BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. - ECPv6.18.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
X-ORIGINAL-URL:https://leibnizsozietaet.de
X-WR-CALDESC:Events for Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20150329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20151025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20160327T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20161030T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20170326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20171029T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:UTC
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0000
TZOFFSETTO:+0000
TZNAME:UTC
DTSTART:20140101T000000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160609T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160609T153000
DTSTAMP:20160520T145033Z
CREATED:20151222T143334Z
LAST-MODIFIED:20160520T145033Z
UID:10554-1465479000-1465486200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zu ihrer öffentlichen Plenarsitzung für den 09. Juni 2016 nach Berlin ein. Im Rahmen der \n\nVorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten\n\nträgt\nHerr Prof. Dr. Dieter Hoffmann (Berlin)\nvor zum Thema \nDas Leibniz-Bild der Preußischen Akademie der Wissenschaften\n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Hoffmann ist seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin\, seit 2014 im Ruhestand; als apl. Professor lehrte er auch an der Humboldt-Universität. Dort hat er auch von 1967 bis 1972 Physik studiert und auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte promoviert (1976) und sich habilitiert (1989).\nVon 1976 bis 1990 forschte er als Wissenschaftshistoriker an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin und war danach u.a. Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und Mitarbeiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Er ist Mitglied der International Academy of the History of Science (2001)\, der Leopoldina\, Nationale Akademie der Wissenschaften (2010) und wurde mit der Ehrennadel der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (2010) ausgezeichnet.\nSein Forschungsschwerpunkt ist die Wissenschafts- und Physikgeschichte des 19. und 20. Jh.\, insbesondere die wissenschaftshistorische Biographik und die Genese wissenschaftlicher Institutionen. Berlin als herausragendes Zentrum von Wissenschaft und Technik spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein anderer Forschungsfokus betrifft die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Forschung in totalitären Regimen\, namentlich während des Dritten Reiches und in der DDR. \nAbstract:\nDie Preußische Akademie der Wissenschaften sah sich in der Tradition ihres Gründers Gottfried Wilhelm Leibniz\, und nicht zufällig ist seit 1812 eine der beiden öffentlichen Festsitzungen der Akademie nach diesem benannt.\nDer Vortrag wird anhand der auf dem Leibniz-Tag gehaltenen Festreden das dort vermittelte Bild des Akademiegründers analysieren und diskutieren\, in welchem Maße dieses Bild von den (politischen) Zeitläufen beeinflußt wurde und sich gewandelt hat. Der Schwerpunkt der Analyse wird dabei auf den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts liegen und insbesondere die Reden von Max Planck als beständiger Sekretar in den Mittelpunkt rücken.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-2/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160609T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160609T120000
DTSTAMP:20160523T144745Z
CREATED:20151222T142713Z
LAST-MODIFIED:20160523T144745Z
UID:10553-1465466400-1465473600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen Juni-Sitzung zum 09. Juni 2016. Vorgetragen und diskutiert wird der Beitrag: \nHans-Christoph Hobohm (Potsdam) \nDie Bibliothek – eine gesellschaftliche Institution im digitalen Wandel\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Hobohm ist seit 1995 Professor für Bibliothekswissenschaft an der Fachhochschule Potsdam. Er war lange Zeit im Internationalen Bibliotheksverband (IFLA) ehrenamtlich in leitenden Gremien tätig und ist derzeit vernetzt im „Network on Libraries in Urban Space“\, das erforscht\, wie Bibliotheken zur ökonomischen Entwicklung von Städten eingesetzt werden. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die Erprobung von Methoden zur Demonstration des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wertes von Bibliotheken und Informationseinrichtungen.\nAls Leiter des Masterstudiengangs Informationswissenschaften ist sein Schwerpunkt Wissensmoderation und Informationsverhaltensforschung. Vor seinem Ruf nach Potsdam war er in sozialwissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen in Bonn und Köln bzw. an der Universität Stuttgart im Bereich Literaturtheorie tätig. Studium und wissenschaftliche Ausbildung erfuhr er an der Universität Köln und an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) in Paris. \nAbstract:\nAm Ende der Gutenberg-Galaxis erscheint manchem die Bibliothek obsolet. Spektakuläre Neubauten und steigende Nutzerzahlen zeugen jedoch eher von einer Renaissance dieser uralten Institution. Die digitale Transformation hat ihre wesentlichen Funktionen klarer denn je hervortreten lassen: Sie ist immer schon Abbild und Katalysator des aktuellen Zustands der Gesellschaft und ihrer Herrschaftsverhältnisse.\nNur wenige große Denker haben sich mit dem Warum und dem Wie der Institution Bibliothek und ihrer Arbeitsweisen beschäftigt. Die meisten unter ihnen haben sie lediglich intensiv genutzt. Einer der bekanntesten unter ihnen\, Umberto Eco\, hat sich als Benutzer eher über sie beschwert\, ihr aber mit „Im Namen der Rose“ ein literarisches Denkmal gesetzt\, das sich auf Jorge Luis Borges beruft. Michel Foucault nennt sie eher „Archiv“ und empfindet sie als „Heterotopie“\, und für Bruno Latour ist sie ein unterschätztes Netzwerk ähnlich dem Labor.\nDer Vortrag stellt einige Thesen dieser Denker vor den Hintergrund der dramatischen Metamorphose\, die diese Institution allenthalben erlebt\, und versucht Erklärungsansätze für beides: die Bibliothek und ihren Wandel.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-3/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Klassen,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160609T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160609T120000
DTSTAMP:20160518T143642Z
CREATED:20151222T142326Z
LAST-MODIFIED:20160518T143642Z
UID:10552-1465466400-1465473600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen Juni-Sitzung zum 09. Juni 2016. Vorgetragen und diskutiert wir der Beitrag: \nLothar Kolditz (MLS) \nEntropie\, Selbstorganisation und Evolution\, der Energieaustausch\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \n \nAbstract:\nEntropie und Selbstorganisation gehören zu den Begriffen\, die oft allgemein verwendet werden\, ohne dass in jedem Fall ein tieferes Verständnis für ihre Funktion vorhanden ist. Es gibt tiefgründige wissenschaftliche Behandlungen dieser Problematik\, und auch die Leibniz-Sozietät hat sich damit beschäftigt. Trotz der zahlreichen ausgezeichneten Darstellungen ist es angesichts der Komplexität dieser Thematik jedoch immer noch nützlich\, Betrachtungen aus verschiedenen Blickwinkeln anzustellen\, in diesem Fall aus dem Blickwinkel der Chemie.\nAusgangspunkt ist eine These\, deren Allgemeingültigkeit abgeleitet wird. Sie lautet: Alle in der Natur ablaufenden Vorgänge sind mit einem Energieaustausch verbunden.\nIn dem früheren Vortrag „Evolution der chemischen Verbindungen“ wurde die Bildung der Atome nach dem Urknall erläutert\, der das Entstehen von Verbindungen zu immer komplexeren Einheiten folgte. Diese Betrachtung aus Sicht der gebildeten Substanzen soll nun ergänzt werden durch den Blick auf die Entwicklung der Reaktionsmöglichkeiten\, die sich mit der Entstehung immer komplizierterer Verbindungen und dem Fortschreiten der Selbstorganisation  ergeben.\nFür die Entropie wird nach Hinweis auf die klassischen Ableitungen eine Betrachtung unter der Wirkung der These vom grundlegenden Energieaustausch angestellt und am Beispiel von Edelgasmischungen erläutert.\nDie Behandlung von Entropievorgängen wird ausgedehnt auf die chemische Reaktion einschließlich der Reaktionskinetik. Der Einfluss von Katalyse und Autokatalyse auf die Evolution wird erweitert durch Einbeziehung von oszillierenden Reaktionen\, was schließlich zur Erläuterung der Selbstorganisation führt.\nDie Entwicklung der Reaktionstypen im Lauf der Evolution wird zusammenfassend im Licht der These des Energieaustausches im gesamten Kosmos betrachtet. Die Frage nach dem Ursprung der Materie wird als nicht zu beantworten hingestellt.\nDie Gravitation\, die sich nach heutigen Erkenntnissen im Gegensatz zu den anderen Grundkräften nicht abschirmen lässt und deren Vereinigung mit der Quantenphysik zur Quantengravitation trotz intensiver Bemühungen von Albert Einstein und zahlreichen namhaften Physikern und Mathematikern bisher nicht gelungen ist\, erzeugt wohl ein Feld\, das als Motor der laufenden Evolution dient und so die entscheidende Rolle bei allen Vorgängen und dem damit verbundenen Energieaustausch spielt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-3/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Klassen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160519T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160520T170000
DTSTAMP:20160212T144829Z
CREATED:20151222T141931Z
LAST-MODIFIED:20160212T144829Z
UID:10551-1463652000-1463763600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:20. Leibniz-Konferenz des Leibniz-Instituts
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. lädt für die Zeit 19./20. Mai 2016 ein zur \n20th Leibniz Conference of Advanced Science\nzum Thema: \nRecycling – Ressourcenmanagement als Beitrag zur gesicherten Rohstoffversorgung\nWeitere Details und Programm \nOrt: Best Western Hotel am Schlosspark \, August-Bebel-Str. 1\, 09577 Lichtenwalde
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/20-leibniz-konferenz-des-leibniz-instituts/
LOCATION:Best Western Hotel\, Am Schlosspark\, Lichtenwalde\, 09577
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160513T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160513T170000
DTSTAMP:20151222T141408Z
CREATED:20151222T141408Z
LAST-MODIFIED:20151222T141408Z
UID:10550-1463133600-1463158800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Symposium des AK Allgemeine Technologie
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) Allgemeine Technologie lädt für den 13. Mai 2016 ein zu einem \nSymposium\nzum Thema: \nTechnologie und nachhaltige Entwicklung\nzu Ehren von Ernst-Otto Reher (MLS) anlässlich seines 80. Geburtstages\nDas Programm geht gesondert zu. \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Hans-Grade-Saal im Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/symposium-des-ak-allgemeine-technologie/
LOCATION:Hans-Grade-Saal\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 17\, Berlin-Adlershof\, 12489\, Deutschland
CATEGORIES:Arbeitskreise
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160512T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160512T153000
DTSTAMP:20160304T161835Z
CREATED:20151222T135042Z
LAST-MODIFIED:20160304T161835Z
UID:10547-1463059800-1463067000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Mai-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 12. Mai 2016 wird die öffentliche Sitzung des Plenums der Leibniz-Soztietät durchgeführt. Vorgetragen und zur Diskussion gestellt wird der Beitrag \nMalcolm Sylvers (MLS) \nTheodor Herzls politisches und soziales Denken: Zionismus und der unendliche Nahostkonflikt\n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Sylvers ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Nach dem Studium im Brooklyn College\, der University of Wisconsin\, der Sorbonne und der Universita’ degli Studi di Firenze lehrte er ab 1971 in Italien und seit 1982 an der Universita’ Ca’ Foscari Venedig\, wo er Ordentlicher Professor für Geschichte der USA bis zu seiner Emeritierung 2006 war.\nNach seinen ersten Publikationen über italienische Immigration in die USA und über die Rezeption von Antonio Gramsci arbeitete er über die Geschichte der Arbeiterbewegung der USA und über Thomas Jefferson. 2002 erschien Die USA- Anatomie einer Weltmacht. Zwischen Hegemonie und Krise (2002).\n1999 – 2005 arbeitete er mit an der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2006 lehrte er an der Freien Universität Berlin\, anschließend an der Universität Greifswald.\n2009 hielt er im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Berlin) einen Vortrag über „Die Israel-Lobby in den USA“. 2014 veröffentlichte er zusammen mit Brigitte Domurath-Sylvers „Mythen und Kritik in der Ideengeschichte der USA. 25 Porträts“. \nAbstract:\nDie Briefe und Tagebücher Theodor Herzls zeigen ihn als Ideengeber und Gründer der zionistischen Bewegung und erklären gleichzeitig Grundlegendes über die Geschichte Palästinas.\nHerzl war einerseits\, mit seinem Bestreben nach einem ethnisch homogenen Nationalstaat\, der zunächst von Fremdherrschaft befreit werden müsse\, typischer Nationalist des 19. Jh. Andererseits lebten die Juden fast auf der ganzen Welt verstreut\, und war das Land\, das er schließlich für den Nationalstaat bestimmte\, schon seit mehr als einem Jahrtausend von einem anderen Volk mit anderer Geschichte und Religion bewohnt. Bis zu seinem Tod 1904 lehnte die überwiegende Mehrheit der Juden sein Projekt ab.\nDie Briefe und Tagebücher entdecken\, was Herzl über sein Volk\, über Antisemitismus und Judenverfolgung dachte\, wie er sich zwischen den rivalisierenden imperialistischen Mächten der Vorkriegszeit bewegt und auch\, welchen Blick er auf die Ansässigen in Palästina warf. Aus dieser Quelle erschließt sich\, dass und in welcher Weise Zionismus eine Variante dessen ist\, was man in den USA\, Kanada\, Australien und Südafrika als „white settler colonialism“ bezeichnet.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-3/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160512T123000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160512T160000
