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SUMMARY:Juni-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 12. Juni 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWerner Kriesel (MLS) \nKybernetik\, Automation\, Kommunikation – eine unkonventionelle Betrachtung zu sozialen Auswirkungen in der Arbeitswelt. (Norbert Wiener zum 120. Geburtstag gewidmet)\n13.30 bis 15.30 Uhr Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kriesel ist Automatisierungstechniker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Regelungstechnik an der TH Magdeburg war er von 1965-1971 in der Automatisierungs-Großindustrie in Berlin mit Entwicklung und Projektierung von Automatisierungssystemen befasst; als Externer wurde er 1968 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. 1971-1979 war er Hochschuldozent für Regelungstechnik an der TH Magdeburg und dort von 1976–1979 Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Technische Kybernetik und Elektrotechnik. Die Habilitation erfolgte 1978 an der HUB; danach war er 1979-1995 ordentlicher Professor für Automatisierungstechnik an der TH Leipzig\, wo er 1981–1990 als Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Automatisierungsanlagen wirkte. Es folgte 1995–2006 eine Professur für Automatisierungstechnik in Merseburg. Seit 1994 leitet er das Steinbeis-Transferzentrum “Automatisierungs-\, Informations- und Elektrosysteme” Stuttgart/Leipzig (wo es u.a. um die Zertifizierung des Kommunikationssystems „AS-Interface“ geht).\nSeine mehr als 200 Publikationen konzentrieren sich auf Automatisierungsgeräte und -anlagen sowie auf industrielle Kommunikationstechnik. Aus seinem akademischen Umfeld sind 6 Professoren hervorgegangen. \nAbstract:\nIm Jahre 2014 jährt sich der Geburtstag von Norbert Wiener zum 120. Mal\, sein Todestag liegt 50 Jahre zurück. Die Kybernetik ist seit Norbert Wiener\, Hermann Schmidt und Georg Klaus noch deutlich in ihrer sozialen Bedeutung gewachsen und ist keineswegs eine vorübergegangene Mode.\n Die Technische Kybernetik hat in Gestalt der heutigen Automation und Kommunikation eine starke Massen- und Breitenwirkung mit anhaltendem Produktivitätszuwachs erlangt\, dessen mehrfache soziale Auswirkungen angesprochen werden.\n Die Produktivität in Deutschland steigt im langjährigen Mittel 1\,5 bis 2 % pro Jahr durch Automation und Rationalisierung sowie Technologiewandel\, und dies vollzieht sich unabhängig vom Wirtschaftswachstum. Diese Entwicklung wirkt der schrumpfenden Bevölkerung massiv entgegen. Um die heutige Menge an Waren und Dienstleistungen zu erzeugen\, benötigt man in 40 Jahren – im Jahr 2055 – nur noch etwa die halbe Arbeitszeit.\nEs ist unwahrscheinlich\, dass die Beschäftigtenzahl auch um die Hälfte schrumpft\, wenn die Gesamtbevölkerung in diesem Zeitraum lt. Demografie-Prognosen nur um 10 bis 15 % sinkt. Wahrscheinlicher ist ein Modell mit Beschäftigtenrückgang um 20 … 25 %. Dies bedeutet aber\, es verbleibt ein deutlicher Zuwachs auf das 1\,5-fache bei Waren und Dienstleistungen\, der insbesondere ausreicht\, um eine zunehmende Anzahl von Rentnern niveauvoll zu versorgen. Ein Renteneintritt mit 67 Jahren erscheint daher nicht zwingend. Dieses und ähnliche Zukunftsmodelle der Politik sind also fragwürdig\, weil sie sich einseitig an der Bevölkerungspyramide orientieren und die technologischen Einflüsse auf die soziale Entwicklung zu wenig beachten – vielleicht eine Folge allgemeiner Technikfeindlichkeit?\n Mehrfache soziale Auswirkungen von Automation und Kommunikation werden unter dem Aspekt zukünftiger Entwicklungen an Beispielen angesprochen: In der Technik löst der Mikroprozessor international eine Revolution aus\, in der Politik wird jedoch die Entwicklung von Kybernetik und Automation hierzu unterschiedlich bewertet. Zugleich ändern sich die Kybernetik-Auffassungen\, zentrale und dezentrale Steuerungen in Technik und Gesellschaft werden diskutiert. Massenweise schleichen sich eingebettete Computer ein\, intelligente Einrichtungen sind überall\, auch in Konsumgütern\, und sie werden zur Selbstverständlichkeit. Entscheidender Aspekt ist das bezahlbare Preisniveau als Resultat von Technik und Industrie. Für die Aus- und Weiterbildung werden gravierende Anpassungen gefordert\, weil Automation einerseits viele Fachkräfte ersetzt\, aber auch höhere Qualifikationen verlangt und gleichzeitig den Bedarf zu Angelernten verschiebt.\n Das Zukunftsmodell Industrie 4.0 verstärkt diese sozialen Veränderungen. Die 2045-Initiative richtet Vorlaufforschungen von 30 Jahren auf vier Generationen von Avataren (Mischwesen) mit dem Ziel\, Technologien zur Übertragung der Persönlichkeit in nicht-biologische Träger zu erschaffen und somit „Lebensverlängerung“ bis zur Unsterblichkeit zu erlangen. Dies wirft die Frage auf\, ob der Mensch unter dem Einfluss von Automation und Kommunikation künftig immer mehr zum Avatar wird.\n Vor diesem Hintergrund werden neuartige soziale Modelle zur Steuerung der künftigen Arbeitswelt diskutiert. Heute endet für viele Arbeitnehmer die Arbeitswoche bereits am Freitag gegen Mittag – ein beachtlicher sozialer Fortschritt. Aber die Ausnutzung vieler Investitionenwurdehierdurchimmer schlechter\, und sie liegt nur noch bei etwa 60% gegenüber einer 6-Tage-Woche. Durch diese Arbeitszeitreduzierung ist also eineriesige Verschwendung schleichend eingetreten.\n Zu diesem Widerspruch liefert eine intelligent gesteuerte Organisation breiter Arbeitsbereiche einen Lösungszugang: Eine 3-Tage-Woche der individuellen Arbeitszeit\, eingebettet in eine 6-Tage-Woche der sozialen Arbeitszeit. Damit wird die Woche in zwei Scheiben zerlegt\, und somit werden die Ausrüstungen für sehr viele Arbeitsplätze doppelt nutzbar. Die volle Erschließung brach liegender Reserven wirkt wie eine “Zauberformel”: Arbeitgeber und Arbeitnehmer gewinnen zusätzlich; keinWirtschaftswachstum hierfür erforderlich; Entlastung des Arbeitsmarktes; politisch steuerbar.\nBerechnungen zur heutigen Jahresarbeitszeit unter Beachtung bundesweiter Feiertage haben den Autor zu einer interessanten Entdeckung geführt: Die Einführung einersolchen3-Tage-Woche ist ab sofort bei gleichem Jahresarbeitsvolumen möglichbei einer Arbeitszeit von rd. 10 Stunden/Arbeitstag (d. h. 3 Tage arbeiten\, 4 Tage frei – also “verlängertes Wochenende” in jeder Woche). Vorteil:Arbeitsplatzausrüstungen werden innerhalb der sozialen Wochenarbeitszeit von 6 Tagen mindestensdoppelt genutzt\, dieserspart überflüssige Investitionen in Größenordnungen.\n Die Einführung einer solchen individuellen und sozialen Regelarbeitszeitist also nicht nur dringend nötig\, sondern auch historisch erstmalig möglich geworden. Sie stellt als intelligente Grundform eines flexiblen Arbeitszeitmodells einen qualitativen Sprung dar\, der viele Widersprüche auf neue Weise löst (Paradigmenwechsel).\nIn diesem Sinne werden interdisziplinäre wissenschaftliche Analysen und Forschungen zu diesem Gesamtkomplex angeregt. Der Öffentliche Dienst hat mehrere Millionen Beschäftigte\, bei denen hierzu Modellprojekte starten sollten\, um eine schrittweise Einführung dieses Weges zu erforschen\, zu testen und danach in der Breite zu realisieren.\n Automatik und Informatik markieren demnach historische Evolutionsstufen\, die wir nicht mit einem „Fluch“ belegen\, sondern deren Chancen wir als „Segen“ begreifen und gezielt auch sozial nutzen sollen.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Juni 2014 stattfindenden Juni-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nAchtung Vortragsänderung! \nMichael Thomas (MLS):\nTransformation heute: neues Spiel oder alter Wein? \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Balkon-Saal\nC.V.:\nDr. Thomas ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2009. Als promovierter Philosoph ist er seit Anfang der 1980er Jahre in der soziologischen Forschung tätig. Michael Thomas arbeitet am Berlin-Brandenburger Institut für Sozialwissenschaftliche Studien (BISS e.V.). Themenfelder in den vergangenen Jahren waren insbesondere Entwicklungs- und Transformationsprozesse in Ostdeutschland\, zum Teil in international vergleichender Perspektive: Das betraf Herausbildung neuer wirtschaftlicher Existenzformen\, regionale Entwicklungsprozesse\, Prozesse eines sozialökologischen Wandels. Zu diesen Themen war er verantwortlich an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt\, als Gastwissenschaftler an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland tätig und hat entsprechende Publikationen vorgelegt. In jüngster Zeit war er Projektleiter im Rahmen eines Verbundprojektes von Sozialwissenschaftlern und Künstlern zu den Umbrüchen in Wittenberge und anderen europäischen Städten. Neben theoretischen Untersuchungen koordiniert und begleitet Dr. Thomas eine Reihe von Gestaltungsprojekten im Süden Brandenburgs und in Sachsen-Anhalt. Er ist Mitglied der Humboldt-Stiftung und des wissenschaftlichen Beirates der Rosa-Luxemburg-Stiftung. \nAbstract:\nDie hohe Zeit der Transformationsdebatten schienen die Jahre nach 1989 und der zeithistorische Kontext der postsozialistischen Veränderungen zu sein. Nach dem eher raschen Abebben dieser Debatten zeigt sich nunmehr\, also ca. zwei Jahrzehnte später\, wiederum ein neuer Anwendungszusammenhang für den Transformationsbegriff. Werden also Fragen und Perspektiven wieder aufgegriffen\, oder wird unter dem begrifflichen Dach Neues verhandelt? Größere Klarheit ist zweifellos angebracht.\nIm Vortrag werden zunächst Zusammenhänge wie Unterschiede der genannten Debatten diskutiert und so die Frage beantwortet\, warum und in welcher Absicht von Transformation gesprochen wird. In einem zweiten Schritt wird dann eine eigenständige soziologische Perspektive skizziert\, mit der sich ein angemessenes Transformationskonzept als Einstieg in eine sozial-ökologische Transformation entwickeln lässt. Eine solche Transformation lässt sich begründen. Zugleich wird schließlich deutlich gemacht\, dass und inwieweit eine solche Perspektive auf Transformation notwendigerweise transdisziplinäres Herangehen verlangt. Dafür kann die Soziologie ihren spezifischen Beitrag leisten.