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SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät 2017
DESCRIPTION:Die Jahrestagunjg der Leibniz-Sozietät 2017 findet statt zum Thema \nMigration und Interkulturalität\nam 05. Oktober 2017 von 10.00 Uhe bis 18:30 Uhr im Medizincampus Berlin-Buch\, Max Dellbrück-Centrum für Molekulare Medizin (Axon 2) in Robert-Rössle-Straße 10\, 13125 Berlin-Buch \nProgramm und Veranstaltungsdetails sind im aktuellen Flyer (Stand 01.10.2017) enthalten. \nAbstract zur Veranstaltung
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SUMMARY:Diskussionsveranstaltung „Transformation – Digitalisierung – Arbeit“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse” lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema \n„Transformation – Digitalisierung – Arbeit“ \nam Freitag\, 22. September 2017\, 09.45 – 13.30\, \nOrt: HTW\, Wilhelminenhofstr. 75 A\, 12459 Berlin\, Hörsaal G 002 \nZu Inhalt und Ziel schreibt der Arbeitskreis: \nIm thematischen Anschluss an die kürzlich erschienen Buchpublikation „Digitalisierung und Transformation” (Abhandlungen Band 49) wird ein Schwerpunkt vertiefend und weiterführend aufgegriffen: War es Anspruch der Publikation\, sich vollziehende Digitalisierungsprozesse hinsichtlich ihrer Konsequenzen für Transformation zu untersuchen\, so werden nun auf Basis neuer Forschungsergebnisse insbesondere die komplexen Veränderungen in der Arbeitswelt (Arbeit 4.0) aufgegriffen. Sie betreffen Dimensionen der Strukturierung der Arbeitskraft\, der Arbeitsorganisation wie Inhalte und Wahrnehmungen\, Interpretationen der Arbeit. Was voll-zieht sich in der Arbeitswelt\, wie wird die Gesellschaft insgesamt beeinflusst\, welche Gestal-tungsmöglichkeiten und Gestaltungsherausforderungen ergeben sich? \nEinladung und Programm
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SUMMARY:Tagung der Arbeitskreise „Emergente Systeme“ und „Gesellschaftsanalyse und Klassen“
DESCRIPTION:Die Arbeitskreise „Emergente Systeme“ und „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ führen eine gemeinsame öffentliche wissenschaftliche Tagung am 21. /22. September 2017 durch. \nEinzelheiten und wissenschaftlichers Programm werden in Kürze bekannt gegeben. \nOrt: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin
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SUMMARY:Tagung des Instituts für Design Science  München in Kooperation mit der HTW Berlin\, dem Bertalanffy-Zentrum Wien und der Leibniz- Sozietät
DESCRIPTION:September 2017\n\nEine gemeinsame Tagung des Instituts für Design Science  München in Kooperation mit der HTW Berlin\, dem Bertalanffy-Zentrum Wien und der Leibniz- Sozietät fondet zum Thema\n \n„Rationale und irrationale Diskurse im Zeitalter der Digitalisierung“\nfindet am 21. September 2017 von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Hochschulr für Technik und Wirtschaft in 12459 Berlin\, Wilheminenhofstr. 75A\, Hörsaal G002 statt. \nEinladung und Programm \n 
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SUMMARY:September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 14. September 2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \n\n\nDie Genese sedimentären Edelopals.\nVortragender: Hennes Obermeyer (MLS) \n13.30 bis 17.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nDr. Obermeyer ist Geologe und seit 2017 Mitglied der Leibniz Sozietät. Er studierte von 1981 bis 1987 an der Universität (T.H.) Karlsruhe. Anschließend arbeitete er zunächst als Hydrogeologe und Umweltgeologe. Die Promotion erfolgte auf der Basis einer Industriedissertation an der Universität Heidelberg 1995. Seine Tätigkeit als Freelancer führte ihn quer durch alle geowissenschaftlichen Fachgebiete und um die ganze Welt. Seiner Ansicht nach ist „die Beschäftigung mit dem Planeten Erde zu schön\, um sich nur auf Teilaspekte zu kaprizieren“ So pflegt er in seinen geowissenschaftlichen Projekten ganzheitliche Ansätze\, die stets auch Individuum und Gesellschaft einbeziehen.\nHeute ist Dr. Obermeyer wissenschaftlicher Leiter und Vorstand eines genossenschaftlichen Instituts für Geo- und Materialwissenschaften.\nAbstract:\nWeit verbreitet ist die Vorstellung\, Opal würde aus stagnierenden Grundwässern ausfallen\, die infolge Verdampfung an Silikat übersättigt sind. Das erfordert sehr lange Bildungszeiträume. Dieser Vorstellung widersprechen nicht nur fundamentale chemische und mineralogische Gesetze\, sondern auch Opalfunde in rezenten Böden sowie erfolgreiche Versuche\, Edelopal im Labor zu züchten.\nMikroskopische und elektronenmikroskopische Untersuchungen an opalführenden Goethit-Konkretionen (boulder opal) zeigen\, daß die Konkretionen und der Opal gleichzeitig entstanden sind. Ein derartiger Entstehungsprozess setzt die Oxidation von Pyrit voraus. Geländebefund und Modellrechnungen unterstützen folgendes Genesemodell:\nOpal ist das Nebenprodukt eines Redox-Prozesses\, bei dem das Mineral Pyrit/Markasit durch artesisch aufsteigendes Grundwasser (Temperatur 60 bis 90°C\, pH 9\,5-11\, Silicium-Gehalt > 120 mg/l) zu Goethit oxidiert wird. Durch die pH-Verschiebung wird das Löslichkeitsprodukt des Opal schlagartig überschritten\, und Opal fällt kolloidal aus. Eisenhydroxid in kolloidaler Form\, später als Goethit mineralisiert\, umgibt den Opal und schützt ihn.\nDie Bedingungen für einen solchen Prozess sind im Großen Artesischen Becken (GAB) Australiens gegeben: Pyrit und Markasit sind in euxinischen Sedimenten entstanden. Das alkalische temperierte Grundwasser entstammt den im GAB versenkten Tonen\, die auf tektonische Kompression empfindlich mit der Abgabe von Wasser reagieren.\nDie Opallagerstätten sind an fossilen mount springs und tiefreichenden Verwerfungen orientiert.  Damit geben sich Ansätze zur regionalen Exploration. Kleinräumig können die opalführenden Horizonte durch Lokalisierung der Goethit-Boulder mit dem Georadar erkannt werden.\nDas Genesemodell impliziert nicht nur kurze Bildungszeiträume\, es lässt auch erkennen\, daß die Opalisierung geeigneter Sedimente zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt ist und rezent nicht abgeschlossen sein muss.
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung am 14. September 2017  durch zum Thema: \n  \nDas Bildungssystem der Fahranfängervorbereitung – von der intuitiven zur evidenzbasierten Systemsteuerung.\nVortragender: Dietmar Sturzbecher (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Sturzbecher ist Psychologe und Soziologe sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Nach dem Lehramtsstudium (Mathematik\, Physik) an der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitete er bis 1985 als Diplomlehrer und als Dozent für Mathematikdidaktik in der Lehrerfortbildung. Dem folgte ein Promotionsstudium an der Akademie für Pädagogische Wissenschaften zu Berlin. Zwischen 1988 und 1991 war er tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehung (Berlin) und als Abteilungsleiter am Institut für Familie und Sozialpädagogik (Berlin).\n1991 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und einen Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin. Gleichzeitig wirkte er an der Gründung des Instituts für angewandte Familien-\, Kindheits- und Jugendforschung e. V. – heute ein An-Institut der Universität Potsdam – mit\, das er seitdem nebenamtlich leitet. Seit 1993 ist er in unterschiedlichen Funktionen hauptamtlich an der Universität Potsdam tätig\, wo er sich 1996 habilitierte. 2005 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Familien-\, Jugend- und Bildungssoziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam ernannt.\nAbstract:\nDas System der Fahranfängervorbereitung beinhaltet „alle Bedingungen und Maßnahmen\, die vom Gesetzgeber rechtlich vorgegeben oder darüber hinaus im kulturellen Kontext gezielt bereitgestellt und genutzt werden\, um das selbstständige\, sichere und eigenverantwortliche Fahren eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr zu erlernen und das dafür erforderliche Wissen und Können nachzuweisen.“ Wichtige Elemente dieses Systems sind die Fahrschulausbildung\, die Fahrerlaubnisprüfung und die protektiven Sonderregelungen für Fahranfänger. Theoretisch gesehen\, stellt das System der Fahranfängervorbereitung ein Bildungssystem dar\, für das wissenschaftlich begründete Steuerungsprinzipien und pädagogisch-psychologische Steuerungsinstrumente des allgemeinbildenden Schulsystems adaptiert werden sollten (z. B. eine evidenzinformierte Steuerung und eine curriculumbasierte Ausbildung).\nEin Blick in die Geschichte der Fahranfängervorbereitung zeigt jedoch\, dass diese bis in die 2000er Jahre eher intuitiv und sporadisch unter dem Druck des Unfallgeschehens gesteuert wurde; ein verkehrspolitischer Diskurs zur evidenzbasierten Optimierung der Fahranfängervorbereitung kommt nur langsam in Gang. Gleichzeitig sind Indizien dafür erkennbar\, dass die an ihre Grenzen gelangte neokorporatistische Systemsteuerung mit den aus einer evidenzbasierten Steuerung resultierenden Entwicklungserfordernissen kollidiert. Als Zwischenbilanz ist zu konstatieren\, dass durch den Wechsel von der Input- zur Outputsteuerung und die Wirkungsorientierung der „Empirischen Wende“ mittlerweile einzelne Elemente der Fahranfängervorbereitung evidenzinformiert weiterentwickelt werden. Bisher ist es allerdings noch nicht ausreichend gelungen\, die Systemelemente in diesem Prozess zu verschränken.
