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DESCRIPTION:Veranstaltungsort: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestraße 87\, 12587 Berlin – bzw. hybrid. Zoom: \nhttps://us06web.zoom.us/j/87629608973?pwd=YDbDwgTGVZvQbhubJIZB3IUpDhbzc4.1\nMeeting-ID: 876 2960 8973\nKenncode: 617951 \nDieter Segert\, MLS \nEine Ordnung gemeinsamer Sicherheit in Europa – Analysen des Helsinki-Friedensprozesses und seines Scheiterns\nAbstrakt \nVor 50 Jahren hatte die Konferenz von Helsinki einen Prozess angestoßen\, der auf das geregelte friedliche Zusammenleben in Europa gerichtet war. Er hatte u.a. durch die Ostverträge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und ihren osteuropäischen Nachbarn Impulse erhalten. Abrüstungs- und Rüstungsbegrenzungsverträge zwischen der Sowjetunion und den USA folgten. 1990 mit der Charta von Paris schien die europäische Friedensordnung auf Dauer errichtet zu sein. Aber schon Ende des betreffenden Jahrzehnts zeigten sich die ersten Risse in ihrem Fundament. Die Kündigung des ABM-Vertrages 2002 durch die USA war der Beginn eines Abbaus erreichter Verträge wie auch der schrittweisen Zerstörung von Vertrauen zwischen Russland und dem Westen. Er gipfelte im Krieg Russlands gegen die Ukraine\, der gleichzeitig ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland ist. \nZwei Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags: Wer trägt für diese destruktive Entwicklung die Verantwortung\, oder anders gefragt: was wurde durch die Entscheidungen Russlands verursacht und was durch Akteure des „Westens“? Was sind die Bedingungen dafür\, um diesen Geschichtsbruch zu reparieren und zu einer Ordnung gemeinsamer Sicherheit zurückzukehren? \nLebenslauf \nDieter Segert (geb. 1952 in Salzwedel) studierte Philosophie an der HUB und der MGU. Er arbeitete seit 1978 an der Sektion marxistisch-leninistische Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität und wurde dort 1989 zum Professor berufen. Seit 1985 bemühte er sich gemeinsam u.a. mit Uwe-Jens Heuer um die Gründung der Politikwissenschaft als universitäre Disziplin\, was aber erst Ende 1989 gelang. 1990-1992 war er an der Gründung des Fachbereichs für Sozialwissenschaften an der HUB beteiligt und wurde zum Prodekan gewählt. 1993 wurde Segert auf 5 Jahre befristet zum C3-Professor für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Osteuropa) berufen. Nach der Arbeit als Gastprofessor an der Prager Karlsuniversität und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn wurde er 2005 an die Universität Wien auf eine unbefristete Professur für die Analyse von Transformationsprozessen in Osteuropa berufen. Seit 2008 ist Dieter Segert Mitglied der Leibniz Sozietät\, 2024 wurde er zum Sekretar der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften gewählt. Die Schwerpunkte seiner Forschungs- und Lehrarbeit sind Analyse politischer Parteien in Osteuropa\, Transformationen des osteuropäischen Staatssozialismus und sein Erbe\, Gefährdungen der liberalen Demokratie. Zu diesen Gebieten hat er umfangreich publiziert. In den letzten Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Konflikten im post-sowjetischen Raum. 2024 erschien das Buch „Doppelter Geschichtsbruch. Der Wandel in Osteuropa nach der Helsinki-Konferenz 1975 und die Zukunft der europäischen Sicherheit“\, bei dem er Mit-Herausgeber (zusammen mit Peter Brandt und Gert Weisskirchen) und Autor ist. Das Buch liegt dem Vortrag zugrunde.
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SUMMARY:Geschäftssitzung
DESCRIPTION:Geschäftssitzung (nicht öffentlich) \nTagesordnung:\n1. Bestätigung der Tagesordnung\n2. Bestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer\n3. Bericht des Präsidiums\nTeil 1: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit 2024\nTeil 2: Finanzbericht 2024 und Finanzplanung 2025\n4. Bericht der Kassenprüfer\n5. Diskussion\n6. Beschlussfassung zu den Berichten des Präsidiums und der Kassenprüfer\n7. Sonstiges
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Februar 2025 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61120228539?pwd=RyNBJAAfBckZtZmC0opE3r5J5x24UQ.1\nMeeting-ID: 611 2022 8539 \nVortrag: \nProf. Dr. Hendrik Emons (MLS) \nInternationale Vergleichbarkeit von entscheidungsrelevanten Messergebnissen – vom Glauben zum Wissen \n  \nAbstract: \nResultate von wissenschaftlich-technischen Messungen dienen als Grundlage für eine Vielzahl von Entscheidungen\, z.B. bei der Herstellung von Produkten in Industrie oder Landwirtschaft\, im internationalen Handel\, bei der Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheit oder im Umweltschutz. An derartige Daten werden grundsätzliche Anforderungen gestellt\, zu denen ihre Vergleichbarkeit über zeitliche und räumliche Dimensionen gehört. Bis in die jüngste Gegenwart wurde diese Vergleichbarkeit auch für Befunde aus komplexeren Analysenverfahren als gegeben angenommen\, insbesondere wenn die Messergebnisse von staatlichen oder anderen renommierten Einrichtungen bereitgestellt wurden. Dieser ‘autoritätsgläubige’ Ansatz hat sich bei näherer Überprüfung als wissenschaftlich fragwürdig und in der zunehmend globalisierten Welt als nicht universell akzeptabel erwiesen. \nDeshalb werden im Vortrag zuerst die metrologischen Grundlagen für eine Vergleichbarkeit von Messergebnissen rekapituliert. Anschließend werden daraus resultierende wissenschaftliche Herausforderungen\, insbesondere für (bio)chemische und molekularbiologische Analysen\, sowie moderne Konzepte zu deren Lösung erläutert. Dies illustrieren Beispiele aus den Bereichen medizinische Diagnostik\, Lebensmittelsicherheit und grüne Biotechnologie. Abschließend werden global anerkannte Maßnahmen und entsprechende internationale Netzwerke zur Qualitätssicherung von Messergebnissen vorgestellt. \nVita: \nHendrik Emons war bis zur Pensionierung im September 2021 Stellvertretender Direktor im Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission für das Direktorat ‘Gesundheit\, Verbraucher und Referenzmaterialien’ und Leiter der JRC-Abteilung ‘Food & Feed Compliance’ (Geel\, Belgien & Ispra\, Italien). Ab 1977 studierte er Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale und promovierte dort 1984 auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie und Elektrochemie. 1988 erfolgte die Habilitation in Analytischer Chemie an der Universität Leipzig\, wo er anschließend als Dozent tätig war. Nach einem Feodor-Lynen Fellowship der Alexander von Humboldt-Stiftung an der University of Cincinnati (OH\, USA) ging er ans Forschungszentrum Jülich\, leitete dort das Umweltprobenbank-Projekt und war danach Stellvertretender Direktor des Instituts ‘Phytosphäre’. Seit 1995 lehrt er auch an der Universität Duisburg-Essen. 2003 wurde er an das JRC zum Aufbau eines multidisziplinären Teams berufen\, welches die Entwicklung\, Produktion\, Zertifizierung und Verteilung von Referenzmaterialien für ein breites Anwendungsspektrum realisierte: von Messungen der Schlagzähigkeit von Stahl bis zu Proteinbiomarkern in Humanserum\, von Spurenelement- bis mikrobiologischer Analytik\, von Nanopartikelmessungen bis zur GMO-Quantifizierung. Seit Juli 2016 war er im JRC für die Aktivitäten zur Lebensmittelsicherheit zuständig. Dabei führte er auch als Direktor mehrere EU-Referenz-Laboratorien und leitete Qualitätsaktivitäten für die SARS-CoV-2 Diagnostik. Er war Herausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften\, verfasste 290 wissenschaftliche Publikationen\, hielt ca. 300 Konferenz- und eingeladene Vorträge und leitete international u.a. das ISO Committee on Reference Materials. \nHendrik Emons ist seit 2008 Mitglied der Leibniz-Sozietät und seit 2010 Fellow der Royal Society of Chemistry.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klassensitzung findet hybrid statt. \nOrt: Humboldt-Universität zu Berlin\, Institut für Sozialwissenschaften\, Universitätsstraße 3b\, Seminarraum K12a (Souterrain) \nsowie online: der Link für die Zoom-Teilnahme ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85308459031?pwd=rDLBpuDqZqQ8ZMAw5D0UseUFswTLKZ.1\nMeeting-ID: 853 0845 9031\nKenncode: 408013 \n  \nGabriela Lehmann-Carli (MLS) und Angela Richter (MLS); Moderation: Swetlana Mengel (MLS)\nTraumagedächtnis und Traumanarrative im Kontext von Krieg und Gewalt \nKriege und Gewaltverbrechen als sog. Man-Made Disasters hinterlassen nicht nur Todesopfer und körperlich Verletzte\, sondern auch eine hohe Anzahl (Re-)Traumatisierter\, an einer posttraumatischen Belastungsstörung Leidender. Der Versuch\, literarisch Zeugnis bzw. Zeugenschaft vom auslösenden Ereignis abzulegen\, könnte dazu beitragen\, über Narration einen Hauch von Ordnung in das traumatische Geschehen zu bringen und es ggf. handhabbar zu machen. \nIn ihrem Vortrag geht Gabriela Lehmann-Carli der Frage nach\, inwiefern sich in ausgewählten Texten aus slavischen Literaturen durch Krieg und Gewalt indizierte Trauma-Narrative (darunter transgenerationale) finden lassen\, die auf (kollektive) Trauma-Gedächtnisse hinweisen könnten. In der Trauma-Forschung stellt sich einerseits die Frage nach der Erinnerbarkeit von traumatischen Erfahrungen\, andererseits das Problem der Möglichkeit kollektiver Traumatisierungen. Auch vorgängige Trauma-Erfahrungen sind dabei relevant. \nAngeregt durch Aleida Assmanns „Formen des Vergessens“ und kulturelle Vergessenstechniken werden im Kontext der Trauma-Forschung an Beispielen aus den russischen\, polnischen und ukrainischen Literaturen Folgen sowie die politische Wirkungsmächtigkeit selektiver Erinnerungspraktiken\, (un)bewussten Verdrängens sowie das Schwanken zwischen Memoria und Lethe als „zerrissene Erinnerung“ (Irina Scherbakowa) für das jeweilige kollektive bzw. kulturelle Gedächtnis erörtert. \nIn einem Gespräch zwischen Angela Richter und Gabriela Lehmann-Carli werden ausgewählte literarische Trauma-Narrative in Nachfolge und in Nachwirkung des Zweiten Weltkrieges und der postjugoslawischen Kriege betrachtet\, wobei auch die späteren soziokulturellen und politischen Auswirkungen von Holocaust\, Krieg und (sexualisierter) Gewalt eine Rolle spielen sollen. \nGabriela Lehmann-Carli ist Professorin für Slavische Philologie/Literaturwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: Trauma. Empathie und Erinnerung in der russischen und der polnischen Literatur)\, \nAngela Richter ist emer. Professorin für Südslavistik (aktueller Forschungsschwerpunkt: Literatur\, Geschichte und kulturelles Gedächtnis in Südosteuropa)\, \nSwetlana Mengel ist emer. Professorin für Slavische Philologie/Sprachwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: russische Übersetzungen pietistischer Erbauungsliteratur in Halle im 18.Jh.)\, alle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig.       
