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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung
DESCRIPTION:Am 20. Januar 2022 findet in Übereinstimmung mit § 10 des Statuts die Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. statt. \nIch lade Sie herzlich zur Teilnahme ein. \nOrt:                 Die Sitzung wird als ZOOM-Meeting durchgeführt: \nhttps://us02web.zoom.us/j/82740142642?pwd=bkRRbjJHckZCQW5nQkR5M254NDJJQT09\nMeeting-ID: 827 4014 2642\nKenncode: 854177\nDie beste Verbindung besteht bei Verwendung der App. Nach klicken auf den Link die App automatisch starten lassen (wenn installiert).\nTelefoneinwahl bitte in der Geschäftsstelle erfragen\, wenn gewünscht. \nBeginn:            13.00 Uhr \nTagesordnung: \n\nPrüfung der Beschlussfähigkeit und Bestätigung der Tagesordnung\nBestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer\nBericht des Präsidiums\nTeil 1: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit\nTeil 2: Finanzbericht\n\n\nBericht der Kassenprüfer\nBeschlussfassung über die Arbeit im Jahr 2021 (Entlastung des Präsidiums)\nDiskussion über den Entwurf einer neuen Satzung der Sozietät\nSonstiges\n\nProf. Dr. Gerda Haßler
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Februar-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät\nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Februar-Sitzung am 10. Februar 2022 in der Zeit von 9:30 bis 11.30 (!) Uhr in Berlin (Rathaus Mitte\, Raum 121) durch zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege \n Vortragender: Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nAbstract: \nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. Gerste schreibt dazu 2014: „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“ (Gerste\, Ronald D.: Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH\, 2014). Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \nVita: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDatum und Veranstaltungsort \n10. Februar 2022\, 9:30 bis 11:30 \nOrt: Rathaus Berlin-Mitte\, Raum 121 (Karl-Marx-Allee 31\, U-Bahn-Station Schillingstraße) \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit.
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SUMMARY:Februar-Plenarsitzung
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche Februar-Plenarveranstaltung am 10.02.2022 als ZOOM-Meeting mit einem Vortrag zum Thema \nBiopharmazeutika und Protein-Konjugate:\nNeue Ansätze für den gerichteten Wirkstofftransport \n  \nReferent: Prof. Dr. Christian P.  R. Hackenberger \nC.V: \nChristian P.  R. Hackenberger studierte Chemie an der Universität Freiburg und der UW Madison/Wisconson und promovierte an der RTWH Aachen. Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gründete er 2005 als Emmy-Noether-Stipendiat eine eigene Forschungsgruppe an der Freien Universität Berlin. 2012 wurde er Leibniz-Humboldt-Professor für Chemische Biologie am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und der Humboldt-Universität zu Berlin. \nSeine Gruppe entwickelt chemische Strategien zur Funktionalisierung von Proteinen und Antikörpern mithilfe hochselektiver chemischer Reaktionen\, um proteinbasierte Therapeutika gegen Krebs\, Alzheimer und Virusinfektionen zu generieren. Er ist Mitbegründer des Münchner Unternehmens Tubulis\, das mit Technologien aus seinem Labor besser verträgliche Krebsmedikamente entwickelt. Im Jahr 2018 wurde Christian der Leonidas Zervas Award der Eurpean Peptide Society verliehen und im Jahr 2020 erhielt er als erster Empfänger den Falling Walls Breakthrough of the Year Award in den Life Sciences\, in Anerkennung seiner Beiträge zur Entwicklung von Biopharmazeutika der nächsten Generation. \nAbstract: \n Die Hackenberger Gruppe am FMP vereint Chemiker\, Biochemiker und Biophysiker\, um neue chemische und biochemische Methoden für die gezielte Modifikation von Peptiden\, Proteinen und Antikörpern zu entwickeln. Die so erhaltenen Biokonjugate werden für die Beantwortung biologischer Fragestellungen aus der Grundlagenforschung verwendet\, sie dienen gleichzeitig aber auch als neue Biopharmazeutika für pharmazeutische Anwendungen. \nIn meinem Vortrag werde ich einige ausgewählte Beispiele aus meinem Labor vorstellen\, die diesen Ansatz verdeutlichen. So gelang es uns kürzlich sowohl ein neues chemisches als auch ein enzymatisches Verfahren für die Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (engl. Antibody-Drug-Conjugates\, ADCs) zu publizieren\, das neue für den Patienten besser verträgliche Medikamente für die Krebstherapie in Aussicht stellt und gleichzeitig zur Gründung des sehr erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Unternehmens Tubulis® (www.tubulis.com) geführt hat. Des Weiteren konnten wir ein neues Verfahren beschreiben\, dass die Zellgängigkeit von Proteinen und Antikörpern ermöglicht und damit völlig neue Ansätze für den intrazellulären Wirkstofftransport aufweist. Ebenso gelang es uns in Zusammenarbeit mit fast allen wissenschaftlichen Institutionen in Berlin neuartige strukturell definierte Inhibitoren gegen Influenza-Viren auf Protein-Basis zu beschreiben. \n  \nDatum  und Veranstaltungsort: \n10. Februar 2022 – 13:30 – 16:00. \nDas Plenum wird als Zoom-Meeting durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85657830272?pwd=TTQ1c2FIOGIxZVF3cThpUi9IaElrUT09\nMeeting-ID: 856 5783 0272\nKenncode: 849186
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SUMMARY:März-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche März-Sitzung am 10. März 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch – Ort: online via Zoom-Link (weitere Einwahldaten s.u.) \nThema: Elektrochemie – Werkzeug mit Zukunft! \nVortragender: Prof. Dr. Uwe Schröder (MLS) \nAbstract: \nUnsere Gesellschaft steht vor sehr großen Herausforderungen bezüglich eines nachhaltigen Umgangs mit den Umweltressourcen. In der öffentlichen Diskussion stechen hier besonders die Themenbereiche der individuellen Mobilität und der nachhaltigen und klimaschonenden Energieversorgung hervor – beides wiederum eng verknüpfte Themen. \nDieser Vortrag soll zeigen\, welche Beiträge die Elektrochemie als Baustein und Bindeglied künftiger regenerativer Energietechnologien leisten kann. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten des eigenen Arbeitskreises. Diese umspannen sowohl Fragestellungen künftiger Mobilität (Batterieforschung\, regenerative Kraftstoffe) und nachhaltiger chemischer Prozesse als auch einer potentiellen Rückgewinnung von Energie aus Abwasserströmen mittels biologischer Brennstoffzellen. \nVita: \nUwe Schröder studierte von 1990-1995 Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort in physikalischer Chemie. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt Stiftung forschte er am Physical and Theoretical Chemistry Laboratory der Universität Oxford. Im Jahr 2007 habilitierte er an der Universität Greifswald (Mentor Prof. Fritz Scholz) und wurde im Jahr 2008 auf die W3-Professur für Nachhaltige Chemie und Energieforschung an die TU Braunschweig berufen\, wo er ab 2015 das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie leitete. Einen Ruf an die Universität Jena (2013) lehnte er ab\, nahm jedoch im Jahr 2021 einen Ruf an die Universität Greifswald an\, wo er seit 1.10.2021 den Lehrstuhl für Elektrobiochemie innehat. Uwe Schröders Forschungsschwerpunkte sind die mikrobielle Elektrochemie und mikrobielle elektrochemische Technologien\, Elektrosynthese und Batterieforschung. Uwe Schröder veröffentlichte über 170 Publikationen mit mehr als 15\,000 Zitationen. Er ist Chefeditor des Journals Frontiers in Energy Research (Frontiers Media) sowie Board-Mitglied zahlreicher Zeitschriften. \n\n  \nOrt: \nZoom-Meeting: \nhttps://uni-greifswald-de.zoom.us/j/82896832275?pwd=bk16L2xSeDRmVWR1dmg4UGhlQUhUUT09 \nMeeting-ID: 828 9683 2275\nKenncode: 050237 \nTelefoneinwahl z.B.\n+49 69 5050 0952 Deutschland\n+49 69 5050 2596 Deutschland
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SUMMARY:April-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr via Zoom (s.u.) statt durch zum Thema \nAktivierung von Zellen an der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\nVortragende: Prof. Dr. Viktoria Weber (MLS) \nAbstract:\nIn zahlreichen in der Medizin verwendeten Verfahren kommt es zum direkten Kontakt von Blut mit verschiedenen Materialien. Dieser kann innerhalb des Körpers erfolgen\, etwa bei Herzklappen oder Stents\, oder außerhalb\, wie bei Verfahren der Dialyse oder bei Oxygenationsmembranen. \nBeim Kontakt von Blut mit Biomaterialien kommt es innerhalb von Sekunden zu einer Adsorption von Proteinen\, wodurch eine neue\, dynamische Oberfläche entsteht\, mit der Blutplättchen und Immunzellen in Kontakt treten. Die Zusammensetzung dieser neu entstehenden Proteinschicht und damit die an dieser Oberfläche ablaufenden Aktivierungsvorgänge hängen maßgeblich von der Art des Biomaterials ab. Die Erkennung dieser Oberflächen als körperfremd kann zu einer Reihe von zellulären Reaktionen führen\, welche die Funktion des jeweiligen Medizinproduktes beeinträchtigen und Thrombosen\, Embolien\, oder Entzündungsreaktionen auslösen können. \nDie Frage\, warum verschiedene Biomaterialien unterschiedliche Aktivierungsvorgänge auslösen\, ist daher ein spannendes und wichtiges Forschungsgebiet. Am Beispiel extrakorporaler Absorptionsverfahren werden in diesem Vortrag Mechanismen der zellulären Aktivierung und ihre möglichen Folgen dargestellt sowie die Möglichkeiten zur Entwicklung von Systemen mit hoher Blutverträglichkeit beleuchtet. \nVita:\nViktoria Weber studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien (Promotion 1993) und erwarb ihre Habilitation für das Fach Biochemie ebenfalls an der Universität für Bodenkultur (2008). Seit 1999 ist sie an der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) tätig\, wo sie seit 2010 eine Professur für Medizinische Biochemie innehat und das Department für Biomedizinische Forschung leitet. Seit 2011 war sie Vizerektorin für Forschung und seit 2021 Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung. Sie ist gegenwärtig Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe (ESAO) und Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT). Viktoria Weber war an mehreren Europäischen Projekten auf dem Gebiet der therapeutischen Apherese sowie der Sepsis beteiligt und leitete von 2013-2019 das CD-Labor für Innovative Therapieansätze in der Sepsis. Ihre Forschungsinteressen gelten der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\, der Aktivierung von Plättchen und Immunzellen während des Kontakts von Blut mit Biomaterialien\, sowie extrazellulären Vesikeln und ihren Rollen in der Gerinnung und Immunmodulation. Mit ihrer Gruppe entwickelte sie eine Reihe von Methoden zur Charakterisierung des zellulären Ursprungs und der Funktion extrazellulärer Vesikel insbesondere in der Sepsis. \nKoordinaten für die Teilnahme an der Online Sitzung:\nZoom-Meeting: \nhttps://donau-uni.zoom.us/j/69196849157?pwd=YlZacHJzeGFlOThYRldHYll2bC9ydz09 \nMeeting-ID: 691 9684 9157 \nKenncode: 791894 \n 
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SUMMARY:April-Plenum
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 7. April 2022 mit einem Vortrag zum Thema \nZu weit\, zu hoch\, zu heiß\, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt  \nVortragender: Prof. Dr. med. Hanns-Christian Gunga \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract: \nUmweltfaktoren (Luftdruck\, Luftfeuchtigkeit\, Temperatur\, Licht\, Gravitation) beeinflussen entscheidend den Bauplan und die Funktionsfähigkeit von Organismen einschließlich des Menschen\, vor allem extremen Umwelten. Dies wird im Vortrag anhand von Untersuchungen erläutert\, die unter terrestrischen und Mikro-g Bedingungen im All durchgeführt wurden. Es werden hierbei sowohl die physiologischen Veränderungen als auch psychische Probleme bedingt durch Isolation und Confinement (Beengtsein) behandelt. Ferner werden Lösungsmöglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unter extremen Umweltbedingungen aufgezeigt und deren Bedeutung für die aktuelle klinische Medizin hervorgehoben. \nVita: \nProf. Dr. med. Dipl. geol. Hanns-Christian Gunga studierte Geologie-Paläontologie und Humanmedizin in Münster und an der Freien Universität Berlin (Diplom 1980\, Promotion 1989\, Habilitation 1997). Seit 2000 ist er Sprecher des Zentrums für Weltraummedizin und Extreme Umwelten an der Charité Universitätsmedizin Berlin\, seit 2004 Universitätsprofessor an der gleichnamigen Institution und Gastprofessor in China (Xi’an) und Chile (Antofagasta) tätig. Seit 2008 ist er Mitglied im Programmausschuss des DLR und z. Zt. in der Funktion des Vorsitzenden Forschung unter Weltraumbedingungen (FuW). Prof. Gunga war an mehreren Raumfahrtmissionen des DLR als PI und Co-PI beteiligt (D2\, MIR\, ISS)\, ist im Augenblick u. a. PI des laufenden Experiments “Circadian Rhythms” auf der ISS sowie PI im DFG Research Unit 2936 „Climate change and Health in Subsaharan Africa (SSA).
