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SUMMARY:Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Liebe Kolleginnen und Kollegen\, \nam 13. Juni 2024\, 17:00 Uhr wird ein hybrides Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte stattfinden. Der Veranstaltungsort ist der Historische Ratssaal im Rathaus Friedrichshagen (Bölschestraße 87/88\, 12587 Berlin). Außerdem erfolgt eine Übertragung über Zoom. \nUm die Interessen gegenseitig besser kennen zu lernen\, schlagen wir vor\, dass Kollegen\, die bereits zur Wissenschaftsgeschichte geforscht haben\, zu folgenden zwei Punkten sprechen: \n\nein besonders interessantes Ergebnis der eigenen wissenschaftshistorischen Forschungen\nRecherchen/Studien/Arbeiten\, die sich als besonders spannend erwiesen.\n\nNatürlich sind Anregungen und Ideen jederzeit willkommen. \nHerzliche Grüße \nGerda Haßler        Ekkehard Höxtermann \n  \n 
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis „Energie\, Mensch und Zivilisation“
DESCRIPTION:Kolloquium DIE ENERGIEWENDE 2.0\nIM FOKUS:\n„Review des Transformations-prozesses des Energiesystems in Deutschland“\n21. Juni 2024 10.00 Uhr – 16.00 Uhr\nUniversität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\,\nHaus 6\, Seminarraum 3.06.S15\,\nAugust-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67059469842?pwd=bXAzRFczUVBjSVpuOFAwd3FEbDFJZz09\nMeeting-ID: 670 5946 9842 \nLEIBNIZ-SOZIETÄT DER WISSENSCHAFTEN ZU BERLIN E. V.\nin Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Björn Egbert\, Professur für Grundschulpädagogik Sachunterricht der Universität Potsdam\nund Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e.V. \nProgramm des Kolloquiums
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2024
DESCRIPTION:04. Juli 2024\, 10.00 Uhr\,\nin der Archenhold-Sternwarte\,\nAlt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nTeilnahme per Zoom möglich \nFlyer zum Leibniz-Tag \nProgramm \nJoseph Haydn – Streichquartett op 71\, Nr. 2\nDarius-Quartett \nBegrüßung \nNekrologe \nBericht der Präsidentin\nProf. Dr. phil. habil. Gerda Haßler \nUrkundenübergabe für 50jährige Mitgliedschaft\nUrkundenübergabe und Vorstellung der zugewählten neuen Mitglieder\nUrkundenübergabe an die Mitglieder des neuen Wissenschaftlichen Beirats \nMittagspause\n13.00 Uhr – 14.30 Uhr \nVerleihung der Leibniz-Medaille\nVerleihung der Jablonski-Medaillen\nVerleihung des Rapoport-Kooperationspreises \nFestvortrag\nKünstliche Intelligenz\nProf. Dr. rer. nat. Ralf Herbrich\nHasso Plattner Institut\, Universität Potsdam \nUmtrunk \nInformationen zum Festvortrag \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. September 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66145863294?pwd=6KBLSiuvpNFCTB2aWTMQ1XnNYsUeNV.1\nMeeting-ID: 661 4586 3294\n\nVortrag: \nNorbert Mertzsch\, Ernst-Peter Jeremias\, Gerhard Pfaff\, Gerhard Banse (alle MLS) \nBetrachtungen zur Energieversorgungssicherheit\n Abstract: \nEnergieversorgungssicherheit wurde früher vorwiegend auf den Import von Energierohstoffen in Form von Vermögensenergieträgern (fossile Energieträger wie Kohle\, Erdöl\, Erdgas) bezogen. Inzwischen zeigen Anschläge auf Strommasten und Auswirkungen von Unwettern\, dass das Thema wesentlich umfassender zu betrachten ist. So sollen im Vortrag neben historischen Betrachtungen zur Energieversorgungssicherheit der Menschheit sowohl die politischen und ökonomischen Dimensionen als auch die technischen und organisatorischen Aspekte der aktuellen und zukünftigen Energieversorgungssicherheit aufgezeigt werden. \nIn den Ausführungen wird auf relevante Sicherheitsaspekte beim Import von Vermögensenergieträgern ebenso eingegangen wie auf die sichere Bereitstellung von Einkommensenergien (erneuerbare Energien wie Windenergie\, Solarenergie) im Inland. Einen wesentlichen Platz in den Betrachtungen nimmt die Energieinfrastruktur als Teil der kritischen Infrastruktur ein. Angesprochen wird auch die Problematik der Datensicherheit\, die im Rahmen der Energiewende zunehmende Bedeutung erhält. \nUm die Energieversorgungssicherheit in Zukunft gewährleisten zu können\, sind nachfolgende Fragen innerhalb übergeordneter Problemkreise zu diskutieren: \n\nDefinition der Bedürfnisse\, die sich die Gesellschaft zukünftig leisten kann und will. Dabei sind zu beachten: notwendige Ressourcenminimierung/-schonung\, kein uneingeschränktes Wachstum mehr\, Begrenzung und gerechte Verteilung von Wachstum.\nDenkansatz: Einsparung von Energie muss Vorrang vor der Erzeugung von Energie haben.\nRechtzeitige Planung des komplexen Transformationsprozesses: Derzeit werden die Maßnahmen vor allem auf Basis der Erkenntnisse von Klimaforschern zeitlich festgelegt. Es müssen aber auch Umfang und realistische Dauer des Transformationsprozesses basierend auf den bestehenden Erfordernissen und Zielen berücksichtigt werden.\nKurz- und langfristige Sicherung von für die Energieversorgung benötigten Rohstoffen.\nKonkrete Umsetzung des notwendigen Transformationsprozesses unter Berücksichtigung der vorgenannten Punkte.\n\nVitae: \nNorbert Mertzsch (*1950 / MLS) studierte von 1968 bis 1972 Chemie an der Technischen Hochschule für Chemie „Carl Schorlemmer“ in Merseburg mit dem Abschluss als Diplom-Chemiker. Von 1972 bis 1985 war er im VEB Stickstoffwerk Piesteritz tätig. 1976 erwarb er den Abschluss als Fachchemiker für Analytik und Spektroskopie an der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1984 folgte die Promotion zum Dr. rer. nat. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 1985 bis 2013 war er im Kernkraftwerk Rheinsberg tätig. Seither ist er im Ruhestand\, war aber bis 2019 noch Freier Mitarbeiter der Firma tetra ingenieure GmbH in Neuruppin. \nSeit 2018 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Von 1994 bis zur Auflösung Ende 2022 war er Mitglied des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW). Dort war er 12 Jahre Vorsitzender des Vereins. Er ist Mitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer und war von 2019 bis 2023 Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. \nErnst-Peter Jeremias (*1953 / MLS) 1972 Berufsausbildung mit Abitur bei Bergmann Borsig\, Görlitzer Maschinenbau; 1972 bis 1976 Studium Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung (Ingenieurhochschule Zittau)\, Abschluss als Hochschulingenieur (1975); 1976 Diplomingenieur; 1976 bis 1980 Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg; 1980 bis 1991 Tätigkeit als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg; 1988 Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf); 1991 bis 1994 entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter); 1994 bis 2018 tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de); seit 01.11.2018 Gesellschafter tetra ingenieure GmbH und tätig als selbständiger Senior Consultant auf dem aktuellen Fachgebiet: Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und Einkommensenergien; seit 2020 Freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“; Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. \nGerhard Pfaff (*1953 / MLS) studierte von 1973 bis1978 Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte dort 1983 mit einer Arbeit im Bereich der Anorganischen Festkörperchemie. Anschließend war er als wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Fachbereich Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit vielfältigen Lehrverpflichtungen auf dem Gebiet der anorganischen Chemie tätig. 1991 begann er seine Tätigkeit bei Merck in Darmstadt in der Pigmentforschung. Seit 1994 war er Leiter der Abteilung Produktentwicklung innerhalb der Forschung für Effektpigmente. 2006 übernahm er die Leitung der Pigmentforschung. Seit 1994 hält er Vorlesungen an der TU Darmstadt\, wo er sich 1997 am dortigen Fachbereich Chemie mit einer Arbeit über Erdalkalititanate und Eisenoxide habilitierte. 2008 wurde er zum apl. Professor an der TU Darmstadt ernannt. Er ist Autor von mehr als 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehr als 70 Patenten. Seit 2018 ist Gerhard Pfaff Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und seit 2019 deren Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften. \nGerhard Banse (*1946 / MLS) studierte nach dem Abitur von 1964 bis 1969 Chemie\, Biologie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Potsdam\, arbeitete zwei Jahre als Lehrer und war ab 1971 Doktorand an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). Von 1974 bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften (AdW) der DDR\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTUC)\, am Institut für Philosophie der Universität Potsdam\, am Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme Cottbus und am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH in der Helmholtz-Gemeinschaft). Promotionen 1974 zum Dr. phil. und 1981 zum Dr. sc. phil. mit technikphilosophischen Themen; 1988 Ernennung zum Professor an der AdW\, 2000 Bestellung zum Honorarprofessor an der BTUC und Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik) sowie 2011 Ernennung zum Professor e.h. (ehrenhalber) der Schlesischen Universität Katowice (Polen). \n2000 erfolgte die Wahl zum Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (LS)\, deren Vizepräsident er von 2009 bis 2012 und deren Präsident er von 2012 bis 2019 war. Von 2019 bis 2023 Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der LS. Zudem 2002 Gründungsmitglied des LIFIS – Leibniz-Instituts für interdisziplinäre Studien\, das ihn 2019 zum Ehrenmitglied ernannte.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Dirk Plickat (MLS)\nSoziale Spaltung und pädagogische Verantwortung – kritische Vergegenwärtigungen\nDiese Klassensitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. Die Folien übersendet Ihnen der Referent gerne auf Anfrage: Plickat\, Dirk <d.plickat@ostfalia.de> \nAbstract:\nIm Zuge des „Wirtschaftswunders“ und der „Bildungsexpansion“ im westdeutschen und nunmehr gesamtdeutschen Weg gerieten Fragen sozialer Spaltung\, speziell von Armut\, aus dem Blick pädagogischer Diskurse. Armut galt als Problem der III. Welt bzw. des globalen Südens und hätte zudem massive Legitimationsprobleme der institutionalisierten Strukturen pädagogischer Wissenschaft offenbart. Seit nunmehr über drei Jahrzehnten weisen Sozial- und Bildungsberichterstattungen fortlaufend eine kumulative Expansion sozialer Entsicherungen aus. In Zeiten einer Bildungs- und Sozialpolitik unter neo-liberaler Vorzeichen sind Kritik und Aufklärung ausgesprochen „karriere-feindlich“; zumal dann\, wenn Mythen vom „pädagogischen Fortschritt“\, vom „sozialen Aufstieg“ oder der „Integration durch Arbeit“ als Märchen entlarvt werden. Aktuelle Antinomien von Bildung und Herrschaft (Heydorn) treten im “bildungs-industriellen Komplex“ (Münch) besonders deutlich in Hochschulen hervor und werfen die Frage auf\, ob nicht die Entwicklungswege von Hochschulen als „Irrlichter“ soziale Spaltungen vorantreiben und parallelgesellschaftliche Entwicklungen befördern. \nVita:\nJg. 59\, Erziehungswissenschaftler DGfE\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2020\, GATWU\, GDSU\, BV-Produktionsschulen\, Ostfalia HAW\, Campus Suderburg\, Fak H\, ausführlicher http://plickat-online.de\nFachprofil: Bildung in Schnittfeldern von Schul-\, Berufs\, Sozial- und Sonderpädagogik für Personenkreise mit „Passungsproblemen“ und eingeschränkter Teilhabe
