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SUMMARY:Plenum Januar
DESCRIPTION:Rolf Hecker (MLS) \nMarx’ Studienmaterialien: thematische Vielfalt und inhaltliche Konstanten. Ein Überblick \nDie Veranstaltung findet im hybriden Format statt. \nAbstract: \nMarx’ Studienmaterialien zeichnen ein breitgefächertes\, wahrhaft universelles Bild. Es gibt kaum einen wissenschaftlichen Bereich\, der nicht\, mehr oder weniger grundsätzlich und umfangreich\, in Erscheinung tritt. Die Gesamtheit der Exzerpte und Marginalien stellt eine beeindruckende Dokumentation des zeitgenössischen Wissensstandes und seiner historischen Herausbildung dar. Es werden die philosophischen Ausgangspositionen von Marx in den 1840er Jahren zusammengefasst\, seine Analysen der Finanzpolitik\, von Krisen und die europäische Außenpolitik in den 1850er Jahren vorgestellt\, gefolgt von den 1860ern\, die von einer weiteren Systematisierung der politischen Ökonomie geprägt waren\, abschließend zeigen die 1870er die Einheit von Gesellschaft\, Ökonomie und Natur. \nAutor: Prof. Dr. Rolf Hecker\, Ewaldstr. 13\, 12524 Berlin. \nE-Mail: r.hecker@leibnizsozietaet.de ; rolffritzhecker@online.de \nGeboren 1953 in Leipzig\, Studium (1972-77) und Promotion A (1981) an der Ökonomischen Fakultät der Lomonossow-Universität Moskau; Mitarbeit an der II. Abteilung der MEGA\, 1988 Promotion B am Institut für Marxismus-Leninismus\, 1989 Professor für Geschichte der Arbeiterbewegung; seit 1991 Mitherausgeber der „Beiträge zur Marx-Engels-Forschung. Neue Folge“; seit 1994 Mitarbeit an der MEGA mit einer Arbeitsgruppe an der Tohoku-Universität Sendai; seit 2006 Neubearbeitung von Bänden der MEW; seit 2010 ausländischer Experte am Institut für Parteigeschichte und Literatur in Peking; zuletzt veröffentlicht „Springpunkte. Beiträge zur Marx-Forschung und ‚Kapital‘-Diskussion“ (Karl Dietz\, 2018). \nWeitere biografische Angaben: https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Hecker
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DESCRIPTION:Nichtöffentliche Veranstaltung \nJahresgeschäftssitzung \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 86 \nEinladung und Tagesordnung (pdf) hier zum Download \n 
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DESCRIPTION:Reneta Kileva-Stamenova \nThema des Vortrags:  100 Jahre Germanistik an der Universität Sofia – Traditionen und Perspektiven \nAngaben zum Zoom-Meeting: \nhttps://us02web.zoom.us/j/89481928076?pwd=STQrRHE5ZDhxWEVDeS9ETDhFMVFxZz09 \nMeeting ID: 894 8192 8076 \nPasscode: 475266 \nAbstract \nDer Vortrag nimmt das jüngst begangene 100-jährige Jubiläum der Germanistik an der Universität Sofia (und damit in Bulgarien) zum Anlass\, um einen Überblick über die Geschichte der Fachrichtung von ihren Anfängen im Jahr 1923 bis in die Gegenwart zu bieten. Vorgestellt wird auch das Projekt „Prof. Dr. Konstantin Galabov und die bulgarische Germanistik“\, das am Lehrstuhl für deutsche Philologie an der Universität Sofia durchgeführt wurde und aus dem ein gleichnamiger Sammelband hervorgegangen ist\, der im Herbst 2023 erschienen ist und den herausragenden Beitrag des Begründers der bulgarischen Germanistik zur germanistischen Forschung und Lehre würdigt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der internationalen Jubiläumskonferenz zum 100-jährigen Bestehen der Sofioter Germanistik (Oktober 2023) präsentiert\, die die Forschungsschwerpunkte der Fachrichtung und ihre Entwicklungsperspektiven als Teil der europäischen (Auslands-)Germanistik aufzeigen. \nAssoc. Prof. Dr. Reneta Kileva-Stamenova  \nInstitut für Germanistik und Skandinavistik \nSt. Kliment-Ochridski-Universität Sofia \n Akademischer Lebenslauf \nIch studierte Germanistik und Anglistik an der St.-Kliment-Ochridski-Universität Sofia und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Meine akademische Laufbahn begann ich 1985 als Assistentin für deutsche Sprache am Institut für Germanistik der Universität Sofia. 1994 promovierte ich zum Thema Textlinguistische und stilistische Aspekte der Übersetzungsäquivalenz (am Beispiel der Übersetzung bulgarischer Zeitungsnachrichten ins Deutsche). 2011 habilitierte ich mich mit einer Arbeit über Die Übersetzung öffentlicher Urkunden im Sprachenpaar Bulgarisch und Deutsch. Seit 2012 bin ich assoziierte Professorin für Übersetzungstheorie und -praxis am inzwischen umbenannten Institut für Germanistik und Skandinavistik an der Universität Sofia\, dessen Leiterin ich von 2015 bis 2023 war.  Meine Forschungsinteressen und Publikationen (ORCID 0000-0002-0383-9544) liegen in folgenden Bereichen: übersetzungsbezogener Textsortenvergleich\, Übersetzungsrezeption deutschsprachiger Literatur in Bulgarien und bulgarischer Literatur im deutschsprachigen Raum\, Übersetzungsdidaktik\, Lexikografie. Ich hatte längere Forschungsaufenthalte an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an den Universitäten in Leipzig\, Saarbrücken\, Göttingen\, Wien. Meine Lehrtätigkeit umfasst Lehrveranstaltungen zur Translationstheorie\, zu theoretischen Grundlagen des Fachübersetzens\, zur Übersetzung politischer\, wirtschaftlicher\, juristischer Texte sowie literarischer Prosatexte im Sprachenpaar Deutsch und Bulgarisch. \nIch habe an mehreren Projekten mit Bezug zur translatorischen Forschung und Lehre teilgenommen\, darunter: 1. Synchronisierung der Übersetzungsausbildung an der Fakultät für klassische und neue Philologien der Universität Sofia mit den aktuellen Anforderungen des Übersetzungsmarktes (2013-2015); 2. Aufbau einer Terminologiedatenbank mit Textkorpora der Fakultät für klassische und neue Philologien der Universität Sofia (2016); 3. Deutschsprachige Literatur im bulgarischen Kulturkontext (2017); 4. International Translation Passport: Developing effective functional practices for translation of different text types (2018-2020 – mit Partnern aus den Universitäten in Heidelberg\, Prag und Venedig). \nMeine wissenschaftliche Arbeit und meine Lehrtätigkeit im Bereich der Translation verbinde ich auch mit praktischer Übersetzungstätigkeit. Ich habe u.a. Werke von Thomas Mann (Essays)\, Max Scheler (Die Stellung des Menschen im Kosmos)\, Friedrich Nietzsche (Jenseits von Gut und Böse; Zur Genealogie der Moral)\, Jürgen Habermas (Der philosophische Diskurs der Moderne) und Hans Robert Jauß (Ästhetische Erfahrung und literarische Hermeneutik) ins Bulgarische übersetzt. \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Februar 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88030466234?pwd=MVRtOC9OWGw0UUZFL1Rla3ArVmFWdz09\nMeeting-ID: 880 3046 6234\nKenncode: 548086 \nVortrag: \nUlrich Jumar (MLS) \nForschung zur Funk-Datenkommunikation im Spannungsfeld industrieller Anforderungen und 5G-Mobilfunkmarkt\nAbstract: \nFrühzeitig hat sich bei der Forschung zum Thema der Funk-Datenkommunikation in der industriellen Automation gezeigt\, dass beim Nachweis der Leistungsfähigkeit der Kommunikation der Applikationsaspekt Berücksichtigung finden muss. So interessiert den Nutzer in der Industrie\, in welchem Maße die Anforderungen erfüllt werden und ob noch Reserven für einen späteren Ausbau vorhanden sind. Folgerichtig befasst sich eine Arbeitsgruppe beim Autor des Beitrags mit der methodischen Anforderungsspezifikation sowie mit Methoden zur Bewertung des Zeit- und Fehlerverhaltens von Funklösungen. Ein ausgewählter Forschungsgegenstand ist das Koexistenzmanagement\, das dann relevant wird\, wenn mehrere Funksysteme zur gleichen Zeit am selben Ort dasselbe Frequenzspektrum nutzen. Ein Vorteil des beschrittenen Weges ist die Unabhängigkeit von der Funk-Technologie und von herstellerspezifischen Produkten. Die Arbeiten fließen in die 5G-ACIA „5G Alliance for connected industries and automation“ ein\, zu deren Gründungsmitgliedern das Institut des Autors zählt. Mit Blick auf die Forschung wird das „Industrial Radio Lab Germany“ vorgestellt\, das sich zum Ziel gesetzt hat\, die flexible Vernetzung von Maschinen und Anlagen in Produktionssystemen durch drahtlose Kommunikationssysteme zu unterstützen. Ein Spannungsfeld entsteht nicht zuletzt dadurch\, dass die durch den 5G-Mobilfunkmarkt geschürten Erwartungen mit den automatisierungstechnischen Anforderungen an Echtzeitverhalten\, Zuverlässigkeit und Sicherheit kontrastieren. \nVita: \nUlrich Jumar hat von 1978 bis 1983 Elektrotechnik in der Fachrichtung Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik an der damaligen TH Magdeburg studiert. 1986 wurde er mit einer regelungstechnischen Arbeit zum Dr.-Ing. promoviert. Nach einer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Magdeburger Universität und einem Forschungsaufenthalt am King’s College in London war Ulrich Jumar als Gründungsmitglied des An-Instituts ifak e.V. seit 1992 maßgeblich am Aufbau des Instituts für Automation und Kommunikation (ifak) in Magdeburg beteiligt. Seit 2005 ist er Vorstandsvorsitzender und Leiter des ifak und Professor an der Otto-von-Guericke-Universität in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Er arbeitet an der Schnittstelle wissenschaftlicher Methoden und Verfahren der Automatisierung und deren Anwendung. In der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik ist Ulrich Jumar langjährig im Vorstand und Beirat tätig. Er ist zudem in leitender Funktion beim jährlichen AUTOMATION-Kongress aktiv. Auf internationaler Ebene wirkt er in der IFAC International Federation of Automatic Control. Er ist Editor-in-Chief der wissenschaftlichen Zeitschrift at – Automatisierungstechnik\, Mitglied in verschiedenen Fachbeiräten und Gutachtergremien und seit 2023 Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:Fällt aus: Plenarsitzung Februar
