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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember 2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nFritz Scholz (MLS): Wechselwirkungen von Oberflächen mit Sauerstoffradikalen — Möglichkeiten der gezielten Modifizierung und Charakterisierung von Elektrodenoberflächen\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Scholz ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der Promotion zum Dr. rer. nat (1982) und zum Dr. sc. nat. (1987) ebendort wurde er 1989 zum Dozenten und 1993 zum Professor berufen. Seit 1998 besetzt er die Professur für Analytische Chemie und Umweltchemie an der Universität Greifswald. Seine Hauptinteressen liegen auf den Gebieten Elektrochemische Analytik und Elektrochemie. Er hat 307 wissenschaftliche Publikationen\, darunter 16 Bücher als Autor bzw. Autor und Herausgeber. Unter den Buchpublikationen sei das „Electrochemical Dictionary“ hervorgehoben\, das 2012 in zweiter Auflage erschienen ist und zu den meistverkauften Springer-Publikationen gehört. 1997 hat er das Journal of Solid State Electrochemistry gegründet\, das er seitdem beim Springer-Verlag herausgibt. Er ist ebenfalls Herausgeber der Buchreihe „Monographs in Electrochemistry“ (bisher 9 Bände erschienen). Prof. Scholz unterhält umfangreiche internationale Kooperationsbeziehungen zu Wissenschaftlern in Australien\, Brasilien\, Chile\, China\, England\, Kroatien\, Mazedonien\, Mexiko\, Russland und Spanien. Neben den elektrochemischen Fachgebieten interessiert ihn auch die Geschichte der Naturwissenschaften\, und er arbeitet zur Zeit gemeinsam mit osteuropäischen Kollegen an einer Buchpublikation mit dem Titel „Electrochemistry in a Divided World“\, in dem die Schicksale osteuropäischer Elektrochemiker einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden sollen. \nAbstract:\nOH•-Radikale wechselwirken mit Metalloberflächen in sehr spezifischer Weise. Im Fall von Gold und Silber lösen sie Oberflächenunebenheiten auf\, sofern diese aus mechanischer Bearbeitung (Polieren) resultieren. Dabei werden auch die elektrokatalytischen Eigenschaften verändert. Bei Platin und Palladium werden diese Effekte nicht beobachtet. Die Behandlung einer Goldoberfläche mit OH•-Radikalen führt auch zu einer deutlichen Abnahme der Zahl an Keimbildungszentren für die Abscheidung von Platin. Aus diesen Untersuchungen lassen sich Schlüsse ziehen über die Natur der elektrokatalytischen und Keimbildungszentren auf den Oberflächen: Auf Gold und Silber sind dies wahrscheinlich teilweise oxidierte Oberflächenatome mit einer d9-Elektronenkonfiguration\, und sie sind auf der Oberfläche von Unebenheiten in der Form von „Nichtgleichgewichtsatomen/ionen“ lokalisiert.\nIm Fall von Glaskohlenstoff bewirken die OH•-Radikale eine Erosion der Oberfläche\, eine Aufrauhung und eine Verminderung der Keimbildungszentren für die Abscheidung von Silber.\nWenn man blockierende Arylschichten auf Gold und Glaskohlenstoff mit OH•-Radikalen angreift\, so kommt es zu einer kontinuierlichen Abtragung der Schicht auf Glaskohlenstoff\, während die Schicht auf Gold einer Lochkorrosion unterliegt.\nOH•-Radikale sind ein vielversprechendes Werkzeug zur Untersuchung der Eigenschaften von Oberflächen und auch für die gezielte Oberflächenmodifizierung.\nLiteratur:\nAn electrochemical system to detect free radicals and radical scavengers in solution: F. Scholz\, G. López de Lara González\, L. Machado de Carvalho\, M. Hilgemann\, Kh. Z. Brainina\, H. Kahlert\, R. S. Jack\, D. T. Minh: Angew. Chem. Int. Ed.  46 (2007) 8079-8081\nHydroxyl radicals attack metallic gold: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, M. Hermes\, F. Scholz: Angew. Chem. Int. Ed. 49 (2010) 1061-1063\nSelective knock-out of gold active sites: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, G. Sievers\, M. Donten\, Z. Stojek\, S. Fletcher\, F. Scholz: Angew. Chem. Int. Ed. 49 (2010) 3006-3009\nActivity changes of glassy carbon electrodes caused by their exposure to OH· radicals\nT. Rapecki\, A. M. Nowicka\, M. Donten\, F. Scholz\, Z. Stojek\nElectrochem. Commun. 12 (2010) 1531-1534\nThe treatment of Ag\, Pd\, Au and Pt electrodes with OH• radicals reveals information on the nature of the electrocatalytic centers: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, M. Donten\, M. Hermes\, Z. Stojek\, F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 15 (2011) 2141–2147\nThe effects of pretreatment of polycrystalline gold with OH• radicals on the electrochemical nucleation and growth of platinum: G. Sievers\, U. Hasse\, F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 16 (2012) 1663–1673 \nGrain boundary corrosion of the surface of annealed thin layers of gold by OH• radicals: \nU. Hasse\, K. Fricke\, D. Dias\, G. Sievers\, H. Wulff\,  F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 16 (2012) 2383-2389 \nOH• radical degradation of blocking aryl layers on glassy carbon and gold electrodes 2 leads to film thinning on glassy carbon and pinhole films on gold \nE. Kibena \, K. Tammeveski\, L. Matisen\, U. Hasse\, F. Scholz \nElectrochem. Commun. 29 (2013) 33-36
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SUMMARY:Ehrenkolloquium anlässlich des  80. Geburtstages von Helmut Moritz (MLS)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät veranstaltet zu Ehren ihres langjährigen Mitglieds\nHelmut Moritz\nanlässlich seines 80. Geburtstages \nein Ehrenkolloquium (s.a. Ankündigung). Das Kolloquium wird finanziell gefördert durch die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät. \nAchtung: neuer Veranstaltungsort: \n WISTA GmbH\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin \nEinladung des Präsidenten \nAnlage 1 (Veranstaltungen am 14.11.2013  \nAnlage 2 (Vortragsprogramm und Abstracts “Moritz 80”; Stand 01.11.2013)
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SUMMARY:November-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHorst Klinkmann (MLS) \nWollen wir (wirklich) alle 100 werden?\n(Beitrag zum Wissenschaftsjahr “Demografischer Wandel als Chance”)\n13.30 bis 15.30 Uhr Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Klinkmann ist Mediziner und Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät.\nDer 14fache Ehrendoktor bzw. Ehrenprofessor internationaler Universitäten (u.a. Bologna\, Glasgow\, Marseille\, Katovice\, Tianjin) ist Präsident des LifeScience-Netzwerkes BioCon Valley® und des Kuratoriums für Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern\, außerdem ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.\nEr erhielt über 50 nationale und internationale Auszeichnungen\, darunter den italienischen Nationalpreis für Medizin\, den Barney Clark Award der USA und zweimal den Nationalpreis für Wissenschaft und Technik der DDR\,\nDie von ihm mit gegründeten Weltgesellschaften für künstliche Organe ESAO und ISAO ernannten ihn zu ihrem Ehrenpräsidenten\, ebenso die Deutsch-Japanische Gesellschaft und der Bundesligaclub FC Hansa Rostock.\nMitglied- bzw. Ehrenmitgliedschaften in Akademien umfassen außer der Leibniz-Sozietät die Leopoldina\, die Belgische Akademie der Wissenschaften\, die Internationale Akademie der Wissenschaften Genf\, die Nationale Mazedonische Akademie sowie die Royal Colleges in Glasgow und Edinburgh. \nAbstract:\nDer rasante Anstieg der Lebenserwartung im letzten Jahrhundert und die damit einhergehende Möglichkeiten\, aber auch Probleme\, fordern von der Gesellschaft und von der Einzelperson neue Aussichten auf die Lebensgestaltung.\nWenn jedes vierte\, jetzt in Deutschland geborene Mädchen voraussichtlich 100 Jahre alt wird\, spiegelt dies die zukünftigen Herausforderungen eindrucksvoll wieder.\nIm Vortrag wird versucht\, auf die Ursachen einzugehen und darauf reflektiert warum der Begriff des demographischen Wandels in der gesellschaftlichen Wahrnehmung mehrheitlich negativ besetzt ist. Besonderer Schwerpunkt wird auf die Bedeutung der Medizin für diese Explosion der Lebenserwartung gelegt.\nDer demographische Wandel wird zu einer viel früheren einschneidenden Herausforderung an die Gesellschaft als der Klimawandel – seine eindeutig positive Botschaft ist die des möglichen längeren Lebens für jeden Einzelnen von uns.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Weiß (MLS):\nDemografie als Prozess\, Wissenschaft und Politik (Beitrag zum Wissenschaftsjahr “Demografischer Wandel als Chance”) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Weiß ist Geograph und Demograph sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Pädagogik\, Mathematik und Geographie in Greifswald wurde er ebendort 1984 mit einer methodologischen Arbeit zur Bevölkerungsprognose promoviert und habilitierte sich 1989 mit einem regional-demographischen Thema zur Entwicklung ländlicher Räume.\nBeruflich unterlag er in den 1980er Jahren formal begründeten Restriktionen\, die zwar seit 1990 eine andere Farbe haben\, aber letztlich die Etablierung in klassischen Wissenschaftsstrukturen verwehrten. Weiß lehrt und forscht als Privatdozent am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Er tritt seit Jahren in der Literatur immer wieder mit kritischen Positionen und Versuchen zur Weiterentwicklung des Faches in Erscheinung. Ein großes Gewicht hat dabei die Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Angewandten Geographie sowie in der Raumordnung und Landesplanung. Im Zentrum stehen u.a. selektive Migrationsprozesse\, insbesondere sexualspezifische Abwanderungen aus benachteiligten Räumen\, die Herausbildung einer Residualbevölkerung sowie die Rückkopplung der Migration auf Fertilität und Mortalität.