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen September-Sitzung am 14. September zum Thema: \nAerosol-Wolken-Wechselwirkungen im Klimasystem der Erde –\nVersuch einer kritischen Bestandsaufnahme\n\n\nVortragender: Olaf Hellmuth (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nDr. Hellmuth ist Meteorologe und seit 2017 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Er studierte von 1980 bis 1987 Physik und Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete er bis 1990 als Satellitenmeteorologe und Flugwetterberater im meteorologischen Dienst der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA\, anschließend an der Satellitenbodenstation des Instituts für Kosmosforschung der AdW der DDR sowie in einem neu gegründeten Technologieunternehmen für Geoinformatik. Seit 1996 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Von 1985-2010 war er mit Lehraufgaben auf dem Gebiet der angewandten und theoretischen Meteorologie beauftragt.\nEr ist Mitglied des Deutschen Nationalen Komitees der International Association for the Properties of Water and Steam (IAPWS) sowie des Joint Committee on the Properties of Seawater (JCS). Neben Publikationen zur Turbulenzmodellierung\, Aerosolphysik und Feuchtemetrik arbeitet er an einer Review-Serie zur atmosphärischen Aerosolbildung\, von der die ersten vier Bände erschienen sind. \nAbstract:\nDas Wettergeschehen auf der Erde ist Teil einer atmosphärischen Energiekaskade\, die durch den Netto-Export von Entropie von der Atmosphäre in das Weltall angetrieben wird. Obwohl die Gesamtmasse des atmosphärischen Wassers nur etwa 2\,5 Milliardstel der Masse der Erdatmosphäre ausmacht\, spielt Wasser durch seine speziellen Eigenschaften eine Schlüsselrolle als Energietransformationsmedium.\nWasser kommt in der Atmosphäre in allen drei Aggregatzuständen – sowohl in stabiler als auch in metastabiler Form – vor. Wolken als kondensierte Wasserphase stellen ein sensibles Kettenglied in der Homöostase des Erdklimas dar und können sowohl Teil klimastabilisierender als auch\n-destabilisierender Rückkopplungen sein. Aerosole fungieren als Katalysatoren für die Wolkenbildung und sind damit ein Teil der Prozesskette der Phasenumwandlungen des Wassers in der Atmosphäre.\nIm ersten Teil des Vortrages werden die grundlegenden Elemente der atmosphärischen Energiekaskade\, physikalische Aspekte der Wolkenphänomenologie sowie die daraus resultierenden Rückkopplungswirkungen von Wolken im Klimasystem diskutiert. Der zweite Teil ist den katalytischen Wirkungen von Aerosolen für die Hydrometeorbildung\, Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen sowie der Prozessbeschreibung in Atmosphärenmodellen gewidmet. Im dritten Teil des Vortrages wird das Problem der “Imponderablen” bei der Modellierung von Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen auf klimatologischen Raum- und Zeitskalen behandelt. Anhand von ausgewählten Beispielen wird demonstriert\, dass es aufgrund des nach wie vor unzureichenden Signal-Rauschverhältnisses globaler Monitoring-Systeme für Aerosole und atmosphärisches Wasser derzeit unmöglich ist\, Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen hinreichend genau zu quantifizieren. Der Vortrag endet mit spezifischen Schlussfolgerungen für die Beobachtung und Modellierung von aerosoldynamischen und wolkenmikrophysikalischen Prozessen.
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DESCRIPTION:Das Plenum der Leibniz-Sozietät lädt ein zum traditionellen Leibniz-Tag 2017 für den 29. Juni 2017 nach Berlin. \nOrt: Archenhold Sternwarte Berlin \nProgramm (Stand 23.02.2017):\n \n10.00-10.10 Uhr       Begrüßung\n10.10-10.40              Nekrologe\n10.40-11.25              Bericht des Präsidenten\n11.25-12.30              Vorstellung der zugewählten Mitglieder\n12.30-14.00              Pause\n14.00-14.30              Musikalische Darbietung\n14.30-15.00              Auszeichungen und Übergabe der Urkunden\n15.00-15.45              Festvortrag:\nAli Mehmet Selâe Şengör (MLS): „Erdbeben-Risiko und Geologie in Europa“\n16.00                        Cocktail
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse und Klassen“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 23. Juni 2017 als Workshop zum Thema\n \nWorkshop Transformationsforschung\n14.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal
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SUMMARY:Juni-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Juni-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 08.06.2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \n\n\nDr. Sigmund Jähn\,  Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät:\n \n„Deutsche Beiträge zur Raketenentwicklung und Raumfahrt“\n\n             \n \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nDr. Sigmund Jähn ist Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Er war (vom 26. August bis 3. September 1976) der erste Deutsche im Weltraum auf den sowjetischen Raumfahrzeugen SOJUS 31\, SALUT 6 und SOJUS 29.\nNach der Ausbildung zum Jagdflieger der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) und dem Besuch der Militärakademie der sowjetischen Luftstreitkräfte bei Moskau arbeitete er von 1970 bis 1976 als Inspekteur für Flugsicherheit im Kommando Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA\, bis er im Kosmonauten-Ausbildungszentrum bei Moskau zum Raumfahrer ausgebildet wurde.\n1985 wurde er am Zentralinstitut für Physik der Erde der Akademie der Wissenschaften der DDR in Potsdam zum Dr. rer. nat. promoviert\, 1986 zum Generalmajor ernannt.\nSeine Kenntnisse und Kontakte stellt er seit 1990 für die Zusammenarbeit des russischen Kosmonauten-Ausbildungszentrums bei Moskau mit europäischen Partnern zur Verfügung: bis 1993 für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Köln) und seitdem für die Europäische Weltraum-Agentur (ESA).\nAbstract:\nDie unter dem Thema zusammenfassbaren Aktivitäten deutscher Staaten vereinigen – präzise betrachtet – theoretische Grundlagen\, die Konstruktion und den Bau von Raketen sowie von Raumschiffen\, die sich  über viele\, politisch auch wechselvolle Jahrzehnte erstrecken.\nDer Leitgedanke umfasst mehrere Zeitepochen und Gebiete: eigentlich mit der Waffentechnik des Mittelalters beginnend\, über die Beiträge des Deutschen Reichs bis 1933 – 1945 reichend\, bis 1990 in der Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Demokratischen Republik und  ab 1990 in Deutschland fortgeführt.\nSetzen wir in der Periodisierung als markantes Entwicklungskriterium das Rückstoßprinzip für das Grundkonzept der Weltraumfahrzeuge\, sind  das Jahr 1880 und Hermann Ganswindt anzuführen. Wählen wir als  wesentliches Element des Baues und Antriebs einer  Rakete den flüssigen Treibstoff\, ragen Hermann Oberth und sein Entwurf einer mit Ethanol und Sauerstoff betriebenen Rakete aus dem Jahr 1917 heraus. Das sind lediglich zwei signifikante Beispiele aus einer Entwicklungsreihe. Wie auch immer: die deutschen Beiträge zur Raketenentwicklung und Raumfahrt sind vielfältig\, außerordentlich umfangreich und – auf die Gesamtentwicklung   bezogen – höchst bemerkenswert.\nÜber die Motive und die – über das Wissenschaftlich-Technische hinausreichenden – Ziele in den einzelnen Epochen und deren politische Konstellationen (bis zur favorisierten militärischen Nutzung) wäre gesondert zu befinden. Mit diesen Aspekten befasst sich mehr oder minder systematisch eine Fülle lesenswerter bis vorzüglicher Publikationen auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus.\nDer Vortrag wählt\, diese Gegebenheiten einrechnend\, einen anderen Ansatz. Er betont\, auf der Basis teils aus privaten Sammlungen stammenden\, dem Referenten persönlich übereigneten Materials\, die bildliche Darstellung der historischen Entwicklung\, verbindet sie mit dem unmittelbaren Erleben und dem subjektiven Empfinden in der Etappe der bemannten Raumflüge. Wissenschaftler der DDR entwickelten in dieser Phase die Multispektralkamera MKF 6\, die in hervorragender Weise zur kosmischen Fernerkundung der Erde beitrug. Die DDR nahm erfolgreich am Interkosmosprogramm der Sowjetunion teil und war – neben der ESA – als internationaler Partner am Projekt Mars-Sonde Fobos beteiligt.