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Juni 2014 stattfindenden Juni-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nKarl-Heinz Bernhardt (MLS):\nNeues Thema:\nDas Klimasystem der Erde im Licht des fünften IPCC-Sachstandsberichtes  \n10:00 bis 12:00 Uhr\, BVV-Saal\n\nC.V.:\n\nProf. Bernhardt studierte von 1953 bis 1957 Meteorologie an der Karl-Marx-Universität Leipzig\, an der er auch mit Arbeiten auf dem Gebiet der theoretischen Meteorologie promoviert wurde und sich habilitierte\, bevor er 1970 zum Dozenten und 1971 zum ordentlichen Professor für Meteorologie an die Humboldt-Universität berufen wurde\, wo er bis 1990 den Bereich Meteorologie und Geophysik leitete.\nSchwerpunkte seiner Forschungsarbeit und Publikationstätigkeit sind die Physik der Atmosphäre\, insbesondere der planetarischen Grenzschicht einschließlich Turbulenztheorie\, die Physik des Klimasystems sowie Geschichte der Meteorologie und Philosophie der Naturwissenschaften.\nProf. Bernhardt war von 1982 bis 1990 Präsident der Meteorologischen Gesellschaft der DDR und 1972 bis 1991 Mitherausgeber der Zeitschrift für Meteorologie. Er wurde 1990 zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR gewählt und ist Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät (1993)\, in der er von 1996 bis 2012 als Sekretar der Klasse Naturwissenschaften tätig war.\nProf. Bernhardt arbeitete in einer Arbeitsgruppe Boundary Layer Meteorology der Meteorologischen Weltorganisation mit und leitete im Rahmen der KAPG\, der Kommission der Akademien sozialistischer Länder für planetare geophysikalische Forschungen\, Arbeitsgruppen und Projekte zur Grenzschichtphysik. Zuletzt wirkte er als Expert Reviewer in mehreren Begutachtungsrunden für den fünften IPCC-Sachstandsbericht mit \nAbstract:\n Das Klimasystem der Erde\, bestehend aus Atmo-\, Hydro-\, Kryo- und Pedo- bzw. Lithosphäre sowie Techno/Noosphäre\, ist ein hochkomplexes nichtlineares System\, das sowohl infolge interner Wechselwirkungen als auch unter dem Einfluss externer Antriebe ständigen Schwankungen in den unterschiedlichsten Raum- und Zeitbereichen unterliegt und somit einen ständigen Klimawandel hervorbringt.\n Im Vortrag werden im Anschluss an eine kurze Übersicht über Struktur und Arbeitsweise des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaschwankungen („Weltklimarat“) an Hand seines fünften Sachstandsberichtes einige neue Erkenntnisse zum Klimasystem erörtert. Das betrifft u. a. den gegenwärtigen Stand des Klimawandels mit fortgesetztem\, wenn auch seit kurzem verlangsamtem Anstieg der globalen Mitteltemperatur an der Erdoberfläche und die derzeitige globale Strahlungsimbalance an der Atmosphärenobergrenze\, wobei der Energieüberschuss hauptsächlich die Erwärmung der Ozeane\, aber auch die fortschreitende Schmelze kontinentaler Eismassen bewirkt\, beides gemeinsame Ursache für den andauernden bzw. sogar beschleunigten weltweiten Anstieg des Meeresspiegels.\n Des weiteren werden neue Daten zum Anteil verschiedener Komponenten des Strahlungsantriebs – darunter der anthropogenen CO2-Emissionen sowie der Landnutzung – für den derzeitigen Klimawandel\, aber auch zur Rolle systeminterner Schwankungen diskutiert. Vorgestellt werden schließlich regional aufgeschlüsselte Szenarien künftigen Klimawandels unter natürlichem und anthropogenem Einfluss.
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DESCRIPTION:Der Wissenschaftliche Beirat der Leibniz-Sozietät führt seine planmäßige Sitzung am 23. Mai 2014 im Rathaus Tiergarten\, Kleiner Saal\, durch. \nTerminverschiebung: neu 27.06.2014.\nWeitere Angaben. \nDie Sitzung ist nicht öffentlich. \nDie Einladung mit Tagesordnung wird den Mitgliedern direkt zugestellt.
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SUMMARY:Konferenz des "Helle Panke" e.V. der RLS
DESCRIPTION:Der “Helle Panke” e.V. der Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt  zum 24. Mai 2014 zu einer Konferenz zum Thema \n“1. Weltkrieg – Urkatastrophe und Widerstand”\nein.\nWeitere Einzelheiten: hier
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SUMMARY:Mai-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 08. Mai 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nÄnderung der Thematik: \nReinhard O. Greiling (MLS) & Frank R. Schilling\nKIT – Karlsruher Institut für Technologie\, Institut für Angewandte Geowissenschaften \nAtmosphäre-Rohstoffe-Energie: Geologische Wechselwirkungen und Bedeutung für die aktuelle Diskussion zur Energiewende sowie zur Klima- und Umweltproblematik“ \n13.30 bis 15.30 Uhr Ort: BVV-Saal\nCV:\nReinhard O. Greiling\nLehrstuhl für Strukturgeologie und Tektonophysik\, Institut für Angewandte Geowissenschaften\, Karlsruhe Institute of Technology\,\nsince 2007 Lehrstuhl für Strukturgeologie und Tektonophysik Institut für Angewandte Geowissenschaften\, Karlsruhe Institute of Technology.\nHead of institute 2007-2011.\nEducation and earlier experience\n1972: Diplom in Geology. Geologisch-Paläontologisches Institut\, Philipps-Universität Marburg\, Germany. Diploma thesis on structural evolution in the Scandinavian Caledonides\, Sweden; supervised by Professor M. Lindström.\n1977: Dr. rer. nat.\, Applied Geology. Institut für Angewandte Geologie\, Freie Universität Berlin\, Germany. Ph.D. thesis on stratabound sulphide deposits in the Variscan of SE-Sardinia\, Italy; supervised by Professor H.-J. Schneider.\n1975 – 1978: Assistant\, Institut für Geologie\, Freie Universität Berlin\, Germany.\n1978 – 1987: Assistant\, Institut für Geowissenschaften\, Johannes-Gutenberg-Universität\, Mainz\, Germany\, with temporary position:\n1985 – 1986: Institut für Geologie\, Ruhr-Universität\, Bochum\, Germany; replacement for Professor of Structural Geology (chair of Professor emeritus R. Hoeppener).\n1987 – 1988: Heisenberg research fellow of Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)\, visiting scientist (6 months)\, Department of Geology\, University of Wales\, Cardiff\, U.K.\n1985: Dr. rer. nat. habil.\, Geology and Palaeontology\, Institut für Geowissenschaften\, Johannes-Gutenberg-Universität\, Mainz. Thesis on nappe tectonics and structural evolution in the Scandinavian Caledonides\, supervised by Professor A. Kröner. Award of „venia legendi“.\nProfessional experience\n1988 – 2007: Professor of Structural Geology and Tectonophysics\, Geologisch-Paläontologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg\, Head or Vice-Head of Institute\, alternating every two years\n2007/2008: visiting professor (2 months) Jagiellonian University\, Krakow\, Poland\n2006: visiting lecturer (one week)\, University of Uppsala\, Sweden (DAAD)\n2003: Lady Davis visiting professor (3 months)\, Department of Geology\, Hebrew University of Jerusalem\, Israel\n2002/03: Dozor visiting fellow (2 weeks)\, Department of Geology\, Ben Gurion University of the Negev\, Beer Sheva\, Israel\n2002: visiting scientist (1 month)\, Department of Geology\, Hebrew University of Jerusalem\, Israel\n1999: visiting professor (2 weeks)\, Departement de Géologie\, Université Catholique de Louvain\, Belgium\n1997: visiting professor (4 months)\, Department of Earth Sciences\, University of Cambridge\, England\, (Volkswagen Stiftung)\n1992: visiting fellow (4 months)\, Corpus Christi College and Department of Earth Sciences\, University of Cambridge\, England\, (Volkswagen Stiftung) \nFrank Schilling\nEducation\n1983-1989 Mineralogie (Diplom) & Geologie (Vordiplom)\, Eberhard-Karls-Universität Tübingen;\n1984-1985 Aufbaustudium „Hydrogeology and Engineering Geology of Tropical and Subtropical Regions“ ; Eberhard-Karls-Universität Tübingen 20. Februar 1991; Promotion Eberhard-Karls-Universität Tübingen\n1998\, Habilitation Freie Universität Berlin.\nProfessional Experience\n1989 – 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen; 1991 – 1997 Wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin;\n1997 – 1998 Hochschuldozent an der Freien Universität Berlin;\n1998-1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GeoForschungsZentrum Potsdam (PB 4.4 (Geothermie));\n1999-.2003 Heisenberg-Stipendium (an der University of Illinois at UC und am GFZ Potsdam)\n2004-2009 S-Professor für Mineral und Petrophysik an der Freien Universität Berlin am GeoforschungsZentrum Postdam;\n2006-2009 Leiter der Sektion Umwelt-Geotechnik am GeoForschungsZentrum Potsdam;\nseit 2009 Professor für Technische Petrophysik am KIT – Universität Karlsruhe.\nSponsoring  DFG\, EU. BMBF\, BMWi\, BMU\, DAAD\, Studienstiftung des Deutschen Volkes\nStipendien / Preise: Studienstiftung des Deutschen Volkes Heisenberg-Stipendium \nKurzfassung\nDer Beitrag gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Atmosphäre und des Klimas im Laufe der Erdgeschichte und diskutiert die Bedeutung der Wechselwirkungen Atmosphäre-Lithosphäre. Das „Große Oxidations-Ereignis“ vor ca. 2\,5 Ga und ein „neoproterozoisches Oxidations-Ereignis“ vor ca. 600 Ma\, sowie einige weitere Ereignisse in den letzten 540 Ma bilden dabei die wichtigsten Stationen. Diese Vorgänge sind kausal für die Bildung von Lagerstätten einiger Metalle und Energierohstoffe. \nDie im Laufe der Erdgeschichte gebildeten bzw. konzentrierten Rohstoffe werden immer intensiver ausgebeutet. Sie nehmen deshalb immer mehr ab und immer ärmere Vorkommen erscheinen als abbauwürdig. Je intensiver man aber z. B. die Erze aufbereiten muß\, desto mehr Energie benötigt die Gewinnung der Rohstoffe. Ist es deshalb sinnvoll bzw. überhaupt möglich\, immer ärmere Lagerstätten zu verwenden? Wie sieht dabei die Energiebilanz aus? Welche Rohstoffe und Energierohstoffe sind eventuell am effizientesten zu gewinnen und anzuwenden? \nDie genannten Wechselwirkungen beeinflussen ebenso die Evolution der Lebewesen. Die jetzigen Veränderungen der Umwelt erreichen für die Lebewesen Ausmaße ähnlich den großen „Aussterbe-Ereignissen“ in der Erdgeschichte. Welches sind diese „evolutionsrelevanten“ Veränderungen und werden sie ausreichend beachtet? Beeinträchtigt ein steigender CO2-Gehalt die lebende Umwelt oder gibt es andere Faktoren die eher relevant sind? \n  \n  \n 