\nEr ist korrespondierendes Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Demographie. \nAbstract:\nWer heute von Demographie spricht\, folgt oftmals lediglich dem Zeitgeist\, verwendet den Begriff als Keycode für politische Positionierungen oder die Akquisition von Fördermitteln. Nur wenige sind sich darüber im Klaren\, dass sie dabei mit ihren Aussagen vielfach falsch liegen\, und diese Feststellung betrifft nicht nur die Semantik.\nDa wird „die Demographie Deutschlands“ bemüht. – Die demographische Entwicklung? Oder die Wissenschaft Demographie? Da werden bestimmte demographische Entwicklungen der Gegenwart angesprochen\, sollen gar bestimmte Entwicklungen „abgemildert“ oder sogar „bekämpft“ werden\, ohne Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten\, als wenn man etwa gegen die Gravitation kämpfen könnte\, oder gegen die Brechung des Lichtes durch ein Prisma.\nBesonders bedenklich jedoch ist die Beschwörung alter\, malthusianistischer Formeln. Die Politik bedient sich dabei einer willfährigen Vulgär-Demographie\, für die es immer nur zu viele\, zu wenige oder die falschen Menschen gibt. Die soziale Frage hingegen bleibt auf der Strecke. Dabei gibt es aktuell durchaus genug Anlass\, Malthus ernst zu nehmen.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nPeter Holota (MLS): \nBoundary Problems of Mathematical Physics in Earth’s Gravity Field Studies\nBVV-Saal\, 10:00 bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nDr. Holota is geodesist and mathematician. Since 2013 he is a member of the Leibniz Society. In 1969 he graduated in geodesy (geodetic astronomy) at the Czech Technical University\, Prague. In 1976 he graduated in mathematics at the Charles University\, Prague and here he got his RNDr. (Rerum naturalium doctoris) degree in 1982. His DrSc. (Doctor scientiarum) degree he received at the Czechoslovak Academy of Sciences in 1987. In 1970 he started his career at the Research Institute of Geodesy\, Topography and Cartography. The area of his research is theoretical and physical geodesy and mathematical methods for studies of the Earth’s gravitational field. He is the secretary of the Czech National Committee of Geodesy and Geophysics and is also engaged in university teaching. In 1987-1999 he was elected the secretary and then the president of the IAG (International Association of Geodesy) section on General theory and methodology. In 1995-1999 he was a member of the IAG Executive Committee and in 1999-2003 the president of the IAG special commission on Mathematical and physical foundations of geodesy. Within the IAG he organized several scientific symposia and a number of scientific sessions. Since 2008 under the umbrella of the EGU (European Geosciences Union) he annually convenes sessions on Recent developments in geodetic theory. In 1989-2005 he was subsequently a member of the Editorial Boards of Manuscripta geodaetica\, Bulletin Géodésique and Journal of Geodesy published by the IAG. In addition he is an Associate Editor in Studia Geophysica et Geodaetica\, Bolletino di Geofisica Teorica ed Applicata and zfv – Zeitschrift für Geodäsie\, Geoinformation und Landmanagement. In 1985-1986 he was awarded the Alexander von Humboldt research fellowship at the Department of Geodetic Science\, University of Stuttgart. In 2003 he was an external examiner at the University of Calgary. In 1991 he was awarded the honorary title ‘a Fellow of the IAG’. He is also a member of EGU and AGU (American Geophysical Union). His biography is included in several Czech and international ‘Who’s Who’ publications. \nAbstract:\nStudies on Earth’s gravity field enable to learn more about our planer. The motivation considered here comes primarily from geodetic applications. We particularly focus on the related mathematics and mathematical tools that form the basis for this research. Historical milestones and famous figures of science in this field are briefly recalled equally as the notion of potential and its first definition. The theory of boundary value problems for elliptic partial differential equations of second order\, in particular for Laplace’s and Poisson’s equation\, offer a natural basis for gravity field studies\, especially in case they rest on terrestrial measurements. Various kinds of free\, fixed and mixed boundary value problems are considered. Concerning the linear problems\, the classical as well as the weak solution concept is applied. Free boundary value problems are non-linear and are discussed separately. The complex structure of the Earth’s surface makes the solution of the boundary problems rather demanding. Some techniques\, that may solve these difficulties\, are shown. Also an attempt is made to construct the respective Green’s functions\, reproducing kernels and entries in Galerkin’s matrix for the solution domain given by the exterior of an oblate ellipsoid of revolution. The integral kernels are expressed by series of ellipsoidal harmonics and their summation is discussed. Possibilities of using the concept of boundary-value problems for studies that rest on terrestrial gravity measurements in combination with satellite data on gravitational field are considered too. An optimization approach is applied together with the methods above\, as the problems to be solved are overdetermined by nature. Finally some questions and stimuli are discussed that are related to physical and mathematical models of the problems mentioned in this contribution. \n 
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SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium: 12. Toleranzkonferenz - Verschoben!
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet gemeinsam mit dem Mittelstandsverband Oberhavel (MVO) am 09. November 2013 die \n12. Toleranzkonferenz\nDie 12. Toleranzkonferenz findet 2013 nicht statt; sie wurde auf 2014 verschoben. Nähere Informationen folgen
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SUMMARY:Workshop des AK Klassen und Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Klassen und Gesellschaftsanalyse“ führt einen Workshop zum Thema \nBilanzierung und Systematisierung der Auseinandersetzungen um Transformation und gesellschaftlichen Wandel aus Sicht der Arbeit des Arbeitskreises\nam 31. Oktober\, 10.00 – 17.00 Uhr durch.\nOrt: Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nProgramm:\n10:00 – 10:10: Thematische Einführung – Dr. Michael Thomas\n10:10 – 11:40: Transformation in historischer und vergleichender Perspektive:\nWozu  kann eine vergleichende Perspektive beitragen?\nWelche Vergleiche sind aufschlussreich für die Spezifizierung eines Konzeptes von Transformation?\nWas lässt sich systematisch aus dem Vergleich gewinnen (Erträge und Grenzen)? Welche Konzepte und Methoden von Klassikern lassen sich sinnvoll (befördernd/als unvermeidlich) heranziehen?\nWo sind die Grenzlinien\, wo die Anschlüsse für die aktuelle Debatte? \nEinstiegsbeiträge:\nGesellschaftstransformation in historisch-soziologischer Perspektive. Erträge und Fragen – Prof. Raj Kollmorgen\nFormationstheoretische Ansätze und Transformation – Prof. Wolfgang Küttler: \n11:40 – 12:00 Pause \n12:00 – 13:00: Konzeptualisierung von Transformation heute – Anforderungen an ein Makrokonzept zeitgemäßer Transformation\nDer konstitutive Zusammenhang von Zeitdiagnose und Transformationskonzept (Spezifizierungen und hauptsächliche Diskurslinien)\nTransformation – Ansprüche und Zielorientierungen: Welche Art gesellschaftlichen Wandels verbindet sich spezifisch mit dem Transformationskonzept (Änderungsansprüche\, Visionen etc.)?\nPhasen\, Prozesse\, gesellschaftliche Dimensionen \nEinstiegsbeitrag:\nDas Konzept Gesellschafts-Transformation – eine analytische Begründung / Prof. Rolf Reißig\nKommentar: Prof. Michael Brie \n13:00 – 13:45: Mittagspause \n13:45 – 16:15: Konkretisierungen\, systematische Probleme aktueller Transformationsprozesse\nDie übergreifenden Fragen betreffen die Konsequenzen\, die jeweils aus der Zeitdiagnose für den Ansatz\, für Zielsetzungen und Phasen (Schritte/Übergänge und Konflikte) der Transformationen gezogen werden. Die Ansätze sollen in ihrer Logik\, ihren Folgerungen wie auch Grenzen zur Diskussion gestellt werden. An die zwanzigminütige Präsentation schließt sich jeweils eine Diskussionszeit von dreißig Minuten an. \nEinstiegsbeiträge:\nTransformation und Evolution – Wege in einen Öko-Teilhabekapitalismus (Öko-Teilhabegesellschaft) – Dr. Rainer Land\nTransformationsperspektive „Postwachstumsgesellschaft“ – Dr. Frank Adler\nTransformation aus praxeologischer/Akteurs-Perspektive – Prof. Irene Dölling \n16:15 – 16:45: Abschließende Diskussion und Verständigung zum weiteren Vorgehen im Arbeitskreis / Buchprojekt \nFür weitere Informationen oder/und Anmeldung: thomas@biss-online.de \n 
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2013
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung des Deutsches Technikmuseums Berlin (Archenhold Sternwarte)\, der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\, und der DGLR – Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V.: \nRaumfahrthistorisches Kolloquium 2013\nProgramm \n \n  \n  \n  \n  \n  \n 
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SUMMARY:17th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet am 24. Oktober 2013 seine 17th Leibniz Conference of Advanced Science zum Thema \nLife Science Day 2013 – 60 Jahre DNA.\n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: FU Berlin\nDas Programm geht gesondert zu.