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DESCRIPTION:Rainer Land:\nDer Wirtschaftliche Aufschwung Chinas als gelenkte Marktwirtschaft\nDiese Plenarsitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. \nAbstract:\nChinas wirtschaftlicher Aufstieg ist einmalig. Vor Beginn der Reform- und Öffnungspolitik 1978 war China eins der ärmsten Länder der Welt. Heute ist es zwar keine sehr reiche Volkswirtschaft\, aber auf Platz 70\, vor Mexiko und der Türkei\, knapp hinter Bulgarien und Russland. Bemerkenswert ist vor allem das Tempo dieser Entwicklung. Das chinesische BIP stieg von 1980 bis heute auf das 57fache\, das BIP pro Kopf auf das 38 fache. Im Vergleich: Indien auf das 15fache bzw. das 7fache\, Deutschland auf das 3fache. China ist führend beim Ausbau der Erneuerbaren Energie (Photovoltaik und Windkraft)\, aber auch bei einigen wichtigen Technologien\, z.B. 5G Mobilfunknetzen und -geräten\, bei zivilen Drohnen (militärischen vielleicht auch)\, bei Elektrofahrzeugen ….\nChina verfolgt seit 20 Jahren das größte Aufforstungsprogramm der Menschheitsgeschichte\, um die Ausbreitung der Wüste Gobi zu stoppen. Es hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm. Sozialpolitisch: Beseitigung der absoluten Armut (inzwischen erreicht)\, der Aufbau moderner Sozialsysteme (noch im Gange) und die Begrenzung des Bevölkerungswachstums (abgeschlossen) sind die wohl wichtigsten Vorhaben.\nWie konnte China das erreichen?\nIn der ersten Phase 1978 bis 2007/2015 hat China eine moderne Marktwirtschaft mit autonomen Unternehmen (Staats- und Privatunternehmen) und einem regulierten Finanzsystem aufgebaut. Anfangs stand der gelenkte Aufbau dieser Marktwirtschaft und der passenden Industrie im Mittelpunkt. Seit 2015 lenkt es die wirtschaftliche Entwicklung mittels Industriepolitik\, Kreditlenkung und Infrastrukturprogrammen. Chinas gelenkte Marktwirtschaft ist eine innovative Antwort auf das Scheitern der zentralen Planwirtschaft in China und der UdSSR und den anderen staatssozialistischen Ländern. Aber auch auf die Probleme und Krisen einer weitgehend ungelenkten wirtschaftlichen Entwicklung in den kapitalistischen Volkswirtschaften. Die gelenkte Marktwirtschaft ist kein Mittelweg zwischen Plan und Markt\, sondern ein eigenständiges volkswirtschaftliches Modell. Vorher gab es gelenkte Marktwirtschaften in USA 1938 bis 1968\, Japan 1946 bis 1989\, Westdeutschland bis 1973\, auch EU. Im Westen wurde die gelenkte Marktwirtschaft durch ein finanzkapitalistisches Wirtschaftsregime ersetzt bzw. abgelöst.\nDie chinesische Variante\, die in China selbst als Sozialistische Marktwirtschaft mit chinesischen Markmalen bezeichnet wird\, ist in China selbst entwickelt worden. Aber nicht auf der Grundlage eines vorausgesetzten theoretischen Konzepts\, sondern schrittweise durch „Mosaikevolution“. Westliche und japanische Erfahrungen wurden studiert und selektiv kopiert. Steine ertastend den Fluss überqueren. Dabei ging einiges schief\, z.B. 1988/1989\, aber Fehler wurden korrigiert und bislang ist der Weg erfolgreich. Auch wenn es aktuell wieder Probleme gibt: Immobilienkrise\, Jugendarbeitslosigkeit.\nDrei Komponenten sind wichtig für eine gelenkte Marktwirtschaft:\n1. Geteilte Ziele und Grundkonsens in der Bevölkerung\, d.h. alle relevanten sozialen Gruppen einbeziehend.\n2. Geteilte Ziele\, die fortschreitend aktualisiert und weiterentwickelt werden. Dafür gibt es in China Fünfjahrpläne\, die aber keine direktiven Vorgaben sind\, sondern Entwicklungsrichtungen\, die angestrebt werden. Weitere Programme der technologischen Entwicklung (z.B. Made in China 2025)\, der sozialen und kulturellen Entwicklung.\n3. Instrumente\, mit denen die Entwicklung gelenkt wird:\n• Infrastrukturprogramme\, die den Rahmen für bestimmte Entwicklungen geben. Wissenschaft\, Bildung\, Verkehr\, international: Seitenstraße\, Belt-and-Road.\n• Kreditlenkung\, anfangs über meist staatliche Banken\, heute über öffentlich-private Lenkungsfonds (Guidance Funds). Regulierte Finanzmärkte.\n• FuE Politik\n• Regionalpolitik. In China ist die Region (die Provinzen und Kommunen) die wichtigste Ebene der Wirtschaftsentwicklung. 85 Prozent der Ausgaben werden von ihnen kontrolliert.\nSeit 2025 versucht China einen Pfadwechsel. Von der Werkstatt der Welt\, exportorientierte Strategie durch Weiterentwicklung westlicher Technologien und Managementkonzepte. Zu einem neuen Regime innovationsbasierter wirtschaftlicher Entwicklung. Elemente:\n• Innovationen\, führend in einigen wesentlichen Technologien werden. Vor allem Elektronik\, Datenverarbeitung\, Energie\, Recycling.\n• Binnenmarktorientierung. Infrastruktur und Konsum der eigenen Bevölkerung. Export bleibt wichtig\, aber Handelsbilanzüberschuss geht zurück.\n• Alternatives Globalisierungskonzept: Belt&Road-Initiative. Infrastruktur aufbauen für dann selbsttragende Projekte mit internationalen Partnern.\nWas ist sozialistisch am Chinas Wirtschaft? Spannende Diskussion! \nWissenschaftliche Biografie\nSiehe auch www.rel-texte.de \nRainer Land\, geb. 1952\, Rentner\, wohnt in Berlin.\nStudium der Philosophie und der Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.\nAbschluss Dipl. phil. und Dr. sc. oec. (1984)\n1988-1990: Reformprojekt moderner Sozialismus\n1990-1991: Industriesoziologische Studien zu Transformation der DDR-Kombinate\n1992-1998: Zum Verhältnis von SED-Reformer und Bürgerbewegung in Ostdeutschland\nNeugründung des Thünen-Instituts e.V. in Mecklenburg Vorpommern. Untersuchungen zur Transformation von Agrarbetrieben und Umbrüchen im ländlichen Raum\nAb 2005-2010: Sozioökonomische Berichterstattung mit dem SOFI Göttingen und anderen Instituten. Speziell: Makroökonomische Entwicklung\, Teilhabekapitalismus und Ostdeutschland.\n2012 bis 2018: Ökokapital. Wie könnte ein ökologisches Regime wirtschaftlicher Entwicklung aufgebaut werden?\nSeit 2019: Forschung zur gelenkten Marktwirtschaft vor allem in China. \n 
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein. \nVor mehr als eineinhalb Jahren hatten wir uns im Arbeitskreis auf die genannte thematische Reihe verständigt. Nunmehr erfolgt eine Rückschau auf bisherige Debatten. Zugleich geht es um nächste Themen und Schritte. Folglich ist das Thema \n„Transformation und Zeitdiagnose – eine Zwischenbilanz“ \nLänger- und kurzfristige ökonomische\, technologische\, politische\, soziale und kulturelle Veränderungen haben die gesellschaftliche Konstellation von regionaler bis globaler Ebene so drastisch\, zum Teil dramatisch geprägt\, dass jede Suche nach alternativen Entwicklungen (also gerade auch die Frage nach Transformationen) sich ihrer Voraussetzungen und Bedingungen neu vergewissern muss: Wo stehen wir\, was ist notwendig\, was überhaupt möglich? – Zeitdiagnose. \nWir haben relevante Texte ausgesucht und diskutiert\, von komplexen Diagnosen bis zu spezifischen Trends. Die Sitzung soll bisherige Erträge dieser Diskussion bilanzieren\, erste Systematisierungen vornehmen und offene Fragen für die weitere Debatte identifizieren. Insofern sind auch Hinweise und Anregungen aus anderen Arbeiten oder aus bisher noch nicht behandelten Themenfeldern unbedingt gefragt. Ein offener Austausch – dem „tückischen“ Problem von Zeitdiagnose angemessen! \nEinleitend sind drei Beiträge vorgesehen\, zu denen Anfang September jeweils Thesen verschickt werden. \nMichael Thomas: Perspektive Transformation – Erkenntnisse aus der bisherigen Diskussion im Arbeitskreis. \nFrank Adler: Wohin treibt die Übergangsgesellschaft – dekarbonisierter Kapitalismus? rechtsautoritäre Herrschaft? solidarisch reduktive Resilienz? \nThomas Koch: Global – national – regional: Worauf sollten sich Zeitdiagnosen konzentrieren?
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SUMMARY:Socio-Informatics Conference
DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Konferenz gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT)\, dem Internationalen Institut für Sozio-Informatik (IISI)\, der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Universität Siegen \nVolker Wulf (MLS)\, Peter Brödner (MLS) \nSocio-Informatics 2024:\nTransforming Rural and Industrial Regions\nin conjunction with the symposium of the GI Department of Human-Computer Interaction 2024\nAbout – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nProgramm: Program – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nOrt:  Venue – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nFraunhofer-Forum Berlin\nAnna-Louisa-Karsch-Straße 2\n10178 Berlin \nbei Interesse ist eine kostenlose Registrierung erforderlich: Registration – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)
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DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz) \nMichael Brie\nJohn Lockes Begründung des philosophischen Liberalismus\nDie revolutionären und kolonialen Ursprünge\nAbstract\nIn seinen „Zwei Abhandlungen über das staatliche Gemeinwesen“ entwickelte John Locke (1632 – 1704) eine Legitimation staatlicher Macht jenseits von patriarchaler Herrschaft oder Gesellschaftsvertrag. Im fünften Kapitel der zweiten Abhandlung wird die Entwicklung einer geordneten und geregelten bürgerlichen Gesellschaft aus dem souveränen Handeln der Einzelnen als Privateigentümer ihres eigenen Körpers in einer Welt des Gemeineigentums skizziert. Die Arbeit der Privateigentümer oder jene Arbeit\, die unter ihrem Kommando geleistet wird\, würde die natürlichen Gemeingüter in ihr Privateigentum verwandeln. Dabei würden diese Privateigentümer ohne jede explizite Verständigung untereinander Regeln setzen und durchsetzen\, die das eigene Leben wie das so geschaffene Privateigentum schützen. Der Übergang von der Naturalwirtschaft zur kapitalistischen Marktwirtschaft und der Konzentration des Privateigentums wird als logische Abfolge von Stufen der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft dargestellt. Der Staat habe nach innen keine andere Funktion\, als die Allgemeinverbindlichkeit dieser Regeln zu garantieren und das so geschaffene bürgerliche Gemeinweisen nach außen vor Eingriffen fremder Staaten zu schützen. In dieser philosophischen Konstruktion entsteht die bürgerliche Gesellschaft ohne jede gemeinsame Absprache vor dem Staat und unabhängig von ihm. Dieser ist ausschließlich Überbau und Dienstleister der Gesellschaft der Privateigentümer. Mit Hermann Klenner formuliert\, war Lockes Sozialphilosophie „nicht mehr und nicht weniger als … die erste offene und umfassende Theorie einer Unterordnung des Staates unter die Interessen des [privaten – M.B.] Eigentums“. Der Vortrag wird darstellen\, wie sich Lockes Forschungsfrage aus der vorrevolutionären Situation der Verfassungskrise in England zwischen 1679 und 1692 ergab und eng mit der ersten bürgerlichen Massenpartei\, den Whig\, verbunden war. Er wird zudem zeigen\, wie Locke zur Beantwortung seiner Forschungsfrage auf die Legitimation der privaten Landnahme der kolonialen Siedler Englands in Nordamerika zurückgriff. Dabei wird deutlich: Als Ideologie der privaten Freiheit wird Liberalismus durch die Ausgrenzung des Kommunistischen zur Herrschaftslegitimation von Unfreiheit. Anders formuliert: In dem Maße\, wie der Liberalismus als Ideologie der Freiheit das Kommunistische ausgrenzt\, unterdrückt\, verdrängt und vernichtet\, verkehrt er sich in sein Gegenteil – eine Ideologie der Unfreiheit und Unterdrückung. Der bürgerliche revolutionäre Anspruch ist mit der Legitimation des Systems kapitalistischer Akkumulation und kolonialer Landnahme verbunden. \nZur Person\nMichael Brie ist Sozialphilosoph. Er hat in Leningrad und Ost-Berlin studiert und an der Humboldt-Universität 1980 bzw.1985 seine Dissertationen verteidigt. Im September 1990 wurde er zum Professor für Sozialphilosophie berufen. Zwischen 1994 und 1999 realisierte er Forschungsprojekte zur Transformation in der Russländischen Föderation. Von 1999 bis zur Berentung 2019 arbeitete er als Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung bzw. als Leiter des Studienwerks und des Auslandsbereichs sowie als Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse dieser Stiftung und war Referent für Geschichte und Theorie des Sozialismus an diesem Institut. Von 2019 bis 2023 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. 2022/23 hat er die beiden Bücher „Sozialismus neu entdecken“ und „Chinas Sozialismus neu entdecken“ beim VSA-Verlag Hamburg veröffentlicht.