DESCRIPTION:Der Plenarvortrag von Dr. Rainer Land am 8. Februar 13.30 fällt wegen Krankheit aus.\nDr.sc. Rainer Land \n„Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas und die KPCh. Was ist eine gelenkte Marktwirtschaft?“ \neine online-Teilnahme ist möglich:  https://meet.jit.si/StiftungLS \nChinas gelenkte Marktwirtschaft und die Seidenstraßen-Initiative (Artikel des Referenten) \nCV \nJahrgang 1952. Berufe: Rinderzüchter\, Philosoph (Dipl. phil)\, Wirtschaftswissenschaftler (Dr.sc.oec). Studium der Philosophie und der Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin von 1975 bis 1983. 1984 promoviert bei Hans Wagner über philosophische Probleme der politischen Ökonomie (Promotion A und B). In den 1980er Jahren Forschungen insbesondere zur Entwicklung der Produktivkräfte im modernen Kapitalismus und den Gründen für die Stagnation der staatssozialistischen Wirtschaftssysteme. Wissenschaftliche Grundlage dafür wurden neben der Marxschen Kapitalismustheorie in der Deutung von Hans Wagner\, Schumpeters „Theorie der wirt-schaftlichen Entwicklung“ und die Systemtheorie Luhmanns. Von 1988 bis 1990 Mitarbeit in der reformorientierten „Projektgruppe Moderner Sozialismus“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1980 bis 1991: Lehre und Forschung an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der Universität Kabul (1988)\, Lehraufträge und Vorträge an verschiedenen deutschen und ausländischen Universitäten\, wissenschaftlichen Akademien und Instituten. In den 1990er Jahren empirische industriesoziologische Untersuchungen der „Transformation“ ostdeutscher Kombinate und Betriebe in marktwirtschaftliche Unternehmen (bzw. Abwicklung\, Aufteilung und Verkauf der Reste)\, z.B. „Büromaschinenwerk Sömmerda\, Robotron\, Textima Karl-Marx-Stadt\, Planeta Druckmaschinen Radedeul. In Kooperation mit dem SOFI Göttingen. 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an SOFI Göttingen. Von 1992 Mitgründer und bis 1995 Verantwortlicher Redakteur der sozialwissenschaftlichen Zeitschrift Berliner Debatte Initial\, danach bis 2008 Redaktionsmitglied\, danach bis 2022 verantwortlich für Satz und Gestaltung und Redakteur einzelner Hefte.  \n2001 mit Andreas Willisch Wiedererrichtung des Thünen-Instituts für Regionalentwick-lung eV. Ab 2005 Mitarbeit an der sozioökonomischen Berichterstattung (SOEB) unter Feder-führung des SOFI Göttingen. Von 2012 Mitgründer und bis 2017 Vorstand der BED – (Bio)EnergieDörfer eG. Seit 2016: Theoretische Arbeiten zur Dynamik der kapitalistischen Produktionsweise\, der Unterscheidung von Entwicklung und Wachstum und zum Ökokapitalismus. Seit 2009 sporadisch (erneuerbare Energien) und seit 2019 systematisch Arbeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung in China. \n Weitere Informationen zum Referenten
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 9. Februar 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nDiskutiert wird Wolfgang Streeck: Zwischen Globalismus und Demokratie. Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus. Berlin: Suhrkamp 2021. \nDas Buch versteht sich als Zeitdiagnose in direkter Tradition zu Karl Polanyi. Hatte Streeck vor einigen Jahren („Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“) den brechenden Zusammenhang von Demokratie und Kapitalismus thematisiert\, so sieht er dort noch geäußerte Alternativen als gescheitert an: Die EU eben ist ein „scheiterndes Imperium“\, sie stellt sich dar „als weltregionale Erscheinungsform einer allgemeinen Transformationskrise“ (145). \nFür Streeck läuft die kapitalistische Ökonomie „unter geldschöpferischer Notbeatmung keuchend“ (11) weiter\, während sich ein neoliberales Projekt zur Ablösung der Nationalstaaten ausbreite. Ein solcher Übergang in global governance ohne Demokratie soll aufgehalten werden. Statt „kosmopolitischen Illusionen“ weiterer Globalisierung (14) zu glauben\, setzt er auf den „Wiederaufbau dezentralisierter Souveränität“ (15)\, insbesondere eine „Rehabilitierung des Nationalstaats“ (14). \nKonzept und Buch werden kritisch diskutiert\, vor allem die einseitigen Attacken auf die EU. Was ist aber zu den dargestellten Grundtrends neoliberaler Globalisierung zu sagen? Wenn man Streeck bei seinem „Ausweg nach unten“ nicht folgt: Welche Alternativen gibt es? Was wären progressive Sichten auf Dezentralisierung\, Regionalisierung? Das sind herausfordernde Fragen kritischer Zeitdiagnose. \nStreeck selbst hat eine diesbezüglich anregende Publikation eingeleitet: Die Ökonomie des Alltagslebens. Für eine neue Infrastrukturpolitik (dt. 2019). Begründet werden eine mögliche Stärkung von Demokratie und wirtschaftlicher Entwicklung in regionalen Kontexten\, zugleich als eine andere Globalisierung. Deren Basis ist die Orientierung auf eine vom Neoliberalismus „aufgefressene“(!) Fundamentalökonomie. Mit ihr macht sich der Horizont eines „Infrastruktursozialismus“ auf. \nAuf diese Perspektivenöffnung wird von Michael Thomas nach Vorstellung durch Ulrich Busch und Diskussion zum Streeck-Buch ergänzend hingewiesen. Zu beiden Publikationen werden noch einführende Referierungen und Diskussionspunkte verschickt. Für das umfangreiche Buch von Streeck empfiehlt sich zumindest die Lektüre von Einleitung (21 – 60) sowie Quintessenz (507 – 511). \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Ehrenkolloquium für MLS Hartung
DESCRIPTION:Einladung  \nAm 15. Februar 2024\, 13.30 Uhr findet im Historischen Ratssaal im Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87/88\, 12587 Berlin\, ein Kolloquium zu Ehren unseres Mitglieds Wolfdietrich Hartung\, der am 25. Februar 2023 seinen 90. Geburtstag beging\, statt. Sie sind dazu herzlich eingeladen. \nEine Teilnahme über Zoom ist möglich. \nProgramm des Ehrenkolloquiums für MLS Wolfdietrich Hartung \n13.30\nEröffnung\nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibnizsozietät \n13.45\nLaudatio\nNorbert Dittmar (Freie Universität Berlin) \n14.15\nZur Begriffsgeschichte von „Kommunikation“\nClemens Knobloch (Universität Siegen)\nHandout zum Vortrag \n15.15\nDiskussion \n15.30\nDankesworte von Wolfdietrich Hartung \n15.45 Ausklang des Kolloquiums mit einem Imbiss \n  \nLink zum Programm und zu Materialien zum Kolloquium
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. März 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68803031789?pwd=dlZ4NGZCRzdTZ2YyUDVnL2kzK2hSZz09\nMeeting ID: 688 0303 1789 \nVortrag: \nUlrich Wulf (BTU Cottbus) \nQuantenmechanischer Ladungstransport in Nanotransistoren und daraus abgeleitete energiesparende Nanotransistorlösungen\nAbstract: \nNach dem wohlbekanntem Mooreschen Gesetz verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren in Hochleistungs-Mikrochips etwa alle zwei Jahre. Dieses Gesetz bleibt bis heute gültig\, die Entwicklung intensiviert sich sogar. Der Vortrag demonstriert die erheblichen Umgestaltungen der Transistorarchitektur – MOSFET\, FinFET\, SOI-Transistor und Nanosheet-FET – die notwendig waren\, um das Mooresche Gesetz aufrechtzuerhalten. Diese Umgestaltungen sind verbunden mit wechselnden physikalischen Regimen des Ladungstransports – semiklassischer\, mesoskopischer und atomistischer Transport. Die Ausführungen konzentrieren sich auf den mesoskopischen Transport\, welcher für die modernen industriellen Transistoren geeignet ist. Wegen der komplexen Architektur und Materialzusammensetzung der Bauelemente ist zur Berechnung der Strom-Spannungs-Kennlinien eine möglichst einfache Formulierung der Transporttheorie erforderlich. Hierzu wird der R-Matrix-Formalismus vorgestellt\, seine Anwendung auf einen SOI-Transistor gezeigt und der Vergleich mit experimentellen Ergebnissen vorgenommen. Außerdem wird demonstriert\, wie die Standard-SOI-Architektur modifiziert werden konnte\, um einen Transistor zu erhalten\, der mit zwei parallelen Leitungskanälen arbeitet\, die durch transversales resonantes Tunneln gekoppelt sind. Wegen der sensitiven Gate-Steuerbarkeit dieser Kopplung hat dieser Zweikanaltransistor das Potenzial\, Anwendungen mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch zu ermöglichen \nVita: \nUlrich Wulf studierte von 1980 bis 1987 Physik an der Universität Hamburg und war von 1987 bis 1991 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart in der Gruppe des Nobelpreisträgers Klaus von Klitzing. Von 1991 bis 1993 war er Postdoktorand an der Indiana University in Bloomington\, Indiana (USA). Seit 1993 ist er Privatdozent an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus/Senftenberg (BTU)\, 2007 erfolgte die Habilitation. Ulrich Wulf ist heute am Lehrstuhl für Computational Physics an der BTU tätig. Seit mehr als 25 Jahren ist er in der Welt der Quantenelektronik bzw. der Nanoelektronik zu Hause. Die Grundlagenarbeit\, die er dabei geleistet hat\, vergleicht er selbst mit der Kartographie. Die Welt der Quanten muss gezeichnet\, die Zeichnungen müssen immer wieder verbessert werden\, nur dann kann der Mensch sich in dieser Welt zurechtfinden und radikale technische Fortschritte erreichen. Bei seiner Forschung rechnet er mit Millionstel Millimetern. Nanoelektronik wird die Halbleitertechnologie revolutionieren\, davon ist Ulrich Wulf überzeugt.