DTSTAMP:20151222T141009Z
CREATED:20151222T141009Z
LAST-MODIFIED:20151222T141009Z
UID:10548-1463056200-1463068800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Nichtöffentliche Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Nichtöffentliche Veranstaltung \nGeschäftssitzung\nam 12. Mai 2016; 12.30 bis 13.30 Uhr und 15.30 bis 16.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nDie Einladung geht gesondert zu.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/nichtoeffentliche-geschaeftssitzung-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160512T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160512T120000
DTSTAMP:20160504T084432Z
CREATED:20160504T083859Z
LAST-MODIFIED:20160504T084432Z
UID:11209-1463047200-1463054400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften widmet ihre öffentliche  Mai-Sitzung dem Thema \nKünstlergemeinschaften der Romantik aus heutiger Sicht\n\nVortragender:\nPeter Betthausen (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Dr. Peter Betthausen\, geboren 1941\, studierte Kunstgeschichte\, Geschichte und Ästhetik an der Humboldt-Universität. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Berlin und Leipzig und wirkte auch an der Akademie der Wissenschaften und an den Staatlichen Museen zu Berlin. Er war 1986–1990 Direktor der Nationalgalerie Berlin.\nZahlreiche Veröffentlichungen zu Künstlern wie Adolph Menzel\, Friedrich Schinkel\, Philipp Otto Runge und zu Kunstgelehrten wie Georg Dehio. \nPublikationen u.a.  \n\nEuropäische Kunstgeschichte in Daten\,\nPhilipp Otto Runge: Briefwechsel\,\nGeorg Dehio – ein deutscher Kunsthistoriker\,\nSchule des Sehens\, Ludwig Justi und die Nationalgalerie. Eine Biografie\nDeutsche Kunst. Ein Nachruf (jüngste Buch-Publikation)\n\nAbstract:\nDer Vortrag beschreibt die Haupttypen romantischer Künstlergemeinschaften in Deutschland. Er skizziert die in der Renaissance beginnende Vorgeschichte dieser Vereinigungen\, zeigt deren engen Zusammenhang mit der bürgerlichen Umwälzung der Kunstverhältnisse auf und definiert sie als den Versuch\, die Isolationen des aus der feudalen Ständegesellschaft entlassenen bürgerlichen Künstlers zu überwinden und das Kunstschaffen wieder auf eine kooperative Basis zu stellen. Als ein wesentliches Ergebnis der Analyse der inneren Entwicklung der romantischen Gemeinschaftsidee und deren Realisierungen ist die Erkenntnis anzusehen\, dass im Unterschied zu den auf egalitären Prinzipien beruhenden früh- und hochromantischen Gruppierungen diejenigen der Spätromantik eine hierarchische Struktur aufweisen. Ausführlich werden der Lukasbund und die von führenden Lukasbrüdern nach 1820 gegründeten Werkstattgemeinschaften behandelt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-4/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160512T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160512T120000
DTSTAMP:20160504T092850Z
CREATED:20151222T134122Z
LAST-MODIFIED:20160504T092850Z
UID:10545-1463047200-1463054400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften widmet ihre öffentliche Mai-Sitzung dem Thema \nDie Energiewende zwischen Markt und Staat – aktuelle Herausforderungen aus ökonomischer Sicht\nVortragender:\nErik Gawel (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nUniv.-Prof. Dr. Erik Gawel ist seit 2001 Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunktthemen Umweltökonomik und Finanzwissenschaft. Seit 2008 ist er Leiter des Departments Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. In gemeinsamer Berufung mit der Universität Leipzig vertritt Prof. Gawel das Fachgebiet „Institutionenökonomische Umweltforschung“. An der Universität Leipzig ist er zudem Direktor des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement. Er ist u. a. Mitglied der European Academy of Sciences and Arts sowie des Ausschusses für Umwelt- und Ressourcenökonomie im Verein für Socialpolitik – Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Vor der IHK Frankfurt/Main ist er zugleich öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Entgeltfragen der kommunalen Ver- und Entsorgung (Wasser/Abwasser\, Abfall\, andere Bereiche). \nSeine umweltökonomischen Forschungsfelder decken einen weiten Bereich von anwendungsorientierten Fragen der internationalen Wasserwirtschaft\, umweltbezogene Schnittstellenprobleme in den Sektoren Energie\, Verkehr und Infrastruktur bis hin zu Klimawandelfragen ab. Besondere Schwerpunkte liegen bei Institutionen und Instrumenten der Umweltpolitik sowie in der ökologisch-ökonomischen Modellierung. Seit 2011 Principal Investigator der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS\, aktuelle internationale Kooperationen u. a. mit Stanford University zum nachhaltigen Wasserressourcenmanagement in Jordanien. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat u. a. der Zeitschriften „energies“ und „Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht“. \nAbstract: \nJede dritte Kilowattstunde Strom wird in Deutschland mittlerweile aus Wind– und Wasserkraft\, Solarenergie oder Biomasse gewonnen. Geht es allein nach diesen Zahlen\, scheint die Energiewende ein voller Erfolg zu sein. Doch der massive Ausbau erneuerbarer Energien bringt neue Herausforderungen mit sich. Immer stärker sind die Kosten der Energiewende in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Auch wird in Frage gestellt\, ob die deutsche Stromversorgung bei steigenden Anteilen der nicht permanent verfügbaren Energieträger Wind und Sonne langfristig überhaupt gesichert werden kann. Gleichzeitig hinkt die Energiewende im Wärme- und Verkehrsbereich den politischen Ansprüchen weit hinterher. \nIn Anbetracht dieser Herausforderungen wird häufig ein grundsätzliches Umdenken in der Energiepolitik gefordert. Die Energiewirtschaft gehört zu den am stärksten regulierten Branchen in Deutschland. Sollte die Energieversorgung in Zukunft marktlicher gestaltet werden\, um Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit\, aber auch Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Energiewende zu gewährleisten? Und an welchen Stellen sind staatliche Eingriffe weiterhin notwendig? \nDiesen Grundfragen widmet sich der Vortrag von Prof. Dr. Erik Gawel aus ökonomischer Sicht. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen unter anderem Aspekte der Förderung erneuerbarer Energien\, einer grundlegenden Reform des Strommarktes sowie der Einbindung der nationalen Energiepolitik in den europäischen Rahmen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-3/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160428T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160428T183000
DTSTAMP:20160402T105613Z
CREATED:20151222T133733Z
LAST-MODIFIED:20160402T105613Z
UID:10544-1461837600-1461868200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Jahrestagung 2016 der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Das Plenum der Leibniz-Sozietät führt seine April-Sitzung 2016 als \nJahrestagung 2016\nzum Thema: \nGottfried Wilhelm Leibniz:\nEin unvollendetes Projekt\nVeranstaltungsflyer \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/jahrestagung-2016-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160422T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160422T170000
DTSTAMP:20180815T092700Z
CREATED:20151222T133327Z
LAST-MODIFIED:20180815T092700Z
UID:10543-1461319200-1461344400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Kolloquium des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen lädt für den 22. April 2016 zu einem \nKolloquium zum Thema \nReform – Revolution – Transformation.\nZur Theoriegeschichte sozialen Wandels.\nzu Ehren von Wolfgang Küttler (MLS) anlässlich seines 80. Geburtstages \nEinladung und Programm \n10.00 bis 17.00 Uhr \nAchtung: Neuer Ort:\nWISTA-Management GmbH\nNewton-Kabinett\n12489 Berlin-Adlershof
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/kolloquium-des-ak-gesellschaftsanalyse-und-klassen/
LOCATION:Einstein-Newton-Kabinett\, Volmerstraße 2\, \, Berlin-Adlershof\, 12489 
CATEGORIES:Arbeitskreise
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160414T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160414T180000
DTSTAMP:20160412T073049Z
CREATED:20151222T132912Z
LAST-MODIFIED:20160412T073049Z
UID:10542-1460628000-1460656800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Gemeinsame April-Sitzung beider Klassen der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klassen Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie Sozial- und\nGeisteswissenschaften laden für den 14. April 2016 zu einem \nKolloquium zum Thema\nKlima und Menschheit\nzu Ehren von Karl-Heinz-Bernhardt (MLS)\, Klaus-Dieter Jäger (MLS) und Dietrich Spänkuch (MLS) anlässlich ihrer 80. Geburtstage \nein. \nAktualisiertes Programm (Stand 12.04.2016)\n \nVortrag Prof. Dr. Karl-Heinz-Bernhardt (Berlin): Klima und Menschheit im Wandel\nC.V.:\nKarl-Heinz Bernhardt\, geb. 1935 in Zwickau\, Abitur (Lessingmedaille in Gold) an der Oberschule „Geschwister Scholl“ in Auerbach/Vogtland\, 1953-57 Studium der Meteorologie am Geophysikalischen Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig. Promotion im Jahre 1962 mit einer Arbeit zur Theorie des vertikalen atmosphärischen Turbulenzwärmestroms\, Habilitation 1967 mit theoretischen Untersuchungen zur Energetik der Atmosphäre. 1969 Berufung zum Dozenten für Meteorologie und Geophysik und 1970 zum ordentlichen Professor für Meteorologie an die Humboldt-Universität zu Berlin\, dort bis 1990 Leiter des Bereichs Meteorologie und Geophysik der Sektion Physik. 1971-91 Vorstandsmitglied\, 1982-90 Präsident der Meteorologischen Gesellschaft der DDR. 1972-90 Mitherausgeber der Zeitschrift für Meteorologie. 1990 Wahl zum Korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1993 Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät\, 1996-2012 Sekretar der Klasse Naturwissenschaften. 1974-82 Mitglied der CAS Working Group on Atmospheric Boundary Layer Problems der WMO\, 1981-90 Leiter von KAPG-Projekten zur Physik der atmosphärischen Grenzschicht. 2012 expert reviewer in mehreren Abstimmungsrunden des Fifth IPCC Assesment Report 2013/2014. Über 300 Veröffentlichungen – größtenteils in Fachzeitschriften\, aber auch in Sammelbänden\, Sitzungsberichten und Festschriften – zur Physik der Atmosphäre und des Klimasystems\, insbesondere zur Turbulenz- und Grenzschichttheorie\, zu globalen Umweltproblemen und zur Geschichte der Meteorologie.\nAbstract:\nIm Anschluss an die Ausführungen zur Thematik Klima und Menschheit im Heft 1/2 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät (1994) werden neue Erkenntnisse zum Klimasystem vorgestellt und sein gegenwärtiger Zustand im regionalen und globalen Maßstab charakterisiert. Die flächendeckende satellitengestützte Überwachung ermöglicht eine Synopsis des gesamten Systems und seiner Zustands- und Prozessparameter\, unter den letzteren besonders der globalen Strahlungsimbalance als einer wichtigen Kenngröße des derzeitigen Klimawandels\, der sich in Wechselwirkung von (natürlichen und anthropogenen) externen Antrieben und systeminternen Schwankungen vollzieht.\nSein globaler Charakter trifft auf eine ebenfalls weltweit vernetzte Gesellschaft. Während in vergangenen Epochen der Menschheitsgeschichte Eingriffe in das Klimasystem durch Landnutzung\, lokale Energie-\, Partikel- oder gasförmige Emissionen vor allem lokale Auswirkungen hatten\, wie sie einschließlich ihrer Folgen für menschliche Kulturkreise seit der Antike beschrieben worden sind\, zeitigen entsprechende Aktivitäten seit der industriellen Revolution zunehmend regionale bis globale Konsequenzen.