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SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Plenarsitzung durch zum Thema \nDie Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 und der Rohstoffabbau – ein Gegensatz?\nVortragender: Carsten Drebenstedt (Freiberg) \nDie Veranstaltung wird als Zoom-Video-Konferenz durchgeführt; Bitte beachten Sie die demnächst erscheinenden Erläuterungen und Präzisierungen. \nZugangsdaten zur Zoom-Konferenz:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88092429737?pwd=U1FRdjR0TnNFSytvWFBVMVN4b2lEdz09\nMeeting-ID: 880 9242 9737\nKenncode: 741619 \nOrt: entfällt\nZeit: 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nCV:\nCarsten Drebenstedt ist seit 1999 Professor für Bergbau-Tagebau und war von 2000 to 2006 Prorektor Forschung sowie von 2013 to 2016 Dekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Seit 2019 ist er wieder Direktor des Instituts für Bergbau und Spezialitiefbau der Universität und Mitglied des Senates und Erweiterten Senates. Zuvor hatte er 17 Jahre verschiedene Aufgaben in der deustchen Braunkohleindustrie inne\, u.a. als Abteilungsleiter Rekultivierung und Landschaftsplanung sowie als Leiter (Prokurist) eines Ingenieurbüros. \nSeine Arbeitsfelder in Lehre und Forschung sind: Bergbauplanung\, Prozesse im Tagebau (ressourcenschondender Abbau von Festgestein\, kontnuierliche Fördersysteme\, selektiver Abbau und selektive Verkippung…)\, Bergbau und Umwelt (bergbauliche Wasserwirtschaft\, Umweltbilanzierung …)\, Rekultivierung\, Bergbau und Gesellschaft (Rohstoffbewußtsein …).\nCarsten Drebenstedt ist Gastprofessor u.a. in Kasachstan\, Kenia\, Laos\, Namibia\, Mongolei und Rußland\, und war Mitglied von Akkreditierungskommissionen in Rußland und Kasachstan. Er hat bisher 44 abgeschlossene Promotionen und 2 Habilitationen beetreut und weitere 23 Promotionen und 2 Habilitationen begutachtet.\nUnter Leitung von Professor Drebenstedt wurde ca. 100 wissenschaftlich-praktische Projekte bearbeitet\, deren Ergebnisse u.a. in 19 Büchern\, 70 berausgegebenen Bänden und über 400 Publikationen Eingang fanden.\nBis heute hat er ca. 70 Tagungen organisiert\, darunter 10 wichtige internationale Konferenzen mit Teilnehmern aus je mehr als 20 Ländern. \nCarsten Drebenstedt ist Mitglied der Sozietät der Bergbaukunde und war 2005 deren Präsident. Er ist Generalsekretär des von ihm mit-initiierten Weltforums der Ressourcen-Universitäten für Nachhaltigkeit und Mit-Initiator des Deutsch-Russischen Rohstoffforums (Leiter der Arbeitsgruppe Rekultivierung\, Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft). \nSeit 2014 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wisenschaften\, des Weiteren ist der Mitglied der Rumänischen Akademie der Technikwissenschaften\, der Russichen Akademien für Naturwisseschaften (Sektion Montanwesen) und für Bergbauwissenschaften sowie der Eurasischen Akademie für Bergbauwissenschaften. \nCarsten Drebenstedt ist Inhaber von 6 Doktorgraden und 2 Professuren ehrenhalber. Staatliche Auszeichnungen erhielt er in der Mongolei\, Rußland und Vietnam. (Freiberg\, 01.12.2020) \nAbstract:\nDie Vereinten Nationen haben 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bis zum Jahr 2030 (Agende 2030) definiert. Dabei geht es zum einen um die Sicherstellung der Grundbedürfnisse der Menschen\, wie Zugang zu Nahrung\, Wasser/Sanitär\, Energie\, Bildung und Gesundheit oder Werte\, wie Gleichstellung und zum anderen um die Mittel\, dies zu erreichen\, etwas durch wertvolle Arbeit\, Innovation\, Industrie und Infrastruktur unter Beachtung der Umwelt\, insbesondere der Biodiversität und des Klimawandels. \nWeithin besteht die Auffassung\, dass der Abbau von mineralischen und energetischen Rohstoffen aus der Erdkruste eines der Übel ist\, die sich negativ auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken. Und tatsächlich wird immer wieder über katastrophale Folgen von Unfällen im Bergbau berichtet\, zeichnen Kinder- und Frauenarbeit sowie Armut und Krankheiten dieses Bild. \nWir in Deutschland sind der drittgrößte Bedarfsträger dieser mineralischen und energetischen Rohstoffe weltweit und den größten Teil importieren wir aus allen Teilen der Welt. Ohne diese Rohstoffe wären der Fortschritt und der Wohlstand in Deutschland gar nicht möglich. \nWelche Rolle spielen nun die Geo-Rohstoffe – sind sie Fluch oder Segen? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Sichtweise des Autors\, das eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft ohne Rohstoffabbau auf absehbare Zeit nicht möglich ist. Am Beispiel des Konzeptes eines verantwortungsvollen Rohstoffabbaus wird das Potenzial aufgezeigt\, wie sich durch wissenschaftlich-praktische Erkenntnisse der Bergbau ständig technologisch weiter entwickelt und umweltfreundlicher\, sicherer und sozialverträglicher werden kann. Das ist aber nicht ausreichend\, um den Rohstoffhunger in der Zukunft zu decken. Verantwortungsvoller Konsum und Recycling sind weitere Schlüsselfragen im Rohstoffkreislauf.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin - fällt aus
DESCRIPTION:Diese Veranstaltung muss wegen der bestehenden Pandemie-Situation entfallen \nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung durch zum Thema \nWolfgang Steinitz und die Finnougristik\nVortragende: Rose Luise Winkler (MLS) \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2020
DESCRIPTION:  \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zum traditionellen öffentlichen \n\n\nLeibniz-Tag 2020\nam 26.11. 2020. \nOrt: CEDIO-Konferenzzentrum „Storkower Bogen“\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin \nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \nFlyer_LT_2020-10.11.2020 \nDie Veranstaltung wird als Präsenzveranstaltung mit begrenzet Teilnehmerzahl  (s. Hygienekonzept) und zusätzlich als Videokonfernez (Zoom) durchgeführt. \nInfo zur Zoom-Session des Leibniz-Tages:  \nhttps://us02web.zoom.us/j/82675273992?pwd=cUpiQzlBZlN1OVY4K21nbFJnS3F1Zz09 \n  \n         Meeting-ID: 826 7527 3992 \n         Kenncode: 26112020 \nDie einzelnen Beiträge werden aufgezeichnet und nach der Veranstaltung auf der Webseite der Sozietät zugänglich gemacht. \n  \nDas Hygienekonzept (Stand 21. 11. 2020) ist unbedingt zhu beachten \n  \nZum Festvortrag: \n\nCV Hans Dieter Knapp:\nGeboren 1950 in Putbus auf Rügen\, Studium der Biologie in Greifswald und Halle/Saale. 1978 Promotion zu geobotanischem Thema. Tätigkeit als Kustos am Müritz-Museum und als freiberuflicher Botaniker in Waren/Müritz. 1989 Bürgerinitiative Müritz-Nationalpark\, 1990 Bearbeitung des Nationalparkprogramms am DDR-Umweltministerium. Seit Oktober 1990 im Bundesdienst\, Aufbau der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm\, 1992-2015 Leiter der Außenstelle Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz\, seit 2006 Honorarprofessor am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald\, seit 2016 im Ruhestand. Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Michael Succow Stiftung und Präsidiumsmitglied der Stiftung EuroNatur. Zahlreiche Publikationen über Pflanzengeographie\, Vegetationskunde\, Landschaftsökologie\, Naturschutz\, Buchenwälder\, Welterbe. \nAbstract:\nUNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder – einzigartig\, vielfältig\, verletzlich\, wunderschön!\n \nBuchenwälder würden Europa von der Atlantikküste im Westen bis zum östlichen Vorland der Karpaten im Osten\, von Dänemark und Süd-Schweden im Norden bis zu mediterranen Gebirgen im Süden als natürliche Vegetation bedecken. Die Ausbreitung der Buche aus eiszeitlichen Refugien in Süd-Europa erfolgte im Verlauf der nacheiszeitlichen Waldentwicklung relativ spät seit der Jungsteinzeit. Dass weite Teile eines Kontinentes von einer einzigen Baumart beherrscht werden\, ist ein einzigartiges Phänomen. Die Buche wächst auf extrem unterschiedlichen Standorten\, auf armem Dünensand und saurem Schiefergestein ebenso wie auf reichem Lehm und reinem Kalk\, sie gedeiht von der Meeresküste bis an die Waldgrenze im Gebirge und bildet in Gemeinschaft mit nahezu allen europäischen Gehölzen und sehr unterschiedlichen pflanzengeographischen Elementen außerordentlich vielfältige Waldtypen. Im Verlauf mehrtausendjähriger Geschichte der Landnutzung wurden Wälder auf heute ca. 1/3 ihrer Fläche zurückgedrängt\, degradiert und in Kunstforsten verwandelt. Buchenwälder sind trotz ihrer Regenerationskraft sehr verletzlich. Buchen-Urwälder gibt es heute fast keine mehr\, alte Buchenwälder mit mehrhundertjährigem Regenrationszyklus nur wenige. Sie gehören zum gemeinsamen Naturerbe Europas. Die „Alten Buchenwälder und Buchen-Urwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ wurden in drei Schritten (2007\, 2011\, 2017) als transnationale serielle Weltnaturerbestätte in die Welterbeliste der UNSECO eingeschrieben. Sie besteht aus derzeit 78 Teilflächen in 12 Ländern. Alte Buchenwälder sind zu jeder Jahreszeit wunderschön\, doch besonders im Frühling und Herbst zur Zeit des Laubaustriebs und der Laubfärbung. \n 