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ihre Mitglieder zur \n2. Geschäftssitzung 2014\nfür den 08. Mai 2014 von 12:30 Uhr bis 16:00 Uhr in den BVV-Saal des Rathauses Tiergarten ein. Die Sitzung ist nicht öffentlich. \nDie Sitzung wird von 13:30 bis 15:30 Uhr für die öffentliche Plenumssitzung unterbrochen (s.d.). \n  \nDie Einladungen und die Tagesordnung gehen gesondert zu.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 08. Mai 2014 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHans-Joachim Lunk (Towanda\, USA) & Joseph-Peter Guggenbichler (Kössen\, Österreich): \nAntimikrobielle Wirkung von Übergangs-Metalloxiden und ihr Einsatz in Medizin\, Industrie und Haushalt\n10:00 bis 12:00 Uhr\, BVV-Saal\nAbstract:\n Infektionen mit Mikroben (Bakterien\, Pilze\, Schimmel\, Algen) sind der Killer Nummer 1 in der Welt. Nahezu alle unbelebten Oberflächen sind von Keimen besiedelt. Dabei stellen Kunststoffe ein besonders günstiges Milieu für Keime dar\, weil sie sich von den Polymeren und/oder den darin enthaltenen Additiven ernähren können und so rasch zu einem voll ausgebildeten Biofilm führen.\nEs wird eine neue Technologie zur antimikrobiellen Ausrüstung von Polymeroberflächen vorgestellt\, die dem Modell des natürlichen Säureschutzmantels der menschlichen Haut nachempfunden ist. Durch Erniedrigung des pH-Wertes auf unterschiedlichen Oberflächen werden keimarme Bedingungen mit lang anhaltender Wirksamkeit erzeugt. Die schwer löslichen Übergangsmetalloxide Molybdäntrioxid und Wolframtrioxid sowie deren feste Lösungen MoxW1-xO3 werden mit bis zu 2 Masseprozent in Träger wie Kunststoffe\, Farben und Lacke eingebracht. Durch Reaktion der Oxide mit der Luftfeuchtigkeit bilden sich an der Oberfläche saure Gruppen\, die Keime rasch abtöten.\n Das Oxonium-Ion H3O+ wirkt als neuartiges Breitbandbiozid. Ein zusätzlicher Mechanismus mittels paramagnetischer Mo5+-Ionen wird diskutiert. Die neue Technologie hat ein großes Anwendungspotential im Gesundheitswesen (z.B. für Hygienemaßnahmen im Krankenhaus)\, der Industrie (z.B. zum Verhindern von Biofilmen oder Legionellenvermehrung in Kühltürmen\, Wärmeaustauschern und anderen Apparaten) sowie im öffentlichen Sektor (Halteschlaufen und Türgriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln\, Sitze in Sportstadien\, Kabinenteile von Flugzeugen\, Griffe an Einkaufswagen\, Handläufe von Rolltreppen u.v.a.m.).\n Im Haushalt hingegen sind Biozide normalerweise nicht erforderlich. Nur bei immungeschwächten oder ansteckenden Personen sind derartige Maßnahmen sinnvoll.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 08. Mai 2014 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHorst Schützler (Berlin): \nJ. W. Stalin im Meinungsstreit in Rußland\n\n10.00 bis 12.00 Uhr\, Balkon-Saal \n C.V.:\nProf. Schützler studierte von 1954 bis 1958 Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er spezialisierte sich im Fachgebiet Geschichte der UdSSR.\nVon 1958 bis 1992 war er an der Fachrichtung bzw. Sektion Geschichte bzw. am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität in Lehre\, Forschung und Wissenschaftsorganisation als Assistent/Oberassistent\, ab 1971 als Dozent (1963 Promotion A\, 1978 Promotion B) und ab 1981 als ordentlicher Professor sowie 1979 bis 1990 als Leiter des Bereichs Geschichte der UdSSR und des sozialistischen Weltsystems tätig.\nEr lehrte\, forschte und publizierte zur Geschichte Russlands\, der Sowjetunion und der deutsch-russischen/sowjetischen Beziehungen. Studienaufenthalte in der Sowjetunion waren dazu hilfreich.\nThematische Schwerpunkte der letzten zwei Jahrzehnte waren die russische Historiographie zur Geschichte der Sowjetunion und speziell die Darstellung des Großen Vaterländischen Krieges in der Geschichtsschreibung und Publizistik Russlands.\nSchützler arbeitete in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien sowie ehrenamtlich in gesellschaftlichen Funktionen\, so von 1980 bis 1990 als Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft der Humboldt-Universität und zuletzt als Stellvertretender Vorsitzender der „Berliner Freunde der Völker Russlands e. V.“. Im April 2011 ehrte ihn der Präsident der Russischen Föderation\, Dmitri Medwedjew\, mit der Puschkin-Medaille. \nAbstract:\nDer Meinungsstreit um J. W. Stalin ist ein gesellschaftliches Phänomen in Russland.\nWechselnde Auf- und Abwertungen seiner Person und seiner Handlungen sind mit wechselnden Machtverhältnissen verbunden. Der Streit war und ist zugleich immer eine offene oder verdeckte Auseinandersetzung um die Sowjetunion\, ihre Gesellschaftsordnung und ihr Erbe und damit von großer Vehemenz.\nTausende von Publikationen\, darunter viel Trivialliteratur\, und Meinungsäußerungen an anderer Stelle sind – unübersehbar für den Einzelnen – erschienen.\nDer Streit um die Entschlüsselung seiner Persönlichkeit\, seine Stellung in der Gesellschaft\, seine Verdienste als auch seine Verbrechen wird unter den Bedingungen einer nationalen Identitätsfindung und marktwirtschaftlicher Meinungsbildung ausgetragen. Trotz aller Beteuerungen von Objektivität und Entpolitisierung schwingen dabei die jeweiligen politischen und ideologischen Positionen und manche Alterswünsche mit. Nicht zuletzt wirkt auch das existenzielle Interesse\, am „heißen“ Thema Geld zu verdienen. Auch das ehrliche Ringen um Wahrheitsfindung ist vorhanden.\nDer Diskurs um Stalin ist mit der Auseinandersetzung um den Stalinismus eng verbunden. Beides wird die Gesellschaft in Russland weiterhin beschäftigen. \n 
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SUMMARY:Wissenschaftliche Tagung der Leibniz-Sozietät am 11. April 2014 und  Frühjahrstagung des Arbeitskreises Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften
DESCRIPTION:Wissenschaftliche Tagung der Leibniz-Sozietät am 11. April 2014:\nEhrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von Heinz Kautzleben (MLS).\nDie Tagung wird vom Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) vorbereitet. \nThema der Tagung: \nIm Mittelpunkt steht der Mensch – Fortschritte in den Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften\n10:00 bis 18:00 Uhr \nDie Veranstaltung wird  \nunterstützt von der Stiftung der Freunde des Leibniz-Sozietät \nOrt: Berlin\, Rathaus Mitte\, BVV-Saal \nProgrammbroschüre mit Laudatio (Stand 06.04.2014) \nBegleitendes Material:\nLeben im Dienste der Wissenschaft\nGeschichte\, Vorgeschichte und wissenschaftliche Aktivitäten des AK 
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SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen führt einen \nWorkshop zu Transformationsprojekt\nam 11. April 2014 10:00 Uhr bis 16.00 Uhr im Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal durch. \nWeitere Eizelheiten werden in Kürze bekannt gegeben
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SUMMARY:Workshop und AutorINNen-Beratung zu „Transformation in aktueller und historischer Perspektive“
DESCRIPTION:Der Workshop steht unter der thematischen Perspektive  \n„Transformation – state oft the art und neue Herausforderungen“ \nHinter einer gleichsam inflationären Transformationsdebatte steht zugleich unstrittig der Befund\, dass sich unter dem theoretischen Ansatz „Transformation“\, wie er in den letzten mehr als zwei Jahrzehnten in unterschiedlichen Disziplinen und häufig ebenso unterschiedlich entwickelt wurde\, ein enormer Fundus an Konzepten und Analysen nachweisen lässt. Versuche der Auswertung und Systematisierung sind überaus kompliziert\, sie sind aber ebenso gefragt und wichtig. Mit der für dieses Diskussionsverfahren leitenden Absicht\, Zugänge zur Transformationsdebatte aus dem Arbeitskreis und darüber hinaus zu versammeln\, sind solche Systematisierungen ein wichtiger und übergreifender Beitrag. Anschließend an einige schon erfolgte Diskussionen wird dieser Workshops deshalb hierzu vor allem aus komparativer Perspektive beitragen. \nMit Systematisierung und einer Verständigung über Ertrag wie state of the art der Transformationsdebatte ergibt sich zugleich die Frage\, was davon möglicherweise im aktuellen Kontext besondere Relevanz besitzt\, was aber evtl. neu (schärfer\, anders) zu justieren ist\, um Transformation zu einem starken und eigenständigen Erklärungsansatz sozialen Wandels zu machen. Auch hier lässt sich an schon geführte Diskussionen anschließen und soll der Workshop in einem zweiten Teil die Frage aufgreifen\, wie Einstieg und Veränderungsdynamik einer sozial-ökologischen Transformation sich konzeptualisieren lassen. Denn mit diesen Fragen sind\, als Beispiel\, einige der neuen oder zeitgemäßen Herausforderungen der Transformationsdebatte benannt. \nProgramm und Einladung:\n10.00 – 13.30: Offener Workshop (Ablauf) \n10.00-10.10: Kurze Begrüßung\, Einführung \nTeil I: \n10.10 – 10.50: Prof. Raj Kollmorgen (Hochschule Görlitz-Zittau): Überblick zu Debatte und Konzepten aus komparativer Perspektive \n10.50- 11.00: Prof. Michael Brie (Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin): Information zu einem aktuellen Buchprojekt (Perspektiven einer doppelten Transformation) \n11.00 – 11.45: Diskussion \nTeil II: \n12.00 – 12.35: Dr. Michael Thomas (BISS e.V.): Die Grenzen großer Theorien und die Perspektive kleiner Einstiege in die Transformation \n12.35 – 12.50: Dr. Rainer Land (Thünen-Institut): Die zu erklärende Frage der Selbstveränderung moderner Gesellschaften \n12.50 – 13.30: Diskussion \nIm Anschluss findet nach einer Mittagspause (ab 14.15 bis ca. 16.00) die Beratung zum Buchprojekt statt. \nWeitere Fragen bitte an Michael Thomas: thomas@biss-online.de; 030 4229108