\nDas betrifft insbesondere die Verbrennung des über Jahrmillionen in der Erdkruste angereicherten fossilen Kohlenstoffs binnen weniger Jahrzehnte. Die Auswirkungen dieses menschlichen Eingriffes als eines geologischen Faktors auf das globale Klima sind bei allen Unsicherheiten im Detail sichergestellt und nicht zuletzt durch die IPCC-Berichte (seit 1990) dokumentiert. Die Einsicht in solche Zusammenhänge und insbesondere in die Notwendigkeit zu ergreifender Maßnahmen wird allerdings dadurch erschwert\, dass weltweite Folgen lokalen oder regionalen Handelns nicht sofort offensichtlich werden\, zumal der Klimawandel vor Ort relativ schleichend erfolgt\, nicht selten durch systeminterne Schwankungen verdeckt wird und zirkulationsbedingt auch vom globalen Muster abweichen kann.\nAbschließend werden Gedanken zum weiteren Gang der Klimadiagnostik sowie zu künftigen Schwerpunktproblemen der Physik des Klimasystems geäußert. \nVortrag Prof. Dr. Ulrich Cubasch (Berlin): Dürreperioden in Asien während der letzten 1000 Jahre in Proxydaten und Modellsimulationen\nC.V.:\nUlrich Cubasch\, geb. 1952 in Hamburg\, Studium der Meteorologie in Frankfurt und Kiel\, Promotion 1984 in Hamburg\, Habilitation 1993 in Hamburg. Von 1978 bis 1986 arbeitete er als Wissenschaftler am EZMW in Reading (UK) und von 1986 bis 2002 als leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie und DKRZ in Hamburg. Seit 2002 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Variabilität des Klimasystems am Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin. Von 2007 bis 2011 war er Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften\, seit 2011 ist er geschäftsführender Direktor des Meteorologischen Instituts. Er war an allen Berichten des Weltklimarates (IPCC\, Arbeitsgruppe “Wissenschaftliche Grundlagen”) an leitender Stelle beteiligt. Die IPCC-Aktivitäten wurden 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Herr Cubasch empfing 2004 den Preis “Distinguished Scientist” der Chinesischen Meteorologischen Verwaltung. Er ist Mitglied der DFG Senatskommission “Zukunft der Geowissenschaften” und der DFG Fachkommission 313 (Atmosphäre). Turnusgemäß hatte er für zwei Jahre den Vorsitz dieser Fachkommission inne. Er ist Vizepräsident der “Geo-Union” und Vize-Sprecher des Forschungsverbundes “Geo.X”. Er sitzt mehreren wissenschaftlichen Beratungsgremien von wissenschaftlichen Einrichtungen und Graduiertenschulen. Er hat mehr als 100 begutachtete Veröffentlichungen und ein Buch geschrieben (h-Index ISI =32).\nAbstract:\nKlimamodell-Ensemble-Berechnungen sind für das letzte Jahrtausend ausgewertet worden\, um festzustellen\, inwieweit man Dürreperioden\, die man in Proxy-Informationen – zum Beispiel Baumringe oder Zivilisationsübergänge – gefunden hat\, auch simulieren kann. So wird aus den Modelldaten der Palmer-Drought-Index für Asien kalkuliert und mit entsprechenden Werten aus Baumringdaten verglichen. Sowohl in den Proxy-Daten als auch in den Modelldaten zeichnen sich deutlich starke und schwache Monsunphasen ab. Die schwachen Monsunphasen decken sich mit historisch überlieferten Dürreperioden. Die Modellsimulationen erlauben es\, einen Gesamtüberblick über die Zirkulation in Zentralasien zu gewinnen: So kann man sehen\, dass die “Strange Parallels Drought” (1756-1768) durch ein zusammenhängendes Zirkulationsmuster erzeugt wurde\, das wiederum mit einer Temperaturanomalie (El-Nino) im tropischen Pazifik verbunden ist. Modell-Simulationen erlauben es auch\, in Zusammenarbeit mit Archäologen den durch Klimawandel verursachten Anteil an Zivilisationsübergängen zu bestimmen. \nVortrag Prof. Dr. Hartmut W. Kühne (Berlin): Siedlungsausbau und Siedlungseinschränkung in der Bronzezeit Nord-Mesopotamiens in Abhängigkeit von klimatischen(?) Veränderungen\nC.V.:\nHartmut W. Kühne\, Dr. phil. in Vorderasiatischer Altertumskunde an der Freien Universität Berlin 1972. 1972-1975 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt Ausgrabung in Tell Kamid el-Loz\, Libanon\, an der Universität des Saarlandes\, Saarbrücken; 1975-1980 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Tübinger Atlas des Vorderen Orients“ an der Universität Tübingen; 1980 Berufung an die Freie Universität Berlin; 1980-2010 Professor für Vorderasiatische Archäologie daselbst. 1991 Visiting Professor an der Universität Padua; 2007 Maître am Collège de France\, Paris. 1980-2013 Direktor des DFG-Langzeitprojektes „Ausgrabung in Tell Schech Hamad\, Syrien“ (www.schechhamad.de); 1982-1996 Direktor des interdisziplinären Projekts „Umweltrekonstruktion im Haburtal (Syrien) im Spätholozän“; 1992-1996 Direktor des deutsch-syrischen Gemeinschaftsprojekts „Einrichtung der Ständigen Ausstellung des Museums von Deir az-Zor“. Seit 1986 korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. 1999-2001 Vize-Dekan und 2001-2003 Dekan des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin. Herausgeber von zwei Buchreihen\, Verfasser mehrerer Bücher und zahlreicher Aufsätze.\nAbstract:\nSeit dem Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. erfolgte die Urbanisierung der nordmesopotamischen Ackerebenen\, die im Trockenfeldbau bewirtschaftet werden konnten. Am Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. ist eine massive Abwanderung der Bevölkerung und eine Auflassung der Städte festzustellen. Dies ist ursächlich mit dem „4.2 kaBP event“\, einem abrupten Klimawandel in weniger als fünf Jahren mit einer Niederschlagsverringerung von 20-50% über eine Dauer von 200-300 Jahren und dem Zusammenbruch des akkadischen Reiches in Verbindung gebracht worden (Weiss). Demgegenüber steht der archäologische Befund\, der nur in wenigen Fällen eine Diskontinuität\, jedoch meistens einen kulturellen Wandel erkennen lässt. Der Vortrag wird diese Dichotomie aufzeigen und einen Lösungsvorschlag anbieten. \nVortrag Prof. Dr. Klaus-Dieter Jäger (Berlin): Niederschlagsschwankungen in Mitteleuropa während der letzten Jahrtausende der Nacheiszeit und deren historische Folgen\n C.V.:\nKlaus-Dieter Jäger (Jahrgang 1936)\, Abitur an der Oberschule (Luisenstift) zu Radebeul\, Studium Prähistorische Archäologie sowie Botanik und Quartärgeologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena\, Diplomabschluss (1958) und Promotion (Dr. rer. nat.\, 1966) in Jena\, Dr. sc. nat. 1982\, umgewandelt zum Dr. habil. 1991 an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald\, 1971-1983 Tätigkeiten in der geologischen Praxis und bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW) Leipzig in Dresden\, 1967-2003 (wiederholt in leitenden Funktionen) Mitglied der INQUA- Kommission für das Studium des Holozäns\, 1983-2001 Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg (1983 Dozentur\, 1992-2001 Professur für Geoarchäologie und Prähistorische Ökologie) mit Forschungen und Lehraufgaben zur Entwicklung der Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft und Umwelt\, 1994 Albrecht-Penck-Medaille der Deutschen Quartärvereinigung (DEUQUA)\, seit 2004 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.\nAbstract:\nDie Klimaentwicklung der Vergangenheit ist in Mitteleuropa nur für die letzten 3 bis 4 Jahrhunderte anhand von Messwerten zu verfolgen\, und schriftliche sowie bildliche Quellen stehen zumindest für Europa allenfalls für 2 Jahrtausende zur Verfügung. Weiter zurück ist die Rekonstruktion der Klimaentwicklung auf Proxydaten angewiesen\, vorzugsweise beigetragen von Geowissenschaften anhand sedimentärer Schichtenfolgen aus dem jüngsten Abschnitt der Erdgeschichte\, dem Quartär.\nRückschlüsse auf die Temperaturentwicklung verdanken wir vor allem der Paläontologie\, Fossilfunden wie Pollen\, Conchylien\, Resten von Wirbeltieren (Knochen\, Zähnen)\, von Organismen also\, deren Existenz aktuell an bestimmte Temperaturwerte gebunden ist.\nSchwieriger sind Aussagen zu erhalten über die Niederschlagsverhältnisse und deren Wandel in der Vergangenheit. Aussagefähig sind hierzu Sedimentfolgen\, die unter Wasser entstanden sind und folglich (ehemalige) Gewässer voraussetzen\, wie u. a\, Kalkabsätze aus Binnengewässern (Travertin\, Dauch\, Seekreide u. ä.). Deren zeitweilige Trockenlegung in Zeiträumen mit vermindertem Wasserdargebot bewirkt im Sedimentationsraum temporär subaerische Bedingungen\, die in der Schichtenfolge anstelle der (karbonatischen) Sedimentation zur Folge hatten. Archäologische Funde bezeugen häufig die menschliche Begehbarkeit der vormals subhydrischen Standorte und erlauben darüber hinaus deren Datierung sowie vielfach den Nachweis ihrer Gleichzeitigkeit auch in räumlich voneinander entfernten Teilregionen Europas und darüber hinaus.\nDie regionale Vielfalt und räumliche Entferntheit der datierten Standorte erfordert eine weiträumig wirksame und von örtlichen Besonderheiten unabhängige gemeinsame Ursache für die Vielzahl von Einzelbeobachtungen an datierten Einzelbefunden\, wofür nur weiträumige Minderungen des Niederschlagsangebots in Betracht kommen. Dafür spricht auch die Beobachtung synchroner Seespiegelabsenkungen\, die die Archäologie mit dem Stichwort „Pfahlbauten“ populär gemacht hat.\nWährend der gleichen Zeiträume sind auch Bevölkerungsverschiebungen nachweisbar\, die in Archäologie und Geschichtsschreibung bereits seit längerem bekannt sind (Urnenfelderbewegung\, dorische Wanderung und Seevölkerbewegung im Mittelmeerraum) und vor dem Hintergrund regional eingeschränkten Wasserdargebots plausibel erklärbar sind.\nDie Zeiträume verminderten Wasserdargebots in Mitteleuropa während der Jahrtausende der Nacheiszeit werden vorgestellt. \nVortrag Dr. Mathias Deutsch (Göttingen): Hydrologische Extremereignisse der letzten fünf Jahrhunderte in Mitteldeutschland\nC.V.:\nDr. rer. nat. Mathias Deutsch M.A. (Jahrgang 1965)\, von Sept. 1988 bis März 1994 Studium der Geschichte\, Prähistorischen Archäologie und Historischen Hilfswissenschaften sowie Grundstudien der Fächer Botanik\, Ökologie und Germanistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\, Abschluss des Studiums als Magister Artium (M.A.)\, seit April 1994 Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Halle-Wittenberg\, Erfurt\, Cottbus und Göttingen sowie an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW) Leipzig\, nach berufsbegleitendem Aufbaustudium im Jahr 2007 Promotion im Fach Geographie an der Universität Göttingen. Im Mittelpunkt seiner Forschungen stehen Untersuchungen zur Umwelt- und Klimageschichte sowie Arbeiten zur Geschichte der Meteorologie\, darüber hinaus konnten ab 1997 zahlreiche praxisorientierte Projekte mit wasserwirtschaftlichen Behörden des Bundes und der Länder erfolgreich umgesetzt werden\, Wahrnehmung von Lehraufträgen (darunter an der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Erfurt)\, seit August 2014 freiberuflich tätig. Gründungsmitglied der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft (DWhG) e. V.\, Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Umweltgeschichte\, umfangreiche Publikationstätigkeit (nähere Angaben siehe: www.matdeutsch.de)\nAbstract:\nDer Referent stellt zunächst Quellen vor\, die für die Rekonstruktion historischer Hoch- und Niedrigwasserereignisse genutzt werden. Hierzu gehören u. a. handschriftliche Einträge in Ortschroniken sowie Berichte von staatlichen und kommunalen Baubehörden. Ferner wird kurz auf die heute noch sichtbaren Kennzeichnungen extrem hoher bzw. niedriger Wasserstände entlang mitteldeutscher Fließgewässer eingegangen. Es folgen Darstellungen zum langfristigen Hochwassergeschehen ausgewählter Flüsse (z. B. Werra)\, wobei erkennbar wird\, dass es offensichtlich Phasen verstärkter und verringerter Hochwasseraktivität gab. Der Rückblick in die letzten fünf Jahrhunderte schließt zudem Angaben zu herausragenden Niedrigwassern ein.\nFolgend stehen ausgewählte hydrologische Einzelereignisse im Mittelpunkt. Hierzu gehören beispielsweise die sog. “Thüringer Sintflut” vom 29. Mai 1613 sowie die herausragenden Niedrigwasser in den Jahren 1904 und 1911.\nAnzumerken ist\, dass die im Vortrag gezeigten neueren Befunde zu extremen Hochwassern Ende 2015 in einer Publikation der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) Jena veröffentlicht wurden. Das Werk “Hochwasser in Thüringen. Texte\, Karten und Bilddokumente (1500-2013)” umfasst 174 Seiten und enthält Quellen zu über 30 Abflussereignissen. \nVortrag Prof. Dr. Jörg Matschullat (Freiberg): Bodenatmung (CO2\, CH4\, N2O) in Abhängigkeit von Landnutzung und klimatischen Bedingungen\nC.V.:\nJörg Matschullat\, Dr. rer. nat. in Geologie und Geochemie (Univ. Göttingen 1989 nach Studium in Clausthal\, Tübingen und dem Dorset Research Centre\, CDN\, in interdisziplinären Projekten angewandter Ökosystemforschung). Assistant Professor an TU Clausthal und Univ. Heidelberg (1990 bis 1995); dominant Umweltgeochemie-bezogene Themen. C2-Professor bis 1999 in “Geologie und Mineralogie”\, Univ. Heidelberg. Seit 1999 ordentlicher Professor für Geochemie und Geoökologie (C4) und Direktor des Interdisziplinären Ökologischen Zentrums der TU Bergakademie Freiberg; Dekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau von Dezember 2009 bis März 2013. Sprecher des KlimaNetzwerkes Sachsen (KliNeS). Vielfältige und langjährige nationale und internationale Projekterfahrung\, über 400 Publikationen (h-Index: 19). Seit 2013 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.