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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 16. Mai 2013 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nNorman Paech (Hamburg): Das Recht zum Krieg – zu neuen Entwicklungen in der Völkerrechtsdiskussion der BRD \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Paech (75) ist Rechtswissenschaftler. Nach dem Studium der Geschichte und des Rechts an den Universitäten Tübingen\, München\, Paris und Hamburg (Promotion 1965) absolvierte er noch ein Zusatzstudium am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik Berlin. Das befähigte ihn zur Arbeit im Bundesministerium für Wirtschaftliche Entwicklung in Bonn (1968 bis 1972). Danach war er für zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) in Hamburg. 1975 wurde er zum Professor für Politische Wissenschaft an der Einstufigen Juristenausbildung der Universität Hamburg berufen\, 1982 zum Professor für öffentliches Recht an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg.\n1969 bis 2001 war er SPD-Mitglied\, 1972 bis 1973 gehörte er dem Juso-Landesvorstand Hamburg an. 1977 bis 1986 war er der Vorsitzende der Vereinigung demokratischer Juristen (VDJ) in der BRD. 2007 trat er der Partei DIE LINKE bei\, war 2005-2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und Außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.\nProf. Paech engagiert sich außer in der VDJ in der “Freundschaftsgesellschaft Vietnam-BRD”\, im Wissenschaftlichen Beirat von “International Association of Lawyers against Nuclear Armement” (IALANA) und von “International Physicians for the Prevention of Nuclear War” (IPPNW) sowie bei Attac und im Auschwitz-Komitee.\nJüngste Veröffentlichung: Paech\, Stuby\, Machtpolitik und Völkerrecht in den internationalen Beziehungen\, VSA-Verlag\, Hamburg 2013. \nAbstract:\nDie Epoche seit dem Untergang der Sowjetunion und der Auflösung des Machtgleichgewichts zwischen Ost und West wird durch eine stärkere militärische Interventionspolitik der atlantischen Mächte weltweit gekennzeichnet. Die erhoffte „Friedensdividende“ hat sich nicht eingestellt.\nDie strenge Eingrenzung staatlicher Gewaltausübung durch Kriegsverbot (Briand-Kellogg-Vertrag 1928) und Gewaltverbot (UNO-Charta 1945) widerspricht den Plänen nach Neuordnung der postkolonialen Welt.\nWissenschaft und Politik arbeiten durch die Wiedereinführung alter (humanitäre Intervention) und Formulierung neuer (responsibility to protect\, Antiterrorkampf) Rechtfertigungskonstruktionen daran\, die engen Regeln des Kriegsverbots durchlässig zu gestalten\, um die Differenz zwischen rüstungstechnologischer Kriegsfähigkeit und juristischer Kriegsmöglichkeit zu überwinden.\nDie jahrzehntelange Förderung und Zusammenarbeit mit nachkolonialen korrupten und kriminellen Eliten und Regierungen hat sich nicht als dauerhaft erwiesen. Ihre Beseitigung ruft die alten Kolonialmächte auf den Plan\, die ihre nach wie vor bestehenden ökonomischen und strategischen Interessen auch militärisch sichern wollen. Deshalb erklären alle Militärstrategien der atlantischen Mächte die Sicherung ihrer Handels- und Rohstoffinteressen zur legitimen Aufgabe der Streitkräfte.\nDas Bemühen\, den Entzug des staatlichen Gewaltmonopols und seine Übertragung auf die UNO zu lockern und das alte Recht auf Krieg wieder zu öffnen\, spiegelt die alte koloniale Konfrontation wieder. Denn wo der Schutz vor der übermächtigen militärischen Gewalt nur noch durch das Recht möglich ist\, zerstört die Erosion dieses Rechts die Sicherheit und Souveränität der schwachen Staaten.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 16. Mai 2013 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nChristian Kohlert (MLS): Sicherheit gegen Produktfälschung – wissenschaftlich-technische Mittel/Methoden gegen Plagiate und Produktpiraterie \n10.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin (U-Bahnhof Turmstraße)\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kohlert (59) ist Verfahrenstechniker und  Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Nach dem Studium an der TH Merseburg und einer Tätigkeit am Leningrader Technologischen Institut (Promotion 1978) war er bis 1991 wissenschaftlicher Oberassistent an der TH Merseburg. Seitdem arbeitet er bei der Klöckner Pentaplast GmbH in Montabaur: zunächst als Entwicklungsingenieur\, seit 2005 als Direktor für Prozesstechnologie sowie als Projektmanager Russland.\n1998 berief ihn die TU St.Petersburg zum Ehrenprofessor; seit 2008 gehört er der Internationalen Akademie der Wissenschaften des Hochschulwesens (IHEAS) mit Sitz in Moskau an. Er verfügt über 8 russische und 27 internationale Patente\, ist Autor von 7 Büchern oder Buchbeiträgen und 49 Artikeln und hat bisher 18 Dissertationen sowie 100 Diplom- und Masterarbeiten betreut. \nAbstract:\nProduktfälschung ist heute kein Kavaliersdelikt mehr\, werden doch teure Forschungsaufwendungen nicht in Verkaufsmengen umgesetzt\, gehen Nutzeffekte für die Kunden verloren und kommen Arzneimittel mit fehlenden oder minderwertigen Wirkstoffen in Umlauf.\nDer Schutz von Produkten gegen Fälschung steht deshalb heute im Mittelpunkt vieler Diskussionen und Entwicklungen. Damit ist sowohl der Schutz eigener Produkte\, wie Kreditkarten\, elektronische Erzeugnisse oder Tonträger\, als auch der Schutz von Produkten vermittels der Verpackung – z.B. wirkungsvolle Pharmaprodukte oder hochwertige Lebensmittel – zu verstehen.\nDer Markt fordert deshalb zu Recht einen Fälschungsschutz\, der sich auf einfache Weise in das Produkt oder die Verpackung einbringen lässt sowie es erlaubt\, die Originalität des Produktes leicht und eindeutig wiederzuerkennen.\nKlöckner Pentaplast als der führende Hersteller von innovativen Hartfolien für Verpackungszwecke und technische Anwendungen beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Aufgabe\, Verpackungsfolien so zu kennzeichnen\, dass sie wiedererkennbar für den Folienhersteller und nutzbar als Produktschutz für den Verarbeiter werden. Dazu wurden herkömmliche Systeme auf ihre Anwendbarkeit geprüft\, eigene Ideen entwickelt und großtechnisch umgesetzt.
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SUMMARY:15th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet die 15th Leibniz Conference of Advanced Science unter dem Thema: \n“Erneuerbare Energien 2013”\nam 2. und 3. Mai 2013;\nOrt: Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises “Gesellschaftsanalyse und Klassen”
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” trifft sich zu seiner nächsten Sitzung \nam Freitag\, den 19. April um 15.00 Uhr. \nOrt: BISS e.V. Pettenkoferstraße 16 – 18 \nDiskutiert wird mit PD Dr. habil. Raj Kollmorgen (Universität Jena) zur vergleichenden Transformationsforschung. \nInteressenten wenden sich für Texte oder/und weitere Informationen bitte an Michael Thomas (thomas@biss-online.de)
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SUMMARY:Eugen-Goldstein Kolloquium "Wissenschaft und Öffentlichkeit"
DESCRIPTION:Wissenschaftliches Kolloquium anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Berliner URANIA \nGemeinsame Veranstaltung der URANIA Berlin und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin Weitere Einzelheiten: \nProgramm \n \nEinladung \n  \n 
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SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 11. April 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nPeter Fleissner (MLS):\n Gegen den Strich gebürstet – Anwendungen der Marxschen Arbeitswerttheorie auf moderne Volkswirtschaften \nAchtung:\nVeranstaltungsort: Rathaus-Mitte\, Karl-Marx-Allee 31; BVV-Saal\, 13.30 Uhr \nC.V.:\nProf. Fleissner (69) ist Sozialkybernetiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2002. Ab 1971 arbeitete er als Abteilungsleiter für Ökonomie am Institut für Höhere Studien in Wien\, ab 1973-1989 als Senior Researcher und von 1978 bis 1989 als stellvertretender Direktor des Instituts für sozio-ökonomische Entwicklungsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1974-1982 war er Teilzeit-Mitarbeiter des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien\, von 1990 bis 2006 Ordinarius für Sozialkybernetik an der Technischen Universität Wien.\n1997 bis 2000 leitete er als Beamter auf Zeit die Abteilung “Technology\, Employment\, Competitiveness and Society” des Instituts für Prospektive Technologische Studien (IPTS) der Europäischen Kommission in Sevilla\, danach war er bis 2004 Abteilungsleiter für die Europäische Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) in Wien.\nDerzeit lebt er im Ruhestand in Wien\, arbeitet aber weiter als freier Konsulent und als Lektor an der Fakultät für Forschung und Fortbildung des Instituts für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt. 2006 war er in Shanghai Mitbegründer der “World Association of Political Economics” (WAPE)\, die eine internationale Zeitschrift “World Review of Political Economics” herausgibt. Er ist Vorsitzender der NGO transform!at.\nSeine Arbeitsgebiete sind Informationsgesellschaft\, Arbeitswerttheorie und mathematische Simulationsmodelle. Weitere Informationen unter: http://peter.fleissner.org/homepage/default.htm \nAbstract:\nAls toter Hund bereits von der wissenschaftlichen Tagesordnung verbannt\, zeigt sich Marx in seiner Wirtschaftstheorie als überraschend vital und brauchbar. Nicht nur die von ihm aufgezeigte Neigung kapitalistischer Ökonomien zu krisenhaftem Verhalten erfährt ihre Bestätigung. Wendet man die Marxsche Arbeitswertlehre auf gegenwärtige Volkswirtschaften an\, sind gute Vorhersagen der empirisch beobachteten relativen Preise möglich. Anhand der jüngsten österreichischen Input-Output Tafeln wird gezeigt\, dass die Marxsche Theorie der Produktionspreise die Umsätze der einzelnen Wirtschaftszweige mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit prognostizieren kann. Seine Überlegungen zu einfacher und komplizierter Arbeit bestehen ebenfalls den Test mit empirischen Daten. Schließlich wird gezeigt\, dass das Marxsche Konzept der Arbeitswerte für Dienstleistungen Widersprüche enthält. Eine verbesserte Berechnungsmethode wird präsentiert und auf österreichische Wirtschaftsdaten angewendet.
