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SUMMARY:Veranstaltung des Arbeitskreises Europa
DESCRIPTION:EINLADUNG\nzum Vortrag von Prof. em. Casasus (Universität Fribourg/Schweiz) zum Thema\n„Die Europäische Union – Das Spannungsfeld Erweiterung – Vertiefung“\nDer Vortrag findet auf Einladung des Arbeitskreises „Europa“ der Leibniz Sozietät am 16. Oktober 2023\, 14 Uhr s.t. im Sitzungsraum der GEFEG mbH\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin statt. \nTeilnahme über Zoom ist ebenfalls möglich. \nInteressierte sind herzlich eingeladen! \nWir ersuchen darum\, dass sich Interessierte bei dem amtierenden Sprecher des Arbeitskreises\, Univ.-Prof. i.R. Dieter Segert per E-Mail anmelden: dieter.segert@univie.ac.at \nAbstract\nSowohl in historischer als auch in politischer Perspektive stand das Spannungsfeld zwischen der Erweiterung und Vertiefung der EG bzw. der EU seit Beginn im Mittelpunkt des europäischen Integrationsprozesses. Selbst vor der Unterzeichnung des EGKS-Vertrages am 18. April 1951 waren sich die Akteure über die Auslegung des Kompetenzfeldes und die Zahl der Mitgliedsländer uneinig. Was zuerst zu sechst begann\, und nun siebenundzwanzig Länder umfasst\, ist als steiniger Weg zu betrachten\, wo sich stets Verfechter einer zügigen Erweiterung gegenüber Befürwortern von neuen institutionellen Rahmenbedingungen gegenüberstanden. Während die Ersten sich meistens durchgesetzt haben\, beklagen die Zweitgenannten einen größer gewordenen Reformstau\, der sich letztendlich für das politische Handeln der Europäischen Union negativ bemerkbar macht. Eine Vielzahl von Staaten mit widersprüchlichen\, meist nationalen Interessen erschwert zunehmend die Entscheidungsfindung einer Union\, die jetzt vor jeder zusätzlichen Erweiterung ein neues Regelwerk verdient\, um sich rechtzeitig vor misslungenen und daher kontraproduktiven Lösungsansätzen zu schützen.  Deswegen sollte man möglicherweise auf alte\, dennoch noch nicht in die Tat umgesetzte Vorschläge am Beispiel des im Jahre 1994 von Karl Lamers und Wolfgang Schäuble ausgearbeiteten „harten Kerns Europas“ zurückgreifen\, die Kopenhagener Kriterien von 1993 besser respektieren oder neue Verfassungsmodelle entwickeln\, die im Vorfeld jeder neuen (Südost)Erweiterung eine Verabschiedung von konsensfähigen Grund- und Spielregeln voraussetzen. Damit wird klar\, dass der Dauerbrenner der Dialektik zwischen Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Union noch lange nicht erloschen ist. \n Lebenslauf des Vortragenden\nGilbert Casasus\, schweizerisch-französischer Doppelbürger\, geboren in Lyon am 09. Oktober 1956 ist emeritierter Professor der zweisprachigen Universität Freiburg/Fribourg in der Schweiz. Zwischen 2008 und 2022 leitete er den dortigen Fachbereich „Europastudien“ und war zuständig für diesen nicht nur in der Schweiz einzigartigen bilingualen Masterstudiengang. \nDiplompolitologe des Institut d‘Études Politiques de Lyon im Jahre 1978 setzte er sein Studium am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München fort\, wo er 1985 unter der Aufsicht des Professors Kurt Sontheimer (†) seinen Doktortitel erlangte. Thema seiner Dissertation war ein deutsch-französischer kommunalpolitischer Vergleich. \nEr setzte sich sowohl gesellschaftspolitisch als auch beruflich für die Pflege der deutsch-französischen Beziehungen ein und arbeitete von 1986 bis 1989 als stellv. Presse- und Informationsreferent des Deutsch- französischen Jugendwerkes in Paris. Er erlebte die bewegende Zeit der deutschen Einheit als Kulturreferent am Institut Français in Hannover\, welches er im Jahre 1992 verließ. \nIm Jahre 1993 begann er eine neue Karriere als Universitätsdozent und gehörte zu den wenigen Europäern bzw. Franzosen\, die in den neuen Ländern eine Lehrtätigkeit aufnahmen. Demzufolge arbeitete er zwischen 1993 und 1996 als Lektor bzw. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Danach wurde er zwischenzeitlich zum Lehrbeauftragten des Europainstitutes der Universität Genf nominiert und erhielt während zwei Semestern (1998-99) eine Stelle als Gastdozent an der Bauhaus-Universität in Weimar. \nSeit den frühen 90er-Jahren galt sein wissenschaftliches und politisches Interesse dem deutschen Einheitsprozess\, der ihn u.a. in Zusammenarbeit mit seinen beiden Kolleginnen Sylvie Lemasson und Sophie Lorrain zur Veröffentlichung des ersten den fünf neuen Ländern gewidmeten Buches in französischer Sprache ermunterte\, welches im Jahre 1995 vom „autrement Verlag“ publiziert wurde. Im Jahre 2004 folgte ein weiteres Werk\, welches gleichzeitig mit seiner deutschen Kollegin\, Prof. Dr. Dorothee Röseberg\, unter dem Titel „Frankreich und die Neuen Länder“ vom Stauffenburg Verlag herausgegeben wurde. Zwischenzeitlich erhielt Gilbert Casasus ein Forschungsstipendium des schweizerischen Nationalfonds\, das ihm bei der Veröffentlichung seines Buches zur „Nouvelle Droite allemande“ (Neuen deutschen Rechten) verhalf. \nVon 2002 bis 2008 arbeitete Gilbert Casasus als Dozent beim damals neu gegründeten „Deutsch-französischen Studiengang von Sciences PO Paris“ in Nancy. Alle seine Kurse fanden in deutscher Sprache statt und befassten sich meistens mit den Themen der Tagespolitik in der Bundesrepublik Deutschland\, in Österreich und in der Schweiz. Gleichzeitig bekam er einige Lehraufträge an den Instituten für Politikwissenschaft in Grenoble\, in Lyon sowie an den Universitäten Straßburg\, Halle oder auch Minsk. \nAls Professor der Philosophischen Fakultät der Schweizer Universität Freiburg legte er seine Schwerpunkte auf die Geschichte der europäischen Integration\, die ohnehin schwierige und konfliktreiche schweizerische Europapolitik sowie auf die Relevanz und Grenzen der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Hinblick auf die Nachbarstaaten und übrigen EU-Mitglieder oder Nicht-Mitglieder der Europäischen Union. \nGilbert Casasus war/ist Gast zahlreicher Kolloquien\, tritt regelmäßig aufgrund seiner Zweisprachigkeit in den schweizerischen bzw. auch ausländischen Medien auf\, arbeitet oft eng mit der in Lausanne ansässigen Stiftung Jean Monnet zusammen und ist Vorstandsmitglied der „Schweizerischen Gesellschaft für Aussenpolitik“ (SGA/ASPE). Träger des Verdienstordens Frankreichs (Ordre du Mérite) und des Ordens des „italienischen Sterns“ (Ordina della Stella d’Italia) gilt er zugleich als ausgewiesener Kenner Europas und als kritischer Geist sowie bezeichnet sich selbst als „skeptischer Realist“. \n\n 
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SUMMARY:Plenum Oktober
DESCRIPTION:Michael Köhler (MLS) \nEntropiewende – Nachhaltigkeit durch Veränderung\n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66306454513?pwd=MDFUNWc5MVpWOG1ONmpJUURLOXI3QT09\nMeeting ID: 663 0645 4513 \n  \nAbstract:\nWährend die Energiewende in vollem Gange ist und der sparsame und nachhaltige Umgang mit Ressourcen immer nachdrücklicher gefordert wird\, lohnt es sich\, die Notwendigkeit von Veränderungen vor dem Hintergrund des Begriffs der „Entropie“ zu beleuchten. Die Betrachtung der Entropie knüpft dabei an die thermodynamische Blickweise – u.a. von Werner Ebeling und Rainer Feistel – an\, die Maschinen genauso wie Lebewesen\, Ökosysteme und Gesellschaften als Entropie-exportierende Systeme beschreibt. Die globalen Herausforderungen können nicht durch Verzicht auf Entropieproduktion gelöst werden\, sondern verlangen nach einem nachhaltigen Entropie-Management. Die notwendige Umstellung der Energiewirtschaft auf nachhaltige Energieträger und die Reorganisation der Stoffwirtschaft mit vollständiger Ankopplung an natürliche Stoffkreisläufe erweisen sich als die zwei Seiten derselben Medaille. Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik zwingt uns Energie und Material zu verbrauchen und lehrt\, dass es kein Zurück zu einem Idealzustand gibt und permanente Veränderung fundamentales Merkmal allen Lebens ist. Angesichts dieser Tatsache muss die Menschheit nicht nur lernen\, die Erde zu schonen\, sondern auch Toleranz gegenüber einer sich verändernden Umwelt zu entwickeln und Mut zur aktiven Veränderung zu schöpfen. \nVita:\nProf. Dr. Michael Köhler (geb. 1956) studierte Chemie in Halle/S. und Jena\, promovierte 1986 und wurde 1992 an der Universität Jena für Allgemeine und Physikalische Chemie habilitiert. Nach einem Forschungsaufenthalt am MPI für Ernährungsphysiologie in Dortmund und Lehrtätigkeit in Wuppertal übernahm er die Abteilung Mikrolithografie\, später die Abteilung Biotechnische Mikrosysteme am IPHT Jena und leitete u.a. Projekte zur Entwicklung von Mikrothermocyclern\, Mikrotiterplatten und Mikrokalorimetern. 