BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. - ECPv6.18.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
X-ORIGINAL-URL:https://leibnizsozietaet.de
X-WR-CALDESC:Events for Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20270328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20271031T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261128T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261128T170000
DTSTAMP:20260929T083259Z
CREATED:20260925T213655Z
LAST-MODIFIED:20260929T083259Z
UID:33262-1795860000-1795885200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2026
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth (DGLR) \nRaumfahrthistorisches Kolloquium 2026 \n am 28. November 2026\, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr \n begleitet von der Poster Ausstellung \n„Fit für Apollo“ \nim Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nFlyer zum Kolloquium \nAbstracts \nCVs der Referenten
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/raumfahrthistorisches-kolloquium-2026/
LOCATION:Archenhold-Sternwarte\, Alt-Treptow 1
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261112T153000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261112T171500
DTSTAMP:20261012T152919Z
CREATED:20260622T210616Z
LAST-MODIFIED:20261012T152919Z
UID:32792-1794497400-1794503700@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einladungslink: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64152753112?pwd=rbPaVbm1kHfq7fPj42mqgmbenkL2qd.1 \nMeeting-ID: 641 5275 3112 \n\nVortrag: \nDr. Hauke Hußmann (MLS) \nDie Vermessung von Planeten und Monden: Laseraltimetrie in der Planetenforschung \n\nAbstract: \nDie Laseraltimetrie ist eine leistungsstarke Methode zur Bestimmung der Topografie von Planeten\, Monden und Asteroiden. Sie ist für die Interpretation von Gravitationsfeldmessungen sowie für die Charakterisierung planetarer Oberflächen und der dort stattfindenden geologischen und geophysikalischen Prozesse von entscheidender Bedeutung. Anhand von Gezeitenmessungen und einer präzisen Bestimmung des Rotationszustands lassen sich zudem Rückschlüsse auf die innere Struktur planetarer Körper und deren Entwicklung ableiten. Die Laseraltimetrie wurde bereits auf Missionen zu Mond\, Mars\, Merkur und verschiedenen Asteroiden erfolgreich eingesetzt. Zurzeit befinden sich die ESA/JAXA Mission BepiColombo und die ESA Mission JUICE (Jupiter Icy Moons Explorer) auf dem Weg zu ihren Zielen Merkur und den Eismonden des Jupiter. Beide Missionen verwenden die Laseraltimetrie\, um die Oberflächen des Merkur\, bzw. der Jupitermonde Ganymed\, Europa und Kallisto präzise zu vermessen. Im Vortrag wird ein Überblick über typische Anwendungen der Laseraltimetrie in der Planetenforschung\, insbesondere in Bezug auf Merkur und die Jupitermonde\, gegeben. Am Beispiel des BepiColombo Laser Altimeters (BELA) und des Ganymede Laser Altimeters (GALA) werden sowohl die Funktionsweise der Instrumente als auch ihre wissenschaftlichen Ziele näher erläutert. \nVita: \nHauke Hußmann studierte Physik an der Universität Osnabrück und promovierte an der Universität Münster am Institut für Planetologie zum Thema der gekoppelten thermisch-bahndynamischen Entwicklung der Jupitermonde Io und Europa. Nach Post-Doc Stationen in Münster und an der Universität São Paulo in Brasilien ist er seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltraumforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Berlin. Er ist dort Co-Leiter der Abteilung für Planetare Geodäsie und Geologie. Hauke Hußmann ist wissenschaftlicher Leiter des BepiColombo Laser Altimeters (BELA) der ESA Mission BepiColombo\, die 2026 ihr Ziel\, den Planeten Merkur\, erreichen wird. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Leiter des Ganymede Laser Altimeters (GALA)\, welches im April 2023 mit der ESA Raumsonde JUICE (Jupiter Icy Moons Explorer) zum Jupitersystem gestartet ist. Er ist außerdem Co-Investigator des Subsurface Radar Instruments und des Gravity and Radio Science Teams der NASA Mission Europa Clipper. Seit 2026 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-16/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261112T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261112T150000
DTSTAMP:20260722T150453Z
CREATED:20260622T210442Z
LAST-MODIFIED:20260722T150453Z
UID:32790-1794488400-1794495600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Raj Kollmorgen (MLS)\n(Ab-)Gründe der Demokratie. Eine kritische Reflexion der Selbstverständlichkeit\, Krise und Transformation unseres politischen Systems\nZeit: 13:00 bis 15:00 Uhr\nOrt: Rathaus Berlin-Friedrichshagen
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-26/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261112T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261112T120000
DTSTAMP:20260722T150349Z
CREATED:20260622T210308Z
LAST-MODIFIED:20260722T150349Z
UID:32787-1794477600-1794484800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Larisa Schippel (MLS)\n“Vertreibung und Rückkehr von Wissenschaftlern – und hat das alles mit Translation zu tun?\nEin translationshistorischer Blick auf Exil (1933–1945) und Post-Exil”\nZeit: 10:00 bis 12:00 Uhr\nOrt: Rathaus Berlin-Friedrichshagen
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-sozialwissenschaften-und-geisteswissenschaften-2/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261109T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261109T170000
DTSTAMP:20260817T134120Z
CREATED:20260622T210108Z
LAST-MODIFIED:20260817T134120Z
UID:32785-1794218400-1794243600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Gedenkkolloquium für Hans-Otto Dill
DESCRIPTION:Entre  mundos\nGedenkveranstaltung für Hans-Otto-Dill (1935-2026)\n9.30 – 9.45    Begrüßung (Präsidentin) \nModeration: Peter Jehle \n9.45 – 10.15  Dieter Ingenschay: Uchronien in der neueren lateinamerikanischen Literatur. \n10.15 – 10.45 Dorothee Röseberg: Vom „Marx-Zirkel“ zur Kulturwissenschaft. Stationen des kulturologischen Denkens von Hans-Otto Dill. \n10.45 – 11.00 Kaffeepause \n11.00 – 11.30 Larisa Schippel: Übersetzen als Ermöglichen: Hans-Otto Dill als Übersetzer-Herausgeber-Gutachter. \n11.30 – 12.00  Diskussion \nMittagspause \nNachmittag: Moderation Dorothee Röseberg \n14.00 – 14.30 Hartmut Hecht: Die philosophische Erzählung als Reflexionsmedium für das Entstehen eines neuen wissenschaftlichen Geistes. \n14.30-15.00 Gerda Haßler: Französische Spätaufklärung im europäischen Transferfeld: Die ideologische Semiotik und ihre iberisch‑russischen Transformationen. \n15.00 – 15.30   Diskussion \n15.30 Ottmar Ette: Lesung aus dem noch unveröffentlichten Roman „Terrakotta“.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/gedenkkolloquium-fuer-hans-otto-dill/
LOCATION:CEDIO-Konfernzzentrum\, 10369 Berlin\, Storkower Straße 207\, Storkower Straße 207\, Berlin\, 10369
CATEGORIES:Ehrenkolloquium
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261106T170000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261106T190000
DTSTAMP:20260910T154705Z
CREATED:20260910T154326Z
LAST-MODIFIED:20260910T154705Z
UID:33172-1793984400-1793991600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Biesdorfer medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und dem Schloss Biesdorf ein zum Vortrag von \nDr. Heinrich Niemann (Berlin)  \nDie Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 und die Ärztebewegung zur Verhütung eines Nuklearkrieges (IPPNW) \nam 6. November 2026\, \n17.00 Uhr – 19.00 Uhr\,\nim Schloss Biesdorf\, Heino-Schmieden-Saal\, \nAlt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin. \nIch beehre mich\, Sie und Ihre Begleitung zu dieser Veranstaltung herzlich einzuladen. \nProfessor Dr. Gerda Haßler \nPräsidentin der Leibniz-Sozietät \nVeranstaltungsflyer \nProgramm: \nEröffnung und Begrüßung \nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät \nModeration \nGerhard Pfaff (Mitglied der Leibniz-Sozietät)  \nHeinrich Niemann \nHeinrich Niemann studierte Medizin an der Humboldt-Universität zu Berlin/Charité. Er erlangte 1970 die Approbation. 1978 promovierte er zum Dr. med. über Internationale Tendenzen der Ärzteausbildung und wurde Facharzt für Sozialhygiene/Sozialmedizin. Seit 1975 war er in der Ost-Berliner Gesundheitsverwaltung und -politik tätig. \nVon 1986 bis 1990 war Heinrich Niemann Geschäftsführer der DDR-Sektion der Internationalen Ärztebewegung gegen den Nuklearkrieg (IPPNW) mit etwa 8000 Mitgliedern (1989)\, die mit Vorträgen\, Erklärungen\, Konzerten und Protesten auch gegen sowjetische Atomtests auftrat und an den Weltkongressen der IPPNW mit Beiträgen teilnahm. \n1992 bis 2006 war er Bezirksstadtrat für Gesundheit\, Umweltschutz\, Ökologische Stadtentwicklung im Berliner Bezirk Hellersdorf bzw. Marzahn-Hellersdorf. Er war Gründungsmit-glied des Vereins „Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft” (1991 bis 2017) und ehren-amtlicher Vorsitzender mehrerer Vereine\, so der „Freunde Schloss Biesdorf e.V.“ bis 2024. Er ist Vorsitzender der 2020 gegründeten „Rapoport-Gesellschaft e.V“. In Vorträgen\, Buch- und Pressebeiträgen nahm und nimmt er zur aktuellen Gesundheitspolitik Stellung. \nZum Inhalt des Vortrags \nDas Wort gilt noch immer: \nWir Ärzte werden Euch nicht helfen können! \nDie Teilnahme am 24. Weltkongress der Internationalen Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) im Oktober 2025 in Nagasaki gab den Anstoß\, diesen Beitrag auszuarbeiten. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW wurde 1980 im Kalten Krieg von je drei amerikanischen und sowjetischen Ärzten gegründet. Sie erhielt bereits 1985 den Friedensnobelpreis. Ihr gehören Mitglieds-organisationen in etwa 60 Ländern an. Zu den ersten und sehr aktiven IPPNW-Sektionen gehörten die 1982 gegründeten beiden deutschen Sektionen. \nDie nach wie vor zu spürenden Folgen der Atombombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki\, die ansteigende Nuklearkriegsgefahr und das Ringen um den von der IPPNW mitinitiierten Atomwaffenverbotsvertrag der UNO\, dem die Bundesrepublik bisher nicht beigetreten ist\, werden im Vortrag vorgestellt. Damit verbunden erfolgt ein historischer Rückblick auf das Wirken und das Profil der DDR-Sektion bis zum Zusammenschluss mit der BRD-Sektion im Jahr 1991. Dabei wird auch auf den Beitrag von Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften in der IPPNW eingegangen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/vortrag-im-schloss-biesdorf/
LOCATION:Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin\, Schloss Biesdorf\, Alt-Biesdorf 55\, Berlin\, 12683
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261019T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261019T153000
DTSTAMP:20260929T202926Z
CREATED:20260810T171457Z
LAST-MODIFIED:20260929T202926Z
UID:33050-1792416600-1792423800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Hans-Dieter Sill (MLS) \nWomit muss der Anfang der Philosophie gemacht werden? \nAbstract\nMit dieser Frage beginnt das 1. Kapitel im 1. Buch der Wissenschaft der Logik von Hegel\, wobei für ihn die Philosophie die Wissenschaft ist. Die Darlegungen zu seinen Grundbegriffen Sein\, Nichts und Werden\, die unter anderem zu dem Satz führen: „Das reine Sein und das reine Nichts ist also dasselbe“\, stoßen oft auf großes Unverständnis. Der Vortrag bietet eine weiterführende Lösung des Problems an\, bei dem Erkenntnisse von Aristoteles und die axiomatische Methode nach Hilbert eine wesentliche Rolle spielen. Im Vortrag werden weiterhin Ausblicke gegeben\, wie nach der axiomatischen Grundlegung der Philosophie der Aufbau eines konsistenten\, minimalen und allgemein verständlichen Systems philosophischer Grundbegriffe und Methoden erfolgen kann. Es werden unter anderem Explikationen folgender Begriffe umrissen\, die für alle Wissenschaften\, insbesondere auch für Naturwissenschaften von Bedeutung sind: Merkmal\, Veränderung\, Vorgang\, Entwicklung und Gegensatz\, sowie auf die zentrale wissenschaftliche Methode der Untrennbarkeit von Gegensätzen eingegangen. Dieser Ansatz eröffnet eine neue philosophische Richtung\, die ich Neue Philosophie nenne. \nCV\nHans-Dieter Sill ist Professor für Didaktik des Mathematikunterrichts an der Universität Rostock und seit 2016 im Ruhestand. Nach seinem 1973 abgeschlossenen Studium als Diplom-Lehrer für Mathematik und Physik promovierte er 1976 im Fach Mathematik an der Pädagogischen Hochschule in Güstrow und war dort nach seiner Habilitation im Jahre 1987 als Dozent für Methodik des Mathematikunterrichts tätig. 1993 wurde er an die Universität Rostock berufen. Er führte theoretische und empirische Forschungen auf unterschiedlichen Gebieten der Mathematikdidaktik durch\, insbesondere zu theoretischen Grundfragen des Lernens von Mathematik\, zur Entwicklung von Curricula\, zur Durchführung von Leistungserhebungen\, zum Arbeiten mit Aufgaben\, zur Gestaltung einer nachhaltigen Lehrerfortbildung sowie zu Fragen des Stochastikunterrichts. Er ist Herausgeber eines Unterrichtswerkes Mathematik für die Sekundarstufe I\, Autor eines Lehrbuches zur Mathematikdidaktik sowie von Lehrbüchern zur Didaktik des Stochastikunterrichts in der Primarstufe und der Sekundarstufe I. 2026 publizierte er eine umfangreiche Schrift zu philosophischen Grundbegriffen. \nEs besteht auch die Möglichkeit einer Teilnahme über Zoom. Die Daten erhalten Sie in der Rundmail an die Mitglieder oder Sie schreiben eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/arbeitskreis-wissenschaftsgeschichte-4/
