BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. - ECPv6.18.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
X-ORIGINAL-URL:https://leibnizsozietaet.de
X-WR-CALDESC:Events for Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20180325T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20181028T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20190331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20191027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20200329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20201025T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190926T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190926T170000
DTSTAMP:20190919T061838Z
CREATED:20190807T122346Z
LAST-MODIFIED:20190919T061838Z
UID:17692-1569504600-1569517200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung als \nEhrenkolloquium für Lothar Kolditz zum Thema \nFluorchemie\nProgramm \nRainer E. Zimmermann\nEröffnung \nLewin Krella\nSolo-Interpretationen für Cello:\nMaurice Ravel (Pièce en forme de Habanera) und Johann Sebastian Bach (Gambensonate in D-Dur\, 1. Adagio\, 2. Allegro) \n Lutz-Günther Fleischer\nLaudatio \nLewin Krella\nSolo-Interpretation für Cello:\nJohann Sebastian Bach (Gambensonate in D-Dur\, 3. Andante\, 4. Allegro) \nAdalbert Feltz\nErinnerungen an kreatives Schaffen im Arbeitskreis Lothar Kolditz vor mehr als 60 Jahren und an sein Fortwirken \nC.V.:\nNach dem Chemie-Studium 1952-57 an der Humboldt-Universität\, der Promotion 1960 an der TH Leuna-Merseburg und der Habilitation 1965 im Rahmen einer Tätigkeit als Oberassistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde er dort 1969 zum ordentlichen Professor für anorganische Chemie berufen. Danach baute er an der Sektion Chemie eine festkörperchemische Forschungsrichtung mit starkem Anwendungsbezug (Kooperation mit Industrieunternehmen der DDR) über elektronenleitende und infrarotdurchlässige Gläser auf. Ab 1980 ging es auch um ionenleitende Gläser\, Batteriekonzepte und keramische Systeme\, z.B. Thermistoren\, sowie um Aufbereitungsprozesse keramischer Rohstoffe. In der Chemischen Gesellschaft der DDR leitete er 1982-90 die AG Festkörperchemie.\nAb 1992 war er leitender Mitarbeiter in der Produkt- und Verfahrensentwicklung von Thermistoren\, Vielschichtkondensatoren\, Vielschicht-Piezokeramiken für Aktuatoren in der Automobiltechnik\, Mikrowellenkeramiken für Resonatoren und Hochfrequenzfilter sowie in der Verbesserung der Performance von Kaltleiter-Bauelementen und Varistoren im Werk Siemens-Matsushita in Deutschlandsberg (Österreich)\, das ab 1997 EPCOS-EPC\, jetzt TDK Electronics heißt. 1995 berief ihn die Montan-Universität Leoben zum Honorarprofessor für Elektrokeramik. Nach dem Eintritt in den Ruhestand 1999 nahm er noch bis 2013 Aufgaben im Werk TDK Electronics wahr.\nAus seiner Feder stammen 200 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie Schriften zu Zeitereignissen auf der Webseite bei Google „Fakten erkennen und anerkennen“.\nAbstract:\nMit zur ersten Diplomanden-Generation gehörend und damit einbezogen in die Erschließung einer Gruppe neuer anorganischer Verbindungen\, die das Phänomen einer Strukturisomerie zwischen Kovalenz und Ionenbindung zeigten\, geht der Vortragende eingangs auf einige wesentliche Forschungsergebnisse und ihre prägende Wirkung aus jener Schaffensperiode des Jubilars ein.\nJahrzehnte später vermittelte das Konzept der Bindungsisomerie ein tieferes Verständnis für die Wechselbeziehung zwischen neutralen Defektzentren mit ungepaarten Elektronen\, wie sie im Ergebnis einer homolytischen Bindungsspaltung in kondensierten Systemen\, z B. in typischen Halbleitern insbesondere im amorphen Zustand auftreten\, sowie in paarweise geladenen Defektzentren mit jeweils einer positiven und negativen Ladung\, die in Festkörpern mit freien Elektronenpaaren dominieren. \n  \nDirk-Henning Menz\nBerliner Fluorchemie – die Wiege für Produktsicherheit von Perfluorcarbonen \nC.V.:\nDr. Menz arbeitete nach seinem Chemiestudium an der Humboldt-Universität zu Berlin im Arbeitskreis Kolditz zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Universität\, bevor er seinem Doktorvater an das Zentralinstitut für Anorganische Chemie in Berlin Adlershof folgte. Nach seiner Promotion 1984 leitete er dort von 1986 -1991 die Arbeitsgruppe Festkörperchemie. Infolge der Auflösung des Akademieinstituts übernahm er 1992 die Geschäftsführung der neu gegründeten Pharmpur GmbH in Augsburg\, die er bis heute innehat. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Pharmpur GmbH zum weltweit agierenden Medizinprodukte- und Arzneimittelhersteller und zum Marktführer für die Herstellung von Endotamponaden\, die als flüssige Werkzeuge in der Augenchirurgie unverzichtbar geworden sind.\nAbstract:\nDie Verwendung von Perfluorcarbonen bei Manipulationen an der Netzhaut hat die Augenchirurgie in den 1990er Jahren regelrecht revolutioniert. Basierend auf Arbeiten der Berliner Fluorchemie zu Blutersatzstoffen wurden Verfahren zur Hochreinigung und Überwachung der Qualität von Perfluorcarbonen entwickelt\, die eine echte Erfolgsgeschichte in der Augenheilkunde ermöglichte. Alarmierende Berichte über schwere Nebenwirkungen trübten das Bild in den letzten Jahren und führten zu großer Verunsicherung.\nDie nach wie vor brandaktuelle Bedeutung des wissenschaftlichen Wirkens des Jubilars wird dargestellt an Beispielen der Aufklärung der berichteten Vorfälle durch chemische und mikrobiologische Verfahren. Die Besonderheiten der vollfluorierten Produkte müssen insbesondere bei der Probenvorbereitung berücksichtigt werden\, wie erstmals dazu durchgeführte Ringversuche zeigten. Der Schlüssel für die Produktsicherheit liegt in der akribischen Abtrennung toxischer Verunreinigungen\, die bei der Herstellung entstehen oder eingetragen werden können\, sowie in der Überwachung der Produktion mit hochsensitiven und validen Analysenmethoden. \nZeit: 13.30 bis 17.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/september-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-3/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Naturwissenschaften und Technikwissenschaften,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190920T140000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190920T163000
DTSTAMP:20190902T123735Z
CREATED:20190807T121900Z
LAST-MODIFIED:20190902T123735Z
UID:17690-1568988000-1568997000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop des AK Gesellschaftsanalyse der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ lädt ein für den 20.09.2019 zu einem öffentlichen wissenschaftlichen \nWorkshop Transformationsforschung\nZeit: 14.00 bis 16.30 Uhr \nOrt: Berlin Rathaus Tiergarten; Kleiner Saal \nThematik und Programm \ns.a Ankündigung
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-des-ak-gesellschaftsanalyse-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190910T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190911T153000
DTSTAMP:20190905T104450Z
CREATED:20190717T081114Z
LAST-MODIFIED:20190905T104450Z
UID:17586-1568107800-1568215800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Internationale Tagung "Die DDR als kulturhistorisches Phänomen zwischen Tradition und Moderne"
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre September-Plenartagung als  Internationale Tagung \nDie DDR als kuturhistorisches Phänomen zwischen Tradition und Moderne\nam 10. und 11. September in Berlin (Archenhold Strenwarte) durch \nEinladung und Programm (Flyer) \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/internationale-tagung-die-ddr-als-kulturhistorisches-phaenomen-zwischen-tradition-und-moderne/
LOCATION:Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435\, Deutschland
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190704T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190704T170000
DTSTAMP:20190610T153452Z
CREATED:20181220T172541Z
LAST-MODIFIED:20190610T153452Z
UID:16412-1562234400-1562259600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Leibniz-Tag 2019
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zum traditionellen öffentlichen \nLeibniz-Tag 2019\nam 04. Juli 2019. \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \nEinladung und Programm
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/leibniz-tag-2019/
LOCATION:Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435\, Deutschland
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190627T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190628T170000
DTSTAMP:20190520T120820Z
CREATED:20190219T104332Z
LAST-MODIFIED:20190520T120820Z
UID:16641-1561629600-1561741200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Internationaler Workshop „Geologie von Eurasien“
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ laden zu einem Internationalen Workshop über die „Geologie von Eurasien“ am 27. und 28. Juni 2019 ein. Veranstaltungsort ist der große Vortragssaal im Wissenschaftspark „Albert Einstein“\, Potsdam\, Telegraphenberg. Arbeitssprache ist Englisch. Jeder sachkundige Interessent ist herzlich willkommen. Eintritt wird nicht erhoben. \nEinladung und Programm (Stand 14.05.2019) \nDer Workshop findet wenige Wochen vor dem 250. Geburtstag des großen deutschen Naturforschers und Forschungsreisenden Alexander von Humboldt (14.09.1769-06.05.1859) statt. \nOrt:         Wissenschaftspark Albert Einstein\, Potsdam Telegrafenberg; Großer Hörsaal\nZeit:        27. und 28. 06. 2019 \nInteressenten bitte anmelden bei: Frau Hamlischer \ns.a.: Ankündigung \nund GFZ-Webseite
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/internationaler-workshop-geologie-von-eurasien/
LOCATION:Großer Hörsaal\, Wissenschaftspark Albert Einstein\, Telegrafenberg\, 14473 Potsdam\, Telegrafenberg\, Potsdam\, 14473
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190613T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190613T153000
DTSTAMP:20190523T123638Z
CREATED:20181220T172022Z
LAST-MODIFIED:20190523T123638Z
UID:16409-1560432600-1560439800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Plenarsitzung der Leibnizsozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Juni-Plenarsitzung zum Thema \nInsektensterben –Ursachen und Folgen\nVortragende: Gisela Jacobasch (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal\nZeit: 13:30 Uhr bis 15:30 \nAbstract:\nDas Thema ist hoch aktuell: denn in den letzten 30 Jahren hat sich ein umfangreiches Sterben von Tieren- und Pflanzenarten vollzogen wie nie zuvor. Es werden Ökosysteme auf der Erde zerstört\, die die Grundlage unseres Lebens sind. 50% aller Tiere sind Insekten\, die intelligentesten unter ihnen sind Bienen. Da sie über ein großes Anpassungsvermögen verfügen\, konnten sie 80 Millionen Jahre überleben\, ehe der Mensch sie nahezu vernichtete  Der bekannte Insektenneurobiologe Prof. Menzel rief dazu auf\, Bienen als eine Art „Leitorganismus“ für Gifte in der Natur zu beobachten und zu achten\, da sie uns anzeigen\, welche Schäden der Mensch der Natur und damit dem Leben auf der Erde insgesamt verantwortungslos antut. \nIch werde deshalb am Beispiel der Bienen die Auswirkung des Breitbandherbizids Glyphosat und der Nervengifte aus der Gruppe der Neonicotinoide in meinem Vortrag erläutern. \n1.35 Millionen Tonnen Glyphosat werden derzeit weltweit eingesetzt; über 5000 Tonnen davon in Deutschland in der Land- und Forstwirtschaft\, von Verkehrsbetrieben und Landschaftsgärtnern. Glyphosat ist weltweit das am häufigsten (72%) verwendete Herbizid (bekannte Präparate sind Roundup und Ranger Pro). Mit der Vermarktung von Glyphosat- resistenten Pflanzen stiegen ab 1996 der Einsatz von Glyphosat und ebenso die Schäden in der Natur drastisch an\, da nun das Herbizid über die gesamte Vegetationsperiode angewendet wird. \nAuftretende Glyphosatresistenzen bei Pflanzen erhöhten den Einsatz nochmals. Seit Kurzem wurde den öffentlichen Medien und Zeitschriften offensichtlich vorgegeben\, Glyphosat nur noch als „Unkrautvernichtungsmittel“ zu bezeichnen\, was nicht nur verharmlosend sondern unverantwortlich ist. Glyphosat greift nicht nur in den Stoffwechsel von Pflanzen sondern auch von Bakterien\, Pilzen\, Protozoen und Algen ein. Durch die Veränderungen in intestinalen Mikrobiomem sind auch alle Tiere einschließlich des Menschen betroffen. Infolge der dadurch auftretenden Dysbiose wird die Barrierenstruktur der Darmschleimhaut geschädigt und die Immunabwehr zerstört. Die Folge davon sind Infektionen\, Entzündungen\, die nicht nur die Tiere sondern auch Pflanzen betreffen. Neuronale Beeinträchtigungen spiegeln sich in Trägheit und verringertem Lernvermögen wider. Tierexperimentelle Arbeiten weisen weiterhin auf ein karzinogenes Potential von Glyphosat hin. Eine umfassende Studie bestätigt außerdem\, dass durch das Herbizid das Risiko von Menschen an Non-Hodgkin- Lymphoma zu erkranken um 41% erhöht ist. Hinzuweisen ist auch auf eine  beunruhigende in diesem Jahr erschienene Arbeit\, die Befunde aus Rattenexperimenten aufzeigt und belegt\, dass Glyphosat durch eine „generationale Toxizität“ charakterisiert ist\, die zu einem Anstieg an Tumorerkrankungen des Hodens\, der Eierstöcke und der Brustdrüse sowie zur Entwicklung einer Adipositas in der 2. und 3. Generation führen\, die keinen Kontakt mehr mit Glyphsat hatten. Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung\, dass Glyphosat eine epigenetische transgenerationale Vererbung der Erkrankungen durch Methylierungen in nicht-kodierenden  DNA-Abschnitten induziert. Diese Arbeit weckt Erinnerungen an das von der Firma Monsanto gelieferte Dioxin (DDT)\, das als  „Agent Orange“  im Vietnam-Krieg  1965-1970 eingesetzt wurde Noch heute leidet die Bevölkerung an erhöhten Tumorraten\,  Missbildungen und Waldschäden. In Vietnam ist deshalb der Einsatz von Glyphosat vollständig verboten. Deutschland hat dagegen mit Hilfe einer „Notfallzulassung“ die Verwendung weiterer Präparate genehmigt. \n1979 wurde auch die 1. Klasse von Neonicotinoiden bei der Firma Bayer hergestellt und ihre Eigenschaft als Nervengift erkannt\, 10 Jahre später war das erste Präparat auf dem Markt. Heute entfallen etwa ¼ aller Pestizide auf Neonicotinoide. Sie binden an den nicotinischen Acetylcholinrrezeptoe von Neuronen und blockieren ihn. Bienen sterben unter diesen Bedingungen an Krämpfen innerhalb kurzer Zeit. Bei niedrigen Konzentrationen wird das Gedächtnis der Biene beeinträchtigt\, wodurch sie den Stock zur Nahrungssuche nicht verlassen können. Dieser Effekt tritt auch bei dem als „nicht bienengefährlich“ deklarierten Präparat „Calypso“ auf. Die Bezeichnung ist folglich falsch; denn das Präparat tötet die Bienen\, wie mehrfach bewiesen wurde. Darüber hinaus vernichten Neonicotinoide auch das  Plankton in den Meeren\, wodurch Fische und viele andere Meerestiere ausgestorben sind. Nicht vergessen sollte man\, dass Neoticotinoide auch in vielen Haushalten oft unbewusst verwendet werden u. a. zur Bekämpfung von Ungeziefer oder als Halsbänder bei Katzen und Hunden. Auch für Neonicotinoide wurde in Deutschland unter Anwendung der „Notfallzulassung“ ein weiteres Präparat (Azitemiprid) im April 2019 zum Einsatz für den Zuckerrübenanbau freigegeben. \nNeonicotinoide und Glyphosat tragen wesentlich zum Aussterben von Tier- und Pflanzenarten auf der Erde bei. \nUmweltschäden sind darüber hinaus auch mit der Produktion von Pestiziden verbunden. Seit der Übernahme von Monsanto durch die Firma Bayer\, hat sich der Ausstoß an Treibhausgasen um 50% (>5 Millionen Tonnen ) erhöht. Der Energieverbrauch ist um das 15-Fache angestiegen\, wobei vorrangig Flüssigbrennstoffe\, Heizöl und Diesel zur Energiegewinnung eingesetzt werden\, (während die Energie aus Windkraftanlagen in Brandenburg ungenügend genutzt wird und der Verlust den Bürgern auf die Energiegebühren aufgeschlagen wird). Die Feinstaubfreisetzung stieg dadurch um das 15-Fache an. Die Staubemissionen nahmen sogar um das 40-Fache zu (2370 Tonnen)\, was auf die Gewinnung und Aufarbeitung von Rohstoffen zur Pestizidproduktion sowie für die mit Pestiziden gebeizten Saatgutherstellung zurückzuführen ist. Darüber hinaus verdoppelten sich die gesundheitsschädlichen Stickstoffemissionen (4360 Tonnen) und die Freisetzung von Kohlenmonoxid sogar um das 7-Fache. Als Klimaschutzmaßnahme ist diese Bilanz wohl nicht zu werten. \nC.V. / Wissenschaftlicher Lebenslauf; Prof. Dr. sc. nat. Gisela Jacobasch (MLS) \nAusbildung \n1954 Abitur an der Käthe-Kollwitz-Oberschule in Berlin\, mathematisch- naturwissenschaftlicher Zweig. \n1954-1960 Studium an der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin \n1960 Postgraduelle Ausbildung zum Facharzt für Biochemie und Promotionsarbeit am Institut für Physiologische Chemie der Charité unter Leitung von Prof. S. M. Rapoport. \n1964 Verteidigung der Promotionsarbeit an der Medizinischen Fakultät zum Thema: „Vergleichende Bestimmungen der NADH-Cytochrom-c-Reduktase In verschiedenen Organen und Tieren und der Einfluss des Hungers auf die Halterung des Enzyms“ \n1968 Facharztanerkennung und Lehrauftrag für die Hauptvorlesung Biochemie für Medizinstudenten. \n1970 Verleihung des akademischen Grades Dr. sc. nat. der Biowissenschaftlichen Fakultät der Humboldtuniversität mit einer Arbeit zum Thema: „Regulation des glykolytischen Stoffwechsels roter Blutzellen“ und facultas docendi. \nAkademische Positionen \n1960-1964 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Physiologische Chemie der Charite \n1965-1970  Oberarzt und Leitung einer Arbeitsgruppe. \n1970-1974  Hochschuldozent für das Fach Biochemie. \n1974-1992 Ordentlicher Professor für Biochemie und stellvertretender Institutsdirektor (1978-1979 kommissarischer Institutsdirektor). \n1992-1993  Aufhebung des unbefristeten Arbeitsverhältnisses\, „Prof. alten Rechts“\, drastische Kürzung der Bezüge. \n1993-1995 befristeter Arbeitsvertrag mit Vergütung nach C 3 auf Protest des Personalrates und internationaler Wissenschaftler. \n1995-2000 Leitung der Abteilung „Präventiv-Medizinische Lebensmittelforschung“ am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. \nWissenschaftliche Arbeiten \nBeeinflussung des Stoffwechsels durch Magnesium- und Phosphatmangel. \nNachweis der Existenz eines 2\,3-Bisphosphoglyzeratweges in Schafretikulozyten. Charakterisierung eines Enzyms der Atmungskette und dessen Beeinflussung im Hungerzustand. Reinigung und kinetische Charakterisierung von Kontrollenzymen der Glykolyse und des Pentosephosphatweges roter Blutzellen und von Malariaparasiten. \nAufklärung der Kontrollmechanismen der der Glykolyse. \nErarbeitung eines Testsystems zur Diagnostik von enzymopenisch bedingten hämolytischen Anämien\, Schwerpunkte: Pyruvatkinase (PK) und Glukose-6-Phospatdehydrogenase (G6PD). Erfassung vieler Patienten in verschiedenen Ländern. Identifizierung der individuellen Stoffwechseldefekte sowie der energetischen und oxidativen Belastungsfähigkeit der roten Blutzellen mit Hilfe eines mathematischen Modells\, das die Glykolyse\, den Pentosephospatweg und den ATP-Verbrauch der Zellen einschloss. \nDie Ergebnisse wurden zu individuellen Therapieempfehlungen genutzt. \nAufklärung von Mechanismen der intraerythrozytären Entwicklung von Malariaparasiten\, Hemmung dieser Entwicklung durch photodynamische Methoden. \nTierexperimentelle Arbeiten zur Aufklärung der immunsuppressiven Wirkung des Malariapigmentes Hämozoin. Untersuchungen zur Wechselwirkung des intestinalen Mikrobioms mit dem Wirtsorganismus (Mensch\, Ratte\, Maus). Herstellung von hochwertigen resistenten Stärken. (RS3) als Präbiotikum. \nNachweis\, dass bei einer Colitis der Butyrattransporter gehemmt und im Anfangsstadium einer Tumorentwicklung inaktiviert wird. Mittels der RS3-Zufuhr wurde die Hemmung aufgehoben\, wodurch die Remissionszeiten bei Colitispatienten um Jahre verlängert werden konnten. \nIn vivo Studien mit Flavonoiden: \nNachweis präbiotischer und systemischer antiinflammatorischer\, immunprotektiver und antikarzinogener Wirkungen. \nBetreuung zahlreicher Diplomanden\, Doktoranden und Forschungsstudenten. \n240 Publikationen\, 7 Patente\, Bücher\, Monographien und Buchbeiträge \nLehrtätigkeit \nVorlesungen für Studenten der Medizin\, Stomatologie\, Biologie und Biochemie; Durchführung von Biochemischen Praktika\, Betreuung von Diplomanden\, Doktoranden und  Forschungsstudenten. Vorträge auf Fortbildungskursen. \nWissenschaftsorganisatorische Tätigkeiten \n1974-1990    Mitglied der Medizinischen Fakultät\, Vorsitzende der Kommission Forschung \n1968-1971  Mitglied der Biowissenschaftlichen Fakultät\, Mitglied des Wissenschaftlichen Rates der Humboldt-Universität. \n1989-1994 Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät\, Leitung der Promotionskommission für Naturwissenschaftler im Medizinischen Bereich. \n1982-1990    Mitglied der Gruppe Biologie des Forschungsrates der DDR \n1983-1990   Mitglied des Präsidiums der Gesellschaft für Experimentelle Medizin und des Koordinierungsrates der Medizinisch-Wissenschaftlichen-Gesellschaften. \n1990-1992   Mitglied des Konzils der Humboldt-Universität\, stellvertretender Vorsitzender der Zentralen Personal-Struktur-Kommission. \n1993             Mitglied der SBK an der Universität Potsdam. \n1968-1988 Mitorganisator internationaler und nationaler wissenschaftlicher Veranstaltungen einschließlich der Berliner Erythrocytensymposien. \nab 1992  Gutachtertätigkeit für nationale und internationale Zeitschriften\, Einwerbung von Drittmitteln (DFG und Industrie) \nÖffentlichkeitsarbeit: Mitglied des Professorenkollegiums des DDR-Fernsehens (Leitung Hans Jacobus) \nMitgliedschaften: Biochemische Gesellschaft\, Gesellschaft für Humangenetik (bis1992)\, Leibnizsozietät seit 1992 \nAuszeichnungen: Rudolf Virchow Preis 1972 \nStudienaufenthalte: Moskau/Puschkino\, Warschau\, Bratislava\, Prag\, Rom im Rahmen wissenschaftlicher Zusammenarbeit. \nVortragstätigkeit: \nEinladungen zu Vorträgen auf internationalen und nationalen Tagungen einschließlich der Leitung von Sektionen u. a auf FEBS-Tagungen\, Kongressen der Hämatologie\, Humangenetik\, Malaria-und Krebsforschung. Einladung der Rockefeller-Stiftung zur Beratung aktueller Fragen der Malariabehandlung. \n  \n  \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-plenarsitzung-der-leibnizsozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190613T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190613T120000
DTSTAMP:20190511T153108Z
CREATED:20181220T171501Z
LAST-MODIFIED:20190511T153108Z
UID:16405-1560420000-1560427200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät veranstaltet ihre Juni-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nMigration als unwahrscheinlicher Normalfall – Geschichte und Gegenwart\nVortragender: Jochen Oltmer (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Raum 505\nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 \nC.V.:\nProf. Oltmer ist Migrationsforscher und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2018. Er ist Apl. Professor für Neueste Geschichte und Migrationsgeschichte sowie Mitglied des Vorstands des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er arbeitet zu deutschen\, europäischen und globalen Migrationsverhältnissen in Vergangenheit und Gegenwart. Buchpublikationen zuletzt u.a.: (Hg. zus. mit Klaus J. Bade\, Pieter C. Emmer und Leo Lucassen)\, The Encyclopedia of Migration and Minorities in Europe. From the 17th Century to the Present\, Cambridge: Cambridge University Press 2014; (Hg.)\, Handbuch Staat und Migration in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart\, Berlin/Boston: De Gruyter 2016; (zus. mit Nikolaus Barbian)\, Vom Ein- und Auswandern. Ein Blick in die deutsche Geschichte [Jugendsachbuch]\, Berlin: Jacoby & Stuart 2016; Migration vom 19. bis zum 21. Jahrhundert (Enzyklopädie deutscher Geschichte\, Bd. 86)\, 3. überarb. und aktualisierte Aufl. Berlin/Boston: De Gruyter 2016; Globale Migration. Geschichte und Gegenwart\, 3. überarb. und aktualisierte Aufl. München: C.H. Beck 2017; Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart\, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2017.\nAbstract:\nAus der Perspektive der Migrationsforschung möchte der Vortrag einen Überblick bieten über wissenschaftliche Zugänge zu der Frage\, warum sich Menschen im Raum bewegen. Welche Bedingungen müssen vorliegen\, damit Mobilität möglich wird und welche Formen von Bewegungen lassen sich unterscheiden? Ausmachen lässt sich\, dass die Migrationsforschung in den vergangenen Jahren eine enorme Expansion erlebt hat\, ein Großteil der Beiträge aber anwendungsbezogenen Fragen folgt. Zu fragen gilt es vor diesem Hintergrund\, welche Perspektiven eine reflexive Migrationsforschung als Grundlagenforschung mit sich bringt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190613T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190613T120000
DTSTAMP:20190507T151046Z
CREATED:20181220T171017Z
LAST-MODIFIED:20190507T151046Z
UID:16402-1560420000-1560427200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre Juni-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nHydrothermale Prozesse in Natur und Technik\nVortragender: Norbert Mertzsch (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal\nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 \nC.V.:\nDr. Mertzsch ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2018. Nach dem Chemiestudium in Merseburg arbeitete er von 1972 bis 1985 im Forschungsbereich des VEB Stickstoffwerk Piesteritz (später VEB Agrochemie Piesteritz). In dieser Zeit schloss er eine Weiterbildung zum Fachchemiker für Analytik und Spektroskopie an der Universität Leipzig ab und wurde von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Dr. rer. nat. promoviert.\nVon 1985 bis 2013 war er im Kernkraftwerk Rheinsberg in der Forschung\, dem Betriebslabor und bei der Stilllegung tätig\,\nSeit 2011 ist er ehrenamtlich Vorsitzender des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e.V. (VBIW). Seine intensiven Bemühungen in dieser Funktion um das Zusammenwirken mit der Leibniz-Sozietät würdigte diese 2014 mit ihrem Samuel-Mitja-Rapoport-Kooperationspreis für den VBIW.\nDarüber hinaus leitet er mehrere weitere Vereinsgremien.\nAbstract:\nHydrothermale Prozesse spielen in der Natur und der Technik eine erhebliche Rolle.\nVon den verschiedenen Definitionen zu hydrothermalen Synthesen ausgehend\, wird zunächst eine vereinheitliche Sprachregelung angeregt.\nNach dem Erörtern bestimmter Wasser-Eigenschaften\, die für das Thema von grundlegender Bedeutung sind\,  werden spezielle hydrothermale Prozesse vorgestellt.\nAus dem Bereich der hydrothermalen Prozesse in der Natur wird insbesondere auf spezielle Phasen bei der Erzbildung infolge der Abkühlung des Magmas sowie auf Fumarolen und “black smoker” eingegangen. Für Letztere wird die Funktion bei der Herausbildung des Lebens auf der Erde charakterisiert.\nIm Weiteren werden ausgewählte hydrothermale Prozesse aus dem technischen Bereich erörtert. An erster Stelle steht die – als klassisch zu bezeichnende – Hydrothermalsynthese von Quarz. Die Fabrikation von Kalksandstein und Porenbeton als wertvolle Baustoffe wird\, zudem mit Bezug zur Energiewende\, eingeordnet. Eine besondere Bedeutung kommt der Erzeugung und Nutzung von Zeolithen in der chemischen Industrie zu. Auch als Wasseradsorbens spielen sie eine maßgebende Rolle. Auf weitere gewichtige hydrothermale Prozesse wird kurz verwiesen.\nNicht alle im Bereich der Technik ablaufenden hydrothermalen Prozesse sind erwünscht. Das wird an zwei Beispielen verdeutlicht: zum einen an den untersuchten Alterungsprozessen von Tieftemperaturkonvertierungskatalysatoren. Die hydrothermale Spinellbildung beeinträchtigt deren Stabilität. Das zweite Beispiel bilden Korrosionsprozesse und der damit verbundene Aktivitätsaufbau in Kernkraftwerkskreisläufen. Diskutiert werden Maßnahmen\, dem entgegenzuwirken. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-5/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190606T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190607T140000