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SUMMARY:Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“
DESCRIPTION:Ankündigung Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“ \nDer Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ veranstaltet einen Jour fixe zum Thema „Europa im 21. Jahrhundert“. Er findet am 25.04.2022\, ab 14 Uhr in Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 statt. Wir laden alle interessierten Mitglieder der Leibniz-Sozietät herzlich ein\, mit uns über die folgenden Fragen um drei Themenschwerpunkte zu diskutieren: \n\nWann endete das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm)\, und reicht der Jahrhundertbegriff\, um eine sich ankündigende Epochenwende angemessen zu erfassen? Denn die Ankunft im 21. Jahrhundert bedeutet zuallererst\, neue Fragen an die Vergangenheit\, auch an diejenige der letzten dreißig Jahre zu stellen. Wie gehen wir mit der Tatsache um\, dass sich gerade Zukunftserwartungen dramatisch verändern? Dass sich als Illusion erwiesen hat\, was im Jahr 1989 geschichtsphilosophische Prognosen („Ende der Geschichte“) vorausgesagt haben? Da war einerseits die Annahme eines weitgehend friedlich erfolgenden Zusammenbruchs der europäischen Nachkriegsordnung (Schlussakte von Helsinki 1975). Da war andererseits das Wunschdenken über einen letztlich problemlosen Übergang von Sozialismus-Varianten\, mit und ohne sowjetische Vorherrschaft\, hin zu einem „nachholenden“ Kapitalismus neoliberaler Marktwirtschaft und spätmoderner Demokratie – mit populistischen und nationalistischen Gegentendenzen. Die Frage steht im Raum\, wie trügerisch der Ausblick auf ein angebliches neues Zeitalter west-östlicher Ideenkonkurrenz (Demokratie gegen Autokratie) oder von „Weltordnungsentwürfen künftiger globaler Netzwerke“ (Zhao Tingyang) tatsächlich ist. Muss es nicht\, angesichts der ökologischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert\, vorrangig um einen globalen Wettstreit zwischen ökonomischen\, politischen und soziokulturellen Entwicklungsmodellen gehen\, die auf „Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit“ (Thomas Piketty) beruhen?\nWie kann Europa als historischer Erfahrungsraum und als semantisches Bedeutungsfeld\, in allen seinen aktuellen Verschiebungen vor allem zwischen West-Mittel- und Osteuropa bis zu Russland\, auf neue Weise historisiert werden? Anstelle von überheblichen „Siegerarchitekturen“ oder „bereinigten Geschichtsdarstellungen“ (Pankay Mishra) der westeuropäisch-westlichen Vergangenheit sind komplexe Analysen gefragt\, die das einzigartige Geschichtsexperiment einer industriekapitalistischen und materialistischen Zivilisation gleichermaßen als unvergleichlichen Aufstieg von Wissenschaften\, Technologien\, Kulturen und als brutale Chronik von Zerstörung\, Entwurzelung\, Unterdrückung und imperialer Expansion zu erfassen vermögen\, ganz im Sinne von Marx‘ Fortschrittsmetapher des barbarischen heidnischen Götzen. Welche Begrifflichkeiten haben sich dafür bisher bewährt und welche sind erst noch zu finden\, z.B. für die Umbrüche im mittel- und ost/südosteuropäischen Raum? Welchen Umgang finden wir für das seit 1989 nicht neu definierte Konzept des „Westens“ und\, im jetzigen 21. Jahrhundert\, für die Machtstrategien eines imperial auftretenden Nationalismus in Russland?\nWie ist endgültig ein Blickwechsel zu erreichen? Gemeint ist der Wechsel vom Eurozentrismuszum Dezentrieren von (West-)Europaund die konsequente Einbeziehung sowohl innereuropäischer als auch postkolonialer Perspektiven\, mit denen historisches Wissen aus Lateinamerika\, Afrika\, Asien und vor allem aus China in eine immer noch – nicht zuletzt durch den unkritischen Gebrauch bestimmter Begriffe und Paradigmen – europäisierte bzw. verwestlichte Weltgeschichte einfließen können? Erst mit einer solchem grundlegenden Veränderung überlieferter Perspektiven werden die vielfältigen Möglichkeiten einer im 21. Jahrhundert neu entstehenden Welt entdeckt können.\n\n  \nMonika Walter \nDieter Segert \n 
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und dem Schloss Biesdorf ein zum Vortrag von \nProf. Dr. Volker Haucke \nDirektor des Leibniz-Forschungsinstitutes für Molekulare Pharmakologie\, FMP\, Berlin-Buch \nPanta rhei in der Zelle: Von Lipiden zu neuen Medikamenten gegen Thrombose\, Schlaganfall und erbliche Myopathien \nam 3. März 2023\, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr\,\nim Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, \nAlt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin. \nLink zum Flyer der Veranstaltung
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Biesdorfer Medizinische Gespräche: Leibniz-Sozietät gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und Schloss Biesdorf \nProf. Dr. Horst Klinkmann (MLS) \nVom hölzernen Zeh zum künstlichen Herzen: Eine Geschichte des künstlichen Organersatzes \n18.00 bis 20.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf\, Heino-Schmieden-Saal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin \nEröffnung und Begrüßung\nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät\nModeration\nGerhard Pfaff (Mitglied der Leibniz-Sozietät) \nHorst Klinkmann ist Professor für Innere Medizin\, Nephrologie und Organersatz. Seine medizinische und physiologische Ausbildung erhielt er an den Universitäten in Rostock\, Budapest (Semmelweiß Universität) und Lund. Von 1964 bis 1966 arbeitete er als Forschungsprofessor an der Universität von Utah am Institut für künstliche Organe gemeinsam mit Prof. W. J. Kolff\, dem Erfinder der künstlichen Niere und „Vater der künstlichen Organe“. 1971 wurde er auf den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Rostocker Universität berufen\, wo er in der Folgezeit eines der ersten interdisziplinären Forschungszentren für künstliche Organe weltweit aufbaute\, welches dann in der Folge der deutschen Wiedervereinigung aufgelöst wurde. 1990 wurde er zum Präsidenten der von G. W. Leibniz gegründeten Akademie der Wissenschaften in Berlin gewählt.\nVon 1992 bis 1994 nahm Horst Klinkmann eine Professur für Nephrologie an der Universität Bologna wahr\, wo er ab 1994 die Stelle des Dekans der Fakultät für künstliche Organe innehatte. 1997 kehrte er auf Bitten der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern nach Rostock zurück\, um auf der Grundlage seiner Arbeiten über Organersatz den Aufbau der Gesundheitswirtschaft zu fördern. Diese Initiative führte zur Gründung der BioCon Valley GmbH\, eines Netzwerks von medizintechnischen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern\, deren Präsident Horst Klinkmann von 2004 bis 2015 war.\n14 Universitäten in 10 Ländern verliehen Horst Klinkmann die Ehrendoktorwürde bzw. Ehrenprofessur und 18 nationale und internationale Gesellschaften die Ehrenmitgliedschaft. In der Zeit seiner aktiven beruflichen Tätigkeit war er Präsident verschiedener medizinischer Gesellschaften.\nHorst Klinkmann verfasste mehr als 500 wissenschaftliche Publikationen\, darunter Bücher und Buchkapitel. 19 internationale und nationale wissenschaftliche Zeitschriften beriefen ihn als Herausgeber\, Ko-Herausgeber oder Mitglied des Editorial Boards. \nZum Inhalt des Vortrags \nDas Bestreben der Menschen\, kranke oder funktionslose Organe zu ersetzen\, ist so alt wie die Geschichte der Menschheit und gleichzeitig ein Spiegel des Fortschritts von therapeutischen Möglichkeiten der Medizin in Abhängigkeit von der allgemeinen Entwicklung von Naturwissenschaften und Technikwissenschaften. Diese Entwicklung erreichte in der 2. Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts einen vorläufigen Höhepunkt mit medizintechnischen Systemen\, die neben der Optimierung von externen künstlichen Organen\, z.B. von Prothesen\, Zahnimplantaten und Hörgeräten\, die Funktion lebensnotwendiger innerer Organe übernahmen. Beispiele hierfür sind die künstliche Niere\, das künstliche Herz und die künstliche Leber. Dieser Revolution in der therapeutischen Medizin verdanken heute Millio-nen von Patientinnen und Patienten ihr Überleben. Der Vortragende war sowohl Zeitzeuge\, als auch Beteiligter an diesem medizinischen Fortschritt\, der ein Ergebnis globaler Zusammenarbeit von Naturwissenschaften und Technikwissenschaften mit der Medizin war und der trotz Kriegen und politischer Grenzen stattfand. \nFlyer der Veranstaltung zum Ausdruck.