2001 wechselte er auf den Lehrstuhl für Physikalische Chemie und Mikroreaktionstechnik an der TU Ilmenau. Zum Forschungsgebiet gehören die Entwicklung von Mikroreaktoren und von mikroreaktionstechnischen Anordnungen\, vor allem für mikrobiologische Screenings und für die Synthese und Anwendung von Mikro- und Nanopartikeln. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Originalarbeiten und Patenten erschienen Bücher\, u.a. zur Mikrosystemtechnik\, zur Nanotechnologie und zur Sensorik. Seit 2003 ist Michael Köhler Mitglied der Leibniz-Sozietät. \n  \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. Oktober 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61025984530?pwd=MHZXU2dGeERGN3ljcTd5NlYybDI4Zz09\nMeeting ID: 610 2598 4530 \nVortrag: \nRainer Schimming (MLS) \nRaum und Zeit – alltäglich und doch rätselhaft \nAbstract: \nAusnahmslos alle realen Gegenstände\, auch wir Menschen\, befinden sich im Raum und unterliegen dem Fluss der Zeit. Die beiden Entitäten sind alltäglich\, und doch hat man sich seit jeher gedanklich an ihnen abgearbeitet. Eine gewisse Klarstellung bringen die Begriffe natürlicher Raum & natürliche Zeit. Zuvörderst zuständig ist die Physik. Mathematik ist ein Dienstleister\, stellt Modelle von Raum & Zeit zur Verfügung. Humanwissenschaften befassen sich damit\, wie der natürliche Raum und die natürliche Zeit beim Menschen individuell oder kollektiv ankommen. Der Seinsstatus von Raum & Zeit ist Sache der Philosophie; dort gehen die Meinungen stark auseinander. Der Vortrag präsentiert eine Begriffsgeschichte von Raum & Zeit im Schnelldurchlauf. Bei allen Fortschritten sind doch Rätsel übriggeblieben\, auf die ebenfalls eingegangen wird. Das Nachdenken über Raum & Zeit ist durchaus nicht abgeschlossen. \nVita: \nRainer Schimming studierte ab 1964 Mathematik an der Universität Leipzig und schloss 1971 mit der Promotion ab. Die Dissertation behandelt ein Thema der Allgemeinen Relativitätstheorie. Das trifft auch auf die 1979 fertiggestellte Habilitationsschrift zu. Im Jahr 1981 wurde Rainer Schimming als Dozent mit Lehrauftrag für Analysis an die Universität Greifswald berufen. Post-Doc-Aufenthalte führten ihn 1975/76 an die Universität Kiew und 1986 an das Einstein-Laboratorium der Akademie der Wissenschaften in Potsdam-Babelsberg. Seit 1996 ist er Professor in Greifswald. Etwa 100 Artikel mit mathematischen Forschungsergebnissen liegen vor. Im Ruhestand\, seit 2009\, hat sich Rainer Schimmingzunehmend seinen philosophischen Interessen zugewandt. Unter anderem hat er mehrere Semester lang Philosophie-Vorlesungen an der Universität Potsdam gehalten.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Ruth Edith Hagengruber (MLS) \nDu Châtelet und Kant: Die Kopernikanische Wende  \n9.00 bis 11.00 Uhr \nOrt: ZOOM-Meeting \nAbstract \nHeute ist die Philosophie Emilie Du Châtelets (1706-1749) praktisch unbekannt. Allerdings war sie zu Lebzeiten eine Berühmtheit\, ihr Hauptwerk\, die Naturlehre (Institutions physiques 1742) wurde ins Italienische und Deutsche übersetzt und in Europa gelesen und kommentiert.\nIn Deutschland erfreute sie sich einer intensiven Rezeption. Wolff korrespondierte mit ihr\, die Gottschedin übersetzte sie\, bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte ihre Naturlehre zu den „must reads“ und Jakob Brucker zählte sie zu den wichtigsten Autor:innen der Epoche. Der junge Kant beschäftigte sich bereits in seiner ersten Publikation Über die lebendigen Kräfte (1747) mit dieser Ausnahmedenkerin. Der Vortrag stellt zwei Argumente vor\, die in Du Châtelet und Kant von elementarer Bedeutung sind\, die Konstitution der Wirklichkeit in der Anschauungsform des Raumes und die „Kopernikanische Wende“. \nCV\nSeit 2005 ist Ruth Edith Hagengruber als Professorin für Praktische Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie der Information und der Wirtschaftsphilosophie an der Universität Paderborn tätig. Sie leitet das Center for the History of Women Philosophers and Scientists und fungiert als Chefredakteurin der deutschen Springer-Reihe Frauen in Philosophie und Wissenschaft sowie als Mitherausgeberin der internationalen Springer-Reihe Women in the History of Philosophy and Science. Seit 2019 ist sie Vizepräsidentin des Deutschen Akademikerinnenverbandes und seit 2021 Sekretärin der International Association of Women Philosophers. Sie ist Chefeditorin der Reihe: Women Philosophers Cultural Heritage bei De Gruyter und gilt als Expertin für Émilie du Châtelet und publizierte 2011\, 2019 und 2022 umfassende Sammlungen zur Philosophie Emilie Du Châtelets.
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 22. 9. 2023 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nNachdem am 9. Juni in einer Auftaktdiskussion zu dieser thematischen Reihe am 9. Juni das Buch von Nancy Fraser „Der Allesfresser“ vorgestellt und diskutiert wurde\, steht nunmehr das folgende Buch im Mittelpunkt: \nAndrea Komlosy: Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft\, Wien 2022 \nDer sehr zugespitzte\, prononcierte Text von Nancy Fraser erwies sich durchaus als geeignet\, um Konturen kritischer Zeitdiagnosen abzustecken und so das Themenfeld aufzumachen. Die Ausarbeitungen der Wiener Wirtschafts- und Sozialhistorikerin Andrea Komlosy (MLS) nehmen den zeitdiagnostischen Anspruch in einer sehr umfassenden Art und Weise an. Neben dem Vergleich zu früheren Wendezeiten führen sie in verschiedene Facetten des sich herausbildenden kybernetischen Zeitalters (kybernetischen Kapitalismus). Das erfolgt so komplex wie detailliert\, stellt Bezüge zu unterschiedlichen Disziplinen und Diskursen her\, die dem Zeitgeist „auf der Spur“ sind. \nZugleich bietet die Autorin einen interessanten konzeptionellen Rahmen historischer Entwicklung (untersucht nach Konjunktur-\, Hegemonial- und Evolutionszyklen)\, der schließlich auf die Zeitenwende – Corona-Moment – geführt wird. Was bedeutet dieser „transformatorische Katalysator“\, was bewirken die eingeleiteten Maßnahmen sowie weiteren strukturellen Änderungen für die identifizierten Zyklen? Corona\, Big Data und Ukraine Krieg markieren auf jeden Fall aktuelle Herausforderungen. Zeichnet sich ein neuer Wachstumszyklus ab\, oder eine Blockade? Ist die Krise eine Chance?  Wenn ja: für wen? \nDies sind einige der transformationsspezifischen Fragen\, die Andrea Komlosy mit ihrer historisch profunden Darstellung aufgreift. Fragen wie ihre herausfordernde Herangehensweise sind auch Gründe\, weshalb mit dieser Diskussion im Arbeitskreis die im Plenum der Sozietät geführte fortgesetzt und spezifiziert werden soll. \nProf. Dr. Dieter Segert (MLS) wird zu Schwerpunkten des Buches und in die Diskussion einführen. Weitere Hinweise und Texte bzw. Textauszüge werden vorab verschickt. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Sitzung des AK Europa: "Die Instabilität des post-sowjetischen Raums als europäisches Problem".
DESCRIPTION:Am 18.9. findet um 14 Uhr die nächste Sitzung des AK “Europa” statt. Das Thema lautet: “Die Instabilität des post-sowjetischen Raums als europäisches Problem”. \nProf. Dr. Dieter Segert (MLS) wird dazu einen Vortrag halten\, der auf seiner Publikation in der Zeitschrift “International” beruht. Darüber hinaus wird sich die Diskussion mit der Thematik einer Überwindung des Eurozentrismus beschäftigen. Schließlich wollen wir uns über die weitere Entwicklung der Tätigkeit unseres AK verständigen. \nTermin und Ort: 18. September\, 14 Uhr\, im Sitzungsraum der GEFEG (Storkower Str. 207\, S-Bahn Storkower Straße). Man bekommt Zutritt zum Raum\, indem man unten bei der Fa. GEFEG klingelt und in den 9. Stock fährt – dort an der Eingangstür noch einmal klingeln. \nAnmeldungen und Kontakt: Dieter Segert <dieter.segert@univie.ac.at>
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SUMMARY:VERSCHOBEN: Ehrenkolloquium zum 90. Geburtstag von Herbert Hörz „Zeit als Existenzform der Materie“
DESCRIPTION:Ehrenkolloquium \n zum 90. Geburtstag des Ehrenpräsidenten\nder Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin  \nProf. Dr. phil. habil. Dr. h.c. Herbert Hörz \nThema: „Zeit als Existenzform der Materie“ \nDas Ehrenkolloquium für Herbert Hörz muss aufgrund des Gesundheitszustands des Jubilars auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Nähere Informationen finden Sie zu gegebener Zeit auf unserer Homepage.