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SUMMARY:Plenum Februar
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nauch über Zoom. \nOttmar Ette (MLS) \nDer Romanist als Romancier. „Zwei deutsche Leben“ und „Mein Name sei Amo“ von und mit Ottmar Ette\nAbstract: \nIm Zentrum der Lesung stehen die beiden Romane „Zwei deutsche Leben“ und „Mein Name sei Amo“. Im anschließenden Gespräch stehen Fragen des Verhältnisses zur Geschichte und die Bedeutung eines kritischen Verhältnisses zur Geschichte ebenso im Zentrum wie die dunkle Seite der europäischen Aufklärung\, die Grenzen von Wissen und Wissenschaft sowie ganz allgemein das Spannungsverhältnis zwischen akademischem und literarischem Schreiben in Gegenwart und Zukunft. \nCV: \nOttmar Ette war drei Jahrzehnte lang Romanist und Komparatist an der Universität Potsdam und ist Projektleiter eines akademischen Langzeitvorhabens an der BBAW (bis Ende 2032) sowie Gründungsdirektor eines  Forschungszentrums in Changsha\, China. Er verfasste zahlreiche Bände über Roland Barthes\, Alexander von Humboldt\, Transareale Studien\, über Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft sowie acht Bände seiner Vorlesungen; seine Bücher wurden ins Englische\, Französische\, Spanische\, Portugiesische und Chinesische übersetzt. Er war Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin\, ist Mitglied mehrerer Akademien und wurde zum Honorary Member der Modern Language Association in den USA gewählt. Als Schriftsteller hat er die Romane „Zwei deutsche  Leben“ und „Mein Name sei Amo“ vorgelegt. \n 
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse lädt im Rahmen seines thematischen Schwerpunkts „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer nächsten Veranstaltung ein: \nTermin: Freitag\, 14.2. 2025 von 14.00 bis ca. 17.00 Uhr\nOrt: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A\, Raum 1.03 \nZur Diskussion steht von Bruno Latour und Nikolaj Schultz die Publikation \n„Zur Entstehung einer ökologischen Klasse. Ein Memorandum“\n(Edition Suhrkamp 2022)\nDie Zeiten für gesellschaftliche Transformationen sind nicht günstig. Angesichts komplexer und sich weiter zuspitzender Krisenprozesse werden Fragen nach möglichen Akteuren oder Subjekten progressiver Intervention\, nach Kräften einer solchen Transformation\, kaum noch gestellt. Aktivierung\, Mobilisierung erfolgen durchaus – als Agieren unterschiedlicher Kapitalfraktionen\, als Eroberungszug eines neuen technologischen\, digitalen Kapitalismus\, als rechter Autoritarismus oder/und populistische Verweigerung –; für eine sozial-ökologische Transformation ist die Zeitdiagnose wenig optimistisch.\nUmso überraschender und bemerkenswerter ist das angeführte Memorandum. Latour und Schultz gehen von einer umfassenden Bedrohungslage der Menschheit im Anthropozän aus und führen diese in die aktuelle zeitliche Konstellation. Ihre Diagnose ist die einer überwältigenden Gefährdung der Menschheit (Klima; Kriege; Pandemie)\, andererseits ist diese gelähmt: Schock und Angst\, statt Aktivität. Daraus begründen sie ihr Plädoyer für die „ökologische Klasse“\, die zum handlungsfähigen Subjekt werden soll. Dieser ausdrückliche Bezug auf das Klassenkonzept ist eben überraschend und bemerkenswert. Denn einerseits könnte die Distanz zum „klassischen Klassenkonzept“ nicht größer sein – Kapitalverhältnis und Produktion werden ausdrücklich negiert –\, andererseits greifen sie gerade auf den traditionellen Anspruch zurück: „Klasse“ ist notwendig als politischer Kampfbegriff zur Konstituierung eines handlungsfähigen Subjektes in unserer heutigen kosmologischen Realität\, einer neuen „herrschenden Klasse“. \nDie Argumentation ist lesenswert und herausfordernd. Sie macht in ihrem dichotomischen Ansatz einen breiten analytischen Raum auf und durchmisst ihn\, wenngleich nicht immer konsequent. So kann es auch die eine oder andere Enttäuschung geben. Die Frage nach neuen Konzepten und Begriffen bliebt. Das erinnert nicht zufällig an McKenzie Wark. Auch sie verbindet ihre emphatische Bezugnahme auf „Klasse“ mit einer strikten Ablösung vom „alten“ Klassenkonflikt (von den „alten“ Klassen). Zutreffend scheint die Metapher „Klassen ohne Kapitalismus“. Eine neue Realität ist auch für Nancy Fraser das zentrale Argument – darin liegt der übergreifende zeitdiagnostische Punkt –\, ihre Antwort ist aber eine andere: mit einer neuartigen Kapitalismusanalyse zu einer neuen Klassenbestimmung. Insofern bieten alle drei Arbeiten einen stimulierenden Zugang zur Frage\, ob Klassen (Klassenanalysen) zum Subjekt sozialökologischer Transformation führen. \nTextauszüge und eine kleinere Einsteuerung werden auf Anfrage verschickt. \nFür Fragen und zur Anmeldung bitte an Thomas.Micha@t-online.de\nMichael Thomas
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SUMMARY:AK Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Beratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207\, 9. Etage\, 10369 Berlin\nBitte klingeln\, Tür wird dann geöffnet. Für Nutzer eines Pkw besteht direkter Zugang von der Tiefgarage. \nZugang auch über Zoom. \nHans Neumann (Universität Münster):\nAltorientalistik in der DDR. Ihre institutionellen und wissenschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Spannungsfeld von Kontinuität und Wandel\nAbstract\nAusgehend von den Nachkriegsverhältnissen in der Sowjetischen Besatzungszone (1945–1949) wird unter Berücksichtigung der jeweiligen spezifischen institutionellen und wissenschafts-politischen  Rahmenbedingungen\, unter denen in der DDR die Wissenschaften von Gesellschaft\, Kultur und Sprachen des Alten Orients im Hochschulbereich und außeruniversitär betrieben worden sind\, ausschnittsweise versucht\, die Entwicklung der DDR-Altorientalistik insbesondere an den Universitäten Berlin\, Leipzig\, Jena und Halle/S. und an der Akademie der Wissen schaften von 1949 bis 1989 sowohl unter dem Gesichtspunkt der Weiterführung bestehender Traditionen als auch mit Blick auf gesellschaftshistorisch wie auch personell begründete Kontinuitätsbrüche vor allem in den 1960/70er Jahren nachzuzeichnen und wissenschaftsgeschichtlich zu analysieren. \nCV\nGeboren 9.5.1953 in Erfurt; 1971–1975 Studium der Orientalischen Archäologie und Philologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; 1980 Promotion; 1975–1991 wiss. Mitarbeiter und Forschungsgruppenleiter am Bereich Alter Orient des ZI für Alte Geschichte und Archäologie der AdW (bis 1990 der DDR) Berlin; 1992–1999 wiss. Mitarbeiter an den Universitäten Berlin (FU) und Heidelberg; 1998 Habilitation für das Fach Altorientalische Philologie an der FU Berlin; 1999–2020 Professor (C4) für Altorientalische Philologie und Direktor des Instituts für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie der Universität Münster \n2003–2009 Vorsitzender und 2009–2012 stellv. Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG); 2003–2015 Mitglied des Board of the International Association for Assyriology \nForschungsschwerpunkte: Sumerische und akkadische Keilschrifttexte des alten Mesopotamien vornehmlich aus dem 3. und frühen 2. Jt. v. Chr.; Wirtschafts-\, Rechts- und Sozialgeschichte des Alten Vorderasien; Geschichte der Assyriologie/Altorientalistik in Deutschland im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. und in der DDR \nIlse Wischer (MLS\, Universität Potsdam):\nDie Geschichte der englischen historischen Linguistik in Deutschland und den deutschsprachigen Nachbarländern\nAbstract\nDie englische historische Linguistik hat in Deutschland und im deutschsprachigen Kulturraum eine reiche Geschichte. Sie wurde von zwei unterschiedlichen\, aber konvergierenden Forschungsfeldern geprägt\, die beide im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an deutschen Universitäten ihre Blütezeit hatten: die englische Philologie\, vor allem die Mediävistik\, und die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft. In meinem Vortrag geht es zunächst darum\, wie diese beiden Forschungsrichtungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zusammengewachsen sind. Daran anschließend wird gezeigt\, wie sich im 20. Jahrhundert in Ost und West ein Wandel in der Ausrichtung der englischen historischen Linguistik vollzog\, und es werden Gründe für den stetigen Rückgang dieser Disziplin mit einem Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen diskutiert. \nCV\nIlse Wischer\, geboren 1959 in Stendal\, ist außerplanmäßige Professorin für Englische Linguistik an der Universität Potsdam (seit April 2024 im Ruhestand). Sie studierte Englisch und Russisch an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Potsdam (seit 1991 Universität Potsdam)\, wurde dort 1986 promoviert und 1996 habilitiert. Seither hat sie an den Universitäten Potsdam\, Düsseldorf\, Oldenburg und der FU Berlin gelehrt. Ihre Forschungsinteressen liegen vorwiegend auf dem Gebiet der Englischen Historischen Linguistik\, und hier insbesondere im Bereich der Grammatikalisierungsstudien. Ihre Publikationen behandeln syntaktische und semantische Aspekte der Nominalphrase\, sowie verschiedene Themen des Sprachwandels in der Geschichte des Englischen. Sie hat unter anderem zusammen mit Gabriele Diewald (Universität Hannover) den Band New Reflections on Grammaticalization (2002)\, und zusammen mit Daniela Kolbe-Hanna (Universität Trier) den Fokus-Band der ANGLISTIK  ANGLISTIK: Focus on English Linguistics: Varieties Meet Histories (2021) herausgegeben.