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SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät  "Kant und die Rezeption der Aufklärung"
DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet im hybriden Format statt. \nProgramm\n13.00 Uhr\nGerda Haßler\, Präsidentin der LS\nBegrüßung und Eröffnung  \n13.15 Uhr\nHeiner F. Klemme (Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg)\nHumanität und Selbsterhaltung. Kant oder Heidegger?\nDiskussion \n14.30 Uhr\nHermann Klenner (MLS)\nImmanuel Kant im Widerstreit um Frankreichs Revolution\nDiskussion \n15.15 Uhr:  Pause \n15.45 Uhr\nHans-Christoph Rauh (Berlin)\nWie wirkte Kant aufklärerisch-kritisch in der DDR-Philosophie?\nDiskussion \n16.30 Uhr\nGerda Haßler (MLS)\nKants Herausforderung an die Sprachtheorie\nDiskussion \n17.15 Uhr\nAnnette Vogt (MLS)\nMathematiker als Kantianer?\nDiskussion \n18.00 Uhr\nUlrich Busch (MLS):\nKant\, Fichte\, Goethe – unterschiedliche Antworten auf die Frage nach der Funktionalität des Geldes\nDiskussion \n18.30 Uhr\nGründung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte  \nMaterial zur Jahrestagung
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SUMMARY:Martin Hundt. In Memoriam. Kolloquium
DESCRIPTION:Prof. Dr. sc. Martin Hundt (MLS) \nIn Memoriam. Kolloquium \nVeranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V. \n28. November 2024\, 13–17:30 Uhr \nAnschließend gemeinsames Beisammensein im Ratskeller (auf eigene Kosten\, bitte anmelden bis zum 18.10.2024 bei Rolf Hecker: E-Mail: r.hecker@leibnizsozietaet.de) \nOrt: Historisches Rathaus Berlin-Friedrichshagen\, Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nMartin Hundt (*13.7.1932 Wurzen\, †23.9.2023 Potsdam) 1951–54 Studium der Publizistik u. Zeitungswissenschaft an der philosophischen Fakultät (später: Journalist. Fakultät) der KMU Leipzig. 1963–91 wiss. Mitarbeiter am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED\, meist Marx-Engels-Abteilung\, Bearbeitung der MEGA-Bände I/10 und I/14\, Gutachter in der Briefabteilung der MEGA und weitere Funktionen in der Redaktion der MEGA. Mit seinen Editionen zur Geschichte des Bundes der Kommunisten und des Redaktionsbriefwechsels der Hallischen\, Deutschen und Deutsch-Französischen Jahrbücher hat er fundamentale Ausgaben zur Geschichte des Jundhegelianismus vorgelegt. \nEr gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und war erstes Vorstandsmitglied. 1991/92 Sekretär der MEGA-Kommission der AdW\, Vertreter in der IMES; 1993 beteiligt an der Revision der Editionsrichtlinien; zwischen 1992 u. 1996 ca. zwei Jahre arbeitslos; seit Mitte 1992 Mitarbeit an der MEGA bei der KAI e.V.\, dann an der MEGA-Arbeitsstelle der BBAW\, Werkvertrag zur Bearbeitung von MEGA² I/14; seit 1994 beteiligt an den Hamburger Kolloquien zum Junghegelianismus; Mitglied der Internationalen Gesellschaft für dialektische Philos./Societas Hegeliana und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin seit 1995\, Mitarbeit im Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung.\n \nBegrüßung: Prof. Dr. Gerda Haßler (Präsidentin der LS) \nProf. Dr. Walter Schmidt (MLS\, Berlin): Erinnerungsworte \nVortragende: (Beiträge jeweils 20–30 Min.) \nDiskussionsleitung: Prof. Dr. Rolf Hecker (MLS\, Berlin) \nProf. Dr. Lars Lambrecht (Hamburg): Martin Hundt als Quellenfinder und Quellenherausgeber \nDr. Christian Schmidt (Berlin): Sind wir alle Junghegelianer? Über die Aktualität einer philosophiegeschichtlichen Konstellation \nProf. Lorely French (Oregon/USA): Soziale u. politische Ideen von Bettina v. Arnim (angefragt) \nProf. em. Dr. Susanne Schötz (Dresden): Religiosität und Frauenemanzipation bei Louise Otto-Peters \nDiskussion \nKaffeepause \nDiskussionsleitung: Prof. Dr. Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \nProf. Dr. Rüdiger Hachtmann (MLS\, Berlin): Vormärz und 1848. Quelleneditionen und Biografien \nDr. François Melis (Berlin): Ein falsches Bild von Ferdinand Lassalle 1848/49 \nProf. Dr. Rolf Hecker (MLS\, Berlin): Provenienzforschung von Marx‘ Manuskripten und Dokumente des Weerth-Nachlasses im Moskauer RGASPI \nDr. Bernd Füllner (Düsseldorf): Zum Weerth-Nachlass im Amsterdamer IISG \nDiskussion
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SUMMARY:Kolloquium zu Ehren von Klaus Fuchs-Kittowski
DESCRIPTION:Einladung zu einer Tagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (LS) \nWissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung\nanlässlich des 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski\nTermin: 14. März 2025 von 9.30 bis 18.00 Uhr \nOrt:  Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin\, Campus Wilhelminenhof\, Wilhelminenhofstraße 75A\, 12459 Berlin\, Raum G001/G008 \nOrganisation: LS-Arbeitskreis Emergente Systeme\, Information und Gesellschaft\, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)\, The Institute for a Global Sustainable Information Society (GSIS)\, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) \nOrganisationsteam: Frank Fuchs-Kittowski\, Wolfgang Hofkirchner\, Hans-Jörg Kreowski\, Christian Stary \nZiele und Inhalt: Wissenschaft und Technik sind entscheidende Triebfedern des gesellschaftlichen Fortschritts. Aber ihr Einsatz dient nicht automatisch dem Wohle der Menschheit und einer friedlichen Entwicklung\, sondern hat eine bedrohliche Kehrseite\, die sich vor allem auch im Weitertreiben der Kriegsmaschinerie zeigt. Spätestens seit dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki vor bald 80 Jahren ist klar\, dass moderne Waffentechnik nicht nur immer perfidere Tötungsmethoden hervorbringt\, sondern sogar die Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die gesellschaftliche Entwicklung durch Digitalisierungsprozesse geprägt\, die immer weitreichender alle Bereiche der Lebens- und Arbeitswelt durchdringen und eine digitale und öko-sozio-technische Transformation darstellen. Diese Transformation\, bei der mittlerweile verstärkt durch Anwendungen von Künstlicher Intelligenz zum bestimmenden Faktor werden\, macht auch vor Waffentechnik und Militärstrategie nicht Halt mit unabsehbaren Folgen für zukünftige Kriege. \nIn dem Kolloquium soll die Rolle von Wissenschaft und Technik zwischen Krieg und Frieden mit besonderer Berücksichtigung von Informations- und Kommunikationstechnik als technologischer Grundlage der Digitalisierung untersucht werden. Es geht darum\, Wege aufzuzeigen\, die zu einer friedlichen und menschenwürdigen Technik- und Gesellschaftsentwicklung führen. Der Schluss des Kolloquiums ist der Würdigung von Klaus Fuchs-Kittowski zu seinem 90. Geburtstag vorbehalten. Mögliche Themen sind: \n\nDie Digitalisierung des Kriegs\nDie Vereinten Nationen und die Geißel des Krieges\nIdeen einer friedlichen und menschenwürdigen Welt\nVerantwortung in Wissenschaft und Technik\nDas Wechselverhältnis von digitaler Transformation und Informations- und Wissensgenerierung\nDas Lebenswerk von Klaus Fuchs-Kittowski\n\n  \nProgramm (Stand 18.02.2025): \n09.30 Uhr Begrüßung u.a. mit dem Dekan des FB2 Prof. Dr. Wohlgemuth (HTW Berlin) \n09.45 Uhr Hans-Jörg Kreowski (Universität Bremen): Die Digitalisierung des Kriegs \n10.10 Uhr Rainer Rehak (Weizenbaum-Institut\, Berlin): Der Mythos der „gezielten Tötung” – Zur Verantwortung von KI-gestützten Zielsystemen am Beispiel „Lavender“ \n10.35 Uhr Elvin Cetin (DFG-VK\, Berlin): Ein Weg zur Regulierung Autonomer Waffensysteme \n11.00 Uhr Wolfgang Hofkirchner (GSIS\, Wien): Imperative einer Friedenslogik für die Schicksalsgemeinschaft der Menschheit \n11.25 Uhr Pause \n11.55 Uhr Klaus Fuchs-Kittowski (Berlin): Wider den Geist einer geistlosen Zeit\, die Macht der Computer und die Zerstörung der Vernunft – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung \n12.20 Uhr Christian Fuchs (Universität Paderborn): Warum wir heute einen Radikalen Digitalen Humanismus brauchen \n12.45 Uhr Christian Stary (Johannes Kepler Universität Linz): Das Wechselverhältnis von digitaler Transformation und Informations- und Wissensgenerierung \n13.10 Uhr Mittagspause \n14.30 Uhr Dieter Segert (Universität Wien\, Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin): Protest gegen Aufrüstung und Krieg – Fragen zu seiner politischen Wirkung \n14.55 Uhr Heinrich Niemann (Vorsitzender der Rapoport-Gesellschaft\, Mitglied der IPPNW\, Berlin): Nach der Pandemie – Lehren und Fragen aus ärztlicher Sicht15.20 Uhr Joachim Wernicke (Physiker\,Berlin): Staatsstreich gegen die DDR 1990 und 2+4-Vertrag \n15.45 Uhr Rainer Fischbach (Informatiker und Autor\, Berlin): Das Titanic-Syndrom:  Fehlsteuerung in Technik und Politik. \n16.10 Uhr <<<Einladung noch nicht bestätigt>>>16.35 Uhr Pause \n17.00 Uhr Gerhard Pfaff (Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin): Laudatio 1 zum 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski \n17.10 Uhr Christiane Floyd (Berlin\, Wien): Laudatio 2 zum 90. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski \n17.35 Uhr Replik des Gewürdigten \n18.00 Uhr Abschied \nAlle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um die Planung vor Ort zu erleichtern\, wird um (unverbindliche) Anmeldung per E-Mail an Hans-Jörg Kreowski kreo@uni-bremen.de gebeten.