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2023
DESCRIPTION:Leibniz-Tag 2023 \n10.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nProgramm\nFranz Schubert – Streichquartett Es-Dur\, Nr. 10\nDarius-Quartett\nBegrüßung\nNekrologe\nBericht der Präsidentin\nProf. Dr. phil. habil. Gerda Haßler\nUrkundenübergabe für 50jährige Mitgliedschaft\nUrkundenübergabe und Vorstellung der neuen\nMitglieder\nEinführung neuer Präsidiumsmitglieder\nMittagspause\n12.30 Uhr – 14.00 Uhr\nVerleihung der Leibniz-Medaille\nVerleihung der Jablonski-Medaillen\nFestvortrag\nVon der „Zeitenwende“ zum Epochenbruch –\nHerausforderungen für die ökonomische\nWissenschaft\nProf. Dr. rer. oec. Christa Luft\nMitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\nzu Berlin\nUmtrunk \nFlyer zum Leibniz-Tag \nDie Veranstaltung wird per Zoom übertragen.\n 
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SUMMARY:Zoom-Konferenz Arbeitskreis Mentale Repräsentationen
DESCRIPTION:Nächste Sitzung des Arbeitskreises „Mentale Repräsentationen“ \nam 15. Juni 2023\, um 10-12 Uhr (Zoom-Sitzung) \nReferent:     Wilfried Baumgarten (MLS) \nThema:       Neologismen und Bewusstseinsprägung \nBeitrittslink: \nhttps://us02web.zoom.us/j/85217707877?pwd=S3NwQVRiMVBLSFgxaXJNbEFCczQ1QT09 \n\nJuni 2023\, 10:00 Uhr MESZ\n\nZusammenfassung \nNeologismen scheinen die Eigenschaft einer größeren Nähe zwischen Worthülle und Begriff zu haben als die übrigen Elemente des Wortschatzes einer Sprache\, denn sie entstehen in einem konkreten Kontext und aus einem konkreten Bedarf heraus\, ihre „ursprüngliche“ Bedeutung ist mehr oder weniger evident. Erst mit zunehmender Frequenz ergibt sich eine wachsende Diversifizierung der mental repräsentierten Inhalte des Begriffs\, bedingt u.a. durch individuellen\, vielfachen Einflüssen unterliegenden Sprachgebrauch\, durch Gruppenbildung\, sowie durch die zunehmende Entfernung des Begriffs von seinem etymologischen Ursprung auf der Zeitachse. Vitale größere Sprachgemeinschaften wirken wie ein „Filter“\, welcher der wachsenden Bedeutungsdiversifizierung entgegenwirkt. \nIn diesem Kontext stehen bedrohte Sprache im Revitalisierungsprozess vor besonderen Herausforderungen\, weil sie\, historisch bedingt\, einen außerordentlich hohen Bedarf an Neologismen haben. Diese werden häufig durch Institutionen\, welche den Revitalisierungsprozess begleiten\, auch ohne konkreten Anlass oder Bedarf\, künstlich geschaffen. Der Einfluss dieser Institutionen auf die Wahl von Worten und Wortschatzelementen bei der Schaffung von Neologismen ist beträchtlich. Damit besteht auch die Gefahr einer bewussten oder unbewussten mentalen Manipulation im Prozess der Begriffsbildung. Selbst bedenkliche Fehlleistungen sind zu beobachten. Im Vortrag soll dieses Problem anhand zahlreicher Fallbeispiele\, darunter auch historischer\, näher beleuchtet werden. Neologismen aus dem Bereich des wissenschaftlich-technischen Fachwortschatzes\, für die einige Besonderheiten gelten\, werden dabei bewusst ausgeklammert. \n  \nCV \nWilfried Baumgarten\, geb. 1950\, Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin seit 2016\, erwarb 1975 das Sprachmittler-Diplom für Englisch und Arabisch an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Während seiner 15jährigen Praxis als Sprachmittler studierte er Ökonomie und spezialisierte sich auf die Agrargeschichte Israels. 1986 wurde er zum Dr. oec. promoviert und unterrichtete danach u.a. die Fächer Politische Ökonomie und Wirtschaft der Länder des Nahen Ostens in arabischer Sprache. Seit 2006 lehrte er Arabisch und Hebräisch in München. 2008 begann er\, sich intensiv mit polynesischen und weiteren Sprachen zu befassen. Aloha kākou! (Gilching 2013)\, Arabisch im Geschäftskontakt (Hamburg 2015)\, Faʻaitoito! (Grafenau 2016\, mit Hereiti Arapari)\, Wörterbuch Hawaiianisch-Deutsch (3.\, überarbeitete und erweiterte Auflage Grafenau 2022)\, Elativformen semantisch betrachtet (Leibniz Online 2018) sind einige seiner Publikationen. Gegenwärtig konzentriert er sich auf hawaiianische Lexikographie und auf semantische Implikationen grammatischer Formen und Strukturen. Einen jüngeren Zweig seiner Studien bilden die nordischen Sprachen mit den Schwerpunkten Norwegisch und Alt-Isländisch. Er ist Mitglied im Arbeitskreis Mentale Repräsentationen der Leibniz-Sozietät\, im Redaktionskollegium der Leibniz-Sozietät\, sowie in der Viking Society for Northern Research. \n 
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SUMMARY:Biesdorfer Begegnung mit der Bildhauerin Christiane Rößler und ihren Köpfen
DESCRIPTION:Freunde Schloss Biesdorf e.V.  \n BIESDORFER BEGEGNUNG \nmit der Bildhauerin Christiane Rößler und ihren KÖPFEN \nDie Bildhauerin Christiane Rößler hat seit 1999 mehr als 20 Bronze-Porträts von Persönlichkeiten gestaltet. In ihrem 2023 erschienen Doppelband „KÖPFE“ hat sie deren Entstehung beschrieben. Sie stellt die Büsten der Ärzte Moritz Mebel (Nierentransplanteur) und Stephan Tanneberger (Krebsforscher) sowie des Schriftstellers Hermann Kant und der Schauspielerin Inge Keller vor. Dabei schildert sie den Werdegang ihrer bildnerischen Arbeit sowie ihre persönlichen Begegnungen und Gespräche mit diesen Persönlichkeiten. \nZu den von ihr Aufgesuchten zählen Peter Hacks\, Hermann Klenner\, Gisela Steineckert\, Volker Braun\, Gisela May\, Emöke Pöstenyi und Wolfgang Kohlhaase. \nModeration:  \nProf. Dr. Gerhard Banse\, Altpräsident der Leibniz-Sozietät \nMittwoch\, 14. Juni 2023\, um 17.30 Uhr im Schloss Biesdorf \nEinlass ab 17.00 Uhr                      Unkostenbeitrag 6\,00 € \nUm Anmeldung wird gebeten:       info@freunde-schloss-biesdorf.de \noder                                                      post@leibnizsozietaet.de \n  \nEine Veranstaltung in Kooperation mit der\n„Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“\nim 30. Jahr ihres Bestehens \nVorankündigung
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse: Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt zur Diskussion \n„Aktuelle Zeitdiagnosen – Nancy Fraser: Der Allesfresser. Wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen verschlingt“ (Suhrkamp 2023)      \nZeit: 9. Juni\, 14.00 bis 18.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung / Raum 5.16. \nMit dieser Diskussion leitet der Arbeitskreis eine neue Phase seiner Tätigkeit ein\, unter dem übergreifenden Thema: \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nDiese Orientierung bietet die Chance\, bisher leitende Fragen und Perspektiven unserer Arbeit wieder aufzunehmen\, sie auf den aktuellen historischen Kontext zu beziehen und so zu konkretisieren\, zu modifizieren oder neue und weitergehende zu entwickeln. Komplexe\, tiefe und zum Teil dramatische Umbrüche\, bisher nicht gekannte ökonomische\, politische\, soziale\, technologische\, kulturelle Verwerfungen\, die oftmals und eher ideologisch-hilflos als „Zeitenwende“ gefasst werden\, stellen wissenschaftliche Analyse und Erklärung vor enorme\, durchaus neuartige Herausforderungen. Weder ist einfach zu beantworten\, woraus die einzelnen Umbrüche oder die Verwerfungen resultieren\, wie sie miteinander zusammenhängen noch ist das die Frage\, welche Konsequenzen und möglicherweise Neuorientierungen damit verbunden sind. Eines jedoch scheint klar: In nahezu allen Dimensionen menschlicher Zivilisation stellen sich sehr grundsätzliche Fragen. \nDas unlängst erschienene Buch von Nancy Fraser\, zu welchem vorab noch Informationen verschickt werden\, ist ein umfassender zeitdiagnostischer Entwurf\, mit welchem diesen komplexen Brüchen und Trends in modernen Gesellschaften auf herausfordernde\, interessante und auf radikale Art und Weise gefolgt wird. Das Buch eignet sich insofern\, um die Diskussion zu den Aussagen und Interpretationen der Autorin mit Fragen nach Herangehensweisen\, nach Konzeptualisierungen\, nach Eigenart und Relevanz der unterschiedlichen Umbrüche zu verbinden\, das aktuelle Diskursfeld aus unterschiedlichen disziplinären Sichten und mit möglichen Anschlussstellen aufzuschließen. Das betrifft vorliegende Analysen wie offene Fragestellungen und mögliche Beiträge zur Debatte. \nDie Auftaktsitzung am 9. Juni wird nach einer kurzen thematischen Einführung und Verständigung insbesondere Raum geben für die Auseinandersetzung mit dem genannten Buch. Dazu erfolgen kurze Einführungen. \nNach der Diskussion sollen übergreifende Fragen und thematische Interessen der Beteiligten aufgenommen und so das weitere Vorgehen im Arbeitskreis abgesteckt werden. \nInteressierte sind herzlich eingeladen! Da es sich um eine Auftaktsitzung handelt\, ist eine Anmeldung der Teilnahme hilfreich. \nDafür und für weitere Fragen: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis „Energie\, Mensch und Zivilisation“
