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DESCRIPTION:Peer Pasternack (Direktor des HoF\, Uni Halle-Wittenberg) \nWissenschaftsalltag und Politik in der DDR: die Auskünfte der Belletristik \nModeration: Gerda Haßler \nAls Hybridveranstaltung auch online: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nAbstrakt: \nDie fiktive Literatur bildete in der DDR paradoxerweise oft besser die wahren Verhältnisse ab. Das gilt auch für die rund 170 Titel zur DDR-Wissenschaft (von denen etwa 50 nach 1990 erschienen sind). Angefangen bei ABF-Romanen (von denen es drei gibt\, nicht nur Hermann Kants “Aula”) und Texten zur AdW (insbesondere von Helga Königsdorf und John Erpenbeck) sowie recht vielen Darstellungen zur Universität Leipzig (die von allen DDR-Hochschulen am häufigsten die Handlungsbühne ist) über NÖS-\, Kybernetik- und III.-Hochschulreform-Romanen bis hin zu desillusionierten Texten in den 80er Jahren und der ‘Abwicklungs-Belletristik’ der 90er Jahre: Nahezu immer geht es darum\, wie sich Politik im Alltag des Wissenschaftsbetriebs spiegelte und wie das akademische Milieu mit Erwartungen\, Anforderungen und Zumutungen umging. \nCV: \nProf. Dr. Peer Pasternack (*1963): Aufgewachsen in Halle-Neustadt. Fahrzeugschlosserlehre und sechs Jahre Berufskraftfahrer\, Volkshochschul-Abitur. 1994 Diplom (Politikwissenschaft\, Universität Leipzig)\, 1998 Promotion (FB Pädagogik\, Universität Oldenburg)\, 2005 Habilitation (Soziologie\, Universität Kassel). 1989-1995 Studentensprecher der Leipziger Universität und Sprecher der ostdeutschen Konferenz der StudentInnenschaften. Seit 1991 Herausgeber der Zeitschrift „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ (bis 2001 unter dem Titel „hochschule ost“). 1996-2001 Hochschulforscher und Forschungskoordinator am Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1997-2002 Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft der Universität Leipzig. 2002-2003 Staatssekretär für Wissenschaft im Senat von Berlin. Seit 2004 Forschungsdirektor bzw. Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg. Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie der Universität Halle. Arbeitsschwerpunkte: Hochschulpolitikanalyse\, Hochschulorganisation\, Bildung und Wissenschaft in demografisch herausgeforderten Regionen\, Wissenschaftszeitgeschichte. \nJüngste Buchveröffentlichungen: Von Campus- bis Industrieliteratur. Eine literarische DDR-Wissenschaftsgeschichte\, Baden-Baden 2024; Die vier Dimensionen des ostdeutschen Wissenschaftsumbaus ab 1990. Strukturen und Personal\, akademische Kultur und wissenschaftliche Inhalte\, Halle-Wittenberg 2025; NomosHandbuch Hochschulforschung. Forschung über Hochschule und Wissenschaft\, Baden-Baden 2025 (Hrsg. mit Gabi Reinmann u Christian Schneijderberg)
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Bertold Unfried\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, Universität Wien \nKuba und die DDR im “Sozialistischen Weltsystem”. “Internationale Solidarität” als Entwicklungspolitik \nVor-Ort und im Netz: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \n1972 wurde Kuba Mitglied des RGW. Dem war ein Jahrzehnt an Experimenten mit einem eigenständigen kubanischen Weg zum Sozialismus in Abgrenzung zum “realsozialistischen” Modell vorhergegangen\, inclusive des Versuchs einer eigenständigen Internationale revolutionärer Befreiungsbewegungen und Staaten\, der “Tricontinentale” 1966/67. Kuba war im RGW sowohl Empfänger als auch Geber von “Internationale Solidarität” genannter Unterstützung. Im RGW nahm Kuba die Funktion eines Scharniers zwischen dem europäischen Zentrum des “Sozialistischen Weltsystems” und Ländern “auf dem sozialistischen Entwicklungsweg” an dessen Rändern ein. Als Beispiel dafür sollen die afrikanischen Staaten Äthiopien und Angola dienen. Der Vortrag soll sich auf die trilaterale und multilaterale Zusammenarbeit Kubas und der DDR mit diesen Staaten konzentrieren (1975-1990). Es sollen Formen der Zusammenarbeit zwischen Kuba\, der DDR und diesen beiden afrikanischen Ländern auf dem “sozialistischen Entwicklungsweg” sowie Bereiche des Kontakts\, der Interaktion und der Zusammenarbeit zwischen dem entsandten kubanischen und ostdeutschen Personal und den Einheimischen zur Sprache kommen. Ein Focus liegt auf dem “Internationalismus” in der Praxis als Weg\, mit Ungleichheit vor Ort umzugehen\, mit dieser Diversität zu leben und sie in “internationalistischen” Begegnungen zu überbrücken. Auf der Grundlage von Archivmaterial und Interviews in Kuba und Deutschland werden insbesondere die Lebens- und Arbeitspraktiken von kubanischem zivilen “internationalistischen” Personal – Experten\, Beratern und Lehrern – und ihre Begegnungen mit angolanischen und äthiopischen Partnern untersucht. \nAbschließend sollen die Fragen diskutiert werden\, ob und inwiefern die untersuchten Praktiken “internationalistischer” Zusammenarbeit dem Anspruch eines “Sozialistischen Weltsystems” Substanz verliehen\, sowie\, welche Unterschiede und Ähnlichkeiten die “Internationale Solidarität” genannte Entwicklungspolitik der sozialistischen Länder im Vergleich mit der “Entwicklungspolitik” des Konkurrenzsystems hatte. \nDer Vortrag präsentiert Elemente meines eben erschienenen Buchs: “Entwicklungshilfe” und “Internationale Solidarität”: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston: de Gruyter 2024\, und meines aktuellen Buchprojekts: “Voluntarismus” und Plan. Kuba und die DDR im RGW\, eine Verflechtungsgeschichte. \nBerthold Unfried\, Dozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien\, Autor mehrerer Bücher auf dem Gebiet der Globalgeschichte. Jüngste Buchpublikation zu einer vergleichenden Geschichte der Entwicklungspolitiken der beiden deutschen Staaten im Zeitalter der “Entwicklung” : “Entwicklungshilfe” und “Internationale Solidarität”: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston 2024. Aktuelle Forschungsschwerpunkte zu Politiken von “Entwicklung” und “Internationaler Solidarität” als Formen von Moralpolitik und politischer Ökonomie. Forschungsprojekt über Kuba und die DDR als entwicklungspolitische Akteure im RGW (https://socialist-entanglements.univie.ac.at/). \nhttps://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/menschen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/unfried-berthold/
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SUMMARY:Kolloquium: Kapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!
DESCRIPTION:Einladung zum Kolloquium des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ der „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“   \nKapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!\n\nZeit: 7. November 2025\, von 09.00 bis 18.00 \nOrt: Berlin\, Jugendherberge am Ostkreuz\, Marktstraße (Eingang)/Ecke Kynaststr. (Raum Rheinland) \n  \nProgramm: (Link zum detaillierten Programm mit Abstracts und weiteren Hinweisen) \n08.30: Ankommen und Morgenkaffee \n  \n09.00 – 11.00 Block 1 \n Westlich-kapitalistische Gesellschaften in der Polykrise \n(Kurze Einsteuerung zum Workshop und Moderation: Michael Thomas)  \nMarkus Wissen (Berlin): Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen\, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven \nAndrea Komlosy (Wien): Das Konzept der säkularen Transformation. Wie können wir die Wende der digitalen Akkumulation einfangen? \nDiskussion \n  \n11.05 – 11.45 Keynote  \nHans Joas (Berlin): Weltherrschaft und moralischer Universalismus    \n  \nMittagspause: 11.45 – 12.45 \n  \n12.45 – 14.45 Block 2: Multipolare Welt(um)Ordnung \n(Moderation. Dieter Segert) \nMichael Brie (Berlin): Das chinesische Jahrhundertprojekt  \nIngar Solty (Berlin): Die Vereinigten Staaten im postliberalen Kapitalismus  \nJudith Dellheim (Berlin): Europäische Union – souveräner globaler Akteur? \nDiskussion  \nKaffeepause: 14.45 – 15.05 \n\n15.05 – 17.00 Block 3: Neue gesellschaftliche Leitbilder\, Visionen\, Gestaltungschancen? \n(Moderation: Judith Enders) \nMartin Endreß (Trier): Transformationsperspektive „Resilienzen“  \nFrank Adler (Chorin): Zäsur 2020er Jahre: Düstere Aussichten – neuer „Realismus“?  \nDiskussion \n\n17.05 – 18.00: offene Schlussrunde – Anstöße\, Inspirationen    \n(Moderation: Michael Thomas)  \n\n18.00: Bei Bedarf und Interesse – gemeinsamer Ausklang \n\nOrganisatorische Hinweise: \nDer Veranstaltungsort ist erreichbar mit der S-Bahn (Berlin Ostkreuz)\, ca. 10 Min. Fußweg. Mit der Straßenbahn Linie 21 und Bus (Linie 240)\, jeweils Haltestelle Marktstraße. Fußweg ca. 4 Min. \nEs gibt Autoparkplätze auf dem Gelände (5\,- €). \nDer Raum „Rheinland“ befindet sich im Jugendbildungszentrum\, 1. Etage (das Gebäude hinter dem Theater\, links vom Haupteingang). \nAuf Grund der begrenzten Kapazität wird um eine Anmeldung bis zum 15. Oktober gebeten! (Thomas.Micha@t-online.de). \nDie Mittagsversorgung muss auf eigene Kosten erfolgen. In fußläufiger Nähe zum Veranstaltungsort gibt es zahlreiche Möglichkeiten. \nDie Gaststätte der Jugendherberge bietet ein Mittagsmenü (auch vegetarisch) für 13\,50 € an. Das muss vorher bestellt werden – also bitte bei Bedarf dafür bei der Anmeldung vermerken! Zusätzlich gibt es im Bistro der JH ein Imbissangebot. \n\nWir haben vor\, die Beiträge des Kolloquiums unter Leibniz online zu veröffentlichen. Thematisch Interessierte laden wir ausdrücklich ein\, mögliche Diskussionsbeiträge ebenfalls für die Publikation auszuarbeiten. \n 
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LOCATION:Jugendherberge Berlin Ostkreuz\, Marktstraße 9-12\, Berlin\, 10317