\nAbstract:\nBöden wirken als Quellen und Senken für Treibhausgase (THG) wie Kohlendioxid (CO2)\, Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Da sowohl die Speicherfähigkeit als auch die Emissionswirksamkeit sehr hoch sein können\, sind präzise Quantifizierungen notwendig\, um verlässliche globale Budgets berechnen zu können. Diese sind für ein besseres Landnutzungsmanagement (Land- und Forstwirtschaft)\, für offene Fragen zum globalen Wandel einschließlich des Klimawandels erforderlich. Dieser Beitrag diskutiert ausschließlich den Anteil der mit der Bodenemission verbundenen Prozesse und deren steuernde Parameter. Dazu wurden Studien ausgewertet\, welche die wichtigsten Typen von Landbedeckung und Klimazonen bearbeitet haben. Die dazu notwendigen Methoden werden ebenfalls kurz vorgestellt. Im Fazit werden die aktuellen Wissenslücken und der offensichtliche Bias zugunsten von Daten der Nordhemisphäre angesprochen.\nNutzt man einen konservativen globalen Durchschnittswert von 300 mg CO2e m-2 h-1 (basierend auf unserer Literaturstudie)\, so berechnen sich globale Netto-Bodenemissionen in der Größenordnung von mehr als 350 Petagramm CO2e (CO2e = CO2 Äquivalente = gesamter Effekt aller THG\, normalisiert auf CO2). Dies entspricht etwa 21 % der globalen Bodenvorräte an Kohlenstoff und Stickstoff. Zum Vergleich: 33.4 Petagramm CO2 werden jährlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Zementindustrie freigesetzt. \nVortrag Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber (Potsdam): Die Nichtlinearität des Klimaproblems\n C.V.:\nProf. Schellnhuber ist Physiker und Umweltwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2001. Seit dem Gründungsjahr 1992 leitet er das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er sitzt dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) vor und gehört einer Reihe deutscher und internationaler Gremien zur Forschungspolitik sowie zur Politikberatung in Umwelt- und Entwicklungsfragen an. So berät er als Mitglied der Sachverständigengruppe Energie und Klimawandel auch den EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Er ist Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam und gewähltes Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft\, der Deutschen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina)\, der US National Academy of Sciences\, der Geological Society of London und der International Research Society Sigma Xi.\nWährend der G8- und EU-Ratspräsidentschaften Deutschlands im Jahr 2007 war er Wissenschaftlicher Chefberater der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik.\nZu den besonderen Ehrungen Professor Schellnhubers zählen unter anderem die Verleihung des Wolfson Research Merit Award der Royal Society (2002)\, die Verleihung des Titels CBE (Commander of the Most Excellent Order of the British Empire) durch Königin Elizabeth II. (2004)\, der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (2007) sowie die Verleihung des Verdienstordens des Landes Brandenburg (2008).\nEr hat mehr als 200 Artikel und rund 40 Bücher über Theoretische Physik\, Umweltanalyse und Nachhaltigkeitsforschung veröffentlicht. \nVortrag Prof. Dr. Klaus Dethloff (Potsdam): Wechselwirkung von arktischem Meereis und kontinentaler Schneebedeckung mit atmosphärischen Telekonnektionsmustern\n C.V.:\nKlaus Dethloff\, geb. 1950\, Abitur am Heine-Gymnasium in Teterow\, Studium der Physik an der Universität Rostock 1968-73\, 1970 Wilhelm-Pieck-Stipendium\, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentralinstituts für Solar-Terrestrische Physik der AdW der DDR\, 1979 Promotion in theoretischer Physik  mit der Arbeit “Zur Bestimmung der zonalen Zirkulation der Tropo- und Stratosphäre auf der Grundlage der Impuls-Wärmequellen”. 1986 für zwei Monate Gastwissenschaftler am Institut für Atmosphärenphysik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau\, bis 1991 am Heinrich-Hertz-Institut für Atmosphärenforschung und Geomagnetismus der AdW der DDR\, ab 1992 am Institut für Atmosphärenphysik der Universität Rostock. Seit 1992 Aufbau der Modellierungsgruppe an der AWI Forschungsstelle Potsdam\, 1993 Habilitation am Institut für Physik der Humboldt-Universität Berlin mit der Arbeit “Modellierung und Diagnostik grossräumiger Klimaprozesse der Atmosphäre auf der Grundlage einer Hierarchie von einfachen Klimamodellen und von Analysen globaler Datensätze”. Seit 1997 Professor für Physik der Atmosphäre am Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam und Sektionsleiter der Forschungssektion “Atmosphärische Zirkulationen” am Alfred-Wegener-Institut (AWI)\, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung\, Forschungsstelle Potsdam. In der Sektion werden experimentelle und theoretische Erkenntnisse zur Rolle der polaren Atmosphäre im globalen Klimawandel zusammengeführt.\nMitglied in den Editorial Boards der Open-Access Zeitschriften “Open Atmospheric Science Journal” seit 2007  und “Advances in Meteorology” seit 2009. Seit 2010 Topicsprecher des HGF Forschungsverbundes REKLIM für “Gekoppelte Regionale Klimamodelle”\, Mitglied im wissenschaftlichen Rat des AWI\, in der deutschen Polarforschungskommission\, deutscher Repräsentant in der atmosphärischen Arbeitsgruppe des International Arctic Science Committee und in den Steering Committees von MOSAiC und ICARPIII.\nAbstract:\nDie regionale Erwärmung in der Arktis ist fast doppelt so groß wie die globale Erwärmung. An der deutsch-französischen AWIPEV Forschungsstation Ny-Ålesund auf Spitzbergen stiegen z. B. die bodennahen Jahresmitteltemperaturen zwischen 1992 und 2014 von -5\,5 auf -3 °Celsius an. Dieses Phänomen wird arktische Verstärkung genannt und hat zu einem deutlichen Rückgang des arktischen Meereises in den vergangenen zwei Jahrzehnten beigetragen. Parallel traten in den mittleren Breiten der Nordhemisphäre häufiger kalte Winter auf.\nDie oberflächennahe Erwärmung über dem arktischen Ozean im Spätsommer beeinflusst die vertikale Stabilität der arktischen Atmosphäre und begünstigt die Entstehung und Ausbreitung von troposphärischen Tiefdruckgebieten. Das häufigere Auftreten von solchen Wettersystemen und deren erhöhte Intensität im Herbst führen dazu\, dass sich die atmosphärischen Telekonnektionsmuster im darauffolgenden Winter verändern.\nDas arktische Schwingungsmuster übt dabei den größten Einfluss auf die atmosphärische Luftdruck- und Temperaturverteilung aus. Diese Schwingung stellt das vorherrschende Variabilitätsmuster der Nordhalbkugel dar und beschreibt in der europäischen Arktis die großräumigen Luftdruckschwankungen zwischen dem Islandtief und dem subtropischen Azorenhoch. Der Einfluss dieses Variabilitätsmusters erstreckt sich bis in die Stratosphäre.\nMit statistischen Methoden lassen sich Zusammenhänge zwischen dem im Sommer zurückgehenden arktischen Meereis und Veränderungen der typischen Luftdruck- und Zirkulationsmuster der Nordhemisphäre im Winter feststellen. In Jahren mit geringer Meereisbedeckung im Spätsommer tritt im darauffolgenden Winter ein schwächer ausgeprägter Luftdruckunterschied zwischen mittleren und polaren Breiten auf. Dadurch wird der Transport warmer Atlantikluft auf die Kontinente verringert\, und die Wahrscheinlichkeit für den Einbruch kalter Luftmassen aus Norden und Sibirien bis nach Mitteleuropa steigt deutlich an. Dabei besteht ein Zusammenhang mit großskaligen planetaren Wellen\, die sich im Winter aus der Troposphäre in die Stratosphäre ausbreiten.\nAls Folge der stärkeren Wellenaktivität in Jahren mit geringerer arktischer Meereisbedeckung bei gleichzeitig veränderter kontinentaler Schneebedeckung ist der winterliche Polarwirbel – ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet – der Stratosphäre instabiler und wärmer. Die Stärke des Polarwirbels beeinflusst die Übertragung extremer Klimaanomalien von der Stratosphäre hinab in die Troposphäre und die Entstehung kalter Winter in Europa und Asien. \nVortrag Dr. Wolfgang Steinbrecht (Hohenpeißenberg): Ozonschicht und Klimawandel\n C.V.:\nWolfgang Steinbrecht\, geb. 1962 in München. Studium der Physik 1982-1988 in München\, Diplomarbeit: Laser Radar auf der Polarstern (Prof. Walther). 1988-1993 York University\, Toronto\, Kanada\, PhD 1994 (Prof. Carswell)\, Laser Radars für Ozon und Temperatur in Toronto und Eureka (80°N). Seit 1994 in der Ozongruppe des Deutschen Wetterdiensts am Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg\, seit Aug. 2015 als Leiter der Ozongruppe. Viele nationale und internationale Forschungsprojekte\, > 50 wiss. Veröffentlichungen\, 1998 Mariolopoulos-Kananginis Preis der WMO. Chapter-Lead Autor WMO-UNEP Ozone Assessment  2014. Deutscher Vertreter bei den Ozone-Research-Managers Meetings der Wiener Konvention zum Schutz der Ozonschicht. Mitglied der Internationalen Ozon-Kommission. Co-Chair Lidar-Working Group des Network for the Detection of Atmospheric Composition Change (NDACC).\nAbstract:\nDas internationale Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht von 1987 mit seinen nachfolgenden Verschärfungen war erfolgreich! Seit Ende der 1990er Jahre gehen ozonzerstörende Substanzen weltweit langsam zurück\, der Rückgang der Ozonschichtdicke konnte gestoppt werden. Seit 2000 schwanken die Ozonsäulen auf niedrigem Niveau; erste Zunahmen werden verzeichnet. Am deutlichsten erkennbar ist dies in der oberen Stratosphäre\, im Höhenbereich um 40 km. Dort tragen sowohl der beginnende Rückgang ozonzerstörender Substanzen als auch die stratosphärische Abkühlung durch zunehmendes CO2 jeweils etwa die Hälfte zur Ozonzunahme seit etwa 2000 bei. Neben dem Rückgang ozonzerstörender Substanzen wird also die erwartete Erholung der Ozonschicht deutlich durch Treibhausgas-Zunahmen und Klimaänderung beeinflusst werden. Weiter zunehmendes CO2 wird zu weiterer Erwärmung der Troposphäre und weiterer Abkühlung der Stratosphäre führen. Dies hat Auswirkungen auf Ozon-Chemie und auf den globalen Ozontransport durch die Brewer-Dobson-Zirkulation. Methan (CH4) und Lachgas (N2O) nehmen ebenfalls zu. Beide wirken als Treibhausgase. Im Gegensatz zu CO2 werden Methan und Lachgas in der Stratosphäre photochemisch zersetzt. Sie greifen damit direkt in das chemische Gleichgewicht zwischen Ozonbildung und\n-zerstörung ein. Modellrechnungen zeigen die Auswirkungen der verschiedenen Spurengase. Ozonsäulen in mittleren Breiten werden erst zwischen 2030 und 2050 wieder das Niveau der ungestörten 1960er Jahre erreichen. Das Antarktische Ozonloch wird erst nach 2060 wieder verschwinden. Trotzdem sind wir beim Ozon auf dem richtigen Weg. \nVortrag Dr. Dietrich Spänkuch (Caputh): Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Gesellschaft in Europa\nC.V.:\nDietrich Spänkuch\, Jahrgang 1936\, Abitur Salzmannschule Schnepfenthal\, Studium der Meteorologie an der Humboldt-Universität Berlin 1954-59\, dort auch Promotion A (Dr. rer. nat.) 1965 und B (Dr. sc. nat.) 1973 mit der Arbeit „Optische Eigenschaften logarithmisch-verteilter Partikelkollektive“. Herbst 1971 – Herbst 1972 Arbeitsaufenthalt am Lehrstuhl für Physik der Atmosphäre an der Universität Leningrad. Herbst 1959 bis Sommer 1968 Assistent und Arbeitsleiter am Institut für Optik und Spektroskopie der AdW der DDR\, Arbeiten zur atmosphärischen Optik und zum atmosphärischem Aerosol\, Laserausbreitung in der Atmosphäre. Sommer 1968 bis Februar 2001 Fachwissenschaftler\, Abteilungsleiter und Leiter des Meteorologischen Hauptobservatoriums Potsdam des MD der DDR bzw. des DWD\, Aufbau der Arbeitsgruppen Satellitenmeteorologie und indirekte Sondierung der Atmosphäre\, nationaler Themenleiter für indirekte Sondierung bei Interkosmos\, Mitglied internationaler Arbeitsgruppen von COSPAR\, IAMAP und EUMETSAT\, WMO-Experte für Aerosol und Klima. Schwerpunkte seiner Arbeiten waren die indirekte Sondierung der Erd- und Venusatmosphäre durch IR-Satellitengeräte\, bodengebundene Sondierung durch IR- und Mikrowellen\, IR-Transmittanz der Atmosphäre\, Aerosol und Klima. Gutachter bei INTAS\, Süringmedaille in Silber der Meteorologischen Gesellschaft in der DDR\, Gastprofessur an der Universitè Paris VI 1999\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1994.\nAbstract:\nDer Klimawandel ist nicht das einzige globale Problem. Diese Aussage ist trivial\, nicht aber ihre Konsequenzen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Europa weniger hart zu spüren als in anderen Regionen der Erde. Dies sowie die beträchtliche Wirtschaftskraft Europas\, die zur Abschwächung und Adaptation des Klimawandels eingesetzt werden kann\, lassen diesen Kontinent als das gelobte Land erscheinen. Es ist daher mit erheblichen Flüchtlingsströmen Richtung Europa zu rechnen\, die in den nationalen Anpassungsstrategien zum Klimawandel bisher nicht oder nur ungenügend Einklang gefunden haben. Aber auch in Europa selbst wird der Unterschied zwischen arm und reich – und damit das Konfliktpotential – durch den Klimawandel verstärkt.\nDer Klimawandel\, selbst wenn er auf unter 2°C globale Erwärmung\, bezogen auf die vorindustrielle Ära um 1850\, beschränkt werden kann\, ist in Europa insbesondere in den Küsten- und Hochgebirgsregionen z.T. auch heute schon spürbar. Die Einhaltung der 2°C-Grenze ist aber keineswegs gesichert. Der Meeresspiegelanstieg wird auch über die Jahrhundertwende hinaus viele Jahrhunderte anhalten. Die Anpassung an den Klimawandel wird beträchtliche Mittel binden. Der Vortrag konzentriert sich auf Beispiele für die norddeutsche Küste und den Mittelmeerraum. \n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/gemeinsam-april-sitzung-beider-klassen-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160324T103000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160324T123000
