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SUMMARY:Nichtöffentliche Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Nichtöffentliche Veranstaltung \nGeschäftssitzung\nam 11. Mai 2017; 12.30 bis 13.30 Uhr und 15.30 bis 16.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nDie Einladung geht gesondert zu.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre Mai-Sitzung am 11.05.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Auf den Trümmern der organisierten Arbeiterbewegung: Der Mai 1933 und die Gründung der Deutschen Arbeitsfront“\n\nVortragender: Rüdiger Hachtmann (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nProf. Hachtmann ist Historiker\, Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam\, apl. Professor an der TU Berlin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2015.\nAus seiner Feder erschienen bisher u.a. folgende Monographien: Industriearbeit im „Dritten Reich“ (1989); Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution (1997); Epochenschwelle zur Moderne. Einführung in 1848/49 (2002); Wissenschaftsmanagement im Dritten Reich (2007); Tourismus-Geschichte (2007); Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront (2012). Zur Zeit arbeitet er an folgenden (Monographie-)Projekten: „Gesamtdarstellung der Deutschen Arbeitsfront“ sowie „Das fordistische Jahrhundert“ \nAbstract:\nDrei zentrale Aspekte der NS-Geschichte werden in dem Vortrag thematisiert:\nErstens der innere Zustand der gespaltenen Arbeiterbewegung\, insbesondere die „autoritäre Zurichtung“ der Organisationen beider Hauptströmungen der linken Arbeiterbewegung\, die breite Schichten der „Volksmassen“ (Kurt Pätzold) daran hinderte\, ihre Ablehnung der Hitler-Bewegung offensiv zu artikulieren.\nZweitens der Ablauf der Inszenierung des 1. Mai 1933 und die Verankerung des Nazismus unter Arbeitern wie Angestellten in der ersten Phase der NS-Machtetablierung.\nDrittens der analytisch schwer fassbare Koloss Deutsche Arbeitsfront\, der auf den Trümmern der zerschlagenen Arbeiterbewegung entstand – und eine Art volkspädagogische Behörde der Hitler-Bewegung für die reichsdeutsche Arbeitnehmerschaft gewesen ist.
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SUMMARY:Themenänderung! - Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Achtung: Themenänderung !! \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Mai-Sitzung am 11.05.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Über den Umgang mit Unbestimmtheit“\n\nVortragender: Gerhard Banse (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nProfessor Gerhard Banse ist Technikphilosoph und gehört der Leibniz-Sozietät seit 2000 an; seit 2012 ist er deren Präsident.\nNach Pädagogik-Studium und Doktorat arbeitete er von 1974 bis 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW)\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und am Institut für Philosophie der Universität Potsdam sowie Gastwissenschaftler an der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen GmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von 1999 bis 2011 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT – Karlsruher Institut für Technologie\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH). Derzeit ist er Senior-Wissenschaftler an der EA European Academy of Innovation and Technology Assessment Bad Neuenahr-Ahrweiler.\nNach der Promotion (1974) und der Habilitation (1981) wurde er 1988 zum Professor für Philosophie an der AdW ernannt. 2000 erfolgten die Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sowie die Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 die Ernennung zum Professor e.h. der Schlesischen Universität Katowice (Polen). Darüber hinaus lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der TH Wismar und der Technischen Hochschule (Polytechnikum) Rzeszów (Polen).\nEr ist als Herausgeber\, Mitherausgeber\, Autor oder Mitautor an über 400 Buch- und Zeitschriftenpublikationen beteiligt. \nAbstract:\nDer Vortrag basiert auf dem Beitrag des Vortragenden „Über den Umgang mit Unbestimmtheit“ in „Leibniz Online. Zeitschrift der Leibniz-Sozietät e.V.“\, Nr. 22 (2016) (https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2016/03/Banse.pdf).\n„Unbestimmtheit“ war und ist in unterschiedlichster Weise ein zentraler Topos der Reflexion über die Lebenswelt. Entsprechend vielfältig sind die (wissenschaftlichen) Denkansätze\, die auf ihr Verständnis und den Umgang mit ihr\, ihre „Reduzierung“ oder gar „Überwindung“ gerichtet sind. Einer dieser Denkansätze ist die (interdisziplinäre) Risikoforschung\, auf die im Vortrag näher eingegangen wird. \nZentral sind dabei folgende Einsichten/Überlegungen:\nUnbestimmtheit bedeutet eine nicht-vorhandene strenge Determiniertheit zwischen (Handlungs-)Absicht und (Handlungs-)Ergebnis oder keine direkten Ursache-Wirkungs-Beziehungen bzw. eines entsprechenden Wissens (unvollständige Information) darüber.\nRisiko kann gefasst werden als Chance zum Gelingen eines Vorhabens (positiver Verlauf: das angestrebte Ergebnis tritt ein\, das Handlungsziel wird erreicht) oder seines Misslingens (negativer Verlauf: das angestrebte Ziel tritt nicht\, nur bedingt teilweise oder verspätet ein\, das Handlungsziel wird verfehlt). Risikohandeln schließt ein\, dass eine Handlung in Übereinstimmung mit den gehegten Absichten abgeschlossen wird oder nicht; die Unbestimmtheit der Zielerreichung wird bewusst in Kauf genommen. Risikowissen ist Wissen für den (auch methodischen) Umgang mit dieser Unbestimmtheit zukünftiger Zustände\, es bezieht sich auf die (Ab-)Schätzung von Eintrittshäufigkeiten\, die Abschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten\, die Ereignisvoraussage\, die Handlungsauswahl und die (möglichen) Handlungsfolgen. \nRisiko ist immer Chance und Gefahr zugleich\, Chance\, ein angestrebtes Ziel zu erreichen\, bei dem etwas zu gewinnen versprochen oder in Aussicht gestellt wurde\, Gefahr\, dass man etwas Existierendes zur Disposition stellt\, durch sein Handeln beschädigt oder verliert. Beides sind Möglichkeiten\, die sich (erst) zukünftig als Handlungsfolgen einstellen oder als Wirkungen ergeben können: Während in der Gegenwart zu entscheiden und zu handeln ist\, stellen sich die (möglichen) Wirkungen der Handlung erst zukünftig ein.\nReduzierung\, Limitierung oder Eingrenzung der Unbestimmtheit sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit (ursachenorientiert) als auch des zu erwartenden Schadensausmaßes (wirkungsorientiert)\, d.h. eine zielgerichtete Einflussnahme und produktive Handhabung („Beherrschung“) von Unbestimmtheit ist präventiv durch verschiedene Vorgehensweisen möglich. Dabei wird „Mehrdeutigkeit“ nicht in erster Linie in „Eindeutigkeit“ überführt\, „Zufälligkeit“ nicht auf „Notwendigkeit“ zurückgeführt – obwohl das nicht ausgeschlossen ist –\, sondern als „eindeutig“ und „wohlbestimmt“ gefasst und behandelt. Auf diese Weise wird vor allem ein methodischer Gewinn erzielt\, erlaubt doch diese „Idealisierung“ und „Reduktion“ (die allerdings immer auch eine „Ausblendung“ – möglicherweise relevanter Zusammenhänge o.ä. – ist!) die Anwendung spezifischer Methoden und ermöglicht (erst) einen rationalen Zugriff auf Situationen unvollständiger Information.\nDies kann jedoch nicht verhindern\, dass ein Leben unter Unbestimmtheit (in einem unbestimmten Ausmaß!) als Normalität verbleibt.