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Biesdorfer Medizinische Gespräche \n(Leibniz-Sozietät gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und Schloss Biesdorf) \nJochen Müller (Campus Berlin Buch GmbH) \nUnsichtbar\, sichtbar\, durchschaut – 200 Jahre Berliner Mikroskopie\nFlyer zur Veranstaltung \nDer Vortrag zeigt die einzigartige Verbindung von Wissenschaft und optischer Industrie auf\, die sich in der Region Berlin/Brandenburg am Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt hat.\nMikroskope – gebaut von Berliner Mechanikern und Optikern – waren die Instrumente\, mit denen Berliner Wissenschaftler*innen ein zu jener Zeit neues Konzept etablierten: die Zelltheorie (alle Organismen sind aus Zellen aufgebaut). Ohne das Instrument Mikroskop kann man Zellen weder sehen noch erkennen. Die Zelltheorie war wiederum die Grundlage für die von Rudolf Virchow Mitte des 19. Jahrhunderts vorgestellte Cellularpathologie. (Krankheiten beruhen auf Veränderungen an und in Zellen – Basis der modernen Biomedizin).\nIn Berlin formulierte Wilhelm von Waldeyer-Hartz Ende des 19. Jahrhundert die Neuronentheorie. Sie besagt\, dass das Nervensystem aus kleinen\, distinkten Einheiten aufgebaut ist: den Nervenzellen.\nAnfang des 20. Jahrhunderts gründeten Oscar und Cécile Vogt das Kaiser-Wilhelm-Institut für Neurobiologie in Berlin-Buch. Sie etablierten dort unter anderem die Theorie\, dass sich die Fähigkeiten eines Menschen aus der Architektur seines Gehirns ablesen lassen. Auch hierfür waren Mikroskope unverzichtbar. Nicht zuletzt entwickelte Ernst Ruska in Berlin das erste Elektronenmikroskop.\nDer Vortrag präsentiert all diese bahnbrechenden Entwicklungen und deren Bedeutung für die Biologie und die Medizin. Er geht zudem auf Folgeentwicklungen ein\, wie die Einführung der allgemeinen Fleischbeschau oder die Entwicklung des ersten kommerziell erhältlichen Kinoprojektors. \nZum Referenten: \nJochen Müller studierte Biologie in Göttingen und promovierte am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch in zellulären Neurowissenschaften. Es folgten Aufenthalte als PostDoc an der Université de Montréal\, Kanada\, und am Institut für experimentelle Neurologie der Charité Universitäts-medizin\, Berlin. Forschungsschwerpunkt war Neuro-Glia-Interaktion und Schlaganfall-Diagnostik.\nSeit 2011 arbeitet Jochen Müller als Wissenschaftsjournalist (u.a. für ZEIT\, Wissen und dasgehirn.info)\, ist Autor (“Ich glaub\, mich trifft der Schlag”) und Moderator (u.a. Urania).\nFür den Campus Berlin-Buch betreute er die von Prof. Helmut Kettenmann kuratierte Ausstellung zur Geschichte der Berliner und Brandenburger Mikroskopie und die am MDC angesiedelte virtuelle Mikroskop-Ausstellung.\nEr organisierte und moderierte die ersten Science Slams in England und den USA. Als freier Programmkurator organisiert und moderiert er für die Urania Berlin die Reihe “Berlin Brains”. Für die Einstein Stiftung organisiert und moderiert er die Reihe “Einstein in the Dome” im Zeiss Großplanetarium\, der weltweit einzigen Vortragsreihe mit 360°-Bildgebung. Für die Berliner Exzellenzcluster organisiert und moderiert er Science Slams und das “exzellente Pub Quiz”. Für die Stiftung Planetarium Berlin entsann und realisierte er im April 2025 die Themenwoche “Unsichtbare Welten: vom Mikrokosmos zum Universum” anlässlich des Internationalen Tags der Mikroskopie. \nEröffnung und Begrüßung durch die Präsidentin – Moderation: Gerhard Pfaff \n\nKasinord tutkii korkean RTP:n pelien ominaisuuksia\nKasinopelaajat etsivät jatkuvasti tapoja parantaa voittomahdollisuuksiaan\, ja yksi tärkeimmistä mittareista tässä pyrkimyksessä on RTP eli Return to Player -prosentti. Kasinord on erikoistunut analysoimaan pelien ominaisuuksia ja auttamaan pelaajia ymmärtämään\, mitkä tekijät vaikuttavat heidän pelikokemukseensa. RTP-luku kertoo teoreettisen palautusprosentin\, jonka peli maksaa takaisin pelaajille pitkällä aikavälillä\, ja sen ymmärtäminen on keskeistä tietoisten pelipäätösten tekemisessä. Korkean RTP:n pelit tarjoavat matemaattisesti paremmat mahdollisuudet voittoihin\, vaikka yksittäiset pelikierrokset ovatkin aina sattumanvaraisia. \nRTP:n historiallinen kehitys ja merkitys\nReturn to Player -käsite juontaa juurensa fyysisten peliautomaattien aikakauteen\, jolloin sääntelyviranomaiset alkoivat vaatia kasinoilta läpinäkyvyyttä pelien maksutodennäköisyyksissä. 1990-luvulla\, kun ensimmäiset online-kasinot syntyivät\, RTP-tiedon julkistaminen tuli standardikäytännöksi erityisesti Euroopassa. Maltalainen pelilisenssiviranomainen MGA oli yksi ensimmäisistä\, joka asetti tarkat vaatimukset RTP-tietojen ilmoittamiselle. \nPerinteisesti maanpäällisissä kasinoissa peliautomaattien RTP-prosentit vaihtelivat 85-94 prosentin välillä\, mikä johtui korkeammista käyttökustannuksista ja rajoitetusta kilpailusta. Digitaalisen pelaamisen myötä tilanne muuttui merkittävästi. Verkkokasinoiden alhaisemmat ylläpitokustannukset ja kansainvälinen kilpailu nostivat RTP-lukuja huomattavasti. Nykyään laadukkaat online-kolikkopelit tarjoavat tyypillisesti 95-99 prosentin RTP-arvoja\, ja jotkut pelit ylittävät jopa 99 prosentin rajan. \nKasinord on dokumentoinut tämän kehityksen ja havainnut\, että pelaajien tietoisuus RTP-luvuista on kasvanut merkittävästi viimeisen vuosikymmenen aikana. Tämä on johtanut tilanteeseen\, jossa pelinkehittäjät joutuvat kilpailemaan paitsi visuaalisella ja toiminnallisella tasolla\, myös tarjoamalla kilpailukykyisiä palautusprosentteja. Erityisesti pohjoismaissa\, missä pelaajat ovat tyypillisesti hyvin informoituja\, korkea RTP on muodostunut merkittäväksi kilpailutekijäksi. \nKorkean RTP:n pelien tekniset ominaisuudet\nKorkean RTP:n pelit erottuvat useilla teknisillä ja rakenteellisilla ominaisuuksilla. Volatiliteetti eli varianssi on RTP:n ohella toinen keskeinen tekijä\, joka määrittää pelin käyttäytymisen. Matalan volatiliteetin pelit maksavat pienempiä voittoja useammin\, kun taas korkean volatiliteetin pelit tarjoavat harvemmin suuria voittoja. Kasinord on analysoinut\, että parhaat korkean RTP:n pelit tasapainottavat nämä elementit tarjoten sekä kohtuullisen palautusprosentin että mielenkiintoisen pelikokemuksen. \nEsimerkiksi NetEntin Blood Suckers -peli tarjoaa poikkeuksellisen korkean 98 prosentin RTP:n\, mikä tekee siitä yhden alan korkeimmista. Peli yhdistää matalan volatiliteetin korkean palautusprosentin kanssa\, mikä tarkoittaa tasaisempaa pelikokemusta. Toisessa ääripäässä Mega Joker -peli voi tarjota jopa 99 prosentin RTP:n\, kun sitä pelataan maksimipanoksilla supermeter-tilassa. Nämä esimerkit osoittavat\, että korkean RTP:n kasinot voivat tarjota hyvin erilaisia pelityyppejä\, jotka kaikki jakavat yhteisen piirteen: matemaattisesti edullisemman palautusprosentin. \nProgressiiviset jättipottipelit edustavat erityistä kategoriaa RTP-keskustelussa. Näiden pelien perus-RTP on usein alhaisempi\, tyypillisesti 92-95 prosenttia\, koska osa panoksista ohjataan jättipottiin. Kuitenkin kun jättipotti kasvaa riittävän suureksi\, pelin efektiivinen RTP voi ylittää jopa 100 prosenttia matemaattisesti. Tämä ilmiö on johtanut siihen\, että ammattipelaajat seuraavat tarkasti progressiivisten pelien jättipottien kokoja ja pyrkivät pelaamaan vain silloin\, kun odotusarvo on positiivinen. \nPöytäpelien osalta RTP-luvut ovat perinteisesti olleet korkeampia kuin kolikkopeleissä. Blackjack voi tarjota yli 99\,5 prosentin RTP:n optimaalisella strategialla\, ja tietyt videopokerin variantit\, kuten Jacks or Better täydellä maksutaulukolla\, ylittävät 99\,5 prosentin. Ruletti tarjoaa noin 97\,3 prosentin RTP:n eurooppalaisessa versiossa ja 94\,7 prosenttia amerikkalaisessa versiossa kaksoisnollan vuoksi. Nämä luvut ovat vakioita\, toisin kuin kolikkopeleissä\, joissa RTP voi vaihdella saman pelin eri versioiden välillä. \nPelintarjoajien strategiat ja markkinadynamiikka\nPelinkehittäjät käyttävät erilaisia strategioita RTP-asetusten suhteen. Monet suuret toimittajat\, kuten Play’n GO ja Pragmatic Play\, tarjoavat samasta pelistä useita RTP-versioita\, joista kasinot voivat valita. Esimerkiksi suositusta pelistä voi olla 94\, 96 ja 98 prosentin versiot. Tämä käytäntö on herättänyt keskustelua läpinäkyvyydestä\, sillä pelaajat eivät aina tiedä\, mitä versiota he pelaavat ilman tarkkaa tarkistusta pelin säännöistä. \nKasinord korostaa\, että vastuulliset kasinot ilmoittavat selkeästi kunkin pelin RTP-prosentin pelitiedoissa. Pohjoismaiset sääntelyviranomaiset\, erityisesti Ruotsin Spelinspektionen ja Tanskan Spillemyndigheden\, ovat asettaneet tiukkoja vaatimuksia RTP-tietojen näkyvyydelle. Tämä on johtanut parempaan läpinäkyvyyteen markkinoilla ja antanut pelaajille paremmat mahdollisuudet tehdä informoituja valintoja. \nMarkkinadynamiikka on kehittynyt suuntaan\, jossa korkean RTP:n pelit ovat muodostuneet kilpailuvaltiksi. Uudet kasinot käyttävät usein korkean RTP:n pelivalikoimaa houkutellakseen pelaajia\, kun taas vakiintuneet toimijat voivat luottaa enemmän brändinsä vetovoimaan. Jotkut kasinot ovat erikoistuneet tarjoamaan vain korkeimman RTP-version jokaisesta pelistä\, mikä on muodostunut niiden keskeiseksi erottautumistekijäksi markkinoilla. \nMielenkiintoinen trendi on myös niin sanottujen “RTP-boosterien” yleistyminen. Jotkut kasinot tarjoavat VIP-ohjelmissaan tai erikoiskampanjoissaan tilapäisesti nostettuja RTP-prosentteja tietyissä peleissä. Vaikka tämä parantaa pelaajan odotusarvoa\, Kasinord muistuttaa\, että lyhyen aikavälin tulokset voivat silti poiketa merkittävästi teoreettisesta RTP-luvusta satunnaisuuden vuoksi. \nTulevaisuuden näkymät ja teknologiset innovaatiot\nPelialan teknologinen kehitys vaikuttaa myös RTP-käsitteeseen ja sen soveltamiseen. Blockchain-teknologia ja todennettavasti reilut pelit (provably fair gaming) tuovat uuden tason läpinäkyvyyttä\, jossa pelaajat voivat itsenäisesti varmistaa jokaisen pelikierroksen oikeellisuuden. Tämä teknologia on jo käytössä kryptovaluuttakasinoissa ja saattaa yleistyä myös perinteisissä online-kasinoissa. \nTekoälyn hyödyntäminen pelinkehityksessä mahdollistaa dynaamisempia RTP-malleja\, joissa palautusprosentti voisi mukautua pelaajan käyttäytymiseen tiettyjen sääntelyn asettamien rajojen puitteissa. Tämä herättää kuitenkin eettisiä kysymyksiä ja vaatii tarkkaa sääntelyä. Kasinord seuraa näitä kehityskulkuja ja korostaa\, että pelaajien suojan tulee aina olla etusijalla teknologisten innovaatioiden yhteydessä. \nVirtuaalitodellisuus ja lisätty todellisuus tuovat uusia ulottuvuuksia pelikokemukseen\, mutta taustalla olevat matemaattiset periaatteet\, kuten RTP\, pysyvät samoina. Tulevaisuudessa voimme nähdä immersiiviempiä pelikokemuksia\, jotka silti noudattavat samoja läpinäkyvyyden ja reiluuden periaatteita kuin nykyiset pelit. \nSääntelyn kehitys jatkuu tiukempaan suuntaan useimmissa lainkäyttöalueilla. Euroopan unionin tasolla keskustellaan yhtenäisemmistä standardeista\, jotka voisivat sisältää minimivaatimuksia RTP-prosenteille ja niiden ilmoittamiselle. Tämä kehitys suosii pelaajia ja todennäköisesti nostaa alan yleistä RTP-tasoa entisestään. \nKorkean RTP:n pelien ominaisuuksien ymmärtäminen on keskeinen osa vastuullista pelaamista. Kasinord jatkaa työtään pelaajien valistamisessa ja tarjoaa työkaluja\, joiden avulla pelaajat voivat tehdä tietoon perustuvia päätöksiä. Vaikka RTP on tärkeä mittari\, se on vain yksi tekijä kokonaisvaltaisessa pelikokemuksessa. Yhdistettynä volatiliteetin ymmärtämiseen\, budjettihallintaan ja pelien viihdearvon arviointiin\, RTP-tieto auttaa pelaajia löytämään itselleen sopivimmat pelit. Tulevaisuus näyttää lupaavalta läpinäkyvyyden ja pelaajien suojan kannalta\, kun teknologia ja sääntely kehittyvät käsi kädessä kohti entistä reilumpaa peliympäristöä.