LOCATION:Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261016T140000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261016T163000
DTSTAMP:20260915T110012Z
CREATED:20260915T105513Z
LAST-MODIFIED:20260915T110012Z
UID:33180-1792159200-1792168200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ trifft sich am 16. 10. Um 14.00 Uhr zu einer ersten Diskussions- und Abstimmungsrunde für den nächsten Arbeitszyklus. \nOrt: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A (unmittelbar am Ostbahnhof)\, Seminarraum 1 \nZeit: 14.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr \nInteressierte aus der Sozietät an diesem Thema (kurz: KI und Gesellschaft) sind sowohl zu dieser ersten Sitzung wie evtl. weitere Teilnahme herzlich eingeladen! Das kann für den vorgesehenen Arbeitszyklus auch einzelne Themen bzw. Schwerpunkte betreffen. Solche wären längerfristig abzusprechen. Bei Interesse an der Teilnahme am 16.10 bitte ich um eine kurze Rückmeldung (an: Thomas.Micha@t-online.de). \nEine noch sehr allgemeine thematische Orientierung findet sich hier. \nMichael Thomas
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/ak-gesellschaftsanalyse-8/
LOCATION:Rosa Luxemburg Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A\, Berlin\, 10243
CATEGORIES:Arbeitskreise
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261008T153000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261008T171500
DTSTAMP:20260929T082829Z
CREATED:20260622T180031Z
LAST-MODIFIED:20260929T082829Z
UID:32782-1791473400-1791479700@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften \nZeit: 15:30 bis 17:15 Uhr\nOrt: Rathaus\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin-Friedrichshagen. \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einladungslink: https://uni-ms.zoom-x.de/j/2989886622?pwd=aIGwBmousTePNWOFoHRjlTULcrEtwo.1 \nVortrag:  \nArne Heise (MLS)\n“Und ewig grüßt das Murmeltier – Mindestlohnforschung im Denkstilzwang” \nAbstract:\nVor Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 war sich die deutsche Arbeitsmarktökonomik weitgehend darin einig\, dass dieses ‚soziale Experiment‘ mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten bezahlt werden müsste. Die Begleitforschung zur Mindestlohneinführung konnte dann aber die prognostizierten Beschäftigungsverluste nicht nachweisen und musste auch für Deutschland – wie überall\, wo Mindestlöhne existieren und deren Effekte erforscht werden – die ‚Flüchtigkeit des Beschäftigungseffekts‘ zugeben.\nIn diesem Beitrag soll die Diskussion um die Einführung des Mindestlohns nachgezeichnet und die Reaktion der Wissenschaftlergemeinschaft auf die Abweichung der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung von den modellgestützten Prognosen – was wissenschaftstheoretisch als ‚Anomalie‘ oder ‚Krise‘ verstanden werden kann – auf der Grundlage der Fleckschen Denkstil-Theorie analysiert werden. Dazu werden 2 Phasen – die Phase der Einführung des Mindestlohns und die Phase der drastischen Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2022 – unterschieden\, um einerseits Lernprozesse\, andererseits aber auch die Resilienz eines herrschenden Paradigmas aufzeigen zu können. \nVita:\nArne Heise (*1960) ist seit 2002 Universitätsprofessor für Finanzwissenschaft und Public Governance an der Universität Hamburg. Er studierte von 1980 – 1986 Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Bremen und Manchester. 1990 erfolgte an der Universität Bremen die Promotion\, 1998 die Habilitation mit der Venia Legendi in Volkswirtschaftslehre\, insbesondere Wirtschaftspolitik. Von 1992 –      2000 war Arne Heise Leiter des Referates „Konjunkturforschung\, Allgemeine Wirtschaftstheorie und -politik“ am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans Böckler-Stiftung (WSI)\, Düsseldorf. Gastwissenschaftleraufenthalte sowie Gast- und Vertretungsprofessuren führten ihn zunächst u.a. nach Paisley\, Manchester\, Berlin\, Utrecht\, Konstanz\, Wien und Köln sowie ab 2002 nach Brüssel\, Cambridge\, Freiburg\, Stellenbosch\, Bremen und Izmir. Von 2003 – 2005 war er Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP). Seit 2009 ist Arne Heise Affilierter Professor an der Izmir Economics University in der Türkei und seit 2011 Direktor des Zentrums für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg. 2007 wurde er zum Mitglied der Leibniz-Sozietät gewählt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Makroökonomie\, Wirtschaftspolitik\, Europäische Integration sowie in den Bereichen Finanzwissenschaft\, Plurale Ökonomik und Sozioökonomik der Ökonomik.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-sozialwissenschaften-und-geisteswissenschaften/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261008T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261008T150000
DTSTAMP:20260916T105951Z
CREATED:20260622T175839Z
LAST-MODIFIED:20260916T105951Z
UID:32779-1791464400-1791471600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nim Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt:\nEinladungslink: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64597432473?pwd=OhXlseG22sCpB6VUPXHxKDpnZjMUBC.1\nMeeting-ID: 645 9743 2473 \n  \nVortrag: \nDr. Olaf Hellmuth (MLS) \nWas treibt unser Wetter an? Ein phänomenologischer Exkurs\nAbstract: \nAusgehend vom Modell der “Photonenmühle Erde” (Ebeling\, 1989) wird im ersten Teil des Vortrages die Einbettung des irdischen Wettergeschehens in die kosmische Energiekaskade diskutiert\, welche die Evolution antreibt. Im zweiten Teil des Vortrages wird anhand von Folgerungen aus dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik und dem 2. Newtonschen Axiom in einem rotierenden Bezugssystem das System der Allgemeinen Zirkulation der Erde phänomenologisch abgeleitet. Auf dieser Grundlage werden das für seine globalen Auswirkungen bekannte Wetterphänomen El Nino sowie die als “Omega-Lage” und “Vb-Lage” bekannten Hochdruck- und Tiefdruckgebiete diskutiert\, die mit extremen Hitzewellen bzw. Starkniederschlägen in Europa verbunden sind. Anhand von bekannten Befunden aus der atmosphärischen Wellentheorie wird dargelegt\, wie die Persistenz solcher Extremwetterlagen durch den meridionalen Temperaturgradienten zwischen Äquator und Pol beeinflusst wird. \nIm dritten Teil des Vortrages werden die Grundlagen der Numerischen Wettervorhersage sowie die Besonderheiten und Konsequenzen erläutert\, die sich (a) aus dem Parametrisierungsproblem und (b) dem “Lorenz-Charakter” (Lorenz\, 1963) der zugrundeliegenden Modellgleichungen ergeben. Letzterer wird anhand des Ersatzmodells des sogenannten Lorenzschen Wasserrades illustriert. Der Vortrag endet mit einem kurzen Ausblick auf das Potential der “Künstlichen Intelligenz” für die Wettervorhersage. \nVita: \nOlaf Hellmuth absolvierte von 1978 bis 1979 eine Berufsausbildung zum Feinmechaniker im VEB Carl Zeiss Jena. 1979 nahm er eine fliegerische Ausbildung an der Offiziershochschule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA auf. Von 1980 bis 1987 studierte er Physik und Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, wo er 1985 das Diplom und 1987 die Promotion A zur satellitengestützten Parametrisierung der Feuchtkonvektion erwarb. Von 1987 bis 1990 war Olaf Hellmuth als Synoptiker und Satellitenmeteorologe in der Zentralen Flugwetterwarte der NVA tätig. 1990 und 1991 arbeitete er als Fernerkundler am Institut für Kosmosforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR. Später führte er diese Tätigkeit in gleicher Funktion in einem Ingeniuerbüro für Geoinformatik sowie als freiberuflicher Gutachter für umweltmeteorologische Fragestellungen aus. Von 1996 bis zu seinem Ruhestand 2024 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS) in Leipzig mit den Arbeitsschwerpunkten Grenzschicht-\, Aerosol- und Wolkenphysik. Seit 2025 beschäftigt er sich als “Citizen Scientist” mit der Bestimmung der Verdunstung im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes. Seit 2017 ist Olaf Hellmuth Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (MLS).
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-25/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261008T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261008T113000
DTSTAMP:20260916T103351Z
CREATED:20260622T175635Z
LAST-MODIFIED:20260916T103351Z
UID:32777-1791453600-1791459000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einladungslink: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67923566496?pwd=skwiQtPCMw2NIbQETrR4tbNIfM8GUS.1\nMeeting-ID: 679 2356 6496 \n  \nVortrag: \nProf. Dr. Jochen Kolb (MLS) \nDie Energiewende und die Transformation zur Kreislaufwirtschaft benötigen viel mehr Bergbau \nAbstract: \nEuropas industrielle Entwicklung und der Green Deal sind maßgeblich von einer zuverlässigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen abhängig. Die jüngsten globalen Entwicklungen sowie die politischen Reaktionen auf Krieg\, Pandemie und wirtschaftliche Rivalitäten zeigen\, wie fragil viele Lieferketten sind. Gleichzeitig möchte Europa den Klimawandel und die Umweltverschmutzung durch die Maßnahmen des Green Deal sowie die Energie- und Mobilitätswende bekämpfen. Das gesellschaftliche Interesse an einer verantwortungsvollen Gewinnung mineralischer Rohstoffe wächst stetig. Die Bemühungen vieler Länder und Unternehmen\, ihre Emissionen auf Netto-Null zu reduzieren\, führen zu einer massiven Einführung verschiedenster sauberer Energietechnologien\, von denen viele auf kritische Rohstoffe angewiesen sind. Ein typisches Elektrofahrzeug benötigt beispielsweise sechsmal mehr Hochtechnologiemetalle als ein konventionelles Fahrzeug. Seit 2010 ist die durchschnittliche Menge an Metallen und Industriemineralen\, die für eine neue Einheit installierter Stromerzeugungskapazität benötigt wird\, um 50 % gestiegen\, da der Anteil erneuerbarer Energien zugenommen hat. Der Wandel hin zu einer Gesellschaft mit geringerem Umwelt- und CO₂-Fußabdruck hängt daher von einer gesicherten Versorgung nicht nur mit größeren Mengen an Rohstoffen\, sondern auch mit einer größeren Vielfalt an Rohstoffen ab. Sowohl aktuelle als auch historische Versorgungs- und Investitionspläne für kritische Rohstoffe und Industrieminerale in Europa reichen nicht aus\, um den Übergang zu sauberen Energietechnologien zu unterstützen. Darüber hinaus verbraucht der konventionelle Bergbau große Mengen an Energie und hat stets Auswirkungen auf die Umwelt. Allein die Zerkleinerung verursacht mehr als 50 % des Energieverbrauchs eines Bergwerks und macht mindestens 3 % der weltweiten Stromerzeugung aus. Die meisten Metalle und Baustoffe\, die für unser tägliches Leben benötigt werden\, stammen nach wie vor aus Primärrohstoffen\, die durch konventionellen Bergbau aus Erzvorkommen gewonnen werden. Trotz der vergleichsweise hohen Recyclingquoten einiger Metalle wie Eisen (Fe)\, Nickel (Ni)\, Kobalt (Co) und Zinn (Sn) von über 50 % bleiben Importe unverzichtbar\, um die stetig steigende Nachfrage zu decken. Die meisten Bergwerke\, Aufbereitungsanlagen\, Schmelzwerke und Raffinerien befinden sich jedoch nicht in Europa. Gleichzeitig stehen wirtschaftliches Wachstum\, die Energie- und Mobilitätswende sowie ein steigender Ressourcenverbrauch in einem positiven Zusammenhang. Folglich sind die europäische Wirtschaft und der Green Deal in hohem Maße von importierten Rohstoffen abhängig\, die häufig aus politisch und wirtschaftlich instabilen Ländern mit niedrigen Umweltstandards stammen. Die Folgen sind instabile Lieferketten\, Umweltverschmutzung\, ein erhöhter CO₂-Fußabdruck sowie prekäre Beschäftigungsverhältnisse in den Bergbauländern. Eine gesicherte Rohstoffversorgung muss daher auf vier Säulen beruhen: Primärrohstoffgewinnung in Europa\, Recycling\, Aufbau vollständiger Wertschöpfungsketten innerhalb der EU und sichere Lieferketten aus Ländern außerhalb Europas. Die größte Herausforderung besteht darin\, das öffentliche Bewusstsein für diese Herausforderungen zu stärken und die gesellschaftliche Akzeptanz für Projekte der Rohstoffindustrie zu fördern. \nVita: \nJochen Kolb ist Professor für Geochemie und Lagerstättenkunde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und leitet die Technologie Transfereinheit Analytik und Rohstoffe im KIT Campus Transfer. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in verschiedenen Aspekten der wirtschaftsgeologischen Forschung\, einschließlich kritischer Rohstoffe\, Metallgewinnung aus Wasser und ökologischer sowie gesellschaftlicher Aspekte des Bergbaus. Seit 2016 arbeitet er in Projekten zur Geochemie unterschiedlicher Geothermalwässer und zu Methoden der Lithiumextraktion im Oberrheingraben und im Norddeutschen Becken. Nach dem Studium der Geologie und Paläontologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main wechselte er für die Promotion und eine wissenschaftliche Assistenz an die RWTH Aachen\, wo er auch im Institut für Mineralogie und Lagerstättenlehre habilitierte. Vor seinem Ruf ans KIT war er 10 Jahre erst als Wissenschaftler und dann als Professor beim Geologischen Dienst von Dänemark und Grönland beschäftigt und war assoziierter Professor an der Universität Kopenhagen. \nEr war vier Jahre lang Sprecher des Lenkungsausschusses des THINKTANK „Industrielle Ressourcenstrategien“\, ist Sprecher für Georessourcen am KIT-Zentrum Klima und Umwelt\, Stellvertretender Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler und Gründungsmitglied der wissenschaftlichen Sektion Energie & Rohstoffe FUTURE (Forschung und Technologie für Untergrund\, Rohstoffe & Energie) in der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV). Er ist darüber hinaus Mitglied verschiedener professioneller und interdisziplinärer Initiativen. Seit 2026 ist Jochen Kolb Mitglied der Leibniz-Sozietät.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-11/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260910T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260910T150000