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SUMMARY:Sitzung des AK "Allgemeine Technologie"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) “Allgemeine Technologie” führt ein öffentliches wissenschaftliches Symposium durch als \n 9. Symposium zum Thema „Lebenzyklusanalysen. Stationen im Lebenszyklus von Technologien und Aspekte ihrer Bewertung.“\nWeitere Einzelheiten und Programm werden in Kürze bekannt gegeben. \nOrt: Universität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\, Haus 6\, Seminarraum 28\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam \nZeit: 13.November 2020; 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr \nDas Symposium wird gemeinsam von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, Arbeitskreis Allgemeine Technologie\, vom Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler VBIW und von der Universität Potsdam veranstealtet. \nDas Symposium wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Berlin\, finanziell gefördert. \nAktuelles Programm \nSymposiumsmaterial \nZur Veranstaltungsankündigung
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SUMMARY:November- Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihr öffentliche wissenschaftliche November-Plenarsitzung durch zum Thema \nDer Imperativ des Informationszeitalters\nVortragender: Wolfgang Hofkirchner (MLS) \nModeration:    Hans-Jörg Kreowski (MLS) \nDie Veranstaltung wird am 12.11. um 13:30 Uhr als Video-Konferenz durchgeführt. \nZugangsdaten:  \nhttps://us02web.zoom.us/j/85709677042?pwd=a2hjaFVnc29yTVhxMzN1cnhHSGhLdz09 \nMeeting ID:  857 0967 7042      Kenncode: 12345 \n  \nAbstract:\nMit diesem Vortrag möchte ich eine Interpretation des Informationszeitalters vorlegen\, die vor dem Hintergrund einer multiplen Krise in den Beziehungen Mensch–Gesellschaft\, Mensch–Natur und Mensch–Technik getroffen wird. Diese Krise wird als Risiko wie Chance für die Weiterentwicklung der Menschheit begriffen. Was als Informationszeitalter – ein Zeitalter der Informationsgesellschaft – bezeichnet werden kann\, ist selbst Teil des Problems\, potenziell aber auch Teil der Lösung. Es ist Teil des Problems\, solange die Digitalisierung die Herbeiführung eines angeblichen posthumanen Zeitalters betreibt. Es ist Teil der Lösung\, sobald die Digitalisierung soziale Prozesse technisch unterstützt\, die den Informationsgewinn so vieler Akteur*innen wie möglich zur Einhegung\, wenn nicht zur Beseitigung\, aller menschgemachten globalen Probleme\, die die Krise ausmachen\, befördert. Dies ist der Imperativ des Informationszeitalters. Er zeigt sich dreifach: einmal bei der Hervorbringung kooperativer Information – jenes Informationsgeschehen ist gesollt\, welches allgemein-menschliche Werte anerkennt\, das Zusammenleben weltweit regelt und Menschheitsziele für gemeinsames Handeln festlegt (Weisheit als universell geteilte Intentionalität); zum zweiten bei der Hervorbringung kommunikativer Information – jenes Informationsgeschehen ist gesollt\, welches Daten\, Zahlen\, Fakten verbreitet und sich mit möglichen Wegen aus der Krise auseinandersetzt\, um eine Abstimmung über die Werte\, Regeln\, Ziele vorzubereiten (transformationsorientierte Dialoge); und zu guter Letzt bei der Hervorbringung kognitiver Information – jenes Informationsgeschehen ist gesollt\, welches zur Teilnahme an der Bewegung zur Transformation der Krise motiviert und befähigt (Metareflexivität). Die Überwindung der Krise durch eine in Eigenverantwortung erfolgende Erfüllung dieses Imperativs würde einen dritten Sprung in der Anthroposoziogenese bedeuten. \nZum Lesen empfohlen: A paradigm shift for the Great Bifurcation\, Biosystems\, Vol. 197\, Nov. 2020\, https://doi.org/10.1016/j.biosystems.2020.104193 \nVita:\nWolfgang Hofkirchner ist an der TU Wien Außerordentlicher Universitätsprofessor für Technology Assessment im Ruhestand. Er ist seit 2006 MLS und seit 2015 Leiter des AK Emergente Systeme\, Information und Gesellschaft. Er ist engagiert im außeruniversitären Institute for the Global Sustainable Information Society (GSIS) in Wien und in der International Society for the Study of Information (IS4SI) mit Sitz in Wien. Seine Forschungsgebiete sind Complexity Thinking\, Science of Information und ICTs and Society. Er hat über 240 Publikationen. \nhttps://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Hofkirchner
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SUMMARY:Wissenschaftliche Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Am 22. Oktober 2020 um 13:30 Uhr führt die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin eine öffentliche wissenschaftliche Zoom-Konferenz durch zum Thema \nEngland und der Brexit – Cultural Studies\nVortragende: Silke Järvenpää (MLS) \nZugangsdaten:\n \nProf. Dr. Silke Järvenpää\nUhrzeit: 22.Okt.2020 01:30 PM Amsterdam\, Berlin\, Rom\, Stockholm\, Wien \nZoom-Meeting beitreten\nhttps://hm-edu.zoom.us/j/94996426933?pwd=THI4UFprKy9DWmJxbjZMSys0UC8zUT09 \nMeeting-ID: 949 9642 6933\nPasswort: 639517\nSchnelleinwahl mobil\n+496971049922\,\,94996426933#\,\,#\,639517# Deutschland\n+493056795800\,\,94996426933#\,\,#\,639517# Deutschland \nEinwahl nach aktuellem Standort\n+49 69 7104 9922 Deutschland\n+49 30 5679 5800 Deutschland\n+49 69 3807 9883 Deutschland\n+49 695 050 2596 Deutschland\nMeeting-ID: 949 9642 6933\nPasswort: 639517\nOrtseinwahl suchen: https://hm-edu.zoom.us/u/abWveeUImR \nInformationen zum Datenschutz finden Sie unter https://www.hm.edu/sekundaer_navigation/impressum/datenschutz/index.de.html \nAbstract / Teaser:\nAls die Bürger Europas\, besonders aber die Bürger Großbritanniens am Morgen des 24. Juni 2016 erwachten\, rieben sich die meisten verwundert die Augen. In einem Referendum am Vortag hatten die Briten mit 51\,89% der Stimmen der Wahlbeteiligten beschlossen\, die Europäische Union zu verlassen. Dabei hatte das Lager der Remainers\, also derjenigen\, die für einen Verbleib des Vereinigten Königreiches plädierten\, stichhaltige Argumente für ihre Position. Die Kampagne Britain stronger in Europe wendete sich zum einen an ein eher linksliberales Publikum: so sei die EU u.a. ein Garant für Frieden\, Arbeitnehmerrechte\, Umwelt- und Verbraucherschutz und Studierendenmobilität. Zum anderen wurden Konservative angesprochen. Die EU ermögliche grenzüberschreitende Polizeiarbeit\, stärke Großbritanniens Position in einer Welt der Großmächte und Wirtschaftsblöcke und sorge für Exporte und Investitionen. Das Motto der Kampagne: “Get the facts”. Und genau das ist ein Grund ihres Scheiterns. \nIn ihrem Vortrag erklärt Silke Järvenpää\, dass es sich lohnt\, den Brexit kulturwissenschaftlich zu betrachten. Die Cultural Studies gehen davon aus\, dass Kultur konstruiert ist und befassen sich mit den Mythen\, die für Kulturen sinnstiftend sind. Mit anderen Worten: Cultural Studies nehmen das Irrationale von Kulturen ernst. Auch im Kontext des Brexit spielen Mythen eine zentrale Rolle – die zwei wichtigsten sollen hier erläutert werden. \nKurz-Biographie:\nDr. Silke Järvenpää ist Professorin für Cultural Studies und Wirtschaftsenglisch an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften\, München. Nach ihrem Studium der Anglistik\, Amerikanistik und Germanistik wurde sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen von Prof. Dr. Raimund Borgmeier und Prof. Dr. Ansgar Nünning promoviert. Ihre Dissertation Myths of Speculation befasste sich mit einem historischen Börsenkrach (und Börsenschwindel)\, dem South Sea Bubble.  \nNach Tätigkeiten u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Borgmeier\, Lektoraten an Universitäten in Shanghai und Milwaukee\, sowie an der DAAD-Außenstelle Jakarta wurde Silke Järvenpää 2005 an die Hochschule München berufen. Zu den Bereichen\, in denen sie forscht und lehrt\, gehören das Englischsprachige Asien\, Surveillance Studies und nicht zuletzt das Thema Rationaler und Irrationaler Diskurs im Zeitalter der Digitalisierung. \n 
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SUMMARY:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu einem Kolloquium zu Ehren der Sozietäts-Mitglieder H.-O. Dill\, P. Knoll\, H. Laitko und D. Linke
DESCRIPTION:Die September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin wird durchgeführt als \nKolloquium zu Ehren der Sozietäts-Mitglieder H.-O. Dill\, P. Knoll\, H. Laitko und D. Linke\nmit Beiträgen von H. Hecht (MLS)\, H.