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SUMMARY:Gedenkveranstaltung für Heinz-Jürgen Rothe
DESCRIPTION:Gedenkveranstaltung\nfür Prof. Dr. Heinz-Jürgen Rothe (24.11.1946 ‒ 9.11.2024) \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und die UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam laden zu einer Gedenkveranstaltung für Heinz-Jürgen Rothe am 20. Februar\, 13:30 bis 17 Uhr in die Wissenschaftsetage (Raum Volmer) im Bildungsforum\, Am Kanal 47\, 14467 Potsdam ein. Der Raum Süring daneben ist ab 13 Uhr zugänglich. \nDie Veranstaltung kann auch über Zoom verfolgt werden. \nProf. Dr. Heinz-Jürgen Rothe ist am 9. November 2024 verstorben. Er hat als Arbeitspsychologe\, Wissenschaftsorganisator und liebenswerter Mensch viele Spuren hinterlassen. Die Gedenkveranstaltung soll Weggefährten\, Kollegen\, Freunden und Verwandten Gelegenheit geben\, sein Lebenswerk und sein Wirken an verschiedenen Institutionen zu würdigen und Erinnerungen auszutauschen. \nProgramm \nGerda Haßler: Eröffnung. Heinz Jürgen Rothe in der Leibniz-Sozietät\nAnna-Marie Metz: Heinz-Jürgen Rothe – Hochschullehrer\, Forscher\, Partner für die arbeitspsychologische Praxis\nWerner Krause: Heinz-Jürgen Rothe zwischen Arbeits- und Allgemeiner Psychologie\nErdmute Sommerfeld: Erinnerungen an Heinz-Jürgen Rothe als Wissenschaftler und Wissenschaftsorganisator \nErinnerungen \nMatthias Haase (Vorsitzender des Pförtner Bundes e.V.)\nMarcus Kranz (Verwandter von Heinz-Jürgen Rothe)\nProf. Dr. Hartmut Wandke (Humboldt Universität)\nProf. Dr. Uwe Schaarschmidt (Humboldt Universität und Universität Potsdam)\nProf. Dr. Bärbel Bergmann (TU Dresden)\nProf. Dr. Peter Richter (TU Dresden)\nProf. Dr. Doris Fay (Universität Potsdam)\nDankbar erinnern – Ehemalige Studierende ehren Prof. Dr. Heinz-Jürgen Rothe \nund weitere \nGerda Haßler (Leibniz-Sozietät)          Anna-Marie Metz (UP Transfer)\nhassler@uni-potsdam.de                       metz@uni-potsdam.de
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften \nOrt: Raum 001 in der Universitätsstraße 3b. \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://us06web.zoom.us/j/81573796976?pwd=QBTkt8a6aFbSCH0jTYtHdrniGZn2nQ.1 \n  \nVortrag \nAndreas F. Kelletat (MLS) \nDer ostdeutsche Lyriker Johannes Bobrowski (1917–1965) und sein „Zuchtmeister“ Klopstock \nAbstract \nIm Herbst 1964 war Johannes Bobrowskis Roman Levins Mühle gleichzeitig im Union-Verlag (DDR) und im Fischer-Verlag (BRD) erschienen. In mehreren Interviews wurde der über Nacht berühmt gewordene Autor nach den Anfängen seines Schreibens gefragt\, so auch von Irma Reblitz im März 1965:\n„Ich wollte\, und das ist der Anfang meiner Schreiberei\, damals – das ist 1943/44 gewesen – die russische Landschaft festlegen. Es gibt da Schilderungen nicht nur bei Paustowski\, sondern schon bei Tolstoi\, diese Winterschilderungen\, wo versucht wird\, diese Landschaft wirklich in den Griff zu bekommen\, außerhalb der einfachen Beschreibung. Diese Landschaft\, die mir vertraut war\, weil ich da oben aufgewachsen bin\, die mir aber damals – vor allem unter den Umständen\, in denen ich damals wieder reingeführt wurde in den russischen Osten – doch neu und bestürzend vorkam\, die wollte ich darstellen. Ich habe es mit Zeichnen und dann mit Prosa probiert. Schließlich fand ich ein Hilfsmittel: die griechische Ode in der von Klopstock bis Hölderlin versuchten Eindeutschung. In dieser Form also\, in der alkäischen\, sapphischen Strophe entstanden meine ersten Versuche. Dann habe ich das Schreiben wieder bleiben lassen eine ganze Zeit. Erst nach der Gefangenschaft\, also erst 1952\, als ich schon eine Weile wieder in Deutschland war\, habe ich es noch einmal aufgenommen\, nun eigentlich sofort in einer äußerlich freien Form – die allerdings für Leute\, die von Metrik etwas verstehen\, ziemlich deutlich die griechischen Odenstrophen und Versschemata verrät.“ (Interview Irma Reblitz\, März 1965; GW IV: 480)\nSchon 1961 hatte Bobrowski Klopstock als seinen „Zuchtmeister“ bezeichnet. Im Vortrag soll untersucht werden\, was darunter ganz konkret – also auch verstechnisch – zu verstehen sein dürfte. Das wird u. a. an Bobrowskis 1942/43 und erneut Mitte der 1950er Jahre geschriebenen „Russland-Gedichten“ auf das nach dem Überfall auf die Sowjetunion zerstörte Nowgorod gezeigt. Zugleich möchte der Vortrag an die Bedeutung des vor 300 Jahren in Quedlinburg geborenen Dichters Klopstock für die grundlegende Erneuerung der deutschen Literatursprache erinnern. \nVita: \nUniv.-Prof. (i.R.) Dr. Dr. h.c. mult. Andreas F. Kelletat\, geboren 1954 in Hamburg\, machte 1975 in Opladen/Rheinland das Abitur. Im Anschluss arbeitete er als Kriegsdienstverweigerer 1 ½ Jahre als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik. Von 1977 bis 1983 studierte er in Köln Germanistik\, Skandinavistik (einschl. Fennistik) und Osteuropäische Geschichte. Das Studium beendete er mit einer Doktorarbeit über Herder und die Weltliteratur. Zur Geschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert. \nAb 1984 arbeitete Kelletat zunächst als Deutsch-Lektor\, dann als Professor an der Universität Vaasa (Finnland). 1993 kehrte er nach Deutschland zurück. Als Leiter des Arbeitsbereichs Interkulturelle Germanistik war er bis 2020 am Germersheimer Fachbereich der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für die Ausbildung von Studierenden zu Übersetzern und Dolmetschern verantwortlich. Ca. 1000 Studierende aus aller Welt\, die das Deutsche als Fremdsprache erlernt hatten\, haben bei ihm ihre sprach-\, literatur-\, kultur- bzw. übersetzungswissenschaftlichen Diplom- bzw. MA-Arbeiten geschrieben. In gut 20 Promotionsvorhaben war er als Betreuer der Dissertationen eingebunden. \nVon den Universitäten Riga (2000)\, Vilnius (2010) und Wolgograd (2018) wurde ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. \nSeine Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte des Übersetzens\, Deutsche Literatur und Kultur im internationalen Kontext\, Exilliteratur\, Deutsch-nordosteuropäische Kulturbeziehungen\, Analyse und Interpretation hermetischer Lyrik. Kelletat ist Initiator und Mitherausgeber des digitalen Germersheimer Übersetzerlexikons (uelex.de). \nNeben wissenschaftlichen hat er auch literarische Texte veröffentlicht\, zuletzt den Roman Von Christus zu Hitler. Eine Jugend in Ostpreußen (2022). \nWeitere Informationen finden sich unter www.andreas-f-kelletat.de. \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2025 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden. \n 
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64304816339?pwd=hyRLZKjbjkmiVTsAzNDxCq3zN4cDHa.1\nMeeting-ID: 643 0481 6339 \nVortrag: \nAnnette Vogt (MLS) \nAusstellungen über Wissenschaftler – das Beispiel der Wanderausstellung über Emil J. Gumbel (1891-1966) – Statistiker\, Pazifist\, Publizist \n Abstract: \nIn der Wissenschaftsgeschichte\, der Kultur- und Literaturgeschichte sowie in Museen sind Ausstellungen ein willkommenes Mittel\, um neue Forschungsergebnisse vorzustellen oder an bestimmte Ereignisse und Personen – meist im Zusammenhang mit Jubiläen – zu erinnern. Ausstellungen sind eine Möglichkeit\, ein breiteres Publikum zu erreichen als durch Publikationen für die engere scientific community. Und Ausstellungen haben den Vorteil\, durch geeignete Objekte\, durch Fotos und anderes Material\, die Ereignisse und Personen auch optisch sichtbar werden zu lassen. Im Idealfall ergänzen sich die Begleittexte und die Objekte bzw. Fotos. \nIm Vortrag werden auf Grund eigener Erfahrungen der Referentin mit Ausstellungen einige der Möglichkeiten der Visualisierung und Propagierung skizziert sowie Schwierigkeiten\, die auftreten können\, benannt. Ausführlicher wird auf die Geschichte und den Aufbau der Wanderausstellung über Emil J. Gumbel (1891-1966) eingegangen. Diese Ausstellung – die English version – wird in Berlin\, im Hauptgebäude der Humboldt-Universität Unter den Linden\, Lichthof Ost\, vom 24.3. bis 14.5.2025 gezeigt werden. \nVita: \nAnnette Vogt studierte Mathematik und Physik an der Universität Leipzig\, ist Diplom-Mathematikerin und promovierte Mathematikhistorikerin. Bis 1991 war sie am Institut für Theorie\, Geschichte und Organisation der Wissenschaften der AdW der DDR in Berlin tätig\, von 1992 bis 1994 am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und von 1994 bis 2018 research scholar am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Seit 1997 hält sie Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin\, seit 2014 ist sie Honorar-Professorin an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HU Berlin. Sie ist Mitglied der International Academy for History of Science (2016 Full Member) und Mitglied der Leibniz-Sozietät (seit 2020). \nIhre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Mathematik\, die Geschichte jüdischer Wissenschaftler\, die Geschichte der Wissenschaftlerinnen in Europa im 19. und 20. Jh. sowie die Geschichte der Emigration und Remigration von Wissenschaftlern. Sie publizierte mehrere Bücher und über 200 Artikel. \nPublikationen mit Bezug zum Vortrag: \nScherer\, Matthias\, Vogt\, Annette (Hgg.): \nEmil Julius Gumbel (1871-1966): Statistiker\, Pazifist\, Publizist – Im Kampf gegen Extreme und für die Weimarer Republik. Hamburg: HSU\, 2024. Begleitband zur Ausstellung an der HSU Hamburg\, 21.11.2023-28.3.2024\, herausgegeben von der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität. \nVogt\, Annette: Emil J. Gumbel – Mathematiker\, Pazifist und politischer Autor. In: Sitzungsberichte\, Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\, Band 145 (2021)\, S. 145-167. \nVogt\, Annette: Nicht nur Lise Meitner – Naturwissenschaftlerinnen an der Berliner Universität. In: Der lange Weg zur Chancengleichheit. Naturwissenschaftlerinnen an der Berliner Universität. Hrsg. Márta Gutsche. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin: humboldt chancengleich. fokus frau. 2014\, S. 7-10; (und Autorin der 15 Poster der Ausstellung). \nVogt\, Annette: From Exclusion to Acceptance\, from Acceptance to Persecution (pp. 11-30); Berlin (pp. 44-54); Academic Anti-Semitism (pp. 197-212); Dismissal and Exile (pp. 213-240); all in: Transcending Tradition. Jewish Mathematicians in German-Speaking Academic Culture. Ed. by Birgit Bergmann\, Moritz Epple\, Ruti Ungar. Berlin\, Heidelberg: Springer Verlag\, 2012. (Dt. Springer Verlag 2009). \nVogt\, Annette: Jüdische Mathematiker im deutschsprachigen Raum – Von der Ausgrenzung zur Akzeptanz\, von der Akzeptanz zur Ausschließung (S. 11-32); Berlin (S. 46-56); Das Gift des Antisemitismus (S. 182-198); Vertreibung – Exil – Rückkehr? (S. 200-222). In: Birgit Bergmann\, Moritz Epple (Hgg.) Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur. Heidelberg et al\, Springer Verlag\, 2009. (in English 2012). \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2025 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden. \n 