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 11. April 2013 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nErdmute Sommerfeld (MLS) & Werner Krause (MLS):\n„Objektiv\, aber speziell“: Psychologie als Naturwissenschaft \nAchtung:\nVeranstaltungsort Rathaus-Mitte\, Karl-Marx-Alle 31\, Raum 121\, 10.00 Uhr \nC.V.:\nFrau Prof. Sommerfeld ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg arbeitete sie von 1969 bis 1991 an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin\, später Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse – mit dem Forschungsschwerpunkt „Mathematisch-psychologische Elementaranalyse der menschlichen Informationsverarbeitung“ (Promotion 1979 zum Dr. rer. nat.). Von 1985 bis zur Abwicklung der Akademie der Wissenschaften leitete sie die Abteilung “Mathematische Modellierung und Simulation kognitiver Prozesse”\, danach die Projektgruppe “Mathematische Psychologie” im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms (WIP). Nach der Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin 1993 war sie wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1994 erhielt sie den Ruf auf die Dozentur “Methoden der Psychologie” der Universität Leipzig und wurde 2003 zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt.\nIn der International Society for Psychophysics war sie die Vorsitzende des Programm- und Organisationskomitees für den “Fechner Day 2001” in Leipzig – das Internationale Symposium zu Ehren des 200. Geburtstages von G. Th. Fechner\, des Begründers der Psychophysik und Wegbereiters für die experimentelle Psychologie.\nZu ihren Veröffentlichungen gehören mehrere Bücher sowie zahlreiche Fachartikel zur Modellierung und Analyse kognitiver Strukturen und Prozesse. \nProf. Krause ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach dem Studium der Medizinischen Elektronik\, Radiologischen Technik und Theoretischen Physik an der Technischen Universität Ilmenau arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig und am Psychologischen Institut der Humboldt-Universität Berlin\, wo er 1969 promoviert wurde. Es folgten die Leitung der Abteilung Problemlösen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Deutschen Akademie der Wissenschaften (später Akademie der Wissenschaften der DDR) sowie die Habilitation (1978). 1987 wurde er auf den Lehrstuhl Allgemeine Psychologie II der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen; 1990 bis 1992 war er dort Dekan; 2003 wurde er emeritiert.\nIn seinen zahlreichen Originalbeiträgen und den von ihm (mit-)herausgegebenen Büchern geht es vorzugsweise um die menschliche Informationsverarbeitung sowie um das Verhältnis von Psychologie und Naturwissenschaften. \nAbstract:\nDer Vortrag knüpft an den Vortrag von Helga und Lothar Sprung „Einheit in der Vielfalt. Zur Entwicklung der Psychologie im Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaften“ vom Oktober 2012 an.\nEine besonders wichtige Phase für die Entwicklung der Psychologie begann mit den Anfängen der griechischen Naturphilosophie. In dieser Zeit wurden Theorien und Hypothesen entwickelt\, die heute noch für die Psychologie von grundlegender Bedeutung sind. Sie konnten jedoch mit den damaligen Methoden nicht überprüft werden. Ein notwendiger Paradigmenwechsel und der Transfer von Theorien und Untersuchungsmethoden aus naturwissenschaftlichen Disziplinen und der Mathematik führten zur Entwicklung der Psychologie als Einzelwissenschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage.\nFür den Vortrag haben die Autoren drei theoretische Ansätze aus der griechischen Naturphilosophie ausgewählt\, die sich auf Grundprinzipien des Denkens beziehen. Das betrifft die Schwerpunkte „Formale Logik und Schlussprozesse“\, „Kategorienbildung“ und „Einheitenbildung“. An ausgewählten Paradigmen zeigen sie\, wie man in der heutigen Psychologie solche Prinzipien der menschlichen Informationsverarbeitung auf der Basis naturwissenschaftlicher Methoden und mit Hilfe der Mathematik experimentell untersuchen kann und welche Ergebnisse dabei erzielt wurden. Dabei werden Fortschritte und Grenzen der Psychologie als Naturwissenschaft aufgezeigt.
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 11. April 2013 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nHeinz Kautzleben (MLS):\n“Erde und Kosmos im Blickfeld der in Berlin ansässigen\, 1700 gegründeten Gelehrtengesellschaft“ \nKlasse Naturwissenschaften: 10.00 Uhr\, Rathaus Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, BVV-Saal \nC.V.:\nProfessor Kautzleben (79) ist Geophysiker. Er wurde 1979 zum Korrespondierenden\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR\, genauer: ihrer Gelehrtengesellschaft\, gewählt. 1992/93 war er beteiligt an der Umwandlung dieser 1700 auf Initiative von Leibniz in Berlin gegründeten Gelehrtengesellschaft zum eingetragenen Verein\, der ab 2007 Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. heißt. Er ist Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.\nProf. Kautzleben war ab 1957 auf seinem engeren und weiteren Fachgebiet forschend und forschungsleitend in Forschungseinrichtungen der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin\, ab 1972: Akademie der Wissenschaften der DDR\, tätig\, wobei er sich auch für die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit engagierte:  1975 bis 1990 als Stellvertretender Vorsitzender der Problemkommission „Planetare Geophysik“ der Akademien der sozialistischen Länder\, 1984 bis 1990 als Leiter des Forschungsbereiches Geo- und Kosmoswissenschaften der AdW der DDR und 1987 bis 1991 als 2. Vizepräsident der International Association of Geodesy.\nIm Rahmen der Leibniz-Sozietät befasst er sich mit der Methodologie und der Geschichte der Geowissenschaften und ist seit 2001 Sprecher des Arbeitskreises Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften. \n Abstract:\nSo wie die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin nunmehr als Körperschaft privaten Rechts die Gelehrtengesellschaft fortführt\, die 1700 auf Initiative von Gottfried Wilhelm Leibniz vom damaligen Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. als „Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften“ gestiftet wurde und seitdem in der Hauptstadt Berlin ansässig ist\, und so wie sie die Wissenschaft in den Traditionen dieser Gelehrtengesellschaft fördert\, so strebt der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften der Leibniz-Sozietät an\, auf den von ihm vertretenen Gebieten die Traditionen der Gelehrtengesellschaft zu erschließen und gemäß diesen Traditionen die von ihm vertretenen Gebiete zu fördern. Zu den Maximen dieser Traditionen gehört: Theorie mit der Praxis verbinden\, den Bedürfnissen des Landes entsprechen\, in der Weltwissenschaft mitreden. Im Vortrag wird über die mehr als zehnjährige Tätigkeit des Arbeitskreises berichtet.
