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SUMMARY:Workshop und AutorINNen-Beratung zu „Transformation in aktueller und historischer Perspektive“
DESCRIPTION:Der Workshop steht unter der thematischen Perspektive  \n„Transformation – state oft the art und neue Herausforderungen“ \nHinter einer gleichsam inflationären Transformationsdebatte steht zugleich unstrittig der Befund\, dass sich unter dem theoretischen Ansatz „Transformation“\, wie er in den letzten mehr als zwei Jahrzehnten in unterschiedlichen Disziplinen und häufig ebenso unterschiedlich entwickelt wurde\, ein enormer Fundus an Konzepten und Analysen nachweisen lässt. Versuche der Auswertung und Systematisierung sind überaus kompliziert\, sie sind aber ebenso gefragt und wichtig. Mit der für dieses Diskussionsverfahren leitenden Absicht\, Zugänge zur Transformationsdebatte aus dem Arbeitskreis und darüber hinaus zu versammeln\, sind solche Systematisierungen ein wichtiger und übergreifender Beitrag. Anschließend an einige schon erfolgte Diskussionen wird dieser Workshops deshalb hierzu vor allem aus komparativer Perspektive beitragen. \nMit Systematisierung und einer Verständigung über Ertrag wie state of the art der Transformationsdebatte ergibt sich zugleich die Frage\, was davon möglicherweise im aktuellen Kontext besondere Relevanz besitzt\, was aber evtl. neu (schärfer\, anders) zu justieren ist\, um Transformation zu einem starken und eigenständigen Erklärungsansatz sozialen Wandels zu machen. Auch hier lässt sich an schon geführte Diskussionen anschließen und soll der Workshop in einem zweiten Teil die Frage aufgreifen\, wie Einstieg und Veränderungsdynamik einer sozial-ökologischen Transformation sich konzeptualisieren lassen. Denn mit diesen Fragen sind\, als Beispiel\, einige der neuen oder zeitgemäßen Herausforderungen der Transformationsdebatte benannt. \nProgramm und Einladung:\n10.00 – 13.30: Offener Workshop (Ablauf) \n10.00-10.10: Kurze Begrüßung\, Einführung \nTeil I: \n10.10 – 10.50: Prof. Raj Kollmorgen (Hochschule Görlitz-Zittau): Überblick zu Debatte und Konzepten aus komparativer Perspektive \n10.50- 11.00: Prof. Michael Brie (Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin): Information zu einem aktuellen Buchprojekt (Perspektiven einer doppelten Transformation) \n11.00 – 11.45: Diskussion \nTeil II: \n12.00 – 12.35: Dr. Michael Thomas (BISS e.V.): Die Grenzen großer Theorien und die Perspektive kleiner Einstiege in die Transformation \n12.35 – 12.50: Dr. Rainer Land (Thünen-Institut): Die zu erklärende Frage der Selbstveränderung moderner Gesellschaften \n12.50 – 13.30: Diskussion \nIm Anschluss findet nach einer Mittagspause (ab 14.15 bis ca. 16.00) die Beratung zum Buchprojekt statt. \nWeitere Fragen bitte an Michael Thomas: thomas@biss-online.de; 030 4229108
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SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 10. April 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nMartin Hundt (MLS) \nWie und zu welchem Ende studierte Marx Geologie?\n13:30 bis 15:30 Uhr\,  Ort: BVV-Saal \n  \n  \nC.V.:\nProf. Hundt ist Historiker und Editor sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1995. Nach dem Studium der Journalistik an der Universität Leipzig war er von 1954 bis 1962 tätig als Redakteur in Karl-Marx-Stadt und Berlin (Studentenzeitung forum). Von 1963 bis 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marxismusmus-Leninismus (IML) Berlin\, wo er an der historisch-kritischen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) mitarbeitete und zum Mitherausgeber von „Der Bund der Kommunisten. Dokumente und Materialien 1836-1852“ (3 Bde.\, Berlin 1970-1984) wurde. Außerdem gehörte er von 1979 bis 1991 dem Redaktionskollegium des Marx-Engels-Jahrbuchs an. Alle 3 Projekte bearbeitete er gemeinsam mit Mitarbeitern des IML Moskau. 1990 wurde er für vier Jahre Mitglied der Redaktionskommission der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam (IMES). Seit 1995 betreibt er Forschungen zum Junghegelianismus. \nAbstract:\nAusgehend vom kürzlich erschienenen Bd. IV/27 der Historisch-kritischen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) mit der Erstveröffentlichung von Marx’ geologischen Exzerpten von 1878 wird sein lebenslanges Verhältnis zu den Naturwissenschaften und speziell zu geologischen Problemen skizziert und davon abgeleitet die Wahl des zentralen Begriffs “Gesellschaftsformationen” dargelegt sowie dessen verschiedentliche Verwendung erläutert. Auf die Befassung der Sozietät seit Leibniz mit geologischen Fragen sowie deren weltanschauliche Dimension wird kurz eingegangen.\nDem Hinweis von Prof. Anneliese Griese\, leitende Bearbeiterin des Bandes IV/27\, wird nachgegangen\, dass die Marxsche Beschäftigung mit den Naturwissenschaften Rückwirkungen auf dessen gesamte Forschungsmethode hatte. Damit sind Grundfragen der Auffassungen von Marx\, speziell seines Wissenschaftsverständnisses\, berührt\, die im 20. Jahrhundert unter dogmatischen Fragestellungen untergingen.
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 10. April 2014 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nPD Dr. Hartmut Hecht: \n300 Jahre Monadologie – die Zeit\, Leibniz zu verstehen\, ist gekommen\n\n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal \nC.V.:\nDr. Hecht ist Philosoph und hat an der Humboldt-Universität zu Berlin auch Physik studiert. Er lehrte Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität. In der Leibniz-Edition und -Forschung ist er seit 1984 tätig; institutionell verankert zunächst an der Akademie der Wissenschaften der DDR und später bei der Potsdamer Arbeitsstelle der Leibniz-Edition der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. An dieser Akademie wurde im Jahre 2001 eine neue Arbeitsstelle zur Edition der naturwissenschaftlichen\, medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz im Rahmen der Akademie-Ausgabe geschaffen. Hartmut Hecht war von 2001 bis zu seinem Ausscheiden aus der Akademie 2013 der Leiter dieses internationalen und interdisziplinären Projektes. Er hat sich in dieser Zeit insbesondere für die Nutzung der elektronischen Medien in der editorischen Praxis eingesetzt und ein Editionskonzept auf den Weg gebracht\, bei dem sich Druck und Internetedition als komplementäre Seiten der Quellenerschließung und -präsentation wechselseitig ergänzen. Die Internetedition ist unter der Adresse http://leibnizviii.bbaw.de online erreichbar. \nAbstract:\n Das Thema des Vortrags wurde durch neu erschlossene Quellen aus dem Leibniz-Nachlass angeregt\, die es erstmals möglich machen\, den Stellenwert der naturwissenschaftlichen Schriften für das Leibnizsche System zu bestimmen. Leibniz präsentiert sich darin als eigenständiger Kopf im Feld der Wissenschaften\, der nicht nur ein zum Newton’schen alternatives Physikkonzept entwickelt hat\, sondern – und nicht zuletzt – den Auswirkungen der modernen Erfahrungswissenschaften in der Metaphysik und gesellschaftlichen Praxis entscheidende Bedeutung beimaß. Es wird gezeigt\, dass Leibniz als einer der Stammväter des modernen wissenschaftlichen und philosophischen Denkens seine Problemstellungen so formulierte\, dass sie nicht nur von historischer Bedeutung sind. Dies wird anhand von aktuellen Diskussionen in der Quantenphysik (Stichwort Quanten-Teleportation) und der Neurowissenschaften diskutiert. Darüber hinaus wird auf Konsequenzen für die praktische Philosophie eingegangen. Leibniz verstehen bedeutet im Sinne des Vortrags\, ihn angeregt durch die Bedürfnisse der aktuellen Forschungslage neu zu entdecken\, d.h. schöpferisch mit einem Erbe umzugehen\, das unsere durch Wissenschaft und Technik gestützten Kulturen entschieden mitgeprägt hat. \n 