DTSTAMP:20260826T150223Z
CREATED:20260622T172821Z
LAST-MODIFIED:20260826T150223Z
UID:32774-1789034400-1789052400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Ehrenkolloquium zum 80. Geburtstag von Gerhard Banse
DESCRIPTION:Programm Ehrenkolloquium zum 80. Geburtstag von Gerhard Banse am 10. September 2026\n„Technik – Allgemeine Technologie – Technische Bildung. Gerhard Banse zum 80. Geburtstag“\nOrt: Universität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\, Haus 6\, Raum S27 (2. OG)\, August-Bebel-Straße\, 14482 Potsdam\, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7)\nDas Kolloquium findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einwahldaten:\nEinwahllink (neu): https://uni-potsdam.zoom-x.de/j/62552156185\nMeeting-ID: 625 5215 6185\nKenncode: 82797326\nAchtung: Erst nach der Eingabe des Kenncodes erfolgt die Zuschaltung zum Zoom Meeting durch eine Mitarbeiterin der Universität Potsdam. \n  \nModeration: Michael Thomas \n10.00 Uhr\nWolfgang Methling: Eröffnung\, Begrüßung \n10.10 Uhr\nGerhard Pfaff: Laudatio \n10.20 Uhr\nHorst Klinkmann: Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Gerhard Banse \n10.30 Uhr\nNina Hager: Die Entwicklung von Technik und Technologien: Risiken\, Chancen und Gefahren \n11.00 Uhr\nBjörn Egbert: Das Internet\, die Neuen Medien und deren Wechselwirkungen auf Kultur(en) und Gesellschaft im Fokus – The international Network on Cultural Diversity and New Media (CultMedia) \n11.30 Uhr\nHans-Liudger Dienel: Bürgerbeteiligung und Citizen Science als Innovationsmotoren? \n12.00 Uhr\nPause \n12.15 Uhr\nElke Hartmann: Johann Beckmann und Gerhard Banse – Protagonisten einer allgemeinen technischen Bildung \n12.45 Uhr\nBernd Meier: Gestaltete Technikphilosophie in der akademischen Lehre zur Ausbildung von Lehrkräften für den Technikunterricht \n13.15 Uhr\nDirk Laßner: Der „Leibnizianer“ Gerhard Banse: Naturwissenschaftler\, Präsident und Protagonist \n13.35 Uhr\nGerhard Banse: 1971-2026. Technikphilosophie als Beruf(ung) \n13.50 Uhr\nUmtrunk und Ausklang des Ehrenkolloquiums \nAbstracts und Vitae der Vortragenden (pdf)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/ehrenkolloquium-zum-80-geburtstag-von-gerhard-banse/
LOCATION:Universtität Potsdam\, Campus Griebnizsee\, August-Bebel-Straße 1\, Potsdam\, 14482
CATEGORIES:Ehrenkolloquium,Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260806T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260806T150000
DTSTAMP:20260731T074233Z
CREATED:20260622T171542Z
LAST-MODIFIED:20260731T074233Z
UID:32772-1786010400-1786028400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Kolloquium zum 80. Jahrestag der Wiedereröffnung der Akademie der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Wiedereröffnung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin im Sommer 1946 – acht Jahrzehnte Wissenschafts- und Standortgeschichte Berlin-Adlershof\nMit dem Befehl 187 der Sowjetischen Militäradministration vom 1. Juli 1946 ging ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Akademie der Wissenschaften zu Berlin (ab 1972 Akademie der Wissenschaften der DDR\, AdW) an den Start. Das Leben und Wirken von Tausenden von Forschenden war fortan über 45 Jahre mit dieser Akademie verbunden und hat nach der Wende die urbane Wissenschafts- und Hightech-Landschaft Adlershof nachhaltig geprägt. \n6. August 2026 – Zeitzeugen\, Historiker\, Akteure diskutieren Aspekte von 80 Jahren\nWissenschafts- und Standortgeschichte \nVeranstalter: WISTA; Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V.; Forum Adlershof e. V; Kollegium Wissenschaft der RLS \nIn Namen der Veranstalter freuen sich auf Ihre Teilnahme: Prof. Norbert Langhoff (MLS)\, Prof. Gerhard Pfaff (MLS) und Dr. Klaus Meier \nTermin: Donnerstag\, 6. August 2026 10.00 bis 15.00 Uhr \nTagungsort: Berlin-Adlershof\, Rudower Chaussee 28 (Steinbeis Haus Berlin) im Technologiepark Adlershof \nZum Programm.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/ein-historisches-datum-mit-folgen-die-wiedereroeffnung-der-akademie-der-wissenschaften-zu-berlin-im-sommer-1946-acht-jahrzehnte-wissenschafts-und-standort-geschichte-berlin-adlers/
LOCATION:WISTA GmbH\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, Berlin\, 12489
CATEGORIES:Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260702T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260702T170000
DTSTAMP:20260603T110841Z
CREATED:20251124T111254Z
LAST-MODIFIED:20260603T110841Z
UID:31651-1782986400-1783011600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Leibniz-Tag 2026
DESCRIPTION:Flyer zum Leibniz-Tag \nDer Leibniz-Tag wird online übertragen. Die Zoom-Daten erhalten Sie über den Rundbrief an die Mitglieder oder als Antwort auf eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nProgramm\nMusikalische Einführung\nSchostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg\nNekrologe \nBericht der Präsidentin\nProf. Dr. phil. habil. Gerda Haßler\nUrkundenübergabe und Vorstellung der neuen Mitglieder \nMittagspause\n12.30 Uhr – 14.00 Uhr \nVerleihung der Jablonski-Medaille\nVerleihung des Samuel-Mitja-Rapoport\nKooperationspreises\nFestvortrag\nDer Ukraine-Krieg und die neue Welt(un)ordnung\nProf. Dr. Peter Brandt (FernUniversität in Hagen)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/leibniz-tag-2026/
LOCATION:Rosa-Luxemburg-Stiftung Straße der Pariser Kommune 8A 10243 Berlin
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260611T153000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260611T173000
DTSTAMP:20260602T133227Z
CREATED:20260105T105436Z
LAST-MODIFIED:20260602T133227Z
UID:31956-1781191800-1781199000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung SGW als Ehrenkolloquium für Dorothee Röseberg und Ulrich Busch
DESCRIPTION:Programm\nGrußwort: Gerda Haßler (MLS) \nMichael Thomas (Berlin\, MLS): Laudatio auf Ulrich Busch \nChrista Luft (Berlin\, MLS): Anforderungen vor allem an die ökonomische Wissenschaft mit Schwerpunkt Rückbesinnung auf Karl Marx \nFrançoise Knopper (Toulouse) : Laudatio auf Dorothée Röseberg \nChristoph Vatter (Jena): Das „franco-allemand“ re-visited. Deutsch-französische Kulturbeziehungen und soziales Imaginieren zwischen Nostalgie und Zukunftsvision \nUlrich Busch und Dorothee Röseberg \nAbstracts der wissenschaftlichen Vorträge\nChrista Luft                                                                                                                                       \nAnforderungen vor allem an die ökonomische Wissenschaft mit Schwerpunkt Rückbesinnung auf Karl Marx \nDie Autorin fragt in ihrem Beitrag nach Herausforderungen\, die sich aus der Coronapandemie und dem Ukrainekrieg insbesondere für die ökonomische Wissenschaft ergeben. Beide Ereignisse haben die Schwachstellen des kapitalistischen Systems und der vorherrschenden ökonomischen Theorien unübersehbar offengelegt. Heute dominieren mit wenigen Ausnahmen unter den hunderten von VWL-Lehrstühlen in Deutschland solche mit der Vorherrschaft neoklassischer Theorien und unzureichender\, ja schmaler Präsenz heterodoxer\, darunter auch marxistischer Ansätze\, mit mehr Mikro-als Makoökonomie\, also einer Lehre\, die vorrangig von mathematischen Modellen und betriebswirtschaftlichen Techniken geprägt ist und die die makroökonomische Sicht\,  die soziale\, ökologische\, humanitäre ethische und auch sicherheitspolitische Belange einschließen muss\, verdrängt. Eine ihrer Schlussfolgerungen ist daher die notwendige Rückbesinnung auf MARXSCHE Thesen\, nicht als bloße Dogmen\, sondern als Quelle für Erkenntnisgewinn und Handlungsoptionen. Die Kriegs- und Krisensituation gibt der Kapitalismuskritik Impulse. Was wir in der Pandemie- und Kriegszeit erlebten und erleben\, belegt\, wie hoch aktuell viele der Marxschen Erkenntnisse heute sind. \nChristoph Vatter (Friedrich-Schiller-Universität Jena) \nDas „franco-allemand“ re-visited. Deutsch-französische Kulturbeziehungen und soziales Imaginieren zwischen Nostalgie und Zukunftsvision \nDie deutsch-französischen Kulturbeziehungen sind geprägt von einer reichen Vielfalt an institutionellen und zivilgesellschaftlichen Verflechtungen. Für die Akteure dieses Beziehungsgeflechts stellt die Zugehörigkeit zu diesem „franco-allemand“ einen zentralen Motivations- und Identifikationsfaktor dar\, der als positiv und historisch bedeutsam empfunden wird. Das „franco-allemand“ hat ein großes Entfaltungspotenzial in vielfältigen Bereichen entwickelt\, unter anderem auch mit eigenständigen Ansätzen zur interkulturellen Zusammenarbeit und Wirtschaftskommunikation. Doch in jüngerer Zeit gerät dieses produktive Verhältnis zunehmend in eine Krise\, welche die Tragfähigkeit des dominanten Versöhnungsnarrativs in den deutsch-französischen Kulturbeziehungen in Frage stellt. Der Vortrag nähert sich dem Phänomen des „franco-allemand“ aus Perspektive des sozialen Imaginierens an und beleuchtet aktuelle Dynamiken und zukünftige Perspektiven der interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. \nBiographische Informationen zu den Referenten\nUlrich Busch (MLS) studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie\, wurde 1976 zum Dr. oec. promoviert und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. Nach 1990 wirkte er aktiv an der Umstrukturierung der wirtschaftswissen-schaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität mit. Bis zum Eintritt in den Ruhe-stand war er als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität\, der Technischen Universität Berlin sowie an anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen tätig. Seine Arbeitsschwer-punkte sind Geldtheorie\, Transformation sowie ökonomische Aspekte der deut-schen Vereinigung. \nGerda Haßler (MLS) studierte Romanistik und Slavistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und promovierte 1978 mit einer Arbeit zu Sprachtheorien der Aufklärung. 1984 erfolgte die Habilitation für allgemeine Sprachwissenschaft mit einer Arbeit zur Entwicklung des semantischen Wertbegriffs vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Sie war von 1993 bis 2020 Universitätsprofessorin für Linguistik und angewandte Sprachwissenschaft (Romanistik) an der Universität Potsdam\, davon sechs Jahre Prorektorin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind funktionale Grammatik und Pragmatik der romanischen Sprachen\, Geschichte der Sprachwissenschaft und des Sprachbewusstseins vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart\, Diskurstraditionen und ihre Ausprägung in Kollokationen und Begriffsformationen. \n Françoise Knopper ist emeritierte Professorin der Universität Toulouse Jean Jaurès und spezialisiert auf Germanistik\, Kulturwissenschaften\, Reiseliteratur und Aufklärung. Sie lebt und arbeitet in Berlin sowie in Castelnau‑le‑Lez. Von 1994 bis 2012 leitete sie das Forschungszentrum Centre de Recherches et d’Études Germaniques an den Universitäten Toulouse und Montpellier sowie das Institut Institut de Recherche Pluridisciplinaire en Arts Lettres Langues\, das die Leibniz-Sozietät mit dem Kooperationspreis auszeichnete. Zwischen 2005 und 2015 war sie Mitträgerin mehrerer Projekte des Centre Interdisciplinaire d’Études et de Recherches sur l’Allemagne an der Universität Halle‑Wittenberg\, eines französischen Forschungsnetzwerks\, das die deutsch-französische Wissenschaftskooperation stärkt. Seit 2018 gibt sie gemeinsam mit Prof. Dr. Dorothee Röseberg die Onlinezeitschrift Symposium culture@Kultur heraus. Zu ihren jüngeren Buchpublikationen zählen der Band Expression artistique et cicatrices de la Première Guerre mondiale (2021\, mit Gilles Buscot) sowie Johann Georg Sulzer: Gesammelte Schriften\, Bd. 8 (Schwabe\, 2025). Darüber hinaus veröffentlichte sie zahlreiche Studien zur Reiseliteratur\, zur deutsch‑französischen Kulturgeschichte und zur Literatur der Aufklärung. Im Jahr 2025 hielt sie Vorträge in Wrocław über reisende Frauen der Aufklärung\, in Montpellier über die Figur der Griselda und ebenfalls in Montpellier über Erinnerungstourismus und die fotografischen Darstellungen des Ersten Weltkriegs in den Michelin‑Führern. \nChrista Luft (MLS) zählt seit 1993 zu den prominentesten und aktivsten Mitgliedern der Leibniz-Sozietät. Als