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SUMMARY:Frühjahrstreffen 2017 des Arbeitskreises GeoMUWA ; 2. Tag
DESCRIPTION:Wissenschaftliches Kolloquium \n„Die Förderung der wissenschaftlichen Geodäsie seit Friedrich Robert Helmert (1843-1917)“\nDer AK GeoMUWA vertritt die Leibniz-Sozietät als Hauptveranstalter des Kolloquiums. Mitveranstalter sind das GFZ Potsdam\, der DVW Landesverein Berlin-Brandenburg und das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin. \nEinladung und Programm \nZeitplan 2. Tag \ns.a.: Frühjahrstreffen 2017 des Arbeitskreises GeoMUWA ; 1. Tag\nKontakt: Prof. Dr. Heinz Kautzleben\, MLS\, kautzleben@t-online.de
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SUMMARY:Frühjahrstreffen 2017 des Arbeitskreises GeoMUWA ; 1. Tag
DESCRIPTION:Der AK GeoMUWA vertritt die Leibniz-Sozietät als Mitveranstalter bei der \nFeier der Inbetriebnahme  des damals neuen Standortes des Königlich Preußischen Geodätischen Institutes im Gelände der Königlichen Observatorien auf dem Telegraphenberg bei Potsdamvor 125 Jahren.\nHauptveranstalter ist das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Kontakt: Prof. Dr. Harald Schuh\, MLS\, schuh@gfz-potsdam.de \ns.a. Ankündigung und Programm \n 
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SUMMARY:April: Gemeinsame Sitzung der Klassen Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Beide Klassen führen ihre April-Sitzung am 06.04.2017 als gemeinsames öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Molekulare Netzwerke in Biologie und Medizin“\n\nWissenschaftliches Programm und Abstracts\n \nFlyer zur Veranstaltung \n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse und Klassen“: Terminänderung auf 24.03.2017
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 24.03.2017 als Workshop zum Thema\n \nGobale Transformation\n\n14.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Neuer Ort: Kleiner Saal im Erdgeschoss
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 23. 03. 2017 als Workshop zum Thema\n \nNaturgesetze sind einfach – Evidenzen aus der Geschichte der Physik\nVortrag von Dr. Alexander Unzicker (München) \n10:30 bis 12:30 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Unzicker ist Physiker\, Jurist und promovierter Gehirnforscher. Sein Erstlingswerk „Vom Urknall zum Durchknall – die absurde Jagd nach der Weltformel“ (Springer\, 2010)\, wurde von „Bild der Wissenschaft“ als „Wissenschaftsbuch des Jahres“ ausgezeichnet und löste eine Kontroverse über den Zustand der Physik aus. 2013 erschien es auf Englisch als “Bankrupting Physics” bei Palgrave Macmillan.\nEinfachheit in Naturgesetzen ist ein wiederkehrendes Thema in Unzickers Thesen\, insbesondere in seinem neuesten Buch “Einsteins verlorener Schlüssel – warum wir die beste Idee des 20. Jahrhunderts übersehen haben.” Unzicker hält zahlreiche Vorträge und interviewt auf seinem Youtube-Kanal regelmäßig Physiker zu fundamentalen Fragen der Physik.\nAbstract:\nDem bekannten Diktum Albert Einsteins “Eine Theorie hat kaum Aussicht auf Wahrheit\, wenn sie nicht logisch sehr einfach ist” würden die meisten Wissenschaftler sicher zustimmen. Aber gibt es außer Anekdoten um große Physiker einen zwingenden Grund\, dass Naturgesetze einem Prinzip der Einfachheit genügen müssen? Ja – klare Evidenz aus der Geschichte der Physik. Diese liefert uns auch eine eindeutige Definition des scheinbar subjektiven Begriffes: Einfach ist eine Theorie dann\, wenn sie über wenige freie Parameter\, genannt auch Naturkonstanten\, verfügt.\nTatsächlich wird gezeigt\, dass fast alle wissenschaftlichen Revolutionen mit einer Verringerung dieser willkürlichen Zahlen einhergingen. So nachvollziehbar dies ist\, so unbequem ist diese Folgerung für die derzeitigen Standardmodelle der Physik: Die inflationäre Verwendung von inzwischen über fünfzig derart anpassbarer Parametern zeigt unweigerlich\, dass sich die moderne Physik in einer Sackgasse befindet. Ein spezieller Ausweg wird hier näher vorgestellt: Eine vergessene Idee Einsteins aus dem Jahr 1911\, die die Anzahl der freien Parameter in der Kosmologie drastisch verringern würde.