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SUMMARY:Tagung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Prinzip Einfacheit” lädt ein zu einer Arbeitstagung mit Vortrag und Diskussion  zum Thema: \nLutz-Günther Fleischer (MLS):\nInformation und Entropien: Komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit \nAbstract \nDer Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘ der Leibniz-Sozietät hat sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit der Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip auseinandergesetzt und dazu gut begründete Standpunkte sowie ver-allgemeinerungsfähige Erkenntnisse publiziert. (siehe vor allem: E. Sommerfeld et al.\, 2011; R. März\, 2011; W. Ebeling\, 2012). Einige dieser inhaltlichen Ergebnisse und offenen Fragen werden in die Betrachtungen einbezogen – revisited. \nDas methodische und praktische Problem des kontextuell zielgerichteten Vereinfachens stellt sich aus den speziellen Perspektiven der einzelnen Wissenschaftsgebiete – und grenzüberschreitend inter- sowie transdisziplinär – für komplexe Real- und Theoriensysteme mit ihrer Vielzahl und Vielfalt von Elementen und Relationen sowie deren gefächterte Funktionalitäten unter strukturellen und funktionellen Aspekten. Es besitzt maßgebliche wissenschaftliche und naturgemäß wesentliche weltanschauliche Facetten. \nDie exponierten\, originär physikalischen\, inzwischen – aus guten Gründen – ihrem Ursprungsfeld entwachsenen (aber in ihm stetig verwurzelten) Begriffe (ggf. Grö-ßen) Informationen und Entropien fungieren als komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit. Obwohl beide Kategorien einem Trilemma unterliegen (oder vielleicht sogar wegen der Mehrdeutigkeit und ihrer Vielfalt in der Tiefenstruktur) gehören sie in jeglicher Technologie als komplexe Werk- und Denkzeuge zum Ensemble der maßgeblichen Arbeitsmittel. Technologien subsumieren generell den Modus\, die Art und Weise\, die Verfahren und Strategien\, mit denen der affektiv\, aktional (sensomotorisch) und kognitiv agierende Mensch mit ihm natürlich gegebenen (physischen\, psychischen) oder eigens dafür geschaffenen (artifiziellen) Mitteln und Methoden (Arbeitsmitteln)\, die Arbeitsgegenstände: Stoffe\, Energien\, Informationen bearbeitet\, verarbeitet und umwandelt. Informationen sind sowohl unverzichtbare Arbeitsmittel\, als auch Arbeitsgenstand. Das gilt in ausgezeichneter Weise für den Spezialfall der sich konsolidierenden Kognitionstechnologien. In ihrem Gefolge nimmt der Mensch Informationen aus seiner Umgebung auf\, be-und verarbeitet sie intern und extern\, orientiert und reguliert sein Handeln demgemäß (Informationswech-sel/Kognition) Technologien erscheinen – in ihrer Einheit von Ontischem und Logischem – als Dualität von handlungsorientierten\, objektiv-realen Prozess-Systemen (Sachsystemen) und erkenntnisorientierten\, akkumulierenden und systematisierenden Wissens-Systemen (Theoriensystemen). Sie bilden stets funktionsbestimmte\, ganzheitlich operierende\, hoch komplexe\, dynamische Gesamtheiten/Ganzheiten mit typischen\, gegebenen oder geschaffenen\, Kooperations- und Organisationsformen zwischen ihren konstituierenden\, integrierten Subsystemen. \nVereinfachungen führenin der Regel auf das\, in den zu untersuchenden Zusammen-hängen Wesentliche\, möglichst zudem teilweise Bekannte\, auf Analoges\, Ähnliches\, auf Pendants\, kreative Metaphern etc.\, zurück. Sie sind immer final. Zielführend können u.a. das Formalisieren\, Modellieren\, Differenzieren/Integrieren\, Minimieren/Maximieren\, Separieren/Komplexieren\, Konkretisieren/Abstrahieren sein. Leicht nachvollziehbar ist z.B. jede Abstraktion/Konkretisierung eine intensionale/extensionale Reduktion der betroffenen Designate. Die präzisierende\, inhaltsanreicherende Konkretisierung verengt wesensgemäß den extensionalen Bezugsrahmen der erfassten Sachverhalte\, der Aussagen\, der Lexeme etc. Andererseits erweitert die Abstraktion die extensionale Bezugnahme und vereinfacht die Intension. \nAlle vorangehend angeführten Maßnahmen des Vereinfachens betreffen vornehmlich die kognitive Komplexität. Die Anzahl der strukturellen/funktionellen Einflussgrößen und der Interdependenzen zwischen ihnen herabzusetzen und damit den Komplexitätsgrad (vermutlich genauer: die Kompliziertheit) effektiv zu verringern\, ist in Erkenntnis- und Gestaltungsprozessen realistisch und zielführend\, aber auch anspruchsvoll. Richtig gelesen spricht Mancherlei für J. W. v. Goethes Diagnose in ‚Maximen und Reflexionen‘: „Alles ist einfacher\, als man denken kann\, zugleich verschränkter\, als es zu begreifen ist“ \nFür die quantifizierenden Proceduren des Vereinfachens bedingen sich die experi-mentelle und die mathematische Methode im produktiven Verbund. \nEntropien und Informationen sind originär zwei Grundgrößen der Physik und verallgemeinert zwei fundamentale ‚Perspektiven‘ unter denen Entitäten erfasst werden. Beide tragen einen Doppelcharakter: sind modus-operandi-Systeme’ sowie ‚opus operantis‘\, reflektieren phänomenologisch und/oder statistisch folglich die Art und Weise der Veränderungen\, widerspiegeln deren Prozesscharakter\, die Prozessrichtung\, bewerten die Effekte\, die Ergebnisse des Wirkens. \nEntropien sind generell makroskopische Zustandsgrößen\, zeitliche Mittelwerte und speziell (d.h. hier\, im Sinne der Statistik) Maße für die Menge aller Möglichkeiten im beobachteten Mikrostatus eines Systems\, dadurch Maßstäbe für ‚unvorhersehbare Aktualitäten‘\, für Defizite an Informationen z.B. über die gleichermaßen wahrscheinlichen Mikrozustände\, für ein Quantum an Informationen\, das erforderlich ist\, um die Erkenntnise über den Mikrostatus zu spezifizieren. \nDie experimentell gestützte Gleichung für die Boltzmann/Planck‘sche-Entropie SBP (einem geometrischen Mittelwert der Unbestimmtheit) gehört zu den fundamentalen\, also nicht nur thermodynamisch relevanten\, Postulaten der statistischen Theorie der Materie. Sie bot und bietet die Basis für Analoga. \nDie in Zuständen und naturalen Prozessen miteinander formal und real verbundenen Tatbestände sowie Aussagen der Entropien und Informationen sind exponierte objektive Struktur- und Wertmaße sowohl der faktisch-strukturellen Komplexität der Realien als auch der kognitiven Komplexität ihrer dialektischen Widerspiegelungen (d.h. der Erkenntnisprozesse selbst und daraus resultierender Erkenntnisse – des praktischen und theoretischen Wissens) \nEntropien und Informationen fungieren in diesem Sinn in verschiedenen theoretischen Systemen und in unterschiedlichen Ausprägungen als Explikate solcher Begriffspaare\, wie Bestimmtheit/Unbestimmtheit\, Ordnung/Unordnung\, Wert/Wertlosigkeit. Beide dienen der Aufklärung und Bewertung der Struktur von Informationsträgern\, quantifizieren statistisch die Vorhersagbarkeit von ‚Bewegungen‘ (Veränderungen überhaupt) und Entwicklungen. Sie berücksichtigen\, dass in den Sphären des Mannigfaltigen und Vielfältigen das wirklich Unterscheidbare – das Faktische\, das Aktuelle – prinzipiell und wesensgemäß nicht mit dem möglich Unterscheidbaren – dem Potenziellen– kongruent ist. \nWie alle Explikationen zielen sie grundsätzlich auf Präzisierung\, Verständlichkeit\, sachgerechte Quantifizierung sowie Attraktivität und Effektivität ihrer symbolischen Konstrukte. Das gilt im herausgehobenem Maß für die Antonyme Bestimmtheit/Unbestimmtheit bzw. Ordnung/Unordnung\, deren Ursachen\, Widerspiegelungen\, Nutzens- und Gefahrenmomente (Risiken). \nDer strukturtheoretische Begriff Ordnung bezieht sich auf den realen (faktischen\, aktuellen) Zustand des Systems\, seine Organisation\, d.h. die Existenz (den Aufbau und die Erhaltung) nicht zufälliger\, räumlicher\, zeitlicher und raumzeitlicher Muster aus Untereinheiten der jeweiligen Systeme\, mit spezifischen stofflichen\, energetischen und informationellen Strukturen\, die Funktionalitäten realisieren. \nDie Strukturbildung\, -bewertung und der Strukturerhalt gehören zu den zentralen Problemen der Wissenschaft damit auch der\, in den diskutierten Zusammenhängen hauptsächlich in Anspruch genommenen\, Thermodynamik\, Informations- und Systemtheorie. \nIm ersten Teil des Beitrages werden Überlegungen zu grundlegenden Begriffen und Begriffspaaren des Themas\, wie Struktur\, Prozess\, Entropie\, Information\, Komplexität-Elementarität; Kompliziertheit-Einfachheit; Ordnung-Unordnung; Bestimmtheit-Unbestimmtheit innerhalb des relevanten hochdimensionalen Begriffsgefüges vorgestellt. Sowohl für Experten als auch für gebildete Laien sind erfahrungsgemäß die phänomenologischen Bedeutungen der Begriffe von hauptsächlichem Interesse. \nDer zweite Teil ist primär auf die syntaktisch Information fokussiert. Ihr Verhältnis zu den komplementären\, nur theoretisch zu trennenden\, Komponenten semantische und pragmatische Information wird angesprochen. Die strukturelle Information\, die im Sinne von informatio: ‚sich-in-Form-bringen‘\, ‚strukturiert sein‘\, allen Informationsträgern (das sind simultan Energieträger-darunter stoffliche Strukturen) eigen ist\, fundiert die realen Systeme und deren gedanklich-theoretischen Korrelate bis zu den mathematischen Konstrukten.In dem Kontext gilt Weizsäckers Erkenntnis: „Der Informationsbegriff ist nämlich etwas\, was sich auf ein wissendes Subjekt bezieht\, auf Fragen\, die dieses Subjekt hat\, auf die Antwort\, die es dafür gewinnt\,\, aber es ist in objektiver Weise subjektbezogen\, und für alle Subjekte\, die dassselbe Wissen oder dieselbe Methode haben\, Wissen zu erwerben\, ist auch das Resultat dasselbe\, und dieses ist der objektive Gehalt“ (Weizsäcker\, 1972) \nDer dritte Teil skizziert am Beispiel der thermisch induzierten Strukturgenese bei der Sol-Gel-Umwandlung (Phasenübergang mit Netzwerkbildung) einer physikalisch-chemisch hinreichend charakterisierten Gelatine\, die Leistungsfähigkeit eines statistisch begründeten Modellsystems aus entropiebasierten dimensionslosen Größen (Strukturfaktor\, Dissipationsfaktor\, Entropieproduktion; Informationsentropie bzw. im ‚Ereignisbild‘ der Zuverlässigkeitstheorie : Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeit) Die Darstellung basiert auf rheologischen Daten\, die für das viskoelastische Medium mit eigenen Messungen im Oszillalationsmodus ermittelt wurden. (Fleischer\, 2008) \nLiteratur: \nSommerfeld\, E.\, Hörz\, H.\, Krause\, H. (Hrsg.); \, Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 108\, Berlin 2011. \nMärz\, R.\, Schöne Einfachheit als (Ver)führung in der Mathematik\, Vortrag im Ar-beitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 24.03.2011 \nEbeling; W.\, Ist Evolution vom Einfachen zum Komplexen gerichtet? –Über Emergenz und Werte\, Vortrag im Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 22.03.2012 \nv. Weizsäcker\, C. F.: Vorbereitende Diskussionsbemerkungen\, Nova Acta Leopoldina 37/1(206)\, 503\, Leipzig 1972\, Joh. Ambrosius Barth. \nFleischer\, L.-G.\, Verallgemeinertes technologisches Fachwissen und konkretisiertes Orientierungswissen im Stoffmodul der Materialtechnik zur Konstituierung einer allgemeinen Stofftheorie – Tendenzen und Probleme\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 99\, Berlin 2008\, S.60 ff.