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SUMMARY:Jahrestagung 2025
DESCRIPTION:Jahrestagung\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nEntstehung\, Wandel und Obsoleszenz von Konzepten und Methoden in Wissenschaft und Forschung\n21. Mai 2025 \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \naußerdem hybrid \n10-18 Uhr \nMaterial zur Jahrestagung \n  \n10.00 ‒ 10.15\nEinführung: Ziele der Jahrestagung\nGerda Haßler (MLS)\, Ekkehard Höxtermann (MLS) \n10.15 ‒ 10.45\nDie Geschichte des Blutes und der Blutgerinnung\nViktoria Weber (MLS) \n11.15 ‒ 11.45\nVon der Phlogiston-Lehre zur Sauerstofftheorie der Verbrennung\nDetlev Möller (MLS) \n10.45 ‒ 11.15\nDie stufenweise Entstehung wissenschaftlicher Disziplinen am Beispiel der Biochemie\nEkkehard Höxtermann (MLS) \n11.45 ‒ 12.15\nInterdisziplinäre Verwendung und Transfer ökonomischer Termini\nUlrich Busch (MLS) \n12.15 ‒ 12.45\nDie Ideologen im Frankreich des 19. Jh.: Vergessen\, Obsolenz oder stilles Überleben? Drei Lesarten zur Geschichte einer wissenschaftlichen Schule\nDorothée Röseberg (MLS) \n12.45 ‒ 14.00 Mittagspause \n14.00 ‒ 14.30\nGedanken zur Entstehung der Evolutionären Synthese (Synthetische Evolutionstheorie) in Bezug auf ihren „verlorenen Architekten“ William F. Reinig (1904–1980)\nAndreas Wessel \n14.30 ‒ 15.00\nDie Auswirkungen von Hevner et al.’s Design Science auf die Entwicklung von Informationssystemen\nChristian Stary (MLS) \n15.00 ‒ 15.30\nWhat can we know? Epistemological reflections on the circulation of knowledge and its historiography\nWim Coudenys (MLS) \n15.30 ‒ 16.00\nInnovation und Vergessen durch einen Referenztext. Die Rolle des Cours de linguistique générale (1916) von Saussure in der Geschichte der Sprachwissenschaft und im Linguistic Turn\nGerda Haßler (MLS) \n16.00 ‒ 16.30\nVon der „Social Epistemology“ zur „Cognition in the Wild“. Transdisziplinäre Wanderungen erkenntnistheoretischer Konzepte\nHans-Christoph Hobohm (MLS) \n16.30 ‒ 17.00\nVerlorenes Wissen aus historischer Perspektive: Über das Nachdenken zum Wissensverlust vor dem 20. Jahrhundert\nToon Van Hal (MLS) \n17.00\nAbschlussdiskussion \n 
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Biesdorfer Medizinische Gespräche \n(Leibniz-Sozietät gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und Schloss Biesdorf) \nSabine Schleiermacher (Charité Berlin) \nDie Transformation des DDR-Gesundheitswesens: historische Voraussetzungen\, Akteure und Interessen \nZeit: 17.00 bis 19.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf \nEinladung und Programm-Flyer (pdf)
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SUMMARY:Ehrenkolloquium Horst Klinkmann
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften und die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften \nladen ein zum Ehrenkolloquim anlässlich des 90. Geburtstags von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann unter dem Motto: \nDER UNERMÜDLICHE:\nArzt\, Mediziner\, Wissenschaftler\, Gelehrter\, Visionär\, Präsident\, Kurator\,\nInitiator\, Kultivierender\, Menschenfreund\, Hoffnungsträger\, Netzwerker\, Moderator\, Weltbürger \nam Freitag\, 20. Juni 2025\,\nvon 10.00 bis ca. 15.00 Uhr\nim Langenbeck-Virchow-Haus\,\nLuisenstraße 58/59\,\n10117 Berlin-Mitte \nDie Veranstaltung wird auch per Zoom übertragen.\nZoom-Einladungslink:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64847211474?pwd=PC7ykEz63uPF3PSCC3SWMN1ueYVF59.1\nMeeting-ID: 648 4721 1474\n\n\nProgramm\nModeration: Prof. Dr. Gerhard Pfaff\, Sekretar der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät \n1. Begrüßung\n– Prof. Dr. Gerda Haßler\, Präsidentin\, Leibniz-Sozietät\n– Dr. Dirk Laßner\, Vorsitzender\, Kuratorium der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät \n2. Beiträge\n– Prof. Dr. Gerhard Banse\n– Dr. Herbert Wöltge\n– Prof. Dr. Jörg Vienken\n– Prof. Dr. Peter Oehme\n– Prof. Dr. Günter von Sengbusch\n– Prof. Dr. Wolfgang Schütt\n– Prof. Dr. Viktoria Weber\n– Norbert Rethmann\n– Prof. Dr. Wolfgang Methling \n3. Schlusswort\nProf. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann \n4. Imbiss\, Gespräche\, Gedankenaustausch \nAuf Grund des großen Interesses an der Veranstaltung ist es nicht möglich\, weitere Anmeldungen entgegenzunehmen. Es gibt aber die Möglichkeit der Zoom-Teilnahme (Einwahldaten siehe oben).
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SUMMARY:Kolloquium zu Ehren von Karl-Friedrich Wessel
DESCRIPTION:Humanontogenetische Tagung anlässlich des 90. Geburtstages von Karl-Friedrich Wessel\nDas Individuum als Teil und Ganzes\nSamstag\, 21. Juni 2025\n13.00 – 18.00 Uhr\nSenatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin\nUnter den Linden 6\, 10117 Berlin \nTagungsprogramm (Flyer als pdf) \n13.00 – 14.00 \nKlaus-Peter Becker\n(Prof. i. R.\, Humboldt-Universität zu Berlin)\nBegrüßung \nDieter Segert\n(Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin)\nGrußwort der Leibniz-Sozietät der\nWissenschaften zu Berlin \nAlbrecht Hummel\n(Prof. i. R.\, TU Chemnitz)\nLaudatio \n14.00 – 15.30 \nHeinz-Elmar Tenorth\n(Prof. i. R.\, Humboldt-Universität zu Berlin)\nKarl-Friedrich Wessel – der ganze Mensch\nein Philosoph \nKlaus M. Beier\n(Inst. für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin\, Charité)\nHumanontogenese und Interindividualität \nJohn Erpenbeck\n(Steinbeis University\, Berlin)\nDas sich selbst bewertende Selbst. \nModeration: Olaf Scupin \nKaffeepause \n16.00 – 18.00 \nPersönliche Beiträge von Uwe Thiele\, Hans\nNehoda\, Bernd H. Mühlbauer\, Ursel Basener-\nRoszak\, Jörg Schulz\, Klaus-Detlef Haas\,\nNorbert Jung\, Michael Ketting\, Olaf Scupin \nKarl-Friedrich Wessel\nDanksagung \nMusik: Aurelia Streichquartett (Weimar)\nModeration: Thomas Diesner \nab 18.00 \nAbendempfang anlässlich des 90.\nGeburtstages von Karl-Friedrich Wessel\nim Café Wilhelm\nZum Abendempfang sind alle Freunde\,\nKollegInnen und SchülerInnen von Karl-\nFriedrich Wessel recht herzlich eingeladen. \nOrganisationskomitee:\nThomas Diesner\nAlbrecht Hummel\nOlaf Scupin \nVeranstalter:\nHumboldt-Universität zu Berlin\, Projekt Humanontogenetik\nGesellschaft für Humanontogenetik e. V.\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nErnst-Abbe-Hochschule Jena\, FB Gesundheit und Pflege \nInformation und Anmeldung:\nThomas Diesner\ninfo@humanontogenetik.de\nwww.humanontogenetik.de \nWir bitten um Anmeldung unter\ninfo@humanontogenetik.de\nbis 08. Juni 2025
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth (DGLR) \nAm 29. November 2025\, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr\nVeranstaltungsort:\nEinstein-Saal\, Archenhold-Sternwarte Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nNoch nicht barrierefrei \nEinladung als Flyer (pdf) \nProgramm\nBegrüßung und Einleitung: \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.00 Uhr – 10.10Uhr \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.10 – 11.00 \nProf. Dr. Tilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \n  \n11.00 – 11.45 \nProf. Dr. Frank Spahn\, MLS \nBesuch beim „Herrn der Ringe” – die Cassini-Mission \n  \n11.45 – 12.20 \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die\nRaumfahrtpioniere \n12.20 – 13.15 \nMittagspause \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Olaf Przybilski \n13.15 – 14.00 \nProf. Dr. Dietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \n  \n14.00 – 14.45 \nDr. Fabian Eilingsfeld\, Prof. Hakan Kayal und Dr. Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \n  \n14.45– 15.15 \nKaffeepause \n  \nModeration: Dr. Christian Gritzner \n15.15 – 15.45 \nDr. Olaf Przybilski \nAlbin Franz Sawatzki \n  \n15.50 – 16.20 \nDr. Wolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \n  \nSchlusswort \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n\nAbstracts der Vorträge: \nTilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \nDie Geschichte der Planetenforschung im mitteleuropäischen Raum kann man mit Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und Johannes Kepler (1571 – 1630) beginnen lassen. Sie überwanden das bis dahin gültige Weltbild des Aristoteles\, demzufolge die Erde im Zentrum des Universums steht. Kepler beschäftigte sich darüber hinaus intensiv mit der bis heute offenen Frage nach extraterrestrischem Leben und begründete mit seinem posthum veröffentlichten Werk „Somnium” über das Leben auf dem Mond die literarische Gattung der Science-Fiction. Während die frühen Forschungen noch auf Beobachtungen mit einfachen astronomischen Hilfsmitteln und später mit Teleskopen basierten\, bedeutet die im 20. Jahrhundert beginnende Raumfahrt\, an der sich Wissenschaftler aus beiden deutschen Nachkriegsstaaten beteiligten\, einen Paradigmenwechsel. Hier sind vor allem die Missionen des Apolloprogramms zu nennen\, die einen bedeutsamen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung mit sich brachten\, aber auch die späteren robotischen Raumfahrtmissionen von ESA\, Nasa und der Sowjetunion. Der Vortrag spannt einen Bogen vom Beginn der Planetenforschung bis zu den gegenwärtigen Missionen und würdigt die besonderen Beiträge einiger Pioniere der modernen Planetenforschung aus Deutschland. \nFrank Spahn \nBesuch beim “Herrn der Ringe” – die Cassini-Mission \nWir