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SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 10. April 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nMartin Hundt (MLS) \nWie und zu welchem Ende studierte Marx Geologie?\n13:30 bis 15:30 Uhr\,  Ort: BVV-Saal \n  \n  \nC.V.:\nProf. Hundt ist Historiker und Editor sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1995. Nach dem Studium der Journalistik an der Universität Leipzig war er von 1954 bis 1962 tätig als Redakteur in Karl-Marx-Stadt und Berlin (Studentenzeitung forum). Von 1963 bis 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marxismusmus-Leninismus (IML) Berlin\, wo er an der historisch-kritischen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) mitarbeitete und zum Mitherausgeber von „Der Bund der Kommunisten. Dokumente und Materialien 1836-1852“ (3 Bde.\, Berlin 1970-1984) wurde. Außerdem gehörte er von 1979 bis 1991 dem Redaktionskollegium des Marx-Engels-Jahrbuchs an. Alle 3 Projekte bearbeitete er gemeinsam mit Mitarbeitern des IML Moskau. 1990 wurde er für vier Jahre Mitglied der Redaktionskommission der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam (IMES). Seit 1995 betreibt er Forschungen zum Junghegelianismus. \nAbstract:\nAusgehend vom kürzlich erschienenen Bd. IV/27 der Historisch-kritischen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) mit der Erstveröffentlichung von Marx’ geologischen Exzerpten von 1878 wird sein lebenslanges Verhältnis zu den Naturwissenschaften und speziell zu geologischen Problemen skizziert und davon abgeleitet die Wahl des zentralen Begriffs “Gesellschaftsformationen” dargelegt sowie dessen verschiedentliche Verwendung erläutert. Auf die Befassung der Sozietät seit Leibniz mit geologischen Fragen sowie deren weltanschauliche Dimension wird kurz eingegangen.\nDem Hinweis von Prof. Anneliese Griese\, leitende Bearbeiterin des Bandes IV/27\, wird nachgegangen\, dass die Marxsche Beschäftigung mit den Naturwissenschaften Rückwirkungen auf dessen gesamte Forschungsmethode hatte. Damit sind Grundfragen der Auffassungen von Marx\, speziell seines Wissenschaftsverständnisses\, berührt\, die im 20. Jahrhundert unter dogmatischen Fragestellungen untergingen.
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 10. April 2014 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nPD Dr. Hartmut Hecht: \n300 Jahre Monadologie – die Zeit\, Leibniz zu verstehen\, ist gekommen\n\n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal \nC.V.:\nDr. Hecht ist Philosoph und hat an der Humboldt-Universität zu Berlin auch Physik studiert. Er lehrte Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität. In der Leibniz-Edition und -Forschung ist er seit 1984 tätig; institutionell verankert zunächst an der Akademie der Wissenschaften der DDR und später bei der Potsdamer Arbeitsstelle der Leibniz-Edition der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. An dieser Akademie wurde im Jahre 2001 eine neue Arbeitsstelle zur Edition der naturwissenschaftlichen\, medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz im Rahmen der Akademie-Ausgabe geschaffen. Hartmut Hecht war von 2001 bis zu seinem Ausscheiden aus der Akademie 2013 der Leiter dieses internationalen und interdisziplinären Projektes. Er hat sich in dieser Zeit insbesondere für die Nutzung der elektronischen Medien in der editorischen Praxis eingesetzt und ein Editionskonzept auf den Weg gebracht\, bei dem sich Druck und Internetedition als komplementäre Seiten der Quellenerschließung und -präsentation wechselseitig ergänzen. Die Internetedition ist unter der Adresse http://leibnizviii.bbaw.de online erreichbar. \nAbstract:\n Das Thema des Vortrags wurde durch neu erschlossene Quellen aus dem Leibniz-Nachlass angeregt\, die es erstmals möglich machen\, den Stellenwert der naturwissenschaftlichen Schriften für das Leibnizsche System zu bestimmen. Leibniz präsentiert sich darin als eigenständiger Kopf im Feld der Wissenschaften\, der nicht nur ein zum Newton’schen alternatives Physikkonzept entwickelt hat\, sondern – und nicht zuletzt – den Auswirkungen der modernen Erfahrungswissenschaften in der Metaphysik und gesellschaftlichen Praxis entscheidende Bedeutung beimaß. Es wird gezeigt\, dass Leibniz als einer der Stammväter des modernen wissenschaftlichen und philosophischen Denkens seine Problemstellungen so formulierte\, dass sie nicht nur von historischer Bedeutung sind. Dies wird anhand von aktuellen Diskussionen in der Quantenphysik (Stichwort Quanten-Teleportation) und der Neurowissenschaften diskutiert. Darüber hinaus wird auf Konsequenzen für die praktische Philosophie eingegangen. Leibniz verstehen bedeutet im Sinne des Vortrags\, ihn angeregt durch die Bedürfnisse der aktuellen Forschungslage neu zu entdecken\, d.h. schöpferisch mit einem Erbe umzugehen\, das unsere durch Wissenschaft und Technik gestützten Kulturen entschieden mitgeprägt hat. \n 
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DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 10. April 2014 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWerner Kriesel (MLS): \nAutomation und Kommunikation – Rückblick und Vorschau\n10:00 bis 12:00 Uhr\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kriesel ist Automatisierungstechniker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Regelungstechnik an der TH Magdeburg war er von 1965-1971 in der Automatisierungs-Großindustrie in Berlin mit Entwicklung und Projektierung von Automatisierungssystemen befasst; als Externer wurde er 1968 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. 1971-1979 war er Hochschuldozent für Regelungstechnik an der TH Magdeburg und dort von 1976–1979 Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Technische Kybernetik und Elektrotechnik. Die Habilitation erfolgte 1978 an der HUB; danach war er 1979-1995 ordentlicher Professor für Automatisierungstechnik an der TH Leipzig\, wo er 1981–1990 als Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Automatisierungsanlagen wirkte. Es folgte 1995–2006 eine Professur für Automatisierungstechnik in Merseburg. Seit 1994 leitet er das Steinbeis-Transferzentrum “Automatisierungs-\, Informations- und Elektrosysteme” Stuttgart/Leipzig (wo es u.a. um die Zertifizierung des Kommunikationssystems „AS-Interface“ geht).\nSeine mehr als 200 Publikationen konzentrieren sich auf Automatisierungsgeräte und -anlagen sowie auf industrielle Kommunikationstechnik. Aus seinem akademischen Umfeld sind 6 Professoren hervorgegangen. \nAbstract:\nDie Kybernetik ist seit den 1940er Jahren (Norbert Wiener\, MIT; Hermann Schmidt\, TH Berlin) und den 1960er Jahren (Georg Klaus\, Berlin) in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung deutlich gewachsen\, und sie ist keineswegs eine vorübergegangene Modeerscheinung. Die Technische Kybernetik hat als Automation und Kommunikation eine Breitenwirkung erlangt. Deren mehrfacher Generationswechsel sowie zukünftige Fortschritte werden als technikwissenschaftlicher Prozess gezeigt. Der Praxis liegt eine integrierende Wissenschafts­disziplin zugrunde (Leibniz\, Laplace\, Maxwell).\nDie Automation bis in die 1960er Jahre war durch Dominanz der Regelungstechnik gekennzeichnet. Die Unterscheidung von Regelung als geschlossener Kreis (feedback) und Steuerung als offene Kette ist über Jahrzehnte einem fundamentalen Irrtum unterlegen\, der zu korrigieren ist.\nDie Digitalisierung bewirkte ab 1975 eine neuartige Generation von Automatisierungssystemen mit dezentral verteilter Intelligenz\, deren Vernetzung durch digitale Bussysteme sowie eine Revolution der Mensch-Maschine-Kommunikation. Diese veränderten Systemstrukturen wurden vom Autor zusammen mit H. Töpfer (KM der AdW) und K. Fuchs-Kittowski (MLS) zu einem neuen Denkansatz für Automatisierungs-Strukturebenen verallgemeinert.\nDer Autor hat bereits 1979 ein Langzeit-Zukunftsmodell mit wiederum neuartigen Systemstrukturen vorgeschlagen: Einchip-Mikrorechner bewirken dezentrale Intelligenz innerhalb von direkt vernetzbaren Mess- und Stelleinrichtungen (embedded systems). Diese bis heute gültige Prognose zeigt allgemein\, dass nicht nur in den Naturwissenschaften\, sondern auch in den Technikwissenschaften Modelle mit hoher Extrapolationsfähigkeit möglich und nützlich sind. Weiterhin sind im Verhältnis zwischen Naturwissenschaften\, Technikwissenschaften und Philosophie Verschiebungen zu konstatieren.\nDas Lokale Netz (Local Area Network LAN) hat seit 1983 die Automation herausgefordert\, und im  Resultat wurde die „industrielle Kommunikation“ zu einem eigenständigen Feldbusnetz mit Mehrebenenstruktur entwickelt: Field Area Network FAN. Das bisherige LAN wurde zur  interdisziplinären Brücke zwischen Automatik und Informatik. Realisierungsschritte zum FAN werden am Beispiel des  Kommunikations­systems „AS-Interface“ gezeigt (Europa- und Weltnorm). Bisher wurden mehr als 100 Millionen Sensoren und Aktuatoren über dieses System vernetzt. Die weltweite Zertifizierung erfolgt in Leipzig unter Verantwortung des Autors.\nLeipzig als System-Erfahrungsträger verfolgt Vorlaufarbeiten\, die nur noch interdisziplinär und transdisziplinär zu erbringen sind (Uni Stuttgart\, Uni Rostock). Ein zu erwartender Innovationssprung dürfte zu einem erneuten Generations­wechsel in der industriellen Kommunikation führen (Paradigmenwechsel; Wechselwirkung zwischen Innovation und Nachhaltigkeit).\nDie weitere Zukunft der Automatisierung ist durch bereits bekannte Einflüsse getrieben: Vernetzung\, Internet der Dinge\, industrielle Echtzeit-Bildverarbeitung\, Cloud Computing\, Cyber-Physical Production Systems (CPPS) im Zukunftsmodell Industrie 4.0. Die Automation wird aber auch unkonventionelle Zukunftspotenziale aus der Biokybernetik nutzen\, z. B. für die Mensch-Maschine-Kommunikation auf Basis von Gedankensteuerung\, die zugleich eine industrielle Vorfeldforschung für Avatare der ersten Generation darstellt. Die 2045-Initiative als Zukunftsmodell umfasst vier Generationen von Avataren\, die als Orientierung für weitere Zukunftsschritte sehr interessant erscheinen (hierzu diskutieren H. E. und H. Hörz auch Aspekte des Transhumanismus).\nDie moderne Automation und Kommunikation führt auch zu zahlreichen sozialen Wirkungen\, worauf der Autor in seinem Vortrag im Juni-Plenum der Leibniz-Sozietät spezieller eingeht.