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DESCRIPTION:Bernardina Rago \nDer Leopard in der DDR. Die Assimilation eines aristokratischen Romans in der sozialistischen Gesellschaft \nEine Teilnahme per Zoom ist möglich. \n Abstract \nAusgehend von authentischem\, unveröffentlichtem Archivmaterial wird auf die spannende Geschichte der ersten Ausgabe von Il Gattopardo in der DDR (1961) zurückgeblickt. Sie liest sich wie ein literarischer Kriminalroman mit einer verschachtelten Handlung und einem überraschenden Finale. Das Werk eines sizilianischen verstorbenen Prinzen überwindet die Mauer\, dank Alfred Kurella\, dem mächtigen Leiter der Kulturkommission des Politbüros des Zentralkomitees der SED\, einem strengen Stalinisten und langjährigen Mitstreiter von Walter Ulbricht. In seinem Nachwort wird Der Leopard nicht als der Roman der Dekadenz präsentiert\, sondern als derjenige\, der den Beginn einer neuen Ära einläutet. Eine völlige Assimilierung sowohl der Figuren als auch des Autors verwandelt den Roman in einen Spiegel der sozialistischen Republik. Die stark ideologisch geprägte Interpretation bewirkt eindeutig den Erfolg der Ausgabe in der DDR und die darauf folgende Isolierung im Westen. \nCV \nBernardina Rago\, 1957 in Mola di Bari geboren\, studierte Germanistik (1976-1980) und Literaturwissenschaft (1981-1986) an der Universität Aldo Moro Bari. Danach war sie Deutschlehrerin am Gymnasium in Italien\, Leiterin mehrerer transnationaler Projekte in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Rom und der BDP Florenz\, von 2017 bis 2021 Ministeriallektorin an der Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn und an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf im Auftrag des italienischen Auslandsministeriums. Sie promovierte 2022 in Romanistik an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über die erste Ausgabe des Romans Il Gattopardo (Der Leopard) in der Deutschen Demokratischen Republik. Schwerpunkt ihrer Forschung war und ist die Rezeption der italienischen Literatur in der DDR\, speziell bezogen auf sizilianische Autoren\, u. a. Giuseppe Tomasi di Lampedusa\, Giovanni Verga und Leonardo Sciascia. Im August 2023 erhielt sie in Santa Margherita Belice den Sonderpreis der Jury „Premio Internazionale Giuseppe Tomasi di Lampedusa“.
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DESCRIPTION:Raiko Krauß (MLS) \nDer Beginn der sesshaften Lebensweise in Europa und deren Folgen\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68752161205?pwd=N0VBMzBpWStwd05DL09WSTBOU2JGQT09\nMeeting ID: 687 5216 1205 \nAbstract: \nNachdem der Mensch die längste Zeit der Kulturgeschichte seine Subsistenz als umherschweifender Jäger\, Sammler und Fischer bestritten hatte\, bedingte die Einführung der Landwirtschaft während des Neolithikums seine permanente Ansiedlung an einem Ort. Nahezu alle Innovationen\, die unser heutiges Leben ausmachen\, haben ihre Wurzeln in diesem fundamentalen Wandel\, darunter die Metallurgie\, der Rad-und-Wagen-Komplex sowie die Bewässerungs- und Pflugwirtschaft. Auch Keramikproduktion und Hausbautechniken wurden durch die Sesshaftigkeit befördert. Während man in den älteren Epochen der Steinzeit weit überwiegend Ressourcen nutzte\, die in der Umwelt auf natürliche Weise vorkommen\, ging man im Neolithikum dazu über\, die Mehrzahl der Lebensmittel zu produzieren\, indem man ausgewählte Pflanzen kultivierte und Tiere\, die sich dazu eigneten\, domestizierte. Letzteres bot dann auch die Grundlage für die Nutzung der tierischen Arbeitskraft. Im Vortrag sollen einige Aspekte dieses kulturhistorisch bedeutsamen Überganges von der umherschweifenden zur sesshaften Lebensweise anhand ausgewählter Forschungsergebnisse des Referenten Raiko Krauß für Mittel- und Südosteuropa nachgezeichnet werden. \nVita: \nRaiko Krauß (*1973) studierte von 1994 bis 2000 Ur- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie. Außerdem belegte er Kurse in Philosophie\, Klassischer Philologie und Vergleichender und Indogermanischer Sprachwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin ab. Nach einer Redaktionstätigkeit für das Sächsische Landesamt für Archäologie in Dresden und einem Reisestipendiat des Deutschen Archäologischen Instituts forschte er von 2005 bis 2008 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts sowie als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhardt Karls Universität Tübingen. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist Raiko Krauß außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. In den folgenden Jahren erfuhr seine Forschungstätigkeit eine Förderung im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft. \nRaiko Krauß ist Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Anthropologie\, Ethnologie und Urgeschichte\, Vize-Präsident der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft\, Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und seit dem Frühjahr 2023 gewähltes Mitglied der Leibniz Sozietät zu Berlin.
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Prof. Dr. Matthias F. Melzig \n(Berlin) \nNaturstoffe mit antimikrobieller Wirkung in Kombination mit Antibiotika – eine Möglichkeit im Kampf gegen antibiotikaresistente Infektionen? \nAbstract \nUnter dem Motto „No action today\, no cure tomorrow” startete die WHO am 7. April 2011 die weltweite Kampagne zum Kampf gegen Antibiotikaresistenz\, ein globales Problem das die Medizin seit der Einführung der modernen Antibiotikatherapie beschäftigt. Neben der Neuentwicklung von Antibiotika gehört die Forschung zu neuen Wirkstoffen mit Antivirulenzeigenschaften sowie mit Resistenz- überwindender Aktivität zu den Herausforderungen der Arzneimittelentwicklung für Antiinfektiva. Dafür ist es notwendig\, unter Berücksichtigung evolutionärer Zusammenhänge\, die gegenwärtigen Paradigmen zur antiinfektiven Therapie zu überprüfen. Naturstoffe aus Pflanzen bieten ein breites Spektrum an biologischen Wirkungen\, die eine Vielzahl von Zielstrukturen in Mikroorganismen adressieren und daher seit dem Altertum therapeutisch erfolgreich eingesetzt werden. Die Kombination von Antibiotika mit pflanzlichen Wirkstoffen\, die antimikrobielle Eigenschaften aufweisen\, ist eine neue Therapieoption zur Resistenzüberwindung unter Verwendung der gegenwärtig noch zur Verfügung stehenden Antibiotika. \nInformation zum Referenten \nMatthias F. Melzig ist Professor für Pharmazeutische Biologie. Er studierte Pharmazie und experimentelle Pharmakologie/Toxikologie an der Universität Greifswald. Nach Promotion und Habilitation wechselte er 1989 an das Institut für Wirkstoffforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1990 als Gruppenleiter an das Institut für Molekulare Pharmakologie in Berlin. Dort und während eines Forschungsaufenthaltes am Karolinska-Institut in Stockholm beschäftigte er sich mit molekular-pharmakologischen Fragestellungen u.a. zu Sucht und Abhängigkeit. 1996 wurde er von der Humboldt-Universität zu Berlin zum Professor für Pharmazeutische Biologie an das dortige Institut für Pharmazie berufen. Nach dessen Schließung 2002 wechselte er in gleicher Position an das Pharmazeutische Institut der Freien Universität Berlin. Im Mittelpunkt seiner Forschung standen v.a. die Naturstoffforschung und Nutzung von Arzneipflanzen in der Phytotherapie bei Mensch und Tier. Von 2014 bis 2017 nahm Matthias F. Melzig eine Gastprofessur für Naturstoffforschung an der School of Bioscience and Engineering an der Shaanxi University of Technology wahr. 2018 verlieh ihm das Pharmazeutische Institut der Medizinischen Universität Warschau die Ehrendoktorwürde. In der Zeit seiner aktiven beruflichen Tätigkeit war er Geschäftsführender Direktor des Pharmazeutischen Instituts\, Vorsitzender der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und Dekan des Fachbereichs Biologie-Chemie-Pharmazie an der FU Berlin. \nMatthias F. Melzig ist Autor von mehr als 350 wissenschaftlichen Publikationen\, darunter Bücher und Buchkapitel. Er ist Herausgeber\, Ko-Herausgeber sowie Mitglied des Editorial Boards in internationalen und nationalen wissenschaftlichen Zeitschriften. \n  \nFlyer zur Veranstaltung
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SUMMARY:3. Rohstoffkolloquium
DESCRIPTION:Die Arbeitsgruppe Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum-\, Astrowissenschaften (GeoMUWA) der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert in Zusammenarbeit mit GREENPEG.eu am 20. März 2024 an der Universität Potsdam das \n3. Rohstoffkolloquium \nKritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein – was ist zu tun?\nVon der EU als kritisch definierte Rohstoffe sind unverzichtbar für moderne Technologien unter anderem zur Realisierung der Energiewende. Die Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe kann jedoch durch politische\, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Ereignisse beeinträchtigt werden. Deshalb hat die EU bis 2030 das Ziel gesetzt\, 10% des EU-Verbrauchs dieser Rohstoffe innerhalb der EU abzubauen. Gleichzeitig sinkt in der Bevölkerung die Akzeptanz für den lokalen Rohstoffabbau. Ziel des 4. Rohstoffkolloquiums ist\, die Gründe des geringen öffentlichen Bewusstseins für dieses Thema zu analysieren und mögliche Wege für eine größere Akzeptanz für den Bergbau aufzeigen. \nProgramm (10:00-16:00) (als PDF Datei zum Download) \n10:00-10:15: Prof. Dr. Gerda Haßler (MLS\, Universität Potsdam): Eröffnung \n10:15-10:45: Prof. Dr. Christoph Hilgers (Karlsruher Institut für Technologie): Rohstoffbewusstsein und geostrategische Rohstoffsicherung \n10:45-11:15: Knut Ansgar Hirsch (DMT GmbH and Co. KG\, stellv. Vorsitzender des Vereins Rohstoffwissen): Der Bürgerdialog Rohstoffe – wissenschaftsbasierte Aufklärung der Bevölkerung \n11:15-11:45: Fiarra Pudritzki und Prof. Dr. Steffen Kolb (HTW Berlin): Geothermie und Lithium: Mediale Darstellung von Geothermie in Südwestdeutschland mit einem Ausblick auf Lithiumförderung \n11:45-12:15: Dr. Bastian Mrosko (Universität Innsbruck): Sehen – Staunen – Anfassen – Experimentieren – Verstehen: Möglichkeiten der Schaffung von öffentlichem Bewusstsein in der jungen Generation \n12:15-13:30: Mittagspause \n13:30-14:00: Dr. Kate Smith und Prof. Frances Wall (University of Exeter): Umwelt- und soziale Auswirkungen der Anwendung von konventionellen und neuen Explorationstechniken – Fallstudien aus dem GREENPEG EU-Projekt \n14:00-14:30: Prof. Dr. Thomas Seifert (TU Bergakademie Freiberg): Lagerstätten kritischer Metalle im Erzgebirge-Krušné Hory-Vogtland – Status und Ausblick \n14:30-15:00: Dr. Hennes Obermeyer (MLS\, Inspekt eG): Kritische Baustoffe \n15:00-16:00: Zusammenfassende Diskussion und Ausblick \n17:00: Gemeinsames Essen in der Piazza Toscana \n  \nDer Veranstaltungsort ist die Universität Potsdam\, Standort Griebnitzsee\, Komplex 3\, Haus 7\, Raum 0.39\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam\, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7 sowie RB) \nDie Teilnahme ist kostenlos. Es besteht die Möglichkeit\, per Zoom an der Veranstaltung teilzunehmen (Hybrid-Veranstaltung)\, die Zoom-Einwahldaten sind die folgenden:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67502165885?pwd=bkN2SHdWRUtkTTJiQ25OUmNhbHUvQT09\nMeeting-ID: 675 0216 5885 \nDie Texte zu den Vorträgen werden nach dem Kolloquium in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät publiziert.\nDie Veranstalter der GeoMUWA sind Axel Müller (a.b.muller@nhm.uio.no)\, Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de)\, Reinhard Greiling (reinhard.greiling@kit.edu) und Björn Egbert. \n 
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SUMMARY:Keine Sitzung der Klasse SGW
DESCRIPTION:Wegen des Kolloquiums “Kant und die Rezeption der Aufklärung” entfällt am 11. April die Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften.