-J. Kaltwang (Saarbrücken)\, A. Vogt (MLS)\, E. Blokhina (Berlin). \nOrt: Der Veranstaltungsort musste verlegt werden\, jetzt: CEDIO-Konferenzzentrum\, 10369 Berlin\, Storkower Straße 207. (Lage: s.u. Stadtplan auf Kartenlink und hier)\n \nZeit: 10. September 2020\, 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr \nUm Anmeldung wird gebeten (hj.rothe@leibnizsozietaet.de) \n  \nProgramm (Stand 19.08.2020) \nEröffnung\nLutz-Günther Fleischer (Vizepräsident LS)  \nSolo-Interpretation für Cello: 1. Satz des Cellokonzertes von Édouard Victor Antoine Lalo (1823-1892)\nLewin Krella (Berlin) \n\nLaudatio zum 80. Geburtstag von Peter Knoll\nHeinz Kautzleben (MLS) \nGrubengasproduktion und -verwertung im Saarland vor dem Hintergrund der Energiewende\nHans-Jürgen Kaltwang (Saarbrücken) \n\nLaudatio zum 80. Geburtstag von Dietmar Linke\nGerhard Pfaff (MLS) \n150-jähriges Jubiläum des Periodensystems der Elemente\nElena Blokhina (Berlin) \n\nMittagspause \nBegrüßung\nDorothee Röseberg (Vizepräsidentin LS) \n\nLaudatio zum 85. Geburtstag von Hans-Otto Dill\nKerstin Störl (MLS) \nAufklärung am Polarkreis: Die Lappland-Expedition des Piere Louis Moreau de Maupertuis\nHartmut Hecht (MLS) \n\nLaudatio zum 85. Geburtstag von Hubert Laitko\nHorst Kant (MLS) \nEmil J. Gumbel (1891-1966) – Mathematiker\, Pazifist und politischer Autor\nAnnette Vogt (MLS) \n  \nAusklang des Kolloquiums mit einem Imbiss \n\nAbstracts und Curriculum vitae der Vortragenden \nGrubengasproduktion und -verwertung im Saarland vor dem Hintergrund der Energiewende\nHans-Jürgen Kaltwang (Saarbrücken) \nZusammenfassung:\nIm Saarland ist die Steinkohlegewinnung seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Grundlage der Energieerzeugung gewesen. Da die Nutzung des Grubengases naturgemäß eng mit der Steinkohlegewinnung verbunden ist\, war dessen Schicksal eng mit dem Schicksal des Steinkohlebergbaus verknüpft\, das wiederum eng von der Energiepolitik der jeweiligen Regierung abhing. \nGrubengas entstand während der Genese der Steinkohle. In großen Mengen wird es deshalb beim Abbau und der damit verbundenen Zerkleinerung der Steinkohle freigesetzt\, und nach Möglichkeit gefasst\, über besondere Leitungssysteme nach übertage transportiert und dort entweder unbehandelt in die Atmosphäre entlassen oder – wenn eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist\, genutzt. Die Grubengasproduktion ist aber nur solange möglich und notwendig\, solange die stillgelegten Bergwerke nicht geflutet sind. Flutungsverfahren sind allerdings genehmigungsrechtlich sehr aufwendig und können Jahre dauern. Deshalb kann es sinnvoll sein\, zunächst nur Teile der Lagerstätte in Stufen zu fluten. Dies ist allerdings nur unter besonderen Rahmenbedingungen möglich\, wie z.B. durch den Bau eines 110bar-Hochdruckdammes bei der Stilllegung des Bergwerks Warndt/Luisenthal. \nEine Besonderheit im Saarland ist\, dass (fast) alle Gewinnungs- und Verwertungsanlagen über ein Gasleitungsnetz miteinander verbunden sind. Zu den Abnehmern des Gases gehören Gasmotoren zur Strom- und Wärmeerzeugung\, eine Gasturbine\, Heizkessel und zeitweise sogar die Stahlindustrie. \nMit der Schließung von Bergwerken und der Überführung in den Stillstandsbereich endet nicht die untertägige Freisetzung von Grubengas. In den nicht abgebauten Teilen der Steinkohle-Lagerstätte stehen noch große Mengen von Grubengas an\, das auch noch nach Stilllegung des Steinkohleabbaus über viele Jahre das Gas freigesetzt wird. Die Nutzung des Grubengases ist also ein wesentlicher Bestandteil zum Schutz der Umwelt und wird beispielsweise im EEG berücksichtigt. \nDie Stromerzeugung im Saarland ist immer noch sehr Kohle-lastig; dies ändert sich in den vergangenen Jahren allerdings sehr schnell. Die bestehenden Kraftwerke sind entweder bereits stillgelegt oder dienen nur noch als Reserve. Auch die Gewinnung und Nutzung des Grubengases ist nur eine vorübergehende Episode\, deren Dauer abhängt von den Planungen zur Flutung der Lagerstätte und den gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung der konventionellen Energie „Grubengas“. \nKurz-CV:\nMarkscheider\, Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Kaltwang\, geboren 1956\, studierte von 1977 bis 1983 das Fach Markscheidewesen an den Universitäten Clausthal und Aachen. Anschließend erfolgte die Referendarausbildung am Landessoberbergamt Nordrhein-Westfalen\, die er mit der Ernennung zum Assessor und der Zulassung als Markscheider im Jahr 1985 abschloss. Seit 1986 war er bei der Saarbergwerke AG und anschließend – nach der Vereinigung des deutschen Steinkohlenbergbaus unter dem Dach der RAG – bei der Deutschen Steinkohle AG tätig\, zunächst als Markscheider auf einem Bergwerk\, später als Leiter der Exploration\, des Fachbereiches Markscheidewesens und als Projektleiter verschiedener Forschungsvorhaben. Zuletzt leitete er dort die Abteilung technisches Innovationsmanagement Saar. In dieser Funktion war er Mitglied in verschiedenen Arbeitsgruppen im Forschungsbereich der EU. 2004 wechselte er als Teamleiter Lagerstättenmanagement zur SAAR ENERGIE AG\, aus der später die STEAG New Energies GmbH ausgegründet wurde. Dort war er später verantwortlich insbesondere für den Betrieb der Grubengasgewinnungsanlagen\, aber zeitweise auch für den Betrieb von Windparks und tiefen Geothermie-Anlagen. Seit 2019 ist er im Ruhestand. \n  \n150-jähriges Jubiläum des Periodensystems der Elemente\nElena Blokhina (Berlin) \nZusammenfassung:\nAm 6. Mai 2019 feierte das Periodensystem der Elemente sein 150-jähriges Jubiläum. Seine lange Geschichte – von der Korpuskulartheorie von Robert Boyle (1661)\, basierend auf den Ideen von Aristoteles\, Empedokles und Platon\, über zahlreiche Entdeckungen und Systematisierungsversuche europäischer Wissenschaftler bis zur Formulierung des Periodengesetzes durch Dmitri Iwanowitsch Mendelejew 1869 – sowie sein Einfluss auf die erfolgreiche wissenschaftliche\, technologische und wirtschaftliche Entwicklung der modernen Gesellschaft werden im Vortrag thematisiert. \nKurz-CV:\nElena Blokhina\, geboren 1961\, ist seit mehreren Jahren als Senior Scientist XRF bei der Bruker Nano GmbH in Berlin beschäftigt. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Entwicklung von physikalischen Modellen und mathematischen Algorithmen für die Auswertung von Röntgenfluoreszenzspektren\, sowie in der Optimierung von RFA-Analysenmethoden\, besonders in Bezug auf die Messung und Quantifizierung von Beschichtungen und beschichteten Materialien. Ihr Studium und ihre Promotion auf dem Gebiet der Röntgenfluoreszenzspektroskopie hat sie an der Universität Rostow-am-Don in Russland absolviert. \n  \nAufklärung am Polarkreis: Die Lappland-Expedition des Piere Louis Moreau de Maupertuis\nHartmut Hecht (MLS) \nZusammenfassung:\nPierre Louis Moreau de Maupertuis (1698 – 1759) war eine der berühmtesten Persönlichkeiten der République des Lettres des 18. Jahrhunderts. In mehreren Wissenschaften erfolgreich\, verstand er sich selbst als philosophe. Maupertuis gilt heute als derjenige\, der sich als erster auf dem europäischen Kontinent öffentlich zu Newton bekannt hat und in der Lappland-Expedition von 1736 bis 1737 durch die Vermessung eines Meridians eine Art experimentum crucis ausführte\, dessen Resultat ein Votum für die Newton‘schen Theorie der Gravitation beinhaltete. Diese Expedition war weit mehr als ein experimenteller Beweis für Newton. Sie war zugleich die Entdeckung einer im wissenschaftlichen Diskurs weitgehend unbekannten Region im Norden Europas. \nIn dem Vortrag werden einige der Facetten der Forschungsreise der jungen französischen Akademiker vorgestellt. Neben den eigentlichen Messungen wird dies naturkundliche Beobachtungen\, die Kultur und Lebensweise der Bevölkerung und historische Artefakte betreffen. \nEs wird gezeigt\, dass die verschiedenen Dimensionen der Expedition sich zu einer Gesamtschau verbinden lassen\, in der die Messungen zur Bestimmung der Gestalt der Erde zum Kristallisationspunkt eines Weltbildes werden. In einem abschließenden Blick auf die Wirkungsgeschichte der Lappland-Expedition wird sich dann erweisen\, dass der übergreifende Zusammenhang zum vorrangigen Interesse für spätere Anknüpfungspunkte wurde. \nKurz-CV:\nStudium der Physik und der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diplomphysiker 1972\, Dr. phil. 1975\, Dr. sc. phil. 1984. Lehrtätigkeit an der Universität Greifswald\, der Viadrina Frankfurt / Oder und der Humboldt-Universität in den Lehrgebieten Philosophische Probleme der Physik\, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte. Forschungsarbeiten u.a. zur Entstehung der Wissenschaftstheorie im 20. Jahrhundert\, zu Leibniz und der Leibniz-Rezeption – insbesondere in der französischen Aufklärung. Dazu Publikationen über Maupertuis\, La Mettrie und Emilie Du Châtelet\, vor allem aber zu Leibniz: Übersetzung und Kommentar von Leibniz‘ Monadologie\, eine Leibniz-Biografie mit Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften sowie die Edition Gottfried Wilhelm Leibniz im philosophischen Diskurs über Geometrie und Erfahrung. Von 2001 bis 2013 Arbeitsstellenleiter der Leibniz-Edition Berlin an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. In dieser Zeit sind die ersten beiden Bände der Reihe VIII (Naturwissenschaftliche\, medizinische und technische Schriften) der Akademie-Ausgabe G.W. Leibniz\, Sämtliche Schriften und Briefe entstanden\, die editorisch einen bislang weitgehend unbekannten Leibniz präsentieren. \n\nEmil J. Gumbel (1891-1966) – Mathematiker\, Pazifist und politischer Autor\nAnnette Vogt \nZusammenfassung:\nDer Mathematiker und Statistiker E. J. Gumbel arbeitete seit seiner Vertreibung 1932/33 im Exil besonders zur Extremwertstatistik\, sein Hauptwerk “Statistics of Extremes” erschien 1958 in New York (eine Reprint-Ausgabe 2013). Aber er war auch ein politischer Aktivist und Pazifist\, Redner und Autor politischer Bücher und Artikel\, darunter in der berühmten Wochenschrift „Die Weltbühne“. Er führte quasi eine Doppelexistenz – als Mathematiker und Statistiker ab 1923 an der Universität Heidelberg und als politischer Autor. Auch im Exil in Frankreich behielt er diese Doppeltätigkeit bei\, verfasste mathematische Arbeiten und publizierte Artikel gegen das NS-Regime in Exil-Zeitschriften. \nDie Rezeptionsgeschichte war bis 2019 zweigeteilt – es erschienen Artikel und Bücher zu Gumbel als Mathematiker oder zu Gumbel als Publizist und Autor politischer Bücher. Die „Wiederentdeckung“ des „politischen Gumbel“ begann im Jahr 2012 und fast zeitgleich auch die „Wiederentdeckung“ des „mathematischen Gumbel“. Die Anwendungen der „Gumbel Distribution“ und der Gumbel-Copula zur Modellierung stochastischer Abhängigkeiten weckten das Interesse an der Person Gumbel und seinen Leistungen. Im Vortrag werden die