DTSTAMP:20160301T131559Z
CREATED:20151221T151656Z
LAST-MODIFIED:20160301T131559Z
UID:10534-1458815400-1458822600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Sitzung des AK Prinzip Einfachheit
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) Prinzip Einfachheit lädt zur öffentlichen Sitzung am 24. März 2016 ein. \nVortrag Rainer Schimming (MLS): \nLässt sich Einfachheit messen?\nZeit: 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr\nOrt: Rathaus Tiergarten Berlin\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Schimming ist Fachmann für Mathematische Physik und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Ab 1964 studierte er Mathematik in Leipzig. Die Promotion erfolgte 1971\, die Habilitation ebenda 1979. Seit 1981 war er Dozent für Analysis an der Universität Greifswald\, seit 1996 Professor dort. Zu Post-Doc-Aufenthalten weilte er 1975/76 an der Universität Kiew und 1986 an Prof. H.-J. Treders Einstein-Laboratorium in Potsdam.\nSeine Forschungsgebiete sind Mathematische Physik und Differentialgeometrie\, später auch Mathematische Biologie. Starkes Interesse für Philosophie lässt ihn sich immer wieder in einschlägigen Debatten beteiligen. \nAbstract:\nEin Phänomen lässt sich am besten in den Griff bekommen\, wenn man es quantitativ messen kann.\nIm vorliegenden Fall müssen zunächst Begriffe geklärt werden: Einfach heißt wenig strukturiert\, komplex heißt reich strukturiert. Genauer sind Einfachheit bzw. Komplexität Ausprägungen einer Präordnung auf einer Menge von Strukturen. Es gibt viele zahlenwertige Komplexitätsgrade – einige werden vorgestellt – aber leider keinen kanonischen solchen. Komplexität hat eben verschiedene Facetten.\nIm Vortrag wird außerdem der Begriff der Ordnung einer Struktur besprochen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/sitzung-des-ak-prinzip-einfachheit/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Arbeitskreise
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160310T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160310T170000
DTSTAMP:20160228T091132Z
CREATED:20151221T141914Z
LAST-MODIFIED:20160228T091132Z
UID:10532-1457614800-1457629200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät findet als Leibniz-Forum satt\, veranstaltet in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)\, der Klinik für Hämatologie\, Onkologie\, Tumorimmunologie und Palliativmedizin im HELIOS Klinikum Berlin-Buch sowie dem BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch zum Thema: \nMöglichkeiten\, Grenzen und Perspektiven der individualisierten Medizin am Beispiel der Onkologie\nProgramm \nWeitere Informationen \n10. März 2016; 13.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Medizincampus Berlin-Buch\, Max Delbrück Communications Center (Axon 2)\, Robert-Rössle-Straße 10\, 13125 Berlin
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Forschungscampus Berlin-Buch; Max Delbrück Communications Center (MDC.C\, C83)\, Axon 2\, Robert-Rössle-Straße 10\, Medizincampus Berlin-Buch\, Robert-Rössle-Straße 10\, Berlin\, 10125
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160310T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160310T120000
DTSTAMP:20160305T172916Z
CREATED:20151221T134922Z
LAST-MODIFIED:20160305T172916Z
UID:10530-1457604000-1457611200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Gemeinsame März-Sitzung der Klassen Sozial-und Geisteswissenschaften sowie  Naturwissenschaften und Technikwissenschaften - Änderung!
DESCRIPTION:Die Klassen Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Naturwissenschaften und Technikwissenschaften laden ein zur gemeinsamen öffentlichen Sitzung am 10. 03. 2016. \n  \nKolloquium:\n\nRecht und Freiheit in Geschichte und Gegenwart\nzu Ehren von Hermann Klenner (MLS)\nanlässlich seines 90. Geburtstages\nModeration: Jürgen Hofmann (MLS) \nVorträge: \nHans-Otto Dill (MLS):\nAufklärung und Strafjustiz: Cesare Bessarias Beitrag zur Zivilisierung des Rechtswesens \nWalter Schmidt (MLS):\nJüdische Akteure in der schlesischen\, speziell Breslauser Demokratie 1848/49 \nHans-Joachim Gießmann (MLS):\nZwischen Rechtsgemeinschaft und Geopolitik: Europäische Friedenspolitik am Scheideweg. Anmerkungen zur Russland/Ukraine-Krise. \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Medizincampus Berlin-Buch;\nSie finden das Gebäude auf dem Campus Berlin-Buch in der Robert-Rössle-Straße 10 in 13125 Berlin. Es ist das Gebäude C83 / MDC.C . Der Axon 2 ist im 1. Stock. Einen Lageplan des Campus finden Sie hier\nhttp://bbb-berlin.de/de/location/ \nProf. Dr. Hans-Otto Dill (MLS):\nC.V.:\ngeb. 1935 in Berlin. Nach Abitur in Anklam Studium der Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universidad de la Habana\, Promotion Romanistik 1969\, Habilitation Lateinamerikanistik 1974. Prof. für lateinamerikanische Literatur an der HUB in Berlin ab 1981\, der Georg-August-Universität Göttingen 1989-90\, sowie Gastprofessuren an der Universität Hamburg\, Universidade de Sao Paulo und La Plata.\nMitglied des Lateinamerikaforum Berlin seit 1992\, der Leibniz-Sozietät seit 1995\, der Freunde des Iberoamerikanischen Instituts Preußischer Kulturbesitz seit 2007\, Sekretar der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Klasse der LS ab 2009.\nPublikationen: Aufklärung als Weltprojekt (2015)\, Alexander von Humboldts Metaphyik der Erde (20013)\, Ensayos sobre literatura cubana (2010)\, Die lateinamerikanische Literatur in Deutschland (2009)\, Dante criollo (2006)\,  Lateinamerikanische Literatur im Überblick (1999).\nHerausgaben von Kongressmaterialien als Sammelbänden\, u.a.: Denken und Handeln. Philosophie und Wissenschaft im Werk Johann Gottlieb Fichtes ( 2015)\, Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne (2013)\, Sprache zwischen Kommunikation\, Ideologie und Literatur – die Aktualität von Victor Klemperers LTI (1947) damals und heute (2012). \nAbstract:\nVor 250 Jahren\, 1765\, veröffentlichte der Mailänder Jurist und Ökonom Cesare Beccaria sein Aufsehen erregenden rechtswissenschaftlichen Traktat Dei delitti e delle pene (Von den Vergehen und von den Strafen)\, der den wohl bedeutsamsten Einschnitt im abendländischen Rechtsdenken war\, ja dieses erst eigentlich begründete. In der Rezeptionsgeschichte dominiert laut Dill eindeutig Beccarias Verurteilung der zu seiner Zeit üblichen Grausamkeit der Strafen und der gerichtlichen Untersuchungspraxis\, von Todesstrafe\,  Folter sowie von Inquisition als Mittel gerichtlichen Verhörs. Doch steckt in der dominanten Fokussierung der Rezeption auf die „penas“ ein verfälschender Reduktionismus\, denn Beccaria kritisierte das gesamte Rechtswesen seiner Zeit\, nicht nur die Ungeheuerlichkeiten des Strafprozesses. Deshalb desubjektivierte er den Begriff desdelitto: Strafmaß müsse statt der subjektiven Schuld des Täters der der Gesellschaft zugefügte objektive Schaden sein.\nWenn er das gesamte vorherige Rechtswesen der Menschheit ohne Ausnahme von den Pandekten bis zu den mittelalterlichen Usancen der germanischen Langobardi als mit dem Geist des 18. Jahrhunderts als unvereinbar bezeichnet und ständig die rechtsphilosophischen Standardwerke der französischen und britischen Aufklärer Hobbes\, Locke\, Hume\, Montesquieu und Rousseau zitiert\, manifestiert er seine aufklärerische Position\, ja schafft begrifflich erst eine aufgeklärte Justiz\, deren Durchsetzung er sich von aufgeklärten Monarchen erhoffte. – In vielen Ländern der Erde sind bis heute seine Maßstäbe setzenden Rechtsnormen nicht durchgesetzt. \nProf. Dr. Walter Schmidt (Berlin):\nC.V.:\nProf. Schmidt ist Historiker. Er wurde 1981 zum Korrespondierenden\, 1985 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\n1964 – 1984 leitete er einen historischen Lehrstuhl an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und 1984 – 1990 das Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Mehrere Bücher und Sammelwerke zur Geschichte des 19. Jh. – insbesondere zur Revolutionsgeschichte – hat er verfasst bzw. herausgegeben. In den letzten Jahrzehnten war er Mit-Herausgeber von „Männer und Frauen der Revolution von 1848/49“ (Bd. 1-4\, 2003-2013)\, arbeitete mit am Biographischen Lexikon der Deutschen Burschenschaft (Bd. I: Politiker\, Teil 1-8\, 1996-2014)\, forschte und publizierte zur Geschichte Schlesiens\, namentlich der Demokratiebewegung im Umfeld von 1848. Er gehört dem Beirat der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam an. \nAbstract:\nDer Vortrag geht zunächst der Geschichte des Breslauer Zwinger-Gymnasiums nach\, an dem der Jubilar Schüler war und 1944 das Abitur ablegte.\nIm Hauptteil wird untersucht\, welchen Anteil jüdische Bürger Breslaus – einer Stadt\, die im 19. Jh\, mit ihrem Oberrabbiner Abraham Geiger ein Zentrum des Reformjudentums war – an den demokratischen Bestrebungen im Vormärz und in der Revolution von 1848/49 nahmen und wie deren spätere Biografie verlief. Jüdische Studenten\, Mitglieder der Breslauer Burschenschaft\, der so genannten Raczeks\, engagierten sich in der demokratischen Studentenbewegung des Revolutionsjahres\, auf dem Wartburgfest von Sommer 1848. In der Demokratiebewegung Schlesiens im Revolutionsjahr wirkten zahlreiche jüdische Intellektuelle in führenden Positionen in den beiden demokratischen Vereinen Breslaus wie als Präsidenten auf den Demokratenkongressen. Die Leitung des Breslauer Arbeitervereins lag in der Hand des jungen jüdischen Mediziners Sigismund Asch\, der später ein berühmter Arzt in Breslau wurde. Die schlesischen Wähler schickten – auch in Ablehnung jedweder antisemitischer Vorstöße – drei jüdische Kandidaten als Abgeordnete in die Parlamente nach Frankfurt und Berlin\, wo diese entschieden linke Positionen vertraten.\nDie Verbreitung sozialistischer\, auch marxistischer Grundsätze in der Breslauer Arbeiterbewegung im Vormärz\, 1848 und danach war auch Sache zweier jüdischer Journalisten. Zwei jüdische Bürger beteiligten sich nicht zuletzt am Breslauer Maiaufstand von 1849. Mehrere Demokraten jüdischer Herkunft wurden wegen ihrer politischen Aktivitäten von der Reaktion für Jahre auf Festungen verbannt\, danach repressiert und aus der Heimat vertrieben. \nProf. Dr. Hans-Joachim Gießmann:\nC.V.:\nProf. Gießmann ist Philosoph und Politikwissenschaftler. Nach dem Studium der Amerikanistik war er von 1981 bis 1990 am IPW tätig. 1981 wurde er in Philosophie promoviert\, 1987 habilitierte er sich im Fach Politische Wissenschaft. 1989/90 beriet er das Neue Forum am Runden Tisch zu Fragen der Abrüstung; anschließend arbeitete er als Referent für Abgeordnete der Volkskammer und des Deutschen Bundestages. Von 1991 bis 2008 war er am Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik tätig\, zuletzt als Stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor. Außerdem ist er seit 1995 Privatdozent an der Universität Hamburg und wurde dort 2001 zum Professor ernannt. Von 2008 bis 2012 leitete er das Berghof-Forschungszentrum in Berlin; seit 2012 ist er Geschäftsführender Direktor der Berghof Foundation.\nSeit 2000 sitzt er im Direktorium des Europäischen Master-Studiengangs Menschenrechte und Demokratisierung. Von 2009 – 2014 war er Mitglied bzw. leitete den Global Agenda Council on Terrorism des Weltwirtschaftsforums in Davos. Seit 2009 gehört er dem Beirat Zivile Krisenprävention des Auswärtigen Amtes an. Er hat mehr als 40 Bücher und mehr als 300 wissenschaftliche Aufsätze in einem Dutzend Sprachen verfasst. Gastprofessuren hatte er in New York\, Shanghai und Wrocław.\n\nAbstract:\nDie Destabilisierung der Europäischen Friedensordnung\, unter anderem ausgelöst und im Weiteren beschleunigt durch die rapide Verschlechterung des ukrainisch-russischen Verhältnisses hat eine politische Diskussion befeuert\, ob Putins Russland noch als verlässlicher Partner und Garant der europäischen Friedensordnung angesehen werden kann. Russlands flagrante Verletzung des Budapester Memorandums ist seit der Besetzung der Krim hierfür eine verbreitet genutzte Referenz. Rückblickend\, so scheint es\, als hätten Russland und das übrige Europa es versäumt\, die Chancen aus der Beendigung des Kalten Krieges für die Schaffung einer stabilen Friedensordnung zu ergreifen. Ein neuer Ost-West-Konflikt ist aufgebrochen\, sogar die frühere Abschreckungsrhetorik hat von der Bühne politischer Rhetorik bereits Besitz ergriffen. Schwer vorstellbar\, dass dieser Konflikt entschärft werden kann\, ohne die tieferliegenden Ursachen der Eskalation zu verstehen und zu bearbeiten. Verhandlungen über ein gewaltfreies Nebeneinander können verloren gegangenes Vertrauen in ein friedliches Miteinander nicht ersetzen. Die akute Krise führt Europa an den Scheideweg zwischen der Rückbesinnung auf eine starke politische und Rechtsgemeinschaft sowie einer Geopolitik mit ungewissen Folgen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-2/