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SUMMARY:Wissenschaftliche Sitzung des AK "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ veranstaltet am 24.Oktober 2013 eine wissenschaftliche Sitzung mit dem Beitrag \nHermann Klenner (MLS) \nEinfachheit in Rechtswissenschaft und Rechtspraxis: Plurimae leges – corruptissima res publica?\nund lädt zur Teilnahme und Diskussion ein. \nOrt: Rathaus Tiergarten\, neuer Tagungsort: Balkonsaal\n10.30-12.30 Uhr \nC.V.:\nHermann Klenner\, Jg. 1926; Prof. Dr. jur. habil.\, emeritiert (vorher Humboldt-Universität zu Berlin und Akademie der Wissenschaften der DDR). Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (zuvor der AdW der DDR)\, der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie\, des Herausgeberkreises der Internationale Studien zu Recht und Staat\, des Internationalen Beirates von Ratio Juris sowie des Wissenschaftlichen Beirates der Marx/Engels-Gesamtausgabe (MEGA). – Inhaber der Hegel-\, der Pufendorf- und der Jablonski-Medaille. – Autor u. a. folgender Monographien: Marxismus und Menschenrechte (1982); Vom Recht der Natur zur Natur des Rechts (1984); Deutsche Rechtsphilosophie im 19. Jahrhundert (1991); Rechtsphilosophie in der englischen Aufklärung (1998); Die Geschichtlichkeit des Rechts (2003); Recht und Unrecht (2004); Historisierende Rechtsphilosophie (2009) – Editionen einschlägiger Werke u. a. von: Bacon; Baumgarten; Burke; Godwin; Harrington; Hegel; Hobbes; Humboldt; Jhering; Kant; Kirchmann; Locke; Oppenheim; Paschukanis; Radbruch; Rotteck; Spinoza; Winstanley; Wollstonecraft… – Bibliographie in: Haney/Maihofer/Sprenger (ed.)\, Recht und Ideologie\, Freiburg 1996\, Bd. 1\, S. 514-552; Bd. 2\, 1998\, S. 352-356. \nAbstract:\nUnter dem provozierenden\, an einen Tacitus-Satz (Annalen III\, 27\, lat./dt.\, München 1992\, S. 232) angelehnten Titel: „Plurimae leges – corruptissima res publica?“ werden Argumente aus dem Erfahrungsbereich von vergangener und gegenwärtiger Jurisprudenz\, Gesetzgebung und Rechtsprechung über Sinn und Unsinn\, über Illusion und Wirklichkeit des Einfachheitsprinzips beigebracht. Da das Recht als Ordnungsreglement herrschaftsförmig organisierter Gesellschaften deren innere Gegensätzlichkeiten\, letztlich ihren Selbstwiderspruch\, reflektiert und konstituiert\, sind die in die jeweilige Macht/Ohnmacht-Struktur der Gesellschaft als Herrschende oder als Beherrschte\, als Teilhaber wie als Mittäter\, als Nutznießer wie als Opfer Integrierten an unterschiedlichen\, auch gegensätzlichen Konfliktreglements durch die Gesetzgeber sowie an deren unterschiedlichen Auslegungen durch die Gerichte interessiert. Dabei spielt das Verhältnis von Wissen und Wollen\, von Aussage und Norm\, von individualisierter und generalisierter Entscheidung eine fundamentale Rolle. Jedes Gesetz wie jedes Gerichtsurteil reduziert Komplexität\, vereinfacht also\, wobei sich die Interessen der Autoren des Rechts und die Interessen der Adressaten des Rechts von einander unterscheiden. Volksfremdheit des Rechts und Rechtsfremdheit des Volkes hängen nicht einfach von der Kürze der Gesetze\, deren komplizierter Struktur oder dem Jargon der Juristen ab. Eine Rechtswissenschaft\, die sich der Einfachheit halber darauf beschränkt\, das jeweils geltende Recht als in sich geschlossene Normenordnung systemgerecht zu interpretieren\, statt es wenigstens zur intellektuellen Disposition zu stellen\, verfällt damit einem unverantwortlichen Reduktionismus. Vergleichbares gilt für diejenigen\, die das Recht wesentlich als Mittel von (z.B. ökonomischer\, politischer und/oder ideologischer) Macht und nicht auch als Maß von und für Macht begreifen. \n 
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SUMMARY:16th Leibniz Conference of Advanced Science
DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet seine 16th Leibniz Conference of Advanced Science zum Thema \nStadtökologie 2013.\nam 17. und 18. 10.2013\nDas Programm geht gesondert zu \n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: WISTA GmbH\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin
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SUMMARY:Oktober-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 10. Oktober 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHelga Hörz & Herbert Hörz (MLS):\nIst die gegenwärtige Ethik noch zeitgemäß? \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Hörz (78) ist Ethikerin und Frauenrechtlerin sowie Mitglied der „Freunde der Leibniz-Sozietät.“\n1969 wurde sie Hochschuldozentin für Ethik an der Humboldt-Universität Berlin (HUB). 1972 weilte sie zu einem Studienaufenthalt an der Moskauer Lomonossow-Universität. Seit 1974 war sie ordentliche Professorin und Lehrstuhlleiterin für Ethik an der HUB und initiierte den neu gegründeten Bereich Ethik. Von 1987 bis 1990 leitete sie die Sektion Philosophie der HUB.\n1965 – 1969 war sie ehrenamtliche Vorsitzende der Frauenkommission der Gewerkschaft Wissenschaft an der HUB\, 1969 – 1990 stellv. Ratsmitglied der Internationalen Demokratischen Frauenföderation (IDFF). 1975 wählte ECOSOC sie als ehrenamtliche Expertin in die UNO-Kommission „Zum Status der Frau“. 1975 – 1990 war sie mehrmals Vizepräsidentin und Präsidentin von UNO-Gremien\, so 1. Vizepräsidentin der UNO-Weltfrauenkonferenz 1980 in Kopenhagen und 1990 Präsidentin der Tagung mit Charakter Weltkonferenz in Wien 1990.\n1990 – 1993 initiierte und leitete sie Ethik-Veranstaltungen in der Begegnungsstätte Berlin-Mitte. 1998 bis 2011 saß sie dem Beirat der Bildungsakademie der Volkssolidarität\, Landesverband Berlin\, vor und leitete wissenschaftliche Veranstaltungen und Schriftstellerlesungen. Als Vortragende zu Ethik und Frauenforschung ist sie bis heute aktiv. \n  \nProf. Hörz (80) ist Wissenschaftsphilosoph und -historiker. Er wurde 1973 zum Korrespondierenden\, 1977 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nSeit 1965 war er Professor für philosophische Probleme der Naturwissenschaften an der Humboldt-Universität\, seit 1973 Leiter des Bereichs Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1989 – 1992 Vizepräsident der AdW der DDR für die Gelehrtensozietät. 1992-1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Bis Januar 2006 war er Präsident der Leibniz-Sozietät und gehört nun als Ehrenpräsident dem Präsidium der Sozietät an.\nSeine Spezialgebiete sind Methodologie\, Erkenntnistheorie\, Geschichte der Wissenschaften und interdisziplinäre Beziehungen zwischen Natur-\, Technik-\, Geistes- und Sozialwissenschaften. Er edierte drei Bände mit der Korrespondenz von Hermann v. Helmholtz. Zu Vorträgen weilte er in den USA\, China\, Japan und den Ländern Ost- und Westeuropas\, zu Gastprofessuren in Moskau und Graz. \n  \nAbstract:\nDas Elend der gegenwärtigen Ethik besteht darin\, dass sie einerseits hohe Anforderungen an humanes moralisches Verhalten formuliert\, die sich unter bestimmten Rahmenbedingungen als kaum erfüllbar oder gar als illusionär erweisen. Sie werden als „Moralisieren“ abgelehnt. Andererseits ist sie durch Traditionen und soziale Werte in bestimmten Kulturkreisen so geprägt\, dass eine humane Lösung sich weiter verschärfender globaler Probleme mit regionalen\, lokalen und persönlichen Folgen nicht unbedingt gefördert\, sondern erschwert wird. Ein moralischer illusionärer Universalismus steht differenten und teilweise ebenfalls nicht zeitgemäßen moralischen Regionalismen und Lokalismen entgegen. Ist eine universelle Ethik überhaupt formulierbar und sind ihre moralischen Grundsätze unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen zu realisieren?\nHelga Hörz als Ethikerin befasst sich mit den Grundprinzipien einer neomodernen Ethik. Sie fragt\, was Ethik leisten kann. Über- und Unterforderung sind zurückzuweisen. Die Rolle von Werten und Normen in soziokulturellen Einheiten für moralische Entscheidungen humaner und antihumaner Art ist zu beachten. Das Spannungsfeld zwischen Egoismus und Altruismus bestimmt philosophisch-ethische Auseinandersetzungen in Geschichte und Gegenwart. Das wird mit wenigen Beispielen belegt. Herausforderungen an eine zeitgemäße Ethik ergeben sich aus der Forderung nach humanen Lösungen für sich verschärfende globale Probleme. Sie baut in der Neomoderne auf der Aufklärung der Moderne und der modernen Wissenschaft auf und berücksichtigt die Kritik der Postmoderne. Für moralisch-humanes Handeln werden die Humankriterien und Humangebote einer neomodernen Ethik dargelegt.\nDer Wissenschaftsphilosoph Herbert Hörz geht auf aktuelle Auseinandersetzungen um egoistisches Verhalten ein. Verkommt Wissenschaft zur Herrschaftsideologie und durch die Verwertung ihrer Erkenntnisse zur Magd der Wirtschaft beim Jagen nach Profit\, verliert sie ihre Funktion als moralische Instanz. Es existiert ein Utopie-Defizit. Wissenschaft und Technik wirken global als moralische Gleichmacher durch den mit Macht- und Ressourcengewinn verbundenen Transfer von Technologien\, Bewusstseinstechnologien eingeschlossen. Diese wissenschaftlich-technische Entwicklung als Zivilisationsprozess ist durch eine Weltkultur mit humanen ethischen Grundsätzen als Rahmenbedingung für differente soziokulturelle Identitäten anzustreben. Als Fallbeispiel dient der Bestseller von Frank Schirrmacher „Ego. Das Spiel des Lebens“.\nDas Fazit beider Darlegungen ist: Eine zeitgemäße Ethik begründet Hoffnung auf die nachhaltige Lösung existenzieller Probleme. Sie basiert auf Analysen der Situation\, auf der Auswertung von Erfahrungen und auf dem Glauben an die Kraft derer\, die in der Lage sind und sein werden\, antihumane Zustände zu beseitigen und eine humanere Gesellschaft nach Humankriterien zu gestalten.