Rezeptionsgeschichte und neue Forschungsergebnisse zu E. J. Gumbel vorgestellt. \nKurz-CV:\nAnnette Vogt studierte Mathematik und Physik an der Universität Leipzig\, ist Diplom-Mathematikerin und promovierte in Mathematikgeschichte. Von 1975 bis 1991 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am ITW der AdW der DDR in Berlin\, von 1992 bis 1994 am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und -theorie in Berlin und von 1994 bis 2018 research scholar am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin\, seit September 2018 ist sie mit dem MPI als Gast (research scholar emeriti) verbunden. \nSeit 1997 bietet sie Lehrveranstaltungen zur Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität an\, seit 2008 zur Geschichte der Statistik und zur Geschichte ökonomischen Denkens an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HU Berlin\, an der sie seit 2014 Honorar-Professorin ist. \nSie hatte seit 1997 Ämter in der internationalen scientific community und ist Mitglied der International Academy for History of Science (2016 Full Member). \nIhre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Mathematik\, die Geschichte jüdischer Wissenschaftler und die Geschichte der Wissenschaftlerinnen in Europa im 19. und 20. Jh. in vergleichender Perspektive. \nIhr aktuelles Forschungsprojekt untersucht die Entwicklung der Statistik zwischen Mathematik und Ökonomie von 1860 bis 1960 mit einem speziellen Fokus auf Berlin. \nSie verfasste mehrere Bücher und über 200 Artikel. \nZeit: 10.00 bis 16.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal \n 
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SUMMARY:Juni-Sitzung 2020 des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin - findet als Videokonferenz statt
DESCRIPTION:Die öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät mit dem Titel \nCoronakrise: Schützenhilfe für einen organisierten Kapitalismus\n  \nfindet als Videokonferenz statt. \n  \nVortragende: Andrea Komlosy (Universität Wien) \nDie Kurzanleitung zur Teilnahme am Probe-Zoom-Meeting am Mittwoch\, 17.6.\, 14:30 – 15.30 Uhr sowie zur Plenarsitzung (Videokonferenz) am Donnerstag\, 18.06.2020\, 13.30 – 15.30 Uhr hier. \nTermine: \nTechn. Generalprobe\, Mittwoch 17.06.2020 von 14.30 – 15.30 Uhr \nPlenum\, Donnerstag 18.06.2020 von 13.30 Uhr – 15.30 Uhr \nC.V.:\nAndrea Komlosy\, a.o. Professorin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien\, arbeitet zu Fragen ungleicher regionaler Entwicklung im kleinräumigen und weltregionalen Maßstab. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“. \nAbstract:\nDas kapitalistische Weltsystem steht in vieler Hinsicht vor einem Wendepunkt. Der von Informations- und Kommunikationstechnologien getragene Konjunkturzyklus der 1990/2000er Jahre befindet sich im Abschwung\, die von der US-Hegemonie getragene Weltordnung bröckelt und mit der „just in time“-Produktion der globalen Güterketten sind die wirtschaftlichen Zentren nach Ostasien gerückt. Die von der Globalisierung der Kapital-\, Waren- und Migrationsströme bewirkte Verunsicherung hat den Ruf nach dem Staat bestärkt und soziale Bewegungen entstehen lassen\, die kleinräumiges Wirtschaften\, ökologische Kreisläufe und soziale Gerechtigkeit einmahnen. \nDas Corona-Krisenmanagement bietet die Gelegenheit\, dem globalen Kapitalismus einen Weg aus einer zyklischen Krise zu weisen: Medizin-\, Pharma- und Biotechnik-Sektor werden zum Träger einer kybernetischen Wende und der menschliche Körper wird zum Geschäftsfeld. \nDer Vortrag diskutiert vor dem Hintergrund von Kondratieff-\, Hegemonial- und Evolutionszyklen\, wie das Corona-Krisenmanagement die Weichen in Richtung autoritären Kapitalismus stellt. \nPublikationen mit Bezug zum Thema:\n \n\nKrisen\, lange Wellen und die Weltsystemtheorie\, in: Zeitschrift für Weltgeschichte 19.2 (2018)\, 207-242.\n(Hg.) Global Inequalities in World-Systems Perspective. Theoretical Debates and Methodological Innovations. London – New York 2018: Routledge (mit Manuela Boatcă und Hans-Heinrich Nolte).\nArbeit 13.-21. Jahrhundert. Eine globalhistorische Perspektive. Wien 2015: Promedia\nGrenzen. Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf. Wien 2018: Promedia
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SUMMARY:Juni-Sitzung 2020 der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - abgesagt
DESCRIPTION:Die Sitzung ist abgesagt! \nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre Juni-Sitzung 2020 als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nWas ist neu an der neuen Textausgabe von Marx´ „Kapital“ Bd. 1?\nVortragender: Thomas Kuczynski (Berlin) \nZeit:       18. Juni 2020\, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Balkonsaal
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SUMMARY:Juni-Sitzung 2020 der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - abgesagt
DESCRIPTION:Die Sitzung ist abgesagt! \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre Juni-Sitzung 2020 als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege\nVortragender: Olaf Scupin (MLS) \nZeit:       18. Juni 2020\, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV-Saal \nC.V:\nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. \nAbstract:\nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. So schreibst Gerste (2014): „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“[1] Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \n[1] Gerste\, Ronald D. (2014): Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH. 
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SUMMARY:Mai-Sitzung 2020 des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin - findet als Videokonferenz statt
DESCRIPTION:Die öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät mit dem Titel \nCybersicherheit in Zeiten von „internet of things“ und „smart home“\n  \nfindet als Videokonferenz statt. \n  \nVortragender: Reiner Creutzburg (MLS) \nDetails: \nKurzanleitung zur Teilnahme am Probe-Zoom-Meeting am Mittwoch\, 13.05.2020\, 13.30 – 14.30 Uhr sowie zur Plenarsitzung (Videokonferenz) am 14.05.2020\, 13.30 – 15.30 Uhr hier. \nTermine:\nTechn. Generalprobe\, Mittwoch 13.05.2020 von 13.30 – 14.30 Uhr\nPlenum\, Donnerstag 14.05.2020 von 13.30 Uhr – 15.30 Uhr \nC.V.:\nReiner Creutzburg hat 1976 sein Studium der Mathematik und Physik an der Universität Rostock abgeschlossen und 1985 promoviert. Arbeitsschwerpunkte waren zunächst die Bildverarbeitung und der Entwurf kognitiver Algorithmen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse (ZKI) der AdW der DDR.\nVon 1990 bis 1992 war er am Institut für Algorithmen und Kognitive Systeme der Universität Karlsruhe tätig. Seit 1992 ist er Professor für Angewandte Informatik an der TH Brandenburg und seit 2019 im Ruhestand.\nSeine Arbeitsgebiete sind vor allem Datensicherheitstechnik\, Algorithmen und Datenstrukturen\, digitale Signal- und Bildverarbeitung\, Multimedia-Technologie und Parallelrechnerarchitekturen.\nReiner Creutzburg hat auf seinem Fachgebiet umfangreich publiziert. Seit 2019 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät. \nAbstract:\nIn diesem Vortrag wird auf den aktuellen Stand der modernen IoT- und Smart-Home-Technologien eingegangen\, die in den letzten Jahren eine rasche Verbreitung und Nutzung in der ganzen Welt fanden. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in allen Lebensbereichen und die Vor- und Nachteile werden dargestellt. Am Beispiel der smarten Lampen wird detailliert aufgezeigt\, wie schwere Sicherheitsmängel von Cyberkriminellen leicht ausgenutzt und die Privatsphäre von Nutzern ausgespäht werden können. \nFür ein repräsentatives Ergebnis wurde ein universelles Prüfverfahren entwickelt\, welches auf jedes Smart Home Gerät angewendet werden kann. Dazu wurden verschiedene bestehende Ansätze\, wie die des National Institute of Standards and Technology (NIST) und des Open Web Application Security Project (OWASP) mit eigenen Konzepten eines Smart Home Device Life Cycle kombiniert.\nAuf Basis dieser neuen\, innovativen Sicherheitscheckliste wurde die Kommunikation zwischen Gerät\, App und den Servern des Herstellers sowie die Firmware im Hinblick auf Sicherheitslücken untersucht. \nAbschließend werden im Ausblick die neuen Entwicklungen der intelligenten IoT-Technik erläutert. \n  \n  \n  \n  \n  \n 
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SUMMARY:Nichtöffentliche Geschäftssitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - abgesagt !
DESCRIPTION:Diese Veranstaltung ist abgesagt ! \nAm 14. Mai 2020 findet in Berlin eine \nNichtöffentliche Geschäfzssitzung\nin 2 Teilen statt. \n1. Teil:              13:00 bis 13:30 Uhr\n2. Teil:             15:30 bis 16:30 Uhr \nOrt: Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:Mai-Sitzung 2020 der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - abgesagt!
DESCRIPTION:Diese Veranstaltung ist abgesagt ! \nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre Mai-Sitzung 2020 als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nEin Selbstreferenz-Problem bei Schelling\nVortragender: Rainer E. Zimmermann (MLS) \nZeit:       14. Mai 2020\, 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr \nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Kleiner Saal
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SUMMARY:Mai-Sitzung 2020 der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - abgesagt!