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DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63570625303?pwd=7338rQK0CGOcnoJqyRLmWv7LZL7WOp.1\nMeeting-ID: 635 7062 5303 \nVortrag: \nWolf R. Eisentraut (Berlin) \nSchöpfertum gefangen im Zentralismus – zur wechselvollen Geschichte der Architektur in einer vergangenen Republik \nAbstract: \nDer Vortrag gibt einen Überblick auf die wechselvolle Geschichte der Architektur in der DDR\, über Zusammenhänge und Gegensätze von politischen Vorgaben und individuellem Wirken der Akteure. Es wird anhand von Beispielen der mehrfache inhaltliche Wechsel der offiziellen Vorgaben und deren Auswirkungen auf das architektonische Schaffen dargestellt. Im Vortrag wird auch darauf eingegangen\, welche Rolle die Architekten spielten und wie sie in das staatlich gelenkte Wirtschaftssystem eingebunden waren. Erstmals erfährt die Architektur- und Baugeschichte der nun abgeschlossenen Periode eine systematische Gliederung in vier Dezennien\, in eine synchronistische Übersicht mündend. Darüber hinaus erfolgen Betrachtungen zu bleibenden Werken und zur Vergänglichkeit der baulichen Artefakte sowie zum Umgang der gegenwärtigen Gesellschaft mit ihrem Erbe aus der vergangenen Zeit\, der auch grundsätzliche Fragen zur Nachhaltigkeit aufwirft. Die Thematik wird angereichert und illustriert mit der Darlegung eigener Beiträge des Referenten zu Städtebau und Architektur in den relevanten Zeitabschnitten\, nicht ohne einen Blick auf gegenwärtiges Bauen zu richten. Die Baugeschichte wird anhand von Bildern zu ikonischen Bauten des jeweiligen Zeitabschnittes erfassbar gemacht. \nDer Vortrag stützt sich in großen Teilen auf das vom Referenten 2023 vorgelegte Buch zu einer ähnlichen Thematik und mündet in die Frage\, ob es eine sozialistische Architektur gegeben hat. \nVita: \nWolf R. Eisentraut\, am 1. 12. 1943 in Chemnitz geboren\, absolvierte nach dem Abitur in Plauen eine Maurerlehre und studierte von 1963 bis 1968 Architektur sowie Ingenieurpädagogik an der Technischen Universität Dresden. Erste Berufserfahrungen als Architekt gewann er bei Hermann Henselmann als Mitarbeiter an Entwürfen für Stadtzentren und Hochhäuser sowie später als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Wohnungsbau der Bauakademie der DDR. 1972 war er unter Leitung von Heinz Graffunder am Entwurf zum Palast der Republik in Berlin beteiligt. Bei diesem Projekt verantwortete er die Planung des Mittelteils dieses repräsentativen Gebäudes\, insbesondere der großen Foyerhalle und des Theaters im Palast\, für das er später  Bühnenbilder und Ausstattungen entwarf. Im Hauptberuf ging er 1976 in das Baukombinat Ingenieurhochbau Berlin und leitete dort ein Entwurfskollektiv. Bei dieser Tätigkeit gelangen ihm in Abkehr von damals verordneten Typenprojekten individuelle Architekturschöpfungen wie eine Schule für Körperbehinderte in Berlin-Lichtenberg. Aus dieser Periode resultieren aber vor allem auch mehrere Zentren mit Handels- und Kulturbauten in Berliner Neubaugebieten\, so Kaufhäuser\, Bibliotheken\, ein Kino\, eine Galerie\, ein Kulturhaus und viele Gaststätten – alle eingebettet im städtebaulichen Entwurf und realisiert im Hochbau\, so u. a. am Helene-Weigel-Platz und im Zentrum von Berlin-Marzahn. \nDaneben war Wolf R. Eisentraut wissenschaftlich tätig\, promovierte 1984 zum Dr.-Ing. und wurde nach seiner Habilitation 1986 zum Professor an die Technischen Universität Dresden berufen\, wobei er die praktische Entwurfs- und Bautätigkeit parallel weiterführte. Das führte dann schließlich 1991 zur Gründung eines eigenen Entwurfs- und Planungsbüros in Dresden und Berlin. In diesem Rahmen entstanden städtebauliche Planungen und überwiegend Wohn- und Kulturbauten in Berlin\, und an anderen Orten\, vom  Sächsischen Vogtland über den Brocken bis an die Nord- und Ostsee. \nWie schon während der Planungstätigkeit berufsbegleitend\, widmete sich Wolf R. Eisentraut nach 2018 beratender und publizistischer Tätigkeit. In seinem 2023 beim Lukas-Verlag erschienen Buch „Zweifach war des Bauens Lust“ stellt er auf unterhaltsame Weise die wechselvolle Baugeschichte der DDR und seine eigenen Beiträge dazu dar.
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SUMMARY:Kolloquium zu Ehren von Klaus Fuchs-Kittowski
DESCRIPTION:Einladung zu einer Tagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (LS) \nWissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung\nanlässlich des 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski\nTermin: 14. März 2025 von 9.30 bis 18.00 Uhr \nOrt:  Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin\, Campus Wilhelminenhof\, Wilhelminenhofstraße 75A\, 12459 Berlin\, Raum G001/G008 \nOrganisation: LS-Arbeitskreis Emergente Systeme\, Information und Gesellschaft\, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)\, The Institute for a Global Sustainable Information Society (GSIS)\, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) \nOrganisationsteam: Frank Fuchs-Kittowski\, Wolfgang Hofkirchner\, Hans-Jörg Kreowski\, Christian Stary \nZiele und Inhalt: Wissenschaft und Technik sind entscheidende Triebfedern des gesellschaftlichen Fortschritts. Aber ihr Einsatz dient nicht automatisch dem Wohle der Menschheit und einer friedlichen Entwicklung\, sondern hat eine bedrohliche Kehrseite\, die sich vor allem auch im Weitertreiben der Kriegsmaschinerie zeigt. Spätestens seit dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki vor bald 80 Jahren ist klar\, dass moderne Waffentechnik nicht nur immer perfidere Tötungsmethoden hervorbringt\, sondern sogar die Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die gesellschaftliche Entwicklung durch Digitalisierungsprozesse geprägt\, die immer weitreichender alle Bereiche der Lebens- und Arbeitswelt durchdringen und eine digitale und öko-sozio-technische Transformation darstellen. Diese Transformation\, bei der mittlerweile verstärkt durch Anwendungen von Künstlicher Intelligenz zum bestimmenden Faktor werden\, macht auch vor Waffentechnik und Militärstrategie nicht Halt mit unabsehbaren Folgen für zukünftige Kriege. \nIn dem Kolloquium soll die Rolle von Wissenschaft und Technik zwischen Krieg und Frieden mit besonderer Berücksichtigung von Informations- und Kommunikationstechnik als technologischer Grundlage der Digitalisierung untersucht werden. Es geht darum\, Wege aufzuzeigen\, die zu einer friedlichen und menschenwürdigen Technik- und Gesellschaftsentwicklung führen. Der Schluss des Kolloquiums ist der Würdigung von Klaus Fuchs-Kittowski zu seinem 90. Geburtstag vorbehalten. Mögliche Themen sind: \n\nDie Digitalisierung des Kriegs\nDie Vereinten Nationen und die Geißel des Krieges\nIdeen einer friedlichen und menschenwürdigen Welt\nVerantwortung in Wissenschaft und Technik\nDas Wechselverhältnis von digitaler Transformation und Informations- und Wissensgenerierung\nDas Lebenswerk von Klaus Fuchs-Kittowski\n\n  \nProgramm (Stand 18.02.2025): \n09.30 Uhr Begrüßung u.a. mit dem Dekan des FB2 Prof. Dr. Wohlgemuth (HTW Berlin) \n09.45 Uhr Hans-Jörg Kreowski (Universität Bremen): Die Digitalisierung des Kriegs \n10.10 Uhr Rainer Rehak (Weizenbaum-Institut\, Berlin): Der Mythos der „gezielten Tötung” – Zur Verantwortung von KI-gestützten Zielsystemen am Beispiel „Lavender“ \n10.35 Uhr Elvin Cetin (DFG-VK\, Berlin): Ein Weg zur Regulierung Autonomer Waffensysteme \n11.00 Uhr Wolfgang Hofkirchner (GSIS\, Wien): Imperative einer Friedenslogik für die Schicksalsgemeinschaft der Menschheit \n11.25 Uhr Pause \n11.55 Uhr Klaus Fuchs-Kittowski (Berlin): Wider den Geist einer geistlosen Zeit\, die Macht der Computer und die Zerstörung der Vernunft – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung \n12.20 Uhr Christian Fuchs (Universität Paderborn): Warum wir heute einen Radikalen Digitalen Humanismus brauchen \n12.45 Uhr Christian Stary (Johannes Kepler Universität Linz): Das Wechselverhältnis von digitaler Transformation und Informations- und Wissensgenerierung \n13.10 Uhr Mittagspause \n14.30 Uhr Dieter Segert (Universität Wien\, Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin): Protest gegen Aufrüstung und Krieg – Fragen zu seiner politischen Wirkung \n14.55 Uhr Heinrich Niemann (Vorsitzender der Rapoport-Gesellschaft\, Mitglied der IPPNW\, Berlin): Nach der Pandemie – Lehren und Fragen aus ärztlicher Sicht15.20 Uhr Joachim Wernicke (Physiker\,Berlin): Staatsstreich gegen die DDR 1990 und 2+4-Vertrag \n15.45 Uhr Rainer Fischbach (Informatiker und Autor\, Berlin): Das Titanic-Syndrom:  Fehlsteuerung in Technik und Politik. \n16.10 Uhr <<<Einladung noch nicht bestätigt>>>16.35 Uhr Pause \n17.00 Uhr Gerhard Pfaff (Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin): Laudatio 1 zum 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski \n17.10 Uhr Christiane Floyd (Berlin\, Wien): Laudatio 2 zum 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski \n17.35 Uhr Replik des Gewürdigten \n18.00 Uhr Abschied \nAlle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um die Planung vor Ort zu erleichtern\, wird um (unverbindliche) Anmeldung per E-Mail an Hans-Jörg Kreowski kreo@uni-bremen.de gebeten.