\nDie Interpretationen mit gewinnenden und anregenden Bildbelegen reichen von den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts über den ambivalenten Abschnitt von 1930 – 1945\,  die Nachkriegszeit\, die Phasen der Internationalisierung in den 60er Jahren\, das INTERKOSMOS-Programm\, die ESA bis in die Gegenwart.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre Juni-Sitzung am 08.06.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \nDer Mensch zwischen Individualität und Kulturalität\n\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nAblaufplan der Veranstaltung\nEinführung\nDrei wissenschaftliche Vorträge à 20 Minuten:\nIm Mittelpunkt stehen kulturtheoretische Aspekte des Themas „Mensch“.\nModeration: Vizepräsidentin Prof. Dr. Dorothee Röseberg \nProf. Dr. Hubert Laitko\nCultural Turn. Kulturwissenschaften – Phänomen und Begriff \nProf. Dr. Rainer Schimming\nWas ist der Mensch? Perspektive der philosophischen Anthropologie \nPD Dr. Kerstin Störl\nAnthropologische Konstanz und kulturspezifische Variabilität \nSchlußwort:\nProf. Dr. Hans-Otto Dill\nSchlußwort und Rückblick auf Tätigkeit als Klassensekretar \nVerabschiedung des Klassensekretars Prof. Dr. Hans-Otto Dill\nNeuwahl des Klassensekretars\nWahlleiter: Prof. Dr. Jürgen Hofmann \n Abstracts und Kurzvitae der Referenten\n \nProf. Dr. Hubert Laitko: Cultural Turn. Kulturwissenschaften – Phänomen und Begriff\nDie Wissenschaftsgebiete\, die in der DDR einheitlich als „Gesellschaftswissenschaften“ galten\, wurden mit der Übernahme der in der Bundesrepublik üblichen Nomenklatur in die beiden Rubriken „Geistes­wissenschaften“ und „Sozialwissenschaften“ aufgeteilt\, ohne dass dieser Übergang von einer monoli­thischen zu einer dualen Einordnung\, der die durchgehende Elimination marxistischer Begrifflichkeiten begleitete\, wissenschaftstheoretisch problematisiert worden wäre. So wurde dieser Vorgang nicht sel­ten als bloße Umetikettierung aufgefasst. In dieser Zeit war in der westlichen Wissenschaftsszenerie jedoch bereits ein umfassender konzeptualer und methodologischer Wandel im Gange\, der als cultural turn oder „kulturalistische Wende“ bezeichnet wurde und nicht nur eine Fülle neuartiger Forschungs- und Lehrgebiete entstehen ließ\, sondern auch das Selbstverständnis und die Arbeitsweise zahlreicher traditionell etablierter Disziplinen tangierte. Zunächst forderte dieser turn vor allem die Geisteswis­senschaften heraus und erschütterte ihre Identität\, dehnte sich aber auch auf die Sozialwissenschaften aus\, erodierte die Grenzlinien zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften und ließ schließlich auch die Natur- und Technikwissenschaften nicht unberührt.\nZwei miteinander verflochtene Megatrends kennzeichnen dieses Geschehen: Erstens nimmt die Zahl der Gebiete zu\, die sich selbst als Kulturwissenschaften betrachten oder als solche betrachtet werden; zweitens werden die Wissenschaften – einerlei\, ob sie sich als Kulturwissenschaften sehen oder nicht – selbst als Kulturen sui generis aufgefasst\, eine Tendenz\, die in der Konjunktur von Termini wie „Wis­senschaftskultur“ bzw. „Wissenskultur“ zum Ausdruck kommt. Der cultural turn in der Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung der Wissenschaft geht mit zahlreichen weiteren turns (communicative\, dis­cursive\, linguistic\, performative\, pictorial/iconic\, practical etc.) einher\, deren Beziehungen zum cultural turn weitgehend ungeklärt sind. Die hochgradige Unübersichtlichkeit der Situation wird institutionell durch die vom Bologna-Prozess stimulierte Vervielfachung der Studiengänge / Fachrichtungen an den Universitäten und Hochschulen noch weiter gesteigert. Das alles fordert zu einer vertieften Selbstref­lexion der Wissenschaft heraus; dieses Desiderat kollidiert indes mit dem institutionellen Niedergang der Potenziale\, deren Aufgabe in dieser kritischen Selbstreflexion bestehen könnte (Wissenschaftsphi­losophie\, Wissenschaftsforschung usw.).\nDer Vortrag bezieht sich auf einen Aufsatz des Referenten: Kultur – Wissenschaft – Kulturwissenschaft – Wissenschaftskultur. Ein Begriffspuzzle. In: Brücken bauen. Kulturwissenschaft aus interkultureller und multidisziplinärer Perspektive. Festschrift für Dorothee Röseberg zum 65. Geburtstag. Hrsg. von M.-Th. Mäder\, Ch. Metzger\, S. Neubert\, A. P. Oloukpona-Yinnon & L. Schellenberg. Transcript Verlag: Bielefeld 2016\, S. 19-41. \nKurzvita:\nHubert Laitko ist Wissenschaftshistoriker und gehört der Leibniz-Sozietät seit 1994 an. Nach dem Stu­dium der Journalistik und der Philosophie in Leipzig und einer planmäßigen Aspirantur für philosophi­sche Fragen der Naturwissenschaft an der HU Berlin (Promotion 1964) war er von 1964 bis 1969 als Assistent und Oberassistent am Institut für Philosophie der HU und von 1969 bis 1991 als wissenschaft­licher Mitarbeiter\, Forschungsgruppenleiter und Bereichsleiter am Institut für Theorie\, Geschichte und Organisation der Wissenschaft (ITW) der AdW der DDR zu Berlin tätig. Von 2007 bis 2014 war er Lehr­beauftragter für Geschichte der Naturwissenschaft im Studiengang „Kultur und Technik“ an der Bran­denburgischen Technischen Universität Cottbus. Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Ge­sellschaft für Wissenschaftsforschung e.V. (Berlin).\nAls Herausgeber\, Mitherausgeber\, Autor oder Mitautor war er an über 300 Buch- und Zeitschriften­publikationen beteiligt. \nProf. Dr. Rainer Schimming: Was ist der Mensch? Perspektiven der Philosophischen Anthropologie\nDie Aufforderung „Mensch\, erkenne dich selbst!“ kann sich an ein Individuum\, ein Kollektiv oder aber die ganze Menschheit richten. Letzteres\, d.h. das Selbstverständnis des Menschen als Gattung\, ist die Perspektive der Philosophischen Anthropologie. Im engeren Sinne fragt sie nach dem Wesen des Men­schen. Darüber ist man bis heute uneins. Wir stellen einige Wesensbestimmungen vor und favorisieren die Exzentrizität des Menschen im Sinne von Helmuth Plessner. \nKurzvita:\nAb 1964 Studium der Mathematik an der Universität Leipzig\, 1971 Promotion und 1979 Habilitation dort. Von 1981 an Dozent für Analysis an der Universität Greifswald\, ab 1996 Professor dort. For­schungsgebiet Mathematische Physik\, einschließlich Allgemeiner Relativitätstheorie. Etwa 100 Veröf­fentlichungen. Lehre außerdem in Geometrie und Mathematischer Biologie. Post-Doc-Aufenthalte 1975/76 in Kiew und 1986 am Einstein-Laboratorium in Potsdam. Seit 2004 Mitglied der Leibniz-Sozi­etät. Im Ruhestand verstärkte Hinwendung zu philosophischen Problemen der Mathematik und Na­turwissenschaften. \nPD Dr. Kerstin Störl: Anthropologische Konstanz und kulturspezifische Variabilität\nDas Thema „Mensch“ kann von den unterschiedlichsten Fachdisziplinen aus betrachtet werden. Hier wird eine linguistisch-kulturwissenschaftliche Perspektive unter Bezugnahme auf die mentalen Reprä­sentationen versucht. Menschliche Individuen besitzen gemäß ihrer biologischen Konstitution gemein­same Merkmale\, haben aber auch übereinstimmende psychische und soziale Eigenschaften. Anderer­seits gibt es so viele Differenzen zwischen den Individuen\, dass man jeden Menschen als einmalig und unverwechselbar charakterisieren kann. Zwischen den beiden Extremen „allgemein-menschlich“ und „individuell“ versucht der einzelne Mensch sich an bestimmten Gruppen zu orientieren\, die kulturspe­zifisch variabel sind. Dabei ist zu beobachten\, dass eigenes kulturspezifisches Verhalten häufig als all­gemein-menschlich interpretiert wird\, was in der Regel mit der Ignoranz fremder Kulturen einhergeht. Beispiele und Hintergründe verschiedener Kulturen sollen die Problematik erhellen und zur Beantwor­tung der Frage führen: Warum wird häufig als anthropologische Konstante interpretiert\, was eher in­dividuell oder kulturspezifisch variabel ist? \nKurzvita:\nStudium der Hispanistik und Anglistik in Berlin und Havanna. 