschaftliche Neugier oder vielleicht doch Notwendigkeit? Drei Antworten seien hier gegeben\, die eine Brücke spannen von der Theorie über den Weg der Praxis bis hin zur wirtschaftlichen Notwendigkeit – theoria cum praxi et commune bonum: \n\nGeoid und das Erdinnere: Wenn man von der Rotation der Erde absieht\, dann ist es die nicht ganz regelmäßige Massenverteilung des gesamten Erdkörpers\, die dem Geoid seine unregelmäßige Form verleiht\, da sich die Massenverteilung im Gravitationsfeld und folglich im Geoid abbildet. Der Umkehrschluss scheint daher naheliegend\, nämlich aus der Kenntnis des Geoids einen Blick in das Erdinnere zu wagen und zu versuchen\, aus der Wirkung „Gravitationsfeld“ auf seine Ursache „Massenverteilung“ zu schließen. Dieser erhoffte Blick ins Erdinnere ist jedoch mit einem schwierigen inversen Problem gleichzusetzen\, das nicht eindeutig ist und zur Vermeidung von Phantomlösungen zusätzliche Quelleninformation\, vor allem in Form der Laufzeit seismischer Wellen\, benötigt.\nGeoid und Meeresoberfläche: Die tatsächliche Meeresoberfläche ist von Strömungen und Oberflächenwellen gekennzeichnet\, die zahlreiche Ursachen haben: Erdrotation\, Gezeiten\, Wind\, Temperatur\, Luftdruck\, aber auch Salzgehalt\, etc. bewirken eine Dynamik der Ozeane und somit eine Abweichung der Meeresoberfläche vom ruhenden „Role model“. Und wenn die Geometrie der Ozeanoberfläche auf das (physikalisch definierte) Geoid bezogen wird\, so erhalten wir Kenntnis über die globalen Ozeanströmungen und somit auch über die Umverteilung von Wärmeenergie als bedeutende Information für die Klimaforschung.\nGeoid als Höhenbezugsfläche: Alle orthometrischen Höhen werden von diesem „Role Model“ aus gezählt. Das Geoid ist somit eine Bezugsfläche für Höhen. Und absolute Höhen hoher Genauigkeit erfordern auch eine absolute Bezugsfläche mit ebensolcher Genauigkeit. Also benötigen wir ein Geoid gleichsam als lokal horizontale Plattform\, als Bezugsfläche mit der größtmöglichen Genauigkeit.\n\nGlobale Strukturen erfordern naturgemäß globale Verfahren zu deren Bestimmung. Daher wurden seit dem Jahr 2000 gleich drei dedizierte Satellitenmissionen realisiert\, die allesamt – mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung – ein Ziel verfolgten\, nämlich die Bestimmung des Geoids: CHAMP\, GRACE und GOCE. Eine daraus abgeleitete Geoidlösung ist zwar global und hoch genau\, ihre räumliche Auflösung ist jedoch systembedingt begrenzt. Es bedarf daher regionaler Verfeinerungen auf der Basis terrestrischer Schwerefelddaten und einer konsistenten Verarbeitung durch Datenkombination. \nUnd eine Projektion in die ferne Zukunft lässt uns spekulieren\, die auf das Geoid bezogenen Höhen präzise mit Uhren (!) zu messen und nicht mehr durch Nivellement wie bisher. Raum wird also ersetzt durch Zeit\, und der allgemein-relativistische Effekt der – wenn auch extrem geringen – Frequenzabhängigkeit von Atomuhren vom jeweils lokalen Gravitationspotential wird uns dies ermöglichen. \nUnd schließlich wird das Global Geodetic Observing System der sich abzeichnenden Zukunft mit dem Geoid als integrierter global-horizontaler Plattform wird aber noch sehr viel mehr bieten: ein präzises Monitoring unseres gesamten Planeten als Grundvoraussetzung für das Verständnis seiner dynamischen Entwicklung und deren Vorhersage. Diese Weiterentwicklung beruht naturgemäß auf theoretischen Entwicklungen und deren Umsetzung in Hochtechnologie\, aber ebenso auf interdisziplinärem Handeln und intensiver internationaler Zusammenarbeit – ein Tun\, das keine Grenzen kennt – weder fachliche\, noch nationale – theoria cum praxi et commune bonum. \n 
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskrteises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ lädt für den 20.November 2014 zu einer öffentlichen Sitzung ein\, bei der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nCharles Coutelle (MLS) \nDie verführerische Illusion “einfacher” Konzepte\n– Kritische Betrachtungen zum Prinzip Einfachheit an Hand von Beispielen aus Molekularbiologie und Medizin –\n10.30-12.30 Uhr; Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Coutelle ist Humangenetiker und Gentherapieforscher. Er wurde 1989 als Korrespondierendes Mitglied der AdW der DDR gewählt und ist seit 1994 Mitglied der Leibniz-Sozietät.\nNach dem Medizinstudium in Jena und klinischer Tätigkeit an der Berliner Charité nahm er eine Facharztausbildung am Institut für Biochemie auf und habilitierte sich dort 1974 zum Dr. med. sc. Schon 1973 war er an das Zentralinstitut für Molekularbiologie der AdW der DDR in Berlin-Buch gewechselt\, wo er bis 1991 die Abteilung Molekulare Humangenetik leitete. Hier arbeitete er an Problemen der Genexpression\, der Kartierung des menschlichen Genoms und der DNA-Diagnostik. 