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SUMMARY:4. Rohstoffkolloquium
DESCRIPTION:Das neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen \nZeit: 20. März 2025 \nOrt: TU Berlin\, Institut für Angewandte Geowissenschaften\, Ernst-Reuter Platz 1\, Berlin\, Gebäude. BH-N (Eingang Hardenbergstraße) \nDie Veranstaltung wird auch via Zoom übertragen. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63004556816?pwd=0Z3tVjQkJPFwFJL3BEHxtunRa5X5cE.1\nMeeting-ID: 630 0455 6816 \nDer Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert am 20. März 2025 das 4. Rohstoffkolloquium mit dem aktuellen Thema “Das neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen”. Am 23. Mai 2024 ist das europäische Gesetz zur Sicherung der Versorgung der EU Länder mit kritischen Rohstoffen für die Erreichung der Klimaziele und nachhaltiger Entwicklung – The Critical Raw Materials Act (CRMA) – in Kraft getreten. Das Gesetz hat die Zielstellung bis 2030 den strategischen Rohstoffbedarf zu mindestens zehn Prozent in der EU abzubauen\, zu mindestens 40 Prozent in der EU zu verarbeiten und zu mindestens 15 Prozent aus der europäischen Kreislaufwirtschaft zu gewinnen. Damit soll die Abhängigkeit von externen Lieferanten für kritische Rohstoffe verringert werden um die strategische Autonomie der EU zu stärken. Das Kolloquium ist eine erste Analyse inwieweit die Ziele verfolgt werden und erreichbar sind\, ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes. Eingeladen sind Rohstoffwissenschaftler und Vertreter der geologischen Dienste und der Industrie. Die Anmeldung von Vorträgen erfolgt über die Organisatoren Axel Müller (Email: a.b.muller@nhm.uio.no)\, Reinhard Greiling (Email: reinhard.greiling@kit.edu)\, Christoph Hilgers (christoph.hilgers@kit.edu) oder Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de). \nProgramm-Flyer als PDF-Download
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DESCRIPTION:Die Sitzung der Klasse Sozial- und Gesellschaftswissenschaften findet als hybride Veranstaltung statt: \nVor Ort: \nBürgerverein Mahlsdorf-Süd e. V. („Bürgerstübchen“)\, Hultschiner Damm 94\, 12623 Berlin\n(Eingang vom Erich-Baron-Weg) \nAnfahrt ÖPNV:\nTram 62 und 63 vom S-Bahnhof Köpenick oder S-Bahnhof Mahlsdorf\n(Haltestelle Erich-Baron-Weg) \nBus 108 vom Elsterwerdaer Platz\n(Haltestelle Wilhelm-Blos-Straße) \nParkplätze in den Nebenstraßen (NICHT! vor dem „Bürgerstübchen“) oder gegenüber bei EDEKA \nSowie per Zoom unter folgendem Link:\nhttps://us06web.zoom.us/j/86773170506?pwd=hADmOCQvDiG54Jy9adTF6Oaz639lOe.1 \nMeeting-ID 867 7317 0506\nKenncode 620169 \n\n  \nVortrag: \nMichael Rodi (MLS) \nKlimawandel als intergenerationelle und globale Herausforderung: Möglichkeiten und Grenzen des Rechts \nAbstract: \nDie Bekämpfung des fortschreitenden Klimawandels und seiner Folgen stellt eine der größten Herausforderungen für Politik und Recht auf regionaler\, nationaler\, supranationaler und internationaler Ebene dar. Die bestehenden Strukturen sind unzureichend die notwendigen Transformationen in den Bereichen Energieversorgung\, Mobilität\, Landwirtschaft\, Städtebau und vielen anderen effektiv zu bewirken. Wie in der Vergangenheit auch und vielleicht nicht anders möglich\, reagieren die Rechtsordnungen darauf mit inkrementellen Fortentwicklungen. In dem Vortrag werden der Stand des gegenwärtigen Klimarechts sowie zentrale Herausforderungen für seinen Umbau und seine Transformation dargestellt: Die inhärenten Schwächen des Völkerrechts\, eine komplexe Mehrebenenordnung von den Kommunen bis zu den Vereinten Nationen\, erhebliche Gerechtigkeitsfragen im Verhältnis von Gewinnern und Verlierern der Transformation (aber auch des Klimawandels)\, eine Vielzahl betroffener und beteiligter Personen\, deren Akzeptanz und Mitwirkung an der Transformation unerlässlich ist. Schließlich müssen die Rechtsordnungen – für sie ungewohnt dekadenübergreifend – rechtssicher und wirksam die Erreichung der Klimaziele ermöglichen\, gleichzeitig aber auch Flexibilitäten für die jeweils handelnde politische Generation belassen. Nur in Umrissen zeichnen sich Lösungen für diese epochale Herausforderung des Rechts ab. \nVita: \nProf. Dr. jur. Michael Rodi\, M.A.\n1977 bis 1987: Studium der Politikwissenschaft\, Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Konstanz und München.\n1988 bis 1998: Wissenschaftlicher Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität München (Prof. Dr. Klaus Vogel)\n1992: Dr. iur. München (Thema: „Die Rechtfertigung von Steuern als Verfassungsproblem“)\n1995: M. A. Politikwissenschaft in München (Prof. Dr. Heinz Laufer) (Thema: „Umweltsteuern – das Steuerrecht als Instrument der Umweltpolitik“)\n1998: Habilitation in den Fächern Öffentliches Recht\, Steuerrecht und Europarecht in München (Thema: „Die Subventionsrechtsordnung“)\n1999 – 2021: Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht\, Finanzrecht\, Umwelt- und Energierecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald\nseit 2004: Mitglied des „Research Council of the International Institute for State Studies (IIEDE)”\, Porto Allegre\, Brasilien\nseit 2004: gewähltes Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nseit 2006: Ehrenmitglied des Brazilian Institute for Taxation (IBPT)“\nseit 2010: Wissenschaftlicher und geschäftsführender Direktor des Instituts für Klimaschutz\, Energie und Mobilität (IKEM) in Berlin\nSeit 2019: Sprecher des Clusters Energietransformation am Interdisziplinären Zentrum für Ostseerumforschung (IFZO) an der Universität Greifswald \n 
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nEkkehard Hintzsche (Kühlungsborn) \nJ.W. v. Goethe (1749 – 1832): „Die Wahlverwandtschaften“ – eine Brücke zwischen Natur- und Geisteswissenschaft \nZeit: 10 bis 12 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.  Zoom-Link: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66867200979?pwd=8oquOVZTSLRMXf4Nyd4ov25jxNU2Xz.1\nMeeting-ID: 668 6720 0979 \nAbstract: \nAnalysen und Kommentare zu Johann Wolfgang von Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ (1809) sind in der Literatur zahlreich vorhanden. Auch die Einzigartigkeit des im Roman vorkommenden „psychochemischen Gleichnisses“ wurde oft beschrieben und analysiert. Aber was waren die Begleitumstände (welche Art von „umgebender Atmosphäre“?)\, die ein solches Werk begünstigten\, einschließlich des Alleinstellungsmerkmals der enthaltenen Parabel in einem Liebesdrama? Warum war es Goethe möglich\, in einem literarischen Werk eine so eindrucksvolle Brücke zwischen Chemie und Philosophie zu schlagen? Und können wir einen Beitrag von Goethes Werk zur Geschichte der Chemie seiner Zeit erkennen? Goethe nutzte auf intelligente Weise die damals gebräuchliche Verwendung des Begriffs „Wahlverwandtschaften“ in Chemie und Philosophie. Die tiefgründige Suche nach Parallelen zwischen den Verhaltensweisen der Hauptfiguren des Romans und einer passenden\, symbolischen Reaktionsgleichung („Wahlverwandtschafts-Gleichung“) aus der Chemie war exklusiv und genial zugleich. Der Vortrag von Ekkehard Hintzsche setzt diese vermeintlich alleinstehenden Puzzleteile der Rahmenbedingungen zusammen und zeigt auf\, warum gerade zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Begleitumstände für die Entstehung dieses interessanten Romans günstig waren (siehe Abbildung). \nNur ein Universalgenie wie Goethe konnte so brillant zwischen verschiedenen Wissensdisziplinen interagieren und diese logisch verbinden. Nur er war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Lage\, die Zusammenhänge zwischen Chemie und Philosophie in einem Roman herzustellen und umfassend zu beschreiben. Heute hingegen sind viele Menschen hyperspezialisiert\, die Zeiten der Universalgenies sind längst vorbei. Umso interessanter und wichtiger ist es\, sich weiterhin mit den von Goethe beschriebenen „Wahlverwandtschaften“ zu beschäftigen und diese mit dem Wissen von heute zu interpretieren. \nVita: \nDr. Ekkehard Hintzsche studierte von 1984 bis 1989 Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Anschließend war er vier Jahre Assistent im Fachbereich Organische Chemie der MLU. Die Assistentenzeit beendete er mit der erfolgreichen Promotion im Jahr 1993. In der Zeit von 1993 bis 2020 war er auf verschiedenen Positionen in der Supply Chain Laundry & Home Care der Henkel AG & Co. KGaA tätig. Seit seinem 2020 beginnenden Ruhestand ist er Gastdozent in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen\, Instituten\, Archiven und Vereinen in Deutschland. Die von ihm dabei vertretenen Themen reichen von „1.2-Dithiinen“ über „Phänomene des Waschens“ und „Geschichte der Chemie“ (J. W. von Goethe) bis zur „Historie von Normaluhren/Die Persiluhr“.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66246447598?pwd=L2J5aPEcaNXxWEDl2vpQE0MaZQA6hC.1\nMeeting-ID: 662 4644 7598 \nVortrag: \nThomas Naumann (DESY\, Zeuthen)\nUniversum – Multiversum: Hatte Gott eine Wahl?\nZur Feinabstimmung der Naturkonstanten\nAbstract: \nEinstein sagte einmal\, was ihn am meisten interessiere sei die Frage\, ob Gott die Welt hätte anders machen können. Unsere Existenz hängt von einer Vielzahl von Größen ab\, deren genaue Abstimmung das Leben in unserer Welt überhaupt erst ermöglicht. Dazu gehören die Zahl der Raumdimensionen\, die Dichte des Universums\, die Stärke der Kräfte und die Massen der Teilchen. Die Hypothese von einem Multiversum könnte Leibniz’ Frage\, ob wir in der „besten aller Welten” leben\, beantworten und das rätselhafte Feintuning so vieler Eigenschaften unserer Welt erklären. \nVita: \nProf. Thomas Naumann ist Teilchenphysiker. Er arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider LHC des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf. Geboren 1953 in Dresden\, studierte er bis 1975 an der Technischen Universität seiner Heimatstadt Physik.\nDanach untersuchte er am Institut für Hochenergiephysik in Zeuthen bei Berlin und ab 1992 am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY die Eigenschaften der Kernkraft. Sein Experiment ATLAS war 2012 an der Entdeckung des Higgs-Teilchens beteiligt.\nThomas Naumann leitete bis 2019 die Gruppe Teilchenphysik des DESY in Zeuthen und lehrte als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. \n 