LOCATION:Forschungscampus Berlin-Buch; Max Delbrück Communications Center (MDC.C\, C83)\, Axon 2\, Robert-Rössle-Straße 10\, Medizincampus Berlin-Buch\, Robert-Rössle-Straße 10\, Berlin\, 10125
CATEGORIES:Naturwissenschaften und Technikwissenschaften,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160217T090000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160217T130000
DTSTAMP:20160202T110157Z
CREATED:20160129T091208Z
LAST-MODIFIED:20160202T110157Z
UID:10672-1455699600-1455714000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium Helmert-Turm
DESCRIPTION:Im Namen des GFZ Potsdam\, des DVW Berlin-Brandenburg e.V. und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. wird herzlich eingeladen zum \n„Wissenschaftlichen Kolloquium Helmert-Turm“ \n17. Februar 2016\, 9.00 – 13.00 Uhr\nam GFZ\, Haus H\, Raum V2/3 \nDetailinformation und Programm
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/wissenschaftlichen-kolloquium-helmert-turm/
LOCATION:Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ\, Telegrafenberg 14473 Potsdam\, Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ Telegrafenberg\, Potsdam\, 14473
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160211T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160211T153000
DTSTAMP:20160112T161620Z
CREATED:20151221T133611Z
LAST-MODIFIED:20160112T161620Z
UID:10526-1455197400-1455204600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Februar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur öffentlichen Sitzung des Plenums ein. Vorgetragen und zur Diskussion gestellt wird der Beitrag: \n2. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten\nZur Musiktheorie von Leibniz (Arbeitstitel)\nVortragender: \nWalter Bühler (Berlin) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nWalter Bühler hat nach dem Besuch eines altsprachlichen Gymnasiums Mathematik und Physik studiert und an Berliner Gymnasien Mathematik\, Informatik und Physik unterrichtet. Neben und nach der Berufstätigkeit hat er sich mit der Alten Musik und dem Werk von Leibniz beschäftigt. Sein Vortrag auf dem IX. Internationalen Leibniz-Kongress 2011 wurde in zwei Teilen in den Studia Leibnitiana veröffentlicht (Band 42\, 2010\, Heft 2 und Band 44\, 2012\, Heft 3.). 2013 und 2014 erschienen zwei weitere Bücher zur elementarmathematischen Darstellung der Musiktheorie\, die in zentralen Punkten auf den Ideen von Leibniz beruhen. \nAbstract:\nDas Thema “Leibniz und die Musik” wird in drei Abschnitten behandelt.\nErstens soll es um die Musik gehen\, wie sie Leibniz in seinem höfisch geprägten Wirkungsbereich vorgefunden hat. Mit freundlicher Unterstützung aus der Staatsoper Berlin werden dabei einige Arien von Agostino Steffani zu hören sein\, dessen Oper „Amor vien dal destino“ am 23. April 2016 zum ersten Mal seit 1709 wieder aufgeführt wird.\nIm zweiten Abschnitt des Vortrages soll skizziert werden\, welchen Platz das Nachdenken über Musik innerhalb des Leibnizschen Konzepts der universellen und der prästabilierten Harmonie einnimmt.\nIm dritten Teil soll schließlich auf die noch weitgehend unbekannten Harmonischen Gleichungen eingegangen werden. Leibniz verwendet diese Gleichungen nur in Handschriften\, die im Kontext des Briefwechsels mit Henfling (LBr 390) aufbewahrt werden. Es soll gezeigt werden\, dass sie sich auch aus heutiger Sicht sehr gut für eine sachgerechte rechnerische Darstellung von historischen Intervallsystemen\, Stimmungen und Temperaturen in der Musik eignen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/februar-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-3/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160211T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160211T120000
DTSTAMP:20160111T161725Z
CREATED:20151221T132827Z
LAST-MODIFIED:20160111T161725Z
UID:10524-1455184800-1455192000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften - Änderung!
DESCRIPTION:Änderung des Vortragenden!\nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt ein zum öffentlichen Kolloquium am 11.02.2016: \nVortrag:\nElmar Altvater (MLS): \n“Lateinamerika in der Krise: Rückblicke\, Hintergründe und Ausblicke”\n  \n11. 02. 2016; 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Altvater ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1998. Bis 2004 arbeitete er am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin auf dem Gebiet der Internationalen Politischen Ökonomie.\nEr ist Associated Fellow des Institute for International Political Economy an der Hochschule für Recht und Wirtschaft\, Berlin\, und u. a. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von ATTAC. Gemeinsam mit Birgit Mahnkopf hat er das Buch “Grenzen der Globalisierung. Politik\, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft” verfasst (2007 in 7. Auflage) sowie das Buch “Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” (2011 in 7. Aufl.). Im Jahr 2012 erschien von ihm das Buch „Marx neu entdecken“ und 2015 das Buch „Engels neu entdecken“; auch viele Aufsätze zu unterschiedlichen Fragen der Globalisierung\, der Finanz- und Eurokrise und der ökologischen Krise entstammen seiner Feder. Dazu gehören auch eine Reihe von Aufsätzen zu den aktuellen Entwicklungstendenzen des so genannten „Neoextraktivsmus“ in Lateinamerika. \nAbstract:\nEin politischer Paradigmenwechsel in Lateinamerika?\nEs ist nicht ungewöhnlich\, wenn die Wählerschaft in Lateinamerika für einen abrupten Wandel votiert\, derzeit von den Linksregierungen\, die zumeist im ersten Jahrzehnt des 21. Jh. an die Macht gekommen sind\, zu politisch eher nach rechts tendierenden Regierungen gegen Ende des zweiten Jahrzehnts. Doch erstens ist bei näherem Hinschauen der Unterschied der Regierungsprojekte gar nicht so groß\, zweitens ist der Wechsel im politischen System ein Reflex von Verschiebungen in den sozioökonomischen Verhältnissen Lateinamerikas\, die sich am Arbeitsmarkt deutlich zeigen\, und drittens ist er ein Ausdruck der ökologisch-sozialen Krise des neoextraktivistischen Entwicklungsmodells\, das die derzeit abgewählten Regierungen verfolgt haben.\nDie Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt hat sich als eine Falle herausgestellt. Doch gibt es in Lateinamerika – wie in anderen Weltregionen auch – Ansätze der Etablierung solidarisch-genossenschaftlicher Wirtschaftsformen auf lokaler Ebene\, und auf globaler Ebene neue Ansätze der internationalen Kooperation\, wie z.B. die Wirtschaftsgemeinschaft ALBA in Lateinamerika oder die verschiedenen Projekte der Kooperation mit China\, auch um größere Unabhängigkeit von den USA zu gewinnen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-der-klasse-sozial-und-gesteswissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20160211T100000
DTEND;TZID=UTC:20160211T120000
DTSTAMP:20160201T151751Z
CREATED:20151221T131507Z
LAST-MODIFIED:20160201T151751Z
UID:10523-1455184800-1455192000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zum 11. 02. 2016 zur öffentlichen Sitzung ein. \nThema: \nGesundheitsgefährdungen infolge psychischer Belastung in Arbeitsprozessen\nVortragender: Heinz-Jürgen Rothe (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Raum 505 \nC.V.:\nProf. Rothe ist Arbeitspsychologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2009. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent unter Leitung von F. Klix im Bereich Grundlagen der Kybernetik am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1973 unter Leitung von K.-P. Timpe im Lehrbereich Arbeits- und Ingenieurpsychologie der Sektion Psychologie der HUB. Arbeitsschwerpunkt war die menschliche Informationsverarbeitung bei der Mensch-Maschine-Interaktion. 1977 wurde er mit einer Arbeit über Analysen der Informationsaufnahme in simulierten Leitständen promoviert. Nach einer zweijährigen Beratertätigkeit an der Psychologischen Fakultät der Universität Havanna (1983-1985) konzentrierte sich seine wissenschaftliche Arbeit auf methodische Zugänge zur Erfassung und Repräsentation von Expertenwissen im Vorfeld der Entwicklung wissensbasierter Systeme. 1991 habilitierte er sich an der Universität Kassel. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Kassel\, Leipzig und Trier wechselte er 1995 an das neu gegründete Institut für Psychologie der Universität Potsdam. Neben der Fortsetzung seiner Arbeiten zur Diagnose berufsspezifischen Wissens bei Arbeitspersonen hat er sich an den von A.-M. Metz geleiteten Forschungsarbeiten zur Analyse psychischer Belastungen in Arbeitsprozessen und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement beteiligt. \nAbstract:\nDie Erforschung der Zusammenhänge zwischen Erwerbsarbeit und Gesundheit bzw. Krankheit hat eine lange Tradition. Der Arzt Bernardino Ramazzini publizierte bereits 1700 seine Schrift De morbis artificum. Sie enthält die erste geschlossene Zusammenstellung von Krankheiten infolge handwerklicher Tätigkeiten. Als Ursachen beschrieb er verschiedene physikalische Belastungsfaktoren sowie chemische und biologische Schadstoffe.\nMit der Industrialisierung am Ende des 19. Jh. gewannen auch psychische Beeinträchtigungen an Interesse. So widmet Hugo Münsterberg in seinem 1912 erschienenen Lehrbuch Psychologie und Wirtschaft der arbeitsbedingten Ermüdung und den ermüdungsähnlichen Zuständen Monotonie und Sättigung eigenständige Kapitel\, allerdings explizit nur in Bezug zu quantitativen und qualitativen Verminderungen von Arbeitsleistungen.\nIn dem Maß\, wie durch medizinische Erkenntnisse im Allgemeinen und arbeitsmedizinische Forschungen im Speziellen die Zusammenhänge zwischen äußeren Arbeitsbedingungen wie Staub\, Gase oder Lärm als Ursachen für Krankheiten wie Pneumokaniosen\, Vergiftungen oder Schwerhörigkeit aufgeklärt werden konnten\, entwickelten sich Arbeitsschutzsysteme\, in denen gesetzlich verbindlich festgelegt wird\, welche Grenzwerte bezüglich Expositionsdosis und -dauer durch Unternehmen einzuhalten sind\, damit Arbeitskräfte nicht erkranken\, was ja durchaus auch im Interesse der Wirtschaft war und ist.\nDeutschland verfügt inzwischen über ein differenziertes Arbeitsschutzsystem und über gesetzliche Regelungen bezüglich der materiellen Unterstützung von Personen\, die bei ihrer Erwerbsarbeit infolge von Unfällen oder von Arbeitsbedingungen\, die als Ursachen für dauerhafte Erkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten\, gesundheitlich beeinträchtigt sind.\nInsbesondere im Ergebnis arbeitspsychologischer Forschungen in den letzten 50 Jahren liegen aber inzwischen auch Erkenntnisse darüber vor\, dass bestimmte Arbeitssituationsmerkmale nicht nur die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit von Arbeitspersonen beeinflussen\, sondern dass sie auch längerfristig mit deren Gesundheitszustand in Zusammenhang stehen.\nIm ersten Teil des Vortrags wird über diese Forschungsergebnisse\, insbesondere unter dem Aspekt der multifaktoriellen Ätiologie von arbeitsbedingten Erkrankungen\, berichtet. Im zweiten Teil werden methodische Zugänge zur Identifikation gesundheitsrelevanter Arbeitssituationsmerkmale diskutiert und deren Integration in die für Arbeitgeber gesetzlich vorgeschriebene jährliche Beurteilung von Gesundheitsgefährdungen an Arbeitsplätzen aufgezeigt. Die Darstellung eines konkreten arbeitsanalytischen Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der psychischen Belastung in Arbeitssituationen ist Gegenstand des dritten Teils des Vortrages. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160205T140000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160205T170000
DTSTAMP:20160106T104706Z
CREATED:20160106T104653Z
LAST-MODIFIED:20160106T104706Z
UID:10588-1454680800-1454691600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” lädt ein zum öffentlichen Workshop am Freitag\, den 05. Februar 2016 zum Thema \n„Transformation – Diskussion zu Forschungsstand und offenen Fragen“\n\nProgramm und Einladung
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-des-ak-gesellschaftsanalyse-und-klassen-2/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Arbeitskreise
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20160128T133000
DTEND;TZID=UTC:20160128T160000
DTSTAMP:20151221T125438Z
CREATED:20150726T143702Z
LAST-MODIFIED:20151221T125438Z
UID:9751-1453987800-1453996800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät\, Terminpräzisierung!