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DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64116646057?pwd=a9a1bdYamt2W5EdNwbgSiKUAGcuCH1.1 \nMeeting-ID: 641 1664 6057 \n. \nVortrag: \nSenthold Asseng (MLS) \nIst Vertical Farming eine Alternative zur Landwirtschaft? \nAbstract: \nEine stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren\, ohne unseren Planeten Erde zu zerstören\, ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Schon jetzt ist es in vielen Regionen der Welt schwierig\, ausreichend Wasser für hohe Ernteerträge bereitzustellen. Die aktuelle Klimakrise verschärft die Situation dramatisch. Sollte das globale Klimasystem einen Kipppunkt erreichen\, könnten bisher unvorstellbare Veränderungen die traditionelle landwirtschaftliche Produktion\, wie wir sie kennen\, in weiten Teilen der Welt unmöglich machen. Um dem entgegenzuwirken\, müssen wir nach alternativen Verfahren suchen um die zukünftige Primärproduktion von Nahrungsmitteln zu gewährleisten. \nVertikal Farming von Grundnahrungsmitteln könnte in der Zukunft eine Alternative werden\, um mittels energieeffizienter\, hochautomatisierter und mehrstöckiger Anlagen\, in denen alle Ressourcen im Kreislauf genutzt werden\, Pflanzen in einer kontrollierten und pestizidfreien Umgebung zu produzieren. In Vertical Farmen sind extreme Produktivitätssteigerungen möglich\, die den Weg für eine nachhaltige Massenproduktion von Grundnahrungsmitteln bei minimalem Flächenverbrauch und völliger Wetterunabhängigkeit ebnen. Um das zu erreichen\, wird aber gezielte Forschung von multidisziplinären Forscherteams mit Experten aus den Pflanzenwissenschaften\, der Technologieentwicklung sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gebraucht. Die potenziell extrem hohe Effizienz der Pflanzenproduktion in Vertikal Farmen schafft eine grundlegend neue Option\, um zukünftig unabhängig von Region\, Wetter und Klima die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. \nVita: \nSenthold Asseng ist Professor und Leiter des Lehrstuhls für Digital Agriculture sowie Direktor des Hans Eisenmann-Forums an der Technischen Universität München. Er studierte Agrarwissenschaften und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er habilitierte an der Technischen Universität München und forschte und lehrte an der CSIRO Australia und der University of Florida in den USA. Er hat über 300 Publikationen veröffentlicht\, ist Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS)\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2024 und war in den letzten Jahren mehrmals ein Highly Cited Researcher beim Web of Science. Er wurde 2023 mit dem Forschungspreis der Werner Siemens-Stiftung zur Jahrhundertprojektidee in Höhe von 1 Million Schweizer Franken ausgezeichnet.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67343685252?pwd=wfitLOCbwhnrQFkWtJh13S4iZbPXhn.1 \nMeeting-ID: 673 4368 5252 \n  \nKlaus Stöhr (MLS)\nKann man sich auf Pandemien vorbereiten?\nAbstract \nDie Antwort auf die Frage im Titel des Vortrags lautet: Vorbereiten auf Pandemien – ja\, verhindern von Pandemien – wohl nicht! Das ergibt sich schon aus den Lehren der Ausbrüche von Pandemien durch RNA-Viren in den letzten Jahrzehnten. Alle Erreger stammten von tierischen Vorläuferviren ab\, wurden zoonotisch auf den Menschen übertragen und benötigten häufig Jahrzehnte bis ihre Übertragungswege auf den Menschen erkannt wurden. Die Erreger wurden mehrfach auf den Menschen übertragen und waren meistens ohne wesentliche Anpassung leicht von Mensch-zu-Mensch übertragbar.\nDie Vorbereitung auf medizinischen Krisensituationen unterscheidet sich nicht wesentlich von der für andere nationale Krisen: Das Armamentarium zur Bekämpfung ist weitestgehend identisch. Wesentlich bleibt\, dass man aus Krisen lernt. Ohne Aufarbeitung wird man die Fehler der letzten Pandemie wiederholen. \nCV \nKlaus Stöhr leitete viele Jahre das WHO Global Influenza Program\, das u.a. die Viruszusammensetzung der Influenzaimpfstoffe zweimal jährlich festlegt. Er war der Pandemiebeauftragte der WHO\, der globale WHO SARS-Forschungskoordinator während des SARS-CoV1-Ausbruchs 2003 und leitete die international wissenschaftliche Forschungsgruppe\, die das Virus entdeckte. Danach arbeitete er für 10 Jahre in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen in der Industrie. Seit 2018 ist er freier Berater. \n 
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SUMMARY:Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Das Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte findet am 21. Oktober 2024\, 13.30 Uhr\, im Beratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin\, statt und wird auch über Zoom übertragen. \nThema:\nDer Kontext im Fokus. Vorstellung eines Buches zur Geschichte des Kontextbegriffs\nHassler\, Gerda (Hg.) (2024): Le contexte en question. London: ISTE Group.\nhttps://leibnizsozietaet.de/neue-publikation-unserer-praesidentin-gerda-hassler/ \nReferentin:\nGerda Haßler (MLS) \nZoom
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: \n\n November 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16.\n\nZur Diskussion steht das Buch \nMcKenzie Wark: Das Kapital ist tot. Kommt jetzt was Schlimmeres? Kritik einer politischen Ökonomie der Information (Merve Verlag 2021)  \nDie Buchvorstellung liegt in den Händen von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm. Eine thematische Einführung sowie ein Textauszug werden noch vorab verschickt. \nVor knapp zehn Jahren erschien von der Autorin die deutsche Fassung ihres „Hacker-Manifests“. Diese Streitschrift setzte schon damals eigene Akzente in den Debatten um Informatisierung\, Tendenzen und Konsequenzen der neuen Internet-Ökonomie. Es ging um die progressive Vision einer neuen\, die bestehenden Eigentumsformen aufbrechenden Technologie. Das vorliegende Buch nimmt eine deutliche Kritik vor: Was sie (die Autorin) übersehen habe\, ist der gegenläufige Trend\, das Aufkommen einer neuen Verwertungsökonomie. Diese überschreitet zwar den Kapitalismus (welcher Form oder Variante auch immer)\, bringt aber Schlimmeres. Die progressive Vision\, die der Informationstechnologie als Commons\, hat sich erledigt. Eine neue Klasse (Vektoralisten) besitzt die neue Technologie (den Informationsvektor) und kann sich alles aneignen. Sie beherrscht alle\, nicht nur die untergeordnete Klasse (die Hacker\, zu denen wir alle gehören)\, sondern auch die „traditionellen“ Kapitalisten. Die Logik der neuen Produktivkraft durchdringt die ganze Gesellschaft – von den großen Unternehmen bis zur alltäglichen Lebenswelt. \nInsofern lässt sich mit dem Buch an die Diskussionen zu Andrea Komlosy oder Jeremy Rifkin anschließen\, zugleich setzt McKenzie Wark deutlich andere Akzente. Die Lektüre ist anregend\, herausfordernd\, auch witzig und originell. Ihre Methode heißt „détournement“\, weg von der „offiziellen Wahrheit“\, Aussteigen aus der überlieferten Sprache. Gerade auch die der vorherrschenden Marxexegese\, die immer wieder so oder so am Kapitalismus oder aber am Kommunismus hängt. Hierin verstaubt im Grunde der „vornehme Marxismus“. Was ist zu tun? Vor allem eine neue und radikale („vulgäre“) Analyse der Gegenwart. „Die Gegenwart unserer Gegenwart ist erst noch zu schreiben.“ Die Methode des détournement hilft\, nicht der herrschenden Sprache zu unterliegen. Damit kommen wir vielleicht zu anderen Lebens- und Überlebensweisen\, die eine bloße Ideologie verstellt. Der vulgäre Marxismus kann plurale Pfade aufzeigen\, um von der Vergangenheit in die Gegenwart und in lebenswerte Zukunft zu denken. Gerade auch in Zeiten des Klimawandels. – Vieles wird umstritten sein\, vieles so oder so anregend. \nAuf der Sitzung soll ein Ausblick für das weitere Vorgehen 2025 gegeben werden. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. November 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt.\nDer Zoom-Einwahllink ist folgender: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67310031085?pwd=eUgnOBCDTNuAtqTXoJafTgWNXTvesf.1\nMeeting-ID: 673 1003 1085. \nHartmut Herrmann (MLS) \nAktuelle Forschungsarbeiten zu Multiphasenprozessen in der Atmosphärenchemie\nAbstract:\nIm Vortrag wird zunächst auf das Forschungsfeld der Atmosphärenchemie und dann auf das speziellen Gebiet der Untersuchung von Multiphasenprozessen eingegangen\, also von Prozessen oder Prozessketten\, die in mehreren Phasen ablaufen. \nIm zweiten Teil des Vortrages werden einige Systeme näher betrachtet\, in denen Multiphasenprozesse eine Rolle spielen. Es werden Beispiele aus Feldmessungen und Laboruntersuchungen präsentiert und zugehörige Modellierungen erörtert. Die Beispiele betreffen die Gebiete Holzverbrennung\, Mikroplastik in Partikeln und Viren in Partikeln. Es werden außerdem einige experimentelle Methoden besprochen. Hierzu zählen kinetische Laboruntersuchungen mit kurzlebigen Radikalen und Aerosolkammeruntersuchungen. Zudem wird auf die notwendige Analytik eingegangen\, die zur Aufklärung von Partikel-Zusammensetzungen benötigt wird.\nZum Ende der Präsentation wird der Stand der Forschung auf dem vorgestellten Fachgebiet zusammengefasst. Hierbei werden auch die folgenden Fragen beantwortet:\nWie gut haben wir unsere Atmosphäre bisher verstanden? Ist Luftverschmutzung überhaupt noch ein Problem? Was bleibt auf dem Gebiet der Multiphasenprozesse in der Atmosphäre zu tun\, in Europa und weltweit? \nVita:\nHartmut Herrmann (*1961) studierte von 1982 bis 1987 in Göttingen Chemie und hat sich bereits mit seiner Diplomarbeit zur Photolyse des Nitrat-Ions für eines seiner späteren Spezialgebiete\, die Chemie der atmosphärischen flüssigen Phase\, qualifiziert. Am Institut für Physikalische Chemie der Georg-August-Universität Göttingen hat er mit seiner Doktorarbeit\, die er 1990 abschloss\, diesen Weg weiter beschritten. (1987-1990). Nach einem kurzen Aufenthalt als wiss. Angestellter am Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Universität Hannover wechselte er 1991 als Assistent an das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Essen. In mehreren Forschungsaufenthalten zwischen 1992 und 1995 als Visiting Associate am California Institute of Technology konnte sich Hartmut Herrmann während seiner Arbeiten an einer Habilitation weiter qualifizieren. Im Mai 1998 erfolgte der Abschluss des Habilitationsverfahrens. Hartmut Herrmann erhielt im Rahmen des Verfahrens die Venia Legendi für Physikalische Chemie an der Universität Essen. Seit August 1998 ist er C3-Professor für Chemie der Atmosphäre an der Universität Leipzig\, verbunden mit der Leitung der Abteilung Chemie des Instituts für Troposphärenforschung in Leipzig. Er ist außerdem seit 2015 Professor in Environmental Science and Engineering an der Fudan-Universität\, Shanghai\, China\, sowie seit 2018 „Distinguished Visiting Professor“ an der School of Environmental Science and Engineering an der Shandong-Universität. \n 
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DESCRIPTION:Die Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet im hybriden Format im Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin und per Zoom statt. \nMario Kessler \nAntisemitismus – der Sozialismus des dummen Kerls. Zum Wiederaufleben einer alten Denkfigur \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nZusammenfassung (deutsch): \nDer Vortrag behandelt das wechselvolle und diskontinuierliche Verhältnis der internationalen Linken zum Antisemitismus im Überblick. Noch bis zum letzten Viertel des 19. Jahrhunderts existierten in der europäischen Arbeiterbewegung starke Vorurteile gegenüber “dem Juden” als Sinnbild kapitalistischer Ausbeutung. Auch Marx und Engels waren von judenfeindlichen Vorurteilen nicht frei\, die Engels jedoch am Ende seines Lebens überwand und zum Kampf gegen den Antisemitismus aufrief. Die Erkenntnis\, dass Proletarier und Juden\, wenn auch in verschiedener Weise\, zu den ausgegrenzten Teilen der Gesellschaft gehörten\, führten beide Gruppen schließlich zusammen. Dies betraf sowohl Sozialdemokraten wie Kommunisten. Den Höhenpunkt dieser Gemeinsamkeit bildete der Kampf gegen den Faschismus. Die Entstehung des Staates Israel\, der Nahostkonflikt\, aber auch der stalinistische und poststalinistische Antisemitismus sorgten für Risse in diesem Bündnis. Der Zerfall sozialistisch-kommunistischer Hoffnungen und das Aufkommen einer “postkolonialen” Ersatzideologie anstelle des Internationalismus\, die de facto auch an den Interessen der Palästinenser vorbeigeht\, gingen in den letzten Jahren mit einem ständig steigenden\, als Israelkritik firmierten Judenhass einher\, der nunmehr die Existenz der Juden als Gruppe in der sogenannten Diaspora ernsthaft infrage stellt. Das anderthalb Jahrhunderte währende Bündnis zwischen Linken und Juden liegt heute in vielen Teilen der Welt fast in Trümmern. \nAbstract (English): \nThe lecture provides an overview of the changing and discontinuous relationship between the international left and anti-Semitism. Until the last quarter of the 19th century\, there were still strong prejudices in the European labour movement against “the Jew” as a symbol of capitalist exploitation. Even Marx and Engels were not free from anti-Semitic prejudices\, which Engels overcame at the end of his life and called for a fight against anti-Semitism. The realisation that proletarians and Jews were among society’s marginalised parts\, albeit in different ways\, ultimately brought the two groups together. This affected both social democrats and communists. The high point of this common ground was the fight against fascism. The emergence of the State of Israel\, the Middle East conflict\, but also Stalinist and post-Stalinist anti-Semitism caused cracks in this alliance. The collapse of socialist-communist hopes and the emergence of a “post-colonial” substitute ideology in place of internationalism\, which de facto also ignores the interests of the Palestinians\, have been accompanied in recent years by an ever-increasing hatred of Jews\, labelled as criticism of Israel\, which now seriously questions the existence of Jews as a group in the so-called diaspora. The century-and-a-half-long alliance between the left and the Jews is now almost in ruins in many parts of the world. \nVita: \nProf. Dr. Mario Keßler\, MLS seit 2003. Bis 2021 am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam tätig. Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam und an der Yeshiva University in New York sowie Gastprofessuren und Fellowships an vielen weiteren Universitäten\, vor allem in den USA. Autor von 30 Büchern in deutscher und englischer Sprache. Hinzu kommt eine umfangreiche Herausgeber- und Übersetzertätigkeit.