DTSTAMP:20190506T073357Z
CREATED:20190506T072838Z
LAST-MODIFIED:20190506T073357Z
UID:17037-1559827800-1559916000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop zu “Gottlieb von Jagow (1863-1935) und sein Umfeld” im Juni 2019
DESCRIPTION:Am 06./07.06. 2019 veranstalten die Historische Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin einen Workshop zum Thema \nGottlieb von Jagow (1863-1935) und sein Umfeld. \nEin kaiserlicher Spitzendiplomat zwischen Erstem Weltkrieg und Kriegs(un)schuldforschung\n(Veranstaltungsort: Historisches Kolleg ▫ Kaulbachstr. 15 ▫ 80539 München). \nDie Veranstaltung wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). \nWeitere Angaben \nEinladung und Progreamm
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-zu-gottlieb-von-jagow-1863-1935-und-sein-umfeld-im-juni-2019/
LOCATION:Historisches Kolleg\, Kaulbachstraße 15\, München\, 80539\, Deutschland
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190606T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190606T170000
DTSTAMP:20190523T060925Z
CREATED:20190306T134255Z
LAST-MODIFIED:20190523T060925Z
UID:16777-1559815200-1559840400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises Pädagogik
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Pädagogik der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt am 06. Juni 2019 einen Workshop durch zum Thema \nInterkulturelle Koedukation in der Berufsausbildung\nOrt:       Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin \nZeit:      10:00 Uhr bis 17:00 Uhr \nEinladung und Programm (Flyer)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-des-arbeitskreises-paedagogik/
LOCATION:Schloss Biesdorf Vortragssaal\, Alt-Biesdorf\, Berlin\, 12683
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190523T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190523T170000
DTSTAMP:20190414T111513Z
CREATED:20190414T110056Z
LAST-MODIFIED:20190414T111513Z
UID:16934-1558605600-1558630800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Tagung: Qualitätssicherung in Bildungsinstitutionen – von der Kita bis zur Fahrschule
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (Arbeitskreise Pädagogik) veranstaltet gemeinsam mit dem Institut für angewandte Familien-\, Kindheits- und Jugendforschung (IFK) e. V. an der Universität Potsdam und dem Forschungs- und Innovationszentrum „Mensch-Technik-Straßenverkehr“ GmbH eine öffentliche wissenschaftliche Tagung zum Thema: \nQualitätssicherung in Bildungsinstitutionen – von der Kita bis zur Fahrschule\nOrt:        Vortragssaal des IFK\, Staffelder Dorfstraße 18/19\, 16766 Kremmen OT Staffelde \nZeit:       23. Mai 2019\, 10:00 – 17:00 Uhr \nEinladung und Programm (Flyer)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/tagung-qualitaetssicherung-in-bildungsinstitutionen-von-der-kita-bis-zur-fahrschule/
LOCATION:16766 Kremmen\, Staffelder Dorfstraße 18/19\, Vortragssaal des IFK\, Staffelder Dorfstraße 18/19\, Kremmen\, 16766\, Deutschland
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190517T140000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190517T170000
DTSTAMP:20190501T144716Z
CREATED:20190501T143839Z
LAST-MODIFIED:20190501T144716Z
UID:17004-1558101600-1558112400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Arbeitstreffen des AK „Gesellschaftsanalyse“
DESCRIPTION:Auf dem Treffen soll der Workshop vom 22. März nochmals ausgewertet und zur Diskussion gestellt werden. Grundlage dafür ist auch der auf dieser Webseite verfügbare Bericht zum Workshop. Zudem ist auf weitere neuerer Erkenntnisse und Vorhaben im Feld der Transformationsforschung zu verweisen. \nIn einem zweiten Schwerpunkt wird die geplante Buchpublikation zur Diskussion gestellt. Es erfolgen kurze Einführungen zu den Beiträgen\, die nicht Gegenstand des erwähnten Workshops gewesen sind\, insbesondere zu den eingereichten Fallstudien im Transformationsfeld. \nSchließlich soll über die weiteren Sitzungen/Aktivitäten informiert werden. \nFür Nachfragen wenden Sie sich bitte an M. Thomas (thomas@biss-online.de) \nZeit: Freitag\, 17. Mai 2019\, 14.00 – 17.00\nOrt: Rathaus Tiergarten (Matthilde-Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin – Nähe U-Bahnhof Turmstraße)\, Raum 505 \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/arbeitstreffen-des-ak-gesellschaftsanalyse/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Arbeitskreise,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190509T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190509T170000
DTSTAMP:20190416T112632Z
CREATED:20181220T170515Z
LAST-MODIFIED:20190416T112632Z
UID:16398-1557396000-1557421200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Mai Plenarsitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Soztietät der Wissenschaften zu Berlin führt die Mai Plenarsitzung durch als \nKonferenz aus Anlass des 50. Jahrestages der amerikanischen Mondlandung\nunter dem Thema \nBemannte und unbemannte Monderkundung\nOrt: 12435 Berlin\, Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal; Alt-Treptow 1\nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. \nEinladung und Programm (Flyer)\, Stand 16.04.2019 \nAbstracts und CV der Vortragenden (Stand 15.04.2019) \nDieter B. Herrmann\nDer Weg der USA zur bemannten Mondlandung\nAbstract:\nDer Vortrag schildert die historischen Hintergründe des US-amerikanischen Apollo-Projekts im damaligen Spannungsfeld von Politik und Technik. Die politischen Reaktionen in den USA auf den Start des sowjetischen Sputnik 1 (1957) und den Start von Juri Gagarin als erstem Menschen im Weltraum (1961) sowie andere sowjetische Erstleistungen in der Raumfahrt bewirkten in den USA die Verkündung ihres Mondlandeprogramms (Apollo-Projekt). Dieses Programm wurde als Teil der Systemauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus verstanden. Deshalb hatte die Sowjetunion ebenfalls ein bemanntes Mondlandeprogramm entwickelt\, das allerdings zur Geheimsache erklärt\, recht weit vorangetrieben aber schließlich niemals realisiert wurde. Der Referent schildert etwas detaillierter die einzelnen Schritte der Entwicklung des Apollo-Projekts bis zur erfolgreichen ersten Landung 1969 einschließlich der dabei eingegangenen Risiken und Pannen. \nCurriculum Vitae Dieter B. Herrmann\nHerrmann\, Dieter B.[ernhard]\, Prof. Dr. rer. nat et sc .phil. Astronom\, Physiker und Astronomiehiostoriker; Jg. 1939\, 1957 – 1963 Studium der Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). 1963 -1969 Tätigkeit in der Staatlichen Zentrale für Strahlenschutz der DDR. 1969 Promotion. 1970 – 1976 Leiter der Abteilung „Geschichte der Astronomie“ an der Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow. 1976 – 2004 Direktor der Archenhold- Sternwarte. 1977 – 1991 Moderator der populärwissenschaftlichen Sendereihe „AHA“ des DDR-Fernsehens. 1985 Habilitation (Dr. sc.). 1986 Honorarprofessor an der HUB für Wissenschaftsgeschichte. 1987 – 2004 Gründungsdirektor des Zeiss-Großplanetariums Berlin. 1995 Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Berlin. 1997 -1999 Sprecher des Rates deutschsprachiger Planetarien. 2006 – 2012 Präsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Ab 2012 Mitglied des Vorstandes der Berliner Urania. Mitglied der Internationalen Astronomischen Union (IAU)\, der Astronomischen Gesellschaft\, der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft und zahlreicher anderer Vereinigungen. Ehrenmitglied der Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien (GDP). \nHauptforschungsbiete: Geschichte der Astrophysik\, Anwendung quantitativer Methoden in der Wissenschaftsgeschichte (Szientometrie)\, Biographik bedeutender Astronomen und Astrophysiker. Rd. 150 Fachveröffentlichungen. Starkes Engagement auf dem Gebiet der Wissenschaftspopularisierung durch Vorträge im In- und Ausland\, Bücher sowie Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge. Rd. 1500 populärwissenschaftliche Publikationen\, darunter etwa 40 Bücher. U.a.: Geschichte der Astronomie von Herschel bis Hertzsprung (1975\, 4 Auflagen\,1983 auch in engl. Sprache bei Cambridge University Press)\, Kosmische Weiten. Geschichte der Entfernungsmessung im All (1977\, 4 Auflagen)\, Ejnar Hertzsprung-Pionier der Sternforschung (1994)\, Astronom in zwei Welten (Autobiographie 2008)\, Die Harmonie des Universums. Von der rätselhaften Schönheit der Naturgesetze (2017). Weitere Informationen auf Wikipedia sowie unter www.dbherrmann.de. \n  \nRalf Jaumann\nDie Erforschung des Mondes – und was wir doch nicht wissen.\nAbstract:\nDer Mond ist nur etwa vierhunderttausend Kilometer von der Erde entfernt und deshalb der einzige Himmelskörper\, den Menschen bisher besuchen konnten. Das war vor genau 50 Jahren. Gewiss\, die erste Mondlandung war hauptsächlich politisch motiviert. Doch hat man sehr schnell den hohen wissenschaftlichen Wert der sechs Mondlandungen erkannt. Zwölf Astronauten waren jeweils mehrere Tage auf dem Mond und kehrten mit Hunderten von Fotos\, Messdaten mehrerer Dutzend Experimente und wertvollen Beobachtungen aus der Umlaufbahn zur Erde zurück und brachten insgesamt 382 Kilogramm Proben zur Erde. Diese Steine und Mondstaubproben waren wissenschaftlich enorm wertvoll. Damit konnten wichtige Fragen zur Entwicklung nicht nur des Mondes\, sondern auch der Erde und der erdähnlichen Planeten beantwortet werden. Freilich blieben einige Fragen offen. Noch immer wissen wir nicht genau\, wie der Mond entstanden ist und welche grundlegende Bedeutung er für die Erde hatte. Nicht nur aus diesem Grunde ist und bleibt der Mond für die Raumfahrt ein wichtiges Ziel für die nähere Zukunft. \nCurriculum Vitae Ralf Jaumann\nRalf Jaumann studierte Geologie\, promovierte 1989 in Geophysik und habilitierte 2003 in Geologie an der Ludwig-Maximilian Universität in München. Seit 1984 ist er als Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt tätig und leitet seit 1994 die Abteilung für Planetengeologie im Institut für Planetenforschung. 2006 wurde er zum Professor für Planetologie an der Freien Universität Berlin berufen. Er ist maßgeblich an Weltraumissionen zum Mars (NASA Pathfinder\, ESA Mars Express Mission\, ESA ExoMars Mission)\, zum Saturn (NASA/ESA Cassini/Huygens Mission)\, zur Venus (ESA Venus Express Mission)\, zu Kometen (ESA Rosetta Mission) and Asteroiden (NASA Dawn Mission\, MASCOT auf Hayabusa II)) beteiligt. Er ist Principle Investigator der High Resolution Stereo Kamera (HRSC) der ESA Mars Express Mission. Längere Forschungsaufenthalte führten ihn an die University of Hawaii\, die Arizona State University in Phoenix\, das Lunar and Planetary Lab in Tucson\, das Jet Propulsion Laboratory in Pasadena und den U.S. Geological Survey in Flagstaff und Denver sowie als Gastprofessor an die Brown University in Providence\, Rhode Island. Er untersuchte den Mond mehrere Jahre lang am Mauna Kea-Observatorium in Hawaii. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen die Untersuchung der Entstehung und Entwicklung planetarer Oberflächen und geologischer Prozesse im Sonnensystem sowie die Analyse der Zusammensetzung der Oberflächen planetarer Körper. Aktuelle Forschungsthemen sind die Geologie des Erdmondes\, die Erosionsprozesse auf dem Mars und damit verbunden die Wirkung von Wasser auf diesem Planeten\, die geologische Entwicklung der Eismonde des Saturn und die durch flüssige Kohlenwasserstoffe verursachten Erosionsprozesse auf dem Saturnmond Titan. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung von Kameras und Spektrometern für Weltraummissionen. \n  \nHeiner Vollstädt\, Richard Wäsch\nKomplexe mineralogische Untersuchungen am Luna-16 -\, Luna-20 – und Luna-24 – Regolith”   \n Abstract:\nIn den Jahren 1970\, 1972 und 1976 wurde durch sowjetische Raumsonden Material aus der obersten Staubschicht der Mondoberfläche entnommen und zur Erde transportiert. Ein Teil dieses Gesteinsmaterial wurde an die Akademie der Wissenschaften der DDR für die Durchführung von komplexen Forschungen übergeben. Das Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam wurde mit der Federführung für diese Untersuchungen beauftragt und verteilte das übergebene Material an mehrere Institute der Akademie sowie an Universitäten und Hochschulen der DDR. \nDie vorliegende Arbeit beschreibt die mineralogischen Experimente\, die am Zentralinstitut für Physik der Erde durchgeführt wurden. Im Mittelpunkt standen dabei Untersuchungen zur stofflichen Zusammensetzung des lunaren Gesteins und seine Eigenschaften\, um daraus Rückschlüsse auf geowissenschaftlich orientierte planetologische Fragestellungen zu ziehen. Außerdem galt es experimentelle Methoden zu entwickeln\, die es gestatteten\, aus kleinsten Probemengen (wenige mg) verwertbare Ergebnisse zu ermitteln. \nIm Einzelnen wurden mittels röntgenstruktureller Methoden die silikatischen Bestandteile der unterschiedlichen Gesteinstypen bestimmt. Petrologische Untersuchungen an Gesteinsfragmenten zum Nachweis von Bruchstrukturen wurden ebenfalls vorgenommen wie elektronenoptische Untersuchungen an feinsten Kornfraktionen und Messungen der elektrischen Leitfähigkeit des Regoliths. \nZusammenfassend werden Betrachtungen zum strukturell – stofflichen Aufbau des Mondes angestellt. \nCurriculum vitae Heiner Vollstädt \nHeiner Vollstädt\, geboren: 02. August 1939 in Dresden\, Abitur 1957 in Aue/Sa.\n1957 bis 1962 Studium Mineralogie an der Humboldt-Universität zu Berlin\,\n1962 – 1969 Forschungen zum Gesteinsmagnetismus\n(Promotion 1965\, Habilitation 1975) im Geomagnetischen Institut der AdW der DDR\,\n1969 – 1991 Forschungen zur Hochdruckphysik im Zentralinstitut für Physik der Erde\, Potsdam\n1972 – 1978 Untersuchungen am Mondmaterial (Luna – 16\, – 20\, -24)\n1979 – Ernennung zum Professor für Mineralogie\n1980 – 1989 Forschungen zur Diamantsynthese\, Industrieaufenthalt zur Überführung der Diamantsynthese in die Produktion\n1985 – 1991 Forschungen zur Synthese weiterer superharter Materialien (CBN\, PKD) am ZI für Physik der Erde\n1994 Gründung der Vollstädt-Diamant GmbH in Seddiner See \n(Entwicklung und Herstellung von Geräten zur Qualitätskontrolle und Sortierung von natürlichen und synthetischen Diamanten sowie kubischen Bornitrid; Aufbau von Züchtungsanlagen für die Herstellung von Diamanten; Züchtung von Diamanteinkristallen)\n160 wissenschaftliche Veröffentlichungen\, 6 wissenschaftliche und 8 populärwissenschaftliche Bücher\, Verheiratet\, 3 Kinder \n  \nJürgen Müller\nTest der Einsteinschen Relativitätstheorie mit Lasermessungen zum Mond \nSeit der ersten bemannten Mondlandung im Jahr 1969\, als während der Apollo 11  Mission auch der erste Retro-Reflektor auf der Mondoberfläche abgesetzt wurde\, werden Laserentfernungsmessungen (englisch: Lunar Laser Ranging – LLR) zwischen Beobachtungsstationen auf der Erde und insgesamt fünf Reflektoren auf dem Mond durchgeführt. Die Analyse der LLR-Daten gibt einen einzigartigen Einblick in die Dynamik des Erde-Mond-Systems\, wie etwa die Bestimmung der säkularen Gezeitenbeschleunigung\, die zu einer kontinuierlichen Entfernung des Mondes von 3.8 cm pro Jahr führt. In diesem Beitrag wird kurz die Messtechnik\, die Modellierung der LLR-Beobachtungen sowie die Analyse der Daten und einige zentrale Ergebnisse erläutert. Aufgrund der langen Zeitspanne von 50 Jahren und der großen Entfernung von ca. 384000 km bietet LLR eine der besten Möglichkeiten\, um Vorhersagen der Einstein’schen Gravitationstheorie im Sonnensystem zu testen. Im Zuge der relativistischen Tests werden mit den Untersuchungen zum schwachen Äquivalenzprinzip\, zur zeitlichen Veränderung der Gravitationskonstanten und zum räumlichen Verhalten der Gravitationswirkung (skaliert mit dem Abstandsfaktor 1/r²)  zugleich auch wichtige Bausteine der Newton‘schen Gravitationstheorie überprüft. \nCurriculum vitae Jürgen Müller \n  \n\n\n\nDate of Birth:\nMarch 13\, 1962                            Nationality: German\n\n\n \n\n\n\nDepartment:\nInstitute of Geodesy\, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH) \nSchneiderberg 50\, 30167 Hannover \nPhone: +49(0)5117623362 / Fax: +49(0)5117624006 / \nE-Mail: mueller@ife.uni-hannover.de\n\n\nEducation\n\n\n\n \n2001\nHabilitation for Physical Geodesy at the Technical University of Munich (TU Munich)\n\n\n \n1991\nPhD Thesis in Geodesy at TU Munich\n\n\n \n1983-1988\nStudy of Geodesy at TU Munich\n\n\n  \nPhD thesis:                Analyse von Lasermessungen zum Mond im Rahmen einer post-Newtonschen Theorie \nHabilitaion thesis:    Die Satellitengradiometriemission GOCE – Theorie\, technische Realisierung und                                       wissenschaftliche Nutzung \n \n\n\nAcademic Appointments\n\n\n \nSince 2001\nProfessor (C4\, since 2009 W3) at the University of Hannover. \nHead of the Institute of Geodesy (Institut für Erdmessung)\n\n\n \n1996- 2001\nScientific assistant at the Institute of Astronomical and Physical Geodesy at TU Munich\n\n\n \n1994-1995\nResearch Fellowship of the Deutsche Forschungsgemeinschaft \n(German Research Council) at the Research Facility for Space Geodesy\, TU Munich.\n\n\n \n1988-1994\nScientific assistant at the Research Facility for Space Geodesy\, TU Munich\n\n\n \n\n\nOther Professional Activities\n\n\n \nSince 2019 \n2011-2016 \nSince 2010 \n  \n2009-2013 \nSince 2008 \n \nOrdinary Member of the Leibniz Society of Sciences to Berlin e.V. \nMember of Scientific Advisory Board of GFZ Potsdam \nMember of GGOS Standing Committe on Satellite Missions (since 2015 speaker) \nand further IAG study groups. \nMember of ESA Earth Science Advisory Committee (ESAC) \nOrdinary Member in the class of engineering sciences of „Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft“\, 2012 – 2017 chairman of the class \nfor engineering sciences\n\n\n \n2006-2018\nLunar Laser Ranging Representative in the Governing Board of the International \nLaser Ranging Service (ILRS)\n\n\n \n2006-2018\nILRS Representative in the Directing Board of the International Earth \nRotation and Reference Systems Service (IERS)\n\n\n \nSince 2004\nGerman Representative in IAG and IAG Representative for Geodesy in the National Committee of Geodesy and Geophysics (NKGG)\, since 2011 chairman of NKGG\n\n\n \nSince 2003\nEditorship of the German Geodetic Journal zfv\n\n\n \nSince 2002\nMember of the German Geodetic Commission DGK\, speaker of section Geodesy \n(since 2015)\n\n\n \nSince 2002\nMember of the European GRACE Science Team\n\n\n \nSince 1999\nMember of the ILRS Analysis Working Group and Lunar analysis center\n\n\n \n\n\n\n\nAwards\n\n\n \n2009 \n1993\nProfessorship in Astron. & Phys. Geodesy at Techn. Univ. Munich denied \nAward of „Bund der Freunde der TU München“ for the best Ph.D. \nthesis in the faculty of civil and geodetic engineering between 1991 and 1993\n\n\n \n1988\nHarbert award of the German Society of Surveying (DVW)\n\n\n\n  \nFurther related activities \n\nSpeaker of the DFG-SFB 1128 geo-Q (Relativistic geodesy and gravimetry with quantum sensors) at Leibniz Universität Hannover LUH)\, since 2017\nMember of the Steering Committee of the centre of excellence QuantumFrontiers at LUH\, since 2018\nMember of the Leibniz research school QUEST (Quantum Engineering and Space-Time Research)\, LUH\nMember of the Steering Committee of DVW (Geman Society of Geodesy\, Geoinformation and Land Management)\nMember of the Steering Committee of the LUH research center on geosciences FZ:GEO\n\n  \n  \nFrank Spahn \n„Staubatmosphären“ um atmosphärefreie Satelliten – Ergebnisse der LADEE-Mission am Erdmond\nImpact-ejecta erosion – the Dust  „Atmosphere” of the Moon \nAbstract:\nCosmic erosion\, caused by hypervelocity impacts onto the surfaces of cosmic bodies lacking an atmosphere – dubbed Impact-Ejecta erosion – is a dominating dust source in the Solar system and everywhere in the Universe. \nFor instance\, such an erosive degradation of satellite surfaces generate extended dust clouds (“atmospheres”) around them\, as predicted to exist at satellites of Jupiter [4] and Saturn [2]\, and which have been indeed discovered with the dust-detector (DDS) at Jupiters Galilean moons [3]. \nHoranyi et al. [1] have addressed the question of whether such a dust-cloud also embraces our Moon? They analyzed the data of the Lunar dust Experiment (LDEX) aboard the Lunar Atmospheric and Dust Environment Explorer (LADEE). The LDEX-detector scanned the Moons “dust atmosphere” at altitudes in the between 20 … 100 km with orbital speeds of ≈ 1.6 km/s between October 16\, 2013 and April 18\, 2014 – in this way collecting more than 140\,000 dust impact-events. These measurements have yielded an azimuthally anisotropical dust cloud which is interrupted by much stronger dust bursts caused by seasonal meteoroid showers. We compare these findings with our predictions of the stratification of the dust-cocoons embracing the Galilean satellites of Jupiter and try to explain the asymmetry by the orbital motion (“wind-shield” effect) of the Moon [4\, 3]. \nReferences \n[1] Horanyi\, M.\, Szalay\, J. R.\, Kempf\, S.\, Schmidt\, J.\, Grün\, E.\, Srama\, R.\, and Sternovsky\, Z. (2015). A permanent\, asymmetric dust cloud around the Moon. Nature\, 522:324-326. \n[2] Spahn\, F.\, Albers\, N.\, Hörning\, M.\, Kempf\, S.\, Krivov\, A.\, Makuch\, M.\, Schmidt\, J.\, and Seiß_\, M. (2006). E ring dust sources: Implications from Cassini’s dust measurements. Planet. Space Sci.\, 54:1024-1032. \n[3] Sremcevic\, M.\, Krivov\, A.\, Küger\, H.\, and Spahn\, F. (2005). Impact-generated dust clouds around planetary satellites: model vs galileo data. Planet. Space Sci.\, 53:625-641. \n[4] Sremcevic\, M.\, Krivov\, A.\, and Spahn\, F. (2003). Impact generated dust clouds around planetary satellites: Asymm \nCurriculum vitae Frank Spahn \nPersonal Data\nName: Spahn\, Frank\, Born: 08.09.1955 in Leipzig\nliving in: 14552 Michendorf\, Lenbachstr. 11\nmarried with Ute Spahn\, 2 Children … \nSchool:\nSeptember 1962 – August 1972 Polytechnical Highschool\nSeptember 1972 – August 1975 Gymnasium / Abitur\n1975 Abitur \nMilitary Service: 1975-1978 \nStudies:\nSeptember 1978 – August 1983 Physics at the Martin-Luther University – Halle/Wittenberg\, special field: theoretical physics/continuum mechanics\nAugust 1983: Diploma \nAreas of Expertise:\n– Kinetics and Hydrodynamics of Granular Gases\n– Collision Dynamics of Mesoscopic Particles\n– Orbital Dynamics/Structure Formation/Celestial Mechanics\n– Dust – Plasma Interactions; \nPositions and Degrees:\n– September 1983 – October 1989 Scientific co-worker in the Institute of Space Research (IKF) of the Academy of Sciences of the GDR in Berlin\n– September 1988: Ph.D. (Dr. rer. nat.)\n– November 1989 – December 1991: Scientific co-worker in the Central Institute of Astrophysics (ZIAP) of the Academy of Sciences of the GDR in Potsdam\n– Januar 1992 – Dezember 1996: Scientific co-worker and project head in the working group “Nonlinear Dynamics” of the Max-Planck Society at the University of Potsdam\n– January 1995: Habilitation & Venia Legendi\n– since Januar 1997: Scientific co-worker and project head at the Institute of Physics at the \nUniversity of Potsdam\n– since January 1997: Assistant professor (Privat-Dozent) at the University of Potsdam\n– since December 1999: Co-Investigator of the dust (CDA) experiment of the Cassini-Mission to Saturn\n– since October 2006: Professor by special appointment (“apl. Prof.”) \nAwards:\n– NASA Group Achievement Award\, Cassini-CDA Team 2009 & 2019\n– Member: Leibniz Society of Science at Berlin; May 2014 \nReview Activities:\nIn Scientific Journals:\nNature\, Science\, Icarus\, Phys. Rev. Lett.\, Phys. Rev. B\, J. Geophys. Res.\, Phys.\nRev. E\, Europhys. Lett.\, Planet. Space Sci.\, Astron. & Astrophys.\, Europ. Phys. J.\nB\, J. Sci. Comp.\,\n> 30 Diploma and Ph.D.-theses \nMemberships:\n– Division of Planetary Sciences of the American Astronomial Society (DPS)\n– American Association for the Advancement of Science (AAAS) \n  \nJohannes Weppler\nEuropa auf dem Weg zum Mond\nAbstract\n50 Jahre nach der ersten Landung eines Menschen auf dem Mond steht die Erforschung unseres Trabanten international wieder im Fokus. Die großen Raumfahrtmächte USA\, Russland und China betreiben aktuell Mondprogramme\, wenn auch in unterschiedlichen Stadien. Viele kleiner Raumfahrtnationen wollen ebenfalls aktiv werden. Wo werden sich Europa und Deutschland in diesen neuen Mondprogrammen einordnen und engagieren? Der Vortrag gibt einen Überblick über die bereits beschlossenen europäischen Mondaktivitäten und über die Möglichkeiten für die Zukunft. Zur Sprache kommen dabei das European Service Module (ESM) für das neue US-Raumschiff Orion\, das Lunar Orbiting Platform-Gateway (LOP-G) und die Beteiligungen an russischen und chinesischen Missionen. Außerdem wird beleuchtet\, welche Optionen auf dem Tisch liegen werden\, wenn im November 2019 die europäischen Raumfahrtminister zusammentreffen\, um die Weichen für die nächsten Jahre der europäischen Explorationspolitik zu stellen.  \nCurriculum vitae Johannes Weppler\nJohannes Weppler ist Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik mit Studium an der Universität Stuttgart\, der University of Virginia in Charlottsville\, VA (USA) und der University of Strathclyde in Glasgow (UK). Seit 2012 arbeitet er in der Abteilung Astronautische Raumfahrt\, ISS und Exploration im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn. \nAls wissenschaftlicher Mitarbeiter war er an verschiedenen kleinen Projekten zur Nutzung der Internationalen Raumstation ISS beteiligt. 2014 unterstützte er die Durchführung der ersten ISS-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst. Ende 2016 übernahm er die Leitung der Gruppe Nationale Vorhaben in der gleichen Abteilung. Hier leitet er das ICARUS-Projekt\, ein deutsch-russisches Vorhaben zur Verfolgung von Tierwanderungen von der ISS aus. Für die zweite ISS-Mission von Alexander Gerst 2018 organisierte er eine deutschlandweiten Studierendenwettbewerb\, um drei Experimente auf die ISS zu bringen. Fortlaufend engagiert er sich für die Nutzung der ISS-Forschung im deutschen Schulalltag. Neben diesen Tätigkeiten betreut Herr Weppler das ESA-Programm European Service Module (ESM) für das neue NASA-Raumschiff Orion sowie die möglichen europäischen Beiträge zum Lunar Orbiting Platform-Gateway (LOP-G). Außerdem unterstützt er die Arbeiten der Explorationsgruppe der Abteilung.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-plenarsitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435\, Deutschland