laden die Zuhörer zu einer fantastischen Reise “an Bord” der Raumsonde Cassini in die Welt des “Herrn der Ringe”\, Saturn\, ein – werden sie mit der Strukturvielfalt seiner Planetenringe bekannt machen und in die Welt der Eissatelliten Saturns entführen. Die wohl spektakulärste Entdeckung bezüglich der Welt der Eistrabanten Saturns sind die Kryo-Geysire des nur 450km großen Eismondes Enceladus – der wesentlichen Quelle des größten Ringes von Saturn: dem E-Ring! Natürlich darf die von Methanflüssen zerklüftete und mit Methanseen\, -meeren und auch Dünen bedeckte Oberfläche des Mondriesen Titan nicht fehlen\, der von einer dichten Atmosphäre umhüllt wird. \nSchwerpunkt des Vortrages bilden allerdings Strukturbildungen in den dichten\, granularen Eisringen Saturns\, die wesentliche Analogien zu Prozessen der Planetenentstehung in präplanetaren Scheiben um junge Sterne zulassen! Außerdem ist diese Fokussierung wesentlich durch den Schwerpunkt der Forschungen des Referenten motiviert. \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die Raumfahrtpioniere \nDie Relativitätstheorie wurde in den 1920er und 1930er Jahren in der Öffentlichkeit – und auch unter den Raumfahrtpionieren – kontrovers diskutiert. Neben begeisterter Zustimmung gab es auch harsche Ablehnung\, teils mit antisemitischem Einschlag. Überraschend ist auch\, dass in dieser Zeit schon untersucht wurde\, welche Auswirkungen die Spezielle Relativitätstheorie auf das Raumfahrtproblem hat! Der Vortrag stellt einige Positionen vor\, die die Raumfahrtpioniere seit den 1920er Jahren zur Relativitätstheorie vertreten haben. Sie reichen von allgemeinen Erörterungen über Raum und Zeit (Johannes Winkler) bis zu einer imaginären Reise zu den Sternen (mit Eugen Sängers Photonenrakete). \nDietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \nRaumfahrtpsychologie beschäftigt sich mit allen Aspekten des Verhaltens und Erlebens von Astronautinnen und Astronauten unter den extremen Arbeit- und Lebensbedingungen in einem Weltraumhabitat. Dabei können zwei Perspektiven unterschieden werden. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Weltraummissionen auf die menschliche Psyche\, namentlich Leistungsfunktionen\, Befindlichkeit und soziale Interaktionen.  Im Rahmen einer mehr praktisch orientierten operativen Raumfahrtpsychologie geht es vor allem Fragen der psychologischen Auswahl\, Vorbereitung und Unterstützung von Astronauten und Astronautinnen\, umso sicherzustellen\, dass sie die psychologischen Herausforderungen während ihres Aufenthaltes im Weltraum bestmöglich bewältigen. \nDer Vortrag zeichnet die Entwicklung beider Stränge der Raumfahrtpsychologie im Rahmen russischer\, amerikanischer und europäischer Raumfahrtprogramme seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt im Jahr 1961 nach. Dabei werden historisch zwei Zeitabschnitte unterschieden. \nDer erste Abschnitt umfasst die Zeit bis etwa Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Während dieser Zeit lag der Fokus raumfahrtpsychologischer Aktivitäten vor allem im operativen Bereich. Entsprechend der unterschiedlich akzentuierten Raumfahrtprogramme und kulturell unterschiedlicher Perspektiven auf die Psychologie\, unterschieden sich dabei Umfang und Art der Aktivitäten. Während im Rahmen russischer Raumfahrtprogramme von Anbeginn der psychologischen Auswahl und später Unterstützung von Kosmonauten eine große Bedeutung zugeschrieben wurde und in Europa ab 1977 zumindest umfangreiche Verfahren der psychologischen Auswahl von Astronautinnen und Astronauten entwickelt wurden\, führten operative raumfahrtpsychologische Aktivitäten bei der NASA nur ein stiefmütterliches Dasein. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft fand in diesen Jahren\, abgesehen von ersten Simulationsstudien im Institut für Biomedizinische Probleme in Moskau kaum statt. \nDer zweite Abschnitt reicht von etwa Mitte der 1990er Jahre bis heute. Auf ihm wird der Schwerpunkt des Vortrags liegen. Vor allem durch die Öffnung der russischen Raumfahrtprogramme auch für west-europäische und amerikanische Astronautinnen und Astronauten\, die für die ESA und NASA neue Möglichkeiten für Langzeitmissionen eröffneten\, und dann schließlich die internationale Zusammenarbeit beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS)\, hat die Raumfahrtpsychologie in diesem Zeitraum enorm an Bedeutung gewonnen. Der Vortrag wird diese Entwicklung am Beispiel der im Rahmen des ISS Programms implementieren operativen psychologischen Maßnahmen\, als auch der gewachsenen Bedeutung raumfahrtpsychologischer Forschung im Rahmen von Simulationsstudien und Antarktismissionen nachzeichnen. \nFabian Eilingsfeld\, Hakan Kayal und Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \nAm 22. Juli 2025 wäre Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925–2011) 100 Jahre alt geworden. Er gründete 1948 die Gesellschaft für Weltraumforschung (GfW) neu\, die 1969 in die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) einging. In den USA war er an der Entwicklung der Mondrakete Saturn V und anderen Raumfahrtprojekten beteiligt. Von 1965 bis 1991 war er Professor an der Technischen Universität Berlin und führte bis zu seinem Lebensende Studien zu Mondstationen durch. Dieser Vortrag ist ein Rückblick auf sein Leben und Wirken. \nOlaf Przybilski  \nAlbin Franz Sawatzki \nWill man wissenschaftliche und genealogische Forschungen zu Ingenieuren des Krieges im Dritten Reich betreiben und dabei sich recht unbekannten Personen zuwenden\, wird schnell eine Erkenntnisgrenze erreicht. Liegen schließlich die Ereignisse mit den Protagonisten rund acht Jahrzehnte zurück. Und doch reizen einen gerade diese Personen\, da sie maßgeblich in die Geschehen um die technischen und technologischen Herausforderungen der vierziger Jahre in Deutschland in Verbindung mit ihren möglichen persönlichen Verfehlungen gegenüber Häftlingen und Zwangsarbeitern involviert waren. \nÜber den Diplomingenieur Albin Sawatzki (geb. am 06.10.1909 in Weissfluss\, Kreis Neustadt\, nähe Danzig)\, der am 1. Mai 1945 einen rätselhaften Tod in Warburg gefunden haben soll\, liest man öffentlich kaum etwas. \nDer Vortragende befindet sich bereits seit etwa fünf Jahren „auf der Spur“ des Sawatzki. Er fand seinen deutschen Wohnort nach der Flucht aus dem 1920 polnisch gewordenen Kreis Neustadt\, konnte seine drei Geschwister eruieren\, entdeckte seine Gattin Hildegard und verfolgte seinen Arbeitsweg von Bochum über Berlin nach Kassel und von dort nach Peenemünde und Nordhausen ins Mittelwerk. Dort avancierte er zum Architekten für die Serienfertigung von Flüssigkeitsgroßraketen. \nDer Vortrag stellt alle derzeit vom Referenten entdeckte Informationen zu Sawatzki vor\, die weit über dem hinaus gehen\, was derzeit öffentlich über ihn zu lesen ist. Und die Hörer werden überrascht werden\, welches neue Gesamtbild über Sawatzki gezeichnet wird. \nWolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \nVor 100 Jahren erschien Walter Hohmanns Buch über “Die Erreichbarkeit der Himmelskörper” im Münchner Oldenbourg-Verlag. In ihm legte er Berechnungen für die Flugbahnen künstlicher Himmelskörper zu den Planeten vor\, die heute noch Gültigkeit haben. Dieses Geburtstages soll kurz gedacht werden. \n  \nzu den Autoren: \nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (Promotion Dr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1991 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science-Fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher und Artikel zu diesen Themen. Im Jahr 2020 erschien das Standardwerk „Kulturaufgabe Weltraumschiff“ über die frühe Raketenentwicklung im Zeitraum 1923 – 1933. \nFabian Eilingsfeld studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Senior-Projektmanager bei der IABG mbH in Ottobrunn und Gastdozent für Raumfahrtkostenschätzung an der Technischen Universität München. \nChristian Gritzner studierte von 1986 bis 1992 an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er promivierte 1996 an der TU Berlin bei Prof. Dr. R. Lo über Systeme zur Abwehr erdnaher Asteroiden und Kometen. Nach mehreren beruflichen Stationen in Forschung\, Industrie und Lehre ist Dr. Gritzner seit 2005 Mitarbeiter der Deutschen Raumfahrtagentur in Bonn und seit 2008 in der Abteilung Erforschung des Weltraums tätig. Dort ist er seit 2016 Gruppenleiter für das Teilprogramm Sonnensystem-Missionen. Er ist seit 1990 DGLR-Mitglied\, war 20 Jahre lang Mitglied des Senats der DGLR und ist aktiv als Leiter der Fachgruppe R3 „Raumfahrt und Gesellschaft“ und als Mitglied des Redaktionsbeirates. \nHakan Kayal studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Professor für Raumfahrttechnik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschungsthemen umfassen die Entwicklung und den Betrieb von Raumfahrtsystemen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Raumfahrttechnologien für extraterrestrische Raumfahrtmissionen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Erforschung von Unidentified Anomalous Phenomena (UAP) und die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI). \nDietrich Manzey ist pensionierter Professor der Technischen Universität Berlin (TU) Berlin\, an der er von 2003-2022 das Fachgebiet für Arbeits-\, Ingenieur- und Organisationspsychologie leitete. Er promovierte 1988 an der Universität Kiel und habilitierte sich 1999 mit raumfahrtpsychologischen Arbeiten an der Universität Marburg. Von 1987 bis 2001 arbeitete er für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg\, wo er sowohl an psychologischen Eignungsuntersuchungen von Piloten\, Fluglotsen und Astronauten beteiligt war\, als auch raumfahrtpsychologische Forschungsarbeiten im Rahmen von Raumfahrtmissionen und Simulationsstudien durchführte.  