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DESCRIPTION:Die Plenarsitzung findet im hybriden Format im Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin und per Zoom statt. \nVor dem Vortrag findet die Übergabe der Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille an Kollegen Reinhard Greiling statt. \nVortrag von Dr. Hartwin Spenkuch \nBesinnung auf Preußen – Warnung vor Preußen.\nBundesdeutsche Debatten über Erbe und aktuelle Bedeutung eines umstrittenen Staates\nAbstract:\nIn der unmittelbaren Nachkriegszeit galt Preußen bei den Alliierten und auch Friedrich Meinecke als Nährboden für den Nationalsozialismus. In den Folgejahrzehnten war die Bewertung Preußens ein Teil der politischen Diskussion über bundesdeutsches demokratisches Selbstverständnis und wissenschaftlich ließ sich eine Opposition zwischen Preußen-Apologeten (G. Ritter\, W. Hubatsch\, H. J. Schoeps) und -Kritikern (H. Holborn\, H. Rosenberg\, F. L. Carsten\, E. Eyck) konstatieren. In eine gesellschaftliche Identitätskrise fielen die sog. „Preußenwelle“ der späten 1970er und die abwägende Berliner Preußen-Ausstellung 1981. Zeitgleich wurde in der DDR das Erbe Preußens wissenschaftlich und augenfällig aufgewertet. Seit dem Historikerstreit 1986 stand der Holocaust im Zentrum geschichtspolitischer Debatten und das Preußenjahr 2001/2002 wie der Hype um Ch. Clarks Preußenbuch 2006/07 gerieten zu Feuilleton-Intermezzi. Preußens Erbe wird in der breiten Öffentlichkeit nur noch punktuell streitig diskutiert\, zuletzt hinsichtlich Wiederaufbau und Kuppelinschrift des Berliner Stadtschlosses oder bezüglich der Potsdamer Garnisonkirche. Es gibt wissenschaftlich durchaus divergente Akzentuierungen zur historischen Rolle Preußens und neuerdings werden dessen transnationale Dimensionen vertieft rezipiert. Aber in der aktuell ubiquitären postkolonialen Debatte um deutsche Kolonialverbrechen spielt der denkbare Beitrag preußischer Traditionen dazu kaum mehr eine Rolle. Die Debatte um Preußen hat in der vereinigten Bundesrepublik 2024 kaum mehr politische Bisanz. \nCV:\ngeb. in Würzburg\nGeschichtsstudium in Würzburg\, Bielefeld und den USA (Johns Hopkins Univ. Baltimore 1984/85)\nPromotion in Bielefeld bei Jürgen Kocka 1993\nDiss. gedruckt als: „Das Preußische Herrenhaus. Adel und Bürgertum in der Ersten Kammer des Landtages (1854-1918)“\, Düsseldorf 1998\nMitarbeit am Deutschen Historischen Museum Berlin 1993/94\nSeit 1994 wiss. Mitarbeiter Berlin-Brandenburgische Akademie der Wiss.:- Forschungsprojekte zur preuß. Geschichte\nEditionen: a) Protokolle des Preuß. Staatsministeriums 1817-1934/38 (drei Regesten-Bde. zu den Jahren 1875-1900)\nb) Preußen als Kulturstaat – Editionen zur preuß. Wissenschaftspolitik in Kaiserreich und Republik\nderzeit: c) Anpassungsstrategien der später mitteleurop. Monarchie am preuß. Beispiel 1786-1918\nWiss. Gesamtdarstellung: „Preußen – eine besondere Geschichte. Staat\, Wirtschaft\, Gesellschaft und Kultur 1648-1947“\, Göttingen 2019
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SUMMARY:Martin Hundt. In Memoriam. Kolloquium
DESCRIPTION:Prof. Dr. sc. Martin Hundt (MLS) \nIn Memoriam. Kolloquium \nVeranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V. \n28. November 2024\, 13–17:30 Uhr \nAnschließend gemeinsames Beisammensein im Ratskeller (auf eigene Kosten\, bitte anmelden bis zum 18.10.2024 bei Rolf Hecker: E-Mail: r.hecker@leibnizsozietaet.de) \nOrt: Historisches Rathaus Berlin-Friedrichshagen\, Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nMartin Hundt (*13.7.1932 Wurzen\, †23.9.2023 Potsdam) 1951–54 Studium der Publizistik u. Zeitungswissenschaft an der philosophischen Fakultät (später: Journalist. Fakultät) der KMU Leipzig. 1963–91 wiss. Mitarbeiter am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED\, meist Marx-Engels-Abteilung\, Bearbeitung der MEGA-Bände I/10 und I/14\, Gutachter in der Briefabteilung der MEGA und weitere Funktionen in der Redaktion der MEGA. Mit seinen Editionen zur Geschichte des Bundes der Kommunisten und des Redaktionsbriefwechsels der Hallischen\, Deutschen und Deutsch-Französischen Jahrbücher hat er fundamentale Ausgaben zur Geschichte des Jundhegelianismus vorgelegt. \nEr gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und war erstes Vorstandsmitglied. 1991/92 Sekretär der MEGA-Kommission der AdW\, Vertreter in der IMES; 1993 beteiligt an der Revision der Editionsrichtlinien; zwischen 1992 u. 1996 ca. zwei Jahre arbeitslos; seit Mitte 1992 Mitarbeit an der MEGA bei der KAI e.V.\, dann an der MEGA-Arbeitsstelle der BBAW\, Werkvertrag zur Bearbeitung von MEGA² I/14; seit 1994 beteiligt an den Hamburger Kolloquien zum Junghegelianismus; Mitglied der Internationalen Gesellschaft für dialektische Philos./Societas Hegeliana und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin seit 1995\, Mitarbeit im Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung.\n \nBegrüßung: Prof. Dr. Gerda Haßler (Präsidentin der LS) \nProf. Dr. Walter Schmidt (MLS\, Berlin): Erinnerungsworte \nVortragende: (Beiträge jeweils 20–30 Min.) \nDiskussionsleitung: Prof. Dr. Rolf Hecker (MLS\, Berlin) \nProf. Dr. Lars Lambrecht (Hamburg): Martin Hundt als Quellenfinder und Quellenherausgeber \nDr. Christian Schmidt (Berlin): Sind wir alle Junghegelianer? Über die Aktualität einer philosophiegeschichtlichen Konstellation \nProf. Lorely French (Oregon/USA): Soziale u. politische Ideen von Bettina v. Arnim (angefragt) \nProf. em. Dr. Susanne Schötz (Dresden): Religiosität und Frauenemanzipation bei Louise Otto-Peters \nDiskussion \nKaffeepause \nDiskussionsleitung: Prof. Dr. Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \nProf. Dr. Rüdiger Hachtmann (MLS\, Berlin): Vormärz und 1848. Quelleneditionen und Biografien \nDr. François Melis (Berlin): Ein falsches Bild von Ferdinand Lassalle 1848/49 \nProf. Dr. Rolf Hecker (MLS\, Berlin): Provenienzforschung von Marx‘ Manuskripten und Dokumente des Weerth-Nachlasses im Moskauer RGASPI \nDr. Bernd Füllner (Düsseldorf): Zum Weerth-Nachlass im Amsterdamer IISG \nDiskussion
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2024
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der\nDeutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth \nRaumfahrthistorisches Kolloquium 2024\nam 30. November 2024\n10.00 Uhr – 17.00 Uhr\nim\nEinstein-Saal der Archenhold-Sternwarte\nAlt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nProgramm:\nBegrüßung und Einleitung:\nDipl.-Ing. Stefan Gotthold\n(Stiftung Planetarium Berlin)\n10.00 Uhr – 10.1 0 Uhr \nVorträge\nModeration: Dr. Christian Gritzner \n10.10 – 10.45\nMichael Schumann\nEtappen der Raumfahrtgeschichte im Spiegel der Philosophie des 20. Jahrhunderts \n10.45 – 11.20\nDr. Wolfgang Both\nDie Berichte von Alexander B. Scherschewsky an den sowjetischen Geheimdienst 1929-1931 \n11.20 – 11.55\nMichael Tilgner\nEinsteins Relativitätstheorie und die Raumfahrtpioniere \n12.00 – 13.00\nMittagspause \nVorträge\nModeration: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n13.00 – 13.45\nProf. Dr. Dieter Oertel u. a.\nAbbildende Weltraumsensoren aus Berlin-Adlershof. Gestern -Heute – Morgen. Ein beachtliches Erbe des Instituts für Kosmosforschung der AdW der DDR \n13.50 – 14.35\nDr. Marie-Luise Heuser\nFrühgeschichte rotierender Weltraumhabitate – Fantastische Möglichkeit und futuristische Wirklichkeit \n14.40 – 15.15\nKaffeepause \n15.15 – 16.00\nProf. Dr. Hanns-Christian Gunga\, MLS\nNathan Zuntz – ein Pionier der Raumfahrtmedizin \n16.00 – 16.10\nStefan Gotthold\nSchlusswort \n16.10 – 17.00\nGet together \nAbstracts und Vitae der Autoren:\nWolfgang Both \nDie Berichte von Alexander B. Scherschewsky an den sowjetischen Geheimdienst 1929-1931 \nAlexander Scherschewsky arbeitete seit 1928 direkt für Hermann Oberth. So fertigte er Zeichnungen für die Neuauflage von Oberths Buch und las Korrektur. Als Oberth die Möglichkeit bekam\, im Rahmen seiner Beratertätigkeit für den Film “Frau im Mond” erste experimentelle Arbeiten an einem Raketenmotor durchzuführen\, war Scherschewsky sein erster Assistent. Scherschewsky ließ sich vom militärischen Geheimdienst der Roten Armee GRU rekrutieren und berichtete bis zu seiner Rückkehr nach Moskau/Leningrad in mindestens 32 Reports über technische Details der frühen Raketenentwicklung in Deutschland von Oberth über Nebel\, Poggensee\, Tiling\, Heyland\, das Heereswaffenamt und andere. \nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (Promotion Dr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1991 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher und Artikel zu diesen Themen. Im Jahr 2020 erschien das Standardwerk „Kulturaufgabe Weltraumschiff“ über die frühe Raketenentwicklung im Zeitraum 1923 – 1933. \n  \nHanns-Christian Gunga \nLeben und Werk der Berliner Physiologen Nathan Zuntz (1847-1920) \nNathan Zuntz (1847-1920) war Professor für Tierphysiologie an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin von 1881-1918. Er führte bahnbrechende Laboruntersuchungen an Menschen und Tieren zu den Veränderungen des Stoffwechsels in Ruhe und Arbeit durch. Zu diesem Zweck entwickelte er 1885 zusammen mit August Julius Geppert (1856-1937) den berühmten “Zuntz-Geppert’schen Respirationsapparat” und erfand u.a. das Laufband\, welches er später noch für Herz-Kreislauf-Untersuchungen durch einen Röntgen-Apparat ergänzte. In den frühen 1890er Jahren erweiterte Zuntz seine Forschungen auf das Gebiet der Höhenphysiologie. Für die Untersuchungen auf diesem Gebiet erfand Zuntz ein Messgerät zur Erfassung des Gasaustauschs in der Höhe. Eine Zusammenfassung dieser Studien veröffentlichte Zuntz 1906 in dem berühmten Buch “Höhenklima und Bergwanderungen”. Einige Jahre später unternahm Zuntz weitere Expeditionen auf die Kanarischen Inseln und führte bis 1914 Studien in Luftschiffen und Flugzeugen durch. Nathan Zuntz deckte ein erstaunlich breites Spektrum an Forschungsgebieten ab: Stoffwechsel\, Ernährung\, Atmung\, Blutgase\, Herz-Kreislauf-\, Sport- und Höhenphysiologie waren die Hauptthemen. Er wurde dreimal für den Nobelpreis vorgeschlagen und hat mehrere nationale und internationale Auszeichnungen erhalten. Zuntz ging 1918 in den Ruhestand und starb am 22. März 1920 in Berlin. Er kann als einer der wichtigsten Wissenschaftler in der Geschichte der Ernährung\, der Höhenphysiologie und der Luffahrtmedizin angesehen werden. \nHanns-Christian Gunga (*1954) studierte zunächst Geologie und Paläontologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Diplom 1980) und anschließend Humanmedizin dortselbst sowie an der Freien Universität Berlin (Staatsexamen 1987\, Promotion 1989\, Habilitation 1997\, Facharzt für Physiologie 2000). Als Dipl.