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 10. April 2014 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWerner Kriesel (MLS): \nAutomation und Kommunikation – Rückblick und Vorschau\n10:00 bis 12:00 Uhr\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kriesel ist Automatisierungstechniker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Regelungstechnik an der TH Magdeburg war er von 1965-1971 in der Automatisierungs-Großindustrie in Berlin mit Entwicklung und Projektierung von Automatisierungssystemen befasst; als Externer wurde er 1968 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. 1971-1979 war er Hochschuldozent für Regelungstechnik an der TH Magdeburg und dort von 1976–1979 Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Technische Kybernetik und Elektrotechnik. Die Habilitation erfolgte 1978 an der HUB; danach war er 1979-1995 ordentlicher Professor für Automatisierungstechnik an der TH Leipzig\, wo er 1981–1990 als Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Automatisierungsanlagen wirkte. Es folgte 1995–2006 eine Professur für Automatisierungstechnik in Merseburg. Seit 1994 leitet er das Steinbeis-Transferzentrum “Automatisierungs-\, Informations- und Elektrosysteme” Stuttgart/Leipzig (wo es u.a. um die Zertifizierung des Kommunikationssystems „AS-Interface“ geht).\nSeine mehr als 200 Publikationen konzentrieren sich auf Automatisierungsgeräte und -anlagen sowie auf industrielle Kommunikationstechnik. Aus seinem akademischen Umfeld sind 6 Professoren hervorgegangen. \nAbstract:\nDie Kybernetik ist seit den 1940er Jahren (Norbert Wiener\, MIT; Hermann Schmidt\, TH Berlin) und den 1960er Jahren (Georg Klaus\, Berlin) in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung deutlich gewachsen\, und sie ist keineswegs eine vorübergegangene Modeerscheinung. Die Technische Kybernetik hat als Automation und Kommunikation eine Breitenwirkung erlangt. Deren mehrfacher Generationswechsel sowie zukünftige Fortschritte werden als technikwissenschaftlicher Prozess gezeigt. Der Praxis liegt eine integrierende Wissenschafts­disziplin zugrunde (Leibniz\, Laplace\, Maxwell).\nDie Automation bis in die 1960er Jahre war durch Dominanz der Regelungstechnik gekennzeichnet. Die Unterscheidung von Regelung als geschlossener Kreis (feedback) und Steuerung als offene Kette ist über Jahrzehnte einem fundamentalen Irrtum unterlegen\, der zu korrigieren ist.\nDie Digitalisierung bewirkte ab 1975 eine neuartige Generation von Automatisierungssystemen mit dezentral verteilter Intelligenz\, deren Vernetzung durch digitale Bussysteme sowie eine Revolution der Mensch-Maschine-Kommunikation. Diese veränderten Systemstrukturen wurden vom Autor zusammen mit H. Töpfer (KM der AdW) und K. Fuchs-Kittowski (MLS) zu einem neuen Denkansatz für Automatisierungs-Strukturebenen verallgemeinert.\nDer Autor hat bereits 1979 ein Langzeit-Zukunftsmodell mit wiederum neuartigen Systemstrukturen vorgeschlagen: Einchip-Mikrorechner bewirken dezentrale Intelligenz innerhalb von direkt vernetzbaren Mess- und Stelleinrichtungen (embedded systems). Diese bis heute gültige Prognose zeigt allgemein\, dass nicht nur in den Naturwissenschaften\, sondern auch in den Technikwissenschaften Modelle mit hoher Extrapolationsfähigkeit möglich und nützlich sind. Weiterhin sind im Verhältnis zwischen Naturwissenschaften\, Technikwissenschaften und Philosophie Verschiebungen zu konstatieren.\nDas Lokale Netz (Local Area Network LAN) hat seit 1983 die Automation herausgefordert\, und im  Resultat wurde die „industrielle Kommunikation“ zu einem eigenständigen Feldbusnetz mit Mehrebenenstruktur entwickelt: Field Area Network FAN. Das bisherige LAN wurde zur  interdisziplinären Brücke zwischen Automatik und Informatik. Realisierungsschritte zum FAN werden am Beispiel des  Kommunikations­systems „AS-Interface“ gezeigt (Europa- und Weltnorm). Bisher wurden mehr als 100 Millionen Sensoren und Aktuatoren über dieses System vernetzt. Die weltweite Zertifizierung erfolgt in Leipzig unter Verantwortung des Autors.\nLeipzig als System-Erfahrungsträger verfolgt Vorlaufarbeiten\, die nur noch interdisziplinär und transdisziplinär zu erbringen sind (Uni Stuttgart\, Uni Rostock). Ein zu erwartender Innovationssprung dürfte zu einem erneuten Generations­wechsel in der industriellen Kommunikation führen (Paradigmenwechsel; Wechselwirkung zwischen Innovation und Nachhaltigkeit).\nDie weitere Zukunft der Automatisierung ist durch bereits bekannte Einflüsse getrieben: Vernetzung\, Internet der Dinge\, industrielle Echtzeit-Bildverarbeitung\, Cloud Computing\, Cyber-Physical Production Systems (CPPS) im Zukunftsmodell Industrie 4.0. Die Automation wird aber auch unkonventionelle Zukunftspotenziale aus der Biokybernetik nutzen\, z. B. für die Mensch-Maschine-Kommunikation auf Basis von Gedankensteuerung\, die zugleich eine industrielle Vorfeldforschung für Avatare der ersten Generation darstellt. Die 2045-Initiative als Zukunftsmodell umfasst vier Generationen von Avataren\, die als Orientierung für weitere Zukunftsschritte sehr interessant erscheinen (hierzu diskutieren H. E. und H. Hörz auch Aspekte des Transhumanismus).\nDie moderne Automation und Kommunikation führt auch zu zahlreichen sozialen Wirkungen\, worauf der Autor in seinem Vortrag im Juni-Plenum der Leibniz-Sozietät spezieller eingeht.
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ fürhrt seine Sitzung am 27. März 2014 durch. Es wird der Vortrag \nDietmar Linke (MLS): \n\nEinfachheit in der Chemie? – Lasst\, die ihr eintretet\, alle Hoffnung fahren! – Oder doch nicht ganz?\ngehalten und zur Diskussion gestellt. Die Sitzung ist öffentlich. \n10:30 bis 12:30 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, kleiner Saal \nC.V.:\nProf. Linke ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach Studium\, Promotion auf komplexchemischem und Habilitation auf glaschemischem Gebiet an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde er 1979 Dozent an der Humboldt-Universität zu Berlin\, 1982 Leiter der Abteilung „Keramische Werkstoffe“ am Zentralinstitut für Anorganische Chemie der AdW der DDR und 1984 Professor für anorganische Chemie ebenda. In den Jahren 1993 – 2005 war er an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus tätig\, ab 1995 als Lehrstuhlleiter für anorganische Chemie. Auch hier war sein Forschungs-Schwerpunkt die technische Keramik. Lehraufträge nahm er 2005 – 2007 in Cottbus wahr\, 2012 – Anfang 2014 auch an der Technischen Universität Berlin.\nSeit vielen Jahren pflegt er das Interesse für die Chemiegeschichte\, 2002 – 2009 sowie ab Ende 2013 auch gewählt zum stellvertretenden Vorsitzenden der Fachgruppe „Geschichte der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker. \nAbstract:\nDie Systeme\, für die sich die Chemie interessiert\, sind  – angesichts der etwa 20 Millionen bisher bekannter Substanzen – in der Regel komplexer und komplizierter als die der Physik. Deshalb ist der Chemiker – trotz aller Fortschritte der Quantenchemie – oft genötigt\, bei der Behandlung seiner Systeme auf qualitative Betrachtungsweisen und Regeln zurückzugreifen\, auf intuitive\, also einer klaren Definition unzugängliche Begriffe oder fiktive Größen (z. B. Aromatizität\, Substituenteneffekt\, Säure-Base-Konzept\, Chromophor\, Oxidationszahl\, formale Ladung)\, die bei problembewusster Handhabung dennoch wertvolle Hinweise für den Chemiker geben. Für ihn gehen die chemischen Reaktionen weiterhin vor allem einher mit Veränderungen der Elektronenhüllen der beteiligten Atome. Die Frage nach der “Einfachheit” in der Chemie ist auch deshalb nicht leicht zu beantworten\, da dieser Begriff selbst ähnlich unbestimmt ist wie manche chemietypischen Ausdrücke (Energie\, Stabilität\, Reaktivität\, Bindung\, Wertigkeit\, Ladung\, Teilchenradien)\, die erst nach präziser Eingrenzung der Begriffe einen heuristischen Wert bekommen.\nAuf jeden Fall “einfach” als Einstieg in die Welt der Chemie ist das zunächst zwar genial erdachte\, aber doch erst nur empirisch fundierte Periodensystem der Elemente\, das durch die Quantenmechanik nicht nur bestätigt wurde\, sondern auch sehr umfassende weitere Interpretationen erlaubte.\nSo einfach die Formulierung von Bruttoreaktionen mit den international verbindlichen Elementsymbolen ist\, so werden doch die zugehörigen Strukturdarstellungen besonders in der organischen und Biochemie umso komplizierter\, je “wahrer” sie die tatsächliche Anordnung der Elektronendichte und -dichteverteilung in der jeweiligen Substanz widerzuspiegeln versuchen.\n“Einfachheit” ist also der Chemie oft nur zu bescheinigen im Sinne einer bewusst in Kauf genommenen Simplifizierung der allzu komplexen Sachverhalte. Vielleicht sollte man auch als “Pragmatismus” benennen\, was die Chemie wissentlich auf an sich überholten oder aus Sicht der Physik unzulässig vereinfachten Prämissen ruhen lässt. – Zumindest für die Lehre wie auch für die Anwendbarkeit chemischer Kenntnisse in Nachbardisziplinen ist das eine Erleichterung und Vereinfachung\, auch wenn sie sicherlich der Geschwindigkeit des Erkenntnisfortschritts nicht gerade förderlich ist. \n 