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SUMMARY:Veranstaltung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte lädt alle Interessierten zu einem Vortrag ein: \nEkkehard Höxtermann (MLS)\n„Entwicklung durch Verwicklung“ – Zur Profilierung der Biologie an den Universitäten der DDR\nDie Veranstaltung findet hybrid statt. In Präsenz: Historischer Ratssaal\, Rathaus Friedrichshagen\, außerdem online. \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte \nTreffen am 10. April 2025\, Historischer Ratssaal\, Rathaus Friedrichshagen \nDie Vorträge des letzten Arbeitskreistreffens am 17. Februar zur Geschichte der Altorientalistik und der Historischen Englischen Linguistik in der DDR kennzeichneten ein spezifisches\, stadiales und regionales Muster wissenschaftlicher Richtungen und Institute. Das legte den Vergleich mit der Situation in den Naturwissenschaften nahe und veranlasste den Autor\, seine Ansichten zur Entwicklung der Biologie an den Universitäten der DDR vorzustellen. \nAbstract\nAuch in den Biowissenschaften gab es in der DDR ein bezeichnendes geografisches Muster wissenschaftlicher Zweige und Einrichtungen. Diese eigenartige\, differenzierte Verteilung der Ressourcen und Disziplinen galt nach dem Beitritt der DDR zur BRD als ideologie- und fremdbestimmt und verschwand in kurzer Zeit. Doch das Profil der ostdeutschen Biologie war weniger das Ergebnis zentraler Pläne und Weichenstellungen als vielmehr Ausdruck einer erstaunlich stabilen Interessenlage wissenschaftlicher Schulen\, die in den Nachkriegsjahren eher zufällig entstanden waren und sich im Wandel der politischen Verhältnisse und im Wechsel der Generationen behaupteten. \nDer Autor hat sich seit 1997 wiederholt dazu geäußert und umfassende Übersichtsarbeiten\, aber auch beispielhafte Fallstudien zu ausgewählten Instituten und Biologen verfasst. Der Vortrag basiert auf diesen ausführlichen Darstellungen\, auf die im Einzelnen verwiesen wird. \nCV\nEkkehard Höxtermann wurde 1953 in Sondershausen (Thüringen) geboren und studierte ab 1973 an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie. Hier wurde er 1985 im Bereich Allgemeine Botanik promoviert. Seit 1990 am Institut für Biochemie der Universität Köln tätig\, habilitierte er sich 1994 in Jena für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften. Von 1994 bis 2013 lehrte er Geschichte der Biologie\, der Biochemie und der Pharmazie in Jena\, Berlin und Göttingen\, ab 2003 als außerplanmäßiger Professor für Geschichte der Naturwissenschaften der FU Berlin. 2007 eröffnete er im Verlag Natur+Text in Rangsdorf ein biologiehistorisches Programm. Nach experimentellen Arbeiten zur Photosynthese grüner Pflanzen verfolgt er – außerhalb der üblichen institutionalisierten Bahnen – ureigene\, biologiehistorische Forschungsziele\, insbesondere zur Geschichte der Botanik\, der Biologischen Chemie und der Biologie in Ostdeutschland. 2016 wurde er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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SUMMARY:Führung durch die Ausstellung Emil J. Gumbel
DESCRIPTION:Führung durch die Ausstellung\n „Emil J. Gumbel – Statistiker\, Pazifist\, Publizist. Im Kampf gegen Extreme und für die Weimarer Republik“\nin der Humboldt-Universität zu Berlin mit Prof. Dr. Annette Vogt (MLS) \nTermin: 23.04.2025 \nTreffpunkt: 13.00 Uhr am Helmholtz-Denkmal vor dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität\, Unter den Linden 6
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: \nIngolfur Blühdorn: Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Berlin: edition suhrkamp 2024 \nZeit: 25. 4. 2025 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 1.03.  \n„Wie eine Bombe“ könne das Buch in die Diskussion einschlagen\, so Peter Wagner in einer Rezension. Sieht man von der problematischen Metapher ab\, einen zentralen Punkt trifft der Rezensent. Blühdorn greift mit enormer Radikalität und argumentativer Wucht in die Debatten um Status und Entwicklung der Moderne ein. Kaum etwas wird verschont. Sein Memento gegen die „Wohlfühlliteratur“\, dass nämlich jedem Hoffen auf bzw. Appell an Transformation zunächst die Analyse der gesellschaftlichen Realität vorausgehen müsse (was selten geschehe)\, ist im Arbeitskreis zu teilen: Um die Transformationsfrage weiter zu verfolgen\, ist Zeitanalyse\, Zeitdiagnose erforderlich und hier thematisches Programm. \nBei Blühdorn aber steht die Absage an jegliche – nachhaltige\, ökoemanzipatorische – Transformation. Seine „dreifache Unhaltbarkeit“ gilt der krisenhaften neoliberalen Gesellschaft ebenso wie den gegen diese gerichteten kritischen Bewegungen und kritischer Wissenschaft. Sie alle gemeinsam werden zu Totengräbern; Transformationsfrage bzw. -perspektive verschwinden. Es geht auch nicht mehr um Reflexivwerden (Beck) bzw. Reparatur (Reckwitz) der Moderne\, sondern die nächste Gesellschaft ist eine andere Moderne – jenseits von Liberalismus\, Demokratie\, bürgerschaftlicher Mündigkeit\, universellen Menschenrechten\, befreit auch von diesbezüglichen Ansprüchen. So verliere diese Gesellschaft ihre Schrecken: wenn Demokratie kein Anspruch mehr ist\, dann gewöhnt man sich an Oligarchie und Autokratie. \nMit diesem gesellschaftheoretischen Zugriff werden viele der anregenden Analysen zu Umwelt\, Demokratie\, Digitalisierung\, globalen Trends etc. zugleich irritierend. Denn die Träume und Illusionen alternativer Bewegungen wie kritischer Wissenschaft sind zerstörerisch – weil die Analyse längst eine andere Gesellschaft zeigt: spätmoderne Gesellschaften haben sich von Nachhaltigkeit etc. verabschiedet! Insofern sind diesbezügliche (u.a.) Ansprüche bloße Ideologie. Sticht diese Logik? – Das ist sicher eine der Fragen für die Diskussion\, vielleicht sogar deren Achillesferse? \nDr. Frank Adler wird in diese Diskussion einführen. Eine einsteuernde Ausarbeitung von ihm wie ein Textauszug von Blühdorn können auf Anfrage verschickt werden. Weitere thematische Stellungnahmen des Autors finden sich im Netz bzw. auf youTube. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de \n 
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse Sozial und Geisteswissenschaften.\nDie Sitzung findet hybrid statt: im Rathaus Friedrichshagen und gleichzeitig übertragen via Zoom unter folgendem Link: \nhttps://us06web.zoom.us/j/89224478756?pwd=Qif1eeaasyK74z2iEJffvP92syAYO3.1\nKenncode: 981972 \n\n  \nVortrag: \nAndrea Komlosy (MLS) \nSteuert die Welt auf ein (eur)asiatisches Jahrhundert zu?\nEin historischer Rückblick soll klären\, in welchen Phase der Weltgeschichte Impulse und expansive Dynamiken aus dem transatlantischen Raum\, und in welchen Phasen sie aus dem eurasischen Raum kamen und die globalen Kompetenz-\, Konkurrenz- und Machtverhältnisse prägten. Dabei werden ökonomische\, soziale\, geopolitische\, militärische und kulturelle Entwicklungen beachtet. Ist die These einer asiatischen Überlegenheit berechtigt\, die im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts einer „Great Divergence“ Platz machte\, in deren Zuge sich westeuropäische\, dann auch nordamerikanische Staaten als Zentren und Gestaltungsmächte der Weltgesellschaft herauskristallisierten? In der zweiten Hälfte des 20. Jh. setzte ein Wiedererstarken asiatischer Staaten ein. Besteht die Möglichkeit\, dass die erfolgreiche nachholende Entwicklung asiatischer Schwellenländer vor dem Hintergrund struktureller Krisen der westlichen Welt in ein „asiatisches Jahrhundert“ mündet. Welche Chancen hat eine „multipolare Weltordnung“? \nVita: \na.o. Univ. Prof. Andrea Komlosy i. R. – Univ. Wien\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, 1010 Wien\, Universitätsring 1. E-Mail: andrea.komlosy@univie.ac.at \nStudium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022).\nDer Vortrag basiert auf Beiträgen in der Zeitschrift für Weltgeschichte 23 (1) mit dem Schwerpunkt „Eurasien zwischen neuem Westen und altem Osten“\, hg. Hans-Heinrich Nolte: https://www.ingentaconnect.com/content/plg/zfw/2022/00000023/00000001;jsessionid=1uglunml8uejv.x-ic-live-01 \n• Die \,\,langen Wellen“ der Konjunktur. Kondratieff-Zyklen gegen den eurozentrischen Strich gelesen\, in: ZWG 23.1.\, S. 49-78.\n• Eurasien in Herrschafts- und Entwicklungs-Konzepten\, in: ZWG 23.1. \, S. 137-150. \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Bitte beachten\, dass der Vortrag nicht im Rathaus Friedrichshagen\, sondern ausnahmsweise an der Technischen Universität Berlin stattfindet! \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: TU Berlin\, Campus Charlottenburg\, Straße des 17. Juni 135\, 10623 Berlin\, Raum H 3005 \nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61564751459?pwd=3rbLhehsnbMS6GYqGvUzyWxbr4ZmDy.1 \nMeeting-ID: 615 6475 1459 \n  \nProf. Dr. Irina Engelhardt (TU Berlin) \nSpreeWasser:N: Dürrefrühwarnung und integriertes Wasserressourcen-Management für eine langfristige Wassersicherheit in der Region Berlin-Brandenburg \nGrafik: © I. Engelhardt\nAbstract: \nIm Rahmen der Forschungstätigkeiten im Bereich Hydrogeologie der TU Berlin zeigt sich immer deutlicher die große Diskrepanz zwischen einerseits der natürlichen Erneuerung unserer Grundwasserressourcen und andererseits einem ansteigenden Bedarf an der Bereitstellung von Trink- und Brauchwasser in ausreichender Qualität und Quantität. Diese Schere wird sich im Kontext Klimawandel – wirtschaftliche Entwicklung – Braunkohleaussteig in der Region Berlin-Brandenburg noch weiter öffnen. Neben relativ einfach und schnell umsetzbaren Maßnahmen\, wie Reduktion des Wasserverbrauchs\, Waldumbau oder verbesserte Grauwassernutzung\, wird es voraussichtlich noch deutliche stärkerer\, d.h. effizienterer\, Methoden bedürfen\, um eine langfristige Trinkwassersicherheit zu gewährleisten. Eine zukunftsfähige wasserwirtschaftliche Maßnahme ist die künstliche Grundwasseranreicherung\, die in Ländern mit Wasserknappheit schon lange etabliert ist: Überschusswasser (Hochwasserwellen\, Starkregen\, aber auch gereinigtes Abwasser) kann in den tiefen Untergrund eingespeist werden und zu einem späteren Zeitpunkt\, z.B. während Trockenzeiten\, und an einem anderen Ort\, d.h. einige Kilometer weiter im Abstrom\, dann zur Entnahme aus dem Grundwasser für u.a. Brauchwasser der Industrie und Landwirtschaft zur Verfügung stehen. Diese Maßnahme benötigt umfangreiches ingenieurtechnisches Wissen bei der Umsetzung\, ein hochaufgelöstes Monitoring zur Überwachung der Wasserqualität und der Wasserpfade sowie ein Umdenken bei der Genehmigung durch die zuständigen Behörden in der Anwendung des Wasserrechts und auch moderne Steuerungsinstrumente zur Akzeptanzsteigerung bei den Wassernutzern. \nVita: \nIrina Engelhardt studierte Geologie an der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ihre Diplomarbeit wurde mit dem 1. Platz des Forschungspreises der Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt ausgezeichnet. Von 1999 bis 2003 war sie bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover tätig. 2004 promovierte sie am Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Nach fünf Jahren Consulting-Tätigkeit im Bereich Geothermie\, Endlagerung und Wasserwirtschaft war sie von 2007 bis 2012 Wissenschaftliche Assistentin an der Technischen Universität Darmstadt\, wo sie 2014 ihre Habilitation abschloss. Von 2012 bis 2015 war Irina Engelhardt als Wissenschaftlerin am Forschungszentrum Jülich tätig. 2015 folgte sie dem Ruf der Technischen Universität Freiberg auf eine W3 Professur für Hydrogeologie und Hydrochemie als erste Professorin der Geowissenschaften seit Bestehen der Universität. 2017 wechselte sie an die Technische Universität Berlin auf den Lehrstuhl für Hydrogeologie. Irina Engelhardt forschte im Lawrence Berkeley National Laboratory der University of California (USA) und in der Commonwealth Scientific Research Organization in Perth (Australien). Seit 2021 ist sie Leiterin der Programmgruppe Hydrological Sciences der General Assembly der European Geosciences Union. Sie war Koordinatorin des mit 2.6 Mio. € vom BMBF geförderten Verbundprojektes MedWater zum Wassermanagement und zur Erhöhung der Resilienz gegenüber Dürren in Karbontagrundwasserleitern im Mittelmeerraum. Sie ist seit 2022 Koordinatorin von SpreeWasser:N zum Wassermanagement in Berlin-Brandenburg\, ein Projekt\, welches mit 3 Mio. € vom BMBF gefördert wird.