- Geol. arbeitete er von 1980 bis 1982 an Photogeologischen Studien zu den Verwerfungen auf den Hochlandplateaus der Mondoberfläche. \nNach Abschluss seines Medizinstudiums arbeitete er zunächst von 1992 bis 2004 (ab 1997 als ao. Prof.) in der Abteilung für Physiologie der Freien Universität Berlin und ab 2004 im Institut für Physiologie der Charité u. a. an den Forschungschwerpunkten Raumfahrtmedizin und vergleichende Physiologie unter extremen Bedingungen\, 2008-2022 als stellvertretender Direktor\, zeitweise auch als Direktor in leitender Funktion. Hanns-Christian Gunga ist Vorsitzender der Programmkommission Raumfahrt des DLR und als Mitglied verschiedener Beratungsgremien für die Europäische Weltraumbehörde ESA tätig. Er war Gastprofessor an der Northwestern Polytechnical University in Xi’an\, China\, und der University Antofagasta\, Chile\, und ist Experte am Institute of Physiology der University of Ashgabat\, Turkmenistan sowie Seniorprofessor an der Charité. \nEr ist Autor mehrerer Bücher\, von denen einige mit dem Life Science Book Award der International Astronautical Association (IAA) ausgezeichnet wurden. Für seine Forschungsleistungen zu den Auswirkungen von extremen Umweltbedingungen auf den Menschen wurde er 2022 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. \n   \nMarie-Luise Heuser \nDie Frühgeschichte rotierender Weltraumhabitate – Fantastische Möglichkeit und futuristische Wirklichkeit \nDie ersten rotierenden Raumstationen wurden 1883 und 1903 von Konstantin E. Ziolkowsk und 1929 von Herman Potočnik (Pseudonym: Hermann Noordung) entworfen. Damals gab es noch keine Rakete\, die den Weltraum hätte erreichen können. Was bewegte diese Pioniere\, Techniken für Weltraumbesiedelungen zu erfinden in einer Zeit\, als nicht im Entferntesten an ihre Realisierung zu denken war? Im Rahmen einer utilitaristischen Ethik und Weltanschauung müssten solche Konstruktionen als „unnütz“ und traumtänzerisch erscheinen. Schnelles Geld war damit nicht zu verdienen. Heute sind wir im Weltraum angekommen. Rotierende Raumstationen wurden jedoch immer noch nicht gebaut\, obwohl sie in den 1970er Jahren von Gerald O’Neill als machbar dem US-Senat vorgestellt wurden. \nWas trieb die frühen Raumfahrtpioniere an? Die Motive für ihre kühnen Innovationen erklären sich vor allem aus ihren kulturellen Hintergründen und philosophischen Grundhaltungen. In meiner Präsentationwird es nicht nur um das Thema „technischer Vorläufer“ gehen\, sondern auch um deren Kulturgeschichte. Welche Ethik leitete die frühen Raumfahrtpioniere und in welche sozialkulturellen Bewegungen waren sie eingebunden? Philosophisch bedeutsam ist dabei auch das ontologische und metaphysische Verhältnis von Möglichkeit und Wirklichkeit beziehungsweise das\, was der Philosoph Ernst Bloch die „Ontologie des Noch-Nicht-Seins“ nannte. \nMarie-Luise Heuser studierte Philosophie\, Geschichte\, Physik und Mathematik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und promovierte mit einer Arbeit über Schellings Naturphilosophie und die physikalischen Theorien der Selbstorganisation. Sie arbeitete in Forschung und Lehre an den Universitäten Düsseldorf\, Heidelberg\, Stuttgart und Braunschweig. Von 2002-2015 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Philosophie der Technischen Universität Braunschweig und Organisatorin der transdisziplinären Kooperation “Kultur und Raumfahrt”. Von 2015-2020 leitete sie die Abteilung Kultur und Raumfahrt am Institut für Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig. Seit 2010 ist sie darüber hinaus Geschäftsführerin der Gesellschaft für Kultur und Raumfahrt e.V. (www.kultur-raumfahrt.de)\, seit 2020 Leiterin des Fachausschusses Raumfahrt und Kultur in der DGLR\, seit 2022 Leiterin des Space Philosophy Laboratory der Space Renaissance Academy\, und seit 2023 ist sie im Vorstand der Space Renaissance International und seit 2024 Delegierte beim UN COPUOS. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Klassische Philosophie der Raumfahrt von der Antike bis zur Moderne\, Metaphysik\, Ontologie\, Anthropologie\, Natur- und Kunstphilosophie. Ihre Publikationen u.a.: Transterrestrialismus in der Renaissance (2008)\, Russischer Kosmismus und extraterrestrischer Suprematismus (2009)\, Space Philosophy (2016)\, Raumontologie und Raumfahrt um 1600 und 1900 (2016)\, Rückkehr zum Mond (2019)\, Husserls Phänomenologie der Flugreise (2020)\, ‘Der Mensch ist nicht nur für die Erde da’. Schellings Philosophie des Weltraums (2020)\, Zur Philosophie der Raumfahrt von Günther Anders. Zwischen kopernikanischer Wende und Wiederverwurzelung (2021)\, Space Culture and Space Philosophy (2022) und zusammen mit Frank White: Space 4 All\, Space 4 Peace\, a Space 18th SDG for the 2030 U.N. Agenda (2024). \nDieter Oertel\, Thomas Behnke\, Andreas Eckardt\, David Krutz\, Gisbert Peter\, Thomas Säuberlich\, Friedrich Schrandt\, Horst Schwarzer\, Ilse Sebastian\, Wolfgang Skrbek\, Holger Venus\, Ingo Walter\, Bernd Zender\, N.N. \nAbbildende Weltraumsensoren aus Berlin-Adlershof. Gestern – Heute – Morgen. Ein beachtliches Erbe des Instituts für Kosmosforschung der AdW der DDR \nIm Institut für Kosmosforschung (IKF) der Akademie der Wissenschaften der DDR wurden die Grundlagen gelegt für mindestens zwei der abbildenden Weltraumsensoren aus Berlin Adlershof: Für den Modular Optoelectronic Scanner (MOS) und den Wide-Angle Optoelectronic Stereo Scanner (WAOSS). MOS wurde 1996 als weltweit erstes Spektro-Radiometer auf dem Indian Remote-Sensing Satellite –P3 (IRS-P3) und auf dem PRIRODA-Modul der sowjetischen Raumstation MIR eingesetzt. WAOSS startete im selben Jahr mit der leider beim Einschuss in die Bahn zum Mars gescheiterten Mission MARS-96\, erlebte aber im Jahr 2001 als Nutzlast des ersten Kleinsatelliten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zur Bi-spektralen InfraRot Detektion (BIRD) seine erfolgreiche Renaissance als WAOSS-B. Zentrale Nutzlast der BIRD Mission war das im DLR Institut für Weltraumsensorik entwickelte Hot Spot Recognition System (HSRS)\, das es erlaubte\, Hoch-Temperatur-Ereignisse wie Vegetationsfeuer oder vulkanische Aktivitäten mit seinen bi-spektralen Infrarotkanälen sicher zu erkennen und energetisch exakter zu bewerten als andere dafür verwendeten abbildenden Weltraumsensoren. Das Multi-spektrale InfraRot Kamerasystem\, welches im Adlershofer DLR Institut für Optische Sensorsysteme aus HSRS und WAOSS-B für die FireBIRD Mission des DLR weiterentwickelt wurde\, startete mit den Kleinsatelliten Technologie-Erprobungs-Träger N° 1 (TET-1) im Jahr 2012 und Bi-spektral InfraRot Optisches System (BIROS) im Jahr 2016. TET-1 und BIROS haben zwischen 2017 und 2019 als Mini-Kleinsatelliten-Konstellation weltweit unikale Datensätze von Hoch-Temperatur-Ereignissen gewonnen. \nAufbauend auf dem Know How aus der Entwicklung des Rosetta Lander Imaging System (ROLIS)\, wurde in enger Zusammenarbeit der Adlershofer DLR Institute für Planetenforschung und für Weltraumsensorik die Super Resolution Camera (SRC) für die Mars Express Mission der ESA entwickelt\, die 2003 startete und bis heute aktiv ist. \nVon einem deutschen Konsortium wurde 2004 das MErcury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer (MERTIS) als wissenschaftliche Nutzlast für die „Bepi Colombo“ Mission der European Space Agency (ESA) und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) vorgeschlagen\, angenommen und dann im DLR Standort Berlin  Adlershof (DLR-BA) in enger Zusammenarbeit mit der Firma Astro-und Feinwerktechnik Adlershof GmbH entwickelt\, gebaut und getestet. Das sehr kompakte und leichte (Masse < 3kg) MERTIS Instrument wird – nach seiner Reise zum Merkur an Bord des Mercury Planetary Orbiter (MPO)\, die von 2018 bis 2025 dauern wird – im Wellenlängenbereich von 7 – 14 µm hyperspektrale Thermalbilder in einem Gesichtsfeld von 4° liefern. \nDas DLR und das US-Unternehmen Teledyne Brown Engineering (TBE) vereinbarten im Jahr 2013 eine Kooperation zur Entwicklung und Nutzung eines neuen Hyperspektralsensors\, des DLR Earth Sensing Imaging Spectrometer (DESIS). Das DLR Institut für Optische Sensorsysteme entwickelte das DESIS Instrument für die Erdbeobachtung von der Internationalen Raumstation (ISS) im sichtbaren und nahen Infrarot Wellenlängenbereich mit hoher spektraler und räumlicher Auflösung\, die seit 2018 erfolgreich stattfindet. \nDieter Oertel\, geboren 1943 in Crimmitschau/Sa.\, erwarb 1969 das Diplom in Hochfrequenztechnik am Leningrader Elektrotechnischen Institut (LETI) und begann seine wissenschaftliche Tätigkeit im am Zentralinstitut für Solar-Terrestrische Physik (ZISTP) der Akademie der Wissenschaften (AdW) in Berlin-Adlershof. Von 1973 bis 1977 war er Abteilungsleiter im Institut für Elektronik der AdW der DDR\, wo er an mehreren instrumentellen Beiträgen der DDR zum „Interkosmos“- Programm beteiligt war. In drei Weltraummissionen auf sowjetischen Wettersatelliten vom Typ „Meteor“ mit Infrarot-Spektrometern-Interferometern\, entwickelt an der AdW in Berlin Adlershof\, war D. Oertel ab 1972 Systemingenieur und ab 1978 Projektleiter. 1976 promovierte er dort zum Dr. Ing. mit einer Arbeit zu „Elektronischen Systemen eines IR-Michelson Interferometers für den Satelliteneinsatz“.  Von 1978 bis 1991leitete er den Bereich Optoelektronische Systeme im Institut für Elektronik\, 1981 in Institut für Kosmosforschung (IKF) umbenannt. Von 1978 bis 1984 war er wissenschaftlicher Leiter der ersten Tiefraummission der DDR mit zwei Infrarot-Fourier-Spektrometern an Bord der sowjetischen Sonden „Venera 15 & 16“. 1983 folgte die „Promotion-B“ (zum Dr. sc. techn.) mit einer Arbeit zum Thema „Infrarotfernerkundung von Erde und Planeten“\, und 1984 wurde er zum Professor an der AdW ernannt. \nNach der Übernahme des IKF durch das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) zum 1. 1. 1992 wurde D. Oertel an das DLR Institut für Optoelektronik in Oberpfaffenhofen versetzt. 1995 wurde ihm auf Vorschlag des Direktors dieses Institutes der Titel „Seniorwissenschaftler“ durch den Vorstand des DLR verliehen. \n1998 wechselte er an das DLR Institut für Weltraumsensorik nach Berlin-Adlershof. Von 2000 bis 2005 war er dort u. a. Wissenschafts-Koordinator der ersten deutschen Infrarot-Kleinsatellitenmission zur „Bi-spektralen InfraRot Detektion (BIRD)“. Seit 2006 ist er fachlicher Berater der mittelständischen Fa. Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH. \n  \nMichael Schumann \nEtappen der Raumfahrtgeschichte im Spiegel der Philosophie des 20. Jahrhunderts \nEin Streifzug durch die Literatur der Space Advocacy \nNach gut hundert Jahren Raumfahrtgeschichte in der öffentlich-massenmedialen Wahrnehmung\, deren Auftakt – in diesem Sinne – bei der „space fad“ der 1920er Jahre anzusetzen ist\, fehlt es doch bis heute an einer umfassenden akademischen Konfrontation mit der geisteswissenschaftlichen Relevanz nunmehr weltweiter Raumfahrtaktivitäten. Diese Nachlässigkeit an der akademischen Philosophie hat eine wohlwollende Phänomendurchdringung\, darin der Soziologie nicht unähnlich\, bislang eher vermieden. Es bedarf eines blickerweiterten Umwegs. \nDieser führt über ‚Popularisierungsliteratur‘\, präziser\, das Genre der „Space Advocacy“\, d. h.\, der generellen Verteidigung des Raumfahrtinteresses\, sogar weit vor dem öffentlich-massenmedialen Spektakel eines extra-terrestrischen Unterfangens. Aus Gründen der Sachorientierung (einzelne Etappen des technisch realisierten Raketenfluges) bleibt der Untersuchungsrahmen aber dem 20. Jahrhundert verhaftet: Konkret sind es fünf Etappen\, gegliedert in Zeitsprüngen von 20 Jahren\, die markante Durchbrüche oder Erlahmungsphasen betreffen. \nDiese sind 1. die Vorbereitungsetappe (1910er-1920er)\, illustriert an Konstantin E. Ziolkowski\, unter dem Blickpunkt der Gesellschaftsutopie; 2. die Reorientierungsetappe (1930er-1940er)\, angedeutet mit Arthur C. Clarke\, unter dem Fokus einer satellitengestützten Globalisierung; 3. die Konsolidierungsetappe (1950er-1960er)\, informiert über Hannah Arendt\, im Vorbehalt ihrer Skepsis gegen Weltentfremdung; 4. die Zermürbungsetappe (1970er-1980er)\, plausibilisiert anhand von Krafft A. Ehricke\, in Erwiderung auf ‚Grenzen des Wachstums‘; und 5. die Pluralisierungsetappe (1990er-2000er)\, greifbar an Robert M. Zubrin und der Astrostrategie. \nAlle Beispiele liefern dezidiert ‚Philosophien‘\, obschon nur bei Arendt aus der Akademia\, welche geistesgeschichtliche Eminenz für (un)bemannte Raumfahrtaktivitäten reklamieren. \nMichael Schumann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Philosophie und Philosophische Anthropologie der Universität Potsdam. Sein Masterstudium schloss an der Universität Potsdam mit der Arbeit „Extraterrestrische Ex-Zentriker. Zur theoriestrukturellen Einarbeitung des Außerirdischen bei Helmuth Plessner als Grundlage einer Philosophischen Anthropologie des Raumfahrtzeitalters“ als Jahrgangsbester des akademischen Jahres 2018/2019 ab. \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die Raumfahrtpioniere \nDie Relativitätstheorie wurde in den 1920er und 1930er Jahren in der Öffentlichkeit – und auch unter den Raumfahrtpionieren – kontrovers diskutiert. Neben begeisterter Zustimmung gab es auch harsche Ablehnung\, teils mit antisemitischem Einschlag. Überraschend ist auch\, dass in dieser Zeit schon untersucht wurde\, welche Auswirkungen die Spezielle Relativitätstheorie auf das Raumfahrtproblem hat! Der Vortrag stellt einige Positionen vor\, die die Raumfahrtpioniere seit den 1920er Jahren zur Relativitätstheorie vertreten haben. Sie reichen von allgemeinen Erörterungen über Raum und Zeit (Johannes Winkler) bis zu einer imaginären Reise zu den Sternen (mit Eugen Sängers Photonenrakete). \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astro-nomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverar-beitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte ast-ronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Biesdorfer Medizinische Gespräche \n(Leibniz-Sozietät gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und Schloss Biesdorf) \nGabriele Laschinski\, Ivar Roots \nDie Berliner Medizinische Gesellschaft – ihre Geschichte von 1844 bis heute \n17.00 bis 19.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf \nVeranstaltungsflyer zum Download