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SUMMARY:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik
DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik \nLaudatio sowie Fachvortrag aus dem Bereich Kybernetik \nVerleihung des Heinz-von-Förster-Preises an P. K. Fleissner (MLS) und J. W. Dietrich \nOrt: Historisches Rathaus Friedrichshagen\, Zeit: 10:00 bis 12:30 Uhr \nZoom Link für die Veranstaltung:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68191683557?pwd=V0Z6UDU5NjdwejMvalFrZjdBZ1JWQT09 \nMeeting-ID: 681 9168 3557
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SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät  "Kant und die Rezeption der Aufklärung"
DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet im hybriden Format statt. \nProgramm\n13.00 Uhr\nGerda Haßler\, Präsidentin der LS\nBegrüßung und Eröffnung  \n13.15 Uhr\nHeiner F. Klemme (Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg)\nHumanität und Selbsterhaltung. Kant oder Heidegger?\nDiskussion \n14.30 Uhr\nHermann Klenner (MLS)\nImmanuel Kant im Widerstreit um Frankreichs Revolution\nDiskussion \n15.15 Uhr:  Pause \n15.45 Uhr\nHans-Christoph Rauh (Berlin)\nWie wirkte Kant aufklärerisch-kritisch in der DDR-Philosophie?\nDiskussion \n16.30 Uhr\nGerda Haßler (MLS)\nKants Herausforderung an die Sprachtheorie\nDiskussion \n17.15 Uhr\nAnnette Vogt (MLS)\nMathematiker als Kantianer?\nDiskussion \n18.00 Uhr\nUlrich Busch (MLS):\nKant\, Fichte\, Goethe – unterschiedliche Antworten auf die Frage nach der Funktionalität des Geldes\nDiskussion \n18.30 Uhr\nGründung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte  \nMaterial zur Jahrestagung
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 10. Mai 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nDiskutiert werden soll zum Thema: \nKultur und moralisierende Weltsichten als Kriegstreiber in Russland und bei uns\nThematische Einführung: Prof. i.R. Dieter Segert (MLS) \nDer Krieg zwischen Russland und der Ukraine war nicht nur Anlass zur Ausrufung einer spezifischen „Zeitenwende“\, er ist zunehmend deren wesentliches Charakteristikum und bestimmt aktuelle Zeitdiagnosen: Auch für Europa scheint die (zu) lange friedliche Ordnung vorbei. Politiker benennen die noch verbleibenden Jahre bis zum großen Kriegsausbruch\, erheben Kriegstüchtigkeit zum Leitmotiv politischen Agierens. In den Medien ist Krieg längst die neue Normalität beim lockeren Morgentalk: Eine schleichende Neuformatierung des Zeitgeistes. \nWelche kulturellen oder ideologischen Narrative werden warum herangezogen? Was sind deren Konsequenzen\, was wäre ihnen entgegenzusetzen? Dieter Segert wird dafür vor allem Russland in den Blick nehmen\, das geläufig nur als „Putin-Land“ erscheint und so verklärt wird. Wie hängt das mit den Debatten bei uns zusammen – auch das ist zu diskutieren. Vorgeschlagene Schwerpunkte für den Einstieg: \nWelche Art von Konservatismus treibt die russische Elite und wie ist er entstanden? \nFaschismusvorwurf und moralisierende Perspektiven auf den Gegner als Argument der Beteiligung am Krieg \nGeistige Abrüstung als Voraussetzung von Friedenspolitik \nLiteratur:  \nKatharina Bluhm: Russland und der Westen Matthes & Seitz 2024 (2. Auflage) – (Einleitung\, 7-26; Schlussbetrachtung\, 383-388) \nSergej Karaganow – Interview mit Gabor Stier (aus Nachdenkseiten\, 2. Februar 2024) \nDieter Segert: In der Sprache abrüsten! EASTBLOG 15.5.22 \nDers.: Wir müssen auch im Denken abrüsten. Berliner Zeitung 16./17.3.24 \nMichael Thomas (Nachfragen/Anmeldungen unter thomas.micha@t-online.de)
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Ulrich Busch (MLS) und Dorothee Röseberg (MLS) \n „Die Leibniz-Sozietät als zweite Wissenschaftskultur?“   Streitgespräch mit Diskussion\nLink zum Diskussionsbeitrag von Ulrich Busch \nLink zum Diskussionsbeitrag von Dorothee Röseberg \nVita von Ulrich Busch \nUlrich Busch legte 1969 in Magdeburg das Abitur ab und erlernte in der Deutschen Notenbank den Beruf eines Bankkaufmanns. Anschließend studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie. 1976 wurde er zum Dr. oec. promoviert. Danach war er in leitender Funktion in der Staatsbank der DDR tätig. 1981 wechselte er an die Humboldt-Universität\, erwarb die Facultas Docendi und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. Nach 1990 wirkte er aktiv an der Umstrukturierung und dem Neuaufbaus der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit. Nach der Abwicklung der Fakultät arbeitete er bis 2009 als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität und an anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen. Zuletzt war er an der Technischen Universität Berlin beschäftigt. Zudem wirkte er als Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Budapest\, als Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt a. M. und an einer Reihe in- und ausländischer Universitäten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Geldtheorie und -politik\, Transformation und ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung. Herr Busch ist seit 2009 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Von 2010 bis 2021 war er Schatzmeister der Sozietät. \nVita von Dorothee Röseberg \nDorothee Röseberg wurde 1951 in Caputh bei Potsdam geboren und schloss ihre Schulzeit in Berlin 1969 mit dem Abitur und einer Berufsausbildung als Handelskauffrau ab. Ihr Diplomlehrer-Studium für Französch und Russisch (1969 bis 1973) an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) führte sie zunächst in den schulpraktischen Dienst. 1977 kehrte sie als Aspirantin an das Institut für Romanisitk der HUB zurück\, wo sie 1982 mit einer Arbeit über die “Französische Jugendbewegung und Jugendpolitik der FKP seit 1968” promovierte (Dr. phil.). Von 1982 bis 1991 war sie wissenschaftliche Assistentin im Bereich Literaturwissenschaft. Ihre facultas docendi erhielt sie 1990 für das Gebiet „Literatur- und Kulturgeschichte Frankreich“. Sie habilitierte sich 1991 mit einer Arbeit zur “Funktionsgeschichte französischer Literatur in der Bildungsgeschichte der französischen Eliten (18.-20. Jh.)” (Promotion B). 1994 erfolgte der Aufhebungsvertrag an der HUB. Sie erhielt ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Lehrverpflichtungen an der Universität Potsdam und wurde noch im gleichen Jahr auf die Professur „Kultur romanischer Länder“ an die TU Chemnitz berufen. 1997 erfolgte der Ruf auf die C4-Professur für Romanistik und Kulturwissenschaft (mit Schwerpunkt Frankreich) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. \nHier entwickelte und leitete sie seit 2002 den internationalen  Studiengang „Interkulturelle Europa- und Amerika-Studien“ und war Programmbeauftragte für die Universität Paris Nanterre. Über viele Jahre wirkte sie als Mitglied im wissenschaftlichen Beirat und als Gutachterin der Deutsch-Französischen Hochschule und in Auswahlgremien des DAAD. 2007 erfolgte die Berufung zur assoziierten Wissenschaftlerin im Landesforschungsschwerpunkt „Aufklärung – Religion – Wissen. Transformationen des Religiösen und des Rationalen in der Moderne“\, wo sie seit 2010 als wissenschaftliche Betreuerin im gleichnamigen Graduiertenkolleg des Exzellenznetzwerkes tätig war. Gastprofessuren führten sie nach Frankreich\, Togo\, Kamerun und in die Schweiz. Dorothee Röseberg ist bis heute  als Gutachterin für internatioanle Akademien und Stiftungen.und in den landesweiten Akkreditierungsverfahren von Studiengängen tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören: Geschichte\, Theorie und Methoden fremdsprachlicher Kulturwissenschaft\, Fremderfahrungsforschung\, Erinnerungskulturen\, Transkulturelle Kulturmusterforschung: ‚formation de la raison‘\,  sowie Kulturgeschichte Frankreich/DDR. \nFür ihre Forschungen im Bereich der deutsch-französischen Kulturgeschichte wurde sie 2015 vom französischen Staat zum Officier dans l‘Ordre des Palmes Académiques ernannt. 2019 erhielt sie für ihr Engagement in den deutsch-französischen Beziehungen den Prix franco-allemand de Champagne. Sie ist seit 2012 Mitglied der Leibniz-Sozietät\, seit 2016 Vizepräsidentin. \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 16. Mai 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/65667231796?pwd=ajc5cUxMUDNCbjlIOHNOQzA5VXdSUT09\nMeeting-ID: 656 6723 1796\n  \nVortrag: \nTao Wang (Beijing) \nContinental assembly/growth and orogenic types: Big data of magmatic rocks \n  \nAbstract: \nThe continental crust distinguishes Earth from other planets and records its unique evolutionary history characterized by its assembly and growth during orogenesis. Many issues are still not known well\, including what are the ways of assembly of complex continents\, whether voluminous Phanerozoic growth occurs or not\, what are the relationships of the assembly and crustal growth to orogeny\, and how to quantitatively evaluate them. \nThe talk presents the results of recent research on these issues based on big data of igneous rocks. Five stages of the assembly of the complex Asian continent\, including a roll-back\, scissor-like closure of the Mongolian Okhotsk Ocean\, were constructed through the spatial-temporal evolution of magmatic belts mainly based on geochronology datasets. \nNd-isotopic mapping of 8 typical Phanerozoic orogens characterizes their architecture and crustal growth. The results demonstrate that the proportions of juvenile crust decrease from typical accretionary (> 59%) to general accretionary (50% – 30%)\, to accretionary–collisional\, and to collisional orogens and confirm voluminous (> 50%) Phanerozoic crustal growth. A new approach is proposed to quantitatively characterize orogen types and their evolution as well as their relationships with crustal growth through isotope mapping. \nVita: \nProfessor Tao Wang is Senior Researcher of the Institute of Geology\, CAGS (Chinese Academy of Geological Science)\, Director of the National Committee of Experts of Regional Geological Mapping\, Deputy Director of Regional Geology and Mineralization Specialized Committee\, China Geological Society and Director of the Beijing SHRIMP center (2018-2023). His major research interests are geological mapping\, granitic origin\, structural geology\, tectonics\, orogenic evolution\, continental crust\, deep Earth probes\, and metallogeny. He published several sheets of 1:50000-scale Geological Maps. Tao Wang is the leader of IGCP-662 and co-leader of OnePetrology of DDE (Deep-time Digital Earth\, the first IUGS-recognized Big Science Programme). He published about 290 papers in national and international journals and is listed in the top 2%-rank global scientists and top 1%-rank of global scientists in 2022.