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SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 13. März 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nRainer Zimmermann (MLS): \nAktuelle Implikationen der Naturphilosophien Schellings und Blochs\n13:30 bis 16:30 Uhr\,  Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Zimmermann ist Ethiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Physik und Mathematik an der TU und der FU Berlin sowie als DAAD-Stipendiat am Imperial College London (Promotion in Mathematik 1977) studierte er weiter Philosophie\, Geschichte und Literaturwissenschaften an der TU Berlin\, wo er 1988 in Philosophie promoviert wurde. 1995 wurde er zum Professor der Philosophie an der Fachhochschule München berufen. Die Habilitation in Naturphilosophie erfolgte 1998 an der Universität Kassel\, wo er anschließend bis 2009 Privatdozent war. Zu Studienaufenthalten und Gastprofessuren weilte er in Cambridge (GB)\, Bologna\, Salzburg\, Berlin\, León (Spanien) und Wien.\nSein Hauptforschungsgebiet ist die Ableitung der Ethik aus Metaphysik und Naturphilosophie\, unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftstheorie der Quantengravitation\, auch in Hinsicht auf die ontologischen und epistemologischen Konsequenzen der kognitiven Erfassung und linguistischen Modellierung der Welt\, vor allem durch Raumbegriffe\, Netzwerke und Systeme.\n2002 – 2010 war er Korrespondierendes Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften\, Kunst und Literatur\, Paris. Seit 2005 steht er in bilateraler und seit 2010 in trilateraler Kooperation mit den Universitäten Salzburg bzw. TU Wien sowie der Universität León (Spanien) zum Thema Systemtheorie. Außerdem ist er Vorsitzender des Vorstands und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Design Science\, München e.V. sowie Mitherausgeber der Schriftenreihe des Instituts\, Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Gesellschaften sowie deren Vorständen\, und seit 2011 gewähltes Mitglied der Internationalen Akademie für Kybernetik und Systemwissenschaften (iacys)\, Wien. 2012 war er an der Herausgabe des Bloch-Wörterbuches (Berlin) beteiligt. Seine Publikationsliste umfasst rd. 350 Titel. \nAbstract:\nEine interdisziplinäre Annäherung an die Philosophie heute – mit Blick auf den Erkenntnisstand in der Einzelwissenschaften – verändert den Philosophiebegriff selbst: Zum einen wird die Metaphysik entgegen der traditionellen Sichtweise als eine ultima philosophia ausgewiesen\, welche den Wissenschaften wesentlich nachgängig ist (Theunissen). Zum anderen systematisiert sie zugleich einen Begriff von der dialektisch vermittelten Totalität und stellt sich dadurch selbst als eine Wissenschaft vom Gesamtzusammenhang dar (Holz). Auf diese Weise gewinnen beide Seiten\, Philosophie einerseits und die Wissenschaften andererseits\, eine gemeinsame Erkenntnisebene\, auf welcher ihre jeweiligen Modelle denselben onto-epistemisch begründeten (Sandkühler) Status besitzen. Mithin ist es möglich\, die eine Seite durch die andere zu erhellen\, und die Philosophie eröffnet hierbei strukturelle Einsichten in welthafte Zusammenhänge mittels einer präzisen Fundamentalheuristik (Hogrebe)\, die an der kataleptischen Phantasie ausgerichtet ist. Somit ist es nicht nur angemessen\, die Ansätze Schellings und Blochs einer Neu-Interpretation zu unterziehen\, sondern darüber hinaus ist auch die explizite Berücksichtigung einzelwissenschaftlicher\, etwa physikalischer Einsichten mehr als geboten.  Dieser Umstand soll im einzelnen dargelegt und auf ästhetische wie ethische Konsequenzen hin untersucht werden.
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DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. März 2014 stattfindenden März-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Fritz Haug (MLS): \nSein und Zeit der Dialektik in der marxschen Kapitalismustheorie\n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal \n  \n  \nC.V.:\nProf. Haug ist Philosoph und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Von 1979 bis zum Ende des Wintersemesters 2000/01 hat er an der Freien Universität Berlin gelehrt. 1996 gründete er das Berliner Institut für kritische Theorie\, dessen wissenschaftlicher Leiter er bis heute ist. Er ist Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaft „Das Argument“ (1959)\, Initiator und Mitherausgeber der mit dem Wolfgang-Abendroth-Preis ausgezeichneten kritischen Ausgabe der „Gefängnishefte“ Antonio Gramscis in 10 Bänden\, und gibt in Zusammenarbeit mit mehr als 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt das auf 15 Bände angelegte Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus heraus. Bislang sind 8 Bände erschienen\, die international große Beachtung gefunden haben. 2013 wurde ihm von der dänischen Universität Roskilde in Würdigung seines Lebenswerks der Ehrendoktortitel verliehen. \nAbstract:\nWie in Haugs jüngstem Buch „Das Kapital lesen – aber wie?“\, dem Schlussband seiner Trilogie über das marxsche Hauptwerk\, geht es in dem Vortrag darum\, dem Wissenschaftler Marx bei der Arbeit „über die Schulter zu schauen“\, um ein nüchternes\, ebenso realitäts- wie praxistaugliches Verständnis der dialektischen Methode von Marx zu entwickeln. Motive von Antonio Gramscis Philosophie der Praxis aufgreifend\, wirft er einen neuen Blick auf den marxschen Gesetzesbegriff\, der überraschende Berührungspunkte mit dem Emergenzdenken heutiger Physiker aufweist.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 13. März 2014 stattfindenden März-Sitzung ein\, auf der – in Abänderung der bisher vorgesehenen Thematik – der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nProf. Dr. Heinz Kautzleben\, Mitglied der Leibniz-Sozietät: \nDer Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften der Leibniz-Sozietät – ein Bericht über sein Anliegen und seine Tätigkeit\nC.V.:\nProf. Kautzleben ist Sprecher des Arbeitskreises mit der Kurzbezeichnung GeoMUWA seit dessen Konstituierung als Arbeitsgremium der Leibniz-Sozietät im „Jahr der Geowissenschaften“ 2002. Ab 1952 hat er an der Universität Leipzig Geophysik studiert\, wo er auch promoviert wurde und sich habilitiert hat. Von 1957 bis 1991 war er in wissenschaftlichen Instituten der AdW der DDR forschend und forschungsleitend tätig. Er hat auf den Gebieten Geomagnetismus\, mathematische Geophysik\, geophysikalische Aspekte der Geodäsie\, Geowissenschaften und aerokosmische Fernerkundung gearbeitet. Direktor des Zentralinstitutes für Physik der Erde war er von 1973 bis 1988\, von 1989 bis 1990 Direktor des Institutes für Kosmosforschung\, zudem von 1983 bis 1990 Leiter des Forschungsbereiches Geo- und Kosmoswissenschaften der AdW. 1969 zum Professor für Geophysik an der Akademie ernannt\, wurde er 1979 zum Korrespondierenden\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften gewählt.\nVon Mitte der 1960er Jahre an hat er sich in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit engagiert. Von 1983 bis 1991 war er Mitglied im Exekutivkomitee der International Assoziation of Geodesy\, von 1975 bis 1990 Vizepräsident der Kommission der Akademien der Wissenschaften sozialistischer Länder für die multilaterale Zusammenarbeit zum komplexen Problem „Planetare geophysikalische Forschungen“. 1978 erhielt er den Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technik. 1985 wählte ihn die Ungarische Akademie der Wissenschaften zu ihrem Ehrenmitglied.\nSeit der Abwicklung der AdW der DDR beteiligt er sich aktiv daran\, dass die akademische Gelehrtengesellschaft in Berlin\, die 1700 als „Brandenburgische Societät der Wissenschaften“ gegründet wurde\, fortgeführt wird: 1993 als Gründungsmitglied des Vereins „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“\, fortan durch zahlreiche Beiträge zur wissenschaftlichen und organisatorischen Tätigkeit der Leibniz-Sozietät\, die ihm für sein vielseitiges Engagement 2008 die Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille verlieh. Sein besonderes Interesse gilt der Methodik und der Geschichte der Wissenschaften\, speziell der Geschichte der Gelehrtengesellschaft. \nAbstract:\nDer Arbeitskreis GeoMUWA basiert auf dem informellen Netzwerk\, an dem gegenwärtig (März 2014) rund 30 Mitglieder der Leibniz-Sozietät\, zwei Träger der Leibniz-Medaille der Leibniz-Sozietät und fünf Kandidaten für die Zuwahl zum Mitglied der Leibniz-Sozietät teilhaben. Sie alle sind renommierte Wissenschaftler und vertreten Fachgebiete\, die im ausführlichen Namen des Arbeitskreises aufgezählt werden und sämtlich dem großen Wissenschaftsgebiet „Geo- und Kosmoswissenschaften“ zugerechnet werden können.\nDas Anliegen des Arbeitskreises ist es\, in akademietypischer Weise dieses große Wissenschaftsgebiet zu fördern. Der Arbeitskreis konnte unmittelbar auf Erfahrungen zurückgreifen\, die zu Zeiten der AdW der DDR in der Klasse Geo- und Kosmoswissenschaften der Gelehrtengesellschaft gesammelt wurden. Die Förderung des Wissenschaftsgebietes in der Gelehrtengesellschaft mit dem Sitz in Berlin begann jedoch schon weit früher\, faktisch bereits bei deren Gründung in Persona durch Gottfried Wilhelm Leibniz. Sie lag von Anfang an im Interesse der Landesherren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Vortrag wird daran erinnert\, warum das so ist\, und es werden die großen Mitglieder der Gelehrtengesellschaft genannt\, die mit Leben und Werk als „Leuchttürme“ für die Förderung der relevanten Wissenschaften wirkten und weiter wirken. Sie begründeten die Traditionen und setzten die Maßstäbe\, denen der Arbeitskreis GeoMUWA in seiner Tätigkeit zu folgen sich bemüht.\nDer Vortrag bietet eine detaillierte Übersicht dieser Tätigkeit. Der Arbeitskreis hat seit seiner Konstituierung vor 12 Jahren rund 25 wissenschaftliche (ganztägige) Veranstaltungen durchgeführt. In ihnen wurden insgesamt über 350 Beiträge zu den verschiedenen Themen und Themenkomplexen vorgestellt. Beteiligt haben sich die fachlich zuständigen Mitglieder der Leibniz-Sozietät und stets zahlreiche sachkundige Gäste. Alle diese Veranstaltungen wirkten in der breiten Öffentlichkeit als „Wortmeldungen“ der Leibniz-Sozietät zu wissenschaftlich und gesellschaftlich höchst aktuellen Themen. Sie förderten die Beziehungen der Leibniz-Sozietät zur Science Community.