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SUMMARY:Vortrag im Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \n  \nMichael Schippan (MLS) \nGrundlegende Studien zur Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte. Georgij Plechanov – Sidney Hook – Ian Kershaw \nWährend seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. verstärkt Strukturen\, Prozesse und soziale Gruppen untersucht wurden\, gibt es über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte nur sehr wenige verallgemeinernde Studien. Waren zuvor die „großen Männer der Geschichte“ verherrlicht oder „Weltenverheerer“ verdammt worden\, versuchte man im 20. Jh. Führungspersönlichkeiten als beliebig „austauschbar“ oder – im marxistischen Denken – als „machtausübende Vertreter der herrschenden Klasse“ hinzustellen. Der 34 Jahre im Exil lebende Sozialist Georgij Plechanov (1856-1918) ließ 1898 in einem in Russland legal erscheinenden Organ eine Artikelfolge „O roli ličnosti v istorii“ („Über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte“) erscheinen\, die nach 1945 vor allem von der Sowjetischen Besatzungszone in Massenauflagen herausgegeben wurde. Jedoch ist dieses Werk bisher noch nicht hinsichtlich der Argumentationsweise und der Quellen analysiert worden. Plechanov kritisierte einerseits die Geringschätzung historischer Persönlichkeiten. Andererseits forderte er\, die historischen Umstände für deren Erscheinen als entscheidend anzusehen\, und geht dabei deterministisch vom Wirken „historischer Gesetze“ aus\, ohne diese konkret zu benennen. Der US-amerikanische Sozialphilosoph Sidney Hook (1902-1989)\, einer der Begründer des Pragmatismus\, zunächst Bewunderer Lenins und dann Neokonservativer unter Ronald Reagan\, wies in „The Hero in History“ (1943\, deutsch: „Der Held der Geschichte“\, 1951) auf das Aufkommen bisher beispiellos diktatorisch regierender Gewaltherrscher (Mussolini\, Hitler\, Stalin) nach dem Oktoberputsch von 1917 in Russland hin. Außer Politikern und Feldherrn hätten sich immer mehr auch Wissenschaftler\, Künstler und Sportler ihren Ruhm als herausragende Persönlichkeiten erworben. Der als Hitler-Biograph bekannt gewordene britische Historiker Ian Kershaw (*1943) stellte unlängst in seiner Monographie „Persönlichkeit und Macht“ (2022) „Erbauer und Zerstörer des modernen Europa“ im 20. Jahrhundert einander gegenüber. Abschließend soll auf die in letzter Zeit gestiegene Bedeutung des Internets und der sozialen Medien hingewiesen werden\, mit deren Hilfe markante Personen nunmehr massenhaft als kurzlebige „Medienstars“ konstruiert werden. Es wird gefragt\, ob jetzt das endgültige Aus für die „charismatische Persönlichkeit“ (Max Weber) in einer Zeit eingeläutet worden ist\, in der vielfach nur noch innerhalb abgeschlossener Gemeinschaften („Echokammern“\, „Blasen“) kommuniziert wird. \nCV \nDer Osteuropa- und Frühneuzeithistoriker Michael Schippan (*1955) studierte in Berlin und Moskau\, unterrichtete an der Humboldt-Universität und der Freien Universität zu Berlin. Er veröffentlichte Studien zur Geschichte Russlands und der deutsch-russischen Beziehungen\, Monographien zu den Reformen Zar Peters I.(1996) und seinen Reisen durch deutsche Territorien 1697-1717 (St. Petersburg 2021) sowie zur Aufklärung in Russland (2012). Nach seiner Aufnahme in die Leibniz-Sozietät 2020 erschienen eine von ihm herausgegebene Gedenkschrift für Erhard Hexelschneider (2022) sowie Ehrengaben für Ingrid Kästner (2023) und Peter Hoffmann (2025).
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SUMMARY:Sondervorstellung mit Podiumsdiskussion "Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes"
DESCRIPTION:UNION Filmtheater : Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes: Mit Filmgespräch \nMit anschl. Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Gerda Haßler und Dr. sc. Reinhold Zilch von der Leibniz Sozietät.\nAnwesende Gäste: Produzent Ingo Fliess (‘Das Lehrerzimmer’) und Schauspielerin Antonia Bill (‘Werk ohne Autor’\, ‘Stasikomödie’) \nNachdem auf der letzten Berlinale der Film von Edgar Reitz „Leibniz- Chronik eines verschollenen Bildes“ mit großem Erfolg aufgeführt wurde\, veranstaltet das Kino UNION eine Sondervorstellung mit anschließendem Podiumsgespräch unter Teilnahme von Filmschaffenden und Mitgliedern der Leibniz-Sozietät. Zugesagt haben der Produzent Ingo Fliess\, die Darstellerin der Königin Sophie Charlotte von Preußen\, Antonia Bill\, Präsidentin Gerda Haßler sowie der Historiker Reinhold Zilch (MLS). Kunst und Wissenschaft treffen aufeinander\, können sich ergänzen und/oder reiben in den Fragen nach der Wahrheit im Bild bzw. der Kunst\, nach dem Verhältnis von Objekt und Abbildung. \nIm Auftrag der Kurfürstin Sophie von Hannover soll der bedeutende Denker Gottfried Wilhelm Leibniz porträtiert werden. Doch der Gelehrte ist alles andere als begeistert von dieser Idee. Während der Sitzungen für das Gemälde entbrennt zwischen dem Philosophen und der jungen Malerin ein leidenschaftlicher Wettstreit um die Wahrheit in Bild und Abbild\, Realität und Kunst. Mit seinem Film über Leibniz kehrt der Regie-Meister Edgar Reitz auf die große Kinoleinwand zurück und widmet sich einem der einflussreichsten Universalgelehrten der Neuzeit. Der Film\, der auf der 75. Berlinale gefeiert wurde und mit hochkarätigen Schauspielern wie Edgar Selge\, Lars Eidinger\, Barbara Sukowa und Aenne Schwarz besetzt ist\, bietet einen ebenso klugen wie gewitzten Schlagabtausch zwischen Gelehrten und Künstlern und zeigt dabei die zahlreichen Facetten des Gottfried Wilhelm Leibniz.