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190416T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190416T120000
DTSTAMP:20190320T082920Z
CREATED:20190314T215904Z
LAST-MODIFIED:20190320T082920Z
UID:16847-1555408800-1555416000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Quellen und Folgen der interdisziplinären Forschung (am Beispiel der Humanontogenetik)
DESCRIPTION:10117 Berlin\, Am 16. April 2019 findet im Rahmen des Arbeitskreises „Mentale Repräsentationen“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. eine öffentliche wissenschaftliche Sitzung statt. Gegenstand der Veranstaltung ist der Vortrag zum Thema \nQuellen und Folgen der interdisziplinären Forschung (am Beispiel der Humanontogenetik)\nmit anschließender Diskussion. Alle Mitglieder der Leibniz-Sozietät\, Interessenten des Arbeitskreises sowie alle an der Thematik interessierten Kolleg(inn)en und Gäste sind sehr herzlich eingeladen. \nVortragender: Prof. Dr. sc. phil. Karl-Friedrich Wessel (MLS) \nOrt: Mohrenstr. 40/41\, Raum 415 (4. Etage\, links hinter der Stahltür) \nZeit: 16.04.2019\, 10:00 – 12:00 Uhr \nAbstract: \nIn dem Vortrag wird auf die Komplexität und Praxis interdisziplinärer Forschung eingegangen. Als Hintergrund dient die Entwicklung der Humanontogenetik seit den 1970er Jahren. Hervorgehoben werden insbesondere die folgenden Disziplinen: Entwicklungspsychologie\, Endokrinologie\, Verhaltensbiologie\, Gerontologie\, Rehabilitationswissenschaften und Philosophie. Ein Akzent wird auf die Wissenschaftlerpersönlichkeiten gelegt\, die an interdisziplinären Geschehen beteiligt sind. \nKurzvita: \nProf. Dr. sc. phil. Karl-Friedrich Wessel arbeitete nach dem Studium der Philosophie mit dem Nebenfach Physik / Physikgeschichte als wissenschaftlicher Assistent\, Oberassistent und Dozent im Bereich „Philosophische Probleme der Natur-\, technischen und mathematischen Wissenschaften“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1977 wurde er als Nachfolger von Hermann Ley auf die Professur für Philosophische Probleme der Naturwissenschaften des eben genannten Bereiches berufen. 1990 wurde er Leiter des neu gegründeten „Instituts für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik“ und nach 2000 Leiter des „Projektes Humanontogenetik“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft für Humanontogenetik und Herausgeber der „Berliner Studien zur Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik“ (bisher 38 Bände). \nProf. Dr. Kerstin Störl \nLeiterin des Arbeitskreises
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/quellen-und-folgen-der-interdisziplinaeren-forschung-am-beispiel-der-humanontogenetik/
LOCATION:Mohrenstraße 40/14\, 10117 Berlin\, Mohrenstraße 40/41\, Berlin\, 10117
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190411T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190411T153000
DTSTAMP:20190307T150256Z
CREATED:20181220T153448Z
LAST-MODIFIED:20190307T150256Z
UID:16389-1554989400-1554996600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen April-Plenarsitzung zum Thema \n  \nDie Stärkung der europäischen Wirtschaft sowie der Forschungsinfrastruktur und die Lösung des europäischen Paradoxons: Herausforderungen an die innovative europäische material-wissenschaftliche Forschung\nVortragender:  Hermann Grimmeis (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal\nZeit: 13:30 Uhr bis 15:30 \nC.V.:\nProf. Grimmeis ist Festkörperphysiker. Er wurde 1990 zum Auswärtigen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\, der er seit 2003 angehört.\n1957-1965 hat er sich als Forscher und Gruppenleiter in den Philips Research Laboratories in Eindhoven\, Redhill und Aachen mit der Entwicklung von Lichtemitter-Dioden in III-V-Verbindungen beschäftigt. 1965 erhielt er eine Professur in Lund\, 1973 in Frankfurt (Main)\, und 1981-1983 war er Vizepräsident für Mikroelektronik bei RIFA Stockholm (einem Mitglied der Ericsson Group). Die University of California\, Berkeley\, lud ihn 1991 zur Miller-Gastprofessur ein\, und 1991-1993 leitete er das neu gegründete Institut für Halbleiterphysik (IHP) in Frankfurt (Oder).\nEr war beratend tätig im Komitee für Wissenschaft und Forschung des Landes Brandenburg\, im Deutschen Wissenschaftsrat\, für das dänische Erziehungsministerium sowie für den schwedischen Premierminister. Seit 2004 ist er Vizepräsident des Europäischen Materialforums. Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften (KVA)\, die Königliche Schwedische Akademie für Ingenieurwissenschaften (IVA)\, die Finnische Gesellschaft der Wissenschaft und Literatur sowie die Royal Physiographic Society of Lund zählen ihn zu ihrem Mitglied. Beim A.F.Ioffe-Institut in St. Petersburg und bei der ungarischen Loránd-Eötvös-Gesellschaft für Physik ist er Ehrenmitglied.\nAbstract:\nNeue Technologien in den Materialwissenschaften regen das weltweite Wirtschaftswachstum an und ermöglichen prinzipiell wesentliche Verbesserungen der Lebensqualität und Arbeitsweisen. Davon könnten insbesondere das Gesundheitswesen\, die Digitalisierung und die Kommunikation profitieren. Für die Wirtschaftsstrategie Europas ist es demzufolge von entscheidender Bedeutung\, dass solche technologisch wichtigen Bereiche effizient mit relevanten industriellen Sektoren verknüpft werden können\, um die Innovation und damit das europäische Wirtschaftswachstum wirkungsvoll zu fördern.\nIn diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf vier Probleme:\n– die Schwächen der europäischen Forschungspolitik;\n– die Steigerung der globalen Wirtschaft mit Hilfe markterweiternder Innovationen;\n– das Ansehen europäischer Universitäten und\n– die Europäische Forschungsinfrastruktur.\nDas erste Problem betrifft das Europäische Paradoxon: die Tatsache\, dass wir in Europa zwar hervorragende Forschung betreiben\, aber große Schwierigkeiten haben\, die sich daraus ergebenden Erkenntnisse in neue Produkte zu überführen und umfassend zu nutzen.\nDas zweite Problem betrifft die Umstrukturierung des Weltmarktes. Wegen der hohen Investitionen in neue Technologien konzentrieren führende Elektronikfirmen und Forschungsinstitutionen ihre Aktivitäten nicht länger nur auf Moores Gesetz\, sondern vor allem auf die Anwendung von ihnen entwickelter neuer Technologien in neuen Wirtschaftsbereichen. Beispiele dafür sind dezentralisierte medizinische Laboratorien und die digitale Krankheitsbehandlung.\nIn Anbetracht der Tatsache\, dass die zur Zeit gespeicherten Datenmengen von 20 ZBytes in Kürze auf 160 ZBytes steigen werden (1 ZByte entspricht 1 000 000 000 000 GBytes oder 1021 Bytes)\, wird selbst die Datenspeicherung zu einem Zukunftsthema.\nIn den Zusammenhängen werden wir untersuchen\, warum die meisten innovativen Technologien der Mikroelektronik von Firmen außerhalb Europas entwickelt und auf diese Weise neue große Wirtschaftsmärkte eröffnet werden\, an denen Europas traditionelle Firmen nur in geringem Umfang beteiligt sind.\nDa weder die Europäische „Wissenschaftsgesellschaft“ noch der private Sektor in der Lage waren\, das europäische Paradoxon zu lösen\, obwohl die Forschungsförderung per capita in Europa größer ist als in anderen Teilen der Welt\, werden resümierend eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet\, mit welchen Maßnahmen diese Schwächen zu beheben wären\, damit die neuen Perspektiven der globalen Marktwirtschaft auch in Europa positiv und effektiv umgesetzt werden können. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/april-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190411T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190411T163000
DTSTAMP:20181220T165813Z
CREATED:20181220T165813Z
LAST-MODIFIED:20181220T165813Z
UID:16395-1554987600-1555000200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Nichtöffentliche Geschäftssitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu einer \nnicht-öffentlichen Geschäftssitzung  \nam 11. 04.2019. \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal\nZeit: 12:00 Uhr bis 13:0  und 15:30 bis 16:30 \nDie Einladung geht gesondert zu.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/nichtoeffentliche-geschaeftssitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190411T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190411T120000
DTSTAMP:20190308T164914Z
CREATED:20181220T152922Z
LAST-MODIFIED:20190308T164914Z
UID:16385-1554976800-1554984000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre April-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nAnorganische Pigmente – aktueller Stand und neue Erkenntnisse\nVortragender: Gerhard Pfaff (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal \nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 \nC.V.:\nProf. Pfaff ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2018. Nach Studium und Promotion (1983) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena war er als wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Fachbereich Chemie seiner Universität mit vielfältigen Lehrverpflichtungen auf dem Gebiet der Anorganischen Chemie tätig.\n1991 begann er seine Tätigkeit in der Pigmentforschung bei Merck in Darmstadt. Seit 1994 war er Leiter der Abteilung Produktentwicklung innerhalb der Forschung für Effektpigmente. 2006 übernahm er bis zu seinem Ausscheiden aus dem  aktiven Berufsleben (2014) die Leitung der Pigmentforschung bei Merck mit den Standorten in Deutschland\, Japan und den USA. Unter seiner Leitung wurden in den Jahren bei Merck vielfältige neue Effektpigmente und funktionelle Materialien entwickelt und zur Marktreife gebracht.\nSeit 1994 hält Gerhard Pfaff Vorlesungen an der TH/TU Darmstadt\, wo er sich 1997 am Fachbereich Chemie mit einer Arbeit zu neuartigen Synthesemethoden für anorganische oxidische Pulver und deren Charakterisierung habilitierte und Privatdozent wurde. 2008 wurde er zum apl. Prof. an der TU Darmstadt ernannt. Gerhard Pfaff ist Autor von etwa 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehr als 70 Patenten. Er hält aktuell Vorlesungen an der TU Darmstadt und der Universität Frankfurt/Main.\nAbstract:\nPigmente und Farbstoffe\, die unter dem Begriff “Farbmittel“ zusammengefasst werden\, sind für die Menschheit schon seit Jahrtausenden von großer Bedeutung. Sie trugen in der Vergangenheit und tragen auch in Gegenwart und Zukunft zu einer Verschönerung des täglichen Lebens und des uns umgebenden Raumes sowie zur Akzentuierung und Differenzierung von Objekten bei. Pigmente und Farbstoffe nehmen zudem über ihre Anwendungen in unterschiedlichsten Systemen Einfluss auf unsere Gedanken\, Gefühle und Stimmungen.\nAnorganische Pigmente gehören zu den wichtigsten Farbmitteln. Sie zeichnen sich durch farbliche Vielfalt\, hohe Stabilität und vergleichsweise kostengünstige Herstellprozesse aus. Der Vortrag behandelt die Entwicklungsgeschichte der anorganischen Pigmente vom Altertum bis in die Gegenwart. Während die in früherer Zeit verwendeten Pigmente entweder auf natürlichen Materialien basierten oder über empirische Prozesse erzeugt wurden\, werden die meisten der heute technisch relevanten anorganischen Pigmente im industriellen Maßstab hergestellt. Dazu zählen Titandioxid-\, Eisenoxid-\, Ultramarin- und Ruß-Pigmente ebenso wie Effektpigmente oder funktionelle Pigmente mit speziellen magnetischen und korrosionshemmenden Eigenschaften.\nIn den letzten Jahren machen vor allem Effektpigmente durch innovative Neuentwicklungen auf sich aufmerksam. Das betrifft sowohl Metalleffektpigmente als auch transparente Effektpigmente\, die sich durch spezielle optische Eigenschaften wie Metallglanz\, Perlglanz\, Interferenzfarbe und Abhängigkeit der Farbe vom Betrachtungswinkel (Farbflop) oder aber durch funktionelle Charakteristika wie elektrische Leitfähigkeit\, Reflexion von Infrarotstrahlung und Absorption von Laserstrahlen auszeichnen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/april-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190411T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190411T120000
DTSTAMP:20190308T165218Z
CREATED:20181220T152437Z
LAST-MODIFIED:20190308T165218Z