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet am 7.3. um 15.00 im Rathaus Tiergarten (Balkonsaal)\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin\, statt.\nDieser Termin ersetzt die ursprünglich für den 14.02.2014 geplante Veranstaltung! \nReferent: Prof. Ulrich Brand (Universität Wien) zu \nErfahrungen und Konsequenzen der Enquete-Kommission des Bundestages ‚Wachstum\, Wohlstand\, Lebensqualität‘. \nMit diesem Vortrag setzt der Arbeitskreis im übergreifenden Thema zu Fragen globaler Transformationsprozesse seine systematischen Auseinandersetzungen zu Wachstum und/oder Wachstumskritik fort. Die speziellen Einblicke in die umfangreiche Arbeit dieser Enquete-Kommission\, welche unser Gast durch seine Mitwirkung als Experte gewinnen konnte\, werden diesen Auseinandersetzungen einen weiteren und neuen Schub geben. \nBegleitende Texte: \nDaniela Kolbe und Ulrich Brand:\nDie Mehrheit hält Wachstum noch für entscheidend;\ndie Tageszeitung 11.04.2013 \nUklrich Brand:\nDie Wachstums-Enquete: Parlamentarische Sackgasse?\nBlätter für deutsche und internationale Politik 10/2012 \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWinfried Henke (MLS) \nDer Mensch als Primat – Evolutionsbiologische Aspekte der Menschwerdung\n13.30 bis 15.30 Uhr\nBerlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Henke ist Anthropologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Biologie\, Anthropologie\, Geowissenschaften sowie Pädagogik und Philosophie in Kiel und Braunschweig wurde er 1971 in Kiel zum Dr. rer. nat. promoviert und habilitierte sich 1990 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Seit 1971 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anthropologie der Mainzer Universität. Ab 1974 war er dort Akademischer Rat und Leiter der Verwaltung\, seit 1993 bis zur Pensionierung (2010) Akademischer Direktor. 1996 wurde er zum  apl. Professor ernannt.\nAuslandsforschungsaufenthalte führten ihn nach Island\, Israel\, Jordanien und den USA. An Universitäten in Athen\, Bordeaux\, Bilbao\, Brno\, Florenz\, Heraklion\, Madrid\, Komotini/Xanthi und Poznan nahm er Erasmusdozenturen wahr. Die National and Kapodistrian University of Athens verlieh ihm 2006 die Ehrendoktorwürde; 2007 nahm ihn die Leopoldina als Mitglied auf.\nSeine Forschungs- und Lehrgebiete sind Paläoanthropologie\, Primatologie\, Prähistorische Anthropologie\, Vergleichende Morphologie\, Systematik\, Demographie und Soziobiologie. Die Liste seiner Publikationen umfasst rd. 200 Originalarbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelbänden\, ca. 500 Rezensionen und die Coautorschaft mehrerer Standardwerke. \nAbstract:\nDie evolutionäre Anthropologie verfolgt das Ziel\, den Prozess der Menschwerdung als adaptive Entwicklung in der Primaten-Evolution zu verstehen. Im Vortrag geht es darum\, aus zwei wissenschaftlichen Blickwinkeln zu einem aktuellen biologischen Selbstverständnis des Menschen beizutragen:\neinerseits durch den Vergleich des Menschen mit dem weiten Spektrum rezenter Primaten (Die empirische Untersuchung der evolutiven Anpassungen rezenter Primaten lässt den ehemals angenommenen Sprung zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Primaten zunehmend geringer erscheinen und belegt ein Entwicklungskontinuum. Phylogenetische Entwicklungstrends verdeutlichten\, dass der Hominisationsprozess und speziell der Weg von der Natur in die Kultur {von der Bio- zur Tradigenese} unter gleichartigen biologischen Prinzipien erfolgte\, jedoch mit einer innerhalb der Primaten einzigartigen Dynamik abgelaufen ist.);\nandererseits durch die Analyse und Interpretation von Hominidenfossilien (Vielfältige methodische Ansätze der vergleichenden Morphologie\, Archäometrie und Paläoökologie erlauben es\, den Menschwerdungsprozess in seinem raum-zeitlichen Gefüge modellhaft zu rekonstruieren und die ökologische Nische unserer Gattung zu kennzeichnen.)\nBeide Forschungsansätze\, der vergleichend-(rezent)primatologische und der fossilkundliche\, geben dichte Hinweise auf die einmaligen evolutionsbiologischen Bedingungen und Konstellationen für den Menschwerdungsprozess und tragen – aus der Sicht der Evolutionsbiologie – dazu bei\, tradierte Konflikte zwischen Naturalisten und Kulturalisten zu überwinden.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Februar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nElmar Altvater (MLS):  \nDie politische Regulierung von Erdsystemen im Anthropozän\n10.00 bis 12.00 Uhr\nBerlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Altvater ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1998. Bis 2004 arbeitete er am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin auf den Gebieten der Internationalen Politischen Ökonomie. Er ist Associated Fellow des Institute for International Political Economy an der Hochschule für Recht und Wirtschaft\, Berlin\, und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von ATTAC. Gemeinsam mit Birgit Mahnkopf hat er das Buch “Grenzen der Globalisierung. Politik\, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft” verfasst (2007 in 7. Auflage)\, das Buch “Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” (2011 in 7. Aufl.); auch viele Aufsätze zu unterschiedlichen Fragen der Globalisierung\, der Finanz- und Eurokrise und der ökologischen Krise entstammen seiner Feder. \nAbstract:\nSeit wenigen Jahren haben Naturwissenschaftler herausgefunden\, dass das biblische Wort “Macht Euch die Erde untertan” Wirklichkeit geworden ist. Die Spuren menschlicher Aktivitäten lassen sich in den Sedimenten der Erdkruste\, in den Ozeanen und vor allem in der Atmosphäre als konzentrierte CO2-Moleküle nachweisen. Die Folgen sind dramatisch\, insbesondere der Klimawandel. Sozialwissenschaftler müssen die Frage stellen\, erstens welche sozialen Prozesse es sind\, die diese Veränderungen an der Natur des Planeten Erde bewirken. Sind es “die Menschen”\, wie es die Bezeichnung des neuen Erdzeitalters als Anthropozän nahelegt\, oder sind es die Menschen in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen\, die sozial gestaltet und  politisch gesteuert sind? Wäre es vielleicht nicht angemessener\, das Anthropozän daher als kapitalistisch geformtes Erdzeitalter\, als “Kapitalozän” zu interpretieren?\nZweitens ist die Frage aufzuwerfen\, wie die negativen Folgen der Veränderungen von Erdsystemen politisch abgefangen werden können. Einige Naturwissenschaftler neigen zu “geo-engineering”\, dessen Gefahren abergewaltig sind und häufig in einem tradierten Technik-Optimismus unterschätzt werden. Die Ansätze von global governance sind im Rahmen der Klimapolitik bislang gescheitert. Sind möglicherweise die kleinen Lösungen von unten in “solidarischer Ökonomie”\, in genossenschaftlichen Formen eine Lösung? \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Februar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nFrank Spahn (Potsdam): \nPlanetare Ringe – natürliche dynamische “Laboratorien” im All\n10:00 bis 12:00 Uhr\,\nRathaus Tiergarten\, Raum 505 \nC.V.:\nProf. Spahn ist theoretischer Physiker. Nach dem Studium in Halle wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kosmosforschung der AdW der DDR in Berlin\, wo er 1988 promoviert wurde. Von 1989 bis 1991 arbeitete er am Zentralinstitut für Astrophysik der AdW in Potsdam\, danach weiter in der Max-Planck-Arbeitsgruppe „Nichtlineare Dynamik“ an der Universität Potsdam. Hier habilitierte er sich 1995\, wurde 1997 zum Privatdozenten berufen und erhielt 2006 eine außerplanmäßige Professur.\nIn dieser Zeit hat er zahlreiche Raumfahrt-Forschungsprojekte geleitet – teil gemeinsam mit Kollegen. Die Liste seiner Fachpublikationen umfasst z.Z. 73 Positionen\, mit drei weiteren hat er sich an der Popularisierung seines Forschungsgebiets beteiligt. Er gehört der American Astronomial Society und der American Association for the Advancement of Science an und erhielt als Mitglied des Cassini-CDA-Teams den NASA Group Achievement Award. \nAbstract:\nSeit ihrer Entdeckung durch Galileo Galilei im Jahr 1610 sind wir von Saturn mit seinen majestätischen Ringen fasziniert. Jedoch ist diese kosmische Zierde nicht das Alleinstellungsmerkmal dieses Planeten – nein\, alle vier Riesenplaneten unseres Sonnensystems sind von Ringen aus Eis und Staub umgeben. Aber nicht nur die Schönheit dieser kleinsten kosmischen Scheiben erweckte das Interesse der Wissenschaftler\, sondern sie sind exemplarisch für ihre großen kosmischen Geschwister: Akkretionsscheiben um kompakte Sterne\, präplanetare Gas-Staubscheiben um junge Sterne (die Kinderstuben von Planeten) oder gar die gigantischen Galaxienscheiben. Viele Prozesse\, die die Physik planetarer Ringe bestimmen\, laufen – wenngleich auf viel größeren Zeit- und Längenskalen – auch in diesen zeitlich und räumlich weit entfernten kosmischen Scheiben ab. Von unschätzbarem Vorteil für uns ist aber\, dass wir planetare Ringe mit Raumsonden in situ über dynamisch relevante Zeitskalen (Orbitperioden um die 10 h) studieren und so mehr über die Physik aller kosmischen Scheiben lernen können.\n Dichte planetare Ringe sind granulare Gase im All – hauptsächlich bestehend aus Eisklumpen von Faust- bis hin zu Villagröße\, die häufig (ca. 10 – 20 mal) pro Orbit inelastisch miteinander kollidieren. Sie sind die flachsten uns bekannten Strukturen im Universum mit einem Aspektverhältnis von 10−7; d.h.\, bei einer vertikalen Ausdehnung (Dicke) von <10 m erstrecken sie sich ungefähr 105 km senkrecht dazu in lateraler Richtung – hervorgerufen durch eben jene dissipativen Stöße. Des Weiteren zeichnen sie sich durch eine komplexe Dynamik aus\, die u. a. zur Ausbildung von (dissipativen) Strukturen führt. „Rillen“\, Wellen verschiedenen Typs und z.B. auch sog. „Propeller“ bilden sich in diesen von gravitativen Störungen getriebenen Nichtgleichgewichtssystemen.\n Moderne Raummissionen\, wie gegenwärtig die Cassini-Raumsonde am Saturn\, entlocken den Ringsystemen ihre Geheimnisse und stellen somit theoretische Vorhersagen auf den Prüfstand.\n Am Beispiel der von Wolkenkratzer-großen Moonlets verursachten Propeller-Strukturen und deren Bedeutung sowohl für die Entstehung planetarer Ringe als auch der von Planeten allgemein wollen wir das aktuelle Spannungsfeld zwischen theoretischen Vorhersagen und Beobachtungen der Cassini-Raumsonde etwas näher vorstellen.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät (nichtöffentliche Veranstaltung)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ihre Mitglieder zur \n1. Jahresgeschäftssitzung des Jahres 2014\nals nichtöffentliche Sitzung am 23. Januzar 2014\, 13:00 – 16:00 Uhr nach Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal ein. \nDie Einladung geht den Mitgliedern gesondert zu.