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SUMMARY:März- Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die März-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 09.03.2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nZum Begriff der Arbeit und der Arbeitsverhältnisse: globale vs. eurozentristische Perspektive im  modernen Arbeitsdiskurs\nReferentin: Andrea Komlosy (MLS)\n \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nFrau Prof. Komlosy ist Wirtschafts- und Sozialhistorikerin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2010. Sie arbeitet als a.o. Univ. Prof. am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien zu Fragen ungleicher regionaler Entwicklung im kleinräumigen und weltregionalen Maßstab. Die Referenzregionen reichen vom österreichisch-böhmischen Grenzgebiet über die Habsburgermonarchie und ihre Nachfolgestaaten bis zu Fragen der Ungleichheit in der Weltwirtschaft. Sie verbindet eine regionalhistorische Herangehensweise mit einer globalhistorischen Verknüpfung und Einbettung der Regionen in einen weltweiten Interaktionszusammenhang.\nDer Vortrag basiert auf Ihrem Buch „Arbeit. 13.-21. Jahrhundert. Eine globalhistorische Perspektive“ (Wien 2014\, Promedia Verlag). \nAbstract:\nDem Vortrag liegt ein breiter Arbeitsbegriff zugrunde\, der kommodifizierte\, reziproke\, tributäre und Arbeit für die Gemeinschaft einschließt. Gleichzeitig wird die Frage gestellt\, welche Tätigkeiten in der europäischen Geschichte jeweils als Arbeit angesehen wurden. Schon die Sprache weist auf das Spannungsfeld zwischen mühevoller Arbeit (labor) und kreativer Verwirklichung (opus) hin\, das erst durch die kapitalistische Rationalität auf produktive Erwerbstätigkeit verengt wurde.\nIn mehreren Zeitschnitten vom Mittelalter bis zur Gegenwart wird ersichtlich\, dass der globale Kapitalismus keineswegs die lineare Durchsetzung von freier Lohnarbeit bedeutete\, sondern auf der klein- und großräumigen Kombination von immer wieder neuen Formen von freien und unfreien\, bezahlten und unbezahlten\, gesicherten und ungesicherten Arbeitsverhältnissen beruht.\nDie globale Perspektive wird als Türöffner für eine notwendige Erweiterung des Arbeitsbegriffs angesehen\, der am Ende des 19. Jahrhunderts auf bezahlte\, sozial gesicherte Erwerbsarbeit reduziert wurde – eine Reduktion\, die in den meisten Weltregionen niemals mit der Lebenswirklichkeit übereinstimmte und in den letzten Jahren auch in den alten Industriestaaten durch Prekarisierung und Informalisierung zunehmend unter Druck gerät.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre März-Sitzung am 09.03.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Die Souveränität als Moment der Individualitätsentwicklung”\n\nVortragender: Karl-Friedrich Wessel (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Achtung Raumänderung! BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nProf. Wessel ist Philosoph und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2016. 1977 bis 1990 leitete er in der Nachfolge von Hermann Ley den Bereich Philosophische Probleme der Natur-\, technischen und mathematischen Wissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin\, danach war er bis 2000 Leiter des Instituts für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik an der HUB\, seitdem führt er das Projekt Humanontogenetik dortselbst fort. Gemeinsam mit Günter Tembrock und Günter Dörner hat er die Humanontogenetik begründet (hervorgegangen aus dem Projekt „Biopsychosoziale Einheit Mensch“) \nAbstract:\nDie Begriffsbestimmung „Souveränität ist die Fähigkeit des Individuums\, über seine eigenen\, inneren Angelegenheiten zu verfügen und stets Änderungen in dieser Verfügung vornehmen zu können“ wird auf der Basis des Konzeptes von der biopsychosozialen Einheit des Menschen erläutert.\nHervorgehoben wird insbesondere die Tatsache\, dass die Souveränität ein dynamischer Prozess ist und somit in der Ontogenese einer permanenten Entwicklung unterliegt. Unter diesem Aspekt wird der Zusammenhang von Sensibilität und sensiblen Phasen der Entwicklung charakterisiert. Abschließend folgen Bemerkungen über die Souveränität von Wissenschaftlern im Prozess der wissenschaftlichen Arbeit.
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre März-Sitzung am 09.03.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Entropie\, Information und Energie\, Feldwirkung und Verschränkung”\n\nVortragender: Lothar Kolditz (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Achtung Raumänderung!  Kleiner Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten (Erdgeschoss) \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \nAbstract:\nDer Vortrag ist eine Weiterführung zum Vortrag Entropie\, Selbstorganisation und Evolution\, der Energieaustausch (Leibniz Online Nr. 23 [2016]. Das Gebiet ist zwar wissenschaftlich anspruchsvoll und dem allgemeinen Verständnis nicht sofort zugänglich\, es hat jedoch erheblichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Weltanschauung.\nDie verschiedenen Entropiearten werden miteinander verglichen und in der Form des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik auf die ihnen zutreffenden Bereiche angewendet. Dabei wird festgestellt\, dass der zweite Hauptsatz jeweils die Möglichkeit des Ablaufes des Vorganges anzeigt. Ob der Ablauf stattfindet\, hängt jeweils von weiteren Bedingungen ab\, wie in der Chemie von der Überwindung von Aktivierungsschwellen und bei handelnden Individuen von der Überwindung von Hemmschwellen.\nMaxwell hat 1871ein Gedankenexperiment veröffentlicht\, das die Gültigkeit des zweiten Hauptsatzes in Frage stellen sollte. Ein Wesen\, dessen Sinne so geschärft sind\, dass es die einzelnen Moleküle sehen und verfolgen kann\, lässt in einem Gasvolumen\, das in die Bereiche A und B aufgeteilt ist\, durch Öffnen und Schließen eines Loches zwischen den Bereichen die schnellen Moleküle nach A wandern und die langsamen nach B. Damit würde ohne Arbeitsaufwendung ein Temperaturunterschied zwischen beiden Bereichen entstehen\, der die Möglichkeit zur Konstruktion eines perpetuum mobile zweiter Art eröffnet. Das Wesen wurde später Maxwellscher Dämon genannt.\nBis in die heutige Zeit gibt es verschiedene Erörterungen zur Aufspürung des Fehlers im Gedankenexperiment von Maxwell. Herausgehoben werden sollen aus diesen Erörterungen die Ausführungen von Szilárd in seiner Habilitationsarbeit 1929: Über die Entropieverminderung in einem thermodynamischen System bei Eingreifen intelligenter Wesen. Szilárd konstruierte ein Modell\, das in den Bereichen A und B nur ein Molekül enthält. Ist das Molekül in B\, kann der Kolben in A vorrücken. Das Molekül drückt den Kolben zurück\, wobei Arbeit an einem Gewicht ausgeübt wird. Die Auflösung des Widerspruchs zum zweiten Hauptsatz liegt in der Information\, die das Wesen erlangen muss\, ob sich das Molekül in A oder B aufhält. Die thermodynamische Entropieverminderung beim Vorgang wird durch die Messung\, die zur Beobachtung notwendig ist. mit einem gleichen Betrag wieder ausgeglichen. Szilárd hat damit wohl zum ersten Mal die Begriffe Information und Entropie miteinander verbunden.\nMit der Anwendung der Shannon-Entropie auf den zweiten Hauptsatz lässt sich die Energie berechnen\, die benötigt wird\, um eine bestimmte Menge an Bit als Information weiterzugeben. Der Umrechnungsfaktor entspricht dem von Szilard ermittelten Ausdruck.\nIn Zusammenhang mit der Feldwirkung muss ein quantenphysikalischer Begriff\, die Verschränkung\, in die Betrachtung einbezogen werden. Verschränkte Teilchen hängen so eng zusammen\, dass die Messung an einem Teilchen sofort die Eigenschaft  des anderen Teilchens bestimmt\, auch wenn sie sich deutlich getrennt voneinander aufhalten.\nDer Nachweis der Verschränkung\, die Einstein ablehnte und als spukhafte Fernwirkung bezeichnete\, ist neuerdings gelungen. Die Frage\, ob nicht nur Elementarteilchen\, sondern auch größere Teilchen der Verschränkung unterliegen können\, wird erörtert.\nVon der Betrachtung der viele Wissensgebiete umfassenden Bedeutung der Entropie führt der Weg über die Kraftfelder zu den Grundkräften und zu Ansichten\, die im Zentrum der heutigen Weltanschauung liegen.\nDie Gravitation ist die einzige nach heutiger Erkenntnis nicht abschirmbare Kraft. Sie wird als selbstständige Urkraft eingeschätzt\, die nicht mit den anderen Grundkräften – der elektromagnetischen Kraft\, der starken und der schwachen Kernkraft – vereinigt werden kann. Es wird die Vermutung ausgesprochen\, dass die schweren Massen im Gravitationsfeld verschränkt sind\, was eine neue Bewertung der Gravitation erfordern würde und das Rätsel um Dunkle Materie und Energie einer Lösung näher bringen könnte.
