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SUMMARY:Sitzung des AK Prinzip Einfachheit
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) Prinzip Einfachheit lädt zur öffentlichen Sitzung am 24. März 2016 ein. \nVortrag Rainer Schimming (MLS): \nLässt sich Einfachheit messen?\nZeit: 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr\nOrt: Rathaus Tiergarten Berlin\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Schimming ist Fachmann für Mathematische Physik und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Ab 1964 studierte er Mathematik in Leipzig. Die Promotion erfolgte 1971\, die Habilitation ebenda 1979. Seit 1981 war er Dozent für Analysis an der Universität Greifswald\, seit 1996 Professor dort. Zu Post-Doc-Aufenthalten weilte er 1975/76 an der Universität Kiew und 1986 an Prof. H.-J. Treders Einstein-Laboratorium in Potsdam.\nSeine Forschungsgebiete sind Mathematische Physik und Differentialgeometrie\, später auch Mathematische Biologie. Starkes Interesse für Philosophie lässt ihn sich immer wieder in einschlägigen Debatten beteiligen. \nAbstract:\nEin Phänomen lässt sich am besten in den Griff bekommen\, wenn man es quantitativ messen kann.\nIm vorliegenden Fall müssen zunächst Begriffe geklärt werden: Einfach heißt wenig strukturiert\, komplex heißt reich strukturiert. Genauer sind Einfachheit bzw. Komplexität Ausprägungen einer Präordnung auf einer Menge von Strukturen. Es gibt viele zahlenwertige Komplexitätsgrade – einige werden vorgestellt – aber leider keinen kanonischen solchen. Komplexität hat eben verschiedene Facetten.\nIm Vortrag wird außerdem der Begriff der Ordnung einer Struktur besprochen.
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SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät findet als Leibniz-Forum satt\, veranstaltet in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)\, der Klinik für Hämatologie\, Onkologie\, Tumorimmunologie und Palliativmedizin im HELIOS Klinikum Berlin-Buch sowie dem BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch zum Thema: \nMöglichkeiten\, Grenzen und Perspektiven der individualisierten Medizin am Beispiel der Onkologie\nProgramm \nWeitere Informationen \n10. März 2016; 13.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Medizincampus Berlin-Buch\, Max Delbrück Communications Center (Axon 2)\, Robert-Rössle-Straße 10\, 13125 Berlin
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SUMMARY:Gemeinsame März-Sitzung der Klassen Sozial-und Geisteswissenschaften sowie  Naturwissenschaften und Technikwissenschaften - Änderung!
DESCRIPTION:Die Klassen Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Naturwissenschaften und Technikwissenschaften laden ein zur gemeinsamen öffentlichen Sitzung am 10. 03. 2016. \n  \nKolloquium:\n\nRecht und Freiheit in Geschichte und Gegenwart\nzu Ehren von Hermann Klenner (MLS)\nanlässlich seines 90. Geburtstages\nModeration: Jürgen Hofmann (MLS) \nVorträge: \nHans-Otto Dill (MLS):\nAufklärung und Strafjustiz: Cesare Bessarias Beitrag zur Zivilisierung des Rechtswesens \nWalter Schmidt (MLS):\nJüdische Akteure in der schlesischen\, speziell Breslauser Demokratie 1848/49 \nHans-Joachim Gießmann (MLS):\nZwischen Rechtsgemeinschaft und Geopolitik: Europäische Friedenspolitik am Scheideweg. Anmerkungen zur Russland/Ukraine-Krise. \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Medizincampus Berlin-Buch;\nSie finden das Gebäude auf dem Campus Berlin-Buch in der Robert-Rössle-Straße 10 in 13125 Berlin. Es ist das Gebäude C83 / MDC.C . Der Axon 2 ist im 1. Stock. Einen Lageplan des Campus finden Sie hier\nhttp://bbb-berlin.de/de/location/ \nProf. Dr. Hans-Otto Dill (MLS):\nC.V.:\ngeb. 1935 in Berlin. Nach Abitur in Anklam Studium der Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universidad de la Habana\, Promotion Romanistik 1969\, Habilitation Lateinamerikanistik 1974. Prof. für lateinamerikanische Literatur an der HUB in Berlin ab 1981\, der Georg-August-Universität Göttingen 1989-90\, sowie Gastprofessuren an der Universität Hamburg\, Universidade de Sao Paulo und La Plata.\nMitglied des Lateinamerikaforum Berlin seit 1992\, der Leibniz-Sozietät seit 1995\, der Freunde des Iberoamerikanischen Instituts Preußischer Kulturbesitz seit 2007\, Sekretar der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Klasse der LS ab 2009.\nPublikationen: Aufklärung als Weltprojekt (2015)\, Alexander von Humboldts Metaphyik der Erde (20013)\, Ensayos sobre literatura cubana (2010)\, Die lateinamerikanische Literatur in Deutschland (2009)\, Dante criollo (2006)\,  Lateinamerikanische Literatur im Überblick (1999).\nHerausgaben von Kongressmaterialien als Sammelbänden\, u.a.: Denken und Handeln. Philosophie und Wissenschaft im Werk Johann Gottlieb Fichtes ( 2015)\, Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne (2013)\, Sprache zwischen Kommunikation\, Ideologie und Literatur – die Aktualität von Victor Klemperers LTI (1947) damals und heute (2012). \nAbstract:\nVor 250 Jahren\, 1765\, veröffentlichte der Mailänder Jurist und Ökonom Cesare Beccaria sein Aufsehen erregenden rechtswissenschaftlichen Traktat Dei delitti e delle pene (Von den Vergehen und von den Strafen)\, der den wohl bedeutsamsten Einschnitt im abendländischen Rechtsdenken war\, ja dieses erst eigentlich begründete. In der Rezeptionsgeschichte dominiert laut Dill eindeutig Beccarias Verurteilung der zu seiner Zeit üblichen Grausamkeit der Strafen und der gerichtlichen Untersuchungspraxis\, von Todesstrafe\,  Folter sowie von Inquisition als Mittel gerichtlichen Verhörs. Doch steckt in der dominanten Fokussierung der Rezeption auf die „penas“ ein verfälschender Reduktionismus\, denn Beccaria kritisierte das gesamte Rechtswesen seiner Zeit\, nicht nur die Ungeheuerlichkeiten des Strafprozesses. Deshalb desubjektivierte er den Begriff desdelitto: Strafmaß müsse statt der subjektiven Schuld des Täters der der Gesellschaft zugefügte objektive Schaden sein.\nWenn er das gesamte vorherige Rechtswesen der Menschheit ohne Ausnahme von den Pandekten bis zu den mittelalterlichen Usancen der germanischen Langobardi als mit dem Geist des 18. Jahrhunderts als unvereinbar bezeichnet und ständig die rechtsphilosophischen Standardwerke der französischen und britischen Aufklärer Hobbes\, Locke\, Hume\, Montesquieu und Rousseau zitiert\, manifestiert er seine aufklärerische Position\, ja schafft begrifflich erst eine aufgeklärte Justiz\, deren Durchsetzung er sich von aufgeklärten Monarchen erhoffte. – In vielen Ländern der Erde sind bis heute seine Maßstäbe setzenden Rechtsnormen nicht durchgesetzt. \nProf. Dr. Walter Schmidt (Berlin):\nC.V.:\nProf. Schmidt ist Historiker. Er wurde 1981 zum Korrespondierenden\, 1985 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\n1964 – 1984 leitete er einen historischen Lehrstuhl an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und 1984 – 1990 das Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Mehrere Bücher und Sammelwerke zur Geschichte des 19. Jh. – insbesondere zur Revolutionsgeschichte – hat er verfasst bzw. herausgegeben. In den letzten Jahrzehnten war er Mit-Herausgeber von „Männer und Frauen der Revolution von 1848/49“ (Bd. 1-4\, 2003-2013)\, arbeitete mit am Biographischen Lexikon der Deutschen Burschenschaft (Bd. I: Politiker\, Teil 1-8\, 1996-2014)\, forschte und publizierte zur Geschichte Schlesiens\, namentlich der Demokratiebewegung im Umfeld von 1848. Er gehört dem Beirat der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam an. \nAbstract:\nDer Vortrag geht zunächst der Geschichte des Breslauer Zwinger-Gymnasiums nach\, an dem der Jubilar Schüler war und 1944 das Abitur ablegte.\nIm Hauptteil wird untersucht\, welchen Anteil jüdische Bürger Breslaus – einer Stadt\, die im 19. Jh\, mit ihrem Oberrabbiner Abraham Geiger ein Zentrum des Reformjudentums war – an den demokratischen Bestrebungen im Vormärz und in der Revolution von 1848/49 nahmen und wie deren spätere Biografie verlief. Jüdische Studenten\, Mitglieder der Breslauer Burschenschaft\, der so genannten Raczeks\, engagierten sich in der demokratischen Studentenbewegung des Revolutionsjahres\, auf dem Wartburgfest von Sommer 1848. In der Demokratiebewegung Schlesiens im Revolutionsjahr wirkten zahlreiche jüdische Intellektuelle in führenden Positionen in den beiden demokratischen Vereinen Breslaus wie als Präsidenten auf den Demokratenkongressen. Die Leitung des Breslauer Arbeitervereins lag in der Hand des jungen jüdischen Mediziners Sigismund Asch\, der später ein berühmter Arzt in Breslau wurde. Die schlesischen Wähler schickten – auch in Ablehnung jedweder antisemitischer Vorstöße – drei jüdische Kandidaten als Abgeordnete in die Parlamente nach Frankfurt und Berlin\, wo diese entschieden linke Positionen vertraten.