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Klassensitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz: Zoom-Meeting (Klassensitzung SGW) am 12.12. ab 9 Uhr: https://us06web.zoom.us/j/87816447304?pwd=38sOmpv0aOgG9DMQm4gSq2yBxjCJG8.1\nID der Sitzung ist: 878 1644 7304; Kenncode: 472498) \nZeit: 9.00 bis 11.00 Uhr \nUlrich van der Heyden (MLS) \nWie Fake Facts und politische Absichten genutzt werden\, um das solidarische Engagement der DDR umzudeuten \nAbstract: \nIm Zusammenhang mit dem seit etwa zwei Jahrzehtnen in Deutschland zu beobachtenden wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse an der Geschichte des deutschen Kolonialismus ist – verstärkt durch die von Dirk Oschmann in der letzten Zeit angestoßenen Debatte um das Abgehängtsein des Ostens Deutschlands vom Westen – ebenso das Interesse für die Beziehungen der DDR zu den Ländern des Südens gestiegen. Wissenschaftliche Literatur\, Ausstellungen\, belletristische Publikationen künden davon. Es herrscht indes große Unkenntnis über den tatsächlichen Verlauf und vermutlich absichtliche ideologisch geprägte Sichten auf das in der Wissenschaft nicht bestrittene solidarische Engagements der DDR. Denn immer wieder werden die von der DDR-Bevölkerung finanzierte Ausbildung von sogenannten Vertragsarbeitern aus Afrika\, Asien und Kuba durch Fake News\, Lügen bis hin zu mediale Öffentlichkeit erregende Storys über rassistische Mordtaten\, strukturellen Rassismus in der DDR\, Negierung der Stimmen der betroffenen Vertragsarbeiter\, Missachtung des historischen Kontextes bis hin zu offensichtliche Verfälschungen von nachweisbaren Zahlen und Fakten verfälscht wiedergegeben. Dieses Narrativ wird über Medien und leider auch in der Wissenschaft weitergereicht. \nVita: \nProf. Dr. Dr. Dr. Ulrich van der Heyden (geb. 1954): \nVisiting Research Professor an der University of South Africa\, Pretoria\, Dr. phil. & Dr. rer. pol. habil. & PhD (Rhodes/South Africa); zudem Privatdozent am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin bis Ende 2023; dann Ruhestand. Afrika-\, Missions- und Kolonialhistoriker sowie Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Afrika. Über 60 monographische Publikationen und mehr als 240 wissenschaftliche Aufsätze\, Initiator und (Mit-)Herausgeber von sieben Buchreihen. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Er ist wohl der einzige deutsche habilitierte Geisteswissenschaftler\, der drei Mal promoviert wurde. \n 
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. Dezember 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist der folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66838234283?pwd=WI4CBEoaI45AS3a6hmaDceyEEEtQNz.1\nMeeting-ID: 668 3823 4283 \nVortrag: \nGeorg Guggenberger (MLS) \nBöden als Klimaregulativ – Möglichkeiten und Grenzen \nAbstract: \nBöden spielen als zentraler Bestandteil der sog. ‚critical zone‘ eine zentrale Rolle für das Wohlergehen menschlicher Gesellschaften. Auf Böden werden nicht nur >90% unserer Lebensmittel produziert. Verwitterung und Bodenbildung sind ein zentraler Prozess\, der zu der für höheres Leben geeigneten Temperatur auf der Erde geführt hat. Auch heutzutage spielt die Funktion von Böden als Kohlenstoffsenke und -quelle eine wesentliche Rolle als Klimaregulativ und es liegt an dessen Nutzung\, in welche Richtung das Pendel ausschlägt. Im Vortrag werden zunächst aktuelle Kenntnisse zur Bildung und Stabilisierung der organischen Bodensubstanz vorgestellt. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten diskutiert\, wie nachhaltiges Bodenmanagement zu einem Aufbau an organischer Bodensubstanz und generell zu einem gesünderen Boden führen kann. Dies wird an drei Fallbeispielen in Deutschland\, dem Amazonastiefland und der eurasischen Steppe illustriert. Dabei werden auch klar die Grenzen von Böden als Kohlenstoffsenke aufgezeigt. Abschließend erfolgt noch ein Ausflug in arktische Ökosysteme\, wo die durch die Permafrostdegradation ausgelösten Prozesse eine sehr große CO2– und CH4-Freisetzung auslösen können. \nVita: \nGeorg Guggenberger ist Diplom-Geoökologe und hat an der Universität Bayreuth 1992 promoviert und 1998 habilitiert\, jeweils im Fach Bodenkunde. Nach einem Auslandsaufenthalt an der Colorado State University übernahm er von 2002 bis 2008 eine C3-Professur für Bodenbiologie und Bodenökologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und besetzt seit 2008 eine W3-Professur Bodenchemie an der Leibniz-Universität Hannover. Georg Guggenberger betrachtet Böden in ihrer gesamten Vielfalt von polaren Ökosystemen bis in die Tropen. Treibender Faktor ist dabei die Reaktion von Böden auf den Klimawandel sowie die menschliche Nutzung. Neben der Aufklärung von wichtigen Prozessen\, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Böden als Kohlenstoffsenke und -quelle\, spielen Management-Aspekte eine zunehmende Rolle in seiner Forschung. Ihm geht es hierbei insbesondere um den Nexus von Landwirtschaft und Klimawandel und inwiefern biologische Prozesse für ein nachhaltiges und regeneratives Boden- und Landmanagement genutzt werden können. Neben Grundlagenforschung kommen hier in jüngerer Zeit auch verstärkt alternative Ansätze zur Wissensgenerierung\, wie Reallabore\, zum Einsatz. Georg Guggenberger hat mehr als 230 begutachtete Publikationen veröffentlicht; sein derzeitiger H-Index ist 75. Seine wichtigsten Auszeichnungen sind der CULTURA-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. für zukunftsgerechte Landnutzung (2017) und die Philippe Duchaufour-Medaille der Europäischen Geophysikalischen Union. Georg Guggenberger war von 2016 bis 2019 Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und ist derzeit Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (LS) in Kooperation mit der Gesellschaft für Kybernetik (GfK) \n13:30–15:30 Uhr\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist der folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61217206307?pwd=ibCrKPt2G2t0r2FoooxDtt5OkCqazy.1\nMeeting-ID: 612 1720 6307 \nIm Rahmen der Veranstaltung wird der Wiener-Schmidt-Preis der GfK an Erdmute Sommerfeld (MLS) und Werner Krause (MLS) verliehen. \nProgramm: \n\nBegrüßung: Gerda Haßler (Präsidentin der LS)\, Hanspeter Loewen (GfK)\nFestvortrag 1: Hermann Michael Schmidt (Versmold): “Wilhelm Dilthey – Motivator von Hermann Schmidt”\nFestvortrag 2: Siegfried Piotrowski (Präsident der GfK): “Norbert Wiener und die heutige Gesellschaft für Kybernetik”\nEhrungen mit dem Wiener-Schmidt-Preis der GfK: – Laudatio: Gerhard Pfaff (MLS) – Dankesworte der Geehrten\n\nVortrag 1: \nHermann Michael Schmidt (Versmold)  \nWilhelm Dilthey – Motivator von Hermann Schmidt \nAbstract: \nDie Kybernetik\, angetreten als fächerübergreifende Theorie von Steuerung und Regelung (N. Wiener\, W. Ross Aschby\, G. Klaus\, H. Schmidt) vertritt im Grunde zwei ganz verschiedene Anliegen. Auf der einen Seite will die Kybernetik Universalwissenschaft werden mit der Kraft\, in die Einzelfächer hineinzuwirken und dort neue nützliche Verbindungen zu stiften.   Man muss wohl sagen\, dieser Anspruch hat sich kaum erfüllt. Auf der anderen Seite haben Kybernetiker versucht\, die Beziehung zwischen dem Menschen und der (ja von ihm geschaffenen) Technik philosophisch neu zu deuten\, der Technik einen Wert für das Selbstbild des Menschen zu geben. Diesen zweiten Anspruch macht die „Allgemeine Regelkreislehre“ von Hermann Schmidt. \nDie Schriften von Hermann Schmidt enthalten knappe Hinweise auf die Klassiker\, auf Kant\, Herder\, Schleiermacher und Hegel. Was Schmidt aber versäumt\, so die Behauptung hier\, ist\, dass er sich viel ausführlicher auf die deutschen Klassiker als seine Vordenker über teleologische Kausalität hätte einlassen können. \nDer Vortrag soll zeigen\, dass die Lehre von Hermann Schmidt deutliche Gemeinsamkeiten mit der Lebensphilosophie von Wilhelm Dilthey hat\, den die Schriften von Schmidt nicht einmal erwähnen. Tatsächlich hatte Herman Schmidt als Student in Göttingen über Dilthey´s Philosophie viel gehört in der Vorlesung von Georg Misch\, des Dilthey-Herausgebers\, der dann 1923 Schmidt im Nebenfach Philosophie auch geprüft hat. In Band VII von Dilthey Ges. Schriften heißt es etwa\, recht nah bei den Begriffen von Hermann Schmidt: „Die Geschichte zeigt\, wie die Wissenschaften\, die sich auf den Menschen beziehen\, in einer beständigen Annäherung an das fernere Ziel einer Besinnung des Menschen über sich selbst begriffen sind“. \nWilhelm Dilthey (1833 – 1911) ist absolut kein Philosoph der modernen Technik. Im Gegenteil\, er sieht im Techniker des Alltags ausdrücklich den Mann des bloßen Spezialwissens nah bei Hermann Schmidt. Die Lehre von Schmidt macht allerdings das Technisieren – die moderne Technik wird durch Automaten repräsentiert – zum Hauptmerkmal der Spezies Mensch. \nVita: \nHermann Michael Schmidt studierte von 1963 bis 1969 Physik an der TU Berlin und an der Universität Göttingen (Abschluss: Diplom). 1974 promovierte in theoretischer Physik in Göttingen. In den folgenden Jahren war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Quantenchemie der TU Berlin. Von 1986 bis 1988 war er für die Hellenic Science Foundation in Athen tätig. Es folgten Tätigkeiten an der Universität Stuttgart sowie Gastaufenthalte in Torun (Polen) und in Aarhus (Dänemark). Von 2001 bis 2010 war Hermann Michael Schmidt Lehrkraft für Mathematik und Physik an der Volkshochschule in Beckum/Westfalen. Ein Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen war das Thema „Partitionen in der Störungstheorie von n-Elektronen-Wellenfunktionen“. In zahlreichen Vorträgen hat er über die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit berichtet. \nVortrag 2: \nSiegfried Piotrowski (GfK) \n Norbert Wiener und die heutige Gesellschaft für Kybernetik \nAbstract: \nDer kleine Beitrag anlässlich der Vergabe des Wiener-Schmidt-Preises an zwei ausgewiesene Kybernetiker der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ist hauptsächlich auf die Zusammenfassung von Zitaten aus dem Jahr 1994 anlässlich der 100sten Geburtstage von Norbert Wiener und Hermann Schmidt ausgerichtet. Er beinhaltet aber darüber hinaus auch weiterführende Informationen zum Leben Norbert Wieners. \nMit der Kybernetik Wieners und Schmidts eng verbunden ist die Gesellschaft für Kybernetik\, auf deren Entstehungsgeschichte und Auslegung der kybernetischen Arbeitsgebiete im zweiten Teil des Vortrags eingegangen wird. \nVita: \nSiegfried Piotrowski studierte Bautechnik und war anschließend Management- und Marketingberater\, selbständiger Unternehmer und Dozent in der Erwachsenenbildung. Er ist Honorarprofessor für Produkt- und Produktionsmanagement\, einschließlich Marketing an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt\, Rumänien (Universitatea “Lucian Blaga” din Sibiu). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bildungs-\, Kommunikations- und Organisationskybernetik\, Bildungstechnologie sowie Mediologie und Eurologie. Siegfried Piotrowski ist Präsident der (Deutschen) Gesellschaft für Kybernetik e. V. (GfK).