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SUMMARY:Februar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Februar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 09.02.2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nDer Blick auf ostdeutsche Literatur im geteilten und im vereinten Deutschland – Kanonkämpfe und Deutungskonkurrenzen\nReferentin: PD DR. Birgit Dahlke (Berlin) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: Archenhold-Strenwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptor 1\, 12435 Berlin \nC.V.:\nFrau Dr. Dahlke ist Literaturwissenschaftlerin und leitet seit 2016 die neu eingerichtete „Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf“ an der Humboldt- Universität Berlin. Nach der Promotion (1994\, FU Berlin) und der Habilitation (2003\, HU Berlin) hatte sie Gastprofessuren inne 2007 an den Universitys of Newcastle und of Nottingham\, 2008 an der University of Illinois at Urbana-Champaign sowie 2011 an der Georgetown University in Washington DC. Vortragsreisen unternahm sie in die USA\, nach Kanada\, Frankreich\, Großbritannien\, Polen\, Ungarn\, Lettland\, Estland\, Rumänien\, Finnland\, Belgien und in die Schweiz.\nNeben diversen Aufsätzen zur Literatur des 19.\, 20. und 21. Jahrhunderts hat sie drei Monographien veröffentlicht:\nPapierboot. Autorinnen aus der DDR – inoffiziell publiziert. Verlag Königshausen & Neumann\, Würzburg 1997 (Promotionsschrift);\nJünglinge der Moderne. Jugendkult und Männlichkeit in der Literatur um 1900. Böhlau Verlag\, Köln\, Weimar\, Wien 2006 (Habilschrift) sowie\nWolfgang Hilbig (Biographie). Wehrhahn Verlag\, Hannover 2011. \nAbstract:\nDas Bedürfnis nach Vereinfachung führte vor wie nach 1989 zu polarisierenden Wertungen über in der DDR entstandene Texte\, zu Einteilungen in affirmative und kritische\, offizielle und inoffizielle Literatur. Wovon ist es abhängig\, welche Texte\, welche Namen in den gesamtdeutschen Kanon eingehen? Welche Erkenntnisse erbrachte die Öffnung der verschiedensten Archive nach dem Mauerfall – und welche neuen blinden Flecken? Nach einer Flut an quellengestützten Studien über die Behinderung von Autoren durch Zensur\, Staatssicherheit und Parteiapparat in einer politisch „durchherrschten“ geschlossenen Gesellschaft erschienen in den letzten zwei Jahrzehnten Tagebücher und autobiographische Romane\, vor allem aber auch Brief-Editionen\, die einen neuartigen Einblick in die konkreten Alltagsbedingungen ermöglichen\, unter welchen geschrieben wurde. Gab es das „Leseland DDR“?
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre Februar-Sitzung am 09.02.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Region und Geschichte. Konzeptionelle und methodische Probleme am Beispiel eines Berliner Bezirks“\n\nVortragender: Jürgen Hofmann (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nC.V.:\nProf. Hofmann ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2010. Er studierte Gesellschaftswissenschaften und Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Von 1970 bis 1990 arbeitete er als Assistent\, Forschungsbereichsleiter und stellvertretender Institutsdirektor an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften. 1976 wurde er mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen/Hansemann promoviert. 1983 folgte die Promotion B (Habilitation) zur nationalen Politik der SED.\nVon 1981 bis 1990 war er Mitglied des Zentralvorstandes der Gesellschaft für Heimatgeschichte im Kulturbund der DDR. 1989 wurde er zum ordentlichen Professor berufen. Von 1991 bis 2008 war er als Mitarbeiter bzw. Leiter in verschiedenen Projekten zum Identitätswandel in Ostdeutschland\, zur Geschichte Preußens und zur Regionalgeschichte Berlins tätig. Seit 2009 widmet er sich der freien Forschung zu den Schwerpunkten Revolutionsgeschichte 1848/49\, Geschichte der Arbeiterbewegung\, deutsche Zeitgeschichte und Regionalgeschichte Berlins. Hofmann ist Kuratoriumsmitglied der Internationalen Tagung der Historiker(innen) der Arbeiter- und andere sozialer Bewegungen in Wien sowie Mitglied des Kuratoriums für den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin. Jüngste Veröffentlichungen: Lichtenberg. Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks (2013)\, Oskar Ziethen. Stationen eines preußischen Kommunalbeamten (2016). \nAbstract:\nRegionalgeschichte steht in einem komplexen Wechselverhältnis zur Landesgeschichte\, zur Nationalgeschichte und über diese vermittelt zu internationalen Vorgängen. Dennoch ist Regionalgeschichte kein verkleinertes Abbild historischer Ereignisse und Prozesse aus größeren Zusammenhängen. Regionalgeschichte entwickelt nicht selten eine Spezifik und Eigendynamik\, die sie von nationalen und internationalen Vorgängen unterscheidet. Manchmal gehen die Initialzündungen für relevante Ereignisse und Veränderungen von einer Region aus\, und manchmal werden Umbrüche und Veränderungen im Nachgang\, phasenverschoben\, vollzogen. Die besonderen regionalen und örtlichen Bedingungen müssen sich im regionalgeschichtlichen Narrativ ebenso wiederfinden wie ihre Kontextualisierung mit den Prozessen der Landes- und Nationalgeschichte. Regionalgeschichte lenkt den Focus auf Akteure\, die in der „Königsperspektive“ größerer Meistererzählungen kaum Erwähnung finden können. Besondere Anforderungen ergeben sich aus territorialen Veränderungen\, mit denen der Gegenstand von Regionalgeschichte sich verengt bzw. weitet. Stärker als andere Fachgebiete ist Regionalgeschichte auf die Kooperation mit Laienforschern angewiesen\, die einen erheblichen Anteil am Forschungsertrag haben und ohne die nicht die wünschenswerte Detailliertheit erreicht werden kann. Da die Adressaten regionalgeschichtlicher Publikationen in der Regel vor allem historisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind\, sollte in der Regel auch die Darstellung auf dieses Zielpublikum zugeschnitten sein.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Februar-Sitzung am 09.02.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Im Zwischenbereich: Kunst und Komputer”\n\nVortragender: Prof. Dr. Frieder Nake (Bremen) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nC.V.:\nProf. Nake ist seit 1972 Professor für Interaktive Grafische Datenverarbeitung an der Universität Bremen\, seit ein paar Jahren zwar emeritiert\, aber noch immer in vollem Einsatz in Lehre und Forschung. Er leitet dort die Gruppe compArt; seit 2005 hat er zusätzlich einen Lehrauftrag für Digitale Medien an der Hochschule für Künste in Bremen.