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Veranstaltung kann auch online verfolgt werden: \nZoomlink:\nhttps://us06web.zoom.us/j/86804371037?pwd=t0tTmRbQno7PrDZyps02J7TkwQNHaz.1 \nMeeting-ID 868 0437 1037\nKenncode 799700 \n  \nChristoph Hamann (MLS) \n„Barrikadenbräute“\nZur visuellen und literarischen Darstellung von kämpfenden Frauen 1848/49 \nIm Mittelpunkt der Untersuchung stehen zeitgenössische visuelle und literarische Darstellungen von kämpfenden Frauen1848/49. An drei Beispielen (Prag 1848\, Dresden 1849\, Kirchheimbolanden 1849) wird aufgezeigt\, ob deren Handeln erstens durch Quellen historisch verbürgt ist. Aufgezeigt wird zweitens\, wie diese Darstellungen ebenso allegorische Funktionen und die zeitgenössischen Geschlechterbilder repräsentieren.\nDie Rezeption integriert die historischen Beispiele von kämpfenden Frauen in ihre jeweiligen politischen Traditionsbezüge (Arbeiter- und der Frauenbewegung\, Bewegung für eine tschechische Autonomie). \nCV\nChristoph Hamann\, Dr. phil.\, geb. 1955\, Studium Geschichte\, Germanistik\, Soziologie\, Politik (Erlangen\, Berlin); bis 2020 Institut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (Potsdam); Promotion 2007 „Visual History und Geschichtsdidaktik“ (Fotografie / Ikonisierung); Monografie: „Die Mühsams. Geschichte einer Familie“ (2005); zahlreiche Veröffentlichungen zur Fotografie/Geschichtskultur\, biografische Arbeiten (1848/49; NS); Lokal-/Regionalgeschichte\, Geschichtsdidaktik;\nPublikationsliste: christoph-hamann.de; Mitglied der Leibniz Sozietät seit 2024. \nModeration: Rüdiger Hachtmann (MLS) \n 
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DESCRIPTION:Ulrich Wulf (MLS) \nHundert Jahre Quantenmechanik: Von Heisenberg zum Hochleistungschip\n13:00–15:00 Uhr\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64939188761?pwd=e991NIPwRDfuUTLZxtTbdGpWDzYDKJ.1\nMeeting-ID: 649 3918 8761 \nAbstract:\n \nIn seinem Buch „Der Teil und das Ganze“ schreibt Werner Heisenberg über das seiner Ansicht nach zentrale physikalische Problem zum Zeitpunkt seines Studienanfangs im Jahre 1920: „Wenn man sich den materiellen Körper\, zum Beispiel das Wasser\, als aus Atomen zusammengesetzt denkt – und die Chemie macht ja von dieser Vorstellung erfolgreich Gebrauch – so würden die Bewegungsgesetze\, die wir als Newtonsche Mechanik in der Schule gelernt haben\, niemals zu Bewegungen der kleinsten Teile von einem solchen Stabilitätsgrad führen können.“\nDurch die Quantengesetze\, für die Heisenberg im Jahre 1932 den Nobelpreis erhielt\, lässt sich die Stabilität der Materie anschaulich unter Rückgriff auf die Unschärferelation erklären. Unser Gehirn ist ebenfalls eine Zusammensetzung der von Heisenberg dargestellten Form\, welche klassisch nicht existieren könnte. Wie sieht eine Technologie aus\, mit der künstliche Intelligenz darstellbar ist? In entsprechenden Halbleiterchips liegt kein Netzwerk von Neuronen vor wie im Gehirn\, sondern ein regelmäßiges Netzwerk von hunderten Milliarden von Transistoren\, in dem logische Funktionen implementiert sind. Aufgrund dieses extremen Integrationsgrades sind die beteiligten sogenannten Nanotransistoren so klein\, dass für ein Verständnis der ihnen innewohnenden Prozesse die Quantengesetze entscheidend sind. Wichtige Fragen sind: Wie ist der Energieverbrauch der Quantenprozesse? Wie schnell sind sie\, wie zuverlässig sind sie? Bei Quantenprozessen spielt fundamental immer der Zufall eine Rolle. Was passiert\, wenn ich ein gigantisches Netzwerk von Nanotransistoren habe? Macht der bei jedem Einzelprozess inhärente Zufall das Netzwerk unvorhersagbar? Oder kann ich\, wie in einem Quantencomputer\, sogar versuchen\, das durch den Zufallsprozess entstehende Geflecht von Parallelwelten auszunutzen\, um noch schneller zu sein? \nVita:\nUlrich Wulf studierte von 1980 bis 1987 Physik an der Universität Hamburg und war von 1987 bis 1991 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart in der Gruppe des Nobelpreisträgers Klaus von Klitzing. Von 1991 bis 1993 war er Postdoktorand an der Indiana University in Bloomington\, Indiana (USA). Seit 1993 ist er Privatdozent an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus/Senftenberg (BTU)\, 2007 erfolgte die Habilitation. Er ist heute am Lehrstuhl für Computational Physics an der BTU tätig. Seit mehr als 25 Jahren ist er in der Welt der Quantenelektronik bzw. der Nanoelektronik zu Hause. Die Grundlagenarbeit\, die er dabei geleistet hat\, vergleicht er selbst mit der Kartographie. Die Welt der Quanten muss gezeichnet\, die Zeichnungen müssen immer wieder verbessert werden\, nur dann kann der Mensch sich in dieser Welt zurechtfinden und radikale technische Fortschritte erreichen. Bei seiner Forschung rechnet er mit Millionstel Millimetern. Nanoelektronik wird die Halbleitertechnologie revolutionieren\, davon ist Ulrich Wulf überzeugt. Seit 2024 ist Ulrich Wulf Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \n 
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Dietmar Linke (MLS) \nIwan N. Stranski (1897-1979)\, der bulgarisch-deutsche “Großmeister des Kristallwachstums“\nZeit: 10.00 bis 11.30 Uhr\nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64939188761?pwd=e991NIPwRDfuUTLZxtTbdGpWDzYDKJ.1\nMeeting-ID: 649 3918 8761 \nAbstract:\nIwan Nikolov Stranski\, geboren in Sofia als 3. Kind des Hofapothekers Dr. Nikola Stranski und dessen deutschbaltischer Frau Maria\, geb. Krohn\, gilt in deutschen Publikationen gern als “deutscher Physikochemiker bulgarischer Herkunft”\, in bulgarischen dagegen als “bulgarischer Gelehrter und Begründer der bulgarischen Schule der Physikochemie”. Sein über 30-jähriges Wirken in Deutschland\, als Doktorand in Berlin\, als Rektor der TU Berlin\, als stellv. Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft\, macht die “deutsche” Position verständlich. Die dominierende Rolle von Stranski als Hochschullehrer – nach der Habilitation in Sofia 1925 – bei der Herausbildung einer noch heute etablierten wissenschaftlichen Schule spricht aber genauso für die “bulgarische” Auffassung.\nDie fundamentalen Arbeiten von Stranski und Mitarbeitern zur Theorie des Kristallwachstums entstanden 1925-1941\, in Berlin wie in Sofia. Nach der Annahme von Gastprofessuren in Deutschland (ab 1941) war Stranski aber die Rückkehr nach Bulgarien unmöglich; seine Sofioter Professur wurde 1944 wegen seiner Tätigkeit im “Dritten Reich” annulliert. Erst ab Ende der 60er Jahre\, nach der durch seine Schüler bewirkten Ernennung zum Auswärtigen Mitglied der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften\, konnte Stranski wieder die alte Heimat besuchen. Er starb 1979 in Sofia; die Beisetzung erfolgte auf dem Waldfriedhof Berlin-Dahlem.\nStranski erfuhr breite internationale Anerkennung durch Ehrendoktorwürden und Akademie-Mitgliedschaften. Zeitweise hieß das II. Physikalische Institut der TU Berlin „Iwan-N.-Stranski-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie”. Aktuelle Entwicklungen der Festkörperphysik und Materialforschung berufen sich noch heute auf Stranski und seine in Bulgarien vor allem durch Rostislav A. Kaischew (1908-2002) weitergeführte Schule. \nVita:\nDietmar Linke (*1940 / MLS) studierte Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena; auch Promotion (1968) und Habilitation (1978) erfolgten dort. Von 1979 bis 1982 war er als Dozent für Anorganische Chemie an der Humboldt-Universität Berlin tätig. Er las zugleich über Geschichte der Chemie\, diese noch bis 1985 als Honorardozent. 1982 erfolgte der Wechsel als Abteilungsleiter für Keramische Werkstoffe an das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1984 die Ernennung zum AdW-Professor für Anorganische Chemie. Nach der Ende 1991 erfolgten sogenannten „Abwicklung“ der Akademie-Institute ging er im „Wissenschaftler-Integrations-Programm“ des „Hochschul-Erneuerungs-Programms“ an die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU)\, zunächst auf Vertretungs-Professuren für Analytische bzw. Anorganische Chemie\, 1994 bis zur Berentung im Jahre 2005 auf die C3-Professur für Anorganische Chemie ebenda. Einige Lehraufträge schlossen sich an\, 2005 bis 2007 an der BTU\, 2012 bis 2014 an der Technischen Universität Berlin. Als Vorstandsmitglied der Fachgruppe „Geschichte der Chemie“ der „Gesellschaft Deutscher Chemiker“ wurde er viermal gewählt\, für die Jahre 2002 bis 2009 und 2014 bis 2021. Seit 1999 ist Dietmar Linke Mitglied der Leibniz-Sozietät. Für die Jahre 2006 bis 2009 wurde er zum Schatzmeister gewählt\, für die Zeit von 2012 bis 2014 zu einem der beiden Vizepräsidenten. 2015 erhielt er die Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille der Sozietät. \n 
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SUMMARY:Kolloquium Literatur als Störfall.