\nDie Verbreitung sozialistischer\, auch marxistischer Grundsätze in der Breslauer Arbeiterbewegung im Vormärz\, 1848 und danach war auch Sache zweier jüdischer Journalisten. Zwei jüdische Bürger beteiligten sich nicht zuletzt am Breslauer Maiaufstand von 1849. Mehrere Demokraten jüdischer Herkunft wurden wegen ihrer politischen Aktivitäten von der Reaktion für Jahre auf Festungen verbannt\, danach repressiert und aus der Heimat vertrieben. \nProf. Dr. Hans-Joachim Gießmann:\nC.V.:\nProf. Gießmann ist Philosoph und Politikwissenschaftler. Nach dem Studium der Amerikanistik war er von 1981 bis 1990 am IPW tätig. 1981 wurde er in Philosophie promoviert\, 1987 habilitierte er sich im Fach Politische Wissenschaft. 1989/90 beriet er das Neue Forum am Runden Tisch zu Fragen der Abrüstung; anschließend arbeitete er als Referent für Abgeordnete der Volkskammer und des Deutschen Bundestages. Von 1991 bis 2008 war er am Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik tätig\, zuletzt als Stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor. Außerdem ist er seit 1995 Privatdozent an der Universität Hamburg und wurde dort 2001 zum Professor ernannt. Von 2008 bis 2012 leitete er das Berghof-Forschungszentrum in Berlin; seit 2012 ist er Geschäftsführender Direktor der Berghof Foundation.\nSeit 2000 sitzt er im Direktorium des Europäischen Master-Studiengangs Menschenrechte und Demokratisierung. Von 2009 – 2014 war er Mitglied bzw. leitete den Global Agenda Council on Terrorism des Weltwirtschaftsforums in Davos. Seit 2009 gehört er dem Beirat Zivile Krisenprävention des Auswärtigen Amtes an. Er hat mehr als 40 Bücher und mehr als 300 wissenschaftliche Aufsätze in einem Dutzend Sprachen verfasst. Gastprofessuren hatte er in New York\, Shanghai und Wrocław.\n\nAbstract:\nDie Destabilisierung der Europäischen Friedensordnung\, unter anderem ausgelöst und im Weiteren beschleunigt durch die rapide Verschlechterung des ukrainisch-russischen Verhältnisses hat eine politische Diskussion befeuert\, ob Putins Russland noch als verlässlicher Partner und Garant der europäischen Friedensordnung angesehen werden kann. Russlands flagrante Verletzung des Budapester Memorandums ist seit der Besetzung der Krim hierfür eine verbreitet genutzte Referenz. Rückblickend\, so scheint es\, als hätten Russland und das übrige Europa es versäumt\, die Chancen aus der Beendigung des Kalten Krieges für die Schaffung einer stabilen Friedensordnung zu ergreifen. Ein neuer Ost-West-Konflikt ist aufgebrochen\, sogar die frühere Abschreckungsrhetorik hat von der Bühne politischer Rhetorik bereits Besitz ergriffen. Schwer vorstellbar\, dass dieser Konflikt entschärft werden kann\, ohne die tieferliegenden Ursachen der Eskalation zu verstehen und zu bearbeiten. Verhandlungen über ein gewaltfreies Nebeneinander können verloren gegangenes Vertrauen in ein friedliches Miteinander nicht ersetzen. Die akute Krise führt Europa an den Scheideweg zwischen der Rückbesinnung auf eine starke politische und Rechtsgemeinschaft sowie einer Geopolitik mit ungewissen Folgen.
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SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium Helmert-Turm
DESCRIPTION:Im Namen des GFZ Potsdam\, des DVW Berlin-Brandenburg e.V. und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. wird herzlich eingeladen zum \n„Wissenschaftlichen Kolloquium Helmert-Turm“ \n17. Februar 2016\, 9.00 – 13.00 Uhr\nam GFZ\, Haus H\, Raum V2/3 \nDetailinformation und Programm
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SUMMARY:Februar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur öffentlichen Sitzung des Plenums ein. Vorgetragen und zur Diskussion gestellt wird der Beitrag: \n2. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten\nZur Musiktheorie von Leibniz (Arbeitstitel)\nVortragender: \nWalter Bühler (Berlin) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nWalter Bühler hat nach dem Besuch eines altsprachlichen Gymnasiums Mathematik und Physik studiert und an Berliner Gymnasien Mathematik\, Informatik und Physik unterrichtet. Neben und nach der Berufstätigkeit hat er sich mit der Alten Musik und dem Werk von Leibniz beschäftigt. Sein Vortrag auf dem IX. Internationalen Leibniz-Kongress 2011 wurde in zwei Teilen in den Studia Leibnitiana veröffentlicht (Band 42\, 2010\, Heft 2 und Band 44\, 2012\, Heft 3.). 2013 und 2014 erschienen zwei weitere Bücher zur elementarmathematischen Darstellung der Musiktheorie\, die in zentralen Punkten auf den Ideen von Leibniz beruhen. \nAbstract:\nDas Thema “Leibniz und die Musik” wird in drei Abschnitten behandelt.\nErstens soll es um die Musik gehen\, wie sie Leibniz in seinem höfisch geprägten Wirkungsbereich vorgefunden hat. Mit freundlicher Unterstützung aus der Staatsoper Berlin werden dabei einige Arien von Agostino Steffani zu hören sein\, dessen Oper „Amor vien dal destino“ am 23. April 2016 zum ersten Mal seit 1709 wieder aufgeführt wird.\nIm zweiten Abschnitt des Vortrages soll skizziert werden\, welchen Platz das Nachdenken über Musik innerhalb des Leibnizschen Konzepts der universellen und der prästabilierten Harmonie einnimmt.\nIm dritten Teil soll schließlich auf die noch weitgehend unbekannten Harmonischen Gleichungen eingegangen werden. Leibniz verwendet diese Gleichungen nur in Handschriften\, die im Kontext des Briefwechsels mit Henfling (LBr 390) aufbewahrt werden. Es soll gezeigt werden\, dass sie sich auch aus heutiger Sicht sehr gut für eine sachgerechte rechnerische Darstellung von historischen Intervallsystemen\, Stimmungen und Temperaturen in der Musik eignen.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften - Änderung!
DESCRIPTION:Änderung des Vortragenden!\nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt ein zum öffentlichen Kolloquium am 11.02.2016: \nVortrag:\nElmar Altvater (MLS): \n“Lateinamerika in der Krise: Rückblicke\, Hintergründe und Ausblicke”\n  \n11. 02. 2016; 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Altvater ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1998. Bis 2004 arbeitete er am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin auf dem Gebiet der Internationalen Politischen Ökonomie.\nEr ist Associated Fellow des Institute for International Political Economy an der Hochschule für Recht und Wirtschaft\, Berlin\, und u. a. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von ATTAC. Gemeinsam mit Birgit Mahnkopf hat er das Buch “Grenzen der Globalisierung. Politik\, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft” verfasst (2007 in 7. Auflage) sowie das Buch “Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” (2011 in 7. Aufl.). Im Jahr 2012 erschien von ihm das Buch „Marx neu entdecken“ und 2015 das Buch „Engels neu entdecken“; auch viele Aufsätze zu unterschiedlichen Fragen der Globalisierung\, der Finanz- und Eurokrise und der ökologischen Krise entstammen seiner Feder. Dazu gehören auch eine Reihe von Aufsätzen zu den aktuellen Entwicklungstendenzen des so genannten „Neoextraktivsmus“ in Lateinamerika. \nAbstract:\nEin politischer Paradigmenwechsel in Lateinamerika?\nEs ist nicht ungewöhnlich\, wenn die Wählerschaft in Lateinamerika für einen abrupten Wandel votiert\, derzeit von den Linksregierungen\, die zumeist im ersten Jahrzehnt des 21. Jh. an die Macht gekommen sind\, zu politisch eher nach rechts tendierenden Regierungen gegen Ende des zweiten Jahrzehnts. Doch erstens ist bei näherem Hinschauen der Unterschied der Regierungsprojekte gar nicht so groß\, zweitens ist der Wechsel im politischen System ein Reflex von Verschiebungen in den sozioökonomischen Verhältnissen Lateinamerikas\, die sich am Arbeitsmarkt deutlich zeigen\, und drittens ist er ein Ausdruck der ökologisch-sozialen Krise des neoextraktivistischen Entwicklungsmodells\, das die derzeit abgewählten Regierungen verfolgt haben.\nDie Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt hat sich als eine Falle herausgestellt. Doch gibt es in Lateinamerika – wie in anderen Weltregionen auch – Ansätze der Etablierung solidarisch-genossenschaftlicher Wirtschaftsformen auf lokaler Ebene\, und auf globaler Ebene neue Ansätze der internationalen Kooperation\, wie z.B. die Wirtschaftsgemeinschaft ALBA in Lateinamerika oder die verschiedenen Projekte der Kooperation mit China\, auch um größere Unabhängigkeit von den USA zu gewinnen.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zum 11. 02. 2016 zur öffentlichen Sitzung ein. \nThema: \nGesundheitsgefährdungen infolge psychischer Belastung in Arbeitsprozessen\nVortragender: Heinz-Jürgen Rothe (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Raum 505 \nC.V.:\nProf. Rothe ist Arbeitspsychologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2009. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent unter Leitung von F. Klix im Bereich Grundlagen der Kybernetik am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1973 unter Leitung von K.