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SUMMARY:Oktober Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Gesiteswissenschaften lädt zur planmäßig am 10. Oktober 2013 stattfindenden Oktober-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHans-Otto Dill (MLS): \nDie Globalisierungs- und Modernisierungskonzepte Alexander von Humboldts als Komplementärbegriffe der Natur- und Sozialgeschichte\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Dill (78) ist Romanist – Spezialist für spanische\, lateinamerikanische\, karibische und französische Literatur und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1995\, in der er seit Januar 2009 als Secretar der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Klasse wirkt.\n1982-1991 hatte er eine Professur für Lateinamerikanische Literaturen an der Humboldt-Universität inne\, 1989-90 eine Gastprofessur an der Georg-August-Universität Göttingen und anschließend eine ebensolche an der Universität Sao Paulo\, Brasilien. Zu Gastvorlesungsreihen und Kurzdozenturen weilte er an Universitäten in Mexiko\, Peru und Argentinien. Als Emeritus nahm er von 2002-2005 Lehraufträge an der Universität Hamburg wahr.\nEr hat ca. 200 Abhandlungen\, meist in spanischer Sprache\, in wissenschaftlichen Zeitschriften Deutschlands\, Frankreichs\, Spaniens\, Italiens\, Tschechiens\, der USA und vieler Länder Lateinamerikas sowie ein halbes Dutzend Sammelbände (mit)herausgegeben.\n1975 erhielt er den lateinamerikanischen Literaturpreis Casa de las Américas für eine Monographie über den kubanischen Dichter José Martí. Seiner umfangreichen Veröffentlichungsliste fügt er gegenwärtig die Herausgabe der Akten der von ihm organisierten Leibniz-Konferenz zum 300. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau zu. \nAbstract:\nDer Vortragende widerlegt anhand von biographischem und wissenschaftlichem Material die weitverbreitete Meinung\, Alexander von Humboldt sei im Unterschied zu seinem Bruder\, dem Geisteswissenschaftler Wilhelm von H.\, ein reiner Naturwissenschaftler gewesen. Er zeigt\, dass Humboldts Schriften zur Naturwissenschaft wie zu Geographie und Geologie sowie seine lateinamerikanischen Tagebücher und der dem Weltall wie dem Planeten Erde gewidmete Kosmos eine große ´Menge von Aussagen über den Menschen\, seine Geschichte und Kultur enthalten\, die über bloßes humanistisches Bildungsgut\, Alltagsweisheit und politisch-moralische Bekenntnisse weit hinausgehen. Humboldt sieht die Entwicklung der Menschheit und ihre irdische Existenz nicht als gewissermaßen zwangsläufiges Produkt der Naturgeschichte\, sondern betrachtet letztere lediglich als ein vorgegebenes Bedingungsgefüge der Sozial- und Kulturgeschichte und relativ freien Handlungsspielraum des Menschen. Dieses nicht nur allgemeine und politische\, sondern auch wissenschaftliche Interesse des Berliner Forschers für menschliche Gesellschaft\, Geschichte und Kultur datiert Dill auf die Ankunft Humboldts in Südamerika. Humboldt formuliert genuine sozial- und kulturwissenschaftliche Erkenntnisse\, die besonders in der heutigen gegenwärtigen Etappe der Globalisierung von grundlegender Bedeutung für die Menschheitsentwicklung sind. Im Mittelpunkt von Humboldts gesellschaftspolitischen Erörterungen stehen vor allem Ausbeutung\, Unterdrückung und Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse.
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 10. Oktober 2013 stattfindenden Oktober-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nDieter Volk (MLS): \nPersonalisierte Immuntherapie – von Phase 1 bis zur Patientstratifikation\n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Volk (60) ist Mediziner und Mit­glied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach Promotion (1982) und Habilitation (1987) lehrt er seit 1994 an der Humboldt-Universität. Seitdem ist er Direktor des Institutes für Medizinische Immunologie der Charité;  seit 2006 auch des Berlin-Brandenburg Centrums für Regenerative Therapien. Zu Gastaufenthalten weilte er an der Freien Universität Berlin sowie in Rostock\, Leipzig und Innsbruck. Er ist Associate Editor des Amer. J. Transplant\, gehört bzw. gehörte dem Editorial Board von “Transplantation and Frontiers of Tolerance“\, dem Scientific Advisory Board der Pluristem Inc.\, dem Aufsichtsrat der ProBioGen AG\, dem SAB ITN des NIH(JDF) sowie dem Beirat der Deutschen Gesellschaft für Immunologie an. Aus seiner Feder stammen mehr als 500 Publikationen. \n  \nAbstract:\nUnkontrollierte Immunreaktionen können zu zahlreichen chronischen\, manchmal lebensbedrohenden Erkrankungen mit hohem gesundheitsökonomischen Impact führen\, wie rheumatische Erkrankungen\, Multiple Sklerose u.a. Autoimmunerkrankungen. Akute und chronische Abstoßungen sind auch das große Problem der Transplantationsmedizin. Dank moderner Technologien wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Therapeutika\, zumeist Biologics\, entwickelt\, die jedoch im allgemeinen nicht zur Heilung führen. Eine dauerhafte Immunsuppression hat jedoch zahlreiche Nebenwirkungen\, so dass ein hoher Druck zur Optimierung dieser Therapieansätze besteht\, um\n–                  neue immunmodulatorische Ansätze zu entwickeln\, die eher das Immunsystem reprogrammieren als nur einfach zu supprimieren;\n–                  eine verbesserte Nutzen/Kosten-Ratio zu erzielen.\nDaher besteht ein hoher Bedarf an der Entwicklung\, Validierung und Anwendung von Biomarkern für die Begleitung immunmodulatorischer Therapien\, um\n– neue Therapien zu monitoren  (Safety\, Pharmacodynamics\, Mode-of-Action);\n– die richtigen Patienten und den richtigen Zeitpunkt zu identifizieren für einen bestimmten therapeutischen Ansatz (Stratifizierung);\n– die individuelle Sicherheit sowie Erfolg/Misserfolg neuer Therapien zu erfassen;\n– neue “Targets” zu identifizieren auf der Basis der genauen Analyse von Patienten\, bei denen therapeutische Maßnahmen versagten.\nWir berichten über die Erfahrungen eines umfangreichen Biomarkprogramms in zahlreichen Studien bis hin zur täglichen Routine. \n 
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SUMMARY:September-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 12. September 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zum \nEhrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von Herbert Hörz:\nMensch – Fortschritt – Humanismus\nmit Beiträgen von:\nGerhard Banse (MLS): Laudatio\nWerner Ebeling (MLS): Über das Gedächtnis des Zufalls\nJohn Erpenbeck (MLS): Neu editiert\, neu bedacht: “Dialektik der Natur im 20. Jahrhundert”\nWerner Naumann (MLS): Zur Bedeutung der statistischen Gesetzeskonzeption für die Pädagogik\nErdmute Sommerfeld (MLS): Strukturelle Informationen: Repräsentation\, Interpretation\, Reduktion\nHerbert Hörz (MLS): Schlusswort \n13.30 bis 17.00 Uhr\,\nOrt: Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\n 
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DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12.September 2013 stattfindenden September-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nArne Heise (MLS) \nGovernance without government oder die Eurokrise und was mit dem europäischen Gouvernance-System nicht stimmt\n10:00 Uhr bis 12:00 Uhr; Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Heise (53) ist Wirtschaftswissenschaftler und Mit­glied der Leibniz-Sozietät seit 2007. Er hat eine Professur für VWL\, insbesondere Finanzwissenschaft und Public Governance\, an der Universität Hamburg inne. An der Universität Bremen wurde er promoviert und habilitierte er sich\, hatte Professuren an der Wirtschaftsuniversität Wien\, der Universität zu Köln inne\, ist affiliierter Professor an der Izmir University of Economics und Visiting Fellow am St. Edmund’s College der Cambridge University. \nAbstract:\nDie Weltfinanzkrise von 2008 – 2010 wird als tiefste weltweite Depression seit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre betrachtet. Wenn sie letztlich nicht ganz so einschneidend war wie die Weltwirtschaftskrise\, dann deshalb\, so die Europäische Kommission\, weil man die Lektion der 1930er Jahre gelernt und deren Lehren insbesondere in das Europäische Governance-System institutionell eingebaut habe.\nIn dem Vortrag wird argumentiert\, dass diese Einschätzung der Kommission allzu positiv erscheint. Im Gegensatz dazu muss festgestellt werden\, dass die institutionellen Vorkehrungen des Europäischen Governance-Systems wesentlich mit dazu beigetragen haben\, dass die Weltfinanzkrise in einigen EU-Mitgliedsstaaten daraus vergleichbare Dimensionen mit der Weltwirtschaftskrise angenommen hat und deshalb eine Reform des EU-Governance-System unausweichlich ist.