DESCRIPTION:Wissenschaftliche Konferenz gemeinsam mit der Christa-Wolf-Gesellschaft\, organisiert durch Carsten Gansel und Dieter Segert (beide MLS)\, gefördert durch die „Bundesstiftung Aufarbeitung“ \nLiteratur als Störfall. Die Wirkungen von Literatur auf das Verhältnis von Macht und Gesellschaft in der DDR und deren Aufarbeitung nach 1989 \nzum Programm der Tagung \nAnmeldung bis zum 1. Oktober bei Dieter Segert <dieter.segert@univie.ac.at>
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer nächsten Diskussionsrunde ein: \nMoralischer Universalismus in diesen Zeiten? \nZeit: 19. September 2025 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 1.03.   \nDer gewählte Titel für diese Diskussionsrunde soll einmal darauf hinweisen\, dass das Werk von Hans Joas (Universalismus. Weltherrschaft und Menschheitsethos. Suhrkamp 2025) vorgestellt wird. Dann betrifft der Zeitbezug den thematischen Gegenstand\, den unser Arbeitskreis über Monate verfolgt hatte\, und zugleich einen Fokus des am 7. November anstehenden Kolloquiums. \nHans Joas wird auf diesem Kolloquium in einer Keynote einige der ihm zentralen und auch heute relevanten Aussagen seines Buches vorstellen. Im Arbeitskreis wird Michael Thomas einen Überblick geben und Ansätze des konzeptionellen Vorgehens von Joas sowie zentrale Thesen vorstellen. Dies scheint angesichts allein des Umfangs der Darstellung angemessen und weniger eine Doppelung als eine Vorverständigung mit bzw. zu den am 7. November folgenden Ausführungen des Autors. \nIm zweiten Teil dieser Diskussion sollen für unsere eigene Vorbereitung und die Profilierung des Kolloquiums einige Thesen aus den einzelnen Themenfeldern herausgegriffen und diskutiert werden. Der Ausgangspunkt könnten dafür die jüngsten Entwicklungen sein (also Aspekte der Zeitanalyse)\, die so oder so diese Thesen nochmals in ein besonderes Licht stellen. Damit sollten sich Impulse für die Diskussion auf dem Kolloquium verbinden. Da einige der aktiv Beteiligten in der Runde am 19. dabei sind und Themen wie Abstracts vorliegen\, ist auf einen anregenden Austausch zu setzen. \nEin Text von Hand Joas (ein separat veröffentlichter Auszug aus dem Buch) wird im Arbeitskreisverteiler verschickt und kann bei Bedarf bei mir angefordert werden. Die Konferenzmaterialien stehen ab nächste Woche auf der Webseite der Sozietät und werden von mir danach in den Verteiler gegeben. \nMichael Thomas (für Nachfragen: Thomas.Micha@t-online.de)
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 11. September 2025 \n15:30–17:15 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64719506866?pwd=Ao1HuaaJ0ZSvE0gVG0Qrka9C3PPy2j.1\nMeeting-ID: 647 1950 6866 \nVortrag: \nDr. Norbert Mertzsch (MLS) \nEntwicklungstendenzen bei nichtmetallisch-anorganischen Baustoffen \nAbstract: \nFür die Errichtung\, die Nutzung und den Erhalt von Gebäuden sind erhebliche Mengen an Energie und Ressourcen erforderlich. Damit ist der Bau- und Gebäudesektor weltweit für einen hohen Anteil des Energieverbrauchs und der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich. Um bis 2050 das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen\, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau zu halten\, sind im Bausektor deutliche Anstrengungen nötig die CO2-Emissionen zu senken. So ist das Potential von Bauten aus Holz und anderen biogenen Rohstoffen\, die als langfristige Kohlenstoffsenke dienen sollen\, voll auszunutzen. \nDarüber hinaus ist die Emission von Kohlendioxid bei der Produktion von anorganischen Baustoffen\, die nach wie vor eine zentrale Rolle spielen werden\, deutlich zu reduzieren. Das betrifft insbesondere die Herstellung des wichtigsten Bindemittels\, den Zement. Dazu kommen die verstärkte Nutzung von neuen\, innovativen Bindemitteln mit deutlich geringeren CO2-Emissionen bei der Herstellung\, die Nutzung von Verbundbaustoffen mit geringen CO2-Emissionen bei der Herstellung und die Verwendung von Recyclingmaterial. \nIm Vortrag soll auf einige Entwicklungstendenzen bei der Herstellung ausgewählter nichtmetallisch-anorganischer Baustoffe und Verbundbaustoffen eingegangen werden\, die aus der Vielzahl der derzeit laufenden Entwicklungen und Veröffentlichungen ausgewählt wurden. \nVita: \nNorbert Mertzsch absolvierte neben dem Abitur eine Lehre als Elektromontageschlosser im Reichsbahnausbesserungswerk Potsdam Von 1968 bis 1972 studierte er Chemie an der Technischen Hochschule für Chemie „Carl Schorlemmer“ (Abschluss Diplom-Chemiker). Von 1972 bis 1985 war er im VEB Stickstoffwerk Piesteritz tätig. 1976 erfolgte der Abschluss als Fachchemiker für Analytik und Spektroskopie an der Karl-Marx-Universität Leipzig). 1984 promovierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Dr. rer. nat.). Von 1985 bis 2013 übte er verantwortliche Tätigkeiten im Kernkraftwerk Rheinsberg aus. Seither ist er im Ruhestand. Bis 2019 war er aber auch freier Mitarbeiter der Firma tetra ingenieure GmbH in Neuruppin. \nSeit 2018 ist Norbert Mertzsch Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Lange Jahre war er auch Mitglied des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW). Dabei übernahm Verantwortung als Vorsitzender des Vereins und Leiter des Regionalvereins Nordwestbrandenburg sowie Leiter des Arbeitskreises Umweltschutz / Erneuerbare Energien (bis zur Auflösung des Vereins Ende 2022). Er ist Mitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer und war von 2019 bis 2023 Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.
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DESCRIPTION:Reinhold Zilch \nGottlieb von Jagow und die Kriegsschuldfrage zwischen Zeitgeschichte und Propaganda 1918 bis 1935 \nAbstract \nGottlieb v. Jagow (1863–1935)\, einer der ‚großen Unbekannten‘ in der Führungsriege der spätwilhelminischen Zeit\, gehörte zur Handvoll Persönlichkeiten\, die über den Kriegseintritt Deutschlands 1914 entschieden. Am Beispiel des Chefs des Auswärtigen Amts wird die Einbindung ehemals Verantwortlicher in die geschichtspolitischen Debatten der Weimarer Zeit um die Kriegsschuldfrage und die auch Fakten manipulierende Strategie der Regierung zur Revision des Versailler Vertrages herausgearbeitet. Jagow setzte sich in einem politisch-intellektuellen Netzwerk von Diplomaten\, Historikern und Publizisten mit der von der Entente behaupteten Alleinschuld Deutschlands – teilweise in enger\, auch geheimer Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt – auseinander. Dabei vertrat er die Auffassung\, dass nicht Deutschland sondern Russland den Krieg entfesselt habe und von seinen Verbündeten nicht zurückgehalten worden sei. Vor allem im erstmals edierten Briefwechsel mit Vertrauten räumte Jagow jedoch auch Fehler auf deutscher Seite ein\, übte Kritik und Selbstkritik\, blieb aber insgesamt auf ‚offizieller Linie‘. \nCV \nReinhold Zilch\, geb. 1952\, studierte Ökonomie. 1976 Promotion an der Humboldt-Universität als Finanzhistoriker und seit 1979 an der Akademie der Wissenschaften der DDR mit Arbeiten zum Ersten Weltkrieg. 1989/90 Initiierung der Edition „Protokolle des Preußischen Staatsministeriums…“ und Leitung ab 1994 für mehrere Jahre an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Danach Mitarbeit am Projekt „Preußen als Kulturstaat…“. Ende 2015 Ausscheiden aus der BBAW. 2018 bis 2021 DFG-Projekt (Edition) zu G. v. Jagow an der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Zahlreiche Veröffentlichungen auch zur Numismatik. Seit 2017 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \n  \n 
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DESCRIPTION:Andreas Arndt  \nBarbarei und Kultur. Hegel über die Abgründigkeit der Moderne\nModeration: Rolf Hecker (MLS) \nAbstract\nHegel gilt bis heute vielfach als Vertreter eines Fortschritts-Optimismus\, der angesichts der Katastrophen des 20. und 21. Jahrhunderts nicht mehr zu rechtfertigen sei. Diese Auffassung\, so soll gezeigt werden\, verkennt Hegels spezifischen Fortschrittsbegriff (geschichtlicher Fortschritt ist allein Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit) und sie verkennt\, dass Hegel in Bezug auf die Zukunft der Moderne weder Optimist noch Pessimist ist. Hegel diagnostiziert in den modernen Gesellschaften eine Abgründigkeit\, die zum Rückfall in Barbarei führen kann. Barbarei ist für Hegel die erste Stufe der Kultur; sie kann nicht vollständig getilgt\, sondern durch das vernünftige Recht nur gebändigt werden. Gleichzeitig sieht Hegel in der modernen kapitalistischen Gesellschaft Triebkräfte\, die den rechtlichen Konsens und damit das Projekt der Moderne zerstören können\, wenn es nicht gelingt\, sie einzuhegen. Dies wird im Blick auf Hegels Bemerkungen zur Rechtsgeschichte und seine Theorie der bürgerlichen Gesellschaft erörtert. \nCV\nAndreas Arndt\, Prof. (em.) Dr. Dr. h.c.\, Jg. 1949\, zuletzt bis zur Emeritierung 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie an der theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin; seit 2021 Forschungsprofessor für Philosophie an der Georgischen Technischen Universität Tbilisi. U.a. Ehrenvorsitzender der Internationalen Hegel-Gesellschaft und Mitglied im Beirat der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2025. Letzte Buchveröffentlichungen: Die Sache der Logik. Begriff und Realität bei Hegel (Hamburg 2023); Hegel in Marx. Studien zur dialektischen Kritik und zur Theorie der Befreiung (Berlin 2023).
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SUMMARY:Leibniz-Tag
DESCRIPTION:Musikalische Darbietung des Chors des Leibniz-Gymnasiums\nBegrüßung \nNekrologe \nBericht der Präsidentin\nProf. Dr. phil. habil. Gerda Haßler \nUrkundenübergabe für 50jährige Mitgliedschaft\nVerleihung des Samuel-Mitja Rapoport-Kooperationspreises \nUrkundenübergabe und Vorstellung der neuen Mitglieder \nMittagspause\n12.30 Uhr – 14.00 Uhr \nVerleihung der Leibniz-Medaillen\nVerleihung der Jablonski-Medaillen \nFestvortrag\nKreislauffabrik für das ewig innovative Produkt\nProf. Dr.-Ing. Gisela Lanza\nKarlsruher Institut für Technologie \nFlyer zum Leibniz-Tag \naußerdem hybrid
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SUMMARY:Kolloquium zu Ehren von Karl-Friedrich Wessel
DESCRIPTION:Humanontogenetische Tagung anlässlich des 90. Geburtstages von Karl-Friedrich Wessel\nDas Individuum als Teil und Ganzes\nSamstag\, 21. Juni 2025\n13.00 – 18.00 Uhr\nSenatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin\nUnter den Linden 6\, 10117 Berlin \nTagungsprogramm (Flyer als pdf) \n13.00 – 14.00 \nKlaus-Peter Becker\n(Prof. i. R.\, Humboldt-Universität zu Berlin)\nBegrüßung \nDieter Segert\n(Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin)\nGrußwort der Leibniz-Sozietät der\nWissenschaften zu Berlin \nAlbrecht Hummel\n(Prof. i. R.\, TU Chemnitz)\nLaudatio \n14.00 – 15.30 \nHeinz-Elmar Tenorth\n(Prof. i. R.\, Humboldt-Universität zu Berlin)\nKarl-Friedrich Wessel – der ganze Mensch\nein Philosoph \nKlaus M. Beier\n(Inst. für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin\, Charité)\nHumanontogenese und Interindividualität \nJohn Erpenbeck\n(Steinbeis University\, Berlin)\nDas sich selbst bewertende Selbst. \nModeration: Olaf Scupin \nKaffeepause \n16.00 – 18.00 \nPersönliche Beiträge von Uwe Thiele\, Hans\nNehoda\, Bernd H. Mühlbauer\, Ursel Basener-\nRoszak\, Jörg Schulz\, Klaus-Detlef Haas\,\nNorbert Jung\, Michael Ketting\, Olaf Scupin \nKarl-Friedrich Wessel\nDanksagung \nMusik: Aurelia Streichquartett (Weimar)\nModeration: Thomas Diesner \nab 18.00 \nAbendempfang anlässlich des 90.\nGeburtstages von Karl-Friedrich Wessel\nim Café Wilhelm\nZum Abendempfang sind alle Freunde\,\nKollegInnen und SchülerInnen von Karl-\nFriedrich Wessel recht herzlich eingeladen. \nOrganisationskomitee:\nThomas Diesner\nAlbrecht Hummel\nOlaf Scupin \nVeranstalter:\nHumboldt-Universität zu Berlin\, Projekt Humanontogenetik\nGesellschaft für Humanontogenetik e. V.\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nErnst-Abbe-Hochschule Jena\, FB Gesundheit und Pflege \nInformation und Anmeldung:\nThomas Diesner\ninfo@humanontogenetik.de\nwww.humanontogenetik.de \nWir bitten um Anmeldung unter\ninfo@humanontogenetik.de\nbis 08. Juni 2025
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SUMMARY:Das Individuum als Teil und Ganzes.  Humanontogenetische Tagung anlässlich des 90. Geburtstages von Karl-Friedrich Wessel
DESCRIPTION:Programm \n13.00-14.00 \nOlaf Scupin (Ernst-Abbe-Hochschule Jena): Begrüßung \nDieter Segert (Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin): Grußwort der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nAlbrecht Hummel (Gesellschaft für Humanontogenetik): Laudatio \n14.00-15.30 \nHeinz-Elmar Tenorth (Professor i. R.\, Historische Erziehungswissenschaft\, Humboldt-Universität zu Berlin): Karl-Friedrich Wessel – der ganze Mensch ein Philosoph \nKlaus M. Beier (Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité – Universitätsmedizin in Berlin): Humanontogenese und Interindividualität \nJohn Erpenbeck (Steinbeis University\, Berlin): Das sich selbst bewertende Selbst. \n16.00-18.00 \nPersönliche Beiträge u. a. von Klaus-Detlef Haas\, Norbert Jung\, Hans Nehoda\, Jörg Schulz\, Olaf Scupin\, Uwe Thiele \nab 18.00 \nEmpfang \nUm Anmeldung unter info@humanontogenetik.de wird gebeten.