1984 Promotion zur hispanistischen Sprachwissenschaft. 1996 Habilitation auf dem Gebiet der Romanischen Philologie. Gastprofessuren an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald\, der Technischen Universität Berlin\, der Universität Rostock und an der Universität Paderborn. Zurzeit Lehrauftrag zur Kulturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle.\nLehre\, Forschung und Publikationstätigkeit zur Romanistik\, Linguistik\, Übersetzungswissenschaft\, Eth­nolinguistik\, Lateinamerikanistik\, Altamerikanistik sowie zur Kultur- und Kommunikationswissenschaft. Interdisziplinäre Anknüpfungspunkte an Philosophie und Psychologie. Vorträge und Feldforschungen in Peru\, Bolivien\, Kolumbien\, Kuba\, Kamerun u. a. Herausgabe der Buchreihen „Sprachen\, Gesellschaf­ten und Kulturen in Lateinamerika“ und „Stil: Kreativität – Variation – Komparation“.\nStellvertretende Klassensekretarin für Geistes- und Sozialwissenschaften in der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. Amtierende Leiterin der Arbeitsstelle „Diversität und Hybridität im Kon­text von Kultur\, Sprache und Kommunikation“ an der Technischen Universität Berlin. Mitglied der Quechua-Forschungsgruppe „Rimasqa Rimana“ der Freien Universität Berlin sowie der „Grupo de E­studos e Pesquisas em Metalexicografia e Lexicografia“ der Universidade Federal do Rio Grande do Sul\, Brasilien.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Juni-Sitzung am 08.06.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \nDarwins „Mysterium der Mysterien“ und die Höhlenzikaden Hawai’is\n\nVortragender: Andreas Wessel (Berlin)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nAndreas Wessel studierte Biologie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, wobei ihm Günter Tembrock (1918-2011) zum wichtigsten Lehrer wurde. Nach einem Stipendium im Rahmen eines DFG-Graduiertenkollegs war er 2002-2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Naturkunde (damals noch Teil der Humboldt-Universität). Es folgten kurzfristige Anstellungen\, Lehraufträge und Professurvertretungen an den Universitäten Münster\, Siegen\, Jena und Hamburg. Seit 2013 ist er freiberuflich als wissenschaftlicher Autor und Publizist in Berlin tätig.\nNeben Fragen der Geschichtlichkeit von Organismen beschäftigt ihn auch die Geschichte der Biologie\, hierbei angeregt und angeleitet durch Ilse Jahn\, Ernst Mayr und Rolf Löther. Seine fachwissenschaftliche Forschung beschäftigt sich mit der Evolution von Insekten.\nAbstract:\nIm zweiten Satz seines epochalen Werkes On the Origin of Species (1859) bezeichnet Charles Darwin die Entstehung von Arten als das „Mysterium der Mysterien“\, auf das er einiges Licht zu werfen gedenke. Obzwar nun Origin ohne Zweifel zahlreiche Antworten auf Fragen der damaligen Naturforschung bot (und gleichzeitig unzählige Fragen aufwarf\, die uns bis heute beschäftigen)\, hat sich Darwin um das titelgebende Problem herumgedrückt: wie denn nun neue Arten entstünden – und was denn Arten überhaupt seien. Das „Artproblem“ steht seitdem als Grundfrage der Evolutionsbiologie in ständigem an- und abschwellenden Disput.\nPraktische Probleme des Studiums der Entstehung neuer Arten in der Natur sind die für den Vorgang benötigte Zeit und die Einmaligkeit jeder Artaufspaltung. Im Vortrag wird erläutert\, inwieweit Insekten\, die in den Lavahöhlen Hawai’is leben\, ein Fallbeispiel für schnelle Anpassungswechsel und schnelle Artaufspaltung durch sogenannte Gründereffekte liefern könnten. Das Beispiel wird auch genutzt\, um das Verhältnis von Beobachtung\, Experiment und Theorie zu beleuchten.
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SUMMARY:Kolloquium Energiewende 2.0
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt in Kooperation mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW) ein öffentliches Kolloquium durch zum Thema \nEnergiewende 2.0\nKonzeption \nProgramm \nOrt: BVV-Saal\, Rathaus Tiergarten\, Berlin
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SUMMARY:Mai-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Mai-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 11.05.2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nKonzept einer Postwachstumsgesellschaft\nReferent: Frank Adler (Berlin)\n \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V:\nStudium der Philosophie an der HUB\,\nSoziologe an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften\,\nPromotion und Habilitation zu industriesoziologischen Themen\,\nMitarbeit an internationaler Vergleichsforschung\,\n1990 Mitgründer des BISS e.V.\,\nZunächst Forschung zu sozialstrukturellen Themen\, u. a.: DFG-Projekt zum Wandel der Ungleichheitsstruktur in Ostdeutschland\,\nPostgraduales Studium Umweltwissenschaften an der HUB\,\nNachhaltigkeitsforschung im Rahmen eines BMBFT-Projektes\,\nDanach: Analyse des sozialökologischen Diskurses\, jetziger Schwerpunkt: Wachstumskritik\, Postwachstum \nNeuere Publikationen (Auswahl):\nFrank Adler/Ulrich Schachtschneider (2010): Green New Deal\, Suffizienz oder Ökosozialis- mus? Konzepte für gesellschaftliche Wege aus der Ökokrise\, oekom\, München;\nDies. (Hrsg.) (2017): Wege zur wachstumsunabhängigen Gesellschaft\, oekom\, München;\nFrank Adler (2015): „Postwachstum“ als radikal kritische und konkret-utopische Transformationsperspektive\, in. M.Brie (Hrsg.): Lasst und über Alternativen reden\, S. 77-129\, VSA\, Hamburg. \nAbstract:\n0. Was habe ich vor?\nÜberblick über ein dynamisches gesellschaftskritisches Forschungs-\, Diskurs- und Bewegungsfeld.\n1. Vorab-Klärung:\n–   Was bedeutet hier „Wachstum“?\n–   Worauf zielen Wachstumskritik und Postwachstum?\n2. Drei Phasen der Wachstumskritik seit den 1960er Jahren\n3. Hauptgründe für eine Richtungsänderung zu PW\n4. Konturen einer Postwachstumsökonomie und –gesellschaft\n5. Übergänge und Akteure\n6. Ein zeitdiagnostischer Deutungsversuch der Debatte \n 
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SUMMARY:Nichtöffentliche Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Nichtöffentliche Veranstaltung \nGeschäftssitzung\nam 11. Mai 2017; 12.30 bis 13.30 Uhr und 15.30 bis 16.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nDie Einladung geht gesondert zu.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre Mai-Sitzung am 11.05.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Auf den Trümmern der organisierten Arbeiterbewegung: Der Mai 1933 und die Gründung der Deutschen Arbeitsfront“\n\nVortragender: Rüdiger Hachtmann (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nProf. Hachtmann ist Historiker\, Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam\, apl. Professor an der TU Berlin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2015.\nAus seiner Feder erschienen bisher u.a. folgende Monographien: Industriearbeit im „Dritten Reich“ (1989); Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution (1997); Epochenschwelle zur Moderne. Einführung in 1848/49 (2002); Wissenschaftsmanagement im Dritten Reich (2007); Tourismus-Geschichte (2007); Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront (2012). Zur Zeit arbeitet er an folgenden (Monographie-)Projekten: „Gesamtdarstellung der Deutschen Arbeitsfront“ sowie „Das fordistische Jahrhundert“ \nAbstract:\nDrei zentrale Aspekte der NS-Geschichte werden in dem Vortrag thematisiert:\nErstens der innere Zustand der gespaltenen Arbeiterbewegung\, insbesondere die „autoritäre Zurichtung“ der Organisationen beider Hauptströmungen der linken Arbeiterbewegung\, die breite Schichten der „Volksmassen“ (Kurt Pätzold) daran hinderte\, ihre Ablehnung der Hitler-Bewegung offensiv zu artikulieren.\nZweitens der Ablauf der Inszenierung des 1. Mai 1933 und die Verankerung des Nazismus unter Arbeitern wie Angestellten in der ersten Phase der NS-Machtetablierung.\nDrittens der analytisch schwer fassbare Koloss Deutsche Arbeitsfront\, der auf den Trümmern der zerschlagenen Arbeiterbewegung entstand – und eine Art volkspädagogische Behörde der Hitler-Bewegung für die reichsdeutsche Arbeitnehmerschaft gewesen ist.