DESCRIPTION:Terminpräzisierung und anderer Ort:\n Am 28. Januar 2015 findet die  \nJahresgeschäftssitzung\nder Leibniz-Sozietät\n\nals nichtöffentliche Veranstaltung statt \n14:00 bis 16:30 Uhr; Ort: WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nDie Einladung geht gesondert zu.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/jahresgeschaeftssitzung-der-leibniz-sozietaet-2/
LOCATION:WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, Berlin\, 12489
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20160128T100000
DTEND;TZID=UTC:20160128T120000
DTSTAMP:20160122T104317Z
CREATED:20150726T143150Z
LAST-MODIFIED:20160122T104317Z
UID:9750-1453975200-1453982400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt für den 28. Januar 2016 zur Januar-Plenarsitzung ein. Es wird der Vortrag gehalten und diskutiert: \nHans Poser (Berlin) \n1. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten:\nAufklärung top down. Leibniz und die Prinzenerziehung.\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Einstein-Newton-Kabinett\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nC.V.:\nProf. Poser legte nach dem Studium der Fächer Mathematik\, Physik und Philosophie in Tübingen und Hannover 1964 mit einer Zulassungsarbeit auf dem Gebiet der Geometrie das Staatsexamen ab. Von da ab widmete er sich vorzugsweise der Philosophie und wurde in diesem Fach 1969 mit einer Arbeit über das Denken von Gottfried Wilhelm Leibniz promoviert. Diesem großen deutschen Philosophen gilt seitdem sein besonderes Augenmerk. Zwei Jahre später folgten die Habilitation und eine Tätigkeit als Dozent an der Technischen Universität Hannover. 1972 wurde er an die Technische Universität Berlin berufen und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung (2005) als ordentlicher Professor für Philosophie. Zudem nahm er vielfach Gastdozenturen und -professuren wahr\, die ihn in eine Anzahl von Ländern in den Kontinenten Afrika\, Asien\, Süd- und Nordamerika und Europa führten.\n Prof. Poser war und ist tätig als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)\, als Mitglied der Interakademischen Leibniz-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und als Mitglied des Comite Directeur der Federation Internationale des Societes de Philosophie (FISP). Von 1994 bis 1996 saß er der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (die heute den Namen Deutsche Gesellschaft für Philosophie trägt) als Präsident vor. Er war Mitherausgeber nicht nur von Sammelbänden\, Festschriften und Kongressbänden\, sondern auch diverser Fachperiodika\, unter anderem der Studia Leibnitiana und der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie.\n Sein besonderes fachliches Interesse gilt den Gebieten neuere Philosophiegeschichte von Descartes bis Schelling\, Wissenschafts- und Technikphilosophie sowie Modaltheorie und Philosophie der Mathematik. \nAbstract:\nSich 300 Jahre nach Leibniz mit dessen pädagogischen Vorstellungen\, gar zur Prinzenerziehung\, beschäftigen zu wollen\, scheint arg anachronistisch zu sein. Leibniz mag Meriten haben\, die bis in die Gegenwart reichen – seine Infinitesimalrechnung\, seine Binärzahlarithmetik\, seine Logik\, seine Überlegungen zur Reform des Rechts… Aber zur Pädagogik? Doch Leibniz war selbst Erzieher\, nämlich des jungen Philipp Wilhelm von Boineburg\, den er nach Paris begleitete; wichtiger aber ist – neben zwei unfertigen Entwürfen zur Erziehung der Jugend – als einzige vollendete Schrift jene zur Prinzenerziehung\, seine Lettre sur l’Education d’un Prince. Prinzenerziehung war ein zentrales Anliegen der Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts\, doch anders als die üblichen Fürstenspiegel war Leibnizens Vorschlag wesentlich moderner – so modern\, dass er zwar gern gelesen\, aber wohl nirgends befolgt wurde. Umso lohnender ist es\, ihn als Aufklärung top down zu betrachten. \nInformation:\nEbenfalls am 28.01.2016 findet statt die nichtöffentlichen Sitzungen:\n13:00 Uhr bis 14:00 Uhr: nichtöffentliche Klassensitzungen;\n14:00 Uhr bis 16:30 Uhr: nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-des-plemums-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, Berlin\, 12489
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151221T140000
DTEND;TZID=UTC:20151221T170000
DTSTAMP:20151221T142117Z
CREATED:20151221T131026Z
LAST-MODIFIED:20151221T142117Z
UID:10522-1450706400-1450717200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Sitzung des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Artbeitskreis (AK) Gesellschaftsanalyse und Klassen lädt zur öffentlichen Sitzung ein\nThema: \nGlobale Transformation\n14:00 bis 17:00 Uhr; Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/sitzung-des-ak-gesellschaftsanalyse-und-klassen-2/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Arbeitskreise
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151210T100000
DTEND;TZID=UTC:20151210T170000
DTSTAMP:20151207T084943Z
CREATED:20150726T142510Z
LAST-MODIFIED:20151207T084943Z
UID:9749-1449741600-1449766800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Dezember-Sitzung beider Klassen der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften (und Sozial- und Geisteswissenschaften) laden zur gemeinsamen Sitzung am 10. Dezember 2015 ein zum Thema \nEmergente Systeme. Information und Gesellschaft\nProblemstrukturen und Lösungsansätze.\nMit dieser Veranstaltung stellt sich der neue Arbeitskreis “Emergente Systeme” (Arbeitstitel) vor \nEinladung und Programm \nAbstracts der Vorträge \n10.00 bis 17.00 Uhr; Ort: BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/dezember-sitzung-beider-klassen-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20151208
DTEND;VALUE=DATE:20151210
DTSTAMP:20151202T135401Z
CREATED:20150726T141806Z
LAST-MODIFIED:20151202T135401Z
UID:9748-1449532800-1449705599@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Symposium der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 8./9. Dezember 2015 findet ein \nSymposium der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Leibniz-Sozietät\nstatt zum Thema: \nWeltanschauliche Begründung einer Politik der Gerechtigkeit\nEinladung und Programm\nAbstracts der Vorträge
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/symposium-der-rosa-luxemburg-stiftung-in-kooperation-mit-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin\, Franz-Mehring-Platz 1; Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Franz-Mehring-Platz 1\, Münzenbergsaal\, 10243 Berlin\, 10243\, Deutschland
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151120T140000
DTEND;TZID=UTC:20151120T170000
DTSTAMP:20151114T104143Z
CREATED:20150726T141042Z
LAST-MODIFIED:20151114T104143Z
UID:9747-1448028000-1448038800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop: AK Gesellschaftsanalyse und Klassen: Terminabsage
DESCRIPTION:Achtung: Absage Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen ! \nDie für November vorgesehene Sitzung des Arbeitskreises muss aus Krankheitsgründen leider entfallen! Es findet somit in diesem Jahr keine Veranstaltung des Arbeitskreises mehr statt. Planungen zum neuen Jahr sowie zu vorgesehenen Projekten werden in den ersten Wochen 2016 veröffentlicht. \nDiese Absage ist bedauerlich. Dennoch wünsche ich schon jetzt allen Beteiligten an unserem Arbeitskreis nach einem Jahr mit interessanten Sitzungen und wichtigen Veröffentlichungen alles Gute zum Ende des Jahres und für 2016! \nMichael Thomas
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-ak-gesellschaftsanalyse-und-klassen/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151113T100000
DTEND;TZID=UTC:20151113T160000
DTSTAMP:20151028T154919Z
CREATED:20150502T080908Z
LAST-MODIFIED:20151028T154919Z
UID:9278-1447408800-1447430400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Herbstkolloquium des Arbeitskreises GeoMUWA 2015
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften lädt zu seinem Herbstkolloquium am 13. 11. 2015 ein zum Thema: \nHans Stille (1876-1966) – deutscher Geologe mit Weltruf\, Funktionsträger der Akademie der Wissenschaften in Berlin in schwierigen Zeiten.\n10:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nVorläufiges Programm  \nAbstracts
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/herbstkolloquium-des-arbeitskreises-geomuwa-2015/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151112T133000
DTEND;TZID=UTC:20151112T153000
DTSTAMP:20151102T163100Z
CREATED:20150726T140158Z
LAST-MODIFIED:20151102T163100Z
UID:9745-1447335000-1447342200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen November-Plenarsitzung am 12. November 2015. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nHeidemarie Salevsky (MLS) \nZur Entwicklung der Translatologie zu einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin: Vom Akademievortrag Schleiermachers zur systemischen Interaktionstheorie\n\n13.30 bis 15.30 Uhr; Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Salevsky ist Translatologin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium in Berlin\, Moskau und Leipzig sammelte sie zehn Jahre lang praktische Erfahrungen als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin für Russisch und Englisch. 1972-1996 war sie in der Ausbildung von Sprachmittlern an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. 1983 erwarb sie ihre erste Promotion B und wurde 1984 zur ordentlichen Dozentin für Translationswissenschaft am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Dessen Abteilung Translationswissenschaft gründete sie und leitete sie von 1990 bis 1996. Danach wirkte sie bis 2009 als Professorin für Translationswissenschaft und Fachkommunikation an der Hochschule Magdeburg-Stendal. 1989 gründete sie das dortige Forschungsseminar\, das bis 2009 auf 77 Veranstaltungen\, darunter mehrere internationale Konferenzen\, zurückblicken kann. Zehn Jahre lang vertrat sie das Fach Translatologie im Scholarly Forum der United Bible Societies. Sie war Gründungs- und von 1992 bis 1998 Präsidiumsmitglied der European Society for Translation Studies. 2010-2011 hatte sie eine Professur an der Okan University Istanbul inne. Zu Gastprofessuren weilte sie an den Universitäten Heidelberg\, New York/Binghamton\, Innsbruck\, Wien sowie an der Boğaziçi University Istanbul. Gastvorlesungen und Vorträge hielt sie in über 20 Ländern. \nAbstract:\nAusgehend von dem 1813 gehaltenen Akademievortrag F. D. E. Schleiermachers “Ueber die verschiedenen Methoden des Uebersezens” und der ersten Forderung nach einer Übersetzungswissenschaft (1814) wird im Vortrag die Entwicklung der Translatologie seit der Mitte des 20. Jh. anhand linguistischer\, kommunikationswissenschaftlicher\, psychologisch-psycholinguistischer und handlungstheoretischer Modelle und Theorien dargestellt. Die Notwendigkeit eines holistischen Ansatzes zur theoretischen Erfassung der Komplexität translatorischer Prozesse wird am Beispiel der “extremen” Teilbereiche Simultandolmetschen und Bibelübersetzung aufgezeigt. Eine neue theoretische Perspektive zur Erforschung des gesamten Objektbereichs der Translatologie bietet die systemische Interaktionstheorie\, die methodologisch auf dem Sensitivitätsmodell Prof. Vester® beruht.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151112T100000
DTEND;TZID=UTC:20151112T123000
DTSTAMP:20151010T114408Z
CREATED:20150720T154219Z
LAST-MODIFIED:20151010T114408Z