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SUMMARY:Ehrenkolloquium Horst Klinkmann
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften und die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften \nladen ein zum Ehrenkolloquim anlässlich des 90. Geburtstags von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann unter dem Motto: \nDER UNERMÜDLICHE:\nArzt\, Mediziner\, Wissenschaftler\, Gelehrter\, Visionär\, Präsident\, Kurator\,\nInitiator\, Kultivierender\, Menschenfreund\, Hoffnungsträger\, Netzwerker\, Moderator\, Weltbürger \nam Freitag\, 20. Juni 2025\,\nvon 10.00 bis ca. 15.00 Uhr\nim Langenbeck-Virchow-Haus\,\nLuisenstraße 58/59\,\n10117 Berlin-Mitte \nDie Veranstaltung wird auch per Zoom übertragen.\nZoom-Einladungslink:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64847211474?pwd=PC7ykEz63uPF3PSCC3SWMN1ueYVF59.1\nMeeting-ID: 648 4721 1474\n\n\nProgramm\nModeration: Prof. Dr. Gerhard Pfaff\, Sekretar der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät \n1. Begrüßung\n– Prof. Dr. Gerda Haßler\, Präsidentin\, Leibniz-Sozietät\n– Dr. Dirk Laßner\, Vorsitzender\, Kuratorium der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät \n2. Beiträge\n– Prof. Dr. Gerhard Banse\n– Dr. Herbert Wöltge\n– Prof. Dr. Jörg Vienken\n– Prof. Dr. Peter Oehme\n– Prof. Dr. Günter von Sengbusch\n– Prof. Dr. Wolfgang Schütt\n– Prof. Dr. Viktoria Weber\n– Norbert Rethmann\n– Prof. Dr. Wolfgang Methling \n3. Schlusswort\nProf. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann \n4. Imbiss\, Gespräche\, Gedankenaustausch \nAuf Grund des großen Interesses an der Veranstaltung ist es nicht möglich\, weitere Anmeldungen entgegenzunehmen. Es gibt aber die Möglichkeit der Zoom-Teilnahme (Einwahldaten siehe oben).
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu Vortrag und Diskussion ein: \nProf. Dr. Sighard Neckel (2016\, Foto: Ziko van Dijk – CC BY-SA 4.0\, via Wikipedia)\nProf. Dr. Sighard Neckel (Universität Hamburg) \n„Umstrittene Nachhaltigkeit“  \nZeit: 13. Juni 2025 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 1.03.  \nNachhaltigkeit als Leitbild eines ökologischen Umbruchs ist ins Gerede gekommen\, von mehreren Seiten. Wegen seiner Konturlosigkeit hat er sich zum Deckbegriff eines vermeintlich grünen Kapitalismus verwandelt\, der Greenwashing betreibt\, während die Zerstörung des Erdsystems ungebremst weiter voranschreitet. Aber auch seitens mancher Strömungen einer ökologischen Gesellschaftskritik gilt Nachhaltigkeit als verbraucht\, als anthropozentrisch und neokolonial\, weswegen das „Anthropozän“ die Orientierung vorgeben soll und die Perspektive einer „Post-Nachhaltigkeit“ eingenommen wird. Im Vortrag werden kritische Rückfragen an den überkommenen Nachhaltigkeitsbegriff gestellt\, der Rationalitätskern von Nachhaltigkeit aber verteidigt. Bei all der Wahllosigkeit in seinem Gebrauch und auch seiner Korrekturbedürftigkeit wohnen „Nachhaltigkeit“ doch grundlegende ökologische Prinzipien inne\, auf die eine Kritik am naturzerstörenden Kapitalismus nicht verzichten kann. Die Kritik an Nachhaltigkeit wiederum wird daraufhin befragt\, welche Aporien ihr innewohnen und welche ungelösten analytischen Probleme sie für das Verständnis einer sozial-ökologischen Transformation hinterlässt. \nDer Vortrag schließt an im Arbeitskreis diskutierte Themen an und geht zugleich systematisch in übergreifende Fragen unseres anstehenden Kolloquiums nach der zeitanalytischen Prüfung konzeptioneller Ansätze progressiver gesellschaftlicher Entwicklung: Wenn es offensichtlich so nicht weitergeht wie bisher\, wie könnte es dann weitergehen? \nSighard Neckel hat viel beachtete Publikationen zu soziologischen\, gesellschaftstheoretischen und sozialphilosophischen Themen vorgelegt. Seit Jahren gilt das vor allem auch für das Thema „Nachhaltigkeit“\, zu dem er ein DFG-Kolleg an der Universität Hamburg geleitet hat und wo er weiter als Senior Permanent Fellow tätig ist. Die Forschungen sind im Netz einsehbar und u.a. dokumentiert:  https://www.zukuenfte-nachhaltigkeit.uni-hamburg.de/kolleg/team-zweite-phase/neckel.html \nMichael Thomas (für Nachfragen: Thomas.Micha@t-online.de)
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nDonnerstag\, den 12. Juni 2025 \n13:30–15:30 Uhr\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63529869060?pwd=aSTwAMD5KWm508dVb0wyAaCvotouFF.1 \nMeeting-ID: 635 2986 9060 \nVortrag: \nMichael Kaasch (MLS) \nSchwieriges Erbe? Der Arzt\, Naturforscher und Maler Carl Gustav Carus\, ein (umstrittener) Zeitgenosse von Caspar David Friedrich \nAbstract: \nDie Malerei der Romantik und ihr bedeutendster Vertreter Caspar David Friedrich (1774–1840) standen 2024 aus Anlass von dessen 250. Geburtstag im Mittelpunkt kulturgeschichtlicher Aufmerksamkeit. In umfangreichen repräsentativen Ausstellungen in Hamburg\, Berlin\, Greifswald (seiner Heimatstadt)\, Dresden (seinem langjährigen Wirkungsort) und Weimar wurde Friedrich gefeiert und gewürdigt. Hier soll mit Carl Gustav Carus (1789–1869)\, dem \,\,Naturforscher und Arzt – Philosoph und Künstler“ – so die auf den Biologiehistoriker Rudolph Zaunick (1893–1967) zurückgehende\, heute noch gültige Kennzeichnung seines Wirkens – ein Zeitgenosse in den Mittelpunkt gerückt werden\, der in Dresden in Verbindung zu Friedrich stand und der einerseits als Künstler in eigenständiger Weise dessen Anregungen aufnahm und der andererseits diesen ärztlich beriet. Carus war als Naturforscher in der vergleichenden Anatomie und in der Physiologie\, als Frauenarzt und Geburtshelfer\, als Leibarzt des sächsischen Herrscherhauses und gefragter Arzt mit großer Privatpraxis sowie als Mitbegründer (1822) und Förderer der Gesellschaft Deutscher Naturforscher Ärzte (GDNÄ) und XIII. Präsident der Naturforscherakademie Leopoldina (Amtszeit 1862–1869) ein wichtiger Repräsentant der Medizin seiner Zeit. Mit seinen Analysen der Psyche (vor allem zur Bedeutung des Unbewussten) gehört Carus zu den Vorläufern der modernen Psychologie. Als begeisterter Goetheverehrer versuchte er in Hinblick auf die eigenen Lebensziele und seine Lebensgestaltung\, diesem Vorbild weitgehend nachzufolgen. Darüber hinaus beschäftigte sich Carus mit philosophischen Fragen und hinterließ ein umfassendes schriftstellerisches Werk (u. a. eine umfangreiche Autobiographie). Seine Vielseitigkeit spiegelt sich auch in – heute durchaus als problematisch angesehenen – Vorstellungen und Herangehensweisen (z. B. in seiner Cranioskopie und in der Behandlung der Menschenrassen) wider. Noch zu Lebzeiten geriet Carus mit seinen (nach-) romantischen Auffassungen in Widerspruch zur tonangebenden wissenschaftlichen und künstlerischen Elite. Wie das künstlerische Œuvre von Caspar David Friedrich fiel auch das Werk und Wirken von Carus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr dem Vergessen anheim. Nach 1900 wurde mit der Renaissance der romantischen Malerei Friedrichs zunächst auch das künstlerische Werk von Carus wiederentdeckt und schließlich auch sein wissenschaftliches und ärztliches Wirken erneut erschlossen. Dabei zeichnen sich verschiedene Perioden und problematische Aspekte der Aneignung zu unterschiedlichen Zeiten ab (1920er Jahre\, NS-Zeit\, DDR-Zeit\, bundesdeutsche „Gegenwart“). Ein sich wandelnder Umgang mit Tradition zeigt sich einerseits am nunmehr eher unkritischen Hype um Caspar David Friedrich und andererseits einer immer mehr nur auf die problematischen Aspekte verengten Auseinandersetzung mit dem Werk von Carus. Missverständnisse und ein unreflektierter Zugang zur Wissenschaftsgeschichte bzw. Instrumentalisierungen moralischer Werturteile spielen dabei eine entscheidende Rolle und müssen dringend hinterfragt werden. \nVita: \nMichael Kaasch ist Biologe (1989 Dr. rer. nat. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale)\, Biologiehistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Schriften der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Biologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts\, die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Publizistik\, die wissenschaftliche Biographik und die Historie Gelehrter Gesellschaften und wissenschaftlicher Akademien. 2024 erhielt er den Ilse-Jahn-Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie. Er ist seit 2020 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. und stellvertretender Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nZeit: 10 bis 13 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63529869060?pwd=aSTwAMD5KWm508dVb0wyAaCvotouFF.1\nMeeting-ID: 635 2986 9060 \nMit der Sitzung ehrt die Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät ihr Mitglied Heinz Kautzleben zum 90. Geburtstages mit Vorträgen zur Thematik \nAktuelle Missionen der Satellitengeodäsie und Satellitenmessmethoden  \nIn der Klassensitzung werden folgende vier Vorträge gehalten: \n\nReinhard Rummel: Begegnungen mit dem Geowissenschaftler Heinz Kautzleben\nRoland Pail: Die zukünftigen Schwerefeldmissionen von NASA\, ESA und dem DLR/GFZ\nJürgen Müller: Quantensensoren auf Satelliten\nHarald Schuh: ESA’s GENESIS Mission – wissenschaftliche Notwendigkeit und gesellschaftliche Relevanz\n\nMaterial zur Klassensitzung