DESCRIPTION:Kolloquium\nIm Gedenken an\nProf. Dr.-Ing. habil. Lutz-Günther Fleischer\n(26.07.1938 – 26.01.2023)  \nDIE ENERGIEWENDE 2.0\n IM FOKUS: DIE STOFFWIRTSCHAFT \n9. Juni 2023\n10.00 Uhr – 16.15 Uhr \nBrandenburgische Ingenieurkammer\nKörperschaft des öffentlichen Rechts\nHaus der Wirtschaft\nSchlaatzweg 1\n14473 Potsdam \nDie Veranstaltung wird im hybriden Format durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/2205546188?pwd=NXBGejVsb0lGV2dOanNSVDhEeXU4dz09\nMeeting-ID: 220 554 6188\nKenncode: 083487 \nErnst-Peter Jeremias\, Norbert Mertzsch\, Gerhard Pfaff (Organisation) \nTagungsmaterial
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/67689935109?pwd=OU5CSnZmTE9FWVBabStab1hjU1FmQT09\nMeeting-ID: 676 8993 5109 \nJonas Schmidt-Chanasit (MLS) \n Geflügelte Tiger und bunte Hörnchen: Werden wir uns an Epidemien mit exotischen Viren gewöhnen müssen? \nAbstract:\nDurch Arthropoden übertragene Viren (Arboviren) sind ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem. Weltweit sind Arboviren für 17 % aller Infektionskrankheiten und ca. 1 Million Todesfälle verantwortlich. Arbovirosen können durch über 100 verschiedene Arboviren hervorgerufen werden. In den letzten Jahren haben sich insbesondere Stechmücken-übertragenen Arboviren mit dem Reise- und Warenverkehr weltweit stark ausgebreitet und Pandemien und Epidemien hervorgerufen. Vom Nationalen Referenzzentrum für Tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut wird ein breites diagnostisches Erregerspektrum angeboten\, welches u. a. in den Tropen vorkommende aber auch mittlerweile in Deutschland nachgewiesene Arboviren umfasst. Für viele dieser viralen Erreger gibt es nur wenige etablierte Untersuchungsverfahren\, zudem sind Kenntnisse über diese Infektionen in Deutschland gering. Anhand von aktuellen klinischen und diagnostischen Fällen werden im Vortrag einige ausgewählte Arbovirosen vorgestellt. Außerdem wird ein aktueller Überblick über die Klinik\, Diagnostik und Epidemiologie dieser Erkrankungen gegeben. \nVita:\nJonas Schmidt-Chanasit (geb. 1979 in Berlin-Pankow) studierte zwischen 2000 und 2006 Humanmedizin an der Charité in Berlin und wurde 2006 zum Dr. med. promoviert. Während der Erarbeitung der Dissertation war er als Gastwissenschaftler an der Kasetsart-Universität in Bangkok tätig. Anschließend arbeitete er als Postdoktorand am Institut für Medizinische Virologie der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und habilitierte sich dort 2010 im Fach Virologie. Seit 2010 leitet er das Kooperationszentrum der WHO für Arboviren und hämorrhagische Fieberviren am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. Nach Rufen an die Universitäten Greifswald und Frankfurt am Main ist er seit 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Arbovirologie an der Universität Hamburg und Leiter der Abteilung für Arbovirologie und Entomologie am BNITM. Die von Jonas Schmidt-Chanasit geleiteten Forschungsgruppen befassen sich mit Emerging und Re-Emerging Viruses (z. B. Ebola-Virus\, Borna-Virus\, Zika-Virus\, Chikungunya-Virus oder Usutu-Virus). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den durch Stechmücken und andere saugstechende Gliederfüßer übertragenen Viren (Arboviren). Insbesondere wird die Interaktion zwischen Arboviren und ihren Vektoren erforscht und wie diese die Virusevolution beeinflusst. Darüber hinaus werden in den Forschungsgruppen Modelle entwickelt\, um Arbovirus-Epidemien besser vorhersagen zu können. \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Juni 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61271662573?pwd=VDRsT0Zuc0xNa0xnbzhxSlpQaVVhdz09\nMeeting-ID: 612 7166 2573 \nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nWo stehen wir aktuell bei der Transformation im Sektor Verkehr?\nAbstract: \nDie Treibhausgasemissionen im Sektor Verkehr sind mit einigen Schwankungen seit 1990 mit durchschnittlich 170 Mio. Tonnen CO2äqu auf einem hohen Niveau. 2021 wurde das Ziel des Klimaschutzgesetzes mit 3 Mio. Tonnen verfehlt. 2022 sind es nach ersten Schätzungen 11 Mio. Tonnen zu viel. Bis 2030 ist nahezu eine Halbierung auf 85 Mio. Tonnen erforderlich\, um die Ziele zu erreichen. Die aktuelle Politik lässt aus der Sicht des Vortragenden trotzdem nicht die erforderlichen Konsequenzen zur Zielerreichung im Jahr 2030 und darüber hinaus erkennen. Die Kontroversen in der Ampel-Regierung sind mit Ausnahme der Einführung eines halbherzigen 49-Euro-Monatstickets für den deutschlandweiten Nah- und Fernverkehr ab 01.05.2023 unverändert groß. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu nennen: \n\nEinführung eines Tempolimit auf deutschen Autobahnen und in Ortschaften\n\nReduzierung von bis 6\,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente\nEinsparung von Kraftstoff\nFlüssigerer Verkehr\, weniger Staus auf Autobahnen\nWeniger Verkehrstote und Verletzte auf Autobahnen\nElektromobilität fordert ohnehin niedrigere Geschwindigkeiten heraus\n\n\nAusbaupriorität Schiene oder Straße?\nHoher Investitionsstau bei der Deutschen Bahn mit erforderlicher Ausweitung des Schienennetzes\nVerlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene\nKonzentration auf die Elektromobilität statt Verzögerung durch eine Diskussion für eine technologieoffene Kraftfahrzeugtechnik der Zukunft\n\nIm Vortrag sollen der aktuelle Stand erörtert und vor allem die zwingenden Maßnahmen diskutiert werden. \nVita: \nErnst-Peter Jeremias studierte von 1972 bis 1976 Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau (Abschluss als Diplomingenieur). Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1980 bis 1991 als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg tätig. 1988 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf). Von 1991 bis 1994 arbeitete Ernst-Peter Jeremias für die entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter) und von 1994 bis 2018 für die tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de). Seit 2018 ist er Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH. Außerdem ist er als selbständiger Senior Consultant auf den aktuellen Fachgebieten „Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und „Einkommensenergien“ tätig. Seit 2020 ist er freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“. Seit 2019 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät \nKontakt: jer18dot@yahoo.com
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DESCRIPTION:Rüdiger Bernhardt (MLS) \nVon Gottsched und der Neuberin zu Julius Mosen und dem Jungen Deutschland.\nZur Entwicklung des deutschen Dramas und eines dafür notwendigen Theaters\n9.00 bis 11.00 Uhr \nDie Sitzung findet als Zoom-Meeting statt. \nAbstract \nMit der Ankunft Gottscheds 1724 in Leipzig begannen Bemühungen um das deutsche Drama und die zugehörige Theaterpraxis in einem zersplitterten Staatsgebilde\, in dem barocke Theaterkunst an Fürstenhöfen und Haupt- und Staatsaktionen\, gespielt von Wanderbühnen am Stadtrand\, herrschten. Der Universitätsgelehrte Gottsched verband sich mit der Wanderbühne der Neuberin. Gemeinsam setzten sie zwischen 1727 und 1741 drei Anliegen durch: \n\nein eigenständiges deutsches Drama\, das mit Gottscheds Sterbendem Cato (1731) sein erstes Beispiel bekam\,\nEntwicklung und Sammlung dramatischer Werke\, die die deutsche Gegenwartsdramatik ausmachten und\nErarbeitung einer entsprechenden Aufführungspraxis\, zu der der weitgehende Verzicht auf den Harlekin und ein sorgfältig strukturiertes Drama gehörten.\n\nEinhundert Jahre später – 1841 – wollte der Dramatiker Julius Mosen in Dresden als Dramaturg der Nachfolger von Ludwig Tieck werden\, der nach Berlin berufen worden war. Das Vorhaben scheiterte. Dafür verschaffte ihm sein Freund Adolf Stahr 1843 die Stelle des Dramaturgen im neu gegründeten Hoftheater des Großherzogtums Oldenburg. Was Mosen dafür als Rüstzeug einbrachte\, stammte von den Linkshegelianern\, die sich um ihn in Dresden-Strehlen gesammelt hatten. Mosen konzentrierte sich auf das Schauspiel – die Oper wurde ausgeschlossen –\, auf Autoren des Jungen Deutschland und auf historische Stoffe\, die aktuelle Bedeutung hatten. So entwickelte er mit Stücken jungdeutscher Autoren das moderne Drama\, das Theoretiker wie Hermann Hettner – Das moderne Drama (1852) – veranlasste\, im Zusammenhang mit Mosen vom „sozialen Schauspiel“ als einer modernen Form des Schauspiels zu sprechen. Mit Gerhart Hauptmanns Die Weber (1892) u.a. wurde der Begriff seit dem Naturalismus heimisch. Mosen erkrankte schwer und musste seine Tätigkeit unvollendet beenden.\nBeide – die Neuberin im 18. und Julius Mosen im 19. Jahrhundert – stammten aus dem Vogtland und stellen den Beitrag des Vogtlandes zur Entwicklung einer modernen deutschen Dramatik dar. \nCV \nRüdiger Bernhardt\, Prof. Dr. sc. phil.\, Dipl.-Germanist\, geb. 1940 in Dresden\, Studium der Germanistik\, Kunstgeschichte\, Nordistik und Theaterwissenschaft in Leipzig. Tätig an der Universität Halle (Saale) von 1964 bis 1993\, außerdem an Universitäten und Hochschulen u.a. in Minsk\, Bratislava\, Stockholm\, Kiel\, Szczecin. Von 1995 bis 2003 außerdem tätig in Schulbuchverlagen. 1. Vorsitzender der Gerhart-Hauptmann-Stiftung Kloster auf Hiddensee 1994 bis 2008. Ca. 120 Buchveröffentlichungen\, darunter Monografien zur Antikerezeption\, zu Henrik Ibsen\, August Strindberg\, Gerhart Hauptmann\, Peter Hille\, Julius Mosen\, Christoph Hein\, Das Lyrische Schaffen (7 Bände)\, Schreiben auf dem Bitterfelder Weg (2016)\, Maßstab Humanismus. Zur Arbeit der sowjetischen Kulturoffiziere (2020) und Schulbücher. Parallel seit 1965 Tätigkeiten an Theatern und kontinuierlich als Literatur-\, Fernseh- und Theaterkritiker und seit 1966 in der Bewegung schreibender Arbeiter (u.a. Vorsitzender der ZAG).- 1985 Händel-Preis\, 1999 Wahl in die Leibniz-Sozietät; 2018 Vogtländischer Literaturpreis \n 