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ fürhrt seine Sitzung am 27. März 2014 durch. Es wird der Vortrag \nDietmar Linke (MLS): \n\nEinfachheit in der Chemie? – Lasst\, die ihr eintretet\, alle Hoffnung fahren! – Oder doch nicht ganz?\ngehalten und zur Diskussion gestellt. Die Sitzung ist öffentlich. \n10:30 bis 12:30 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, kleiner Saal \nC.V.:\nProf. Linke ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach Studium\, Promotion auf komplexchemischem und Habilitation auf glaschemischem Gebiet an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde er 1979 Dozent an der Humboldt-Universität zu Berlin\, 1982 Leiter der Abteilung „Keramische Werkstoffe“ am Zentralinstitut für Anorganische Chemie der AdW der DDR und 1984 Professor für anorganische Chemie ebenda. In den Jahren 1993 – 2005 war er an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus tätig\, ab 1995 als Lehrstuhlleiter für anorganische Chemie. Auch hier war sein Forschungs-Schwerpunkt die technische Keramik. Lehraufträge nahm er 2005 – 2007 in Cottbus wahr\, 2012 – Anfang 2014 auch an der Technischen Universität Berlin.\nSeit vielen Jahren pflegt er das Interesse für die Chemiegeschichte\, 2002 – 2009 sowie ab Ende 2013 auch gewählt zum stellvertretenden Vorsitzenden der Fachgruppe „Geschichte der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker. \nAbstract:\nDie Systeme\, für die sich die Chemie interessiert\, sind  – angesichts der etwa 20 Millionen bisher bekannter Substanzen – in der Regel komplexer und komplizierter als die der Physik. Deshalb ist der Chemiker – trotz aller Fortschritte der Quantenchemie – oft genötigt\, bei der Behandlung seiner Systeme auf qualitative Betrachtungsweisen und Regeln zurückzugreifen\, auf intuitive\, also einer klaren Definition unzugängliche Begriffe oder fiktive Größen (z. B. Aromatizität\, Substituenteneffekt\, Säure-Base-Konzept\, Chromophor\, Oxidationszahl\, formale Ladung)\, die bei problembewusster Handhabung dennoch wertvolle Hinweise für den Chemiker geben. Für ihn gehen die chemischen Reaktionen weiterhin vor allem einher mit Veränderungen der Elektronenhüllen der beteiligten Atome. Die Frage nach der “Einfachheit” in der Chemie ist auch deshalb nicht leicht zu beantworten\, da dieser Begriff selbst ähnlich unbestimmt ist wie manche chemietypischen Ausdrücke (Energie\, Stabilität\, Reaktivität\, Bindung\, Wertigkeit\, Ladung\, Teilchenradien)\, die erst nach präziser Eingrenzung der Begriffe einen heuristischen Wert bekommen.\nAuf jeden Fall “einfach” als Einstieg in die Welt der Chemie ist das zunächst zwar genial erdachte\, aber doch erst nur empirisch fundierte Periodensystem der Elemente\, das durch die Quantenmechanik nicht nur bestätigt wurde\, sondern auch sehr umfassende weitere Interpretationen erlaubte.\nSo einfach die Formulierung von Bruttoreaktionen mit den international verbindlichen Elementsymbolen ist\, so werden doch die zugehörigen Strukturdarstellungen besonders in der organischen und Biochemie umso komplizierter\, je “wahrer” sie die tatsächliche Anordnung der Elektronendichte und -dichteverteilung in der jeweiligen Substanz widerzuspiegeln versuchen.\n“Einfachheit” ist also der Chemie oft nur zu bescheinigen im Sinne einer bewusst in Kauf genommenen Simplifizierung der allzu komplexen Sachverhalte. Vielleicht sollte man auch als “Pragmatismus” benennen\, was die Chemie wissentlich auf an sich überholten oder aus Sicht der Physik unzulässig vereinfachten Prämissen ruhen lässt. – Zumindest für die Lehre wie auch für die Anwendbarkeit chemischer Kenntnisse in Nachbardisziplinen ist das eine Erleichterung und Vereinfachung\, auch wenn sie sicherlich der Geschwindigkeit des Erkenntnisfortschritts nicht gerade förderlich ist. \n 
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SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 13. März 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nRainer Zimmermann (MLS): \nAktuelle Implikationen der Naturphilosophien Schellings und Blochs\n13:30 bis 16:30 Uhr\,  Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Zimmermann ist Ethiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Physik und Mathematik an der TU und der FU Berlin sowie als DAAD-Stipendiat am Imperial College London (Promotion in Mathematik 1977) studierte er weiter Philosophie\, Geschichte und Literaturwissenschaften an der TU Berlin\, wo er 1988 in Philosophie promoviert wurde. 1995 wurde er zum Professor der Philosophie an der Fachhochschule München berufen. Die Habilitation in Naturphilosophie erfolgte 1998 an der Universität Kassel\, wo er anschließend bis 2009 Privatdozent war. Zu Studienaufenthalten und Gastprofessuren weilte er in Cambridge (GB)\, Bologna\, Salzburg\, Berlin\, León (Spanien) und Wien.\nSein Hauptforschungsgebiet ist die Ableitung der Ethik aus Metaphysik und Naturphilosophie\, unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftstheorie der Quantengravitation\, auch in Hinsicht auf die ontologischen und epistemologischen Konsequenzen der kognitiven Erfassung und linguistischen Modellierung der Welt\, vor allem durch Raumbegriffe\, Netzwerke und Systeme.\n2002 – 2010 war er Korrespondierendes Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften\, Kunst und Literatur\, Paris. Seit 2005 steht er in bilateraler und seit 2010 in trilateraler Kooperation mit den Universitäten Salzburg bzw. TU Wien sowie der Universität León (Spanien) zum Thema Systemtheorie. Außerdem ist er Vorsitzender des Vorstands und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Design Science\, München e.V. sowie Mitherausgeber der Schriftenreihe des Instituts\, Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Gesellschaften sowie deren Vorständen\, und seit 2011 gewähltes Mitglied der Internationalen Akademie für Kybernetik und Systemwissenschaften (iacys)\, Wien. 2012 war er an der Herausgabe des Bloch-Wörterbuches (Berlin) beteiligt. Seine Publikationsliste umfasst rd. 350 Titel. \nAbstract:\nEine interdisziplinäre Annäherung an die Philosophie heute – mit Blick auf den Erkenntnisstand in der Einzelwissenschaften – verändert den Philosophiebegriff selbst: Zum einen wird die Metaphysik entgegen der traditionellen Sichtweise als eine ultima philosophia ausgewiesen\, welche den Wissenschaften wesentlich nachgängig ist (Theunissen). Zum anderen systematisiert sie zugleich einen Begriff von der dialektisch vermittelten Totalität und stellt sich dadurch selbst als eine Wissenschaft vom Gesamtzusammenhang dar (Holz). Auf diese Weise gewinnen beide Seiten\, Philosophie einerseits und die Wissenschaften andererseits\, eine gemeinsame Erkenntnisebene\, auf welcher ihre jeweiligen Modelle denselben onto-epistemisch begründeten (Sandkühler) Status besitzen. Mithin ist es möglich\, die eine Seite durch die andere zu erhellen\, und die Philosophie eröffnet hierbei strukturelle Einsichten in welthafte Zusammenhänge mittels einer präzisen Fundamentalheuristik (Hogrebe)\, die an der kataleptischen Phantasie ausgerichtet ist. Somit ist es nicht nur angemessen\, die Ansätze Schellings und Blochs einer Neu-Interpretation zu unterziehen\, sondern darüber hinaus ist auch die explizite Berücksichtigung einzelwissenschaftlicher\, etwa physikalischer Einsichten mehr als geboten.  