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt zu ihrer Klassensitzung am am 12. 06.2025\, 10-12 Uhr im Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e. V. („Bürgerstübchen“)\, Hultschiner Damm 94\, 12623 Berlin (Eingang vom Erich-Baron-Weg) sowie online via Zoom: \nhttps://us06web.zoom.us/j/86825249867?pwd=rnnp1UcUUbt4VRY8TTHag95m5LOyej.1 \nMeeting-ID: 868 2524 9867\nKenncode: 069468 \n\n  \nVortrag von \nJürgen Hofmann (MLS)\nThema: \nMarie Pinder. Beobachtungen im Revolutionsjahr 1848/49\nAbstract: \nWeibliche Blicke auf die die Revolution von 1848/49 – einem Schlüsselereignis des 19. Jahrhunderts – sind in der Flut der überlieferten Erinnerungsliteratur rar gesät. Umso mehr Aufmerksamkeit gebührt den Aufzeichnungen von Marie Pinder\, einer Zeitzeugin dieser Ereignisse. Der Gattin des Breslauer Oberbürgermeisters und schlesischen Oberpräsidenten waren die Straßenaufzüge und Krawalle zwar suspekt\, den Hoffnungen auf Reformen und politische Veränderungen galt dennoch ihre Empathie. Ihre gesellschaftliche Stellung ermöglichte ihr Kontakte und Einblicke in die unterschiedlichsten politischen und intellektuellen Kreise. Der Bekannten- und Freundeskreis reichte bis in die Reihen der demokratischen Bewegung. Das nie veröffentlichte Manuskript zeichnet sich durch analytische Klarheit und Urteilsvermögen aus. Im folgenden Lebensabschnitt versuchte sich Marie Pinder erfolgreich als Schriftstellerin. Der Vortrag rekonstruiert ihre Biografie und gibt Einblicke in ihre Aufzeichnungen aus dem Revolutionsjahr 1848/49. Er gehört zu den Ergebnissen der Forschungen des Arbeitskreises Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung in der Leibniz-Sozietät\, der kürzlich den Band 7 der Buchreihe „Akteure eines Umbruchs“ vorlegen konnte. \nCV: \nJürgen Hofmann\, Prof. Dr. sc. phil.\, Historiker\, Hochschulreife an der Arbeiter-und Bauern-Fakultät\, Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig\, von 1970 bis 1990 wissenschaftlicher Assistent sowie Dozent am Institut (der späteren Akademie) für Gesellschaftswissenschaften in Berlin\, 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann 1848\, 1983 Promotion B (= Habilitation) mit Studien zur nationalen Politik der SED\, 1989 Berufung zum Professor\, 1991-94 Untersuchungen zum Identitätswandel in Ostdeutschland für die Kommission zur Untersuchung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW)\, danach Arbeit an Studienbriefen zur Geschichte Preußens für die Fernuniversität Hagen sowie verschiedene Projekte zur Landes- und Regionalgeschichte Berlins\, Mitarbeit im Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung der Leibniz-Sozietät\, seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Mitglied des Kuratoriums der ITH (International Conference of Labour and Social History) in Wien und des Kuratoriums für den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain\, Herausgeber und Autor mehrerer Monografien und zahlreicher Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften.
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DESCRIPTION:Biesdorfer Medizinische Gespräche \n(Leibniz-Sozietät gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und Schloss Biesdorf) \nSabine Schleiermacher (Charité Berlin) \nDie Transformation des DDR-Gesundheitswesens: historische Voraussetzungen\, Akteure und Interessen \nZeit: 17.00 bis 19.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf \nEinladung und Programm-Flyer (pdf)
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DESCRIPTION:Jahrestagung\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nEntstehung\, Wandel und Obsoleszenz von Konzepten und Methoden in Wissenschaft und Forschung\n21. Mai 2025 \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \naußerdem hybrid \n10-18 Uhr \nMaterial zur Jahrestagung \n  \n10.00 ‒ 10.15\nEinführung: Ziele der Jahrestagung\nGerda Haßler (MLS)\, Ekkehard Höxtermann (MLS) \n10.15 ‒ 10.45\nDie Geschichte des Blutes und der Blutgerinnung\nViktoria Weber (MLS) \n11.15 ‒ 11.45\nVon der Phlogiston-Lehre zur Sauerstofftheorie der Verbrennung\nDetlev Möller (MLS) \n10.45 ‒ 11.15\nDie stufenweise Entstehung wissenschaftlicher Disziplinen am Beispiel der Biochemie\nEkkehard Höxtermann (MLS) \n11.45 ‒ 12.15\nInterdisziplinäre Verwendung und Transfer ökonomischer Termini\nUlrich Busch (MLS) \n12.15 ‒ 12.45\nDie Ideologen im Frankreich des 19. Jh.: Vergessen\, Obsolenz oder stilles Überleben? Drei Lesarten zur Geschichte einer wissenschaftlichen Schule\nDorothée Röseberg (MLS) \n12.45 ‒ 14.00 Mittagspause \n14.00 ‒ 14.30\nGedanken zur Entstehung der Evolutionären Synthese (Synthetische Evolutionstheorie) in Bezug auf ihren „verlorenen Architekten“ William F. Reinig (1904–1980)\nAndreas Wessel \n14.30 ‒ 15.00\nDie Auswirkungen von Hevner et al.’s Design Science auf die Entwicklung von Informationssystemen\nChristian Stary (MLS) \n15.00 ‒ 15.30\nWhat can we know? Epistemological reflections on the circulation of knowledge and its historiography\nWim Coudenys (MLS) \n15.30 ‒ 16.00\nInnovation und Vergessen durch einen Referenztext. Die Rolle des Cours de linguistique générale (1916) von Saussure in der Geschichte der Sprachwissenschaft und im Linguistic Turn\nGerda Haßler (MLS) \n16.00 ‒ 16.30\nVon der „Social Epistemology“ zur „Cognition in the Wild“. Transdisziplinäre Wanderungen erkenntnistheoretischer Konzepte\nHans-Christoph Hobohm (MLS) \n16.30 ‒ 17.00\nVerlorenes Wissen aus historischer Perspektive: Über das Nachdenken zum Wissensverlust vor dem 20. Jahrhundert\nToon Van Hal (MLS) \n17.00\nAbschlussdiskussion \n 
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DESCRIPTION:Stephan Lehnstaedt (MLS) \nJüdischer Widerstand gegen den Holocaust – Herausforderungen der Historiographie\nAbstract: \n\nAngesichts von etwa sechs Millionen Menschen\, die in Europa zwischen 1939 und 1945 im Holocaust starben\, die von Deutschen und ihren Helfern erschossen\, vergast oder auf andere Weise umgebracht wurden\, entstehen nur allzu leicht Vorstellungen einer überwältigenden\, unausweichlichen Totalität des Genozids. Der Blick auf die Täter und ihre Gewaltpraktiken verstärkt zusätzlich den Eindruck paralysierter Opfer\, die lediglich Objekte in den Händen der Mörder darstellten.  Es ist der Mythos angeblicher jüdischer Passivität\, der bis in biblische Zeiten zurückreicht: Sie waren wie Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank. \nDabei belegen unzählige Berichte die Aktivitäten der Verfolgten\, und nicht zuletzt bezeugen die Überlebenden den unbedingten Willen und die Fähigkeit\, die eigene Existenz selbst unter den desaströsen Bedingungen der deutschen Vernichtungsmaschinerie zu behaupten. Die entscheidende Frage ist\, wie diese Geschichte zu schreiben ist: Nach 1945 war es die Orientierung am augenfälligen – männlichen – Heldentum\, die zum Leitmotiv der Geschichtsschreibung über und zur Erinnerung an jüdischen Widerstand wurde. Dazu kamen nationale bzw. geographisch beschränkte Perspektiven und die Verengung auf bewaffneten Kampf als „eigentlichem“ Widerstand. \nDer Vortrag untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen\, eine europäische und integrierende Perspektive des jüdischen Widerstands zu schreiben. \n\n\nCV \nStephan Lehnstaedt\, Dr. phil. habil.\, (2008 LMU München\, 2016 TU Chemnitz) ist seit 2016 Professor für Holocaust-Studien an der Touro University\, Campus Berlin. Zuvor er hat an der LMU München\, der HU Berlin und der London School of Economics gelehrt und war 2010 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. 2024 wurde er in die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gewählt. Er ist außerdem Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten u.a. der Stiftung Flucht\, Vertreibung\, Versöhnung (Vorsitzender)\, der Zeitschrift Przegłąd Zachodni sowie der Jury des Wissenschaftlichen Förderpreises des Botschafters der Republik Polen in Berlin. \nLehnstaedt beschäftigt sich mit Imperialismus\, der Geschichte der zwei Weltkriege\, dem Holocaust und dessen Wiedergutmachung. Aktuell erarbeitet er gemeinsam mit Paweł Machcewicz von der Polnischen Akademie der Wissenschaften ein „Handbuch Polen unter Besatzung“ und leitet ein Projekt\, das in fünf Ländern die Erfahrungsgeschichte der „Wiedergutmachung“ untersucht. \nZu mehr als hundert Aufsätzen und 15 Sammelbänden kommen bislang sieben Monographien\, zuletzt „Der Warschauer Aufstand 1944“ (Ditzingen: Philipp Reclam jun. 2024) sowie „Bełżec\, Sobibór\, Treblinka und die Aktion Reinhardt“ (München: C.H. Beck\, 2017 / 3. Auflage 2023 – Polnisch 2018\, Französisch und Niederländisch 2020). Anfang 2025 erscheint im Beck-Verlag seine neue Studie „Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust“. \nAn der Touro University unterrichtet Lehnstaedt im Masterstudiengang „Holocaust Studies / Jewish Studies“ und kuratiert mit seinen Studierenden regelmäßig Ausstellungen. Die mit der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und der Wiener Library London erarbeitete Ausstellung „Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“ wurde u.a. von den Vereinten Nationen in New York gezeigt. \nLehnstaedt war 2008 bis 2010 Gutachter in Sozialgerichtsprozessen zu den sogenannten Ghettorenten und wurde 2012 im Bundestag dazu gehört. Er engagiert sich öffentlich zu aktuellen Themen der deutschen Gedenkkultur sowie zur polnischen Geschichte\, u.a. bei zwei weiteren Anhörungen im Bundestag 2017 und 2022. In Polen wurde mehrfach für seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung ausgezeichnet\, u.a. mit der Anielewicz-Medaille vom Verband der Holocaust-Überlebenden oder dem Orden „Za Wybitne Zasługi“ des Verbands der Kombattanten und früheren politischen Gefangenen. \n  \n 
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SUMMARY:Geschäftssitzung (nicht öffentlich)