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 23. Januar 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Küttler (MLS) \nDas Dilemma der Wertfreiheit der Wissenschaft bei Max Weber\n10.00 bis 12.00 Uhr Ort: BVV-Saal \n C.V.:\nProf. Küttler ist Historiker. Er wurde 1990 zum Korrespondierenden Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nVon 1974 bis 1991 leitete er den Wissenschaftsbereich „Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft“ am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR; bis zur Emeritierung 2001 war er Mitarbeiter am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Mehrere Bücher und zahlreiche andere Publikationen repräsentieren seine Arbeitsergebnisse auf den Gebieten Geschichtsmethodologie\, Historiographiegeschichte und Wissenschaftsgeschichte. \nAbstract:\nMax Webers (1864-1920) Prinzip einer zwar perspektivengebundenen\, dabei aber operativ wertfrei zu haltenden Wissenschaft fasziniert bis heute durch seine Postulate der Transparenz und Unabhängigkeit wissenschaftlicher Tätigkeit. Es soll jedoch nicht der absoluten Trennung\, sondern vielmehr der kritischen Regulierung der von ihm als unvermeidlich betrachteten Wechselbeziehung von weltanschaulicher Position\, Politik und Wissenschaft dienen\, eine Frage\, die gegenwärtig mehr denn je auch die Natur- und Technikwissenschaften angeht. Dabei impliziert das Wertfreiheits- und Wertbeziehungspostulat  durch die ambivalente Begründung einerseits im kognitiv unentscheidbaren Kampf der Werte und andererseits in der formalen Rationalität des internen Erkenntnisvorgangs zugleich das Dilemma seines Konzepts. Danach kann der Paxisbeitrag empirischer Wissenschaft jenseits zweckrationaler technischer Anwendungen in Bezug auf die Lebensqualität nur in empirischer Wertanalyse\, nicht aber in Urteilen über die Werte selbst bestehen. Dafür rekurriert Weber allein auf die subjektive Verantwortlichkeit der Akteure. Dadurch wird bei allen unbestreitbaren Vorzügen kritischer Distanz gegenüber Politik und Weltanschauung letztlich die Flanke zum “Dezisionismus”\, d.h. zur Beliebigkeit der Wertewahl und zum Relativismus in der Realitätsbeziehung geöffnet. Das betrifft gleichermaßen die Parteilichkeits-\, die Theorie – und die Sinnfrage von „Wissenschaft als Beruf.“ Bei einer kritischen Analyse kommt es daher vor allem auf die Kernfrage an\, wie die leitenden Wertperspektiven entstehen und  wie sie sich zur substanziellen Erkenntnisleistung der Wissenschaften bei der Lösung von zivilisatorischern Existenzfragen verhalten.
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SUMMARY:Geschäftssitzungen der Klassen (nichtöffentliche Veranstaltungen)
DESCRIPTION:Die Geschäftssitzungen der Klassen \nNaturwissenschaften und Technikwissenschaften\nsowie\nSozial- und Geisteswissenschaften \nfinden als nichtöffentliche Verranstaltungen am 23. Januar 2014  von 09:15 – 10:00 Uhr in den Räumen  BVV-Saal bzw. Balkon-Saal des Rathauses Tiergarten in Berlin statt. \nEinladungen und Tagesordnungen werden gesondert versandt.
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DESCRIPTION:Die Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften lädt ein zum \nBesuch des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst:\nFührung durch die neugestaltete Dauerausstellung und Diskussion mit dem Direktor Dr. Jörg Morré \nTermin:   22. Januar 2014\, 16 Uhr\nOrt:           Deutsch-Russiches Museum Berlin-Karlshorst\, Zwieseler Straße 4\, 10318 Berlin-Karlshorst
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse - Änderung
DESCRIPTION:Änderung\n\nAm 13. Dezember findet keine (!) Sitzung des Arbeitskreises “Gesellschaftsanalyse und Klassen” statt. \nÜber weitere Termine wird alsbald informiert.\nMichael Thomas\n  \n 
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SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 12. Dezember 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, das den folgenden Thema gewidmet ist: \n2. Kolloquium zu Aspekten der Energiewende: Energiespeichertechnologien – Notwendigkeiten\, Problemspektren\, wissenschaftlich-technische Entwicklungen und Perspektiven \n13.30 bis 15.30 Uhr Ort: BVV-Saal \n Abstract:\nDas hochgradig technisierte Deutschland absolviert mit seiner Energiewende eine einzigartige Bewährungsprobe mit beträchtlichen Risiken. Nur ein komplexes Verständnis und Vorgehen vermag die Qualität und Quantität der beabsichtigten tiefgreifenden strukturellen und funktionellen Transformation zu sichern\, deren substanziellen Kern die Energetik bildet.\nGegenwärtig dominieren kritische Debatten über die Ziele\, Mittel und faktische Erfolge sowie – meist gut begründete – Vorschläge für dringliche Korrektive.\nMit der Energiewende in Deutschland setzt die Energiepolitik als essentieller Teil einer nachhaltigen Gesellschaftspolitik verstärkt auf erneuerbare und sich erneuernde Energieträger. Diese Einkommensenergien fließen überwiegend periodisch\, intermittierend\, regulär und irregulär fluktuierend zu. Sie werden den berechenbar limitierten natürlichen Flüssen innerhalb des Geosystems und dessen Bewegung entnommen. Gemessen an den energietechnischen Anforderungen weisen diese Einkommensenergieträger zu niedrige Energiedichten und versorgungsgefährdende zeitliche Disproportionen zwischen dem ortsspezifischen Bedarf und den unmittelbaren Deckungsmöglichkeiten auf. Deshalb erlangen zentrale und dezentrale Netze sowie Speicher einen exponierten  Stellenwert im Energiesystem.\nDie Erforschung und Entwicklung leistungsfähiger und kostengünstiger Energiespeichertechniken  möglichst hoher Energiedichten bilden eine wesentliche Bedingung für die umfassendere und  effektivere Nutzung erneuerbarer Energieträger. Die Lösung dieses Problems ist mindestens gleichrangig mit dem Netzausbau. Selbst wenn perfekte Netze verfügbar wären\, werden Speicher als wichtige regelungstechnische Elemente benötigt. Aktuell lässt sich thermische Energie weitaus effizienter und kostengünstiger speichern als elektrische Energie.\nKriterien für die Auswahl aus der Vielfalt mechanischer\, thermischer\, elektrischer\, chemischer\, elektrochemischer\, … \, Speichertechniken sind grundsätzlich:\nSpeicherkapazitäten und –energiedichten\,\nSpeicherwirkungsgrade\,\nSpeicherdauern (Verweilzeiten)\,\nSpeicherbe- und –entladezeiten\,\nspezifische Speicherkosten und generell die\ngesellschaftliche Akzeptanz.\nGesellschaftliche Akzeptanz ist schwierig zu erlangen z.B. bei der Trassierung von Elektrizitätsleitungen\, der Errichtung von Pumpspeicherwerken\, der Auswahl und Verdichtung der Standorte für Windenergieanlagen\, der Einrichtung von Gasspeichern für synthetische Gase und Kohlendioxid sowie von adiabatischen Druckluftspeichern in unterirdischen Kavernen.\nProgramm \nAbstract \n 
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember  2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfdietrich Hartung (MLS): Wege des Erkennens – am Beispiel unseres  Wissens über Sprechen und Sprache \n10.00 bis 12.00 Uhr Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Hartung ist Sprachwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Nach dem Studium der Germanistik und Nordistik begann er 1955 seine Tätigkeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Dort war er bis 1969 Mitarbeiter der Arbeitsstelle Strukturelle Grammatik\, danach bis 1991 Leiter des Bereichs Sprachliche Kommunikation am Zentralinstitut für Sprachwissenschaften. 1992/93 arbeitete er am Institut für deutsche Sprache in Mannheim\, danach an einem DFG-Projekt mit. Zahlreiche Publikationen auf folgenden Gebieten: Syntax des Deutschen\, Grammatiktheorie\, Kommunikation und Gesellschaft\, Soziolinguistik\, Sprachnormen\, Gesprächsanalyse\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache und Kultur\, deutsch-deutsche Kommunikation. Mitarbeit an Wörterbüchern; (Mit-)Herausgabe mehrerer Zeitschriften; (Mit-)Veranstalter zahlreicher internationaler Tagungen\, zuletzt 2000 „Kulturen und ihre Sprachen. Die Wahrnehmung anders Sprechender und ihr Selbstverständnis“. Gegenwärtige Arbeits- und Interessengebiete: Sprache und Kultur\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache in der DDR. \nAbstract:\n Da (fast) jeder ohne größere Mühen mindestens eine Sprache so weit beherrscht\, dass er sie für seine Zwecke hinreichend effektiv verwenden kann\, mag die Frage nach den Wegen\, sie zu erkennen\, etwas in den Hintergrund rücken. Das ist aber deshalb erstaunlich\, weil Sprache – unsichtbar für uns – nur in den Köpfen von Individuen „lebt“; wahrnehmbar sind erst die Produkte dieses Lebens\, die „zwischen“ den Individuen\, also außerhalb von ihnen existieren und uns zu vielerlei Schlüssen über Individuelles und Überindividuelles anregen. Diese unvermeidlichen Übergänge werfen naturgemäß Fragen nach der Verlässlichkeit des Wahrgenommenen und der Brauchbarkeit des Gedachten auf\, sie berühren also wesentliche Fragen des Mensch-Seins\, die niemand umgehen sollte.