DESCRIPTION:Diese Veranstaltung ist abgesagt ! \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre Mai-Klassensitzung 2020 als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nCybersicherheit in Zeiten von „internet of things“ und „smart home“\nVortragender: Rainer Creutzburg (MLS) \nZeit:       14. Mai 2020\, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Balkonsaal
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SUMMARY:Gemeinsames Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften und des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler - abgesagt -
DESCRIPTION:Die Sitzung ist abgesagt !  \nAm 17. April 2020 findet ein öffentliches wissenschjaftliches Kolloquium als \nGemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften und des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler \nin Berlin statt. \nThema: \nDie Energiewende 2.0: Im Fokus die Mobilität\nMit Beiträgen von\nNorbert Mertzsch (MLS)\, Christian Hochfeld (Berlin)\, Sophia Becker (Potsdam)\, Klaus-Martin Melzer (Wildau) \nZeit: 10:00 bis 16.00 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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DESCRIPTION:Die Sitzung ist abgesagt ! \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenartagung am 16.04.2020 in Berlin ein \nThema: \nMitteleuropäische Waldgeschichte im Wandel des Klimas sowie Jasmund – Weltnaturerbe auf Rügen\nVortragender: Hans Dieter Knapp (Greifswald) \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät - abgesagt -
DESCRIPTION:Die Sitzung ist abgesagt ! \nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre April-Sitzung als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nGegen die große Unordnung. Die politischen Positionen Bertold Brechts\nVortragender: Jürgen Pelzer (Berlin) \nZeit:       16. April 2020\, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Balkonsaal
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät - abgesagt -
DESCRIPTION:Die Sitzung ist abgesagt! \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre April-Sitzung 2020 als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zu Ehren von Prof. Dr. Dietmar Linke anlässlich seines 80. Geburtstages zum Thema \n150 Jahre Periodensystem der Elemente\nVortragende: Dr. Elena Blokhina (Berlin) \nZeit: 10:00 bis 12:00 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \n  \nC.V: \nElena Blokhina\, geboren 1961\, ist seit mehreren Jahren als Senior Scientist XRF bei der Bruker Nano GmbH in Berlin beschäftigt. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Entwicklung von physikalischen Modellen und mathematischen Algorithmen für die Auswertung von Röntgenfluoreszenzspektren\, sowie in der Optimierung von RFA-Analysenmethoden\, besonders in Bezug auf die Messung und Quantifizierung von Beschichtungen und beschichteten Materialien. Ihr Studium und ihre Promotion auf dem Gebiet der Röntgenfluoreszspektroskopie hat sie an der Universität Rostow-am-Don in Russland absolviert. \nAbstract: \nAm 6. Mai 2019 feierte das Periodensystem der Elemente sein 150-jähriges Jubiläum. Seine lange Geschichte – von der Korpuskulartheorie von Robert Boyle (1661)\, basierend auf den Ideen von Aristoteles\, Empedokles und Platon\, über zahlreiche Entdeckungen und Systematisierungsversuche europäischer Wissenschaftler bis zur Formulierung des Periodengesetzes durch Dmitri Iwanowitsch Mendelejew 1869 – sowie sein Einfluss auf die erfolgreiche wissenschaftliche\, technologische und wirtschaftliche Entwicklung der modernen Gesellschaft werden im Vortrag thematisiert.
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SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises GeoMUWA gemeinsam mit dem NKGG und dem GFZ - abgesagt!
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) veranstaltet gemeinsam mit dem Nationalen Komitee für Geodäsie und Geophsik (NKGG) der Bundesrepublik Deutschland und dem Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam einen \nWorkshop zur Einstimmung auf die Generalversammlung der Internationbalen Union für Geodäsie und Geophysik (IUGG) 2023 in Berlin\nin Potsdam. \nOrt: Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ)\, Potsdam\, Telegrafenberg\nZeit: 31.03.2020\, 10:30 bis 16:00 Uhr
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SUMMARY:März-Sitzung 2020 des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin findet am 12. März 2020 in Berlin statt zum Thema \nDas Neue (und Aktuelle) in Giambattista Vicos „neuer Wissenschaft”\nVortragender: Jürgen Trabant (Berlin) \nC.V.:\nProf. Trabant ist Sprachwissenschaftler. 1980-2008 lehrte er Romanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin\, 2008-2013 Europäische Mehrsprachigkeit an der Jacobs University Bremen. 2010-2014 arbeitete er in der Kollegforschergruppe “Bildakt und Verkörperung” mit\, ebenso 2014-2017 in der Forschergruppe “Symbolische Artikulation” an der Humboldt-Universität. Zu Gastprofessuren weilte er in Stanford\, Leipzig\, UC Davis\, EHESS Paris\, Limoges\, Bologna\, Brasília\, Mailand\, Shanghai und Neapel.\nEr ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften\, der Accademia di Scienze Morali e Politiche di Napoli und der Accademia delle Scienze di Torino.\nSeine Forschungsinteressen liegen auf den Gebiieten Sprachphilosophie\, Geschichte des europäischen Sprachdenkens\, Semiotik\, historische Anthropologie der Sprache\, europäische Sprachpolitik sowie Bild und Sprache. Er hat u.a. folgende Bücher veröffentlicht:\n– Neue Wissenschaft von alten Zeichen: Vicos Sematologie. 1994\,\n– Cenni e voci. Saggi di sematologia vichiana. 2007\,\n– Giambattista Vico. Poetische Charaktere. 2019.\nAbstract:\nDie Scienza nuova (in der dritten Auflage 1744) ist das Werk\, das Giambattista Vicos Ruhm begründet. Vicos Philosophie vollzieht eine doppelte Wende des abendländischen Denkens: Sie wendet den Blick der theoretischen Philosophie von der natürlichen auf die von den Menschen geschaffene Welt (mondo civile)\, und sie setzt der traditionell sprachlosen Theorie des Denkens eine Theorie der Verkörperung des Denkens in Bildern und Sprache (caratteri poetici) entgegen. Gerade Letzteres betrachtet Vico als seine wichtigste “Entdeckung”. So wie sich die zivile Welt insgesamt in drei Zeitaltern entwickelt\, so entfalten sich diese visuellen und vokalen Zeichen des Menschen in der göttlichen\, heroischen und menschlichen Sprache. \nZeit: 13:30 bis 15:30 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:März-Sitzung 2020 der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche Klassensitzung am 12.03.2020 in Berlin \nzu Ehren von Prof. Dr. Gisela Jacobasch anlässlich ihres 85. Geburtstages \nmit einem Vortrag zum Thema \nMolekulare Diagnostik macht neue Krankheitserreger auffindbar \n Vortragender: Prof. Dr. Detlev H. Krüger (MLS) \nZeit:       12. März 2020\, 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr\nOrt:        10551 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; BVV Saal \nC.V:\nStudium der Humanmedizin und Forschungsstudium auf dem Gebiet der Molekularbiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, dort Promotion (Dr. med.) und Habilitation für das Fach Virologie und Molekulargenetik. Assistent bzw. Oberarzt an der Charité Berlin\, längere Forschungsaufenthalte am Institut für Allgemeine Genetik in Moskau\, am Biozentrum der Universität Basel und an der Johns Hopkins University Medical School\, Baltimore\, Maryland. 1989-2016 ord. Professor für Virologie und Direktor des Instituts für Medizinische Virologie der Charité\, 1999-2016 außerdem Leiter des Nationalen Konsiliarlaboratoriums für Hantaviren\, seit 2017 Seniorprofessor für Virologie an der Charité. \nCa. 300 referierte Publikationen in internationalen Fachzeitschriften sowie ca. 100 Buchbeiträge auf dem Gebiet der medizinischen und molekularen Virologie. Seit 1999 Sprecher von internationalen Forschungsverbünden (durch die Europäische Union bzw. die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert) sowie Mitglied der Vorstände und Beiräte verschiedener nationaler und internationaler Fachgesellschaften und der wissenschaftlichen Beiräte verschiedener Forschungsinstitutionen\, seit 2012 Editor-in-Chief der Zeitschrift „Virus Genes“ (Springer-NATURE Publishers\, New York). \nAbstract:\nNeue Ausbrüche allgemeingefährlicher Krankheitserreger (wie Ebola- oder SARS-Viren)\, aber auch die mit bekannten Erregern (wie HIV und Masernvirus) verbundenen Probleme\, verlangen nach der Möglichkeit einer präzisen Bestimmung und Feindifferenzierung der Viren. Während lange Zeit der Nachweis von Virusantigenen und vor allem der vom Organismus gebildeten Antikörper die dominierenden Methoden der Diagnostik waren\, sind Nachweis und Charakterisierung des Erbmaterials der Viren in den letzten Jahren immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Die Molekulargenetik mit ihrer oft zu Unrecht gescholtenen Gentechnik hat die Voraussetzungen für diese segensreiche Entwicklung in der Medizin geschaffen\, die übrigens nicht nur die molekulare Virusdiagnostik\, sondern auch die Herstellung neuer Impfstoffe\, wie gegen Hepatitis B oder Ebola\, ermöglicht. Jüngste Entwicklungen zur Analyse der Nukleotidsequenz des Erbmaterials aus Körperproben (Hochdurchsatz-Sequenzierung) gestatten nicht nur einen „personalisierten“ Einblick in das Erbmaterial eines Individuums\, sondern auch in die Vielfalt seines „Mikrobioms“ und „Viroms“\, also in das gesamte Spektrum der erregerspezifischen und erregerähnlichen Nukleotidsequenzen im menschlichen Organismus. \n 
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SUMMARY:März-Sitzung 2020 der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften; Sitzung fällt aus!