Dieser Umstand soll im einzelnen dargelegt und auf ästhetische wie ethische Konsequenzen hin untersucht werden.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. März 2014 stattfindenden März-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Fritz Haug (MLS): \nSein und Zeit der Dialektik in der marxschen Kapitalismustheorie\n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal \n  \n  \nC.V.:\nProf. Haug ist Philosoph und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Von 1979 bis zum Ende des Wintersemesters 2000/01 hat er an der Freien Universität Berlin gelehrt. 1996 gründete er das Berliner Institut für kritische Theorie\, dessen wissenschaftlicher Leiter er bis heute ist. Er ist Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaft „Das Argument“ (1959)\, Initiator und Mitherausgeber der mit dem Wolfgang-Abendroth-Preis ausgezeichneten kritischen Ausgabe der „Gefängnishefte“ Antonio Gramscis in 10 Bänden\, und gibt in Zusammenarbeit mit mehr als 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt das auf 15 Bände angelegte Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus heraus. Bislang sind 8 Bände erschienen\, die international große Beachtung gefunden haben. 2013 wurde ihm von der dänischen Universität Roskilde in Würdigung seines Lebenswerks der Ehrendoktortitel verliehen. \nAbstract:\nWie in Haugs jüngstem Buch „Das Kapital lesen – aber wie?“\, dem Schlussband seiner Trilogie über das marxsche Hauptwerk\, geht es in dem Vortrag darum\, dem Wissenschaftler Marx bei der Arbeit „über die Schulter zu schauen“\, um ein nüchternes\, ebenso realitäts- wie praxistaugliches Verständnis der dialektischen Methode von Marx zu entwickeln. Motive von Antonio Gramscis Philosophie der Praxis aufgreifend\, wirft er einen neuen Blick auf den marxschen Gesetzesbegriff\, der überraschende Berührungspunkte mit dem Emergenzdenken heutiger Physiker aufweist.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 13. März 2014 stattfindenden März-Sitzung ein\, auf der – in Abänderung der bisher vorgesehenen Thematik – der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nProf. Dr. Heinz Kautzleben\, Mitglied der Leibniz-Sozietät: \nDer Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften der Leibniz-Sozietät – ein Bericht über sein Anliegen und seine Tätigkeit\nC.V.:\nProf. Kautzleben ist Sprecher des Arbeitskreises mit der Kurzbezeichnung GeoMUWA seit dessen Konstituierung als Arbeitsgremium der Leibniz-Sozietät im „Jahr der Geowissenschaften“ 2002. Ab 1952 hat er an der Universität Leipzig Geophysik studiert\, wo er auch promoviert wurde und sich habilitiert hat. Von 1957 bis 1991 war er in wissenschaftlichen Instituten der AdW der DDR forschend und forschungsleitend tätig. Er hat auf den Gebieten Geomagnetismus\, mathematische Geophysik\, geophysikalische Aspekte der Geodäsie\, Geowissenschaften und aerokosmische Fernerkundung gearbeitet. Direktor des Zentralinstitutes für Physik der Erde war er von 1973 bis 1988\, von 1989 bis 1990 Direktor des Institutes für Kosmosforschung\, zudem von 1983 bis 1990 Leiter des Forschungsbereiches Geo- und Kosmoswissenschaften der AdW. 1969 zum Professor für Geophysik an der Akademie ernannt\, wurde er 1979 zum Korrespondierenden\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften gewählt.\nVon Mitte der 1960er Jahre an hat er sich in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit engagiert. Von 1983 bis 1991 war er Mitglied im Exekutivkomitee der International Assoziation of Geodesy\, von 1975 bis 1990 Vizepräsident der Kommission der Akademien der Wissenschaften sozialistischer Länder für die multilaterale Zusammenarbeit zum komplexen Problem „Planetare geophysikalische Forschungen“. 1978 erhielt er den Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technik. 1985 wählte ihn die Ungarische Akademie der Wissenschaften zu ihrem Ehrenmitglied.\nSeit der Abwicklung der AdW der DDR beteiligt er sich aktiv daran\, dass die akademische Gelehrtengesellschaft in Berlin\, die 1700 als „Brandenburgische Societät der Wissenschaften“ gegründet wurde\, fortgeführt wird: 1993 als Gründungsmitglied des Vereins „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“\, fortan durch zahlreiche Beiträge zur wissenschaftlichen und organisatorischen Tätigkeit der Leibniz-Sozietät\, die ihm für sein vielseitiges Engagement 2008 die Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille verlieh. Sein besonderes Interesse gilt der Methodik und der Geschichte der Wissenschaften\, speziell der Geschichte der Gelehrtengesellschaft. \nAbstract:\nDer Arbeitskreis GeoMUWA basiert auf dem informellen Netzwerk\, an dem gegenwärtig (März 2014) rund 30 Mitglieder der Leibniz-Sozietät\, zwei Träger der Leibniz-Medaille der Leibniz-Sozietät und fünf Kandidaten für die Zuwahl zum Mitglied der Leibniz-Sozietät teilhaben. Sie alle sind renommierte Wissenschaftler und vertreten Fachgebiete\, die im ausführlichen Namen des Arbeitskreises aufgezählt werden und sämtlich dem großen Wissenschaftsgebiet „Geo- und Kosmoswissenschaften“ zugerechnet werden können.\nDas Anliegen des Arbeitskreises ist es\, in akademietypischer Weise dieses große Wissenschaftsgebiet zu fördern. Der Arbeitskreis konnte unmittelbar auf Erfahrungen zurückgreifen\, die zu Zeiten der AdW der DDR in der Klasse Geo- und Kosmoswissenschaften der Gelehrtengesellschaft gesammelt wurden. Die Förderung des Wissenschaftsgebietes in der Gelehrtengesellschaft mit dem Sitz in Berlin begann jedoch schon weit früher\, faktisch bereits bei deren Gründung in Persona durch Gottfried Wilhelm Leibniz. Sie lag von Anfang an im Interesse der Landesherren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Vortrag wird daran erinnert\, warum das so ist\, und es werden die großen Mitglieder der Gelehrtengesellschaft genannt\, die mit Leben und Werk als „Leuchttürme“ für die Förderung der relevanten Wissenschaften wirkten und weiter wirken. Sie begründeten die Traditionen und setzten die Maßstäbe\, denen der Arbeitskreis GeoMUWA in seiner Tätigkeit zu folgen sich bemüht.\nDer Vortrag bietet eine detaillierte Übersicht dieser Tätigkeit. Der Arbeitskreis hat seit seiner Konstituierung vor 12 Jahren rund 25 wissenschaftliche (ganztägige) Veranstaltungen durchgeführt. In ihnen wurden insgesamt über 350 Beiträge zu den verschiedenen Themen und Themenkomplexen vorgestellt. Beteiligt haben sich die fachlich zuständigen Mitglieder der Leibniz-Sozietät und stets zahlreiche sachkundige Gäste. Alle diese Veranstaltungen wirkten in der breiten Öffentlichkeit als „Wortmeldungen“ der Leibniz-Sozietät zu wissenschaftlich und gesellschaftlich höchst aktuellen Themen. Sie förderten die Beziehungen der Leibniz-Sozietät zur Science Community.