\n Im 1. Teil des Vortrags wird ein Überblick über die sehr unterschiedlichen Arten der uns zur Verfügung stehenden Daten und über auf dieser Basis formulierbare Erkenntnisfragen gegeben.\n Im 2. Teil wird an drei Beispielen erläutert\, welche Probleme sich aus mangelnder Beachtung der divergierenden Existenzformen von Sprache ergeben können: Wo beginnt die Verschiedenheit von Sprachen? Was sind Bedeutungen „wirklich“? Wieweit lässt Sprachgebrauch auf verinnerlichte Verhaltensmuster schließen?\n Der 3. Teil des Vortrags widmet sich der Frage nach der Herkunft der Sprachfähigkeit des Menschen. Im Mittelpunkt steht ein Blick auf das Lebenswerk von Noam Chomsky\, auf seinen Begriff der im Kern angeborenen Language Faculty\, auf die Idee einer teilweise ähnlichen Science Forming Faculty sowie auf seine Unterscheidung von problems und mysteries\, die Schranken auch für die Erkennbarkeit der Sprache zulässt. Chomsky\, der am 7. Dezember seinen 85. Geburtstag begeht\, hat entscheidenden Anteil daran\, dass (natur)wissenschaftliches Denken in einige Bereiche der Linguistik Eingang fand\, und er hat wesentliche Anstöße für die aufkommenden Neurowissenschaften gegeben. Seine bisweilen auch polarisierende Wirkung hat die Fragilität eines verbreiteten Erkenntnis-Optimismus zumindest deutlich werden lassen. \n Im Augenblick werden Versuche\, die Sprachfähigkeit evolutionär zu erklären\, auf jeden Fall bevorzugt und sind dank der Verzweigtheit möglicher Erklärungswege auch zugänglicher. Von stichhaltigen Erkenntnissen sind auch sie jedoch noch weit entfernt.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember 2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nFritz Scholz (MLS): Wechselwirkungen von Oberflächen mit Sauerstoffradikalen — Möglichkeiten der gezielten Modifizierung und Charakterisierung von Elektrodenoberflächen\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Scholz ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der Promotion zum Dr. rer. nat (1982) und zum Dr. sc. nat. (1987) ebendort wurde er 1989 zum Dozenten und 1993 zum Professor berufen. Seit 1998 besetzt er die Professur für Analytische Chemie und Umweltchemie an der Universität Greifswald. Seine Hauptinteressen liegen auf den Gebieten Elektrochemische Analytik und Elektrochemie. Er hat 307 wissenschaftliche Publikationen\, darunter 16 Bücher als Autor bzw. Autor und Herausgeber. Unter den Buchpublikationen sei das „Electrochemical Dictionary“ hervorgehoben\, das 2012 in zweiter Auflage erschienen ist und zu den meistverkauften Springer-Publikationen gehört. 1997 hat er das Journal of Solid State Electrochemistry gegründet\, das er seitdem beim Springer-Verlag herausgibt. Er ist ebenfalls Herausgeber der Buchreihe „Monographs in Electrochemistry“ (bisher 9 Bände erschienen). Prof. Scholz unterhält umfangreiche internationale Kooperationsbeziehungen zu Wissenschaftlern in Australien\, Brasilien\, Chile\, China\, England\, Kroatien\, Mazedonien\, Mexiko\, Russland und Spanien. Neben den elektrochemischen Fachgebieten interessiert ihn auch die Geschichte der Naturwissenschaften\, und er arbeitet zur Zeit gemeinsam mit osteuropäischen Kollegen an einer Buchpublikation mit dem Titel „Electrochemistry in a Divided World“\, in dem die Schicksale osteuropäischer Elektrochemiker einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden sollen. \nAbstract:\nOH•-Radikale wechselwirken mit Metalloberflächen in sehr spezifischer Weise. Im Fall von Gold und Silber lösen sie Oberflächenunebenheiten auf\, sofern diese aus mechanischer Bearbeitung (Polieren) resultieren. Dabei werden auch die elektrokatalytischen Eigenschaften verändert. Bei Platin und Palladium werden diese Effekte nicht beobachtet. Die Behandlung einer Goldoberfläche mit OH•-Radikalen führt auch zu einer deutlichen Abnahme der Zahl an Keimbildungszentren für die Abscheidung von Platin. Aus diesen Untersuchungen lassen sich Schlüsse ziehen über die Natur der elektrokatalytischen und Keimbildungszentren auf den Oberflächen: Auf Gold und Silber sind dies wahrscheinlich teilweise oxidierte Oberflächenatome mit einer d9-Elektronenkonfiguration\, und sie sind auf der Oberfläche von Unebenheiten in der Form von „Nichtgleichgewichtsatomen/ionen“ lokalisiert.\nIm Fall von Glaskohlenstoff bewirken die OH•-Radikale eine Erosion der Oberfläche\, eine Aufrauhung und eine Verminderung der Keimbildungszentren für die Abscheidung von Silber.\nWenn man blockierende Arylschichten auf Gold und Glaskohlenstoff mit OH•-Radikalen angreift\, so kommt es zu einer kontinuierlichen Abtragung der Schicht auf Glaskohlenstoff\, während die Schicht auf Gold einer Lochkorrosion unterliegt.\nOH•-Radikale sind ein vielversprechendes Werkzeug zur Untersuchung der Eigenschaften von Oberflächen und auch für die gezielte Oberflächenmodifizierung.\nLiteratur:\nAn electrochemical system to detect free radicals and radical scavengers in solution: F. Scholz\, G. López de Lara González\, L. Machado de Carvalho\, M. Hilgemann\, Kh. Z. Brainina\, H. Kahlert\, R. S. Jack\, D. T. Minh: Angew. Chem. Int. Ed.  46 (2007) 8079-8081\nHydroxyl radicals attack metallic gold: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, M. Hermes\, F. Scholz: Angew. Chem. Int. Ed. 49 (2010) 1061-1063\nSelective knock-out of gold active sites: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, G. Sievers\, M. Donten\, Z. Stojek\, S. Fletcher\, F. Scholz: Angew. Chem. Int. Ed. 49 (2010) 3006-3009\nActivity changes of glassy carbon electrodes caused by their exposure to OH· radicals\nT. Rapecki\, A. M. Nowicka\, M. Donten\, F. Scholz\, Z. Stojek\nElectrochem. Commun. 12 (2010) 1531-1534\nThe treatment of Ag\, Pd\, Au and Pt electrodes with OH• radicals reveals information on the nature of the electrocatalytic centers: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, M. Donten\, M. Hermes\, Z. Stojek\, F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 15 (2011) 2141–2147\nThe effects of pretreatment of polycrystalline gold with OH• radicals on the electrochemical nucleation and growth of platinum: G. Sievers\, U. Hasse\, F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 16 (2012) 1663–1673 \nGrain boundary corrosion of the surface of annealed thin layers of gold by OH• radicals: \nU. Hasse\, K. Fricke\, D. Dias\, G. Sievers\, H. Wulff\,  F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 16 (2012) 2383-2389 \nOH• radical degradation of blocking aryl layers on glassy carbon and gold electrodes 2 leads to film thinning on glassy carbon and pinhole films on gold \nE. Kibena \, K. Tammeveski\, L. Matisen\, U. Hasse\, F. Scholz \nElectrochem. Commun. 29 (2013) 33-36
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SUMMARY:Ehrenkolloquium anlässlich des  80. Geburtstages von Helmut Moritz (MLS)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät veranstaltet zu Ehren ihres langjährigen Mitglieds\nHelmut Moritz\nanlässlich seines 80. Geburtstages \nein Ehrenkolloquium (s.a. Ankündigung). Das Kolloquium wird finanziell gefördert durch die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät. \nAchtung: neuer Veranstaltungsort: \n WISTA GmbH\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin \nEinladung des Präsidenten \nAnlage 1 (Veranstaltungen am 14.11.2013  \nAnlage 2 (Vortragsprogramm und Abstracts “Moritz 80”; Stand 01.11.2013)