-P. Timpe im Lehrbereich Arbeits- und Ingenieurpsychologie der Sektion Psychologie der HUB. Arbeitsschwerpunkt war die menschliche Informationsverarbeitung bei der Mensch-Maschine-Interaktion. 1977 wurde er mit einer Arbeit über Analysen der Informationsaufnahme in simulierten Leitständen promoviert. Nach einer zweijährigen Beratertätigkeit an der Psychologischen Fakultät der Universität Havanna (1983-1985) konzentrierte sich seine wissenschaftliche Arbeit auf methodische Zugänge zur Erfassung und Repräsentation von Expertenwissen im Vorfeld der Entwicklung wissensbasierter Systeme. 1991 habilitierte er sich an der Universität Kassel. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Kassel\, Leipzig und Trier wechselte er 1995 an das neu gegründete Institut für Psychologie der Universität Potsdam. Neben der Fortsetzung seiner Arbeiten zur Diagnose berufsspezifischen Wissens bei Arbeitspersonen hat er sich an den von A.-M. Metz geleiteten Forschungsarbeiten zur Analyse psychischer Belastungen in Arbeitsprozessen und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement beteiligt. \nAbstract:\nDie Erforschung der Zusammenhänge zwischen Erwerbsarbeit und Gesundheit bzw. Krankheit hat eine lange Tradition. Der Arzt Bernardino Ramazzini publizierte bereits 1700 seine Schrift De morbis artificum. Sie enthält die erste geschlossene Zusammenstellung von Krankheiten infolge handwerklicher Tätigkeiten. Als Ursachen beschrieb er verschiedene physikalische Belastungsfaktoren sowie chemische und biologische Schadstoffe.\nMit der Industrialisierung am Ende des 19. Jh. gewannen auch psychische Beeinträchtigungen an Interesse. So widmet Hugo Münsterberg in seinem 1912 erschienenen Lehrbuch Psychologie und Wirtschaft der arbeitsbedingten Ermüdung und den ermüdungsähnlichen Zuständen Monotonie und Sättigung eigenständige Kapitel\, allerdings explizit nur in Bezug zu quantitativen und qualitativen Verminderungen von Arbeitsleistungen.\nIn dem Maß\, wie durch medizinische Erkenntnisse im Allgemeinen und arbeitsmedizinische Forschungen im Speziellen die Zusammenhänge zwischen äußeren Arbeitsbedingungen wie Staub\, Gase oder Lärm als Ursachen für Krankheiten wie Pneumokaniosen\, Vergiftungen oder Schwerhörigkeit aufgeklärt werden konnten\, entwickelten sich Arbeitsschutzsysteme\, in denen gesetzlich verbindlich festgelegt wird\, welche Grenzwerte bezüglich Expositionsdosis und -dauer durch Unternehmen einzuhalten sind\, damit Arbeitskräfte nicht erkranken\, was ja durchaus auch im Interesse der Wirtschaft war und ist.\nDeutschland verfügt inzwischen über ein differenziertes Arbeitsschutzsystem und über gesetzliche Regelungen bezüglich der materiellen Unterstützung von Personen\, die bei ihrer Erwerbsarbeit infolge von Unfällen oder von Arbeitsbedingungen\, die als Ursachen für dauerhafte Erkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten\, gesundheitlich beeinträchtigt sind.\nInsbesondere im Ergebnis arbeitspsychologischer Forschungen in den letzten 50 Jahren liegen aber inzwischen auch Erkenntnisse darüber vor\, dass bestimmte Arbeitssituationsmerkmale nicht nur die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit von Arbeitspersonen beeinflussen\, sondern dass sie auch längerfristig mit deren Gesundheitszustand in Zusammenhang stehen.\nIm ersten Teil des Vortrags wird über diese Forschungsergebnisse\, insbesondere unter dem Aspekt der multifaktoriellen Ätiologie von arbeitsbedingten Erkrankungen\, berichtet. Im zweiten Teil werden methodische Zugänge zur Identifikation gesundheitsrelevanter Arbeitssituationsmerkmale diskutiert und deren Integration in die für Arbeitgeber gesetzlich vorgeschriebene jährliche Beurteilung von Gesundheitsgefährdungen an Arbeitsplätzen aufgezeigt. Die Darstellung eines konkreten arbeitsanalytischen Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der psychischen Belastung in Arbeitssituationen ist Gegenstand des dritten Teils des Vortrages. \n 
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SUMMARY:Workshop des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” lädt ein zum öffentlichen Workshop am Freitag\, den 05. Februar 2016 zum Thema \n„Transformation – Diskussion zu Forschungsstand und offenen Fragen“\n\nProgramm und Einladung
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät\, Terminpräzisierung!
DESCRIPTION:Terminpräzisierung und anderer Ort:\n Am 28. Januar 2015 findet die  \nJahresgeschäftssitzung\nder Leibniz-Sozietät\n\nals nichtöffentliche Veranstaltung statt \n14:00 bis 16:30 Uhr; Ort: WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nDie Einladung geht gesondert zu.
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SUMMARY:Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt für den 28. Januar 2016 zur Januar-Plenarsitzung ein. Es wird der Vortrag gehalten und diskutiert: \nHans Poser (Berlin) \n1. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten:\nAufklärung top down. Leibniz und die Prinzenerziehung.\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Einstein-Newton-Kabinett\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nC.V.:\nProf. Poser legte nach dem Studium der Fächer Mathematik\, Physik und Philosophie in Tübingen und Hannover 1964 mit einer Zulassungsarbeit auf dem Gebiet der Geometrie das Staatsexamen ab. Von da ab widmete er sich vorzugsweise der Philosophie und wurde in diesem Fach 1969 mit einer Arbeit über das Denken von Gottfried Wilhelm Leibniz promoviert. Diesem großen deutschen Philosophen gilt seitdem sein besonderes Augenmerk. Zwei Jahre später folgten die Habilitation und eine Tätigkeit als Dozent an der Technischen Universität Hannover. 1972 wurde er an die Technische Universität Berlin berufen und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung (2005) als ordentlicher Professor für Philosophie. Zudem nahm er vielfach Gastdozenturen und -professuren wahr\, die ihn in eine Anzahl von Ländern in den Kontinenten Afrika\, Asien\, Süd- und Nordamerika und Europa führten.\n Prof. Poser war und ist tätig als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)\, als Mitglied der Interakademischen Leibniz-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und als Mitglied des Comite Directeur der Federation Internationale des Societes de Philosophie (FISP). Von 1994 bis 1996 saß er der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (die heute den Namen Deutsche Gesellschaft für Philosophie trägt) als Präsident vor. Er war Mitherausgeber nicht nur von Sammelbänden\, Festschriften und Kongressbänden\, sondern auch diverser Fachperiodika\, unter anderem der Studia Leibnitiana und der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie.\n Sein besonderes fachliches Interesse gilt den Gebieten neuere Philosophiegeschichte von Descartes bis Schelling\, Wissenschafts- und Technikphilosophie sowie Modaltheorie und Philosophie der Mathematik. \nAbstract:\nSich 300 Jahre nach Leibniz mit dessen pädagogischen Vorstellungen\, gar zur Prinzenerziehung\, beschäftigen zu wollen\, scheint arg anachronistisch zu sein. Leibniz mag Meriten haben\, die bis in die Gegenwart reichen – seine Infinitesimalrechnung\, seine Binärzahlarithmetik\, seine Logik\, seine Überlegungen zur Reform des Rechts… Aber zur Pädagogik? Doch Leibniz war selbst Erzieher\, nämlich des jungen Philipp Wilhelm von Boineburg\, den er nach Paris begleitete; wichtiger aber ist – neben zwei unfertigen Entwürfen zur Erziehung der Jugend – als einzige vollendete Schrift jene zur Prinzenerziehung\, seine Lettre sur l’Education d’un Prince. Prinzenerziehung war ein zentrales Anliegen der Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts\, doch anders als die üblichen Fürstenspiegel war Leibnizens Vorschlag wesentlich moderner – so modern\, dass er zwar gern gelesen\, aber wohl nirgends befolgt wurde. Umso lohnender ist es\, ihn als Aufklärung top down zu betrachten. \nInformation:\nEbenfalls am 28.01.2016 findet statt die nichtöffentlichen Sitzungen:\n13:00 Uhr bis 14:00 Uhr: nichtöffentliche Klassensitzungen;\n14:00 Uhr bis 16:30 Uhr: nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung
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SUMMARY:Sitzung des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Artbeitskreis (AK) Gesellschaftsanalyse und Klassen lädt zur öffentlichen Sitzung ein\nThema: \nGlobale Transformation\n14:00 bis 17:00 Uhr; Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal
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SUMMARY:Dezember-Sitzung beider Klassen der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften (und Sozial- und Geisteswissenschaften) laden zur gemeinsamen Sitzung am 10. Dezember 2015 ein zum Thema \nEmergente Systeme. Information und Gesellschaft\nProblemstrukturen und Lösungsansätze.\nMit dieser Veranstaltung stellt sich der neue Arbeitskreis “Emergente Systeme” (Arbeitstitel) vor \nEinladung und Programm \nAbstracts der Vorträge \n10.00 bis 17.00 Uhr; Ort: BVV-Saal