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die März-Sitzung des Plenums findet planmäßig am 14.03.2013 statt: \nThomas Naumann (Zeuthen):\nHiggs-Jagd an der „Weltmaschine“ – Physik am Large Collider LHC des CERN \n13.30 bis 16.30 Uhr\,\nOrt: Berlin; Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Naumann (59) ist Teilchenphysiker und arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider (LHC) des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf.\nNach dem Studium in seiner Heimatstadt Dresden arbeitete er ab 1975 am Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften der DDR in Zeuthen bei Berlin an Untersuchungen zu den starken Wechselwirkungen von Elementarteilchen mit. 1980 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert.  Am Elektron-Proton-Speicherring HERA des DESY arbeitete er ab 1987 an der Präzisionsmessung der Strukturfunktion des Protons und der Kopplungskonstante der starken Wechselwirkung; seit 1992 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY.\nProf. Naumann war mehrere Jahre stellvertretender Leiter des DESY-Standorts in Zeuthen und lehrt seit 2005 als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Seit 2006 ist er Mitglied des ATLAS-Experiments am Large Hadron Collider LHC des CERN. Außerdem betreut er im Auftrag des BMBF die deutsche Öffentlichkeitsarbeit für CERN und den LHC. \nAbstract:\nDer Vortragende zeigt\, welche fundamentalen Fragen der Physik das größte Forschungsprojekt der Menschheit\, der Large Hadron Collider LHC am CERN in Genf\, beantworten soll.\nDazu gehören die Suche nach dem Higgs-Teilchen als dem Ursprung der Masse und nach supersymmetrischen Teilchen als den besten Kandidaten zur Erklärung der mysteriösen Dunklen Materie im Universum.\nProf. Naumann stellt den Beschleuniger und die Experimente am CERN vor und präsentiert die neuesten Resultate der Suche nach dem Higgs-Teilchen\, nach Supersymmetrie sowie nach Extra Dimensionen unserer Welt.
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften findet planmäßig am 14.03.2013 statt. \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; BVV-Saal \nWolfgan Coy (MLS):\nErfahrung und Berechnung – „Intelligente Maschinen“ ohne Moral oder Urteilskraft \nC.V.:\nProf. Coy (65) ist Informatiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Nach dem Mathematikstudium an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Promotion (1975) ebendort war er bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Informatik der Universität Dortmund\, unterbrochen durch einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der Université Paris VI und verschiedene Vertretungsprofessuren.\n1980 wurde er zum Professor für Informatik im Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Bremen berufen. 1996 übernahm er den neu eingerichteten Lehrstuhl für „Informatik in Bildung und Gesellschaft“ in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät II der Humboldt-Universität zu Berlin\, eine Tätigkeit\, die durch einsemestrige Forschungsaufenthalte in Wien und Hanover\, NH (USA) unterbrochen wurde. Seit 2013 arbeitet er als Senior Advisor der  der Humboldt-Universität\, stellvertretender Direktor des Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik  und im Vorstand des HU-Exzellenz-Clusters „Bild-Wissen-Gestaltung“; dort leitet er eine größere Forschungsgruppe.\nWolfgang Coy ist deutscher Vertreter im Technical Comitee “Computers and Society” der wissenschaftlichen Dachorganisation International Federation for Information Procecessing und  Fellow der Gesellschaft für Informatik.\nSeine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Digitale Medien\, Bildwissenschaften\, Informatik und Gesellschaft\, Theorie der Informatik sowie Sozial- und Kulturgeschichte der Informatik. Seine aktuellen Interessen gelten vor allem philosophischen\, theoretischen und ethischen Fragen der Informatik.\nZu seinen zahlreichen Veröffentlichung gehören 13 Bücher\, die er als Autor\, Ko-Autor oder Herausgeber publiziert hat\, sowie fast 200 Aufsätze. \nAbstract:\nGesellschaftlich verantwortliches Handeln  soll das Ergebnis vernünftig begründbarer Urteile sein. Die Fähigkeit\, vernünftig und nachvollziehbar zu argumentieren\, ist ein Grundbaustein menschlicher Kommunikation. Nur mittels der Sprache können wir unsere Handlungen verteidigen und verständlich machen. Die Fähigkeiten\, zu argumentieren\, zu verstehen\, zu urteilen und zu handeln gelten als die wesentlichen Bildungsziele der modernen Gesellschaft.\nDas vergangene Jahrhundert hat eine umfassende Neuinterpretation sprachlich vermittelten Handelns durch eine doppelte Reduktion erfahren: Zum einen wurde der sprachliche Kern sprachlicher Argumente in symbolischen Logiken gesucht; zum anderen wurde die formale Logik mathematisiert und als mit Computern berechenbar und programmierbar gestaltet. Menschliche Sprache und menschliches Denken scheint damit Computern zugänglich zu werden. So werden Sprachein- und -ausgabesysteme\, Expertensysteme oder Suchmaschinen konsequent in die menschliche Kommunikation integriert.\nGleichzeitig drängt die allumfassende technische Automatisierung mehr und mehr zur Konstruktion  autonomer Systeme\, sei es als Entscheidungssysteme der Wirtschaft und der Finanzindustrie\, sei es als selbstständig agierende Roboter oder Roboterfahrzeuge – auf dem Mars oder mit unbemannten fliegenden Drohnen in umkämpften irdischen Gebieten. Solche selbstständig handelnden Systeme geraten rasch in Situationen\, die nicht nur ein reflexives Handeln nach vorgegebenen programmierten Schemata erfordern\, sondern in komplexen Situationen auch Entscheidungen mit schwer übersehbaren Folgen treffen sollen. Im Extremfall militärischer Roboter oder auch von Systemen\, die im Katastrophenschutz eingesetzt werden\, können dies Entscheidungen über Leben und Tod von Menschen sein. Können wir solchen Maschinen derartige ethische Entscheidungen überlassen oder sollten wir erkennen\, dass unsere Technik hier an eine grundsätzliche Grenze stößt?
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet planmäßig am 14.03.2013 statt. \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; Balkonsaal-Saal \nHerbert Wöltge (MLS):\nDie „Unausrottbaren“? Anmerkungen und Notizen zur Gründung der Leibniz-Sozietät \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Wöltge (79) ist Journalist und Zeithistoriker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1993. Er war nach dem Studium der Philosophie\, Ästhetik und Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin als Journalist in verschiedenen Redaktionen populärwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Publikationsorgane sowie als freier Wissenschaftsjournalist tätig. An der Universität Leipzig wurde er zu allgemeinen theoretischen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit in der DDR promoviert. 1967 bis 1973 leitete er die Pressestelle im Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR\, 1975 bis 1990 die Presseabteilung der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1990 bis 1992 war er in der Geschäftsstelle der Gelehrtensozietät der Akademie der Wissenschaften für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. 1990 wurde er Mitglied der Deutschen Public Relations-Gesellschaft und der Technisch-Literarischen Gesellschaft (TELI)\, der führenden Vereinigung deutscher Wissenschaftsjournalisten.\nDie Entstehung\, Gründung und weitere Entwicklung der Leibniz-Sozietät hat er über zwei Jahrzehnte als Berater\, Redakteur und Journalist begleitet. \nAbstract:\nDer Vortrag geht aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Leibniz-Sozietät der Frage nach\, welchen Umständen es die Gelehrtengesellschaft der Akademie der Wissenschaften der DDR zu verdanken hatte\, dass sie nicht – wie andere Institutionen der DDR-Wissenschaft – mit der DDR unterging\, warum sie nach dem Beitritt unter völlig neuen Bedingungen als Gelehrtensozietät noch zwei Jahre überlebte und schließlich am 15. April 1993 als Leibniz-Sozietät neu erstand. Untersucht wird an den Bruchstellen dieser Entwicklung\, die vor allem in der Auseinandersetzung um die Formulierung von Art.38(2)Einigungsvertrag vor dessen Wirksamwerden sowie in den Versuchen der Gelehrtensozietät gesehen werden\, sich nach dem Beitritt im föderalen Umfeld und in der Berliner Landespolitik zu behaupten und Bedingungen ihrer Weiterexistenz zu erarbeiten.\nIn einem letzten Abschnitt wendet sich der Vortrag in Thesenform der Frage zu\, auf welche Umstände es zurückzuführen ist\, dass sich die Sozietät in der Wissenschaftslandschaft der Bundesrepublik halten konnte und welche Wandlungen sie erfahren hat. Er regt zu Überlegungen an\, welche Bedingungen sie heute braucht\, um weiterzuleben. Er unterstellt einen Paradigmenwechsel seit dem 300jährigen Jubiläum der Leibnizschen Akademiegründung im Jahre 2000\, der mit dem generationenbedingten Wechsel in Mitgliedschaft und Zielsetzungen verbunden ist.