erfahrene Hochschullehrerin\, Politikerin und Ökonomin mit dem Spezialgebiet Außenwirtschaftstheorie und – politik hat sie über mehr als drei Jahrzehnte in hervorragender Art und Weise dabei mitgewirkt\, das wissenschaftliche Leben der Sozietät inhaltlich zu gestalten und durch eigene Beiträge maßgeblich zu bereichern. Es sei zum Beispiel an ihre Festrede auf dem Leibniz-Tag 2023 erinnert: Von der „Zeitenwende“ zum Epochenbruch. Symptome\, Kritik und Herausforderungen für die ökonomische Wissenschaft sowie an ihren Vortrag Georessource Boden – irdene Grundlage menschlicher Existenz\, der im Sitzungsband des Rohstoff-Kolloquium 2022 veröffentlicht ist. Frau Professor Luft verfügt über sehr gute und enge Kontakte zu Wissenschaftlern innerhalb und außerhalb der Sozietät. So hat sie z. B. die deutsch-französischen Studientage 2023 für französische Germanisten und Deutschlehrer mit ihrem Vortrag zur Treuhand bereichert\, der ein außerordentlich positives Echo\, auch in der französischen Presse\, fand. Damit hat sie maßgeblich dazu beigetragen\, dass die Leibniz-Sozietät heute in Teilen der französischen Öffentlichkeit bekannt ist und geschätzt wird. Zugleich hat sie in dem Zeitzeugenprojekt mitgewirkt\, bei dem es um Erinnerungen an wissenschaftliche Kooperationen und Begegnungen von Franzosen und Deutschen in der DDR\, in der Zeit des Kalten Krieges geht. Insgesamt hat Christa Luft durch Ihr beachtliches wissenschaftliches und publizistisches Engagement im In- und Ausland dazu beigetragen\, das Ansehen der Leibniz-Sozietät zu stärken und deren Existenz auch in der Zukunft zu sichern. \nDorothee Röseberg (MLS) studierte an der Humboldt-Universität Berlin. Sie ist Kultur-wissenschaftlerin und Romanistin. Nach einer Tätigkeit als Professorin für Landes- und Kulturwissenschaft Romanistik an der Technischen Universität Chemnitz war sie 1997–2017 Professorin für Romanische Kulturwissenschaft an der Martin-Lu-ther-Universität Halle-Wittenberg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte\, Theorie und Methoden fremdsprachlicher Kulturwissenschaft\, Interkulturalitäts- und Transferforschung\, Fremdheit und kulturelle Konflikte\, Erinnerungskulturen\, kulturraumbezogene Arbeiten zu Frankreich und Deutschland/DDR\, vergleichende Bildungsphilosophie und Praxis\, gemeinsame Erinnerungsorte\, Laïcité\, Bilder vom anderen. \nMichael Thomas (MLS) studierte nach Berufsausbildung und Armeedienst Philosophie an der Humboldt‑Universität und promovierte über Husserls Phänomenologie. Seit 1981 arbeitete er wissenschaftlich vor allem im Bereich Soziologie. Nach 1990 war er Mitbegründer des BISS e.V. und wirkte an mehreren Universitäten sowie als Gastwissenschaftler in Deutschland und den USA. Er leitete zahlreiche Forschungsprojekte und engagierte sich in wissenschaftlichen Gremien. Seine jüngeren Arbeiten betreffen Regional‑ und Stadtentwicklung\, Netzwerke\, Arbeitsmärkte und soziale Innovationen. Seit 2009 ist er Mitglied der Leibniz‑Sozietät und leitet den Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ seit 15 Jahren. Zahlreiche Bände der „Abhandlungen“ und Beiträge in den „Sitzungsberichten“ dokumentieren seine Ergebnisse. \nChristoph Vatter ist Professor für interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Kulturtheorie und Kommunikationsforschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach dem Studium der Kulturwissenschaft und interkulturellen Kommunikation\, Romanistik sowie Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes und der Université Laval (Québec\, Kanada) wurde er mit einer Arbeit zum Thema Gedächtnismedium Film in einem deutsch-französischen co-tutelle-Verfahren promoviert. Vor seiner Berufung nach Jena war er Juniorprofessor für interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes und nahm Professurvertretungen an der Universität der Bundeswehr München und der Martin-Luther-Universität Halle wahr. Er ist Mitglied der internationalen Forschungsgruppe Populärkultur transnational (DFG-FNR\, 2018-2026) und PI im Exzellenzcluster Imaginamics. Practices and Dynamics of Social Imagining (2026-2032); von 2022 bis 2026 war er Präsident der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören interkulturelle Kommunikation\, interkulturelle Medienanalyse und Kulturwissenschaft\, Populärkultur\, kulturelle Diversität und Erinnerungskulturen. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-sozial-und-geisteswissenschaften-8/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260611T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260611T150000
DTSTAMP:20260522T204014Z
CREATED:20251222T110157Z
LAST-MODIFIED:20260522T204014Z
UID:31892-1781182800-1781190000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/69907910955?pwd=qOFeG7V0Atr9OkJI3yQMGiVV2aA4Ee.1 \nVortrag: \nProf. Dr. Claudia Müller (MLS\, Universität Siegen) \nDigitale Transformation in alternden Gesellschaften – Praxisorientierung und Partizipation als Gestaltungsprinzipien\nAbstract: \nDer Vortrag beleuchtet aktuelle Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Aufbauend auf Forschungsarbeiten wird gezeigt\, wie digitale Technologien im Kontext von Gesundheit\, Pflege und sozialer Teilhabe nicht nur technisch entwickelt\, sondern gemeinsam mit den betroffenen Menschen gestaltet werden können.\nIm Zentrum der Ausführungen stehen praxisorientierte und partizipative Forschungsansätze der Sozio-Informatik\, die ältere Menschen\, Pflegekräfte\, Angehörige und weitere gesellschaftliche Akteur:innen aktiv in Konzeptions-\, Entwicklungs- und Aneignungsprozesse einbeziehen. Anhand ausgewählter Forschungsprojekte aus den Bereichen der Robotik für die Pflege\, digitalen Lernräumen und gemeinschaftsbasierten Versorgungsmodellen wird verdeutlicht\, dass nachhaltige digitale Innovationen nur dann gelingen\, wenn sie an den Lebenswelten\, Bedürfnissen und sozialen Praktiken der Nutzenden orientiert sind.\nDer Vortrag diskutiert darüber hinaus die Bedeutung von Co-Creation\, interdisziplinären Lernräumen für die Forschenden und sozialen Innovationsprozessen für die Gestaltung einer inklusiven digitalen Gesellschaft. Praxisorientierung und Partizipation werden dabei nicht als ergänzende Elemente verstanden\, sondern als zentrale Gestaltungsprinzipien einer menschenzentrierten digitalen Transformation in alternden Gesellschaften. \nVita: \nClaudia Müller ist Professorin an der Universität Siegen und leitet den Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik\, insb. IT für die alternde Gesellschaft. Ihre sozio-informatische Forschung umfasst den Schwerpunkt der praxistheoretisch fundierten Technikentwicklung und Methoden- und Theoriebildung innerhalb der angewandten Informatik\, der sich auf ihre Erfahrung in der Leitung von F&E-Projekten in mehreren Schwerpunktbereichen stützt\, u.a. Demenzpflege\, quartiersbasierte und ländliche Gesundheitsversorgung\, Caring Communities\, Barrierefreie Arbeitsplätze\, robotische Systeme in der Pflege\, KI in der Medizin und Digitalkompetenz. Claudia Müller war und ist beratend tätig als stellvertretende Vorsitzende der Sachverständigenkommission der Bundesregierung zum Achten Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“\, Sprecherin des Fachbereichs Human-Computer Interaction (HCI) bei der dt. Gesellschaft für Informatik und Sprecherin des Fachausschusses „Bildung und Digitalisierung im Alter“ beim Bundesministerium für Bildung\, Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-24/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260611T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260611T114500
DTSTAMP:20260614T101038Z
CREATED:20251222T110044Z
LAST-MODIFIED:20260614T101038Z
UID:31890-1781172000-1781178300@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDie Zoom-Einwahldaten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61550163559?pwd=0QhWSL5K3WmjXQKbxFLasJjESsgDDb.1 \n  \nVortrag: \nOlaf Scupin (MLS)\, Diana Düring\, Lisa Schotte (alle Ernst-Abbe-Hochschule Jena)\, Karen Reichl (SRH Wald-Klinikum Gera) \nErziehungsanstalten der Rheinischen Missionsgesellschaft während der deutschen Kolonialzeit im heutigen Namibia. \nAbstract: \nIm Rahmen des Gesamtprojektes „Rolle der Krankenpflege in der Kolonialgeschichte Deutschlands“ wurde eine weitere Differenzierung des Gegenstandsbereichs vorgenommen. \nZunächst wurde untersucht\, welche Motivationen und Erwartungen Frauen im Deutschen Kaiserreich bewegten\, zwischen 1885 bis 1915 in einer deutschen Kolonie tätig zu werden bzw. auszureisen. Es soll ein Einblick in die arbeits- und sozialpolitischen Bedingungen des 19. Jahrhunderts versucht werden\, vor dessen Hintergrund sich ein traditionell nach „innen“ definiertes Frauen- und Familienverständnis hin zu einer nach „außen“ orientierten „Kulturträgerin“ in den deutschen Kolonien veränderte. \nDer Vortrag gibt weiterhin Einblick in Fragestellungen und Recherchen zu Kindheiten während der deutschen Kolonialzeit in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia). Im Zentrum steht die Frage\, wie Kindheit(en) unter kolonialer Herrschaft geprägt wurden und welche Institutionen\, Akteure und sozialen Ordnungen den Alltag sowie das Aufwachsen von Kindern beeinflussten. \nObwohl die bisherige Forschung zur deutschen Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika zahlreiche Aspekte von Mission\, Bildung\, Gewalt und Herrschaft untersucht hat\, bleiben Kindheiten häufig randständig oder erscheinen nur ausschnitthaft. Insbesondere fehlt bislang eine zusammenhängende Betrachtung der Lebensumstände von Kindern sowie der Bedeutung von Erziehungs- und Bildungsinstitutionen für das Aufwachsen unter kolonialen Bedingungen. Der Vortrag setzt an diesen Leerstellen an und diskutiert Kindheiten als bislang wenig beachtete Dimension deutscher kolonialer Gesellschafts- und Herrschaftsgeschichte. \nZugleich thematisiert der Beitrag die Quellenlage: Welche historischen Materialien geben Auskunft über Kindheiten\, und wie ist mit den spezifischen Überlieferungslücken\, Perspektivierungen und Asymmetrien kolonialer Archive umzugehen? \nIn Bezug auf erste Ergebnisse liegt ein Fokus auf Erziehungsanstalten für „halbweiße“ Kinder   und einem („Herero“-)Waisenhaus der Rheinischen Missionsgesellschaft. Anhand dieser Einrichtungen werden Kindheiten im Umfeld der Mission untersucht. Der Vortrag versteht sich damit als Beitrag zu einer differenzierten Geschichte kolonialer Kindheiten und ihrer Erforschung. \nVitae: \nProf. Dr. Olaf Scupin \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf.). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Von 1995 bis 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg. 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Humanontogenetik. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg/Thüringen. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \nProf. Dr. Diana Düring \nStudium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Erfurt mit Abschluss als Diplom-Sozialarbeiterin/-pädagogin (FH). Promotionsstipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Jugendhilfe im Wandel“ an der TU Dortmund. Seit 2014 Professorin am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit dem Berufungsgebiet „Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit sowie Kinder- und Jugendhilfe“. Seit 2025 Schwerpunktprofessur Lehre im Themenfeld „historisch-politische Bildungs- und Erinnerungsarbeit“. Lehrtätigkeit am Fachbereich Sozialwesen sowie am Fachbereich Gesundheit und Pflege. Ehrenamtliches und fachpolitisches Engagement unter anderem im Vorstand des Kinderschutzbundes Thüringen sowie in der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen e. V. (IGfH). \nLisa Schotte\, M.A. \nBachelorstudium der Sozialen Arbeit an der TH Georg Simon Ohm Nürnberg (Abschluss 2023). Darauf aufbauend das Masterstudium der Sozialen Arbeit an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Abschluss 2025). Anschließende Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Gesundheit und Pflege im Rahmen eines Drittmittelprojekts sowie als Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Schwerpunktprofessur bei Prof.in Düring am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-15/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260608T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260608T150000
DTSTAMP:20260607T193801Z
CREATED:20260508T112619Z
LAST-MODIFIED:20260607T193801Z