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SUMMARY:Geschäftssitzung (nicht öffentlich)
DESCRIPTION:Der 2. Teil der Geschäftssitzung findet nach der Plenarveranstaltung statt.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Stephan Lehnstaedt (MLS) \nJüdischer Widerstand gegen den Holocaust – Herausforderungen der Historiographie\nAbstract: \n\nAngesichts von etwa sechs Millionen Menschen\, die in Europa zwischen 1939 und 1945 im Holocaust starben\, die von Deutschen und ihren Helfern erschossen\, vergast oder auf andere Weise umgebracht wurden\, entstehen nur allzu leicht Vorstellungen einer überwältigenden\, unausweichlichen Totalität des Genozids. Der Blick auf die Täter und ihre Gewaltpraktiken verstärkt zusätzlich den Eindruck paralysierter Opfer\, die lediglich Objekte in den Händen der Mörder darstellten.  Es ist der Mythos angeblicher jüdischer Passivität\, der bis in biblische Zeiten zurückreicht: Sie waren wie Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank. \nDabei belegen unzählige Berichte die Aktivitäten der Verfolgten\, und nicht zuletzt bezeugen die Überlebenden den unbedingten Willen und die Fähigkeit\, die eigene Existenz selbst unter den desaströsen Bedingungen der deutschen Vernichtungsmaschinerie zu behaupten. Die entscheidende Frage ist\, wie diese Geschichte zu schreiben ist: Nach 1945 war es die Orientierung am augenfälligen – männlichen – Heldentum\, die zum Leitmotiv der Geschichtsschreibung über und zur Erinnerung an jüdischen Widerstand wurde. Dazu kamen nationale bzw. geographisch beschränkte Perspektiven und die Verengung auf bewaffneten Kampf als „eigentlichem“ Widerstand. \nDer Vortrag untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen\, eine europäische und integrierende Perspektive des jüdischen Widerstands zu schreiben. \n\n\nCV \nStephan Lehnstaedt\, Dr. phil. habil.\, (2008 LMU München\, 2016 TU Chemnitz) ist seit 2016 Professor für Holocaust-Studien an der Touro University\, Campus Berlin. Zuvor er hat an der LMU München\, der HU Berlin und der London School of Economics gelehrt und war 2010 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. 2024 wurde er in die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gewählt. Er ist außerdem Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten u.a. der Stiftung Flucht\, Vertreibung\, Versöhnung (Vorsitzender)\, der Zeitschrift Przegłąd Zachodni sowie der Jury des Wissenschaftlichen Förderpreises des Botschafters der Republik Polen in Berlin. \nLehnstaedt beschäftigt sich mit Imperialismus\, der Geschichte der zwei Weltkriege\, dem Holocaust und dessen Wiedergutmachung. Aktuell erarbeitet er gemeinsam mit Paweł Machcewicz von der Polnischen Akademie der Wissenschaften ein „Handbuch Polen unter Besatzung“ und leitet ein Projekt\, das in fünf Ländern die Erfahrungsgeschichte der „Wiedergutmachung“ untersucht. \nZu mehr als hundert Aufsätzen und 15 Sammelbänden kommen bislang sieben Monographien\, zuletzt „Der Warschauer Aufstand 1944“ (Ditzingen: Philipp Reclam jun. 2024) sowie „Bełżec\, Sobibór\, Treblinka und die Aktion Reinhardt“ (München: C.H. Beck\, 2017 / 3. Auflage 2023 – Polnisch 2018\, Französisch und Niederländisch 2020). Anfang 2025 erscheint im Beck-Verlag seine neue Studie „Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust“. \nAn der Touro University unterrichtet Lehnstaedt im Masterstudiengang „Holocaust Studies / Jewish Studies“ und kuratiert mit seinen Studierenden regelmäßig Ausstellungen. Die mit der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und der Wiener Library London erarbeitete Ausstellung „Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“ wurde u.a. von den Vereinten Nationen in New York gezeigt. \nLehnstaedt war 2008 bis 2010 Gutachter in Sozialgerichtsprozessen zu den sogenannten Ghettorenten und wurde 2012 im Bundestag dazu gehört. Er engagiert sich öffentlich zu aktuellen Themen der deutschen Gedenkkultur sowie zur polnischen Geschichte\, u.a. bei zwei weiteren Anhörungen im Bundestag 2017 und 2022. In Polen wurde mehrfach für seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung ausgezeichnet\, u.a. mit der Anielewicz-Medaille vom Verband der Holocaust-Überlebenden oder dem Orden „Za Wybitne Zasługi“ des Verbands der Kombattanten und früheren politischen Gefangenen. \n  \n 
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DESCRIPTION:Jahrestagung\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nEntstehung\, Wandel und Obsoleszenz von Konzepten und Methoden in Wissenschaft und Forschung\n21. Mai 2025 \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \naußerdem hybrid \n10-18 Uhr \nMaterial zur Jahrestagung \n  \n10.00 ‒ 10.15\nEinführung: Ziele der Jahrestagung\nGerda Haßler (MLS)\, Ekkehard Höxtermann (MLS) \n10.15 ‒ 10.45\nDie Geschichte des Blutes und der Blutgerinnung\nViktoria Weber (MLS) \n11.15 ‒ 11.45\nVon der Phlogiston-Lehre zur Sauerstofftheorie der Verbrennung\nDetlev Möller (MLS) \n10.45 ‒ 11.15\nDie stufenweise Entstehung wissenschaftlicher Disziplinen am Beispiel der Biochemie\nEkkehard Höxtermann (MLS) \n11.45 ‒ 12.15\nInterdisziplinäre Verwendung und Transfer ökonomischer Termini\nUlrich Busch (MLS) \n12.15 ‒ 12.45\nDie Ideologen im Frankreich des 19. Jh.: Vergessen\, Obsolenz oder stilles Überleben? Drei Lesarten zur Geschichte einer wissenschaftlichen Schule\nDorothée Röseberg (MLS) \n12.45 ‒ 14.00 Mittagspause \n14.00 ‒ 14.30\nGedanken zur Entstehung der Evolutionären Synthese (Synthetische Evolutionstheorie) in Bezug auf ihren „verlorenen Architekten“ William F. Reinig (1904–1980)\nAndreas Wessel \n14.30 ‒ 15.00\nDie Auswirkungen von Hevner et al.’s Design Science auf die Entwicklung von Informationssystemen\nChristian Stary (MLS) \n15.00 ‒ 15.30\nWhat can we know? Epistemological reflections on the circulation of knowledge and its historiography\nWim Coudenys (MLS) \n15.30 ‒ 16.00\nInnovation und Vergessen durch einen Referenztext. Die Rolle des Cours de linguistique générale (1916) von Saussure in der Geschichte der Sprachwissenschaft und im Linguistic Turn\nGerda Haßler (MLS) \n16.00 ‒ 16.30\nVon der „Social Epistemology“ zur „Cognition in the Wild“. Transdisziplinäre Wanderungen erkenntnistheoretischer Konzepte\nHans-Christoph Hobohm (MLS) \n16.30 ‒ 17.00\nVerlorenes Wissen aus historischer Perspektive: Über das Nachdenken zum Wissensverlust vor dem 20. Jahrhundert\nToon Van Hal (MLS) \n17.00\nAbschlussdiskussion \n 
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Biesdorfer Medizinische Gespräche \n(Leibniz-Sozietät gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und Schloss Biesdorf) \nSabine Schleiermacher (Charité Berlin) \nDie Transformation des DDR-Gesundheitswesens: historische Voraussetzungen\, Akteure und Interessen \nZeit: 17.00 bis 19.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf \nEinladung und Programm-Flyer (pdf)
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt zu ihrer Klassensitzung am am 12. 06.2025\, 10-12 Uhr im Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e. V. („Bürgerstübchen“)\, Hultschiner Damm 94\, 12623 Berlin (Eingang vom Erich-Baron-Weg) sowie online via Zoom: \nhttps://us06web.zoom.us/j/86825249867?pwd=rnnp1UcUUbt4VRY8TTHag95m5LOyej.1 \nMeeting-ID: 868 2524 9867\nKenncode: 069468 \n\n  \nVortrag von \nJürgen Hofmann (MLS)\nThema: \nMarie Pinder. Beobachtungen im Revolutionsjahr 1848/49\nAbstract: \nWeibliche Blicke auf die die Revolution von 1848/49 – einem Schlüsselereignis des 19. Jahrhunderts – sind in der Flut der überlieferten Erinnerungsliteratur rar gesät. Umso mehr Aufmerksamkeit gebührt den Aufzeichnungen von Marie Pinder\, einer Zeitzeugin dieser Ereignisse. Der Gattin des Breslauer Oberbürgermeisters und schlesischen Oberpräsidenten waren die Straßenaufzüge und Krawalle zwar suspekt\, den Hoffnungen auf Reformen und politische Veränderungen galt dennoch ihre Empathie. Ihre gesellschaftliche Stellung ermöglichte ihr Kontakte und Einblicke in die unterschiedlichsten politischen und intellektuellen Kreise. Der Bekannten- und Freundeskreis reichte bis in die Reihen der demokratischen Bewegung. Das nie veröffentlichte Manuskript zeichnet sich durch analytische Klarheit und Urteilsvermögen aus. Im folgenden Lebensabschnitt versuchte sich Marie Pinder erfolgreich als Schriftstellerin. Der Vortrag rekonstruiert ihre Biografie und gibt Einblicke in ihre Aufzeichnungen aus dem Revolutionsjahr 1848/49. Er gehört zu den Ergebnissen der Forschungen des Arbeitskreises Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung in der Leibniz-Sozietät\, der kürzlich den Band 7 der Buchreihe „Akteure eines Umbruchs“ vorlegen konnte. \nCV: \nJürgen Hofmann\, Prof. Dr. sc. phil.\, Historiker\, Hochschulreife an der Arbeiter-und Bauern-Fakultät\, Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig\, von 1970 bis 1990 wissenschaftlicher Assistent sowie Dozent am Institut (der späteren Akademie) für Gesellschaftswissenschaften in Berlin\, 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann 1848\, 1983 Promotion B (= Habilitation) mit Studien zur nationalen Politik der SED\, 1989 Berufung zum Professor\, 1991-94 Untersuchungen zum Identitätswandel in Ostdeutschland für die Kommission zur Untersuchung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW)\, danach Arbeit an Studienbriefen zur Geschichte Preußens für die Fernuniversität Hagen sowie verschiedene Projekte zur Landes- und Regionalgeschichte Berlins\, Mitarbeit im Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung der Leibniz-Sozietät\, seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Mitglied des Kuratoriums der ITH (International Conference of Labour and Social History) in Wien und des Kuratoriums für den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain\, Herausgeber und Autor mehrerer Monografien und zahlreicher Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nZeit: 10 bis 13 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63529869060?pwd=aSTwAMD5KWm508dVb0wyAaCvotouFF.1\nMeeting-ID: 635 2986 9060 \nMit der Sitzung ehrt die Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät ihr Mitglied Heinz Kautzleben zum 90. Geburtstages mit Vorträgen zur Thematik \nAktuelle Missionen der Satellitengeodäsie und Satellitenmessmethoden  \nIn der Klassensitzung werden folgende vier Vorträge gehalten: \n\nReinhard Rummel: Begegnungen mit dem Geowissenschaftler Heinz Kautzleben\nRoland Pail: Die zukünftigen Schwerefeldmissionen von NASA\, ESA und dem DLR/GFZ\nJürgen Müller: Quantensensoren auf Satelliten\nHarald Schuh: ESA’s GENESIS Mission – wissenschaftliche Notwendigkeit und gesellschaftliche Relevanz\n\nMaterial zur Klassensitzung