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SUMMARY:Geschäftssitzung und Plenum
DESCRIPTION:13.00 Uhr\nGeschäftssitzung (nicht öffentlich)\n\n13.30 Uhr\nTilman Bezzenberger (MLS)\nVon „corpus habere“ zur Business Corporation\nonline Teilnahme am Vortrag ist möglich. \nAbstract\nBei der Business Corporation oder Kapitalgesellschaft als Rechtsform für Unternehmen und vor allem für Großunternehmen bahnt sich ein Epochenwandel an\, und niemand weiß\, was dann kommt. Da lohnt ein kurzer weltgeschichtlicher Rückblick; vielleicht zeichnet sich so eine Perspektive ab. Vorformen der Wirtschaftskorporation gab es schon im römischen Recht und im Mittelalter. Aber das waren Gestaltungen\, die man heute eher dem öffentlichen Sektor zuordnen würde. Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Business Corporation privat geworden. Sie war anfangs von ihren Aktionären oder Shareholders geprägt. Doch in den wirklich großen und oft multidivisionalen Unternehmen\, wie sie im frühen 20. Jahrhundert aufkamen\, herrschten lange die Manager. Das galt übrigens auch im deutschen Finanzkapitalismus\, nur höher aggregiert und mehr staatlich beeinflusst. Seit den 1980er Jahren hat sich das – wie so vieles – radikal geändert. Der Anteilsbesitz\, der unter der Managerherrschaft meist fragmentiert und weitgehend passiv war\, ist jetzt weniger fragmentiert\, und der Finanzmarkt hat sich zu einem Markt für Unternehmenskontrolle entwickelt\, über den die Anteilsbesitzer ihre Interessen mit Macht durchsetzen. Nach der großen Finanzkrise von 2008/2009 kommt jetzt aber mit einiger Verspätung die Legitimität des Finanzmarktkapitalismus ins Wanken. \nLebenslauf Tilman Bezzenberger – Kurzfassung\nTilman Bezzenberger\, geboren 1957 in Berlin\, hat an der Universität Freiburg im Breisgau\, der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München Geschichte\, Philosophie und Rechtswissenschaft studiert\, war dann lange Zeit Rechtsanwalt in Berlin mit Tätigkeitsschwerpunkt im Unternehmensrecht und von 2004 bis 2023 Professor an der Universität Potsdam für Bürgerliches Recht\, Gesellschaftsrecht und Europäisches Zivilrecht. Jetzt ist er wieder Rechtsanwalt in Berlin. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse gilt dem Gesellschaftsrecht und  speziell dem Recht der Aktiengesellschaften (Corporate Finance und Corporate Governance). Außerdem hat er auf Potsdamer Seite den Deutsch-Französischen Studiengang Rechtswissenschaft betreut\, den die Universität Potsdam gemeinsam mit der Université Paris Nanterre betreibt und oft und gerne als Gastprofessor in Nanterre unterrichtet. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:AK Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Liebe Kolleginnen und Kollegen\, \nam 11. April 2024 wurde nach der Jahrestagung 2024 der Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte gegründet. \nAnliegen dieses Arbeitskreises ist es\, wissenschaftshistorische Aktivitäten\, von denen es in der Leibniz-Sozietät nicht wenige gibt\, zusammenbringen und gemeinsame Vorhaben zu entwickeln. Alle Kollegen\, die sich für diesen Arbeitskreis interessieren\, laden wir zu einem \nZoom-Meeting am Montag\, 27. Mai 2024\, 10 Uhr \nIn Zukunft wird es auch Treffen in Präsenz und im hybriden Format geben. Bitte teilen Sie uns Ausschlusszeiten und Ihre E-Mail-Adresse mit\, wenn Sie dazu eingeladen werden wollen. \nDiese Einladung richtet sich an alle Kollegen aus Natur-\, Technik-\, Sprach-\, Kultur-\, und Sozialwissenschaften mit wissenschaftshistorischen Interessen\, von biographischen Studien bis zu disziplinenübergreifenden theoriengeschichtlichen Forschungen und unterschiedlichen Möglichkeiten der Beteiligung. \nBeim ersten Treffen am 27. Mai werden wir uns über unsere Interessen\, laufende Arbeiten\, Erwartungen und Ideen austauschen. \nWir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. \nHerzliche Grüße \nGerda Haßler Ekkehard Höxtermann
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SUMMARY:Ehrenkolloquium zu Ehren von E.Sommerfeld und W.Krause
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät veranstaltet zu Ehren ihrer Mitglieder \nProf. Dr. Erdmute Sommerfeld\, anlässlich ihres 80. Geburtstages \nund \nProf. Dr. Werner Krause\, anlässlich seines 85. Geburtstages \ndas \nKolloquium: Historisches und Aktuelles über Forschungen zur menschlichen Informationsverarbeitung\nam 30. Mai 2024\, 13.30 Uhr – 17.30 Uhr \nim Rathaus Friedrichshagen (Historischer Ratssaal)\, Bölschestraße 86\, 12587 Berlin. \nIch beehre mich\, Sie und Ihre Begleitung zu dieser Veranstaltung herzlich einzuladen. \nProf. Dr. Gerda Haßler\nPräsidentin\n \nEine online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. \n  \nProgramm (Flyer zum Download) \n 13.30 Uhr  \nEröffnung und Begrüßung \nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (LS) \n 13.35 Uhr \nHeinz-Jürgen Rothe (MLS)\, Berlin:  \nLaudatio für Prof. Dr. Erdmute Sommerfeld \nElke van der Meer\, Berlin: \n„Überdurchschnittliche geistige Leistungsfähigkeit – die neuronale Effizienzhypothese im Spiegel empirischer Befunde“ \n14.35 Uhr \nGundula Seidel\, Jena: \nLaudatio für Prof. Dr. Werner Krause \nFrank Heinrich\, Jena: \n„Mathematikdidaktische Betrachtungen zu ausgewählten Arbeiten von Werner Krause zum Thema Problemlösen” \n15.35 Uhr \nDiskussion \n 16.00 Uhr \nErdmute Sommerfeld (MLS)\, Senzig:  \nErinnerung und Dank \nWerner Krause (MLS)\, Jena: \nErinnerung und Dank \n16.30 Uhr \nEmpfang der Jubilare
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SUMMARY:Klassensitzung SGW fällt aus!
