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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis Energie\, Mensch und Zivilisation
DESCRIPTION:„Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur“\nOrganisation: Ernst-Peter Jeremias & Norbert Mertzsch (MLS). Arbeitskreis Energie\, Mensch und Zivilisation\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. und Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e. V. (vbiw) \n10.00 bis 16.15 Uhr\nOrt: Archenholdsternwarte\, kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\n\nDas ausführliche Gesamtprogramm der Tagung finden Sie hier.\nAnliegen von Kolloquium und Expertendiskurs \nIn der Jahrtausende währenden Entwicklung der Menschheit konnte der Mensch seit dem Beginn des Gebrauchs des Feuers bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Wesentlichen nur auf Einkommensenergien zurückgreifen. Dabei spielte der nachwachsende Rohstoff Holz neben der Wasserkraft und der Windkraft die dominierende Rolle. Erst danach dominierte die Verwendung von Vermögensenergien\, wie Kohle und Erdöl. Der sich dadurch ergebende Anstieg der Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre mit gravierenden Einflüssen auf das Klimasystem der Erde erzwingt nun wieder die Rückkehr zur vorrangigen Nutzung von Einkommensenergien. Diese Rückbesinnung auf die vorrangige Nutzung von Einkommensenergien wird in Deutschland mit dem Begriff Energiewende umschrieben. \nDabei schrieb Werner Siemens bereits 1879 “Es gehört sogar kein allzu kühner Flug der Phantasie dazu\, um sich eine Zukunft auszumalen\, in der die Menschheit die lebendige Kraft\, welche die Sonnenstrahlen der Erde in ungemessenem Betrag zuführen\, und die sich aus zum Theil im Wind- und in den Wasserfällen zur direkten Benutzung zur Verfügung stellt\, mit Hülfe des elektrischen Stromes zur Herstellung alles nöthigen Brennstoffs verwendet und die für ihre Kindheit von der Natur vorsichtig aufgestapelten Kohlenlager ohne Nachteil zu entbehren lernt!” [1]. \nAusgehend von der 5. Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. im Jahre 2012 zum Thema “Energiewende – Produktivkraftentwicklung und Gesellschaftsvertrag”\, der bereits verschiedene Veranstaltungen und Diskussionen vorausgingen\, wurden in den letzten Jahren verschiedene Aspekte der Energiewende systematisch betrachtet. Dafür stehen u.a.: \n\nKolloquium zu Aspekten der Energiewende in Deutschland: Erneuerbare Energieträger – Eigenschaftsprofile\, Probleme und realistische Perspektiven ihrer Nutzung unter den Bedingungen Deutschlands am 11. Oktober 2012\nKolloquium zum Thema „Energiespeichertechnologien: Notwendigkeiten\, Problemspektren\, wissenschaftlich-technische Entwicklungen und Perspektiven“ am Dezember 2013\nKolloquium zum Thema: “Energiewende 2.0 – Die ambivalente „Wärme“ im Fokus der Wissenschaft und Wirtschaft\, der Technik und Technologie” am Mai 2017\nÖffentliche Disputation zum Thema: „Die Energiewende 2.0: Essentielle wissenschaftlich-technische\, soziale und politische Herausforderungen“ am 12. April 2018\nÖffentliche Disputation zum Thema: „Die Energiewende 2.0 – Im Fokus: Die kardinale Effektivität und Effizienz“ am 06. Dezember 2018.\nKolloquium und Disputation zum Thema: “Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Mobilität” am 07.05.2021\nMit dem Kolloquium zum Thema: “Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur” wird erneut eine wichtige Komponente der Energiewende beleuchtet.\n\nZiel der vorgesehenen Veranstaltung ist es\, die Probleme der für eine erfolgreiche Energiewende notwendigen Infrastruktur zu diskutieren. Das betrifft insbesondere die notwendigen Netze für die Verteilung von Elektroenergie\, Gase und Wärmeenergie\, aber auch die zugehörigen Speicher\, da Einkommensenergien meistens nicht synchron zum Verbrauch erzeugt werden können. \nSchwerpunkte der Vorträge sind: \n\nDie zukünftige Energiebedarfs- und Deckungsstruktur Deutschlands im internationalen Verbund als Basis der komplexen gesellschaftliche Daseinsvorsorge\nEnergieinfrastruktur als Daseinsvorsorge – globale Probleme\, lokale Lösungen\nStrom-\, Wasserstoff- und Wärmenetz der Zukunft\nStromnetze als zentrale Energieinfrastruktur\nEntwicklungstendenzen bei der Wärmeversorgung mit Wärmenetzen\nSpeicher in der Energieinfrastruktur.\n\nEs ist vorgesehen die Vorträge und die Ergebnisse des Expertendiskurs in einem “Sitzungsbericht der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften” oder in Leibniz Online zu publizieren. \nDas Symposium wird vom Senat der Stadt Berlin finanziell gefördert. \n[1]      Witzlau\, Reinhard (2016):Werner von Siemens Ideen & Ansichten. Gransee. Edition Schwarzdruck \n\n \nProgramm\n„Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur“ \n10:00 Uhr – 10:10 Uhr  \nEröffnung und Begrüßung\nProf. Dr. Lutz-Günther Fleischer Vizepräsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \n10:10 Uhr – 13:00 Uhr\nModeration\nProf. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nEinführung:\nDie Energiewende 2.0: Herausfordernde holistische Entwicklungen\, essentielle Funktionen und sie organisierende komplexe Strukturen im kritischen Fokus.\nProf. Dr. Lutz-Günther Fleischer (MLS) \nVorträge  \nDie zukünftige Energiebedarfs- und Deckungsstruktur Deutschlands im internationalen Verbund als Basis der komplexen gesellschaftliche Daseinsvorsorge (keynote speech)\nReferent:         Prof. Dr. Frank Behrendt (acatech Mitglied)\nSprecher des Innovationszentrum Energie (IZE) der TU Berlin \nEnergieinfrastruktur als Daseinsvorsorge – globale Probleme\, lokale Lösungen\nReferent:         Dipl.-Ing. Thoralf Uebach\nGeschäftsführer Stadtwerke Neuruppin und stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des VKU \nStrom-\, Wasserstoff- und Wärmenetz der Zukunft\nReferentin:      Dr. Barbara Saerbeck\nProjektleiterin Grundsatzfragen\, Agora Energiewende \nDiskussion \n13.00 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause  \n14.00 Uhr – 16.00 Uhr  \nVorträge\nModeration\nProf. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nSmart Grid als Grundlage der Energiewende: Leitansätze für Europa\nReferent:         Prof.  Dr.-Ing. Kai Strunz\nLeiter des Fachgebietes Energieversorgungsnetze und Integration Erneuerbarer Energien\, TU Berlin \nEntwicklungstendenzen bei der Wärmeversorgung mit Wärmenetzen\nReferenten:      Dipl.-Ing. Kerstin Becker\, Dr.-Ing. Ernst-Peter Jeremias (MLS) \nSpeicher in der Energieinfrastruktur\nReferent:         Dr. Norbert Mertzsch (MLS) \nDiskussion \n16:00 – 16:15 Uhr\nSchlusswort\nDr. Norbert Mertzsch (MLS\, VBIW) \nDas ausführliche Gesamtprogramm der Tagung finden Sie hier.
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SUMMARY:Mai-Plenum
DESCRIPTION:Die Plenumsveranstaltung der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin findet am 12. Mai\, 13:30 Uhr im Historischen Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen zu folgendem Thema statt: \nEin Dokument der Astronomie und der Kulturgeschichte.\nDie astronomische Uhr der Nikolaikirche Stralsund von 1394 \nReferent:  \n Jürgen Hamel (MLS) \n Abstract: \nDie astronomische Monumentaluhr in der Nikolaikirche Stralsund\, entworfen von Nikolaus Lilienfeld\, wurde am 6. Dezember 1394 geweiht. Sie zeugt nicht nur von genauer Kenntnis der Astronomie der Zeit\, sondern auch vom Umgang mit astronomischen Instrumenten. Die Uhr ist mit der Gestaltung des Zifferblattes mit künstlerisch meisterlichen Darstellungen bedeutender Gelehrter der Zeit sowie einer präzisen Wiedergabe der Himmelskreise und von Merksätzen aus Philosophie und Himmelskunde ein einzigartiges Werk der Astronomie und der Kulturgeschichte. \nCV: \nDr. phil. Jürgen Hamel studierte Philosophie und Geschichte in Leipzig und promovierte mit einer Arbeit zur Geschichte der Astrophysik. Viele Jahre war er tätig an der Archenhold-Sternwarte bei Prof. Dieter B. Herrmann. Seine Schwerpunkte sind die Geschichte der Astronomie im späten Mittelalter\, der Renaissance\, um 1800\, die Geschichte astronomischer Beobachtungsinstrumente und die Verbindungen zwischen Astronomie und Kulturgeschichte. Hamel war Mitherausgeber der gesammelten Werke von Copernicus und Kepler an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und arbeitete an zahlreichen Museen an der Konzipierung von Ausstellungen. \nIn neuerer Zeit wandte sich Hamel der Geschichte Pommerns im 13. bis 16. Jahrhundert zu. Er ist Mitherausgeber der Schriftenreihe „Acta Historica Astronomiae“ sowie Chefredakteur der Zeitschrift „Astronomie+Raumfahrt im Unterricht“ und der „Baltischen Studien“\, wissenschaftliches Jahrbuch für Geschichte Pommerns. \n 
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SUMMARY:Geschäftssitzung (nichtöffentliche Veranstaltung)
DESCRIPTION:Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin  \nAm 12. Mai 2022 findet in Übereinstimmung mit § 10 des Statuts eine Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin statt. \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 86\, 12587 Berlin\, Historischer Ratssaal \nBeginn: 13.00 Uhr \nEinziger Tagesordnungspunkt ist die Beschlussfassung über die neue Satzung der Leibniz-Sozietät. \n  \nProf. Dr. Gerda Haßler
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SUMMARY:Mai-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Teresa Valiente Catter (MLS) \nImaynataq yachachkanchik. Imaynataq yachachichkaniku. Lernen und Lehre in indigenen Quechua-Gemeinschaften Perus“ \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 86\, 12587 Berlin\, Historischer Ratssaal \nModeration: Kerstin Störl \nAbstract \nDie UNESCO hat das Jahrzehnt 2022-2032 zur Dekade der indigenen Sprachen erklärt. Seit ca. 45 Jahren wird mit indigenen Bevölkerungsgruppen in lateinamerikanischen Ländern die interkulturelle zweisprachige Erziehung\, IZE\, durchgeführt. Am Beispiel von Peru wird ein Prozess beleuchtet\, dessen Wurzeln im 16. Jahrhundert. liegen. Zur Durchsetzung der Hispanisierung und der Christianisierung sollten damals im Rahmen der Kolonialpolitik die lokalen Sprachen verdrängt bzw. die kulturellen Gewohnheiten umgestellt werden. Im 21. Jahrhundert befürwortet die Sprachenpolitik die systematische Verwendung sowohl der indigenen Muttersprache als auch des Spanischen im Lehr- und Lernprozess durch die IZE. Die Anwendung dieser Methode soll zur Beseitigung des Analphabetismus\, zur Förderung der Zweisprachigkeit\, zur Entwicklung der indigenen Sprachen\, zur Erhaltung der kulturellen Identität und zum Ausbau des interkulturellen Verständnisses beitragen. Faktisch ist allerdings ein allgemeiner Rückgang der indigenen Sprachen zu Gunsten der spanischen Sprache festzustellen. Hat die IZE versagt? Welche Sichtweisen sind unberücksichtigt geblieben? Welche Perspektiven hat die IZE? Das sind Kernfragen in der aktuellen Diskussion\, nicht nur für Peru\, sondern für alle modernen multikulturellen Gesellschaften im globalen Kontext. \n  \nCV   \n Dr. Teresa Valiente Catter. Promotion an der Freien Universität Berlin im Fach Anthropologie mit Schwerpunkt Andine Ethnologie (Altamerikanistik). Bildungsberaterin in Projekten der internationalen Zusammenarbeit (GTZ/GIZ und EU) im Bildungsbereich im Zusammenhang mit zweisprachigen interkulturellen Erziehungsprojekten. Lehrbeauftragte im Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt indigene Sprachen und Kulturen und an der FH-Bielefeld mit Schwerpunkt Bildung im interkulturellen Vergleich. Forschungsschwerpunkt: indigene Kindheit im Bildungsbereich\, andine Ethnographie\, Interkulturalität\, indigene Sprachen. Leiterin der Quechua-Forschungsgruppe „Rimasqa Rimana“ an der Freien Universität Berlin und seit 2021 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \nPublikationen (Auswahl) \nIn Edition 2022: \nFriedrich der Große\, Estéban Quispe Chambi und das Wunder der Kartoffelknolle. In: Berührungen zwischen Lateinamerika und Deutschland – ein interdisziplinärer Streifzug. Herausgegeben von Kerstin Störl und Sandra Wolf. Peter Lang Verlag. \nIn Edition 2022: \nOf monsters\, barbarians and hapiyñuñu in Peru – Early colonial period. Anthropological perspective of concepts. In: Embodiment and Representation. Papers of the Workshop of International Networking „Embodiment and Representation“\, University of Vienna / Leibniz Society of Sciences Berlin. Herausgegeben von Kerstin Störl. Peter Lang Verlag \n2021: Poder y niñez andina en la perspectiva de fuentes coloniales entre 1540 y 1620. (Power and Andean childhood in the sight of colonial sources between 1540 and 1620). In: García Palacios\, Mariana und Teresa Valiente Catter (Koordinierung): Imágenes\, voces y prácticas de la niñez en América Latina: perspectivas antropológicas sobre procesos y experiencias del pasado y del presente. Indiana 38.1: 19 – 50. Berlin: Iberoamerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz. \n2019: Kinder in der Migration. Nach Berlin bin ich nur zu Besuch gekommen …. Und bin hier geblieben. In: Anna Waramkoska & Mehmet Öztürk (Hrsg.) Man hat Arbeitskräfte gerufen\, … es kamen Schriftsteller. Band 2: Geschichte und Geschichten: S. 221 – 232. Berlin: Peter Lang Verlag. \n2019: Comunicación\, rivalidad y reciprocidad en la región andina. El kasarasiri en la zona del lago Titicaca en el Perú. En: Teresa Valiente Catter\, Kerstin Störl & Eva Gugenberger (eds.): La reciprocidad entre lengua y cultura en las sociedades andinas. Berlin: Peter Lang Verlag. \n2019: Experiencia(s) extrema(s) andina(s). Rumita\, yakuta\, allpata ima qachachiyaspam purin. ¡Lliwta!. Indiana 36.1. Berlin: Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz. \n2016: Tinkuy. Encuentro de contrarios o diferentes. Una mirada en las fuentes. En: Teresa Valiente Catter & Cristina Villari (organizadoras) Dossier: Culturas y lenguas en contacto: Dinámicas culturales y lealtad lingüística entre quechua y castellano en la región andina.  Indiana 33.1:  199-222. Iberoamerikanisches Institut. Preußischer Kulturbesitz.  Berlin: Gebr. Mann Verlag. \n2016: (mit Michael Dürr): Bilingual Intercultural Education in the Andes. In: Sustaining Indigenous Knowledge: Learning Tools and Community Initiatives for Preserving Endangered Languages and Local Cultural Heritage\, edited by Erich Kasten and Tjeerd de Graaf 2013: 249-258. Fürstenberg/Havel: Kulturstiftung Sibirien. 2013. \n2015: (mit Wolfgang Küper): „Das Bildungssystem Ecuadors unter besonderer Berücksichtigung der Interkulturellen Zweisprachigen Erziehung“. In: Verónica Oelsner\, Claudia Richter (Editoras): Bildung in Lateinamerika. Strukturen\, Entwicklungen\, Herausforderungen. Editorial Wachsmann\, 2015: 119-142. Münster – New York. \n2013: Representación y liderazgo: apreciación antropológica de dos procesos de consulta popular. En: Sabine Speiser (editora) (2013): Representatividad y legitimidad de organizaciones y representantes indígenas. Un debate abierto: pp.90-113. Cooperación Alemana\, BMZ; Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit\, GIZ. Quito\, Ecuador. \n2012: Intercultural bilingual education in Nicaragua: Use of languages\, a model for contextualisation and improving the quality of educacion. UNESCO-International Review of Education. Vol. 57\, Issue 5 (2012); page 721-735. 2013. \nhttp://www.springerlink.com/content/0187028864726330/fulltext.pdf \n2008: (Mitautorin) Die Welt in unserer Schule. Globales Lernen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung  in der Ganztagsschule. Handout zur Fachtagung  am 24. September 2008 in Berlin. Aus der Praxis für die Praxis. ASET e.V. In Kooperation mit DED-Schulprogramm Berlin\, EPIZ Berlin\,  Servicestelle BnE – Programmwerkstatt und Serviceagentur Ganztägig Lernen. Berlin. \n2005 (mit Utta von Gleich): Interkulturelle Zweisprachige Erziehung im vielsprachigen und plurikulturellen Ecuador. In: Ecuador. Welt der Vielfalt\, 2005: 137-156. Edition Länderseminare. Horlemann Verlag. Bad Honnef. \n2001 (Herausgeberin\, mit Wolfgang Küper) Adult Education in Afrika und Latin America. Intercultural Experiences in a Multicultural Encounter. Lima. \n  \n 
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SUMMARY:Mai-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Mai-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät \n12. Mai 2022 – 9.30 bis 11.30 Uhr \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Mai-Sitzung am 12. Mai 2022 in der Zeit von 9.30 bis 11.30 Uhr als ZOOM-Meeting durch zum Thema: \nHantaviruses: a story of (not only) mice and men\nZoom-Daten: \nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61394646405?pwd=d0kzWWk2b3JyMHV6TWZPN25TOFUxdz09 \nMeeting-ID: 613 9464 6405 \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit. \nVortragender: Dr. Boris Klempa (MLS) \nAbstract: \nHantaviruses are emerging zoonotic viruses. Their reservoir hosts are small mammals\, particularly rodents. Virus transmission to humans occurs via inhalation of aerosolized rodent urine\, saliva\, and feces. Hantaviruses cause two human diseases\, “Hemorrhagic Fever with Renal Syndrome” (HFRS) in Asia and Europe and “Hantavirus Cardiopulmonary Syndrome” (HCPS) in the Americas with case fatality rates of up to 35–50%. \nNumerous new hantavirus discoveries occurred during the last 15 years. Consequently\, the dogmatic view on hantaviruses as rodent-borne viruses had to be re-considered because most of the newfound hantaviruses were found in non-rodent hosts such as shrews\, moles\, and even bats. \nSignificant epidemiological findings were obtained also in Europe. Sochi virus has been recently identified as a new genotype of the Dobrava-Belgrade hantavirus species (DOBV) which causes life-threatening HFRS cases in the Black Sea coast area of the European part of Russia. DOBV is the most virulent hantavirus in Europe which is hosted by several species of the genus Apodemus. Phylogenetic analyses and in vitro experiments showed that genetic reassortment of the genomic segments\, well known for influenza for viruses\, most likely occurred during DOBV evolution. \nAlthough several important chapters have been added during the last decades\, it is obvious that the story of hantaviruses is not over. Hantaviruses remain to be a serious health threat for humans\, leading to fatal diseases. \nVita: \nBoris Klempa\, DSc. (1976) is an internationally recognized expert in the field of molecular evolution and ecology of zoonotic viruses transmitted to humans from small mammals and ticks. He is currently affiliated as a principal investigator and head of Department of Virus Ecology at the Institute of Virology\, Biomedical Research Center of the Slovak Academy of Sciences in Bratislava. \nHe studied biology at the Comenius University in Bratislava. He then obtained his PhD at the Humboldt University in Berlin in 2004 where he worked at the Charité Universitätsmedizin under the supervision of Prof. Dr. Detlev H. Krüger. \nHis particular interests are molecular evolution and epidemiology of hantaviruses\, important human pathogens causing hemorrhagic fever with renal syndrome. He started this research during his time at the Institute of Virology\, Charité Universitätsmedizin where he altogether spent 18 years. He was involved in discoveries of the first hantaviruses from Africa and is recognized for his pioneering work in the field of identification of new hantaviruses in non-conventional hosts such as shrews\, moles\, or bats. He also significantly contributed to molecular epidemiologic characterization of hantaviruses in Central Europe and Russia.