\nSein akademischer Werdegang begann mit dem Studium der Mathematik an der Universität Stuttgart (damals noch Technische Hochschule)\, wo er neben anderen auch Vorlesungen in Philosophie\, Literatur\, Physik\, Elektrotechnik und Geschichte hörte. Nach dem Diplom (1964) war er bis 1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechenzentrum der Universität Stuttgart. Nach der Promotion (1967) ging er 1968-1969 als Postdoctoral Fellow an die University of Toronto\, Computer Science. Im Jahr 1970 wurde er Assistant Professor an der University of British Columbia in Vancouver\, wieder in Computer Science. Von dort wurde er 1972 nach Bremen berufen.\nLehrend oder forschend war er an folgenden Universitäten tätig: Universität Wien\, Universität Oslo\, University of Colorado in Boulder\, Universität Aarhus\, Northwest Institute of Mechanical and Electrical Engineering Xian\, International School for New Media Lübeck\, Universität Basel\, DonauUniversität Krems\, Universidad de Costa Rica\, Tongji University Shanghai\, Kunstakademie Stuttgart\, Leuphana Universität Lüneburg.\nSeit 1963 hat er früheste Arbeiten zur Computergrafik\, insbesondere zur Computerkunst geleistet. Eine erste Ausstellung hatte er 1965 in Stuttgart; ihr sind bis heute viele weitere gefolgt. Er gilt als einer der ersten drei Pioniere der Algorithmischen Kunst. Mit Werken ist er in nationalen und internationalen Museen vertreten.\n1997 wurde ihm der Bernighausen Preis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation verliehen. \nAbstract:\nDiese Erzählung wird sich zwischen 1963 und 2016 bewegen\, zwischen Mathematik und Informatik\, zwischen Kunst und Komputer\, dessen Name hier etwas fremd buchstabiert erscheint. Sie wird von einigen Ausstellungen handeln\, die es eigentlich gar nicht hätte geben dürfen\, die aber in all ihrer frühen Harmlosigkeit Geschichte geschrieben haben und mittlerweile laufend Gegenstände für Dissertationen geworden sind. Geschichte geschrieben hat die sog. Computerkunst insofern\, als es nur noch wenig an künstlerischen Äußerungen gibt\, die ganz ohne das “Digitale” auskommen.\nDavon wird der Referent erzählen\, wie vor der Existenz der Informatik als einer eigenständigen Disziplin sich bereits etwas herausbildete\, das über sie hinaus weist. Davon auch\, wie all die Fragen der Human-Computer Interaction als ästhetische\, wie all die Fragen nach dem Ort des Computers in der Entwicklung der Produktivkräfte als die nach der semiotischen Maschine gesehen werden können\, wie ein Begriff vom Bild in algorithmischer Zeit ein ganz neues sein muss und schließlich auch\, warum er 1972 geschrieben hat: “There should be no computer art”.\nDer Vortrag soll vergnüglich sein und zum Nachdenken anregen.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät findet statt am 26.01.2017 \n13.00 bis 14.00 Uhr: Geschäftssitzung der Klassen (NWTW: Einstein-Saal; GSW: Kleiner Saal)\n14:00 bis 17:00 Jahresgeschäftssitzung der Sozietät: Einstein-Saal \nDie Einladung geht gesondert zu
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SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Januar-Plenarsitzung wird als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 26.01.2017 veranstaltet zum Thema\n \nWer nur Informatik versteht …\nVortragender: Werner Zorn (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold Sternwarte\, Berlin-Treptow\, Alt-Treptow 1; Einstein-Saal \nC.V.:\nProf. Zorn ist Informatiker und seit 2016 Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät. Nach dem Studium der  Elektrotechnik an der Universität (TH) Karlsruhe arbeitete er seit 1968 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem Kybernetiker  und  Informationstheoretiker Karl Steinbuch am Institut für Nachrichtenverarbeitung und Nachrichtenübertragung\, und zwar in der Forschungsgruppe „Bildverarbeitung und Zeichenerkennung“ unter der Leitung von Helmut  Kazmierczak. Nach der Promotion (1971) übernahm er 1972 die Leitung der neu geschaffenen Informatik-Rechnerabteilung (IRA) als Rechenzentrum an der Universität Karlsruhe. Er widmete sich dem Aufbau Zentralrechner-orientierter Datenverarbeitungs-Dienste an der Fakultät für Informatik und erarbeitete die  ersten systematischen Leistungsanalysen für Rechenanlagen. Mit der ersten transatlantischen Internet-E-Mail wurde er am 03. August 1984 weit über seine Fachkreise hinaus bekannt. \nAbstract:\n… versteht auch diese nicht“ – frei nach Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799)\, welcher diesen Aphorismus auf die Chemie bezog. Für die Informatik gilt dies umso mehr\, als ihre Produkte zumeist Bestandteil von IT- gestützten Anwendungssystemen sind\, so dass die gründliche Kenntnis der jeweiligen Anwendungsumgebung zwingende Voraussetzung für das korrekte Funktionieren im späteren Einsatz ist. Soweit der naheliegende vordergründige Bezug.\nGedanklich sind hierbei erhebliche Distanzen zu überbrücken\, z.B. auf der technisch-naturwissenschaftlichen Ebene im Industriebereich mit der informationellen Sicht der Informatik und der materiell-energetischen Sicht im Maschinenbau\, der E-Technik oder anderen klassischen Ingenieursdisziplinen. Methodisch geht es hierbei um das Problem der Erzeugung übergreifender Gesamtmodelle sowie von „Modellen von sich Selbst“ für diverse Subsysteme.\nDie potentiell größten Distanzen bestehen jedoch auf der obersten Abstraktionsebene\, auf welcher dem Informatik-Programmierparadigma Abstrakter Datentyp und Objektorientierung die philosophisch-ontologische Vorstellung von  „Seiendem“ und „Sein“ gegenüberstehen\, über welche seit Aristoteles (384  – 322 v.Chr.) gestritten wird. In der Informatik geht es dabei konkret um das Problem der Grenzziehung zwischen „Künstlicher Intelligenz“ und „Natürlicher Intelligenz“. Zur Klärung des Unterschieds wird den Begriffspaaren Erkennen vs. Verstehen und Korrektheit vs. Wahrheit nachgegangen\, welcher für den IT-Einsatz in vielen Bereichen des heutigen und künftigen täglichen Lebens von Bedeutung ist.\nDer Vortrag versucht die genannten Probleme so darzustellen\, dass ausreichend Stoff für die anschließend vorgesehene Diskussion vorliegen sollte.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre Februar-Sitzung am 09.02.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Geschichte und Religion am Beispiel Lichtenberg”\n\nVortragender: Jürgen Hofmann (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin
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DESCRIPTION:Die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät führt ihre Mitgliederversammlung 2016 am 13.12.2016 als nichtöffentliche Veranstaltung durch. \nOrt und Zeit:      13.12.2016;   13:00 – 15:30 Uhr\n Senatsverwaltung für Bildung\, Jugend und Wissenschaft\,10178 Berlin\nBernhard-Weiß-Str. 6; Raum 2 C 40 \nEs erfolgen gesonderte Einladungen.