UID:32566-1780923600-1780930800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Dieter Segert (MLS)\nSchranken und Möglichkeiten der Erkenntnis von Gesellschaft auf Grundlage der marxistischen Geschichtsauffassung dargestellt am Beispiel des „Sozialismusprojekts“\nDie Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Daten für eine Teilnahme über Zoom zu erhalten\, wenden Sie sich bitte an g.hassler@leibnizsozietaet.de. \nAbstract \nUm die Bedeutung der kritischen Argumente von SED-Reformer verstehen zu können\, ist es wichtig\, sich zumindest partiell auf die Rekonstruktion des damals dominanten Sinnhorizonts gesellschaftspolitischer Debatten einzulassen. Und dieser Sinnhorizont ist die marxistische Geschichtsauffassung\, besonders ihre Deutung von Kapitalismus und Sozialismus. Der hier verwendete Begriff „marxistisch“ hat zumindest zwei unterschiedliche Konnotationen\, er bezieht sich auf das authentische Werk von Marx in seiner Zeit oder auf das\, was aus ihm im dogmatischen M-L gemacht wurde. Die Erkenntnis der Entwicklungserfordernisse des Staatssozialismus wurde durch den seit Stalin dogmatisierten Marxismus-Leninismus erheblich behindert. Kritischer Marxismus und M-L sind aber auch keine völligen Gegensätze. Erkenntnisförderung und Behinderung lassen sich auch an den Thesen von Marx selbst unterscheiden. \nDer Widerspruch zwischen Erkenntnisförderung und -behinderung durch den historischen Materialismus wird an Erkenntnissen des Sozialismusprojektes an der Humboldt-Universität und des Rechtswissenschaftlers Uwe-Jens Heuer hier exemplarisch diskutiert. Die marxistische Geschichtsauffassung lenkte das kritische Nachdenken auf zentrale Defizite der Struktur der sozialistischen Wirtschaft\, auf die ausschließliche Eigentumsform\, das hoch zentralisierte staatliche Eigentum. Dieses sollte durch eine Vielfalt von Formen des produktiven Eigentums ersetzt werden. Soweit die erkenntnisfördernde Wirkung der Marxschen Thesen. Allerdings war es auch erforderlich\, die Begrenztheiten einer verabsolutierten Basis-Überbau-Begrifflichkeit zu überwinden\, um den Platz von Recht und Demokratie in einem modernen Sozialismus erkennen zu können. \nCV \nDieter Segert (MLS) ist Prof. (i.R.) für Politikwissenschaftliche Osteuropastudien an der Universität Wien. Er studierte Philosophie mit dem Nebenfach Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin und absolvierte eine Aspirantur für Philosophie an der MGU Moskau. Gemeinsam mit Rechtswissenschaftlern legte er in den späten 1980er Jahren Grundlagen für ein akademisches Studium der Politikwissenschaft in der DDR\, welches 1989 bis 1990 dann staatlich eingerichtet wurde. Im September 1989 wurde er als Professor an die Sektion Philosophie der Humboldt-Universität berufen\, 1993 bekam er den Ruf eine auf fünf Jahre befristete Professur für Vergleichende Politikwissenschaft (Osteuropa) am von ihm mitbegründeten neuen Fachbereich Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität. Nach Gastprofessuren an den Universitäten Bath (1992) und Prag (1998 bis 2001) für Politikwissenschaft wurde er 2005 auf die oben bezeichnete Professur an der Universität Wien berufen\, die er bis 2017 wahrnahm. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Analyse osteuropäischer Parteien\, des sowjetischen Staatssozialismus und von Transformationen Osteuropas im 20. Jahrhundert\, wozu er umfangreich publiziert hat. Außerdem engagierte er sich in der Politischen Bildung in Deutschland und Österreich. Seit einem 2024 veröffentlichten Band zur europäischen Friedensordnung von Helsinki 1975 und Paris 1990 publiziert er mehrfache wissenschaftliche und publizistische Beiträge zu Hindernissen auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden in Europa. Dieter Segert ist seit 2008 Mitglied der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und war von 2024 bis 2026 Sekretar ihrer Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/arbeitskreis-wissenschaftsgeschichte-3/
LOCATION:Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260601T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260601T173000
DTSTAMP:20260527T220558Z
CREATED:20251222T105840Z
LAST-MODIFIED:20260527T220558Z
UID:31887-1780306200-1780335000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Kolloquium zum 200. Geburtstag von Georg von Neumayer
DESCRIPTION:Flyer zum Kolloquium (aktualisiert) \nKolloquium zum 200. Geburtstag von Georg von Neumayer\nGemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Arbeitskreis „GeoMUWA“ und dem Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung\, Alfred-Wegener-Institut\, Forschungsstelle Potsdam \n09.30: Prof. Gerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät\, Grußwort \n09.45: Prof. Cornelia Lüdecke\, Uni Hamburg: Georg v. Neumayer – der Visionär \n10.30: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS: Georg v. Neumayer – der Macher \n11.15-11.45 Kaffeepause \n11.45: Dr. Hartwig Gernandt und Dr. Diedrich Fritzsche\, AWI: Der ostdeutsche Polarforschungsstrom \n12.30: Prof. Heinz Miller\, AWI: Der westdeutsche Polarforschungsstrom und der Aufbau der AWI Forschungsstelle Potsdam \n13.15-14.15 Mittagspause \n14.15: Dr. Uwe Nixdorf\, AWI: Die Neumayer-Station des AWI \n15.00: Dr. Dörthe Handorf\, AWI: Klimawandel in Arktis und Antarktis \n15.45-16.15 Kaffeepause \n16.15: Prof. Benjamin Rabe\, AWI: Die Arktis und die AMOC – ein wechselwirkendes System \n16.50: Prof. Klaus Dethloff\, MLS & AWI: Polarforschung im nächsten IPY \n17.20: Dr. Dietrich Spänkuch MLS: Veröffentlichung der Vorträge im Jubiläumsband der Leibniz-Sozietät \nAbstracts der Vorträge:\nLüdecke\, C.: Georg Neumayer – der Visionär\nDer Pfälzer Georg Neumayer (1826–1909) begann zunächst 1844 ein Mathematik- und Physikstudium an der Kgl. Polytechnischen und Ingenieursschule in München\, das jedoch 1848 durch die Revolution in Bayern unterbrochen wurde\, als sein Vater ihn zur Überbrückung der Unruhen nach Tirol schickte. In dieser Zeit weckte James Clark Ross‘ (1800–1862) Bericht über seine Suche nach dem Magnetpol auf der Südhemisphäre Neumayers künftiges Interesse\, das Erdmagnetfeld und die noch weitgehend unbekannte Antarktis zu erforschen. Nach seinem Ingenieurexamen absolvierte er 1849/50 ein wegweisendes Praktikum bei Johann von Lamont (1805–1879) auf der Sternwarte in Bogenhausen bei München.\nLamont hatte eine der ersten magnetischen Messstationen in Europa eingerichtet und gerade ein Handbuch des Erdmagnetismus veröffentlicht. Er führte Neumayer in seine vielfältigen wissenschaftlichen Arbeiten wie z.B. die exakte Zeitbestimmung ein. Neben der magnetischen Landesvermessung Bayerns hatte Lamont ein meteorologisches Messnetz mit dem Ziel eingerichtet\, die Sternwarte zum meteorologischen Zentrum des Königreichs auszubauen. Er analysierte die Daten und publizierte die Ergebnisse im „Astronomischen Kalender für das Königreich Bayern“ und in den „Annalen der Königlichen Sternwarte bei München“. Zudem hatte er meteorologische Daten der Herrnhuter Brüdergemeine aus Grönland und Labrador ausgewertet Finanzielle Einschränkungen hatten zur Einrichtung einer Werkstatt für Feinmechanik geführt\, in der Lamont neue Instrumente wie den magnetischen Reisetheodolit oder Registriergeräte entwickelte sowie Thermometer eichte. Zudem diskutierten sie sicherlich auch über den neuesten Vorschlag\, eine „wandernde Sternwarte“ mit Personal nach Chile zu senden\, um dort 1850 und 1852 die untere Konjunktion der Venus zur Bestimmung des Erdabstands von der Sonne (Astronomische Einheit) zu beobachten\, oder Matthew Fontaine Maurys (1806-1873) Idee\, zum Wohle der Schifffahrt meteorologische Daten aus Logbüchern zu sammeln.\nObwohl Neumayer nur wenige Monate am Observatorium verbrachte\, prägte Lamonts Einfluss sein weiteres Leben als Wissenschaftler und Wissenschaftsorganisator. Zunächst wurde er Matrose und erwarb große Kenntnisse in der nautischen Astronomie\, mit denen er 1851 innerhalb von zwei Monaten an der Navigationsschule von Charles Rümker in Hamburg seine Steuermannsprüfung ablegte. Nachdem sein Wunsch\, in der Marine zu dienen\, nicht erfüllt wurde\, heuerte er auf einem Handelsschiff an und gelangte nach Australien. Nach einem 2-jährigen Aufenthalt kehrte er 1854 nach Deutschland zurück mit dem Ziel\, in Melbourne ein meteorologisches und magnetisches Observatorium einzurichten.\n1857 segelte Neumayer wieder nach Melbourne\, wo er mit finanzieller Unterstützung des bayerischen Königs Maximilian II das „Flagstaff Observatory for Physics of the Earth“ auf dem Flagstaff Hill gründete. Hier folgte er in allen Belangen den Anregungen seines wissenschaftlichen Mentors Lamont\, indem er nicht nur ein meteorologisches Messnetz und magnetische Stationen einrichtete\, sondern auch nautische Instrumente reparierte und einen registrierenden Meteorographen zur Bestimmung von Meteorbahnen entwickelte. Zudem führte er täglich eine exakte Bestimmung der Mittagszeit (12 Uhr) für den Zeitball im Hafen durch. Daneben folgte er Maurys Anregung\, meteorologische Angaben aus Logbüchern zu sammeln\, um daraus günstige Segelrouten abzuleiten. Außerdem führte er auf mehreren Reisen (1858-1864) die erste magnetische Vermessung von Victoria durch.\nAls Neumayer 1864 nach Deutschland zurückkehrte und 1872-1875 Hydrograph der Admiralität in Berlin wurde\, plante er für die Weltumsegelung der „MS Gazelle“ die Beobachtung des Venusdurchgangs im Jahr 1874 auf den Kerguelen mit ein und setzte später während des ersten Internationalen Polarjahres die Beobachtung des 2. Venusdurchgangs auf Südgeorgien im Jahr 1882 durch. Auf diese Weise trieb er die meteorologischen und magnetischen Untersuchungen immer weiter nach Süden\, bis schließlich sein Motto „Auf zum Südpol“ von der deutschen Südpolarexpedition (1901-1903) unter Erich von Drygalski realisiert wurde. Lamonts Saat war aufgegangen \nSpänkuch\, D.: Georg Neumayer – der Macher\nDer Vortrag behandelt das letzte Lebensdrittel Georg Neumayers\, beginnend mit seiner Ernennung zum Leiter der Deutschen Seewarte\, die er dank seines Organisationstalents und seiner internationalen Verbindungen unter Mitwirkung fähiger und kollegialer Mitarbeiter zu einer führenden und international anerkannten nautischen und meteorologischen Institution entwickelte\, die seit dem 16. Februar 1876 tägliche Wetterkarten bereitstellte\, Segelschiffe und später Dampfer bei der Routenplanung beriet und auch weitere nautische und meteorologische Dienstleistungen bereitstellte. Trotz der amtlichen Belastung als Leiter der Deutschen Seewarte war Neumayer auf weiteren Nebenschauplätzen aktiv\, so bei der Organisation des ersten Internationalen Polarjahres 1882/1883\, bei der Gründung der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft 1883 und bei der Vorbereitung der ersten deutschen Antarktisexpedition 1901 bis 1903\, die von Erich von Drygalski geleitet wurde. Neumayer blieb auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben 1903 und Rückkehr in seine pfälzische Heimat noch wissenschaftlich aktiv. \nGernandt\, H. und D. Fritzsche: Der ostdeutsche Polarforschungsstrom\nDer ostdeutsche Polarforschungsstrom entsprang vor etwa 70 Jahren unter völlig anderen Zeitumständen und mündete vor 35 Jahren in den Polarforschungsstrom der neuen Bundesrepublik Deutschland. Eine Erkenntnis des Internationalen Geophysikalischen Jahres (IGJ) von 1957/58 war\, die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Südpolarregion im Rahmen eines Antarktisvertrages\, unterzeichnet 1959\, langfristig fortzusetzen und wissenschaftliche Fragestellungen im Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) zu diskutieren. Dieses Antarktische Vertragssystem funktioniert bis heute.\nDie ostdeutschen Unternehmungen im Rahmen sowjetischer Antarktisexpeditionen (SAE) koordinierte zunächst das Nationalkomitee für das Internationale Geophysikalische Jahr (NK IGJ)\, ab 1962 das NK für Geodäsie und Geophysik (NKGG). Vom Generalsekretär der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW) wurde bestätigt\, dass die Fachgruppen des NK wissenschaftliche Fragestellungen auf internationaler Ebene bearbeiten durften. Die erste Gruppe mit drei Wissenschaftlern überwinterte an der Station Mirny von 1959 bis 1961. In der Folge arbeiteten bis in die 1970er Jahre Wissenschaftler und Techniker dort und auch an den Stationen Vostok und Molodjozhnaya der SAE.\nIm Rahme der Akademiereform (1968-1972) kam es zu Veränderungen der Wissenschaftslandschaft der DDR. Das Zentralinstitut für Physik der Erde (ZIPE) in Potsdam wurde ab 1972 die Leiteinrichtung für die ostdeutsche Polarforschung. Ihre Koordinierungsaufgaben umfassten vor allem die logistische Absicherung der Expeditionsarbeiten und die Abstimmungen mit der SAE. 1974 unterzeichnete die DDR den Antarktisvertrag. Dieser Schritt beflügelte die Überlegungen\, mit einer eigenen Forschungsbasis umfangreichere und langfristigere Forschungsvorhaben in der Antarktis in Angriff zu nehmen.\nAm 21. April 1976 begann der wissenschaftliche Betrieb der ersten permanent besetzten deutschen Antarktisstation. Sie war das bisher aufwändigste Vorhaben und entwickelte sich zum Zentrum geowissenschaftlicher Forschungen. Im Verlaufe von 17 Überwinterungen bis 1993 arbeiteten etwa 100 Wissenschaftler\, Ingenieure und Techniker an der Station\, die nach Georg Forster benannt wurde\, nachdem die DDR als 20. Mitglied im Oktober 1987 einstimmig in die Konsultativrunde der Antarktisvertragsstaaten aufgenommen worden war. An der sowjetischen Station Bellingshausen werden seit 1979 kontinuierlich faunistische und populationsstatistische Studien durchgeführt\, die von Biologen der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung und der Universität Jena begonnen wurden. Geologen der Bergakademie Freiberg und vom ZIPE beteiligten sich 1972 und 1974 an geologischen Feldarbeiten der SAE und setzten dies ab 1977 regelmäßig fort.