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DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 12. September 2013 stattfindenden September-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag präsentiert und zur Diskussion gestellt wird \nJörg Matschullat (TU Freiberg): \nGeochemie und Klimaforschung. Prozesse auf verschiedenen Zeit- und Raumskalen\n10.00 bis 12.00 Uhr\,\nRathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Matschullat ist Geowissenschaftler. Früh kam er mit Menschen diverser Kontinente in Berührung und war u.a. motiviert\, Fremdsprachen zu lernen und die Welt kennenzulernen. Das Geologiestudium\, zunächst in Clausthal-Zellerfeld\, später bis zum Abschluss in Tübingen (1983) unterstützte beides. Teilweise längere Arbeitsaufenthalte in Brasilien\, den Kapverdischen Inseln\, Ghana\, Griechenland und Südindien prägten ihn zum Teil wesentlich. Neben den Geowissenschaften faszinierten jedoch auch andere Fachbereiche\, und so suchte er sich ein eigenes interdisziplinäres Studium zusammen.\nSeit dem Promotionsstudium an der Universität Göttingen (1984 bis 1989) und den anschließenden Jahren als Post-Doc\, wiederum an der TU Clausthal und in Heidelberg standen umweltgeochemische Arbeiten in stark interdisziplinären Projekt(verbünden) im Vordergrund.\nNach Habilitation in Geologie und Mineralogie (1995) und der Berufung (1999) auf den neugeschaffenen Lehrstuhl für Geoökologie an der TU Bergakademie Freiberg (heute Geochemie und Geoökologie) weitete sich das Forschungsfeld nochmals und umfasst heute auf den ersten Blick so heterogen anmutende Bereiche wie Atmosphären- und (regionale) Klimaforschung\, Analytische und Umweltgeochemie sowie Nachhaltigkeitsfragen. Neben nach wie vor laufenden Arbeiten in Brasilien sind Aktivitäten vor allem mit Kollegen in Australien\, Japan und Kanada hinzugekommen.\nDekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau war er von Dezember 2009 bis März 2013. Er ist Mitglied im Klimanetzwerk Sachsen. \nAbstract:\nDas vielleicht bislang klügste Buch zum Thema Kimawandel wurde 2009 von Mike Hulme veröffentlicht: „Why we disagree about climate change …“ („Warum Klimawandel für Streit sorgt. Kontroversen\, Tatenlosigkeit und Chancen verstehen“). Nach einer kurzen und wohl ungewöhnlichen Einführung zum Thema Klimawandel wird an mehreren konkreten Beispielen gezeigt\, wie der Fokus auf einzelne Raum- oder Zeitskalen schnell den Blick zu trüben vermag\, wenn es darum geht\, Prozesse im System Erde richtig zu verstehen. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf naturwissenschaftlichen Aspekten\, andere wichtige Sichtweisen der Wirklichkeit werden allenfalls gestreift.\nNebel- und Regentropfen werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie Partikel in der Atmosphäre\, ein kleines Bundesland wie Sachsen ebenso wie ein Blick auf Mittelosteuropa und die ganze Nordhemisphäre. Und zur Illustration der Bedeutung von Skalen im Verständnis von Prozessen\, die auch uns Menschen zum Teil intensiv betreffen\, werden schließlich gar ressourcenbezogene Beispiele diskutiert – wie finden wir Lagerstätten und wie finden wir heraus\, ob Berlin eine saubere oder eine von Schadstoffen belastete Stadt ist? Auch hier geht es von der lokalen Raumskale bis zur kontinentalen – und am Ende hofft der Vortragende\, der Zuhörerschaft einige Anregungen gegeben zu haben\, dass es sich lohnt\, dieselben Gegenstände bzw. Fragen und Herausforderungen mit unterschiedlichen Brillen zu betrachten. \n 
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DESCRIPTION:Der traditionelle Leibniz-Tag 2013 steht unter dem Motto: \n20-jähriges Bestehen der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin als e.V. – Rückblick auf einen schwierigen aber erfolgreichen Entwicklungsabschnitt\nEinladung und Tagesordnung\n04. Juli 2013 10:00 Uhr bis 17.00 Uhr \n 
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” trifft sich zu seiner nächsten Sitzung \nam Freitag\, den 14. Juni um 15.00 bis 17:00 Uhr. \nOrt: BISS e.V. Pettenkoferstraße 16 – 18 \nDiskutiert wird das geänderte Thema \nWachstum und Wachstumskritik\nVortrag: MLS Dr. U. Busch: Wachstumsverzicht oder moderates Wachstum? Zum Disput zwischen Ökonomen und Nichtökonomen \nDazu begleitende Arbeit als Download \nEs Interessenten wenden sich für weitere Informationen bitte an MLS Michael Thomas (thomas@biss-online.de)
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SUMMARY:Juni-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 13. Juni 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zum \nKolloquium „Schwerhörigkeit und Tinnitus“\n\n13.30 bis 15.30 Uhr\, Ort: Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nHeidi Olze (Charité Berlin): Therapie der Schwerhörigkeit \nC.V.:\nFrau Prof. Olze ist Ärztin. Seit dem Studium in Berlin arbeitet sie an der HNO-Klinik der Charité: 1992-1998 als Assistenzärztin\, seit 1999 als Fach-\, seit 2002 als Oberärztin\, seit 2003 als Leitende Oberärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der HNO-Klinik der Charité (Campus Virchow-Klinikum) und seit 2010 als Direktorin der HNO-Klinik der Charité-Universitätsmedizin Berlin\, Campus Virchow Klinikum (CVK) und Charité Campus Mitte (CCM). Im April 2012 wurde sie zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt. Zusätzlich hat sie sich für Plastische Operationen\, in Allergologie\, als Health Care Managerin und als Medizindidaktikerin qualifiziert. Sie gehört der Deutschen Gesellschaft für Hals-\, Nasen- und Ohrenheilkunde\, Kopf- und Hals-Chirurgie\, der Otorhinolaryngologischen Gesellschaft zu Berlin\, der Deutschen sowie der Berlin- Brandenburger Cochlear-Implant-Gesellschaft\, der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI)\, dem Network of Excellence: Global Allergy and Asthma European Network sowie der AG Klinische Immunologie\, Allergologie und Umweltmedizin der DGHNO an\, letzterer als Vorsitzende des Vorstands. Mit Kollegen in Warszawa\, Gent und Bordeaux arbeitet sie zusammen. \nAbstract:\nHörstörungen sind häufig\, betreffen alle Altersklassen und können vielfältige Ursachen haben. Das Versorgungspektrum ist breit und reicht bis zu Hörimplantaten. Bei den Cochlea-Implantaten (CI)\, ursprünglich nur für ertaubte Erwachsene und taub geborene Kinder gedacht\, hat sich in den letzten Jahren das Anwendungsspektrum stark erweitert. So werden heute auch Patienten mit Resthörfähigkeit und sogar einseitig taube Patienten erfolgreich mit diesem Implantat versorgt. Neue\, schonende Operationsmethoden und moderne Implantate erlauben die Versorgung sehr kleiner Kinder und auch über 80-jähriger Patienten.\nAn der HNO-Klinik der Charite\, wo jährlich mehr als 130 solcher Implantationen durchgeführt werden\, haben wir in den letzten Jahren zahlreiche Studien zu einer  komplexeren Beurteilung des Behandlungserfolges nach CI durchgeführt. Die CI-Versorgung führt neben der Verbesserung des Hörens und Sprachverstehens auch zu einer besseren Lebensqualität und geringerer Tinnitus- und Stressbelastung. Auch bestehende Begleiterkrankungen wie Depressivität und Ängstlichkeit besserten sich signifikant. Ältere\, über 70-jährige\, Patienten profitieren in vergleichbarer Weise wie jüngere\, wobei sich der Nutzen des CI über die Hörverbesserung hinaus auch auf soziale und psychologische Bereich erstreckt. Insgesamt stellt die Cochlea-Implantat-Versorgung heute bei entsprechender Indikation ein risikoarmes und äußerst erfolgreiches Verfahren zur Hör-Rehabilitation gehörloser bzw. hochgradig schwerhöriger Kinder und Erwachsener dar. \nBirgit Mazurek (Charité Berlin): Molekularbiologische Aspekte bei Tinnitus \nC.V.:\nFrau Prof. Mazurek ist Ärztin. Nach dem Studium in Rostock arbeitet sie seit 1995 an der HNO-Klinik der Charité\, ab 2001 als Fachärztin. Seitdem leitet sie das dortige Tinnituszentrum; seit 2004 auch das Molekularbiologische Forschungslabor der HNO-Klinik. 