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DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDonnerstag\, den 11. Mai 2023: 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link zu der Veranstaltung ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/84391947951?pwd=aWhxWEF0Y2MwaTJOU1VsTjFVeFp3UT09\nMeeting-ID: 843 9194 7951  –  Kenncode: 393887 \nVortrag: \nGert Wörheide (LMU München) \nKorallenriffe: Ein Ökosystem in Gefahr\nAbstract: \nKorallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf unserem Planeten und übernehmen vielfältige wichtige ökologische und sozioökonomische Funktionen (z. B.\, Artenvielfalt\, Küstenschutz\, Fischerei\, Tourismus\, „Blaue Apotheke“) – mehr als eine halbe Milliarde Menschen sind direkt von Korallenriffen abhängig. Allerdings sind insbesondere die tropischen Warmwasserriffe stark bedroht\, weit mehr als 30% gelten bereits als verloren. Vor allem die Erhöhung der Meerestemperatur in den letzten Jahrzehnten im Zusammenspiel mit Überfischung und Verschmutzung der Meere\, u. a. durch Plastikmüll\, gelten als Hauptfaktoren\, die marine Lebensräume und insbesondere Korallenriffe in eine unsichere Zukunft führen. Werden wir diesen Schatz für nachfolgende Generationen bewahren können? \nVita: \nProf. Dr. Gert Wörheide ist Lehrstuhlinhaber für Paläontologie und Geobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Direktor der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie und des Paläontologischen Museums in München. Er promovierte Anfang 1998 an der Universität Göttingen und kehrte 2002 nach einem PostDoc am Queensland Museum und der University of Queensland in Brisbane (Australien) als Juniorprofessor für Molekulare Geobiologie nach Göttingen zurück. Im Jahr 2008 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl an der LMU München. Er diente der Fakultät für Geowissenschaften der LMU von 2011 bis 2021 als Dekan und Prodekan. 2013 war er Mitbegründer des internationalen Masterstudiengangs “Geobiology & Paleobiology” an der LMU. Seit 2019 ist er gewähltes Mitglied der Academia Europea\, der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Die Forschungen seiner Arbeitsgruppe konzentrieren sich auf die Biodiversität und Evolution tropischer Korallenriff-Organismen und ihrer Symbionten\, sowie auf die Evolution der Biomineralisation\, mit besonderem Fokus auf Schwämmen und (Okto)Korallen. Er hat mehr als 200 Artikel in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. \nMehr zur Forschung von Gert Wörheide findet sich unter http://www.geobiology.eu
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DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85632148697?pwd=cWJnTjVGdGx3WXhIeXpRcFNKRWtTQT09\nMeeting-ID: 856 3214 8697  –  Kenncode: 679932. \nVolker Wulf (MLS) \nSozio-Informatik: Ein praxiologisch fundiertes Forschungsparadigma\nAbstract:\nComputeranwendungen sind stark mit den Arbeits- und Lebenspraktiken der Nutzer verwoben. Um diese Anwendungen geeignet zu gestalten\, müssen die Praktiken ihrer Benutzer verstanden werden. Der Vortrag führt in die Sozioinformatik als ein Feld der angewandten Informatik ein\, das eine praxisorientierte Perspektive auf das Design sozial eingebetteter Technologien entwickelt. Ausgehend von dieser Perspektive werden methodische und epistemologische Herausforderungen erarbeitet. Um diese Herausforderungen zu adressieren\, wird vorgeschlagen\, eine Sammlung gut dokumentierter Design-Fallstudien aufzubauen. Die Durchführung einer Design-Fallstudie ist eine sehr kontextspezifische Forschungsaktivität\, die drei Perspektiven verschränkt: (1) sie analysiert empirisch die gegebenen Praktiken in einem bestimmten Anwendungsbereich\, (2) sie entwickelt ein innovatives Design für einen IT-Artefakt\, das sich auf die Ergebnisse der Analyse bezieht\, (3) sie untersucht die Aneignung des technischen Artefakts über einen längeren Zeitraum. \nDarüber hinaus wird vorgeschlagen\, ein wachsendes Portfolio von Design-Fallstudien zu erstellen und sie auf reichhaltige Weise zu dokumentieren. Ein wachsender Korpus von Design-Fallstudien soll es ermöglichen\, die kontextspezifischen Ergebnisse zu vergleichen und so die Möglichkeit bieten\, Querschnittsthemen zu identifizieren. Auf diese Weise ist es möglich\, eine IT-design-spezifische Terminologie aufzubauen und Abstraktionen als konzeptionelle Elemente der Sozioinformatik zu entwickeln. \nVita:\nVolker Wulf ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Universität Siegen und leitet den Geschäftsbereich »User-Centred Software-Engineering (USE)« am Fraunhofer FIT\, Sankt Augustin. Zudem ist er Gründungsmitglied des International Institute for Socio-Informatics (IISI). Nach dem Studium der Informatik und Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und der Universität Paris VI. promovierte er an der Universität Dortmund und habilitierte sich an der Universität Hamburg in Informatik. Er arbeitete als Research Fellow am Massachusetts Institute of Technology (MIT)\, Cambridge\, MA und verbrachte Zeit als Gastprofessor an der Stanford University\, Palo Alto\, CA. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen Computer Supported Cooperative Work (CSCW)\, Participatory Design (PD) und Human Computer Interaction (HCI). Er veröffentlichte mehr als 350 wissenschaftliche Aufsätze und publizierte 15 Bücher\, darunter “Expertise Sharing: Beyond Knowledge Management” und “Social Capital and Information Technology”\, beide mit MIT Press\, Cambridge MA\, sowie “End User Development” bei Springer\, Dordrecht und “Socio-Informatics” bei Oxford University Press erschienen. \n 
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DESCRIPTION:Horst Simon\, Freie Universität Berlin \nReden die anderen anders? Wie finden wir’s raus? – Methodische Überlegungen und erste Ergebnisse einer Variationellen Pragmatik des Deutschen \nDie Klassensitzung findet am 11. Mai 2023 von 9.00 bis 11.00 Uhr als Zoom-Meeting  statt. \nAbstract \nWährend seit langem bekannt ist\, dass in den Bereichen Wortschatz und Grammatik große Variabilität in der Sprache herrscht\, ist Variation in der Pragmatik bislang noch kaum untersucht. Genau diesem Umstand entgegenzuwirken\, hat sich das Berlin-Zürich-Salzburger VariPrag-Projekt <www.variprag.net> zum Ziel gesetzt. In einer großangelegten Studie\, die experimentelle Methoden mit beobachtender Feldforschung kombiniert\, soll flächendeckend für den deutschen Sprachraum eruiert werden\, wie sich das kommunikative Alltagsverhalten der Menschen unterscheidet. Als konkreter Untersuchungsgegenstand dienen dabei höflichkeitssensitive Sprechaktrealisierungen wie Anrede\, Grüße\, Aufforderungen\, Beschwerden usw. Zudem soll der Frage nachgegangen werden\, inwieweit der öffentliche Diskurs zu diesem Thema\, der u.a. auf nationale Stereotypen abhebt\, der Realität entspricht.\nIn meinem Vortrag werde ich ausführlich die methodischen Herausforderungen bei diesem Projekt diskutieren und erste Ergebnisse präsentieren\, die bereits auf deutliche\, teils überraschende Unterschiede hinweisen. \n*** \nCV von Horst Simon \nBio: \n\nseit 2011: Professor für Historische Linguistik an der Freien Universität Berlin;\nallerlei auswärtige Gasttätigkeiten\, z.B. mehrfach Gastprofessuren an der Peking Universität und der Université Toulouse Jean Jaurès\n2007-2011: Lecturer und Senior Lecturer in German and General Linguistics am King’s College London\n1994-2007: Humboldt-Universität zu Berlin;\n2003/04: Research Fellow der Alexander-von-Humboldt Stiftung in Wien;\nPromotion 1999 zur Grammatik der Anredepronomina\nStudium der Germanistik und Anglistik in Passau\, Amsterdam und Glasgow\n\naktuelle Projekte: \n\nDie Dynamiken des Deutschen im mehrsprachigen Kontext des südlichen Afrika\nFremdsprachenlernen und -lehren: Neukonfigurationen der Volkssprachlichkeit in der Frühen Neuzeit\nVariantenpragmatik des Deutschen. Kommunikative Muster im Vergleich\n\n 
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SUMMARY:Kolloquium zum Thema Gründung und Entwicklung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät führt anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens ein Kolloquium zum Thema \nGründung und Entwicklung der Leibniz-Sozietät  \nam 20. April 2023\, \n13.00 Uhr – 17.00 Uhr\,\nim Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, \nMathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \ndurch. \nDas Kolloquium findet anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Leibniz-Sozietät statt. \n(Programm siehe Flyer) \nDie Sitzung findet auch als ZOOM-Meeting statt. \nFlyer zur Veranstaltung