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SUMMARY:November-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHorst Klinkmann (MLS) \nWollen wir (wirklich) alle 100 werden?\n(Beitrag zum Wissenschaftsjahr “Demografischer Wandel als Chance”)\n13.30 bis 15.30 Uhr Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Klinkmann ist Mediziner und Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät.\nDer 14fache Ehrendoktor bzw. Ehrenprofessor internationaler Universitäten (u.a. Bologna\, Glasgow\, Marseille\, Katovice\, Tianjin) ist Präsident des LifeScience-Netzwerkes BioCon Valley® und des Kuratoriums für Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern\, außerdem ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.\nEr erhielt über 50 nationale und internationale Auszeichnungen\, darunter den italienischen Nationalpreis für Medizin\, den Barney Clark Award der USA und zweimal den Nationalpreis für Wissenschaft und Technik der DDR\,\nDie von ihm mit gegründeten Weltgesellschaften für künstliche Organe ESAO und ISAO ernannten ihn zu ihrem Ehrenpräsidenten\, ebenso die Deutsch-Japanische Gesellschaft und der Bundesligaclub FC Hansa Rostock.\nMitglied- bzw. Ehrenmitgliedschaften in Akademien umfassen außer der Leibniz-Sozietät die Leopoldina\, die Belgische Akademie der Wissenschaften\, die Internationale Akademie der Wissenschaften Genf\, die Nationale Mazedonische Akademie sowie die Royal Colleges in Glasgow und Edinburgh. \nAbstract:\nDer rasante Anstieg der Lebenserwartung im letzten Jahrhundert und die damit einhergehende Möglichkeiten\, aber auch Probleme\, fordern von der Gesellschaft und von der Einzelperson neue Aussichten auf die Lebensgestaltung.\nWenn jedes vierte\, jetzt in Deutschland geborene Mädchen voraussichtlich 100 Jahre alt wird\, spiegelt dies die zukünftigen Herausforderungen eindrucksvoll wieder.\nIm Vortrag wird versucht\, auf die Ursachen einzugehen und darauf reflektiert warum der Begriff des demographischen Wandels in der gesellschaftlichen Wahrnehmung mehrheitlich negativ besetzt ist. Besonderer Schwerpunkt wird auf die Bedeutung der Medizin für diese Explosion der Lebenserwartung gelegt.\nDer demographische Wandel wird zu einer viel früheren einschneidenden Herausforderung an die Gesellschaft als der Klimawandel – seine eindeutig positive Botschaft ist die des möglichen längeren Lebens für jeden Einzelnen von uns.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Weiß (MLS):\nDemografie als Prozess\, Wissenschaft und Politik (Beitrag zum Wissenschaftsjahr “Demografischer Wandel als Chance”) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Weiß ist Geograph und Demograph sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Pädagogik\, Mathematik und Geographie in Greifswald wurde er ebendort 1984 mit einer methodologischen Arbeit zur Bevölkerungsprognose promoviert und habilitierte sich 1989 mit einem regional-demographischen Thema zur Entwicklung ländlicher Räume.\nBeruflich unterlag er in den 1980er Jahren formal begründeten Restriktionen\, die zwar seit 1990 eine andere Farbe haben\, aber letztlich die Etablierung in klassischen Wissenschaftsstrukturen verwehrten. Weiß lehrt und forscht als Privatdozent am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Er tritt seit Jahren in der Literatur immer wieder mit kritischen Positionen und Versuchen zur Weiterentwicklung des Faches in Erscheinung. Ein großes Gewicht hat dabei die Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Angewandten Geographie sowie in der Raumordnung und Landesplanung. Im Zentrum stehen u.a. selektive Migrationsprozesse\, insbesondere sexualspezifische Abwanderungen aus benachteiligten Räumen\, die Herausbildung einer Residualbevölkerung sowie die Rückkopplung der Migration auf Fertilität und Mortalität.\nEr ist korrespondierendes Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Demographie. \nAbstract:\nWer heute von Demographie spricht\, folgt oftmals lediglich dem Zeitgeist\, verwendet den Begriff als Keycode für politische Positionierungen oder die Akquisition von Fördermitteln. Nur wenige sind sich darüber im Klaren\, dass sie dabei mit ihren Aussagen vielfach falsch liegen\, und diese Feststellung betrifft nicht nur die Semantik.\nDa wird „die Demographie Deutschlands“ bemüht. – Die demographische Entwicklung? Oder die Wissenschaft Demographie? Da werden bestimmte demographische Entwicklungen der Gegenwart angesprochen\, sollen gar bestimmte Entwicklungen „abgemildert“ oder sogar „bekämpft“ werden\, ohne Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten\, als wenn man etwa gegen die Gravitation kämpfen könnte\, oder gegen die Brechung des Lichtes durch ein Prisma.\nBesonders bedenklich jedoch ist die Beschwörung alter\, malthusianistischer Formeln. Die Politik bedient sich dabei einer willfährigen Vulgär-Demographie\, für die es immer nur zu viele\, zu wenige oder die falschen Menschen gibt. Die soziale Frage hingegen bleibt auf der Strecke. Dabei gibt es aktuell durchaus genug Anlass\, Malthus ernst zu nehmen.
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DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nPeter Holota (MLS): \nBoundary Problems of Mathematical Physics in Earth’s Gravity Field Studies\nBVV-Saal\, 10:00 bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nDr. Holota is geodesist and mathematician. Since 2013 he is a member of the Leibniz Society. In 1969 he graduated in geodesy (geodetic astronomy) at the Czech Technical University\, Prague. In 1976 he graduated in mathematics at the Charles University\, Prague and here he got his RNDr. (Rerum naturalium doctoris) degree in 1982. His DrSc. (Doctor scientiarum) degree he received at the Czechoslovak Academy of Sciences in 1987. In 1970 he started his career at the Research Institute of Geodesy\, Topography and Cartography. The area of his research is theoretical and physical geodesy and mathematical methods for studies of the Earth’s gravitational field. He is the secretary of the Czech National Committee of Geodesy and Geophysics and is also engaged in university teaching. In 1987-1999 he was elected the secretary and then the president of the IAG (International Association of Geodesy) section on General theory and methodology. In 1995-1999 he was a member of the IAG Executive Committee and in 1999-2003 the president of the IAG special commission on Mathematical and physical foundations of geodesy. Within the IAG he organized several scientific symposia and a number of scientific sessions. Since 2008 under the umbrella of the EGU (European Geosciences Union) he annually convenes sessions on Recent developments in geodetic theory. In 1989-2005 he was subsequently a member of the Editorial Boards of Manuscripta geodaetica\, Bulletin Géodésique and Journal of Geodesy published by the IAG. In addition he is an Associate Editor in Studia Geophysica et Geodaetica\, Bolletino di Geofisica Teorica ed Applicata and zfv – Zeitschrift für Geodäsie\, Geoinformation und Landmanagement. In 1985-1986 he was awarded the Alexander von Humboldt research fellowship at the Department of Geodetic Science\, University of Stuttgart. In 2003 he was an external examiner at the University of Calgary. In 1991 he was awarded the honorary title ‘a Fellow of the IAG’. He is also a member of EGU and AGU (American Geophysical Union). His biography is included in several Czech and international ‘Who’s Who’ publications. \nAbstract:\nStudies on Earth’s gravity field enable to learn more about our planer. The motivation considered here comes primarily from geodetic applications. We particularly focus on the related mathematics and mathematical tools that form the basis for this research. Historical milestones and famous figures of science in this field are briefly recalled equally as the notion of potential and its first definition. The theory of boundary value problems for elliptic partial differential equations of second order\, in particular for Laplace’s and Poisson’s equation\, offer a natural basis for gravity field studies\, especially in case they rest on terrestrial measurements. Various kinds of free\, fixed and mixed boundary value problems are considered. Concerning the linear problems\, the classical as well as the weak solution concept is applied. Free boundary value problems are non-linear and are discussed separately. The complex structure of the Earth’s surface makes the solution of the boundary problems rather demanding. Some techniques\, that may solve these difficulties\, are shown. Also an attempt is made to construct the respective Green’s functions\, reproducing kernels and entries in Galerkin’s matrix for the solution domain given by the exterior of an oblate ellipsoid of revolution. The integral kernels are expressed by series of ellipsoidal harmonics and their summation is discussed. Possibilities of using the concept of boundary-value problems for studies that rest on terrestrial gravity measurements in combination with satellite data on gravitational field are considered too. An optimization approach is applied together with the methods above\, as the problems to be solved are overdetermined by nature. Finally some questions and stimuli are discussed that are related to physical and mathematical models of the problems mentioned in this contribution. \n 
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SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium: 12. Toleranzkonferenz - Verschoben!