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ lädt nach langer Unterbrechung zu seiner nächsten Sitzung als Präsenzveranstaltung ein. \nZeit: Freitag\, 6. Mai 2022\, 14.00 – 16.30 \nOrt: Rathaus Tiergarten (Matthilde-Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin – Nähe U-Bahnhof Turmstraße)\, Balkonsaal (1. Etage) \nGesellschaftsanalyse im Allgemeinen und speziell zu Transformation oder sozialem Wandel ist von den aktuellen Konflikten und dem Krieg in der Ukraine betroffen und herausgefordert. Das gilt auch für den Arbeitskreis. Zugleich zeigt sich auch mit den grundlegend veränderten ökonomischen und politischen Konstellationen wie gleichfalls zugespitzte Herausforderungen gesellschaftlicher\, globaler Entwicklung\, dass schon lange drängende Fragen der zukunftsfähigen menschlichen Existenzweise ihre Relevanz über diesen Krieg hinaus behalten. Wie ist ein friedliches\, ein nachhaltiges Leben auf diesem Planeten möglich? \nDas ist eine sehr allgemeine Formulierung für Fragen sehr unterschiedlicher und breit gefächerter Zukunftsdebatten unter Leitbegriffen wie Transformation\, Postwachstum\, Degrowth oder auch Postkapitalismus\, Neosozialismus etc.. \nFrank Adler (MLS) hat mit seinem kürzlich erschienenen Buch \n„Wachstumskritik\, Postwachstum\, Degrowth. Wegweiser aus der (kapitalistischen) Zivilisationskrise“ \neinen umfassenden Überblick über die vielfältigen Strömungen\, über die unterschiedlichen Diskurse und Szenen vorgenommen. Er wird das Buch entlang u. a. folgender Fragen vorstellen: Was ist die zentrale Idee von Postwachstum/Degrowth und seine Spezifik gegenüber anderen Ansätzen einer sozialökologischen Transformation? Welche Antworten auf die Risiken der kapitalistischen Spätmoderne\, welche Alternativvisionen\, Wege und Strategien werden vorgeschlagen? Wie hat sich der wachstumskritische Diskurs seit den 1960er Jahren entwickelt? \nWas wird „von links“ kritisiert an PW/D? Welche politischen Chancen könnte dieses Konzept haben – Ansatzpunkte\, Widerstände\, Akteure\, Allianzen…? \nDer ca. 40minütigen Buchvorstellung schließt sich als Einsteuerung in die Diskussion  ein Kommentar von Frank-Thomas Koch (BISS e.V.) an. \nInformationen zum Buch und ausführliche Leseproben unter \nhttps://www.oekom.de/buch/wachstumskritik-postwachstum-degrowth-9783962383640. Rezensionsexemplare sind über presse@oekom.de erhältlich. \nIm Anschluss an die Buchvorstellung soll ein kurzer Austausch über mögliche weitere Sitzungen und über anstehende Vorhaben des Arbeitskreises erfolgen. \n  \nDr. Michael Thomas \n 
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SUMMARY:Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“
DESCRIPTION:Ankündigung Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“ \nDer Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ veranstaltet einen Jour fixe zum Thema „Europa im 21. Jahrhundert“. Er findet am 25.04.2022\, ab 14 Uhr in Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 statt. Wir laden alle interessierten Mitglieder der Leibniz-Sozietät herzlich ein\, mit uns über die folgenden Fragen um drei Themenschwerpunkte zu diskutieren: \n\nWann endete das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm)\, und reicht der Jahrhundertbegriff\, um eine sich ankündigende Epochenwende angemessen zu erfassen? Denn die Ankunft im 21. Jahrhundert bedeutet zuallererst\, neue Fragen an die Vergangenheit\, auch an diejenige der letzten dreißig Jahre zu stellen. Wie gehen wir mit der Tatsache um\, dass sich gerade Zukunftserwartungen dramatisch verändern? Dass sich als Illusion erwiesen hat\, was im Jahr 1989 geschichtsphilosophische Prognosen („Ende der Geschichte“) vorausgesagt haben? Da war einerseits die Annahme eines weitgehend friedlich erfolgenden Zusammenbruchs der europäischen Nachkriegsordnung (Schlussakte von Helsinki 1975). Da war andererseits das Wunschdenken über einen letztlich problemlosen Übergang von Sozialismus-Varianten\, mit und ohne sowjetische Vorherrschaft\, hin zu einem „nachholenden“ Kapitalismus neoliberaler Marktwirtschaft und spätmoderner Demokratie – mit populistischen und nationalistischen Gegentendenzen. Die Frage steht im Raum\, wie trügerisch der Ausblick auf ein angebliches neues Zeitalter west-östlicher Ideenkonkurrenz (Demokratie gegen Autokratie) oder von „Weltordnungsentwürfen künftiger globaler Netzwerke“ (Zhao Tingyang) tatsächlich ist. Muss es nicht\, angesichts der ökologischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert\, vorrangig um einen globalen Wettstreit zwischen ökonomischen\, politischen und soziokulturellen Entwicklungsmodellen gehen\, die auf „Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit“ (Thomas Piketty) beruhen?\nWie kann Europa als historischer Erfahrungsraum und als semantisches Bedeutungsfeld\, in allen seinen aktuellen Verschiebungen vor allem zwischen West-Mittel- und Osteuropa bis zu Russland\, auf neue Weise historisiert werden? Anstelle von überheblichen „Siegerarchitekturen“ oder „bereinigten Geschichtsdarstellungen“ (Pankay Mishra) der westeuropäisch-westlichen Vergangenheit sind komplexe Analysen gefragt\, die das einzigartige Geschichtsexperiment einer industriekapitalistischen und materialistischen Zivilisation gleichermaßen als unvergleichlichen Aufstieg von Wissenschaften\, Technologien\, Kulturen und als brutale Chronik von Zerstörung\, Entwurzelung\, Unterdrückung und imperialer Expansion zu erfassen vermögen\, ganz im Sinne von Marx‘ Fortschrittsmetapher des barbarischen heidnischen Götzen. Welche Begrifflichkeiten haben sich dafür bisher bewährt und welche sind erst noch zu finden\, z.B. für die Umbrüche im mittel- und ost/südosteuropäischen Raum? Welchen Umgang finden wir für das seit 1989 nicht neu definierte Konzept des „Westens“ und\, im jetzigen 21. Jahrhundert\, für die Machtstrategien eines imperial auftretenden Nationalismus in Russland?\nWie ist endgültig ein Blickwechsel zu erreichen? Gemeint ist der Wechsel vom Eurozentrismuszum Dezentrieren von (West-)Europaund die konsequente Einbeziehung sowohl innereuropäischer als auch postkolonialer Perspektiven\, mit denen historisches Wissen aus Lateinamerika\, Afrika\, Asien und vor allem aus China in eine immer noch – nicht zuletzt durch den unkritischen Gebrauch bestimmter Begriffe und Paradigmen – europäisierte bzw. verwestlichte Weltgeschichte einfließen können? Erst mit einer solchem grundlegenden Veränderung überlieferter Perspektiven werden die vielfältigen Möglichkeiten einer im 21. Jahrhundert neu entstehenden Welt entdeckt können.\n\n  \nMonika Walter \nDieter Segert \n 
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SUMMARY:April-Plenum
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 7. April 2022 mit einem Vortrag zum Thema \nZu weit\, zu hoch\, zu heiß\, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt  \nVortragender: Prof. Dr. med. Hanns-Christian Gunga \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract: \nUmweltfaktoren (Luftdruck\, Luftfeuchtigkeit\, Temperatur\, Licht\, Gravitation) beeinflussen entscheidend den Bauplan und die Funktionsfähigkeit von Organismen einschließlich des Menschen\, vor allem extremen Umwelten. Dies wird im Vortrag anhand von Untersuchungen erläutert\, die unter terrestrischen und Mikro-g Bedingungen im All durchgeführt wurden. Es werden hierbei sowohl die physiologischen Veränderungen als auch psychische Probleme bedingt durch Isolation und Confinement (Beengtsein) behandelt. Ferner werden Lösungsmöglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unter extremen Umweltbedingungen aufgezeigt und deren Bedeutung für die aktuelle klinische Medizin hervorgehoben. \nVita: \nProf. Dr. med. Dipl. geol. Hanns-Christian Gunga studierte Geologie-Paläontologie und Humanmedizin in Münster und an der Freien Universität Berlin (Diplom 1980\, Promotion 1989\, Habilitation 1997). Seit 2000 ist er Sprecher des Zentrums für Weltraummedizin und Extreme Umwelten an der Charité Universitätsmedizin Berlin\, seit 2004 Universitätsprofessor an der gleichnamigen Institution und Gastprofessor in China (Xi’an) und Chile (Antofagasta) tätig. Seit 2008 ist er Mitglied im Programmausschuss des DLR und z. Zt. in der Funktion des Vorsitzenden Forschung unter Weltraumbedingungen (FuW). Prof. Gunga war an mehreren Raumfahrtmissionen des DLR als PI und Co-PI beteiligt (D2\, MIR\, ISS)\, ist im Augenblick u. a. PI des laufenden Experiments “Circadian Rhythms” auf der ISS sowie PI im DFG Research Unit 2936 „Climate change and Health in Subsaharan Africa (SSA).