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SUMMARY:Symposium der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 8./9. Dezember 2015 findet ein \nSymposium der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Leibniz-Sozietät\nstatt zum Thema: \nWeltanschauliche Begründung einer Politik der Gerechtigkeit\nEinladung und Programm\nAbstracts der Vorträge
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SUMMARY:Workshop: AK Gesellschaftsanalyse und Klassen: Terminabsage
DESCRIPTION:Achtung: Absage Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen ! \nDie für November vorgesehene Sitzung des Arbeitskreises muss aus Krankheitsgründen leider entfallen! Es findet somit in diesem Jahr keine Veranstaltung des Arbeitskreises mehr statt. Planungen zum neuen Jahr sowie zu vorgesehenen Projekten werden in den ersten Wochen 2016 veröffentlicht. \nDiese Absage ist bedauerlich. Dennoch wünsche ich schon jetzt allen Beteiligten an unserem Arbeitskreis nach einem Jahr mit interessanten Sitzungen und wichtigen Veröffentlichungen alles Gute zum Ende des Jahres und für 2016! \nMichael Thomas
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SUMMARY:Herbstkolloquium des Arbeitskreises GeoMUWA 2015
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften lädt zu seinem Herbstkolloquium am 13. 11. 2015 ein zum Thema: \nHans Stille (1876-1966) – deutscher Geologe mit Weltruf\, Funktionsträger der Akademie der Wissenschaften in Berlin in schwierigen Zeiten.\n10:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nVorläufiges Programm  \nAbstracts
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SUMMARY:November-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen November-Plenarsitzung am 12. November 2015. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nHeidemarie Salevsky (MLS) \nZur Entwicklung der Translatologie zu einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin: Vom Akademievortrag Schleiermachers zur systemischen Interaktionstheorie\n\n13.30 bis 15.30 Uhr; Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Salevsky ist Translatologin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium in Berlin\, Moskau und Leipzig sammelte sie zehn Jahre lang praktische Erfahrungen als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin für Russisch und Englisch. 1972-1996 war sie in der Ausbildung von Sprachmittlern an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. 1983 erwarb sie ihre erste Promotion B und wurde 1984 zur ordentlichen Dozentin für Translationswissenschaft am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Dessen Abteilung Translationswissenschaft gründete sie und leitete sie von 1990 bis 1996. Danach wirkte sie bis 2009 als Professorin für Translationswissenschaft und Fachkommunikation an der Hochschule Magdeburg-Stendal. 1989 gründete sie das dortige Forschungsseminar\, das bis 2009 auf 77 Veranstaltungen\, darunter mehrere internationale Konferenzen\, zurückblicken kann. Zehn Jahre lang vertrat sie das Fach Translatologie im Scholarly Forum der United Bible Societies. Sie war Gründungs- und von 1992 bis 1998 Präsidiumsmitglied der European Society for Translation Studies. 2010-2011 hatte sie eine Professur an der Okan University Istanbul inne. Zu Gastprofessuren weilte sie an den Universitäten Heidelberg\, New York/Binghamton\, Innsbruck\, Wien sowie an der Boğaziçi University Istanbul. Gastvorlesungen und Vorträge hielt sie in über 20 Ländern. \nAbstract:\nAusgehend von dem 1813 gehaltenen Akademievortrag F. D. E. Schleiermachers “Ueber die verschiedenen Methoden des Uebersezens” und der ersten Forderung nach einer Übersetzungswissenschaft (1814) wird im Vortrag die Entwicklung der Translatologie seit der Mitte des 20. Jh. anhand linguistischer\, kommunikationswissenschaftlicher\, psychologisch-psycholinguistischer und handlungstheoretischer Modelle und Theorien dargestellt. Die Notwendigkeit eines holistischen Ansatzes zur theoretischen Erfassung der Komplexität translatorischer Prozesse wird am Beispiel der “extremen” Teilbereiche Simultandolmetschen und Bibelübersetzung aufgezeigt. Eine neue theoretische Perspektive zur Erforschung des gesamten Objektbereichs der Translatologie bietet die systemische Interaktionstheorie\, die methodologisch auf dem Sensitivitätsmodell Prof. Vester® beruht.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt für den 12. November 2015 zu ihrer November-Sitzung am 12. November 2015 ein. Sie ist dem Thema gewidmet: \n100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie\nProgramm \nHorst Kant (MLS): Einsteins Weg nach Berlin\nAlbert Einstein vollendete seine Allgemeine Relativitätstheorie in Berlin und publizierte sie zuerst in deren Sitzungsberichten am 25. November 1915. Einstein war 1913 Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften geworden und im Frühjahr 1914 von Zürich nach Berlin übergesiedelt. Gelockt hatte man ihn u.a. mit dem Angebot\, Direktor des neuen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik zu werden\, doch konnte dieses Institut erst 1917 gegründet werden. Erhofft hatten sich die Berliner Physiker von Einstein eigentlich weitere Beiträge zur Quantentheorie\, doch dieser widmete sich zunächst  seiner Relativitätstheorie. – Einige Aspekte dieses Weges werden aufgezeigt. \nRainer Schimming (MLS): Einsteins Vermächtnis (Hauptvortrag)\nDas Vermächtnis einer Persönlichkeit ist die vom hinterlassenen Werk ausgehende Einladung oder Aufforderung\, dieses weiterzuführen. Albert Einsteins Vermächtnis (Seine Entdeckung der Allgemeinen Relativitätstheorie liegt nun 100 Jahre zurück.) ist ein doppeltes – ein wissenschaftliches und ein humanistisches. Zum einen geht es um die weitere Vereinheitlichung der Physik; Einstein hat dazu den Weg der Geometrisierung gewiesen. Zum anderen hat er sich stets für eine bessere – friedlichere und gerechtere – Gesellschaft eingesetzt. Beide Aufgaben sind im 21. Jahrhundert durchaus noch nicht erledigt. Der heutige Stand wird im Vortrag vorgestellt. \nHorst Melcher (Potsdam): Irrtümer und Fehlinterpretationen bei Versuchen vom Michelson-Typ\nMit einer Auswahl von Beispielen werden Irrtümer und Fehlinterpretationen des Michelson-Versuches (MV) dokumentiert. Als Hauptresultat der Untersuchungen zu diesem Vortrag wird gezeigt\, dass sämtliche Gleichungen und Interpretationen für den MV irreal sind\, wenn das Messergebnis v = 0 unbeachtet bleibt. Wegen v = 0 entfällt z B. die unnatürliche Lorentz-Kontraktion\, nicht aber die reale formgleiche relativistische Längen-Kontraktion. Für die Interpretation des MV ist allein das (spezielle) Relativitätsprinzip (RP) notwendig und hinreichend. Es wird erklärt\, dass Einstein den MV nicht „heruntergespielt“ hat.\nWird der MV auf der Erde mit Sonnen- oder Fixsternlicht durchgeführt\, dann liegen zwei Intertialsysteme vor\, so dass in diesem Fall eine Geschwindigkeits-zusammensetzung von c mit v relativistisch erfolgt. Das auch in diesem Fall resultierende Nullresultat\, also v = 0\, wird kurz mit „c gleich konstant“ begründet. Dieser Fall ist mit Hilfe des zweiten Prinzips der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) zu verstehen.\nDer dem MV ähnliche Versuch von Kennedy und Thorndike (1932)\, neuerdings\, aber unbegründet\, als von großer Bedeutung bezeichnet\, war zum Nachweis der Zeitdilation geplant. Der Widerspruch zwischen dem gemessenen Nullresultat und der theoretischen Erwartung wird offenbar allein durch das RP gelöst; so zeigt dieser Versuch im Grunde nur\, dass die Erde ein hinreichend gutes Inertialsystem ist.             Weder von dem MV mit seinen Varianten noch von anderen Einzel-Versuchen führt ein direkter Weg zum Begriffssystem der SRT. Das Aufzeigen deduktiver Wege zur Erkenntnisgewinnung sollte mehr Berücksichtigung finden. \nHerbert Hörz (MLS): Philosophische Aspekte der Allgemeinen Relativitätstheorie\nZu den weltanschaulichen Grundfragen\, die von der Philosophie zu beantworten sind\, gehören die Fragen nach dem Ursprung\, der Existenzweise und Entwicklung des Universums.  Einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der damit verbundenen Welträtsel leistete die Allgemeine Relativitätstheorie (ARTh) von Albert Einstein. Die Diskussion über ihre philosophischen Aspekte geht auch 100 Jahre nach ihrer Begründung weiter. Einerseits wird sie als durch Experimente und Beobachtung bestätigte Theorie gesehen\, die unsere Auffassungen von Raum-Zeit und bewegter Materie revolutionierte und Einsichten in die Struktur des Weltalls (Universum\, Kosmos) liefert. Andererseits gibt es philosophische Zweifel an ihr.  Zwischen diesen Extremen existieren Ansätze zur Präzisierung und Erweiterung der ARTh mit philosophischer Relevanz. Dazu gehören u.a. die Versuche zum Aufbau einer allgemeineren Theorie\, die Relativitäts- und Quanteneffekte zusammenfasst\, einer theory of everything (TOE)\, die alle physikalischen Phänomene mit allen Wechselwirkungen erklären und verknüpfen soll.