UID:9731-1447322400-1447331400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt für den 12. November 2015 zu ihrer November-Sitzung am 12. November 2015 ein. Sie ist dem Thema gewidmet: \n100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie\nProgramm \nHorst Kant (MLS): Einsteins Weg nach Berlin\nAlbert Einstein vollendete seine Allgemeine Relativitätstheorie in Berlin und publizierte sie zuerst in deren Sitzungsberichten am 25. November 1915. Einstein war 1913 Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften geworden und im Frühjahr 1914 von Zürich nach Berlin übergesiedelt. Gelockt hatte man ihn u.a. mit dem Angebot\, Direktor des neuen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik zu werden\, doch konnte dieses Institut erst 1917 gegründet werden. Erhofft hatten sich die Berliner Physiker von Einstein eigentlich weitere Beiträge zur Quantentheorie\, doch dieser widmete sich zunächst  seiner Relativitätstheorie. – Einige Aspekte dieses Weges werden aufgezeigt. \nRainer Schimming (MLS): Einsteins Vermächtnis (Hauptvortrag)\nDas Vermächtnis einer Persönlichkeit ist die vom hinterlassenen Werk ausgehende Einladung oder Aufforderung\, dieses weiterzuführen. Albert Einsteins Vermächtnis (Seine Entdeckung der Allgemeinen Relativitätstheorie liegt nun 100 Jahre zurück.) ist ein doppeltes – ein wissenschaftliches und ein humanistisches. Zum einen geht es um die weitere Vereinheitlichung der Physik; Einstein hat dazu den Weg der Geometrisierung gewiesen. Zum anderen hat er sich stets für eine bessere – friedlichere und gerechtere – Gesellschaft eingesetzt. Beide Aufgaben sind im 21. Jahrhundert durchaus noch nicht erledigt. Der heutige Stand wird im Vortrag vorgestellt. \nHorst Melcher (Potsdam): Irrtümer und Fehlinterpretationen bei Versuchen vom Michelson-Typ\nMit einer Auswahl von Beispielen werden Irrtümer und Fehlinterpretationen des Michelson-Versuches (MV) dokumentiert. Als Hauptresultat der Untersuchungen zu diesem Vortrag wird gezeigt\, dass sämtliche Gleichungen und Interpretationen für den MV irreal sind\, wenn das Messergebnis v = 0 unbeachtet bleibt. Wegen v = 0 entfällt z B. die unnatürliche Lorentz-Kontraktion\, nicht aber die reale formgleiche relativistische Längen-Kontraktion. Für die Interpretation des MV ist allein das (spezielle) Relativitätsprinzip (RP) notwendig und hinreichend. Es wird erklärt\, dass Einstein den MV nicht „heruntergespielt“ hat.\nWird der MV auf der Erde mit Sonnen- oder Fixsternlicht durchgeführt\, dann liegen zwei Intertialsysteme vor\, so dass in diesem Fall eine Geschwindigkeits-zusammensetzung von c mit v relativistisch erfolgt. Das auch in diesem Fall resultierende Nullresultat\, also v = 0\, wird kurz mit „c gleich konstant“ begründet. Dieser Fall ist mit Hilfe des zweiten Prinzips der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) zu verstehen.\nDer dem MV ähnliche Versuch von Kennedy und Thorndike (1932)\, neuerdings\, aber unbegründet\, als von großer Bedeutung bezeichnet\, war zum Nachweis der Zeitdilation geplant. Der Widerspruch zwischen dem gemessenen Nullresultat und der theoretischen Erwartung wird offenbar allein durch das RP gelöst; so zeigt dieser Versuch im Grunde nur\, dass die Erde ein hinreichend gutes Inertialsystem ist.             Weder von dem MV mit seinen Varianten noch von anderen Einzel-Versuchen führt ein direkter Weg zum Begriffssystem der SRT. Das Aufzeigen deduktiver Wege zur Erkenntnisgewinnung sollte mehr Berücksichtigung finden. \nHerbert Hörz (MLS): Philosophische Aspekte der Allgemeinen Relativitätstheorie\nZu den weltanschaulichen Grundfragen\, die von der Philosophie zu beantworten sind\, gehören die Fragen nach dem Ursprung\, der Existenzweise und Entwicklung des Universums.  Einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der damit verbundenen Welträtsel leistete die Allgemeine Relativitätstheorie (ARTh) von Albert Einstein. Die Diskussion über ihre philosophischen Aspekte geht auch 100 Jahre nach ihrer Begründung weiter. Einerseits wird sie als durch Experimente und Beobachtung bestätigte Theorie gesehen\, die unsere Auffassungen von Raum-Zeit und bewegter Materie revolutionierte und Einsichten in die Struktur des Weltalls (Universum\, Kosmos) liefert. Andererseits gibt es philosophische Zweifel an ihr.  Zwischen diesen Extremen existieren Ansätze zur Präzisierung und Erweiterung der ARTh mit philosophischer Relevanz. Dazu gehören u.a. die Versuche zum Aufbau einer allgemeineren Theorie\, die Relativitäts- und Quanteneffekte zusammenfasst\, einer theory of everything (TOE)\, die alle physikalischen Phänomene mit allen Wechselwirkungen erklären und verknüpfen soll.\nDie mit der ARTh und den aktuellen Debatten verbundenen philosophischen Aspekte reichen so von der Präzisierung allgemeiner weltanschaulich relevanter Aussagen zur Unendlichkeit des Weltalls in philosophischer und physikalischer Sicht mit offenen und geschlossenen Modellen des Kosmos und zum Einfluss bewegter Materie auf die Raum-Zeit durch Einbeziehung der Gravitation  bis zur philosophischen Analyse physikalischer Hypothesen\, wie der Existenz von Gravitonen (Einheit von Materiearten und Materieformen in der Materiestruktur)\, dunkler Energie\, dunkler Materie und Supersymmetrie.\nEs gilt also sowohl bereits erreichte Erkenntnisse nicht zu ignorieren\, als auch aktuelle Debatten zu berücksichtigen. Das ist nur mit einer Auswahl möglich. Zuerst wird auf Einstein\, das Universum und die Philosophie mit Stellungnahmen von ihm und anderen eingegangen. Danach ist das Verhältnis von physikalischen und philosophischen Begriffen zu darzulegen. Es folgen Bemerkungen zu aktuellen Debatten und zur Evolution des Kosmos. Ein Fazit verweist auf offene philosophische Probleme. \nKurzbiografien \nHorst Kant (*1946) ist Physiker und Wissenschaftshistoriker. Nach dem Studium der Physik sowie der Wissenschaftstheorie und -geschichte (Promotion 1973) arbeitete er zunächst an der Humboldt-Universität zu Berlin und dann im Bereich Wissenschaftsgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach dessen Auflösung war er am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und -theorie tätig\, seit 1995 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (seit 2013 als Gast). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Physik im 19. und 20. Jahrhundert (speziell Sozial-\, Institutional- und Personengeschichte)\, Geschichte der Radioaktivität und der Kernphysik\, Entwicklung der Physik in Berlin sowie die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. Publiziert hat er u. a. über Alfred Nobel\, J. Robert Oppenheimer und Abram F. Ioffe sowie zur Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Institute für Physik und für Chemie. \nRainer Schimming (*1944) studierte ab 1964 Mathematik in Leipzig; Promotion 1971\, Habilitation 1979 ebenda. Seit 1981 Dozent für Analysis an der Universität Greifswald\, seit 1996 Professor dort. Post-Doc-Aufenthalte 1975/76 an der Universität Kiew und 1986 an Prof. H.-J. Treders Einstein-Laboratorium in Potsdam. Forschungsgebiete: Mathematische Physik und Differentialgeometrie\, später auch Mathematische Biologie. Starkes Interesse für Philosophie. \nHorst Melcher (*1927) promovierte 1961 mit einer Arbeit zur Statistik und Atomphysik zum Dr. rer. nat. (Gutachter W. Ilberg und G. Heber\, Leipzig) und habilitierte sich 1968 mit der Arbeit über ein allgemeine Absorptionsgesetz für ionisierende Strahlungen\, die auch als Buch erschienen ist (Gutachter Prof. C. F. Weiss\, Leipzig). Zum Programm seiner Lehrtätigkeit gehörten Vorlesungen zur experimentellen Physik\, „Experimentelle Grundlagen der Atom- und Kernphysik“\, Relativitätsphysik\, spezielle Vorlesungen und Seminare zur Strahlungsphysik\, sowie das Fortgeschrittenen und Isotopen-Praktikum.\nZeitschriften- und Buchveröffentlichungen erfolgten auf den Gebieten der Plasma-\, Kern- und Einstein-Forschung. Forschungsaufenthalte fanden statt in Ungarn (Prof. Kedves und Prof. Szalai) sowie 1987 in den USA (Prof. J. Stachel und Prof. A. Pais). Über didaktische und methodische Behandlungen der Spez. Relativitätstheorie wurde er 1986 zum Dr. paed promoviert (Gutachter Prof. E. Schmutzer\, Jena). \nHerbert Hörz (*1933) ist Wissenschaftsphilosoph und -historiker. Er wurde 1973 zum Korrespondierenden\, 1977 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nSeit 1965 war er Professor für philosophische Probleme der Naturwissenschaften an der Humboldt-Universität\, seit 1973 Leiter des Bereichs Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1989 – 1992 Vizepräsident der AdW der DDR für die Gelehrtensozietät. 1992-1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Bis Januar 2006 war er Präsident der Leibniz-Sozietät und gehört nun als Ehrenpräsident dem Präsidium der Sozietät an.\nSeine Spezialgebiete sind Methodologie\, Erkenntnistheorie\, Geschichte der Wissenschaften und interdisziplinäre Beziehungen zwischen Natur-\, Technik-\, Geistes- und Sozialwissenschaften. Er edierte drei Bände mit der Korrespondenz von Hermann v. Helmholtz. Zu Vorträgen weilte er in den USA\, China\, Japan und den Ländern Ost- und Westeuropas\, zu Gastprofessuren in Moskau und Graz. \n10.00 bis 12.30 Uhr\, Ort: BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20151112T100000
DTEND;TZID=UTC:20151112T120000
DTSTAMP:20151017T150331Z
CREATED:20150722T160125Z
LAST-MODIFIED:20151017T150331Z
UID:9735-1447322400-1447329600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt für den 12. November 2015 zu ihrer Klassensitzung ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nGerhard Banse (MLS): \nÜber den Umgang mit Unbestimmtheit\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Banse ist Technikphilosoph und gehört der Leibniz-Sozietät seit 2000 an; seit 2012 ist er deren Präsident. Nach Pädagogik-Studium und Doktorat arbeitete er von 1974 bis 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW)\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und am Institut für Philosophie der Universität Potsdam. Von 1999 bis 2011 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT – Karlsruher Institut für Technologie\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH). Derzeit ist er Senior-Wissenschaftler an der EA European Academy of Innovation and Technology Assessment Bad Neuenahr-Ahrweiler.\nNach der Promotion (1974) und der Habilitation (1981) wurde er 1988 zum Professor für Philosophie an der AdW ernannt. 2000 erfolgten die Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sowie die Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 die Ernennung zum Professor e.h. der Schlesischen Universität Katowice (Polen). Darüber hinaus lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der TH Wismar und der Technischen Hochschule (Polytechnikum) Rzeszów (Polen).\nEr ist als Herausgeber\, Mitherausgeber\, Autor oder Mitautor an über 400 Buch- und Zeitschriftenpublikationen beteiligt. \nAbstract:\n„Unbestimmtheit“ war und ist ein zentraler Topos der Reflexion über die Lebenswelt. Entsprechend vielfältig sind die (wissenschaftlichen) Denkansätze\, die auf ihr Verständnis und den Umgang mit ihr\, ihre „Reduzierung“ oder gar „Überwindung“ gerichtet sind. Einer dieser Denkansätze ist die (interdisziplinäre) Risikoforschung\, auf die im Vortrag näher eingegangen wird.\nZentral sind dabei folgende Einsichten/Überlegungen:\nUnbestimmtheit kann bedeuten\, dass zwischen (Handlungs-)Absicht und (Handlungs-)Ergebnis keine direkten Ursache-Wirkungs-Beziehungen bestehen oder dass man nicht über entsprechendes Wissen verfügt (unvollständige Information).\nRisiko kann gefasst werden als Chance zum Gelingen eines Vorhabens oder seines Misslingens. Risikohandeln schließt ein\, dass eine Handlung in Übereinstimmung mit den gehegten Absichten abgeschlossen wird oder nicht; die Unbestimmtheit\, ob das Ziel erreichbar ist\, wird bewusst in Kauf genommen. Risikowissen ist Wissen für den (auch methodischen) Umgang mit dieser Unbestimmtheit zukünftiger Zustände\, es bezieht sich auf die (Ab-)Schätzung von Eintrittshäufigkeiten oder von Eintrittswahrscheinlichkeiten\, auf die Ereignisvoraussage\, die Handlungsauswahl und die (möglichen) Handlungsfolgen.\nRisiko ist immer Chance und Gefahr zugleich: Chance\, ein angestrebtes Ziel zu erreichen\, bei dem etwas zu gewinnen versprochen oder in Aussicht gestellt wurde; Gefahr\, dass man etwas Existierendes zur Disposition stellt\, beschädigt oder verliert. Beides sind Möglichkeiten\, die sich (erst) zukünftig als Handlungsfolgen einstellen oder als Wirkungen ergeben können: Während in der Gegenwart zu entscheiden und zu handeln ist\, stellen sich die Wirkungen der Handlung erst zukünftig ein.\nReduzierung\, Limitierung oder Eingrenzung der Unbestimmtheit sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (ursachenorientiert) als auch des zu erwartenden Schadensausmaßes (wirkungsorientiert)\, d.h. eine zielgerichtete Einflussnahme und produktive Handhabung („Beherrschung“) von Unbestimmtheit ist präventiv durch verschiedene Vorgehensweisen möglich. Dabei wird „Mehrdeutigkeit“ nicht in erster Linie in „Eindeutigkeit“ überführt\, „Zufälligkeit“ nicht auf „Notwendigkeit“ zurückgeführt – obwohl das nicht ausgeschlossen ist –\, sondern als „eindeutig“ und „wohlbestimmt“ gefasst und behandelt. Auf diese Weise wird vor allem ein methodischer Gewinn erzielt\, erlaubt doch diese „Idealisierung“ und „Reduktion“ (die allerdings immer auch eine „Ausblendung“ – möglicherweise relevanter Zusammenhänge o.ä. – ist!) die Anwendung spezifischer Methoden und ermöglicht (erst) einen rationalen Zugriff auf Situationen unvollständiger Information.\nDies kann jedoch nicht verhindern\, dass ein Leben unter Unbestimmtheit (in einem unbestimmten Ausmaß!) als Normalität verbleibt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-2/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Sozial- und Geisteswissenschaften,Veranstaltungen
END:VEVENT
END:VCALENDAR