UID:16382-1554976800-1554984000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät veranstaltet ihre April-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \n„Bildnerisches Denken“ als Wissensform der Ökonomie?\nVortragender: Steffen Groß (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Raum 505 \nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 \nC.V.:\nProf. Groß ist Volkswirtschaftler und Philosoph sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Er lehrt Volkswirtschaftslehre an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und ist dort insbesondere für das Modul „Kulturökonomik und Kulturbetrieb“ verantwortlich.\nAbstract:\nDer wohl größere Teil der Volkswirte sieht in der Ökonomie eine positive Wissenschaft und folgt darin – ausdrücklich oder unreflektiert – der Methodologie Milton Friedmans\, die sich immer wieder neu als überaus wirkmächtig erweist. Danach studieren Ökonomen wirtschaftliche Tatbestände und produzieren positives Wissen über die Funktionsweisen der Volkswirtschaft.\nDoch sind damit die Tätigkeit der Ökonomen wie auch die epistemische Situation der Volkswirtschaftslehre adäquat erfasst? Zweifel daran sind allemal angebracht. So hat u.a. David Colander 1992 in einem Aufsatz für das Journal of Economic Perspectives den Verlust des SelbstVerständnisses von Ökonomie als Kunstfertigkeit beklagt.\nDer Vortragende nimmt Colanders Anregung auf und stellt die Fragen nach der Art des ökonomischen Wissens\, danach\, wie es zustande kommt und in welchen Formen seiner Produktion und Reflexion es sich vollzieht\, aus dem Blickwinkel einer „art of economics“. Dazu wird eine Brücke zur Kunst- und Künstlertheorie Paul Klees und Wassily Kandinskys geschlagen und danach gefragt\, ob die Wissensform der Ökonomie dem „Bildnerischen Denken“ nicht recht nahe kommt. Schließlich erschöpft sich der Anspruch ökonomischen Wissens nicht in der positiven\, abbildenden Beschreibung von offen zutage liegenden Gegebenheiten. Vielmehr möchte es verborgene Strukturen und Wirkungszusammenhänge im Feld des wirtschaftlichen Handelns überhaupt erst sichtbar machen und damit im Sinne eines Orientierungswissens nichts weniger als praktisch handlungsrelevant werden lassen. Mithin wird gerade hier „etwas sichtbar gemacht\, was ohne das Bemühen des Sichtbarmachens nicht zu ersehen wäre.“ (Paul Klee)\nInsgesamt möchte er aufzeigen\, dass es\, wenn wir Ökonomie als Wissenschaft und unser Tun als Wirtschaftswissenschaftler besser verstehen wollen\, gute Gründe dafür gibt\, der Idee eines komplementären Pluralismus von Wissenschaft\, Kunst und Philosophie zu folgen und sie fruchtbar werden zu lassen
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/april-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190328T103000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190328T123000
DTSTAMP:20190306T130936Z
CREATED:20181220T151731Z
LAST-MODIFIED:20190306T130936Z
UID:16378-1553769000-1553776200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) “Prinzip Einfachheit” der Leibniz-Sozietät veranstaltet am 28. März einen Workshop als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nSchaffung von Voraussetzungen für Einfachheit – ein Grundprinzip nicht nur in der menschlichen Informationsverarbeitung ?\n \ngewidmet Werner Krause (MLS) zu seinem 80. Geburtstag \nVortragende: Erdmute Sommerfeld (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Balkonsaal \nZeit: 10:30 Uhr bis 12:30 \nC.V.:\nFrau Prof. Sommerfeld ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg arbeitete sie von 1969 bis 1991 an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin\, später Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse – mit dem Forschungsschwerpunkt „Mathematisch-psychologische Elementaranalyse der menschlichen Informationsverarbeitung“ (Promotion 1979 zum Dr. rer. nat.). Von 1985 bis zur Abwicklung der Akademie der Wissenschaften leitete sie die Abteilung “Mathematische Modellierung und Simulation kognitiver Prozesse”\, danach die Projektgruppe “Mathematische Psychologie” im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms (WIP). Sie hielt Gastvorlesungen  an den Universitäten Jena\, Bochum\, Braunschweig und Leuven (Belgien). Nach der Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin 1993 war sie wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1994 erhielt sie den Ruf auf die Dozentur “Methoden der Psychologie” der Universität Leipzig und wurde 2003 zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt.\nIn der International Society for Psychophysics war sie die Vorsitzende des Programm- und Organisationskomitees für den “Fechner Day 2001” in Leipzig – das Internationale Symposium zu Ehren des 200. Geburtstages von G. Th. Fechner\, dem Begründer der Psychophysik und Wegbereiter für die experimentelle Psychologie.\nSie publizierte das Buch „Kognitive Strukturen“ (Münster\, New York\, 1994) sowie zahlreiche Fachartikel zur Modellierung und Analyse kognitiver Strukturen und Prozesse.\nAbstract:\n„Mir kommen die Wege\, auf denen die Menschen zur Erkenntnis der himmlischen Dinge gelangen\, fast ebenso bewunderungswürdig vor\, wie die Natur der Dinge selber.“ (Kepler: Astronomia Nova).\nIn der menschlichen Informationsverarbeitung ist  die Ordnungsbildung im Denken ein Stück Weg zu mehr Einfachheit. Denn durch Ordnungsbildung im Denken können – als eine Art Vorverarbeitung –  Voraussetzungen dafür geschaffen werden\, dass der eigentliche Lösungsprozess möglichst einfach wird.\nAusgangspunkt des Vortrags ist der Untersuchungsansatz „Ordnungsbildung im Denken“ von Werner Krause mit Bezug zur Schaffung von Voraussetzungen für Einfachheit.\nIm Vortrag werden experimentelle Untersuchungen zu einigen ausgewählten kognitiven Anforderungen in der menschlichen Informationsverarbeitung charakterisiert und Ergebnisse dazu vorgestellt\, die im Rahmen der Kognitiven Psychologie erzielt wurden.\nBei allen untersuchten Anforderungen konnte anhand der Ausbildung ausgezeichneter interner Repräsentationen bereichsübergreifend aufgezeigt werden\, dass Voraussetzungen für relativ einfache Prozesse bzw. sogar für einfachste Prozesse geschaffen werden. Das ist quantifizierbar durch die zum Bewältigen der Anforderung erforderliche (bewichtete) Anzahl von Operationen bzw. durch die erforderliche Zeit zum Lösen der Aufgabe. Bei der Schaffung solcher Voraussetzungen ist eine auf spezifischen Lernprozessen basierende Bildung von Makroelementen mit emergenten Eigenschaften von Bedeutung. Als Steuerkriterium spielt die  kognitive Ökonomie eine entscheidende Rolle.\nAnknüpfend an die im Rahmen der Kognitiven Psychologie erzielten Ergebnisse wird die Frage gestellt\, ob auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen die Schaffung von Voraussetzungen für einfache Prozesse eine so grundsätzliche Rolle spielt. Wenn ja\, geht es darum\, welche Bedeutung dabei die anforderungsabhängige Bildung entsprechender Makroelemente hat und ob fachspezifische Aussagen und empirische Belege dafür sprechen\, dass ein Steuerkriterium „Ökonomie“ zugrunde liegt.\nEs werden Beispiele dafür gebracht\, dass sich entsprechende Voraussetzungen für einfach(st)e Prozesse in der objektiven Realität (ohne und mit Einbeziehung des Menschen) entwickelt haben sowie anforderungsabhängig durch den Menschen geschaffen wurden und werden.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-des-arbeitskreises-prinzip-einfachheit/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190322T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190322T170000
DTSTAMP:20190223T185853Z
CREATED:20181220T151032Z
LAST-MODIFIED:20190223T185853Z
UID:16374-1553248800-1553274000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) “Gesellschaftsanalyse und Klassen” der Leibniz-Sozietät veranstaltet im März einen Wokshop als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nTransformation im aktuellen Kontext – Chancen\, Ambivalenzen und Blockaden\nOrt:  Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Salon\, Franz-Mehring-Platz 1\, 10243 Berlin \nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \n\nAnkündigung und Programm
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/workshop-des-arbeitskreises-gesllschaftsanalyse-und-klassen/
LOCATION:Berlin\, Franz-Mehring-Platz 1; Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Franz-Mehring-Platz 1\, Münzenbergsaal\, 10243 Berlin\, 10243\, Deutschland
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190314T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190314T153000
DTSTAMP:20190304T154658Z
CREATED:20181220T150444Z
LAST-MODIFIED:20190304T154658Z
UID:16371-1552570200-1552577400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen März-Plenarsitzung zum Thema \nWem gehört die “annektierte” Krim? Eine historische Betrachtung\nVortragender: Armin Jähne (MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal \nZeit: 13:30 Uhr bis 15:30 \nC.V.:\nProf. Jähne ist Spezialist für Alte und Osteuropäische Geschichte sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2001\, der er z.Z. als Vizepräsident vorsteht. Nach Promotion (1970 in Moskau) und Habilitation (1980 in Berlin) wurde er 1988 zum Professor an der Humboldt-Universität Berlin berufen\, wo er bis 1996 wirkte. Danach leistete er Projektarbeit; heute ist er Pensionär. Seine Forschungsgebiete sind die Geschichte Griechenlands und des Hellenismus\, die Geschichte Ost- und Südosteuropas sowie die Wissenschaftsgeschichte.\nAbstract:\nKlemens Lothar Wenzel Fürst von Metternich (1773 – 1859) äußerte einst gedankenschwer\, dass Politiker\, wenn sie über andere Länder urteilen\, oft genug zwei Faktoren vergessen: ihre Geographie und Geschichte. Sie zu beachten\, ist geradezu unumgängliche Pflicht\, wenn man heute nach einer Antwort auf die Frage sucht\, wer die Krim beanspruchen darf bzw. wem sie gehört.\nRussland hatte sich am Beginn des 18. Jh.\, was seine Beziehungen zu Europa betraf\, auf drei außenpolitisch strategische Hauptrichtungen festgelegt\, die bis heute nachwirken und nur zum Teil etwas von ihrer Bedeutung eingebüßt haben: nach dem Nordwesten mit Skandinavien und namentlich Schweden\, nach dem Westen\, nach Zentraleuropa mit insbesondere Polen und nach dem Südwesten mit dem Balkan. Eine vierte Richtung\, die hier nicht von Belang ist\, zielte nach Mittelasien. Diese geopolitisch bedingten Strategielinien trugen ideologischen Vorstellungen Rechnung und waren damit eindeutig machtpolitisch fixiert.\nMit dem Frieden von Nystad 1721\, der den „Nordischen Krieg“ gegen Schweden (seit 1700) beendete\, hatte Peter I. (1672 – 1725\, Zar seit 1682) Russland den Zugang zur Ostsee und damit den Weg über See nach dem Westen geöffnet. Was im Norden geglückt war\, sollte auch im Süden gelingen. Zwar hatte Peter I. 1696 die türkische Festung Azow an der Mündung des Don eingenommen\, aber die wirkliche Wende trat erst 1783 ein\, als die Krim endgültig an Russland fiel und die Stadt Sewastopol auf- und ausgebaut und dort ein Kriegshafen eingerichtet wurde.\nDie Krim ragt wie ein Keil in das Schwarze Meer hinein\, das wie ein Fächer vor der entstehenden russischen Flotte lag und aufgehört hatte\, ein türkisches Mare nostrum zu sein. Sie war von nun an Ausgangspunkt und Rückhalt für die russische Seemacht geworden\, die nicht allein auf das Schwarze Meer beschränkt bleiben wollte und deshalb dessen Ausgang ins Visier nahm: die Meerengen Bosporus und Dardanellen. Mit der Angliederung der Krim an Russland war ein Knäuel ineinandergreifender politischer Sachverhalte und widerstreitender Machtinteressen entstanden\, das zwei Jahrhunderte die europäische Politik beschäftigte\, sich allmählich entwirrte und punktuell an Brisanz verlor\, aber noch heute für politisches Kopfzerbrechen sorgen.\nRusslands machtpolitisches Ausgreifen im Süden rief die Seemächte England und Frankreich und das habsburgische Österreich als europäische Kontinentalmacht auf den Plan. Die Vereinnahmung der Krim durch Russland schloß zwingend drei international bedeutsame Probleme ein: die „Orientalische Frage“\, d.h. Aufteilung des territorialen Erbes des „kranken Mannes am Bosporus“ (Türkei bzw. Naher Osten)\, die Meerengenfrage (Bosporus und Dardanellen) und das Schicksal der christlich-orthodoxen Bevölkerung auf dem Balkan\, für die Russland als Schutzmacht auftrat. Diese Probleme bildeten die Südwestkomponente der russisch-sowjetisch-russischen Außenpolitik im 18. – 20. Jh.\, eigentlich bis in unsere Tage hinein.\n1954 hatte Nikita S. Chruschtschow (1894 – 1971) in einem willkürlichen administrativen Akt\, offenbar ökonomisch bedingt\, die Krim aus der Russischen Föderation aus- und in die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik eingegliedert. Das war kein weltbewegender und international kaum beachteter Vorgang\, denn die Krim blieb im Bestand der UdSSR. Die Situation änderte sich grundlegend\, als das Sowjetimperium 1991 zerfiel und die Ukraine ihre staatliche Unabhängigkeit erlangte. Noch im Dezember 1991 stimmten 54% der Krimbevölkerung für die Unabhängigkeit der Ukraine und damit für die Beibehaltung des status quo. Zwei Verträge\, unterzeichnet von Frankreich\, der BRD und Russland\, bestätigten die Integrität der ukrainischen Grenzen.\nWurde anfangs noch geglaubt\, dass sich am Verhältnis der Ukraine und Russlands wenig ändern würde\, so sollte sich das bald als ein Trugschluß erweisen. Die Ukraine schwenkte auf einen prowestlichen und zugleich russlandphoben Kurs ein und suchte die Nähe zu den USA (1992). Die russisch-ukrainischen Beziehungen erlebten dann im Zuge der Vorgänge 2014 auf dem Kiewer Maidan ihren Tiefpunkt. Russland reagierte rigoros und holte die Krim zurück in die Russische Föderation. Flankiert wurde die mit militärischen Mitteln abgesicherte Rückführungsaktion durch eine Volksabstimmung\, in der sich die Mehrheit der Bevölkerung klar für den neuerlichen Anschluß der Krim an Russland\, d. h. die Wiederherstellung der ursprünglichen\, historisch bedingten Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland entschied.\nSeither wird international auf das Heftigste über den Status der Krim gestritten.\nBlanker Zynismus und pure Heuchelei sind es\, wenn von westlicher Seite immer wieder die Krim als Grund für antirussische Sanktionen genannt und ihre Rückgabe an die Ukraine verlangt wird. Die politische Ratio gebietet eigentlich\, die Krimfrage von der „ukrainischen Krise“ zu trennen und sich verstärkt um die Lösung der letzteren zu bemühen. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190314T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190314T120000