1992 wurde er als Leiter der Cystic Fibrosis (CF) Gene Therapy Group an das St. Mary’s Hospital in London berufen und war mit zwei anderen britischen Gruppen an der ersten klinischen Gentherapie-Studie zur CF mit nicht-viralen Vektoren beteiligt. Danach wandte er sich mit seiner Gruppe mehr grundlegenden Fragen der Entwicklung der Gentherapie (Vektoren\, Tiermodelle) zu und leitete auch mehrere Projekte zur Untersuchung der pränatalen Gentherapie mit dem Ziel\, schweren früh-manifestierenden genetischen Erkrankungen vorzubeugen.\nSeit 2008 ist er Prof. Emeritus für Gentherapie am National Heart and Lung Institute des Imperial College London (ICL) und widmet sich weiterhin den eben genannten Problemen. \nAbstract:\nEinleitend erläutert der Autor sein Begriffsverständnis von „einfach“ und „Einfachheit“ als subjektive\, kognitive Beschreibungen der objektiven Realität\, und er schließt daraus\, dass Einfachheit kein objektives „universelles Prinzip in Natur und Gesellschaft“ sein kann. „Vereinfachung“ ist eine notwendige Methode des Menschen\, sich die objektive Realität zu erschließen und Wirkprinzipien zu erkennen. Durch Vereinfachung reduzieren wir die Ganzheit der objektiven Realität auf den Teil\, den wir für den untersuchten Gegenstand oder Vorgang\, entsprechend unserem subjektiven Vermögen\, als das Wesentliche zu erkennen meinen. Wir vernachlässigen dabei bewusst die objektiven komplexen Zusammenhänge in neben-\, über- und untergeordneten Ebenen. Diese Reduktion setzt der Gültigkeit des erkannten Wirkprinzips entsprechende Grenzen: Es ist nur in diesen Grenzen gültig und „einfach“.\nDie Missdeutung einer durch Vereinfachung gewonnenen und durch sie begrenzten Erkenntnis als objektiv existierende Einfachheit der Natur (Illusion) kann zu erheblichen Fehlern sowohl hinsichtlich des daraus abgeleiteten Wirkprinzips als auch seiner Nutzung als Gestaltungsprinzip (Konzept) führen.\nDiese Thesen werden nachfolgend an Hand der Entwicklung unserer Erkenntnisse über die Genexpression in Bakterien und Eukaryonten sowie an den Wegen und Irrwegen der Gentherapie beispielhaft vertieft.
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SUMMARY:Herbsttagung des Arbeitskreises Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) lädt ein für den 14. November 2104 zu seiner \nHerbsstagung 2014\nProgramm und Abstracts\n10:00 Uhr bis 17:00 Uhr; BVV-Saal
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SUMMARY:Wissenschaftliche Konferenz anlässlich des 200. Todestages des Philosophen J. G. Fichte
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät veranstaltet am 13. November 2014 eine \nWissenschaftliche Konferenz anlässlich des 200. Todestages des Philosophen J. G. Fichte\nzum Thema \nNatur und Nation\, Bewusstsein und Selbstbewusstsein bei Johann Gottlieb Fichte\n  \nEinladung und Programm  \nAbstracts \n10.00 bis 17.30 Uhr; Ort: BVV-Saal \n 
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SUMMARY:Gemeinsame Konferenz der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften und der Makedonischen Akademie der Wisenschaften und Künste
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V und die Makedonische Akademie der Wissenschaften und Künste\, Skopje\, Mazedonien\, laden für den 31. Oktober 2014 ein zur gemeinsame Konferenz  \nDer 1. Weltkrieg auf dem Balkan: Großmachtinteressen und Regionalkonflikte  (von Berlin 1878 bis Neuilly 1919/1920)\n13.30 bis 15.30 Uhr\, Ort: Deutschland\, BVV-Saal\, Rathaus Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, Berlin
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2014
DESCRIPTION:Das Raumfehrthistorische Kolloquium 2014 findet als gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V (DGLR)\, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfart (DLR)\, des Deutschen Technikmuseums Berlin (Archenhold Sternwarte) und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. am 25. Oktober 2014 in Berlin statt.\nVerantwortliche Organisatoren: Prof. Dr. Dieter B. Herrmann (MLS\, Berlin)\, Dr. Christian Gritzner (DLR Bonn)\, Dr. Olaf Przybilski (TU Dresden). \nEinladung und Programm
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SUMMARY:18th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. lädt ein zur \n18th Leibniz Conference of Advanced Science\nSensorsysteme 2014\n10:00 Uhr bis 17:00 Uhr;\nBest Western Hotel\, Am Schlosspark\, 09577 Lichtenwalde. \nDie Einladung geht gesondert zu.