\nDie mit der ARTh und den aktuellen Debatten verbundenen philosophischen Aspekte reichen so von der Präzisierung allgemeiner weltanschaulich relevanter Aussagen zur Unendlichkeit des Weltalls in philosophischer und physikalischer Sicht mit offenen und geschlossenen Modellen des Kosmos und zum Einfluss bewegter Materie auf die Raum-Zeit durch Einbeziehung der Gravitation  bis zur philosophischen Analyse physikalischer Hypothesen\, wie der Existenz von Gravitonen (Einheit von Materiearten und Materieformen in der Materiestruktur)\, dunkler Energie\, dunkler Materie und Supersymmetrie.\nEs gilt also sowohl bereits erreichte Erkenntnisse nicht zu ignorieren\, als auch aktuelle Debatten zu berücksichtigen. Das ist nur mit einer Auswahl möglich. Zuerst wird auf Einstein\, das Universum und die Philosophie mit Stellungnahmen von ihm und anderen eingegangen. Danach ist das Verhältnis von physikalischen und philosophischen Begriffen zu darzulegen. Es folgen Bemerkungen zu aktuellen Debatten und zur Evolution des Kosmos. Ein Fazit verweist auf offene philosophische Probleme. \nKurzbiografien \nHorst Kant (*1946) ist Physiker und Wissenschaftshistoriker. Nach dem Studium der Physik sowie der Wissenschaftstheorie und -geschichte (Promotion 1973) arbeitete er zunächst an der Humboldt-Universität zu Berlin und dann im Bereich Wissenschaftsgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach dessen Auflösung war er am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und -theorie tätig\, seit 1995 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (seit 2013 als Gast). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Physik im 19. und 20. Jahrhundert (speziell Sozial-\, Institutional- und Personengeschichte)\, Geschichte der Radioaktivität und der Kernphysik\, Entwicklung der Physik in Berlin sowie die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. Publiziert hat er u. a. über Alfred Nobel\, J. Robert Oppenheimer und Abram F. Ioffe sowie zur Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Institute für Physik und für Chemie. \nRainer Schimming (*1944) studierte ab 1964 Mathematik in Leipzig; Promotion 1971\, Habilitation 1979 ebenda. Seit 1981 Dozent für Analysis an der Universität Greifswald\, seit 1996 Professor dort. Post-Doc-Aufenthalte 1975/76 an der Universität Kiew und 1986 an Prof. H.-J. Treders Einstein-Laboratorium in Potsdam. Forschungsgebiete: Mathematische Physik und Differentialgeometrie\, später auch Mathematische Biologie. Starkes Interesse für Philosophie. \nHorst Melcher (*1927) promovierte 1961 mit einer Arbeit zur Statistik und Atomphysik zum Dr. rer. nat. (Gutachter W. Ilberg und G. Heber\, Leipzig) und habilitierte sich 1968 mit der Arbeit über ein allgemeine Absorptionsgesetz für ionisierende Strahlungen\, die auch als Buch erschienen ist (Gutachter Prof. C. F. Weiss\, Leipzig). Zum Programm seiner Lehrtätigkeit gehörten Vorlesungen zur experimentellen Physik\, „Experimentelle Grundlagen der Atom- und Kernphysik“\, Relativitätsphysik\, spezielle Vorlesungen und Seminare zur Strahlungsphysik\, sowie das Fortgeschrittenen und Isotopen-Praktikum.\nZeitschriften- und Buchveröffentlichungen erfolgten auf den Gebieten der Plasma-\, Kern- und Einstein-Forschung. Forschungsaufenthalte fanden statt in Ungarn (Prof. Kedves und Prof. Szalai) sowie 1987 in den USA (Prof. J. Stachel und Prof. A. Pais). Über didaktische und methodische Behandlungen der Spez. Relativitätstheorie wurde er 1986 zum Dr. paed promoviert (Gutachter Prof. E. Schmutzer\, Jena). \nHerbert Hörz (*1933) ist Wissenschaftsphilosoph und -historiker. Er wurde 1973 zum Korrespondierenden\, 1977 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nSeit 1965 war er Professor für philosophische Probleme der Naturwissenschaften an der Humboldt-Universität\, seit 1973 Leiter des Bereichs Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1989 – 1992 Vizepräsident der AdW der DDR für die Gelehrtensozietät. 1992-1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Bis Januar 2006 war er Präsident der Leibniz-Sozietät und gehört nun als Ehrenpräsident dem Präsidium der Sozietät an.\nSeine Spezialgebiete sind Methodologie\, Erkenntnistheorie\, Geschichte der Wissenschaften und interdisziplinäre Beziehungen zwischen Natur-\, Technik-\, Geistes- und Sozialwissenschaften. Er edierte drei Bände mit der Korrespondenz von Hermann v. Helmholtz. Zu Vorträgen weilte er in den USA\, China\, Japan und den Ländern Ost- und Westeuropas\, zu Gastprofessuren in Moskau und Graz. \n10.00 bis 12.30 Uhr\, Ort: BVV-Saal
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt für den 12. November 2015 zu ihrer Klassensitzung ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nGerhard Banse (MLS): \nÜber den Umgang mit Unbestimmtheit\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Banse ist Technikphilosoph und gehört der Leibniz-Sozietät seit 2000 an; seit 2012 ist er deren Präsident. Nach Pädagogik-Studium und Doktorat arbeitete er von 1974 bis 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW)\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und am Institut für Philosophie der Universität Potsdam. Von 1999 bis 2011 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT – Karlsruher Institut für Technologie\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH). Derzeit ist er Senior-Wissenschaftler an der EA European Academy of Innovation and Technology Assessment Bad Neuenahr-Ahrweiler.\nNach der Promotion (1974) und der Habilitation (1981) wurde er 1988 zum Professor für Philosophie an der AdW ernannt. 2000 erfolgten die Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sowie die Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 die Ernennung zum Professor e.h. der Schlesischen Universität Katowice (Polen). Darüber hinaus lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der TH Wismar und der Technischen Hochschule (Polytechnikum) Rzeszów (Polen).\nEr ist als Herausgeber\, Mitherausgeber\, Autor oder Mitautor an über 400 Buch- und Zeitschriftenpublikationen beteiligt. \nAbstract:\n„Unbestimmtheit“ war und ist ein zentraler Topos der Reflexion über die Lebenswelt. Entsprechend vielfältig sind die (wissenschaftlichen) Denkansätze\, die auf ihr Verständnis und den Umgang mit ihr\, ihre „Reduzierung“ oder gar „Überwindung“ gerichtet sind. Einer dieser Denkansätze ist die (interdisziplinäre) Risikoforschung\, auf die im Vortrag näher eingegangen wird.\nZentral sind dabei folgende Einsichten/Überlegungen:\nUnbestimmtheit kann bedeuten\, dass zwischen (Handlungs-)Absicht und (Handlungs-)Ergebnis keine direkten Ursache-Wirkungs-Beziehungen bestehen oder dass man nicht über entsprechendes Wissen verfügt (unvollständige Information).\nRisiko kann gefasst werden als Chance zum Gelingen eines Vorhabens oder seines Misslingens. Risikohandeln schließt ein\, dass eine Handlung in Übereinstimmung mit den gehegten Absichten abgeschlossen wird oder nicht; die Unbestimmtheit\, ob das Ziel erreichbar ist\, wird bewusst in Kauf genommen. Risikowissen ist Wissen für den (auch methodischen) Umgang mit dieser Unbestimmtheit zukünftiger Zustände\, es bezieht sich auf die (Ab-)Schätzung von Eintrittshäufigkeiten oder von Eintrittswahrscheinlichkeiten\, auf die Ereignisvoraussage\, die Handlungsauswahl und die (möglichen) Handlungsfolgen.\nRisiko ist immer Chance und Gefahr zugleich: Chance\, ein angestrebtes Ziel zu erreichen\, bei dem etwas zu gewinnen versprochen oder in Aussicht gestellt wurde; Gefahr\, dass man etwas Existierendes zur Disposition stellt\, beschädigt oder verliert. Beides sind Möglichkeiten\, die sich (erst) zukünftig als Handlungsfolgen einstellen oder als Wirkungen ergeben können: Während in der Gegenwart zu entscheiden und zu handeln ist\, stellen sich die Wirkungen der Handlung erst zukünftig ein.\nReduzierung\, Limitierung oder Eingrenzung der Unbestimmtheit sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (ursachenorientiert) als auch des zu erwartenden Schadensausmaßes (wirkungsorientiert)\, d.h. eine zielgerichtete Einflussnahme und produktive Handhabung („Beherrschung“) von Unbestimmtheit ist präventiv durch verschiedene Vorgehensweisen möglich. Dabei wird „Mehrdeutigkeit“ nicht in erster Linie in „Eindeutigkeit“ überführt\, „Zufälligkeit“ nicht auf „Notwendigkeit“ zurückgeführt – obwohl das nicht ausgeschlossen ist –\, sondern als „eindeutig“ und „wohlbestimmt“ gefasst und behandelt. Auf diese Weise wird vor allem ein methodischer Gewinn erzielt\, erlaubt doch diese „Idealisierung“ und „Reduktion“ (die allerdings immer auch eine „Ausblendung“ – möglicherweise relevanter Zusammenhänge o.ä. – ist!) die Anwendung spezifischer Methoden und ermöglicht (erst) einen rationalen Zugriff auf Situationen unvollständiger Information.\nDies kann jedoch nicht verhindern\, dass ein Leben unter Unbestimmtheit (in einem unbestimmten Ausmaß!) als Normalität verbleibt.