DESCRIPTION: Diese Veranstaltung fällt wegen einer Absage des Referenten aus.\nBernd Markus Zunk (MLS) \nDie Bedeutung des Lehrfaches „(Allgemeine) Betriebswirtschaftslehre“ an Technischen Universitäten und Hochschulen im gegenwärtigen Spannungsfeld von Nachhaltigkeit\, Innovation und Digitalisierung: Evidenzbasierter Entwurf eines multidisziplinären Kompetenzprofils am Beispiel des Wirtschaftsingenieurwesens\n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Juni 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/84315682119?pwd=tsLMFwmv9aL0amlMjCaY8SAj0pQbVa.1\nMeeting-ID: 843 1568 2119\nKenncode: 946146 \nVortrag: \nNick Schmid (BScN.)\, Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nKrankenpflege während der deutschen Kolonialherrschaft. Ausgewählte Biografien und die Arbeits- und Lebensverhältnisse von Krankenschwestern in Namibia (ehem. Deutsch-Südwestafrika) zwischen 1893 und 1915 \nAbstract: \nIm ersten Teil des Projektes „Krankenpflege in der Kolonialgeschichte Deutschlands“ befasste sich eine Forschungsgruppe mit der pflegerischen Ausbildung von deutschen Krankenschwestern und Laienpflegerinnen vor ihrem Aufenthalt in Deutsch-Südwestafrika um 1900\, der christlichen Mission und Pflege im Kontext der deutschen Kolonialherrschaft\, als einem moralischen Konfliktfeld\, der Analyse von Tagebuchaufzeichnungen deutscher Schutztruppensoldaten in der Zeit zwischen 1904-1908 und der Organisation der Konzentrationslager\, Lazarette und Krankenhäuser in Deutsch-Südwestafrika. Diese Ergebnisse werden im ersten Band zum Thema Ende 2024 publiziert. \nIm zweiten Teil des Projektes (April ´22 – Dezember ´23) wurden Krankenschwestern identifiziert\, die zwischen 1893 bis 1915 in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika tätig gewesen sind. Die ersten Teilergebnisse sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden. \nDie Geschichte der Pflege ist so alt wie die der Menschen selbst. Trotz dieser Tatsache ist selbst Angehörigen der Pflegefachberufe die pflegehistorische Forschung häufig kein Begriff und das Wissen über die Geschichte ihrer eigenen Profession bleibt fragmentiert. Die Geschichte der eigenen Berufsgruppe zu kennen ist jedoch ein notwendiger Teil\, um heutige sowie zukünftige Entwicklungen zu verstehen und die eigene Praxis kritisch reflektieren zu können. Dies schließt dunkle Kapitel wie die Beteiligung an Verbrechen ebenso ein wie positive Aspekte\, Leistungen und Errungenschaften der eigenen Profession. Um die bislang wenig erforschte Geschichte der Pflege weiter aufzuarbeiten\, haben sich vier Studierende des Masterstudiengangs Pflegewissenschaft/Pflegemanagement der Ernst-Abbe-Hochschule Jena in den letzten zwei Jahren mit einem Thema beschäftigt\, zu dem es bis heute praktisch keine wissenschaftlichen Untersuchungen gab – der Krankenpflege in der deutschen Kolonialgeschichte. Beginnend mit dem Beispiel Namibias (ehemals Deutsch-Südwestafrika) erforschten die Studierenden die Gesundheitsstrukturen der ehemaligen Kolonie aus pflegerischer Perspektive und identifizierten besondere Persönlichkeiten\, sowie Arbeits- und Lebensverhältnisse von Krankenschwestern. Im Rahmen des Vortrags werden Teile der Forschungsergebnisse präsentiert und Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelten von Krankenschwestern aus der ehemaligen Kolonie gegeben. \nVita Nick Schmid: \nAusbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der Akademie für Medizinische Berufe Freiburg und Studium der Pflegewissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (BSc). Aktuell Student der Pflegewissenschaft\, Schwerpunkt Advanced Nursing Practice (MSc) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena\, Fachbereich Gesundheit und Pflege. Seit 2021 beschäftigt an der Charité-Universitätsmedizin Berlin (Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin). Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger und dezentraler Praxisentwickler auf einer Intensivstation am Campus Benjamin Franklin. \nVita Olaf Scupin: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Juni 2024 \n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nVortrag: \nMichael Succow (Greifswald) \nNasse Moore braucht das Land!\nAbstract: \nMoore gehören zu den bedeutendsten CO2-Senken unserer Biosphäre. Das gilt aber nur\, solange die Pflanzendecke des Moores Wasserüberschuss aufweist und der sich aufbauende Torfkörper sauerstofffrei bleibt. Jede Form der Entwässerung kehrt dieses Prinzip um! Trockengelegte Moore verursachen in Deutschland 37 Prozent aller landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen\, bei einem Anteil von sieben Prozent an der landwirtschaftlich genutzten Fläche.  \nIm Laufe der nacheiszeitlichen Vegetationsentwicklung wurde Mitteleuropa mit Ausnahme der Hochlagen der Gebirge von einer geschlossenen Waldlandschaft eingenommen\, nur unterbrochen von offenen Wasserflächen und Mooren. Dichte Wälder schufen mit ihrer Verdunstung zusammen mit Gewässern und Mooren ein humides\, kühlendes Klima. Aufgrund des Klimas zeigten Moore insbesondere im Mittelalter („Kleine Eiszeit“) ein gutes Wachstum\, also hohe Torfakkumulation. Die ursprüngliche Moorfläche in Deutschland dürfte mehr als fünf Prozent der Landfläche betragen haben. In allen vier nördlichen Bundesländern (Schleswig-Holstein\, Niedersachsen\, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg) waren mehr als zehn Prozent der Landfläche mit Mooren bedeckt. \nAktueller Zustand der Moore in Deutschland – Eine Verlustbilanz \nTorfabbau und agrarische Moornutzung nach Entwässerung führten zu großen Moorbodenverlusten insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.  Von der Gesamtfläche organischer Böden in Deutschland werden derzeit über 90 Prozent weiterhin entwässert und sind mehr oder weniger in Nutzung\, nur ca. vier Prozent bilden noch oder wieder Torf! Dabei handelt es sich vor allem um Moore im Voralpenraum\, in den Mittelgebirgen und einige große\, wiedervernässte Moore in Norddeutschland. Die entwässerten Moore Deutschlands verursachen derzeit jährlich 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente\, das sind sieben Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland (UBA 2021). Damit erzeugen Moore als relativ kleine Landflächen sehr hohe Emissionen. Besonders augenfällig ist das bei den landwirtschaftlich genutzten Mooren: die Klimafolgekosten der derzeitigen entwässerungsbasierten landwirtschaftlichen Moorbodennutzung in Deutschland belaufen sich auf jährlich 7\,2 Milliarden Euro – das entspricht der Netto-­Wertschöpfung der gesamten deutschen Land­wirtschaft im Jahr 2018 (BfN-Skripten 616\, 2021). \nLösungen: Wiedervernässung und Paludikultur \nDie Wiedervernässung von Mooren\, also die Anhebung der Wasserstände bis zur Geländeoberkante\, reduziert die Treibhausgasemissionen erheblich. In einem moorreichen und industriearmen Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern bietet die Moorwiedervernässung das Potenzial\, bis zu 30 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Der Erhalt der Moorböden als Kohlenstoffspeicher und perspektivisch das Wiederherstellen als Kohlenstoffsenken in unserer Kulturlandschaft ist eines der wichtigsten und effizientesten Handlungsfelder im Rahmen eines naturbasierten Klimaschutzes. \nDabei muss uns bewusst sein\, dass diese „neuen Moore“ aufgrund der degradierten Oberböden\, hoher Nährstofflasten und des gestörten Landschaftswasserhaushalts nicht denen gleichen\, die sie vorher waren.  Alternative Nutzungsformen für revitalisierte Moore und winterlicher Überstau sind notwendig\, um den „Selbst-Oligotrophierungseffekt“ eines wachsenden Moores in einer aktuell überernährten Landschaft zu beschleunigen. Für viele der wiedererstellten semiaquatischen Ökosysteme ist mit dem Ansatz der „Paludikultur“ eine ganze Palette von alternativen Nutzungsformen bei gleichzeitigem Torferhalt bzw.  allmählicher erneuter Torfbildung gegeben\, verbunden mit der Hoffnung auf Wiederkehr der einst hier herrschenden Biodiversität. \nHerausforderungen \nGroße Aufgaben stehen vor uns\, um zu einer „klimaneutralen Landnutzung“ als einzig zukunftsfähiger Form umzusteuern. Wachsende\, funktionstüchtige Moore spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Dafür müssen die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden: Die EU­-Agrarförderungen stehen derzeit noch immer ohne Einschränkungen für entwässerte landwirtschaftlich genutzte Moore zur Verfügung. Damit werden öffentliche Gelder für eine Landnutzung bereitgestellt\, die hohe gesellschaftliche Kosten verursacht und den europäischen und nationalen Zielen zum Klimaschutz\, Gewässerschutz und Biodiversitätserhalt konträr entgegensteht.  In vielen Fällen ist die Wertschöpfung auf Moorböden zudem so gering\, dass die Bewirtschaftung erst durch die hohen gesellschaftlichen Transferzahlungen wirtschaftlich tragfähig wird.  Im Gegensatz dazu werden Paludikulturen durch die aktuellen agrarpolitischen Rahmenbedingungen stark benachteiligt\, da sie zumeist nicht als beihilfefähig angesehen werden.  