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SUMMARY:Ankündigung: Diskussionsveranstaltung im Arbeitskreis Gesllschaftsanalyse und Klassen 15.02.13
DESCRIPTION:Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse – Diskussion \nThema: Transformationsprozesse global \n15.00 bis 17.00 Uhr; Ort: BISS e. V.\, Pettenkoferstr. 16-18\, 10247 Berlin\nFür weitere Informationen bzw. Materialien bitte Nachfragen an thomas@biss-online.de.
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SUMMARY:Ankündigung: Februar-Plenumssitzung
DESCRIPTION:Die Februar-Sitzung der Plenums findet planmäßig am 14.02.2013 statt: \nKarl-Friedrich Wessel (Berlin):\nIst der Mensch ein homo temporalis? \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: Berlin; Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.: \nProf. Wessel ist Philosoph. 1977 bis 1990 leitete er in der Nachfolge von Hermann Ley den Bereich Philosophische Probleme der Natur-\, technischen und mathematischen Wissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin\, danach war er bis 2000 Leiter des Instituts für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik an der HUB\, seitdem führt er das Projekt Humanontogenetik dortselbst fort. Gemeinsam mit Günter Tembrock und Günter Dörner hat er die Humanontogenetik begründet (hervorgegangen aus dem Projekt „Biopsychosoziale Einheit Mensch“) \nAbstract: \nDem Konzept der Humanontogenetik folgend\, steht die temporale Kompetenz an der Spitze einer vorausgesetzten hierarchischen Ordnung der Kompetenzen des menschlichen Individuums. Daraus wird die Möglichkeit einer lebenslangen Entwicklung abgeleitet.\nEs wird versucht zu begründen\, dass die temporale Kompetenz der stärkste Ausdruck für das Wesen des Menschen ist; der Mensch kann als homo temporalis bezeichnet werden. \n  \n 
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SUMMARY:Ankündigung: Februar Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften findet planmäßig am 14.02.2013 statt \nLothar Kolditz (MLS):\nGedankenübertragung und quantenphysikalische Verschränkung \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; BVV-Saal \nVita und Abstract \n \n 
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DESCRIPTION:Die Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet planmäßig am 14.02.2013 statt. \nDietrich Mühlberg (Berlin) :\nZu aktuellen Tendenzen in den Kulturwissenschaften \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin\, Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Mühlberg (76) ist Kulturwissenschaftler. Nach dem Studium der Philosophie\, Germanistik und Kunstgeschichte arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Greifswald\, Sofia und Berlin (HU). Hier entwickelte er den Studiengang Kulturwissenschaft und hatte 1974 – 1996 die Professur für Kulturgeschichte inne. Sein Arbeitsschwerpunkt waren neben kulturtheoretischen Grundfragen die Kulturgeschichte des Alltags\, der unterbürgerlichen Schichten und ihrer sozialen Bewegungen. Danach war er bis 2001 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam an Untersuchungen zur deutschen Kulturgeschichte seit 1945 und zum kulturellen Wandel nach 1990 beteiligt und hielt außerdem Lehrveranstaltungen an der HUB und an der Dresdener Internationalen Universität ab. Von 2004-2012 war er Kultursenator des Landes Sachsen-Anhalt. Er ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Kulturinitiative ’89 (seit 1994) sowie Mitglied in wissenschaftlichen Beiräten mehrerer kultureller Einrichtungen.\nSeine Veröffentlichungen und Editionen sind der Geschichte der Arbeiterkultur und der Kultur sozialer Bewegungen gewidmet\, seit 1991 vor allem der Kulturgeschichte der SBZ/DDR (Kulturpolitik\, Zugänge zur Alltagskultur\, Sexualität\, Medienverhalten) und den kulturellen Folgen der deutschen Einheit. \nAbstract:\nDie unter dem Label “Kultur” firmierenden wissenschaftlichen Disziplinen haben sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten stark vermehrt: durch integrative Aufgabenstellungen (transdisziplinäre Projekte) wie auch durch disziplinübergreifende (interdisziplinäre) Zusammenarbeit. “Kulturelle Probleme” verlangen zu ihrer Bearbeitung die Konzepte und Methoden verschiedener Fachrichtungen\, die dabei tendenziell kulturwissenschaftliche Subdisziplinen bilden. Zugleich soll es die “kulturelle Sicht” ermöglichen\, heterogene Wissensformen und Disziplinen zusammenzuführen.\nAuslöser dieses Anstiegs waren praktische Probleme und Aufgaben\, die als kulturelle verstanden werden. Dazu gehören die wachsende kulturelle Kommunikation wie Abgrenzung als Globalisierungsfolgen. “Mentale Dispositionen” prägen politisches Handeln\, äußern sich in Nationalismus\, Rassismus und Tea-Party-Bewegung\, aber auch in zivilgesellschaftlichem Engagement für Nachhaltigkeit\, für Commens und soziale Gerechtigkeit. Tiefgreifende Umwälzungen der Kommunikationsformen änderten die kulturelle Situation ebenso wie die anhaltende Durchgestaltung aller Produktionen und Lebensbereiche. Die jüngsten Jahrzehnte brachten ein schnelles Wachstum der Kultur- und Kreativwirtschaft wie der Kulturberufe und damit auch des Ausbildungsbedarfs.\nDie Reaktionen des Wissenschaftsbetriebs sind so unübersichtlich wie das Feld der praktischen Probleme. Der Anstieg universitärer Ausbildungsmöglichkeiten ist enorm\, die anbietenden diversen “Kulturwissenschaften” bearbeiten Teilaspekte\, die verfügbaren kulturtheoretischen Entwürfe bieten vielfältige Orientierungsmöglichkeiten\, lassen aber noch keine integrierende Potenz erkennen.\nAuf Marx gegründete Gesellschaftstheorien\, die dem sozialistischen Experiment zugrunde lagen\, haben keine wirklich brauchbare Theorie der Kultur hervorgebracht. Obwohl Kulturwissenschaft als akademische Disziplin hier entstanden ist\, blieb sie marginal und für das Selbstbild der Gesellschaft ohne Bedeutung. Diskussionswürdig ist\, worauf Marxisten eine Antwort finden sollten – Perspektiven marxistischer Kulturwissenschaft heute.
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SUMMARY:Öffentliche wissenschaftliche Sitzungen im Januar 20013
DESCRIPTION:Do.\, 24. Januar 2013:\nPlenum: 10.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin (U-Bahnhof Turmstraße)\, BVV-Saal \nVortrag Prof. Dr. Wolfgang Küttler: Das Dilemma der Wertfreiheit der Wissenschaft bei Max Weber \nC.V.:\nProf. Küttler (76) ist Historiker. Er wurde 1990 zum Korrespondierenden Mitglied der Gelehrtengesellschaft der AdW der DDR gewählt\, ist seit 1993 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und z.Z. Ko-Vorsitzender ihres Wissenschaftlichen Beirats.\nVon 1974 bis 1991 leitete er den Wissenschaftsbereich „Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft“ am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR; bis zur Emeritierung 2001 war er Mitarbeiter am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Mehrere Bücher und zahlreiche andere Publikationen repräsentieren seine Arbeitsergebnisse auf den Gebieten Geschichtsmethodologie\, Historiographiegeschichte und Wissenschaftsgeschichte; seit Anfang 2012 ist er Mitherausgeber des “Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus”. \n Abstract:\nMax Webers (1864-1920) Prinzip einer zwar perspektivengebundenen\, dabei aber operativ wertfrei zu haltenden Wissenschaft fasziniert bis heute durch seine Postulate der Transparenz und Unabhängigkeit wissenschaftlicher Tätigkeit. Es soll jedoch nicht der absoluten Trennung\, sondern vielmehr der kritischen Regulierung der von ihm  als unvermeidlich betrachteten Wechselbeziehung von weltanschaulicher Position\, Politik und Wissenschaft dienen\, eine Frage\, die gegenwärtig mehr denn je auch die Natur- und Technikwissenschaften angeht.\nDabei impliziert das Wertfreiheits- und Wertbeziehungspostulat durch die ambivalente Begründung einerseits im kognitiv unentscheidbaren Kampf der Werte und andererseits in der formalen Rationalität des internen Erkenntnisvorgangs zugleich das Dilemma seines Konzepts. Danach kann der Paxisbeitrag empirischer Wissenschaft jenseits zweckrationaler technischer Anwendungen in Bezug auf die Lebensqualität nur in empirischer Wertanalyse\, nicht aber in Urteilen über die Werte selbst bestehen. Dafür rekurriert Weber allein auf die subjektive Verantwortlichkeit der Akteure. Dadurch wird bei allen unbestreitbaren Vorzügen kritischer Distanz gegenüber Politik und Weltanschauung letztlich die Flanke zum “Dezisionismus”\, d.h. zur Beliebigkeit der Wertewahl und zum Relativismus in der Realitätsbeziehung geöffnet. Das betrifft gleichermaßen die Parteilichkeits-\, die Theorie- und die Sinnfrage von „Wissenschaft als Beruf“. Bei einer kritischen Analyse kommt es daher vor allem auf die Kernfrage an\, wie die leitenden Wertperspektiven entstehen und  wie sie sich zur substanziellen Erkenntnisleistung der Wissenschaften bei der Lösung von zivilisatorischern Existenzfragen verhalten.