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DESCRIPTION:16 Uhr (nach dem Plenum) \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nWolfgang Schiller und Dietmar Linke: \nVon Keramovitronen zu LTCC-Multilayer-Modulen. 50 Jahre Keramik-Forschung in Berlin in zwei deutlich verschiedenen Wirtschafts- und Forschungssystemen 
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DESCRIPTION:Veranstaltungsort: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestraße 87\, 12587 Berlin – bzw. hybrid. Zoom: \nhttps://us06web.zoom.us/j/87629608973?pwd=YDbDwgTGVZvQbhubJIZB3IUpDhbzc4.1\nMeeting-ID: 876 2960 8973\nKenncode: 617951 \nDieter Segert\, MLS \nEine Ordnung gemeinsamer Sicherheit in Europa – Analysen des Helsinki-Friedensprozesses und seines Scheiterns\nAbstrakt \nVor 50 Jahren hatte die Konferenz von Helsinki einen Prozess angestoßen\, der auf das geregelte friedliche Zusammenleben in Europa gerichtet war. Er hatte u.a. durch die Ostverträge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und ihren osteuropäischen Nachbarn Impulse erhalten. Abrüstungs- und Rüstungsbegrenzungsverträge zwischen der Sowjetunion und den USA folgten. 1990 mit der Charta von Paris schien die europäische Friedensordnung auf Dauer errichtet zu sein. Aber schon Ende des betreffenden Jahrzehnts zeigten sich die ersten Risse in ihrem Fundament. Die Kündigung des ABM-Vertrages 2002 durch die USA war der Beginn eines Abbaus erreichter Verträge wie auch der schrittweisen Zerstörung von Vertrauen zwischen Russland und dem Westen. Er gipfelte im Krieg Russlands gegen die Ukraine\, der gleichzeitig ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland ist. \nZwei Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags: Wer trägt für diese destruktive Entwicklung die Verantwortung\, oder anders gefragt: was wurde durch die Entscheidungen Russlands verursacht und was durch Akteure des „Westens“? Was sind die Bedingungen dafür\, um diesen Geschichtsbruch zu reparieren und zu einer Ordnung gemeinsamer Sicherheit zurückzukehren? \nLebenslauf \nDieter Segert (geb. 1952 in Salzwedel) studierte Philosophie an der HUB und der MGU. Er arbeitete seit 1978 an der Sektion marxistisch-leninistische Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität und wurde dort 1989 zum Professor berufen. Seit 1985 bemühte er sich gemeinsam u.a. mit Uwe-Jens Heuer um die Gründung der Politikwissenschaft als universitäre Disziplin\, was aber erst Ende 1989 gelang. 1990-1992 war er an der Gründung des Fachbereichs für Sozialwissenschaften an der HUB beteiligt und wurde zum Prodekan gewählt. 1993 wurde Segert auf 5 Jahre befristet zum C3-Professor für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Osteuropa) berufen. Nach der Arbeit als Gastprofessor an der Prager Karlsuniversität und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn wurde er 2005 an die Universität Wien auf eine unbefristete Professur für die Analyse von Transformationsprozessen in Osteuropa berufen. Seit 2008 ist Dieter Segert Mitglied der Leibniz Sozietät\, 2024 wurde er zum Sekretar der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften gewählt. Die Schwerpunkte seiner Forschungs- und Lehrarbeit sind Analyse politischer Parteien in Osteuropa\, Transformationen des osteuropäischen Staatssozialismus und sein Erbe\, Gefährdungen der liberalen Demokratie. Zu diesen Gebieten hat er umfangreich publiziert. In den letzten Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Konflikten im post-sowjetischen Raum. 2024 erschien das Buch „Doppelter Geschichtsbruch. Der Wandel in Osteuropa nach der Helsinki-Konferenz 1975 und die Zukunft der europäischen Sicherheit“\, bei dem er Mit-Herausgeber (zusammen mit Peter Brandt und Gert Weisskirchen) und Autor ist. Das Buch liegt dem Vortrag zugrunde.
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DESCRIPTION:Geschäftssitzung (nicht öffentlich) \nTagesordnung:\n1. Bestätigung der Tagesordnung\n2. Bestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer\n3. Bericht des Präsidiums\nTeil 1: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit 2024\nTeil 2: Finanzbericht 2024 und Finanzplanung 2025\n4. Bericht der Kassenprüfer\n5. Diskussion\n6. Beschlussfassung zu den Berichten des Präsidiums und der Kassenprüfer\n7. Sonstiges
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Februar 2025 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61120228539?pwd=RyNBJAAfBckZtZmC0opE3r5J5x24UQ.1\nMeeting-ID: 611 2022 8539 \nVortrag: \nProf. Dr. Hendrik Emons (MLS) \nInternationale Vergleichbarkeit von entscheidungsrelevanten Messergebnissen – vom Glauben zum Wissen \n  \nAbstract: \nResultate von wissenschaftlich-technischen Messungen dienen als Grundlage für eine Vielzahl von Entscheidungen\, z.B. bei der Herstellung von Produkten in Industrie oder Landwirtschaft\, im internationalen Handel\, bei der Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheit oder im Umweltschutz. An derartige Daten werden grundsätzliche Anforderungen gestellt\, zu denen ihre Vergleichbarkeit über zeitliche und räumliche Dimensionen gehört. Bis in die jüngste Gegenwart wurde diese Vergleichbarkeit auch für Befunde aus komplexeren Analysenverfahren als gegeben angenommen\, insbesondere wenn die Messergebnisse von staatlichen oder anderen renommierten Einrichtungen bereitgestellt wurden. Dieser ‘autoritätsgläubige’ Ansatz hat sich bei näherer Überprüfung als wissenschaftlich fragwürdig und in der zunehmend globalisierten Welt als nicht universell akzeptabel erwiesen. \nDeshalb werden im Vortrag zuerst die metrologischen Grundlagen für eine Vergleichbarkeit von Messergebnissen rekapituliert. Anschließend werden daraus resultierende wissenschaftliche Herausforderungen\, insbesondere für (bio)chemische und molekularbiologische Analysen\, sowie moderne Konzepte zu deren Lösung erläutert. Dies illustrieren Beispiele aus den Bereichen medizinische Diagnostik\, Lebensmittelsicherheit und grüne Biotechnologie. Abschließend werden global anerkannte Maßnahmen und entsprechende internationale Netzwerke zur Qualitätssicherung von Messergebnissen vorgestellt. \nVita: \nHendrik Emons war bis zur Pensionierung im September 2021 Stellvertretender Direktor im Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission für das Direktorat ‘Gesundheit\, Verbraucher und Referenzmaterialien’ und Leiter der JRC-Abteilung ‘Food & Feed Compliance’ (Geel\, Belgien & Ispra\, Italien). Ab 1977 studierte er Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale und promovierte dort 1984 auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie und Elektrochemie. 1988 erfolgte die Habilitation in Analytischer Chemie an der Universität Leipzig\, wo er anschließend als Dozent tätig war. Nach einem Feodor-Lynen Fellowship der Alexander von Humboldt-Stiftung an der University of Cincinnati (OH\, USA) ging er ans Forschungszentrum Jülich\, leitete dort das Umweltprobenbank-Projekt und war danach Stellvertretender Direktor des Instituts ‘Phytosphäre’. Seit 1995 lehrt er auch an der Universität Duisburg-Essen. 2003 wurde er an das JRC zum Aufbau eines multidisziplinären Teams berufen\, welches die Entwicklung\, Produktion\, Zertifizierung und Verteilung von Referenzmaterialien für ein breites Anwendungsspektrum realisierte: von Messungen der Schlagzähigkeit von Stahl bis zu Proteinbiomarkern in Humanserum\, von Spurenelement- bis mikrobiologischer Analytik\, von Nanopartikelmessungen bis zur GMO-Quantifizierung. Seit Juli 2016 war er im JRC für die Aktivitäten zur Lebensmittelsicherheit zuständig. Dabei führte er auch als Direktor mehrere EU-Referenz-Laboratorien und leitete Qualitätsaktivitäten für die SARS-CoV-2 Diagnostik. Er war Herausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften\, verfasste 290 wissenschaftliche Publikationen\, hielt ca. 300 Konferenz- und eingeladene Vorträge und leitete international u.a. das ISO Committee on Reference Materials. \nHendrik Emons ist seit 2008 Mitglied der Leibniz-Sozietät und seit 2010 Fellow der Royal Society of Chemistry.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klassensitzung findet hybrid statt. \nOrt: Humboldt-Universität zu Berlin\, Institut für Sozialwissenschaften\, Universitätsstraße 3b\, Seminarraum K12a (Souterrain) \nsowie online: der Link für die Zoom-Teilnahme ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85308459031?pwd=rDLBpuDqZqQ8ZMAw5D0UseUFswTLKZ.1\nMeeting-ID: 853 0845 9031\nKenncode: 408013 \n  \nGabriela Lehmann-Carli (MLS) und Angela Richter (MLS); Moderation: Swetlana Mengel (MLS)\nTraumagedächtnis und Traumanarrative im Kontext von Krieg und Gewalt \nKriege und Gewaltverbrechen als sog. Man-Made Disasters hinterlassen nicht nur Todesopfer und körperlich Verletzte\, sondern auch eine hohe Anzahl (Re-)Traumatisierter\, an einer posttraumatischen Belastungsstörung Leidender. Der Versuch\, literarisch Zeugnis bzw. Zeugenschaft vom auslösenden Ereignis abzulegen\, könnte dazu beitragen\, über Narration einen Hauch von Ordnung in das traumatische Geschehen zu bringen und es ggf. handhabbar zu machen. \nIn ihrem Vortrag geht Gabriela Lehmann-Carli der Frage nach\, inwiefern sich in ausgewählten Texten aus slavischen Literaturen durch Krieg und Gewalt indizierte Trauma-Narrative (darunter transgenerationale) finden lassen\, die auf (kollektive) Trauma-Gedächtnisse hinweisen könnten. In der Trauma-Forschung stellt sich einerseits die Frage nach der Erinnerbarkeit von traumatischen Erfahrungen\, andererseits das Problem der Möglichkeit kollektiver Traumatisierungen. Auch vorgängige Trauma-Erfahrungen sind dabei relevant. \nAngeregt durch Aleida Assmanns „Formen des Vergessens“ und kulturelle Vergessenstechniken werden im Kontext der Trauma-Forschung an Beispielen aus den russischen\, polnischen und ukrainischen Literaturen Folgen sowie die politische Wirkungsmächtigkeit selektiver Erinnerungspraktiken\, (un)bewussten Verdrängens sowie das Schwanken zwischen Memoria und Lethe als „zerrissene Erinnerung“ (Irina Scherbakowa) für das jeweilige kollektive bzw. kulturelle Gedächtnis erörtert. \nIn einem Gespräch zwischen Angela Richter und Gabriela Lehmann-Carli werden ausgewählte literarische Trauma-Narrative in Nachfolge und in Nachwirkung des Zweiten Weltkrieges und der postjugoslawischen Kriege betrachtet\, wobei auch die späteren soziokulturellen und politischen Auswirkungen von Holocaust\, Krieg und (sexualisierter) Gewalt eine Rolle spielen sollen. \nGabriela Lehmann-Carli ist Professorin für Slavische Philologie/Literaturwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: Trauma. Empathie und Erinnerung in der russischen und der polnischen Literatur)\, \nAngela Richter ist emer. Professorin für Südslavistik (aktueller Forschungsschwerpunkt: Literatur\, Geschichte und kulturelles Gedächtnis in Südosteuropa)\, \nSwetlana Mengel ist emer. Professorin für Slavische Philologie/Sprachwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: russische Übersetzungen pietistischer Erbauungsliteratur in Halle im 18.Jh.)\, alle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig.       