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet gemeinsam mit dem Mittelstandsverband Oberhavel (MVO) am 09. November 2013 die \n12. Toleranzkonferenz\nDie 12. Toleranzkonferenz findet 2013 nicht statt; sie wurde auf 2014 verschoben. Nähere Informationen folgen
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SUMMARY:Workshop des AK Klassen und Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Klassen und Gesellschaftsanalyse“ führt einen Workshop zum Thema \nBilanzierung und Systematisierung der Auseinandersetzungen um Transformation und gesellschaftlichen Wandel aus Sicht der Arbeit des Arbeitskreises\nam 31. Oktober\, 10.00 – 17.00 Uhr durch.\nOrt: Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nProgramm:\n10:00 – 10:10: Thematische Einführung – Dr. Michael Thomas\n10:10 – 11:40: Transformation in historischer und vergleichender Perspektive:\nWozu  kann eine vergleichende Perspektive beitragen?\nWelche Vergleiche sind aufschlussreich für die Spezifizierung eines Konzeptes von Transformation?\nWas lässt sich systematisch aus dem Vergleich gewinnen (Erträge und Grenzen)? Welche Konzepte und Methoden von Klassikern lassen sich sinnvoll (befördernd/als unvermeidlich) heranziehen?\nWo sind die Grenzlinien\, wo die Anschlüsse für die aktuelle Debatte? \nEinstiegsbeiträge:\nGesellschaftstransformation in historisch-soziologischer Perspektive. Erträge und Fragen – Prof. Raj Kollmorgen\nFormationstheoretische Ansätze und Transformation – Prof. Wolfgang Küttler: \n11:40 – 12:00 Pause \n12:00 – 13:00: Konzeptualisierung von Transformation heute – Anforderungen an ein Makrokonzept zeitgemäßer Transformation\nDer konstitutive Zusammenhang von Zeitdiagnose und Transformationskonzept (Spezifizierungen und hauptsächliche Diskurslinien)\nTransformation – Ansprüche und Zielorientierungen: Welche Art gesellschaftlichen Wandels verbindet sich spezifisch mit dem Transformationskonzept (Änderungsansprüche\, Visionen etc.)?\nPhasen\, Prozesse\, gesellschaftliche Dimensionen \nEinstiegsbeitrag:\nDas Konzept Gesellschafts-Transformation – eine analytische Begründung / Prof. Rolf Reißig\nKommentar: Prof. Michael Brie \n13:00 – 13:45: Mittagspause \n13:45 – 16:15: Konkretisierungen\, systematische Probleme aktueller Transformationsprozesse\nDie übergreifenden Fragen betreffen die Konsequenzen\, die jeweils aus der Zeitdiagnose für den Ansatz\, für Zielsetzungen und Phasen (Schritte/Übergänge und Konflikte) der Transformationen gezogen werden. Die Ansätze sollen in ihrer Logik\, ihren Folgerungen wie auch Grenzen zur Diskussion gestellt werden. An die zwanzigminütige Präsentation schließt sich jeweils eine Diskussionszeit von dreißig Minuten an. \nEinstiegsbeiträge:\nTransformation und Evolution – Wege in einen Öko-Teilhabekapitalismus (Öko-Teilhabegesellschaft) – Dr. Rainer Land\nTransformationsperspektive „Postwachstumsgesellschaft“ – Dr. Frank Adler\nTransformation aus praxeologischer/Akteurs-Perspektive – Prof. Irene Dölling \n16:15 – 16:45: Abschließende Diskussion und Verständigung zum weiteren Vorgehen im Arbeitskreis / Buchprojekt \nFür weitere Informationen oder/und Anmeldung: thomas@biss-online.de \n 
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2013
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung des Deutsches Technikmuseums Berlin (Archenhold Sternwarte)\, der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\, und der DGLR – Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V.: \nRaumfahrthistorisches Kolloquium 2013\nProgramm \n \n  \n  \n  \n  \n  \n 
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SUMMARY:17th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet am 24. Oktober 2013 seine 17th Leibniz Conference of Advanced Science zum Thema \nLife Science Day 2013 – 60 Jahre DNA.\n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: FU Berlin\nDas Programm geht gesondert zu.
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SUMMARY:Wissenschaftliche Sitzung des AK "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ veranstaltet am 24.Oktober 2013 eine wissenschaftliche Sitzung mit dem Beitrag \nHermann Klenner (MLS) \nEinfachheit in Rechtswissenschaft und Rechtspraxis: Plurimae leges – corruptissima res publica?\nund lädt zur Teilnahme und Diskussion ein. \nOrt: Rathaus Tiergarten\, neuer Tagungsort: Balkonsaal\n10.30-12.30 Uhr \nC.V.:\nHermann Klenner\, Jg. 1926; Prof. Dr. jur. habil.\, emeritiert (vorher Humboldt-Universität zu Berlin und Akademie der Wissenschaften der DDR). Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (zuvor der AdW der DDR)\, der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie\, des Herausgeberkreises der Internationale Studien zu Recht und Staat\, des Internationalen Beirates von Ratio Juris sowie des Wissenschaftlichen Beirates der Marx/Engels-Gesamtausgabe (MEGA). – Inhaber der Hegel-\, der Pufendorf- und der Jablonski-Medaille. – Autor u. a. folgender Monographien: Marxismus und Menschenrechte (1982); Vom Recht der Natur zur Natur des Rechts (1984); Deutsche Rechtsphilosophie im 19. Jahrhundert (1991); Rechtsphilosophie in der englischen Aufklärung (1998); Die Geschichtlichkeit des Rechts (2003); Recht und Unrecht (2004); Historisierende Rechtsphilosophie (2009) – Editionen einschlägiger Werke u. a. von: Bacon; Baumgarten; Burke; Godwin; Harrington; Hegel; Hobbes; Humboldt; Jhering; Kant; Kirchmann; Locke; Oppenheim; Paschukanis; Radbruch; Rotteck; Spinoza; Winstanley; Wollstonecraft… – Bibliographie in: Haney/Maihofer/Sprenger (ed.)\, Recht und Ideologie\, Freiburg 1996\, Bd. 1\, S. 514-552; Bd. 2\, 1998\, S. 352-356. \nAbstract:\nUnter dem provozierenden\, an einen Tacitus-Satz (Annalen III\, 27\, lat./dt.\, München 1992\, S. 232) angelehnten Titel: „Plurimae leges – corruptissima res publica?“ werden Argumente aus dem Erfahrungsbereich von vergangener und gegenwärtiger Jurisprudenz\, Gesetzgebung und Rechtsprechung über Sinn und Unsinn\, über Illusion und Wirklichkeit des Einfachheitsprinzips beigebracht. Da das Recht als Ordnungsreglement herrschaftsförmig organisierter Gesellschaften deren innere Gegensätzlichkeiten\, letztlich ihren Selbstwiderspruch\, reflektiert und konstituiert\, sind die in die jeweilige Macht/Ohnmacht-Struktur der Gesellschaft als Herrschende oder als Beherrschte\, als Teilhaber wie als Mittäter\, als Nutznießer wie als Opfer Integrierten an unterschiedlichen\, auch gegensätzlichen Konfliktreglements durch die Gesetzgeber sowie an deren unterschiedlichen Auslegungen durch die Gerichte interessiert. Dabei spielt das Verhältnis von Wissen und Wollen\, von Aussage und Norm\, von individualisierter und generalisierter Entscheidung eine fundamentale Rolle. Jedes Gesetz wie jedes Gerichtsurteil reduziert Komplexität\, vereinfacht also\, wobei sich die Interessen der Autoren des Rechts und die Interessen der Adressaten des Rechts von einander unterscheiden. Volksfremdheit des Rechts und Rechtsfremdheit des Volkes hängen nicht einfach von der Kürze der Gesetze\, deren komplizierter Struktur oder dem Jargon der Juristen ab. Eine Rechtswissenschaft\, die sich der Einfachheit halber darauf beschränkt\, das jeweils geltende Recht als in sich geschlossene Normenordnung systemgerecht zu interpretieren\, statt es wenigstens zur intellektuellen Disposition zu stellen\, verfällt damit einem unverantwortlichen Reduktionismus. Vergleichbares gilt für diejenigen\, die das Recht wesentlich als Mittel von (z.B. ökonomischer\, politischer und/oder ideologischer) Macht und nicht auch als Maß von und für Macht begreifen. \n 
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SUMMARY:16th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet seine 16th Leibniz Conference of Advanced Science zum Thema \nStadtökologie 2013.\nam 17. und 18. 10.2013\nDas Programm geht gesondert zu \n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: WISTA GmbH\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin
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