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre März-Klassensitzung 2020 als öffentliche wissenschaftliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema \nInterkulturelle Philosophie als globaler Diskurs über die Moderne\nVortragende: Johann Schelkshorn (Wien) \nC.V.:\nJohann Schelkshorn ist Professor für Christliche Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Nach dem Studium der Katholischen Theologie\, der Klassischen Philologie und Philosophie in Wien und Tübingen wurde er 1989 im Fach Christliche Philosophie promoviert; 1994 folgten Promotion und 2007 Habilitation am Institut für Philosophie der Universität Wien. Seit 1989 nimmt er am philosophischen Nord-Süd-Dialog teil\, insbesondere am Dialog zwischen Karl-Otto Apel und Enrique Dussel. 1998 war er Mitbegründer von „Polylog- Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren“. Seit 2014 steht er der Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie als Präsident vor. Zu diversen Forschungsaufenthalten und Vortragsreihen war er in Mexiko\, Brasilien\, Argentinien\, Chile\, Bolivien\, Peru\, Tunesien\, Indien und Korea. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Theorien der Moderne\, interkulturelle Philosophie mit dem Schwerpunkt lateinamerikanische Philosophie Religionsphilosophie und praktische Philosophie.\nAbstract:\nSeit dem 19. Jahrhundert sind in verschiedenen Regionen der Welt unterschiedliche Denkbewegungen entstanden\, in denen die Herausforderungen der westlichen Zivilisation jeweils mit den eigenen kulturellen Traditionen vermittelt werden. In diesem Sinn können die neohinduistischen Philosophien von Raman Mohan Roy bis Mahatma Gandhi\, die Kyoto-Schule in Japan\, die von Juan Bautista Alberdi begründete Tradition einer „filosofía americana“ oder die Ansätze einer Erneuerung des arabisch-islamischen Denkens\, die vor allem von Saiyid Ahmad Kahn und Al-Afgani angestoßen worden sind\, als außereuropäische Beiträge zum „Diskurs über die Moderne“ verstanden werden.\nDie Moderne-Diskurse in Asien\, der arabischen Welt\, Lateinamerika und in jüngerer Zeit auch in Afrika sind jedoch von der europäischen Philosophie bis vor kurzem weitgehend ignoriert worden. Erst in jüngerer Zeit erwacht vor allem im Kontext der „interkulturellen Philosophie“ das Interesse an außereuropäischen Denkformen\, ein Interesse\, das nicht von der Neugier nach dem Exotischen\, sondern von einem sachlichen Motiv getragen ist: Da die Moderne ein globales Phänomen ist\, das bis heute zahlreiche Kulturen zu einem ökonomischen und kulturellen Überlebenskampf verdammt\, ist ein globaler Diskurs über Moderne\, in dem sich die Denkformen aller Kulturen einbringen können\, ein Gebot der Stunde. \n10.00 – 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde–Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin (Nähe U-Bahnhof Turmstraße); Balkonsaal
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SUMMARY:Gemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\, der Berliner Medizinischen Gesellschaft und des Schlosses Biesdorf
DESCRIPTION:Am 06.März 2020 findet im Schloss Biesdorf eine wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung statt als \nGemeinsamen Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\, der Berliner Medizinischen Gesellschaft und des Schlosses Biesdorf \nThema:\nEine holistische Sicht auf die Gesundheit. Von der molekularen Analyse zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.\nVortragender:\nDetlev Ganten (Berlin) \nZeit: 18:00 bis 20:00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin
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SUMMARY:Februar-Sitzung 2020 des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Februar-Plenarsitzung zum Thema \nKolloquium „Klimawandel – Anzeichen\, Ursachen\, Folgen”\nMit Beiträgen von\nKlaus Dethloff (MLS)\, Rainer Feistel (MLS)\, Reinard O. Greiling (MLS)\, Olaf Hellmuth (MLS)\, Michael Krautblatter (München)\, Hennes Obermeyer (MLS)\, Roland Pail (MLS)\, Stefan Rahmstorf (MLS) \nZeit: 13. Februar 2020; 10:00 bis 16:00 Uhr \nOrt: Projekt Humanontogenetik\, HUB\, Raum 415\, Mohrenstr. 40/41\, 10117 Berlin \nProgramm (Stand 13.01.2019)\nAbstracts und CVs der Vortragenden (Stand 13.01.2019)
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SUMMARY:2. Teil der Januar-Sitzung 2020 des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Der 2. Teil der Plenarsitzung am 23.01.2020 findet als nichtöffentliche \nJahresgeschäftssitzung\nstatt. \nZeit: 13:30 bis 16:00 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Kleiner Saal
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SUMMARY:Januar-Sitzung 2020 der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Gesisteswissenschaften kommt im Januar 2019 zu einer \nnicht öffentlichen Klassensitzung (Geschäftssitzung) \nzusammen. \nOrt: 1055 Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1; Kleiner Saal \nZeit: 12:00 Uhr bis 12:30
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DESCRIPTION:Die Januar-Sitzung 2020 der Klasse Naurwissenschaften und Technikwissenschaften findet statt als nichtöffentliche \nGeschäftssitzung\nZeit: 12.00 bis 12.30 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \n 
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SUMMARY:Themenänderung! Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Themenänderung! \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenarsitzung am 23. Januar 2020 nach Berlin ein. \nDas Thema der Sitzung ist \nDisputation zu Problemen der Grundlegung der Naturwissenschaften\nVortragende/Disputanten: Prof. Dr. Lothar Kolditz (MLS)\, Prof. Dr. Dr. Rainer E. Zimmermann (MLS) \nModeration: Prof. Dr. Lutz-Günther Fleischer (MLS) \n  \nGedanken zum Thema der Disputation: \nLothar Kolditz: \nIn meinem Beitrag beziehe ich mich auf meinen Vortrag „Kollektivität und Emergenz – die Weltformel“\, der in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät Band 105 [2010] 91-106 veröffentlicht ist. In seinem Buch „Abschied von der Weltformel“ begründet Robert B. Laughlin die Aussagen. \nAlle uns bekannten physikalischen Gesetze gehen aus kollektivem Geschehen hervor. \nPhysikalische Gesetzmäßigkeiten müssen experimentell entdeckt werden\, sie sind nicht durch bloßes Denken zu antizipieren. \nDie Aufstellung der Weltformel ist von der Sache her nicht erreichbar. \nDas Zeitalter des Reduktionismus ist vorüber\, das Zeitalter der Emergenz hat begonnen. \nErläuterungsbeispiele entnimmt Robert B. Laughlin schwerpunktmäßig aus seinem Arbeitsgebiet.  Er erhielt 1998 gemeinsam mit Dan Tsui und Horst Störmer den Nobelpreis für Physik. \nDie Aussagen von Robert B. Laughlin werden im Vortrag an Hand von Systembetrachtungen überprüft\, wobei in anderer Vorgehensweise als der Entwicklung im Buch mit einfachen Systemen begonnen wird und der Übergang zu immer komplexeren Systemen bis hin zu solchen mit chaotischem Charakter erfolgt. Ein Widerspruch zu den Laughlinschen Aussagen konnte nicht gefunden werden. In den Schlussfolgerungen des Vortrages erfolgt gegenüber den Ausführungen von Laughlin eine Präzisierung hinsichtlich der Aussagen zum Reduktionismus\, der in kleinen Teilbereichen realisierbar ist\, aber nicht über die Bereichsgrenzen hinaus. \nAuf Grund der Systembetrachtungen wird in Übereinstimmung mit Laughlin festgestellt\, dass die Aufstellung der Weltformel als nicht erreichbar anzusehen ist. Zur Erläuterung werden Ergebnisse der Theorie der Schleifen-Quantengravitation\, der Stringtheorie und Gödels Unvollständigkeitssatz mit einbezogen. \nÜber die Aussagen im Vortrag hinausgehend  wird als weiteres Argument für die Nichterreichbarkeit der Weltformel darauf hingewiesen\, dass die Weltformel absolutes Wissen bedeuten würde\, was aber nicht erreicht werden kann. In der Wissenschaftsentwicklung erfolgt eine asymptotische Annäherung an die Linie der vollständigen Erkenntnis\, wobei wir heute noch einen beträchtlichen Abstand von dieser Linie haben. \nRainer E. Zimmermann: \nEvolutionary Systems. A Manifesto† \nRainer E. Zimmermann1\,2\,3\,*\,‡\, Wolfgang Hofkirchner4\, José M. Díaz Nafría5\, Annette Grathoff6\, Tomáš Sigmund7 and Xiaomeng Zhang8\,9 \n1 Lehrgebiet Philosophie\, FK 13\, Hochschule München\, 80636 München\, Germany\n 2 Clare Hall\, Cambridge CB3 9AL\, UK\n3 Institut für Design Science\, 80797 München\, Germany\n4 Bertalanffy Center for the Study of Systems Science\, 1040 Vienna\, Austria\n5 Didáctica General\, Específicas y Teoría de la Educación\, Universidad de León\, 24071 León\, Spain\n6 Institut für Design Science\, 80797 München\, Germany\n7 Systems Analysis Department\, Faculty Informatics and Statistics\, University of Economics\, 130 67 Prague\, Czech Republic\n8 Liberal Arts Department\, Renmin University\, 100872 Bejing\, China\n9 Ernst-Bloch-Zentrum\, Ludwigshafen\, Germany \n* Correspondence: pd00108@mail.lrz-muenchen.de\n† Presented at the IS4SI 2017 Summit DIGITALISATION FOR A SUSTAINABLE SOCIETY\, Gothenburg\, Sweden\, 12–16 June 2017.\n‡ This is a provisional version of the manifesto that is still under consideration and up to discussion. \nPublished: 11 September 2017 \nAfter roughly 35 years of development in the theories of self-organization and related variants (chaos\, self-organized criticality\, and so forth)\, it is somewhat of a surprise that physics proper has not yet sufficiently found its entry into the ongoing quest for a precise concept of information. Already as early as in the sixties of the last century\, Fredkin and Zuse visualized the universe altogether as a digital computer\, a line of argument that Wolfram has followed more recently. Not to speak of the even more recent theories on quantum information that emerged during the nineties and tended from the beginning on to coupling generically to theories of quantum gravity. As Deutsch ([3]\, 93\, 100) has formulated: “[…] [b]its\, Boolean variables\, and classical computation are all emergent or approximate properties of qubits\, manifested mainly when they undergo de-coherence […]. The world is made of qubits […]. What we perceive to some degree of approximation as a world of single-valued variables is actually part of a larger reality in which the full answer to a yes-no question is not just yes or no\, nor even both yes and no in parallel\, but a quantum-observable—something that can be represented as a large Hermitian matrix”. In fact\, we would rather tend to add energy-mass (= matter) to this as a second register\, because\, if visualizing the universe as a quantum computer\, this means that a computer consists of both hardware and software\, respectively. Energy (or matter as to that) stands for the former\, information for the latter. This viewpoint goes actually back as far as to John Wheeler in 1977 whose perspective led at the time to the famous “it-from-bit” thesis proposing that “the universe be fundamentally an information processing system from which the appearance of matter emerges at a higher level of reality”. (Davies [2]\, 10) In fact\, very much in the sense of Deutsch [3]\, both Zizzi [16] and Lloyd ([6\,7]) generalized this thesis by replacing it in terms of a new “it-from-qubit” thesis. It is in particular Lloyd who developed the cosmological implications in detail when presenting his work in 2006 and 