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SUMMARY:Themenänderung! - Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Achtung: Themenänderung !! \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Mai-Sitzung am 11.05.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Über den Umgang mit Unbestimmtheit“\n\nVortragender: Gerhard Banse (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nProfessor Gerhard Banse ist Technikphilosoph und gehört der Leibniz-Sozietät seit 2000 an; seit 2012 ist er deren Präsident.\nNach Pädagogik-Studium und Doktorat arbeitete er von 1974 bis 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW)\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und am Institut für Philosophie der Universität Potsdam sowie Gastwissenschaftler an der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen GmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von 1999 bis 2011 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT – Karlsruher Institut für Technologie\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH). Derzeit ist er Senior-Wissenschaftler an der EA European Academy of Innovation and Technology Assessment Bad Neuenahr-Ahrweiler.\nNach der Promotion (1974) und der Habilitation (1981) wurde er 1988 zum Professor für Philosophie an der AdW ernannt. 2000 erfolgten die Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sowie die Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 die Ernennung zum Professor e.h. der Schlesischen Universität Katowice (Polen). Darüber hinaus lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der TH Wismar und der Technischen Hochschule (Polytechnikum) Rzeszów (Polen).\nEr ist als Herausgeber\, Mitherausgeber\, Autor oder Mitautor an über 400 Buch- und Zeitschriftenpublikationen beteiligt. \nAbstract:\nDer Vortrag basiert auf dem Beitrag des Vortragenden „Über den Umgang mit Unbestimmtheit“ in „Leibniz Online. Zeitschrift der Leibniz-Sozietät e.V.“\, Nr. 22 (2016) (https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2016/03/Banse.pdf).\n„Unbestimmtheit“ war und ist in unterschiedlichster Weise ein zentraler Topos der Reflexion über die Lebenswelt. Entsprechend vielfältig sind die (wissenschaftlichen) Denkansätze\, die auf ihr Verständnis und den Umgang mit ihr\, ihre „Reduzierung“ oder gar „Überwindung“ gerichtet sind. Einer dieser Denkansätze ist die (interdisziplinäre) Risikoforschung\, auf die im Vortrag näher eingegangen wird. \nZentral sind dabei folgende Einsichten/Überlegungen:\nUnbestimmtheit bedeutet eine nicht-vorhandene strenge Determiniertheit zwischen (Handlungs-)Absicht und (Handlungs-)Ergebnis oder keine direkten Ursache-Wirkungs-Beziehungen bzw. eines entsprechenden Wissens (unvollständige Information) darüber.\nRisiko kann gefasst werden als Chance zum Gelingen eines Vorhabens (positiver Verlauf: das angestrebte Ergebnis tritt ein\, das Handlungsziel wird erreicht) oder seines Misslingens (negativer Verlauf: das angestrebte Ziel tritt nicht\, nur bedingt teilweise oder verspätet ein\, das Handlungsziel wird verfehlt). Risikohandeln schließt ein\, dass eine Handlung in Übereinstimmung mit den gehegten Absichten abgeschlossen wird oder nicht; die Unbestimmtheit der Zielerreichung wird bewusst in Kauf genommen. Risikowissen ist Wissen für den (auch methodischen) Umgang mit dieser Unbestimmtheit zukünftiger Zustände\, es bezieht sich auf die (Ab-)Schätzung von Eintrittshäufigkeiten\, die Abschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten\, die Ereignisvoraussage\, die Handlungsauswahl und die (möglichen) Handlungsfolgen. \nRisiko ist immer Chance und Gefahr zugleich\, Chance\, ein angestrebtes Ziel zu erreichen\, bei dem etwas zu gewinnen versprochen oder in Aussicht gestellt wurde\, Gefahr\, dass man etwas Existierendes zur Disposition stellt\, durch sein Handeln beschädigt oder verliert. Beides sind Möglichkeiten\, die sich (erst) zukünftig als Handlungsfolgen einstellen oder als Wirkungen ergeben können: Während in der Gegenwart zu entscheiden und zu handeln ist\, stellen sich die (möglichen) Wirkungen der Handlung erst zukünftig ein.\nReduzierung\, Limitierung oder Eingrenzung der Unbestimmtheit sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (ursachenorientiert) als auch des zu erwartenden Schadensausmaßes (wirkungsorientiert)\, d.h. eine zielgerichtete Einflussnahme und produktive Handhabung („Beherrschung“) von Unbestimmtheit ist präventiv durch verschiedene Vorgehensweisen möglich. Dabei wird „Mehrdeutigkeit“ nicht in erster Linie in „Eindeutigkeit“ überführt\, „Zufälligkeit“ nicht auf „Notwendigkeit“ zurückgeführt – obwohl das nicht ausgeschlossen ist –\, sondern als „eindeutig“ und „wohlbestimmt“ gefasst und behandelt. Auf diese Weise wird vor allem ein methodischer Gewinn erzielt\, erlaubt doch diese „Idealisierung“ und „Reduktion“ (die allerdings immer auch eine „Ausblendung“ – möglicherweise relevanter Zusammenhänge o.ä. – ist!) die Anwendung spezifischer Methoden und ermöglicht (erst) einen rationalen Zugriff auf Situationen unvollständiger Information.\nDies kann jedoch nicht verhindern\, dass ein Leben unter Unbestimmtheit (in einem unbestimmten Ausmaß!) als Normalität verbleibt.