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DESCRIPTION:Die Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 08.12.2016 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nEntropiereduktion im Denken\nReferent: Werner Krause (MLS) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Krause ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach dem Studium der Medizinischen Elektronik\, Radiologischen Technik und Theoretischen Physik an der Technischen Universität Ilmenau arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig und am Psychologischen Institut der Humboldt-Universität Berlin\, wo er 1969 promoviert wurde. Es folgten die Leitung der Abteilung Problemlösen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Deutschen Akademie der Wissenschaften (später Akademie der Wissenschaften der DDR) sowie die Habilitation (1978) an der Humboldt-Universität. 1987 wurde er auf den Lehrstuhl Allgemeine Psychologie II der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen; 1990 bis 1992 war er dort Dekan; in der Zeit zwischen 1988 und 1992 hielt er zusätzlich Gastvorlesungen an den Universitäten Fribourg/Schweiz und Würzburg; 2003 wurde er emeritiert.\nNeben dem Buch „Denken und Gedächtnis aus naturwissenschaftlicher Sicht“ (Göttingen 2000) publizierte er zahlreiche Originalbeiträge zur menschlichen Informationsverarbeitung. \nAbstract:\nOrdnungsbildung im Denken ist eine Möglichkeit\, die menschliche Informationsverarbeitung zu beschreiben. Um die Ordnungsbildung im Denken zu quantifizieren\, sind uns die traditionellen Wege auf der Verhaltensebene und auf der internen Repräsentationsebene verschlossen.\nIm Vortrag wird ein Weg auf der neurowissenschaftlichen Ebene vorgeschlagen: Jeder kognitive Prozess ist als Mikrozustandssequenz abbildbar. Mikrozustände sind zeitlich konstante Aktivationsverteilungen im Gehirn\, zu messen mittels EEG. Aus den bedingten Wahrscheinlichkeiten der Mikrozustände wird die Entropie respektive Entropiereduktion berechnet. Es wird gezeigt\, dass sich die Verfügbarkeit von Strategien beim Denken in einer höheren Entropiereduktion äußert. Damit eröffnen sich neue Wege zum Verständnis von Denkprozessen und zu deren Messung. (Literatur: Krause\, W: Leibniz-Online\, Nr. 21\, (2016)\, https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2015/12/WKrause.pdf).
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DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaft führt ihre Dezember-Sitzung am 08.12.2016 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Künstler\, Kunstwerk und Gesellschaft“\nzum Gedenken an Peter H. Feist\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nBalkonsaal \nProgramm
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DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Dezember-Sitzung am 08.12.2016 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Karl Schwarzschild – Ein deutscher Pionier der Astrophysik“\nanlässlich seines 100. Todestages\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nWissenschaftliches Programm
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DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 02. Dezember 2016 als Workshop zum Thema\n \nWorkshop Transformationsforschung\n14.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nInformationen zum Programm
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2016
DESCRIPTION:Das Raumfahrthistorische Kolloquium 2016 findet am\nSamstag\, 26. November 2016\, 10 – 14 Uhr \nin der Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow\, Alt-Treptow 1 – 12435 Berlin statt. \nProgramm
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ führt am 11. November 2016 einen öffentlichen wissenschaftlichen Workshop durch zum Projekt\n \n„Transformation und Industrie 4.0“\n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nEinladung und vorläufiges Programm (Stand: 12.09.2016)
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SUMMARY:Novbember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die November-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät wird am 10.11.2016 als öffentliche wissenschaftliche Sitzung durchgeführt zum Thema: \nMedizin und Revolution\nReferent: Wolfgang Eckhart (MLS) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Eckart studierte seit 1971 Medizin\, Geschichte und Philosophie in Münster. 1978 verteidigte er seine Dissertation über den Wittenberger Arzt Daniel Sennert (1572–1637)\, 1986 die Habilitationsschrift über „Deutsche Ärzte in Japan und China“. Von 1988 bis 1992 war er Professor für Geschichte der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Im Jahr 1992 wurde er auf den Lehrstuhl für Geschichte der Medizin an der Universität Heidelberg berufen. Von 1996 bis 1998 war er Präsident der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte. 2002 wurde er der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. zugewählt; seit 2009 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. 2016 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.\nZu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Entstehung der neuzeitlichen Medizin im 16. und 17. Jahrhundert\, Medizin in der schönen Literatur\, Medizin im europäischen Kolonialimperialismus\, ärztliche Missionen\, Medizin und Krieg sowie Medizin und auswärtige Kulturpolitik in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. \nAbstract:\nRevolution und Medizin\, sicherlich kein alltägliches Vortragsthema. Der nähere Blick aber zeigt\, dass es immer wieder gerade die politisch revolutionären Bruchzonen in der europäischen Geschichte waren\, die auch der Medizin entscheidende Schübe zu einer kritischeren Positionierung in wissenschaftlicher als auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht verliehen haben. Blicke auf die immense Bedeutung der Französischen Revolution 1789 für die Entwicklung einer kritischen\, naturwissenschaftlich orientierten Medizin\, auf die gesellschaftliche Bewusstseinsbildung junger Ärzte im Umfeld des bürgerlichen Revolutionsversuchs 1848\, aber auch auf den Kampf des Rates der Volksbeauftragten um gesundheitspolitische Krisenbewältigung und Neuordnung der öffentlichen Gesundheitspflege 1918/19 zeigen dies schnell.\nIm Vortrag soll zunächst auf diese Phänomene der europäischen Medizingeschichte zwischen 1789 und 1933 eingegangen werden. Dass sich im Anschluss daran Fragen insbesondere im deutschen Kontext auch hinsichtlich politischer Brüche und ihrer Bedeutung für die Medizin 1933\, 1945/49 und 1989/90 ergeben – ganz unabhängig davon\, ob auch sie im Kontext der Zeit schon als Revolutionen zu deuten sind -\, liegt auf der Hand.