DESCRIPTION:Der 2. Teil der Geschäftssitzung findet nach der Plenarveranstaltung statt.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Bitte beachten\, dass der Vortrag nicht im Rathaus Friedrichshagen\, sondern ausnahmsweise an der Technischen Universität Berlin stattfindet! \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: TU Berlin\, Campus Charlottenburg\, Straße des 17. Juni 135\, 10623 Berlin\, Raum H 3005 \nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61564751459?pwd=3rbLhehsnbMS6GYqGvUzyWxbr4ZmDy.1 \nMeeting-ID: 615 6475 1459 \n  \nProf. Dr. Irina Engelhardt (TU Berlin) \nSpreeWasser:N: Dürrefrühwarnung und integriertes Wasserressourcen-Management für eine langfristige Wassersicherheit in der Region Berlin-Brandenburg \nGrafik: © I. Engelhardt\nAbstract: \nIm Rahmen der Forschungstätigkeiten im Bereich Hydrogeologie der TU Berlin zeigt sich immer deutlicher die große Diskrepanz zwischen einerseits der natürlichen Erneuerung unserer Grundwasserressourcen und andererseits einem ansteigenden Bedarf an der Bereitstellung von Trink- und Brauchwasser in ausreichender Qualität und Quantität. Diese Schere wird sich im Kontext Klimawandel – wirtschaftliche Entwicklung – Braunkohleaussteig in der Region Berlin-Brandenburg noch weiter öffnen. Neben relativ einfach und schnell umsetzbaren Maßnahmen\, wie Reduktion des Wasserverbrauchs\, Waldumbau oder verbesserte Grauwassernutzung\, wird es voraussichtlich noch deutliche stärkerer\, d.h. effizienterer\, Methoden bedürfen\, um eine langfristige Trinkwassersicherheit zu gewährleisten. Eine zukunftsfähige wasserwirtschaftliche Maßnahme ist die künstliche Grundwasseranreicherung\, die in Ländern mit Wasserknappheit schon lange etabliert ist: Überschusswasser (Hochwasserwellen\, Starkregen\, aber auch gereinigtes Abwasser) kann in den tiefen Untergrund eingespeist werden und zu einem späteren Zeitpunkt\, z.B. während Trockenzeiten\, und an einem anderen Ort\, d.h. einige Kilometer weiter im Abstrom\, dann zur Entnahme aus dem Grundwasser für u.a. Brauchwasser der Industrie und Landwirtschaft zur Verfügung stehen. Diese Maßnahme benötigt umfangreiches ingenieurtechnisches Wissen bei der Umsetzung\, ein hochaufgelöstes Monitoring zur Überwachung der Wasserqualität und der Wasserpfade sowie ein Umdenken bei der Genehmigung durch die zuständigen Behörden in der Anwendung des Wasserrechts und auch moderne Steuerungsinstrumente zur Akzeptanzsteigerung bei den Wassernutzern. \nVita: \nIrina Engelhardt studierte Geologie an der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ihre Diplomarbeit wurde mit dem 1. Platz des Forschungspreises der Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt ausgezeichnet. Von 1999 bis 2003 war sie bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover tätig. 2004 promovierte sie am Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Nach fünf Jahren Consulting-Tätigkeit im Bereich Geothermie\, Endlagerung und Wasserwirtschaft war sie von 2007 bis 2012 Wissenschaftliche Assistentin an der Technischen Universität Darmstadt\, wo sie 2014 ihre Habilitation abschloss. Von 2012 bis 2015 war Irina Engelhardt als Wissenschaftlerin am Forschungszentrum Jülich tätig. 2015 folgte sie dem Ruf der Technischen Universität Freiberg auf eine W3 Professur für Hydrogeologie und Hydrochemie als erste Professorin der Geowissenschaften seit Bestehen der Universität. 2017 wechselte sie an die Technische Universität Berlin auf den Lehrstuhl für Hydrogeologie. Irina Engelhardt forschte im Lawrence Berkeley National Laboratory der University of California (USA) und in der Commonwealth Scientific Research Organization in Perth (Australien). Seit 2021 ist sie Leiterin der Programmgruppe Hydrological Sciences der General Assembly der European Geosciences Union. Sie war Koordinatorin des mit 2.6 Mio. € vom BMBF geförderten Verbundprojektes MedWater zum Wassermanagement und zur Erhöhung der Resilienz gegenüber Dürren in Karbontagrundwasserleitern im Mittelmeerraum. Sie ist seit 2022 Koordinatorin von SpreeWasser:N zum Wassermanagement in Berlin-Brandenburg\, ein Projekt\, welches mit 3 Mio. € vom BMBF gefördert wird.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse Sozial und Geisteswissenschaften.\nDie Sitzung findet hybrid statt: im Rathaus Friedrichshagen und gleichzeitig übertragen via Zoom unter folgendem Link: \nhttps://us06web.zoom.us/j/89224478756?pwd=Qif1eeaasyK74z2iEJffvP92syAYO3.1\nKenncode: 981972 \n\n  \nVortrag: \nAndrea Komlosy (MLS) \nSteuert die Welt auf ein (eur)asiatisches Jahrhundert zu?\nEin historischer Rückblick soll klären\, in welchen Phase der Weltgeschichte Impulse und expansive Dynamiken aus dem transatlantischen Raum\, und in welchen Phasen sie aus dem eurasischen Raum kamen und die globalen Kompetenz-\, Konkurrenz- und Machtverhältnisse prägten. Dabei werden ökonomische\, soziale\, geopolitische\, militärische und kulturelle Entwicklungen beachtet. Ist die These einer asiatischen Überlegenheit berechtigt\, die im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts einer „Great Divergence“ Platz machte\, in deren Zuge sich westeuropäische\, dann auch nordamerikanische Staaten als Zentren und Gestaltungsmächte der Weltgesellschaft herauskristallisierten? In der zweiten Hälfte des 20. Jh. setzte ein Wiedererstarken asiatischer Staaten ein. Besteht die Möglichkeit\, dass die erfolgreiche nachholende Entwicklung asiatischer Schwellenländer vor dem Hintergrund struktureller Krisen der westlichen Welt in ein „asiatisches Jahrhundert“ mündet. Welche Chancen hat eine „multipolare Weltordnung“? \nVita: \na.o. Univ. Prof. Andrea Komlosy i. R. – Univ. Wien\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, 1010 Wien\, Universitätsring 1. E-Mail: andrea.komlosy@univie.ac.at \nStudium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022).\nDer Vortrag basiert auf Beiträgen in der Zeitschrift für Weltgeschichte 23 (1) mit dem Schwerpunkt „Eurasien zwischen neuem Westen und altem Osten“\, hg. Hans-Heinrich Nolte: https://www.ingentaconnect.com/content/plg/zfw/2022/00000023/00000001;jsessionid=1uglunml8uejv.x-ic-live-01 \n• Die \,\,langen Wellen“ der Konjunktur. Kondratieff-Zyklen gegen den eurozentrischen Strich gelesen\, in: ZWG 23.1.\, S. 49-78.\n• Eurasien in Herrschafts- und Entwicklungs-Konzepten\, in: ZWG 23.1. \, S. 137-150. \n 
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: \nIngolfur Blühdorn: Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Berlin: edition suhrkamp 2024 \nZeit: 25. 4. 2025 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 1.03.  \n„Wie eine Bombe“ könne das Buch in die Diskussion einschlagen\, so Peter Wagner in einer Rezension. Sieht man von der problematischen Metapher ab\, einen zentralen Punkt trifft der Rezensent. Blühdorn greift mit enormer Radikalität und argumentativer Wucht in die Debatten um Status und Entwicklung der Moderne ein. Kaum etwas wird verschont. Sein Memento gegen die „Wohlfühlliteratur“\, dass nämlich jedem Hoffen auf bzw. Appell an Transformation zunächst die Analyse der gesellschaftlichen Realität vorausgehen müsse (was selten geschehe)\, ist im Arbeitskreis zu teilen: Um die Transformationsfrage weiter zu verfolgen\, ist Zeitanalyse\, Zeitdiagnose erforderlich und hier thematisches Programm. \nBei Blühdorn aber steht die Absage an jegliche – nachhaltige\, ökoemanzipatorische – Transformation. Seine „dreifache Unhaltbarkeit“ gilt der krisenhaften neoliberalen Gesellschaft ebenso wie den gegen diese gerichteten kritischen Bewegungen und kritischer Wissenschaft. Sie alle gemeinsam werden zu Totengräbern; Transformationsfrage bzw. -perspektive verschwinden. Es geht auch nicht mehr um Reflexivwerden (Beck) bzw. Reparatur (Reckwitz) der Moderne\, sondern die nächste Gesellschaft ist eine andere Moderne – jenseits von Liberalismus\, Demokratie\, bürgerschaftlicher Mündigkeit\, universellen Menschenrechten\, befreit auch von diesbezüglichen Ansprüchen. So verliere diese Gesellschaft ihre Schrecken: wenn Demokratie kein Anspruch mehr ist\, dann gewöhnt man sich an Oligarchie und Autokratie. \nMit diesem gesellschaftheoretischen Zugriff werden viele der anregenden Analysen zu Umwelt\, Demokratie\, Digitalisierung\, globalen Trends etc. zugleich irritierend. Denn die Träume und Illusionen alternativer Bewegungen wie kritischer Wissenschaft sind zerstörerisch – weil die Analyse längst eine andere Gesellschaft zeigt: spätmoderne Gesellschaften haben sich von Nachhaltigkeit etc. verabschiedet! Insofern sind diesbezügliche (u.a.) Ansprüche bloße Ideologie. Sticht diese Logik? – Das ist sicher eine der Fragen für die Diskussion\, vielleicht sogar deren Achillesferse? \nDr. Frank Adler wird in diese Diskussion einführen. Eine einsteuernde Ausarbeitung von ihm wie ein Textauszug von Blühdorn können auf Anfrage verschickt werden. Weitere thematische Stellungnahmen des Autors finden sich im Netz bzw. auf youTube. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de \n 
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SUMMARY:Führung durch die Ausstellung Emil J. Gumbel
DESCRIPTION:Führung durch die Ausstellung\n „Emil J. Gumbel – Statistiker\, Pazifist\, Publizist. Im Kampf gegen Extreme und für die Weimarer Republik“\nin der Humboldt-Universität zu Berlin mit Prof. Dr. Annette Vogt (MLS) \nTermin: 23.04.2025 \nTreffpunkt: 13.00 Uhr am Helmholtz-Denkmal vor dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität\, Unter den Linden 6
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