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SUMMARY:Frühjahrstreffen 2017 des Arbeitskreises GeoMUWA ; 2. Tag
DESCRIPTION:Wissenschaftliches Kolloquium \n„Die Förderung der wissenschaftlichen Geodäsie seit Friedrich Robert Helmert (1843-1917)“\nDer AK GeoMUWA vertritt die Leibniz-Sozietät als Hauptveranstalter des Kolloquiums. Mitveranstalter sind das GFZ Potsdam\, der DVW Landesverein Berlin-Brandenburg und das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin. \nEinladung und Programm \nZeitplan 2. Tag \ns.a.: Frühjahrstreffen 2017 des Arbeitskreises GeoMUWA ; 1. Tag\nKontakt: Prof. Dr. Heinz Kautzleben\, MLS\, kautzleben@t-online.de
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SUMMARY:Frühjahrstreffen 2017 des Arbeitskreises GeoMUWA ; 1. Tag
DESCRIPTION:Der AK GeoMUWA vertritt die Leibniz-Sozietät als Mitveranstalter bei der \nFeier der Inbetriebnahme  des damals neuen Standortes des Königlich Preußischen Geodätischen Institutes im Gelände der Königlichen Observatorien auf dem Telegraphenberg bei Potsdamvor 125 Jahren.\nHauptveranstalter ist das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Kontakt: Prof. Dr. Harald Schuh\, MLS\, schuh@gfz-potsdam.de \ns.a. Ankündigung und Programm \n 
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SUMMARY:April: Gemeinsame Sitzung der Klassen Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Beide Klassen führen ihre April-Sitzung am 06.04.2017 als gemeinsames öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Molekulare Netzwerke in Biologie und Medizin“\n\nWissenschaftliches Programm und Abstracts\n \nFlyer zur Veranstaltung \n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse und Klassen“: Terminänderung auf 24.03.2017
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 24.03.2017 als Workshop zum Thema\n \nGobale Transformation\n\n14.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Neuer Ort: Kleiner Saal im Erdgeschoss
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 23. 03. 2017 als Workshop zum Thema\n \nNaturgesetze sind einfach – Evidenzen aus der Geschichte der Physik\nVortrag von Dr. Alexander Unzicker (München) \n10:30 bis 12:30 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Unzicker ist Physiker\, Jurist und promovierter Gehirnforscher. Sein Erstlingswerk „Vom Urknall zum Durchknall – die absurde Jagd nach der Weltformel“ (Springer\, 2010)\, wurde von „Bild der Wissenschaft“ als „Wissenschaftsbuch des Jahres“ ausgezeichnet und löste eine Kontroverse über den Zustand der Physik aus. 2013 erschien es auf Englisch als “Bankrupting Physics” bei Palgrave Macmillan.\nEinfachheit in Naturgesetzen ist ein wiederkehrendes Thema in Unzickers Thesen\, insbesondere in seinem neuesten Buch “Einsteins verlorener Schlüssel – warum wir die beste Idee des 20. Jahrhunderts übersehen haben.” Unzicker hält zahlreiche Vorträge und interviewt auf seinem Youtube-Kanal regelmäßig Physiker zu fundamentalen Fragen der Physik.\nAbstract:\nDem bekannten Diktum Albert Einsteins “Eine Theorie hat kaum Aussicht auf Wahrheit\, wenn sie nicht logisch sehr einfach ist” würden die meisten Wissenschaftler sicher zustimmen. Aber gibt es außer Anekdoten um große Physiker einen zwingenden Grund\, dass Naturgesetze einem Prinzip der Einfachheit genügen müssen? Ja – klare Evidenz aus der Geschichte der Physik. Diese liefert uns auch eine eindeutige Definition des scheinbar subjektiven Begriffes: Einfach ist eine Theorie dann\, wenn sie über wenige freie Parameter\, genannt auch Naturkonstanten\, verfügt.\nTatsächlich wird gezeigt\, dass fast alle wissenschaftlichen Revolutionen mit einer Verringerung dieser willkürlichen Zahlen einhergingen. So nachvollziehbar dies ist\, so unbequem ist diese Folgerung für die derzeitigen Standardmodelle der Physik: Die inflationäre Verwendung von inzwischen über fünfzig derart anpassbarer Parametern zeigt unweigerlich\, dass sich die moderne Physik in einer Sackgasse befindet. Ein spezieller Ausweg wird hier näher vorgestellt: Eine vergessene Idee Einsteins aus dem Jahr 1911\, die die Anzahl der freien Parameter in der Kosmologie drastisch verringern würde.
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SUMMARY:März- Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die März-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 09.03.2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nZum Begriff der Arbeit und der Arbeitsverhältnisse: globale vs. eurozentristische Perspektive im  modernen Arbeitsdiskurs\nReferentin: Andrea Komlosy (MLS)\n \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nFrau Prof. Komlosy ist Wirtschafts- und Sozialhistorikerin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2010. Sie arbeitet als a.o. Univ. Prof. am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien zu Fragen ungleicher regionaler Entwicklung im kleinräumigen und weltregionalen Maßstab. Die Referenzregionen reichen vom österreichisch-böhmischen Grenzgebiet über die Habsburgermonarchie und ihre Nachfolgestaaten bis zu Fragen der Ungleichheit in der Weltwirtschaft. Sie verbindet eine regionalhistorische Herangehensweise mit einer globalhistorischen Verknüpfung und Einbettung der Regionen in einen weltweiten Interaktionszusammenhang.\nDer Vortrag basiert auf Ihrem Buch „Arbeit. 13.-21. Jahrhundert. Eine globalhistorische Perspektive“ (Wien 2014\, Promedia Verlag). \nAbstract:\nDem Vortrag liegt ein breiter Arbeitsbegriff zugrunde\, der kommodifizierte\, reziproke\, tributäre und Arbeit für die Gemeinschaft einschließt. Gleichzeitig wird die Frage gestellt\, welche Tätigkeiten in der europäischen Geschichte jeweils als Arbeit angesehen wurden. Schon die Sprache weist auf das Spannungsfeld zwischen mühevoller Arbeit (labor) und kreativer Verwirklichung (opus) hin\, das erst durch die kapitalistische Rationalität auf produktive Erwerbstätigkeit verengt wurde.\nIn mehreren Zeitschnitten vom Mittelalter bis zur Gegenwart wird ersichtlich\, dass der globale Kapitalismus keineswegs die lineare Durchsetzung von freier Lohnarbeit bedeutete\, sondern auf der klein- und großräumigen Kombination von immer wieder neuen Formen von freien und unfreien\, bezahlten und unbezahlten\, gesicherten und ungesicherten Arbeitsverhältnissen beruht.\nDie globale Perspektive wird als Türöffner für eine notwendige Erweiterung des Arbeitsbegriffs angesehen\, der am Ende des 19. Jahrhunderts auf bezahlte\, sozial gesicherte Erwerbsarbeit reduziert wurde – eine Reduktion\, die in den meisten Weltregionen niemals mit der Lebenswirklichkeit übereinstimmte und in den letzten Jahren auch in den alten Industriestaaten durch Prekarisierung und Informalisierung zunehmend unter Druck gerät.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre März-Sitzung am 09.03.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Die Souveränität als Moment der Individualitätsentwicklung”\n\nVortragender: Karl-Friedrich Wessel (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Achtung Raumänderung! BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nProf. Wessel ist Philosoph und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2016. 1977 bis 1990 leitete er in der Nachfolge von Hermann Ley den Bereich Philosophische Probleme der Natur-\, technischen und mathematischen Wissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin\, danach war er bis 2000 Leiter des Instituts für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik an der HUB\, seitdem führt er das Projekt Humanontogenetik dortselbst fort. Gemeinsam mit Günter Tembrock und Günter Dörner hat er die Humanontogenetik begründet (hervorgegangen aus dem Projekt „Biopsychosoziale Einheit Mensch“) \nAbstract:\nDie Begriffsbestimmung „Souveränität ist die Fähigkeit des Individuums\, über seine eigenen\, inneren Angelegenheiten zu verfügen und stets Änderungen in dieser Verfügung vornehmen zu können“ wird auf der Basis des Konzeptes von der biopsychosozialen Einheit des Menschen erläutert.