2007 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über die Rolle von Hypoxie und Ischämie bei der Entstehung von Hörstörungen. \nAbstract:\nTinnitus ist definiert als subjektive Wahrnehmung eines Geräusches bei Fehlen einer äußeren Schallquelle. In der Regel geht Tinnitus mit Hörstörungen einher\, kann aber auch als unabhängiges Symptom auftreten. Die Ursachen für seine Entstehung können sehr vielseitig sein\, darunter Lärm\, ototoxische Substanzen\, Altern\, Stress\, Entzündungen und Durchblutungsstörungen.\nIn die Tinnitusentstehung sind periphere und zentrale Strukturen involviert. Wesentliche periphere Strukturen sind innere und äußere Haarzellen sowie das Spiralganglion. Wesentliche zentrale Strukturen sind die Nuclei cochlearis ventralis und dorsalis\, der Colliculus inferior\, der obere Olivenkomplex\, der Corpus geniculatum mediale und der sekundäre und primäre Cortex. Prinzipiell wird angenommen\, dass Tinnitus durch eine Dysbalance zwischen exzitatorischen und inhibitorischen Aktivitäten\, sowohl auf der Ebene von peripheren als auch zentralen Schaltstellen verursacht bzw. verstärkt wird. Damit wird das Tinnitusgeräusch als ein Phantomreiz angesehen. Daher kann er in die Gruppe der hyperaktiven Erkrankungen des auditorischen Systems eingeordnet werden.\nAufgrund dieser Erkenntnisse steht in den letzten Jahren in der Tinnitustherapie nicht mehr seine Beseitigung im Vordergrund\, sondern die Umlenkung der Wahrnehmung und subjektiven Bewertung sowie die Behandlung von Komorbiditäten. Dies führt letztendlich zu einer Kompensation und Habituation\, Verringerung des Leidensdruckes und Verbesserung der Lebensqualität.\nDie wesentliche\, bislang nicht gelöste Herausforderung besteht jedoch darin\, bei einem unter Tinnitus leidenden Patienten die individuelle Ursache zweifelsfrei zu belegen und eine individuelle Therapie anzustreben; denn Aussicht auf einen Heilungserfolg bietet nur eine ursachengerichtete Therapie.\nAls Zukunftsperspektive werden in der gesamten therapeutischen Medizin große Hoffnungen auf Fortschritte in der molekularen und zellbiologischen Therapie gesetzt\, da die derzeitigen Therapien für viele Erkrankungen unbefriedigend sind. Auf Grund des komplexen Charakters hinsichtlich der Ursachen\, der Entstehung und der klinischen Symptomatik gilt das insbesondere auch für Tinnitus.\nDie Forschung konzentriert sich daher auf neue Möglichkeiten der Protektion\, Reparatur bzw. den Ersatz der Haarzellen und der Neurone des Spiralganglions. Die enge Verknüpfung von Hörvermögen und Tinnitus lässt allerdings erwarten\, dass eine erfolgreiche Gentherapie des Hörvermögens auch Hoffnungen für neue Therapieansätze des Tinnitus ermöglicht. \nChristian Maschke (TU Berlin): Fluglärm – Schallschutz und Gesundheit \nC.V.:\nDr. Maschke ist Ingenieur. Nach dem Studium der politischen Wissenschaften sowie der Elektrotechnik (Schwerpunkt Akustik) wurde er 1992 an der TU Berlin promoviert\, wo er sich auch 1998 habilitierte. Seit 1996 ist er als unabhängiger Gutachter für Behörden\, Gerichte und Unternehmen der privaten Wirtschaft tätig. 1986 bis 1998 nahm er eine Gastprofessur an der Technischen Universität Berlin wahr\, gleichzeitig mehrere Lehraufträge an der Fachhochschule der Deutschen Bundespost\, der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin. Seit 1998 ist er Privatdozent an der Technischen Universität Berlin; zur gleichen Zeit wurde er stellvertretender Leiter der Projektgruppe „Umweltbezogene Erkrankungen“ am Robert Koch-Institut und Lehrbeauftragter an der Hochschule Mittweida. Nach knapp zweijähriger Tätigkeit als Leiter des Fachgebietes „Lärm“ bei der Müller-BBM GmbH München machte er sich 2003 als beratender Ingenieur für Immissionsschutz selbstständig. Seit 2010 ist er Referent für Fluglärm im Brandenburger Landesamt für Umwelt\, Gesundheit und Verbraucherschutz.\nAus seiner Feder stammen mehr als 250 Publikationen bzw. Stellungnahmen. Er ist principal advisor bei der WHO\, Mitglied im redaktionellen Beirat der Zeitschrift “Noise & Health“ sowie aktives Mitglied im DIN-Ausschuss NALS A2. 2002 bis 2006 war er Sprecher des interdisziplinären Forschungsverbunds „Lärm & Gesundheit“ an der Technischen Universität Berlin\, 2007 bis 2010 Mitglied in der Eidgenössischen Kommission zur Beratung der Schweizer Bundesbehörden in Fragen der Lärmbekämpfung. \nAbstract:\nTrotz der Erfolge beim Reduzieren der Triebwerksgeräusche und der Umströmungsgeräusche hat die Geräuschbelastung in der Umgebung von Flughäfen und Landeplätzen aufgrund der stetigen Zunahme des Flugverkehrs zugenommen. Dieser Trend ist auch für die kommenden Jahre zu erwarten.\nVor diesem Hintergrund wird der Schutz vor lärmbedingten organischen Erkrankungen\, Belästigungen oder Funktionsstörungen zunehmend wichtiger. Darüber hinaus hat die epidemiologische Forschung auf dem Gebiet der Lärmwirkung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Viele der bis zum Jahr 2000 publizierten Studien lassen nur einen Trend zu erhöhten Gesundheitsrisiken ab Dauerschallpegeln von 65 dB(A) erkennen. Neue Erkenntnisse liegen vor allem bezüglich Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und zeigen Gesundheitsrisiken bereits bei deutlich geringeren Dauerschallpegeln.\nDa Fluglärm von oben einwirkt\, ist eine Abschirmung (z.B. Schallschutzwände) kaum möglich. Auch die Möglichkeit\, Wohn- oder Schlafräume auf die von der Schallquelle abgewandte Seite zu verlegen\, ist im Gegensatz zu Straßenverkehrs- oder Schienenlärm nicht gegeben. Kann der Flugverkehr nicht verlegt oder vermieden werden\, so verbleibt der Technische Schallschutz (Einhausung) als letzte Möglichkeit. Neben allgemeinen Anforderungen wird kurz auf die Schallschutzproblematik am Flughafen Berlin-Brandenburg eingegangen.
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SUMMARY:Juni Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 13.Juni 2013 stattfindenden Juni-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nEkkehard Diemann (MLS): Johannes Kunckel und das Gold \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Diemann (69) ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach Studium in Göttingen und Promotion in Dortmund ist er seit 1977 an der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld tätig (Schwerpunkte: Anorganische und Analytische Chemie\, Chemieunterricht). Er ist Gastprofessor an der Fakultät für Exakte Wissenschaften an der Nationaluniversität La Plata (Argentinien) und war Gastwissenschaftler am Dalian Institute of Chemical Physics der Academia Sinica. Seit 2007 ist er Honorarprofessor an seiner Fakultät. \nAbstract:\nDer Vortrag beschäftigt sich nach einer kurzen Kulturgeschichte des Goldes und Informationen zur Person von Johannes Kunckel (1630 -1703) mit den von Kunckel in seinem Buch „Collegium physico-chymicum experimentale“ 1716 publizierten Vorstellungen über die Prozesse\, die sich bei der Herstellung von Goldrubinglas abspielen. Später haben sich dann so bedeutende Wissenschaftler wie J. J. Berzelius\, M. Faraday und R. Zsigmondy (Nobelpreis 1925) mit diesem Thema beschäftigt\, das bis in die neueste Zeit aktuell geblieben ist. Was wissen wir heute mehr\, als Johannes Kunckel schon wusste?