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2015
DESCRIPTION:Das Raumfahrthistorische Kolloquium 2015 findet als gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V (DGLR)\,  des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfart (DLR)\, des Deutschen Technikmuseums Berlin (Archenhold Sternwarte) und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. am 31. Oktober 2015 in Berlin statt. \nArchenhold-Sternwarte Berlin-Treptow\, Alt-Treptow 1 – 12435 Berlin;\nSamstag\, 31. Oktober 2015\, 10 – 14 Uhr \nEinladung und Programm
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SUMMARY:Workshop des AK "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ lädt für den 22. Oktober 2015 zu einem Workshop ein. Es wird der folgende Vortrag vorgestellt und diskutiert: \nHeidemarie Salevsky (MLS) und Dr. Ina Müller (Mainz): \nDas Sensitivitätsmodell Prof. Vester® – ein einfaches Programm zur Lösung komplexer Probleme (mit Anwendungsbeispielen aus der Translatologie)\n22. Oktober 2015; 10.30 bis 12.30 Uhr \nÄnderung: Ort: Raum 505 \nC.V.:\nProf. Dr. Salevsky ist Translatologin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium in Berlin\, Moskau und Leipzig sammelte sie zehn Jahre lang praktische Erfahrungen als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin für Russisch und Englisch. 1972-1996 war sie in der Ausbildung von Sprachmittlern an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. 1983 erwarb sie ihre erste Promotion B und wurde 1984 zur ordentlichen Dozentin für Translationswissenschaft am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Dessen Abteilung Translationswissenschaft leitete sie von 1990 bis 1996. Danach wirkte sie bis 2009 als Professorin für Translationswissenschaft und Fachkommunikation an der Hochschule Magdeburg-Stendal. 1989 gründete sie das dortige Forschungsseminar\, das bis 2009 auf 77 Veranstaltungen\, darunter mehrere internationale Konferenzen\, zurückblicken kann. Zehn Jahre lang vertrat sie das Fach Translatologie im Scholarly Forum der United Bible Societies. Hier leitete sie das interdisziplinäre UBS-Forschungsprojekt “Planning\, Management and Evaluation of Bible Translation Projects”\, wobei sie das “Sensitivitätsmodell Prof. Vester®” erfolgreich anwandte. 2010-2011 hatte sie eine Professur an der Okan University Istanbul inne. Zu Gastprofessuren weilte sie an den Universitäten Heidelberg\, New York/Binghamton\, Innsbruck\, Wien sowie an der Boğaziçi University Istanbul. Gastvorlesungen und Vorträge hielt sie in über 20 Ländern. \nDr. Müller studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Russisch und Serbokroatisch (Dipl.-Übersetzerin). 1997-2002 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Magdeburg-Stendal tätig. 2007 wurde sie an der Universität Hildesheim zur Fachkommunikation (unter Anwendung des Sensitivitätsmodells Prof. Vester®) promoviert. Nach Studienaufenthalten in den USA und Russland ist sie seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz. \nAbstract:\nDas Sensitivitätsmodell Prof. Vester® bietet eine Anleitung zu einem neuen Umgang mit Komplexität\, basierend auf Fuzzy Logic. Dabei geht es zunächst um die Reduktion der Komplexität des zu untersuchenden Systems auf einen Variablensatz von ca. 20 – 40 Schlüsselfaktoren\, auf der nächsten Ebene um deren Wechselwirkungen innerhalb des Systems und schließlich um die Bewertung mit Blick auf Selbstregulation\, Flexibilität und Steuerbarkeit. Ziel ist das Aufzeigen von Lösungsstrategien aus dem jeweiligen Systemzusammenhang heraus. Das Lizenzprogramm findet Anwendung u. a. in der Unternehmensführung und im Qualitätsmanagement\, in der Energiewirtschaft\, in der Medizintechnik\, der Autoindustrie\, bei Umweltprojekten\, im Sport sowie für GPS.\nWie Strategiefehler vermieden und optimale Lösungen für konkrete komplexe Probleme gefunden werden können\, wird am Beispiel von gescheitertem interkulturellem Wissenstransfer durch übersetzte Abstracts in US-amerikanischen technischen Fachzeitschriften aufgezeigt (Ausgangssprachen: Deutsch und Russisch). Präsentiert werden – neben den einzelnen Arbeitsschritten des Programms – die mit Hilfe des Sensitivitätsmodells gefundenen Lösungsmöglichkeiten.
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SUMMARY:Oktober-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Oktober-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät wird durchgeführt als \nEhrenkolloquium anlässlich des 75. Geburtstages von Dietmar Linke\nEinladung und Programm \nLothar Kolditz(MLS): Laudatio \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \n  \nWolfgang Schiller (MLS): Über das Sintern von Low Temperature Co-fired Ceramics (LTCC-Werkstoffen)\n \nC.V.:\nProf. Schiller ist Festkörperchemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Er studierte Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1971 wurde er dort bei Lothar Kolditz auf dem Gebiet der anorganischen Chemie zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 1971 bis 1992 war er im Zentralinstitut für anorganische Chemie (ZIAC) der AdW der DDR im Bereich „Glas und Keramik“ tätig und leitete dort seit 1981 eine Arbeitsgruppe\, die sich mit glaskeramischen Kompositen (von Keramovitronen bis zu LTCC-Werkstoffen) befasste.\nVon 1992 bis 2009 arbeitete er in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Dort leitete er zunächst das Labor „Funktionskeramik“ und ab 1999 den Fachbereich „Hochleistungskeramik“. Neue LTCC-Werkstoffe sowie deren Anwendung in der Hybrid- Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik waren auch in der BAM ein Schwerpunkt seiner Forschung. Hierbei arbeitete er im Rahmen von Verbundprojekten mit den führenden Unternehmen auf diesem Gebiet (Bosch\, CeramTec\, Heraeus\, Siemens u.a.) zusammen.\n2010 gründete er die Fa. „ChemieFol“ und ist seitdem als wissenschaftlich-technischer Berater mehrerer Firmen für Chemie in der Keramik tätig.\nWolfgang Schiller ist Gründungsmitglied des Zentrums für Mikrosystemtechnik in Berlin-Adlershof (ZEMI) und war langjährig Vorstandsmitglied der DKG. \nAbstract:\nDer globale Trend zur Miniaturisierung und Funktionserweiterung mikroelektronischer Baugruppen und Systeme erfordert deutliche Fortschritte bei der Aufbau- und Verbindungstechnik. Eines der gegenwärtig innovativsten Konzepte basiert auf der LTCC-Multilayer-Folientechnik. Diese zeichnet sich durch eine Reihe von werkstoff- und technologieseitig begründeten Vorteilen aus\, die sie für viele neue Anwendungen\, z. B. in der Mikrosystemtechnik und Sensorik\, interessant macht.\nLTCC sind dichte\, metallisierbare keramische Komposit-Werkstoffe aus kristallinem\, keramischem Pulver und Glas mit Sintertemperaturen zumeist unterhalb 1000°C. Diese liegen im Bereich des Sinterns solcher Metalle bzw. Metallpulver\, die eine hohe elektrische Leitfähigkeit haben und als Feinlinien-Leiterbahnen auf der Oberfläche und/oder im Innern des Werkstoffs (bei Multilayern) fungieren können.\nDer innovative Erfolg der LTCC-Multilayer-Technologie basiert aus werkstoffwissenschaftlicher Sicht vorrangig auf:\n– der Weiterentwicklung des Komposit-Prinzips;\n– der stofflichen Vielfalt der Einsatzstoffe und dem variablen Volumenverhältnis Kristallphase/Glas;\n– Möglichkeiten zur gesteuerten Kristallisation der Glasphase und Bildung von funktionsbestimmenden Reaktionsprodukten beim Sintern sowie der\n– Erschließung neuer Synthesewege für Einsatzstoffe und neuer Sinterkonzepte.\nEine Weiterentwicklung des keramischen Komposit-Prinzips ist sowohl durch Einbeziehung neuer funktionstragender kristalliner Stoffe als auch durch deutliche Reduzierung des Glasanteils möglich. Man gelangt dabei in das Feld der glasgebundenen Keramiken (Glass Bonded Ceramics\, GBC).\nIm Vortrag werden die Vorgänge beim Flüssigphasesintern diskutiert und eine Übersicht zu den verschiedenen Syntheseprinzipien für LTCC-Werkstoffe gegeben. Der überwiegende Teil kommerzieller LTCC-Werkstoffe gehört zum Typ der glaskeramischen Komposite (GCC). Deshalb wird speziell eingegangen auf das Sintern solcher Komposite aus Korund und CaO-Al2O3-B2O3-SiO2-Glas\, die bei der Herstellung von LTCC-Modulen für die KFZ-Elektronik eine wichtige Rolle spielen. \nFritz Scholz (MLS): Elektrochemie in den Zeiten einer geteilten Welt \nC.V.:\nProf. Scholz ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Er hat von 1974 – 1978 an der Humboldt-Universität zu Berlin Chemie studiert\, wurde dort promoviert und hat sich dort habilitiert. 1993 wurde er dort Professor für Angewandte Analytische Chemie und Umweltchemie. Seit 1998 ist er Professor für Analytische Chemie und Umweltchemie an der Universität Greifswald. 1987 und 1989 war er Gastwissenschaftler bei Prof. A. M. Bond in Australien. Sein Arbeitsgebiet war von Beginn an die Elektroanalytik\, erweiterte sich aber im Laufe der Jahre auf Grundfragen der Elektrochemie\, wie beispielsweise die Mechanismen festkörperelektrochemischer Reaktionen (insbesondere thermodynamische Fragen) und das elektrochemische Verhalten von biologisch relevanten Vesikeln.\nVon ihm erschienen über 320 wissenschaftliche Publikationen\, davon 25 Bücher (teils als Autor\, teils als Herausgeber). Er ist Gründer (1997) und Herausgeber des „Journal of Solid State Electrochemistry“\, der Buchserie „Monographs in Electrochemistry“\, und Gründer (2014) und Herausgeber der Zeitschrift „ChemTexts – The Textbook Journal of Chemistry“.  