Seit 1998 fungiert Dietrich Manzey als psychologischer Berater für das europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln. In dieser Funktion vertritt er die ESA in der ISS Human Behavior and Performance Working Group\, die das ISS Programm in Hinblick auf psychologische Fragen berät\, und ist auch in die psychologische Unterstützung europäischer Astronauten und Astronautinnen bei Langzeitmissionen zur ISS eingebunden. Zusammen mit dem Amerikaner Nick Kanas hat er 2003 (2. Aufl. 2008) im Springer-Verlag das Buch „Space Psychology and Psychiatry“ veröffentlicht\, das 2004 mit dem International Academy of Astronautics Life Sciences Book Award ausgezeichnet wurde. Insgesamt umfasst sein wissenschaftliches Werk mehr als 170 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften\, Büchern und Kongressbänden.   \nOlaf Przybilski (*1960) studierte von 1981 bis 1986 in Dresden Maschinenbau an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ (HfV)\, wo er auch 1991 promovierte. Anschließend war er bis Februar 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Luft- und Raumfahrttechnik\, Professur für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden tätig mit einem breiten Fächerspektrum in der Lehre\, mit selbstständiger Lehr- und Forschungstätigkeit und als Projektleiter. Seit dem Flug des Menschen zum Mond begann sein Interesse an der Raumfahrt. 1986 war er Gründungsmitglied des „Arbeitskreises Raumfahrt“ beim Kulturbund der DDR und darin Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentation. Insgesamt erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen in den internen Mitteilungen\, vorrangig über russische bemannte Raumfahrtmissionen und der deutschen Raketentechnik. Seine Forschungen zur Geschichte der Raketentechnik untersuchen die Raketen-Antriebstechnik des deutschen Heereswaffenamtes als technische Vorbilder für die Anwendung in der sowjet-russischen\, französischen und amerikanischen Raketentechnik. Der erste Band über die „Raketentriebwerke aus dem deutschen Heereswaffenamt“ erschien 2014\, aktualisiert August 2015 und Februar 2017. Auf seiner Website www.raketenspezialisten.de veröffentlicht er regelmäßig seine Forschungsergebnisse aus der Geschichte der Raketentechnik und Raumfahrt. Dr. Przybilski ist Vorsitzender des „Sächsischen Vereins für historisches Fluggerät e.V.“\, Herausgeber der „Raketen*Post“\, einem Infoblatt der „Raketenspezialisten in der Sowjetunion“ und ehemaliger\, langjähriger Leiter der DGLR-Bezirksgruppe Dresden\, ehemaliges Senatsmitglied und Leiter des DGLR Fachbereiches R3.3 „Geschichte der Raumfahrt“. Zuletzt wirkte er als Projektingenieur Raumfahrt in der „Air and Missile Defence Consulting GmbH“ bei München. \nFrank Spahn (*1955) begann seine berufliche Laufbahn im September 1983 am Institut für Kosmosforschung der AdW der DDR in Berlin-Adlershof nach erfolgtem Physik-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Dort promovierte er mit einem Thema zur theoretischen Modellierung der Bildung kosmischer Strukturen. In seiner Dissertation mit dem Titel „Gravitative Streuung in planetaren Ringen – ein Strukturbildungsmodell“ prognostizierte er „propellerartige Dichtestrukturen“\, die von in den Ringen eingebetteten Kleinstmonden (sogenannten Moonlets) verursacht werden und die 18 Jahre später von der Raumsonde Cassini in großer Zahl entdeckt wurden. Nach Habilitation an der Universität Potsdam wurde er dort 1999 zum Privatdozenten und 2006 zum außerplanmäßigen Professor berufen. Er ist seit 2014 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. \nTilman Spohn war von 1984 bis 2016 Professor für Planetologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität und von 2004 – 2017 Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin-Adlershof\, er war executive Director des International Space Science Institutes ISSI Bern 2019 – 2022 und Principal Investigator MUPUS/Rosetta-Philae\, HP3/InSight und BELA/BepiColombo 2007-2017. Er ist Fellow der American Geophysical Union und Mitglied der Academy of Astronautics und Academia Europaea. \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astronomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte astronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
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SUMMARY:Plenum: Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Hermann Klenner
DESCRIPTION:Die Veranstaltung zu Ehren des 100. Geburtstages unseres Mitglieds Prof. Dr. Herrmann Klenner findet im Restaurant “Hoftheke” im Erdgeschoss des Alten Rathauses in Friedrichshagen statt und wird zeitgleich übertragen via Zoom:\nhttps://us06web.zoom.us/j/83386571710?pwd=7srqc11h1AoqjjWNmvjhzYsqfnD1og.1\nMeeting-ID: 833 8657 1710\nKenncode: 534488 \nVoraussichtliche Abfolge: \nEröffnung durch die Präsidentin\nVolkmar Schöneburg: “Der Rechtsstaat – ein Mythos?” (Wissenschaftlicher Beitrag) (30 Minuten\, vorgetragen durch Dieter Segert)\nHorst Klinkmann: Laudatio (15 min)\nChristiane Rößler: Würdigung (10 Min) \nHermann Klenner: Antwort des Geehrten \nAb 12 Uhr: Sekt-Empfang im Ratskeller.
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SUMMARY:Kolloquium zum 200. Geburtstag von Georg von Neumayer
DESCRIPTION:Flyer zum Kolloquium (aktualisiert) \nKolloquium zum 200. Geburtstag von Georg von Neumayer\nGemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Arbeitskreis „GeoMUWA“ und dem Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung\, Alfred-Wegener-Institut\, Forschungsstelle Potsdam \n09.30: Prof. Gerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät\, Grußwort \n09.45: Prof. Cornelia Lüdecke\, Uni Hamburg: Georg v. Neumayer – der Visionär \n10.30: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS: Georg v. Neumayer – der Macher \n11.15-11.45 Kaffeepause \n11.45: Dr. Hartwig Gernandt und Dr. Diedrich Fritzsche\, AWI: Der ostdeutsche Polarforschungsstrom \n12.30: Prof. Heinz Miller\, AWI: Der westdeutsche Polarforschungsstrom und der Aufbau der AWI Forschungsstelle Potsdam \n13.15-14.15 Mittagspause \n14.15: Dr. Uwe Nixdorf\, AWI: Die Neumayer-Station des AWI \n15.00: Dr. Dörthe Handorf\, AWI: Klimawandel in Arktis und Antarktis \n15.45-16.15 Kaffeepause \n16.15: Prof. Benjamin Rabe\, AWI: Die Arktis und die AMOC – ein wechselwirkendes System \n16.50: Prof. Klaus Dethloff\, MLS & AWI: Polarforschung im nächsten IPY \n17.20: Dr. Dietrich Spänkuch MLS: Veröffentlichung der Vorträge im Jubiläumsband der Leibniz-Sozietät \nAbstracts der Vorträge:\nLüdecke\, C.: Georg Neumayer – der Visionär\nDer Pfälzer Georg Neumayer (1826–1909) begann zunächst 1844 ein Mathematik- und Physikstudium an der Kgl. Polytechnischen und Ingenieursschule in München\, das jedoch 1848 durch die Revolution in Bayern unterbrochen wurde\, als sein Vater ihn zur Überbrückung der Unruhen nach Tirol schickte. In dieser Zeit weckte James Clark Ross‘ (1800–1862) Bericht über seine Suche nach dem Magnetpol auf der Südhemisphäre Neumayers künftiges Interesse\, das Erdmagnetfeld und die noch weitgehend unbekannte Antarktis zu erforschen. Nach seinem Ingenieurexamen absolvierte er 1849/50 ein wegweisendes Praktikum bei Johann von Lamont (1805–1879) auf der Sternwarte in Bogenhausen bei München.\nLamont hatte eine der ersten magnetischen Messstationen in Europa eingerichtet und gerade ein Handbuch des Erdmagnetismus veröffentlicht. Er führte Neumayer in seine vielfältigen wissenschaftlichen Arbeiten wie z.B. die exakte Zeitbestimmung ein. Neben der magnetischen Landesvermessung Bayerns hatte Lamont ein meteorologisches Messnetz mit dem Ziel eingerichtet\, die Sternwarte zum meteorologischen Zentrum des Königreichs auszubauen. Er analysierte die Daten und publizierte die Ergebnisse im „Astronomischen Kalender für das Königreich Bayern“ und in den „Annalen der Königlichen Sternwarte bei München“. Zudem hatte er meteorologische Daten der Herrnhuter Brüdergemeine aus Grönland und Labrador ausgewertet Finanzielle Einschränkungen hatten zur Einrichtung einer Werkstatt für Feinmechanik geführt\, in der Lamont neue Instrumente wie den magnetischen Reisetheodolit oder Registriergeräte entwickelte sowie Thermometer eichte. Zudem diskutierten sie sicherlich auch über den neuesten Vorschlag\, eine „wandernde Sternwarte“ mit Personal nach Chile zu senden\, um dort 1850 und 1852 die untere Konjunktion der Venus zur Bestimmung des Erdabstands von der Sonne (Astronomische Einheit) zu beobachten\, oder Matthew Fontaine Maurys (1806-1873) Idee\, zum Wohle der Schifffahrt meteorologische Daten aus Logbüchern zu sammeln.