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SUMMARY:Sitzung des Plenums\, November 2012
DESCRIPTION:Vortrag Prof. Dr. Rainer Kind (Potsdam): \n„Erdbeben – böse und gut“ \nC.V:\nProf. Kind (69) ist Geophysiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2012. Nach dem Studium der Geophysik in Hamburg (Promotion 1969) weilte er zu einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in den USA. Danach arbeitete er als Wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Karlsruhe und an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. \nEine Zeitlang leitete er die Sektion „Seismologie“ am GeoForschungsZentrum Potsdam; außerdem ist er Professor für Geophysik an der FU Berlin. Er ist Fellow der American Geophysical Union\, Honorary Professor der Cornell University\, New York und saß längere Zeit dem deutschen Nationalkomitee für Geophysik und Geodäsie der Internationalen Union für Geophysik und Geodäsie vor. \nAbstract:\nErdbeben gelten allgemein als die fundamentalen Katastrophen schlechthin\, die die Basis unseres Vertrauens in eine positive Weltordnung erschüttern. Bis zur Aufklärung galten sie als Strafe Gottes. Erst mit dem Beben von Lissabon 1755 begann die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Ursachen der Erdbeben. In Deutschland wurden am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jh. in doppelter Hinsicht bedeutende Beiträge dazu geleistet. Ernst von Rebeur-Paschwitz begründete mit der Registrierung eines japanischen Erdbebens in Potsdam 1889 die globale Erdbebenforschung. Er erkannte sofort die Bedeutung seiner Entdeckung und schlug vor\, ein globales Netz von Erdbebenstationen zu schaffen und die Daten zentral auszuwerten. Ziel war das Sammeln von Informationen über Erdbeben als katastrophenauslösende Phänomene\, aber auch die Nutzung der Erdbebensignale zum Studium des sehr schwer zugänglichen Erdinneren. \nSelbst heute ist uns der Weltraum weit leichter zugänglich als das Erdinnere wenige Kilometer unter uns. Den zweiten bedeutenden deutschen Beitrag zur Kenntnis auch der Ursachen der Erdbeben leistete Alfred Wegener 1912 mit seiner Theorie zur Drift der Kontinente. Er entdeckte damit\, dass die Erde ein sehr dynamisches System ist\, das nur uns relativ kurzlebigen Menschen als fest erscheint. Die Bedrohung durch Erdbeben (und Tsunamis) ist im Steigen begriffen\, da die Bevölkerungsdichte gerade in hochgefährdeten Gebieten schnell wächst und oft keine ausreichende Vorsorge getroffen wird. Auch die Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist von Änderungen betroffen\, wie die Verurteilung von Wissenschaftlern in Italien im Zusammenhang mit dem Erdbeben von L’Aquila zeigt.
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SUMMARY:Wiss. Konferenz: Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften veranstaltet am 13. 12. 2012 die wissenschaftliche Konferenz \n “Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne”\nEinladung und Programm: \n \nZeit: Donnerstag\, den 13. Dezember 2012 10.00 – 17.30 Uhr \nACHTUNG: Veranstaltungsort ist nicht das Rathaus Tiergarten\, sondern das \nRathaus Berlin-Mitte\, 1\, Etage\, Bezirksverordnetensaal\, Berolinastraße\, U-Bahnhof Schillingstraße \n Programm: \n10.00 Uhr Eröffnung: Gerhard Banse\, Präsident der LS \nModeration: Hans-Otto Dill \n10. 05 – 11.20 Uhr Referate \nMüller\, Reimar: JJR als Geschichtsphilosoph \nKrause\, Günter: JJR – Begegnungen mit der Ökonomie \nTosch\, Frank: Zu den botanischen Lehrbriefen Rousseaus \nDiskussion 11.20-11.35 Uhr \n11.45 –13.00 Uhr -Mittagspause- \nModeration: Günter Krause \n13.00-14.25 Uhr Referate \nKlenner\, Hermann: Rousseau: Die modernen Völker haben keine Sklaven\, sie sind selbst welche \nEtte\, Ottmar: Von Rousseau und Diderot zu Pernety und de Pauw: Die Berliner Debatte um die Neue Welt. \nWehinger\, Brunhilde: Rousseau und Friedrich II. \nDiskussion 14.25- 14. 50 Uhr \n 14.50 – 15.20 Uhr – Kaffeepause – \nModeration: Winfried Engler \n15.20 – 16.45 Uhr Referate \nDill\, Hans-Otto: Die Neue Héloïse: Aufbruch des modernen Individuums oder Rückkehr in die Idylle? \nPfeiffer\, Helmut: Genuss und Entstellung. Zu Rousseaus zweiter rêverie \nUhlig\, Christa: Emile oder Über die Erziehung \nDiskussion 16.45 – 17.15 Uhr \nSchlusswort: Hans-Otto Dill 17. 15 – 17.20 Uhr \n17.20 – 18.30 Uhr – vin d`honneur – \n  \n  \n 
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SUMMARY:Wissenschaftliche Tagung:  Zum 100. Geburtstag von Georg Klaus\, 07.12.2012
DESCRIPTION:  \n KYBERNETIK\, INFORMATIK\, LOGIK UND SEMIOTIK\nAus philosophischer Sicht / Zur Dialektik ihrer ambivalenten Wirkungen \nZum 100. Geburtstag von Georg Klaus \n\nDie gemeinsame Tagung der Leibniz-Sozietät\, der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin – zum Gedenken an Georg Klaus – finden am 7.12 und 8.12. 2012 in der HTW-Berlin (Campus: HTW Berlin Wilhelminenhofstr. 75A\, 12459 Berlin\, im Gebäude der Mensa) statt. \n\n PDF: Programm der Tagung \n 
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SUMMARY:Symposium Technik - Sicherheit - Techniksicherheit 16.11.2012
DESCRIPTION:Am 16. November 2012 findet in Berlin das 5. Symposium des Arbeitskreises “Allgemeine Technologie” der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin in Kooperation mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Forschungszentrums Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft (jetzt: Karlsruher Institut für Technologie) statt. \nIn dem Symposium werden von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen ihre Forschungsergebnisse zum Thema (Technik-)Sicherheit mit dem Ziel diskutiert\, gemeinsame Forschungsansätze vor allem zu Techniksicherheit\, aber auch zu Sicherheitskommunikation und Sicherheitskulturen zu entwickeln. \nEinzelheiten und Programm: Hier \n 
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SUMMARY:2. Workshop im Projekt „Vernadskij 150“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo- Montan- Umwelt- Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) veranstaltet den 2. Workshop im Projekt „Vernadskij 150“ am 9. November 2012 in Berlin. \nEinladung:  \n \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\,\nArbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften\nin Zusammenarbeit\nmit der Wissenschaftlichen Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (WiGB) und dem Verein der Berlin-Brandenburgischen Geologie-Historiker „Leopold von Buch“ e.V. \n2. Workshop im Projekt „Vernadskij 150“\nam 9. November 2012 \nim Balkon-Saal im Rathaus Tiergarten\,\nMathilde-Jakob-Platz 1\, 10551 Berlin\n(Nähe U-Bahn-Station Turmstraße) \nBeginn: 10.00 Uhr                 Ende: gegen 16.00 Uhr \n Vorläufiges Programm \nVortragsteil:\n(Zeitangaben sind vorläufige Orientierungen)\nAngemeldete Vorträge (Stand 16.10.2012): \n10.00\nProf. Dr. Heinz Kautzleben\, Leibniz-Sozietät\, Prof. Dr. Viktor Mairanowski\, WiGB\, Dr. Peter Kühn\, Verein „Leopold von Buch“:\nZum Anliegen von Projekt und 2. Workshop  \n10.30\nDr. Felix Royzenman\, M-RAEN*\, WiGB:\n Hochgenaue Prognose von Lagerstätten als Entwicklung der Lehren von V. I.                 