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/62894295898?pwd=QXF4M2NLTk9CejcwdVFIQ1h1M3Btdz09\nMeeting-ID: 628 9429 5898 \n\nVortrag: \nClaudia Stolle (MLS) \nWie hoch reicht die Atmosphäre und wo beginnt der Weltraum?\nAbstract: \nMeteorologie\, ja natürlich\, die brauchen wir\, weil Wettervorhersagen für die untere Atmosphäre\, die Troposphäre\, eine wichtige Komponente in unserem Leben sind\, vom Privaten ins Arbeitsleben. Aber auch\, weil die Bewertung von Extremwetterereignissen im Klimawandel an Gewicht gewinnt. Die Bedeutung der Meteorologie geht jedoch noch viel weiter\, bis an die Grenze\, bei der die Atmosphäre auf den Weltraum trifft\, in ca. 100 km Höhe\, und sogar bis in den Weltraum hinein. Es kann beobachtet werden\, dass unser Wetter “hier unten”\, das Wetter “da oben” signifikant mitbestimmt\, also die Atmosphäre zwischen unten und oben gekoppelt ist. Auch Langzeitveränderungen\, in Form einer deutlichen Abkühlung\, sind in diesen Höhen messbar. Somit ist diese Region auch ein wichtiger Klimaindikator. Auf der anderen Seite hat die solare Strahlung zusammen mit unserem Erdmagnetfeld dort direkten Einfluss\, und bringt die Luft zum Glühen. Gerade in einer Zeit der wachsenden gesellschaftlichen und kommerziellen Nutzung des Weltraumes\, zum Beispiel durch Satelliten für Kommunikation und Fernerkundung\, müssen wir die Verbindung Atmosphäre-Weltraum besser verstehen lernen. \nVita: \nClaudia Stolle hat 1998 ihr Vordiplom in Meteorologie an der Universität Leipzig und im Jahr 2000 ihr Diplom im Thema “Ozean\, Atmosphäre und Umwelt” an der Universität Toulouse III und am CNRS in Toulouse absolviert. Sie war zwischen 2000 und 2004 Promotionsstudentin am Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig\, wo sie 2005 zum Thema “Tomographie in der Ionosphären” promovierte. In dieser Zeit verbrachte sie drei Monate\, gefördert durch ein Marie-Curie-Stipendium der EU\, am Sodankylä Geophysical Observatory in Nordfinnland. Zwischen 2004 und 2010 verbrachte sie ihre Postdoc-Zeit am GFZ Potsdam und befasste sich mit den Veränderungen des Erdmagnetfeldes durch ionosphärische Ströme. 2010 bis 2013 war sie Wissenschaftlerin an der Technischen Universität Dänemark in Kopenhagen\, wo sie mit einem Netzwerk von geomagnetischen Bodenstationen in Grönland arbeitete und die Vorbereitung der ESA Swarm Satelliten-Mission mit begleitete. 2013 wechselte sie an das GFZ Potsdam als Leiterin der Sektion Geomagnetismus und Professorin für Geomagnetismus an der Universität Potsdam\, wo sie das DFG-Schwerpunktprogramm “Dynamic Earth” leitete. Seit 2021 ist Claudia Stolle Direktorin des Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik und Professorin für Atmosphärenphysik an der Universität Rostock. In 2022\, erhielt sie die Auszeichnung der “William B. Hanson Lecture” durch die American Geophysical Union. Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften \nUlrich Busch (MLS) \nDie gegenwärtige Teuerung im Lichte der historischen Erfahrung der Hyperinflation von 1923 \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nZusammenfassung \nSeit dem Sommer 2021 ist in Deutschland und im Euroraum ein rasanter Preisanstieg zu verzeichnen. Dieser betrifft insbesondere Energie\, bestimmte Rohstoffe und Lebensmittel. Inzwischen wurden durch Zweitrundeneffekte davon aber auch andere Güter und Dienstleistungen erfasst\, so dass die bis dato vorherrschende deflationäre Tendenz als überwunden anzusehen ist und von einer Rückkehr der Inflation gesprochen werden kann. Zufällig trifft dieser Prozess mit dem 100. Jahrestag der Hyperinflation in Deutschland\, Österreich\, Ungarn\, Polen und anderen Staaten zusammen. Die Koinzidenz beider Ereignisse legt es nahe\, die „große Inflation“ von 1922/23 retrospektiv im Lichte der inflationären Prozesse von heute zu betrachten\, wie auch umgekehrt\, die aktuelle Inflation anhand der Erfahrungen von damals zu bewerten. Dabei wird deutlich\, dass es hier sowohl Parallelen als auch signifikante Unterschiede gibt. Insgesamt aber dürften die Differenzen überwiegen\, was eine Gleichsetzung beider Inflationen ausschließt und Befürchtungen\, wonach die gegenwärtige Inflation früher oder später in eine Hyperinflation übergehen könnte\, unwahrscheinlich erscheinen lassen. \nCV \nUlrich Busch legte 1969 in Magdeburg das Abitur ab und erlernte in der Notenbank den Beruf eines Bankkaufmanns. Anschließend studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie. 1976 wurde er zum Dr. oec. promoviert. Danach war er eine Zeitlang in leitender Funktion in der Staatsbank der DDR tätig. 1981 wechselte er an die Humboldt-Universität\, erwarb die Facultas Docendi und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. In den Jahren 1990 bis 1993 wirkte er aktiv mit an der Umstrukturierung und dem Neuaufbau der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit. Nach der Abwicklung der Fakultät arbeitete Herr Busch bis 2009 als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität und anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen. Zuletzt war er an der Technischen Universität Berlin beschäftigt. Zudem wirkte er als Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Budapest\, als Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main und an einer Reihe in- und ausländischer Universitäten. \nSeine Arbeitsschwerpunkte sind: Geldtheorie und -politik; Transformation sowie ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung. \nHerr Busch ist seit 2009 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Von 2010 bis 2021 war er Schatzmeister der Sozietät. \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nBeratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207\, 10369 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoomeinwahldaten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64393777039?pwd=ZysxSG9FNk8xbllhZ2xia0EzRXg5UT09\nMeeting-ID: 643 9377 7039 \nVortrag: \nMichael Hupfer (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei\, Berlin) \nEinfluss des Klimawandels auf Gewässer in Deutschland\nAbstract: \nHitzeperioden und Trockenheit führen auch in Deutschland zu Waldbränden\, Ernteausfällen\, Waldsterben sowie zu gesundheitlichen Problemen und anderen Hitzeschäden. Besonders betroffen ist die gewässerreiche Region Berlin-Brandenburg\, in der bereits jetzt semiaride Verhältnisse vorherrschen. Es wird dargestellt\, wie die bereits eingetretenen und prognostizierten Veränderungen von Klimafaktoren auf die physikalische\, chemische und biologische Struktur von Gewässern und deren Vernetzung mit der terrestrischen Umgebung wirken. Die Folgen des Klimawandels sind bereitsjetzt an Seen und Flüssen deutlich zu erkennen. Der Temperaturanstieg an der Wasseroberfläche um durchschnittlich 0\,5 K pro Dekade seit 1980 sowie sinkende Wasserstände verändern das thermische Schichtungsverhalten sowie den Sauerstoff- und Nährstoffhaushalt von Seen. Außerdem kann es leichter zu Fischsterben\, zu vermehrtem Auftreten toxischer Cyanobakterien und zur Einwanderung invasiver Arten kommen. Immer mehr Fließgewässer fallen zeitweise trocken\, was erhebliche Auswirkungen auf die Biodiversität hat und zur verstärkten Freisetzung von Treibhausgasen führt. Durch den Klimawandel besonders gefährdet sind vorbelastete oder degradierte aquatische Ökosysteme. Eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs sichert auch die Existenz sowie vielfältige Nutzungsformen unserer Gewässer. \nVita: \nDr. Michael Hupfer studierte in Rostock und Dresden Technische Hydrobiologie und Limnologie. Im Jahr 1993 wurde er mit einer Arbeit zum internen Phosphorhaushalt von Seen und Talsperren an der TU Dresden promoviert. Gastaufenthalte während und nach der Doktorandenzeit führten ihn zu international führenden Forschungseinrichtungen in Österreich und der Schweiz. Seit dieser Zeit stehen angewandte Fragestellungen im Blickpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit. Dabei geht es unter anderem um die Restaurierung eutrophierter Seen\, die Entwicklung neuentstehender Bergbauseen und um die Folgen des Klimawandels für Gewässerökosysteme. Seine Anstellung am Leibniz-Institut für Gewässerökologie- und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen bot ihm seit 1996 die Möglichkeit\, als leitender Wissenschaftler langfristig angelegte Forschungsprojekte zu realisieren. Für seine vielfältigen Bemühungen Grundlagenwissen in der Praxis zu überführen\, erhielt er 2005 den Wissenschaftspreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2022 ist Herr Hupfer Honorarprofessor auf dem Gebiet der Aquatischen Biogeochemie an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er ist Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Limnologie sowie Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Limnologica“ und des Buches „Angewandte Limnologie“\, welches als Fortsetzungswerk erscheint.