DTSTAMP:20190306T132436Z
CREATED:20181220T145926Z
LAST-MODIFIED:20190306T132436Z
UID:16368-1552557600-1552564800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät veranstaltet ihre März-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nÜberleben bedrohter Sprachen – Die hawaiianische Strategie\nVortragender: Wilfried Baumgarten MLS) \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; raum 505\nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 \nC.V.:\nDr. Baumgarten ist Sprachwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2016. Er erwarb 1975 in Leipzig das Sprachmittler-Diplom für Englisch und Arabisch und arbeitete danach 15 Jahre lang als Sprachmittler. Daneben studierte er dort von 1981 bis zur Promotion 1986 Wirtschaftswissenschaften mit Spezialisierung auf Wirtschaftsgeschichte Palästinas/Israels.\nEr hat als Europäischer Projektmanager beim TÜV Rheinland in Berlin sowie als Projektgutachter Europa-Projekte für das Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn gearbeitet. Seit 2006 ist er Lehrbeauftragter bzw. Dozent für Arabisch in München\, u.a. an der Ludwig-Maximilians-Universität\, der Munich Business School und der Universität der Bundeswehr. Daneben leitete er 2008 – 2015  Kurse für Biblisches Hebräisch.\nSeit 2008 studiert er außerdem bedrohte Sprachen Amerikas\, Australiens und Ozeaniens mit Spezialisierung auf polynesische Sprachen. Seit Sommer 2015 ist er freischaffender Linguist in Grafenau\, Niederbayern. Hier hat er den Polynesien-Verlag gegründet und kooperiert mit der University of Hawai’i Press\, Honolulu\, bei der Übersetzung und Herausgabe eines Samoanisch-Lehrbuchs für den deutschsprachigen Raum.\nVon seinen Veröffentlichungen sind besonders zu nennen: „Aloha kākou! – Lehrbuch der hawaiianischen Sprache“ (Gilching 2013); „Arabisch im Geschäftskontakt“ (Hamburg 2015); „Fa’aitoito! – Lehrbuch der Sprache von Tahiti“ (Grafenau 2016\, zusammen mit Hereiti Arapari\, Mo’orea\, Französisch-Polynesien); „Illustriertes Wörterbuch Hawaiianisch-Deutsch“ (Grafenau 2017).\nSeine aktuelle Forschung gilt dem Wortschatz des modernen Hawaiianisch und den grammatischen Strukturen polynesischer Sprachen\, wozu er die Kooperation mit dem Hawaiian Lexicon Committee (Kōmike Hua’ōlelo Hawai’i) anstrebt. \nAbstract:\nDas Hawaiianische\, das in den 1970er Jahren endgültig auszusterben drohte\, dient inzwischen vielfach als Beispiel für die erfolgreiche Revitalisierung einer Sprache. Im Vortrag werden die Ziele und Maßnahmen der hawaiianischen Renaissance-Bewegung bezüglich der Wiederbelebung des Hawaiianischen\, sowie die vorhandenen Ressourcen und Voraussetzungen vorgestellt. Die auf diesem Weg erreichten Ergebnisse werden kritisch betrachtet\, und es wird die Frage aufgeworfen\, welche Perspektive das Hawaiianische angesichts der Einschätzung der UNESCO hat\, dass seine “langfristige Zukunft unsicher” bleibe. Schließlich wird der Frage nachgegangen\, inwieweit der Fall des Hawaiianischen im Kontext mit Revitalisierungsbemühungen als Beispiel und/oder als Vorbild für andere Sprachen geeignet ist.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190314T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190314T120000
DTSTAMP:20190301T185340Z
CREATED:20181220T145506Z
LAST-MODIFIED:20190301T185340Z
UID:16365-1552557600-1552564800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre März-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \n„Consortien“ (1872) und „Symbiosen“ (1878) – Über die Entdeckung eines neuen „biologischen Problems“ und seine Verallgemeinerung \nVortragender: Ekkehard Höxtermann\, MLS \nZeit:       14. März 2019\, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal \n  \nCV.:\nProf. Höxtermann wurde nach dem Biologie-Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin 1985 promoviert und wandte sich unter dem Einfluss von Frau Prof. Ilse Jahn der Biologiegeschichte zu. Von 1990 bis 1993 am Institut für Biochemie der Universität Köln tätig\, habilitierte er sich 1994 in Jena für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften und lehrte anschließend Geschichte der Biologie\, der Biochemie und der Pharmazie in Jena\, Berlin und Göttingen\, ab 2003 als außerplanmäßiger Professor der Freien Universität Berlin. Seit 2008 betreut er das biologiehistorische Verlagsprogramm der Basilisken-Presse in Rangsdorf.\nHöxtermann plädiert für eine untrennbare Einheit von Geschichte und Gegenwart der Biologie und betrachtet es als eine vordringliche Aufgabe\, die Theorien und Methoden der modernen Biologie aus der Geschichte begreiflich machen. Ausgehend von seinen biologischen Arbeitsgebieten erschloss er den historischen Kontext bis dahin vernachlässigter Disziplinen und Konzepte der Physiologie\, Biochemie und Symbiogenetik der Pflanzen. Als Gründungs- und zeitweiliges Vorstandsmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie“ sowie Autor\, Herausgeber und Verleger biologiehistorischer Monographien und Reihen trug er maßgeblich zur Entwicklung und öffentlichen Wahrnehmung der Biologiehistoriographie in Deutschland bei. \nAbstract:\nAls populäres Sinnbild der Evolution von Lebewesen galt lange Zeit der Stammbaum\, der sich gabelt und in immer feinere Zweige verästelt. Höherentwicklung wurde gleichsam als Auseinanderstreben fortlaufender\, sich stetig wandelnder Abstammungslinien verstanden\, wie sie sich im Kampf ums Dasein durchsetzten. Motor des Fortschritts war demnach die Konkurrenz.\nDoch unsere heutigen Bilder von der Stammesgeschichte der Organismen entsprechen allenfalls einem Stammbusch mit auffallenden Anastomosen. Die Querverbindungen bezeigen\, dass es neben der Konkurrenz der Arten noch einen zweiten Modus der Höherentwicklung gibt\, die Kooperation der Arten. Auch sie ist ein Konzept des 19. Jahrhunderts\, und ich möchte in meinem Vortrag aufzeigen\, wie man diesem „biologischen Problem“ auf die Schliche kam. Der Kieler Botaniker Johannes Reinke meinte 1904\, eingedenk der vielen\, sich über Jahrzehnte erstreckenden Arbeiten\, die notwendig waren\, um das enge\, ja essentielle Zusammenleben mancher Arten zu entdecken: „Bevor ein Problem nicht erkannt ist\, kann es auch nicht bearbeitet werden.”\nEine Schlüsselrolle bei der Entdeckung dieses neuen „biologischen Problems“\, das zuerst ein ökologisches war und dann zu einem evolutionsbiologischen wurde\, spielten die Flechten. Seit dem 17. Jahrhundert im Blick der Forscher\, wurden sie als ganze\, untrennbare Individuen betrachtet und in einer eigenen taxonomischen Gruppe zusammengefasst. Ihre Ähnlichkeiten mit Pilzen und Algen ließen sie allenfalls als Bindeglied zwischen beiden in der „Stufenleiter der Natur“ erscheinen. Es erregte von daher Unglauben und Widerspruch\, als der in München und Basel lehrende Botaniker und herausragende Mikroskopiker Simon Schwendener im Ergebnis entwicklungsgeschichtlicher „Untersuchungen über den Flechtenthallus“ (1867) erstmals in aller Deutlichkeit behauptete\, dass Flechten nichts anderes als Zwitterwesen aus Algen und Pilzen seien\, bei denen sich parasitische Pilze von Algen ernährten und diese\, wie er 1869 meinte\, zu einem unfreien „Helotenthum“ (Sklavendienst) zwangen.\nDie Gegner dieser Ansicht verstummten\, als Reinke 1872 auch in den Wurzeln höherer Pflanzen einen Lebensverbund mit „Blaualgen“ entdeckte und „diese Form des organischen Lebens“ als „Consortium“ bezeichnete. Es blieb unklar\, welchen Vor- oder Nachteil die Partner aus ihrer wechselseitigen Beziehung zogen. Auf der Suche nach einem weiten\, wertungsfreien Begriff für das „Auf- oder Ineinanderwohnen zweier verschiedener Species […]\, welcher die Rolle\, die beide Wesen dabei spielen\, noch nicht berücksichtigt\, also auf das blosse Zusammenleben begründet ist\,“ empfahl der Leipziger Botaniker Albert Bernhard Frank 1877 den Ausdruck „Symbiotismus“.\nUnter Einbeziehung der Tiere führte schließlich der Straßburger Botaniker Anton de Bary 1878 eine allgemeine „Collectivbezeichnung“ für die zahlreichen\, in den zurückliegenden Jahren gefundenen „Associationen ungleichnamiger Organismen-Species zu gemeinsamer Existenz“ ein und nannte solche „Genossenschaftsbeziehungen“\, ganz gleich wie es um die Nützlichkeitsbalance stand\, „Symbiosen“. Der Symbiosebegriff fand regen Zuspruch und rasche Verbreitung. Dazu trug bei\, dass de Bary die Symbiosen als einen besonderen Fall der Anpassung an bestimmte Lebensverhältnisse betrachtete\, wie sie Charles Darwin in seiner Evolutionstheorie vertrat. Das Symbioseprinzip erhielt eine weitere Bestätigung\, als Albert Bernhard Frank\, seit 1881 in Berlin\, 1885 die Natur der „Pilzwurzeln” verschiedener Waldbäume entdeckte und „Mycorrhiza” [sic!] nannte.\nSchwendeners „Algenpilze“\, Reinkes „Algenwurzeln“ und Franks „Pilzwurzeln“ hatten mithin zur Aufdeckung und Anerkennung einer neuen\, allgemeinen Lebenserscheinung geführt. „Nachdem das Ei des Columbus einmal aufrecht dastand“\, so de Bary 1878\, war es eine Frage der Zeit\, dass das Konzept der Lebensgemeinschaften von den Vielzellern und Einzellern dann sogar auf Organellen übertragen wurde. Die entscheidende Frage war die nach dem kleinsten „Elementarorganismus“. Es bestand Konsens\, dass es sich dabei um die Zellen als nicht weiter zerlegbare Individuen des Lebens handelt. Hauptmerkmal ihrer Elementarität war die Vermehrung durch Teilung. Doch mit den Fortschritten der Mikroskopie wurden die Zellforscher auf noch kleinere\, permanent vorhandene\, subzelluläre Gebilde aufmerksam\, die sich durch Teilung vermehrten: die Zellkerne und die Chloroplasten. Sie schienen die wahren „Elementarorganismen“ zu sein.\nDer Bonner Botaniker Andreas Franz Wilhelm Schimper äußerte 1883 zuerst den Gedanken\, dass die Beziehungen der Plastiden „zu dem sie enthaltenden Organismus einigermassen an eine Symbiose erinnern. Möglicherweise verdanken die grünen Pflanzen wirklich einer Vereinigung eines farblosen Organismus mit einem von Chlorophyll gleichmässig tingirten ihren Ursprung.“ Vermehrung durch Teilung war\, wie gesagt\, auch ein Merkmal der Zellkerne\, und so sprach der japanische Zoologe Shosaburo Watasé 1893 auch hier von einer Symbiose der Kerne mit dem Plasma der Zellen. Auch andere Zytologen gebrauchten das Bild einer innerzellulären Symbiose\, meist aber nur einmalig oder beiläufig. Wenn ihre Äußerungen auch einen phylogenetischen Aspekt enthielten\, so machten sie die Symbiogenese doch nicht zum Gegenstand einer Evolutionstheorie.\nDas verdanken wir dem St. Petersburger Botaniker Andrej Sergeevič Famincyn\, der 1890 die Entstehung der Pflanzenzellen wie überhaupt höherentwickelter Lebewesen auf „die Vereinigung einfacher Organismen zu Kolonien“ zurückführte. Die Idee wurde dann vor allem durch den Kazaner Biologen Konstantin Sergeevič Merežkovskij zu einer in sich geschlossenen Evolutionstheorie ausgebaut\, so spekulativ sie zunächst auch war. Er vertrat 1905 die Ansicht\, dass die kernhaltigen Zellen symbiogenetische Chimären sind und letztlich zwei Plasmaarten vereinigten\, die in unterschiedlichen Erdzeitaltern entstanden seien. Famincyn und Merežkovskij sahen in der Symbiogenese das fehlende Glied einer schlüssigen Evolutionstheorie; eine natürliche Auslese bestangepasster Varietäten als Hauptmodus der Evolution im Sinne Darwins lehnten sie ab.\nEs war das Ziel eines dritten russischen Biologen\, Symbiogenese- und Selektionstheorie zu integrieren. Boris Michajlovič Kozo-Poljanskij\, der in Voronež Botanik und Evolutionsbiologie lehrte\, entwickelte ab 1924 die Symbiogenesetheorie zu einer darwinistischen Evolutionstheorie weiter\, in der die Symbiose einen Faktor\, die Selektion aber den Mechanismus der Evolution darstellte. Aber er sollte mit seinen Überlegungen ein Außenseiter bleiben. Das Allgemeingültigkeit beanspruchende Symbiosekonzept wurde in den 1920er und 1930er Jahren wieder ein Gegenstand von Spezialisten und aus der Evolutionsbiologie in die Ökologie zurückverwiesen. Die Gründe sind vielfältig. Nur so viel: Zwei Hauptstützen\, das Verständnis der Flechten als eine für beide Seiten vorteilhafte Lebenseinheit und die relative Autonomie der Plastiden\, waren ins Wanken geraten. Erst in den 1960er Jahren kam es zu einer „Wiederentdeckung” der Endosymbiontennatur der Chloroplasten und zu einer Neuformulierung der Symbiogenesetheorie\, die das moderne Bild von der Entstehung der kernhaltigen Zellen aus symbiotischen Bakteriengesellschaften bestimmt und heute als experimentell abgesichert gilt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-sitzung-der-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190215T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190215T160000