\nHervorgehoben wird insbesondere die Tatsache\, dass die Souveränität ein dynamischer Prozess ist und somit in der Ontogenese einer permanenten Entwicklung unterliegt. Unter diesem Aspekt wird der Zusammenhang von Sensibilität und sensiblen Phasen der Entwicklung charakterisiert. Abschließend folgen Bemerkungen über die Souveränität von Wissenschaftlern im Prozess der wissenschaftlichen Arbeit.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre März-Sitzung am 09.03.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Entropie\, Information und Energie\, Feldwirkung und Verschränkung”\n\nVortragender: Lothar Kolditz (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Achtung Raumänderung!  Kleiner Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten (Erdgeschoss) \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \nAbstract:\nDer Vortrag ist eine Weiterführung zum Vortrag Entropie\, Selbstorganisation und Evolution\, der Energieaustausch (Leibniz Online Nr. 23 [2016]. Das Gebiet ist zwar wissenschaftlich anspruchsvoll und dem allgemeinen Verständnis nicht sofort zugänglich\, es hat jedoch erheblichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Weltanschauung.\nDie verschiedenen Entropiearten werden miteinander verglichen und in der Form des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik auf die ihnen zutreffenden Bereiche angewendet. Dabei wird festgestellt\, dass der zweite Hauptsatz jeweils die Möglichkeit des Ablaufes des Vorganges anzeigt. Ob der Ablauf stattfindet\, hängt jeweils von weiteren Bedingungen ab\, wie in der Chemie von der Überwindung von Aktivierungsschwellen und bei handelnden Individuen von der Überwindung von Hemmschwellen.\nMaxwell hat 1871ein Gedankenexperiment veröffentlicht\, das die Gültigkeit des zweiten Hauptsatzes in Frage stellen sollte. Ein Wesen\, dessen Sinne so geschärft sind\, dass es die einzelnen Moleküle sehen und verfolgen kann\, lässt in einem Gasvolumen\, das in die Bereiche A und B aufgeteilt ist\, durch Öffnen und Schließen eines Loches zwischen den Bereichen die schnellen Moleküle nach A wandern und die langsamen nach B. Damit würde ohne Arbeitsaufwendung ein Temperaturunterschied zwischen beiden Bereichen entstehen\, der die Möglichkeit zur Konstruktion eines perpetuum mobile zweiter Art eröffnet. Das Wesen wurde später Maxwellscher Dämon genannt.\nBis in die heutige Zeit gibt es verschiedene Erörterungen zur Aufspürung des Fehlers im Gedankenexperiment von Maxwell. Herausgehoben werden sollen aus diesen Erörterungen die Ausführungen von Szilárd in seiner Habilitationsarbeit 1929: Über die Entropieverminderung in einem thermodynamischen System bei Eingreifen intelligenter Wesen. Szilárd konstruierte ein Modell\, das in den Bereichen A und B nur ein Molekül enthält. Ist das Molekül in B\, kann der Kolben in A vorrücken. Das Molekül drückt den Kolben zurück\, wobei Arbeit an einem Gewicht ausgeübt wird. Die Auflösung des Widerspruchs zum zweiten Hauptsatz liegt in der Information\, die das Wesen erlangen muss\, ob sich das Molekül in A oder B aufhält. Die thermodynamische Entropieverminderung beim Vorgang wird durch die Messung\, die zur Beobachtung notwendig ist. mit einem gleichen Betrag wieder ausgeglichen. Szilárd hat damit wohl zum ersten Mal die Begriffe Information und Entropie miteinander verbunden.\nMit der Anwendung der Shannon-Entropie auf den zweiten Hauptsatz lässt sich die Energie berechnen\, die benötigt wird\, um eine bestimmte Menge an Bit als Information weiterzugeben. Der Umrechnungsfaktor entspricht dem von Szilard ermittelten Ausdruck.\nIn Zusammenhang mit der Feldwirkung muss ein quantenphysikalischer Begriff\, die Verschränkung\, in die Betrachtung einbezogen werden. Verschränkte Teilchen hängen so eng zusammen\, dass die Messung an einem Teilchen sofort die Eigenschaft  des anderen Teilchens bestimmt\, auch wenn sie sich deutlich getrennt voneinander aufhalten.\nDer Nachweis der Verschränkung\, die Einstein ablehnte und als spukhafte Fernwirkung bezeichnete\, ist neuerdings gelungen. Die Frage\, ob nicht nur Elementarteilchen\, sondern auch größere Teilchen der Verschränkung unterliegen können\, wird erörtert.\nVon der Betrachtung der viele Wissensgebiete umfassenden Bedeutung der Entropie führt der Weg über die Kraftfelder zu den Grundkräften und zu Ansichten\, die im Zentrum der heutigen Weltanschauung liegen.\nDie Gravitation ist die einzige nach heutiger Erkenntnis nicht abschirmbare Kraft. Sie wird als selbstständige Urkraft eingeschätzt\, die nicht mit den anderen Grundkräften – der elektromagnetischen Kraft\, der starken und der schwachen Kernkraft – vereinigt werden kann. Es wird die Vermutung ausgesprochen\, dass die schweren Massen im Gravitationsfeld verschränkt sind\, was eine neue Bewertung der Gravitation erfordern würde und das Rätsel um Dunkle Materie und Energie einer Lösung näher bringen könnte.
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SUMMARY:Februar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Februar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 09.02.2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nDer Blick auf ostdeutsche Literatur im geteilten und im vereinten Deutschland – Kanonkämpfe und Deutungskonkurrenzen\nReferentin: PD DR. Birgit Dahlke (Berlin) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: Archenhold-Strenwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptor 1\, 12435 Berlin \nC.V.:\nFrau Dr. Dahlke ist Literaturwissenschaftlerin und leitet seit 2016 die neu eingerichtete „Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf“ an der Humboldt- Universität Berlin. Nach der Promotion (1994\, FU Berlin) und der Habilitation (2003\, HU Berlin) hatte sie Gastprofessuren inne 2007 an den Universitys of Newcastle und of Nottingham\, 2008 an der University of Illinois at Urbana-Champaign sowie 2011 an der Georgetown University in Washington DC. Vortragsreisen unternahm sie in die USA\, nach Kanada\, Frankreich\, Großbritannien\, Polen\, Ungarn\, Lettland\, Estland\, Rumänien\, Finnland\, Belgien und in die Schweiz.\nNeben diversen Aufsätzen zur Literatur des 19.\, 20. und 21. Jahrhunderts hat sie drei Monographien veröffentlicht:\nPapierboot. Autorinnen aus der DDR – inoffiziell publiziert. Verlag Königshausen & Neumann\, Würzburg 1997 (Promotionsschrift);\nJünglinge der Moderne. Jugendkult und Männlichkeit in der Literatur um 1900. Böhlau Verlag\, Köln\, Weimar\, Wien 2006 (Habilschrift) sowie\nWolfgang Hilbig (Biographie). Wehrhahn Verlag\, Hannover 2011. \nAbstract:\nDas Bedürfnis nach Vereinfachung führte vor wie nach 1989 zu polarisierenden Wertungen über in der DDR entstandene Texte\, zu Einteilungen in affirmative und kritische\, offizielle und inoffizielle Literatur. Wovon ist es abhängig\, welche Texte\, welche Namen in den gesamtdeutschen Kanon eingehen? Welche Erkenntnisse erbrachte die Öffnung der verschiedensten Archive nach dem Mauerfall – und welche neuen blinden Flecken? Nach einer Flut an quellengestützten Studien über die Behinderung von Autoren durch Zensur\, Staatssicherheit und Parteiapparat in einer politisch „durchherrschten“ geschlossenen Gesellschaft erschienen in den letzten zwei Jahrzehnten Tagebücher und autobiographische Romane\, vor allem aber auch Brief-Editionen\, die einen neuartigen Einblick in die konkreten Alltagsbedingungen ermöglichen\, unter welchen geschrieben wurde. Gab es das „Leseland DDR“?