Seine Arbeiten wurden über 6500mal zitiert. Auch mehrere Aufsätze zur Wissenschaftsgeschichte hat er publiziert. Seine internationalen Kooperationen reichen von Brasilien\, Chile\, Frankreich\, Spanien\, Polen\, Kroatien\, Mazedonien\, Russland\, Kasachstan\, Türkei\, Indien bis Australien. \nAbstract:\nDie Zeit zwischen dem 2. Weltkrieg und den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts wird als Zeit des kalten Krieges\, als Zeit des Eisernen Vorhangs und Zeit einer geteilten Welt bezeichnet. Trotz\, vielleicht sogar wegen\, der damit einhergegangenen Probleme\, war es eine Zeit intensiver Entwicklungen in den Wissenschaften\, einschließlich der Elektrochemie. Ost-Europa spielte dabei eine besondere Rolle\, weil dort die führenden wissenschaftlichen Gruppen arbeiteten: in Prag der Arbeitskreis des Nobelpreisträgers Jaroslav Heyrovský\, in Moskau der Arbeitskreis von Alexander Naumovich Frumkin\, in Warschau der von Wiktor Kemula\, und viele andere exzellente Gruppen in Alma Ata\, Budapest\, Donetsk\, Dresden\, Kazan\, Kiev\, Kishinev\, Novosibirsk\, Riga\, Sofia\, Sverdlovsk\, Tomsk\, Tyumen\, Vilnius\, um nur einige zu nennen.\nDie Zeit der geteilten Welt war besonders ungünstig für die internationale Zusammenarbeit. Persönliche Kontakte zwischen Wissenschaftlern in West und Ost unterlagen großen Einschränkungen. Trotzdem kannten die Wissenschaftler die Arbeiten ihrer Kollegen auf der anderen Seite\, mit Ausnahme der geheimen Forschung\, recht gut. In dem Buch “Electrochemistry in a divided world” berichten Autoren aus 11 Ländern (Bulgarien\, Kanada\, der Tschechischen Republik\, Deutschland\, Israel\, Litauen\, Polen\, Russland\, Großbritannien\, der Ukraine\, und den USA) über die entscheidenden Entwicklungen der Elektrochemie auf der Basis von biographischem Material und persönlicher Kenntnis. Das Buch soll das Verständnis für die inneren Entwicklungslinien der Elektrochemie als Ergebnis glücklicher persönlicher Gegebenheiten und objektiver Bedingungen erleichtern. Die Autoren haben dabei den Schwerpunkt auf die menschliche Seite der Forschung gelegt und versucht\, die Persönlichkeiten der Wissenschaftler und ihre Lebensbedingungen zu schildern\, weil gerade diese Seiten im Westen kaum bekannt sind.\nIm Vortrag werden exemplarisch Wissenschaftler vorgestellt\, die das Bild der modernen Elektrochemie und Elektroanalytik geprägt haben. \n13.30 bis 16.30 Uhr; Ort: BVV-Saal \n 
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt für den 08. Oktober 2015 zu ihrer Klassensitzung ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nChrista Luft (MLS):\n \nDas Dilemma der Neoklassik – Wider die geistige Monokultur\, für Pluralität in der ökonomischen Wissenschaft\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nFrau Prof. Luft hat Außen- und Weltwirtschaft studiert. Sie wurde 1987 zum Korrespondierenden Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nLange Jahre war sie an der Berliner Hochschule für Ökonomie (HfÖ)\, der größten wirtschaftswissenschaftlichen Lehr- und Forschungseinrichtung der DDR\, tätig\, zuletzt als Rektorin. Von 1978 bis 1981 arbeitete sie als Stellvertretende Direktorin des Internationalen Ökonomischen Forschungsinstituts beim Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe in Moskau. Im Wendeherbst 1989 wurde sie in die Regierung Modrow berufen und mit dem Amt einer Stellvertretenden Vorsitzenden des Ministerrates für den Bereich Wirtschaft betraut. Nach Abwicklung der HfÖ im Jahre 1991 war sie Dozentin an dem von ihr in Berlin mitbegründeten Institut für Internationale Bildung e. V. und hielt Gastvorträge an Hohen Schulen im In- und Ausland. Von 1994 bis 2002 gehörte Christa Luft als direkt gewählte Abgeordnete dem Deutschen Bundestag an und war haushaltspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion. Sie ist Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde. Seit Ende 2002 arbeitet sie als freischaffende Publizistin. Aus ihrer Feder stammen nach 1990 sieben Bücher\, vor allem zur Transformation der ostdeutschen Wirtschaft. Ihr „Treuhandreport“ wurde u.a. bei Orell Füssli in der Schweiz herausgegeben und ins Koreanische übersetzt. Mitgewirkt hat sie an mehreren Publikationen zur Theorieentwicklung im Kontext der Krise. \nAbstract:\nIm Zentrum des Vortrages steht die in der Volkswirtschaftslehre vorherrschende neoklassische Denkschule\, gespiegelt im Kontext der jüngsten großen Krise. Folgende Befunde sind der Referentin wichtig:\n– Dogmen wie die Gleichgewichtsdokrin und das Austeritätsaxiom lösen keine Probleme\, sondern verschärfen sie.\n– Unter den Studierenden wächst die Kritik an der paradigmatischen Enge ihres Faches\, sie fordern Pluralität\, alternative Theorieansätze.\n– Auch in der Ökonomenzunft wird die Einseitigkeit ökonomischen Denkens zunehmend thematisiert.\n– Auf drängende Probleme wie die hierzulande und weltweit wachsende Ungleichheit mit ihren Folgen gibt die vorherrschende Schule keine Antwort.\n– Die Neoklassik sieht den Hauptgrund für Krisen in außerökonomischen Faktoren. Der von Marx als „Überakkumulation“ beschriebene Vorgang bleibt außer Betracht.\nStatt eines scheinbar unpolitischen Ökonomismus („Economics“) wird eine politische Ökonomie gebraucht\, die von einem Gesellschaftsbezug der Wirtschaft ausgeht und sich nicht auf die betriebswirtschaftliche Logik reduziert. Dabei geht es nicht um die Wiederbelebung von -ismen\, sondern um Nutzung des problemlösungsorientierten Instrumentariums\, das in den Heterodoxien angelegt ist.
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zun ihrer Oktober-Sitzung am 08. Oktober 2015 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nThomas Groth (MLS):\nNutzung von Glykanan zur Kontrolle des Verhaltens von Zellen auf Biomaterialien \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Groth ist Biologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014. Er studierte Biologie mit der Spezialisierung Biophysik an der Humboldt-Universität zu Berlin bei Prof. Roland Glaser und schloss sein Diplom 1985 ab. Nach dem Studium wechselte er an die Berliner Charité\, wo er 1991 über die Hämokompatibilität von Biomaterialien im Fach Biophysik zum Dr. rer. nat. promoviert wurde. Nach mehrjähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Biomaterialien der Charité wechselte er 1994 an das Institut für Chemie des GKSS Forschungszentrum zu Prof. Dieter Paul\, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Abteilungsleiter bis 2004 tätig war. Während dieser Zeit habilitierte er bei Prof. Burkhardt Micheel an der Universität Potsdam auf dem Arbeitsgebiet von Polymermembranen für bioartifizielle Organe und Biokompatibilität von Materialien.\n2004 wurde er zum ordentlichen Professor auf dem Gebiet der Biomedizinischen Materialien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg berufen. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt seitdem auf der Entwicklung biomimetischer Oberflächenbeschichtungen für Biomaterialien im Bereich des Tissue Engineerings. Im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit war er an der Gründung des Start-Up Unternehmens SurfArc in Dänemark beteiligt\, das eine innovative Methode zur Oberflächenbeschichtung von Biomaterialien entwickelt hat. Er ist als Erfinder an mehr als 15 Patenten beteiligt und hat ca. 180 Veröffentlichungen in Zeitschriften und Büchern publiziert. Seit September 2015 ist er auch Präsident der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe (ESAO)\, einer der größten Berufsvereinigungen auf dem Gebiet des künstlichen Organersatzes weltweit. \nAbstract:\nNeben den Proteinen spielen Zucker bzw. Glykane eine bedeutsame Rolle im Organismus nicht nur als Energiereservoir und strukturgebende Komponenten\, sondern auch als Träger von Informationen\, die das Verhalten von Zellen und Geweben beeinflussen. Hier sind sogenannte Glykosaminoglykane (GAG) wie z.B. Heparansulfat oder Hyaluronsäuren von großer Bedeutung\, die durch Wechselwirkung mit Proteinen indirekt oder durch Interaktion mit Zellrezeptoren direkt Adhäsion\, Migration\, Wachstum und Differenzierung von Zellen steuern. GAG spielen auch bei Wundheilungsvorgängen eine wichtige Rolle\, weshalb diese auch als Biomaterialien beim sogenannten Tissue Engineering\, der Herstellung bioartifiziellen Ersatzes geschädigter Gewebe\, wie Knochen oder Knorpel Anwendung finden.\nUm dies zu ermöglichen\, können Oxidation oder Thiolierung als einfache chemische Verfahren genutzt werden\, um GAG kovalent an Materialoberflächen zu koppeln. Daneben können auch adsorptive Beschichtungen mit der Layer-by-Layer-Methode für die Generierung stabiler\, bioaktiver Multischichten genutzt werden. Im Rahmen des Vortrages werden Effekte der chemischen Aktvierung und Immobilisierung auf die Bioaktivität der GAG vorgestellt\, wobei insbesondere Untersuchungen mit Zellen erfolgten.\nEin Nachteil von GAG aus biotechnologischen oder tierischen Quellen ist deren starke Variabilität hinsichtlich chemischer Zusammensetzung und Bioaktivität. Deshalb wurden in Kooperation mit Partnern der TU Dresden Derivate der Cellulose und von Chitosan mit GAG-analogem Verhalten synthetisiert\, wobei insbesondere Cellulosesulfate eine spezifische mitogene und osteogene Bioaktivität in Zellkulturexperimenten aufwiesen. Schlussendlich wurde in Zusammenarbeit mit Kollegen der ETH Zürich gezeigt\, das oxidierte GAG für die Herstellung von Hydrogelen zur Einbettung von mesenchymalen Stammzellen geeignet sind\, um Gewebssphäroide für die Regeneration von Knorpeldefekten zu erzeugen.\nDamit bieten GAG und GAG-analoge Polysaccharide vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Bereich bioaktiver Beschichtungen von Implantatmaterialien und Hydrogelen für die Behandlung von Defekten verschiedener Organe und Gewebe.