\nObwohl Neumayer nur wenige Monate am Observatorium verbrachte\, prägte Lamonts Einfluss sein weiteres Leben als Wissenschaftler und Wissenschaftsorganisator. Zunächst wurde er Matrose und erwarb große Kenntnisse in der nautischen Astronomie\, mit denen er 1851 innerhalb von zwei Monaten an der Navigationsschule von Charles Rümker in Hamburg seine Steuermannsprüfung ablegte. Nachdem sein Wunsch\, in der Marine zu dienen\, nicht erfüllt wurde\, heuerte er auf einem Handelsschiff an und gelangte nach Australien. Nach einem 2-jährigen Aufenthalt kehrte er 1854 nach Deutschland zurück mit dem Ziel\, in Melbourne ein meteorologisches und magnetisches Observatorium einzurichten.\n1857 segelte Neumayer wieder nach Melbourne\, wo er mit finanzieller Unterstützung des bayerischen Königs Maximilian II das „Flagstaff Observatory for Physics of the Earth“ auf dem Flagstaff Hill gründete. Hier folgte er in allen Belangen den Anregungen seines wissenschaftlichen Mentors Lamont\, indem er nicht nur ein meteorologisches Messnetz und magnetische Stationen einrichtete\, sondern auch nautische Instrumente reparierte und einen registrierenden Meteorographen zur Bestimmung von Meteorbahnen entwickelte. Zudem führte er täglich eine exakte Bestimmung der Mittagszeit (12 Uhr) für den Zeitball im Hafen durch. Daneben folgte er Maurys Anregung\, meteorologische Angaben aus Logbüchern zu sammeln\, um daraus günstige Segelrouten abzuleiten. Außerdem führte er auf mehreren Reisen (1858-1864) die erste magnetische Vermessung von Victoria durch.\nAls Neumayer 1864 nach Deutschland zurückkehrte und 1872-1875 Hydrograph der Admiralität in Berlin wurde\, plante er für die Weltumsegelung der „MS Gazelle“ die Beobachtung des Venusdurchgangs im Jahr 1874 auf den Kerguelen mit ein und setzte später während des ersten Internationalen Polarjahres die Beobachtung des 2. Venusdurchgangs auf Südgeorgien im Jahr 1882 durch. Auf diese Weise trieb er die meteorologischen und magnetischen Untersuchungen immer weiter nach Süden\, bis schließlich sein Motto „Auf zum Südpol“ von der deutschen Südpolarexpedition (1901-1903) unter Erich von Drygalski realisiert wurde. Lamonts Saat war aufgegangen \nSpänkuch\, D.: Georg Neumayer – der Macher\nDer Vortrag behandelt das letzte Lebensdrittel Georg Neumayers\, beginnend mit seiner Ernennung zum Leiter der Deutschen Seewarte\, die er dank seines Organisationstalents und seiner internationalen Verbindungen unter Mitwirkung fähiger und kollegialer Mitarbeiter zu einer führenden und international anerkannten nautischen und meteorologischen Institution entwickelte\, die seit dem 16. Februar 1876 tägliche Wetterkarten bereitstellte\, Segelschiffe und später Dampfer bei der Routenplanung beriet und auch weitere nautische und meteorologische Dienstleistungen bereitstellte. Trotz der amtlichen Belastung als Leiter der Deutschen Seewarte war Neumayer auf weiteren Nebenschauplätzen aktiv\, so bei der Organisation des ersten Internationalen Polarjahres 1882/1883\, bei der Gründung der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft 1883 und bei der Vorbereitung der ersten deutschen Antarktisexpedition 1901 bis 1903\, die von Erich von Drygalski geleitet wurde. Neumayer blieb auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben 1903 und Rückkehr in seine pfälzische Heimat noch wissenschaftlich aktiv. \nGernandt\, H. und D. Fritzsche: Der ostdeutsche Polarforschungsstrom\nDer ostdeutsche Polarforschungsstrom entsprang vor etwa 70 Jahren unter völlig anderen Zeitumständen und mündete vor 35 Jahren in den Polarforschungsstrom der neuen Bundesrepublik Deutschland. Eine Erkenntnis des Internationalen Geophysikalischen Jahres (IGJ) von 1957/58 war\, die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Südpolarregion im Rahmen eines Antarktisvertrages\, unterzeichnet 1959\, langfristig fortzusetzen und wissenschaftliche Fragestellungen im Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) zu diskutieren. Dieses Antarktische Vertragssystem funktioniert bis heute.\nDie ostdeutschen Unternehmungen im Rahmen sowjetischer Antarktisexpeditionen (SAE) koordinierte zunächst das Nationalkomitee für das Internationale Geophysikalische Jahr (NK IGJ)\, ab 1962 das NK für Geodäsie und Geophysik (NKGG). Vom Generalsekretär der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW) wurde bestätigt\, dass die Fachgruppen des NK wissenschaftliche Fragestellungen auf internationaler Ebene bearbeiten durften. Die erste Gruppe mit drei Wissenschaftlern überwinterte an der Station Mirny von 1959 bis 1961. In der Folge arbeiteten bis in die 1970er Jahre Wissenschaftler und Techniker dort und auch an den Stationen Vostok und Molodjozhnaya der SAE.\nIm Rahme der Akademiereform (1968-1972) kam es zu Veränderungen der Wissenschaftslandschaft der DDR. Das Zentralinstitut für Physik der Erde (ZIPE) in Potsdam wurde ab 1972 die Leiteinrichtung für die ostdeutsche Polarforschung. Ihre Koordinierungsaufgaben umfassten vor allem die logistische Absicherung der Expeditionsarbeiten und die Abstimmungen mit der SAE. 1974 unterzeichnete die DDR den Antarktisvertrag. Dieser Schritt beflügelte die Überlegungen\, mit einer eigenen Forschungsbasis umfangreichere und langfristigere Forschungsvorhaben in der Antarktis in Angriff zu nehmen.\nAm 21. April 1976 begann der wissenschaftliche Betrieb der ersten permanent besetzten deutschen Antarktisstation. Sie war das bisher aufwändigste Vorhaben und entwickelte sich zum Zentrum geowissenschaftlicher Forschungen. Im Verlaufe von 17 Überwinterungen bis 1993 arbeiteten etwa 100 Wissenschaftler\, Ingenieure und Techniker an der Station\, die nach Georg Forster benannt wurde\, nachdem die DDR als 20. Mitglied im Oktober 1987 einstimmig in die Konsultativrunde der Antarktisvertragsstaaten aufgenommen worden war. An der sowjetischen Station Bellingshausen werden seit 1979 kontinuierlich faunistische und populationsstatistische Studien durchgeführt\, die von Biologen der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung und der Universität Jena begonnen wurden. Geologen der Bergakademie Freiberg und vom ZIPE beteiligten sich 1972 und 1974 an geologischen Feldarbeiten der SAE und setzten dies ab 1977 regelmäßig fort.\nMit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten endete die Zuständigkeit des ZIPE. Der wissenschaftliche Betrieb an der Georg-Forster-Station wurde 1992/93 eingestellt. Die Ballonsondierungen mit elektrochemischen Ozonsonden und die troposphärischen Aerosolmessungen mit Spektrometern werden seitdem an den Neumayer-Stationen II und III auf dem Ekström-Schelfeis bis heute fortgesetzt.\nDer Rückbau der Stationsanlagen wurde nach den Regeln des 1991 unterzeichneten Umweltschutzprotokolls vom AWI zusammen mit der SAE organisiert und dem SCAR 1994 und dem ATCM 1996 berichtet. \nMiller\, H.: Der westdeutsche Polarforschungsstrom und der Aufbau der AWI Forschungsstelle Potsdam\nDie Entwicklung der westdeutschen Polarforschung ist gekennzeichnet von einzelnen größeren Ereignissen\, die bis heute nachwirken und auch immer mit Persönlichkeiten verbunden sind. Im Vortrag wird – ohne die Vollständigkeit zu erreichen – versucht diese Entwicklung aufzuzeigen. An wissenschaftlichen Ergebnissen wird gezeigt\, daß die heutige Polarforschung auf einer breiten Basis und langjähriger Erfahrung ruht. \nNixdorf\, U.: Die Neumayer-Station des AWI\nDer Vortrag zur Neumayer Station des AWI skizziert verschiedene Aspekte der Station. Diese umfassen Schlaglichter von der Standortsuche und -auswahl\, dem Bau der Station\, dem Leben als Überwinterer an der Georg-von-Neumayer Station bis hin zur Weiterentwicklung zur heutigen Neumayer Station III.\nDarüber hinaus wird die Rolle der Station als logistische Basis für Arbeiten auf dem Inlandeis Plateau gewürdigt. Schließlich werden Highlights der wissenschaftlichen Observatorien der Geophysik/Glaziologie\, der Meteorologie und des Spurenstoffobservatoriums gezeigt\, sowie ausgewählte Beispiele von assoziierten Projekten an der Neumayer Station gezeigt. \nHandorf\, D.: Klimawandel in Arktis und Antarktis\nDer Klimawandel verändert die Polarregionen in einem noch nie dagewesenen Tempo\, was weitreichende Auswirkungen auf das globale Klimasystem hat. Jedoch reagieren die Arktis und die Antarktis auf unterschiedliche Weise. In der Arktis ist eine um den Faktor 2-4 stärkere Erwärmung als im globalen Mittel zu beobachten\, was mit einem dramatischen Rückgang des Meereises verbunden ist\, und „arktische Verstärkung“ bezeichnet wird. Im Gegensatz dazu zeigt die Antarktis eine komplexere und regional vielfältigere Reaktion auf den globalen Klimawandel\, die durch die einzigartige Geografie eines vom Ozean umgebenen Kontinents\, die Dynamik des Südlichen Ozeans und die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre\, Ozean und Eisschilden geprägt ist. Dennoch haben sich in den letzten Jahren auch im antarktischen System erhebliche Veränderungen gezeigt\, darunter ein starker Rückgang der antarktischen Meereisausdehnung und zunehmender Massenverlust in Teilen des antarktischen Eisschildes. Dieser Vortrag bietet einen Überblick über die physikalischen Mechanismen\, die den Klimawandel in beiden Polarregionen antreiben\, und betrachtet dabei Gemeinsamkeiten und wichtige Unterschiede zwischen der Arktis und der Antarktis. Besonderes Augenmerk wird auf klimarelevante atmosphärische und Oberflächenprozesse sowie auf Rückkopplungsmechanismen