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre Februar-Sitzung am 09.02.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Region und Geschichte. Konzeptionelle und methodische Probleme am Beispiel eines Berliner Bezirks“\n\nVortragender: Jürgen Hofmann (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nC.V.:\nProf. Hofmann ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2010. Er studierte Gesellschaftswissenschaften und Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Von 1970 bis 1990 arbeitete er als Assistent\, Forschungsbereichsleiter und stellvertretender Institutsdirektor an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften. 1976 wurde er mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen/Hansemann promoviert. 1983 folgte die Promotion B (Habilitation) zur nationalen Politik der SED.\nVon 1981 bis 1990 war er Mitglied des Zentralvorstandes der Gesellschaft für Heimatgeschichte im Kulturbund der DDR. 1989 wurde er zum ordentlichen Professor berufen. Von 1991 bis 2008 war er als Mitarbeiter bzw. Leiter in verschiedenen Projekten zum Identitätswandel in Ostdeutschland\, zur Geschichte Preußens und zur Regionalgeschichte Berlins tätig. Seit 2009 widmet er sich der freien Forschung zu den Schwerpunkten Revolutionsgeschichte 1848/49\, Geschichte der Arbeiterbewegung\, deutsche Zeitgeschichte und Regionalgeschichte Berlins. Hofmann ist Kuratoriumsmitglied der Internationalen Tagung der Historiker(innen) der Arbeiter- und andere sozialer Bewegungen in Wien sowie Mitglied des Kuratoriums für den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin. Jüngste Veröffentlichungen: Lichtenberg. Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks (2013)\, Oskar Ziethen. Stationen eines preußischen Kommunalbeamten (2016). \nAbstract:\nRegionalgeschichte steht in einem komplexen Wechselverhältnis zur Landesgeschichte\, zur Nationalgeschichte und über diese vermittelt zu internationalen Vorgängen. Dennoch ist Regionalgeschichte kein verkleinertes Abbild historischer Ereignisse und Prozesse aus größeren Zusammenhängen. Regionalgeschichte entwickelt nicht selten eine Spezifik und Eigendynamik\, die sie von nationalen und internationalen Vorgängen unterscheidet. Manchmal gehen die Initialzündungen für relevante Ereignisse und Veränderungen von einer Region aus\, und manchmal werden Umbrüche und Veränderungen im Nachgang\, phasenverschoben\, vollzogen. Die besonderen regionalen und örtlichen Bedingungen müssen sich im regionalgeschichtlichen Narrativ ebenso wiederfinden wie ihre Kontextualisierung mit den Prozessen der Landes- und Nationalgeschichte. Regionalgeschichte lenkt den Focus auf Akteure\, die in der „Königsperspektive“ größerer Meistererzählungen kaum Erwähnung finden können. Besondere Anforderungen ergeben sich aus territorialen Veränderungen\, mit denen der Gegenstand von Regionalgeschichte sich verengt bzw. weitet. Stärker als andere Fachgebiete ist Regionalgeschichte auf die Kooperation mit Laienforschern angewiesen\, die einen erheblichen Anteil am Forschungsertrag haben und ohne die nicht die wünschenswerte Detailliertheit erreicht werden kann. Da die Adressaten regionalgeschichtlicher Publikationen in der Regel vor allem historisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind\, sollte in der Regel auch die Darstellung auf dieses Zielpublikum zugeschnitten sein.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Februar-Sitzung am 09.02.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Im Zwischenbereich: Kunst und Komputer”\n\nVortragender: Prof. Dr. Frieder Nake (Bremen) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nC.V.:\nProf. Nake ist seit 1972 Professor für Interaktive Grafische Datenverarbeitung an der Universität Bremen\, seit ein paar Jahren zwar emeritiert\, aber noch immer in vollem Einsatz in Lehre und Forschung. Er leitet dort die Gruppe compArt; seit 2005 hat er zusätzlich einen Lehrauftrag für Digitale Medien an der Hochschule für Künste in Bremen.\nSein akademischer Werdegang begann mit dem Studium der Mathematik an der Universität Stuttgart (damals noch Technische Hochschule)\, wo er neben anderen auch Vorlesungen in Philosophie\, Literatur\, Physik\, Elektrotechnik und Geschichte hörte. Nach dem Diplom (1964) war er bis 1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechenzentrum der Universität Stuttgart. Nach der Promotion (1967) ging er 1968-1969 als Postdoctoral Fellow an die University of Toronto\, Computer Science. Im Jahr 1970 wurde er Assistant Professor an der University of British Columbia in Vancouver\, wieder in Computer Science. Von dort wurde er 1972 nach Bremen berufen.\nLehrend oder forschend war er an folgenden Universitäten tätig: Universität Wien\, Universität Oslo\, University of Colorado in Boulder\, Universität Aarhus\, Northwest Institute of Mechanical and Electrical Engineering Xian\, International School for New Media Lübeck\, Universität Basel\, DonauUniversität Krems\, Universidad de Costa Rica\, Tongji University Shanghai\, Kunstakademie Stuttgart\, Leuphana Universität Lüneburg.\nSeit 1963 hat er früheste Arbeiten zur Computergrafik\, insbesondere zur Computerkunst geleistet. Eine erste Ausstellung hatte er 1965 in Stuttgart; ihr sind bis heute viele weitere gefolgt. Er gilt als einer der ersten drei Pioniere der Algorithmischen Kunst. Mit Werken ist er in nationalen und internationalen Museen vertreten.\n1997 wurde ihm der Bernighausen Preis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation verliehen. \nAbstract:\nDiese Erzählung wird sich zwischen 1963 und 2016 bewegen\, zwischen Mathematik und Informatik\, zwischen Kunst und Komputer\, dessen Name hier etwas fremd buchstabiert erscheint. Sie wird von einigen Ausstellungen handeln\, die es eigentlich gar nicht hätte geben dürfen\, die aber in all ihrer frühen Harmlosigkeit Geschichte geschrieben haben und mittlerweile laufend Gegenstände für Dissertationen geworden sind. Geschichte geschrieben hat die sog. Computerkunst insofern\, als es nur noch wenig an künstlerischen Äußerungen gibt\, die ganz ohne das “Digitale” auskommen.\nDavon wird der Referent erzählen\, wie vor der Existenz der Informatik als einer eigenständigen Disziplin sich bereits etwas herausbildete\, das über sie hinaus weist. Davon auch\, wie all die Fragen der Human-Computer Interaction als ästhetische\, wie all die Fragen nach dem Ort des Computers in der Entwicklung der Produktivkräfte als die nach der semiotischen Maschine gesehen werden können\, wie ein Begriff vom Bild in algorithmischer Zeit ein ganz neues sein muss und schließlich auch\, warum er 1972 geschrieben hat: “There should be no computer art”.\nDer Vortrag soll vergnüglich sein und zum Nachdenken anregen.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät findet statt am 26.01.2017 \n13.00 bis 14.00 Uhr: Geschäftssitzung der Klassen (NWTW: Einstein-Saal; GSW: Kleiner Saal)\n14:00 bis 17:00 Jahresgeschäftssitzung der Sozietät: Einstein-Saal \nDie Einladung geht gesondert zu
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SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Januar-Plenarsitzung wird als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 26.01.2017 veranstaltet zum Thema\n \nWer nur Informatik versteht …\nVortragender: Werner Zorn (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold Sternwarte\, Berlin-Treptow\, Alt-Treptow 1; Einstein-Saal \nC.V.:\nProf. Zorn ist Informatiker und seit 2016 Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät. Nach dem Studium der  Elektrotechnik an der Universität (TH) Karlsruhe arbeitete er seit 1968 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem Kybernetiker  und  Informationstheoretiker Karl Steinbuch am Institut für Nachrichtenverarbeitung und Nachrichtenübertragung\, und zwar in der Forschungsgruppe „Bildverarbeitung und Zeichenerkennung“ unter der Leitung von Helmut  Kazmierczak. Nach der Promotion (1971) übernahm er 1972 die Leitung der neu geschaffenen Informatik-Rechnerabteilung (IRA) als Rechenzentrum an der Universität Karlsruhe. Er widmete sich dem Aufbau Zentralrechner-orientierter Datenverarbeitungs-Dienste an der Fakultät für Informatik und erarbeitete die  ersten systematischen Leistungsanalysen für Rechenanlagen. Mit der ersten transatlantischen Internet-E-Mail wurde er am 03. August 1984 weit über seine Fachkreise hinaus bekannt. \nAbstract:\n… versteht auch diese nicht“ – frei nach Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799)\, welcher diesen Aphorismus auf die Chemie bezog. Für die Informatik gilt dies umso mehr\, als ihre Produkte zumeist Bestandteil von IT- gestützten Anwendungssystemen sind\, so dass die gründliche Kenntnis der jeweiligen Anwendungsumgebung zwingende Voraussetzung für das korrekte Funktionieren im späteren Einsatz ist. Soweit der naheliegende vordergründige Bezug.\nGedanklich sind hierbei erhebliche Distanzen zu überbrücken\, z.B. auf der technisch-naturwissenschaftlichen Ebene im Industriebereich mit der informationellen Sicht der Informatik und der materiell-energetischen Sicht im Maschinenbau\, der E-Technik oder anderen klassischen Ingenieursdisziplinen. Methodisch geht es hierbei um das Problem der Erzeugung übergreifender Gesamtmodelle sowie von „Modellen von sich Selbst“ für diverse Subsysteme.\nDie potentiell größten Distanzen bestehen jedoch auf der obersten Abstraktionsebene\, auf welcher dem Informatik-Programmierparadigma Abstrakter Datentyp und Objektorientierung die philosophisch-ontologische Vorstellung von  „Seiendem“ und „Sein“ gegenüberstehen\, über welche seit Aristoteles (384  – 322 v.Chr.) gestritten wird. In der Informatik geht es dabei konkret um das Problem der Grenzziehung zwischen „Künstlicher Intelligenz“ und „Natürlicher Intelligenz“. Zur Klärung des Unterschieds wird den Begriffspaaren Erkennen vs. Verstehen und Korrektheit vs. Wahrheit nachgegangen\, welcher für den IT-Einsatz in vielen Bereichen des heutigen und künftigen täglichen Lebens von Bedeutung ist.\nDer Vortrag versucht die genannten Probleme so darzustellen\, dass ausreichend Stoff für die anschließend vorgesehene Diskussion vorliegen sollte.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin\, Archenhold-Sternwarte\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435
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