2010. For him\, the big bang was also a bit bang. Hence\, within our picture\, it is ultimately both matter and information that show up as two different aspects of the same underlying primordial structure. It is especially in loop quantum gravity that these features are most prominent\, the adequate modelling language being that of topos theory. In the meantime\, recent work on the concept of quantum de-coherence (Schlosshauer [8]) as well as on its origin in gravity itself (Zych\, Pikovksi\, Costa\, Brukner [17]) has clarified this viewpoint even more. From this development in physics and its philosophical conceptualization we can draw a number of relevant conclusions which are listed in the following manifesto. \nProposition 1. If a theory of cosmology must\, as Smolin ([9]\, 291) puts forward\, in order to be self-consistent\, be a theory of the self-organization of the universe\, then the very concept of organization entails a concept of meaningful information (in the sense of Floridi’s project\, though possibly not on his line of argument) from the outset on an equal footing with the concept of energy-mass. Hence\, similar to the latter\, information is already always present in the fundamental physics which is concerned with the fabric of the world and its physical grounding. Both energy-mass (matter) and information are thus physical. Hence\, they are categories of the observable world. Nevertheless\, they show up as two different aspects of the same underlying primordial structure which in loop quantum gravity can be visualized in terms of the spin network consisting of loops that co-operate in order to form a framework of hexagonal structures. Obviously\, the afore-mentioned primordial structure is to the observable world almost what in terms of classical meta-physics substance is to attribute. \nProposition 2. If we follow the argument of Seth Lloyd ([6]\, 26\, [7])\, then the afore-mentioned information is in particular meaningful from the beginning on: “If you adopt Wittgenstein’s perspective that the meaning of a piece of information is to be found in the action this information provokes\, the meaning of a computer program written in a particular computer language is to be found in the actions the computer performs as it interprets that program.” This has the interesting consequence that a loop in the above sense fulfils what Stuart Kauffman calls the criteria for autonomous agents. Hence\, as the spin network essentially represents the last layer of the observable world (displaying quantum forms of the observable categories of space\, time\, energy\, matter\, entropy\, and structure) and is constituted by co-operating fundamental agents\, this entails a concept of proto-subjectivity which is primarily based on self-organizing systems. Note that the unified ground of the observable world\, expressed in terms of these categories\, constitutes thus the worldly subject proper (hypokeímenon) different from substance (ousía) as known in the Aristotelian terminology of meta-physics. Consequently\, human subjectivity shows up in the end as a superposition of such proto-subjective sub-systems approaching a (so far) maximal complexity. At the same time\, more in metaphysical rather than simply physical terms\, the origin of information shows up within this context not simply as difference (as opposed to identity) alone\, but instead as difference of identity and difference and its sublation in what Schelling calls indifference. \nRemark 1. Note the loop of self-reference which is always intrinsic to all reflexive activities performed by human beings that are products of the world they would like to model: Hence\, only in terms of given social context is it thus possible to perform a modelling procedure at all. This is why we have two immanent aspects here deriving from classical approaches of philosophy: (a) the model itself\, scientific or otherwise\, is always grounded within a social context (a prominent line of argument taken by theories in the Marxist tradition up to the Frankfort school); (b) we have always to take the ontological difference into account\, between modality (the world as it is observed) and reality (the world as it really is independent of observation)—also referring to a long philosophical tradition up to phenomenology and fundamental ontology in the sense of the early Heidegger. Indeed\, joint work presently under way (Zimmermann\, Zhang [15]) indicates the relevance of connecting these aspects with the emergence of reflexive contrast within the human consciousness itself\, a concept that derives from the line of argument given by Ernst Bloch in terms of what he calls “the darkness of the lived moment”. (Zimmermann [13]). \nProposition 3. Hence\, the universe is meaningful from the beginning on as meaning emerges alongside with energy-mass (matter) and information at the big bang (whatever this ground state may be according to recent insight from quantum gravity). Subsequently however\, the evolution of organization entails the evolution of (organized) systems as well as the evolution of meaning such that this evolution is characterized by emergent steps of its developmental complexity. Because it is the evolution of the forthcoming levels of complexity (following the fourth law of thermodynamics according to Stuart Kauffman) that demonstrates the conceptual multi-perspectivity of univocity\, analogy\, and equivocity\, respectively\, on each such level\, there is no reason to associate with the latter triad an epistemic difficulty which after Capurro is used to be called “trilemma”. (Capurro et al.\,[1]\, 9) Instead\, this triad simply unfolds the local perspective of conceptualization with respect to that level of complexity which is topical for a given stage of development. \nProposition 4. The complete picture can thus be summarized as follows: \n___________________________________________________________________ \nEnergy − Mass = Matter     Entropy − Structure = Information \npotential form           state of a system                             possible organization \nactual form                state of a system/of mass              state of organization (structure) local form                     balance equation                            balance equation \nglobal form                conservation law                             positive entropy balance \ntotal quantity             E = 0 (incl. matter)                          S = 0 (incl. structure)? \n  \nIn other words: Both matter and information can be discussed in parallel\, but they cannot be identified\, because the latter is prescribing how to organize what the former provides as the necessary capacity of work. Hence\, energy can be both potential or actual\, respectively\, while mass is actualized energy. On the other hand\, entropy is potential information\, while structure is actualized information and can serve as memory storage of its own evolution. (Zimmermann [14]) Whether it is useful to associate entropy with what Stonier ([10]) calls “kinetic information”\, and the rest with what he calls “structural information” is presently under debate. But it is clearly worthwhile to look for a possible reconciliation of the concepts involved on this line of arguments\, especially with a view to biological insight. \nProposition 5. The above-mentioned propositions entail the following definitions which are compatible with what has been introduced so far (Zimmermann [11]). \nDefinition 1. We call system a network of interacting agents producing a space with a well-defined boundary that is open in the sense of thermodynamics. \nRemark 2. Note that the definition of an agent entails the aspect of self-organization. Interaction of agents is visualized as competition within co-operation in the sense of Eigen and Schuster and is thus accessible by game theory (S. Kauffman [5]). This essentially relational aspect is discussed in particular in Hofkirchner [4]. \nDefinition 2. We call ground of a system from what\, by what\, and because of what a system actually emerges. \nCorollary 1. Hence\, ground is to system what non-being is to being. (Note that existence is thus visualized as (permanent) transformation of non-being into being.) \nCorollary 2. The ground of the ground (or: primordial ground) is the non-being of non-being (i.e. the condition of non-being) and is called nothingness. \nProposition 6. To be more precise\, it is energy-mass on the one hand and entropy-structure on the other that show up as two different aspects (attributes) of the primordial ground (substance) mediated by the unified subject of the world as expressed in terms of loops organized in spin network hexagons (in the sense of Roger Penrose). Substance can be visualized here as being represented by a primordial state of quantum coherence within which space\, time\, and matter as to that (and information) are in fact absent in the categorial sense. The objective of a physical theory of everything is the accessing of the unified subject. But the accessing of substance is the objective of meta-physics. (Zimmermann [12]) Although there is thus an algorithmic connotation to all of this referring to the characteristics of evolutionary systems in the first place\, the interpretation of meaningful information has also to rely on hermeneutic techniques in order to complete this aforementioned accessing. Substance is the procedural space onto which the subject is grounded. Substance is to the observable world what software (procedural space) is to what we can see on the computer screen (the space of actualized procedures). The difference is only that human beings are intrinsic observers and thus part of the screen. Also\, if we think of fashionable three-dimensional printers\, their software is nothing without appropriate hardware. \nReferences \n\nCapurro\, R.; Fleissner\, P.; Hofkirchner\, W. Is a Unified Theory of Information Feasible? A Trialogue (e-mail discussion). In The Quest for a Unified Theory of Information; Hofkirchner\, W.\, Ed.; Gordon & Breach: Amsterdam\, The Netherlands\, 1999; pp. 9–30.\nDavies\, P.C.W. John Archibald Wheeler and the clash of ideas. In Science and Ultimate Reality. Quantum Theory\, Cosmology\, and Complexity; Barrow\, J.D.\, Davies\, P.C.W.\, Charles\, H.\, Jr.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2004; pp. 3–23.\nDeutsch\, D. It from qubit. In Science & Ultimate Reality; Barrow\, J.\, Davies\, P.\, Harper\, C.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2004; pp. 90–102.\nHofkirchner\, W. Emergent Information; World Scientific: Singapore\, 2013.\nKauffman\, S. Investigations; Oxford University Press: Oxford\, UK\, 2000.\nLloyd\, S. Programming the Universe; Vintage (Random House): New York\, NY\, USA\, 2007.\nLloyd\, S. The computational universe. In Information and the Nature of Reality. From Physics to Metaphysics; Davies\, P.C.W.\, Gregersen\, N.H.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2010; pp. 92–103.\nSchlosshauer\, M.A. Decoherence and the Quantum-to-Classical Transition; Springer: Berlin/Heidelberg\, Germany\, 2007.\nSmolin\, L. The Life of the Cosmos; Oxford University Press: Oxford\, UK\, 1997.\nStonier\, T. Information und Die Innere Struktur des Universums; Springer: Berlin/Heidelberg\, Germany\, 1991.