gelegt\, die für die polare Verstärkung von Bedeutung sind. Im Vortrag wird auch auf die Herausforderungen bei der Vorhersage künftiger Veränderungen in den Polarregionen eingegangen\, und es wird erörtert\, warum Veränderungen in den Polarregionen über die hohen Breitengrade hinaus von Bedeutung sind und auch das Wetter und Klima in den mittleren Breiten beeinflussen. \nRabe\, B.: Die Arktis und die AMOC – ein wechselwirkendes System\nDie atlantische meridionale Umwälzströmung (AMOC)\, die vom globalen thermohalinen Zirkulationssystem angetrieben wird\, ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Klimasystems. Forschungsergebnisse deuten darauf hin\, dass sich die AMOC wahrscheinlich in einem instabilen Zustand befindet\, der bereits bei geringfügigen Veränderungen im Süßwasserhaushalt zu starken Schwankungen im Transport und in den Strömungswegen führen kann. Aktuelle Modellergebnisse deuten darauf hin\, dass sich die AMOC bis zum Ende dieses Jahrhunderts sogar um bis zu 50 % verlangsamen könnte. Gleichzeitig könnte sich die Umwälzströmung in den Nordischen Meeren in den ersten 50 Jahren nach einem erhöhten Süßwassereintrag sogar verstärken\, während sie danach zusammen mit der AMOC zusammenbricht. Es wurden verschiedene Beobachtungs- und Modellstudien zur Variabilität des arktischen Süßwassers im Arktischen Ozean und zum möglichen Export von Anomalien in den Nordatlantik veröffentlicht\, die die Frage aufwerfen\, wie sich das System in Zukunft wahrscheinlich verhalten wird. Gleichzeitig lassen sich Anomalien im oberen Teil der AMOC beobachten\, die vom Nordatlantik in den Arktischen Ozean fließen. Der Vortrag stellt mehrere Publikationen zum aktuellen Wissensstand und den vorhergesagten Änderungen vor. \nDethloff\, K.: Polarforschung im nächsten IPY 2032-33\nNach dem 1. IPY von 1882-83 folgten 1932-33 das 2. Polarjahr\, 1957-58 das 3. IPY\, bekannter als Internationales Geophysikalisches Jahr und 2007-08 das 4. IPY. Zur Zeit wird das 5. Internationale Polarjahr 2032-33 geplant. Das 2019-20 durchgeführte MOSAiC Projekt stellt eine hervorragende Blaupause für die Erforschung des gekoppelten Klimasystems der Arktis dar und kann die Planungen für das 5. IPY enorm befruchten. Zu den bisher vorgeschlagenen IPY5 Schwerpunkten gehören die Rolle der Arktis im globalen Erdsystem\, die Beobachtung und Vorhersage künftiger Klimadynamiken und die Reaktionen der Ökosysteme. Die Arktis stellt auch in Zukunft die Region mit den größten Vorhersagefehlern in Wettervorhersagemodellen und globalen Klimamodellen dar. Zur Reduktion dieser Modellfehler und zur Entwicklung verbesserter Parametrisierungen sind arktisweite Beobachtungen mit Datenassimilation des Atmosphäre-Ozean-Eissystems besonders im arktischen Polarwinter erforderlich. Es wird deshalb vorgeschlagen\, im IPY5 Zeitraum ein Netz von 5 permanent arbeitenden Eisbrechern im Amerikanischen Becken\, im Eurasischen Becken\, in der Transpolardrift\, in der Barentssee und der Fram-Strasse zu installieren\, die Messungen des gekoppelten Klimasystems ähnlich zu denen im MOSAiC Projekt durchführen. Diese können durch spezielle Messkampagnen begleitet werden und müssen in enger Abstimmung und Kooperation mit dem ECMWF und NCEP erfolgen. \n 
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SUMMARY:Kolloquium zum 80. Jahrestag der Wiedereröffnung der Akademie der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Wiedereröffnung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin im Sommer 1946 – acht Jahrzehnte Wissenschafts- und Standortgeschichte Berlin-Adlershof\nMit dem Befehl 187 der Sowjetischen Militäradministration vom 1. Juli 1946 ging ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Akademie der Wissenschaften zu Berlin (ab 1972 Akademie der Wissenschaften der DDR\, AdW) an den Start. Das Leben und Wirken von Tausenden von Forschenden war fortan über 45 Jahre mit dieser Akademie verbunden und hat nach der Wende die urbane Wissenschafts- und Hightech-Landschaft Adlershof nachhaltig geprägt. \n6. August 2026 – Zeitzeugen\, Historiker\, Akteure diskutieren Aspekte von 80 Jahren\nWissenschafts- und Standortgeschichte \nVeranstalter: WISTA; Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V.; Forum Adlershof e. V; Kollegium Wissenschaft der RLS \nIn Namen der Veranstalter freuen sich auf Ihre Teilnahme: Prof. Norbert Langhoff (MLS)\, Prof. Gerhard Pfaff (MLS) und Dr. Klaus Meier \nTermin: Donnerstag\, 6. August 2026 10.00 bis 15.00 Uhr \nTagungsort: Berlin-Adlershof\, Rudower Chaussee 28 (Steinbeis Haus Berlin) im Technologiepark Adlershof \nZum Programm.
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SUMMARY:Biesdorfer medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und dem Schloss Biesdorf ein zum Vortrag von \nDr. Heinrich Niemann (Berlin)  \nDie Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 und die Ärztebewegung zur Verhütung eines Nuklearkrieges (IPPNW) \nam 6. November 2026\, \n17.00 Uhr – 19.00 Uhr\,\nim Schloss Biesdorf\, Heino-Schmieden-Saal\, \nAlt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin. \nIch beehre mich\, Sie und Ihre Begleitung zu dieser Veranstaltung herzlich einzuladen. \nProfessor Dr. Gerda Haßler \nPräsidentin der Leibniz-Sozietät \nVeranstaltungsflyer \nProgramm: \nEröffnung und Begrüßung \nGerda Haßler\, Präsidentin der Leibniz-Sozietät \nModeration \nGerhard Pfaff (Mitglied der Leibniz-Sozietät)  \nHeinrich Niemann \nHeinrich Niemann studierte Medizin an der Humboldt-Universität zu Berlin/Charité. Er erlangte 1970 die Approbation. 1978 promovierte er zum Dr. med. über Internationale Tendenzen der Ärzteausbildung und wurde Facharzt für Sozialhygiene/Sozialmedizin. Seit 1975 war er in der Ost-Berliner Gesundheitsverwaltung und -politik tätig. \nVon 1986 bis 1990 war Heinrich Niemann Geschäftsführer der DDR-Sektion der Internationalen Ärztebewegung gegen den Nuklearkrieg (IPPNW) mit etwa 8000 Mitgliedern (1989)\, die mit Vorträgen\, Erklärungen\, Konzerten und Protesten auch gegen sowjetische Atomtests auftrat und an den Weltkongressen der IPPNW mit Beiträgen teilnahm. \n1992 bis 2006 war er Bezirksstadtrat für Gesundheit\, Umweltschutz\, Ökologische Stadtentwicklung im Berliner Bezirk Hellersdorf bzw. Marzahn-Hellersdorf. Er war Gründungsmit-glied des Vereins „Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft” (1991 bis 2017) und ehren-amtlicher Vorsitzender mehrerer Vereine\, so der „Freunde Schloss Biesdorf e.V.“ bis 2024. Er ist Vorsitzender der 2020 gegründeten „Rapoport-Gesellschaft e.V“. In Vorträgen\, Buch- und Pressebeiträgen nahm und nimmt er zur aktuellen Gesundheitspolitik Stellung. \nZum Inhalt des Vortrags \nDas Wort gilt noch immer: \nWir Ärzte werden Euch nicht helfen können! \nDie Teilnahme am 24. Weltkongress der Internationalen Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) im Oktober 2025 in Nagasaki gab den Anstoß\, diesen Beitrag auszuarbeiten. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW wurde 1980 im Kalten Krieg von je drei amerikanischen und sowjetischen Ärzten gegründet. Sie erhielt bereits 1985 den Friedensnobelpreis. Ihr gehören Mitglieds-organisationen in etwa 60 Ländern an. Zu den ersten und sehr aktiven IPPNW-Sektionen gehörten die 1982 gegründeten beiden deutschen Sektionen. \nDie nach wie vor zu spürenden Folgen der Atombombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki\, die ansteigende Nuklearkriegsgefahr und das Ringen um den von der IPPNW mitinitiierten Atomwaffenverbotsvertrag der UNO\, dem die Bundesrepublik bisher nicht beigetreten ist\, werden im Vortrag vorgestellt. Damit verbunden erfolgt ein historischer Rückblick auf das Wirken und das Profil der DDR-Sektion bis zum Zusammenschluss mit der BRD-Sektion im Jahr 1991. Dabei wird auch auf den Beitrag von Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften in der IPPNW eingegangen.
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DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth (DGLR) \nRaumfahrthistorisches Kolloquium 2026 \n am 28. November 2026\, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr \n begleitet von der Poster Ausstellung \n„Fit für Apollo“ \nim Einstein-Saal der Archenhold-Sternwarte Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nFlyer zum Kolloquium \nAbstracts \nCVs der Referenten
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DESCRIPTION:Zur Geschichte der Wissenschaft in Berlin\n\nRundgang auf dem Campus-Dahlem mit unserer Kollegin Annette Vogt (Organisation: Gisela Boeck\, Annette Vogt\, Gerhard Pfaff) \n\nTermin: 11.05.2027\, 15.30 Uhr\n\nDer Rundgang in Dahlem führt zu ehemaligen Forschungsbauten des Campus\, wo in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen gemacht wurden. Ab 1912 entstand in Dahlem der erste deutsche Forschungscampus auf der grünen Wiese\, errichtet von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft\, deren Nachfolgerin die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist. Bis heute wird ein Teil der historischen Gebäude von der MPG und der Freien Universität Berlin genutzt. Während des Rundgangs gibt es auch ausführliche Informationen zu den Schicksalen von Dahlemer Forscherinnen und Forschern.
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