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nDonnerstag\, den 12. Juni 2025 \n13:30–15:30 Uhr\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63529869060?pwd=aSTwAMD5KWm508dVb0wyAaCvotouFF.1 \nMeeting-ID: 635 2986 9060 \nVortrag: \nMichael Kaasch (MLS) \nSchwieriges Erbe? Der Arzt\, Naturforscher und Maler Carl Gustav Carus\, ein (umstrittener) Zeitgenosse von Caspar David Friedrich \nAbstract: \nDie Malerei der Romantik und ihr bedeutendster Vertreter Caspar David Friedrich (1774–1840) standen 2024 aus Anlass von dessen 250. Geburtstag im Mittelpunkt kulturgeschichtlicher Aufmerksamkeit. In umfangreichen repräsentativen Ausstellungen in Hamburg\, Berlin\, Greifswald (seiner Heimatstadt)\, Dresden (seinem langjährigen Wirkungsort) und Weimar wurde Friedrich gefeiert und gewürdigt. Hier soll mit Carl Gustav Carus (1789–1869)\, dem \,\,Naturforscher und Arzt – Philosoph und Künstler“ – so die auf den Biologiehistoriker Rudolph Zaunick (1893–1967) zurückgehende\, heute noch gültige Kennzeichnung seines Wirkens – ein Zeitgenosse in den Mittelpunkt gerückt werden\, der in Dresden in Verbindung zu Friedrich stand und der einerseits als Künstler in eigenständiger Weise dessen Anregungen aufnahm und der andererseits diesen ärztlich beriet. Carus war als Naturforscher in der vergleichenden Anatomie und in der Physiologie\, als Frauenarzt und Geburtshelfer\, als Leibarzt des sächsischen Herrscherhauses und gefragter Arzt mit großer Privatpraxis sowie als Mitbegründer (1822) und Förderer der Gesellschaft Deutscher Naturforscher Ärzte (GDNÄ) und XIII. Präsident der Naturforscherakademie Leopoldina (Amtszeit 1862–1869) ein wichtiger Repräsentant der Medizin seiner Zeit. Mit seinen Analysen der Psyche (vor allem zur Bedeutung des Unbewussten) gehört Carus zu den Vorläufern der modernen Psychologie. Als begeisterter Goetheverehrer versuchte er in Hinblick auf die eigenen Lebensziele und seine Lebensgestaltung\, diesem Vorbild weitgehend nachzufolgen. Darüber hinaus beschäftigte sich Carus mit philosophischen Fragen und hinterließ ein umfassendes schriftstellerisches Werk (u. a. eine umfangreiche Autobiographie). Seine Vielseitigkeit spiegelt sich auch in – heute durchaus als problematisch angesehenen – Vorstellungen und Herangehensweisen (z. B. in seiner Cranioskopie und in der Behandlung der Menschenrassen) wider. Noch zu Lebzeiten geriet Carus mit seinen (nach-) romantischen Auffassungen in Widerspruch zur tonangebenden wissenschaftlichen und künstlerischen Elite. Wie das künstlerische Œuvre von Caspar David Friedrich fiel auch das Werk und Wirken von Carus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr dem Vergessen anheim. Nach 1900 wurde mit der Renaissance der romantischen Malerei Friedrichs zunächst auch das künstlerische Werk von Carus wiederentdeckt und schließlich auch sein wissenschaftliches und ärztliches Wirken erneut erschlossen. Dabei zeichnen sich verschiedene Perioden und problematische Aspekte der Aneignung zu unterschiedlichen Zeiten ab (1920er Jahre\, NS-Zeit\, DDR-Zeit\, bundesdeutsche „Gegenwart“). Ein sich wandelnder Umgang mit Tradition zeigt sich einerseits am nunmehr eher unkritischen Hype um Caspar David Friedrich und andererseits einer immer mehr nur auf die problematischen Aspekte verengten Auseinandersetzung mit dem Werk von Carus. Missverständnisse und ein unreflektierter Zugang zur Wissenschaftsgeschichte bzw. Instrumentalisierungen moralischer Werturteile spielen dabei eine entscheidende Rolle und müssen dringend hinterfragt werden. \nVita: \nMichael Kaasch ist Biologe (1989 Dr. rer. nat. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale)\, Biologiehistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Schriften der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Biologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts\, die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Publizistik\, die wissenschaftliche Biographik und die Historie Gelehrter Gesellschaften und wissenschaftlicher Akademien. 2024 erhielt er den Ilse-Jahn-Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie. Er ist seit 2020 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. und stellvertretender Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften.
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu Vortrag und Diskussion ein: \nProf. Dr. Sighard Neckel (2016\, Foto: Ziko van Dijk – CC BY-SA 4.0\, via Wikipedia)\nProf. Dr. Sighard Neckel (Universität Hamburg) \n„Umstrittene Nachhaltigkeit“  \nZeit: 13. Juni 2025 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 1.03.  \nNachhaltigkeit als Leitbild eines ökologischen Umbruchs ist ins Gerede gekommen\, von mehreren Seiten. Wegen seiner Konturlosigkeit hat er sich zum Deckbegriff eines vermeintlich grünen Kapitalismus verwandelt\, der Greenwashing betreibt\, während die Zerstörung des Erdsystems ungebremst weiter voranschreitet. Aber auch seitens mancher Strömungen einer ökologischen Gesellschaftskritik gilt Nachhaltigkeit als verbraucht\, als anthropozentrisch und neokolonial\, weswegen das „Anthropozän“ die Orientierung vorgeben soll und die Perspektive einer „Post-Nachhaltigkeit“ eingenommen wird. Im Vortrag werden kritische Rückfragen an den überkommenen Nachhaltigkeitsbegriff gestellt\, der Rationalitätskern von Nachhaltigkeit aber verteidigt. Bei all der Wahllosigkeit in seinem Gebrauch und auch seiner Korrekturbedürftigkeit wohnen „Nachhaltigkeit“ doch grundlegende ökologische Prinzipien inne\, auf die eine Kritik am naturzerstörenden Kapitalismus nicht verzichten kann. Die Kritik an Nachhaltigkeit wiederum wird daraufhin befragt\, welche Aporien ihr innewohnen und welche ungelösten analytischen Probleme sie für das Verständnis einer sozial-ökologischen Transformation hinterlässt. \nDer Vortrag schließt an im Arbeitskreis diskutierte Themen an und geht zugleich systematisch in übergreifende Fragen unseres anstehenden Kolloquiums nach der zeitanalytischen Prüfung konzeptioneller Ansätze progressiver gesellschaftlicher Entwicklung: Wenn es offensichtlich so nicht weitergeht wie bisher\, wie könnte es dann weitergehen? \nSighard Neckel hat viel beachtete Publikationen zu soziologischen\, gesellschaftstheoretischen und sozialphilosophischen Themen vorgelegt. Seit Jahren gilt das vor allem auch für das Thema „Nachhaltigkeit“\, zu dem er ein DFG-Kolleg an der Universität Hamburg geleitet hat und wo er weiter als Senior Permanent Fellow tätig ist. Die Forschungen sind im Netz einsehbar und u.a. dokumentiert:  https://www.zukuenfte-nachhaltigkeit.uni-hamburg.de/kolleg/team-zweite-phase/neckel.html \nMichael Thomas (für Nachfragen: Thomas.Micha@t-online.de)
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SUMMARY:Ehrenkolloquium Horst Klinkmann
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften und die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften \nladen ein zum Ehrenkolloquim anlässlich des 90. Geburtstags von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann unter dem Motto: \nDER UNERMÜDLICHE:\nArzt\, Mediziner\, Wissenschaftler\, Gelehrter\, Visionär\, Präsident\, Kurator\,\nInitiator\, Kultivierender\, Menschenfreund\, Hoffnungsträger\, Netzwerker\, Moderator\, Weltbürger \nam Freitag\, 20. Juni 2025\,\nvon 10.00 bis ca. 15.00 Uhr\nim Langenbeck-Virchow-Haus\,\nLuisenstraße 58/59\,\n10117 Berlin-Mitte \nDie Veranstaltung wird auch per Zoom übertragen.\nZoom-Einladungslink:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64847211474?pwd=PC7ykEz63uPF3PSCC3SWMN1ueYVF59.1\nMeeting-ID: 648 4721 1474\n\n\nProgramm\nModeration: Prof. Dr. Gerhard Pfaff\, Sekretar der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät \n1. Begrüßung\n– Prof. Dr. Gerda Haßler\, Präsidentin\, Leibniz-Sozietät\n– Dr. Dirk Laßner\, Vorsitzender\, Kuratorium der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät \n2. Beiträge\n– Prof. Dr. Gerhard Banse\n– Dr. Herbert Wöltge\n– Prof. Dr. Jörg Vienken\n– Prof. Dr. Peter Oehme\n– Prof. Dr. Günter von Sengbusch\n– Prof. Dr. Wolfgang Schütt\n– Prof. Dr. Viktoria Weber\n– Norbert Rethmann\n– Prof. Dr. Wolfgang Methling \n3. Schlusswort\nProf. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann \n4. Imbiss\, Gespräche\, Gedankenaustausch \nAuf Grund des großen Interesses an der Veranstaltung ist es nicht möglich\, weitere Anmeldungen entgegenzunehmen. Es gibt aber die Möglichkeit der Zoom-Teilnahme (Einwahldaten siehe oben).
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