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SUMMARY:Workshop des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen lädt für den 11. September 2015 ein zu einem \nWorkshop: Transformationsforschung\n14.00 bis 17.00 Uhr; Ort: Balkonsaal \nEinladung und Programm \nInformation
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SUMMARY:Ehrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Hans-Otto Dill
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen September-Plenarsitzung am 10. 09.2015. Die Sitzung wird als Ehrenkolloquium  aus Anlass des 80. Geburtstages von MLS Hans-Otto Dill veranstaltet. Sie trägt den Titel: \n“Philologie & Philosphie – Welt und Region in der Wissenschaft”\n10. September 2015\, 10.00 bis 17.00 Uhr. Anschließend lädt der Jubilar zu einem “Programmausklang” ein. \nOrt: Wirtshaus Schildhorn\, Straße am Schildhorn 4a\, Berlin \nEinladungsflyer
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SUMMARY:Plenum: Leibniz-Tag 2015
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zum traditionellen \nLeibniz-Tag 2015 am 02. Juli 2015\nein\, auf dem Bilanz über die Arbeit der zurückliegenden Berichtsperiode gezogen\, die zugewählten Mitglieder vorgestellt\, verdiente Wissenschaftler ausgezeichnet und die Vorhaben der nächsten Zeit umrissen werden: \n02. Juli 2015\, 10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Bunsensaal der WISTA Management GmbH\, Volmerstraße 2\, 12489 Berlin (Anfahrt: s. Google-Karte unten) \nEinladung
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-leibniz-tag-2015/
LOCATION:Adlershof\, Robert Bunsen-Saal\, Rudower Chaussee 17\, Berlin\, 12489
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SUMMARY:Sitzung des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” lädt für den 26. 06. 2015 zur öffentlichen Sitzung ein. \nOrt: Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1)\, Seminarraum 1\nZeit: Beginn 13:00 Uhr \nInhaltliche Informationen \n 
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SUMMARY:Juni-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen Juni-Plenarsitzung am 11.Juni 2015. Es wird der folgende Vortrag gehlten und zur Diskussion gestellt: \nProf. Dr. Peer Pasternack (Halle):\nAufarbeitung\, Dokumentation und Erforschung der DDR-Wissenschaftsgeschichte seit 1990 \n11. Juni 2015\, 13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Pasternack ist Sozialwissenschaftler und Zeithistoriker. Nach dem Studium an der Universität Leipzig und der Promotion (1998) an der Universität Oldenburg habilitierte er sich 2005 am FB Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Seit 1991 gibt er die Zeitschrift „hochschule ost. leipziger beiträge zu hochschule & wissenschaft“ heraus\, die seit 2002 den Titel „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ trägt. 1996 – 2001 arbeitete er als Hochschulforscher und Forschungskoordinator am Institut für Hochschulforschung (HoF) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2002 – 2003 war er Staatssekretär für Wissenschaft im Senat von Berlin. Seit 2004 ist er Forschungsdirektor\, jetzt Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF). Aus seiner Feder stammen 26 monografische Veröffentlichungen und rund 450 Artikel. \nAbstract:\nSeit 1990 sind rund 3500 selbstständige Publikationen (Bücher\, Forschungsberichte und dgl.) zur Geschichte der DDR-Wissenschaft erschienen. Hinzu kommen noch ca. 500 selbstständige Publikationen zum Umbau der ostdeutschen Wissenschaftslandschaft nach 1989. Damit gilt auch für diesen Bereich: Es gibt keinen historischen Gegenstand\, der 25 Jahre nach seinem Versinken derart intensiv dokumentiert und erforscht ist wie die DDR. Zugleich ist kaum jemand in der Lage\, die rund 900 000 publizierten Druckseiten zur DDR-Wissenschaftsgeschichte zu lesen. Daher kann man sich glücklich schätzen\, wenn jemand in der Lage ist\, dieses Literaturmassiv zu ordnen und einzuordnen. Dies versucht Prof. Pasternack in seinem Vortrag.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt für den 11. Juni 2015 zu ihrer Juni-Sitzung ein. Es wird der folgende Vortrag hehalten und zur Diskussion gestellt: \nBrigitte Kahl (MLS):\nMit Paulus im Pergamonmuseum. Die „schwache messianische Kraft“ in der Brechung des Steins. \n11. Juni 2015\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nFrau Prof. Kahl ist Professorin fűr Neues Testament am Union Theological Seminary in New York und Associate Professor am Religion Department der Columbia University sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014. Sie hat in Leipzig und Berlin Theologie studiert und nach ihrer Promotion/Habilitation seit 1989 an der Humboldt-Universität als Dozentin gelehrt. 1997 erhielt sie einen Ruf als Professorin an die Universität Paderborn. Seit 1998 unterrichtet sie in New York.\nBrigitte Kahl ist eine interdisziplinär arbeitende Theologin\, die sich vor allem durch ihre Beiträge zu imperialer Ikonographie und biblischer Hermeneutik internationales Ansehen erworben hat\, speziell im Bereich der Paulus-Interpretation. Ihre Arbeit hatte in den USA eine impulsgebende Funktion für die Neubewertung des Römischen Reiches und seiner Bildsprache in der Interpretation neutestamentlicher Texte; sie ist heute eine der führenden Vertreterinnen von „visueller Exegese“ und imperiumskritischer Paulus-Auslegung. Die von ihr begründete Methodik einer “Kritischen Re-Imagination” liest antike Bilder und Monumente in ihrer Intertextualität mit biblischen Texten ­ ein Ansatz\, den sie in einer Re-Lektüre des Galaterbriefes im semiotischen Bezugsrahmen des Pergamon-Altars entwickelte. \nAbstract:\nPergamon und Paulus sind in ihrer Bedeutung fűreinander bislang weitgehend unentdeckt geblieben\, sowohl in der Theologie wie in der Kunstgeschichte. Dabei liegt eine Verbindung nahe. Der große Fries mit der mythologischen Schlacht der Götter gegen die Giganten\, dem der Pergamonaltar seinen Weltruhm verdankt\, setzt im realhistorischen Kontext den paulinischen Galatern ein Monument ihrer Niederlage. Als barbarische Erbfeinde hellenistisch-römischer Zivilisation weltweit gefűrchtet\, wurden die keltischen Immigranten in Kleinasien vom pergamenischen Königshaus im Verbund mit Rom im 3. und 2. vorchristlichen Jahrhundert in die Knie gezwungen. Die in höchster kűnstlerischer und konzeptioneller Vollendung gestaltete Gigantenschlacht des Pergamonaltars űberhöht diesen Sieg als Erlösung von Chaos\, Barbarei und Gottlosigkeit – und weist den Geschlagenen ihren Platz in der gesetzmäßigen Ordung der Dinge zu.\nEtwa zweihundert Jahre später schreibt Paulus seinen Galaterbrief\, das wohl folgenreichste Stűck seiner Korrespondenz und die Magna Charta der lutherischen Reformation\, an die Nachfahren der pergamenischen „Giganten“ in der nach ihnen benannten römischen Provinz Galatien im Zentrum der heutigen Tűrkei. Und wieder geht es um die Frage des Gesetzes und der gesetzten Ordnung. Die paulinische Logik jedoch ist radikal gegenläufig. In großer Nähe zu Walter Benjamins schwacher messianischer Kraft liegt Erlösung nicht im Sieg\, sondern im Mit-Sein mit den Unerlösten\, Geschlagenen\, Anderen.\nDen Galaterbrief vor dem Pergamonaltar zu lesen ist ein Lese-Experiment\, das in dieser Art noch nicht unternommen worden ist. Es bringt zwei „Erz-Monumente“ deutscher und okzidentaler Geschichte neu zur Sprache.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zun ihrer Juni-Sitzung am 11. Juni 2015 ein. Es wird der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt: \nHorst Kant (MLS):\nDie Entdeckung der nuklearen Energie – einige wissenschaftshistorische Betrachtungen \n11. Juni 2015\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nDr. Kant ist Physiker und Wissenschaftshistoriker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014. Nach dem Studium der Physik sowie der Wissenschaftstheorie und -geschichte (Promotion 1973) arbeitete er zunächst fünf Jahre als wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin und dann 13 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Wissenschaftsgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach dessen Auflösung war er am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und -theorie tätig\, seit 1995 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (seit 2013 als Gast). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Physik im 19. und 20. Jahrhundert (speziell Sozial-\, Institutional- und Personengeschichte)\, Geschichte der Radioaktivität und der Kernphysik\, Entwicklung der Physik in Berlin sowie die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. Publiziert hat er u.a. über Alfred Nobel\, J. Robert Oppenheimer und Abram F. Ioffe sowie zur Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Institute für Physik und für Chemie.\nAbstract:\nSeit Anfang des 20. Jh. beschäftigte man sich mit dem Aufbau der Atome und den Eigenschaften ihrer Bausteine. Die ersten Atommodelle entstanden um 1910. Das Jahr 1932 wurde zu einem Schlüsseljahr in der Entwicklung der Kernphysik\, und die Frage der Umwandlung von Atomkernen rückte ins Blickfeld der Forschung. Zwar verneinten noch führende Physiker wie Albert Einstein oder Ernest Rutherford die Möglichkeit der Energiegewinnung aus dem Atomkern\, doch kamen die beiden Möglichkeiten nuklearer Energiegewinnung zum Ende der 1930er Jahre schlagartig ins Blickfeld: Hans Bethe und Carl Friedrich von Weizsäcker erklärten 1937/38 unabhängig voneinander die Kernfusion als Quelle der Sternenergie\, Otto Hahn und Fritz Straßmann entdeckten Ende 1938 bei ihren radiochemischen Untersuchungen über die Umwandlung schwerer Atomkerne die Kernspaltung\, deren physikalische Erklärung Lise Meitner und Otto Robert Frisch kurz darauf lieferten. Die damalige politische Weltsituation führte dazu\, dass beide Energiegewinnungs-Prozesse zuerst in Waffensystemen (unkontrolliert) umgesetzt wurden: die Kernspaltung in der Atombombe (1945)\, die Kernfusion in der Wasserstoffbombe (1952). Voraussetzung für eine Atombombe ist ein Kernreaktor – ihn konnte bereits Ende 1942 Enrico Fermi realisieren; das erste kommerzielle Atomkraftwerk ging 1954 ans Netz. Ein kommerzieller Kernfusionsreaktor wird kaum vor 2050 zu erwarten sein. In der öffentlichen Diskussion stehen heute vor allem die Gefahren der Kernenergie im Vordergrund.\nDer Vortrag konzentriert sich auf die Historie von den Anfängen bis zur Entdeckung von Kernfusion und Kernspaltung.\n 
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