Vernadskij über die Rolle der mineralischen Rohstoffbasis (in Russisch mit                   Übersetzung ins Deutsche)  \n11.00\nDr. Jürgen Kopp\, Leibniz-Sozietät:\nAlexander Jevgenevič Fersman – ein bedeutender Schüler Vernadskijs  \n11.30\nDr. Axel Mueller\, Norwegischer Geologischer Dienst\, Trondheim:\nVictor Moritz Goldschmidt – der Vater der modernen Geochemie und Kristallchemie \nMittagspause: 12.30-13.30 \n13.30\nProf. Dr. Bernd Voland\, FSU Jena:\nVernadskij und die Umweltgeochemie \n14.30\nProf. Dr. Reinhard O. Greiling\, Leibniz-Sozietät\, Karlsruher Institut für Technologie: Erfahrungen eines Geologen zu den Wechselwirkungen Geosphäre- Biosphäre-Atmosphäre  \nZu jedem Vortrag ist eine ausführliche Diskussion vorgesehen. \n15.00\nAllgemeine Diskussion  \nDem Vortragsteil des  Workshops soll eine allgemeine Diskussion folgen\, von der Schluss­folgerungen speziell für die weitere Vorbereitung des für März 2013 geplanten wissenschaft­lichen Kolloquiums anlässlich des 150. Geburtstages von Akademik Vladimir Ivanovič Vernadskij und allgemein für die weitere Förderung der Geo- und Umweltwissenschaften in der Leibniz-Sozietät erwartet werden. \nDabei sollen die Ergebnisse des 1. Workshops (genannt Seminar) einfließen\, der am 17.11.2011 stattfand. Dazu gibt es einen Bericht\, der zu Beginn der allgemeinen Diskussion vorgetragen werden kann. \nAnfragen an:\nHeinz Kautzleben       kautzleben@t-online.de\nViktor Mairanowski   vmairan@gmx.de\nPeter Kühn                 kuehn_peter@t-online.de \nErläuterung:\nM-RAEN = Mitglied der Russischen Akademie für Naturwissenschaften
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften\, November 2012
DESCRIPTION:Vortrag Prof. Dr. Frank Heinrich (Braunschweig): \n„Fehler“ in Problembearbeitungspro-zessen als mögliche Ansatzpunkte zur Fortentwicklung der Problemlösefähigkeit im Bereich Mathematik \nFünfter Vortrag der Reihe „Menschliche Informationsverarbeitung – interdisziplinäre Elementaranalyse und diagnostische Anwendung“ zu Ehren von Friedhart Klix; \nAus Anlass des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedhart Klix (1927-2004) hat die Klasse für Naturwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin 2007 mit dieser Vortragsreihe begonnen. Dazu ist jährlich ein Vortrag vorgesehen. \nDas wissenschaftliche Werk des Psychologen Friedhart Klix spannt einen Bogen von der Analyse elementarer Prozesse der menschlichen Informationsverarbeitung bis hin zur Untersuchung komplexer Prozesse des Sprachverstehens. Mit seinen Forschungen schuf er bleibende Brücken zwischen der Psychologie und anderen Disziplinen\, insbesondere der Mathematik\, Physik\, Biologie und Philosophie. \nFriedhart Klix war langjähriger Direktor des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin und gehörte bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1992 der Universität an. Er war Mitglied der Schwedischen Akademie der Wissenschaften\, der Akademia Europaea in London\, der Finnischen Akademie der Wissenschaften\, der Amerikanischen Akademie in New York\, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina\, der Deutschen Akademie der Wissenschaften\, der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Leibniz-Sozietät. Von 1980 bis 1984 war er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Psychologie. \nC.V.:\nProf. Heinrich ist Mathematikdidaktiker. Nach dem Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Diplomlehrer für Mathematik und Physik\, 1984) und anschließender dreijähriger Unterrichtstätigkeit kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Jenaer Universität zurück und promovierte 1992 zu einem mathematikdidaktischen Thema. Im Anschluss daran war er in der Erwachsenenbildung als Lehrperson tätig\, bevor er erneut als Mathematikdidaktiker an der Universität in Jena wirkte. Von 2001 bis 2007arbeitete er als selbständiger Fachvertreter für Mathematik und ihre Didaktik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Jahre 2003 habilitierte er sich. Seit April 2007 ist er Universitäts-professor am Institut für Didaktik der Mathematik und Elementarmathematik an der TU Braunschweig.\n \nSeine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind „Problemlösen in der Mathematik und im Mathematikunterricht“\, „Fehleranalysen und das Lernen aus Fehlern im Bereich Mathematik“ sowie die „Entwicklung und Erprobung von Lernangeboten für den obligatorischen Mathematikunterricht und zur Förderung mathematischer Begabungen“. Im Rahmen der Bearbeitung dieser Themen kooperiert er auf vielfältige Weise mit Mathematikdidaktikern anderer Einrichtungen\, momentan insbesondere der Universitäten Halle/S. und Hannover. \nIn der universitären Lehre konzipiert und realisiert er mathematische und mathematik-didaktische Lehrveranstaltungen für verschiedene (lehramtsbezogene) Studiengänge an der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften der TU Braunschweig. Zu seinen Schwerpunkten in der Lehre zählen Geometrie\, Algebra und Zahlbereiche\, Grundlagen der Vermittlung mathematischer Bildung sowie Problemorientierung und Kreativität im Mathematikunterricht. \nAbstract:\nDie (Fort-)Entwicklung der Fähigkeit\, mathematische Probleme zu lösen\, zählt seit längerem als wichtiges und weithin anerkanntes Ziel des Mathematikunterrichts. Dieses Ziel ist seit TIMSS wieder stärker in den Vordergrund mathematikdidaktischer Diskussionen geraten. \nÜberlegungen\, wie die Problemlösefähigkeit (besser als bisher) gefördert werden kann\, können an verschiedenen Stellen ansetzen. Ein grundlegender Ansatzpunkt besteht im Erkennen von und im Umgehen mit Fehlern und Defiziten von Lernenden beim Bearbeiten mathematischer Probleme. \n \nDiese Thematik wird im Vortrag unter zwei miteinander verbundenen Aspekten behandelt. Zum einen werden durch empirische Erkundungsstudien herausgearbeitete Verhaltens-weisen von Problembearbeitern\, die das Finden einer Lösung be- oder verhindern\, vorgestellt und diskutiert. Insbesondere geht es dabei um strategische Fehler bzw. Defizite. Lehrende können dadurch Anregungen erhalten\, welchen lösungshinderlichen Verhaltensweisen (durch Mathematikunterricht) entgegen zu wirken wäre. Zum anderen werden Befunde vorgelegt\, wie es Problembearbeitern gelingt\, eigene Fehler und Defizite selbst zu erkennen und ggf. zu beheben. Es wird berichtet\, welche (Art) Fehler Versuchspersonen während ihrer Arbeit an mathematischen Problemen selbst entdeckten und welche Fehler sie zusätzlich in retrospektiver Auseinandersetzung mit dem Getanen bemerkt haben. Entsprechende Ergebnisse können Hinweise auf die Art und auf das erforderliche Ausmaß an Lehrerhilfe im Hinblick auf einen produktiven Umgang mit Fehlern im Kontext des Problemlösens erbringen. \nBei den vorgestellten Befunden handelt es sich im Wesentlichen um Analyseergebnisse von Problembearbeitungsprozessen von Sekundarstufenschülerinnen und -schülern.