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SUMMARY:Workshop: Transformationsforschung
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen lädt ein zum \n\n Workshop und AutorINNen-Beratung zu „Transformation in aktueller und historischer Perspektive“\n\n10.00 bis 17.00 Uhr; Ort: BVV-Saal (s.a. Ankündigung) \nEinladung und Programm
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DESCRIPTION:Gemeinsame Tagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und des KIT Karlsruher Institut für Technologie zum Thema \nTechnologiewandel in der Wissensgesellschaft – qualitative und quantitative Veränderungen –\nFreitag\, 10. Oktober 2014\, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr.\nOrt: Hans-Grade-Saal im Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin-Adlershof \nvorläufiges Programm\nvorbereitende Unterlagen
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SUMMARY:Oktober-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 09. Oktober 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, die den folgenden Inhalt hat: \nEhrenkolloquium anlässlich des 85. Geburtstages von Lothar Kolditz\nWolfgang Schiller (MLS):\nZum 85. Geburtstag von Lothar Kolditz: Von Keramovitronen zu LTCC-Multilayer-Modulen\n \nC.V.:\nProf. Schiller ist Festkörperchemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Er studierte Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1971 wurde er dort bei Lothar Kolditz auf dem Gebiet der anorganischen Chemie zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 1971 bis 1992 war er im Zentralinstitut für anorganische Chemie (ZIAC) der AdW der DDR im Bereich „Glas und Keramik“ tätig und leitete dort seit 1981 eine Arbeitsgruppe\, die sich mit glaskeramischen Kompositen (von Keramovitronen bis zu LTCC-Werkstoffen) befasste.\nVon 1992 bis 2009 arbeitete er in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Dort leitete er zunächst das Labor „Funktionskeramik“ und ab 1999 den Fachbereich „Hochleistungskeramik“. Neue LTCC-Werkstoffe sowie deren Anwendung in der Hybrid- Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik waren auch in der BAM ein Schwerpunkt seiner Forschung. Hierbei arbeitete er im Rahmen von Verbundprojekten mit den führenden Unternehmen auf diesem Gebiet (Bosch\, CeramTec\, Heraeus\, Siemens u.a.) zusammen.\n2010 gründete er die Fa. „ChemieFol“ und ist seitdem als wissenschaftlich-technischer Berater mehrerer Firmen für Chemie in der Keramik tätig.\nWolfgang Schiller ist Gründungsmitglied des Zentrums für Mikrosystemtechnik in Berlin-Adlershof (ZEMI) und war langjährig Vorstandsmitglied der DKG. \nAbstract:\nKeramovitrone sind dichte\, glasier- und metallisierbare keramische Werkstoffe mit Sintertemperaturen unter 1000 °C. Sie werden hergestellt aus kompaktierten Gemischen feingemahlener Glaspulver (40-80) und inerten\, kristallinen (keramischen) Pulvern (20-60 Vol.%) – und zwar in der Regel durch nichtreaktives Flüssigphasesintern. Keramovitrone sind glaskeramische Komposite (internat.: Glass Ceramic Composites GCC).\nLTCC steht für Low Temperature Co-fired Ceramics. Es sind dichte metallisierbare Komposite aus Glas- und Keramikpulver mit niedrigen Sintertemperaturen. Diese liegen im Bereich des Sinterns solcher Metallpulver\, die eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzen (Ag\, Au\, Cu\, Ag/Pd 10) und damit als Feinlinien-Leiterbahnen auf der Oberfläche oder im Innern der Werkstoffe fungieren können. Keramik und Metall-Leiterbahn werden in einem Prozessschritt gesintert (Co-fired). Aus LTCC können dünne keramische Folien hergestellt werden (Foliengießen). Diese sind die Basis für eine Vielzahl von Mehrlagenbauelementen (Multilayer-Technik).\nDie LTCC Multilayer Technik ist gegenwärtig eines der innovativsten Packungsverfahren für die Hybrid-Mikroelektronik\, weil sie gleichermaßen eine zuverlässige Mikrointegration passiver Bauelemente wie die Miniaturisierung des Bauteils ermöglicht. Sie erschließt damit ständig neue Applikationsfelder\, z.B.in der Mikrosystemtechnik\, Sensorik\, Aktorik\, Automobilelektronik\, Energietechnik\, Medizin und Biotechnologie. Im Vortrag werden dazu jeweils Beispiele gezeigt. \nGerta Stecher (Berlin) & Hans-Otto Dill (MLS):\nLiterarisch-musikalische Darbietung \n13.30 bis 15.30 Uhr; Ort: BVV-Saal \n 
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