In der nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 wird sich dies zum Glück ändern. \nUm die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen\, müssen umgehend so viele Moore wie möglich wiedervernässt werden\, soweit dafür noch genügend Wasser verfügbar ist. Neben den verringerten Emissionen\, einer hohen Verdunstung und damit Kühlung ist die rasche Besiedelung derartiger Feuchtgebiete durch gefährdete\, selten gewordene Tier- und Pflanzenarten zu erwarten. Wiedervernässte Moore haben auch eine wachsende Bedeutung für den naturorientierten Tourismus. In diesem Sinne: neue\, nasse Moore braucht das Land – um die Natur und unserer selbst willen! \nVita: \nAls Sohn eines Landwirts wurde Michael Succow am 21. April 1941 in Lüdersdorf im Osten Brandenburgs geboren. Auf dem Hof seiner Eltern hatte er die Schafe zu hüten. Er begann mit 13 Jahren\, seine Naturbeobachtungen aufzuschreiben. Inzwischen sind es zwölf Tagebücher\, die von der einstigen biologischen Vielfalt in der bäuerlichen Kulturlandschaft zeugen. Während der Jugendzeit entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zu den Pionieren des ostdeutschen Naturschutzes\, dem Ehepaar Kretschmann in Bad Freienwalde. \nSeinen Neigungen folgend studierte Michael Succow von 1960-65 Biologie an der Universität Greifswald. Im Zuge des “Prager Frühlings” musste er allerdings seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent aufgeben und sich “in der Produktion bewähren”. \nVon 1969-73 arbeitete er als Standorterkunder im VE Meliorationskombinat Bad Freienwalde daran mit\, neue Flächen für die landwirtschaftliche Intensivierung zu erschließen. Dennoch konnte er 1970 “nebenher” seine Dissertation mit dem Thema „Die Vegetation der nordmecklenburgischen Flusstalmoore und ihre anthropogene Umwandlung“ abschließen und an der Universität Greifswald promovieren. \nAb 1974 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR tätig. Eine Rückkehr an eine Universität wurde Michael Succow mehrfach verwehrt\, obwohl er 1981 seine Habilitationsschrift “Landschaftsökologische Kennzeichnung und Typisierung der Moore der DDR“ an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften verteidigte. \nSein Engagement vor allem im ehrenamtlichen Natur- und Umweltschutz im Rahmen des Kulturbundes der DDR war in dieser Zeit wesentlicher Teil seines Lebens. Als Folge wurde er im Januar 1990 im neu strukturierten Ministerium zum Stellvertretenden Minister für Natur-\, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR\, nachdem die Bürgerbewegungen schon im Herbst 1989 die Schaffung eines eigenen Ministeriums für Naturschutz gefordert hatten. Michael Succow war zuständig für den Naturressourcenschutz und die Landnutzungsplanung – Felder\, die es bislang so nicht gab. In diesem Amt gelang ihm gemeinsam mit dem von ihm ins Ministerium geholten Freund*innen und Weggefährt*innen der Coup\, das sogenannte “Nationalparkprogramm” zu initiieren. Bereits im März 1990 konnten knapp 12% des DDR-Territoriums einstweilig durch den Ministerrat als Großschutzgebiete ausgewiesen werden. Es waren insbesondere bisherige Staatsjagdgebiete\, Grenzsicherungsräume und Truppenübungsplätze. Bis zur Wiedervereinigung gelang es\, davon fast die Hälfte als Biosphärenreservate\, Nationalparke und Naturparke neuer Prägung mit eigenen Verwaltungen in den Einigungsvertrag einzubringen und damit endgültig zu sichern. In den neu entstandenen Bundesländern schafften es die Regierungen in den folgenden Jahren\, auch die restlichen einstweilig gesicherten Flächen in Großschutzgebiete zu überführen. \nIm Jahr 1992 erfolgte Michael Succows Berufung zum Universitätsprofessor an die Universität Greifswald. Als Direktor des Botanischen Institutes und des Botanischen Gartens\, das er durch die Einwerbung von vier Stiftungsprofessuren zu einem interdisziplinären Lehr- und Forschungsinstitut ausbaute\, entwickelte er den für Deutschland neuen Studiengang Landschaftsökologie und Naturschutz. Es begann eine erfolgreiche moorkundliche sowie landschaftsökologisch-naturschutzorientierte Forschungstätigkeit im In- und Ausland. Das bedeutete die Intensivierung der bereits 1990 begonnenen Arbeit zum Schutz bzw. zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen in Transformationsländern des Ostens\, der Mongolei und China. Es konnten zahlreiche Naturschutzgroßprojekte initiiert werden. UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiete in Kamtschatka\, im Lena-Delta\, in Kasachstan und der Kaukasus-Region\, Biosphärenreservate der UNESCO in Kirgisistan\, Kasachstan und Usbekistan sowie Nationalparke in der Mongolei\, in Georgien\, in Russland und Belarus sind das Ergebnis. \n1997 wurde Michael Succow der Alternative Nobelpreis der Right Livelihood Award Foundation verliehen. Mit dem Preisgeld gründete er 1999 die Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur. Bis heute ist er international sowie national im Naturschutz aktiv\, vor allem beim Moor- und Klimaschutz\, der Etablierung von Biosphärenreservaten und Welterbegebieten und in Deutschland insbesondere für eine zukunftsfähige\, das heißt ökologisch orientierte Landnutzung. \nMehr Informationen: www.succow-stiftung.de
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SUMMARY:Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Liebe Kolleginnen und Kollegen\, \nam 13. Juni 2024\, 17:00 Uhr wird ein hybrides Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte stattfinden. Der Veranstaltungsort ist der Historische Ratssaal im Rathaus Friedrichshagen (Bölschestraße 87/88\, 12587 Berlin). Außerdem erfolgt eine Übertragung über Zoom. \nUm die Interessen gegenseitig besser kennen zu lernen\, schlagen wir vor\, dass Kollegen\, die bereits zur Wissenschaftsgeschichte geforscht haben\, zu folgenden zwei Punkten sprechen: \n\nein besonders interessantes Ergebnis der eigenen wissenschaftshistorischen Forschungen\nRecherchen/Studien/Arbeiten\, die sich als besonders spannend erwiesen.\n\nNatürlich sind Anregungen und Ideen jederzeit willkommen. \nHerzliche Grüße \nGerda Haßler        Ekkehard Höxtermann \n  \n 
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis „Energie\, Mensch und Zivilisation“
DESCRIPTION:Kolloquium DIE ENERGIEWENDE 2.0\nIM FOKUS:\n„Review des Transformations-prozesses des Energiesystems in Deutschland“\n21. Juni 2024 10.00 Uhr – 16.00 Uhr\nUniversität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\,\nHaus 6\, Seminarraum 3.06.S15\,\nAugust-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67059469842?pwd=bXAzRFczUVBjSVpuOFAwd3FEbDFJZz09\nMeeting-ID: 670 5946 9842 \nLEIBNIZ-SOZIETÄT DER WISSENSCHAFTEN ZU BERLIN E. V.\nin Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Björn Egbert\, Professur für Grundschulpädagogik Sachunterricht der Universität Potsdam\nund Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e.V. \nProgramm des Kolloquiums
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2024
DESCRIPTION:04. Juli 2024\, 10.00 Uhr\,\nin der Archenhold-Sternwarte\,\nAlt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nTeilnahme per Zoom möglich \nFlyer zum Leibniz-Tag \nProgramm \nJoseph Haydn – Streichquartett op 71\, Nr. 2\nDarius-Quartett \nBegrüßung \nNekrologe \nBericht der Präsidentin\nProf. Dr. phil. habil. Gerda Haßler \nUrkundenübergabe für 50jährige Mitgliedschaft\nUrkundenübergabe und Vorstellung der zugewählten neuen Mitglieder\nUrkundenübergabe an die Mitglieder des neuen Wissenschaftlichen Beirats \nMittagspause\n13.00 Uhr – 14.30 Uhr \nVerleihung der Leibniz-Medaille\nVerleihung der Jablonski-Medaillen\nVerleihung des Rapoport-Kooperationspreises \nFestvortrag\nKünstliche Intelligenz\nProf. Dr. rer. nat. Ralf Herbrich\nHasso Plattner Institut\, Universität Potsdam \nUmtrunk \nInformationen zum Festvortrag \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. September 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66145863294?pwd=6KBLSiuvpNFCTB2aWTMQ1XnNYsUeNV.1\nMeeting-ID: 661 4586 3294\n\nVortrag: \nNorbert Mertzsch\, Ernst-Peter Jeremias\, Gerhard Pfaff\, Gerhard Banse (alle MLS) \nBetrachtungen zur Energieversorgungssicherheit\n Abstract: \nEnergieversorgungssicherheit wurde früher vorwiegend auf den Import von Energierohstoffen in Form von Vermögensenergieträgern (fossile Energieträger wie Kohle\, Erdöl\, Erdgas) bezogen. Inzwischen zeigen Anschläge auf Strommasten und Auswirkungen von Unwettern\, dass das Thema wesentlich umfassender zu betrachten ist. So sollen im Vortrag neben historischen Betrachtungen zur Energieversorgungssicherheit der Menschheit sowohl die politischen und ökonomischen Dimensionen als auch die technischen und organisatorischen Aspekte der aktuellen und zukünftigen Energieversorgungssicherheit aufgezeigt werden. \nIn den Ausführungen wird auf relevante Sicherheitsaspekte beim Import von Vermögensenergieträgern ebenso eingegangen wie auf die sichere Bereitstellung von Einkommensenergien (erneuerbare Energien wie Windenergie\, Solarenergie) im Inland. Einen wesentlichen Platz in den Betrachtungen nimmt die Energieinfrastruktur als Teil der kritischen Infrastruktur ein. Angesprochen wird auch die Problematik der Datensicherheit\, die im Rahmen der Energiewende zunehmende Bedeutung erhält. \nUm die Energieversorgungssicherheit in Zukunft gewährleisten zu können\, sind nachfolgende Fragen innerhalb übergeordneter Problemkreise zu diskutieren: \n\nDefinition der Bedürfnisse\, die sich die Gesellschaft zukünftig leisten kann und will. Dabei sind zu beachten: notwendige Ressourcenminimierung/-schonung\, kein uneingeschränktes Wachstum mehr\, Begrenzung und gerechte Verteilung von Wachstum.\nDenkansatz: Einsparung von Energie muss Vorrang vor der Erzeugung von Energie haben.\nRechtzeitige Planung des komplexen Transformationsprozesses: Derzeit werden die Maßnahmen vor allem auf Basis der Erkenntnisse von Klimaforschern zeitlich festgelegt. Es müssen aber auch Umfang und realistische Dauer des Transformationsprozesses basierend auf den bestehenden Erfordernissen und Zielen berücksichtigt werden.\nKurz- und langfristige Sicherung von für die Energieversorgung benötigten Rohstoffen.\nKonkrete Umsetzung des notwendigen Transformationsprozesses unter Berücksichtigung der vorgenannten Punkte.\n\nVitae: \nNorbert Mertzsch (*1950 / MLS) studierte von 1968 bis 1972 Chemie an der Technischen Hochschule für Chemie „Carl Schorlemmer“ in Merseburg mit dem Abschluss als Diplom-Chemiker. Von 1972 bis 1985 war er im VEB Stickstoffwerk Piesteritz tätig. 1976 erwarb er den Abschluss als Fachchemiker für Analytik und Spektroskopie an der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1984 folgte die Promotion zum Dr. rer. nat. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 1985 bis 2013 war er im Kernkraftwerk Rheinsberg tätig. Seither ist er im Ruhestand\, war aber bis 2019 noch Freier Mitarbeiter der Firma tetra ingenieure GmbH in Neuruppin. \nSeit 2018 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Von 1994 bis zur Auflösung Ende 2022 war er Mitglied des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW). Dort war er 12 Jahre Vorsitzender des Vereins. Er ist Mitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer und war von 2019 bis 2023 Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. \nErnst-Peter Jeremias (*1953 / MLS) 1972 Berufsausbildung mit Abitur bei Bergmann Borsig\, Görlitzer Maschinenbau; 1972 bis 1976 Studium Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung (Ingenieurhochschule Zittau)\, Abschluss als Hochschulingenieur (1975); 1976 Diplomingenieur; 1976 bis 1980 Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg; 1980 bis 1991 Tätigkeit als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg; 1988 Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf); 1991 bis 1994 entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter); 1994 bis 2018 tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de); seit 01.11.2018 Gesellschafter tetra ingenieure GmbH und tätig als selbständiger Senior Consultant auf dem aktuellen Fachgebiet: Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und Einkommensenergien; seit 2020 Freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“; Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. \nGerhard Pfaff (*1953 / MLS) studierte von 1973 bis1978 Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte dort 1983 mit einer Arbeit im Bereich der Anorganischen Festkörperchemie. Anschließend war er als wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Fachbereich Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit vielfältigen Lehrverpflichtungen auf dem Gebiet der anorganischen Chemie tätig. 