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SUMMARY:2. Rohstoffkolloquium - Arbeitskreis „GeoMUWA“
DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Tagung Arbeitskreis „GeoMUWA“ \nDie Arbeitsgruppe Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum-\, Astrowissenschaften (GeoMUWA) der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert am 22. März 2023 das \n2. Rohstoffkolloquium zum aktuellen Thema: \nAuswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas\nProgramm (Flyer als PDF\, ausführliches Programm mit Abstracts der Vorträge): \n10:00-10:15: Eröffnung \n10:15-10:45: Prof. Dr. Christoph Hilgers (KIT): “Klima\, Rohstoffverfügbarkeit und Energiewende – Deutschland in der Krise?” \n10:45-11:15: Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (ehem. BGR Präsident): Fracking – Risiken und Nutzen der Erdgasförderung in der aktuellen Energiekrise \n11:15-11:45: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt (TU Freiberg): Von der Kohle zur klimaneutralen Energiewirtschaft – Möglichkeiten und Herausforderungen \n11:45-12:15 Dr. Harald Elsner (BGR\, DERA): Salze und andere heimische Rohstoffe – auch kritisch? \n12:15- 13:30: Mittagessen \n13:30-14:00: Prof. Dr. Jochen Kolb (KIT): Bedeutung von Russland\, Belarus und der Ukraine für die Rohstoffversorgung Deutschlands und der EU \n14:00-14:30: Maren Liedtke (BGR\, DERA): Seltene Erden – ein Marktüberblick in Zeiten geopolitischer Spannungen \n14:30-15:00: Prof. Dr. Axel Müller (Natural History Museum\, University of Oslo): Die gegenwärtige Lage der ukrainischen Metall- und Industriemineralproduktion \n15:00-15:15 Kaffeepause \n15:15-15:45 Podiumsdiskussion mit Herrn Kümpel\, Hilgers und Frau Liedke unter Leitung von Axel Müller.  -Eventuell mit Vertretern der Presse- \n15:45-16:00 Zusammenfassung und Ausblick \nDer Veranstaltungsort ist die Universität Potsdam\, Standort Griebnitzsee\, Komplex 3\, Haus 6\, Raum S24 (3.06.S24)\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7) \nEine Teilnahme via Zoom ist möglich mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64077190507?pwd=ekpJWkdPNmlkOTZMdFU3WTUwS21RQT09\nMeeting-ID: 640 7719 0507 \nDie Teilnahme ist kostenlos. \nDie Texte zu den Vorträgen werden nach dem Kolloquium in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät publiziert. \nDer 2. Rohstofftag ist eine Fortsetzung des erfolgreichen 1. Rohstofftages „Kritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ im März 2022 https://leibnizsozietaet.de/bericht-zur-tagung-kritische-rohstoffe/. Die Publikation dazu ist im Dezember als Band 154 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin erschienen (https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2023/02/SB154.pdf). \ndie Veranstalter der GeoMUWA\nAxel Müller\, Gerhard Pfaff\, Reinhard Greiling (Organisation und Moderation)
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DESCRIPTION:Andrea Komlosy (MLS) \nKo-Referent: Thomas Kuczynski (Berlin) \nZeitenwende: Aufbruch ins kybernetische Zeitalter \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Wiener Wirtschaftshistorikerin Andrea Komlosy (MLS) erläutert die Thesen ihres neuen Buches\, indem sie die stattfindenden Umbrüche unseres Zeitalters in Theorien zyklischer ökonomischer Wellen (Kondratieff\, Schumpeter\, Wallerstein) sowie eines hegemonialen Wandels (vom transatlantisch-amerikanischen zum pazifisch-chinesischen) einordnet. \nMit der flächendeckenden Nutzung von Informationstechnologien ist der Mensch in das kybernetische Zeitalter eingetreten\, da damit die Steuerung und Regelung mittels Rückkopplungseffekten möglich geworden ist. Der menschliche Körper liefert dafür die Verhaltensdaten. Er wird im Arbeitsprozess und im Alltag mit der Maschine synchronisiert. Durch die Covid-Pandemie wurde diese Entwicklung nochmals enorm beschleunigt. Der Vortrag bettet die Zeitenwende vom industriellen zum kybernetischen Zeitalter in die großen Krisen und Übergänge der Menschheitsgeschichte ein. \nAls Ko-Referent wird der Berliner Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski dazu Stellung nehmen. \nCV \nAndrea Komlosy\, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022) sowie (gemeinsam mit Klemens Kaps) Hg. „Immanuel Wallerstein und die Rezeption der Weltsystem-Analyse im deutschen Sprachraum (ZWG-Schwerpunkt 22\, 1+2\, http://www.vgws.org/index.php?article_id=1) \n 
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DESCRIPTION:Hartmut Hecht (MLS) \nPhilosophische Entdeckungen zwischen zwei wissenschaftlichen Grundlagendiskussionen\nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Entstehung der heutigen Erfahrungswissenschaften im 17./18. Jahrhundert ist durch zwei Grundlagendiskussionen gekennzeichnet – den Streit der Cartesianer und Leibnizianer über das wahre Maß der lebendigen Kraft und die Prioritätsdebatte um das Maupertuis’sche Prinzip. Beide werden in der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte bis heute diskutiert und zwar unabhängig von einander. Ich werde in meinem Vortrag zeigen\, dass erst der Zusammenhang dieser beiden Ereignisse den Aufstieg des neuen Wissenschaftstyps Erfahrungswissenschaft verständlich macht und vor allem die Dimensionen und die Heftigkeit der Auseinandersetzun­gen erklärt. Dafür werde ich mich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: (1) auf die Mathema­tisierung der Naturphilosophie und die dafür erforderliche Einführung aktiver Prinzipien\, die\, wie ich (2) zeigen werde\, einen grundlegenden Wechsel hinsichtlich des philosophischen Welt­verständnisses einschließen. \nIm Unterschied zu dem in der historischen Forschung traditionell thematisierten Gegensatz von Leibnizianer und Cartesianern bzw. Newtonianern und Leibnizianern\, erlaubt es mein Ansatz\, gemeinsame Tendenzen der in die Auseinandersetzungen involvierten Kombattanten herauszu­arbeiten\, und daraus die Möglichkeit einer Lösung der Konflikte verständlich zu machen. \nDie bei der Analyse gewonnen Ergebnisse werden abschließend verallgemeinert und zu einigen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Dynamik von Übergangsprozessen ähnlicher – nicht nur naturwissenschaftlicher – Art verdichtet. \n  \nKurzvita \nStudium der Physik und der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion 1976\, Dissertation B 1984. Beides zu Themen der Wissenschaftsphilosophie. Lehre an den Universitäten Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1984 Tätigkeitsschwerpunkt Leibniz und Leibniz-Rezeption insbesondere in der französischen Aufklärung. Forschungsgruppenleiter Leibnizforschung an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 2001–2013 Arbeitsstellenleiter an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. In diesem Zusammenhang Beginn der Edition der naturwissenschaftlichen medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz als Teil der Akademie Ausgabe (Reihe VIII). \nPublikationen: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mathematik und Naturwissenschaften im Paradigma der Metaphysik\, Teubner 1992. Leibniz: Monadologie\, Übersetzung und Kommentar\, Reclam 1998. Mitarbeit an den Bänden VIII\,1 (2009) und VIII\, 2 (2016) der Leibniz Akademie Ausgabe. Herausgeber und Mitherausgeber von Sammelwerken z.B. zu Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1999) und Emilie Du Châtelet (2019).
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. März 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt: https://tu-darmstadt.zoom.us/j/67732766285?pwd=TWUrM1ZMMlhxMXNKcGNSbVVQa2lTUT09\nMeeting-ID: 677 3276 6285 \nVortrag: \nSanzhong Li (MLS) \nMicroplate Tectonics: A new tectonic paradigm\nAbstract: \nEarth is only one of the planets in the solar system to operate plate tectonics to be confirmed. Although traditional Plate Tectonic Theory had a successful achievement\, it remains three conundrums. The first one is when\, where and why plate tectonic regime started on the Earth. The second conundrum of Plate Tectonics Theory is the difficultly to explain intraplate deformation. The third conundrum is plate driving forces. However\, Microplate Tectonics Theory as a new tectonic paradigm does not need to resolve the own-making trouble as the theory of plate tectonics: only one unique origin and one driving mechanism of plate tectonics. This presentation will introduce six principles of Microplate Tectonics Theory as follows. \n\nOn global geometry: Rigid microplates can vertically develop not only in lithosphere but also within deep mantle\, including continental\, oceanic and mantle microplates in composition\, and over 1000 microplates on surface Earth and many mantle microplates within the mantle.\nOn fundamental kinematics: Microplates as rigid blocks not only move horizontally along the small girdles around the Euler poles or self-rotation axes\, but also move down and up across the spheres.\nOn deformation: The inner microplate is either rigid or deformable\, but deformation is mainly along the microplate margin.\nOn evolution: Microplate can grow and die under many tectonic settings\, having relatively independent evolutionary history and undergoing either Wilson or non-Wilson cycles without fixed periods.\nOn mobilism and transition: Microplate could have been a large plate in passive motion under either plate tectonic or non-plate tectonic regimes\, without limit of plate margin\, microplate can develop or terminate under any tectonic setting such as previous intraplate environment.\nOn kinetics: Microplates have many linked driving forces or mechanisms\, the ultimate driving force should be Relay-Taylor Instability.\n\nVita: \nSanzhong Li\, born in 1968\, full professor of Ocean University of China (OUC)\, fellow of Leibniz Society of Sciences in Berlin\, Germany\, and vice president and council of International Association for Gondwana Research. At present\, he is director of Key Lab of Submarine Geoscience and Prospecting Techniques\, Ministry of Education\, China; deputy director of Frontiers Science Center for Deep-Ocean Multispheres and Earth Systems\, Ministry of Education\, China and deputy director of Institute for Advanced Ocean Study\, OUC. As a visiting scholar and IODP expert\, he once visited top institutions for marine sciences in Germany\, the United States\, Japan\, Australia and other countries. He serves as co-Editor-in-chief of international journals Geosystems and Geoenvironment\, and deputy editor-in-chiefs of several international journals such as Science Bulletin\, Geoscience Frontiers. \nHe has been engaged in the research of Marine Geodynamics\, Continental Dynamics\, Precambrian Geodynamics andEarth System Dynamics for over 30 years. His scientific contributions include Microplate Tectonics Theory for solid Earth\, Carbon Tectonics Theory for Earth System and Meta-Earth Techniques for AI-aided or supercomputer-based exploration. He has published 13 books in Chinese and 1 book in English as the first author in Science Press\, China. He has also published more than 400 SCI-indexed international papers in Nature Communications\, Earth-Science Reviews\, Reviews of Geophysics\, Geology\, EPSL\, JGR\, Tectonics\, Geophysical Research Letters and other top international journals. His papers have been cited by nearly 20000 SCI-indexed papers\, and he has been selected for three times as one of the highly-cited scientists in the field of geosciences by Clarivate\, ESI. His H-index from ESI is 71. He has won more than 10 important research awards\, including the second prize of National Natural Science Award\, China\, the scientific research award of Li Siguang’s Geoscience Award\, and the other first and second prizes of provincial and ministerial levels. He is the winner of Natural Science Foundation\, China (NSFC) for Distinguished Young Scientists and the principle investigator of NSFC Innovation Group. He enjoys the special government allowance of the State Council\, China and has been selected into the National Talents Project\, the Taishan Scholarships for Distinguished Professors and the Pandeng Program.