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet am 7.3. um 15.00 im Rathaus Tiergarten (Balkonsaal)\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin\, statt.\nDieser Termin ersetzt die ursprünglich für den 14.02.2014 geplante Veranstaltung! \nReferent: Prof. Ulrich Brand (Universität Wien) zu \nErfahrungen und Konsequenzen der Enquete-Kommission des Bundestages ‚Wachstum\, Wohlstand\, Lebensqualität‘. \nMit diesem Vortrag setzt der Arbeitskreis im übergreifenden Thema zu Fragen globaler Transformationsprozesse seine systematischen Auseinandersetzungen zu Wachstum und/oder Wachstumskritik fort. Die speziellen Einblicke in die umfangreiche Arbeit dieser Enquete-Kommission\, welche unser Gast durch seine Mitwirkung als Experte gewinnen konnte\, werden diesen Auseinandersetzungen einen weiteren und neuen Schub geben. \nBegleitende Texte: \nDaniela Kolbe und Ulrich Brand:\nDie Mehrheit hält Wachstum noch für entscheidend;\ndie Tageszeitung 11.04.2013 \nUklrich Brand:\nDie Wachstums-Enquete: Parlamentarische Sackgasse?\nBlätter für deutsche und internationale Politik 10/2012 \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWinfried Henke (MLS) \nDer Mensch als Primat – Evolutionsbiologische Aspekte der Menschwerdung\n13.30 bis 15.30 Uhr\nBerlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Henke ist Anthropologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Biologie\, Anthropologie\, Geowissenschaften sowie Pädagogik und Philosophie in Kiel und Braunschweig wurde er 1971 in Kiel zum Dr. rer. nat. promoviert und habilitierte sich 1990 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Seit 1971 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anthropologie der Mainzer Universität. Ab 1974 war er dort Akademischer Rat und Leiter der Verwaltung\, seit 1993 bis zur Pensionierung (2010) Akademischer Direktor. 1996 wurde er zum  apl. Professor ernannt.\nAuslandsforschungsaufenthalte führten ihn nach Island\, Israel\, Jordanien und den USA. An Universitäten in Athen\, Bordeaux\, Bilbao\, Brno\, Florenz\, Heraklion\, Madrid\, Komotini/Xanthi und Poznan nahm er Erasmusdozenturen wahr. Die National and Kapodistrian University of Athens verlieh ihm 2006 die Ehrendoktorwürde; 2007 nahm ihn die Leopoldina als Mitglied auf.\nSeine Forschungs- und Lehrgebiete sind Paläoanthropologie\, Primatologie\, Prähistorische Anthropologie\, Vergleichende Morphologie\, Systematik\, Demographie und Soziobiologie. Die Liste seiner Publikationen umfasst rd. 200 Originalarbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelbänden\, ca. 500 Rezensionen und die Coautorschaft mehrerer Standardwerke. \nAbstract:\nDie evolutionäre Anthropologie verfolgt das Ziel\, den Prozess der Menschwerdung als adaptive Entwicklung in der Primaten-Evolution zu verstehen. Im Vortrag geht es darum\, aus zwei wissenschaftlichen Blickwinkeln zu einem aktuellen biologischen Selbstverständnis des Menschen beizutragen:\neinerseits durch den Vergleich des Menschen mit dem weiten Spektrum rezenter Primaten (Die empirische Untersuchung der evolutiven Anpassungen rezenter Primaten lässt den ehemals angenommenen Sprung zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Primaten zunehmend geringer erscheinen und belegt ein Entwicklungskontinuum. Phylogenetische Entwicklungstrends verdeutlichten\, dass der Hominisationsprozess und speziell der Weg von der Natur in die Kultur {von der Bio- zur Tradigenese} unter gleichartigen biologischen Prinzipien erfolgte\, jedoch mit einer innerhalb der Primaten einzigartigen Dynamik abgelaufen ist.);\nandererseits durch die Analyse und Interpretation von Hominidenfossilien (Vielfältige methodische Ansätze der vergleichenden Morphologie\, Archäometrie und Paläoökologie erlauben es\, den Menschwerdungsprozess in seinem raum-zeitlichen Gefüge modellhaft zu rekonstruieren und die ökologische Nische unserer Gattung zu kennzeichnen.)\nBeide Forschungsansätze\, der vergleichend-(rezent)primatologische und der fossilkundliche\, geben dichte Hinweise auf die einmaligen evolutionsbiologischen Bedingungen und Konstellationen für den Menschwerdungsprozess und tragen – aus der Sicht der Evolutionsbiologie – dazu bei\, tradierte Konflikte zwischen Naturalisten und Kulturalisten zu überwinden.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Februar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nElmar Altvater (MLS):  \nDie politische Regulierung von Erdsystemen im Anthropozän\n10.00 bis 12.00 Uhr\nBerlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Altvater ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1998. Bis 2004 arbeitete er am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin auf den Gebieten der Internationalen Politischen Ökonomie. Er ist Associated Fellow des Institute for International Political Economy an der Hochschule für Recht und Wirtschaft\, Berlin\, und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von ATTAC. Gemeinsam mit Birgit Mahnkopf hat er das Buch “Grenzen der Globalisierung. Politik\, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft” verfasst (2007 in 7. Auflage)\, das Buch “Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” (2011 in 7. Aufl.); auch viele Aufsätze zu unterschiedlichen Fragen der Globalisierung\, der Finanz- und Eurokrise und der ökologischen Krise entstammen seiner Feder. \nAbstract:\nSeit wenigen Jahren haben Naturwissenschaftler herausgefunden\, dass das biblische Wort “Macht Euch die Erde untertan” Wirklichkeit geworden ist. Die Spuren menschlicher Aktivitäten lassen sich in den Sedimenten der Erdkruste\, in den Ozeanen und vor allem in der Atmosphäre als konzentrierte CO2-Moleküle nachweisen. Die Folgen sind dramatisch\, insbesondere der Klimawandel. Sozialwissenschaftler müssen die Frage stellen\, erstens welche sozialen Prozesse es sind\, die diese Veränderungen an der Natur des Planeten Erde bewirken. Sind es “die Menschen”\, wie es die Bezeichnung des neuen Erdzeitalters als Anthropozän nahelegt\, oder sind es die Menschen in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen\, die sozial gestaltet und  politisch gesteuert sind? Wäre es vielleicht nicht angemessener\, das Anthropozän daher als kapitalistisch geformtes Erdzeitalter\, als “Kapitalozän” zu interpretieren?\nZweitens ist die Frage aufzuwerfen\, wie die negativen Folgen der Veränderungen von Erdsystemen politisch abgefangen werden können. Einige Naturwissenschaftler neigen zu “geo-engineering”\, dessen Gefahren abergewaltig sind und häufig in einem tradierten Technik-Optimismus unterschätzt werden. Die Ansätze von global governance sind im Rahmen der Klimapolitik bislang gescheitert. Sind möglicherweise die kleinen Lösungen von unten in “solidarischer Ökonomie”\, in genossenschaftlichen Formen eine Lösung? \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Februar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nFrank Spahn (Potsdam): \nPlanetare Ringe – natürliche dynamische “Laboratorien” im All\n10:00 bis 12:00 Uhr\,\nRathaus Tiergarten\, Raum 505 \nC.V.:\nProf. Spahn ist theoretischer Physiker. Nach dem Studium in Halle wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kosmosforschung der AdW der DDR in Berlin\, wo er 1988 promoviert wurde. Von 1989 bis 1991 arbeitete er am Zentralinstitut für Astrophysik der AdW in Potsdam\, danach weiter in der Max-Planck-Arbeitsgruppe „Nichtlineare Dynamik“ an der Universität Potsdam. Hier habilitierte er sich 1995\, wurde 1997 zum Privatdozenten berufen und erhielt 2006 eine außerplanmäßige Professur.\nIn dieser Zeit hat er zahlreiche Raumfahrt-Forschungsprojekte geleitet – teil gemeinsam mit Kollegen. Die Liste seiner Fachpublikationen umfasst z.Z. 73 Positionen\, mit drei weiteren hat er sich an der Popularisierung seines Forschungsgebiets beteiligt. Er gehört der American Astronomial Society und der American Association for the Advancement of Science an und erhielt als Mitglied des Cassini-CDA-Teams den NASA Group Achievement Award. \nAbstract:\nSeit ihrer Entdeckung durch Galileo Galilei im Jahr 1610 sind wir von Saturn mit seinen majestätischen Ringen fasziniert. Jedoch ist diese kosmische Zierde nicht das Alleinstellungsmerkmal dieses Planeten – nein\, alle vier Riesenplaneten unseres Sonnensystems sind von Ringen aus Eis und Staub umgeben. Aber nicht nur die Schönheit dieser kleinsten kosmischen Scheiben erweckte das Interesse der Wissenschaftler\, sondern sie sind exemplarisch für ihre großen kosmischen Geschwister: Akkretionsscheiben um kompakte Sterne\, präplanetare Gas-Staubscheiben um junge Sterne (die Kinderstuben von Planeten) oder gar die gigantischen Galaxienscheiben. Viele Prozesse\, die die Physik planetarer Ringe bestimmen\, laufen – wenngleich auf viel größeren Zeit- und Längenskalen – auch in diesen zeitlich und räumlich weit entfernten kosmischen Scheiben ab. Von unschätzbarem Vorteil für uns ist aber\, dass wir planetare Ringe mit Raumsonden in situ über dynamisch relevante Zeitskalen (Orbitperioden um die 10 h) studieren und so mehr über die Physik aller kosmischen Scheiben lernen können.\n Dichte planetare Ringe sind granulare Gase im All – hauptsächlich bestehend aus Eisklumpen von Faust- bis hin zu Villagröße\, die häufig (ca. 10 – 20 mal) pro Orbit inelastisch miteinander kollidieren. Sie sind die flachsten uns bekannten Strukturen im Universum mit einem Aspektverhältnis von 10−7; d.h.\, bei einer vertikalen Ausdehnung (Dicke) von <10 m erstrecken sie sich ungefähr 105 km senkrecht dazu in lateraler Richtung – hervorgerufen durch eben jene dissipativen Stöße. Des Weiteren zeichnen sie sich durch eine komplexe Dynamik aus\, die u. a. zur Ausbildung von (dissipativen) Strukturen führt. „Rillen“\, Wellen verschiedenen Typs und z.B. auch sog. „Propeller“ bilden sich in diesen von gravitativen Störungen getriebenen Nichtgleichgewichtssystemen.\n Moderne Raummissionen\, wie gegenwärtig die Cassini-Raumsonde am Saturn\, entlocken den Ringsystemen ihre Geheimnisse und stellen somit theoretische Vorhersagen auf den Prüfstand.\n Am Beispiel der von Wolkenkratzer-großen Moonlets verursachten Propeller-Strukturen und deren Bedeutung sowohl für die Entstehung planetarer Ringe als auch der von Planeten allgemein wollen wir das aktuelle Spannungsfeld zwischen theoretischen Vorhersagen und Beobachtungen der Cassini-Raumsonde etwas näher vorstellen.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät (nichtöffentliche Veranstaltung)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ihre Mitglieder zur \n1. Jahresgeschäftssitzung des Jahres 2014\nals nichtöffentliche Sitzung am 23. Januzar 2014\, 13:00 – 16:00 Uhr nach Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal ein. \nDie Einladung geht den Mitgliedern gesondert zu.