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SUMMARY:April-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Jürgen Erfurt (MLS) \nSprachwissenschaftliche Zugriffe auf Transkulturalität \nModeration Kerstin Störl \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract:  \nForschungen zur Transkulturalität untersuchen die kulturellen Verflechtungs- und Austauschprozesse und den Wandel des Kulturellen im Zeitalter von Globalisierung\, verstanden als eine lange Periode der Geschichte der Menschheit\, die mit der Herausbildung von Groß- und Kolonialreichen einsetzt\, die eine Zäsur mit der Herausbildung nationalstaatlichen Denkens und Handelns erfährt und ihren vorläufigen Höhepunkt in der globalen Vernetzung und in der Erosion eindeutiger Grenzen erreicht\, die zuvor Staaten\, Märkte\, Zivilisationen\, Kulturen\, Lebenswelten und Menschen trennten. Für Transkulturalität\, ihre Phänomene und Prozesse interessieren sich viele Disziplinen\, die – in unvollständiger Reihung – von Anthropologie\, Denkmalpflege\, Geschichte\, in Nordamerika sehr stark die Gesundheits- und Pflegewissenschaften\, hierzulande prominent die Kommunikations-\, Kultur-\, Sprach- und Literaturwissenschaften bis zu Philosophie\, Religionswissenschaft und Soziologie reichen. Mit der Erforschung transkultureller Prozesse befasst sich zunächst der kubanische Anthropologe Fernando Ortiz (1861-1969)\, dem es darum ging\, die Bedeutung zweier Agrarprodukte – Tabak und Zucker\, ihres Anbaus und ihres Konsums – für die kubanische Gesellschaft und ihre Transformationen im Zuge des Kolonialismus\, Postkolonialismus und der Migration herauszuarbeiten. Seither wandert dieses Konzept\, das bei Ortiz (1940) noch als Gegenentwurf zum Konzept der ‚Akkulturation‘ gedacht war\, durch Räume\, Zeiten und Forschungsfelder und stellt das dar\, was Edward Said (1982) als „traveling concept“ diskutiert hat. Eine der Folgen der Wanderschaft – oder auch der mehrfachen Neuerfindung des Konzepts – besteht darin\, dass Transkulturalität heutzutage von nicht wenigen KulturtheoretikerInnen in ein Stufenmodell bzw. ein Modell der Ablösung von Großkonzepten des Managements kultureller Konflikte gezwungen wird. Auf die monokulturelle Imago des Nationalstaats folgten demnach – in quasi linearer Abfolge – zunächst ein Konzept der Bikulturalität\, dann der Multikulturalität\, dann der Interkulturalität\, gegenwärtig der Transkulturalität … und künftig vielleicht so etwas wie der Hyperkulturalität. \nDas Problem liegt auf der Hand: weder lassen sich mit einem solchen Stufenmodell die immer weiter sich ausdifferenzierenden Prozesse der kulturellen Verflechtung\, des Austauschs\, des Konflikts im Zuge von Mobilität\, Migration und Kontakt von Menschen verstehen\, noch wird das analytische\, und noch viel weniger das theoretische und letztlich auch das handlungsleitende Potential ausgereizt\, das sich mit den einzelnen Konzepten verbinden lässt. \nIn meinem Vortrag möchte ich skizzieren\, wie die Grundzüge einer Theorie der Transkulturalität aussehen können und welche Schlüsselkonzepte darin zum Tragen kommen: Ungleichheit\, Differenz und Emergenz (vgl. Erfurt 2021). In einem weiteren Schritt geht es mir als Sprachwissenschaftler darum\, die Bedeutung von Sprache im Kontext von transkulturellen Verflechtungen sichtbar zu machen und zu zeigen\, wie Sprache\, methodisch kontrolliert\, in die Analyse von transkulturellen Prozessen einfließt. Denn eines scheint festzustehen\, dass Transkulturalität im hohen Maße auf die mit Sprache verbundenen Prozesse des Austauschs von Akteuren und der Verflechtung ihres Handelns angewiesen ist und dass die Mehrsprachigkeit in prominenter Weise einen Türöffner für die Beschäftigung mit Transkulturalität darstellt. Diese Prozesse treiben die Veränderung – auch – der Sprachen\, Sprachpraktiken und sprachlichen Verhältnisse an. Bedenkt man hierbei den Nexus von Sprache(n) und Kultur(n)\, der sich auf vielfältige Weise artikuliert\, so wird deutlich\, dass transkulturelle Prozesse und Perspektiven auch den Blick auf die Sprache in dem Sinne verändern\, dass sich mehr und mehr die Aufmerksamkeit auf „SprecherInnen in Bewegung“ (Erfurt/Gessinger 2022)\, d.h. auf sprachlich interagierende\, mobile Subjekte in von Mehrsprachigkeit geprägten Räumen richtet. \n  \nCV\nJürgen Erfurt \, geb. 1954 in Arnstadt\, ist Romanist und Sprachwissenschaftler. Er lehrte und forschte bis 2020 am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Erfurt studierte von 1973 bis 1977 Romanistik und Sprachwissenschaft (Französisch\, Rumänisch\, Spanisch) an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach einem Forschungsstudium der Rumänistik in Leipzig und Bukarest unter Leitung von Klaus  Bochmann wurde er 1981 in Leipzig mit einer Dissertation zum Rumänischen im 19. Jahrhundert promoviert. 1985 und 1986 absolvierte er ein dreisemestriges Studium der Hochschulpädagogik. Seine 1986 verteidigte Dissertation B (Habilitation) zum Französischen war text- und diskursanalytisch ausgerichtet. Erfurt wurde 1987 als ordentlicher Dozent für französische Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig zum Hochschullehrer berufen. In den Jahren nach 1989 war er sowohl an der Universität Leipzig als auch als Gastwissenschaftler und Gastprofessor an anderen Universitäten (Oldenburg\, Erfurt\, Frankfurt am Main\, Essen\, Tübingen) tätig\, darunter von 1993 bis 1994 am Ontario Institute for Studies in Education in Toronto (Kanada). 1996 erhielt er den Ruf auf die Professur (C4) für Romanistische Linguistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main\, wo er bis zu seiner Pensionierung im April 2020 tätig war. Erfurt war mehrfach Gastprofessor in Kanada und den USA. \nWissenschaftliches Wirken\nErfurt veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zu vielen Themen der romanistischen Linguistik\, der Soziolinguistik und der Mehrsprachigkeitsforschung. Seine Forschungsschwerpunkte erstrecken sich auf Untersuchungen zu Sprachgeschichte und Sprachwandel romanischer Sprachen\, hierbei auch auf die Rolle von Schrift und Schriftlichkeit im Sprachwandelgeschehen\, die Sprachpolitik in romanischsprachigen Ländern\, die Herausbildung von standardsprachlichen Varietäten romanischer Sprachen\, darunter jene in der kanadischen Provinz Québec und der Republik Moldau. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Forschungen zur Frankophonie\, den sprachlichen Verhältnissen und der Sprachpraxis frankophoner Minderheiten in Kanada und in anderen Regionen. Für diese Untersuchungen zentral sind neben der Französischsprachigkeit die Phänomene von Mehrsprachigkeit und Migration\, denen sich Erfurt in mehreren Fallstudien in Deutschland\, Kanada\, Frankreich und der Republik Moldau widmete. Hierbei geht er der Frage nach\, mit welchen Modellen\, Problemen und Konflikten das Sprachenlernen im schulischen Kontext und darüber hinaus in der sprachlichen Erziehung zu Mehrsprachigkeit verbunden ist. Schließlich sind\, ausgehend von seinen Forschungserfahrungen in Kanada und in anderen romanischsprachigen Räumen\, die Untersuchungen zum Problemfeld sprachlicher Mischungsprozesse sowie zur Interkulturalität und Transkulturalität zu nennen.
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SUMMARY:April-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr via Zoom (s.u.) statt durch zum Thema \nAktivierung von Zellen an der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\nVortragende: Prof. Dr. Viktoria Weber (MLS) \nAbstract:\nIn zahlreichen in der Medizin verwendeten Verfahren kommt es zum direkten Kontakt von Blut mit verschiedenen Materialien. Dieser kann innerhalb des Körpers erfolgen\, etwa bei Herzklappen oder Stents\, oder außerhalb\, wie bei Verfahren der Dialyse oder bei Oxygenationsmembranen. \nBeim Kontakt von Blut mit Biomaterialien kommt es innerhalb von Sekunden zu einer Adsorption von Proteinen\, wodurch eine neue\, dynamische Oberfläche entsteht\, mit der Blutplättchen und Immunzellen in Kontakt treten. Die Zusammensetzung dieser neu entstehenden Proteinschicht und damit die an dieser Oberfläche ablaufenden Aktivierungsvorgänge hängen maßgeblich von der Art des Biomaterials ab. Die Erkennung dieser Oberflächen als körperfremd kann zu einer Reihe von zellulären Reaktionen führen\, welche die Funktion des jeweiligen Medizinproduktes beeinträchtigen und Thrombosen\, Embolien\, oder Entzündungsreaktionen auslösen können. \nDie Frage\, warum verschiedene Biomaterialien unterschiedliche Aktivierungsvorgänge auslösen\, ist daher ein spannendes und wichtiges Forschungsgebiet. Am Beispiel extrakorporaler Absorptionsverfahren werden in diesem Vortrag Mechanismen der zellulären Aktivierung und ihre möglichen Folgen dargestellt sowie die Möglichkeiten zur Entwicklung von Systemen mit hoher Blutverträglichkeit beleuchtet. \nVita:\nViktoria Weber studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien (Promotion 1993) und erwarb ihre Habilitation für das Fach Biochemie ebenfalls an der Universität für Bodenkultur (2008). Seit 1999 ist sie an der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) tätig\, wo sie seit 2010 eine Professur für Medizinische Biochemie innehat und das Department für Biomedizinische Forschung leitet. Seit 2011 war sie Vizerektorin für Forschung und seit 2021 Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung. Sie ist gegenwärtig Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe (ESAO) und Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT). Viktoria Weber war an mehreren Europäischen Projekten auf dem Gebiet der therapeutischen Apherese sowie der Sepsis beteiligt und leitete von 2013-2019 das CD-Labor für Innovative Therapieansätze in der Sepsis. Ihre Forschungsinteressen gelten der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\, der Aktivierung von Plättchen und Immunzellen während des Kontakts von Blut mit Biomaterialien\, sowie extrazellulären Vesikeln und ihren Rollen in der Gerinnung und Immunmodulation. Mit ihrer Gruppe entwickelte sie eine Reihe von Methoden zur Charakterisierung des zellulären Ursprungs und der Funktion extrazellulärer Vesikel insbesondere in der Sepsis. \nKoordinaten für die Teilnahme an der Online Sitzung:\nZoom-Meeting: \nhttps://donau-uni.zoom.us/j/69196849157?pwd=YlZacHJzeGFlOThYRldHYll2bC9ydz09 \nMeeting-ID: 691 9684 9157 \nKenncode: 791894 \n 
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SUMMARY:"Kritische Rohstoffe" - Tagung des Arbeitskreises GeoMUWA
DESCRIPTION:Tagung: „Kritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“\nveranstaltet von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \nOrganisation und Moderation: Reinhard Greiling & Gerhard Pfaff (MLS*)\nDo. 17. März 2022 – 12.30 bis 18.00 Uhr\nOrt: Rathaus Berlin-Tiergarten\, Balkonsaal \nProgramm \nEröffnung und Begrüßung \nGerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät) \nTeil 1: Rohstoffe und Energiewende\nRohstoffverfügbarkeit und Energiewende. Christoph Hilgers (KIT Karlsruhe & ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien) \nLithium for UK – Lithium for Europe: Research in Progress. Reimar Seltmann (MLS) \nLithiumextraktion aus Geothermalwässern im Oberrheingraben. Jens C. Grimmer (GeoThermal Engineering GmbH Karlsruhe) \n  \nTeil 2: Rohstoffexploration und Entsorgung\nAerogeophysikalische Rohstofferkundung in der Mongolei – ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft. Rainer Herd (TU Cottbus-Senftenberg) \nMineral Systems Analysis – von der Entstehung der Freiberger Silbergänge zur Entwicklung innovativer Explorationsvektoren. Mathias Burisch (TU Bergakademie Freiberg & Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg)  \nVorstellung\, Arbeit und erste Resultate des H2020 GREENPEG Rohstoffexplorationsprojektes. Axel Müller (MLS) \nDie sichere Endlagerung wärmeerzeugender Nuklearabfälle. Hennes Obermeyer (MLS) \n  \n(*) MLS: Mitglied der Leibniz-Sozietät \nFlyer der Tagung zum Download \n\nAbstracts und Curricula vitae\n  \nRohstoffverfügbarkeit und Energiewende\nProf. Dr. Christoph Hilgers (KIT Karlsruhe & ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien) \nZusammenfassung: \nDie deutsche Energiewende\, die damit assoziierte die Mobilitätswende und der geplante Umbau des exportorientierten Industriestandorts Deutschland bedingen einen stark steigenden Rohstoffbedarf mit neuen Lieferketten. Gleichzeitig wird sich der Energie- und Rohstoffbedarf der Welt aufgrund steigender Weltbevölkerung und wachsendem Wohlstand weiter erhöhen. China\, Indien und Russland werden 2060 den Wohlstand der EU-4 (Deutschland\, Frankreich\, Italien\, UK) mit ihren dann mehr als 3 Mrd. Menschen erreichen (OECD 2019). Fossile Energien und Kernenergie werden 2050 voraussichtlich 60% (95 PWh) der Weltenergie decken und die geförderte Menge an Erdgas wird bis 2050 (47 PWh) weiter steigen (DNV 2019). Die Gewinnung von metallischen Erzen wird global von 2\,6 Gt (1970)\, 9 Gt (2019) auf 20 Gt (2060) anwachsen (OECD 2019). Da Rohstoffmengen und Anforderungen an Rohstoffqualität auch zukünftig nicht allein durch Recycling zu decken sind\, werden neben Deutschland und der EU auch andere Länder\, die die Energie- und Mobilitätswende sowie den Umbau der Industrie umsetzen wollen\, Maßnahmen zur Deckung des Bedarfs implementieren müssen. \nAnlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie benötigen etwa 9x mehr (Erdgas vs. onshore Wind) und batteriebetriebene Autos etwa 6x mehr Rohstoffmenge als konventionelle Autos. Entsprechend müssen die Lagerstätten gefunden und die Jahresproduktion von Gewinnung\, Verhüttung und Raffination je nach Element und Studie erhöht werden (z. B. World Bank Group 2017\, IEA 2021). Da die Rohstoffe eine hohe Länderkonzentration aufweisen und die Raffinadeproduktion hauptsächlich in China liegt\, ist eine Diversifizierung mit resilienten Lieferketten herausfordernd. \nBei fortschreitender Innovation von Exploration und Gewinnung\, Bergbau- und Aufbereitungstechnik ist ein geologischer Rohstoffmangel nicht absehbar. Die Recyclingquote kann erhöht\, neue Technologien entwickelt und eine kurzfristige Lagerhaltung sichergestellt werden\, wenn Verhüttung und Raffination zur Verfügung stehen. Dennoch wird die Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen eingeschränkt. Der Globalisierung einer vernetzten Wirtschaft\, globalem Austausch von transportierten Gütern\, von Kapital und von Menschen in einem freien Markt steht nun eine Änderung des globalen Machtgefüges mit zunehmenden nationalistischen und protektionistischen Entwicklungen gegenüber. \nOb Deutschland und die EU neben zahlreichen Analysen und Studien auch Bedingungen schaffen\, auch zukünftig einer wettbewerbsorientierten Marktwirtschaft den Zugang zu Rohstoffen zu ermöglichen\, bleibt abzuwarten. \nEU 2020. Critical materials for strategic technologies and sectors in the EU – a foresight study. 98 pp.\nIEA 2021. The Role of Critical World Energy Outlook Special Report Minerals in Clean Energy Transitions. 283 pp. https://www.iea.org/reports/the-role-of-critical-minerals-in-clean-energy-transitions\nMarscheider-Weidemann et al. 2021. Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2021. DERA Rohstoffinformationen. 366 pp.\nWorld Bank Group 2017. The growing role of minerals and metals for a low carbon future. World Bank Group\, EGPS (Extractives Global Programmatic). 92 pp.\nOECD 2019. Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences\, OECD Publishing\, Paris. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Christoph Hilgers leitet den Lehrstuhl für Strukturgeologie und Tektonik und ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Angewandte Geowissenschaften am KIT. Seine Interessen sind Energiesysteme\, Rohstoffeffizienz\, Vorhersage von Reservoir-Qualitäten\, transnationale Hochschulbildung sowie Prozess- und strategische Analysen. Nach dem Studium der Geologie an der RWTH Aachen und der Angewandten Strukturgeologie & Gesteinsmechanik am Imperial College London arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der RWTH Aachen\, von wo aus er an das WZL\, Qualitätsmanagement & Fertigungsmesstechnik wechselte. Dort entwickelte er die GUtech Oman als Teil der OES LLC\, die er anschließend in Muskat\, Oman\, aufbaute und leitete. Vor seinem Ruf an das KIT war er Professor für Reservoir-Petrologie an der RWTH Aachen. \nEr ist Mitglied verschiedener professioneller und interdisziplinärer Initiativen wie dem ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien\, RohstoffWissen e.V. und der wissenschaftlichen Gesellschaft für die Up- und Downstream Industrie DGMK e.V. \n  \nLithium for UK – Lithium for Europe: Research in Progress\nProf. Dr. Reimar Seltmann (MLS) \nZusammenfassung: \nLithium is essential for all existing and near-term commercial electric vehicle battery technologies and for efficient energy storage and is thus considered the “gateway element” to a zero carbon future. It is therefore vital that the supply chain focuses on sourcing lithium in a secure\, sustainable manner to support its battery manufacturing and zero-carbon ambitions. An important result of recent research in both European and national scale is that Cornwall (SW England) was identified as one of the most promising areas for a future lithium extraction and production industry. Cornwall currently ranks as one of the most economically-deprived regions in Europe. It is therefore expected that the development of lithium resources in Cornwall will create a significant boost to economic activity and regional productivity. \nThe “Lithium for UK” (Li4UK) project was commissioned to assess the feasibility of producing battery quality lithium from UK sources and to evaluate the potential for building a critical new industry for Britain. Currently\, the majority of the world’s lithium is produced in South America and Australia\, and is then shipped to China for processing into lithium chemicals for the manufacture of lithium-ion batteries (LIB). Such production has a high associated carbon footprint and also means battery manufacturers worldwide are heavily reliant on China for a metal which is fundamental to the energy transition towards a green economy. Importantly\, there is currently no commercial production of battery quality lithium in the whole of Europe. \nThe beneficiation of Lithium ore (Li mica in granites\, spodumene and petalite in pegmatites\, Li borate in volcano-sedimentary units\, direct lithium extraction from brines or geothermal waters) over concentrate to battery grade lithium carbonate or lithium hydroxide is more energy intensive the more purification cycles are required\, with grinding of rocks representing the bottleneck causing highest carbon footprint in the flow sheets. \nDevelopment of main lithium projects takes more than 7 years from exploration to production. The most significant projects (Jadar / Serbia\, Cinovec – Zinnwald / Czech – German Erzgebirge\, St.Austell / Cornwall\, San Jose / Spain\, Keliber / Finland\, Wolfsberg / Austria\, Goncalo & Mina do Barroso / Portugal\, Leinster / Ireland\, Upper Rhine Graben / Germany) are in various project development stages (scoping\, pre-/feasibility\, bankable feasibility to definite feasibility study)\, but production lies years ahead. In best case scenario\, European Li resources will be contributing to domestic supply and reducing import dependence\, but it cannot be expected that supply can cover the exploding bulk demand. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Reimar Seltmann PhD MSc SEGF MLS IAGOD-HLM (PhD 1987 Bergakademie Freiberg) is a Research Leader in Ore Deposits and Petrology at the Natural History Museum\, London\, U.K.\, and Founder/Head of CERCAMS (Centre for Russian and Central Eurasian Mineral Studies) in NHM’s Earth Sciences Department and the NHM Centre for Resourcing the Green Economy. \nHe has almost 40 years of experience in studies of the anatomy of ore-bearing granitic systems of Transeurasian metallogenic belts\, with special interest in fluid-saturation textures and magmatic-hydrothermal transition processes of granite-ore systems. His mineral deposits research covers a wide range\, encompassing economic geology\, igneous petrology\, processing mineralogy (geometallurgy) of critical rare materials\, and geochemistry of mineralized felsic systems\, with regional focus on geodynamic and metallogenic processes in ore districts of collisional belts and extensional settings. Published case studies cover mostly rare metal Li-F granites\, rare metal pegmatites and porphyry mineral systems of European Variscides and Uralides-Altaids (Central Asian Orogenic Belt). His track record counts more than 500 research papers to date\, including more than 130 publications in peer-review journals (Scopus h-38) and more than 20 edited reference books. \nReimar Seltmann is a member of the Leibniz Society of Sciences in Berlin since 2011\, an Honorary Life Member of IAGOD\, and SEG Fellow. He holds multiple positions as Visiting Professor in Kazakhstan and China and is an Adjunct Associate Professor of Trinity College\, University of Dublin\, Ireland. He has co-/led NHM research in several projects: IUGS-IGCP (four 5-year grants since 1997) and INTAS network research\, EC h2020 funded FAME\, UKRI FBC funded Li4UK. He is currently a Co-Investigator on the NERC projects FAMOS and LiFT. \n  \nLithiumextraktion aus Geothermalwässern im Oberrheingraben\nDr. Jens C. Grimmer (GeoThermal Engineering GmbH Karlsruhe) \nZusammenfassung: \nDie derzeitige Produktion von Lithium erfolgt überwiegend aus Salzsee-Solen arider Gebiete orogener Hochplateaus wie dem Altiplano-Puna Plateau (Chile\, Argentinien\, Bolivien) und dem Qaidam-Tibet Plateau (China) und aus Festgesteinen gut aufgeschlossener pegmatitreicher Granitgebiete (Australien\, Kanada\, Simbabwe u.a.). Die deutsche Lithium-Importquote beträgt derzeit 100 %. Ein neues Verfahren zur heimischen Produktion von Lithium bieten die Geothermie-Kraftwerke im Oberrheingraben. Für eine wirtschaftliche Produktion bieten sich Anlagen-interne technisch-energetische Ressourcen in einem integrierten Kreislaufbetrieb unter Ausnutzung der hohen Fließraten an\, wobei unerwünschte chemische Ausfällungen und damit verbundener Entsorgungsaufwand minimiert werden. Die Konzentrationen liegen zwischen 150 ppm und 200 ppm und bilden mit den jeweils erzielbaren Fließraten in den derzeit fünf aktiven Geothermie-Anlagen des Oberrheingrabens (Bruchsal\, Insheim\, Landau\, Rittershoffen\, Soultz-sous-Forêts) ein jährliches Gesamtpotenzial von ca. 1500 Tonnen an gewinnbarem elementarem Lithium\, entsprechend ca. 8000 Tonnen Lithiumkarbonat. Eine heimische Lithiumproduktion reduziert globale Abhängigkeiten und ermöglicht den Aufbau europäischer Wertschöpfungsketten. Zuflüsse geothermischer Fluide in die Bohrungen\, die eine bemerkenswerte stoffliche Ähnlichkeit aufweisen\, lassen sich aus Bruchzonen im kristallinen Sockel und in den triassischen Sedimenten nachweisen. Alterationsexperimente von Granitoiden mit hochsalinaren Lösungen deuten auf eine Herkunft des Lithiums sowie der anderen Elemente aus Fluid-Gesteinswechselwirkungen hin. Hinweise auf eine ausschließlich marine Herkunft lassen sich aus publizierten Daten nicht ableiten. \nKurz-CV: \nDr. Jens C. Grimmer beendete sein Geologie-Studium an der Fridericiana-Universität Karlsruhe (TH) 1998 mit einer Diplomarbeit zur Geologie und Tektonik der nördlichen Lechtaldecke. Von 1998-2002 arbeitete er an seiner Doktorarbeit über Tektonik und Thermochronologie des Yangtze\, die er mit dem Titel Dr. rer. nat. abschloss. In den folgenden Jahren war er Mitarbeiter in einem Industrieprojekt in einer Arbeitsgruppe für Petrologie und Lagerstättenkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\, wissenschaftlicher Angestellter in einer Arbeitsgruppe für Strukturgeologie und Tektonophysik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg\, wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung Strukturgeologie und Tektonophysik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Fridericiana-Universität Karlsruhe sowie in der Abteilung Geothermie am KIT. 2017 habilitierte er in Karlsruhe mit der Arbeit „Tectonic evolution of the central Scandinavian Caledonides“. Seit 2018 ist er als wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung Geothermie und Reservoir-Technologie am Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT und seit 2019 zusätzlich als Senior Geologist bei der Geothermal Engineering GmbH in Karlsruhe tätig. \n  \nAerogeophysikalische Rohstofferkundung in der Mongolei – ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft\nProf. Dr. Rainer Herd (TU Cottbus-Senftenberg) \nZusammenfassung: \nAus verschiedenen Gründen hat der Lehrstuhl Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg mit internationalen Partnern ein Multisensor-Airborne-Erkundungssystem auf der Basis eines Ultraleichtflugzeugs entwickelt. \nMultisensor Airborne Erkundungssystem\nIm Rahmen der “Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft” wurde dieses System für Rohstofferkundungen in die Mongolei transportiert. \nIm Verlauf des Projekts hatte das Projekt-Team mit unterschiedlichen technischen\, administrativen und klimatischen Bedingungen zu kämpfen. Während der Untersuchungskampagne 2019 wurden 2000 Linienkilometer in zwei Gebieten (Zentralgobi und Hangai-Gebirge) vermessen. Die Ergebnisse zeigen\, dass luftgestützte Rohstofferkundungen mit einem Ultraleichtflugzeug in der Mongolei möglich und kostengünstig sind. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Rainer Herd ist Leiter des Lehrstuhls Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er studierte Geologie an der Technischen Universität Darmstadt und im Zweitstudium Geophysik an der Universität Frankfurt/Main. Nach dem Diplom in Geologie arbeitete er als Explorationsgeologe in Europa\, Mittelamerika\, West- und Ostafrika bevor er den wissenschaftlichen Weg einschlug und mit einer rohstoffgeologischen Arbeit über Ostsibirien promovierte. Nach einer Juniorprofessur wurde Rainer Herd 2009 Leiter des Lehrstuhls Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft. Seine wissenschaftlichen Interessen liegen u.a. im Bereich der Entwicklung von Rohstofferkundungskonzepten und der Weiterentwicklung von Erkundungsmethoden. \n  \nMineral Systems Analysis – von der Entstehung der Freiberger Silbergänge zur Entwicklung innovativer Explorationsvektoren\nDr. Mathias Burisch (TU Bergakademie Freiberg & Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg) \nZusammenfassung: \nMineral Systems Analysis ist ein holistischer wissenschaftlicher Ansatz\, der darauf abzielt\, die Summe der geologischen Prozesse zu verstehen\, die für die Bildung\, Veränderung und Erhaltung von Lagerstätten entscheidend sind. Als Fallstudie dient in diesem Vortrag der Freiberger Gangdistrikt\, in dem seit kurzem durch die Firma Excellon Resources wieder aktiv auf Silber erkundet wird. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen\, dass es sich bei den Freiberger Ag-Pb-Zn-(Au)-(In)-Gängen um ein magmatisch-hydrothermales System handelt\, welches viele Ähnlichkeiten zu bedeutenden Silberlagerstätten wie z. B. die in Fresnillo\, Mexiko hat. Mit Flüssigkeitseinschlussuntersuchungen konnten Abkühlung\, Aufkochen und CO2-Entgasung als wichtigste erzbildende Parameter definiert werden. Die damit einhergehenden Veränderungen der Fluidbedingungen führen zu einer vertikalen mineralogischen Zonierung innerhalb der Gänge. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnten innovative Explorationsvektoren definiert werden\, um Bereiche mit hohem Rohstoffpotential in solchen Systemen zu identifizieren. \nKurz-CV: \nDr. Mathias Burisch-Hassel studierte von 2007-2012 Geowissenschaften an der Albert-Ludwigs-UniversitätFreiburg. In seiner Bachelorarbeit behandelte er die Fluoritinspektion in der Göscheneralp\, in der Masterarbeit die Wirtsgesteinsalteration und Spaltmineralbildung in der Planggenstock-Kristallhöhle. Von 2013-2016 arbeitete er an der Eberhard-Karls-University Tübingen an seiner Doktorarbeit über Erzbildungsprozesse in hydrothermalen Lagerstätten\, die er mit dem Titel Dr. rer. nat. abschloss. In seiner Habilitation\, die er 2021 an der TU Bergakademie Freiberg abschloss bearbeitete er hydrothermale Mineralsysteme Mitteleuropas in Form von Fallstudien aus dem Erzgebirge und dem Schwarzwald. \nFür seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Mathias Burisch-Hassel 2020 den Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis der Deutsche Mineralogischen Gesellschaft und den Waldemar-Lindgren-Award der Society of Economic Geologists. \n  \nVorstellung\, Arbeit und erste Resultate des H2020 GREENPEG Rohstoffexplorationsprojektes\nProf. Dr. Axel Müller (MLS) \nZusammenfassung: \nDas GREENPEG-Projekt\, das vom Horizont 2020 Programm der Europäischen Kommission “Klimaschutz\, Umwelt\, Ressourceneffizienz und Rohstoffe” finanziert wird\, hat das Ziel\, multimethodische Explorationswerkzeuge und -abläufe zur Identifizierung von europäischen\, oberflächennahen Pegmatit-Lagerstätten zu entwickeln. Das Konsortium des viereinhalbjährigen Projektes\, das im Mai 2020 startete\, umfasst drei Explorationsdienste und Bergbaubetreiber\, einen staatlichen geologischen Dienst\, drei Beratungsunternehmen und fünf akademische Forschungs- und Lehrinstitute aus acht europäischen Ländern. Das Naturkundemuseum der Universität Oslo koordiniert das Projekt. \nZielrohstoffe von GREENPEG sind Lithium\, hochreiner Quarz und metallisches Silizium\, keramischer Feldspat\, Seltenerdenelemente\, Tantal\, Beryllium und Cäsium\, die in der Natur in Pegmatiten\, ein grobkristallines\, magmatisches Gestein\, konzentriert sind. Silizium und Lithium sind momentan zwei der gefragtesten Metalle für die Realisierung der grünen Technologie\, da diese für die Photovoltaik bzw. die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien unverzichtbar sind. Bisher wurden keine Explorationsstrategien für Pegmatit-Erzlagerstätten entwickelt\, da die ökonomische Nachfrage gering war. Darüber hinaus gab es aufgrund technischer Herausforderungen eine extrem niedrige Entdeckungsrate für Pegmatit-Lagerstätten. GREENPEG wird neue Werkzeuge entwickelt bzw. konventionelle Methoden anpassen\, auf die Exploration von verschiedenen Pegmatit-Typen in unterschiedlichen geographischen Umgebungen\, um den Explorationserfolg zu erhöhen und die ökologischen und sozialen Auswirkungen zu verringern. Die entwickelten Methoden werden für die Kommerzialisierung in drei europäischen Demonstrationsstandorten getestet und optimiert. Die Demonstrationsstandorte sind Wolfsberg in Österreich\, Süd-Leinster in Irland und Tysfjord in Norwegen. GREENPEG ist ein Pionierprojekt\, das den Fokus der Explorationsstrategien und -technologien von großvolumigen Erzen geringer Qualität hin zu kleinvolumigen Erzen hoher Qualität richten wird. Dieser Vortrag erläutert den methodischen Ansatz von GREENPEG und bietet einen Ausblick auf das grüne Technologiezeitalter aus der Perspektive des GREENPEG Konsortiums. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Axel Müller ist Leiter der Forschungsgruppe Mineralogie am Naturkundemuseum der Universität Oslo in Norwegen. Nach Abschluss seiner Doktorarbeit an der Universität Göttingen über die Spurenelementchemie des Quarzes und seiner geologischen Anwendung im Jahre 2000\, forschte er im Rahmen eines Marie Skłodowska-Curie Stipendiums über die Genese von Seltenen-Metall-Lagerstätten am Natural History Museum in London. Von 2004-2015 arbeitete er als Explorationsgeologe für den Geologischen Dienst von Norwegen und für ein Jahr für das Bergbau- und Aufbereitungsunternehmen The Quartz Corp in den USA. Seit 2015 ist er am Naturkundemuseum in Oslo tätig. Seine momentanen Forschungsinteressen gelten der Lagerstätten-Genese von kritischen Rohstoffen (Si\, Li\, Be\, Sc\, Ta\, Seltenerdelemente)\, die unabdingbar für die Energiewende sind. Seit 2014 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDie sichere Endlagerung wärmeerzeugender Nuklearabfälle\nDr. Hennes Obermeyer (MLS) \nZusammenfassung: \nDie sichere Ablagerung radiotoxischer Abfälle erfordert\, besonders da technische Maßnahmen über den geforderten Sicherungszeittraum von einer Million Jahre nicht evaluiert werden können\, vor allem ein schlüssiges Konzept der geologischen Barriere. Nach Jahrzehnten erfolglosen Experimentierens mit ungeeigneten Deponierungsmethoden (Asse-II) in ungeeigneten Barriere-Situationen (Asse-II\, Schacht Konrad\, Salzstock Gorleben) ist mit dem Standortauswahlgesetz erstmals ein Kriterienkatalog für die Anforderungen an eine geologische Barriere entstanden. Es ist jedoch abzusehen\, dass die Anforderungen dieses Gesetzes auf deutschem Gebiet nicht erfüllt werden können. \nKombiniert man die Forderung mächtiger Steinsalzformationen\, geringpermeabler Gebirgsdurchlässigkeiten und einem geologischen Untergrund\, der sich die nächsten Millionen Jahren nicht hebt\, so drängen sich an großen Blattverschiebungen orientierte Pull-Apart-Strukturen als Lösungsansatz förmlich auf. \nBei dem an der Aqaba-Levante-Blattverschiebung orientierten Tote-Meer-Pull-Apart sind die Voraussetzungen für die Ablagerungen kritischer Abfälle so ideal\, dass es als Goldstandard für eine geologische Barriere betrachtet werden kann. Die Aqaba-Levante-Blattverschiebung ist eine durch die Gegenuhrzeiger-Bewegung der arabischen Halbinsel seit dem Oligozän aktive sinistrale Blattverschiebung mit einem nachgewiesenen Versatz von 106 km. An jedem Linksversatz der Blattverschiebung sind transtensive Pull-Aparts entstanden\, deren Randstörungen die Erdkruste vollständig durchschlagen und das Beckeninnere bis in große Tiefen absenken. \nIm Tote-Meer-Becken finden sich unter den bis zu 3 bis 4 km Meter mächtigen tonig-mergeligen Sedimenten der Amora-\, aka Lisan-Formation das Salinar der Sedom-Formation. In dem auf jordanischer Seite gelegenen Sedom-Diapir wurde das Salinar in Bohrungen bis zu 4430 m erkundet ohne die Liegendgrenze zu erreichen. Die seismische Liegendgrenze liegt zwischen 5200 und 7000 m. Bei einer Höhenlage des Toten Meers von -400 m unter Meeresspiegel ist das Tote Meer sowohl die Vorflut für alle Oberflächengewässer\, als auch für das Grundwasser. Alleine der geringe Wärmefluss von 30 bis 50 mW/m² zeigt\, dass kein Grundwasser\, sondern lediglich Formationswasser vorhanden ist. Selbst innerhalb des Fluidkörpers der Tote-Meer-Sole findet infolge der Dichtegradienten keine Durchmischung statt. \nDas Tote-Meer-Becken stellt unter den beschrieben tektonischen\, lithologischen\, hydrogeologischen und orographischen Bedingungen den optimalen Zustand einer geologischen Barriere dar. An diesem Goldstandard werden sich weltweit alle anderen Endlagersituationen messen lassen müssen. \nKurz-CV: \nDr. Hennes Obermeyer hat an der TU Karlsruhe und der Universität Heidelberg Geologie studiert. Seine Arbeiten in den 1980 und 1990er Jahren über den Einfluss von Hausmülldeponien auf die Güte des Grundwassers trugen maßgeblich dazu bei\, die Deponierung von Frischmüll in Deutschland zu beenden. Er ist seitdem in verschiedenen Positionen als beratender und unabhängiger Sachverständiger unterwegs. \nHennes Obermeyer hat die Anwendung der natürlichen elektromagnetischen Strahlung für (u. a.) geologische Probleme wesentlich befördert. Dazu und zu anderen geowissenschaftlichen Themen verfasste er eine Reihe wichtiger Publikationen. Er ist heute Vorstand einer genossenschaftlichen Vereinigung von naturwissenschaftlichen und technischen Sachverständigen in Karlsruhe. Seit 2017 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nOrganisation und Moderation der Tagung: Reinhard O. Greiling (MLS)\, Gerhard Pfaff (MLS) \nStand: 07.02.2022 \n  \n 
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SUMMARY:März Plenum
DESCRIPTION:Gerda Haßler (MLS)\nEmergenz\, Transformation und Obsoleszens von Begriffen und Methoden am Beispiel der\nGeschichte der Sprachwissenschaft \nOrt: \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract \nIn der Geschichte der Sprachwissenschaft tauchen ständig neue Begriffe und Methoden auf\, die für Eigenschaften des Objekts Sprache\, aber auch für neue Sichtweisen der Wissenschaftler stehen. Vielfach erscheinen diese Begriffe und Methoden jedoch nicht aus dem Nichts\, sondern haben eine lange\, mitunter sogar jahrhundertelange Vorgeschichte und werden durch eine besonders günstige Platzierung bei einem Autor prominent\, der damit – oft ungewollt – einen Referenztext geschaffen hat. Sobald der Referenztext rezipiert wird\, findet Transformation statt\, die wir als Anpassung an neue Zusammenhänge\, theoretische Kontexte und empirische Daten verstehen. Schließlich kann es auch zum Vergessen von Begriffen und Methoden kommen\, das in den letzten Jahren mit Blick auf mehrere Wissenschaftsdisziplinen untersucht wurde. Besonders interessant sind dabei die Gründe dieses Vergessens\, die in den vergessenen Begriffen und Methoden selbst (Vergessenspotential)\, aber auch beim Wissenschaftler als Subjekt liegen können (Vergessenwollen) oder von außen auferlegt sein können (Vergessenmachen). Der Prozess der Emergenz\, Transformation und Obsoleszenz liegt nicht in allen Fällen komplett vor\, vielfach lässt er sich jedoch als Bestandteil einer Art Spirale auffassen\, in der obsolet gewordene Methoden durch neue\, emergierende ersetzt werden. Diese Prozesse sollen zum Beispiel anhand des Begriffs des ‘Lautgesetzes’ aus der Methode der Junggrammatiker und des Begriffs der ‘Opposition’ aus der strukturellen Linguistik beschrieben werden. Abschließend können auch im Verlauf befindliche Prozesse und Neuerungen in der Linguistik unter dem Gesichtspunkt der Emergenz\, Transformation und Obsoleszenz betrachtet werden. \nDer Vortrag soll auch Anlass für die Frage sein\, ob vergleichbare Prozesse in anderen Wissenschaften festgestellt werden können. \nLink zum CV der Referentin: \nhttps://leibnizsozietaet.de/prof-dr-gerda-hassler/ \n  \nModeration Kerstin Störl
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SUMMARY:März-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften hält ihre März Sitzung online ab (via Zoom\, Zugangsdaten finden Sie hier sobald sie vorliegen). \nThema: \nDie Rechte der Natur als Konzeption starker Nachhaltigkeit?\nReferent:  \nDr. Stefan Knauß (MLS)\, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg\, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiV) \nOrt:\nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract\nChristopher Stone hat in Should trees have standing? (1972) erstmalig explizit vorgeschlagen\, „Wäldern\, Ozeanen\, Flüssen und anderen sogenannten Naturobjekten – ja\, der natürlichen Umwelt insgesamt – eigene Rechte zu verleihen“. Seit 2006 gab es über 100 Initiativen in 24 Ländern derartige Rechte der Natur\, in geltendes Recht zu integrieren (Vgl. United Nations\, Harmony with Nature). Prominentestes Beispiel ist die Verfassung von Ecuador (2008). Sie benennt die Natur neben Menschen und Körperschaften als Rechtsträger (Art. 10)\, schreibt ihr ein Recht auf Existenz und Regeneration (Art. 71) zu\, das unabhängig von menschlichen Rechten gilt (Art. 71) und von allen Menschen weltweit eingeklagt werden darf (Art. 73) (Vgl. Knauß 2020). Nach einer Einführung in die Theorie und Praxis der Rechte der Natur wird die Frage behandelt\, ob es sich bei den Rechten der Natur um eine besondere Form starker Nachhaltigkeithandelt oder nicht (Döring & Ott 2001)? \nLiteratur: \nDöring\, R.\, & Ott\, K. (2001). Nachhaltigkeitskonzepte. Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik\, 2(3)\, 315-342. https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/34760. \nKnauß\, S. (2020). Pachamama als Ökosystemintegrität–Die Rechte der Natur in der Verfassung von Ecuador und ihre umweltethische Rechtfertigung. Zeitschrift Für Praktische Philosophie\, 7(2). https://www.praktische-philosophie.org/knauszlig-2020.html \nStone\, C. D. (1972). Should Trees Have Standing–Toward Legal Rights for Natural Objects. S. CAl. l. rev.\, 45\, 450. https://heinonline.org/HOL/LandingPage?handle=hein.journals/scal45&div=17&id=&page \nUnited Nations (2020). Harmony with Nature – Chronology. http://www.harmonywithnatureun.org/chronology/. \n  \nAkademischer Lebenslauf \nArbeitsgebiete \n\nRechtsphilosophie (Menschenrechte\, humanitäre Interventionen\, Rechte der Natur)\nPolitische Philosophie (interkulturelle und de-koloniale Philosophie\, Lateinamerika)\nEthik (Bio- und Umweltethik)\n\nAusbildung \n2015                Promotion MLU Halle-Wittenberg\, Philosophie\, Note: magna cum laude\, (1\,0) \n2003-2009       Magister Artium (M.A.)\, MLU Halle\, Catania und Parma\, Politikwissenschaft\, Medien- und Kommunikationswissenschaft und Philosophie\, Note: gut\, (1\,7) \n  \nBeruflicher Werdegang \nseit 2022         Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)\, Leipzig \nseit 2021         Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Geographie\, MLU Halle \n2019-2021      Associated Junior Fellow\, Max-Weber-Kolleg\, Erfurt \n2017-2020      Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Philosophie\, DFG-Eigene Stelle\, Erfurt \n2016-2017      Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Philosophie\, MLU Halle \n2015-2016      Post Doc Research Fellow\, Gesellschaft und Kultur in Bewegung\, Halle \n2010-2014      PhD\, Graduiertenschule\, Gesellschaft und Kultur in Bewegung\, Halle \n2010                Wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%)\, Politikwissenschaft\, MLU Halle \n  \nGastaufenthalte \n2020                New Zealand Centre for Environmental Law\, University of Auckland \n2019                PYDLOS\, Universidad de Cuenca \n2019                Universitá di Parma \n2018                Emory University\, Atlanta \n2016                PYDLOS\, Universidad de Cuenca \n2014-2015      Universitá Federico II\, Neapel \n2012                Centro de Investigaciones Filosoficas (CIF)\, Buenos Aires \n2011                Instituto Gino Germani\, Universidad de Buenos Aires (UBA) \n2010                Universidad de Bahia\, Salvador da Bahia \n2009-2010      Universitá di Catania\, Catania \n  \nMitgliedschaften \nDeutsche Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (gewähltes Mitglied) \nInternational Association for Environmental Philosophy (IAEP) \nInternational Society for Environmental Ethics (ISEE) \nAssociation for Philosophy and Literature (APL) \n  \nKontakt \nstefan.knauss@geo.uni-halle.de | Researchgate | Twitter | Facebook | LinkedIn \n 
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SUMMARY:März-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche März-Sitzung am 10. März 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch – Ort: online via Zoom-Link (weitere Einwahldaten s.u.) \nThema: Elektrochemie – Werkzeug mit Zukunft! \nVortragender: Prof. Dr. Uwe Schröder (MLS) \nAbstract: \nUnsere Gesellschaft steht vor sehr großen Herausforderungen bezüglich eines nachhaltigen Umgangs mit den Umweltressourcen. In der öffentlichen Diskussion stechen hier besonders die Themenbereiche der individuellen Mobilität und der nachhaltigen und klimaschonenden Energieversorgung hervor – beides wiederum eng verknüpfte Themen. \nDieser Vortrag soll zeigen\, welche Beiträge die Elektrochemie als Baustein und Bindeglied künftiger regenerativer Energietechnologien leisten kann. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten des eigenen Arbeitskreises. Diese umspannen sowohl Fragestellungen künftiger Mobilität (Batterieforschung\, regenerative Kraftstoffe) und nachhaltiger chemischer Prozesse als auch einer potentiellen Rückgewinnung von Energie aus Abwasserströmen mittels biologischer Brennstoffzellen. \nVita: \nUwe Schröder studierte von 1990-1995 Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort in physikalischer Chemie. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt Stiftung forschte er am Physical and Theoretical Chemistry Laboratory der Universität Oxford. Im Jahr 2007 habilitierte er an der Universität Greifswald (Mentor Prof. Fritz Scholz) und wurde im Jahr 2008 auf die W3-Professur für Nachhaltige Chemie und Energieforschung an die TU Braunschweig berufen\, wo er ab 2015 das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie leitete. Einen Ruf an die Universität Jena (2013) lehnte er ab\, nahm jedoch im Jahr 2021 einen Ruf an die Universität Greifswald an\, wo er seit 1.10.2021 den Lehrstuhl für Elektrobiochemie innehat. Uwe Schröders Forschungsschwerpunkte sind die mikrobielle Elektrochemie und mikrobielle elektrochemische Technologien\, Elektrosynthese und Batterieforschung. Uwe Schröder veröffentlichte über 170 Publikationen mit mehr als 15\,000 Zitationen. Er ist Chefeditor des Journals Frontiers in Energy Research (Frontiers Media) sowie Board-Mitglied zahlreicher Zeitschriften. \n\n  \nOrt: \nZoom-Meeting: \nhttps://uni-greifswald-de.zoom.us/j/82896832275?pwd=bk16L2xSeDRmVWR1dmg4UGhlQUhUUT09 \nMeeting-ID: 828 9683 2275\nKenncode: 050237 \nTelefoneinwahl z.B.\n+49 69 5050 0952 Deutschland\n+49 69 5050 2596 Deutschland
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SUMMARY:Workshop Arbeitskreis Europa
DESCRIPTION:14.00 bis 16.30 Uhr\nOrt: Beratungsraum der Fa. GEFEG im „Storkower Bogen“ \nTagesordnung: \n1.Diskussion der Arbeitspapiere von Walter und Segert (Ergänzungen\, Kommentare)\n2. Vorstellung und Diskussion zu den von Angela Richter und Reinhold Zilch gesandten Texten und Buchvorschlag\n3. Diskussionsergebnisse und Terminfestlegung für die nächste Sitzung
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SUMMARY:Ehrenkolloquium