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und dem Schloss Biesdorf ein zum Vortrag von \nProf. Dr. Volker Haucke \nDirektor des Leibniz-Forschungsinstitutes für Molekulare Pharmakologie\, FMP\, Berlin-Buch \nPanta rhei in der Zelle: Von Lipiden zu neuen Medikamenten gegen Thrombose\, Schlaganfall und erbliche Myopathien \nam 3. März 2023\, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr\,\nim Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, \nAlt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin. \nLink zum Flyer der Veranstaltung
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDonnerstag\, den 9. Februar 2023 – 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61418120784?pwd=OGovWWNLcGJKTlZDdlFwemhiVXg4UT09\nMeeting-ID: 614 1812 0784\n \n  \nVortrag: \nDetlev Möller (MLS) \nGeschichte der atmosphärischen Chemie des Sauerstoffs\nAbstract: \nVor einem Vierteljahrtausend wurde das Gas Sauerstoff (O2) entdeckt: 1772 von Scheele (genannt „Feuerluft“) und unabhängig von ihm 1774 von Priestley (genannt „dephlogisticated air“). Aber erst Lavoisier erkannte durch Wiederholung aller bisherigen Experimente die grundlegende chemische Bedeutung des Sauerstoffs\, gab ihm 1780 den Namen oxygéne und baute unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse das Fundament der „modernen“ Chemie auf. Im Vortrag wird zunächst auf die Vorgeschichte der Entdeckung des Sauerstoffs eingegangen; die Untersuchung der Gase und die Phlogiston-Theorie. Sauerstoff stand lange Zeit für die „Luftgüte“. Eudiometrie (Messung des Sauerstoffgehaltes der Luft als Güteprobe) und erste Luftanalysen spielten eine wichtige Rolle. Erste Versuche der Reaktion zwischen Sauerstoff und Wasserstoff (Cavendish\, Watt) werden vorgestellt und auf die „water controversy“ des 19. Jahrhunderts wird eingegangen. Sauerstoff existiert in der Atmosphäre auch als Ozon (O3)\, entdeckt von Schönbein im Jahr 1839. Der lange Weg bis zur Klärung seiner Konstitution (Houzeau\, Andrews\, u.a.)\, seine Eigenschaften und die Rolle in der Atmosphäre werden im Vortrag gleichfalls beschrieben. Der Vortrag geht ebenfalls auf die Themen Ozonometrie\, Ozon und Gesundheit\, Bildung und Zerfall ein. Die Irrtümer und Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts werden gegenübergestellt. Die wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts zum Sauerstoff werden beschrieben; die Ozonschicht\, die Klimatologie des Ozons\, die Bildung bodennahen Ozons\, der Anstieg des bodennahen Ozons und die Abnahme des stratosphärischen Ozons („Ozonloch“). Abschließend wird darauf eingegangen\, wie wichtig das Wissen um die Forschung unserer wissenschaftlichen Vorgänger für gegenwärtige Forscher ist – um Irrtümer und unnötige Wiederholungen zu vermeiden sowie um die „richtigen“ Fragen zu stellen. \nVita: \nDetlev Möller studierte Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) mit nachfolgendem Forschungsstudium und der Promotion 1972. Anschließend war er bis 1974 wissenschaftlicher Assistent an der HUB. Im gleichen Jahr wechselte er zur Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) in die Umweltforschung und begann seine Arbeiten zur Luftverunreinigung (Waldschäden) und Luftchemie (Schwefeldioxid\, Ammoniak\, Stickstoffoxide\, Niederschlagschemie und „saurer Regen“). Er gehörte zu den ersten Forschern in Europa\, die sich der Modellierung der Chemie in atmosphärischen Tropfen (Regen und Wolken) zuwandten. Ab 1989 folgten umfangreiche Forschungsarbeiten zum Ozon\, zum Wasserstoffperoxid sowie zur salpetrigen Säure und 1991 der Aufbau der wolkenchemischen Messstation auf dem Brocken\, die bis 2010 in Betrieb blieb.\nAb 1987 hielt Detlev Möller Vorlesungen an der HUB und ab 1991 an der Freien Universität Berlin (FUB). 1989 wurde er Abteilungsleiter an der AdW. Ab 1992 leitete er die Außenstelle Luftchemie der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin-Adlershof. 1994 erfolgte die Umhabilitation und Detlev Möller wurde Privatdozent im Bereich Meteorologie an der FUB. Zudem erhielt er einen Ruf auf die C4-Professur für Luftchemie und Luftreinhaltung an der Technischen Universität Cottbus. Er war als Gastwissenschaftler an wissenschaftlichen Einrichtungen in mehreren Ländern tätig\, so in Ungarn (1985)\, in der Sowjetunion (1989)\, in China (1998)\, in Frankreich (1999) und in Japan (2005). Er ist Alleinautor von vier Monographien und Autor verschiedener weiterer Publikationen. Seit 1997 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Außerdem gehört er der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften an.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. Februar 2023 – 10:00–12:00 Uhr \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64367558348?pwd=QUhtSDFNbzZFWlpCbXk3RzZ5bk5nUT09\nMeeting-ID: 643 6755 8348 \n  \nVortrag: \nWolfgang Quapp (MLS) \nDas Frenkel-Kontorova-Modell – eine unendliche Geschichte\nAbstract: \nDas in Rede stehende physikalische Modell\, von J. I. Frenkel und T. A. Kontorova 1938 vorgeschlagen\, kann man sich als eine Kette von Pendeln vorstellen\, die untereinander linear gekoppelt sind. Es beschreibt erfolgreich Versetzungen in Kristallen und weitere Phänomene\, wird somit in der Festkörperphysik verwendet. Durch diverse Zusatzannahmen bzw. Modifikationen des ursprünglichen Ansatzes ergibt sich eine ausgedehnte Theorie\, zu der bis heute geforscht wird. Eine neue Qualität ergibt sich durch einen Grenzübergang vom Diskreten zum Kontinuierlichen\, nämlich von der Kette von Oszillatoren zu einer schwingenden Saite mit nichtlinearer Anregung. Letztere bewegt sich gemäß der sogenannten Sinus-Gordon-Gleichung\, einer bekannten Solitonen-Gleichung. Eine Solitonen-Lösung beschreibt dann unter anderem eine langlebige wandernde Störung in einem Kristall. Der Vortrag wird auf die hier angedeuteten Punkte eingehen sowie eigene Beiträge des Vortragenden zu der Theorie vorstellen. \nVita: \nWolfgang Quapp studierte ab 1966 Mathematik an der Universität Leipzig\, war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Mathematik\, später am Institut für Mathematik. Die Dissertation zu der 1982 erlangten Promotion behandelte ein Thema aus der höheren Analysis. Danach orientierte sich Wolfgang Quapp fachlich um und wandte sich Anwendungen der Mathematik in der Chemie zu. Seit 1989 kooperierte er dabei mit Kollegen der Universität Gießen. Des Weiteren knüpfte er verschiedene internationale Verbindungen. Seine Veröffentlichungsliste umfasst etwa 110 Publikationen\, viele davon mit Koautoren. Im Ruhestand seit 2012 kommen noch immer wissenschaftliche Arbeiten hinzu. Wolfgang Quapp ist auch in der Lehre\, wenngleich weniger als in seiner aktiven Berufszeit\, weiterhin tätig und ist als Gutachter sehr gefragt. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n 
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DESCRIPTION:Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \n1848er Revolutionsforschung in der DDR. Schwerpunkte\, Personen\, Diskussionen \n09.00 bis 11.00 Uhr\nOrt: ZOOM-Meeting \nAbstract: \nAls der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann im Februar 1970 in seiner Rede zur Schaffermahlzeit in Bremen anregte\, den demokratischen Bewegungen in der deutschen Geschichte größere Aufmerksamkeit zu widmen\, ging es ihm nicht allein darum\, dem stark konservativ geprägten Geschichtsbild in der Bundesrepublik etwas entgegenzusetzen. Er erinnerte auch daran\, dass das Thema der demokratischen Volksbewegungen nicht der DDR überlassen bleiben sollte. Die DDR-Geschichtswissenschaft hatte sich in den 1950er und 1960er Jahren stark auf die Revolutionen in der deutschen Geschichte und auf die Geschichte der Arbeiterbewegung fokussiert\, deren Herausbildung mit den demokratischen Volksbewegungen verknüpft war. Die institutionellen und personellen Voraussetzungen der 1848er Revolutionsforschung in der DDR waren bis zu diesem Zeitpunkt und auch später dennoch nicht geeignet\, die Befürchtungen Heinemanns zu bestätigen. Die Forschungskapazitäten in der DDR entsprachen nicht der politischen Inanspruchnahme der 1848er Revolution durch die DDR. Dennoch waren ihre Ergebnisse durchaus eine Herausforderung im deutsch-deutschen Wettbewerb. \nKurz-CV: \nProf. Dr. sc. phil. Jürgen Hofmann\, geb. 1943\, Historiker; Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1970 – 1990 Assistent\, Dozent\, Professor am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED in Berlin; 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann; 1983 Promotion B; 1991-2008 Mitarbeiter bzw. Leiter verschiedener Projekte zum Identitätswandel in Ostdeutschland\, zur Regionalgeschichte Berlins und Brandenburgs und zur Geschichte Preußens; ab 2009 freie Forschung; seit 1996 Mitglied des Internationalen wissenschaftlichen Beirates der Internationalen Tagung der Historiker(innen) der Arbeiter – und anderer sozialer Bewegungen (ITH)\, Wien und Linz/Österreich bzw. des Kuratoriums; seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät; Mitarbeit im AK Vormärz und 1848er Revolutionsforschung; Mitglied im Kuratorium des Friedhofs der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichsfelde. \nPublikationen (u. a.): \nLichtenberg. Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks\, Berlin 2013; ArbeiterInnenbewegung und Rechtsextremismus\, Wien/Leipzig 2006 (hrsg. mit Michael Schneider); Die Klasse in Aufruhr. Der 17. Juni 1953 in Berliner Betrieben\, Berlin 2003 (mit Annette Neumann); Preußen in der deutschen Geschichte. Studienbriefe\, Hagen 1999\, überarbeitete und ergänzte Auflage 2006 (mit Peter Brandt und Klaus Vetter); Konflikt – Konfrontation – Kooperation. Deutsch-deutsche Beziehungen in vierzig Jahren Zweistaatlichkeit\, Potsdam 1998 (hrsg. mit Detlef Nakath); Studien zur Demokratie in der DDR\, Zweiter Teil\, Berlin 1995 (hrsg. mit Hans-Jürgen Mende u. Reinhard Mocek); Es ging um Deutschland. Vorschläge der DDR zur Konföderation\, Berlin 1990 (Hrsg.); Ein neues Deutschland soll es sein\, Berlin 1989; Das Ministerium Camphausen-Hansemann\, Berlin 1981; über 100 Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden. \n.
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