\nMit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten endete die Zuständigkeit des ZIPE. Der wissenschaftliche Betrieb an der Georg-Forster-Station wurde 1992/93 eingestellt. Die Ballonsondierungen mit elektrochemischen Ozonsonden und die troposphärischen Aerosolmessungen mit Spektrometern werden seitdem an den Neumayer-Stationen II und III auf dem Ekström-Schelfeis bis heute fortgesetzt.\nDer Rückbau der Stationsanlagen wurde nach den Regeln des 1991 unterzeichneten Umweltschutzprotokolls vom AWI zusammen mit der SAE organisiert und dem SCAR 1994 und dem ATCM 1996 berichtet. \nMiller\, H.: Der westdeutsche Polarforschungsstrom und der Aufbau der AWI Forschungsstelle Potsdam\nDie Entwicklung der westdeutschen Polarforschung ist gekennzeichnet von einzelnen größeren Ereignissen\, die bis heute nachwirken und auch immer mit Persönlichkeiten verbunden sind. Im Vortrag wird – ohne die Vollständigkeit zu erreichen – versucht diese Entwicklung aufzuzeigen. An wissenschaftlichen Ergebnissen wird gezeigt\, daß die heutige Polarforschung auf einer breiten Basis und langjähriger Erfahrung ruht. \nNixdorf\, U.: Die Neumayer-Station des AWI\nDer Vortrag zur Neumayer Station des AWI skizziert verschiedene Aspekte der Station. Diese umfassen Schlaglichter von der Standortsuche und -auswahl\, dem Bau der Station\, dem Leben als Überwinterer an der Georg-von-Neumayer Station bis hin zur Weiterentwicklung zur heutigen Neumayer Station III.\nDarüber hinaus wird die Rolle der Station als logistische Basis für Arbeiten auf dem Inlandeis Plateau gewürdigt. Schließlich werden Highlights der wissenschaftlichen Observatorien der Geophysik/Glaziologie\, der Meteorologie und des Spurenstoffobservatoriums gezeigt\, sowie ausgewählte Beispiele von assoziierten Projekten an der Neumayer Station gezeigt. \nHandorf\, D.: Klimawandel in Arktis und Antarktis\nDer Klimawandel verändert die Polarregionen in einem noch nie dagewesenen Tempo\, was weitreichende Auswirkungen auf das globale Klimasystem hat. Jedoch reagieren die Arktis und die Antarktis auf unterschiedliche Weise. In der Arktis ist eine um den Faktor 2-4 stärkere Erwärmung als im globalen Mittel zu beobachten\, was mit einem dramatischen Rückgang des Meereises verbunden ist\, und „arktische Verstärkung“ bezeichnet wird. Im Gegensatz dazu zeigt die Antarktis eine komplexere und regional vielfältigere Reaktion auf den globalen Klimawandel\, die durch die einzigartige Geografie eines vom Ozean umgebenen Kontinents\, die Dynamik des Südlichen Ozeans und die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre\, Ozean und Eisschilden geprägt ist. Dennoch haben sich in den letzten Jahren auch im antarktischen System erhebliche Veränderungen gezeigt\, darunter ein starker Rückgang der antarktischen Meereisausdehnung und zunehmender Massenverlust in Teilen des antarktischen Eisschildes. Dieser Vortrag bietet einen Überblick über die physikalischen Mechanismen\, die den Klimawandel in beiden Polarregionen antreiben\, und betrachtet dabei Gemeinsamkeiten und wichtige Unterschiede zwischen der Arktis und der Antarktis. Besonderes Augenmerk wird auf klimarelevante atmosphärische und Oberflächenprozesse sowie auf Rückkopplungsmechanismen gelegt\, die für die polare Verstärkung von Bedeutung sind. Im Vortrag wird auch auf die Herausforderungen bei der Vorhersage künftiger Veränderungen in den Polarregionen eingegangen\, und es wird erörtert\, warum Veränderungen in den Polarregionen über die hohen Breitengrade hinaus von Bedeutung sind und auch das Wetter und Klima in den mittleren Breiten beeinflussen. \nRabe\, B.: Die Arktis und die AMOC – ein wechselwirkendes System\nDie atlantische meridionale Umwälzströmung (AMOC)\, die vom globalen thermohalinen Zirkulationssystem angetrieben wird\, ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Klimasystems. Forschungsergebnisse deuten darauf hin\, dass sich die AMOC wahrscheinlich in einem instabilen Zustand befindet\, der bereits bei geringfügigen Veränderungen im Süßwasserhaushalt zu starken Schwankungen im Transport und in den Strömungswegen führen kann. Aktuelle Modellergebnisse deuten darauf hin\, dass sich die AMOC bis zum Ende dieses Jahrhunderts sogar um bis zu 50 % verlangsamen könnte. Gleichzeitig könnte sich die Umwälzströmung in den Nordischen Meeren in den ersten 50 Jahren nach einem erhöhten Süßwassereintrag sogar verstärken\, während sie danach zusammen mit der AMOC zusammenbricht. Es wurden verschiedene Beobachtungs- und Modellstudien zur Variabilität des arktischen Süßwassers im Arktischen Ozean und zum möglichen Export von Anomalien in den Nordatlantik veröffentlicht\, die die Frage aufwerfen\, wie sich das System in Zukunft wahrscheinlich verhalten wird. Gleichzeitig lassen sich Anomalien im oberen Teil der AMOC beobachten\, die vom Nordatlantik in den Arktischen Ozean fließen. Der Vortrag stellt mehrere Publikationen zum aktuellen Wissensstand und den vorhergesagten Änderungen vor. \nDethloff\, K.: Polarforschung im nächsten IPY 2032-33\nNach dem 1. IPY von 1882-83 folgten 1932-33 das 2. Polarjahr\, 1957-58 das 3. IPY\, bekannter als Internationales Geophysikalisches Jahr und 2007-08 das 4. IPY. Zur Zeit wird das 5. Internationale Polarjahr 2032-33 geplant. Das 2019-20 durchgeführte MOSAiC Projekt stellt eine hervorragende Blaupause für die Erforschung des gekoppelten Klimasystems der Arktis dar und kann die Planungen für das 5. IPY enorm befruchten. Zu den bisher vorgeschlagenen IPY5 Schwerpunkten gehören die Rolle der Arktis im globalen Erdsystem\, die Beobachtung und Vorhersage künftiger Klimadynamiken und die Reaktionen der Ökosysteme. Die Arktis stellt auch in Zukunft die Region mit den größten Vorhersagefehlern in Wettervorhersagemodellen und globalen Klimamodellen dar. Zur Reduktion dieser Modellfehler und zur Entwicklung verbesserter Parametrisierungen sind arktisweite Beobachtungen mit Datenassimilation des Atmosphäre-Ozean-Eissystems besonders im arktischen Polarwinter erforderlich. Es wird deshalb vorgeschlagen\, im IPY5 Zeitraum ein Netz von 5 permanent arbeitenden Eisbrechern im Amerikanischen Becken\, im Eurasischen Becken\, in der Transpolardrift\, in der Barentssee und der Fram-Strasse zu installieren\, die Messungen des gekoppelten Klimasystems ähnlich zu denen im MOSAiC Projekt durchführen. Diese können durch spezielle Messkampagnen begleitet werden und müssen in enger Abstimmung und Kooperation mit dem ECMWF und NCEP erfolgen. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-kolloquium-arbeitskreis-geomuwa/
LOCATION:Großer Hörsaal des Wissenschaftsparks auf dem Telegrafenberg\, Potsdam
CATEGORIES:Naturwissenschaften und Technikwissenschaften,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260519T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260519T180000
DTSTAMP:20260509T215459Z
CREATED:20251124T110858Z
LAST-MODIFIED:20260509T215459Z
UID:31647-1779184800-1779213600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
DESCRIPTION:Aus Gesundheitskrisen lernen und gemeinsam besser werden\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin\, Berliner Medizinische Gesellschaft \nFlyer zur Jahrestagung mit Programm\nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. lädt in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und der Berliner Medizinischen Gesellschaft am Dienstag\, 19. Mai 2026\, von 10.00 bis 16.00 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin (Luisenstraße 58/59\,10117 Berlin-Mitte) zu einer Fachtagung zum Thema \n Aus Gesundheitskrisen lernen und gemeinsam besser werden \nein. \nDie Tagung ist gleichzeitig die Jahrestagung 2026 der Leibniz-Sozietät. \nDie Tagung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63234580902?pwd=g6cX95GLkTrNeDnSupIMfnKF7O1KaH.1 \nProgramm \n10.00-10.15 Eröffnung und Begrüßung \nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät \n10.15-10.45 Von der Zoonose zur Pandemie: Pandemisches Potenzial und Mechanismen am Beispiel von Influenzaviren \nMartin Beer\, Friedrich-Loeffler-Institut \n10.45-11.15 Pandemien verstehen: Erkenntnisse aus der Zeit vor Corona \nKlaus Stöhr\, Mitglied der Leibniz-Sozietät \n11.15-11.45 Telemedizinische intensivmedizinische Versorgung – Erfahrungen aus SAVE.Berlin@COVID-19 \nClaudia Spies\, Charité \n11.45-12.30 Podiumsdiskussion \nMartin Beer\, Klaus Stöhr\, Claudia Spies\, Detlev Krüger \n12.30-13.30 Mittagspause \n 13.30-14.00 Diskursvulnerabilität: Beeinträchtigungen der Meinungsfreiheit in\nund nach der Pandemie \nFrauke Rostalski\, Universität zu Köln \n14.00-14.30 Bruchstellen der Risikokommuni­kation in der Pandemiezeit \nPeter Wiedemann\, Monash University\, Melbourne \n14.30-15.00 Ausblick: Klimawandel und Vektorübertragene Infektionen  \nJonas Schmidt-Chanasit\, Mitglied der Leibniz-Sozietät \n15.00-16.00 Podiumsdiskussion \nFrauke Rostalski\, Peter Wiedemann\, Jonas Schmidt-Chanasit\, Detlev Krüger \n16.00 Verabschiedung \nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät \nWir bitten aus organisatorischen Gründen um Anmeldung bis zum 05.05.2026 bei:\nProf. Dr. Gerhard Pfaff über pfaff.pigmente@gmx.de
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/jahrestagung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin-e-v/
LOCATION:Langenbeck-Virchow-Haus\, Berlin\, Luisenstraße 58-59\, Berlin\, 10117\, Deutschland
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260507T160000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260507T171500
DTSTAMP:20260430T080934Z
CREATED:20251222T105258Z
LAST-MODIFIED:20260430T080934Z
UID:31883-1778169600-1778174100@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66954610702?pwd=AIXPIn9pDuKLVRPhGBRuIqPNC3taIi.1 \nVortrag: \nReinhard Witzlau (Gransee) \nDie Feuertaufe für den Zeigertelegrafen von Werner von Siemens und Johann Georg Halske im Jahr 1849 \nAbstract: \nBereits in den Jahren 1846/47 entwickelte und baute Werner von Siemens (1816-1892) in Zusammenarbeit mit Johann Georg Halske (1814-1890) einen neuartigen Zeigertelegrafen mit Selbstunterbrechung. Die Feuertaufe hatte dieser Telegraf bei seinem Einsatz auf der elektromagnetischen Telegrafenlinie zwischen Berlin und Frankfurt am Main im Jahr 1849 zu bestehen. In einer Rekordzeit von nur acht Monaten baute ab August 1848 die noch junge Firma Siemens & Halske die damals längste elektromagnetische Ferntelegrafenlinie Europas über eine Länge von ca. 657 km. Die notwendigen Drahtleitungen wurden sowohl unterirdisch als auch oberirdisch verlegt. Auf den insgesamt zunächst neun Stationen wurden zur Übertragung der Nachrichten Zeigertelegrafen der gleichen Firma eingesetzt. Der Probetrieb auf dieser Telegrafenlinie begann im Februar 1849. Dadurch war es möglich\, Nachrichten von der in der Frankfurter Paulskirche tagenden deutschen Nationalversammlung in nur einer Stunde nach Berlin zu übertragen. Im Oktober 1849 erfolgte die Freigabe dieser Linie für die Übertragung von Privatdepeschen. \nIm Vortrag werden die Entwicklung der elektromagnetischen Telegrafie in Preußen sowie der Aufbau und die Wirkungsweise des Zeigertelegrafen von Siemens & Halske aufgezeigt. Des Weiteren werden Erfahrungen beim Einsatz dieses Telegrafen in den Jahren 1847 bis 1849 erläutert. Im Fokus steht dabei vor allem die Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt am Main. \nVita: \nDr. Reinhard Witzlau ist Diplomlehrer für Physik und Mathematik und war bis 2023 als Lehrer und Schulleiter an der Werner-von-Siemens-Schule in Gransee tätig. Er promovierte im Bereich der Geschichte der Naturwissenschaften zu Peter Apian und dem wissenschaftlichen Instrumentenbau in der Renaissance an der Brandenburgischen Landeshochschule in Potsdam. Seit fast 20 Jahren beschäftigt er sich auch mit dem Leben und Werk von Werner von Siemens und Johann Georg Halske. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. „Der Zeigertelegraf von Werner Siemens und Johann Georg Halske aus den Jahren 1846/ 1847“\, „Der praktische Mechanikus Johann Georg Halske“ und „Werner von Siemens. Ideen und Ansichten“. \nReinhard Witzlau ist Mitglied im Arbeitskreis „Astronomiegeschichte“ der Astronomischen Gesellschaft (German Astronomical Society) und der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte. Seit 2005 arbeitet er mit dem Siemens Historical Institute (Siemens AG\, Berlin) zusammen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-14/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260507T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260507T153000
DTSTAMP:20260430T081331Z
CREATED:20260105T104732Z
LAST-MODIFIED:20260430T081331Z
UID:31950-1778160600-1778167800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenarsitzung
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/89087093680?pwd=9i2hbboNsjz06JnUpy61z5bXQJ5M8R.1\nMeeting-ID: 890 8709 3680 – Kenncode 260582 \nVortrag und Debatte zum Vortrag mit Dieter Segert (MLS) und Gerhard Pfaff (MLS) \nProf. Dr. Hans-Peter Krüger (Universität Potsdam)\nIntellektuelle Aufgaben in der fragmentierten Öffentlichkeit \nIn geschichtlichen Herausforderungen gerät das demokratische Gemeinwesen in eine Relation der Unbestimmtheit zu seiner Zukunft. Damit wächst das Bedürfnis der StaatsbürgerInnen\, in der Öffentlichkeit Orientierung erlangen zu können\, sowohl durch spezielle Expertisen als auch durch soziokulturell integrative Vorschläge. Die intellektuelle Tätigkeit bezieht sich auf die integrative Aufgabe im Umgang mit der Unbestimmtheit im Ganzen\, die spezielle Expertise auf die wahrscheinlichen Szenarien im Umgang mit bestimmbaren Aspekten und Bedingungen der jeweiligen Herausforderung\, z. B. einer Pandemie\, indirekten oder direkten Kriegsbeteiligung.\nDas alte Modell von der nationalstaatlichen Öffentlichkeit in Gestalt der öffentlich-rechtlichen Medien und weniger privater Leitmedien des Qualitätsjournalismus ist in Auflösung. Es beinhaltete auch „Gegen-Öffentlichkeiten“ (A. Kluge u.a.)\, deren gesellschaftliche Bedeutung aber in den neoliberalen Deregulierungen und in den „Spaltungen der Linken“ (R. Rorty) untergegangen ist. Die im Generationenwechsel eingetretene „Fragmentierung“ der Öffentlichkeit (Habermas) korrespondiert mit den Spaltungen in den westlichen Bevölkerungen und wird durch die oligopolistische Digitalisierung potenziert. Die Skandallogik des Entweder-Oder\, es gebe nichts Drittes\, ist profitabel\, für Kulturkämpfe verwertbar und zugleich im Neuen Kalten Krieg nutzbar.\nUmso wichtiger ist es\, spezielle Expertisen und intellektuelle Vorschläge in die verbliebenen und neu entstehenden Fragmente für eine künftige Neuvernetzung von Öffentlichkeit einzubringen\, um Manipulation\, Propaganda und Verschwörungserzählungen wenigstens im Kleinen entgegenzuwirken. Wer dies nach bestem Wissen und Gewissen tut\, wird inzwischen mit Anfeindungen und Benachteiligungen rechnen müssen\, aber eine moderne Demokratie ist ohne wissenschaftliche Beratung und legitime Integration ihrer öffentlichen Untersuchungsprozesse nicht lebensfähig (J. Dewey). Sie kippt ohne diese in eine Autokratie oder gar in eine Diktatur um. \n  \nVita: \nKrüger\, Hans-Peter\, Philosophie-Studium (mit Ergänzungsfach Psychologie) an der Humboldt-Universität zu Berlin 1972-1976\, Promotion dort über den jungen Hegel 1980. 1981-1990 Mitarbeiter am Institut für Theorie\, Geschichte und Organisation der Wissenschaft der DDR-Akademie der Wissenschaften\, dort 1987 Habilitation zur „Kritik der kommunikativen Vernunft“. 1991-1995 Mitarbeiter der Max Planck-Fördergesellschaft im Bereich Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie mit Forschungssemestern in Pittsburgh\, Berkeley\, Chicago\, New York. 1996-2020 ordentlicher Professor für Praktische Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Potsdam\, Leiter der Max Planck Forschungsgruppe „Wissenschaftskulturen im Kommunikationsprozess“ (1996-2000)\, Potsdamer Sprecher des DFG Graduiertenkollegs „Lebensformen und Lebenswissen“ (2009-2011)\, Gastprofessuren in Kraków (2002)\, Minsk (2003)\, Wien (2003) und Uppsala (2005/6). Schwerpunkte: Sozialphilosophien der öffentlichen Kommunikation\, Philosophische Anthropologien\, klassische und Neo-Pragmatismen\, Philosophien der Geschichte. Monographien: Homo absconditus. Helmuth Plessners Philosophische Anthropologie im Vergleich\, De Gruyter 2019. Heroismus und Arbeit in der Entstehung der Hegelschen Philosophie\, De Gruyter 2014. Gehirn\, Verhalten und Zeit. Philosophische Anthropologie als Forschungsrahmen\, Akademie 2010. Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik. Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik\, Akademie 2009. Zwischen Lachen und Weinen. 2 Bde.\, Akademie 1999/2001. Kritik der kommunikativen Vernunft\, Akademie Verlag 1990. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenarsitzung-2/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260507T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260507T133000
DTSTAMP:20260430T081846Z
CREATED:20260222T105633Z
LAST-MODIFIED:20260430T081846Z
UID:32173-1778158800-1778160600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Geschäftssitzung (nichtöffentlich)
DESCRIPTION:Der 2. Teil der Geschäftssitzung (Bekanntgabe der Wahlergebnisse) findet nach dem Plenum statt.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/geschaeftssitzung-nichtoeffentlich/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260507T115000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260507T121000
DTSTAMP:20260409T193358Z
CREATED:20260409T193358Z
LAST-MODIFIED:20260409T193358Z
UID:32434-1778154600-1778155800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Geschäftssitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (nicht öffentlich)
DESCRIPTION:
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/geschaeftssitzung-der-klasse-sozial-und-geisteswissenschaften-nicht-oeffentlich/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260507T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260507T114500
DTSTAMP:20260414T130929Z
CREATED:20260105T104947Z
LAST-MODIFIED:20260414T130929Z
UID:31952-1778148000-1778154300@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung statt\, also in Anwesenheit und per Zoom statt. Wer sich per Zoom zuschalten möchte\, meldet sich bitte bis Anfang Mai bei Dieter Segert <dieter.segert@univie.ac.at> und bekommt dann den Link per Mail zugesandt. \n\n\nVortrag:\nProf. Dr. phil. Eckart Henning (ehem. Leiter des Archivs der Max-Planck-Gesellschaft)\nUmbenennungen im öffentlichen Raum? Aktuelle Denkanstöße aus der Sicht eines Archivars und Historikers\n \n\nAbstract:\nTiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche haben oft Umbenennungen öffentlicher Orte zur Folge und greifen damit in den Alltag vieler Menschen ein. So gab es nach dem Zweiten Weltkrieg und im Gefolge des Anschlusses der DDR an die BRD zahlreiche Umbenennungen von Straßen und Plätzen\, und in der Gegenwart gibt es vermehrt Initiativen\, als rassistisch oder kolonialistisch belastet angesehene Namen aus dem öffentlichen Raum zu tilgen. Aus der Sicht eines Archivars und Historikers wird nach der Einordnung und Bedeutung der Namen gefragt. Dabei sind bei Umbenennungen\, etwa von Straßen\, in erster Linie die Anwohner demokratisch zu befragen. Wer die Gedenkkultur pflegen möchte\, sollte nicht rigoros umbenennen\, sondern Mascha Kalékos Rat beherzigen “Vergessen ist keine Heilsalbe!”\, den leider die Berliner Wanderausstellung “Umbenennungen?!” ignoriert\, zuletzt gezeigt in der Zitadelle Spandau.\n  \n\nCV:\nHenning\, Eckart\, Prof. Dr.phil. M.A.\, geb. 1940 in Berlin \, promovierte 1979\, wirkte am Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und war von 1984-2006 Direktor des zentralen Archivs der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem. Er wirkte seit 1968 auch als Lehrbeauftragter der Freien Universität Berlin\, seit 1990 zugleich der Humboldt-Universität\, die ihn 1993 zum Honorarprofessor für Archivwissenschaft und Historische Hilfswissenschaften der Neuzeit ernannte (Übungen bis Ende WS 2019/20). Er ist Mitglied zahlreicher Akademien\, Historischen Kommissionen\, Ehrenmitglied und Korrespondierendes Mitglied von Fachgesellschaften.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260424T140000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260424T163000
DTSTAMP:20260403T092701Z
CREATED:20260323T190431Z
LAST-MODIFIED:20260403T092701Z
UID:32256-1777039200-1777048200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Wer und was bewegt Geschichte? Kolloquium in Erinnerung an Wolfgang Küttler (1936-2024)
DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Zoom-Daten zu erhalten\, schreiben Sie bitte eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de.  \nDas Kolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. ist dem Wirken ihres 2024 verstorbenen Mitglieds Wolfgang Küttler gewidmet. Übergreifend soll den Fragen nachgegangen werden\, wer Geschichte unter welchen Konstellationen bewegen kann sowie welche Einzelpersönlichkeiten und – durch ihr aktives Eingreifen oder ihre Passivität – Gruppen\, Klassen oder Volksmassen Geschichte prägen oder beeinflussen können. Dabei ist auch der Platz der Theorie- und Methodik-Diskussion in der der DDR im Vergleich mit dem internationalen Diskurs zu beleuchten. \nVorbereitungsgruppe: Jürgen Hofmann und Mario Keßler \nModeration: Präsidentin \nReferenten:  \nLutz Dieter Behrendt\, Deggendorf: Laudatio \nJürgen Kocka\, Berlin: Wolfgang Küttler und der deutsch-deutsche Geschichtsdiskurs (Arbeitstitel) \nJürgen Hofmann\, MLS: Wohin treibt die Geschichte? Formationstheoretische Überlegungen bei Wolfgang Küttler \nMario Keßler\, MLS: Was war die Sowjetunion und wohin trieb sie? Wolfgang Küttlers Formationsanalyse und Lenins Sowjetunion – im Wirbel historischer Ereignisse \nUlrich Busch\, MLS: Die Entwürfe von Marx für eine Antwort an Vera Sassulitsch und die Diskussion über den Kommunismus \nDieter Segert\, MLS: Der Begriff des Revolutionszyklus und die historische Einordnung der russischen Revolution von 1917
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/wer-und-was-bewegt-geschichte-kolloquium-in-erinnerung-an-wolfgang-kuettler-1936-2024/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260413T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260413T160000
DTSTAMP:20260325T190152Z
CREATED:20251124T110531Z
LAST-MODIFIED:20260325T190152Z
UID:31645-1776085200-1776096000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:In der Veranstaltung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte finden zwei Vorträge statt.\nDie Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Zoom-Daten zu erhalten\, schreiben Sie bitte eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de.  \nProf. Dr. Gisela Boeck (MLS)\nÜber die Voraussage des Eka-Siliciums und die Entdeckung des Germaniums\nDmitri I. Mendeleev (1834–1907) hat die Existenz mehrerer damals unbekannter Elemente erfolgreich vorhergesagt – darunter Gallium\, Scandium und Germanium. Diese Elemente wurden teilweise noch zu seinen Lebzeiten entdeckt\, was zu einer Überbewertung seines Beitrags bei der Aufstellung des Periodensystems führte. Auch Lothar Meyer (1830–1895) hatte Lücken im Periodensystem markiert\, hielt sich aber im Gegensatz zu Mendeleev bei der Vorhersage konkreter Eigenschaften zurück. Oft wird angenommen\, dass Mendeleevs Vorhersagen gezielte Suchaktionen nach diesen Elementen auslösten. Tatsächlich gab es jedoch keine speziell auf die Suche nach den vorausgesagten Elementen ausgerichteten Forschungen. In diesem Vortrag wird insbesondere der Entdeckungsprozess von Germanium beschrieben\, auch im Vergleich zu Gallium und Scandium. Clemens Winkler (1838–1904)\, der das Germanium vor 140 Jahren entdeckte\, interessierte sich in erster Linie für die Zusammensetzung des neuen Minerals Argyrodit\, das in der Nähe von Freiberg gefunden wurde. Nach der Mitteilung über das Auffinden des neuen Elements akzeptierte Mendeleev es nicht als Eka-Silicium. Meyers und von Richters Briefe zeigen\, dass sie den Zusammenhang zwischen Germanium und Eka-Silicium erkannten. Eine genaue Bestimmung des Atomgewichts von Germanium überzeugte Mendeleev schließlich. Später würdigte er Winkler als einen derjenigen\, die das Periodensystem durch ihre Entdeckung bestätigt hatten.et \nCV \nGisela Boeck erhielt ihr Diplom in Chemie 1977 von der Universität Rostock. Von 1977 bis 1981 promovierte sie im Rahmen einer Aspirantur an den Universitäten Rostock und Leipzig. Von 1981 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Chemie der Universität Rostock. In dieser Zeit lehrte und forschte sie auf verschiedenen Gebieten der Chemie\, so in der physikalischen und der organischen Chemie sowie in der Methodik des Chemieunterrichtes. Zu ihren weiteren wissenschaftlichen Aktivitäten gehörten die Initiierung des bundesweiten Netzwerkes „Chemie für Mediziner“\, die Leitung des Arbeitskreises „Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte“\, die Tätigkeit als Beisitzende und Vorsitzende in der Fachgruppe „Geschichte der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie als Deputierte dieser Gesellschaft bei der Working Party on the History of Chemistry der European Association for Chemistry and Molecular Science. Während ihrer Tätigkeiten an der Universität Rostock und bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker hat Gisela Boeck eine Vielzahl von Vorträgen\, Kolloquien und Tagungen organisiert. Sie war Mitglied verschiedener Prüfungs- und Berufungskommissionen. Für ihre ausgezeichnete Lehrtätigkeit erhielt sie mehrere Preise. Seit 2021 ist sie Visiting Professor an der Riga Technical University. Sie hat die Ergebnisse ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit in weit mehr als 100 Publikationen in Lehrbüchern und Fachzeitschriften veröffentlicht. Wesentliche Gebiete ihrer Publikationstätigkeit betrafen die Bereiche Quantenchemie\, Chemie in der Schule und im Medizinstudium sowie Wissenschaftsgeschichte. \n  \nDr. Gerd Kley\nProfessor Dr. Hans Heinrich Franck (1888-1961). Ein Leben für Wissenschaft\, Technik und Humanismus in komplizierten Zeiten.