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre November-Sitzung als öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 10.11.2016 durch zum Thema \nDeutsche Vernunft und angelsächsischer Verstand\nReferent: Dr. Edelbert Richter (Weimar) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Edelbert Richter war vor der Wende Dozent an der Predigerschule in Erfurt. 1977 bis 1989 engagierte er sich in regimekritischen Gruppen sowie in der Friedens- und Ökologiebewegung; im August 1989 wurde er zum Mitbegründer des ”Demokratischen Aufbruch“. Im Januar 1990 trat er in die SPD über und gehörte der letzten Volkskammer der DDR an. 1991 bis 1994 war er Abgeordneter im Europäischen Parlament\, 1994 bis 2002 im Deutschen Bundestag. In der Grundwertekommission beim Parteivorstand der SPD arbeitete er von 1991 bis 2005 mit. Er ist Mitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und seit 2004 Lehrbeauftragter für Philosophie. Zahlreiche Veröﬀentlichungen hat er vorgelegt; die jüngste trägt den gleichen Titel wie dieser Vortrag. \nAbstract:\nNach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit ist es an der Zeit\, einmal zu diskutieren\, was uns Deutsche eigentlich ideell verbindet\, was wir gemeinsam anstreben\, mit anderen Worten: worin unsere Identität besteht. Dabei geht es nicht um Abgrenzung gegenüber anderen Nationen\, sondern um den besonderen Beitrag\, den wir für die Zukunft der gefährdeten Menschheit leisten können.\nNun brauchen wir\, wenn uns diese Frage gestellt wird\, nicht zu spekulieren\, sondern können an gegebene Tatsachen anknüpfen. Denn wie sich beim G-7-Treﬀen in Elmau wieder gezeigt hat\, ist die Bundesrepublik faktisch in der Umweltpolitik der Vorreiter unter den großen Industrienationen. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossene Sache und das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist bisher so erfolgreich gewesen\, dass über 65 Länder in und außerhalb Europas es nachgeahmt haben.\nAllerdings ist die Frage bisher unbeantwortet\, welche historischen Gründe es denn für diese deutsche Sonderrolle gibt. Zwar ist bekannt\, dass der Schlüsselbegriﬀ ”Nachhaltigkeit“ aus der deutschen Forstwirtschaft des 17. Jahrhunderts stammt und dass die Deutschen stark durch die Romantik geprägt sind. Der Vortragende möchte jedoch eine umfassendere und tiefere Antwort geben\, indem er zeigt\, dass sich die deutsche konfessionelle und philosophische Tradition im Naturverständnis deutlich von der angelsächsischen unterscheidet. Von der Reformation bis hin zur Relativitäts- und zur Quantentheorie hat sie überwiegend einen ökologischen Sinn.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre November-Sitzung am 10. November 2016 als öffentliche wissenschaftliche Sitzung durch zum Thema \nSalzgehalt des Meeres und relative Feuchte der Luft: Rolle im Klimasystem und Probleme ihrer Definition\nReferent: Rainer Feistel (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nDr. Feistel ist Physiker und Ozeanograph sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2015. Er studierte von 1969 bis 1973 Physik an der Universität Rostock. Seine Diplomarbeit zur Leitfähigkeitstheorie von Elektrolyten wurde von Prof. Dr. Werner Ebeling betreut\, ebenso seine Dissertation 1976. Nach einem Zusatzstudium an der Lomonossow-Universität Moskau folgten 1979 die Dissertation B an der Universität Rostock über Physik der Selbstorganisation und Evolution und der Gustav-Hertz-Preis der Physikalischen Gesellschaft der DDR. 1981 wurde er an die Humboldt-Universität Berlin zum Dozenten für Theoretische Physik berufen; 1986-88 unterrichtete er als Assistant Professor an der Universität Asmara\, Eritrea. Bis zu seiner Altersrente 2014 war er dann als physikalischer Ozeanograph am Institut für Meereskunde\, später Leibniz-Institut für Ostseeforschung\, in Warnemünde tätig\, wo er unter anderem an mehreren Expeditionen in den Atlantik teilnahm. Für seine Beiträge zur Entwicklung des neuen internationalen Meerwasserstandards TEOS-10 wurde er 2013 als Honorary Fellow der International Association for the Properties of Water and Steam (IAPWS) ausgezeichnet. Seine Publikationen findet man im Internet unter https://www.researchgate.net/profile/Rainer_Feistel/contributions. \nAbstract:\nWasser spielt die zentrale Rolle in der “Dampfmaschine Klima” unserer Erde. Wasserdampf dominiert den Treibhauseffekt der Atmosphäre\, gefolgt von Wolken und Kohlendioxid. Verdunstung von der Meeresoberfläche ist der Hauptprozess des Energie-Exports aus dem Ozean\, jedoch ist deren Transportrate nur mit einer Unsicherheit von 20 % bekannt. Regionale Trends von Verdunstung und Niederschlag zeigen sich in kleinen Änderungen des Oberflächensalzgehalts der Ozeane.\nBeobachtungsdaten des Salzgehalts und der relativen Luftfeuchte sollten – innerhalb geforderter Unsicherheiten – über Jahrzehnte und Jahrhunderte weltweit vergleichbar sein\, jedoch mangelt es den vorhandenen\, jahrhundert-alten provisorischen Standards an klarer Stabilität und/oder eindeutigen Definitionen. Diese Probleme bestehen schon lange; ihre immer dringender werdende Lösung kann nur durch strikte metrologische Rückführbarkeit auf das Internationale System der Einheiten (SI) gelöst werden. Im Einklang mit solchen SI-basierten Definitionen sollten moderne empirische Gleichungen für die thermophysikalischen Eigenschaften von Wasser\, Meerwasser\, Eis und feuchter Luft\, zur Datenanalyse und zur numerischen Modellierung entwickelt werden\, und als internationale Standards empfohlen für alle Bereiche der Klimaforschung\, für die Meereskunde\, die Meteorologie und Glaziologie\, vergleichbar dem jüngsten ozeanographischen Standard\, TEOS-10.\nDas „IAPSO/SCOR/IAPWS Joint Committee on Seawater\, JCS“ hat sich diese Ziele zur Aufgabe gestellt in Zusammenarbeit mit dem BIPM\, der WMO und anderen internationalen Organisationen. Der Vortrag beschreibt die Klima-Relevanz der existierenden Probleme und Ansätze zu deren Lösung. \n 