DESCRIPTION:Kolloquium der Leibniz-Sozietät am 17.2.2022 zu Ehren der Sozietäts-Mitglieder \nW. Ebeling\, A. Jähne\, W. Kriesel und H.-J. Rothe \nOrt: Berlin\, Cedio-Konferenzraum\, Storkower Bogen \n1. Programm \n10.00 Uhr \nEröffnung  Gerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät) \nMusikalische Einführung \n10.30 Uhr \nModeration Gerhard Pfaff (MLS) \nLaudatio zum 80. Geburtstag von Armin Jähne Gerhard Banse (MLS) \nDer römische Donaulimes als UNESCO-Weltkulturerbe Andreas Schwarcz (MLS) \nDankesworte Armin Jähne (MLS) \nLaudatio zum 80. Geburtstag von Werner Kriesel Tilo Heimbold (Leipzig) \nEin Meilenstein der Automatik/Informatik – Industrielle Kommunikation auf der Sensor-Aktuator-Ebene Dietmar Telschow\, Tilo Heimbold\, Dirk Lippik (Leipzig) \nDankesworte Werner Kriesel (MLS) \n12.30 Uhr     Mittagspause \n14.00 Uhr \nLaudatio zum 85. Geburtstag von Werner Ebeling Lutz-Günther Fleischer (Vizepräsident MLS) \nStrukturbildung und Kipppunkte in Ökosystemen und Klima Ulrike Feudel (Oldenburg) \nDankesworte Werner Ebeling (MLS) \nLaudatio zum 75. Geburtstag von Heinz-Jürgen Rothe Erdmute Sommerfeldt (MLS) \nArbeitspsychologie im Spannungsfeld zwischen allgemeinpsychologischen Theorien\, interdisziplinären Bezügen und praktischem Nutzen Anna-Marie Metz (Potsdam) \nDankesworte Heinz-Jürgen Rothe (MLS) \nSchlusswort / Abschluss des Kolloquiums Gerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät) \n  \n2. Abstracts und Curriculum vitae \nDer römische Donaulimes als UNESCO-Weltkulturerbe \nAndreas Schwarcz (MLS) \nZusammenfassung: \nDer Donaulimes war traditionell einer der wichtigsten Abschnitte des römischen Grenzsystems. Er erstreckte sich über eine Gesamtlänge von 2888 km von Eining in Bayern bis zur Donaumündung am Schwarzen Meer. Seine strategische Bedeutung lag an der oberen und mittleren Donau im Schutz Italiens gegen Bedrohungen aus dem Norden\, an der unteren Donau im Schutz Griechenlands und Kleinasiens\, in der Spätantike dann speziell in der Sicherung Konstantinopels gegen Angriffe aus dem Barbaricum nördlich der Donau. Die Grundlagen dieses Befestigungsgürtels an einem der großen europäischen Hauptflüsse wurden bereits in den Anfängen des Prinzipats unter der Herrschaft des Augustus gelegt. Über die Jahrhunderte wurde er ausgebaut und umgestaltet\, an der oberen Donau gehalten bis zur Zeit der Herrschaft Odoakers\, an der unteren Donau mit einer letzten Befestigungsphase in der Zeit Kaiser Justinians I. und bis zur Ankunft der Slaven. Die Sicherung des Limes als UNESCO-Weltkulturerbe setzte mit der Anerkennung des Hadrianswalls in Großbritannien im Jahr 1987 ein. Im Jahr 2005 folgten der Obergermanisch-rätische Limes und die Anerkennung des gesamten Limes als erstes potentielles serielles Weltkulturerbe in seiner gesamten Länge von fast 6000 km in 20 Ländern. Damals begannen auch die ersten Vorarbeiten für die Einreichung des Donaulimes im Rahmen eines internationalen Projekts\, mit dem 2008 der Antoninuswall in Schottland erfolgreich eingereicht wurde. Seither laufen die Vorbereitungen in Bulgarien\, Deutschland\, Kroatien\, Österreich\, Rumänien\, Serbien\, der Slowakei und Ungarn. 2020 fiel die Entscheidung\, zunächst den oberen Donaulimes in Bayern\, Österreich und der Slowakei („western Segment“) einzureichen\, der am 30. Juli 2021 als UNESCO-WHS anerkannt wurde. Während auch in den anderen Donaustaaten die Einreichung weiter vorbereitet wird\, bereiten Deutschland und die Niederlande auch die Anerkennung des Limes am Oberrhein vor. \nKurz-CV: \nAndreas Schwarcz (*1952) studierte von 1971-1973 Wirtschafts- und Planungsmathematik an der TU Wien. In den darauffolgenden Jahren bis 1984 absolvierte er ein Doktoratsstudium für Geschichte\, Alte Geschichte und Anglistik sowie ein Lehramtsstudium für Geschichte und Anglistik an der Universität Wien. 1984 promovierte er mit einer Dissertation über Reichsangehörige Personen gotischer Herkunft. Von 1984-1997 war er als Universitätsassistent am Institut für österreichische Geschichtsforschung tätig. Am Ende dieser Zeit habilitierte er sich mit einer Arbeit aus dem Gebiet für Mittelalterliche Geschichte und Hilfswissenschaften. Gleichzeitig wurde er zum außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt. In den darauffolgenden Jahren war er Stellvertreter des Direktors sowie Geschäftsführender Direktor des Institutes für österreichische Geschichtsforschung\, Mitglied des Gründungskonvents der Universität Wien\, Vorstand des Institutes für Geschichte der Universität Wien sowie Visiting Professor an der Georgetown University Washington D. C. (USA). Seit 2017 ist er im Ruhestand. \nAndreas Schwarcz ist seit 1999 Präsident der Freunde des Hauses Wittgenstein Wien und Präsident des Vereins für Gesellschaftswissenschaftliche Forschung. Im Jahr 2002 wurde er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Zu seinen weiteren Mitgliedschaften und Funktionen zählen die des Vorsitzenden der Fachgruppe der Universitäts- und FachhochschullehrerInnen im Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen Österreich\, die des Mitglieds des Vorstands des Fördervereines des Volksbildungshauses Urania und die des Schriftführers im Vorstand der „Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften“ (ÖAW). Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden mehrfach geehrt\, so mit der Kyrill und Method-Verdienstmedaille des Kulturministeriums der Republik Bulgarien und dem Orden „Der Reiter von Madara“ Zweiter Stufe in Silber der Republik Bulgarien. \n  \nEin Meilenstein der Automatik/Informatik – Industrielle Kommunikation auf der Sensor-Aktuator-Ebene \nDietmar Telschow\, Tilo Heimbold\, Dirk Lippik (Leipzig) \nZusammenfassung: \nDie digitale Kommunikationstechnik für industrielle Automatisierungssysteme gelangte seit den 1975er Jahren auf den internationalen Markt\, basierend auf den Netzwerken WAN sowie LAN der Informatik. Seit 1985 wurden am Lehrstuhl von Prof. Werner Kriesel in Leipzig Kommunikationssysteme für die Industrieautomation als eigenständig wirksame Strukturen verstanden und entwickelt\, später als Mehrebenen-System Field Area Network FAN eingeordnet unterhalb der WAN / LAN-Ebenen. \nIm Vortag werden hierzu die technischen Entwicklungsetappen der Automatik / Informatik dargestellt. Ausgehend von der Entwicklung erster (Einchip-) Mikroprozessoren in den 1970er Jahren und damit realisierbarer speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) führte die Entwicklung zu lokalen Netzwerken und in der Folge zu einer eigenständigen Industriekommunikation in Mehrebenen-Strukturen für die Automation. An industriellen Beispielen\, beginnend bei TDC 2000 (Fa. Honeywell\, USA) über PROFIBUS/ PROFINET und der direkten Mitarbeit an der Entwicklung des Feldbussystems AS-Interface für die Sensor-Aktuator-Ebene werden im Vortrag die neuen Möglichkeiten vernetzter verteilter Intelligenz präsentiert. Eigenfunktionen\, Überwachung\, Diagnose und Therapiesteuerung mit adaptiven Algorithmen sowie Künstliche Intelligenz führen so zu einem Paradigmenwechsel bei Industrie 4.0 Anwendungen. \nIn zahlreichen (Buch-) Publikationen wurden die Ergebnisse der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung in industriellen Anwendungen veröffentlicht. In 40-jähriger Arbeit des Teams Kriesel wurde ein Meilenstein der Industriekommunikation in praxisnaher Forschung und akademischer Lehre geschaffen\, der zusammen mit der Industrie weltweiten Masseneinsatz und Breitenanwendung erreichte\, sich zum Weltmarkführer entwickelte und gegenwärtig als AS-Interface in 2. Generation auf den Markt gelangt. \nKurz-CV: \nDietmar Telschow (*1956) studierte von 1974-1978 an der TH Magdeburg\, Sektion Technische Kybernetik und Elektrotechnik\, Fachrichtung Automatisierungstechnik mit Abschluss als Diplomingenieur. Danach begann er eine Industrietätigkeit im Chemieanlagenbau Leipzig/Grimma mit Delegation an den Industrie-Hochschul-Komplex der TH Leipzig und dortiger Forschungstätigkeit im Team von Werner Kriesel. Ab 1990 arbeitete er an der Grundlagen- und Industrieentwicklung sowie Weiterentwicklung des Sensor-Aktuator-Systems AS-Interface\, speziell an einem Erdschlusswächter\, an der Doppeladresserkennung und an einem adaptiven Busabschluss. Er ist Mitinhaber von Patenten und mitbeteiligt am Aufbau eines nach DIN EN17025 akkreditierten weltweit einzigen Prüflabors für alle elektrischen AS-Interface-Komponenten. In diesem Zusammenhang arbeitete er in zahlreichen Arbeitsgruppen der Nutzerorganisation „AS-International Association“ und entwickelte spezifischer Test- und Diagnose-Tools. \nAuch nach Gründung der HTWK Leipzig aus der TH Leipzig im Jahr 1993 setzte er seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fort. In diesem Rahmen erfolgten zahlreiche Publikationen zu industriellen Kommunikationssystemen in Buchform\, Fachzeitschriften und Kongressvorträgen. Nach 15-jährigem Einsatzerfolg von AS-Interface und erfolgreich abgeschlossener Grundlagenforschung leitete er als Ideengeber die Umsetzung durch die Industrie in eine 2. Generation ein. Damit gelang es\, digitale Übertragungstechniken in die industrielle Feldebene zu übertragen (aktuell Markteinführung). \n  \nStrukturbildung und Kipppunkte in Ökosystemen und Klima \nUlrike Feudel (Oldenburg) \nZusammenfassung: \nViele natürliche Phänomene werden durch die nichtlineare Wechselwirkung unterschiedlicher physikalischer\, chemischer oder biologischer Größen hervorgerufen. Diese Nichtlinearitäten führen dazu\, dass solche Systeme eine besonders komplexe\, teilweise nicht vorhersagbare zeitliche Dynamik hervorbringen oder die Fähigkeit besitzen\, spontan zeitliche\, räumliche oder raum-zeitliche Strukturen auszubilden. \nIm Mittelpunkt der vorgestellten Untersuchungen steht die Dynamik eines Systems\, das heißt dessen zeitliche bzw. raumzeitliche Entwicklung oft auch unter dem Einfluss äußerer Antriebskräfte wie z. B. dem Klimawandel. Die Dynamik kann dabei bei fixierten Umweltbedingungen ganz unterschiedliche Formen annehmen: Das System kann in ein Gleichgewicht kommen\, eine periodische oder quasiperiodische Bewegung ausführen oder auch durch eine chaotische Dynamik charakterisiert werden. Für ein räumlich ausgedehntes System würde man homogene Zustände\, wo alle Größen homogen im Raum verteilt sind\, zeitunabhängige inhomogene Verteilungen (stationäre Muster) oder raumzeitlich veränderliche Muster beobachten. \nVon besonderem Interesse sind jedoch plötzliche Änderungen der Dynamik\, wenn entweder die internen Parameter des Systems oder der äußere Antrieb so verändert werden\, dass kritische Schwellwerte überschritten werden. Betrachtet man als Beispiel aus der Umweltphysik den atlantischen Teil der thermohalinen Ozeanzirkulation – einer großräumigen\, durch Dichteunterschiede angetriebenen Zirkulation – dann kann diese z. B. im heutigen Zustand sein\, in dem permanent Wärme aus dem Süden in die nördliche Hemisphäre transportiert wird und dort an die Atmosphäre abgegeben wird oder aber in einem Zustand\, wo diese Zirkulation stark geschwächt ist oder gar zum Erliegen kommt. Ein Kipp-Übergang von dem einem in den anderen Zustand\, der langfristig mit einer Abkühlung des Klimas in West- und Nordeuropa verbunden wäre\, könnte auftreten\, wenn der Antrieb durch den globalen Klimawandel verändert würde. Ähnlich drastische Übergangsphänomene beobachtet man in Ökosystemen\, wo Klima- oder Landnutzungsänderungen zu einem Verlust von Arten oder gar zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme führen können. Gegenstand der Ausführungen ist es\, aufzuzeigen\, unter welchen Bedingungen ein solcher Übergang stattfinden würde und welche Mechanismen für diese Kippphänomene verantwortlich sind. \nKurz-CV: \nUlrike Feudel (*1957) studierte von 1976-1981 Physik an der Humboldt-Universität Berlin (HUB). In den folgenden Jahren war sie u. a. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR und in einer Max-Planck-Gruppe an der Universität Potsdam. 1986 schloss sie ihre Promotion zum Dr. rer. nat. an der HUB und 1996 ihre Habilitation zum Dr. rer. nat habil. an der Universität Potsdam ab. Seit 2000 ist sie Universitätsprofessorin für Theoretische Physik/Komplexe Systeme am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Von 2005-2007 war sie Direktorin des ICBM. Forschungsaufenthalte führten sie u. a. an die University of Maryland at College Park (USA)\, an die University of California at Santa Barbara (USA) und an die Eötvös Lorand Universität Budapest (Ungarn). Sie ist Editor von “Nonlinear Processes in Geophysics” und war lange Jahre Associate Editor von “Mathematical Biosciences and Engineering”. \nIm Laufe ihrer beruflichen Entwicklung wurde Ulrike Feudel immer wieder geehrt und für ihre wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet\, so u. a. mit einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft\, der Burgers-Professur für Fluiddynamik der University Maryland at College Park\, dem Distinguished Scientist Fellowship der Akademie der Wissenschaften Ungarns und der Lewis Fry Richardson Medaille der European Geosciences Union. \n  \nArbeitspsychologie im Spannungsfeld zwischen allgemeinpsychologischen Theorien\, interdisziplinären Bezügen und praktischem Nutzen \nAnna-Marie Metz (Potsdam) \nZusammenfassung: \nArbeitspsychologie gilt im Kanon der Psychologie gemeinhin als „Angewandte“ Wissenschaft. Was aber wird „angewendet“? Im Beitrag wird zum Einen die notwendige Verankerung in und der mittelbare praktische Nutzen von allgemeinpsychologischen Erkenntnissen exemplarisch in Bezug auf die Forschungen von Heinz-Jürgen Rothe als langjährigem Mitarbeiter von Friedhart Klix dargestellt.\nZum anderen werden an ausgewählten Beispielen aus dem breiten Forschungsfeld zum Zusammenhang zwischen (Erwerbs-)Arbeit und Gesundheit die außerordentlichen Vorzüge trans- und interdisziplinärer Kooperation mit arbeitsmedizinischen\, physiologischen und epidemiologischen Disziplinen behandelt. An einem Beispiel wird demonstriert\, wie aus einer derartigen Synopsis über das Streben nach Erkenntnisgewinn hinaus die Transformation in unmittelbar praktisch nutzbare Analyse- und Interventionstools gelingen kann. \nKurz-CV: \nAnna-Marie Metz (*1940) promovierte nach ihrem Psychologiestudium und einer Aspirantur an der Humboldt-Universität Berlin 1968 mit einem psychophysiologischen Thema.  Von 1968–1990 war sie im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der Arbeitsmedizin tätig\, seit 1970 am Zentralinstitut für Arbeitsmedizin der DDR in Berlin-Lichtenberg\, mit den Arbeitsschwerpunkten Entwicklung und Erprobung von belastungsmessenden Verfahren\, epidemiologische Studien zum Zusammenhang von psychischen Belastungen und Gesundheitszustand\, interdisziplinäre experimentelle Forschung zur Wirkung physikalischer Faktoren der Arbeitsumgebung auf Leistung und Befinden sowie psychophysiologische experimentelle Forschung (evozierte Potentiale der bioelektrischen Hirnaktivität) zu Bezugsystemen in der Wahrnehmung\, zur Aufgabenschwierigkeit und zum Arbeitsgedächtnis. \n1983 erfolgte die Habilitation an der Technischen Universität Dresden. Von 1990-1994 war Anna-Marie Metz am Zentrum für Arbeits- und Umweltmedizin Berlin tätig\, wobei sie neben den dortigen Lehrtätigkeiten auch Vertretungen an der TU Dresden\, der TU Berlin und der Universität Potsdam wahrnahm. Von 1995–2007 hatte sie eine Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie im Institut für Psychologie der Universität Potsdam inne. \n  \n(MLS = Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V.) \nFür das Kolloquium gelten die am 17.02.2022 aktuellen SARS-CoV2-Infektionsschutzmaßnahmen für Berlin (Stand 16.01.2022: 2G Plus). \n 
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SUMMARY:Februar-Plenarsitzung
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche Februar-Plenarveranstaltung am 10.02.2022 als ZOOM-Meeting mit einem Vortrag zum Thema \nBiopharmazeutika und Protein-Konjugate:\nNeue Ansätze für den gerichteten Wirkstofftransport \n  \nReferent: Prof. Dr. Christian P.  R. Hackenberger \nC.V: \nChristian P.  R. Hackenberger studierte Chemie an der Universität Freiburg und der UW Madison/Wisconson und promovierte an der RTWH Aachen. Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gründete er 2005 als Emmy-Noether-Stipendiat eine eigene Forschungsgruppe an der Freien Universität Berlin. 2012 wurde er Leibniz-Humboldt-Professor für Chemische Biologie am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und der Humboldt-Universität zu Berlin. \nSeine Gruppe entwickelt chemische Strategien zur Funktionalisierung von Proteinen und Antikörpern mithilfe hochselektiver chemischer Reaktionen\, um proteinbasierte Therapeutika gegen Krebs\, Alzheimer und Virusinfektionen zu generieren. Er ist Mitbegründer des Münchner Unternehmens Tubulis\, das mit Technologien aus seinem Labor besser verträgliche Krebsmedikamente entwickelt. Im Jahr 2018 wurde Christian der Leonidas Zervas Award der Eurpean Peptide Society verliehen und im Jahr 2020 erhielt er als erster Empfänger den Falling Walls Breakthrough of the Year Award in den Life Sciences\, in Anerkennung seiner Beiträge zur Entwicklung von Biopharmazeutika der nächsten Generation. \nAbstract: \n Die Hackenberger Gruppe am FMP vereint Chemiker\, Biochemiker und Biophysiker\, um neue chemische und biochemische Methoden für die gezielte Modifikation von Peptiden\, Proteinen und Antikörpern zu entwickeln. Die so erhaltenen Biokonjugate werden für die Beantwortung biologischer Fragestellungen aus der Grundlagenforschung verwendet\, sie dienen gleichzeitig aber auch als neue Biopharmazeutika für pharmazeutische Anwendungen. \nIn meinem Vortrag werde ich einige ausgewählte Beispiele aus meinem Labor vorstellen\, die diesen Ansatz verdeutlichen. So gelang es uns kürzlich sowohl ein neues chemisches als auch ein enzymatisches Verfahren für die Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (engl. Antibody-Drug-Conjugates\, ADCs) zu publizieren\, das neue für den Patienten besser verträgliche Medikamente für die Krebstherapie in Aussicht stellt und gleichzeitig zur Gründung des sehr erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Unternehmens Tubulis® (www.tubulis.com) geführt hat. Des Weiteren konnten wir ein neues Verfahren beschreiben\, dass die Zellgängigkeit von Proteinen und Antikörpern ermöglicht und damit völlig neue Ansätze für den intrazellulären Wirkstofftransport aufweist. Ebenso gelang es uns in Zusammenarbeit mit fast allen wissenschaftlichen Institutionen in Berlin neuartige strukturell definierte Inhibitoren gegen Influenza-Viren auf Protein-Basis zu beschreiben. \n  \nDatum  und Veranstaltungsort: \n10. Februar 2022 – 13:30 – 16:00. \nDas Plenum wird als Zoom-Meeting durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85657830272?pwd=TTQ1c2FIOGIxZVF3cThpUi9IaElrUT09\nMeeting-ID: 856 5783 0272\nKenncode: 849186