DTSTAMP:20190213T083558Z
CREATED:20181220T145013Z
LAST-MODIFIED:20190213T083558Z
UID:16359-1550224800-1550246400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Gemeinsame Konferenz der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften und des GFZ Potsdam
DESCRIPTION:Eine Gemeinsame Veranstaltung von Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ zum Thema \n„Ein und ein halbes Jahrhundert internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit der Geodäten und Geophysiker“\nwird als öffentliche wissenschaftliche Veranstaltung \nanlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der International Union of Geodesy and Geophysics (IUGG) \nsowie\ndes 85. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. Helmut Moritz\, MLS\, Ehrenpräsident der IAG \nam 15.02.2019 in Potsdam\, Telegrafenberg\, Haus H\, Vortragsraum 2+3 \nvon 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr durchgeführt. \n\nEinladung und Programm \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/gemeinsame-konferenz-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-und-des-gfz-potsdam/
LOCATION:Großer Hörsaal\, Wissenschaftspark Albert Einstein\, Telegrafenberg\, 14473 Potsdam\, Telegrafenberg\, Potsdam\, 14473
CATEGORIES:Arbeitskreise,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190214T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190214T120000
DTSTAMP:20190213T083405Z
CREATED:20181219T183312Z
LAST-MODIFIED:20190213T083405Z
UID:16346-1550138400-1550145600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre Februar-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nVon Kernreaktionsmechanismen zur innovativen geophysikalischen Erkundung von Technologiemetalllagerstätten\nVortragender: Horst Märten (MLS) \nOrt:      Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:     14. Februar 2019; 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nDr. Horst Märten führt zwei interdisziplinäre Gruppen von Wissenschaftlern und Ingenieuren auf entgegengesetzten Seiten unseres Globus: in Australien und in Deutschland. Er kombiniert fundamentale Forschung und Entwicklung – stets in Einheit von Theorie und Praxis – auf den Gebieten geophysikalische Erkundungstechnologien\, Bergbautechnologien (Schwerpunkt In-Situ-Gewinnung) sowie metallurgische Aufbereitungstechnologien auf Seiten der Umwelt- und Ingenieurtechnik GmbH (UIT\, Deutschland) mit der direkten Anwendung in der Bergbauindustrie bei Heathgate Resources in Südaustralien. Beide Firmen sind innerhalb der US-amerikanischen General-Atomics-Gruppe miteinander verbunden. Als CEO der UIT seit 2002 und Managing Director/Vice President bei Heathgate seit 2004 hat Dr. Märten verschiedenartige Projekte auf den genannten Gebieten initiiert und erfolgreich geleitet. \nNach Promotion und Habilitation auf dem Gebiet der Kernphysik arbeitete Dr. Märten zunächst für mehrere Jahre an der TU Dresden sowie in zahlreichen Europäischen Forschungsinstituten\, zuletzt am EC JRC Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM) in Geel\, Belgien. Seit 1994 ist er im Hochtechnologiekonzern General Atomics tätig und spielte seitdem eine Pionierrolle in zahlreichen Umweltprojekten (radiologische Überwachungsnetzwerke\, Sanierung von Uranstandorten\, Behandlung radioaktiver Reststoffe\, Dekontaminationstechnologien) und bergbaulichen Anwendungen. \nSeine jüngsten Arbeiten in Forschung und Entwicklung zielen neben dem Einsatz fortgeschrittener geophysikalischer Methoden auf effiziente Technologien zur Gewinnung kritischer Technologiemetalle einschließlich Seltener Erden. \nAbstract:\nKernreaktionen\, die für praktische Anwendungen ausschlaggebend sind\, überdecken zahlreiche Größenordnungen auf der Energieskala und unterliegen verschiedenartigen Mechanismen. Die über Jahrzehnte auf Grundlage von Experimenten und (meist modellgestützter) Evaluation der Kerndaten entwickelten Datenbanken ermöglichen mit moderner Software die Simulation und Optimierung von Anwendungen. Nach einem kurzen Überblick über gängige radiologische Verfahren in der geophysikalischen Erkundung wird ein jüngst unter Führung des Autors entwickeltes Logging-Tool für den Einsatz in Erkundungsbohrungen vorgestellt. Es beruht auf dem Einsatz eines gepulsten Neutronengenerators in Verbindung mit zeitaufgelöster g-Spektrometrie plus mehreren zeitaufgelösten Neutronendetektionskanälen in verschiedenen Energiegruppen. Neben der akkuraten Messung des Erzgehalts wird die gleichzeitige Bestimmung mehrere geophysikalischer Parameter (Dichte\, Porosität\, makroskopische Neutronenquerschnitt u.a.) sowie der Element- und Mineralzusammensetzung und der lithologischen Kategorie ermöglicht. Verschiedene tomographische Methoden kommen für geophysikalische Untersuchungen im Labor (µCT – Computertomographie mit Röntgenstrahlen\, 4D GeoPET – Positronen-Emissions-Tomographie) und im Feld (4D ERT – Elektro-Resistivitäts-Tomographie) zur Charakterisierung der Gestein-Wasser-Interaktion in Raum und Zeit zum Einsatz. Der Autor demonstriert\, dass diese akademisch anmutenden Methoden für neuartige In-situ-Gewinnungsverfahren sowie Umweltstudien von größter praktischer Bedeutung sind.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/16346/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20190214
DTEND;VALUE=DATE:20190215
DTSTAMP:20190205T090124Z
CREATED:20181219T184916Z
LAST-MODIFIED:20190205T090124Z
UID:16356-1550102400-1550188799@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Februar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Februar-Plenarsitzung zum Thema \nErdbeobachtung mit Quanten und Relativität\nVortragender: Jürgen Müller (Hannover) \nOrt:                    1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal\nZeit:                  14. Februar 2019; 13:30 Uhr bis 15:30 \n  \nCV\nProf. Müller ist Geodät. Nach dem Studium\, der Promotion und der Habilitation an der TU München wurde er 2001 an die Universität Hannover berufen und leitet dort das Institut für Erdmessung. Seit 2017 ist er Sprecher des DFG-SFB für relativistische Geodäsie und Gravimetrie mit Quantensensoren an seiner Universität. Der Klasse für Ingenierwissenschaften der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft gehört er als Ordentliches Mitglied an. \nAbstract\nAktuelle technologische Entwicklungen in der Quantenphysik ermöglichen neuartige Anwendungen und Messkonzepte in der Geodäsie und der Erdbeobachtung.\nIn diesem Beitrag werden wir uns auf zwei neue Konzepte konzentrieren: Eines wendet die Atominterferometrie für die Schwerefeldbeobachtung an\, das zweite nutzt Uhrennetzwerke\, um Höhenunterschiede zwischen den Uhren-Standorten zu bestimmen. Im ersten Fall\, werden Schwereanomalien mittels frei-fallender Atome („Quanten-Gravimetrie“) beobachtet; diese Technik kann auch für künftige gradiometrische Messungen im Weltraum benutzt werden. Im zweiten Fall – gemäß der Einsteinschen Relativitätstheorie – kann man aus Frequenzvergleichen zweier hochgenauer optischer Uhren\, die über Glasfaserkabel verbunden sind\, die zugehörige Differenz des Schwerepotentials und damit der Höhe bestimmen. Auch die laser-interferometrische Abstandsmessung zwischen zwei Satelliten mit Nanometer-Genauigkeit\, wie sie in der 2018 gestarteten Satellitenmission GRACE Follow-on erstmalig demonstriert wird\, gehört zu diesen neuen Konzepten. Hier kommt Technologie für geodätische Messungen zum Einsatz\, die im Rahmen der Gravitationswellen-Detektion entwickelt und auf der LISA/Pathfinder-Mission getestet wurde.\nDiese Konzepte werden in enger Zusammenarbeit zwischen Physikern und Geodäten im SFB 1128 “Relativistische Geodäsie und Gravimetrie mit Quantensensoren (geo-Q)” an der Leibniz Universität Hannover erarbeitet. \nNeben den Messprinzipien werden wir präsentieren\, in welchen Bereichen die Geodäsie von diesen neuartigen Entwicklungen profitiert und zeigen künftige Perspektiven auf. Beispiele sind etwa die direkte Bestimmung von physikalischen Höhen und die Vereinheitlichung von Höhensystemen. Wir werden auch die Stärken der neuen Methoden für die Erdbeobachtung illustrieren: Lokale und globale Massenvariationen können mit ungeahnter Genauigkeit und Auflösung beobachtet werden – für eine Vielzahl von geowissenschaftlichen Anwendungen\, z.B. zur Erfassung der Grundwasserabnahme aufgrund des Klimawandels. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/februar-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20190214
DTEND;VALUE=DATE:20190215
DTSTAMP:20190115T164032Z
CREATED:20181219T184243Z
LAST-MODIFIED:20190115T164032Z
UID:16350-1550102400-1550188799@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät veranstaltet ihre Februar-Klassensitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nErledigtes und Unerledigtes in der SMAD-Forschung – zum sowjetischen Agieren im Nachkriegsdeutschland\nVortragende: Elke Scherstjanoi (MLS) \nOrt:      1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Balkonsaal\nZeit:     10:00 Uhr bis 12:00 \nC.V.:\nDr. Scherstjanoi ist Zeithistorikerin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2015. Sie arbeitete an der AdW der DDR\, Zentralinstitut für Geschichte/Institut für Deutsche Geschichte\, und wurde auch dort promoviert. Seit 1994 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin\, ihr Forschungsfeld ist die Geschichte der DDR. Sie betreibt Studien zu den deutsch-sowjetischen Nachkriegsbeziehungen und zur gesellschaftspolitischen Beeinflussung des ostdeutschen Entwicklungswegs durch die Siegermacht/den Blockhegemon UdSSR. Neben politischer Geschichte interessieren sie Spuren persönlicher Begegnung\, die sich zu vergleichenden kulturanthropologischen Betrachtungen zum europäischen Staatssozialismus verdichten lassen. Gelegentlich an deutschen und russischen Hochschulen lehrend\, ist sie seit der Habilitation 2010 Privatdozentin an der TU Chemnitz. Veröffentlichungen (Auswahl): Rotarmisten schreiben aus Deutschland. Briefe von der Front (1945) und historische Analysen (München 2004); Wladimir Gelfand\, Deutschland-Tagebuch 1945-1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten ( Berlin 2005); SED-Agrarpolitik unter sowjetischer Kontrolle 1949-1953 (München 2007); [als Hrsg.:] Russlandheimkehrer. Die sowjetische Kriegsgefangenschaft im Gedächtnis der Deutschen (München 2012); [gemeinsam mit Detlev Brunner als Hrsg.:] Moskaus Spuren in Ostdeutschland\, 1945 bis 1949. Aktenerschließung und Forschungspläne (München 2015). Die aktuelle Forschung gilt dem Alltag in sowjetischen Kommandanturen.\nAbstract:\nDie Historiografie zur Besatzungszeit 1945-1949 hat von der Öffnung russischer Archive nach 1990 enorm profitiert\, insbesondere durch Übernahme eines gewaltigen Dokumentenkorpus aus der Hinterlassenschaft der sowjetischen Besatzungsbehörde. Er lagert nun in Kopie im Bundesarchiv und ist vergleichsweise gut erschließbar. Parallel zum deutsch-russischen Kooperationsprojekt der Aktenerschließung liefen Studien zur Institutionsgeschichte der Sowjetischen Militäradministration. Doch die Vorleistungen bleiben ungenutzt. Warum? Der Vortrag beschreibt die neue Quellensituation und die neuen Chancen. Als mögliche Erklärung für verhaltenes Interesse wird eine in den 1990er Jahren einsetzende Verdrängung alternativer Lesarten solcher Quellen vorgestellt\, die in der Vorstellung mündete\, das Thema sei nun  „ausgeforscht“. Dass dem nicht so ist\, wird an Beispielen vorgestellt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/februar-sitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190124T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190124T160000
DTSTAMP:20180815T091534Z
CREATED:20180815T091534Z
LAST-MODIFIED:20180815T091534Z
UID:15715-1548336600-1548345600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt ein zu ihrer \nnicht öffentlichen Jahresgeschäftssitzung \nDie Einladung geht gesondert zu. \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/jahresgeschaeftssitzung-der-leibniz-sozietaet-4/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190124T120000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190124T123000
DTSTAMP:20181219T141920Z
CREATED:20181219T140858Z
LAST-MODIFIED:20181219T141920Z
UID:16338-1548331200-1548333000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Januar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Gesisteswissenschaften kommt im Januar 2019 zu einer \nnicht öffentlichen Klassensitzung (Geschäftssitzung) \nzusammen. \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Raum 505 \nZeit: 12:00 Uhr bis 12:30
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-der-kasse-sozial-und-geisteswissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Raum 505\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190124T120000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190124T123000
DTSTAMP:20181219T142011Z
CREATED:20181219T140557Z
LAST-MODIFIED:20181219T142011Z
UID:16334-1548331200-1548333000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Januar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften kommt im Januar 2019 zu einer \nnicht öffentlichen Klassensitzung (Geschäftssitzung) \nzusammen. \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal \nZeit: 12:00 Uhr bis 12:30
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-der-kasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
END:VCALENDAR