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Juni 2013 stattfindenden Juni-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nJörg Roesler (MLS): Counterfactual History. Ihre Anwendung auf die Erforschung  und Darstellung der DDR-Geschichte \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin\, Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Roesler (72) ist Wirtschaftswissenschaftler und Mit­glied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Er studierte ab 1959 Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität\, arbeitete am dortigen Institut für Wirtschaftsgeschichte und ab 1974 am von Jürgen Kuczynski gegründeten Akademieinstitut in Berlin. Er hielt Vorlesungen zur Wirtschaftsgeschichte der DDR\, Deutschlands und des Auslands\, forschte zur Industriegeschichte der DDR und zur Wirtschaftsgeschichte der sozialistischen Länder. Nach 1991 untersuchte er die Transformation in Ostdeutschland und in den osteuropäischen Ländern. Seine Lehrtätigkeit setzte er bis 2006 fort\, u. a. an der Universität der Künste\, Berlin\, und als Gastprofessor in Kanada und den USA. \nAbstract:\nIn den USA entstanden\, hat der Zweig der Kontrafaktischen Geschichte\, auch als Eventualgeschichte\, virtuelle Geschichte oder „Geschichte im Konjunktiv“ bezeichnet\, unter deutschen Historikern als Forschungsmethode seit Mitte der 1980er Jahre Anhänger gefunden. Die Eventualgeschichte hat sich zur Aufgabe gemacht\, auf Alternativen zur geschehenen Entwicklung\, die nicht realisiert wurden\, aufmerksam zu machen. Sie kann\, sofern sie bestimmte Regeln einhält\, die im Beitrag vorgestellt werden\, dazu benutzt werden\, die durch die traditionelle Historiografie gewonnene Kenntnis über den realen Geschichtsverlauf zu ergänzen und zu bereichern. Die Counterfactual History dient dabei nicht nur zur besseren Ausleuchtung der Realgeschichte\, sondern auch der wünschenswerten Korrektur der Realgeschichtsschreibung\, da sie geeignet ist\, einer der Realgeschichte innewohnenden Schwäche\, dem Hang vor allem ihrer Zeitgeschichtsschreibung zur teleologischen Geschichtsbetrachtung wirkungsvoll zu begegnen. Besonders angeraten ist ihre Anwendung auf die DDR-Geschichte\, deren „Aufarbeiter“ sie – ausgehend von deren Ende – gern als vierzigjährige Geschichte eines unvermeidlichen „Untergangs auf Raten“ darstellen. Mit Hilfe der Counterfactual History lässt sich begreifen\, dass für die DDR durchaus die Möglichkeit bestand\, nur einige wenige Jahre\, aber auch deutlich weitaus länger als vier Jahrzehnte zu existieren.
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SUMMARY:Ankündigung: Jahrestagung der Leibniz-Sozietät 2013
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. veranstaltet zusammen mit dem Zentrum für Lehrerbildung der Universität Potsdam eine wissenschaftliche Tagung\, die in die Reihe der Jahrestagungen der Leibniz-Sozietät als Jahrestagung 2013 eingeordent ist. \nThema:\n„Inklusion und Integration“ \nDie Veranstalter verweisen mit Freude auf eine Reihe sehr erlesener Referenten und möchten insbesondere auf den Vortrag der \nMinisterin Dr. Martina Münch (Potsdam)\nzum Thema:\n“Bildungspolitische Implikationen der Inklusion“ \nhinweisen. \nDownload Vorläufiges Programm\nEinladung-Flyer
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SUMMARY:Mai-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 16. Mail 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nPeter Brandt (Hagen): Zur Verfassungsrechtsproblematik in Europa \n13.30 bis 15.30 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Brandt (64) ist Politikwissenschaftler. Nach dem Studium der Geschichte\, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre sowie der Promotion an der FU Berlin arbeitete er ebendort als Assistent sowie als freier Publizist bis zur Habilitation. Seit 1989 hat er an der FernUniversität Hagen eine Professor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte inne; seit 2002 ist er dort auch Direktor des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften. Er ist Mitglied des Vorstands der Friedrich-Ebert-Stiftung und Sprecher des Kuratoriums der Deutschen Gesellschaft. 2009 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.\nAm vierbändigen “Handbuch der europäischen Verfassungsgeschichte” ist er als Mitherausgeber beteiligt\, außerdem gibt er das Online-Magazin „Globkult“ heraus. Er ist Autor zahlreicher Buch- und Zeitschriftenpublikationen zu diversen Themen der europäischen\, insbesondere der mittel- und nordeuropäischen Geschichte seit dem 17. Jahrhundert; allein in den letzten fünf Jahren kam er auf 21 Veröffentlichungen. \nAbstract:\nSeit 2004/06 erscheint unter der Mitherausgeberschaft des Referenten das „Handbuch der europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert“ mit Quellen-CD-ROM. Neben den vier Bänden für den Zeitraum von etwa 1770 bis 1914 wird eine zweite Reihe für das 20. und frühe 21. Jh. vorbereitet.\nDer Vortrag fußt auf der Konzeption des Handbuch-Projekts\, dem ein erweiterter und empirischer\, an die Gesellschaftsentwicklung angebundener Verfassungsbegriff\, die flächendeckende Behandlung ganz Europas (einschließlich Russlands und des Osmanischen Reiches)\, ein einheitliches Raster mit zwölf gleichbleibenden Gliederungspunkten (wie „Wahlrecht“ und “Finanzen“) der diversen Länderbeiträge sowie die Verbindung von Darstellung und Dokumentation zugrunde liegen.\nDas 19. Jh. war das Jahrhundert des Konstitutionalismus schlechthin. An seinem Anfang stand der Durchbruch zur Verfassungsstaatlichkeit im modernen Sinn überhaupt\, an seinem Ende der sich abzeichnende Durchbruch zum Parlamentarismus und – nicht damit identisch – zur politischen Demokratie (auch wenn diese zwischen den späten 20er und den frühen 40er Jahren des 20. Jh. noch einmal in die Defensive geriet). Dabei lassen sich\, trotz aller nationalstaatlichen Eigenentwicklungen\, Diskrepanzen und Ungleichzeitigkeiten\, so etwas wie große europaweite Verbindungslinien\, etwa in Gestalt bestimmter Verfassungswellen und auch Verfassungsregionen\, ausmachen.\nVerfassungsgeschichte ist nicht zuletzt Verfassungs-Rechtsgeschichte (sowohl im formellen wie im materiellen Sinn)\, wobei das Recht als eine eigene\, relativ autonome und auf die anderen Bereiche zurückwirkende Sphäre des gesellschaftlichen Lebens verstanden wird. Verfassungsgeschichte kann aber nicht in der Verfassungs-Rechtsgeschichte aufgehen\, wenn sie auch nur die Entwicklung der politischen Strukturen im engeren Sinn untersuchen will. Darüber hinaus muss sie das Spannungsverhältnis thematisieren\, das sich seit dem 18. Jh. zwischen der Beharrungstendenz des rechtlich oder gewohnheitsrechtlich fixierten politischen Systems und der Dynamik des permanenten\, sich beschleunigenden wirtschaftlich-sozialen Wandels auftat. Von daher würde sich die Teildisziplin Verfassungsgeschichte nicht so sehr durch die Ausgrenzung der sozialen Strukturen und Prozesse\, sondern durch den spezifischen Gesichtspunkt\, unter dem die gesellschaftliche Entwicklung betrachtet wird\, von anderen Teildisziplinen wie der Sozialgeschichte und der Politikgeschichte unterscheiden.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 16. Mai 2013 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nNorman Paech (Hamburg): Das Recht zum Krieg – zu neuen Entwicklungen in der Völkerrechtsdiskussion der BRD \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Paech (75) ist Rechtswissenschaftler. Nach dem Studium der Geschichte und des Rechts an den Universitäten Tübingen\, München\, Paris und Hamburg (Promotion 1965) absolvierte er noch ein Zusatzstudium am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik Berlin. Das befähigte ihn zur Arbeit im Bundesministerium für Wirtschaftliche Entwicklung in Bonn (1968 bis 1972). Danach war er für zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) in Hamburg. 1975 wurde er zum Professor für Politische Wissenschaft an der Einstufigen Juristenausbildung der Universität Hamburg berufen\, 1982 zum Professor für öffentliches Recht an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg.\n1969 bis 2001 war er SPD-Mitglied\, 1972 bis 1973 gehörte er dem Juso-Landesvorstand Hamburg an. 1977 bis 1986 war er der Vorsitzende der Vereinigung demokratischer Juristen (VDJ) in der BRD. 2007 trat er der Partei DIE LINKE bei\, war 2005-2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und Außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.\nProf. Paech engagiert sich außer in der VDJ in der “Freundschaftsgesellschaft Vietnam-BRD”\, im Wissenschaftlichen Beirat von “International Association of Lawyers against Nuclear Armement” (IALANA) und von “International Physicians for the Prevention of Nuclear War” (IPPNW) sowie bei Attac und im Auschwitz-Komitee.\nJüngste Veröffentlichung: Paech\, Stuby\, Machtpolitik und Völkerrecht in den internationalen Beziehungen\, VSA-Verlag\, Hamburg 2013. \nAbstract:\nDie Epoche seit dem Untergang der Sowjetunion und der Auflösung des Machtgleichgewichts zwischen Ost und West wird durch eine stärkere militärische Interventionspolitik der atlantischen Mächte weltweit gekennzeichnet. Die erhoffte „Friedensdividende“ hat sich nicht eingestellt.\nDie strenge Eingrenzung staatlicher Gewaltausübung durch Kriegsverbot (Briand-Kellogg-Vertrag 1928) und Gewaltverbot (UNO-Charta 1945) widerspricht den Plänen nach Neuordnung der postkolonialen Welt.\nWissenschaft und Politik arbeiten durch die Wiedereinführung alter (humanitäre Intervention) und Formulierung neuer (responsibility to protect\, Antiterrorkampf) Rechtfertigungskonstruktionen daran\, die engen Regeln des Kriegsverbots durchlässig zu gestalten\, um die Differenz zwischen rüstungstechnologischer Kriegsfähigkeit und juristischer Kriegsmöglichkeit zu überwinden.\nDie jahrzehntelange Förderung und Zusammenarbeit mit nachkolonialen korrupten und kriminellen Eliten und Regierungen hat sich nicht als dauerhaft erwiesen. Ihre Beseitigung ruft die alten Kolonialmächte auf den Plan\, die ihre nach wie vor bestehenden ökonomischen und strategischen Interessen auch militärisch sichern wollen. Deshalb erklären alle Militärstrategien der atlantischen Mächte die Sicherung ihrer Handels- und Rohstoffinteressen zur legitimen Aufgabe der Streitkräfte.\nDas Bemühen\, den Entzug des staatlichen Gewaltmonopols und seine Übertragung auf die UNO zu lockern und das alte Recht auf Krieg wieder zu öffnen\, spiegelt die alte koloniale Konfrontation wieder. Denn wo der Schutz vor der übermächtigen militärischen Gewalt nur noch durch das Recht möglich ist\, zerstört die Erosion dieses Rechts die Sicherheit und Souveränität der schwachen Staaten.