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SUMMARY:Plenum Februar
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nauch über Zoom. \nOttmar Ette (MLS) \nDer Romanist als Romancier. „Zwei deutsche Leben“ und „Mein Name sei Amo“ von und mit Ottmar Ette\nAbstract: \nIm Zentrum der Lesung stehen die beiden Romane „Zwei deutsche Leben“ und „Mein Name sei Amo“. Im anschließenden Gespräch stehen Fragen des Verhältnisses zur Geschichte und die Bedeutung eines kritischen Verhältnisses zur Geschichte ebenso im Zentrum wie die dunkle Seite der europäischen Aufklärung\, die Grenzen von Wissen und Wissenschaft sowie ganz allgemein das Spannungsverhältnis zwischen akademischem und literarischem Schreiben in Gegenwart und Zukunft. \nCV: \nOttmar Ette war drei Jahrzehnte lang Romanist und Komparatist an der Universität Potsdam und ist Projektleiter eines akademischen Langzeitvorhabens an der BBAW (bis Ende 2032) sowie Gründungsdirektor eines  Forschungszentrums in Changsha\, China. Er verfasste zahlreiche Bände über Roland Barthes\, Alexander von Humboldt\, Transareale Studien\, über Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft sowie acht Bände seiner Vorlesungen; seine Bücher wurden ins Englische\, Französische\, Spanische\, Portugiesische und Chinesische übersetzt. Er war Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin\, ist Mitglied mehrerer Akademien und wurde zum Honorary Member der Modern Language Association in den USA gewählt. Als Schriftsteller hat er die Romane „Zwei deutsche  Leben“ und „Mein Name sei Amo“ vorgelegt. \n 
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse lädt im Rahmen seines thematischen Schwerpunkts „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer nächsten Veranstaltung ein: \nTermin: Freitag\, 14.2. 2025 von 14.00 bis ca. 17.00 Uhr\nOrt: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A\, Raum 1.03 \nZur Diskussion steht von Bruno Latour und Nikolaj Schultz die Publikation \n„Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum“\n(Edition Suhrkamp 2022)\nDie Zeiten für gesellschaftliche Transformationen sind nicht günstig. Angesichts komplexer und sich weiter zuspitzender Krisenprozesse werden Fragen nach möglichen Akteuren oder Subjekten progressiver Intervention\, nach Kräften einer solchen Transformation\, kaum noch gestellt. Aktivierung\, Mobilisierung erfolgen durchaus – als Agieren unterschiedlicher Kapitalfraktionen\, als Eroberungszug eines neuen technologischen\, digitalen Kapitalismus\, als rechter Autoritarismus oder/und populistische Verweigerung –; für eine sozial-ökologische Transformation ist die Zeitdiagnose wenig optimistisch.\nUmso überraschender und bemerkenswerter ist das angeführte Memorandum. Latour und Schultz gehen von einer umfassenden Bedrohungslage der Menschheit im Anthropozän aus und führen diese in die aktuelle zeitliche Konstellation. Ihre Diagnose ist die einer überwältigenden Gefährdung der Menschheit (Klima; Kriege; Pandemie)\, andererseits ist diese gelähmt: Schock und Angst\, statt Aktivität. Daraus begründen sie ihr Plädoyer für die „ökologische Klasse“\, die zum handlungsfähigen Subjekt werden soll. Dieser ausdrückliche Bezug auf das Klassenkonzept ist eben überraschend und bemerkenswert. Denn einerseits könnte die Distanz zum „klassischen Klassenkonzept“ nicht größer sein – Kapitalverhältnis und Produktion werden ausdrücklich negiert –\, andererseits greifen sie gerade auf den traditionellen Anspruch zurück: „Klasse“ ist notwendig als politischer Kampfbegriff zur Konstituierung eines handlungsfähigen Subjektes in unserer heutigen kosmologischen Realität\, einer neuen „herrschenden Klasse“. \nDie Argumentation ist lesenswert und herausfordernd. Sie macht in ihrem dichotomischen Ansatz einen breiten analytischen Raum auf und durchmisst ihn\, wenngleich nicht immer konsequent. So kann es auch die eine oder andere Enttäuschung geben. Die Frage nach neuen Konzepten und Begriffen bliebt. Das erinnert nicht zufällig an McKenzie Wark. Auch sie verbindet ihre emphatische Bezugnahme auf „Klasse“ mit einer strikten Ablösung vom „alten“ Klassenkonflikt (von den „alten“ Klassen). Zutreffend scheint die Metapher „Klassen ohne Kapitalismus“. Eine neue Realität ist auch für Nancy Fraser das zentrale Argument – darin liegt der übergreifende zeitdiagnostische Punkt –\, ihre Antwort ist aber eine andere: mit einer neuartigen Kapitalismusanalyse zu einer neuen Klassenbestimmung. Insofern bieten alle drei Arbeiten einen stimulierenden Zugang zur Frage\, ob Klassen (Klassenanalysen) zum Subjekt sozialökologischer Transformation führen. \nTextauszüge und eine kleinere Einsteuerung werden auf Anfrage verschickt. \nFür Fragen und zur Anmeldung bitte an Thomas.Micha@t-online.de\nMichael Thomas
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SUMMARY:AK Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Beratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207\, 9. Etage\, 10369 Berlin\nBitte klingeln\, Tür wird dann geöffnet. Für Nutzer eines Pkw besteht direkter Zugang von der Tiefgarage. \nZugang auch über Zoom. \nHans Neumann (Universität Münster):\nAltorientalistik in der DDR. Ihre institutionellen und wissenschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Spannungsfeld von Kontinuität und Wandel\nAbstract\nAusgehend von den Nachkriegsverhältnissen in der Sowjetischen Besatzungszone (1945–1949) wird unter Berücksichtigung der jeweiligen spezifischen institutionellen und wissenschafts-politischen  Rahmenbedingungen\, unter denen in der DDR die Wissenschaften von Gesellschaft\, Kultur und Sprachen des Alten Orients im Hochschulbereich und außeruniversitär betrieben worden sind\, ausschnittsweise versucht\, die Entwicklung der DDR-Altorientalistik insbesondere an den Universitäten Berlin\, Leipzig\, Jena und Halle/S. und an der Akademie der Wissen schaften von 1949 bis 1989 sowohl unter dem Gesichtspunkt der Weiterführung bestehender Traditionen als auch mit Blick auf gesellschaftshistorisch wie auch personell begründete Kontinuitätsbrüche vor allem in den 1960/70er Jahren nachzuzeichnen und wissenschaftsgeschichtlich zu analysieren. \nCV\nGeboren 9.5.1953 in Erfurt; 1971–1975 Studium der Orientalischen Archäologie und Philologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; 1980 Promotion; 1975–1991 wiss. Mitarbeiter und Forschungsgruppenleiter am Bereich Alter Orient des ZI für Alte Geschichte und Archäologie der AdW (bis 1990 der DDR) Berlin; 1992–1999 wiss. Mitarbeiter an den Universitäten Berlin (FU) und Heidelberg; 1998 Habilitation für das Fach Altorientalische Philologie an der FU Berlin; 1999–2020 Professor (C4) für Altorientalische Philologie und Direktor des Instituts für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie der Universität Münster \n2003–2009 Vorsitzender und 2009–2012 stellv. Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG); 2003–2015 Mitglied des Board of the International Association for Assyriology \nForschungsschwerpunkte: Sumerische und akkadische Keilschrifttexte des alten Mesopotamien vornehmlich aus dem 3. und frühen 2. Jt. v. Chr.; Wirtschafts-\, Rechts- und Sozialgeschichte des Alten Vorderasien; Geschichte der Assyriologie/Altorientalistik in Deutschland im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. und in der DDR \nIlse Wischer (MLS\, Universität Potsdam):\nDie Geschichte der englischen historischen Linguistik in Deutschland und den deutschsprachigen Nachbarländern\nAbstract\nDie englische historische Linguistik hat in Deutschland und im deutschsprachigen Kulturraum eine reiche Geschichte. Sie wurde von zwei unterschiedlichen\, aber konvergierenden Forschungsfeldern geprägt\, die beide im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an deutschen Universitäten ihre Blütezeit hatten: die englische Philologie\, vor allem die Mediävistik\, und die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft. In meinem Vortrag geht es zunächst darum\, wie diese beiden Forschungsrichtungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zusammengewachsen sind. Daran anschließend wird gezeigt\, wie sich im 20. Jahrhundert in Ost und West ein Wandel in der Ausrichtung der englischen historischen Linguistik vollzog\, und es werden Gründe für den stetigen Rückgang dieser Disziplin mit einem Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen diskutiert. \nCV\nIlse Wischer\, geboren 1959 in Stendal\, ist außerplanmäßige Professorin für Englische Linguistik an der Universität Potsdam (seit April 2024 im Ruhestand). Sie studierte Englisch und Russisch an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Potsdam (seit 1991 Universität Potsdam)\, wurde dort 1986 promoviert und 1996 habilitiert. Seither hat sie an den Universitäten Potsdam\, Düsseldorf\, Oldenburg und der FU Berlin gelehrt. Ihre Forschungsinteressen liegen vorwiegend auf dem Gebiet der Englischen Historischen Linguistik\, und hier insbesondere im Bereich der Grammatikalisierungsstudien. Ihre Publikationen behandeln syntaktische und semantische Aspekte der Nominalphrase\, sowie verschiedene Themen des Sprachwandels in der Geschichte des Englischen. Sie hat unter anderem zusammen mit Gabriele Diewald (Universität Hannover) den Band New Reflections on Grammaticalization (2002)\, und zusammen mit Daniela Kolbe-Hanna (Universität Trier) den Fokus-Band der ANGLISTIK  ANGLISTIK: Focus on English Linguistics: Varieties Meet Histories (2021) herausgegeben.
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