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SUMMARY:Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 23. Januar 2014 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Küttler (MLS) \nDas Dilemma der Wertfreiheit der Wissenschaft bei Max Weber\n10.00 bis 12.00 Uhr Ort: BVV-Saal \n C.V.:\nProf. Küttler ist Historiker. Er wurde 1990 zum Korrespondierenden Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nVon 1974 bis 1991 leitete er den Wissenschaftsbereich „Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft“ am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR; bis zur Emeritierung 2001 war er Mitarbeiter am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Mehrere Bücher und zahlreiche andere Publikationen repräsentieren seine Arbeitsergebnisse auf den Gebieten Geschichtsmethodologie\, Historiographiegeschichte und Wissenschaftsgeschichte. \nAbstract:\nMax Webers (1864-1920) Prinzip einer zwar perspektivengebundenen\, dabei aber operativ wertfrei zu haltenden Wissenschaft fasziniert bis heute durch seine Postulate der Transparenz und Unabhängigkeit wissenschaftlicher Tätigkeit. Es soll jedoch nicht der absoluten Trennung\, sondern vielmehr der kritischen Regulierung der von ihm als unvermeidlich betrachteten Wechselbeziehung von weltanschaulicher Position\, Politik und Wissenschaft dienen\, eine Frage\, die gegenwärtig mehr denn je auch die Natur- und Technikwissenschaften angeht. Dabei impliziert das Wertfreiheits- und Wertbeziehungspostulat  durch die ambivalente Begründung einerseits im kognitiv unentscheidbaren Kampf der Werte und andererseits in der formalen Rationalität des internen Erkenntnisvorgangs zugleich das Dilemma seines Konzepts. Danach kann der Paxisbeitrag empirischer Wissenschaft jenseits zweckrationaler technischer Anwendungen in Bezug auf die Lebensqualität nur in empirischer Wertanalyse\, nicht aber in Urteilen über die Werte selbst bestehen. Dafür rekurriert Weber allein auf die subjektive Verantwortlichkeit der Akteure. Dadurch wird bei allen unbestreitbaren Vorzügen kritischer Distanz gegenüber Politik und Weltanschauung letztlich die Flanke zum “Dezisionismus”\, d.h. zur Beliebigkeit der Wertewahl und zum Relativismus in der Realitätsbeziehung geöffnet. Das betrifft gleichermaßen die Parteilichkeits-\, die Theorie – und die Sinnfrage von „Wissenschaft als Beruf.“ Bei einer kritischen Analyse kommt es daher vor allem auf die Kernfrage an\, wie die leitenden Wertperspektiven entstehen und  wie sie sich zur substanziellen Erkenntnisleistung der Wissenschaften bei der Lösung von zivilisatorischern Existenzfragen verhalten.
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SUMMARY:Geschäftssitzungen der Klassen (nichtöffentliche Veranstaltungen)
DESCRIPTION:Die Geschäftssitzungen der Klassen \nNaturwissenschaften und Technikwissenschaften\nsowie\nSozial- und Geisteswissenschaften \nfinden als nichtöffentliche Verranstaltungen am 23. Januar 2014  von 09:15 – 10:00 Uhr in den Räumen  BVV-Saal bzw. Balkon-Saal des Rathauses Tiergarten in Berlin statt. \nEinladungen und Tagesordnungen werden gesondert versandt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/geschaeftssitzungen-der-klassen-nichtoeffentliche-veranstaltungen/
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SUMMARY:Besuch des Deutsch-Russischen Museums
DESCRIPTION:Die Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften lädt ein zum \nBesuch des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst:\nFührung durch die neugestaltete Dauerausstellung und Diskussion mit dem Direktor Dr. Jörg Morré \nTermin:   22. Januar 2014\, 16 Uhr\nOrt:           Deutsch-Russiches Museum Berlin-Karlshorst\, Zwieseler Straße 4\, 10318 Berlin-Karlshorst
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse - Änderung
DESCRIPTION:Änderung\n\nAm 13. Dezember findet keine (!) Sitzung des Arbeitskreises “Gesellschaftsanalyse und Klassen” statt. \nÜber weitere Termine wird alsbald informiert.\nMichael Thomas\n  \n 
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SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 12. Dezember 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, das den folgenden Thema gewidmet ist: \n2. Kolloquium zu Aspekten der Energiewende: Energiespeichertechnologien – Notwendigkeiten\, Problemspektren\, wissenschaftlich-technische Entwicklungen und Perspektiven \n13.30 bis 15.30 Uhr Ort: BVV-Saal \n Abstract:\nDas hochgradig technisierte Deutschland absolviert mit seiner Energiewende eine einzigartige Bewährungsprobe mit beträchtlichen Risiken. Nur ein komplexes Verständnis und Vorgehen vermag die Qualität und Quantität der beabsichtigten tiefgreifenden strukturellen und funktionellen Transformation zu sichern\, deren substanziellen Kern die Energetik bildet.\nGegenwärtig dominieren kritische Debatten über die Ziele\, Mittel und faktische Erfolge sowie – meist gut begründete – Vorschläge für dringliche Korrektive.\nMit der Energiewende in Deutschland setzt die Energiepolitik als essentieller Teil einer nachhaltigen Gesellschaftspolitik verstärkt auf erneuerbare und sich erneuernde Energieträger. Diese Einkommensenergien fließen überwiegend periodisch\, intermittierend\, regulär und irregulär fluktuierend zu. Sie werden den berechenbar limitierten natürlichen Flüssen innerhalb des Geosystems und dessen Bewegung entnommen. Gemessen an den energietechnischen Anforderungen weisen diese Einkommensenergieträger zu niedrige Energiedichten und versorgungsgefährdende zeitliche Disproportionen zwischen dem ortsspezifischen Bedarf und den unmittelbaren Deckungsmöglichkeiten auf. Deshalb erlangen zentrale und dezentrale Netze sowie Speicher einen exponierten  Stellenwert im Energiesystem.\nDie Erforschung und Entwicklung leistungsfähiger und kostengünstiger Energiespeichertechniken  möglichst hoher Energiedichten bilden eine wesentliche Bedingung für die umfassendere und  effektivere Nutzung erneuerbarer Energieträger. Die Lösung dieses Problems ist mindestens gleichrangig mit dem Netzausbau. Selbst wenn perfekte Netze verfügbar wären\, werden Speicher als wichtige regelungstechnische Elemente benötigt. Aktuell lässt sich thermische Energie weitaus effizienter und kostengünstiger speichern als elektrische Energie.\nKriterien für die Auswahl aus der Vielfalt mechanischer\, thermischer\, elektrischer\, chemischer\, elektrochemischer\, … \, Speichertechniken sind grundsätzlich:\nSpeicherkapazitäten und –energiedichten\,\nSpeicherwirkungsgrade\,\nSpeicherdauern (Verweilzeiten)\,\nSpeicherbe- und –entladezeiten\,\nspezifische Speicherkosten und generell die\ngesellschaftliche Akzeptanz.\nGesellschaftliche Akzeptanz ist schwierig zu erlangen z.B. bei der Trassierung von Elektrizitätsleitungen\, der Errichtung von Pumpspeicherwerken\, der Auswahl und Verdichtung der Standorte für Windenergieanlagen\, der Einrichtung von Gasspeichern für synthetische Gase und Kohlendioxid sowie von adiabatischen Druckluftspeichern in unterirdischen Kavernen.\nProgramm \nAbstract \n 
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LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember  2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfdietrich Hartung (MLS): Wege des Erkennens – am Beispiel unseres  Wissens über Sprechen und Sprache \n10.00 bis 12.00 Uhr Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Hartung ist Sprachwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Nach dem Studium der Germanistik und Nordistik begann er 1955 seine Tätigkeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Dort war er bis 1969 Mitarbeiter der Arbeitsstelle Strukturelle Grammatik\, danach bis 1991 Leiter des Bereichs Sprachliche Kommunikation am Zentralinstitut für Sprachwissenschaften. 1992/93 arbeitete er am Institut für deutsche Sprache in Mannheim\, danach an einem DFG-Projekt mit. Zahlreiche Publikationen auf folgenden Gebieten: Syntax des Deutschen\, Grammatiktheorie\, Kommunikation und Gesellschaft\, Soziolinguistik\, Sprachnormen\, Gesprächsanalyse\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache und Kultur\, deutsch-deutsche Kommunikation. Mitarbeit an Wörterbüchern; (Mit-)Herausgabe mehrerer Zeitschriften; (Mit-)Veranstalter zahlreicher internationaler Tagungen\, zuletzt 2000 „Kulturen und ihre Sprachen. Die Wahrnehmung anders Sprechender und ihr Selbstverständnis“. Gegenwärtige Arbeits- und Interessengebiete: Sprache und Kultur\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache in der DDR. \nAbstract:\n Da (fast) jeder ohne größere Mühen mindestens eine Sprache so weit beherrscht\, dass er sie für seine Zwecke hinreichend effektiv verwenden kann\, mag die Frage nach den Wegen\, sie zu erkennen\, etwas in den Hintergrund rücken. Das ist aber deshalb erstaunlich\, weil Sprache – unsichtbar für uns – nur in den Köpfen von Individuen „lebt“; wahrnehmbar sind erst die Produkte dieses Lebens\, die „zwischen“ den Individuen\, also außerhalb von ihnen existieren und uns zu vielerlei Schlüssen über Individuelles und Überindividuelles anregen. Diese unvermeidlichen Übergänge werfen naturgemäß Fragen nach der Verlässlichkeit des Wahrgenommenen und der Brauchbarkeit des Gedachten auf\, sie berühren also wesentliche Fragen des Mensch-Seins\, die niemand umgehen sollte.\n Im 1. Teil des Vortrags wird ein Überblick über die sehr unterschiedlichen Arten der uns zur Verfügung stehenden Daten und über auf dieser Basis formulierbare Erkenntnisfragen gegeben.\n Im 2. Teil wird an drei Beispielen erläutert\, welche Probleme sich aus mangelnder Beachtung der divergierenden Existenzformen von Sprache ergeben können: Wo beginnt die Verschiedenheit von Sprachen? Was sind Bedeutungen „wirklich“? Wieweit lässt Sprachgebrauch auf verinnerlichte Verhaltensmuster schließen?\n Der 3. Teil des Vortrags widmet sich der Frage nach der Herkunft der Sprachfähigkeit des Menschen. Im Mittelpunkt steht ein Blick auf das Lebenswerk von Noam Chomsky\, auf seinen Begriff der im Kern angeborenen Language Faculty\, auf die Idee einer teilweise ähnlichen Science Forming Faculty sowie auf seine Unterscheidung von problems und mysteries\, die Schranken auch für die Erkennbarkeit der Sprache zulässt. Chomsky\, der am 7. Dezember seinen 85. Geburtstag begeht\, hat entscheidenden Anteil daran\, dass (natur)wissenschaftliches Denken in einige Bereiche der Linguistik Eingang fand\, und er hat wesentliche Anstöße für die aufkommenden Neurowissenschaften gegeben. Seine bisweilen auch polarisierende Wirkung hat die Fragilität eines verbreiteten Erkenntnis-Optimismus zumindest deutlich werden lassen. \n Im Augenblick werden Versuche\, die Sprachfähigkeit evolutionär zu erklären\, auf jeden Fall bevorzugt und sind dank der Verzweigtheit möglicher Erklärungswege auch zugänglicher. Von stichhaltigen Erkenntnissen sind auch sie jedoch noch weit entfernt.
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