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ führt am 27. Oktober 2016 seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung durch zum Thema:\n \n\nEinfachheit in der Pädagogik\, insbesondere in der Didaktik\nVortragender: Franz Prüß (MLS)\nZeit: 10.30 bis 12.30 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Prüß ist Diplomlehrer und Erziehungswissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2012. Von 1992 bis 1994 war er Professor für Sozialpädagogik und Sprecher des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Rostock\, seit 1994 bis zur Emeritierung 2011 Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik und schulbezogene Bereiche der Sozialpädagogik im Institut für Erziehungswissenschaft der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.\n1998 gründete er das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Greifswald und wurde dessen Geschäftsführender Sprecher. Er leitete mehrere Forschungsgruppen und Projekte\, so zur Schulentwicklung\, zur Suchtprävention\, zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe und zu Jugendproblemen in der Russischen Föderation. Sein Hauptforschungsgebiet ist der Zusammenhang von optimaler Förderung des Einzelnen und Gruppenentwicklungen. Er organisierte mehrere internationale Fachtagungen zur Entwicklung der Sozialpädagogik/Sozialarbeit in Mittel- und Osteuropa\, zur Entwicklung der Schulsozialarbeit sowie zur Entwicklung von Ganztagsschulen. Zu Lehraufenthalten weilte er in  Polen und in der Russischen Föderation; an der Staatlichen Pädagogischen Universität Omsk hatte er eine Gastprofessur inne. Im Internationalen Bund (IB) ist er Mitglied des Präsidiums. \nAbstract:\nBei der Bildung und Erziehung handelt es sich um ein komplexes und kompliziertes Prozessgeschehen. Viele Wirkfaktoren und Operationen der Prozessbeteiligten spielen dabei eine Rolle\, die nur über vereinfachende Modellvorstellungen kommunizierbar gemacht werden können.\nDementsprechend hat es in der Vergangenheit in der Entwicklung der Pädagogik und ihren Teildisziplinen viele Versuche gegeben\, diese Komplexität zu erfassen und begründete Komplexitätsreduktionen vorzunehmen. So sind für die Planung\, Gestaltung und Reflexion von Unterricht diverse Konzepte entwickelt und didaktische Modelle entworfen worden. Das geschah aus bildungstheoretischer\, lehr-lern-theoretischer und auch aus kommunikationstheoretischer Sicht. Im Unterschied zu den Fachdidaktiken\, zur pädagogisch-psychologisch orientierten Professions- und Professionalisierungsforschung und zur pädagogisch-psychologischen Lehr-Lernforschung muss die Allgemeine Didaktik bezüglich des Unterrichts die zentrale Disziplin sein\, die die Gesamtheit der didaktischen Fragestellungen in ihrer Komplexität in den Blick nimmt und diese als transdisziplinäre Wissenschaft in Kooperation mit ihren Bezugswissenschaften und zugleich auch eigenständig untersucht. In der Vergangenheit wurden auf der Grundlage verschiedener wissenschaftstheoretischer Positionen Modelle entwickelt\, die aber zumeist die Vielseitigkeit und Vielschichtigkeit von Unterrichtsprozessen nicht adäquat erfassen konnten. Die Allgemeine Didaktik muss auf der Grundlage einer entwickelten Allgemeinen Pädagogik diesen – auch methodologisch bedeutsamen –Referenzrahmen zur Verfügung stellen bzw. lehrbar machen.\nDer Vortragende ist nach Auswertung vielfältiger wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Analyse existierender didaktischer Modelle der Auffassung\, dass eine strukturelle und funktionale Betrachtung pädagogischer Prozesse eine adäquate Abbildung ihrer Komplexität ermöglicht\, die Vorschläge zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen begründet. Dazu ist erforderlich:\n• Wesen und Inhalt\, Struktur und Funktionen der Erziehung in gesellschaftlichen Reproduktions- und individuellen Entwicklungsprozessen zu bestimmen\, um zu klaren Vorstellungen von Pädagogik zu gelangen;\n• die Struktur- und Funktionselemente von Erziehung bzw. Unterricht zu definieren sowie durch transdisziplinäre Forschungen die einzelnen Struktur und Funktionselemente theoretisch zu bestimmen und konkret-historisch zu beschreiben;\n• die gesetzmäßigen Relationen zwischen den Struktur- und Funktionselementen aufzudecken\, um unter Nutzung der statistischen Gesetzeskonzeption und gültiger Zielvorstellungen pädagogische Prinzipien und Regeln formulieren zu können. Sie sind das Fundament für Handlungsorientierungen\, die pädagogischen Prozessen Zielstrebigkeit und Systematik verleihen\, indem sie helfen\, ein optimales Bedingungsgefüge und Aktivitätsniveau für Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen.\nDas Kategoriensystem\, das die Struktur- und Funktionselemente der Erziehung bzw. des Unterrichts widerspiegelt\, sowie die Prinzipien zur Gestaltung effektiver Strukturen und zur optimalen Realisierung der Funktionen bilden das Grundgerüst der Pädagogik und ihrer Disziplinen in wissenschaftlich begründeter Einfachheit.\nDie Nutzung des Prinzips der Einfachheit für die Entwicklung der erziehungswissenschaftlichen Disziplinen ist zu unterscheiden von didaktischen Vereinfachungen wissenschaftlicher Erkenntnissysteme im Interesse des Prinzips der Fasslichkeit des Unterrichtsinhalts\, das die Überwindung von Schwierigkeiten durch die Schüler mit einschließt. Die Erarbeitung didaktischer Vereinfachungen gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Fach­didaktiken. \n 
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SUMMARY:Kolloquium des AK Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften“ (AK GeoMUWA) veranstaltet am 14.10.2016 das \nKolloquium:\n„Hans Stille (1876-1966) – deutscher Geologe mit Weltruf\, akademischer Lehrer an den Universitäten Göttingen und Berlin\, Funktionsträger der Akademie der Wissenschaften in Berlin in schwierigen Zeiten.“\nProgramm (Stand 22.09.2016) \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
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SUMMARY:Oktober-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Oktober-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften wird veranstaltet als \nTagung „Bildung und Gesellschaft“\nanlässlich der vor 70 Jahren erlassenen ´Gesetze zur Demokratisierung der deutschen Schule´ in der SBZ. \nIm Kolloquium werden die folgenden Schwerpunkte behandelt: \nDemokratie\, Antifaschismus\, Humanität – Erziehung\, Bildung und Schule als gesellschaftliche Aufgabe; Ziele\, Inhalte und Strukturen von Bildung – Grundentscheidungen von historischer und aktueller Bedeutung; Menschenbildung und Gesellschaft – ein Gesetz zwischen Vision und Realität. \nEinladung und Programm \n10.00 – 17.30 Uhr Rathaus Berlin-Tiergarten\, BVV-Saal\, \n 
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