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Ort: “virtuelles” Treffen als Zoom-Sitzung:\nhttps://us02web.zoom.us/j/83260798959?pwd=aUNEN0hzY0QyaURkYzE0a0d2Unk0QT09\nMeeting-ID: 832 6079 8959\nKenncode: 935529 \nReferentin: \nAnnette Hoxtell (MLS)\nDigitales Arbeiten und psychologische Sicherheit \nAbstract: \nAufgrund der Corona-Pandemie sammeln viele Unternehmen und Arbeitnehmende Erfahrungen mit dem mobilen Arbeiten (Alipour et al.\, 2020; bitkom\, 2020; DAK Gesundheit\, 2020; Möhring et al.\, 2020; Stürz et al.\, 2020) und wollen auch in Zukunft mehrheitlich daran festhalten (bitkom\, 2020; Kunze et al.\, 2020). Besonders für Menschen\, die über längere Zeit örtlich flexibel arbeiten\, ist ein regelmäßiger zwischenmenschlicher Informationsaustausch wichtig (de Vries et al.\, 2019; Weinert et al.\, 2015). Um diesen digitalen Austausch gelingend zu gestalten\, braucht es persönliche Eigenschaften (McCrae & Costa\, 1997)\, psychologische Sicherheit im Team sowie entsprechende Werkzeuge und Formate. Psychologische Sicherheit umfasst die gemeinsame Überzeugung\, in einem Team zwischenmenschliche Risiken eingehen zu können. Sie ist ein wichtiger Prädikator für Teamleistung\, Verbundenheit und Lernen in Gruppen (Edmondson\, 2019; Frazier et al.\, 2017; Hu et al.\, 2018). Eine Online-Umfrage\, an der 662 Arbeitnehmende im Q3/2020 teilnahmen\, zeigt\, wie Arbeitnehmende während des ersten pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 die Arbeit von zu Hause aus erlebten\, auf welche neuen Arbeits- und Kontaktformen sie dabei zurückgriffen und wie es um diese Zeit um die psychologische Sicherheit bestellt war. \nKurzes CV der Referentin: \nWissenschaftlicher Werdegang und berufliche Erfahrung\n2017 – jetzt Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre\, VICTORIA I Internationale Hochschule\, ehemals: hwtk Berlin\n2012 – 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Projektleiterin Mehr MINT Studentinnen\, HTW Berlin\n2011 – 2012 Social Entrepreneur\, JUMP in MINT\, Berlin\n2007 – 2011 Sustainability Advisor und PR Managerin\, STRATO AG\, Berlin \nAusbildung\n2013 – 2016 Promotion zum Dr. rer. pol.\, Universität Potsdam\n2009 Fachjournalistin\, Freie Journalistenschule\, Berlin\n2004 – 2005 M.A. Central and Eastern European Studies\, Uniwersytet Jagielloński\, Krakau\n2001 – 2004 B.A. International Business Administration\, VWA Stuttgart/Open University London\, davon: 2003 Warsaw School of Economics\n2001 – 2004 Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau\, Deutsche Lufthansa AG\, Frankfurt\, Stuttgart\, Paris\, Mailand\, Katowice \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Februar-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät\nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Februar-Sitzung am 10. Februar 2022 in der Zeit von 9:30 bis 11.30 (!) Uhr in Berlin (Rathaus Mitte\, Raum 121) durch zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege \n Vortragender: Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nAbstract: \nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. Gerste schreibt dazu 2014: „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“ (Gerste\, Ronald D.: Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH\, 2014). Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \nVita: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDatum und Veranstaltungsort \n10. Februar 2022\, 9:30 bis 11:30 \nOrt: Rathaus Berlin-Mitte\, Raum 121 (Karl-Marx-Allee 31\, U-Bahn-Station Schillingstraße) \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung
DESCRIPTION:Am 20. Januar 2022 findet in Übereinstimmung mit § 10 des Statuts die Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. statt. \nIch lade Sie herzlich zur Teilnahme ein. \nOrt:                 Die Sitzung wird als ZOOM-Meeting durchgeführt: \nhttps://us02web.zoom.us/j/82740142642?pwd=bkRRbjJHckZCQW5nQkR5M254NDJJQT09\nMeeting-ID: 827 4014 2642\nKenncode: 854177\nDie beste Verbindung besteht bei Verwendung der App. Nach klicken auf den Link die App automatisch starten lassen (wenn installiert).\nTelefoneinwahl bitte in der Geschäftsstelle erfragen\, wenn gewünscht. \nBeginn:            13.00 Uhr \nTagesordnung: \n\nPrüfung der Beschlussfähigkeit und Bestätigung der Tagesordnung\nBestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer\nBericht des Präsidiums\nTeil 1: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit\nTeil 2: Finanzbericht\n\n\nBericht der Kassenprüfer\nBeschlussfassung über die Arbeit im Jahr 2021 (Entlastung des Präsidiums)\nDiskussion über den Entwurf einer neuen Satzung der Sozietät\nSonstiges\n\nProf. Dr. Gerda Haßler
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SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung 2021 der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Plenarsitzung am 09.12.2021 in der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr im Rathaus Berlin-Mitte\, BVV-Saal\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin durch. \nThema: \nDie spekulative Methode von Hegel und das Lernen von Mathematik –\nAllgemeines und Einzelnes am Beispiel des Variablen- und des Wahrscheinlichkeitsbegriffs\nVortragender: \nHans-Dieter Sill (MLS) \nOrt:      Rathaus Berlin-Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin\, BVV-Saal\nZeit:       13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen. \nC.V:\nHans-Dieter Sill ist Professor für Didaktik des Mathematikunterrichts an der Universität Rostock. Nach seinem 1973 abgeschlossenen Studium als Diplom-Lehrer für Mathematik und Physik promovierte er 1976 im Fach Mathematik. Nach einem Aufenthalt an der Schule arbeitete er als Assistent an der Pädagogischen Hochschule in Güstrow. Nach Abschluss einer Habilitation im Jahre 1987 auf dem Gebiet der Methodik des Mathematikunterrichts war er dort als Dozent tätig. 1993 wurde er als Hochschullehrer für Didaktik der Mathematik an die Universität Rostock berufen. Seit 2016 ist er im Ruhestand.\nEr führte theoretische und empirische Forschungen auf unterschiedlichen Gebieten der Mathematikdidaktik durch\, insbesondere zu theoretischen Grundfragen des Lernens von Mathematik\, zur Entwicklung von Curricula\, zur Durchführung von Leistungserhebungen\, zum Arbeiten mit Aufgaben\, zur Gestaltung einer nachhaltigen Lehrerfortbildung sowie zu zahlreichen Fragen der Gestaltung des Stochastikunterrichts in der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Dabei hat er neue Gedanken zu Grundbegriffen der Stochastik wie Merkmal\, Wahrscheinlichkeit und Zufall entwickelt. Er ist Herausgeber eines Unterrichtswerkes für die Sekundarstufe I\, Autor eines Lehrbuches zur Mathematikdidaktik sowie von Lehrbüchern zur Didaktik des Stochastikunterrichts. \nAbstract:\nEines der Hauptergebnisse des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel\, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal gejährt hat\, ist die von ihm so bezeichnete spekulative Methode\, die er als grundlegend für alle Wissenschaften ansieht. Ein zentraler Inhalt der spekulativen Methode ist der Umgang mit „spekulativen Begriffen“. Damit bezeichnet Hegel u. a. die Einheit gegensätzlicher Begriffe und Momente. Hegels Diktum lautet: „Das Wahre ist das Ganze.“\nBezogen auf mathematische Begriffe geht es um die Einheit formaler und nichtformaler Momente. Die Mathematik als Wissenschaft ist formal ein System aus Begriffen\, Sätzen und Verfahren. Die verwendeten Begriffe werden formal durch Definition festgelegt. Die nichtformalen Momente der Begriffe sind in der Regel kein Inhalt mathematischer Fachbücher und oft auch nicht des Mathematikunterrichts in den Sekundarstufen und der mathematischen Lehre an Hochschulen. Im Sinne von Hegel wird damit keine „wahre Mathematik“ vermittelt. Dies ist aus meiner Sicht eine Hauptursache für die immer wieder auftretenden Probleme von Lernenden im Fach Mathematik.\nDie Ausbildung mathematischer Kenntnisse sollte sich im Wechselverhältnis von formalen und nichtformalen Momenten vollziehen. Dies betrifft insbesondere die Aneignung von Grundbegriffen\, was am Beispiel des Variablen- und Wahrscheinlichkeitsbegriffs erläutert werden soll.\nDer Variablenbegriff wird formal nur durch Konventionen seiner Verwendung bestimmt. Die nichtformalen Momente des Begriffs\, die teilweise sogar gegensätzlich sind\, werden im Schulunterricht selten thematisiert. Damit hängen zahlreiche Probleme im Verständnis der Algebra auch in den weiteren Bildungswegen zusammen.\nDer mathematische Begriff der Wahrscheinlichkeit wird formal durch Axiome festgelegt. Der sinnvolle Umgang mit Wahrscheinlichkeiten\, insbesondere in der beurteilenden Statistik\, ist gebunden an das Verständnis seiner nichtformalen Momente wie des Gegensatzes von „objektiven“ und „subjektiven“ Wahrscheinlichkeiten.\nEin zentraler Ansatzpunkt zur Verbesserung des Mathematikunterrichts und der mathematischen Lehre an Universitäten und Hochschulen sind für mich weitere theoretische und vor allem empirische Untersuchungen zum Lehren und Lernen von „wahrer Mathematik“ im Hegelschen Sinne\, die Gegenstand der fachdidaktischen Forschung sein sollten.\nAnaloge Überlegungen lassen sich auch für andere Fächer anstellen. \n 
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DESCRIPTION:EINLADUNG\nAußerordentliche Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nAm 09. Dezember 2021 findet in Übereinstimmung mit § 10 des Statuts eine Außerordentliche Geschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin statt. \nOrt:                 Rathaus Berlin-Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin\, BVV-Saal \nZeit:            13.00 bis 13:30 Uhr \nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät derWissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung 2021  in der Zeit 10:00 bis 12:00 Uhr durch. \nThema: \nDie Förderung der Geowissenschaften in der Leibniz´schen Gelehrtengesellschaft\n\nVortragender: Prof. Dr. Heinz Kautzleben (MLS) \nDer Veranstaltungsort: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Mohrenstraße 40/41\, Raum 415\, 10117 Berlin \n\nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen. \nAbstract:\n\nDer Verein „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“ ist die heutige Form der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft\, die 1700 in Berlin vom Kurfürsten Friedrich III. als „Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften“ mit Gottfried Wilhelm Leibniz als Gründungspräsidenten gestiftet wurde. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft war von 1744 bis 1990 Träger der Akademien der Wissenschaften mit Sitz in Berlin\, deren Folge mit der „Académie Royale des Sciences et Belles Lettres“ des Preußenkönigs Friedrich II. begann und 1990 mit der Akademie der Wissenschaften der DDR endete. Die Leibniz-Sozietät ist Erbe einer bewegten\, großen Geschichte. \nEine der Kernaufgaben der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft war und ist zu allen Zeiten die Förderung der Geowissenschaften und der mit ihr verwandten Wissenschaftsdisziplinen\, die gemeinsam den gesellschaftlichen Auftrag „Erforschung\, Überwachung und wissenschaftliche Begleitung der Nutzung des Lebensraumes der Menschheit“ erfüllen. Seit Entwicklung und Nutzung der Weltraumtechnologie gibt es intensive Bestrebungen\, den Lebensraum der Menschheit von der Geosphäre in den erdnahen Weltraum auszudehnen. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft wurde diesen Bestrebungen noch zu Zeiten der AdW der DDR dadurch gerecht\, dass sie eine eigene Klasse „Geo- und Kosmoswissenschaften“ einrichtete. Ihre Nachfolgerin in der Leibniz-Sozietät ist der Arbeitskreis „Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften“ (GeoMUWA). \nIm internationalen Maßstab werden die Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften länderspezifisch sehr unterschiedlich gefördert. Über verschiedene wissenschaftliche Interessen und politische Gegensätze hinweg werden wesentliche Fortschritte allerdings vorwiegend dann erreicht\, wenn es zu einer die Landesgrenzen überschreitenden engen Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Technikwissenschaftlern kommt. \nVita: \nHeinz Kautzleben studierte von 1952 bis 1957 Geophysik an der Universität Leipzig\, wo er auch promovierte (1962) und sich habilitierte (1965). Seine Wissenschaftlerlaufbahn begann er 1957 in Potsdam am Geomagnetischen Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW). 1968 wechselte er zum Geodätischen Institut der DAW. 1969 ernannte ihn die DAW zum Professor für Geophysik. Er gehörte zu den Mitbegründern des Zentralinstitutes für Physik der Erde (ZIPE) und des Forschungsbereiches\, der ab 1974 „Geo- und Kosmoswissenschaften“ hieß. 1973 wurde er zum Direktor des ZIPE berufen\, 1989 zum Direktor des Institutes für Kosmosforschung. Von 1984 bis 1990 diente er zusätzlich als Leiter des Forschungsbereiches. In der internationalen Zusammenarbeit auf seinem Wissenschaftsgebiet war er sowohl im Rahmen der ehemals sozialistischen Länder aktiv wie auch weltweit. Seine bevorzugten Forschungsgebiete waren Mathematische Geophysik\, Geomagnetismus\, Physikalische Geodäsie\, Geodynamik. Seit der Auflösung der AdW der DDR betätigt er sich als Privatgelehrter. Das Plenum der AdW der DDR wählte ihn 1979 zum Korrespondierenden Mitglied\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied. 1993 gehörte er zu den Mitbegründern der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. Er hat 2001 deren Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften initiiert und war bis 2018 dessen Sprecher.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse SGW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung am 09. Dezember 2021 in der Zeit von 9:00 (!) bis 11:00 Uhr online in Zoom durch. (Zugangsdaten hier) \nReferent:         Norman Paech \nTitel:               Der Ausnahmezustand als Normalzustand – Kritische Anmerkungen zur  Corona-Politik \nAbstract: \nOhne den gefährlichen Charakter der Pandemie in Frage zu stellen\, wird sich der Vortrag mit demokratie- sowie rechtsstaatlichen Aspekten der offiziellen Pandemiepolitik auseinandersetzen. Im Wandel von der Lockdown- zur Impfpflicht-Variante der staatlichen Politik hat sich das Arsenal politischer und rechtlicher Maßnahmen zwar geändert\, aber die Basis aller Maßnahmen\, die Angst und Ausgrenzung\, ist als Grundstruktur der Politik bestehen geblieben. Darüber hinaus bestehen Zweifel an der Dominanz medizinischer gegenüber sozialen und kulturellen Kriterien der Entscheidungsfindung. \nKurzvita: \nProfessor i.R. für öffentliches Recht (Verfassungs- und Völkerrecht) an der Universität Hamburg. Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von IALANA\, IPPNW\, Attac und Deutsch-Polnische Gesellschaft. Außenpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE im Deutschen Bundestag 2005 – 2009. Jüngste Veröffentlichungen: „Menschenrechte“\, Köln 2019\, gemeinsam mit Karsten Nowrot\, „Krieg und Frieden im Völkerrecht“\, Köln 2019. www.norman-paech.de.