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SUMMARY:11. Toleranzkonferenz
DESCRIPTION:Das Kolloquium wird gemeinsam mit dem Mittelstandsverband Oberhavel (MVO) veranstaltet. \n10.00 bis 18.30 Uhr \nBishergie Toleranzkonferenzen 1 bis 10
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DESCRIPTION:Verborgene Eigenschaften des Wassers – Über Experimente und neue Modelle Vortrag Prof. Dr. Rudolf Herrmann (Berlin): \nC.V.:\nProf. Herrmann (76) ist Physiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität Berlin\, der Promotion (1964) an der Staatlichen Moskauer Universität\, der Habilitation (1968) am Institut für Physikalische Probleme bei Peter Kapitza in Moskau wurde er 1968 zum Dozenten und 1970 zum ordentlichen Professor für experimentelle Physik an der Humboldt-Universität berufen. Als Gastprofessor weilte er 1992 bis 1993 an der Universität 7 (Pierre et Marie Curie) in Paris und 1993 bis 1996 an der Ritsumeikan-Universität in Kyoto\, außerdem seit 1994 als Berater und Mitarbeiter beim Konzern HORIBA\, Ltd. In Kyoto. \nSeit 1998 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Gerätebau GmbH bzw. im Institut für angewandte Photonik e.V. in Berlin-Adlershof. \nAbstract: \nDer Vortrag befasst sich mit zwei Wasserexperimenten\, die schon an der Wende vom 19. zum 20. Jh. durchgeführt wurden. Aber erst heute\, hundert Jahre später\, beginnen gründliche Untersuchungen. Dabei geht es einmal um die Ausbildung freischwebender Wasserbrücken (nicht Wasserstoffbrücken) in starken elektrischen Feldern und zum anderen um das Entstehen von Ladungsschichten an Wassergrenzflächen\, die eng mit der Oberflächenstruktur des Wassers verbunden sind. \nIn den Oberflächen der Wasserbrücken wird eine geringere Dichte als im Volumenwasser gemessen. Strömungsmessungen in Feldern mit Spannungen von 15 bis 20 kV zeigen ein Verhalten\, das von der Ionenleitung des normalen Wassers abweicht. \nAn Wassergrenzflächen mit hydrophilen und Metalloberflächen werden Ladungsschichten beobachtet\, die mit über 100 µm wesentlich breiter sind als die diffuse Schicht\, über die das Zeta-Potential abfällt. Dabei bildet sich eine Ladungstrennung aus. Durch Bestrahlung mit infrarotem Licht kann sich die Ladungsschicht noch vergrößern. Beide Experimente wurden mit übersichtlichen Resultaten eindrucksvoll in renommierten Zeitschriften vorgestellt. Diese Phänomene werden mit unterschiedlichen Strukturmodellen der Wasseroberfläche erklärt. Dabei stützt sich das Modell für die Wasserbrücken auf die Quantenelektrodynamik. Dieses Modell wird z. Z. kontrovers diskutiert. \nIm Modell\, das Grenzflächeneffekte von Wasser an hydrophilen und Metalloberflächen beschreibt\, wird in der Grenzfläche eine höhere Dichte als im Volumen angenommen und in der Struktur dieser Schicht eine vierte Phase des Wassers (neben fest\, flüssig und gasförmig) vermutet. Als Ursache für die Ladungstrennung wird infrarote Strahlung angenommen.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Geistes- und Sozialwissenschaften\, Oktober 2012
DESCRIPTION:Einheit in der Vielfalt. Zur Entwicklung der Psychologie im Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaften \nVortrag von Prof. Dr. Helga Sprung und Prof. Dr. Lothar Sprung (Berlin): \nC.V.:\nFrau Prof. Helga Sprung ist Psychologin mit den Arbeitsgebieten Klinische experimentelle Psychologie\, Psychophysiologie\, Psychopharmakologie\, Methodenlehre\, Psychodiagnostik\, Allgemeine Psychologie\, Geschichte der Psychologie und Frauen in der Geschichte der Psychologie. Von1962 bis 1977 war sie in der experimentellen Klinischen Psychologie in einer kardiologischen Spezialklinik der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin-Buch tätig. Anschließend arbeitete sie zehn Jahre lang freiberuflich auf den Gebieten der Methodologie und Methodik der Psychologie\, Psychodiagnostik und Geschichte der Psychologie. Von 1987 bis 1991 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1991 bis 1999 leitete sie zwei Forschungsprojekte über Geschichte der Psychologie\, die von der „Deutschen Forschungsgemeinschaft” (DFG) gefördert wurden; außerdem war sie 1994 bis 1996 im Rahmen des „Wissenschaftler-Integrations-Programms” (WIP) wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin. Vier Bücher verfasste sie gemeinsam mit Lothar Sprung\, außerdem zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Monographien. \nProf. Lothar Sprung ist Psychologe mit den Arbeitsgebieten Methodenlehre\, Psychodiagnostik\, Allgemeine Psychologie\, Klinische experimentelle Psychologie\, Theoretische Psychologie\, Evolutionspsychologie und Geschichte der Psychologie sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2000. Nach einer Lehre als Bau- und Möbeltischler und dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Promotion 1970\, Habilitation 1980\, beide in Berlin) wurde er 1970 zum Dozenten und zum Stellvertretenden Direktor der Sektion Psychologie der Humboldt-Universität berufen\, wo er Forschungsgruppen zur “Kognitiven Psychologie” (Begriffsbildung)\, zur Experimentellen Psychopathologie und Psychodiagnostik sowie zur Psychodiagnostik und Geschichte der Psychologie leitete. In der Gesellschaft für Psychologie der DDR organisierte er von 1964 bis 1990 verschiedene Tagungen\, teilweise mit internationaler Beteiligung.1985-95 wirkte er im Projektrat des interdisziplinären Forschungsprojektes “Bio-psycho-soziale Einheit Mensch” (Humanontogenetik) am (späteren) “Interdisziplinären Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik” der Humboldt-Universität mit\, wo er 1990 zum Ordentlichen Professor für Methodologie und Methodik der Humanwissenschaften berufen wurde. Seit 1970 wurde er 15mal zu Gastprofessuren\, Vorträgen und Studienaufenthalten in sieben Ländern eingeladen. Er ist Autor\, Mitautor oder (Mit-)Herausgeber zahlreicher Bücher und Fachartikel. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft(DFG) zieht ihn seit 1992 als Gutachter heran. \nAbstract:\nDie Jahrtausende alten Traditionen der Psychologie lassen sich stark vereinfacht in 4 Formen zusammenfassen: 1.als Psychosophie\, 2.als Philosophiepsychologie\, 3.als Psychognosie und 4. als Erfahrungsseelenkunde. Aufbauend auf dieser mehr geisteswissenschaftlichen älteren Psychologie entwickelte sich die neuere Psychologie im 19. Jh. als Einzelwissenschaft. Der Durchbruch gelang durch den Transfer naturwissenschaftlicher Methoden auf die Untersuchung psychischer Phänomene. Die Psychologie als Lehre vom Erleben und Verhalten entfaltete sich seitdem in vielfältigen Varianten u. a. als Psychophysik\, als Psychophysiologie\, als Objektive Psychologie (Behaviorismus)\, als Entwicklungspsychologie\, als Differentielle Psychologie (und als Tiefenpsychologie). Parallel dazu erfolgte ihre Disziplingenese\, die Institutionalisierung und die Professionalisierung.\nEs entstand ein Methodenkanon zur empirischen Untersuchung psychischer Phänomene\, der im Vortrag ansatzweise dargestellt wird. Mit diesem ist die Psychologie zunehmend besser in der Lage\, auch komplexere psychische Phänomene wie Kognitionen\, Emotionen und Sozialbeziehungen empirisch zu untersuchen
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SUMMARY:Erfolgreiches Kolloquium "150 Jahre Mitteleuropöische Gradmessung"
DESCRIPTION:Am 14. 09. 2012 fand in Berlin das Kolloquium “Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie aus Anlass des Beginns der Arbeiten zur ‘Mitteleuropoäischen Gradmessung” vor 150 Jahren in Berlin statt. Es war eine gemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät und der DVW Berlin-Brandenburg e.V. Gesellschaft für Geodäsie\, Geoinformation und Landmanagement.\nAuf den folgenden Seiten 1 bis 18 können die einzelnen Beiträge als pdf-Dateien geöffnet bzw. heruntergeladen werden.\n \nInhalt \n01 – Einladung \n02 – Abstracts \n03 – Prof. Dr. Dietmar Linke\, Vizepräsident der Leibniz-Sozietät:\nEröffnung und Begrüßung im Namen der Leibniz-Sozietät  \n04 – Dipl.-Ing. Hans-Gerd Becker\, Vorsitzender des DVW Berlin-Brandenburg e.V.: Begrüßung im Namen des DVW Berlin-Brandenburg e.V. \n05 – Prof. Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer\, Frankfurt am Main\, Vizepräsident des DVW e.V. (Gesamtverband) und Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie: Aktuelle Aktivitäten der IAG und ihre Bedeutung für die deutsche Geodäsie \n06 – Prof. Dr. Harald Schuh\, Wien\, Österreich\, Vice President of the International Association of Geodesy\, Präsident der Österreichischen Geodätischen Kommission: Geodetic Very Long Baseline Interferometry (VLBI) and its future perspectives  \n07 – Prof. Dr. Helmut Moritz\, Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Ehrenmitglied des DVW Berlin-Brandenburg e.V.\, Graz\, Österreich:\nEinige Bemerkungen über Helmert und Bruns  \n08 – Prof. Dr. Erik W. Grafarend\, Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Stuttgart: Friedrich Robert Helmert: seine Lösung des Anholonomitäts-Problems der Geodäsie oder warum ist Geodäsie physikalisch? Von Gauß-Listing über Bruns zu Molodenski: geometrische und physikalische Höhen und Höhensysteme\, global versus lokal \n09 – Prof. Dr.-Ing. Horst Montag\, Brandenburg a. d. Havel:\nMeeresniveau und Erdrotationsvektor – zwei moderne Forschungsrichtungen mit Ursprung in der Mitteleuropäischen Gradmessung bzw. Internationalen Erdmessung \n10 – Prof. Dr. Heinz Kautzleben\, Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Berlin:\nEntwicklung der organisierten  internationalen Zusammenarbeit zur wissenschaft­lichen Geodäsie von der Mitteleuropäischen Gradmessung bis in die Ära der Satellitengeodäsie – die deutschen Wege \n11 – Dr.-Ing. Petr Holota\, Zdiby\,Praha-vychod\,Czech Republic:\nSuccessful Road to the 3rd General Assembly of the IUGG in Prague\, the Facts and Subsequent Developments in Geodesy \n12 – Dr.-Ing. habil. Joachim Höpfner\, Potsdam:\nJohann Jacob Baeyer – ein herausragender Geodät des 19. Jahrhunderts \n13 – Prof. Dr. Oliver Schwarz\, Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Gießen:\nThüringer Aktivitäten im Rahmen der Mitteleuropäischen Gradmessung \n14 – Prof. Dr. Reinhard Rummel\, Mitglied der Leibniz-Sozietät\, München:\nSchlusswort im Namen der Veranstalter \n15 – Prof. Dr. Heinz Kautzleben; Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Berlin:\nPoster: Große Geodäten  \n16 – Pressemitteilung \n17 – Schnappschüsse \nDie pdf-Dateien aller Beiträge finden sie hier \n 
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