\nVersuch einer Würdigung\nAbstract \nDer Beitrag zeichnet die weitgehend vergessene Biografie des Chemikers und Wissenschaftsorganisators Hans Heinrich Franck nach\, der in der Berliner Wissenschaftslandschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine herausragende\, aber heute kaum gewürdigte Rolle spielte. Francks Beiträge zur technischen Chemie\, Normung und industriellen Forschung sowie seine Verfolgung im Nationalsozialismus\, in dessen Folge er wegen “jüdischer Versippung” aus allen Ämtern entfernt wurde werden behandelt . Nach 1945 engagierte sich Franck maßgeblich beim Wiederaufbau der Berliner Hochschulen\, führte das „Humanistische Studium“ ein und wirkte als Brückenbauer zwischen Ost und West\, obwohl er aufgrund seiner Entscheidung für den sozialistischen Weg in West-Berlin zunehmend unter Druck geriet. Es wird hervorgehoben\, dass Franck trotz politischer Spannungen konsequent für wissenschaftliche Kooperation und gesellschaftliche Verständigung eintrat und sein Haus in Pankow zu einem Treffpunkt regimekritischer Intellektueller wurde\, die mit der offiziellen Politik der DDR ihre Schwierigkeiten hatten . Gerd Kley plädiert dafür\, Francks Wirken neu zu würdigen und ihn als bedeutende Persönlichkeit der Berliner Nachkriegszeit in Wissenschaft\, Kultur und Politik sichtbar zu machen \nCV \nDr. Gerd Kley wurde am 23. Januar 1943 in Mühlhausen geboren und wuchs in Kammerforst auf. Von 1962 bis 1967 studierte Gerd Kley Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nachdem er die ersten Berufsjahre an der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften in Müncheberg und am Zentralinstitut für Physikalische Chemie in Berlin absolvierte\, promovierte er 1974 zum Doktor der Physik und war danach in mehreren leitenden Funktionen an der Berliner Akademie und in Instituten tätig. Seit seiner Jugend befasst sich Dr. Gerd Kley mit geschichtlichen bzw. kunstgeschichtlichen Fragestellungen seiner Thüringer Heimat und später seiner brandenburgischen Wahlheimat. Dr. Gerd Kley hat sich als promovierter Physiker beruflich mit Werkstoffforschung und mit Umwelttechniken befasst. Sein privates Interesse gilt Persönlichkeiten aus seiner Thüringer Heimat und dem Künstlerkreis um den Maler Adolf Rettelbusch\, zu dessen Freunden Morgenstern gehörte. Zudem stehen Brandenburger Lokalgeschichte und deren Protagonisten im Fokus seiner Arbeiten. Neben einer Dokumentation über seine Abteilung in der Akademie der Wissenschaften von 1949 bis 1991 erschien von ihm eine Biografie des Architekten Friedrich August Stüler.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/arbeitskreis-wissenschaftsgeschichte-2/
LOCATION:Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260409T153000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260409T171500
DTSTAMP:20260331T082159Z
CREATED:20260105T104325Z
LAST-MODIFIED:20260331T082159Z
UID:31946-1775748600-1775754900@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85989366711?pwd=Wo8tswqE6my81O5HEsHjGyO0JYLRaM.1\nMeeting-ID 859 8936 6711\nKenncode 208615 \n  \nVortrag: \nJochen Fleischhacker (MLS) \nDemographischer Wandel und Geburtenrückgang in Deutschland. Übergang zu Praktiken der Kinderwunschbehandlung durch die medizinisch assistierte Reproduktionstechnologien (MAR) am Beispiel der PID und PND. \nBefinden wir uns auf dem Weg der selektiven Reproduktion?  \n  \nMit dem Begriff des demographischen Wandels verbinden sich strukturelle und dynamische Veränderungen der Bevölkerung seit den 1970er Jahren in Deutschland. Besonders deutlich treten diese Veränderungen im Heirats- und des generativen Verhaltens zutage. Hinsichtlich des generativen Verhaltens beobachten wir einen Anstieg in der Inanspruchnahme der MAR in den Jahren zwischen 1998 und 2024. \nDas Konzept der risikobehafteten öffentlichen Gesundheit (Public Health) und die Einstufung von ca. 80-90% aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften schließt das Angebot genetischer Beratung und Untersuchungen von möglichen vererbbaren Krankheiten des künftigen Kindes ein.  Die erwähnten Verfahren\, die Präimplementationsdiagnostik (PID) und die Pränataldiagnostik (PND) werden sowohl in der MAR als auch bei der natürlichen Fortpflanzung angewandt. Beide reproduktionsmedizinische Verfahren in Verbindung mit der genetischen Diagnostik stellen werdende Eltern selbstbestimmt und frei entscheiden zu können\, ob sie ein „gesundes“ oder ein wahrscheinlich erbkrankes Kind haben möchten. \n\nVita \nJochen Fleischhacker studierte von 1976 bis 1980 Wirtschaftswissenschaften und Demographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im ersten Drittel des Jahres 1980 weilte er zu einem Studienaufenthalt in Indien/Delhi/Kalkutta/Bombay/Trivandrum\, zur Materialsammlung der Volkszählung. Seit dem Jahr 1980 bis 1997 war Jochen Fleischhacker Wissenschaftlicher Assistent\, Sektion Wirtschaftswissenschaften\, Lehrstuhl Demographie an der HUB. 1981 verteidigte er seine Promotion zu sozioökonomischen Ursachen und Folgen des raschen Bevölkerungswachstums auf dem indischen Subkontinent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und 1990 erhielt er die Facultas Docendi im Fach Demographie. \nZwischen 1997 und 2002 war Jochen Fleischhacker Leiter der neu gegründeten Arbeitsgruppe Projects on the  History of Demographic Thinking am Max-Planck-Institut für demografische Forschung\, Rostock. Beginnend mit dem Sommersemester 2003 bis zum Sommersemester 2020 war er Lehrbeauftragter für Demographie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik\, Berlin. \nSeit 2022 ist Jochen Fleischhacker Mitglied der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-sozial-und-geisteswissenschaften-7/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260409T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260409T150000
DTSTAMP:20260322T221223Z
CREATED:20251222T101711Z
LAST-MODIFIED:20260322T221223Z
UID:31879-1775739600-1775746800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n13:00–15:00 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nFranziska Tanneberger (Universität Greifswald) \nVerbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit \nAbstract: \nDer Vortrag stellt Verbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit dar. Dabei werden aktuelle Zahlen und Karten insbesondere aus dem 2022 herausgegebenen Global Peatland Assessment vorgestellt. Für Europa wird auf das 2017 gemeinsam von über 140 Moorkundler*innen aus allen Ländern Europas publizierte „European Mires Book“ zurückgegriffen. Trotz der weltweit größten anteiligen Verluste an Mooren ist Europa ein Kontinent mit bedeutender Moorvielfalt. Die zehn europäischen Haupt-Moorregionen repräsentieren die regionale Vielfalt und die biologische Vielfalt der Ökosysteme. Das Ausmaß der Degradation nimmt von Norden nach Süden deutlich zu. In mehr als der Hälfte der europäischen Moorregionen wird das Ziel von mindestens 17% der Fläche in Schutzgebieten nicht erreicht. Weltweit entweichen 4% der gesamten Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren. In Deutschland sind es 7%\, und in einigen moorrreichen Regionen mehr als ein Drittel. Eine aktuelle Hotspot-Karte der EU zeigt\, wo die Emissionen am größten sind. Wesentliche Landnutzungsoptionen auf wiedervernässten Mooren sind Wildnis\, Paludikultur (nasse Landwirtschaft) und Photovoltaik. Diese werden mit ihren Effekten auf Klima und Biodiversität ebenfalls kurz vorgestellt. \nVita: \nPD Dr. Franziska Tanneberger ist habilitierte Landschaftsökologin an der Universität Greifswald und Leiterin des Greifswald Moor Centrum (GMC). Ihr Forschungsschwerpunkt sind Niedermoore in Mittel- und Osteuropa sowie Sibirien\, insbesondere Brutvögel\, Torfbildung und Effekte der landwirtschaftlichen Nutzung. Sie ist Autorin zahlreicher Fachpublikationen\, Herausgeberin von Standardwerken wie dem „Europäischen Moorbuch“ und Hauptautorin des Global Peatlands Assessment. Das Greifswald Moor Centrum ist Schnittstelle zwischen Wissenschaft\, Politik und Praxis für alle moorbezogenen Fragen mit etwa 150 Moorfachleuten und einer Partnerschaft von Universität Greifswald\, Michael Succow Stiftung\, DUENE e.V. und Stiftung Moorbibliothek.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-23/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260409T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260409T120000
DTSTAMP:20260322T221953Z
CREATED:20251222T101527Z
LAST-MODIFIED:20260322T221953Z
UID:31877-1775728800-1775736000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDie Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nMobilitätspolitik im Koalitionsvergleich 2021–2029: Ziele auf der Überholspur oder nur Standstreifen? \nAbstract: \nKernaussage: Weltweit ist Elektromobilität 2026 ein industrieller Mainstream. In Deutschland reicht der technische Hochlauf jedoch noch nicht aus\, weil nachhaltige Mobilität mehr verlangt als elektrische Antriebe: weniger privater Pkw-Besitz\, mehr ÖPNV\, mehr geteilte Nutzung\, mehr erneuerbarer Strom und eine konsequente Kreislaufwirtschaft. \nGlobal wächst die Elektromobilität weiter dynamisch. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wurden 2024 weltweit mehr als 17 Millionen Elektroautos verkauft; für 2025 wurde bereits ein Anteil von mehr als einem Viertel aller Neuwagen erwartet. China bestimmt dabei Kosten\, Skalierung und Batterietechnik\, Europa folgt unter deutlich höherem Wettbewerbsdruck. \nAuch in Europa und Deutschland zeigt sich ein klarer Fortschritt. In der EU lag der BEV-Anteil (Battery Electric Vehicle) 2025 bei 17\,4 Prozent\, im Januar 2026 bereits bei 19\,3 Prozent. In Deutschland waren zum 1. Januar 2026 gut 2\,03 Millionen batterieelektrische Pkw zugelassen; zugleich standen Anfang Februar 2026 rund 196.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Damit verbessert sich die technische Basis der Elektromobilität sichtbar. \nTrotzdem bleibt der Verkehrssektor klimapolitisch das Sorgenkind. Die aktuellen Projektionsdaten des Umweltbundesamtes zeigen für den Verkehr bis 2030 weiterhin eine deutliche Zielverfehlung. Der Grund liegt nicht nur im Antrieb\, sondern in der Struktur: Der motorisierte Individualverkehr dominiert den Alltag weiterhin\, besonders im ländlichen Raum. Ein privates Elektroauto ist ökologisch zwar besser als ein Verbrenner\, löst aber weder das Problem geringer Auslastung noch den hohen Flächen- und Ressourcenverbrauch des Systems. Das Thema löst aber auch einen Spannungskonflikt zwischen deutscher Industriepolitik\, insbesondere in der Automobilindustrie und der Klimapolitik aus. \nDie aktuelle Energiekrise infolge des Iran-Krieges verdeutlicht diese Verwundbarkeit zusätzlich. Die Benzinpreise stiegen im März 2026 binnen weniger Tage wieder auf deutlich über 2 Euro je Liter. Das spricht nicht gegen die Verkehrswende\, sondern für ihre Beschleunigung. Nachhaltig wird Mobilität jedoch erst dann\, wenn Elektrifizierung mit Modal Shift\, Carsharing\, erneuerbaren Energien\, stationärer Zweitnutzung von Fahrzeugbatterien und hochwertigem Recycling kritischer Rohstoffe verbunden wird. \nGerade im ländlichen Raum zeigt das Pilotprojekt FleckoMobil\, worauf es praktisch ankommt: Das Fahrzeugkonzept ist technisch überzeugend und energieeffizient\, die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt aber an Auslastung\, einfacher Nutzung\, lokaler Unterstützung und tragfähigen Organisationsstrukturen. \nDie Zukunft der Mobilität bis 2035 entscheidet sich deshalb nicht allein an der Batterie\, sondern an der Frage\, ob Deutschland den Schritt vom privaten Besitzauto zu einem integrierten\, geteilten und erneuerbar betriebenen Mobilitätssystem schafft. \nQuellenhinweis (Auswahl): IEA Global EV Outlook 2025; ACEA Pkw-Neuzulassungen 2025/Januar 2026; KBA Fahrzeugbestand 1.1.2026; Bundesnetzagentur Ladeinfrastruktur 1.2.2026; Umweltbundesamt Projektionsdaten 2026; ADAC Spritpreisentwicklung März 2026; FleckoMobil-Berichte 2025/2026. \n  \nVita: \nErnst-Peter Jeremias absolvierte nach einer Berufsausbildung mit Abitur bei Bergmann-Borsig/Görlitzer Maschinenbau ein Studium der Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau. Er schloss das Studium zunächst als Hochschulingenieur ab und erwarb 1976 den Abschluss als Diplom-Ingenieur auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik. Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Reaktorwärmetechnik am Kernkraftwerk Rheinsberg tätig\, anschließend bis 1991 als Gruppenleiter auf diesem Fachgebiet. 1988 promovierte er zum Dr.-Ing. an der Akademie der Wissenschaften der DDR am Kernforschungszentrum Rossendorf auf dem Gebiet Thermodynamik von Druckwasserreaktoren. Von 1991 bis 1994 war er geschäftsführender Gesellschafter der entec Planungsgesellschaft GbR. Von 1994 bis 2018 wirkte er als geschäftsführender Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH\, einer Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- und Umwelttechnik sowie Gebäude- und Versorgungstechnik; bis Juni 2023 war er Gesellschafter dieses Unternehmens. Heute ist er als selbstständiger Berater tätig\, mit den fachlichen Schwerpunkten Sektorenkopplung\, Elektromobilität und integrierte Energiesysteme. Seit 2020 ist er zudem freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam im Themenfeld Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Ernst-Peter Jeremias ist seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Er ist stellvertretender Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften und mit Dr. Norbert Mertzsch gemeinsam Leiter des Arbeitskreise Energie\, Mensch und Zivilisation in der Leibniz Sozietät.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-klasse-naturwissenschaften-und-technikwissenschaften-12/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
END:VEVENT
END:VCALENDAR