1991 begann er seine Tätigkeit bei Merck in Darmstadt in der Pigmentforschung. Seit 1994 war er Leiter der Abteilung Produktentwicklung innerhalb der Forschung für Effektpigmente. 2006 übernahm er die Leitung der Pigmentforschung. Seit 1994 hält er Vorlesungen an der TU Darmstadt\, wo er sich 1997 am dortigen Fachbereich Chemie mit einer Arbeit über Erdalkalititanate und Eisenoxide habilitierte. 2008 wurde er zum apl. Professor an der TU Darmstadt ernannt. Er ist Autor von mehr als 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehr als 70 Patenten. Seit 2018 ist Gerhard Pfaff Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und seit 2019 deren Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften. \nGerhard Banse (*1946 / MLS) studierte nach dem Abitur von 1964 bis 1969 Chemie\, Biologie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Potsdam\, arbeitete zwei Jahre als Lehrer und war ab 1971 Doktorand an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). Von 1974 bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften (AdW) der DDR\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTUC)\, am Institut für Philosophie der Universität Potsdam\, am Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme Cottbus und am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH in der Helmholtz-Gemeinschaft). Promotionen 1974 zum Dr. phil. und 1981 zum Dr. sc. phil. mit technikphilosophischen Themen; 1988 Ernennung zum Professor an der AdW\, 2000 Bestellung zum Honorarprofessor an der BTUC und Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik) sowie 2011 Ernennung zum Professor e.h. (ehrenhalber) der Schlesischen Universität Katowice (Polen). \n2000 erfolgte die Wahl zum Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (LS)\, deren Vizepräsident er von 2009 bis 2012 und deren Präsident er von 2012 bis 2019 war. Von 2019 bis 2023 Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der LS. Zudem 2002 Gründungsmitglied des LIFIS – Leibniz-Instituts für interdisziplinäre Studien\, das ihn 2019 zum Ehrenmitglied ernannte.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Dirk Plickat (MLS)\nSoziale Spaltung und pädagogische Verantwortung – kritische Vergegenwärtigungen\nDiese Klassensitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. Die Folien übersendet Ihnen der Referent gerne auf Anfrage: Plickat\, Dirk <d.plickat@ostfalia.de> \nAbstract:\nIm Zuge des „Wirtschaftswunders“ und der „Bildungsexpansion“ im westdeutschen und nunmehr gesamtdeutschen Weg gerieten Fragen sozialer Spaltung\, speziell von Armut\, aus dem Blick pädagogischer Diskurse. Armut galt als Problem der III. Welt bzw. des globalen Südens und hätte zudem massive Legitimationsprobleme der institutionalisierten Strukturen pädagogischer Wissenschaft offenbart. Seit nunmehr über drei Jahrzehnten weisen Sozial- und Bildungsberichterstattungen fortlaufend eine kumulative Expansion sozialer Entsicherungen aus. In Zeiten einer Bildungs- und Sozialpolitik unter neo-liberaler Vorzeichen sind Kritik und Aufklärung ausgesprochen „karriere-feindlich“; zumal dann\, wenn Mythen vom „pädagogischen Fortschritt“\, vom „sozialen Aufstieg“ oder der „Integration durch Arbeit“ als Märchen entlarvt werden. Aktuelle Antinomien von Bildung und Herrschaft (Heydorn) treten im “bildungs-industriellen Komplex“ (Münch) besonders deutlich in Hochschulen hervor und werfen die Frage auf\, ob nicht die Entwicklungswege von Hochschulen als „Irrlichter“ soziale Spaltungen vorantreiben und parallelgesellschaftliche Entwicklungen befördern. \nVita:\nJg. 59\, Erziehungswissenschaftler DGfE\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2020\, GATWU\, GDSU\, BV-Produktionsschulen\, Ostfalia HAW\, Campus Suderburg\, Fak H\, ausführlicher http://plickat-online.de\nFachprofil: Bildung in Schnittfeldern von Schul-\, Berufs\, Sozial- und Sonderpädagogik für Personenkreise mit „Passungsproblemen“ und eingeschränkter Teilhabe
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Rainer Land:\nDer Wirtschaftliche Aufschwung Chinas als gelenkte Marktwirtschaft\nDiese Plenarsitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. \nAbstract:\nChinas wirtschaftlicher Aufstieg ist einmalig. Vor Beginn der Reform- und Öffnungspolitik 1978 war China eins der ärmsten Länder der Welt. Heute ist es zwar keine sehr reiche Volkswirtschaft\, aber auf Platz 70\, vor Mexiko und der Türkei\, knapp hinter Bulgarien und Russland. Bemerkenswert ist vor allem das Tempo dieser Entwicklung. Das chinesische BIP stieg von 1980 bis heute auf das 57fache\, das BIP pro Kopf auf das 38 fache. Im Vergleich: Indien auf das 15fache bzw. das 7fache\, Deutschland auf das 3fache. China ist führend beim Ausbau der Erneuerbaren Energie (Photovoltaik und Windkraft)\, aber auch bei einigen wichtigen Technologien\, z.B. 5G Mobilfunknetzen und -geräten\, bei zivilen Drohnen (militärischen vielleicht auch)\, bei Elektrofahrzeugen ….\nChina verfolgt seit 20 Jahren das größte Aufforstungsprogramm der Menschheitsgeschichte\, um die Ausbreitung der Wüste Gobi zu stoppen. Es hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm. Sozialpolitisch: Beseitigung der absoluten Armut (inzwischen erreicht)\, der Aufbau moderner Sozialsysteme (noch im Gange) und die Begrenzung des Bevölkerungswachstums (abgeschlossen) sind die wohl wichtigsten Vorhaben.\nWie konnte China das erreichen?\nIn der ersten Phase 1978 bis 2007/2015 hat China eine moderne Marktwirtschaft mit autonomen Unternehmen (Staats- und Privatunternehmen) und einem regulierten Finanzsystem aufgebaut. Anfangs stand der gelenkte Aufbau dieser Marktwirtschaft und der passenden Industrie im Mittelpunkt. Seit 2015 lenkt es die wirtschaftliche Entwicklung mittels Industriepolitik\, Kreditlenkung und Infrastrukturprogrammen. Chinas gelenkte Marktwirtschaft ist eine innovative Antwort auf das Scheitern der zentralen Planwirtschaft in China und der UdSSR und den anderen staatssozialistischen Ländern. Aber auch auf die Probleme und Krisen einer weitgehend ungelenkten wirtschaftlichen Entwicklung in den kapitalistischen Volkswirtschaften. Die gelenkte Marktwirtschaft ist kein Mittelweg zwischen Plan und Markt\, sondern ein eigenständiges volkswirtschaftliches Modell. Vorher gab es gelenkte Marktwirtschaften in USA 1938 bis 1968\, Japan 1946 bis 1989\, Westdeutschland bis 1973\, auch EU. Im Westen wurde die gelenkte Marktwirtschaft durch ein finanzkapitalistisches Wirtschaftsregime ersetzt bzw. abgelöst.\nDie chinesische Variante\, die in China selbst als Sozialistische Marktwirtschaft mit chinesischen Markmalen bezeichnet wird\, ist in China selbst entwickelt worden. Aber nicht auf der Grundlage eines vorausgesetzten theoretischen Konzepts\, sondern schrittweise durch „Mosaikevolution“. Westliche und japanische Erfahrungen wurden studiert und selektiv kopiert. Steine ertastend den Fluss überqueren. Dabei ging einiges schief\, z.B. 1988/1989\, aber Fehler wurden korrigiert und bislang ist der Weg erfolgreich. Auch wenn es aktuell wieder Probleme gibt: Immobilienkrise\, Jugendarbeitslosigkeit.\nDrei Komponenten sind wichtig für eine gelenkte Marktwirtschaft:\n1. Geteilte Ziele und Grundkonsens in der Bevölkerung\, d.h. alle relevanten sozialen Gruppen einbeziehend.\n2. Geteilte Ziele\, die fortschreitend aktualisiert und weiterentwickelt werden. Dafür gibt es in China Fünfjahrpläne\, die aber keine direktiven Vorgaben sind\, sondern Entwicklungsrichtungen\, die angestrebt werden. Weitere Programme der technologischen Entwicklung (z.B. Made in China 2025)\, der sozialen und kulturellen Entwicklung.\n3. Instrumente\, mit denen die Entwicklung gelenkt wird:\n• Infrastrukturprogramme\, die den Rahmen für bestimmte Entwicklungen geben. Wissenschaft\, Bildung\, Verkehr\, international: Seitenstraße\, Belt-and-Road.\n• Kreditlenkung\, anfangs über meist staatliche Banken\, heute über öffentlich-private Lenkungsfonds (Guidance Funds). Regulierte Finanzmärkte.\n• FuE Politik\n• Regionalpolitik. In China ist die Region (die Provinzen und Kommunen) die wichtigste Ebene der Wirtschaftsentwicklung. 85 Prozent der Ausgaben werden von ihnen kontrolliert.\nSeit 2025 versucht China einen Pfadwechsel. Von der Werkstatt der Welt\, exportorientierte Strategie durch Weiterentwicklung westlicher Technologien und Managementkonzepte. Zu einem neuen Regime innovationsbasierter wirtschaftlicher Entwicklung. Elemente:\n• Innovationen\, führend in einigen wesentlichen Technologien werden. Vor allem Elektronik\, Datenverarbeitung\, Energie\, Recycling.\n• Binnenmarktorientierung. Infrastruktur und Konsum der eigenen Bevölkerung. Export bleibt wichtig\, aber Handelsbilanzüberschuss geht zurück.\n• Alternatives Globalisierungskonzept: Belt&Road-Initiative. Infrastruktur aufbauen für dann selbsttragende Projekte mit internationalen Partnern.\nWas ist sozialistisch am Chinas Wirtschaft? Spannende Diskussion! \nWissenschaftliche Biografie\nSiehe auch www.rel-texte.de \nRainer Land\, geb. 1952\, Rentner\, wohnt in Berlin.\nStudium der Philosophie und der Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.\nAbschluss Dipl. phil. und Dr. sc. oec. (1984)\n1988-1990: Reformprojekt moderner Sozialismus\n1990-1991: Industriesoziologische Studien zu Transformation der DDR-Kombinate\n1992-1998: Zum Verhältnis von SED-Reformer und Bürgerbewegung in Ostdeutschland\nNeugründung des Thünen-Instituts e.V. in Mecklenburg Vorpommern. Untersuchungen zur Transformation von Agrarbetrieben und Umbrüchen im ländlichen Raum\nAb 2005-2010: Sozioökonomische Berichterstattung mit dem SOFI Göttingen und anderen Instituten. Speziell: Makroökonomische Entwicklung\, Teilhabekapitalismus und Ostdeutschland.\n2012 bis 2018: Ökokapital. Wie könnte ein ökologisches Regime wirtschaftlicher Entwicklung aufgebaut werden?\nSeit 2019: Forschung zur gelenkten Marktwirtschaft vor allem in China. \n 
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