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SUMMARY:Cyberscience – Wissenschaftsforschung und Informatik. Digitale Medien und die Zukunft der Kultur wissenschaftlicher Tätigkeit
DESCRIPTION:Tagung des Arbeitskreises „Emergente Systeme / Informatik und Gesellschaft“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften in Kooperation mit der Gesellschaft für Wissenschaftsforschung \nCyberscience –\nWissenschaftsforschung und Informatik.\nDigitale Medien und die Zukunft der Kultur wissenschaftlicher Tätigkeit \nFreitag\, 26. November 2021\n10:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr \nLink zum Tagungsmaterial \nZugangsdaten: \nhttps://us02web.zoom.us/j/81825321287?pwd=TjhXbUpUMzJSQ3c4UzVvMGZjNDExQT09 \nMeeting-ID: 818 2532 1287 \nKenncode: 951254 \n  \nSchnelleinwahl mobil \n+496938079884\,\,81825321287#\,\,\,\,*951254# Deutschland \n+496950500951\,\,81825321287#\,\,\,\,*951254# Deutschland
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SUMMARY:Tagung des Arbeitskreises „Emergente Systeme / Informatik und Gesellschaft“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Emergente Systeme / Informatik und Gesellschaft“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt in Kooperation mit der Gesellschaft für Wissenschaftsforschung am \nFreitag\, 26. November 2021\, \nin der Zeit \nvon 10:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr \ndie Tagung: \nCyberscience – Wissenschaftsforschung und Informatik. Digitale Medien und die Zukunft der Kultur wissenschaftlicher Tätigkeit\nonline via Zoom durch. \nHIER finden Sie weitere Informationen zum Anliegen\, zum Programm sowie die Abstracts zu den Vorträgen und die CV der Beteiligten.\n\nDen Zoom-Link finden Sie hier.\n\nTelefoneinwahl z.B. via +496938079884:\nMeeting-ID: 818 2532 1287\nKenncode: 951254\nSchnelleinwahl:\n+496938079884\,\,81825321287#\,\,\,\,*951254# Deutschland\n+496950500951\,\,81825321287#\,\,\,\,*951254# Deutschland\n\n\nDiese Tagung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung / Gesellschaftsanalyse und politische Bildung Berlin finanziell gefördert.
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2021
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihren traditionellen öffentlichen Leibniz-Tag in diesem Jahr in etwas abweichender Form am 25. November 2021 in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr in Berlin durch. \nWeitere Details sowie den konkrete Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte diesem Flyer. \nLebenslauf von Prof. Dr. phil. Dr. jur. Hansjürgen Garstka \nAbstract des Festvortrags
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SUMMARY:AK Europa: erste Sitzung (offene Debatte)
DESCRIPTION:Ausgangspunkt für die Gründung eines multidisziplinär ausgerichteten Arbeitskreises „Europa – Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ im Juli  2021 stellt die neue Bedeutung dar\, die die Denktradition um die Sprachfigur „Europa“ als Begriff\, Metapher\, Projekt unter den Bedingungen heutiger Globalisierungsprozesse nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus gewinnt. Solche Bedingungen sind auch Ausdruck eines gewandelten Verhältnisses zwischen West-\, Mittel- und Osteuropa sowie von Gesamteuropa zur übrigen Welt. Einen ersten Arbeitsschwerpunkt bildet deshalb die Geschichte der verschiedenen Europa-Vorstellungen. Herauszuarbeiten sind die unterschiedlichen disziplinären Annäherungen an die Erfindungsgeschichte des Phänomens „Europa“\, die von den antiken und neuzeitlichen Gegensatzfeldern von Okzident und Orient bis in die modernen Konflikte zwischen Westen und Osten sowie zwischen Norden und Süden reicht. \nEinen zweiten Arbeitsschwerpunkt stellt die historisch entstandene Perspektivenvielfalt dar\, die mit der Europäisierung von Kontinent- und Weltgeschichte durch die Ideologen einer kapitalistischen Moderne Westeuropas begann und in postkoloniale Forderungen nichteuropäischer DenkerInnen nach „Provinzialisierung“ (Dispesh Chakrabarty) Europas mündet. Dabei geht es sowohl um eine ausgewogene\, wissenschaftlich begründete Betrachtung des Beitrags Europas zur Weltkultur als auch um eine sachgerechte\, konsequente Kritik des Europazentrismus. Gleichzeitig ist „Europa“ seit  der Aufklärung auch als Ort einer kritischen Denktradition der Selbstermächtigung zu untersuchen\, die auf jene universal gültige Motivation zielte\, dass menschliches Handeln die Welt grundlegend verändern kann. \nEin dritter Arbeitsschwerpunkt widmet sich dem gegenläufigen Wirken der Vorstellungen von West-Mittel- und Osteuropa. Sie erklären sich zum einen aus Ganzheitskonzepten des Nationalen und Universalen. Zum anderen sind sie als regional oder lokal begründete und in der tatsächlichen kleinräumigen Verfasstheit Gesamteuropas wurzelnde Gegenvisionen zu erschließen\, mit denen westliche Nachahmungsmodelle durch die Verteidigung partikularer nationaler Souveränitäten abgewehrt oder umgebildet wurden und werden. \nDa die ökonomische\, politische und kulturelle Topographie um „Europa“ nicht eindeutig einer einzigen Wissenschaft zuzuordnen ist\, laden wir alle Interessierten in- und außerhalb der Leibniz-Sozietät herzlich zu einer offenen Debatte über die jeweils unterschiedliche\, methodische und begriffsgeschichtliche Herangehensweise der einzelnen Disziplinen an die Thematik des Arbeitskreises ein. \nDie Veranstaltung findet online statt\nDie Internetadresse lautet: https://meet.jit.si/StiftungLS.  \nWenn Ihr diese Adresse kopiert und über einen Internetbrowser eingebt\, erhaltet  Ihr unmittelbaren Zugang zu diesem digitalen Konferenzraum. Ihr seht Euch dann schon auf Euerm Bildschirm. Für die Sitzung schalten sich dann alle hinzu. Als technische Voraussetzung  müsst Ihr über einen Computer/Laptop mit Mikrofon und Kamera verfügen; es genügt auch ein entsprechendes Tablet oder ein Smartphone. (Hinweise zum zu nutzenden „Konferenzraum“ findet Ihr unter >> https://www.appsdirectory.de/herunterladen/jitsi-meet/ <<. \nProf. Dr. Monika Walter\nProf. Dr. Dieter Segert\nProf. Dr. Dorothee Röseberg\nProf. Dr. Wolfgang Küttler\nProf. Dr. Andrea Komlosy\nProf. Dr. Angela Richter
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse: Streitfall Ostdeutschland
DESCRIPTION:„Streitfall Ostdeutschland – Grenzen einer Transformationserzählung“ \nWorkshop des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften \nIn Kooperation mit der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung und dem Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und nachhaltiger Konsum der TU Berlin \nZeit: Freitag\, 12. November 2021 von 13.00 bis 17.30 Uhr \nOrt: TU Berlin\, Straße des 17. Juni\, Hauptgebäude\, 2.OG\, Raum H2036 \nIm Anschluss an die jüngst erschienene Publikation „Streitfall Ostdeutschland – Grenzen einer Transformationserzählung“ (trafo Wissenschaftsverlag\, Berlin 2021) soll der Workshop Gelegenheit bieten\, den offenen und kritischen Dialog zu suchen zwischen den verschiedenen Disziplinen und unterschiedlichen Generationen\, die sich mit den Umbrüchen oder auch Transformationen in Ostdeutschland auseinandersetzen. Einschlägige Publikationen dazu werfen seit wenigen Jahren eine Reihe von neuen Fragen auf\, bringen neue Perspektiven und Interpretationen ins Spiel; auszumachen ist eine Verschiebung der Diskurse. Während einerseits eine Transformationsmetaphorik zunehmend alle gesellschaftlichen Bereiche kontaminiert\, zeichnen sich sehr offene und ernsthafte Debatten ab\, mit denen bisherige Analysen und mögliche wissenschaftliche Konsequenzen auf den Prüfstand gestellt werden. Unterhalb einer Allerweltsmetaphorik „geht es um was“. Angesichts drängender Zukunftsfragen wird zum Teil in überzeugender Weise wissenschaftliche Verantwortung angemahnt\, die zur Beantwortung solcher Fragen ausdrücklich auch Geschichte und Vorgeschichte der bisherigen postsozialistischen Transformation in den Blick nehmen will. Denn hier dominierende Einseitigkeiten und Auslassungen ignorieren solche Zukunftsfragen wie sie hinreichende Antworten blockieren. Darum soll offen und konstruktiv in zwei thematischen Schwerpunkten gestritten werden \nEin erster Schwerpunkt widmet sich den Auslassungen\, den Einseitigkeiten und Fehlinterpretationen vor allem der ostdeutschen Transformations- und Übergangsgeschichte. Interpretationen sind zu hinterfragen\, analytische Leerstellen aufzudecken. Es geht um die Gründe wie die Konsequenzen leitender Interpretationen. \nEin zweiter Schwerpunkt wird konzeptionelle Ansätze\, Erfahrungen und Praktiken aus der postsozialistischen Übergangsgesellschaft (wie auch deren Vorgeschichte) nach ihrer Gestaltungsrelevanz für Zukunftsherausforderungen in verschiedenen Feldern befragen. \nxxx \nEs gelten die 3-G-Regeln. Die begrenzte Platzkapazität macht eine Anmeldung erforderlich. (Tel.: 0171 2788496 / Mail: Thomas.Micha@t-online.de).  \nEine Versorgung mit Speisen und Getränken ist nicht vorgesehen. \nAblauf und thematische Inputs \n  \n13.00 bis 13.20 \nDer Fall – Streit und Dialog: Eine Einführung (Michael Thomas) \n  \n13.20 bis 15.10: Erster thematischer Schwerpunkt  \nEinsteuerung und Moderation (Ulrich Busch): \nThematische Inputs (ca. 12 Minuten jeweils) \n„Wandel der Diskurse über 30 Jahre – Inhalte und Kohorten” (Thomas Ahbe) \n„Zeitgeschichtliche Verantwortung – Wandel der Transformation” (Clemens Villinger) \n„Transformation und Kommission – kritische Einblicke” (Judith Enders) \n„Strategien erinnerungskultureller Marginalisierung und Tabuisierung“ (Yana Milev) \nDiskussion  \nPAUSE \n  \n15.40 bis 17.30: Zweiter thematischer Schwerpunkt \nEinsteuerung und Moderation (Dieter Segert) \nThematische Inputs (ca. 12 Minuten jeweils) \n„‚Gelenkte Marktwirtschaft‘ – Erfahrungen aus dem Realsozialismus und China“ (Rainer Land) \n„Postwachstum und sozialistische Mangelwirtschaft – eine konzept. Debatte“ (Gerrit v. Jorck) \n„Postwachstum – vernachlässigte Erfahrungen und Praktiken Ost“ (Lilian Pungas) \n„Anregungen für Zukunftsgestaltung – ex oriente lux?“ (Ulrich Brand) \nDiskussion   \n 
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SUMMARY:Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung am 11. November 2021 in der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr online durch zum Thema \nFuzzy Logic – neue methodische und sachliche Ansätze für die Analyse von Musik und anderen Künsten\nVortragender:   Prof. Dr. Hanns-Werner Heister (MLS) \n  \nAbstract: \n\nUm 1965 entwickelte Lotfi A. Zadeh die Fuzzy Logic im Kontext der Elektrotechnik als „Fuzzy-Set-Theorie“\, als Theorie der unscharfen Mengen. Neben Mengenlehre gingen vor allem Modallogik und mehrwertige Logiken\, Wahrscheinlichkeitstheorie und Informatik in das Konzept ein. Zadeh hatte von vorneherein eine interdisziplinäre Orientierung und sah Anwendungsmöglichkeiten nicht zuletzt in Kultur- und Geisteswissenschaften sowie Kunst. \n\n\nFuzzy Logic ist eine Logik des Nicht-Identität. Die zentrale Kategorie ist ‚Unschärfe‘. Sie wird gemäß einem ingenieursmäßigen Denken\, das Affinitäten zur Kunstproduktion hat\, real und materiell als unvermeidbar hingenommen\, ist aber methodisch-wissenschaftlich eingrenzbar und kann infinitesimal in Richtung Schärfe transformiert werden. Kunstspezifisch gibt es vier Hauptprinzipien (mit fünf Phänotypen) der Fuzzy Logic: Ähnlichkeit\, Schärfung 1. als Filterung und Schärfung 2. als Kristallisation\, Verwischung\, Variation. Ein neues\, kunstadäquates Konzept ist die Dialektik zwischen Schärfung und – bewusster – „Unschärfe“ durch die Verwischung. \n\n\nDiese Prinzipien und ihre oft enkaptischen Verflechtungen machen sich in allen Phasen des Kunstprozesses zwischen Einfall und Wirkung geltend. In allen Musikarten\, Klassik\, Jazz\, Pop\, Folklore durchläuft das ‚Werk‘ als dinghaft und zugleich prozesshaft drei Hauptphasen Produktion\, Reproduktion und Rezeption. Sie lassen sich differenzieren in dreizehn ‚Existenzformen‘ des Kunstwerks\, d.h. Verwandlungen des musikalischen Kunstwerks im Musikprozess. Das Werk erweist sich als ‚prozessierende Identität‘. \n\n\nDas gilt mutatis mutandis für alle Kunstwerke. Ich dekliniere sie hier im wesentlichen nur am Beispiel Musik durch. \n\nIch entwickle einige Aspekte der dialektischen Erscheinungen im Rahmen der Fuzzy Logic auch in historischer Dimension\, einschließlich der potentiellen Postulierung eines ‚Musical Turns‘ in den Wissenschaften und Überlegungen zu einer ‘Philosophie der Fuzzy Logic’. Das produktionsorientierte Denken der Fuzzy Logic kann sollte zu neuen Sichtweisen auf die Musik führen – und ebenso auf andere Künste. \nVita: \n\nHanns-Werner Heister\, *1946 in Plochingen am Neckar\, Prof. Dr. phil. habil. i.R.\, verheiratet\, fünf Kinder\, studierte Musikwissenschaft\, Germanistik und Indogermanistik/Linguistik in Tübingen\, Frankfurt a. M. und Berlin (Technische Universität)\, 1977 Promotion (bei Carl Dahlhaus)\, 1993 Habilitation an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. 1971-1992 freiberufliche Tätigkeit bei verschiedenen bundesdeutschen Rundfunkanstalten\, Zeitungen und Zeitschriften. 1992-1998 Professor für Musikkommunikation und Musikgeschichte an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ Dresden\, 1998-2011 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. \n\n\nForschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen zu: Methodologie der Musikwissenschaft; Ästhetik\, Soziologie\, Anthropologie und Geschichte der Musik; politische\, populäre und Neue Musik\, Musik im Nazismus\, im Widerstand und im Exil; Musiktheaterästhetik und -geschichte; Medien und Institutionen der Musikkultur; Musik und: Bildende Kunst\, Literatur\, Tanzkunst\, Film\, Fernsehen\, Psychoanalyse\, Mathematik\, Kybernetik\, Fuzzy Logic\, Spiel\, Gartenkunst; Stadt- und Gartenkultur. \n\n\nUnter Anderem: Das Konzert. Theorie einer Kulturform (1983)\, Jazz (1983); Vom allgemeingültigen Neuen. Analysen engagierter Musik (2006); Hintergrund Klangkunst. Ein Beitrag zur akustischen Ökologie (2010); Music and Fuzzy Logic. The Dialectics of Ideas and Realizations in the Artwork Process (Studies in Fuzziness and Soft Computing\, ed. J. Kaprzyk\, Vol. 406) (2021); In Vorbereitung: Musik und Fuzzy Logic. Die Dialektik von Idee und Realisierung im Werkprozess\, erscheint Ende 2021; Tasten\, Telegraphie\, Telephonie. Musikalische Modelle und technisch-industrielle Medien\, erscheint 2022; Autowrack\, Pädagogik und Psalterium. Ungewöhnliche Musikinstrumente im Werk Hans Werner Henzes\, erscheint 2022. \n\n\nWeiteres unter www.Hanns-Werner-Heister.de. \n\n 
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