\nZimmermann\, R.E. Nothing as Ground and Nothing but Ground. Schelling’s Philosophy of Nature Revisited; Xenomoi: Berlin\, Germany\, 2014.\nZimmermann\, R.E. Metaphysics of Emergence. Part I: On the Foundations of Systems; Xenomoi: Berlin\, Germany\, 2015.\nZimmermann\, R.E. (Ed.) Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. In Klassiker Auslegen; de Gruyter: Berlin\, Germany; Boston\, MA\, USA\, 2017; Volume 56.\nZimmermann\, R.E. Matter and Information as Attributes of Substance. Eur. Phys. J. Spec. Top.2017\, 226\, 177–180.\nZimmermann\, R.E.; Zhang\, X. Sayable and Unsayable Within Lived Immediacy. 2017\, in press for Bloch Yearbook\, Ludwigshafen.\nZizzi\, P.A. Holography\, Quantum Geometry\, and Quantum Information Theory. Entropy2000\, 2\, 39–69.\nZych\, M.; Pikovski\, I.; Costa\, F.; Brukner\, Č. General relativistic effects in quantum interference of “clocks”. J. Phys.2016\, 723\, 012044. © 2017 by the authors. Licensee MDPI\, Basel\, Switzerland. This article is an open access article distributed under the terms and conditions of the Creative Commons Attribution (CC BY) license.\n\n  \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Emergente Systeme“ lädt ein zu einer öffentlichen wissenschaftlichen Tagung zum Thema \nZukunft der Arbeit –\nsoziotechnische Gestaltung der Arbeitswelt im Zeichen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz\n  \nZeit: 09.00 bis 18.30 Uhr \nOrt: Hochschule für Technik und Wirtschaft\, Campus Wilhelminenhof\, Wilhelminenhofstraße 75 A\, 12459 Berlin\nGebäude G \nEinladung und Programm \nAbstracts der Vorträge \nEine formlose Anmeldung zur Tagung unter Angabe von Titel\, Name\, E-Mail-Adresse und Institution wird erbeten an: fuchs-kittowski@t-online.de \ns.a. Ankündigung \n 
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SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenarsitzung für den 12.12.2019 in Berlin. \nDas Thema der Sitzung ist\n \nReihe:\nDie aktuellen Naturwissenschaften als Quell und Mittel der Welterkenntnis und des Weltverständnisses. Fakten und ausgewählte Probleme\nProgramm: \nEkkehard Höxtermann (MLS):\nDie Symbiogenesetheorie der Entstehung kernhaltiger Zellen und ihre vergessenen europäischen Wurzeln – eine historische Einführung. \nWilliam Martin\, Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:\nWie und wo lebten die ersten Zellen? Neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens. \nZeit: 13.30 bis 16.00 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nCV der Vortragenden:\n \nProf. Dr. William Martin wurde 1957 in Bethesda\, Maryland (USA)\, geboren. Er studierte von 1981 bis 1985 an der Universität Hannover Biologie und ging anschließend als Doktorand zu Heinz Saedler an das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln. Nach der Promotion (1988) arbeitete er am Institut für Genetik der TU Braunschweig\, wo er sich 1992 im Fach Botanik habilitierte. 1999 folgte William Martin einem Ruf auf die C4-Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf\, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.\nWilliam Martin versteht sich als „Evolutionsbiologe mit besonderem Interesse an Biochemie“. Befasste er sich zunächst mit dem symbiogenetischen Ursprung der komplexen eukaryotischen Zellen unter besonderer Beachtung ihrer energieliefernden Organellen (Chloroplasten und Mitochondrien)\, so interessierte er sich zunehmend für die prokaryotischen Vorfahren der Symbionten – die Archaeen und Bakterien –\, ihre Verwandtschaft und Herkunft.\nProf. Martin ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Auszeichnungen. Seit 2008 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. 2008 und 2015 erhielt er den renommierten „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates für Spitzenforscher.\nSiehe auch: https://www.molevol.hhu.de/prof-dr-w-f-martin.html \nProf. Dr. Ekkehard Höxtermann wurde 1953 in Sondershausen (Thüringen) geboren und studierte von 1973 bis 1978 an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie. Er promovierte 1985 mit Experimentalarbeiten über die Pigmentanordnung in den Chloroplasten im Bereich Allgemeine Botanik der Sektion Biologie. Unter dem Einfluss von Ilse Jahn (1922–2010) wandte er sich auch biologiehistorischen Themen zu. Von 1990 bis 1993 als Assistent am Institut für Biochemie der Universität Köln tätig\, lehrte er nach der Habilitation für Geschichte der Naturwissenschaften in Jena von 1994 bis 2013 in Jena\, Berlin und Göttingen – seit 2003 als außerplanmäßiger Professor der FU Berlin – Geschichte der Biochemie\, Biologie und Pharmazie.\nProf. Höxtermann ist Mitherausgeber und Autor einer viel beachteten Monographie über „Evolution durch Kooperation und Integration“ (2007) und betreut seither das biologiehistorische Verlagsprogramm der Basilisken-Presse in Rangsdorf. 2016 wurde er zum Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gewählt.\nSiehe auch: https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/10/Höxtermann_KurzbiographiePorträt.pdf \nAbstracts:\n \nWie und wo lebten die ersten Zellen? Neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens.\nVon William Martin\nSeit rund 4 Milliarden Jahren gibt es Leben auf der Erde. Der Ursprung des Lebens erschien lange Zeit als ein unlösbares Mysterium\, das sich einer exakten\, naturwissenschaftlichen Erforschung grundsätzlich entzog. 1936 postulierte der russische Chemiker Aleksandr I. Oparin die spontane Entstehung primitiver Lebensformen in einer Ursuppe kleiner organischer Moleküle – eine Annahme\, die die amerikanischen Chemiker Stanley Miller und Harold C. Urey 1953 experimentell erhärteten\, als sie im Labor eine hypothetische frühe Erdatmosphäre simulierten und durch elektrische Entladungen organische Substanzen erzeugten. Die Idee einer präbiotischen Ursuppe\, die eine „RNA-Welt“ hervorbrachte\, wurde für Jahrzehnte zum dominierenden Leitmotiv der Forschung über die Entstehung des irdischen Lebens. Doch wie der deutsche Chemiker Günter Wächtershäuser schon 1988 einwandte\, ist das Leben in diesem Weltbild nichts als Information\, allein es fehlt der Aspekt der Energie. Die Entstehung biologischer Zellen kann nicht das Ergebnis von Blitzentladungen oder UV-Strahlung sein\, vielmehr erforderte sie eine kontinuierliche Energiezufuhr.\nBetrachtet man das Leben aus der Sicht der Energie\, so beruht es auf chemischen Reaktionen\, zwar sehr komplizierten\, aber eben chemischen Reaktionen\, die Energie freisetzen. In allen Lebensformen gibt es im zentralen Grundstoffwechsel exergone Reaktionen\, die jene chemische Energie liefern\, die alle Einzelreaktionen in der Zelle antreiben. Die Verschiedenartigkeit des Energiestoffwechsels heutiger Lebwesen\, die alle denselben universellen genetischen Code verwenden\, ist das Ergebnis einer langen Evolution.\nWie haben die ersten Zellen gelebt? Wo haben sie gelebt und vor allem wovon? Diesen Fragen gingen Prof. Martin und seine Gruppe nach\, als sie mittels bioinformatischer Genomanalysen von rd. 2.000 Prokaryoten 355 Gene (Proteinfamilien) identifizierten\, die über den letzten universellen gemeinsamen Vorfahren allen Lebens\, LUCA (the Last Universal Common Ancestor)\, seine Lebensweise und seinen Lebensraum Auskunft geben. LUCA war demzufolge anaerob\, thermophil und lebte von Gasen (Wasserstoff\, Kohlendioxid\, Kohlenmonoxid und Stickstoff) – und zwar in einer Umgebung\, wie sie auch heute noch an Tiefsee-Hydrothermalquellen zu finden ist. Seine Proteine waren reichlich mit Eisen-Schwefel-Zentren und radikalen Reaktionsmechanismen ausgestattet und erforderten Kofaktoren\, bei denen Übergangsmetalle (Eisen\, Nickel\, Molybdän) eine tragende Rolle spielen. Der Energiestoffwechsel von LUCA ähnelt damit stark demjenigen rezenter\, strikt anaerober\, acetogener Bakterien und methanogener Archaeen.\nLUCA verbindet die abiotische Phase der Erdgeschichte mit den ersten geochemischen Spuren mikrobiellen Lebens und ist der Urahn aller heute existierenden Archaeen\, Bakterien\, Pilze\, Pflanzen und Tiere\, den Menschen eingeschlossen. Im Vortrag werden die Aufsehen erregenden Forschungen vorgestellt\, die erste Einblicke in die Physiologie und das Habitat von LUCA liefern. In aktuellen Laborversuchen wurden zudem Reaktionsbedingungen hydrothermaler Quellen in einem Hochdruck-Reaktor nachgestellt\, um jene elementaren chemischen Bausteine herzustellen\, mit denen alles Leben angefangen hat. \nMehr Details siehe:\nhttps://www.uni-duesseldorf.de/home/universitaet/weiterfuehrend/pressebereich/pressemeldungen/news-detailansicht/article/wie-und-wo-lebten-die-ersten-zellen.html \nhttps://www.welt.de/regionales/nrw/article155824750/Er-sucht-danach-wie-das-Leben-auf-die-Erde-kam.html \nDie Symbiogenesetheorie der Entstehung kernhaltiger Zellen und ihre vergessenen europäischen Wurzeln – eine historische Einführung\nVon Ekkehard Höxtermann (MLS)\nDie energieliefernden Organellen der eukaryotischen (kernhaltigen) Zellen zeichnen sich durch Doppelmembranen\, wie sie durch Phagozytose (Einverleibung) externer Körper entstehen\, und eigene Gene (Nukleinsäuren) aus. Darauf gründet die Symbiogenesetheorie der Zellevolution\, die die Plastiden und Mitochondrien als Endosymbionten betrachtet\, die aus eigenständigen Prokaryoten hervorgegangen und im Verlaufe der Evolution durch Genaustausch mit den Wirtszellen zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen sind. Vergleichende Genomanalysen legten nahe\, dass die Plastiden aus „Blaualgen“ (Cyanobakterien) und die Mitochondrien aus aeroben α-Proteobakterien hervorgegangen sind.\nDie Vorstellung\, dass es sich bei den Eucyten um phylogenetische Chimären handelt\, setzte sich erst im Zeitalter der Molekularbiologie durch und ist vor allem mit dem Namen der amerikanischen Zellbiologin Lynn Margulis (1938–2011) verbunden. Ihr in Teilen spekulatives Buch „Origin of Eukaryotic Cells“ (1970) sorgte weltweit für Furore. So verwundert es nicht\, dass heute der symbiogenetische Ursprung eukaryotischer Zellen als eine Entdeckung US-amerikanischer Forscher wahrgenommen wird.\nDabei ist diese Hypothese ein Kind des späten 19. Jahrhunderts. Wie so oft in der Geschichte der Wissenschaften\, waren die Fundamente des neuen Theoriengebäudes kaum mehr sichtbar und die Gerüste ihres allmählichen Aufbaus abgebaut. Wichtige Bausteine\, vor allem russischer und deutscher Botaniker\, waren unkenntlich geworden. Es waren im Grunde zwei biologische Konzepte\, deren Zusammenführung die Theorie hervorbrachte: die Entdeckung und Anerkennung der Symbiosen als universelle Lebensform und die Suche nach den wahren Elementarorganismen. Als eigentliche Urheber der Symbiogenesetheorie gelten die russischen Biologen Andrej S. Famincyn (1835–1918) und Konstantin S. Merežkovskij (1855–1921). Die Brücke zwischen der Begründung und Neufassung der Symbiogenesetheorie schlugen über eine Distanz von 60 Jahren vor allem Arbeiten zur zytoplasmatischen Vererbung und zur Feinstruktur der Pflanzenzellen. Wer waren die eigentlichen Begründer der symbiogenetischen Evolutionstheorie\, welchen Anteil hatten sie\, worauf stützten sie ihre Argumente und warum gerieten ihre Pionierarbeiten wieder in Vergessenheit? Antworten darauf werden in dem Vortrag gegeben.
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