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DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 16. Mai 2013 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nChristian Kohlert (MLS): Sicherheit gegen Produktfälschung – wissenschaftlich-technische Mittel/Methoden gegen Plagiate und Produktpiraterie \n10.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin (U-Bahnhof Turmstraße)\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kohlert (59) ist Verfahrenstechniker und  Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Nach dem Studium an der TH Merseburg und einer Tätigkeit am Leningrader Technologischen Institut (Promotion 1978) war er bis 1991 wissenschaftlicher Oberassistent an der TH Merseburg. Seitdem arbeitet er bei der Klöckner Pentaplast GmbH in Montabaur: zunächst als Entwicklungsingenieur\, seit 2005 als Direktor für Prozesstechnologie sowie als Projektmanager Russland.\n1998 berief ihn die TU St.Petersburg zum Ehrenprofessor; seit 2008 gehört er der Internationalen Akademie der Wissenschaften des Hochschulwesens (IHEAS) mit Sitz in Moskau an. Er verfügt über 8 russische und 27 internationale Patente\, ist Autor von 7 Büchern oder Buchbeiträgen und 49 Artikeln und hat bisher 18 Dissertationen sowie 100 Diplom- und Masterarbeiten betreut. \nAbstract:\nProduktfälschung ist heute kein Kavaliersdelikt mehr\, werden doch teure Forschungsaufwendungen nicht in Verkaufsmengen umgesetzt\, gehen Nutzeffekte für die Kunden verloren und kommen Arzneimittel mit fehlenden oder minderwertigen Wirkstoffen in Umlauf.\nDer Schutz von Produkten gegen Fälschung steht deshalb heute im Mittelpunkt vieler Diskussionen und Entwicklungen. Damit ist sowohl der Schutz eigener Produkte\, wie Kreditkarten\, elektronische Erzeugnisse oder Tonträger\, als auch der Schutz von Produkten vermittels der Verpackung – z.B. wirkungsvolle Pharmaprodukte oder hochwertige Lebensmittel – zu verstehen.\nDer Markt fordert deshalb zu Recht einen Fälschungsschutz\, der sich auf einfache Weise in das Produkt oder die Verpackung einbringen lässt sowie es erlaubt\, die Originalität des Produktes leicht und eindeutig wiederzuerkennen.\nKlöckner Pentaplast als der führende Hersteller von innovativen Hartfolien für Verpackungszwecke und technische Anwendungen beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Aufgabe\, Verpackungsfolien so zu kennzeichnen\, dass sie wiedererkennbar für den Folienhersteller und nutzbar als Produktschutz für den Verarbeiter werden. Dazu wurden herkömmliche Systeme auf ihre Anwendbarkeit geprüft\, eigene Ideen entwickelt und großtechnisch umgesetzt.
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DESCRIPTION:Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e. V. veranstaltet die 15th Leibniz Conference of Advanced Science unter dem Thema: \n“Erneuerbare Energien 2013”\nam 2. und 3. Mai 2013;\nOrt: Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises “Gesellschaftsanalyse und Klassen”
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen” trifft sich zu seiner nächsten Sitzung \nam Freitag\, den 19. April um 15.00 Uhr. \nOrt: BISS e.V. Pettenkoferstraße 16 – 18 \nDiskutiert wird mit PD Dr. habil. Raj Kollmorgen (Universität Jena) zur vergleichenden Transformationsforschung. \nInteressenten wenden sich für Texte oder/und weitere Informationen bitte an Michael Thomas (thomas@biss-online.de)
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SUMMARY:Eugen-Goldstein Kolloquium "Wissenschaft und Öffentlichkeit"
DESCRIPTION:Wissenschaftliches Kolloquium anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Berliner URANIA \nGemeinsame Veranstaltung der URANIA Berlin und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin Weitere Einzelheiten: \nProgramm \n \nEinladung \n  \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/eugen-goldstein-kolloquium-wissenschaft-und-offentlichkeit/
LOCATION:Kleist-Saal im Urania-Gebäude Berlin\, An der Urania 17\, Berlin\, 10787
CATEGORIES:Naturwissenschaften und Technikwissenschaften,Sozial- und Geisteswissenschaften,Veranstaltungen
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SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur planmäßig am 11. April 2013 stattfindenden Plenar-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nPeter Fleissner (MLS):\n Gegen den Strich gebürstet – Anwendungen der Marxschen Arbeitswerttheorie auf moderne Volkswirtschaften \nAchtung:\nVeranstaltungsort: Rathaus-Mitte\, Karl-Marx-Allee 31; BVV-Saal\, 13.30 Uhr \nC.V.:\nProf. Fleissner (69) ist Sozialkybernetiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2002. Ab 1971 arbeitete er als Abteilungsleiter für Ökonomie am Institut für Höhere Studien in Wien\, ab 1973-1989 als Senior Researcher und von 1978 bis 1989 als stellvertretender Direktor des Instituts für sozio-ökonomische Entwicklungsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1974-1982 war er Teilzeit-Mitarbeiter des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien\, von 1990 bis 2006 Ordinarius für Sozialkybernetik an der Technischen Universität Wien.\n1997 bis 2000 leitete er als Beamter auf Zeit die Abteilung “Technology\, Employment\, Competitiveness and Society” des Instituts für Prospektive Technologische Studien (IPTS) der Europäischen Kommission in Sevilla\, danach war er bis 2004 Abteilungsleiter für die Europäische Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) in Wien.\nDerzeit lebt er im Ruhestand in Wien\, arbeitet aber weiter als freier Konsulent und als Lektor an der Fakultät für Forschung und Fortbildung des Instituts für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt. 2006 war er in Shanghai Mitbegründer der “World Association of Political Economics” (WAPE)\, die eine internationale Zeitschrift “World Review of Political Economics” herausgibt. Er ist Vorsitzender der NGO transform!at.\nSeine Arbeitsgebiete sind Informationsgesellschaft\, Arbeitswerttheorie und mathematische Simulationsmodelle. Weitere Informationen unter: http://peter.fleissner.org/homepage/default.htm \nAbstract:\nAls toter Hund bereits von der wissenschaftlichen Tagesordnung verbannt\, zeigt sich Marx in seiner Wirtschaftstheorie als überraschend vital und brauchbar. Nicht nur die von ihm aufgezeigte Neigung kapitalistischer Ökonomien zu krisenhaftem Verhalten erfährt ihre Bestätigung. Wendet man die Marxsche Arbeitswertlehre auf gegenwärtige Volkswirtschaften an\, sind gute Vorhersagen der empirisch beobachteten relativen Preise möglich. Anhand der jüngsten österreichischen Input-Output Tafeln wird gezeigt\, dass die Marxsche Theorie der Produktionspreise die Umsätze der einzelnen Wirtschaftszweige mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit prognostizieren kann. Seine Überlegungen zu einfacher und komplizierter Arbeit bestehen ebenfalls den Test mit empirischen Daten. Schließlich wird gezeigt\, dass das Marxsche Konzept der Arbeitswerte für Dienstleistungen Widersprüche enthält. Eine verbesserte Berechnungsmethode wird präsentiert und auf österreichische Wirtschaftsdaten angewendet.
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